des bisherigen Weltkrie 1 harrenden 3 5 2 N N Fzhueites Blatt . 0 fen tune m Ausnahme des Sonntags. Die„Stehener Famiiiendlätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen zeit⸗ tragen“ erscheinen monatlich zweimal. jeße 105. Jahrgang Italiens militärische Nachteile. Die Unvernunft, der Wahnsinn des italienischen Krieges ie Oesterreich-Ungarn liegt nicht nur auf politischem iete sondern gerade auch auf dem der Heerführung. Das, was Oesterreich freiwillig abtreten wollte, wird im, Kriege zu einer gewaltigen Festun von rund 8000 Qua⸗ dratlilometer umfang, ein K iet, durch Natur und Kunst derart befestigt, daß es auch nach den Erfahrungen gegenüber der entwickeltsten Kriegstechnik als uneinnehmbar erscheinen muß. Wir meinen das Trentino. Die jetzige Grenze Südtirols ist den Italie⸗ nern strategisch außerordentlich ungünstig, weil Oesterreich den ganzen Südabhang jener Alpen besitzt, welcher von vielen wilden und tiefeingeschnittenen Tälern durchzogen ist. Fast sämtliche Straßen führen durch Engpässe, die über⸗ all von den österreichischen Genietruppen in musterhafter Weise befestigt worden sind. Italien ist dagegen in der Richtung der Ostalpen ganz offen. Die italienische Grenze ist in diesem Abschnitt außerordentlich schwer zu vertei⸗ digen, während jeder Schritt der österreichischen Landes- 9 entweder durch natürliche oder künstliche Werke stark v onaumona Ueberfall auf aufgeboten hat, begegnen. Wi in Sarajewo so tragisch verschiedenen Thronfolgers Franz 5 5 Kriegsrüstung vor. Das war vor dreiundeinhalb bruch in den Karpathen mit dem preußischen Orden Pour le mérite belohnt, ließ damals in Danzers Armeezeitung mitteilen, daß der österreichische Generalstab im Besitze von italienischen Mobilmachungsbefehlen für Tripolis sei, bei denen unter Ueberklebungen das Datum 1909 sichtbar werde, woraus man schließen konnte, daß Italien schon während der Annexionskrisis von 1908/9 bereit war, dem Bundes⸗ genossen in den Rücken zu fallen! Hötzendorf, der viel sefeindete, hat Recht behalten. Ihm verdankt man es, daß heute Südtirol nicht nur wie eine ungeheure Trutz⸗ burg auf Norditalien hinabschaut, sondern daß es auch kraftvoll das Gebiet von Triest mitbeschützt; denn es flan⸗ kiert den italienischen Aufmarschraum im äußersten Nord⸗ osten des Königreiches. Ja nochmals: Italien, das zu seiner Mobilmachung mehr Zeit zur Verfugung hatte, als je sonst einem Staate zu Gebote stand, ist strategisch durchaus nicht im Vorteil. Die langgestreckte geographische Gestalt des Landes und die Unzulänglichkeit der Eisenbahnlinien, die von Mittel⸗ und Süditalien nach dem Norden, ins“ besondere nach dem Nordosten des Landes führen, er— schweren den Aufmarsch in empfindlicher Weise. Die in Italien herrschende Kohlennot verlangsamt und verkürzt die Truppenzüge. Der Mangel an Pferden— Italien war stets auf die Einfuhr österreichisch-ungarischer Pferde an gewiesen— verhindert die Einberufung der Kavallerie⸗ reserven. Soviel vom Landheer. Nicht günstiger liegen die Verhältnisse für Italien in Bezug auf die Küsten des Adriatischen Meeres. Die Ostküste dieses Meeres ist reich an schönen Häfen, welche durch die auf den steilen Gebirgs⸗ abhängen errichteten Werke außerordentlich leicht verteidigt und werden können und die ganz vorzügliche Stützpunkte fur die nationale Flotte bilden. Selbstverständlich hat Oester⸗ reich diese Küsten mit modernen und sehr widerstands⸗ Pfingsten 1015. O heil ger Geist, kehr bei uns ein Und laß uns deine Wohnung sein. O komm, du Herzenssonne!—— Laß uns dein' edle Balsamkraft Emp und zur Ritterschaft Dadurch gestärket werden. Auf daß unter deinem Schutz Begegnen aller Feinde Trutz Mit freudigen Geberden. Laß dich Reichlich 5 b Auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, Alles Unglück überwinden! Um uns grünt, blüht und duftet seit Wochen ringsum in der ganzen Natur alles als eine lichte Offenbarung des„Ewig⸗Lebendigen“ und sich stets Erneuernden. Wie ein Zauberer war nach langem Harren über Nacht der Frühling da, und was er mit seinem Stabe berührte, erstand in einer Märchenpracht und Schöne, als wollte er uns alles Leid, alles bange Harren und alle die schweren, schweren Opfer des Winters vergessen lassen. Und wie der Geist ewiger Wiederkehr und immer neuen Lebensformen sich offenbarte in Busch und Baum, in Blüten- pracht und Vogelsang, in fruchtbarem Regen und sprossenden Saaten, so träufelte er neuen Mut und neues Hoffen in alle Seelen. Er dämpfte kleinmütiges Zagen, linderte die Seelennot um den Verlust teuerster Menschen und stärkte den großen deutschen Opfermut zu neuer Hingabe. Und — als wollte das Geschick diese Frühlingsstimmung in unserm Vaterlande noch erhöhen— so schenkte es uns die herr⸗ 5— Siege über Rußland, und die Siegesglocken klangen aller Orten zusammen mit dem herzerquickenden Frühlings . W ner Anzeiger General⸗Anzeiger für Gberhessen Samstag, 22. Mai 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei— R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: S251, Schrift- leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen. fähigen Festungen versehen. Die Westküste des Adriatischen Meeres ist dagegen flach, vollständig dem Feinde offen und ungemein schwierig zu verteidigen. Der Staat, der die Ostküste besitzt, ist auch Herr des Adriatischen Meeres. Wer diese Dinge auch nur in gedrängter Kürze über— schaut und durchdenkt, kommt zu der Ueberzeugung, daß Italiens Waffengang mehr noch als ein völkerrechtliches Verbrechen, daß er eine militärische Torheit ist! Die Stimmung in Italien. Rom, 21. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Verspätet eingetrof— sen. Obwohl die interventionistische Presse spaltenlange Tele⸗ gramme über eine angebliche Kriegsbegeisterung in der Provinz veröffentlicht, stimmen alle glaubwürdigen Nachrichten darin über⸗ ein, daß im Grunde weder Industrie und Handel in Norditalien, noch die Weinbauern im Süden von einem Kriege etwas wissen wollen. Auch in der Hauptstadt ist die Stimmung gedrückt. Die wüsten Erzesse des Pöbels in den letzten Tagen haben natürlich ihre Wirkung nicht verfehlt. Givlitti, dem Hunderte von Briefen mit Todesdrohungen zugegangen sind, und der a Lebensgefahr das Haus nicht mehr verlassen konnte, ist nach seinem piemontesischen Heimats- ort Cavour zurückgekehrt. Andere Friedensfreunde unter den Deputierten und Senatoren, die an öffentlichen Orten be— schimpft und mißhandelt worden sind, können sich kaum noch auf die Straße wagen. Die Kriegspresse richtet fortgesetzt die wüstesten Angriffe gegen diejenigen in der Umgebung des Königs, die für Kriegsgegner gelten, und verlangt ihren Rück tritt. Dagegen wird der König überall, wo er sich zeigt, von denselben Elementen mit„Evviva la guerra“,„Evviva il Re“ begrüßt, die jeden Abend vor der englischen, französischen und russischen Botschaft demonstrieren und ganz überwiegend der radi⸗ kalen und republikanischen Richtung angehören. Es ist ein öffentliches Geheimnis, daß vor nicht langer Zeit die Präfekten des Königreiches, nach der Stimmung ihrer De⸗ partements befragt, mit Ausnahme der Präfekten der vier notorisch revolutionären Provinzen Mailand, Mantua, Revena und An⸗ ona, übereinstimmend erklärten, die Bevölkerung wünsche den Frieden. Jeder weiß auch, daß ungefähr der ganze Senat und die ganz überwiegende Kammermehrheit gegen den Krieg sind. Es ist aber vorauszusehen, daß, wenn das Ministerium heute vor das Parlament tritt, die eingeschüchterten Friedensfreunde schweigen oder aus Furcht, für unpatriotisch zu gelten, in das Kriegsgeschrei mit einstimmen. So ist es tatsächlich gekommen. Wie so oft in romanischen Ländern, terrorisiert die Minderheit die Mehrheit.— Die von der englischen und französischen Botschaft inspirierten Blätter lassen sich aus Berlin telegraphieren, in Deut schland herrsche eine namenlose Wut gegen Italien! Ueberall heiße es: Gott strafe Italien! Je ruhiger und würdiger auch weiter die Haltung unseres Volkes gegenüber Italien bleibt, um so rascher folgt in Italien auf den künstl ichen Kriegsrausch, der jetzt hier angefacht wurde, ein gründlicher Katzenjammer. Es wäre itbrigens ungerecht, zu verkennen, daß es in allen Kreisen des italienischen Volkes Männer gibt, die die heutige Entwicklung der Dinge, na⸗ mentlich den Bruch mit Deutschland, auf das tiefste beklagen und die Schwäche der Minister über dem revolutionär⸗chauvinisti⸗ schen Ansturm auf das en bent Leiaktidel schreibt ber 0 polo Ro⸗ mano“: 5 siärter ät els der Berlin, 21. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die bis jetzt vor⸗ liegenden Angaben über den Inhalt des italienischen Grün⸗ busches lassen nicht erkennen, ob daxin die Tatsache erwähnt ist, die den ernsten Willen der österreichisch-ungarischen Regierung zu einer Verständigung mit der italienischen Regierung erweist. Es ist dies die von dem Wiener Kabinett angebotene, aber von Sonnino abgelehnte Entsendung des Grafen Goluchowsky mit weitgehenden Vollmachten zur Führung der Verhandlungen. Am 2. Mai erklärte der Minister des Aeußern auf wiederholte An⸗ frage des Wiener Kabinetts, ob die Entsendung des Grafen genehm sei, daß er dieselbe nicht für opport um halte, weil sie zu großes Aufsehen erregen würde. Am 4. Mai erfolgte die Kündigung des Dreibundvertrages in Wien. Hiernach ist es nicht auf einen Mangel an Entgegenkommen ere igkeit zu ernsthaften Verhandlungen auf seiten der österreichisch-ungarischen Regierung zurückzuführen, daß die Lage damals eine weitere Verschärfung erfuhr. Aus dem Reiche. Der Kaiser an die Gattin Weddigens. Berlin, 21. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) S. M. der Kaiser hat an die verwitwete Gattin des Kapitänleutnants Weddigen folgende Order gerichtet: Es ist mir gemeldet worden, daß bei dem Untergange des von Ihrem Gatten geführten Unterseebootes auch sein Orden pour le mérite und sein Eisernes Kreuz erster Klasse in Verlust geraten sind. Ich bestimme, daß Ihnen die genannten Ordenszeichen als äußere Erinnerung an die Taten des heldenhaft vor dem Feinde Gebliebenen hiermit ersetzt werden und bringe Ihnen bei dieser Gelegenheit noch ganz persönlich zum Ausbruck, wie sehr ich mit Ihnen den herben Verlust empfinde, den Sie erlitten haben. Sie haben Ihr Bestes für das Vaterland hergeben müssen. Möge Gottes Trost Ihnen zur Seite stehen und es Ihnen immer gegen⸗ wärtig bleiben, daß mit Ihnen das ganze Vaterland um Ihren Gatten trauert, der unvergeßlichen Ruhm für sich und die Marine erworben hat und für alle Zeiten ein leuchtendes Beispiel der Kühnheit und ruhigen Entschlußkraft weiter leben wird. Großes Hauptquartier, 19. Mai 1915.(gez.) Wilhelm 1. H. Ein Dummerjungenstreich. Berlin, 21. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Als gestern abend der italienische Botschafter die Botschaft verließ, lief aus einer kleinen Schar, meist aus Frauen und Kindern bestehenden, vor der Botschaft versammelten Neugierigen, ein hal bw ü ch⸗ siger Bursche hinter dem offenen Automobil des Botschafters her und schlug diesam den Hut vom Kopfe, ohne indessen den Botschafter selbst zu treffen oder gar irgendwie zu verletzten. Ein Herr aus dem Publikum ergriff sofort den Jungen und verabreichte ihm, eine Tracht wohlverdienter Prügel, ehe er ihn der Polizei übergab. Sobald der Reichskanzler, von dem Vorfall“ erfuhr, ließ er dem Botschafter noch am gleichen Abend sein leb⸗ haftes Bedauern über den Zwischenfall durch seinen Adjutanten aussprechen, während der Staatssekretär des Aus⸗ wärtigen Amtes dem Botschafter brieflich seine Entschul⸗ digungen übermittelte. 3 Berlin, 22. Mai. Zur Belästigung des italieni⸗ schen Botschafters in Berlin heißt es in der„Vossischen Zeitung“: Ter Vorfall ist beklagenswert, aber er ist und bleibt sicherlich eine Ausnahme. Es handelt sich um einen törichten Streich eines unreifen Burschen, der von unseren erbittertsten Feinden nicht schärfer verurteilt werden kann, als von der Ber⸗ liner Bevölkerung in ihrer Gesamtheit. Wie in Berlin werden überall in Deutschland auch in diesen Tagen die Italiener sich sicher fühlen können. Das sind wir unserer Würde schuldig, ganz besonders auch nach den unwürdigen Ereignissen, die sich in England, Frankreich und Rußland abgespielt haben gegenüber friedlichen Staatsangehörigen der Zentralmächte. Vermischtes. Großmama als Bürgermeister. Die oft ange⸗ führte Weisheit, daß alles schon einmal dagewesen sei, ist durch die Bürgermeisterwahl, die kürzlich in dem Städtchen Warren im ameritanischen Staate Illinois stattgesunden hat, doch zuschanden gemacht worden. Dort ist nämlich aus der Wahlurne mit einer Mehrheit von vier Stimmen Frau A. R. Canfield als Siegerin im Wettbewerbe um das höchste städtische Amt hervorgegangen. Frau Canfield aber ist eine Dame, die in dem ehrwürdigen Alter von 74 Jahren steht; sie wird in dem etwa 1500 Einwohner zählenden Städtchen mit Vorliebe„Großmama“ Canfield genannt, und es ist wohl keine Uebertreibung, wenn man behauptet, daß noch kein Ort der Welt je ein solches Oberhaupt gehabt hat. Frau Canfield hat seit mehr als 30 Jahren in Warren das ehrenwerte Geschäst einer Putzmacherin betrieben, im Nebenamte aber sich als Führerin der dortigen Frauenstimmrechtsbewegung besonders her— vorgetan. Sie ist übrigens die erste Frau, die es im Staate Illinois zum Bürgermeisteramte gebracht hat, und an der Reise der Jahre sehlt es ihr für ibr Amt ganz gewiß nicht. — 2— Für Rheumatiker und Neuralgieleidende. Kann seit langen Jahren zum ersten Male 5 wieder gehen. 8 122 Herr Heinrich, München, schreibt:„Da ich schon seit mehreren Jahren fürchterliche Schmerzen in meinem Knie hatte und alle ärztliche Hilse, die ich bis jetzt gebrauchte, vergebens war, wandte ich mich noch in meiner Verzweiflung an Togal⸗Tabletten. Nach dem Gebrauch von ga. 3 Tagen waren die Schmerzen vollständig weg und seit J Wochen empfinde ich nicht den geringsten Schmerz und kann jetzt wieder laufen, während ich früher nicht mehr wußte, wie ich vom Platze kommen sollte.“ Aehnliche Erfahrungen und noch überraschendere Erfolge erzielten viele andere, welche Togal nicht nur bei Rheumatis⸗ mus, sondern auch bei Kopfschmerzen, Hexenschuß, Ischlas, Schmerzen in den Gelenken sowie bei Influenza gebrauchten. Togal löft die Harnsäure, das verheerende Selbstgift, wodurch ebenso rasche wie anhaltende Erfolge erzielt werden. Alle Apotheken führen Togal⸗ Tabletten. Best.: Acid. acet. salle. Chinin Mg Li. 385088 Da plötzlich türmten sich unheilschwangere Gewitter⸗ wolken. Aus dem Lande der Sonne und der Schönheit, aus dem vielen unter uns so vertrauten Geburtslande abendländischer Kunst braute sich für uns düsteres Unheil zusammen. Der unaufrichtige, wankelmütige d von gestern hat sich in den offenen, haßglühenden Feind von heute umgewandelt. Bitteres Weh erfüllt uns die Seele um alle die schweren Opfer, welche dieser haßerfüllte Krieg Italiens von neuem unserm Volke auferlegt, aber über dies Weh hinaus wächst mählich und lodernd die heiße Empörung über den frevel⸗ haften Leichtsinn und die verräterische Treulofigkeit des früheren Bundesgenossen. Noch hat die italienische Nation sich nicht erholt von dem letzten Kriege, da wird es durch die Beutegier und Sensationslust einer Minderzahl hineingetrieben in diesen schändlichen Verrat. Schon sind hüben und drüben viele Tausende von Italienern und Deutschen existenz- und hei⸗ matlos geworden.. Aber so ernst die Lage ist, welche der bloße unselige Entschluß Italiens schon dem eigenen Volke in unserm geliebten, opfergewohnten Vaterlande bereitete— wir ver⸗ zagen nicht! Mit reinem Gewissen stehen wir auch diefsem neuen Feinde gegenüber, und dank der Fürsorge und dem Voraus- blick unserer Führer wohlvorbereitet und gerüstet. Und wenn wir hören, wie unsere tapferen Feldgrauen die Faust ballen und ernst und bestimmt sagen:„wir zwingen auch das!“, so kommt über uns Daheimbleibende ein Gefühl namenlosen Dankes und der heiße Wunsch, auch an unserm Teil uns dieser neuen schweren Lage würdig 115 zeigen. Und da erscheint uns das Pfingstfest wie ein Markstein, der einlädt zur stillen Einkehr und das alte Pfingstlied, das als Widerhall aller Not des 30jährigen Krieges aus der Seele des deutschen Volkes wie eine ladernde Opfer- flamme emporstieg, wird auch in uns wieder lebendig. „O heil'ger Geist, kehr bei uns ein Und laß uns deine Woh⸗ nung sein!“ Ja, du Geist der Kraft und des Lebens, du Geist aus der Höhe, der alle göttlichen Kräfte in uns wach ruft, gib auch uns Daheimgebliebenen den klaren Blick, der nötig ist, um die Verhältnisse zu überschauen— gib uns den festen Willen, im kleinen treu zu sein, damit wir das Große zwingen!— gib uns die tiefe Einficht und die große Liebe, damit wir nicht denen, welche schon schwer tragen an den Lasten der Zeit, noch unnötige Lasten aufbürden; gib uns allen in den bescheidensten und den verantwortungs⸗ vollsten Stellungen den Geist des Ewig⸗Lebendigen, der den Augenblick ganz erfaßt und über den Augenblick hinaus auch der Zukunft gerecht zu werden weiß! Lassen wir uns in dieser Pfingstzeit von neuem ganz durchdringen und erfüllen von dem Geiste, der alles Große, alles Göttliche, alle Kraft und allen festen Willen in uns wach ruft, dann erfüllt sich auch an uns und unserm Volke die Verheißung des alten köstlichen Liedes: Unter dem Schutze dieses Geistes, durch seine uns beselende Kraft, erfüllt jeder daheim freudig seine leinen und großen Pflich⸗ ten— nicht um äußerer Ehren und Auszeich- nung willen, sondern um seines Volkes willen und unter dem Schutze dieses Geistes, durchdrungen von der heißen Liebe ihrem Gott und ihrem Volke tun unsere deut- schen Krieger auch ferner ihr äußerstes, um ihr Land vor dem Elende zu schützen, dem jedes vom Feinde er⸗ obertes Gebiet preisgegeben ist. Der Geist unseres Gottes, der Geist des Lebens, der Kraft und der Wahrheit wird in und durch uns beides wirken, auch in dieser neuen Not:— sowohl das feste Wollen als auch das siegreiche Vollbringen! R —— 12. Ziehung 5. Kl. 5. Preuss.-Süddeutsche (231. Köntgnen Preuss) Klassen- Lotterie DDehang vom 21. Mal 1¹⁰ vormittags. At J Nan mer sind rei gleieh hohe G mne en, and war je etaer aaf die L. 8¹ N in den beiden Abtel 1 and II Nur die Gewinne dber 2 Mark and den betressenden Nurmmerm in Rlummetn delgetfugt. (ohne Ge wahr.)(Nachdruck verboten) 154 68 400 515 2 700 92 9 1280 92 338 90 448 3000 843 78 2068 91(3000 210 23 85 577 612 72 fis 3223 329(1000 558 732 41% 2 84 880 6% 4 87 50 22 1000 68 116(1000 27 63 3000] 289 384 80 88 788 46 6164 880 45 644(0001 66 64 15001 7 76 910 7004 24 70 121 222 381 607 7 418 881 820 610 10 25 63 803 906 12 9165 190⁰ 87 S 100 10¹⁰⁰ e% 14% 2 778 g 80 11051 87 9 251 4% 64 30 60 17 850 86 12277 618 1302 152 805 4% 508 d 90 147 632 4 8 9 66 500 0 801 18320 5 468 800 811% 10200 48 451 844(bol 64 720 819 17012 65 11000 176 215 20 24 5 470 576 44 800 32 83 1210 598(3000 674 705 14 818 9 182 3% 84 84 20120 6 2 34 385 4½½8 6%%, 41 e 210 100 41 10% N 7 816 38 122(1000 20 1000 9% Gen zb 10 85 46 90 8 0 2347 670 91 856 50 241ʃ1 415 2 61 6 824 25212 31% 419 710% 81 68s 7 8% 9e 2811 61 282(1000 389 544 12 57% 90 J% Y 2707 165(1000 20 50% 10 I1000 2 TI Y f ½e 600 2800 100% 200 46%%% e% ᷣ35 902 81 294 531 84 A1 081 717 64 7/7[50% ν Lοο J00⁰ 40 108 72 2% 42 1 42% 634 1% 883 311 2300 20 889 11000 4 7 8 952(500 Aar 441 d 8 7% 9 g 2s 13000] 43134 of 4 1000 3% 6% C 34% 6(0⁰ 9 605 5 U 380 9 2 eo o 5 13 70 11 609 306198 80 611 68 886 37 0 488 65 d c 14 829 621 808 38265 40(S0 0 l r a 4 800 9 958 70 40012 6 300 483 80 ürz 4117 7 203 300 fa 9 Hoof 90 9 57 48080 112(10001 18 41 248 31 23(3000 408 7 d 0% f L 43031 190 20 314 6 603 73 9 11 3 54 24111 4½½ 27 141 A000 694[1000 45042 46 60 4 6ʃ 0 004 46175 7 4 64 97 47 e g 10 35 8 200(500 2% gül 8517 d 680 7% 11000 4818(so 239 5ꝗ 780 984 1 400 11 8 31 686 70 63 887 97 9 Lso001 503 3 U 488 012 11 64 91 11000 010 300% 17 41 27 6⁰ r 9* 52 221 88 81 96 855 4(% 6 s Se 83185 00 1 9 25 398 Ho 4½ 51 505 78 e 84 54 Lgo⁰ο⁰ 400 345 55010 4 2% 18 661 7 80(00 918(500 ogg 155 27 310 88 64% 4% c(10%% 70 80a 20 4½ es Don 1e u a 1 e a 5 99 80 583201 Leo 4% 60 9e 5% 9 e 95 8 600 1% 2% 761 L10001 en 8% m 610⁰ 282 88 81 8 64 74 6 1(οο⁰⁰ 9j 6207 189 201 4% 6 55 7 8 50 8 63074 11% 29 414 514 fo 88 711 808 978 64011 606 32 865 65059 205 7(1000 0 4 680 883 982 6800 30(6001 7 10 287 303 S0 8(10%== 7 C οοõjjẽỹẽ¶M·ʃ‚u 7a 90 72 Cs 837 08 82⁴⁸ 702 10 gra% gf 8 76018 as 704(500 100 289 5% 684 102 (1000 42 24 71% 67 n 15οο, 9 A 21088 9 15 4 f drs 883 3918489 2 dos 1021 43 8 0 16 91 1040 188 oe LO, ͤ 108088 45 G 82 948 11000 41 87 d. ge 9 10750 gag 914 2 10001(1000 110285 343 405 1500 848 00 00 700 80 988 96 15001 112117 400 570 84 9% 633 35 77 1180 4 14 0 sas 012(500 80 a 7 85 390 1141 un 4. 80 923 1 90 118383 414 18 668 7 81 d 81% 2 116220 300 40 9 gsa 987 4 117578(i000 688 9 718 94 908 10 1181833 246 484 50%(1000 607(so; 16 70 8 228338 12 2 2 * 04 1 1202(40 84 Loo] 7 en 24 Tse 80e 17 23 1210886 2 4% 4% 8 ,] 12206 Liceo 60 100 45 71 201 9 57 01 800 15 1000 12304 1800 76 10 886 70 16001 617 844 124 13 472 844 1250% 120 ½ 2 6588 11000 824 8[1000 97 126024 94 201 8% 441 8 842 6 8 99 142 127310 13 c 51 56 a L10000 128271 20(30001 11 11000 523 646 I1000] 752 864 42911 4 787 e 7 9% 2 120346 476(1000 62 813 r 98 131207 14 92 645 56 7% 800 0 9s 1320(aso 344 98 400 83 518 18500 822 900 4 13327(so 905 134076 140 71 86[1000] 201 32 52 808 18000] 513 30 937 os 135023 11000] 61 1%(10 7%% 20 os 474 704 844 130 11 250 9 7 44 3½ 84 543 614 os 7 89 90 137113 20 11000] 22 208 71 796 13801 70 13000 172 301 S0 122 87(1000 086 1389 468 1800 524 70 28 7 80 91 1600 930 850 140108 6s 328 90 982 6 9, 141137(60 200 40 1000 520 87 70 9% 14200 d 282 30 388 612 66 572 943 14, 2 3% 418(6001 52 7 o 020 07 1441 5 L%0ᷣ ον,ůGus 642 114 80 905 32 148201 46 53 803 72 11000 417 9 843 933 140d 68 4 00 20 94 147064 281(00 325 1000] 72 513 68 748 78 887 90 7 988 14800 227 33 302 583 607 710 994 140010 30 86 40 92 716 31 802 150171 92 71 476(500 d 16121 210 81 4500 406 521 75 7 1500] 15207 250 81 97 305 444 686 1508 60 1600] 80 201 2(60% 20 80 81 74 812 22 900 30 154028 71 UT 10 834 15500 9 142 86 350 582 628 51 714 8% 156000 103(3000 201 9 842 888 78 187051 306 90 feo0 810 52 145 15807 67 108 80 201 54a 781 616 15907 301 12 7 161135 oo81 86 411 43 800 25 04 98 922 3 1 304 424 700 74 804 162183 244 418 62 094 372 163036 300 72 490 618 920 9 1641% 240 89 4 dsc! 77 96 70 87(600 16507 126 2 48 644 018 720 1600] 7 18001 82 9 91 22 35 18807? 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Zehumg 5. Kl. 5. Preuss.-Sũüddeutsche (231. Röntgfien Preuss-) Nlassen- Lotterie Tlehvog vom 21. Mal wis daobentttags. Aet jede gersgeee Nane n el hohe 6 wenne geteilten, und wer je elner auf de Lee gleicher Newer in den beiden Abtellengen 1 und 11 Nur die Gewinne uber 2 Mark sind den betrettenden Nummern in Tlammern deigetügt. (Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 8 07 301 424 88 Iso er 880 eso Iso 90 1003(soo 38 42 68 133 40 589 841 88 184 83 64 98 624 2101 10 18001 12 292 300 41 25 82 858 742 861 Ls00 88s 3011 2 82 111 70 21 50 870 440 68[1000 744 66 884 4068 1800] 262 818 422 43 884 953 ö 8080 7a 87 lo 820 26 444 90 679 892 937 9010 176 84 b 208 383 95 47 610 20 984 7087 201 432 8 LSsOO] seaTsooIU eo 93 3007 ILs00] 167 (500] 68 422 508 612 80 9029 162 06 71 32 48 91 90 445 110001 880 756 10172 88 291 311 7% 992 923 11:8 617 98 980 876 12002 31 i 2 86 40 754 180% 9 80 13104 es 212 376 84 498 96 846 722 900 92 86 14088 860 700 bs 933 80 15029 11000] es 271 77 370 823 16411 60 20 38 20 78 710 920 46(8000 82 18000 8 17014 28 828 945 8s 18332 500(6001 1 774 86 876 901 180 90 9/7 208 320 56 791 870 81 00 924 26 20110 213 10 314 77 868 07 01 741 7 928 21012 130 0 89 329 808 et 669 1500 74 776 898 22103 91 888 03 9/7 819 23000 44 268 85 L11000 804 454 542 63 08 717 240 328 420 800 98 99 8 03 21 d(500 2808 126 81% 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Professor Christian Rauch und Frau. ö 35 nahme bei unserem schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank. Die schwergeprüften Hinterbliebenen: Frau Kath. Pfeil Ww. und Kind. N Gießen, den 22. Mai 1915. 4459 Aussteuerhaus Wäsche-, Betten- und Steppdecken-Fabrik Giessen, den 21. Mai 1915. 4437 eee ere eee Danksagung. Für die herzliche Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Dörr für die trost- reichen Worte am Grabe. 401 Neuwascherei dend Licht- und Kraft-Anlage in Marburg Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Sohn, Bruder und Schwager August Balser gestern früh im 32. Lebensjahr zu sich zu nehmen. Haupt-Katalog und Muster stehen .„. gerne zu Diensten. Die trauernden Hinterbliebenen; Familie Weigandt Familie Sack Familie Hahn Familie Voltmann Familie Stein müller Familie Volkmann. Heuchelheim, den 20. Mai 1915. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Jacob Balser. Giessen(Wolfstrasse 10), Leipzig, 22. Mai 1915. Nalionaler Jrauendienst Allgem. Deutscher Frauenverein Ortsgruppe Gießen. Das Verpacken, Schreiben und Adressieren von Feldpost⸗ sendungen besorgt bereitwilligst und unentgeltlich: Mon ⸗ tag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 12 Uhr vorm.: Süd⸗Anlage 411, Frau Professor Kalbfleisch. Außerdem erteilt Auskunft über Adresse und Rat für Feldpostbriese gern u. unentgeltlich in ihrer Sprechstunde: die Frauenrechtsschutzstelle Gießen. Mittwoch Nachm. 6 ½¼—8 Uhr im alten Rathaus. 13 Die Beerdigung findet Sonntag, 23. Mai, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 9* 7 2 85 Tr 9 75 5 5 5 5 5 8 Daulksag Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 98 10 ung. Für die herzliche Teilnahme, die uns f bei dem Heimgange unserer lieben Ent- F schlafenen in so reichem Maße erwiesen. wurde, sagen wir allen auf diesem Wege 0 Zur gefälligen Beachtung! herzlichsten Dank. Einem hiesigen sowie auswärtigen Publikum Die trauernden Hinterbliebenen. 5 aie ergebene Mitteilung, dass ich die J. d. N.: Denkmäler Wilhelm Rinn. in einfacher und moderner Form auf meinen Heute nacht entschlief nach kurzem Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser guter Vater, Grossvater- und Onkel Herr Schneidermeister Jak Oh Koch im Alter von 80 Jahren. 1 Die trauernden Hinterbliebenen. 1 I. d. N.: Julie Koch. Giessen, Frankfurt a. M., Baltimore, 21. Mai 1915. Schillerstr. 20 f 155 Heuchelheim, den 22. Mai 1915. hof Grossen- Linden, zu bedeuten d er mässigten Preisen abgebe, um den reichhaltigen Vorrat zu reduzieren.— Sämtliche Denkmäler sind von prima Material aus- geführt und kaun die weitgehendste Garantie übernommen werden. a J. Atzbach Marmor- und Steinmetzgeschüft Giessen, Marburger Strasse 49 N. B. Anfragen bezüglich der auf meinem Lager am Bahnhof Großen-Linden befindlichen Denkmäler sind nuch Glegen, Marburger Strase 40, zu richten. 4005. Danksagung. Für die vielen Bepeise herzlicher Teilnahme, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Barth, den treuen Beistand unsererKrankenschwester und die vielen Blumenspenden beim Heimgangeunseres lieben Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. J. d. N.: Katharine Seipp, geb. Pitz. Die Beerdigung findet Montag, 24. Mai, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Nationaler Frauendienst Allgem. Deutscher Frauenverein 8 Ortsgruppe Gießen. Die diesen Gegenstand betreffenden Tabellen des„Nationalen Frauendienstes“ stehen jedem Beteiligten zur Verfügung Süd-Anlage 4 11 jeden Montag, Mittwoch und Freitag, 10—12 Uhr, bei Frau Dr. Kalbfleisch, die auch bereitwilligst Auskunft erteilt. Ebenda werden diese Tabellen auf Wunschsf ö unentgeltlich abgegeben. 42661 unerreichte Auswahl.— Stets frische Platten, Rollfüms, Filmpacks, Papiere. 1 Fachgemässes Anlernen für Anfänger. Central- Drogerie Telephon 551. Emil Karn Schulstrasse. 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