FErses Vlatt „ außer N tagen: wöchentlich 5 ont nn bterma K Fee die Schristleitung 12 Geschästsstelled! Adresse für Drahtnach- kichlene Angel * 5 — vormittags 9 Uhr. n Hauptquartier, 19. Mai.(WTB. Destlicher Kriegsschauplatz. , Nördlich von Ppern nehmen die Kämpfe auf dem öst⸗ lichen Kanalufer einen für uns günstigen Verlauf. Südlich von Neuve Chapelle setzten die Engländer nach starkem Artilleriefeuer an einzelnen Stellen zu neuen An— brifsen an; sie wurden überall abgewiesen. Auf der Lo rettohdhe nahmen wir einige feindliche Grüben und er beuten dabei zwei Maschinengewehre. Ein starker französi⸗ scher Angriff gegen den Südteil von Neuville brach un⸗ ter schwersten Verlusten fuͤr den Feind in unserem Feuer Amt N ief 5 riesterwald versuchten die Franzosen um Mitternacht vorzubrechen, wurden aber durch unser Artil— leriefeuer. estlicher Kriegsschauplatz. Auf der Linie Shagori⸗Frauenburg sind gestern stürtere feindliche Kräfte aufgetreten. Westlich und süͤdlich des Niemen dauern die Kämpfe weiter an. Südöstlicher Kriegsschauplatz. 5 Die Russen versuchten gestern das weitere Vorschrei— ten unserer über den San nördlich Przemyfl vorgedrun⸗ genen 2 durch Gegenangriff aufzuhalten. Alle diese Angrif fe scheiterten unter schweren Verlusten für den Feind Eine aus Hannoveranern und Sldenburgern be⸗ stehende Divison hat in den letzten beiden Tagen bei den Kämpfen um den Sanübergang 7000 Gefangene ge⸗ macht, sowie vier Geschütze und 28 Maschinen⸗ gewehre erbeutet. Zwischen Pilica und oberer Weich sel, sowie südöstlich Przemysl werden die Kämpfe fortgesetzt. g .„ Oberste Heeresleitung. 0* J* Man weiß es seit einiger geit, daß die Stimmung in England keineswegs einheitlich ist, daß vielmehr in den Zei⸗ tungen zahlreiche Betrachtungen veröffentlicht worden sind, die nicht im rosigen Lichte die Lage malten und häufig auf ndfeste Kritik der eigenen Regierungsmaßnahmen hin⸗ 'esen. Namentlich Churchill, der erste Lord der Admira⸗ lität, hat in vielen Kreisen sich mißliebig gemacht; es sind nicht nur die dauernden Beweise der britischen Ohnmacht zur See, die englische Gemüter gegen diesen Herrn auf— reizen, sondern auch sein persönlich anmaßendes Auftreten, seine ramarbasierenden Reden, die allzusehr im Gegensatz zu den englischen Mißerfolgen stehen, haben verstimmend gewirkt. Das Kabinett Asquith sieht schwarze Wolken am Horizont heranziehen. Die Deutschen haben sich als viel stär— ler erwiesen, als man ahnte, und es gilt nun heute, wenig- stens nach außen hin, den schlechten Eindruck zu vermeiden und zu beseitigen, als herrsche im eigenen Lager Uneinigkeit. S will Herr Asquith sein Kabinett vervollständigen, oder reparieren, wie man es nennen will, indem einige kon— . neben den bisherigen liberalen die eschäfte leiten helfen sollen. Das wäre also ein „nationales Ministerium“, das in der Kriegsgeschichte eine gewisse Rolle spielt und immer ein Gradmesser dafür gewesen ist, daß in dem Lande, das in krie⸗ — erischer Zeit zu einem solchen en mußte, getäuschte Hoffnungen und Gefahren um⸗ gingen. Noch weiß man nicht in vollem Umfange, was in London bevorsteht; man ist ängstlich darauf bedacht, die Aenderung so einzuleiten, daß keine Schmerzenslaute nach außen dringen. Man spricht davon, die Regierung wolle eine Art beschränkter Wehrpflicht einführen. Auch dies würde Zeugnis davon ablegen, daß die bisherigen Erwartungen trogen haben und Kitcheners System unzulänglich ist. es auch den englischen Spitzen gelingen sollte, nach außen hin Unstimmigkeiten zu unterdrücken, so werden die Nachteile der Buntscheckigkeit englischer Kampfmittel und Helfer wie bisher fortdauern. Das Fehlen einer Einheitlich⸗ keit in der Strategie unserer Feinde ist wohl der größte Rechenfehler in den Plänen der englischen Kriegshetzer. Stellt man Deutschlands und seiner Bundesgenossen treue Waffenbrüderlichkeit daneben, so überkommt uns, auch wenn Italien sich zu unseren Feinden gesellen sollte, ein Gefühl des Trostes und der Zuversicht. * 9* Rücktritt des englischen Kabinetts? Köln, 19. Mai. Der„Köln. Ztg.“ zufolge meldet die „Pall Mall Gazette“ heute mittag: Der erste Seelord Fisher ist zurückgetreten. Das Kabinett ist eben- falls zurückgetreten. Die Biloung eines neuen Kva— litionskabinetts von Liberalen und Unionisten steht bevor. London, 19. Mai.(Meldung des Reuterschen Bureaus.) Im Parlament gehen hartnäckig Gerüchte um, daß die Bildung eines Koalitionsministeriums bevorstehe. Drei unio⸗ nistische Führer haben heute mit Asquith verhandelt. Es ver— lautet, daß Balfour, Bonar Law, Chamberlain, F. E. Smith und Lord Derby in das Kabinett eintreten werden und Haldane, Beau⸗ champ, Lucas und Harcourt zurücktreten würden. Ferner ver⸗ lautet, daß der erste Seelord Fisher zurücktreten und Churchill das Amt des ersten Lords der Admiralität niederlegen, aber im Kabinett bleiben werde. Als Nachfolger Churchills wird Balfour genannt. London, 20. Mai.(WiS. Nichtamtlich.) Bonar Law hat in der Guildhall eine Rede gehalten, in der er sagte, es liefen Gerüchte über politische Veränderungen und Kombi— nationen um. Solche Kombinationen wären zwecklos, ja mehr als 4 zwedlos, außer, wenn sie zum Zusammenschluß der ganzen Nation 4 Wechsel sich entschlie— 2 R 9 105. Jahrgang General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruderei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. .* 5* Donnerstag, 20. Mal 1015 Bezugspreis: monatl. 75 P., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pi.; durch die Post Mk. 2.— viertel- jährl. ausschl. Vestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Uf, ausw. 20 Pi.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz: für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Eine Umbildung des englischen Kabinetts. 7 deren Organisationen zum Zweck der Beendigung des Krieges führten. Berlin, 20. Mai, Wie verschiedenen Morgenblättern auf Umwegen aus London berichtet wird, beabsichtigt die dortige Regierung die Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes, wonach England eine be schränkte Wehrpflicht ein⸗ führt, durch die nur je ein Sohn jeder Familie wehrdienst⸗ pflichtig werde. Es sei vorläufig die Einziehung der Alters- stufe von 18 bis 32 Jahren beabsichtigt. Dadurch würde England ein Heer von 400000 bis 500000 Mann erhalten. Berlin, 20. Mai. Zu der Krise im Kabinett As⸗ guitb heißt es in der„Vossischen Zeitung“: Zu Beginn des Krieges hätte die Bildung eines unionistisch-liberalen Kabinetts als ein Zeichen für Stärke und Entschlossenheit gedeutet werden können. Im gegenwärtigen Augenblick wirkt sie wie die Hissung der Notflagge auf einem in stürmischer See treibenden Schiffe. Das demütigende Bewußtsein von der Ohnmacht der englischen Seestreitkraft habe die Unzufriedenheit der Englän— der gegen Churchill gestärkt. Auf seine Rechnung seien teilweise auch die Schwierigkeiten in der englischen Munitions- versorgung zu setzen. Die Entrüstung gegen ihn habe einen hohen Grad erreicht. Der Untergang der„Lusitania“ besiegelte sein Schicksal. Die Kritik der„Times“. London, 19. Mai.(WTB Nichtamtlich.) Der Parlaments⸗ korrespondent der„Times“ schreibt: Man erfährt, daß Lord Fisher an den letzten beiden Tagen die Admiralität nicht besucht hat. Dies in Verbindung mit einer längeren Unterredung. Chur⸗ chills mit Asquith am Samstag hat vielerlei Gerüchte veranlaßt und in den politischen Kreisen herrscht große Bewegung.— Die „Times“ schreibt hierzu in einem Leitartikel: Die obige Mit⸗ teilung bestätigt den im Volke herrschenden Eindruck, daß die Re⸗ gierung einen ruhelosen Uebergangszustand erreicht hat. Die Nation ieht besorgt auf jedem Kriegsschauplatz den Kampf heftiger, viel⸗ eicht unentschiedener werden und hört von gewaltigen Verlusten sowohl in Frankreich als auch an den Dardanellen. Das Blatt kritisiert Churchills eigenmächti eit in der Admiralität und wünscht, daß Lord Fi N 88. ** Der Fortgang der Operationen in Galizien. Berlin, 19. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) A is dem Großen Haaptquartier erhalten wir über den Fortgang der Operationen in Galizien folgendes Tele- gramm: Nachdem Fürst Radto Dimitriew, der ge— schlagene russische Heerführer, in der Durchbruchsschlacht und während der anschließenden Verfolgung durch die Ver— bündeten bis zum 12. Mai 140000 Gefangene, gegen 100 Geschütze und 300 Maschinengewehre eingebüßt hatte, be— fahl er den Rückzug an den unteren San, der von Prze⸗ mysl bis zur Mündung gehalten und aktiv verteidigt wer— den sollte. Hierzu hatte sich die Armee, wie gefangens Offiziere aussagen, auf dem westlichen Flußufer aufzu⸗ stellen und es bis zum äußersten zu halten. Ausdrücklich soll in dem Armeebefehl auf ein angriffsweises Vorgehen gegen den Feind hingewiesen sein. Theoretisch war eine solche Verteidigungsweise wohl möglich, nachdem die Russen wäh— rend der vergangenen Monate im Weichsel- und San-Bogen bei Sieniawa, dann bei Jaroslau und Radymno große, stark ausgebaute Brückenköpfe auf dem westlichen Flußufer angelegt hatten. Die Ausführung des Befehls sollte aber praltisch sich als unausführbar erweisen. Die Truppe war durch die erlittene Niederlage und den Rückzug so schwer erschüttert und durcheinander geraten, daß nur eine passive Verteidigung der Sanlinie möglich war, fanden doch unsere gegen den San vorrückenden Trup— pen unter den Gefangenen immer wieder Versprengte aus allen möglichen Verbänden der russischen Front und be— richteten diese Gefangenen doch übereinstimmend, daß die russischen Führer bestrebt gewesen seien, die durcheinander gekommenen Verbände neu zu formieren ohne Rücksicht auf die Rangierung nach der früheren Regimentszuge— hörigkeit. Von den verschiedensten Kriegsschauplätzen wurden die entbehrlich scheinenden Teile herangezogen, und mit der Bahn an den unteren San gebracht, so daß sich an dieser Flußlinie den Verfolgern nicht weniger als 23 verschie— dene Infanteriedivisionen entgegenstellen sollten. Radko Dimitriew mußte aber wohl inzwischen das Vertrauen in die Widerstandskraft eines großen Teils seiner bei Gorlice und Tarnow beteiligt gewesenen Truppen ver— loren haben und die am schwersten erschütterten Verbände weit hinter den San zurückgenommen haben, denn unsere Flieger meldeten am 12. und 13. Mai den Rückmarsch langer russischer Kolonnen vom unteren San nach Osten und Nordosten. Es blieb demnach im wesentlichen die Aufgabe der neuangekommenen, rstärkungen, den San zu halten, besonders den Brückenkopf von Jaroslqu, auf dessen Behauptung der russische Armeeführer viel Wert zu legen schien. Am 14. Mat begannen die Verbündeten, die Przemysl von Süden her abgeschlossen hatten und längs der ganzen Sanlinie bis nahe an den Fluß und dessen Brückenköpfe herangerückt waren, mit dem Angriff auf Jaroslau. Der Feind hatte die Höhen westlich der Stadt zu einer Art Festung ausgebaut. Von langer Hand vorbereitet zogen sich hier die Schützengräben in einem weiter nach Westen gerichteten Bogen vom Flusse durch die westlichen Vorstädte nach dem Meierhof und Schlosse des Grafen von Schimienski und durch den Park zur Jupajowlahöhe, die mit dem Schloß und Meierhof den Schlüsselpunkt der Stel- lung bildete. Den Regimentern der preußischen Garde und dem sechsten österreichisch-ungarischen Armeekorps war es vorbehalten, sich in den Besitz von Stadt und Brücken⸗ kopf Jaroslau zu setzen. Die russischen Verteidiger bestanden aus der 62. Division, zu deren Unterstützung Teile der 41. und 45. Division beschleunigt herangeführt wurden, welche die dortigen Befestigungsanlagen besetzten und durch die Neuanlage von Drahthindernissen in aller Eile noch weiter zu verstärken suchten. In zweitägigem Kampfe ent⸗ riß die Garde dem Feinde Jaros lau und warf ihn hinter den Fluß zurück; die Regimenter„Elisabeth“ und „Alexander“ erstürmten, untermischt mit österreichisch-unga⸗ rischen Truppen, im Nachtangriff den Meierhof und das Schloß samt Park, dessen uralte Bäume von den Granaten gleich Streichhölzern geknickt, während die umfangreichen Schloßbauten in Schutt und Asche gelegt wurden.— Das österreichische Linienregiment Nr. 56 und Honved entrissen dem Feinde den Gipfel der Jupajowka-Höhe. Bei diesen Kämpfen fielen etwa 4000 un verwundete Russen in Gefangenschaft, einzelne Regimenter, wie z. B. das 247., wurden so gut wie aufgerieben und bestehen nicht mehr. D Am Abend des 15. Mai war Jaroslau und der ganze Brückenkopf in der Hand der Verbündeten. Die geräumige Stadt mit den alten polnischen Renaissancebauten und der prächtigen neuen in byzantinischem Stile gehaltenen Kirche war erhalten geblieben. Die Russen brannten die Brücken hinter sich ab, nachdem sie auch die Bahnhofsanla⸗ gen den Flammen übergeben hatten. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 19. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauthart, den 19. Mai 1915, mittags. Die auf das ö st⸗ liche San⸗ Ufer vorgedrungenen verbündeten Truppen warfen gestern starte russische Kräfte, die sich nordöstlich Jaroslau neuerdings gestellt hatten, bis über die Luba⸗ c(zomwla zurück. Sieniawa wurde erobert, der Uebergang über den San auch dort erzwungen, hierbei 7000 Gefangene gemacht, acht Geschütze erbeutet. In den Morgenstunden versuchte feindliche Gegenangriffe wurden blutig zurückgeschlagen. Die Kämpfe am oberen Dujestr und in der Gegend von Str j dauern fort. nüsere Angriffskolonnen er st ür m⸗ ten nördlich Sambor mehrere Höhenstellungen der .— und eroberten vom Feinde hartnäckig verteidigte Ort⸗ schaften. An der Pruthlinie hat sich nichts Wesentliches er⸗ eignet. In Ru ssisch⸗Polen wird Kielce gekämpft. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 19. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Von dem Armeeober⸗ kommando wird mitgeteilt: Am 16. Mai erschien in Rußland eine amtliche Darstellung der jüngsten Ereignisse, die sich am äußersten Flügel der Schlachtfront zwischen Dujestr und Pruth abgespielt haben. In schwatzhafter Uebertreibung der gegen den großen Sieg in West- und Mittelgalizien ganz unbedeu⸗ tenden Erfolge in diesem Flügelabschnitt benutzt diese Darstellung nicht nur die vergangenen Kämpfe, sondern hat auch, was gewiß für die amtlichen Veröffentlichungen gänzlich neu ist, Zukünftiges zur Ausschmückung und zum Ausputz des ganzen phantasievollen Be⸗ richtes verwandt, So wird hauptsächlich mit Annahmen und Er⸗ folgen, die angeblich zu erwarten seien, gearbeitet und das tatsächlich Erreichte, das für eine schwungvolle Schilderung zu wenig Material liefert, geräuschvoll ausposaunt. Aus unseren offiziellen Metteilun⸗ gen ist jedermann bekannt, daß wir unsere Streitkräfte am süd⸗ östlichen Flügel der Schlachtfront vom Dniestr an den Pruth zurück⸗ genommen haben und daß unsere Truppen Zäleszezyki, das sie vor⸗ her eroberten, geräumt haben. Die in der russischen Darstellung ausposaunte Niederlage würde dann wohl selbst kaum— wie es in dem Bericht heißt— die von den Verbündeten erreichten Erfolge in Westgalizien zunichte machen, wenn sie wahr wäre. Der Zar an der Front. Petersburg, 19 Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Jar ist an der Front eingetroffen. Der russische Bericht. Petersburg, 18. Mai.(tr. Frlft.) Die Petersburger Telegraphen-Agentur meldet: Es ist nunmehr erkannt, daß der Umfang des Debacle der Oesterreicher in der Bukowina so groß ist, daß er ihre Erfolge in Westgalizien zunichte macht. Laut nach⸗ träglicher Erkundigung ist das ganze, zwischen dem Dnjestr und Pruth gelegene Gebiet in unserer Macht. Die Eroberung ist einer⸗ seits das Ergebnis unseres glänzenden Sieges, andererseits die Folge der schrecklichen Niederlage der österreichischen Armee, die vollständig geschlagen, in Unordnung sich flüchtete, indem sie uns 20000 Gefangene und eine wichtige Stellung überließ, die 140 Werst lang, mächtig hergerichtet ist und für deren Verteidigung der Feind enorme Anstrengungen an Geld und Leben gemacht hatte. Alles drängt zu der Annahme, daß als Ergebnis dieses Erfolges Czernowitz bereits in unseren Händen ist und daß die Reste der österreichischen Armee, die gegen den Pruth flieht, in⸗ folge der energischen Aktion unserer Kavallerie einem unentrinn⸗ baren Verhängnis geweiht sind. Unsere Kavallerie stürzt sich in zwei Divisionen auf die im Rückzug begriffenen feindlichen Massen, treibt sie auseinander und vermehrt unaufhörlich die Zahl un⸗ serer Trophäen. Diese Erfolge, die sich für uns so günstig dar⸗ stellen, dauern noch an. In diesem Augenblick hat einzig ein Eisenbahnknotenpunkt in der Bukowina uns aufgehalten, woselbst der Feind Verstär⸗ kungen empfängt und alle seine Hilfsquellen in Anspruch ge⸗ nommen hat. Diese Erbitterung des Feindes ist naturlich, da Kolomea der einzige Eisenbahnknotenpunkt ist, der die Buko⸗ wina mit Siebenbürgen und den übrigen Gegenden Oesterreich⸗ Ungarns verbindet. Tir in dieser Richtung bevorstehenden Nieder⸗ lagen werden jede Möglichkeit eines Widerstandes des Feindes in der Bukowina mit einem Schlage verhindern. 1* 2 * * im Berglande von Der Seekrieg. Rotterdam, 19. Mai.(WT B. Nichtamtlich)) Dem Rotterdamschen Courant“ wird aus Ymuiden gemeldet: Der Kutter„Maria“ ist am 11. Mai abends 30 Meilen nordwest⸗ 25 lich von Yuruiden dem deutschen Luftschiff„L. 9“ be⸗ gegnet, das ungefähr eine halbe Stunde lang sehr tief über der 5„Maria“ schwebde, offenbar weil es glaubte, daß sie ein englisches a. sei. Hierauf flog es in westlicher Richtung weiter und 8 verschwand. 5 London, 19. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des a Reuterschen Burequs. Der Dampfer„Drumceree“, der gestern .— hatte, ist torpediert worden. Die Besatzung wurde gerettet. Ein Seekampf bei Liban. Berlin, 19. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) In russischen Meldungen vom 15. Mai wird behauptet, daß eines der in der Ostsee befindlichen englischen Unterseeboote am 10. Mai in der Nähe von Libau einen deutschen, von Kriegsschiffen begleiteten Transportdampfer durch einen Torpedoschuß versenkt habe. Wie wir von unterrichteter Stelle erfahren, trifft es zu, daß am 10. Mai ein Hilfsschiff der Kaiserlichen Marine, aber kein Transportdampfer bei Libau von einem feindlichen Unterseeboot angegriffen wurde; die abgefeuerten Torpedos verfehlten jedoch das Ziel. Einer ging in den Grund und gelangte auf dem Grunde zur Explosion, ohne irgendwelchen Schaden anzurichten. *** . Der amtliche französische Bericht. Paris, 18. Mai.(Ctr. Frkft.) Die amtlichen Mitteilungen e Aus dent md k N von uns gestern 1 vor⸗ stern eroberten Gelände westlich des Pferkanals haben die chen„ungefähr“ 2000 Tote und eine große Zahl Gewehre * zurückgelassen. Im Laufe der gestrigen Aktionen haben wir von neuem einige Gefangene gemacht. Oestlich des Kanals haben wir die kürzlich von uns en Stellungen befestigt. Während der Nacht haben die Lenschen nach einer Beschießung und einem 9 einen besonders heftigen Gegenangriff versucht. 3 Sie wurden zurückgewiesen. In der Gegend nördlich von Notre 5 Dame de Lorette auf der Struße von Air-Noulette nach Souchez haben wir durch unser Feuer feindliche Gegenangriffe 0 latt aufgehalten. Unsererseits haben wir durch ein nächtliches J— Häusergruppen beim Friedhof von Ablain genommen. 5 Auf der Front nördlich von Arras dauert der Artilleriekampf Tag uud Nackt fert. Die Deutschen werfen sich besonders eifrig F . schicken, das Sprichwort in ihr Gedächtnis rufen: Jeder kehre vor seiner Tür, Eine Regierung, die duldet, daß in ihrer Haupt⸗ stadt, vor den Augen der Polizei, der wilde Mob Hunderte wehr⸗ loser Deutscher beraubt und plündert, eine Regierung, die die Kon⸗ zentrationslager in Südafrika mit ihren Schrecknissen gegen Frauen und Kinder auf dem Gewissen hat, sollte nicht andere bezich⸗ tigen und vermeiden, sich zum Anwalt eines Volkes zu machen, dessen Unglück sie größtenteils verschuldet hat. Sie sollte auf die eigene Geschichte zurückblicken und— schweigen. E Die Kämpfe in den Dardanellen. Konstoantinopel, 19. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Dus Hauptquartier teilt mit: An der Dardanel⸗ lenfront hat auch gestern keine Aktion zu Lande stattge⸗ funden. Auf dem Meere dagegen zwangen unsere an dem Ufer versteckt angelegten Batterien am 17. Mai das engli⸗ sche Flaggschiff„Defence“, seinen Ankerplatz zu verlassen und sein Feuer gegen unsere Landbatterien einzustellen. Am 18. Mai vormittags beschossen die französischen Linienschiffe „Charles Martell“ und„Henry IV.“ mit Torpedobootszer⸗ störern unsere Infanteriestellungen auf dem rumelischen Abschnitt, zogen sich aber vor dem Feuer unserer Batterien auf dem asiatischen Ufer zurück. Am Nachmittag machten die englischen Linienschiffe„Implacable“ und„Lord Nelson“ einen gleichen Versuch, wurden aber verjagt. Vom„Nelson“ fielen infolge der Ungenauigkeit seines Feuers 200 Granaten ins Wasser. Unsere Verluste sind ganz gering.— Nichts Wichtiges auf den anderen Kriegsschauplätzen. London, 19. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der amtliche englische Bericht über die Kämpfe an den Dardanel⸗ len besagt: Die Brigade des Generals Cox schlug am 12. Mai einen Angriff mit schweren Verlusten fürr den Feind zurück. Am nächsten Morgen kam eine Doppelkompagnie von Gurkhas eine halbe Meile vorwärts und verstärkte das eroberte Gelände wäh⸗ rend der Nacht trotz sehr heftiger Gegenangriffe. Am 16. Mai machte eine Division von Lancashire Territoriales beträchtliche Fortschritte. Ihre Haubitzenbatterie vernichtete eine Anzahl von türkischen Munitionswagen und eine türkische Kanone. Die seind⸗ lichen Laufgräben mit einer neuen Artilleriestellung wurden eben⸗ falls vernichtet. Die Lage der englischen und französischen Trup⸗ auf Arras In der Gegend von Ville⸗au⸗Boi abgeschlagen wurde. r Unterbrechung gefallen ist und der dichte Nebel, der verhinderte, 1400 e der i f 5 die Kanonade war sehr schwach. 5 Englands Munitionssabritation. weit außer Sicht; nicht einmal ein den Arbeitern ausgezeichmet. Diese alle optimistischen A en der Politiker genährt. Die Macht der n ist übergroß. Die Industrie zrüßte mit fester Hand auf den Kriegs fuß gestellt werden. 5 Englische Greuelgeschichten. 5 Berlin, 19. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Unter dem Titel D der Bericht der Br isfton über die deutschen Greuel 70 in Belgien“ schreibt die„Norddeutsche Allgemeine Zei⸗ tung“: Die Greuelgeschichten, die im Ausland gegen unsere Ar⸗ meen verbreitet werden, wachsen wie eine Hydra, schlägt man ihr einen Kopf ab, so erscheinen schnell ein paur neue an feiner Stelle, den giftigen Saft der Verleumdumg überall qusbreitend. Es ist den Engländern vorbehalten gewesen, das Meister⸗ werk auf diesem Gebiete zu liefern. Eine englische Kommission, von der Regierung eingesetzt, um die deutschen Greuel in Belgien zu untersuchen, hat jetzt ihren Bericht veröffentlicht. Der Bericht selber liegt hier noch nicht vor, wohl aber die Zeitungsauszüge, die das Unglaublichste enthalten, was jemals an Greuel⸗ lügen veröffentlicht worden ist. Die in dem Bericht enthaltenen Angaben beruhen auf Zeugen⸗ aussagen, doch war eppelin kam hierher. Es geht 1 bei Berry-qu⸗ Bac hat der Feind einen neuen Angriff versucht, der leicht 11 Uhr abends: Der Regen, der seit Montag abend ohne sehen, haben jegliche Aktion un mög⸗ Front kam es zu keinem Gefecht, selbst Deutschen, denen sie in England zufällig begegnet 7 Schotten zehn Deutschen gleichwertig. Der Krieg ist für die Arbeiter elbstzufriedenheit wird durch pen verbessert sich jeden Tag. Die türkischen Verluste sind schwer. Konstantinopel, 19. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die englisch⸗französische Flotte hat gestern keine Aktion gegen die Dardanellen unternommen. Seit einigen Tagen herrscht bei den französischen Kriegsschiffen in den Gewässern südlich der Wilajets, Smyrna und Konia lebhafte Tätigkeit. Der Panzerkreuzer„Jeanne d' Arc“ lief am 15. Mai in den Hafen von Marmaras ein, beschlagnahmte die Flaggen mehrerer Barken und führte zwei Barken weg, darunter eine mit einer Holz⸗ ladung. Im Golf von Aedalia beschlagnahmte derselbe Kreuzer einige Barken. Ein anderer Kreuzer landete Soldaten im Hafen von Tschaguil bei Fenike, um Vieh und Geflügel zu requirieren. Gendarmen und Miliz verjagten den Feind. Abfahrend, gab der Kreuzer 150 Schüsse gegen den Ort ab. Die Haltung Japans. London, 19. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reu⸗ tersche Bureau erfährt von der japanischen Botschaft, daß Japan sein Angebot, Kiautschou an Ching zu⸗ 1 bei dem Ultimatum nicht zurückgezogen E.* Die Revolution in Portugal. Lyon, 19. Mai.(WD. Nichtamtlich.)„Progros“ meldet aus Madrid: Die portugiesischen Kriegsschiffe haben erneut Lissabon beschossen. Etwa 100 Personen warr⸗ den getötet, darunter mehrere Spanier. Der Straßenkampf dauerte den ganzen gestrigen Tag an. Die Lage soll entgegen anderen Meldungen sehr ernst sein. Aus Stadt und Cand. Gießen, 20. Mai 1915. Verein für Hessen und Hessen⸗Nassau zur Beschäftigung Arbeitsloser. Im Magistratssaale des„Römer“ in Frankfurt a. M. trat gestern der„Verein für das Großherzogtum Hessen und die Provinz Hessen⸗Nässau zur Beschäftigung Arbeitsloser“ unter dem Vorsitz des Provinzialdirektors a. D. Geheimerat Dr. Breidert⸗ Biebrich zu seiner diesjährigen Hauptversammlung zusam⸗ men. Vor Eintritt in die Tagesordnung widmete der Vor⸗ sitzende den verstorbenen Mitgliedern Kirchenrat Wid⸗ mann⸗Darmstadt, Ministerialrevisor Gerhardt-Darm⸗ stadt und Oberbürgermeister a. D. Adickes⸗Frankfurt warme Worte des Gedenkens. Dem Jahresbericht zu⸗ hierend folge wendete der Verein seine Haupttätigkeit dem wirt⸗ zur planmäßigen den Perlen dieses machen. Sie vergiften die Volkes mit diesen f— 3 1*— 1 5 zu melden und, 1 n nötig, mit frommem Augenau inden. 5 Aus verschiedenen Angaben in— Meru— 2* 5 5 0 bange gewesen ist em k Mit Erstaunen und fast mit Ungläubigkeit 8 hatte die Kommission anfänglich die Aussagen über solche Hand⸗ lungen gelesen, heißt es an einer Stelle Wir wundern uns nicht darüber, daß die Kommission schließlich ihre Ungläubigkeit und ihr Erstaunen überwunden hat. Es ist die britische National⸗ tugend, der Cant, die letzten Endes dabei den Ausschlag zu geben hat. Eine Kunst so tödlicher Art, daß sie die, welche ste üben, bis in die Seele hinein ertötet, indem sie über das Studium bewußter Lügen hinaus zu einem Glauben an ihre eigenen Wahn⸗ vorstellungen führt und sie zu dem denkbar elendesten Zustande herunterbringt. Traurig ist die Kommisston nicht über die bestia⸗ lische Kriegführung der belgischen Freischärler, die in hundert Fällen von eidlichen Zeugnissen deutsche Soldaten zu einem Vorgehen wider Willen zwangen, traurig ist sie vielmehr nur da, wo sie„eine unverkennbare Schwierigkert in der Beweis⸗ führung“ fand. Schnell und glatt geht sie über die Anlässe, die an einzelnen Orten die deutschen Soldaten zu einem Vorgehen gegen belgische Zivilisten zwangen, hinweg. Wir haben lernen Grund zu glauben, heißt es an einer Stelle, daß die Zivilbevölkerung von Dmaut drohend eine Herausforderung begangen hat. An einer anderen Stelle wird gesagt, daß(in Aerschot) ein deutfcher General oder Oberst in dem Hause des Bürgermeisters ermordet worden sei. Soweit die Kommission ermitteln konnte, wurde die Identität dieses Offiziers niemals festgestellt. Wenn man dem gegenüberhält, daß es sich gerade in diesen beiden Fällen um Tat⸗ sachen handelt, die durch eine genaue Untersuchung der deutschen Regierung, die in diesen Tagen der Oeffentlichkeit übergeben werden wird, ganz zweifellos festgestellt worden sind, so nimmt uns die englische Kommission nicht übel, wenn wir ihr un⸗ sererseits erwidern, wir haben keinen Grund zu glauben, daß die Lügen, die sie mit der aus gesprochenen Absicht, zu verleumden, verbreitet, wahr sind. Wir möchten der englischen Regierung, die ich nicht scheut, dies traurige Machwerk in die Welt hinaus zu⸗ daß es der Kommission wohl selber ein wenig . bei ihrem Werk. schaftlichen Ausbau der Arbeiterkolonie Neu⸗Uul⸗ richstein in Oberhessen zu. In der Anstalt wurden im letzten Jahre 271 Personen beschäftigt und in 22 949 Tagen verpflegt, gegen 222 Mann im Vorjahr. Die Verpflegung erforderte 1895.25 Mk. oder für den Tag und Kopf 81.45 gegen 84.99 Pfg. im Jahre zuvor. An Löhnen wurden für 15 966 Arbeitstage 4543 Mk. ausgezahlt. Die Anstalt ver⸗ kaufte aus ihrem— Betriebe u. a. für 27003 Mk. Getreide und Vieh, für 8655 Mk. Milch und Butter. Insgesamt vereinnahmte sie 87 447.80 Mk. Am 2. Januar 1916 geht das Hofgut Neu⸗Ulrichstein in den Besitz des Vereins über. Nach dem Kaufvertrag sind bei dem hessischen Staat 30000 Mk. anzußzzaahlen, die schon bereit⸗ gestellt sind. Einige dringend nötig gewordene Bauten müssen bis nach Beendigung des Krieges zurückgestellt wer⸗ den. Wegen des fortwährenden Mangels an„Schweizern“ beabsichtigt man im Wirtschaftsbetriebe eine elektrische Melkvorrichtung einzuführen, eine Neuheit, die sich in andern Betrieben bereits gut bewährte. Die Kolonie bietet in jeder Beziehung ein Bild gedeihlicher Entwicklung auf durchaus gesunder Grundlage. Der Haushaltsplan des Vereins für 1915 schließt mit 54000 Mk., der der Arbeiterkolonie mit 8797470 Mk. Einnahmen und Ausgaben ab. Für die Kriegsanleihe zeich⸗ nete man 16000 Mk. In den Vorstand wurden auf die Dauer von 1915 bis 1918 neu- bezw. wiedergewählt: Geh. Kirchenrat Meyer-Friedberg, Ministerialrat Hölzin⸗ ger⸗Darmstadt, Provinzialdirektor Dr. Usinger⸗ Gießen, Minister des Innern v. Hombergk zu Vach⸗ Darmstadt, Kommerzienrat A. Ladenburg ⸗Frankfurt, Geh. Justizrat Oswalt⸗ Frankfurt, Stadtpfarrer Abt⸗ Frankfurt, Regierungs⸗Assessor Welter ⸗ Frankfurt, Reg. Baumeister a. D. Sardemann⸗ Marburg, Oberbürger⸗ meister Troje-Marburg, Geh. Kommerzienrat Heichel⸗ heim-Gießen, Bürgermeister Hild- Hanau, Ober⸗ bürgermeister Dr. Glässing⸗Darmstadt, Bürgermeister Travers Wiesbaden, Stadtrat Dr. Flesch⸗ Frankfurt, Landrat v. Dörnberg⸗ Fulda, Pfarrer Wagner⸗Darm⸗ stadt und Oberbürgermeister Voigt⸗ Frankfurt. Eine An⸗ zahl geschäftlicher Mitteilungen machte den Beschluß der Versammlung. Heinrich Steiper, Franz Si Landbeschaffung, wichtige Gemifcurten für die Zeit des Auf dem Felde der l 9. Hessen und den Oberj. Kriegsfreiw. Heinr. Sei pp, Res⸗ aa Ane nee ke e ee au i en.— Res. wig Kir f, 41. Ers.-Bat, aus Offenbach.— Musk. Gallus I. e 7 a. M.. 127 nf.⸗Regt.„aus Offenbach a. M.— 1 Res.-Inf.⸗Regt. 61, aus Reiskirchen bei Wetzlar.— Ersatz⸗ Reservist Wilhelm Schmidt, Inf.⸗Regt. 17, aus e . Gefr. Peter Kraus kopf, Inf.⸗Regt. 138, aus Groß⸗Alte städten.— Ers.⸗Res. Heinrich Pfeffer, Inf.⸗Regt. 17, aus Werdorf.— Musk. Rud. Hahn, Res⸗Inf.⸗Regk. 224, aus Dor⸗ heim.— Hornistgefr. Friedolin Gustav Treusch, Inf⸗Regt. 115, aus Darmstadt. Gefr. Heinrich Künstler, Landw. ⸗Inf. Regt. 87, aus Groß⸗-Feilda.— Musk. Wilhelm Reibeling Inf.-Regt. 140, aus Eifa.— Kriegsfreiw. Seminarist Friedrich Lang, Res.⸗Inf.⸗Regt. 222, aus Nauborn.— Referendar Heinr. Laguer in Braunfels.— Referendar Walter Goebel in Nassau.— Hermann Nickel, Res.⸗Inf.⸗Regt. 223, aus Ahausen. — Pionier Wilhelm Krauß, Pionier⸗Regt. 25, aus Worms. — Musk. Heinrich Thomas, Inf.⸗Regt. 174, aus Friedberg⸗ Fauerbach.— Unteroff. d. Res. Karl Schaum aus Hochweisel. 50 a 4 e Inf.⸗Regt Ritter des Eisernen Hreuzes: Uffz. Ing. R. Gelhar aus Gießen, Inf-⸗Regt. 116. Jakob Bin gmer aus Rendel. Pionier Wilhelm Medebach aus Wetzlar, Pion. Bat. 16. Uffz. Johannes Engel aus Hörnsheim, 78. Res.⸗Art.⸗Munitions⸗Kolonne. Komp.⸗Feldwebel Karl Hosch aus Biedenkopf. 1 * Amtliche Personalnachrichten. Die Groß⸗ herzogin hat am 24. Februar ds. Is. dem technischen Eisen⸗ bahnsekretär Georg Engel und dem Bahnmeister Johannes Stic⸗ 9 ler zu Mainz, den technischen Bureauassistenten Jakob Bayer, Peter Beck, Franz Becker, Leonhard Herzberger, Konrad Mohr, Karl Schwarz, Peter Weihmann und dem Eisen⸗ bahnlandmesser Heinrich Schütz zu Mainz, dem Gütervorsteher Heinrich Ulrich zu Gustavsburg, den 80 rich Bienemann zu Mainz und Jalob Weber zu 1 brücken, sowie den Eisenbahnassistenten Philipp Manus und Franz Gentil zu Mainz, Heinrich Aßßmuth zu e Heinrich Bonacker zu Auerbach, Wilhelm Gerbig zu r⸗ stadt, Friedrich Herwig zu Worms, Friedrich Ler 5— Boden⸗ beim, Otto Lortz zu Dornberg⸗Groß⸗Gerau, Paul Möckel zu Oberwesel, Friedrich Momberger zu Bacharach und Ludwig Zückmantel zu Oppenheim, sämtlich in der Hessisch⸗Preußi⸗ 9 schen Eisenbahngemeinschaft, die unkündbare Anstellung verlichen. — Am 15. Februar ds. Is. wurde den Lobomvtivfn Konrad Zecher, August Len nert, Heinrich Habich und Ferdinand Gaulrapp zu Darmstadt, Balthasar Fun d Sr Mainz, Andreas Ludwig zu Worms, Ludwig Ruppel zu Groß-Gerau, Philipp Oberhaus zu Hernkeskeil, Konrad Metzger zu Osthofen und Johann Lust zu Hanau, den Zug⸗ führern Karl Groth, Jakob Hill und d Höhner zu Frankfurt a. M., Georg Maurer zu Bischofsheim, Adar Roth zu Mannheim, Friedrich Vollhardt zu Wiesbaden und Jakob Zimmermann zu Worms, den Werkführern Friedrich Ensinger, Adam 5 und Ludwig Schäfer zu Mainz, Joseph Schröder zu Bingen, dem Wagenmeister Wilhelm Meyer zu Bingerbrück, den Rangiermeistern Peter Fickinger zu Bingen und Jakob Eschenfelder zu Mons⸗ heim, den Lademeistern Heinrich Zöller zu Worms und Wil⸗ helm Kraft zu Bingen, den Eisenbahn⸗Unterassistenten Joseph Wagner und Franz Götzen zu Mainz, Friedrich Eckel⸗ mann zu Worms, Johann Wartmann und Ludwig Ad⸗ loff zu Mettenheim, Peter Achenbach zu Pfeddersheim, Georg Brust zu Groß-Rohrheim, Nikolaus Eichhorn 5 Gau⸗ m, Johann Färber zu l Häring zu Mörfelden, Heinrich Kraft zu Eich, ilipp Rausch zu Monsheim, Johannes Schneider Bischofs⸗ heim, Friedrich Schneider zu Hohensülzen, am ce linger zu Viernheim, Georg Win newisser zu Lampert⸗ heim, Simon Zintel zu Lorsch und Heinrich Weicker zu Stockstadt, den Weichenstellern 1. Klasse Jakob Wart maun, mmer, Johann. 5 der, Johann Schmelzer, Jakob Saling, Peter Lauer und 7 Hefner zu Mainz, Georg Schuei 1 Georg Küchler, Karl Hofmann, A der ffun eadeh Ber ame 0 Grorg Neumann, Adam Merz, Jakob H Hofmann, Wilhelm Bol bach, Georg Daum Eckstein zu Bischofsheim, Karl Deibert zu Osth. Hofmann und Philipp Seib zu Mannheim⸗Waldhof 13 Johannes Diehl zu Bingerbrück, sämtlich in der Hessisch⸗Prru⸗ 0 ßischen Eisenbahngemeinschaft, die unkündbare Qnstellung ver⸗ liehen.— Der Großherzog hat am 28. April ds. dem Bahnhofs⸗Vorsteher Justus Hreger, dem technischen 5 assistenten Wilhelm Rohrgaß und dem Ober ⸗Bahn⸗ assistenten Friedrich Kaufmann zu a. M., sowie den Eisenbahnassistenten Wilhelm Schar lz zu Kl 4 und Konrad Becker zu Nidda, sämtlich in der Hessi schen Eisenbahngemeinschaft, die unkündbare Anstellung — Am 28. April ds. Is. wurde den Lokomotivführern Greiff und Wilhelm Knoblauch zu Frankfurt a. 5 4 Zugführer Adam Zinn zu Gießen, dem Unterassistenten Heinrich Schmidt zu Grünberg und dem Bahnhofsausseher Johannes Geyer zu Hirzenhain, sämtlich in der Hessisch⸗Preußischen Eisen⸗ bahngemeinschaft, die unkündbare Anstellung verliehen. 1 95, Unter dem Borsitz des Kreisschulinspektors Dr. Alles fand gestern im Hotel Großherzog eine Zusammenkunft der Landlehrer des S Gießen 5 25 Saft r über unser Vaterland hereingebrochene ungeheure Krieg die Gemüter in Angst und Spannung hält. Die err. 0 3 spiellosen Erfolge unseres Heeres darf auch die zu einem guten Teil auf ihr Konto setzen. Von den des Kreises, die hin n, um di bedrohten 0 vor dem Eindringen des Feindes zu schützen, sind bis jetzt sechs den Heldentod fürs Vaterland gestorben. Zu ehrenden Andenken erhoben sich die Anwesenden von 1 Plätzen. Lehrer Sprengel Bellersheim sprach sodann über den Garten zur N Seine lehrreichen und von Sachkenntnis zeu en in die Punkte zusammen: Wer soll W faßte er treiben 7, Fluss Besseres für die Zalinpflege dieb es Hh. ee 7 Verhü ind dem hervorge isher für 60 Millionen Mark Gemüse jährlich dieser Richtung so ziemlich auf uns selber sind, ist es nötig, daß jeder einzelne, soweit se es gestatten, Kleingartenbau treiben muß. * Beamten, der infolge seiner sitzenden Beschäftigung 5 ug haben muß, ist die Tätigkeit im Garten ein Ausgleich. Alles zur Verfügung stehende Land wenn dies die Bodenbeschaffenheit zuläßt, den Zwek⸗ ken der r zugänglich gemacht und entspre⸗ chend ein we⸗ Ziergärten müssen zum Teil wenigstens n Gemüsebau überwiesen, Sportplätze um⸗ 6 0 werden. Um aber diese Arbeiten in richtige Bah⸗ nen zu leiten, und nicht auf Abwege zu geraten, erscheint es notwendig, in jedem Dorfe eine Beratungsstelle einzurichten, um dem einzelnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Wird so unter sachgemäßer Führung gearbeitet, dann sorgen wir auf diese Weise auch mit dafür, daß wir keinen Hungerfrieden abzuschließen brauchen. In der sich anschließenden regen Aussprache wurde unter anderem auch vom Vorsitzenden erwähnt, daß es durchaus keinem An⸗ stand begegne, wenn die Lehrer mit ihren Schulklassen sich an der Schädlingsbekämpfung beteiligen und so an ihrem Teil mit dazu beitragen helfen, in dieser schweren Zeit unsere Volksernährung sicher zu stellen. Es folgten so⸗ dann verschiedene Mitteilungen, von welchen die des Ersatz⸗ Bataillons des Infanterie⸗-Regiments Nr. 116 erwähnt wer⸗ den soll, wonach gegen eine Gebühr von 10 Pfg. für jeden Schüler zum besten des Roten Kreuzes die auf dem Trieb kangelegten Musterschützengräben jeden Tag von morgens 8 bis abends 7 Uhr besichtigt werden können. An die Kon⸗ ferenz schloß fich ein einfaches Mittagessen an. „ Hessische Schlachtungsstatistik. Nach der a n Statistik über die Schlachtvieh- u. Fleischbeschau wurden im Großherzogtum in den Monaten Januar, Fe⸗ bruar und März 1915 bizw.(1914) geschlachtet: 295(501) 81775 6892(5080) Ochsen, 737(397) Bullen, 14027 9177) Kühe, 9318(7076) Jungrinder über drei Monate alt, 18 833(15 167) Kälber bis drei Monate alt, 99 742 89 249) Schweine, 4046(2213) Schafe und 7033(10 537) ** Städtischer Wurstverkauf. Gestern wurden in der Butterwage an den Marktlauben 900 Pfund Leber- und Blutwurst zum Preise von 1.20 Mk. pro Pfund verkauft. Der Verkauf begann morgens um 8 Uhr und war kurz nach 12 Uhr beendet. Der Andrang des Publikums zu der aller⸗ dings viel zu kleinen Verkaufsstelle war ganz gewaltig. Die Käufer und Käuferinnen drängten sich anfangs so stark zu dem Verkaufsraum, daß man einen Arbeiter und einen Schutzmann an die Eingangstür des Raumes stellte, die immer mur 3—4 Leute eintreten ließen. Die Kundschaft te sich 495 davon auf offener Straße und verließ schließlich, zum Teil ohne bedient zu sein, die Stelle. Die der zum Verkauf gebrachten Wurst wurde von den Ketufern als gut bezeichnet, nur fand man den Preis für einen Gelegenheitskauf reichlich hoch. Auf dem Ehrenfriedhof für die verstorbenen Krieger ist jetzt mit der Bepflanzung der Gräber der Anfang gemacht worden. Es sind bisher 126 Krieger, Freund und Feind, dort bestattet. Die 40 Ruhestätten deutscher Krieger sind mit je einem aus Holz gefertigten Kreuz geziert, in dem der Name des Toten, sein Geburts- und Todestag ein⸗ geschnitten sind, doch handelt es sich hier um eine provi⸗ sorische Einrichtung. Die 86 verstorbenen feindlichen Krieger waren in sache Franzosen, Belgier und Russen; nur zwei Engländer befinden sich darunter.— Gestern 233 ittag fand die Bestattung eines der verstorbenen Eng⸗ länder statt, zu welcher 25 englische Kameraden als Leid⸗ tragende in der Friedhofskapelle anwesend waren, deren ührer 2 deutsch sprach. 7 Schwabe hielt eine rauerrede an dem schlichten Sarg. Wenn auch, so führte der Geistliche aus, die Kameraden des Verstorbenen ihn nicht verstünden, so würden sie doch begreifen, daß die Liebe und nicht der Haß bei uns in Deutschland wohne, eine Liebe, 5 1 dem toten Gegner eine würdige Ruhestätte ereitet. ** Schwurgericht. Am 7. Juni vormittags 9½ Uhr beginnt die nächste Tagung des Schwurgerichts für die Provinz Oberhessen. Zum Vorsitzenden ist Landgerichtsrat ere. ankverkehr. einer anntmachung im An⸗ eil der vorliegenden Nummer sind am Samstag vor Pfng⸗ ö(22. Mat) die Geschäftsräume der Mitteldeutschen Creditbank und der Bank für Handel und Industrie für jeden Verkehr geschlossen. Verkauf von aus rangierten Militärpferden. Samstag, den 22. Mai, vormittags 11 Uhr, werden in dem Hose der Dragonerkaserne Nr. 24 zu Darmstadt eine Anzahl aus- rangierte Militärpferde versteigert. Zur Versteigerung werden nur Landwirte zugelassen, die sich verpflichten, die Pferde in ihrem Betriebe zu verwenden und sie während der Kriegszeit 1 Die Versteigerung erfolgt nur gegen Bar⸗ zahlung. f Herd def „J die Waldwege so trocken wie selten werden lassen. Dudur Kreis Alsfeld. —Elpenrod, 19. Mai. Der Mangel an Niederschlägen hat 5 wurde das Wegfahren der Holzvorräte sehr erleichtert. Die Landleute benutzten diese Gelegenheit so fleißig, daß fast alles er⸗ steigerte Holz und Losholz heimgebracht werden konnte. Trotz des Weltkrieges sind in diesem Jahre die Leute mit den Holzarbeiten früher fertig als in den Friedensjahren. Gerade in diesem Zweige hat auch die Nächstenhilfe tätig eingegriffen. „ Ruppertenrod, 18. Mai. Gestern hatte man Gelegen⸗ heit, wieder einmal ein Zeppelin⸗Luftschiff zu beobachten. Es kam aus der Richtung Südwest und flog nach Norden. Fast um dieselbe Zeit überflog im vorigen Jahre ein Zeppelin unsere Gemarkung.— Dem Unterseeboots⸗Obermatrosen Karl Kratz von hier wurde das Eiserne Kreuz verliehen. ] Aus dem vorderen Vogelsberg, 19. Mai. Die Obstbäume haben bis auf die Aepfel, die jetzt in reichem Blütenflor stehen, abgeblüht. Die Blütezeit ist sehr günstig gewesen. Kirschen, Pflaumen und Birnen haben so reichlich angesetzt, daß eine gesegnete Obsternte in Aussicht steht. Maikäfer treten nur ganz vereinzelt auf. Das Obst ist bisher auch von Insektenschaden bewahrt geblieben. Stellenweise sind früh aufgegangene Bohnen und Kartoffeln allerdings den Eisnächten zum Opfer gefallen. Kreis Schotten. Schotten, 20. Mai. Am diesjährigen dritten Pfingst— feiertag findet der seit 25 Jahren bestehende Bullen⸗, Rind⸗ vieh⸗ und Schweinemarkt dahier statt. Die mit diesem Markt seither verbundene Prämiierung und Verlosung, sowie auch die sonstigen Veranstaltungen mußten leider wegen des Krieges in Wegfall kommen. Es ist jedoch zu erwarten, daß der frühere rege Handelsverkehr, insbesondere am Bullen⸗ und Schweinemarkt, sich erhalten und bei den zurzeit bestehenden hohen Preisen ein lebhaftes Geschäft entwickeln wird. Hessen-Nassau. + Hersfeld a. d. Fulda, 19. Mai. Auf dem Kalibergwerk Alexandershall a. d. Werra wurde gestern der verheiratete vierzigjährige Bergarbeiter Gründler bei der Vornahme von Sprengarbeiten durch einen zu früh abgeseuerten Sprengschuß getötet. O Aus Nassau, 19. Mai. Flugzeugführer Offizierstell⸗ vertreter Georg Seel ⸗Nastätten, der bereits die lech Tapferkeitsmedaille besitzt, wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Vermischtes. Die Typhusgeißel in Serbien. Unter dem Titel „Die schreckliche Wahrheit über Serbien“ hat die englische Rote Kreuz⸗Gesellschaft soeben eine Broschüre von Sir Thomas Lipton veröffentlicht, in der die Verheerungen durch den Typhus in Serbien in düsteren Farben geschildert werden. Pocken und Scharlach wirken dabei mit, Tausende in allen Altersstufen dahinzuraffen. In Nish, wo die normale Bevölkerung von 20 000 auf über 100 000 gestiegen ist, sind Tausende von Typhuserkrankungen; durchschnittlich 140 Todesfälle den Tag, aber an einem einzigen Tage starben 300 Menschen. Die Kirchhöfe können nicht alle die Toten aufnehmen. Typhus⸗Wagen, von Ochsen gezogen, rattern durch die Straßen, Menschen bergend, die in Fieber und Delirium rasen. In den Ho⸗ spitälern sieht man gar keine Frauen; man fürchtet, daß sie aus Mangel an ärztlicher Hilfe in ihren Heimen sterben. Der Ver⸗ fasser gibt weitere Einzelheiten von den entsetzlichen Dingen, die er gesehen und von der Abhilfe, die er während seines Aufenthaltes in Serbien schuf und schließt mit einem Aufruf zur Hilfe, damit noch größere Anstrengungen gemacht werden können, dem serbischen Elend zu steuern. Märkte. ch. Bingen, 19. Mai. Marktpreise. Weizen Mk. 00,00, Korn Mk. 00,00, Gerste Mk. 00,00, Hafer Mk. 00,00, Heu Mk. 0,00, Stroh Mk. 0,00, Kartoffeln Mk. 10,50, Erbsen Mk. 00,00, Linsen Mk. 00,00, Bohnen Mk. 00,00, Weißmehl Mk. 45,50, Roggenmehl Mk. 35,00; alles für 100 Klgr. Butter 1 Klgr. Mk. 2,90, Milch 1 Liter 22 Pfg., Eier 10 Stück Mk. 1.10. —,— Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. i 2 22 Mai Ee 8 S 3 2 3 S. S S S e Wettes SS 2 2 ss 1915 f 58[SS 5 f 8 88 8 8& 8 F 19. 2% 745,3 17,5 111 74 ENE 2 9 Bew. Himmel 19. b 747,4 16,0 11,4 90 N 2 10 Bed.„ 20.7% 748,8 14,4 10,9 89 N 2 10.„ N Höchste Temperatur am 18. bis 19. Mai 1915= + 17,6 C. Niedrigste 18. 19. 1915— 10,8 Niederschlag: 0% wm. 8 12 22 Das nördliche Hochdruckgebiet hat sich weiter verstärkt und seinen Einfluß weiter nach dem Festlande hin ausgedehnt, so daß wir mit allmählicher Abnahme der Bewölkung zu rechnen haben, zumal das mitteleuropäische Tiesdruckgebiet weiter nach Südosten hin abgerückt ist. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 21. Mai 1015: Abnehmende Bewölkung, trocken, mild, nordöstliche Winde. s Bekanntmachung. Die am 1. Mai l. Is. verfügte Sperrung der Kreisstraße Gießen Rodheim wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 18. Mai 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Usinger. CVVT eetzte Nachrichten. Vor der italienischen Kriegserklärung. i. Köln, 20. Mai. Laut„Köln. Ztg.“ berichtet die Züricher„Post“ aus Rom: In gutunterrichteten Kreisen erwartet man die Kriegserklärung Italiens an die Zentralmächte für den 22. Mai. Italienischen Mel⸗ dungen zufolge wird das Turiner Volkshaus von Truppen besetzt gehalten. Kundgebungen dürfen auf Be⸗ fehl des Militärkommandanten nur außerhalb der Stadt stattfinden. Der„Avanti“ bezeichnet die patriotische Ein⸗ tracht und die nationale Einigkeit als eine alberne Phrase. Der Erfolg des Vorgehens gegen den inneren Feind in Turin sei befriedigend. Daß die Kriegsbegeisterung aber in Italien auch heute noch nichts weniger als einheit⸗ lich sei, das beweise die Tatsache, daß immer noch zahl⸗ reiche Zusammenstöße zwischen Soldaten und Interventio⸗ nisten stattfänden. Kundgebung gegen den Krieg. 15 Chiasso, 20. Mai. Eine gestern im Stadthause vom Bürgermeister von Mailand einberufene Versamm⸗ lung von Vertretern der städtischen Körperschaften, 2 tätigkeitsanstalten, Krankenhäusern und Unterstützungs⸗ a kassen der Arbeiterkammer usw. zur Beratung der Maßnah⸗ men für die Organisation des öffentlichen Dienstes im. Kriegsfalle erklärte sich einmütig und energisch gegen f den Krieg und beschloß, ein Telegramm der Sol und Aufmunterung an die sozialistische e 7 zu senden, auszuharren im Kampfe wider die Kriegsgefahr. Italien und Rumänien. i. Köln, 20. Mai. Die„Köln. Ztg.“ berichtet von der schweizerischen Grenze: Der„Secolo“ meldet aus Buarest: In hiesigen politischen Kreisen verlautet, Italien hube die rmi⸗-“ nische Regierung merken lassen, daß ihre Winkelzuge ge⸗ fährlich seien. Italien erachte sich an keine seiner früheren Verpflichtungen gegen Rumänien mehr gebunden, wenn dieses nicht in dem vereinbarten Augenblickswar⸗ 4 schiere. 5 8 Die Stimmung in Frankreich. 2 Basel, 20. Mai. Die„Neue Zürcher Zeitung veröffent⸗ licht einen sehr interessanten Bericht aus St. Germain über die 15 Stimmung in der französischen Armee. U. a. heißt es da, was 153 Italien anbelangt: Zu was es sich auch jetzt immer entschließen 1 möge, so ist sein woralischer Kredit stark gesunken und die Offtziere meinen sogar, daß es wünschenswerter wäre, wenn 19 es sich ruhig verhielte, da man ihm sonst Verstürkungen schicken mitßte. 1 Die 200000 Mann starke Lyoner Armee würde dazu bestimmt semn. Von Rußland erwarte man nichts mehr. Von 1 land höre man sagen, daß es nicht alles tue, was es tim sollte. Die Stimmung der französischen Soldaten sei aber gut. Sie zählten auf eine Kriegsentschädigung, die jedem dauernde Positio⸗ nen sichere. Niemand scheint fürderhin noch arbeiten zu 5 daher fürchte man fast mehr die Folgen des Krieges, als den Krieg selbst. Im übrigen nehme in der Bevölkerung seit Ende April die n 5 92 ne 1 biete ein völlig falsches von öffentlichen nd. werde lebbußt krat⸗ 55 1 i — Die Expedition gegen die Dardanellen siert, da sie die Kräfte zersplittere. 1 Die englische Ministerkrise. . 20. e 55 8620 5 „Pall Mall Gazette“ teilt amtlich mit, or Frischers Abschiedsgesuch genehmigt worden ist. Das Ka- binett tritt zurück. Asquith bildet ein liberal⸗kouservatwes Koalitions-Ministerium mit Einschluß der Arbeiterfichrer. 7 Die Rekrutierungsnot in England. 9 Amsterdam, 20. Mai.„Drily Chromäiche“ schreibt wiederum über die Rekrutierungsnot, da jetzt im Frühjahr und Sommer die Verluste das Zwanzig⸗ und Drei⸗ ßigfache des Winterfeldzuges betragen. Dazu kämen noch die schweren Opfer bei der Fortführung der llen⸗ aktion. Mit mehreren Millionen Mann unter den Waffen dürfe man aber nicht mehr jeden körperlich brauchbaren Mann einstellen, wolle man nicht die Landwirtschaft und Industrie sowie die Herstellung von Kriegsmaterial a gefährden.„Daily Chronicle“ erwartet von dem 139 kühlen Kopf Asquiths eine Lösung dieser Frage von Tod und Leben für England, denn es gehörten ungeheure Macht⸗ mittel dazu, um die Deutschen aus Frankreich zu treiben und die deutschen Armeen in Belgien zu 1 8 (Von dem früheren Kriegsziel, der Unterzeichnung des Frie⸗ dens in Berlin, scheint also das liberale Parteiblatt jetzt schon abgesehen zu haben. D. Red.) d 0 ——— Sie erleben Wunder be vieten ban „neuesten“ und„allerneuesten“ Wunder⸗Wasch⸗ und Zaubermittel in Ihrer Waschküche einführen,— nämlich Wunder, wie bald selbst die stärkste Wäsche zerfressen ist; und je höher der Preis für 1 4 113 70 schwer 0 7 „den Zauber“, desto schneller ist die damit beherxte Wäsche 3 — aber ganz fertig! Diesem Unheil 11 sich nun sehr einfach vorbeugen, indem Sie regelmäßig mit Luhns waschen 8 Luhns macht bekanntlich alles ohne Zauber sauber. Villa Wilhelmstraße 7 durch Ver⸗ setzung des Herrn Prosessor Dr. Hohlweg für alsbald od. später zu vermieten. H. E. Jughardt. 5 Zimmer Erednerstrasse 14 hübsche 5.Zim.⸗Wobnung nebst Zu⸗ behör, Gartenanteil ꝛc. per sofort zu vermieten.* 1 Näheres Hofmannstr. 14. Schöne. neu hergerichtete 5⸗Zimmer⸗Wohnung im. Stock mit Bad, Veranda, elektr. Licht, Gas u. Bleich ⸗ platz ver 1. Oktober zu verm. Näh. Süd⸗Anlage 23 p. 17 well, I-Zimmer⸗Wohn. m. Zub. u. Gaxrtenant. v. 1. 7. 15 3. verm. Näh. 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Mai, 2 Uhr nach- tegen rde Bekanntmachung. Die Bureaus, Kassen und Schalter der unterzeichneten Banken sind am Samstag vor Pfingsten, 22. Mai d.]. für jeglichen Verkehr geschlossen. baut di- Handel& dusbie Filiale Gießen. 43533 Niederlassung Gießen. Uhr nach kurzem, schwerem Leiden. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Hermann Otto. Die Beerdigung findet Samstag, den 22. Mai, nachmittags 4 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. 5 4397 Gestern morgen 8 ½ Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabethe Rinn Wpwpe. geb. finn im 71. Lebensjahr. 4392 Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Kreiling, z. Zt. im Felde, u. Familie Familie Wilhelm Rinn Heinrich Rinn, 2. Zt. im Felde, u. Familie Familie August Bepler Wilh. Römer, 2. Zt. im Felde, u. Familie. Heuchelheim, Hamburg, Uetersen i. Holst., den 20. Mai 1915. Die Beerdigung findet Freitag, den 21. Mai, mittags 1 Uhr, vom Sterbehause, Wilhelmstrasse 7, aus statt. Am 12. Mai starb an seinen schweren Wunden den Tod fürs Vaterland unser lieber Kamerad, der Leutnant Karl Zimmer Ritter des Eisernen Kreuzes. Das Offizierkorps des l. Bataillons Niedersächsischen Fußgartillerie-Rgts. Nr. 10. Errichtet 1831 ferꝛogl Braunschw. Baugewerkschule Holzminden. Sommerunter richt 2. pril. Resfeprafung. Winterunterricht 15. Oktober.] —— Slesqhberechtigt mit den Königl. Preufl. Baugewerkschulen. hochbau t- Ljefbau d bare, E E ö. LI %a EEA Toll hoher Prrisstigerung aller Schuhwaren Haste Friss heil Arosser Aus yal Militar-Stiefel für Garnison u. Felddienst Licht- Spiel- Haus Die Gulaschkanone eine heitere Episode aus ernster Zeit in 2 Aulzügen. Ein Traum vom wilden Westen, interessantes Iudianerschauspiel. Im Jurn-Gebirge, malerische Naturskizze. Unbegründete Eifersucht, humorist. Szene. Der Zauber der Unschuld realistisches Filmspiel in 3 Abtellungen. Purzel als Ehemann, lustige Posse. 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