119 G Der Slehener Anzelg. Escheint n Sonntags.— Beilagen: 1 viermal wöchentlich Sietener Famillenblatter; N e eee blatt für den Kreis Gehen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land- wirtschaftliche zeitfragen Fernsprech- Anschlüsße: jür die Schristleitung112 Verlag, Geschäftsstelleö! Adresse für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Annahme don Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. eßen 10658. Jahrgang Gen. 1 1A lzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. N W Samstag, 22. Mal 1015 Bezugsocels: monatl. 75 Pf., viertel- jährl. Mt. 2.20; durch a Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel; jährl. ausschl. Bestellg. f Zeilenpreis: loxal 15 Pf., 5 ausw. 20 Pf.— Haupt- ö schristleiter: Aug. Goetz. 4 Verantwortlich für den. politischen Teil und das pfingsten! f Gießen, 22. Mai. Das Fest des heiligen Geistes, das uns sonst mit einem Blütenzauber von Maienwonne umgab, trägt heute ein an deres Gewand. Zwar jubiliert die Natur in ihren klang⸗ vollsten Tönen; eine so berauschende Fülle von Licht und Fax ben scheiwen uns nur die Maien ferner Jugendtage gebracht 1 Aber in diesen süßen Wohllaut, der uns„in ernster 1 athstille“ nur staunende Andacht zu erwecken pflegte und die Eitelkeit des Verstandes unter die schönen Gefühle beugte, die uns„den Göttern nah und näher hebt“, fällt ein böser Mißklang. Der gigantische Gefährte dieser Früh⸗ lingstage ist der Krieg und, wie der Geist der Verneinung, wendet er alle Gaben des erhabenen und heiligen Geistes mit einem Worthauche zu Nichts. Wir stehen mit den Be— schlüssen des italienischen Parlamentes vor einer Vergrö— ßerung des Weltbrandes, der uns neben die Naturwunder seine rauchenden Trümmer gestellt hat, und wir sinnen nach, wie es möglich war, daß gerade in dem Lande, wo sanfter Wind vom blauen Himmel weht, die Myrthe still und hoch der Lorbeer steht, in diesen Tagen ein so wüster Garten von Haß und Verblendung empor— gewuchert ist und warum im steten Ziele deutscher Sehn— ssucht uns die wutgeballte Faust entgegengereckt wird. Es 4 die sanften Stimmen aus deutschen Träumen, und über der tausendstimmigen Sprache des lieblichen Festes klingt es eisenhart: einem neuen Feinde begegnet das deutsche Schwert, Freundesverrat, finsterer als Hagens Tat unter der Linde des Odenwaldes, läßt uns im Innersten erbeben und stählt uns den Willen zu erbitterter Abwehr. Wir waren seit Monaten nicht ohne Ahnung, daß die Italiener Arges gegen ihren Bundesgenossen von gestern im Schilde führten, und wenn das heutige kämpfende Deutschland dem ehernen Siegfried gleicht, dem kein Feind gewachsen war, so hat der Treubruch Italiens doch nicht jenes 1 vom sterbenden Helden im blutgeröteten Blumenfelde geschaffen; wir begegnen dem neuen Gegner mit voller Vorbereitung und ungeschwächter Kampfkraft, es gibt auch in dieser Stunde in deutschen Herzen kein Klagen und Zagen, sondern nur den heiligen Geist der Treue und Zuversicht in die Stärke unserer Heere. In der männlich ruhigen Rede unseres Reichskanzlers 9K die sich enthüllende neue Gegnerschaft hat uns nur in Satz nicht völlig eingeleuchtet, nämlich daß„im deut⸗ schen Volke das Bund. ltnis zu Italien feste Wurzeln gefaßt“ habe. Der er hat dies in guter, wohlbegrün⸗ deter Absicht gesagt, allein das Volk hatte in dem Verhält- mis zu Italien lange. ein Haar gefunden. Wir er⸗ 21 823 1 208 e Extratouren des etzten Ja nuts und wissen wohl, daß der Bund mit Ikullen, der im Mai 1882 geschlossen werden konnte, weil man in Rom infolge der Besetzung von Tunis durch Frank⸗ reich nach einer Stütze italienischer Mittelmeerpolitik suchte, im Laufe der Zeit auf eine schlefe Ebene gelommen war. Als. Englands Politik in einen zunehmenden Zwiespalt mit der deutschen geriet, gab es einen Riß auch im Dreibund⸗ vertrag, soweit Italien dabei in Frage stand. Denn Italien mit seiner langgestreckten Küste muß die englische Flotte respeltieren und braucht in England den Gönner und För— derer seiner Pläne. Man kann es begreiflich finden, daß Italien beim Ausbruch des großen Krieges nicht an unserer und Oesterreich-Ungarns Seite gegen England zu lämpfen wünschte, es war zum Besten des Landes, daß es neutral blieb. Aber wenn heute die italienische Presse, laut einer neuesten Meldung, vorgibt, englische Drohungen hätten die kriegerische Stellungnahme des Kabinetts Salan⸗ dra bewirken müssen, so ist dies Unwahrheit und Heuchelei. Wohl mögen die englischen Lockungen freundliche und grol⸗ lende Töne angeschlagen haben, aber bis zu einem Ultima⸗ tum zu schreiten, war Sir Edward Grey sicher zu klug. Dies würde die Welt der Neutralen viel zu arg in Auf regung gebracht haben, und England hat, wegen seiner Haltung in der belgischen Frage, allen Anlaß, eine gute Miene u bewahren. Dem„brennenden Italien“ bringen so schwächliche Vorbehalte, die nichts anderes sind als Zweifel an eigener Kraft und Tüchtigkeit, wenig Ruhm ein; wenn die italienischen Blätter auf diese Weise die Gründe Salan⸗ dras mit einer neuen Tünche übermalen, so vermehrt sich nur der Eindruck, daß dieses Voll des Südens unwissend, von phantastischen und bezahlten Agenten verhetzt, in ein Abenteuer hineintaumelt. In Deutschland hat die italienische Massenerregung nicht im mindesten ansteckend gewirkt, es herrscht hier nur ein beruhigendes Gefühl militärischer Ebenbürtigkeit oder Ueberlegenheit. Wir nehmen uns keinen Ruhm voraus. Aber wenn, wie es heute heißt, die Presse der„Entente“ von „namenloser Wut“ der Deutschen gegen Italien berichtet, so dürfen wir dazu feststellen, daß dies wieder einmal eine lrasse Unwahrheit ist. Es herrscht bei uns mehr stiller Wider wille gegen die verräterische Haltung des neuen Feindes als Wut oder Erregung. Wir beginnen einzusehen, daß die Dinge so ihren Lauf nehmen mußten, und wir gewinnen mehr und mehr den Eindruck, daß die verantwortlichen Staatsmänner in Berlin und Wien die Fäulnis des Bundes- pertrages mit Italien rechtzeitig in ihrem Programm berücksichtigt hatten. Beide Zentralmächte sind dem un— ssicheren Dritten im Bunde weder schwächlich nachgelaufen, noch erscheinen sie heute etwa als betrübte Lohgerber, denen die Felle 7 sind. Solche Erkenntnis erweckt 1 in einem Volle nicht Wut gegenüber dem Widersacher, son⸗ — dern Vertrauen in die oberste Leitung seiner Geschäfte. ö So sind die Pfingstgefühle hüben und drüben hell von— einander unterschieden. Deutschland und sein Bundesgenosse bewahren den heiligen Geist starker Entschlossenheit. Unser . ld ist rein wie die frische Farbe des Lenzes. Der italie— nische Geist lodert, aber es ist kein heiliger Geist, sondern nur„heiliger Egoismus“, der die dortige Staatskunst über die Schwelle des Pfingstfestes in einen wahnwitzigen Krieg trieb. Heiliger Egoismus? Gewiß, eine Regierung hat die eignen Voltsineressen als höchstes Gut zu hüten. Wenn aber die Methode dabei in Mißachtung ehrlich zu erreichender Erfolge und in ein bloßes Schachern unter Begriffe von Zuverlässigkeit und Treue ausartet, dann ver— hüllt der Pfingstgeist angewidert sein Haupt. Und wenn d' Annunzio, der Herold der italienischen Kriegssucht, seinen freigebigen Gönnern in Paris triumphierend telegraphierte: „Ich bin trunken vor Wonne,“„die siegreiche Schlacht ist geschlagen“— so zieht ein gewisses Mitleid mit den Be⸗ wohnern des schönen Landes im Süden in die deutschen Herzen, denn wir wissen, daß dieser Poetenapostel ein falsches, unheiliges Land der Träume bestellt. Deutschland und seine Bundesgenossen vertrauen ihrem Geiste der Wahr- heit und Gerechtigkeit, und wenn das liebliche Pfingstfest in neuer blutiger Gefahr erschauert, so fühlen wir uns frei von Schuld. ** *„ Großes Hauptquartier, 21. Mai.(WTB. Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nördlich von pern griffen farbige Franzosen nachts unsere Stellung östlich des Kanals an. Der Kampf ist dort noch im Gange. Ein am späten Abend beginnender Angriff der Engländer südlich Neuve Chapelle in Ge⸗ gend von La Quinquerue brach in unserem Feuer zusammen. Nordöstlich von Arras schossen wir bei Fresnohy ein feindliches Flugzeug herunter. 4 Ein weiterer, von den Franzosen gestern nachmittag im Walde von Ailly angesetzter Angriff scheiterte unter erheblichen Verlusten für den Feind, der einige Gefangene in unserer Hand ließ. Oestlicher Kriegsschauplaßz. Rar der Gegend Sza wle k fanden nur kleinere Gefechte statt. An der Dubissa gelangte unser Angriff östlich Podu⸗ bis bis Betygola. Er brachte uns weitere 1500 Gefangene ein. 5 Auch e Miloszajcie und Zemigola wur⸗ den die Russen über den Fluß zurückgeworfen. Weiter südlich bug der Kampf. Die Reste der südlich des Riemen geschlagenen russischen Kräfte setzten ihre Flucht in Richtung No wno fort.. a Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Lage bei den deutschen Truppen ist un⸗ verändert. Oestlich Jaroslau wurden gestern Ge— sangene gemacht, die nicht mit Gewehren, sondern nur mit Eichenkeulen ausgerüstet waren. Von der Armee des Generalobersten von Mackensen und den übrigen im Verbande des österreichisch-ungarischen Heeres kümpfenden deutschen Truppen wurden seit dem J. Mai 104 000 Gefangene gemacht und 72 Geschütze sowie 253 Maschinengewehre erbeutet. Diese Zahlen sind in den bereits veröffentlichten Gesamtzahlen enthalten. Oberste Heeresleitung. Die französischen Verluste. Berlin, 22. Mai. Nach dem„Nieuwe Rotterdamsche Cou⸗ rant“ werden die französischen Verluste bei den Kämpfen zwischen Arras und Lille auf 100000 Mann geschätzt. Kitchener verlangt neue Soldaten. London, 21. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter bringen ganzseitige Anzeigen, daß Kitchener neue Soldaten verlangt. Der Aufruf wird an allen Straßenecken angeschlagen Das Kriegsamt gibt bekannt, daß das Alter auf 40 Jahre er⸗ höht und die Körpergröße auf 5 Fuß 2 Zoll herabgesetzt wird Der amtliche französische Bericht. Paris, 20. Mai.(Ctr. Frkft.) Die amtlichen Berichte vom Donnerstag lauten: K 3 Uhr nachmittags: Während der Nacht vom 19. zum 20. Mai wurde kein Ereignis gemeldet 11 Uhr abends: Zwischen Nieuport und Arras bleibt das Terrain aufgeweicht und sehr schwer benützbar. Der Tag war gekennzeichnet durch ein lebhaftes Artilleriegefecht, in dessen Ver⸗ lauf zwei deutsche Flieger angegriffen wurden, der eine durch die englische, her andere durch die französische Artillerie. In der Cham— pagne bei Beauséjour sind wir mit Minen bis zu den feind lhen Gräben vorgedrungen und haben Fühlung mit ihnen be⸗ halten. In den Argonnen haben wir bei Bagatelle einen An- griff zurückgeschlagen. Im Walde von Ailly haben wir mehrere Schützengräben genommen, Gefangene gemacht und das eroberte Terrain behauptet. Die Finanzlage Frankreichs und Rußlands. Berlin, 22. Mai. Die Finanzlage Frankreichs wird, wie verschiedene Morgenblätter berichten, auch Rußland zwin gen, über kurz oder lang zu Zwangsanleihen zu greifen. In Paris berechnet man die russischen Kriegsausgaben bis 1. April auf 5500 Millionen Rubel. Ein deutsches Weißbuch über die völterrechtswidrige Führung des belgischen Voltstrieges. Berlin, 20. Mai. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ veröffent- licht ein Weißbuch über die völker rechtswidrige Führung des belgischen Volkskriegs, das den Regierungen der neutralen Mächte mitgeteilt, auch der Presse des Inlandes und Auslandes zugängig gemacht wird. Das Weißbuch enthält eine Denkschrift, worin gegen das völkerrechtswidrige Verhalten der belgischen Bevölke rung und der belgischen Regierung scharfer Protest erhoben wird. Der Denkschrist ist ein umfangreiches Material bei— gefügt, darunter vier Sonderberichte der im Kriegsmini— Preisgabe der, auch im Verkehr der Nationen geheiligten“ Feuilleton: Aug. Goetz;* für Stadt und Land, 4 Vermischtes und Ge- richtssaal: Otto Braun; 4 für den Anzeigenteil: H. 5 Beck, sämtlich in Gießen. ö N 5 sterium gebildeten Militär-Untersuchungsstelle über die 2 Kämpfe in Aerschot, Andenne, Dinant und Löwen. 5 * f Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 21. Mai.(WTB. Nichtamtlich.)(Ausführliche Meldung.) Amtlich wird verlautbart, den 21. Mai 1915, mittags: Die Kämpfe an der Front in Mittelgalizien dauern fort. Die in der Sanstrecke abwärts Sieniawa noch am westlichen Flußufer haltenden russischen Ab⸗ teilungen wurden über den Fluß zurückgewor⸗ fen. Oestlich Jaros lau wiesen die verbündeten Truppen vereinzelte Vorstöße starker feindlicher Kräfte blutig ab. Die Gefangenenzahl nimmt weiter zu. In heftigen Nachtkämpfen erstürmten unsere Truppen östlich Drohobycz eine russi⸗ sche Stellung und eroberten den Ort Neudorf, hierbei wurden 1800 Gefangene gemacht. Die russische Gegenoffensive über den Dujestr in Ostgalizien kam an der Pruthlinie zum Stehen. Die feindlichen Durchbruchsversuche bei Kolomea sind gescheitert; alle Angriffe gegen diesen Brückenkopf wur⸗ den unter schwerften Verlusten drs Feindes abgeschlagen. In den Kämpfen im Berglande von Kielce, die stellen⸗ 8 andauern, sind bisher 4000 Gefangene ge⸗ macht. Seit dem 16. Mai ist die Gesamtsumme der Ge⸗ fangenen um weitere 20 000 Mann gestiegen; sie be⸗ tragt seit dem 2. Mai 194000 Mann. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die Schlacht in Mittelgalizien. Berlin, 22. Mai. Die zweite Maienschlacht, die Schlacht in Mittelgalizien, dauert, wie dem„Berliner Lokalanzeiger“ aus dem K. u. K. Kriegspressequartier gemeldet wird, an. Der von seiten der Verbündeten ausgeübte Druck auf die Front Przemysl— Grodeck nimmt zu. Die Zahl der während der Kämpfe am San gemachten Gefangenen stieg auf 20 000, 4 die im Mai gemachte Gesamtzahl erreicht das zweite Hundert⸗ tausend, das ist die Stärke einer ganzen Armee. In Süd ost⸗ 2 galizien ist die Offensive der russischen Armee endgültig zum Stehen gekommen. Der russische Bericht. 5 Petersburg, 20. Mai.(Ctr. Frkft.) Die Petersburger Tele: graphen-Agentur meldet: Bis jetzt wagen die Deutschen nicht einzugestehen, daß sie am 11. Mai von Sza wle vertrieben worden sind. Sie sprechen von irgendwelchen russischen Angriffen gegen diese Stadt, von Angriffen, die abgewiesen worden sein sollen. Indessen erstreckt sich unsere Frontlinie in dieser Gegend auf eine 2 beträchtliche Entfernung bis westlich von Szawle. Tie amtlichen deutschen Mitteilungen 15 die acht Geschütze, die die beiden ar 15. Mai von den Teutschen beim Uebergang über die Dubissa in der Nähe des Dorfes Ugiani verlorenen Batterien bilden, auf zwei herab. Dagegen vermehren diese Mitteilungen die Zahl der russi⸗ —2 Gefangenen nicht nur um das Vierfache, sondern um noch viel In Galizien sind alle unsere Stellungen östlich von Drohobyez gemachten Anstrengungen der Deutschen bis jetzt gescheitert. Die Stadt Drohobycz wurde nur von einem einzigen Kosakenregiment verteidigt, das sich mit unbedeutenden Verlusten augenblicklich hinter die Infanterie zurückgezogen hat. Trotzdem haben die Oesterreicher die Kühnheit, amtlich 5100 bei Drohobyes gemachte russische Gefangene zu melden.* Die„Times“ über die russische Niederlage. London, 21. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der militärische Mitarbeiter der„Times“ schreibt: Die Früchte des russi⸗ schen Winterfeldzuges in den Karpathen sind größten⸗ teils verloren. Wir hoffen, daß die beruhigenden Versicherungen aus Rußland sich als mehr erweisen werden, aber es besteht die Möglichkeit, daß die Lage noch schlimmer wird, ehe sie sich bessert. Wir müssen offen unsere Enttäuschung bekennen. Es ist schwer zu verstehen, daß gegen die Offenfive, die einen Monat vorher vorauszusehen war, nicht entsprechende Gegenmaßregeln getroffen wurden. Auch ist nicht erklärlich, weshalb der russische Nachrichtendienst anscheinend versagt hat. Die Hauptsache ist jetzt die Vereinigung der russischen Armeen und die Integrität ihrer ganzen Linie. Eine Million Russen gefangen. Die hohen Zahlen der Siegesbeute an Kriegsgefangenen, die in der gewaltigen Schlacht in Westgalizien und in den Karpathen gemacht wurden, haben die an sich ungeheure Schar der Russen, die in den Gefangenenlagern Deutschlands und Oesterreich-Ungarns untergebracht sind, in den letzten Tagen unheimlich anschwellen lassen. Obwohl naturgemäß unter den verwundeten Gefangenen eine ziemlich hohe Sterblichkeit herrschen muß und einige der frither eingebrachten Gefangenen, die völlig invalid geworden sind, auch schon ausgetauscht sein dürften, wodurch die Gesamt⸗ zahl der heute in unserer und in der Obhut unserer Verbündeten stehenden russischen Gefangenen etwas geringer geworden sein muß als eine einfache Addition der von den amtlichen Berichten seit dem Beginne des Feldzugs genannten Zahlen ergeben würde, beläuft sich doch heute, so schreibt die„Frankf. Ztg.“, die Zahl der kriegsgefangenen Russen auf mehr als eine Million. Zu Beginn dieses Monats waren in Deutschland 513 000, in Oesterreich und Ungarn mindestens 301 700 russische Gefangene untergebracht. Seither sind auf den Kampfplätzen im Südosten, wo die verbündeten Heere gemeinsam fechten, mindestens 188 000, auf den nordpolnischen und kurländischen Schlachtfeldern von deutschen Truppen allein nahezu 16000 Gefangene erbeuten worden. 1017000 Mann haben also die russischen Heere bisher! an Gefangenen allein eingebüßt. Der Rückschluß auf die Höhe der russischen Gesamtverlusts, die eine geradezu phantastische Höhe erreichen müssen, liegt nahe genug. 21 Die Zahl der in den Gefangenenlagern der Zentralmächts untergebrachten Franzosen beläuft sich am 20. Mai auf etwa 254 000, der Engländer auf 24000, der Belgier auf 40000 und der Serben auf 50 000, so daß die Gesamtzahl der Kriegsgefangenen, die in unsexen Lagern verpflegt werden im zehnten Kriegsmonat schon auf 1385000 gestiegen ist. Das sind Zahlen, denen die Kriegsgyschichte nichts Aehnliches zur Seite zu stellen hat. *** Usterreichs Angebot RN * 5 8 f f— 7 8 J 2 ce— 5 8 + Fa 5 5 f 1 0 NTudach D 80 ö A R 2* 9 2 0 . eee egbdl. Aso fame 1 ä ———.— 5— aD, S—— Italien vor der Uriegserklärung. Basel, 20. Mai.(WT. Nichtamtlich.) Nach einer Privat meldung des„Basler Anzeiger“ aus Chiasso erklärt Italien, seine Haltung mit der Drohung Englands, die Enge von Gibraltar zu schließen, falls Italien nicht mit den Dreiverbandsmächten gehe; falls es sich jedoch diesen anschlösse, sei ihm ein englischer Vorschuß von drei Milliarden Lire und Garantie filr den ungeschmälerten Besitz der Oesterreich-Ungarn, abzunehmenden Gebiete angeboten worden, wogegen es sich vers pflichten mußte, von seinen Truppen 160000 Mann an die Varda⸗ nellen und 300 000 in der Champagne abzugeben. Rom, 21. Mai.(WW. Nichtamtlich.) Der Senat hat heute die folgende Tagesordnung in namentlicher Abstimmung mit —— Stimmen der 281 anwesenden Senatoren unter 2 geistrrung angenonunen: Der Senat hat die Erklärung der Re⸗ ierung e welche so deutlich den Willen der Nation aus- prechen und geht zur immung über den Entwurf über. Genf, 21. Mai.(WB. Nichtamtlich)„Journal de Gensve“ meldet aus Rom:; Nach der heutigen Senatssitzung findet ein Ministerrat statt, um die Entscheidung über die Hriegserklärxung zu trefsen. Köln, 21. Mal.(WTB. Nichtamtlich. Die„Kölnische 2 melbet aus Berlin: Nachdent die italienische Hammer ber 1 für den Kriegsfall außerordentliche Befugnisse erteilt hat, erhebt sich natürlich die„wann und auf welche Weise Na nun den Kriegs zustand mit Oesterreich-Ungarn und tschland herstellt. Darüber kann man nur Vermutungen hegen. Was den Zeitpunkt des Eintritts des Kriegezustandes betrifft, so ist die Mu vielleicht gerechtfertigt, daß darüber noch ein vder mehrere vergehen werden. Der Wortlaut der Kündigung des Dreibund-Vertrages. Rom, 21. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Das gestern der Kammer vor Grünbuch enthält als letztes Akten⸗ stluck folgende Note des Ministers des Auswärtigen Son— utnd an den italienischen Botschafter in Wien, Herzog von Avarna, vom 3. Mai: Ich bitte Sie, dem Minister des Aeußern Baron Burian folgende Mitteilung zu machen, von der Sie ihm eine Abschrist hinterlassen werden. Das Bündnis zwischen Itallen und Oesterxeich-Ungarn bewährte sich im Anfang als ein Element der 1 ft für den Frieden und batte zuerst das Hauptziel gemeinsamer Verteidigung. Angesichts der weiteren Ereignisse und der neuen Lage, die sich aus ihnen ergab, mußten sich die Regierungen beider Länder ein anderes nicht minder wich⸗ tiges Ziel ssecken und richteten int Lauf der aufeinander folgenden Erneuerungen des— 2 ihre Aufmerksamkeit darauf, die Kontinuität ihres Bündnisses zu erhalten, indem sie den Grund sab, vorgängiger Vereinbarungen über die Verhältnisse auf dem Balkan segten, in der Absicht, die guseinandergehenden Intev⸗ essen und 1 der beiden Mächte miteinander in Ein⸗ Hang zu bringen. Es ist einleuchtend, daß diese Abmachungen, wenn sie loyal beobachtet worden wären, 17 hätten, einge baltbare Grundlage für eine gemeinsame und fruchtbare Aktion darzubieten. Im 8 hierzu stellte Oesterreich-⸗Ungarn im Laufe des Sommers 1914, 2 irgendein Einvperständnis mit Italien zu tressen, ja, ihm die 2 Benachrichti zu u zu lassen, und of— ir. wie durch die Ratschläge zur Mäßigung berinflussen zu lassen, welche ihm durch die könig liche Regierung gegeben worden waren, am 23. Juli an Serbien ein Ultimatum, welches die Ursache und der Ausgangspunkt des augenbliclichen brandes in Europa wurde. Indem Oeste v reich- Ungarn die Verpflichtungen, welche sich aus dem Ver⸗ trage ergaben, vernachlässigte, brachte es den Statusquo auf der Itanhalbinsel von 6 und aus in Verwirrung und schuf eine Lage, von welcher es allein Nutzen haben mußte, zum Schaden der allerwichtigsten Interessen, welche sein Verbündeter so oft(als die seinen) bestattigt und prollamiert hatte. Eine so flagrante Verletzung des Buchstabens und des Geistes des dertrages rechtfertigte nicht nur die Weige⸗ rung Italiens, sich in dem ohne Einholung seiner Meinung ber⸗ vorgerufenen Kriege an die ite seiner Verbündeten zu ee sondern sie nahm sogar dem Bündnis mit demselben Schlage seinen wesentlichen Inhalt und sein Daseinsrecht. Sogar das Ab⸗ kommen über wohlwollende Neutralität, welches durch den Vertrag vorgesehen war, sand sich durch diese Verletzung beeinträchtigt. Tatsächlich ommen Ueberlegung und Gefichl dabin überein, die Aufrechterhaltung einer wohlwollenden Neutralität auszuschließen, wenn einer der Verbilndeten zu den Waffen greift zur Verwirklichung eines Programms, welches den Lebensinter⸗ essen des anderen Verbündeten strikt zuwiderläuft, und zwar Intexessen, deren. Wahrung den Hauptgrund gerade dieses Bilnd⸗ nisses bildete. Nichtsdestoweniger hat Italien sich mehrere Mo⸗ nate hindurch bemüht, eine Lage zu schafsen, welche der Wieder⸗ hexrstellung freundschaftlicher ziehungen zwischen den beiden Staaten günstig wäre und welche eine wesentliche Grundlage jedes Zusammenwirkens im Bereiche der großen Politik bildete. In dieser Absicht und in dieser Hoffnung erklärte die ita⸗ lienische Regierung sich bereit, auf ein Arrangement einzugehen, welches die Befriedigung der legitimen nativna⸗ len Ansprüche Italiens in billigem Ausmaß zur Grund⸗ lage hätte und welches zugleich dazu gedient hätte, die vorham⸗ dene Ungleichheit in der gegenseitigen Lage der beiden Staaten im adriatischen Meere zu beseitigen. Diese Ver⸗ handlungen führten jedoch zu keinem in Betracht kommenden Er⸗ gebnisse. Alle Bemühungen der Königlichen Regierung stießen auf den Widerstand der Kaiserlichen und Königlichen Regie- rung, welche sich nach mehreren Monaten nur zur Anerkennung besonderer ital. Interessen in Valona und zum 2 einer nicht genügenden Gebietseinräumung im Trentinp entschlossen hat, einer Konzession, welche durchaus keine normale Regelung der Lage enthält, weder vom ethnischen, noch vom politischen oder militärischen Standpunkt aus. Außerdem sollte diese Konzes⸗ sion erst in einem unbestimmten Zeitpunkt, nämlich erst am Ende des Krieges, verwirklicht werden. Bei diesem Stande der Sache muß die italienische Regierung auf die Hoffmng verzich⸗ ten, zu einem Einverständnis zu kommen, und sie sieht sich ge⸗ zwungen, alle Vorschläge zu einem Ueberei en zu- rückzu ziehen. Es ist ebenso unnütz, den äußeren Anschein eines Bündnisses ausrechtzuerhalten, welches nur die Bestimmung haben würde, das tatsächliche Bestehen eines beständigen Miß⸗ trauens und täglicher Meinungsverschiedenheiten zu verschlriern. Aus diesem Grunde versichert und erklärt Italien im Vertrauen auf sein gutes Recht, daß es von diesem Augenblicke an sich die volle Freiheit seiner Handlungen wiedernimmt und seinen Bündnisvertrag mit Oesterreich-Ungarn führ annulliert und künftig wirkungslos erklärt. Der Botschafter, Herzog von Avarna, machte Baron Bu⸗ rian diese Mitteilung am 4. Mai. Die Vertretung der italienischen Interessen in Deutschland. Bern, 21. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Italien die Schweiz ersucht, die Vertretung seiner en land zu übernehmen. Der Bundesrat hat diesen sprochen. Aus Triest. Triest, 21. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) abend lam es an verschiedenen Stellen der Stadt zu patriotischen Kundgebungen, bei denen das Militär lebhaft begrüßt wurde und Hochrufe auf Oesterreich ausgebracht wurden. Kundgebungen in Budapest. Buda pest, 21. Mai.(WD Nichtamtlich.) Gestern fanden große Kundgebungen statt, hervorgerufen durch Nachrichten von den Vorgängen in Italien und in der italienischen Kammer. Eine tausendköpfige Menge zog, patriotische Lieder singend, unter Hochrusen auf Deutschland und die Türkei. zuerst vor das deut sche Konsulat, wo die„Wacht am Rhein.“ gesungen wurde, hierauf vor das kürkische werter wo Hochrufe auf die Türkei ausgebracht wurden. Sie versuchte, vor das Gebäude des italienischen Konsulats zu dringen, wurde aber von der Polizei daran go⸗ hindert, die die Menge aufforderte, das Gastrrcht nicht zu ver⸗ letzen. Die Menge zerstreute sich in voller Ordwung. Eine Anfrage im ungarischen Magnatenhause. Buda pest, 21. Mai.(Wa. e Im Mag- natenhause vor Eintritt in die Graf Aurel Dessewffy, ob der Ministerpräsident es jr wünschens⸗ wert halte, Mitteilungen darüber zu machen, inwieweit eine Großmacht, die wir für einen en hielten, solche For⸗ derungen an die Monarchie t habe, die deren Stellung als hat in Deutsch⸗ Ersuchen ent⸗ Großmacht unmöglich mache. Ministerpräsident Tisz a antnortete: 4— hat nur aus den Zeitungen von den Vorgängen in der italienischen Kantmer erfahren. Bon dem italienischen Kabi⸗ nett ist uns seit dessen Wiederernemrung keinerlei Mitteilung zu- 5 en. Unter diesen Umständen wihnsche ich mich vorläufig jeder Meinungsäußerung zu enthalten. Wir müssen erfahren, wozu sich die italienische Regierung willig, spontan und ohne jede Beeinflussung von unserer Seite entschließen wird, richig abwarten und demgemäß unsere Haltung einrichten.(Allgemeine Zustimmung.) 1 Italien und die Türkei. Konstantinopel, 21. Mai(WTB. Nichtamtlich Der italienische Botschafter hatte gestern nachmittag Unterredungen mt den Gertwestr und bei Meister beß usern Die dardanellenkämpfe. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 21. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Das Große Hauytquartier berichtet von der Dardanel⸗ lenfront: Am 19. Mai wurden die befestigten Stellun⸗ gen des Feindes bei Ari Burnu angegriffen. Dank der wunderbaren Tapferkeit unserer Truppen wurde das vorge⸗ setzte Ziel erreicht. Auf dem rechten und linken Flügel wurde der Feind aus seinen vorgeschobenen Stellungen verjagt. Im Neutrum ntherten nir uns bis zn ben des Feindes und nuhmen zwei Ma n mittag versuchte der Feind einen— 42 ö Schutz seiner Schiffe gegen unseren rechten 3 aber mit sehr starken Verlusten zu rückges lagen. sere Flieger leisteten gute Dienste während unserer Ang Bahr in der Nacht vom 18. zum 19. Mal leicht ab gen. Die feindlichen Schiffe vor dem Eingang zur enge tauschten gewohnheitsgemäß Schüsse mit unseren vor⸗ geschobenen Batterien aus. Der Panzer„Charlemagne“ wurde von einer Granate getroffen. Die feind. Artilleriestellungen beim Lager des Feindes bei Sedd ul schosfen, so daß der Feind 8 war, seine Artillerie- stellungen zu ändern.— Von den übrigen Kriegsschauplätzen ist nichts Wichtiges zu melden. Englische Verluste an den Dardanellen. London, 21. Mai.(Ctr. Freft.) Die„Ames“ vertffent⸗ licht die neue Verlustliste, die die Namen von 170 getöteten und verwundeten 3 8 tieren und schaften enthält, die alle bei 3 gegen di Tardanellen verloren worden sind Die Austral er haben allein über 900 Offiziere und Mannschaften verloren, darunter ihren Kommandanten, den General Bir dwovd, der ver- wundet worden ist. Außerdem enthält die„Times“ noch die Namen von 149 Verlusten bei der Marine, die ebenfalls bet den Operationen gegen die Dardanellen sich ereigneten. * 0* Der Seekrieg. Zum Untergang der„Lusitania“. London, 20. Mai.(Wein Nichtamtlich) Tumer von der„Lusitansa“ erklärte vor der schaubehörde in Kinsale(Irland), daß er nicht di itemia“ torpetiert gewarnt worden sei, daß die„Lu wer- den witrde. Er hatte nur die Anzeigen in den Mattern — Das Schiff sei nicht el dus Sf An er irischen Küste herrschte Nebel. Das llef min- destens 15 Knoten. Um einer* ware die Boote klar gemacht und die 22 ge⸗ 15 worden. Der Kapitän hatte von der Abmrtrulitũt mit Rücksicht auf die durch ein Unterseeboot drohende Gefahr eine Weisung erhalten, die er jedoch nicht mitteilen könne. Er habe diese Instruktionen, so gut er konnte, Nachdem er Fastnet passiert hatte, klärte sich das auf, und er erhöhte die Fahrgeschwindigkeit auf 18 Knoten. Er stand auf der Backbordseite, als der zweite Steuermann rief:„Dort ist ein Torpedo!“ Er lief auf die andere und sah das Kielwasser des Torpedos. Al dieses das Schiff traf, hörte er eine Explosion. Unmittelbar dem ersten Knall hörte er eine weitere Explosion, möglicher⸗ weise eine indirekte. Er gab sofort Befehl, die Boote zulassen und die Maschine anzuhalten. Dies war lich, denn die Maschine war bereits t und konnten auch keine Boote herabgelaf werden, da Schiff zu schnell fuhr. Es fuhr noch, als es unterging. nuten. Die lo öffnet. Eine rnung war von dem ge⸗ geben worden. 1 London, 21. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Noydes Agrn- tur meldet aus Brixham: Das„Sun star- landete hier den Kapitän des chen e „St. von Arcachon. Der mesdete, E Dampfer von einem deutschen Unterseeboot bei Starr 5 gestern nachnnittag versenkt worden sei. Die Besatzung von 13 Mann sei ertrunken. 5 Wer„K“ Brot ißt, erweist dem Vaterland einen Dienft. Aus Stadt und Cand. Gießen, 22. Mai 1915. Zum Feste. Wenn der Flieder seine köstlichen, blaßlila Dolden auf⸗ gesteckt hat, wenn die Luft nur mehr aus Vogelgesang und dem Duft der Blüten zu bestehen scheint, wenn in den Gärten getrübt ist, dann hat die Maienpracht ihre Höhe erreicht. Mitten in die reichste, lieblichste Schönheit der in diesem Jahre Pfingsten, und wenn nicht alle trügen, meint es der Himmel für die beiden Mit einem Gewitterregen, der mit dem Eimern goß, wusch sich gestern nachmittag die Staub aus dem Gesicht, und rein und strahlend heute die bunten Farben ihres Frühsommerkleids, uber ihr das Blau der kaum bewegten Luft. Als frohe B des Festes jagen die Schwalben im Uebermut hin und der. Pfingsten, das Fest der Ausflüge und des frei Genießens der schönsten Geschenke der Natur i kommen. 1 Wenn an den herrlichen Sonnentagen, die letzten Wochen in überreichem Maße schon bereitet auf Landstraßen, Bahnen und bevorzugten Stätten Ausflugsfreude in diesem Jahre ein Treiben das sich manchmal kaum von dem bunten Leben, in Friedenszeiten zu sehen gewohnt waren so wird man es gern als ein Zeichen dafür nehmen, daß 75 1 Hit f 4 7 15 5 f 1 5 5 1 Natur gänzlich zu vergessen. Aber gar manchem wird deren Sprache in überzeugenden Tönen verständlich machen, daß es eines Vergessens nicht bedarf, wo Sinne und Herz unter der friedvollen Herrlichkeit der blühenden, zur Reife drän⸗ genden Erde eine hohere Warte gewinnen können, die alles l. wurde Im Süden wurde ein feindlicher Gegenangriff bei Sedd ul 1 Bahr wurden von unseren Küstenbatterien wirksam be- W e eee. c e r ö f 5„ 1* Ken keineswegs einem Achselzucken zu begegnen. en brauch 3 Ae verein vom Roten Kreuz. In der kung bor diesem Zeitpunkte vofsal. De dich die italieniche 1* kürzlich laligehabten Jahres Hauptversammlung Regierung aller Verpflichtungen willkürlicher Weise eutledigt 4 . Pfingsten. des Zweig vereins vom Roten Kreuz erstattete hat, so lehnt die K. und K. Regierung die Verantwortlich⸗ 5 Der Morgen senkt die weißen Schlei der Vorsigende derr Landgerichtsrat Wiener zunächst keit für die Folgen, die aus dieser Vorgangsweise sich er⸗ Und rauscht herauf in Glanz und Duft Nee Jah tdesbe rich kavsrehelbe war nur kurz, da seit geben könnten, ab. 1 Trotz Rrieg und Haß, zur Festesfeier.— Kriegsbeginn der Zweigverein seine Tätigkeit nicht mehr WTB. Berlin, 22. Mai.(Nichtamtlich.) Die„B. 3. 5 goldnem Flimmern bebt die Luft Bteinaungeüet, onder zufammen mit dem Alice⸗Frauen⸗ am Mittag“ meldet aus München: Der italienische General- Rings Blüten, Blüten an den Wegen Verein und einigen besonders zugewählten Herren. Ueber: 1 4 f er auf e r. Buchstaben nach zur spru u den feierlich eingegangenen Verpflichtungen n der Nlitärberweltung aneesetet ist, wenn diese ihr von 1 n den Vertrag vom 5. Dezember 191 5 ömmes Pirna betrachtet, pat auch heuer der her- weg zur FF dieser größeren Organisationsarbeit ist von Zeit zu Zeit konsul in München Sandischi hat von dem italienischen Bot⸗ Und Menschen, die voll Harren stehn?— ei icht i f i ö schafter in Berlin den Auft halten, heute abend seine 0 5 r 5 in Bericht im„Gießener Anz, 2 a after in Berlin den Auftrag erhalten, 0 Du,. 5 Gaaftflaß uche, ist in 8 Darauf trug. 1 Tatigkeit einzustellen und mit dem Personal München zu ee me frisch Naade aktuar Mann, die Rechnung vor. Die Einnahmen bes verlassen. N 1 Nie rider, Geist der alten Stärke, liefen sich auf 1992.37 Mk, die Ausgaben auf 1913.78 Mk. 10 .— rauchen dich nun mehr und mehr Von dem Vermögensbestande sind 3000 Mk. auf Kriegs-„Italienisches.. — großen Siegeswerke⸗ 5 anleihe gezeichnet worden. Bei der Vorstandswahl wurden i. Köln, 2. Mai Der„Köln. Ztg.“ zufolge meldet der irchflute segnend Land und Heer! der Vorfitzende, der Rechner, der Schriftführer Oberbiblio⸗[„Avanti“: Die Konsuln Deutschlands und Oesterreichz babe Entflamme neu die heil'gen Kerzen thekar Dr. Heuser, als Vertreter der Sanitätskolonne We nedig e 1 Frsched 125* S Auf den Altären deutscher Kraft, deren Führer Hrch. Balser, sowie Herr Hrch. Kraus⸗ der österreichische Botschafter würden wahrscheinlich mit dem— Durchwehe lind die kranken Herzen 6 5 5 8 lasen Roms bis zur Kriegserklärung warten, 2 l g„ haar wiedergewählt. Für die verstorbenen Herren Dr i 7 4 form, 5 1 1— 3„ es liege den Zentralmächten daran, auch formell als der an Darin des Abschieds Wunde klafft! Haberkorn 110 Helm, sowie einige aus anderen Gründen. 9 4 erscheinen. Wahrscheinlich sei geplant, Du, Fest der Pfingsten, Fest der Freude, ausgeschiedene Herren wurden gewählt die Herren Medi- den Krieg mit einem Angriff auf die Türkei in Afrika In deiner lichten Lieblichkeit inalrat Dr. Bötticher, Landgerichtsdirekter i. P. oder an den Dardanellen zu beginnen.— Der Herausgeber den 275 8 durch das Heute Bücking(dieser als stellvertretender Vorsitzender), Rent⸗deutschfreundlichen„Lon kordia“ soll wegen der Veröffent⸗ einer künft gen Zeit!— ner Hermann Heß und Hilfsbibliothekar Dr. Sch mei lichung militärischer Nachricht haftet worden sein.— 5 3 ö Hilfs 1 i 3. gung her achrichten verha N Sophie Nebel von Türkheim. d Heß dagen A een, S 1. Die Einquartierungsgelder. Spende deutscher Frauen wurden hier rund 4805 Mk. gesammelt. betrachtet und behandelt. 73 1 95 5 An 55 neues Ersatzbataillon gebildet werden. In 180 95 17 12 1 kamen 0 7— 8 Zurückziehung der österreichischen Zollwächter. 8 um 15. sollen die neuen Mannscha ten, einstweilen 700, 5Ghenkfurt a. M. 21. Mai. Im Hause Große Ritter⸗ 2 Mai. Die„Stampa“ meldet: Die öster⸗ eintreffen. Am 14. nachmittags. das Einquartie⸗] aasse 56 türe gestern abend der 30) ahrige Arbeiter Höch ke Lugano, 22. Mai. Die„Stampa“ meldet: Die öf reichischen Zollwächter wurden vor der Gebirgsgrenze zungsamt die Drahtnachricht, es seien sofort die nötigen] gu dem, Jenster des vierten Stocwerks in den Hof, wo er mit aus Caffaro zurückgezogen, ebenso taten die bei Ponte l f 5 5 mettertem Schädeln t fund— Bei 5 1 5 1 i bereit zu stellen. Am, Morgen danach ener ee i der Ai ene Caffaro und Ladrone postierten Wachkorps, nachdem sie . le 00 Leute ihre Quartierzettel in der Hand haben. lipp Kappes aus Egelsbach von einer Reihe rangierender vorher die Telegraphen- und Telephonleitungen zerstört f s Einquartierungsamt berücksichtigt dabei Straßen, die Wagen überfahren und getötet.— Die Gelegenheitsdiebe Karl hatten. Die Wachtkorps rieten der Beyölkerung gleichfalls ängere Zeit keine Einquartierung mehr gehabt haben. Nun[Schäfer und Georg Jöckel stahlen am Mittwoch mit⸗ zur Abreise. Die österreichischen Zollwächter verabschiedeten 5 f t es vor, daß die Leute vor verschlossene Titren kom⸗ tag auf offener Straße 250 Pfund Butter und verkauften ssich in höflicher Form von den italienischen Zollwächtern. men, daß die angegebenen Quartierwirte verreist, aus„später davon eine größere Menge an eine Wirtsfrau für 40 2 g 2 8 8 7 gen sind, daß in— betreffenden Hause e 5 Pfennig das Pfund. Als die„ illigen“ Butterhändler nach Stun⸗ Meutereien unter den Reservisten in Italien. N heiten schen, daß— leider— der eine oder andere mit 5 71 E 9— Wirtin 8 nahm die 05 l 3 Mai.*— Blätter melden A. n 8 a g olizei sie in Empfang und verhaftete sie Die Wirtin mußte die In Verona, Bergamo und Monza ist es zu schweren Ausschrei⸗ dem Hinweis, er habe schon genug Einquartierung gehabt, Butter wieder herausgeben, verlor dazu ihr Geld und kommt tungen der eingerückten Reservisten gekommen. In Monz a die Gäste abweist. Da ist der Unteroffizier froh, wenn sich vor das Gericht wegen Hehlerei. schlossen sich die Reservisten einem Arbeitszug an und durch⸗ freiwillig ein Nachbar zum Einspringen erbietet, oder wenn h Dillenburg, 21. Mai. Am Galgenberg geriet der] zogen mit Schmährufen gegen die Regierung das Bahnhofsviertel. er kurzerhand einen Soldaten wo anders unterbringen kann. beig Metzgerlehrling Otto Kohlheyer unter sein Fuhrwerk.[ In Bergamo kam es zu einer Meuterei von über 600 Reser⸗ wurde überfahren und sofor getötet. visten, die gegen den Krieg Kundgebungen veranstalteten und nommen und in die Kaserne elegt; die bisherigen Insassen + Bebra, 21. Mai. Der sechsjährige Sohn des Kaufmanns sich weigerten, in die Kasernen einzurücken. Die Ruhe war bei rnen ge 1 9 a j; Alt in Gerstungey stürzte geslern in die Werra und ertrank. Abgang des Berichtes noch nicht wiederhergestellt. gehen ins Fe dun die Quartiere kommen T Hersfeld a. d. Fulda, 21. Mai. Auf einer Geschasts- Wien, 22. Mai. Das„Volksblatt“ meldet aus Lugano: Aud i ti ige i di 8 f i die Rhön kam gestern der Kaufmann Fahner aus Mailand geflüchtete Berichterstatter berichten, daß infolge forte verlegt und die Quartierfrage ist erledigt— bis auf den N N huickli 7 ö 1 ische a ück te 5 Geldpunkt. Das Einguartierungsamt hat nicht die Mög⸗ Suhl mit seinem Fahrrad so unglücklich zu Fall, daß er eine dauernder Unruhen zwischen den ei ngerückten Re⸗ schwere Gehirnerschütterung erlitt und nach kurzer Zeit verschied.[servisten und infolge der Haltung der Mailänder Gar⸗ lichkeit, mit eigenen Mitteln die nötigen Feststellungen zu— nison sizilianisches Militär zur Aufrechterhaltung der Ordnung machen. Diese gehen ausnahmslos durch das Batail⸗ Standesgnts nachrichten. am Mittwoch in Mailand eingetroffen ist. 5 Lon. Die Listen, in denen. jeder Mann und jeder Verpfle⸗ Gießen. Eine Bekehrung. 1 agetag einzen und gewissenhaft unter Berücksichtigung Aufge gate: Mai 19, Uhritan Maier Schutznann in Chiasso, 22. Mal. Auch Giolittis Organ, die Stam pa“, 5—— igen Wechsels geführt werden müssen, schwellen Berlin, mit Selma Clisabelh Thella Maier in Vaihingen. geht etzt mit Pauken und Trompeten ins Kriegslager über, 1 mlich an. Die Schreibkräfte wechseln; die übrige Arbeit Eheschließung en: Mai 15. Johann Becht, Schneider⸗ indem es bie Notwendigkeit der Nation seine bisherigen Ansichten eines Ersatzbataillons ist nicht gering; die Zahlen, Angaben smeister in Gießen, mit Karoline Deutschle in Egelstal, Gemeinde unterordnet. Selten hat ein Organ der öffentlichen Meinun x mpa und Daten bedürfen genauer Nachprüfung— und so kann] Mühlen am Neckar.— Wilhelm Karl Beimborn, Schmied, mit] so radikal seine Ansichten verleugnet, wie es heute die„Sta pa“ man sich denken, daß der Geschäftsgang nicht mit der Berta Klappert, beide in Gießen. N tut, indem sie schreibt: Mögen die Ereignifse, welche heranreifen, lmäßigkeit eines gutgeordneten kaufmännischen Betrie⸗ Geborene: Mai 7. Dem prakr. Arzt Joseph Martin einen unserer Gründe nach dem anderen zerstören, mögen die i Ber 5 Hubert Alfons Euteneuer ein Sohn, Franz Eugen.— 9. Dem bepseisen, daß alle unsere Berechnungen Irrtümer waren, daß vor ge kann. Daß Wochen über der Zusammen— n 8 g 8 F„ 9 1 i. ellung no digen Listen auf dem Bataillonsbureau] Apotheker Hans Erich Eckerlin in Fulda ein Sohn, Ludwig Richard 111 Standpunkt verfehlt, daß zunsere Arbeit nur ein einzigen 1 gehen i i ändi 0 2 in eine T 8 daria] Zrcunt ei f ehirns und eines furchtff 1 J%S%%SS%%%ù schwierigen Verhältnissen bei allem guten Willen nicht zu eine Tochter— 13. Dem Maurer Heinrich Nuhn eine Tochter Die Freude der Franzosen über ihren neuen Bundesgenossen. 5 vermeiden. Erst wenn das Einquartierungsamt die Unter— Johannette Katharine.— 14. Dem Buchhalter Gustav Frank Genf, 22. Mai. Nach hier vorliegenden Privatmel lagen vom Bataillon erhält, kann zur Auszahlung der Gel- eine Tochter, Agnes Auguste Frieda.— Dem Mechaniker Heinrich dungen kennt die Freude der französischen Presse über 4 der geschritten werden. Ludwig Bepler eine Tochter, Gertrude Minna Käthchen Ella.— den Entschluß Italiens keine Grenzen. Niemand zwei⸗ Aehnlich wie im Vorstehenden geschildert, ist es im Dem Reserve Lokomotivführer Hermann Übrig eine Tochter.— felt mehr, daß es mit Italiens Hilfe gelingen wird, Deutschy/ Jebruar in Gießen gegangen. Die ergütungen konn-] 16. Dem Schlosser Johannes Heller eine Tochter, Maria Clisabeth. land und seine Verbündeten niederzuringen ten bisher nicht ausgezahlt werden, weil eben das Ein-]. Dem Bergmann 2 8 2 ein Sohn, 5 lisch Prese ab 15.* bruch J a 3 a 1 8* iedrich Wilhelm— 17. Dem Fabrilarbeiter einrich Schnei⸗ Die englische Presse über Italiens Treu ruch. 5 quartierungsumt noch nicht in den Besitz der Listen ge- Fried 5 0 e 38 lommen war. Man hat nun in der letzten Woche vielfach der 555 14. Wichelm Hüsch, 2 Jahre alt.. Lugano, 22. Mai. Auch die englische Presse begrüßt* das Ersuchen an uns gerichtet diesem„Mißstande“ 5 e: G sch, 7 Jahre alt, die Entscheidung Italiens mit Jubel und rühmt den ideellen 1 9„ m„Mi 1 unsere Hillebrandstraße 2.— 19. Karl Pfeil, Schreiner, 30 Jahre alt, des italienischen Volles„Daily C iele“ schreibt⸗ Aufmerksamkeit zuzuwenden; das Einquartierungsamt ar-] Kaiser⸗Allee 34.— 20 Hilmar Otto Albach, 6, Monate alt, Sinn des italienischen Vo es.„Daily Chronicle“ f dei 4 beite mit einer sträflichen Langsamkeit. Man wird aus dem] Bahnwärterhaus 3(Gemarkung Schiffenberg).— Heinrich Müller, auch Italien wolle im Kampfe der Zibilisalion gegen 1 Gesagten entnehmen, daß die Schuld keineswegs in einer[Schreiner, 53 Jahre alt, Licher Straße 74.— Ottilie Margarete schlimmste Barbarei seinen Anteil haben. Der Daily Tele⸗ 5 Verschleppung bei den zuständigen Stellen, sondern in der] Stto, 19 Jahre alt, Klinikstraße 21. graph“ versichert Italien, daß England seinen Verbündeten 159 * Schwierigteit der Verhältnisse liegt. Wie wir mitteilen Im Felde geßallen: September 22. Wilhelm Müsch, an der Adria, im Mittelmeer und in Kleinasien bereitwillig können, hat das Amt die Unterlagen in den allerletzten] Schneider, Kanonier, 23 Jahre alt, Ebelstraße 16.— Februar 1.[unterstützen werde, kämpfe doch auch Italien heute für die 5 2 1 Peter ph Marx, Kaufmann, Musketier, 23 Jahre alt, Ludwig⸗ heifit So d nel dem Kreuzz für Wahrheit Tagen erhalten. In der weiten Juniwoche wer⸗ Josevb MN Kauf 7 1 e ee* heilige Sache und nehme an dem! reuzzug für Wahrhei . f ee 8 i straße 31.— 7. Oskar Klein, Koch, Kriegsfreiwilliger, 18 Jahre echtigteit teil.„Dailn Nems“ 5 8 den die Gelder voraussichtlich zur Auszahlung kommen. 8 59.— N 3.13. Heinrich Wilhelm Liebrich, und Gerechtigkeit teil„Daily News“ bewundert das Schau⸗ Die Schwierigkeiten werden nicht kleiner dadurch, daß die Heilgehilfe ErsatzReservist, 30 Jahre alt, Licher Straße 19.—spiel von hoher Schönheit, das Italien heute der Welt durch Hane Arbeit der Quartiervermittlung nebst derjenigen der Mat 18. Larl Hemel 2 8 Leutnant, 19 Jahre alt, seinen Entschluß biete. 0 interstützungsregelung zu dem gewöhnlichen Dienst einer] Ludwigstraße 44. Die Schweiz und der Krieg. l einzigen Stelle getreten ist, und daß Hilfskräfte in den 3 5 i Köln 22. Mai. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der schweize⸗ gegenwärtigen Verhältnissen nicht zu bekommen sind. Amtlicher Wetterbericht. rischen Grenze: Den„Baseler Nachrichten“ zufolge haben sämt⸗ 0 übrigen liegen die Dinge in Gießen, was die Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. liche kriegführenden Mächte der Schweiz erneut beruhigende Quartiergelder anlangt, im Vergleich mit anderen Orten]. Das nördliche Hochdruckgebiet hat sich über Skandinavien ver⸗ Erklärungen hinsichtlich der Wahrung ihrer Neu ralität sehr günstig. Gießen zahlt Dank dem Eingreifen der Stadt fstärkt und seinen Einfluß weiter südlich nach Deutschland hin aus- und Integrität abgegeben. Neue Mobilmachungsmaßnahmen mut die höchsten Sätze und übt damit eine wohlverstan⸗] edegnt, so daß wir mit heiterem Weiler zu rechnen haben. in der Schweiz seien nicht goplant. Jg;. N 8 Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 23. Mat 1915: 5 8. 5 e e—.—.————— e ist, beweist die Tatsache, daß stets genügend Namen frei- e n lden Sen;. Aae ecllarte 87 f williger Quartiergeber vorhanden sind. Vergleichshalber sei Letzte Nachrichten. Ophelia“ als regelre chte Prise mit der Begründung, angeführt, daß z. B. in Mainz pro Tag nur 1,50 Mk. ver⸗ sie sei als Lazarettschiff nicht eingerichtet und verwandt worden, — 4 25 5 5 55 eee direkt verfügt WTB. Wien, 22. Mai.(Nichtamtlich.) Die Regierung habe aber militärische Verwendung gefunden. 1 wird. Die Auszahlung der Quartiergelder für die 2200 in hat die Mitteilung Italiens, daß es den Dreibundvertrag i re Gießen liegenden Landstürmer regelt sich längst ohne als aufgehoben betrachtet, mit einer Note beantwortet. die[ Der Zweibund;? 1. Sale e Schwierigkeit—5 durchweg 5 uf tedenheit aller in Be. gestern nachmittag dem italienischen Botschafter übergeben f seise, ollie ku keinem Jauss seplen. Er leister dle beiten Dienste tracht kommenden Personen. Wenn demgegenüber einmal worden ist. Die Note schließt: Die K. u. K. Regie⸗[beim Haus putz und bei der Groß wäsche. Verbürgt rein die Erstattung der Kosten für vorübergehende Ein EC N 3 a 88 INE STTLE man die Entschuldigung in den eingangs aufgeführten Grün Lehre volle Handlungssreiheit wieder erlangen zu wollen und quartierung etwas länger auf sich warten läßt, so sache] rung vermag die Erklarung der italienischen Regierung. den. Millionen bringen ganz andere Spfer, als sie in dem ihren Bündnisvertrag mit Oesterreich-⸗Ungarn als nichtig und g Warten auf eine kleine wenn auch mitunter bitter nötige] fortau wirkunglos zu betrachten, nicht zur Kenntuis zu neh⸗ herahrte Wahrung Geldsumme besteht, und murren nicht. Beiläufig sei noch! men, da eine Jöolche Erklärung im entschiedenen Wider— Für kinder und Kranke reh L ECI FERRI! 7 Leben selixir von unzähligen Aerzten empfohlen bei g Grati 8 Flasch en 1 + 20 00 8* chwäche-Zuständen, Blutarmut, Bleichsucht, Ernährungs-Störung werden versandt von Galenus, Chem. Industrie, G. m b. H, men ErSchõpfenden Krankheiten, n die verlorenen Kräfte rasch zu heben. Franuurt a. M., Alaimserlnde, 218 gegen Einsendung von 30 Pfennig II F ERRI N befördert Appetit und Verdauung.— Sehr angenehm zu nehmen. in Briefmarken für Verpackung usw. in Versuch macht LECIFEREIN stets zum Flausmittel.— Original- Flaschen Mark 3.— in Apotheken. 25 3 . 8* Marburg, 21. Mal. Für die Kaiser-⸗Wilhelm⸗ unter der Bevölkerung. Jeder Fremde wird als deutscher Spion 4 erlassen: „Ein gewaltiger Krieg ist über Deutschland hereingebrochen. Brust dem Feinde dar. st es, für die Hinterbliebenen der Tapferen zu hier in erster Linie zu helfen, aber den durch freie Liebesgaben, als Dantopfer von der ssen den Helden dargebracht, die in der Verteidigung Schutze unser Aller ihr Leben dahingegeben haben.“ Männer bieten ihre zurückkehren. komitee gebildet. Land zu An alle Männer und Frauen in d herzlichste Bitte, nach Kräften zu der schnell! Auch die kleinste Gabe ist willkommen! Es werden auch Staatspapiere und Obligationen entgegengenommen. Zahlstellen in der Stadt Gießen: Zimmer Nr. 15. Niederlassung Gießen, Johannesstraße 1. Gebt Sta Bant für Handel und Industrie, Mitteldeutsche Creditbant, Filiale Gießen, Johannesstraße 17. Bankgeschäft Jakob Grünewald, Bahnhofstraße 50. Bantgeschäft Baruch Strauß Nachfolger, Alicestraße 2. Bezirtsspartasse Gießen, Johannesstraße 5. Gießen, den 10. Mai 1915. Der Oberbürgermeister. Keller. ute kommen. dthaus, Gartenstraße unsere Pflicht i sorgen. Aufgabe des Reiche diese Hilfe muß ergänzt wer Gesamtheit unserer Volksgeno des Deutschen Vaterlandes zum Im Anschluß an diesen Aufruf Die in Hessen gespendeten 2 2. s ist es zwar, f geß f% Pig. um ca. 30% der hat sich im Großherzogtum Hessen ein Landes⸗ wirksamen Stosse verstärkt Beträge werden in erster Linie unserem M. 1.—. 3. b. i. d. Engel u. er Stadt Gießen ergeht die Aufruf. mit Ausbruch des Krieges hat ein Reichstomitee in Berlin folgenden Aufruf 3 rfid Mete Flechten und Mitesser wird j Obermeyer's Herba⸗Seise empfohlen. Zeugnis: „Ibre Herba Seife hahe ich mit Erfolg angewandt gegen Flechten, Muesser und kann Ibnen für dieses vor⸗ zügliche Mittel meinen besten Dank aussprechen.“ Freund, Hamb. Obermeyer's Medi⸗ zinal Herba ⸗Seise 1 Sic. Millionen deutscher Viele von ihnen werden nicht Dirsch-Avotheke u. in den Drog. O. Schaaf, W. Kil⸗ binger, E. Karn, A. Noll, W. Schrader, K. Seibel, E. Noll, O. Winterhoff u. t. Nationalstiftung beizutragen. Obstsäft nur noch AI. 5.— 1 Postkolli 4148 B Untmann, Hepnenhelm Nheinh. d. Parfümerien. 20h 6 Nuaturreine Erdbeer Himbeer Kirsch Litrone Johannisbeer Apfel Trauben usw. Reformhaus. Spargel 14063 10 Pfd. franko u. Nachn. Holl. . Dr. W. Gundel und Frau Johanna Gundel geb. Zimmermann zeigen die Geburt ihr r Tochter ELSA an Oiegen(Roonstraße), am 21. Mai 1915 10 4³⁰ U Karl Dietz Else Messe Gießen Vermählte Giessen Buchschlag 2. Mai 1915 4 — 0²7⁰⁸ Lina Renner Josef Görres Verlobte Pfingsten 1915 Co bern Giessen Lydia Oettinger Karl Wacker Verlobte Pfingsten 1915 —2+¹2 theaters in Licht-Spiel- Haus Smielplan vom 22. bis Inkl. 25. Mal 1915: Das hervorragendste Kriegeschauspiel der Gegenvart Die Heldin aus den Vogesen Gewaltiges Drama in 3 Akten, nach wahren Be- gebenheiten bearbeitet von E Hauptrollen die ersten Schauspieler des Königl. Hof- München. mil Herold, in den Schauplatz der Handlung: Der kleine Grenzort Schirmeek in den Vogesen. Niemals anzutreffen, usteptel in 1 Abt. Die neuesten Kriegsberichte. Für die Ehre, ergreitendes Gesellschattsdrama. Kiekebusch kauft Rennpferde, bose 4 MiIltar v. Feldwebel abwärts zahlt werktags dle Halfte. Einladung zum Jahresfest Neat zl Aknöburg bei Lich Rettungshauses am Pfingstdienstag, den 25. Mai, nachmitt. 2 Uhr. Festredner: Herr Generalsuperintendent Dettmer in g, Kassel.— Herr Pfarrer D. Oehlkers von Hannover. Für die Gäste steht in der Anstalt Kaffee bereit, doch bitten wir Brot mitzubringen. Der Vorstand. Café Ernst Ludwig Sonntag Künstler-Konzeft einem Teil des Gießener Orchesters 899. 4430 Ausgeführt xon Direktion: Hermann Weller Oberhessische Viehverstherungs⸗Ausalt. Mitglieder⸗Versammlung Samstag, den 29. Mai 1915, nachm. 3½ Uhr, im Gasthause zum Solmser Hof in Hungen. Tagesordnung: Vorlage der Rechnung pro 1914— Entlastung des Vorstandes— Vorstandswahl— Besprechung von Vereinsangelegenheiten. Nidda, den 20. Mai 1915. 44830 Der Vorstand. (Aas Fritz Schulz jun. A.-G., Leipzig Im 12 07 hampoonieren (Kopfwaschen) mit dem neuesten elektrischen Warmluft Trockenapparat empfiehlt sich Hermann Plank Mye. Spezial Damen: Frisier⸗ und Haar⸗Geschäft Kaplanusgasse 2. Einkoch- Apparate System Rex, Weck, Bade- Duplex, Ullrich usw. sowie la. Konserven- Gläser 41 8a berühmter Fabrikate em- ptiehlt zu billigsten Preisen Edgar Borrmann Giesen Telephon 165 Eisenwaren, Haus- und Küchengeräte Handlung. Zöpfe Haaruntexlag., Lockendreher sow. alle sonst. Oaaxarbesten werden schön und dauerhaft angefertigt in dem Spez. Damen-Frisier- und Haar-Geschätt Hermann Plank Ww. 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