0*. Jerusprech⸗Anschlüsse: für die Schristleitung112 Berlag, Geschäftsstelledl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Die Kriegserklärung Italiens. Ein Angriff der Der Sleßener Anzeiger Dhein gli außer Sonntags.— Beilagen: 5 viermal wöchentlich Gießener Famillenblätter; eimal wöchentl. Kreis⸗ blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ a ö General-Anzeiger Rotationsdrud und verlag der Brühl'schen Univ. Buch und steindruckerei u. eange. Schriftleitung, er Dienstag, 25. Mai 1047 nzeiger ö r Oberhessen Bezugsoreis: monatl. 75 Pf., viertel jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel; jährl. ausschs. Vestellg. Zeilenpreis: loxal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil:. Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Beck, sämtlich in Gießen. österreichisch⸗ ungarischen Flotte auf die 0 W Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen der Straße Estaires— La Bassée und Arras kam es zu erneuten westlich Neuve Chapelle denen Zeiten einsetzende gefangen genommen. gegen unsere Stellungen bei Der Kampf ist dort noch nicht abgeschlossen. f ũ m Maas und Mosel— statt. Südwestlich Lille und in den Ar gonnen verwen⸗ dete der Feind Minen mit giftigen Gasen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Westlich der Windau in Gegend S 5 doch Afartertämp ken bei denen ein sche und an der Dubi ungriffe abgewiesen. Kämpfen öftlich Podnbis stieg um 300. „Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Aenderungen. Oberste Heeresleitung. .) Großes Hauptquartier, 23. Mai. (Amtlich) 0 9 st i 1 ar Kr i asschauplatz. N Angr. 0 Straße Böthun 1 5 und auf Rücken der Loretto⸗Höhe abgewiesen Ablain gelang es dem Feinde, durch den s Grabens Fuß zu fassen. Südli durch Angriff etwas Gelände Maas 5 kämpfe statt. Ein Angriff des Feindes im Pri wurde abgeschlagen. Oestlich In Gegend Sz Nordflügel an gene und er Kriegsschaupla 5 und schlugen ihn. sieben Maschinengeweh Beute. Feindliche Gegenstöße in der terte n. An der Misiuny—Zemigola gerichtete russische gewiesen; südlich des Niemen nördlich Pilzwiszki fehl. a Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues.„ Oberste Heeresleitung. (TB.) Großes (Amtlich.) b Westlicher Kriegs schauplatz. 5 , Mehrere nächtliche englische Vorstöße zwischen Neu v Chapelle und Givenchy, sowie lich und südlich von Neuvill abgeschlagen. Zwischen Maas Artilleriekämpfe an. Franzosen bei einem erneuten Oestlicher und südöstlicher Kriegsschauplaßz. AUnverändert. Oberste Heeresleitung. 75 1** Seit der Nacht von Sonntag auf TB.) Großes Hauptquartier, 22. Mai. 1 Zusammenstößen. Süd⸗ wurden mehrere zu verschie⸗ ü i englische Teilangriffe ab⸗ gewiesen. Eine Anzahl farbiger Engländer wurde dabei N en Weiter südlich bei Givenchy wird noch gekuͤmpft. Französische Angriffe, die sich gestern abend t. der Lorettohöhe bei Ablain und bei Neuville richteten, brachen meist schon in unserem Feuer zusammen. Ein weiterer nächtlicher fran⸗ Fsischer Vorstoß nördlich Ablain erreichte unsere Gräben. Auf der übrigen Westfront fanden nur Art illerie-⸗ pfe an verschiedenen Stellen— besonders zwischen chawdiny kam ter 0 Regiment der russi⸗ Ussurireiter⸗Brigade aufgerieben wurde. Bei Szawle ssa wurden einzelne russische Nacht⸗ Die Zahl der Gefangenen aus den dem Dicht nördlich blain em schon gemeldeten nüchtlichen Vorstoß in einem kleinen Teil unseres vordersten ch Neuville gewannen wir nahmen 90 Franzosen ge⸗ fangen und erbeuteten zwei Maschinengewehre. Zwischen und Mosel fanden wieberum heftige Artillerie— 81 awle griffen wir den russi schen 1600 Gefan—⸗ re waren die . Nacht schei⸗ Dubissa wurden stärkere, gegen die Linie Nachtangriffe ab⸗ 1000 Gefangene blieben bei uns zurück. Auch schlug ein feindlicher Nachtangriff „ Hauptquartier, 24. Mai. französische Angriffe am Nordhang der Loretto Höhe bei Ablain und nörd⸗ 5 5 wurden unter schweren Ver⸗ lusten für den Feind, der außerdem 150 Gefangene einbüßte, und Mosel„dauern die Im Priesterwalde erlitten die erfolglosen Angriff Verluste. Montag steht Oesterreich— Ungarn mit Italien im Kriegszustand. Die italienische Kriegserklärung ist ein Verlegenheitsprodukt; der knappe Entschuldigung, indem die Wortlaut enthält beinahe eine italienische Regierung erklärt, sie„könne sich nicht ihre Pflicht entziehen“ usw. Die Worte von der„gegenwärtigen sind Phrasen, die die Hinter— und zulünftigen Bedrohung“ * hältigleit Italiens wahrlich nicht verdecken. Wie anders wirkt die Kundgebung des Kaisers Franz 3 ker! So maßvoll und edel in der wirkt sie doch unmittelbar und packend auf das schen Erinnerungen: den ist meinen Heeren kein neuer Gegner“. Josef an seine Völ— Form sie abgefaßt ist, wie Volksempfin⸗ den, wie würdig und kraftvoll klingen die kurzen, histori⸗ „Der neue heimtückische Feind im Sü⸗ . Die Pfingsttage waren uns etwas verbittert durch die 1 italienische Treulosigkeit, die neue Ströme von seln wird. Aber die ist nicht ins „wie sein öster Blut entfes⸗ 0 7 0 majestätischen Sätze des greisen Herrschers in Wien, Doppelspiels brauchtes kai werden! Die Berlin der lassen, daß tragsmäßige seiner Feinde Herrschers, ent Botschafter die Am 4. d. Mts. Gründe bekann van der k. u. k. von nun an wi Mitteln, über sich nicht ihrer Aspirationen je auferlegen. Se Seiner Exzellen Ein ausgabe der F r Der König Treubruch, jähriger Dauer, genden Fahnen haben Italien haben unscte unseren Schirm getan: Als Ita sandte, waren 1 zu erhalten, zu Opfern, die un ziehen. Der kein gehalten. ist ihnen Tegetthoffs, der Ich grüße vertraue auf sie ker, deren Dank gebührt. 7 8 7 1 1 reichisch-ungarischer Kollege, Rom nun werden wir bald auch 3 4 eignissen eine amtliche Kundgebu⸗ Krieg mit Italien ist von Oesterr einen schneidigen, erfolgreichen Flo nische Küstengebiete begonnen worden eignisse auf den anderen glänzenden Erfolge der. unserer und der Sache unserer Verb günstig gewesen. Die drückende Atme Regierung hat heute durch ihren aan Kriegszustand mit Oesterrei italienische Regierung hat du 0 nen Angriff gegen die Don 0 mit Deutschland ohne Recht und G durch die Waffenbrüder Ungarn und dem Deutsch dritten Bundesgenossen u D d ü r st Anweisung er⸗ halten, Rom zuglei re chisch-ungarischen Veischafter be ussen. des f. u. k. Hauses und ö erklärung hat folgenden Wortlaut: Den Befehlen Sr. rischen Minister des gutes Recht seinen Bündnisbertrag mit Oesterreich-Ungarn, der in dieser Hinsicht wiedererlangt hat. Fest entsch Rechte und Interessen Sorge zu tragen, kann die Kgl. Regierung künftige Bedrohung zum morgen ab als im Kr Ungarn befindlich betrachtet. Ehre, Seiner Exzellenz dem Herrn zeitig mitzuteilen, daß noch die Pässe werden zur Verfügung gestet werden, und er wäre Wien, 24. Mai. allerhöchstes Handschreiben: bauftrage Sie, zur allgemeinen Verl kennt, ist vom Königreich Italien an seinen beiden Verbündeten begangen worden. und sich zu ungeahnter Blüte entfalten konnte, in der Stunde der Gefahr verlassen wir haben seine Ehre und seine Interessen nicht angctastet; wir Bündnispflichten stets getreu entsprochen und ihm Aber Italiens Begehrlichkeit, das den Moment nützen zu sollen glaubte, war nicht zu stillen, und so muß sich das Dem mächtigen Feinde im Norden gigantischen Ringen in f Heere meines erlauchten Verbündeten meine Novara, Mortara, Custozza und Lissa, die Jugend bildeten, der Geist Radetzkys, Erzherzogs Albrecht und mir dafür, daß wir auch gegen Süden Monarchie erfolgreich verteidigen werden. beispiellosem Opfermute mein innigster väterlicher bereits verlassen, und aus zu den neuen Er⸗ ig erwarten dürfen. Der Ungarn alsbald durch enangriff auf italie⸗ und die' neuesten Er⸗ plätzen, besonders die Dardanellen, sind deten in hohem Maße phäre des italienischen ie, um ein früher ge⸗ rholen, gedroschen 1 1 Kriegssch Türken 0 i ist geklärt: nun sollen serliches Wort zu wiel . Kriegserklärt 23. Mai.(WTB. A 1 aliens. lich.) Die italienische otschafter Herzog von n Regierung erklären tternacht ab im ingarn befinde. Die vom Zaune gebroche— das Bündnis auch nd zerrissen. Das ster geschmiedete ver⸗ zwischen Oesterreich⸗ durch den Abfall des ergang in das Lager er deutsche Bot⸗ österreichisch-ungarisch sich Italien von urch die chit Treuve unversehrt de 4 Min: chafte in Kriegs- des leußern überbrachten 4 a den U Wien, am 23. Mai 1915. Majestät des Königs, seines erhabenen sprechend, hat der unterzeichnete Kgl. italienische Ehre, Sr. Exzellenz dem Herrn österreichisch-unga— Aeußern folgende Mitteilung zu übergebene wurden der k. u. k. Regierung die schwerwiegenden. tgegeben, weshalb Italien im Vertrauen auf sein Regierung verletzt worden war, für nichtig und rkungslos erklärt und seine volle Handlungsfreiheit ssen, mit allen die sie verfügt, für die Wahrung der italienischen Pflicht entziehen, gegen jede gegenwärtige und zu— Zwecke der Erfüllung der nationalen Maßnahmen zu ergreifen, die ihr die Ereignisse Majestät der König erklärt, daß er sich von iegszustande mit Oesterreich⸗ Der Unterzeichnete hat die Minister des Aeußern gleich— heute dem k. u. k. Botschafter in Rom ne ine dankbar, wenn ihm die seinen übermittelt würden. a gez.: Avarna. Manifest Kaiser Franz Josefs. (WTB. Nichtamtlich.) Eine Extra⸗ „Wiener Zeitung“ veröffentlicht folgendes „Lieber Graf Stürgkh! Ich eschlossene Manffest an meine Völker barung zu bringen. anz Josef. Stürgkh. An meine Völker! von Italien hat mir den Krieg erklärt. dessen gleichen die Geschichte das an Ein nicht Nach einem Bündnis von mehr als dreißig⸗ währenddessen es seinen territorialen Besitz mehren hat uns Italien und ist mit flie— in das Lager unserer Feinde übergegangen. Wir nicht bedroht und sein Ansehen nicht geschmälert, gewährt, als es ins Feld zog. Wir haben mehr lien seine begehrlichen Blicke uber unsere Grenzen vir, um das Bündnis verhältnis und den Frieden großen und schmerzlichen Opfern entschlossen, zu serem väterlichen Herzen besonders nahe gingen. Schicksal voll⸗ 2 haben in zehnmonatlichem treuester Waffenbrüderschaft mit dem 11 Armeen siegreich stand⸗ neue heimtückische Feind im Süden neuer Gegner. Die großen Exinnerungen an den Stolz meiner in meiner Land- und Seemacht fortlebt, bürgen hin die Grenzen der Truppen, meine Völ⸗ meine kampfbewährten, siegerprobten und ihre Führer! Vertraue auf italienische Oftlüste. segnen und unsere gerechte Sache in seine gnädige Obhut nehmen möge. Franz Josef. Stürgkh. Wien, am 23. Mai 1915. a Fürst Bülows Abreise. Rom, 24. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Gestern nach⸗ mittag forderte der Botschaftsrat v. Hindenburg auf der Consulta die Pässe für den Botschafter Fürsten von Bülow. Fürst Bülow, das Botschaftspersonal, der baye⸗ rische Gesandte am Quirinal sowie der preußische und bayerische Gesandte am Vatikan verlassen abends in zwei Extrazügen Rom. Der Zug des Fürsten fährt um 9 Uhr 30 Min. ab und soll morgen früh in Chiasso um 9 Uhr 30 Min. eintreffen.. J Rom ist vollkommen ruhig, allerdings ist der Abbruch der offiziellen Beziehungen zwischen Oesterreich⸗Ungarn und Italien noch nicht bekannt geworden. Die Abreise des italienischen Votschafters aus Wien. „Wien, 24. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der bisherige italienische Botschafter, Herzog von Avarna, ist heute 9 Uhr 20 Min. mit dem Botschaftspersonal mittels Sonderzuges über die Schweiz nach Italien abgereist. Kein Zwischenfall. Erfolgreiche Angriffe der österreichisch-ungarischen Flotte auf die italienische Ostküste. Wien, 24. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Unsere Flotte hat in der auf die Kriegserklärung folgenden Nacht vom 23. zum 24. Mai eine Aktion gegen die italienische Ostküste zwischen. Venedi g und Barletta unternommen und hierbei an zahlreichen Stellen militärisch wichtige Objekte mit Erfolg beschossen. Gleichzeitig belegten unsere Seeflugzeuge die Ballonhalle in Chiarauelli, sowie militärische Anlagen in Ancona und das Arsenal u Venedig mit Bombe ich sichtlicher Schaden und Brände verursacht wurden. Flottenkommando. Vermutungen über das italienische Vorgehen. Berlin, 25. Mai. Nach einer Drahtnachricht der„Vofsi⸗ schen Zeitung“ aus Athen erfährt„Hestia“ aus angeblich guter Quelle, daß sich Italien an den Operationen gegen die Dar da⸗ nellen vorläufig mit 40000 Mann auf Seiten der Drei⸗ verbandsmächte beteiligen wird und auch einen kleinen Teil seiner Flotte stellen werde. Die übrige italienische Flotte werde zwischen der Adria und dem Mittelmeer verwendet werden. Pola angreifen. Ferner erfährt das Blatt, daß italienische Truppen in Montenegro zwecks Eroberung von; Cattaro und Verstärkung der montenegrinischen Front gegen Dalmatien ge⸗ landet werden würden. Die deutschen Schiffe in italienischen Häfen. Berlin, 24. Mai.(WTB. Nichtamtlich. von der Agence Havas und anderen Quellen verbreiteten Nachrichten über bevorstehende Beschlagnahme deutscher Schiffe und sonstigen deutschen Eigentums in Italien entbehren jeder Begründung. Vielmehr erfahren wir aus sicherer Quelle, daß die deutschen Schiffe entsprechend den Bestimmungen der Haager Abkommen behandelt werden und das deutsche Eigentum entsprechend dem Völkerrecht weder beschlagnahmt noch sonst be⸗ einträchtigt wird. Maßregeln für die österreichischen Grenzlande. Wien, 24. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser hat den Gemeinderat der reichsunmittelbaren Stadt Triest aufgelöst und auf Grund des§ 121, Absatz 3 der Verfassung dieser Stadt vom 15. April 1850 eine im Landesgesetzblatt für das Küstenland heute publizierte kaiserliche Verordnung erlassen, in welcher in Abänderung einiger Bestimmungen dieser Verfassung angeordnet wird, daß der Statthalter die zur einstweiligen Besorgung der Angelegenheiten der Ge— meindeverwaltung erforderlichen Versügungen zu treffen hat. Auf Verfügung des Statthalters in Triest wurde der Gemeinderat der Stadt Görz aufgelöst. Eine in der„Wiener Zeitung“ veröffentlichte kaiserliche Verordnung vom 23. Mai verleiht dem Höch st kom man⸗ dierenden der zu den Kriegsoperationen gegen Ita⸗ lien bestimmten Teile der bewaffneten Macht die Befugnis, in Tirol, Vorarlberg, Salzburg, Steiermark, Kärnten, Krain, Görz, Gradiska und Istrien, sowie in Triest mit seinem Gebiete die zur Wahrung der militärischen Interessen im Bereiche der politischen Verwaltung innerhalb des dem politischen Landeschef zustehenden amtlichen Wirkungs⸗ kreises Verordnungen zu erlassen, Befehle zu erteilen und die Beobachtung derselben gegenüber den hierzu Verpflich- teten erzwingen zu lassen. Der Eindruck der Kriegsertlärung. Wien, 24. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die patrio⸗ tischen Kundgebungen, die bereits in den vorhergehenden Tagen anläßlich der Bedrohung Oesterreich-Ungarns durch den ehemaligen Bundesgenossen Italien stattgefunden hatten, erreichten gestern abend ihren Höhepunkt. Als gegen 9 Uhr abends die Kriegserklärung Italiens und das Manifest des Kaisers an seine Völker durch Sonderausgaben bekannt wurden, bildeten sich in der ganzen Stadt Gruppen, die unter dem Gesange patriotischer Lieder und Hochrufen auf den Kaiser, die Monarchie und die verbündeten Armeen nach dem Innern der Stadt zogen, wo namentlich vor dem Kriegsministerium vparriotische An- sprachen gehalten wurden und begeisterte K undgebungen veranlaß⸗ ten. Wo die Bevölkerung Offiziere und Soldaten sah, begrüßte sie sie mit begeisterten Hochrufen. Die tiefe Entrüstung, die infolge des heimtückischen Vorgehens Italiens alle Schichten der Be⸗ Die Den Allmächtigen bitte ich, daß er unsere Fahnen völkerung ergriffen hatte, machte sich in Rufen: Nieder mit den Die Unterseeboote würden wahrscheinlich den Kriegshafen r a,,, ³² Ä * 9 N 1 83* 88. N FJ. A ². ĩ˙Ü.;Ä Se — Der Kampf an den Darbanellenn see W ö Vrerrätern, nieder mit Italien! Luft, Die Vocsntenge are amt g a 5 jedoch überall ein würdevolles Verhalten und es kamen keiner Konstantinopel, 22. Mai(WTB. Nichtamtlich) ken bie lei Ausschreitungen vor. In Triest sammelte sich 8 3 eilt mit: An 8 Wr dau die Kriegserklärung Jialiens eine große Merce ge. Das Hauptquartier t ä 1 17 1 55 . 3 ern J E i i i am ver dem italienischen Generalkonsulat gegen Italien zu nellenfront setzte der Feind in der Nacht zum 20. Mai Ihre stramme Haltung ma monstrieren, das aber von der Sicherheitswache vereitelt um Mitternacht einen Angriff gegen unseren rechten Flüt⸗ t de. Ei Menschenmenge auf den Hauptplatz, 22 griff geg 8 druck. Der Vorbeimarsch durch — sie 8 ltergebäude eine— 5 patriotische Kund⸗ gel an, welcher jedoch vor unserem Gegenstoß scheiterte; einem Triumphzug. Von— 7 aller gebung veranstaltete. Der Statthalter brachte ein von der Menge] ebenso wurden Angriffe gegen unser Zentrum und den Wort„kahreman“(Helden). 8 5 sis Bol 8 5 Kais.* 3. 3 Bord des deutschen D 8„General“, auf eee Gerade wren befdengt. die dagg waschen Kune linken Flügel verlustreich für den Feind zu rückgeschla⸗ nahm. Morgen Abend findet ein Gartenfest statt. gebungen 1 ganzen 8 3 gen, welcher in überstürzter Flucht 80 Tote in denn 2 3* 1 waren ebenfalls Kundgebungen. r eutschen Konfulat] Schützengräben zurückließ. Gestern fand kein Gefecht auf Falsche Verlustziffern. N iotische Li f d Hochrufe auf das deutsche den 5 5 0 g b. . Prog bien werden gleich⸗Jdiesem Abschnitt statt; nur ein Flieger bewarf den Feind Berlin, 23. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Aus d falls ähnliche arcße Suede Nich dun 1 wirksam mit Bomben, von denen eine auf einen großen 4.5 n Ea 1 9—„ Innsbruck, 24. Mai.(WB. Ni tamtlich.) Nach Bekannt⸗[Transportdampfer fiel. Gestern vormittag versuch⸗] Au ande n unsere Verluste bei Mpern, bei degserklärung tali a zu begei⸗ 5 i i a in Galizien vi in ei er⸗ — N——— An die n ten die Alliierten bei Sed ül Bahr unter dem Schutz in Kale viene ü 591 he sinnlosen Weise über sammelte Menschenmenge hielt der Kaiserliche aten galten threr Schiffsgeschütze einen überraschenden Angriff gegen] Zahl der uns an Ort und Stelle überhaupt dur Ver 1 1 1 1 unseren linken Flügel; sie hatten aber keinen Erfolg und stehenden Kämpfer wesentlich, in einem Fall um das nienes dreifaches Hoch auf Kaiser Franz Josef und Kaiser Wil⸗ wurden durch einen Gegenangriff mit dem Bajonett ver⸗ pelte, überschreiten. Allen diesen Lügennachrichten—.— 2 1 9. Von 5 4— zung. 4 3 trieben. Feindliche Schiffe nahe der Einfahrt in die Meer⸗ über, deren Zweck ja nahe genug liegt und mi 8 auch zahlreiche Offiziere sowie Damen und Herren der, esellscha 8 g g n 25 r befanden, 1 Konsulat, um auch dort die patriotischen enge versuchten einen vergeblichen feindlichen Angriff gegen] Das sind unsere Verlustlisten, die mit deutscher Gründli 7 1 f Kundgebungen zu wiederholen. Die Bevölkerung zeigte überall eine unseren linken Flügel durch heftiges Feuer zu unterstützen] keit und Genauigkeit geführt, unserem Volk klaren Einblick bdaurchaus würdige Haltung. 4 und vortragen zu helsen, aber unsere vorgeschobenen Bat⸗ E 17 Gegner dagegen machen aus ihren Ver⸗ ö Die Aufrufung des ungarischen Landsturmes. terien auf dem anatolischen ufer beschossen die feindlichen usten, selbst ihrem eigenen, Volk gegenüber, ein ms, 5 Bud a pe st 7 22. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Das Schiffe erfolgreich und trafen zwei von ihnen imnehreére die Scheu vor der Wahrheit ist I groß. In Rußland F. B. Amtsblatt“ veröffentlicht den Aufruf der Lande pale wird verbreitet, die russischen Gesamtverluste nur 4 2— 8 sturmpflichtigen der Jahresklassen 18 und 43 5 a 3.. rund 500 000 Mann. In Wahrheit befinden si an 0 bis Sc. Bezüglich Ausmusterung und Inanspruchnahme Von den anderen Kriegsschauplätzen 1 nichts zu in Listen geführten russischen Gefangenen in Deuischland 1 0 kun un dieser Jahresn wird spät lden. 5261 Offiziere, 530000 Mann, in Oesterrei 1900 5 13 4 2 ng dieser Jahresklassen wird später] melden g 0 f Offiziere, 360 00 Mann, adi 7161 Offizi 890 00 ͥ i N 3„ 23. e 7 4 3 5 N 140 000— 1 8 4 8 4 1 as Hauptquartier teilt mit: Auf der Dardanellen den. jetzigen Kämpfen, die von den eimatsbehörden 1 Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte. front griff der bei Seddeu! Bahr befindliche Feind] nicht üb ang ind, so daß die Zahl„einer Million Wien, 22. Mai.(W. T. B. Nichtamtlich.) Amtlich. W 1 unter dem Schutz— 5 lelder Bar. berrits e. r wird verlautbart: 22. Mai, mittags:. terien und Flotte mit allen Kräften an. Trotz beträchtlicher N— 1 In Mittelgalizier wird weitergekümpft. Das Verstärkungen des Feinden wiesen unsere Truppen den An⸗ Diie englische Kabinettstrisis. von den verbündeten Truppen bisher erstrittene Terrain wird griff des Feindes, der sich kaum an der Küfte zu halten 9 2' Nich; ie„Ames gegen alle russischen G behauptet. In langsam vermochte. vollständig zurück. Der Feind li 5 ß mehr te, Sega de i 93 fortschreitendem Angriff wird täglich weiter Raum ge⸗als 20% Tote auf dem berlassenen Teil des beitreten will, liegt in der dringenden Norwerhiglell,— 1 1 wonnen. Schlachtfeldes zurück. Außerdem erbeuteten wir ein] zu helfen. Die Zeit sei gekommen, daß Grey An der Pruthlinie herrscht im allgemeinen Ruhe. Maschinengewehr. Während des Kampfes stürzte ein durch Ruhe haben und mit der Arbeit im Auswärtigen Ant ares 4 1 g. 3 l. g unser Feuer beschädigtes feindliches Flug zeug ins Meer. 1 j 177257 5 a Bei Bojan östlich Czernowitz scheiterte ein Versuch des Unsere Verluste im Laufe des neunstündicen Kampses be. Pen Wa Fishers f e 1 0„ 1 Feindes, auf das südliche Ufer zu gelangen, unter starken Ver- trugen nur 420 Verwundoke und 43 Tote. Unsere Batterien i 7 n 5 lusten für den Gegner. n f am Dardanellenufer fügten den feindlichen Schiffen und ene e n hren Im Bergland von Kielce weicht der Feind nach Batterien bei Sedd⸗ul⸗Bahr, die am Kampfe teilgenommen 5 l g hartnäckigen Kämpfen erneut in nordöstlicher Richtung zurück.] hatten, schweren Schaden zu; eine unserer Batterien auf D— Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes dem, lleinasiatischen Ufer traf viermal ein Panzer⸗ f Reiche. a v. Höfer, Feldmarschalleutnant. schiff vom Typ des„Majestic“, das darauf den Eingang Aus dem f der Meerenge verließ. Auch das Ersatzschiff vom Typ der Ein kaiserlicher Danlerlaß. 5 5 Mai. Amtlich wird verlautbart: 23. Mai„ Vangeance“ wurde von zwei Granaten getroffen. Die Be⸗ Berlin, 155 2 75 eee„Reichs⸗ . 5. 1. dienungsmannschaft dieser Batterie hatte sechs Verwundete. anzeiger“ veröffentlicht folgen f oßen Haupt⸗ In der allgemeinen Lage ist keine wesentliche Veründe⸗ Bei Ari„ 1 20 25 Jahre alte. vom 9. Mai 1915 datierten Erlaß des Kaisers rung eingetreten Kanonenboot ,Pelemki Deria,() wurde heute vor- an den Reichs tanzler:„Als nach langen Jahren gefegnenen Nussische Angriffe öftlich Jaroslau und am oberen] mittag von einem feindlichen Unterseeboot zum Sinken Friedens Deutschlands wehrhafte Mannen aus allen Gauen Dujestr wurden, wie bisher, unter großen Verlusten für[gebracht. Das Lanonenbaat schoß bis es enteraing auf des geliebten Vaterlandes und aus fernen Ländern, meinent 1 „ „ den Feind abgewiesen. Ebenso scheiterte ein neuer Versuch das Untersecboot dessen Schicksal unbekannt ift di I Kufe folgend, zu den Fahnen eilten, da regte sich angefacht der Russen, bei Bojan östlich Czernowitz über den Pruth schaft. 5 2 3 Toten, e 0 5 heiligen Lohe der Begeisterung, in Waere von zu kommen. 5: Auf den übrigen Fronten nichts Wichtiges. Herzen der Daheimgebliebenen bei alt Ber einem Gefechte im Berglande von Kielce wurden. g 5 nern und Frauen, das Verlangen, 1800 Gefangene eingebracht. i Konstantinopel, 24. Mai.(W. T. B. Nichtumtlich.)] Werten der Liebe helfend 21 Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs:[Das Hauptquartier meldet: In der Nacht vom 22. zum aber v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 23. Mai versuchte der 9 sich unserem linken Flügel zu Wien 24. Mal.(W T. Nichtamtlich) Amtlich wird] nähern, wurde aer m Verlusten für ihn zurückgeschlagen. verlautbart, 24. Mai 1915, mittags: Am 23. Mai früh wurde ein feindlicher Kreuzer vor Kaba ihrer Fürsorge für 8 Nordöstlicher Kriegsschauplatz. Tepe durch das Feuer unserer Attillerie schwer beschädigt u Betteifer ni 1 „ Die allgemeine Situation ist im großen un⸗ und außerdem von zwei Flugzeugbomben getroffen. Er aber 1 kommenden . verändert. Die Kämpfe in Mittelgalizien dauern fort. wurde von fünf Kriegsfahrzeugen weggeschleppt.— Gestern f Glücks gütern Ge d d n 0 l n d den. e d be dene, i. 15 bangen g 5 8 un ge- lungen. Die feindlichen. Verluste an Toten und Ver⸗ N ad sich Südwestlicher Kriegs schau platz. wundeten während der Schlacht von Sedd ül Bahr am mit dem Nach Eintritt des Kriegszustandes haben an einzelnen 22. Mai belausen sich auf mehr als 4000 Maun. Gestern Stellen der Tiroler Grenze klei arp be. beschossen die feindlichen Schiffe unsere Infanteriestellung 955 gonnen. Im küstenländischen Grenzgebiet hat sich italienische] an beiden Seiten des Einganges der Meerenge schwach und 9 5 5 des Kavallerie beim Grenzort Strasseldo gezeigt. wirkungslos. Eine unserer Batterien zerstörte eine feindliche Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: Batterie auf Sedd il Bahr.— Nichts Wichtiges auf den v. Höfer, Feldmarschalleutnant. übrigen Kriegsschauplätzen. g Aeußerungen Sven Hedins. bonstantinopel, 23. Mai.(WTB. Nichtamtlich.)[nicht nachla Wien, 23. Mai. Gegenüber dem Kriegskorrespondenten Nach sicheren Informationen wurde die Zahl der an den] den Kämpfern selbst, den der„Neuen Freien Presse“ erklärte Spen Hedin, welcher Dardanellen gelandeten englisch⸗französischens die sich den staatlichen Einrichtungen der von der westgalizischen Front in das österreichisch-ungarische Haupt⸗ Truppen, die anfangs auf 60 000 geschätzt war, durch] ergänzend angliedern und im wesentlichen quartier zurückgekehrt ist, in begeisterten Worten, er habe die] neue, Truppenlandungen auf ungefähr 90 00 Mann ge⸗ von privater Seite angewiesen imposantesten Eindrücke an auuserer Front gewennen er ift,“ bracht. Diese Zahl ist aber durch die erlittenen Verluste an weitere Mittel zufließen werden Sch 11 2*— 5* elf Nationen der großen] Gefallenen, Verwundeten, Gefangenen und Kranken gegen⸗ allen an den Spenden aus 2 hie, nur ein Siegeswille. Mir, der ich jahrelang die] wärtig auf kaum 40 8 K die noch immer in den in so reichem Kaiser⸗ Zeitungslügen von dem Zerfall der D länd elese; a i i hat sich da eine neue Welt aufgetan.. Abschnitten von Se ahr und Ari Burmt donzentriert lichen 2 8 ur— Aus a 8 Angarn zu einem Stahlblock geschweißt und treibt das Zarenreich sind. 5 ö 1 1 Te Revolution in Rußland kommt] Die Besatzung der„Emden“ in Konstantinopel. ö Soviel Reservisten einst aus der russischen Front zurück] Konstantinopel, 24. Mat(WTB. Nichtamtlich 55 f a l 5) Die kehren, soviel Ankläger werden dem Zaren erstehen.“ überlebenden Helden der Besatzung der ie den, die Berlin, 24. g Räumung Lembergs durch die Rnssen? gestern nachmittag unter der Führung des Kapitänleutnants von Sitzung des Reichstages findet am Freita Berlin, 25. Mai. Nach einer Meldung der Morgenblätter Muecke hier eintrafen, sanden einen überaus begeistertens 28. Mai, n ittags um 3 Uhr statt. Die Stow für aus Muncaos meldet„Az Est“: Von Truppen der Armee Lin⸗ nene a der ee e Senioren ist für 2½ Uhr angesetzt worden. 5 singen gefangene Russen erzählen, die Russen begännen ilspi zi stattfi* ö 0 * 1. park an der Serailspitze, wo der offizielle Empfang stattfinden 1 1 l e, langsam mit der Räumung von Lemberg. Das Haunt⸗ sollte, war seit den frühen Nachmittagsstunden dicht gefüllt. Tau⸗ Berlin, 24. Mai.(WB. 1 Auf dem quartier mit Nikolai Nikolajewitsch habe bereits im geheimen Lem sende aus allen Bevölkerungsklassen, meistens Türken, wandelten Umweg üher das neutrale Ausland ist von E 0 berg verlassen. em in den schönen Alleen des Parkes. Die deutsche ole nie] Seite wiederholt der Versuch gemacht„Ansüch⸗ 5 darunter sehr zahlreiche Damen, erschien fast vollzählig, auch die Städt mentlich Süd⸗ und Eine neue russische Kriegsstener 0 Ich i ˖ t g ten dentscher Sand en 95 ö K g* österreichi ch⸗ungarische Kolonie war zahlreich ver⸗ deutschlands durch Buchhändler usw. aufzukaufen. Gewüns JJ... ²ĩ F...... „Rietsch“ meldet: Ein Ukas des Zar 2. Mai ü r ana 1 5„ ee —5 Heranziehung sämt 8 7 8* 5 17 und türkischen Fahnen geschmückt war, ein. Auch alle Dampfer im Stadt und deren Umgebung dur beso 5 Rui 3 dienst befreiten Russen sowie der An ehöri 9 Hafen waren beflaggt. In Vertrag der Mpmirals Seuchen war Gepragz de 1— Offenbar sind 1 des unausgebilbeten Lantsturmes zu ei 52 3 gen ein Offizier den Gästen bis Ismids und ein Vertreter des Marine“ und andere in die Augen fallende Bauwerke. sind l 12. 10 1 esonderens ministers mit den Beumten der Stadtpräfsektur bis dur Station die Bilder dazu bestimmt, dene Fliegern die Orien⸗ 1 10 1 5 4 Jahre lang bezahlt, sich propor⸗ Pendik entgegengefahren. Am Bahnhose wurden die Seeleute durch tierung zu erleichtern. Es muß daher dringend davor ge-. ione aueh em Ein mmen richten und durchschnittlich] eine Abordwung des Marineministeriums, durch Admiral Sou ⸗ warnt werden, diesen Ansu Folge zu geben. Auch wird 6 pro Mille des Einkommens betragen soll.*.—3 Eee r es sich empfehlen, bei der sendung von Ansichtskarten 5. un fuhren die Besatzung der„Emden“ andere rsi ba 4 3 e-. g.. waltung. I chen an Bod eiwes kürkischen Torpedos kerfepfers nend barer. ee amd engprechende Vorsich debeo Berlin, 25. Mai. ach 5 eußerungen leitender Persönlich⸗ railspitze. Dort erwarteten sie der deutsche Botschafter mit den Her⸗ keiten ändert das Eintreten Italiens gegen die Zentralmächte nichts] xen der Botschaft und des Generalkonfulats, der Kriegsminister, Aus Stadt und Cand. an der bisherigen neutralen Haltung Bulgariens. Ministerpräsi⸗ der Minister des. ein Unterstaatssekretär des Kriegsmini⸗ a dent Rados lawow sagte dem Mitarbeiter einer hiesigen Zei⸗ enen dae Hart offer 5 Wann ber kung ansbrädlich. daß Italiens Eingreifen in den Weltirieg] Armee und Wiarzne, Aberdenngelf des Kometzers für Einheit und nicht die geringste Aenderung in der bulgarischen Politik herbei⸗] Fortschritt, des Flottenvereins, des Komitees für nationale Ver- führen würde. Bulgarien achte die Interessen aller und fordere, teidigung, des Roten Halbmondes, der. und der daß auch seine Interessen geachtet werden. deutschen Kolonie. Als der Torpedobootszerstörer, auf dem die 1 23„Emden“ besatzung mit dem 3 auf dem Mitteldeck Die Erkrankung des Königs von Griechenland. tand, sich näherte, bemächtigte sich des anwesenden Publikums j biegen, 28. Mai 1518. Nach Pfingsten. N ie die 2— 52 Blumen, VVT fade. Heere ane del alle Seen, Se eee 8 der dichten der pfae, fen. heute wegen Rippenfell⸗serf 7 5. 1 iel entzündung eine Punktation, wonach die Temperatur N 8 ä 8 1— tage re aliens frech das a auf 29,8 stieg.„Emden“, wurden den anwesenden ersönlichketten ror⸗ und bannte vie 2 3 2 zcstelll. Er unterhielt sich kurze Zeit mit den deut der Zeit für den be eng Und dennoch: des Wortes ließ sich die so nötigen Tage des Auf⸗ atmens nicht. Das h. e haben wir der Gitte der Natur zu danken, daß sie gegenüber dem Häßlichen allen, das die letzten Tage uns jenseits der Alpen sehen ließen, das Banner ihrer frühsommerlichen Pracht entfaltete. Alles, was je der Dichter an den Reizen des Maien gepriesen hat, ließ an. den beiden Kriegspfingsttagen die strahlendste Sonne unter reinem Himmel erglänzen. Der kühle Wind, der vom Mor- gen bis zum Abend wehte und den Duft von Wald und feld, von Gärten und Wiesen mit sich führte, ließ die Sonnen- trahlen nur als köstliche Helle und nie als Hitze empfinden. In seinem kräftigen Hauch wogte die dichte Saat mit ihren frühen Aehren wie grünes Gewässer; aus den Halmen raunte es dem Wanderer wie leise tröstliche Versprechen von künftigem Erntesegen. Tausend und abertausend offenen Herzen wurde das tiefe Rauschen, mit dem der Wind lang⸗ sam durch die grünen Kronen ging, zu erhebendem Orgel— klang aus Domeshallen. Mit eindringlicher Stimme predigte der deutsche Wald, dessen Meister die Lieder preisen, Ver⸗ trauen und Kraft. Und mit noch ungezählten kleineren Be⸗ weisen ihrer Huld trug die Natur liebevoll Sorge, daß man an ihrem Born in den Pfingsttagen einen Trank schöpfen den in der lindernd schon erlittene und künftige Wun⸗ den kühlt. Daß viele diese Gunst benutzten, zeigten die vollen Züge, die in den Abendstunden die Ausflügler in die Hei⸗ mat zurückbrachten. Es brauchte keiner Gedankenlesekunst, um aus ihren Mienen zu erraten, daß ihnen trotz türmender Widerwärtigkeiten das Pfingstfest 1915 noch Liebes und Wertvolles bescheren konnte. * * 4 * N 1 r Feriensonderzüge. Der Bund Deutscher Ver⸗ lehrs⸗Vereine hat an die Eisenbahnverwaltung eine Ein⸗ gabe eingereicht und darum nachgesucht, auch in diesem Jahre Verwaltungssonderzüge zu ermäßig⸗ ten Preisen verkehren zu lassen. Der Bund befürworket die Führung von Sonderzügen auch in diesem Jahre von dem Gesichtspunkt aus, daß der zum Teil schwer arbeiten⸗ den deutschen Bevölkerung und der Jugend Gelegenheit r Erholung und zur Erhaltung der Leistungs⸗ ähigkeit geboten werden müsse. Die Sonderzüge, die zu ermäßigten Preisen verkehren, ermöglichen im Hinblick auf die wirtschaftlichen Schäden, die infolge des Krieges entstanden sind, einem großen Teile der Bevölkerung erst einen Aufenthalt in schöner Natur und erquickender Luft. Anderseits ist im volkswirtschaftlichen Inter- esse deutschen Bädern, Kurorten und Sommerfrischen der Besuch von Reisenden und Erholungsuchenden Zu gönnen, da die auf den Fremdenverkehr angewiesenen Orte und Gewerbe seit dem Beginn des Krieges wirtschaftlich besonders schwer zu kämpfen haben. Teilweise werden die Sonderzüge auch dazu beitragen, daß die deutsche Be⸗ völkerung von Auslandsreisen zurückgehalten wird. Sie sind auch dazu geeignet, die bereits jetzt gut besetzten, zum Teil sogar überfüllten fahrplanmäßigen üge zu en Der Bund Deutscher Verkehrs-Vereine befürwortet u. a. Sonderzüge nach dem Harz, nach Thstringen, nach der sächsischen Schweiz, dem Erzgebirge bezw. Vogtland, nach dem bagerischen Hochlande, nach dem württembergischen und badischen Schwarzwald, nach dem Rhein,— dem — nach der Ostseeküste und nach dem Riesen⸗ gebirge. 5 — *Die Mutter der Kompagnie weiß Rat. Von unseren Landstürmern haben in der Hauptsache nur die verheirateten Leute vier Tage Pfingsturlaub erhalten. Einer der jüngeren Leute bat seinen Feldwebel, ihn doch an den beiden Feiertagen zu beurlauben, da während dieser T. seine Quartierwirte einen Ausflug machten. Der strenge machte ein recht vergnügtes Gesicht zu der Er⸗ 0 * e des Landstürmers und erklärte dem Erstaunten: M „Das mit dem Ausflug der Quartierwirte kommt mir * e wie gerufen. Sie gehen die Feiertage über auf Tage auf Wache nach Annerod; da ist Ihnen ja lamos geholsen, ebenso Ihren Quartierwirten und auch der Kompagnie.“ 1 5 le 8 ae ch. 5 1* siziers⸗Gefangenenlager gelang es neulich einem rusfi⸗ schen Offigier unbemerkt über die niedrige Hofmauer zu klettern und zu entwischen. Er wurde wieder aufgegriffen und vorläufig dem alten Polizeigefän gnis in Frankfurt zugeführt. Als der Russe am Mittwoch früh zum erstenmal zum N auf den Hof geführt wurde, galt sein erster Blick den Mauern. Enttäuscht be⸗ trachtete er die acht Meter hohen glatten Wände mit den Glasscherben oben drüber und sagte dann zu dem ihn be⸗ wuchenden Landsturmmann:„Die Mauer hier unmöglich boch; in Friedberg ganz klein, ich drüber rasch gymnastiert und weg sein ich gewesen. Hier in Franfforrt ganz unmöglich zu gymnastieren!“ ö dinterbliebene von Kriegsteilnehmern tun gut daran, dem in der vorliegenden Nummer des Kreisblatts enthaltenen Merkblatt ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Das Merkblatt unterrichtet kurz und leichtverständlich über die Empfangs⸗ 1 igung von Gnaden⸗ und Versorgungsgebühr⸗ nissen und von Kriegselterngeld und über Weg,. der zur Erlangung der Gelder einzuhalten ist. Die Brach ing und Aufbewahrung dieser Bestimmungen ist allen Ange en von Kriegsteilnehmern dringend zu empfehlen, zumal man sich so für vorkommende Fälle umständliche Rückfragen ersparen kann. Landkreis Gießen. 8 4 OStockhausen, 24. Mai. Unsere Gemeinde ist gegenwärtig nicht nur ohne Bürgermeister, sondern au ohne eigenen Lehrer, Beigeordneten und Polizeidiener. Alle diese Stellen werden durch andere Personen versehen. Der Bürgermeister wurde alsbald beim Beginn des Krieges ein„ebenso der Schulverwalter Michel, der frei⸗ 2 ig el der Artillerie eintrat. Die Stelle als Bürger⸗ meister versah bisher der Beigeordnete Carle der jetzt auch als Landsturmmann eingezogen wird. Die Schule hat ein pensionierter Lehrer aus Laubach freiwillig übernom- men. Die Polizeidienerstelle versieht ein alter Veteran aus dem Kriege von 1870/71, da der bish Polizeidiener erige ebenfalls eingezogen worden ist.— Die Per palfung der Semeinde ist einem Gemeinderatsmitglied übertragen wor⸗ den.- Verwundet wurde der Bürgermeister auf dem a 5 nehuigen Kriegsschauplatz, ist aber wieder soweit hergestellt, daß er wieder felddiensttauglich ist; vermißt ist ein Soldat, gefallen ist bis jetzt noch keiner; dagegen sind aus dem benachbarten Flensung für das Vaterland gefallen und einer wird vermißt. In Solms⸗Ilsdorf ist ein Mann gefallen. In Ilsdorf wird ein Mann vermißt. O. Obbornhofen, 23. Mai. Ersatzreservist Heinr. Lauber von hier erlag im Städtischen Krankenhaus in Mainz einer schweren Erkrankung. Er wurde am 20. Mai in Obbornhosen beerdigt. Als fünstes Opser aus unserer Gemeinde fiel vor einigen Tagen in den Karpathen Karl Brettschneider. Steinheim, 22. Mai. Dem Gefreiten Rudolf Hof mann von hier im Reserve-Infanterie-Regiment 206, 12. Komp., wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt der Kanonier Otto Engel bei der 2. Batterie Feld- Art.⸗Regt. 61. Gleichzeitig wurde er dem Regi- mentsstab zugeteilt. 5 Grünberg, 25. Mai. Kürzlich hielt der hiesige Gewerbeverein seine Hauptversammlung in der Wirtschaft„Zum Taunus“ ab. Der Vorsitzende, Herr Stein⸗ hauermeister Leonhard erstattete den Re chenschafts⸗ bericht. Besonders erwähnenswert hieraus ist die Tat⸗ sache, daß der Verein, der zurzeit 97 Mitglieder zählt, von denen 17 unter den Fahnen stehen, jedes eingezogene Mit- glied mit einem 1 bei der hessischen Priegs⸗ versicherung versichert— Auch für die in diesem Vereinsjahre, d. h. ab 1 il, einrückenden Mitglieder soll die gleiche Versicherung bewirkt werden. Die von dem werbeverein unterhaltene gewerbliche Fortbil- dungsschule, die bisher zwei Klassen aufwies, zeigt durch den Krieg einen kleinen Rückgang in der Schülerzahl, so daß man sich zur en e ung der beiden Klassen entschloß. Die Unterhaltung der Schule erforderte eine Aus⸗ gabe von rd. 1570 M. Dieser Betrag wurde aufgebracht vom Schulgeld und Beiträgen der Stadt, des Vorschuß⸗Vereins, der Bezirkssparkasse, des Kreises und der Zentralstelle in Darmstadt.— Von einer Vorstandswahl wurde wegen des Krieges abgesehen und beschlossen, den bisherigen Vorstand einstweilen im Amte zu belassen.— Mit der Hauptver⸗ sammlung war gleichzeitig die feierliche Ueberreichung der Gesellenbriefe an die diesjährigen Prüflinge ver⸗ bunden. Es geschah dies unter einer entsprechenden An⸗ sprache des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Herrn Lehrers Wenzel. Sämtliche 14 Prüflinge konnten zu Ge⸗ sellen erklärt werden und zwar konnte zwölfen die Note „Gut bestanden“, zweien die Note„Bestanden“ zuerkannt werden. Zum erstenmal unterzog sich auch ein Mädchen (Näherin) hier der Gesellenprüfung. Kreis Friedberg. OBad⸗Nauheim, 21. Mai. Gestern abend fand im Restaurant„Germania“ die 47. Generalversammlung des Fur und Verschönerungspereins statt. Der Vor⸗ sitzende, Lehrer A. Wagner, eröffnete die Versammlung, in⸗ dem er die Mitglieder willkommen hieß: er erwähnte, daß von Rußland und in neuerer Zeit auc) von England ein wahrer Ge⸗ schäftskrieg gegen die deutschen Heilstätten geführt werde, daß aber gerade deshalb die Reklametätigkeit für unser Bad nicht erlahmen dürfe und schloß mit einem Hoch auf den Großherzog. Aus dem von dem Vorsißenden zur Verlesun, gebrachten Jah⸗ resberichte pro 1914 ist zu entnehmen, daß die Zahl der Kur⸗ fremden 28 371 betrug gegen 34951 im Vorjahre, die Zahl der Bäder 355 910 1 480 520. Die Winterkur war infolge des Krieges von Militärpersonen sehr gut besucht, auch befanden sich in den verschiedenen Reserve-Lazaretten mehrere Hundert kranke und verwundete Kriegsteilnehmer. Für Reklamezwecke wurde der Verkehrskommission wieder eine größere Summe überwiesen, ebenso der Kommission für Blumenschmuck, dem Bildu sverein, der Fanitätskolonne, dem Ortsgewerbeverein, dem Landesverein für Vogelschutz und dem Roten Kreuz. Für Neuanschaffung von Bänken sowie Winterfütterung der Vögel wurden größere— ver⸗ ausgabt. Auch sollen an der Kreisstraße 4 Friedberg Bänke an⸗ gebracht„Bei den Neueinrichtungen wurde besonders das neugegründete„Großh. Balneologische Institut“ erwähnt. Auch in diesem Jahre wurden das offizielle Verkehrsbureau sowie der Woh⸗ nungs nachweis recht fleißig benutzt. Der Verein hatte im ab⸗ r Jahre 999,50 Mark Einnahmen und 999,07 Mark Aus⸗ 9. 8 zahl zirka 300. Starkenburg und Rheinhessen. O Mainz, 21. Mai. In der heutigen Stadtverord⸗ netensitzung wurden die Sätze für Quartierentschädi⸗ gung um 45 Pfennig pro Tag und Mann erhöht mit Rück. wirkung vom 1. Mai ab.— Die unterstützungen wurden kürzlich für die Monate April und Mai um 20 Proz. erhöht, diese Erhöhung wurde heute auch auf den onat Juni ausgedehnt.— Auf den Scheibenständen der Mainzer Schützengesellschaft übt sich die Jung mannschaft im Schießen ein. Der Schüttzengesellschast wurde zur Bestreitung der Munition für 1915 der Betrag von 3600 Mk. bewilligt. Die Stadt übt über die Verwendung der Munition die Kontrolle aus. „ Hessen⸗Nassau. n e n [Marburg, 22. Mai. Der Höchstpreis für Brot (4 Pfund Roggenbrot) wurde auf 68 Pfg. erhöht. Das sind 2 Ng. mehr als seither. Frankenberg, 22. Mai. Nachdem der Landrat des hiesigen Kreises die Höchstpreise für Rindfleisch zum Kochen auf 80 Pg, zum Braten auf 95 Pfg., für Schweinefleisch zum Kochen auf 95 Pfg. und zum Braten auf 1 Mk. für das Pfund jestgesetzt hat, erklären jetzt f ieben Metzgermeister aus 1 zwei aus Rosenthal und einer aus 8 ankenau, daß ie vom 25. dss. Mts. ab ihre Betriebe einstellen. Sie weisen darauf hin, daß sie bei diesen Höchstpreisen die Kundschaft nicht bedienen könnten. m Kirchhain, 24. Mal. Der Oberpräsident hat genehmigt, daß bei der dies jährigen Fohlenmarkt⸗Lotterie statt Pferde und Johlen auch Kühe, Rinder oder größere landwirtschastliche hee + Verlosung gelangen dürsen.— Gestern ereignete sich in Allendorf ein bedauerlicher Unglücksfall. Der Land- wirt Gabriel Müller wollte in der Scheune Stroh berunter⸗ wersen. Durch einen Fehltritt stürzte er vom Gerüst ab in die Tenne und trug schwere innere Verletzungen davon, an denen er noch gestern abend gestorben ist. te. Niederzwehren, 24. Mai. Ein Iijähriger Schul- knabe von hier machte seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Der Grund zur Tat ist unbekannt. se. Camp, 24. Mai. Im Distritkt„Geis- der hiesigen Ge⸗ markung wurden die ersten reifen Kirschen gepflückt. h. Frankfurt, 24. Mai. Nach dem Vorbild anderer Städte hat Frankfurt nun auch seinen„Adler im Eifen“. Auf dem Schillerplatze erhebt sich seit gestern der 2,5 Meter hohe ch] Holzadler und wartet, daß ihn die gebefreudige Bevöllerung mit einem Nagel überzieht. Der extrag fließt dem Aus⸗ schuß der Hilfe für kriegsgefangene Deutsche zu. Die Schutzherr⸗ schaft über das Unternehmen übernahm die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen. 15 a * TCronberg, 24. Mai. Schloß Friedrichshof ist Frau Prinzessin Adolf von Schaumburg⸗Libpe, Viktoria von 8 zum Pfingstbesuch eingetroffen. Am ersten Friertag waren andgräfin von Hessen und Prinzessin Leopold von Anhalt Dessau sowie Freifrau v. Vincke, geborene Prin⸗ zessin Sybille von Hessen zum Tee anwesend. Ferner waren heute nachmittag der Großherzog und die Großherzog in von 0„im von Darmstadt kot d, tün⸗ r n e e getroffen en bereits sechs Mann] Ausläufer nach Skandinavien heranreicht. Kapitalvermögen beträgt 680,43 Mark, die Mitglieder⸗„ Armen- und Kriegsteilnehmer⸗[ F I vermischtes. Eisenbahnunglück in England. London, 23. Mai.(Meldung des Reuterschen Bureaus.) Das gestrige Unglück bei Carlisle war eines der schlimmsten, die jemals in Großbritannien vorgekommen sind. Man war eben um Begriff, den Lokalzug auf ein Seitengleis zu bringen, als der Militärzug mit 490 Offizieren und Mannschaften einlief. Die Wucht des Zusammenstoßes war groß; der Militärzug wurde zusammengeschoben. Dann suhr noch der Expreßzug London— Glasgow in den verunglückten Zug hinein, worauf sosort Flammen ausschlugen. Das Unglück geschah um 7 Uhr morgens. Die Szenen, die sich abspielten, waren furchtbar. Das Unheil wurde noch dadurch vergrößert, daß Patronen zwischen den Soldaten, die in den Flammen umkamen, explodierten. Als das Feuer sich aus⸗ Teile des Zuges mitgeführt wurden, explodierten. Bis her wurden 73 Leichen geborgen. g * Die Furcht, ein Hundsfott zu werden. Als Blücher in Trachenberg zur Jagd beim Grafen Hatzseld war und gelegentlich gefragt wurde, wie man Knaben, die nicht von Natur besonders mutig wären, vor Ausbrüchen der Feigheit in der Schlacht bewahren könne, daß man sie nicht als Poltrons, als Feiglinge ausehen müsse,. lücher:„Das ist alles dummes Zeug; wenn der erste Kanonenschuß fällt, haben wir einer wie der andere nicht für einen Kreuzer Courage und möchten herzlich gern aus- reißen. Aber jeder weiß, daß er ein Hundssott ist, wenn er davon läust, und die Furcht, ein Hundsfott zu werden, ist größer als die Jurcht vor dem Tode. Deshalb läuft man nicht davon; ist man erst drin im Feuer, so findet sich das übrige von selbst und es heißt: vorwärts!“ Standes amts nachrichten. Butzbach. 1 Eheschließungen: Mai 8. Offizier⸗Stellvertreter Otto Heidt, mit Katharine Scharmann, beide in Butzbach. Geborene: April 27. Dem Taglöhner Peter Glaum eine Tochter, Frieda Paula. Sterbefälle: Mai 13. 43 Jahre alt.— 17. — 20. Musketier Richard Karl Adolf Valentin Keipp, 20 Jahre alt 8 Friedberg.. Aufgebote n 11. Mai. Heinrich Traum, Brauereiarbeiter, mit Wilhelmine Mathilde Amalie Hedwig Luise Emilie Mül⸗ ler, beide in Darmstadt. f 2 ö Geborene: 13 Mai. Dem Bäckermeister Heinrich Ripper eine Tochter, Marie Magdalene.— 15. Dem Taglöhner Jakob Eberhard Blecher ein Sohn, Johann.. Sterbefälle: 5. April. Otto Wilhelm Schuch, Kauf⸗ mann, 24. Jahre alt.— 15, Johanna Philippine Schmidt, geb. Bechstein, Witwe, Privatin, 75 Jahre alt.— 17. Lina Grein, Schneiderin, 25 Jahre alt. ö 0 Hungen. Geborene: Mai 11. Dem Lokomotivheizer Hermann Gottlob Bondt eine Tochter, Erika Marie Katharine Martha. Sterbefälle: Mai 11. Karl Fendt, Rentner, 70 Jahre alt.— 21. Karoline Christine Vowinkel, geb. Kießling, 73 F. alt. Nidda. Geborene: W be— S ein Sohn, Robert.— 13. Dem Lokomotivführer Heinrich ich Peter⸗ mann eine Tochter, Hedwig. 915 r Sterbefälle: Mai 2. Heinrich Schmidt, Postbote, Kano⸗ nier 26 Jahre alt.— 15. Karl Betz, Rentenempfänger, 50 Jahrr alt.— 16. Hermann Weber, 10 Monate alt. ——— Amtlicher Wetterbericht. Deffentlicher Wetterdienst, Gießen. Im hohen Norden ist eine Depression erschienen, die mit einem Im allgemeinen hat sich aber die Wetterlage nur wenig verändert. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 26. Mai 1915: Heiter, trocken, warm, nordöstliche Winde.„ — Tehte Rachid Der Krieg mit Italien. Lugano, 25. Mai. Gestern abend reiste der Gene- ralst abs Bahnhof. Triest, 25. Mai. Bei Görz wurde ein italienisches lugzeug, in dem sich zwei italienische Generalstabsoffiziere befanden, herabgeschossen. Beide Insassen sind tot. ien, 25. Mai. Ueber die Versprechungen des Dreiverbaudes an Italien wird von unterrichteter Seite mitgeteilt: Der Dreiverband hat Italien zugesichert, Tirol bis zum Brenner, Görz, Gradica, Triest, Istrien mit Pola, Steier⸗ mark, Dalmatien mit allen Inseln bis zum Narenta, Grenz⸗ berichtigungen in Tripolis. Anteil bei Aufteilung der Türker, Zulassung als gleichberechtigter Partner zur Londoner Verein⸗ barung über einen gemeinsamen Friedensschluß, die Gewährung einer Kriegsanleihe, wofür Italien sich der Grenzzoll⸗ kontrolle Englands unterwirft. ö ö N Eine italienische Anleihe.. Chiasso, 25. Mai. Nachdem schon früher von einer An⸗ leihe die Rede war, die Italien in England aufnehmen wollte, macht die„Tribuna“ die Mitteilung, das Kabinett habe das Anleiheprojekt besprochen. Diese Kriegsanleihe soll ins⸗ führung ausreicht. Die Stimmung im italienischen Lande. Genf, 25. Mai. Ein Brief aus Italien(aus den letzten Tagen vor der Mobilmachung), den das„Genfer Journal“ veröffentlicht, besagt: armen Bauern und denken anders als die Städter, die sich durch die Worte d Annunzios haben aufreizen lassen. Wenn der Krieg aus⸗ bricht, sind wir einfach ruiniert. Wenn das Volk schreiben Hunte, würde es längst eine Petition unterbreitet haben.“ Die Haltung Rumäniens. 5 Bukarest, 25. Mai. Die ententefreundliche Presse ist Sensationen über den Eintritt Italiens in die Aktionen gegen Deutschland, Oesterreich⸗ungarn und die Türkei vor⸗ zusetzen und die Zukunft der verbündeten Zentralmächte im dunkelsten Lichte zu malen. Demgegenüber ist das Ver⸗ halten der Regierung sehr ruhig. Von maßgebender Seite wird versichert, daß die Haltung der Regierung von den Maßnahmen Italiens nicht beeinflußt und nur von den eigenen Interessen Rumäniens bestimmt werde. Die Tripleentente gibt Rumänien ganz ungeniert zu verstehen, daß seine Entente jetzt bedeutend an Wert verloren hat. Es auch die Agitation der russophilen und anderen freunde eingesetzt, um die rumänische Entschluß zu drängen. Auch in Kriegszeiten Entente muß gebaus eine billige, gründlich säubernde Kraft geradezu nent b lich: Luhns Wasch⸗Ertrakt en Rolf band⸗ Nat 5 ckung zu 15 Pfg.! 1 Johannes Dechert, Taglöhner, Josef Schopper, Steinmetz, 27 Jahre alt. — 19. Anna Katharine Reinhardt, geb. Ewald, 54 Jahre alt. ef von Rom ab. Ministerpräsident Salan⸗ dra geleitete den Generalstabschef, General Cadorna, zum besondere in Italien wie auch im Auslande aufgelegt werden und zwar in einer Höhe, daß sie auch für eine längere Krieg⸗. „Wir wohnen auf dem Lande und hier besteht das Volk aus nach Möglichkeit bemüht, dem Publikum jede Stunde neue breitete, bestand Gefahr, daß die Munitionskisten, die im hinteren f Mithilfe zu Gunsten der Friple-⸗ hat jetzt Regierung zu einem * 73 5 werden. Daben N * 5 22 während der Krankheit, sowie Giessen, 25. Mai 1915. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnabme Kranz- und Blumenspenden beim Tode unserer lieben, unvergesslichen Tochter Ottili sagen wir allen unseren tiefgefühlten Dank. Die tieftfauernden Hinterbliebenen: Familie Hermann Otto. Groth, d für die zahlreichen beim 9 schlafener unseren Achtung! 4474 J Im erima “Bruchspargel Gelegenheit. 02802 Für die herzliche Teilnahme sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer kenschwester und die vielen Blumenspenden Offenbach a. M., Rödgen bei Gießen, „Alten⸗Buseck, den 25. Mai 1915. 4169 Großer Hofe Sonnenstraße 5 verkaufe morgen von 8 Uhr ab frischen Spargel 50, 45, 40 Pig. ver Pfund, Dauksagung. en treuen Beistand unserer Kran— eimgange unserer lieben Eut⸗ i sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Gefangenaufseher Balser und Kinder „Familie Balser Familie Müller. 2 N ˖ Achtung! Spargelverkauf 30 Pig. Nie e n eien dale Be Licht- Spiel- Haus m m]]] nnn Das hervorragendste Kriegsschauspiel* Die Heldin aus, den Vogesen Gewaltiges Drama in 3 Akten, nach wahren Be- gebenheiten bearbeltet von Emil Hergld. in den Flauptrollen die ersten Schauspieler des König! theaters in München. Der kleine Grenzort Schirmeek in den, Vogesen. ö Niemals anzutreffen, Lustspiel in 1 Akt. Die neuesten Kriegsberichte. Für die Ehre, ersreltendes Gesellachsttsarama Kiekebusch Kauft Rennpferde, woe Splelplan vom 22. his inkl. 25. Mai 1015:%%% der Gegenwart 75 Hol- Schauplatz der Handlung: A. Hammel. sür Platten, sowie Kreuz-Drog Bahnhofstrasse 5 Verlangen Photograph. Apparate in großer Auswahl Roll- und Plachfilms allen Zubehör= erie- Aug. Noll 1 Fernruf Nr. 2082 Sie bitte Preislisten! 14167 Infolge Abschlag offeriere gute Speisekartoffeln zu Mk. 11.- per 100 kg frei Haus bei sofortiger Abnahme. Siegmund Rosenbaum Frankfurter Straße 29. n — Ellitar v. Feldwebel abwärts zahlt we s dle Halito. 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(Oune Gewäbr⸗)(Nachdruck verboten) 10 235 52 3000] 871 806 47 1800] 343 1800] 1014 287 402 69 90 654 70 20 10001 30 988 10000 2279 483 886 888[1000] 854 86 3098 115 1500] 46 241 75 954 44 42 425 98 615 877 941, 505 fe 465 547 782 83 817 44 67 8087 104 248 380 441 504 054 50 788 1000 6 7061 158 434 387 412 5: 85 1000 500 748 805 78 8282 30 383 787 96 9684 9078 263 309 610. 99 895 903 10001 89 702 02 70 878 921 11024 27. 169 48001 231 328 1800) 91 95 520 42 82 60 988 12016. 248 523 69 644 710 52 80 950 96 500] 13017 1600] 33 73 81 405 700 986 7 1407 182 24 806 600 1 5000 858 15322 67 633 45 1600 63 19 69[1000 325 6s 597 553 732 68.842 46 67 17054 159 212 754 ges 18030 111 6 soo] 208 7 20 1500] 68 90 578 90 465 725 56 96571800 190386 392 414 57 09 88 728 110001 856 20094 428 591 808 681 21323 922250 312 68 82 442 571 60% 724 946 23139 75 24000 220 L500 350 406 58 92 11000] 25025[3000] 48, 186 203 25 484 580 608 10 410001 851 68 1000] 930 500] 26029 105 697 758 soo] sss 83 97 27035 89 151 307 443 1500 689 928 48 881 28080. 287 377 429 631 766 90 29033 108 49[5001 347 404 799 300356 92 98 580 59 25 755 7%) 908 64 32571 2. 87 77 79 474 502 17 24 474 553 252 622 741* 9 686 911 32193 532 603 724 851 33229 61 110001 819 781 866 34003 273 418 18 49 898 918 35199 288 864 990 30100 373 90. 488 bas 872 907 9 37% 117 76(6001 261 86 1600] 330 79 6186 40 750 824 56 79 928 28244 560 678 700 28 39 852 83 39102 78 259 71 313 8238.[3000] 44 561 605 925 40122 500 80 68 63 689 728 943 4112 70 L500] 0 2890 848 628[10001 636 734 11000 72 8 93 804 50 908 26 11000] 31 46 42283 618 34 694 90 700 43017 78 137 214 333 66 562 827 7 44058 115 311 25 3000 546 52 739 853 90 88 45087 348 430 689 500] 786 28 51 46008 287 420 85 643 707 1000 22 53 LS00 840 901 47098 1500! 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Ziehung 5. Kl. 5. Preuss.-Süddeutsche (231. Königlich Preuss.) Klassen- Lotterie ziehung vom 22. Mal 1915 nachmittags.“ Auf jede gezogene Nummer siud zwel glelch hohe Ge- inne gefallen, and zunr je einer auf dle Lose glelcher Nummer In den beiden Abtellangen 1 und II Fur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Oune Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 18 28 24 90 617 80 841 808 1183 476 888(1000 2083 107 30 1500 209 31 32 308 15001 84 90 450 691 883 984 3048 166 223 68 363 72 90 402 28 37 55 539 928 4102[soo] 39 13000] 248 481 L500] 559 1000] 629 91 728 62 844 89 51% 211 60 359 14 531 042 6017 1600] 51 161 92 1500] 294 390 436 72 614 72086 304 651 8109 20 273 315 501 1500 600 738 613 9008 120 63 216 56 8 504 62 69 691 789 812 84 922 90 10051 331 444 592 699 711 839 90 11220 427 110001 510 8s 12108 358 400 1800] 75 737 886 67 903 88 1600 13087 130 467 541 64 14040 127 226 31 63 74 397 422. 766 90 992 15164 71 1000 308 27 499 677 840 83 11000] 747 43000] 992 16189 202 328 42 43 439 525 66 631 79 2 880 17064 44 215 o 97 832 50 480 677 791 18038 188 98 460 507 626 27 30 706 38 79 832 909 19002 270 380(L500 555 61 92 669 717 868 20273 698 712 61 878 21163 432 610 04 028 780 92 922 22081 316 76 510 616 23040 174 222 90 491 601 94 718 Ls00] 9058326 92 24045 248 67/8 786 830 85 95 15001 25 260 L500] 342 663 7865 845 49 99 26028 128 82 231 90 301 10001 8 86 85 400(500 40 94 693 27189 240 855 638 707 0 82 98 817 990 28077 338 40 432 83 899 11000] 29011 285 56 558 698 780 842 68 71 88(30001 907 12 22 30113 61 L500] 209 11000] 84 621 48 1000] 49 os 95 730 868 31138 219 80 628 760 901 32207 333 447 1000] 684 717 73 90 913 L30000 33088 146 302 513 076 789 607 66 34148 66 274 448 506 73 039 826 30 L500J 881(go 38342 83 528 953 36089 406 30 663 778 830 917 69 87001 38 107% 18001 401 74 812 825 88 987 38002 136 289 315 440 693 768 923 39117 290 566 643 822 35 950 4004 500] 72(600 206 78 406 50 613 43 868 917 20 82 4117 224 29 300 42014[1000] 94(3000 154 319 439 42 707 887 43103[500] 17 89 1000] 365 89 588 616 747 44282 602 788 862 45110 241 78 471 730 40170[1000 86 272 381 409 00 864 902 47094 251 322 43 433 91 505 40 74 907 48034 259 359 484 571 616 78(50001 708 1800], 45 81 90 938 82 49179 389 411 531 623 74/7 77 917 50073 181 210 110001 62 609 608 37 7561500] 807 908 51652 77 9086 52137 67 201 433 02 77 838 83175 262 315 76 421 502 54 66 82 744 78 920 33 54035 220 80 455 601 18 793 866 55408 515 70 7 56421(600 661 81 714 500] 809 92 57249 844(500 80 641 42 60 5811 237 389 448[3000] 47 700 1500] 67 841 934 1000 59000 392 472 89 661 773 60233 646 753 54 86 938 61014 L19000] 68 140 328 524 820 89 622070 459 7e 527 775 63104 302 43 48 792 892 L000 64201 66 21 75 338 80 11000] 498 771 813[1000] 96 904 23 33 65168 71 216 71 488 610 20 60 606 L500] 98 97 810 74 91 68003 68 102 42 65 409[3000] 11 69 500] 728 972 67199 324 58 534 (1000 882 980 68098 428 507 69 875 955 69242 92 323 465 779 l 70058 189 71180 623 723 20 669 910 77 1600] 721% 74[3000] 269 492 816 70 73108 98 241 97 340 55 403 13 87 844 73 L500] 75 83 84 623 28 600] 974 74029 100 308 431 48 90[1000] 668 L600] 75087 97 800] 182 90 229 87 948 413 56 575 774 868 76002 122 348 67 424 740 7704 203 10 64 323 674 842 948 76 78049[1000] 99[600 180 207 71 92 767 833 79004 256 474 643 720 60 611 13 2647 941 11000] 80016 270[500 4686 71 L500 546 96 99 621 800 907 10 13 86 81030 48 89 Ls 97(000 131 63 237 691 7/74 91 850 82120 233(1000 63 512 50 807 88 984 83222 303 75 L500 49 626 64001 30 103 431 91 77/2/ 85083 85 181 219 87 408 554 66s 707 542 11000] 9/78 86004 268 308 687 308 88 87303 6 433 57 689 747 961 0 11000] 8803 102 90 40[so 559 618 36 60 917(00 40 6 39048 51 699 707 89 82 86 970 13000] 9004 177 270 312 470 51 82 884 928 98 91188 89 226 31 338 98 414 16 70 96 609 705 841 81 910 92337 42 423 526(3000! 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