9 viermal 5 richten: Anzeiger Gleßen. ii A. deer bis vormittags 9 Uhr. Gießen Großes Hauptquartier, 18. Mal.(WTB. 1 Westlicher K 5 er Kriegsschauplatz. Nördlich von pern am Kanal bei Steenstraate und et Sas herrschte gestern Ruhe.. Auf dem östlichen Kanalufer, südöstlich Boesinghe, ickelten sich an einzelnen Stellen Kämpfe, die noch fort⸗ rn. 1 Südlich von Neuve Chapelle versuchten die Eng⸗ länder gestern und heute nacht vergeblich, weiteren Boden zu gewinnen. Alle Angriffe wurden unter starlen Verlusten für den Feind abgewiesen. 5 Erneute französische Angriffe an der Lorettohöhe, bei Ablain und westlich Souchez, scheiterten; 170 Gefangene blieben in unserer Hand. 8 Bei Ailly kam der Infanteriekampf zum Stillstand. Ein französischer Vorstoß im Priesterwald brach in unserem flankierenden Feuer zusammen. 5 Qestlicher Kriegsschauplatz. * An der Dubissa wurden in der Gegend von Eiragola wiederum starke feindliche Angriffe abgewiesen. Gegen die wiederum starke feindliche Kräfte abgewiesen. Gegen die süd⸗ lich des Niemen herangeführten russischen Kräfte gingen un⸗ sere Truppen in allgemeiner Richtung Gryszkabuda, Syn⸗ towty, Szaki zum Angriff vor. Die Kämpfe dauern noch an. Gestern wurden 1700 Russen gefangen. Nördlich der Wysoka warf unsere Kavallerie die feindliche. Russische Angriffe auf Mariampol scheiterten. Südöstlicher Kriegs schauplatz. Nördlich Przemysl, von südlich Jaroslau bis zur Einmündung des Wyslok in den San, haben sich deutsche und österreichisch⸗ungarische, Truppen den Uebergang über den San erkämpft. Der Gegner geht hier wei⸗ ter nach Often und Nordosten zurück. Zwischen Pilica und oberer Weichsel(bei Ilza und Lago), füdöstlich Przemyfl, sowie in der Gegend von Stryj sind seit gestern größere Kämpfe im Gange. Oberste Heeresleitung. * 8 8 1 Die kurze Arbeitstagung des Reichstags, die gestern begonnen hat, fällt in eine kritische Zeit; Italien steht am Scheidewege, und wenn damit nach unserem Glauben auch nicht das Endergebnis dieses Weltkrieges, auf dessen für Deutschland günstigen Ausgang wir hoffen, entschieden wird, so hängt doch die Gestaltung der Geschicke Europas für die nächste Zukunft sehr wesentlich davon ab. Es war also gut, daß der deutsche Reichskanzler Gelegenheit fand, vor aller Oeffentlichkeit und auch vor dem Auslande auf die Bedeu— tung der Stunde hinzuweisen. Nicht etwa, um das deutsche Volk zu beruhigen und zu beschwichtigen, dessen bedarf es wahrlich nicht. Alldeutschland ist nach wie vor auch an- gesichts neuer Gefahren einig und sich seiner starken Kraft bewußt. Stimmt doch sogar auch der„Vorwärts“ heute mit uns darin überein, daß die beiden verbündeten Mächte treu zusammenhalten und sich als Sieger erweisen würden. Nein, 12 die Kanzlerrede, die nur Deutschlands ruhiges Gewissen und Ausharren bestätigt und unterstrichen hat, galt in erster Linie den Aufhorchern im Auslande. Italiens Parlament wird am morgigen Tage, so hat es wenigstens den An⸗ schein, die Entscheidung über Krieg oder Frieden fällen. Da jsollte das Land über Stimmung und Gesinnung seiner bis⸗ herigen Bundesgenossen auch aus der direkten Quelle unter 7 1 werden. Noch ist es ja unsicher, ob das Kabinett Sa⸗ landra nicht schon fertige Vorschläge in der Tasche trägt, bob es gewillt ist, dem Parlament vollen Einblick in die bis— herigen Verhandlungen zu gewähren oder es vor vollendete Tatsachen zu stellen. So war es passend und zeitgemäß, daß Derr v. Bethmann Hollweg die Einzelheiten der Zugeständnisse Oesterreich-Ungarns enthüllte. Damit wurde im wesentlichen bestätigt, was man schon durch die Presse erfahren hatte; es wurde aber offenbar, daß außerdem von Wien noch Zu— Elen gemacht worden sind, die bisher unbekannt waren. les in allem: ein ungewöhnlich großes Entgegenkommen, das mit allen möglichen Bürgschaften und in offener, nicht Rur für den Augenblick, sondern auch für die spätere euro— päis Politik berechneter Absicht Italien angeboten worden ist. Deutschland und Oesterreich gehen von dem Gesichts— bpPauunkte aus, daß sie nicht nur siegen wollen, sondern auch nach dem Kriege eine gesunde und für den Frieden ersprieß⸗ liche Politik treiben wollen. Darum wurden von Oester— reich keine Opfer gescheut, um Italien im Dreibunde zu erhalten. Aber des Kanzlers Worte hatten noch einen andern weck. Die Italiener sollen für beide Möglichkeiten, für rieden sowohl als auch für Krieg, volle Klarheit haben. utschland wird, so klang es aus der Rede des obersten Beamten, nicht zögern, im Kriegsfalle mit seiner ganzen. Stärke neben den bedrohten Bundesgenossen zu treten. Die Italiener, die wohl nicht alle, sondern nur in der Min⸗ derheit vom Kriegsrausch und Taumel erschüttert sind, haben nach dieser deutschen Darlegung noch eine kurze Frist zur Besinnung und Ueberlegung. Sie müssen die kurze Mah⸗ 8—5 des deutschen Reichskanzlers prüfen, bevor sie sich bin- 5 * 7 5 3 g n. In ihrer Ruhe und Sachlichkeit, Schlichtheit und Gläu— bigkeit an eine noch mögliche Verständigung, muß die deut— 0 Erklärung, einen großen, Eindruck machen. In sturm— bter Zeit ee Ereiferung, keine Drohung hmeic r stolzes Kraftbewußtsein und— in Der Reichskanzler vor dem . . der Flut nüchterner Händlerpolitik, die überall um uns her wahrnehmbar ist— dieses neue Zeugnis deutscher Nibelun— gentreue! Wir beg es, daß alle Abgeordneten sich er hoben und dem Kanzler begeisterten Beifall spendeten. Im deutschen Volke wi an nur den Nachhall willensstarker Zustimmung spüren. * kitarbeiter schreibt uns noch: r Abtretungspläne:„Hergabe nur der echender Bevölkerung bewohnten führt. In ganz Oesterreich gibt es heute, itzählt, der Sprache nach 768 000 Ita⸗ Ungarn zusammen 803 000. Sie wohnen o in der adriatischen Provinz„Küsten⸗ land“, deren drei Krei on Westen nach Osten„Görz⸗Gradiska“, „Triest“ und„Istrien“ sind. Aber diese Gebiete sind keineswegs rein italienisch. Auch Südtirol ist nicht ohne Sprachinseln anderer Art. Im Grenzbezirk„Görz⸗Gradiska“ wohnen 155 000 Slawen, in Triest 57000(neben 12 000 Deutschen), in Istrien 223 000! Man erinnert sich ja noch des Winkes, den Italien kürzlich von Peters burg hinsichtlich Istriens erhielt. Von Istrien wird kein Quadratmeter zugestanden. In Triest soll lediglich der italienische Stadtcharakter gewahrt und die heißbe⸗ gehrte italienische Universität errichtet werden. Preisgegeben wird mur das südliche Ti d das westliche Ufer des Isonzo nebst Gradiska. Südtirol Görz-Gradiska stellt zusammen ein Gebiet im Umfange Kors(8722 Quadratlilometer) nit ungefähr 400 000 Italienern— darunter drei Viertel Frauen und Kinder Ein Berliner Der Grundgedan von italienisch Gebiete“ ist streng dur wenn man die Latin liener, in Oesterreich größtenteils in Tirol erfahren, als Oesterr⸗ Weiler an der Grenze Ungarn diejenigen Orte, Dörfer und hält, die nicht rein italienisch sind. Es ß man in Wien bereit ist, das Urteil über „feierlicher Erklärungen“ seitens iei ahme seitens Deutschlands. N 2 3 1 a Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 18. Mai( TB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart, den 18. Mai, mittags: Die verbündeten Trup⸗ pen hatten nach erbitterten Kämpfen an mehreren Stellen den San forciert und am Ostufer des Flusses Fuß gefaßt. Gegenangriffe der Russen wurden über⸗ allblutig abgewiesen, der Feind in östlicher Rich⸗ tung zurückgeworfen.. N g Am oberen Dujestr sind heftige Kämpfe im Gange. An der Pruthlinie leine besonderen Ereignisse. Ver⸗ einzelte Vorstöße der Russen nördlich Kolomea wurden ab— gewiesen. 5 0 Die Gesamtsum me der in der ersten Hälfte Mai eingebrachten Gefangenen hat sich auf 174000 Mann erhöht. Hierzu kommen 128 eroberte Ge— schütze und 368 Maschinengewehre. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Bulgarien und die Zentralmächte. Köln, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Köln. Zeitung“ meldet aus Sofia vom 16. Mai: Die hiesige Presse bringt, an⸗ geblich aus Berlin, die Mitteilung, daß Bulgarien durch eine Note an Deutschland und Oesterreich-Ungarn zu wissen verlangt habe, welche Zugeständnisse gegebenenfalls Bulgarien von Deutschland und Oesterreich-Ungarn erlangen werde. Hierauf habe Bulgarien die Versicherung erhalten, daß ganz Mazedonien, ferner ein Teil von Altserbien, sodann von Griechenland Serres, Drama Kavalla und ein Teil der rumänischen Dobrudscha, von der Türkei eine Grenzverbesserung an der Maritza und bei Kirkilisse Bulgarien verbürgt werde. In dieser Nachricht sei viel Phantasie enthalten. Deutschland und Oesterreich-Ungarn hätten Bulgarien über die guten Folgen einer günstigen Haltung Bulgariens keinen Zweifel gelassen, hätten aber bisher, in Anbetracht der noch ausstehenden Entscheidung, keine Bürgschaft für irgendwelchen Gebietszuwachs Bulgariens übernommen. Noch weniger würde überhaupt erwogen, Bulgarien heute schon rumänische oder griechische Gebiete zu ver sprechen, solange die Haltung dieser beiden Staaten keine feindliche ist. Schließlich ist bekannt, daß Deutschland etwaige Verhandlungen über bulgarisch-türkische Abgrenzungen diesen beiden Ländern über läßt in der Ueberzeugung, daß die Gemeinsamkeit ihrer Interessen ihnen den Weg zur Verständigung offen halten wird. Italien. Wien, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Neue Freie Presse“ meldet über Chiasso: Für heute abend 9 Uhr 30 Min. ist ein neuer Ministerrat nach Rom einberufen worden. 5 5 Rom, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich,)„Giornale alte meldet: Sonnino empfing heute 1 1 den ü Bü l o w Freiherrn von. 2 0 Wart— 8. Mal. 2 E. Nichtamtlich) Die ganze Presse be grüßt die Nachricht, daß der König von Italien die e Salandras nicht angenommen habe, als ein Zeichen für die 5 3 Intervention Italiens an der Seite der Verbündeten. Der 1— kois“ schreibt, der König hätte, falls er die Politik 1 nicht billigte, Giolitti berufen müssen. Nun lehre 3 größerem Prestige als i eee 12 3. sse F Giolitti nicht versuchen werde, durch seine Parta g — 155. 4 in der Politik herbeizuführen. 1 und das Volk seien einig, das Parlamont, könne doch Lallenischen beiden Kräfte nichts ausrichten. Eine Auflösung der i * Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen notationsdrud und verlag der Brühl schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei N. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Beck, sämtlich in Gießen. eichstage über die behandlungen mit Italien. Seit J. Mai 174000 Russen in Galizien gefangen. — dar. Dieses Gebiet würde aber insofern noch eine Verkleinerung Mittwoch, 19. Mal 1015 Bezugspreis: monatl. 75 B.., viertel jährl. Mk. 2.20: durch Abhole⸗ u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Vost Mk. 2.— viertel jährl. auisschl. Bestellg. Zeilenpreis: lotal 15 U.., answ. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. n 4 185 7 g. zalichkeit Kammern sei jetzt unmöglich und so bleibe nur noch die Möglichke. eines Plebiszites, aber das 588 habe in den letzten Tagen bereits ezei ß es den Krieg wolle. a f. 3 hezecde d Matin erfläel, die Exeignisse bewiesen,(. nichts mehr ausrichten könne. Italien. wolle die Jure er „Petit Parisien“ führt aus, daß für Italien eine neue Aera anbreche. Salandra trete sein neues Amt mit der vollen Zustim⸗ mung von ganz Italien an. Ein bewegter Tag in Turin. f a Berlin, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die Kriegs zeitun g des„Berliner Lokalanzeigers“ meldet aus Chiaf so: In Turin ist gestern abend der Belagerungszustand erklärt worden, nachdem die Stadt während des ganzen Tages der Schauplatz ernstester Tumulte war. Nach dem„Avanti“ hätten 80000 Arbeiter einen 24stündigen Generalstreik erklärt, um gegen den Präfekten und die Polizei zu protestieren, die den Studenten alle Ausschreitungen, das Einwerfen der Fenster der Zeitung „Stampa“ und anderes erlaubt, aber mit Gewalt jede friedliche Kundgebung der Neutralisten verhindert hätten. Am General⸗ streik beteiligte sich ausnahmslos die gesamte Arbeiterschaft Turins. Ungeheure Menschenmassen ström⸗ ten gegen 10 Uhr vormittags zum Corso Siccardo, wo vor Lokal der Arbeiterkammer eine Massenversammlung abgehalten wurde. Zahlreiche Redner erklärten die absolute Abnei⸗ gung des Volles von Turin gegen den Krieg. Als sich 7 der Demonstrationszug nach dem Platz Castello, wo sich das Königsschloß befindet, bewegte, wurden Barrikaden gebaut und von beiden Seiten beschossen. Die Tumulte dauerten bis Abend, obgleich nachmittags ein mehrstündiges heftiges Gewitt, die Massen stark verringerte. Ein Waffenladen wurde gestürmt und ausgeplündert, ein Arbeiter durch den Revolverschuß eines Offiziers getötet; viele Perfonen wurden verletzt. Auch unter den Soldaten gab es viele Verwundete. 4 Kriegs zustand in Tripolis. Mailand, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Dem„Cor⸗ riere della Sera“ zufolge ist in Tripolis infolge der seit den jüngsten Ereignissen hmenden Tätigkeit der Eingeborenen der Kriegszustand proklamiert worden. 1 Der russische Bericht. Petersburg, 17. Mai.(Ctr. Frkft.) Die Petersb Tele⸗ graphen-Agentur meldet: Die Kämpfe in der Gegend von S za wie finden nunmehr auf einer Front von über 30 Werst statt. Der Feind läßt täglich neue Umgehungskolonnen bald gegen die eine, bald gegen die andere Flanke unserer Dislokation vorrücken. Ob⸗ wohl die Deutschen in ihren Kämpfen mehr als zwei Divisionen Infanterie engagiert haben, sind wir doch gegen das Zentrum vorgedrungen und haben sogar den Feind auf seinem Rückzug gegen den Pruth angegriffen. Eines unserer Reserveregimenter hat sich besonders ausgezeichnet, indem es am 13. Mai in unwider⸗ stehlichem Vordringen eine ausgebaute Stellung bei den Dörfern Jukow und Juköbin nördlich von Kolomeg eroberte. Der Regimentskommandeur Oberst Osowsky, der im Laufe der Aktionen verwundet wurde, marschierte im Sturme an der Spitze seiner Kompagnien. Im Verlaufe dieser Kämpfe machte die In⸗ fanterie 1000 Gefangene und erbeutete zahlreiche Maschinengewehre. Die Kosaken haben 1500 Oesterreicher gefangen genommen. In der Gegend nördlich von Czernowitz hat Oberst Karlowitsch mit drei Husarenschwadronen mehrere Male eine Kolonne ein⸗ gedrückt, die sich zurückzog, und zahlreiche Gefangene gemacht. Im Laufe eines dieser Angriffe wurde eine feindliche Kompagnie von 200 Mann vollständig niedergesäbelt. Im Verlaufe des Rückzuges der dritten Armee vom Dunajec gegen den San haben wir im ganzen höchstens 50 Geschütze zurück⸗ gelassen, von denen die Mehrzahl unbrauchbar gemacht worden ist. Wir haben alle Kunstbauten in die Luft gesprengt. Am 13. Mat konnte unsere bei der Nachhut verbliebene Kavallerie den Angriff einer deutschen Radfahrabteilung bei Truchnik nordwestlich von Przemyfl aufhalten. 50 Radfahrer wurden niedergesäbelt, 30 ge⸗ fangen genommen. Am 13. Mai haben die Kosaken aus einem Hinterhalt von Kielce mit Erfolg die in die Stadt einrückenden feindlichen Truppen beschossen. Die Kosaken waren Zeugen, wie eine Delegation von Juden diese Truppen begrüßte. Petersburg, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die f Prefsse versucht auf jede Weise das Publikum über den 92 Umfang der Niederlage in den Karpathen zu be⸗ ruhigen und verweist zu diesem Zweck auf Teilerfolge bei Szawle usw. Nach dem„Rußkoje Slowo“ haben die deutschen Soldaten in Kurland erklärt, daß sie das Land als deutsches Land betrachten. Viele sprechen gut lettisch, sie beruhigen die Bevölkerung und fordern sie auf, die Aecker ruhig weiter zu bestellen, da ihnen kein Haar gekrümmt wer⸗ den wird. Die Bevölkerung nimmt unter diesen Umständen den Einmarsch mit erstaunlicher Ruhe auf, ohne irgendwie eine Panik zu zeigen. Ulanen sind an eine Schar von Frauen herangeritten und erklärten dieser, daß sie gänzlich unbe- sorgt sein könnten, denn die Bevölkerung würde in keiner Weise belästigt. Die Soldaten bezahlten alles, was sie kauf⸗ ten, mit deutschem Gelde. Ihr Hauptaugenmerk lenken die Deutschen auf das Tukkumer und Windauer Gebiet. Ein Ukas des Zaren. Petersburg, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einem Ükas des Zaven soll den Angehörigen der Soldaten, f die nachweislich kampflos die Waffen streckten, die Kriegsunterstützung entzogen werden. Die russischen Finanzen. Petersburg, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Die zweite innere Anleihe von einer Milliarde Rubel ist am 12. Mai be⸗ geben worden. Der Zinssatz beträgt 5 Prozent.— Nach dem „Rußkoje Slowo“ bildet in Petersburg die überaus ungünstige Erscheinung des Sinkens des Rubelpreises für Einkäufe im. Auslande große Besorgnis. Eine große Bank, die für eine 2 Million Rubel Sterlinge Wechsel kaufen wollte, konnte diese über⸗ 8 a 5. „3ͤͥ haupt nicht erhalten. Der Preis für ausländische Valuta ist in deu letzten Tagen merklich gestiegen. Er stellt sich für das Pfund Sterling auf 11,97, für schwedische Kronen auf 65,25(früher 51) und für französische Franks auf 47,50(früher 38). Russische Ausfuhrverbote. 5 Petersburg, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Es ist ein 5 allgemeines Ausfuhrverbot aus Rußland für Fourage, Roggen, . Weizen, Hafer, Gerste, Buchweizen, Hülsenfrüchte, Reis, Mehl, 5 Graupen, Pferde, Häute und Messing erlassen worden. Auch nach den verbündeten Ländern ist dre Ausfuhr 5 verboten. 8 ö* ** a Der Kaiser im Osten. 8 Berlin, 19. Mai. WTB. Amtlich.) S. M. der Karser wohnte vorgestern den Kämpfen beim Ueberschreiten des San Abschnittes auf den Gefechtsständen eines General- kommandos und spüter einer Division bei. Deutsche Luftschiffe über England. London, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des RNeuterschen Buregus. Ein Lotse, der heute an Land kam, teilte 4 mit, daß er vier Meilen von Northforeland fünf deutsche Luftschiffe gesehen habe, die in nordwestlicher Richtung land⸗ einwärts flogen. Er sah Feuerblitze, als Bomben abgeworfen wur⸗ * den. Die Luftschiffe müssen sich später zerstreut haben, denn eines flog um 2 Uhr morgens über Deal. Auf die Stadt wurden keine 11 Sa ben abgeworfen. Wehr as 20 ficken in die benachbarten 8— Die Not Englands. 1 g London, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Im Ober⸗ hause erklärte Kitchener, er brauche 300 000 0 mehr Rekruten um neue Armeen zu bilden Fer⸗ ner erklärte Kitchener, die britische und französische Regie⸗ kung seien zu der Erkenntnis gekommen, daß ihre Truppen gegen die giftigen Gase durch Anwendung ähnlicher Metho- den ausreichend geschützt werden müßten. ö 8 London, 17. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die letzte Liste 5 gibt die Offiziers verluste mit 400 an, von denen 99 ge⸗ lallen find: 350 Namen werden unter dem 11. Mai angeführt, wo das Gefecht bei Aubers und Fromelles stattfand. London, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Marine⸗Mit⸗ arbeiter des„Daily Telegraph“ erfährt, daß in politischen Kreisen das Verhältnis des ersten Lords der Admiralität Churchill zum ersten Seelord Fisher erörtert wird. Man erzählt, daß es am Sauastag zwischen ihnen zu einem Wort⸗ wechsel gekommen sei. Man weiß nicht, was das Kabinett be⸗ schlossen hat, glaubt aber, daß Fisher sein Amt niederlegen werde, und daß dies heute im Unterhause mitgeteilt werden wird. 1 Rotterdam, 18. Mai. Der„Rotterdamsche Courant“ * meldet aus London: Die liberalen Mitglieder des Un⸗ terhauses, Dalziel, Handewl und Booth, sprachen sich gestern im Unterhause für die Bildung eines Koalitions⸗ 5 ministeriums aus. 8 London, 17. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die„Daily a News“ melden, wird unter den Gründen für die Erhöhung der Fleischpreise die Schwierigkeit des Transports infolge 4 deutschen Unterseeboote angeführt. Die Engrospreise seien um 2 0 Prozent gestiegen. Die Detailpreise müßten folgen. 1 Die Polizei besahl allen Deutschen, Oesterreichern und Ungarn, von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens zu Hause zu bleiben. Die Internierung wird fortgesetzt. An verschiedenen 1 Ausschreitungen vor, in einigen Fällen mußte qufgeboten und die Aufruhrakte verlesen werden. Der Straßenbahn verkehr Londons hat völlig auf⸗ gehört, mit Ausnahme der Linie nach dem Arsenal in Woolwich. 6 Der Direktor des Regierungskomitees für die Herstellung von Munition entsendet eine rdnung nach Kanada, die geeignete Arbeiter zur Herstellung von Munition anwerben soll. Eine An⸗ ahl Kanadier befindet sich bereits hierzu in England. l Euglische Blätter über die Kriegslage. Es Finanzlage seit Kriegsbeginn. ese 9 e— Matt Deutschland ein äußerst gefährlicher Feind. Ibr Kriegsgllc Die heftigen Ge⸗ 5 ihrem Leitartikel über die e Se b in, daß England außer Stande sei, seine Flotte zur direkten Offensive gegen die deutsche Küste zu verwenden, daß Rußland am Anfang große Schwierig⸗ keiten hatte, seine Soldaten zu bewaffnen, und daß es mangels isfreier Häfen und der Eisenbahnen unter Trans portschwierig⸗ keiten leide. Die deutschen Generäle hätten meister⸗ 995 haft die furchtbare Waffe benutzt, welche die deutsche Industrie und deutscher Unternehmungsgeist ihnen durch das Eisenbahnnetz an der Ostfront dargeboten hätten. * Stimmen ans Numänien. 3 Bukarest, 18. Mai.(WB Nichtamtlich) Die„Inds⸗ pendance Roumaine“ schreibt: Nicht ohne tiefe Verblüf⸗ fung verfolgt man die Entwicklung der Aktion, man könnte auch 5„des rusfischen Dramas, in Galizien. In den ersten Tagen der Offensive konnte man annehmen, daß die Russen über⸗ aucscht wurden und daß sie sich in der zweiten oder dritten Lirie 1 metern zurück. Angesichts eines solchen Wechsels der Kulissen, 5 wo die Räumung des nördlichen Galiziens vor der Titre steht, sieht man nicht ohne Verwunderung die neue Offensive gegen Czernowitz; durch diese wird die Gefahr nicht beschworen, die auf die Russen im Norden lauert. 5 Daas russenfreundliche Blatt„Dimineatza“ schreibt über die Kriegslage in Galizien: Die Russen ziehen sich andauernd ruck, ohne bisher das Gleichgewicht gefunden zu haben, das für * einen Gegenangriff oder einen ernstlichen Widerstand ig wäre. Der Verlust der Sanlinie hat eine große strategische Be⸗ deutung. Trotz aller Erfolge am Dnjestr wird es ihnen nicht möglich sein, ihre strategische Entwickelung am Dnjestr durch⸗ zuführen. Die Gefahr, die ihnen droht, besteht jetzt nicht mur N in der Zurückwerfung ihrer Front, sondern inleinem Durchbruch des Gegners nach Nordost. Die Lage der russischen Armee beginnt kritisch zu werden. Der Mangel an Einheitlichkeit in den Pyerationen im Westen und Osten ist unerklärlich. Wenn die Rus⸗ sen behaupten, daß starke deutsche Kräfte vom Westen abgezogen. worden sind, wie war es dann möglicht daß das englische und 5 sranzösische Kommando, das sich der drohenden Gefahr bewußt war, nichts tat, um den Schlag zu parieren? *** Der türtische Bericht. Konstantinopel, 17. Mai, abends.(WTB. Nicht⸗ amtlich) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dar⸗ danellenfront bei Ari Burnu fand gestern außer schunachem Artillerie- und Infanteriefeuer keine wichtige Attion ftatt. Ein lleiner Transport wurde durch unsere Granaten beschädigt. Im Süden bei Sedd ul Bahr nah⸗ men Truypen unseres rechten Flügels die Höhe wieder, die 200 Meter von unferen Stellungen liegt. 5 Ein französischer Kreuzer landete gestern bei Sars Kaleh westlich Mekri an der Südküste von Smyrna 60 Soldaten, die wieder die Fluchtergriffen, als un⸗ sere Küstenposten das Feuer erwiderten. Ein anderer Kreuzer landete etwa 100 Soldaten bei Sefat westlich Fenike. Unsere Truppen vertrieben den Feind, der zehn Tote resp. Verwundete hatte. In der Nacht vom 15. zum 16. Mai zogen sich zwei vor den Forts von Smyrna fahrende Kreuzer zurück, nachdem einer durch das Feuer un⸗ serer Batterien beschädigt worden war. a 1 den anderen Kriegsschauplätzen ist nichts Wichtiges zu melden. Konstantinopel, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellen⸗ front gestern zu Lande keine Veränderung. Auf dem Meere beschossen feindliche Schiffe von weitem ohne Erfolg unsere am Eingang der Meerenge aufgestellten Batterien. Das Panzerschiff„Albion“ wurde von einem un⸗ serer Geschosse getroffen. Unsere Flieger führten er⸗ folgreich Flüge über Sedd ul Bahr aus. Auf der übrigen Front hat sich nichts von Bedeutung ereignet. Konstantinopel, 18. Mai.(WTB Nichtamtlich.) Die Agence Milli dementiert auf das entschiedenste die am 29. April in der Sofigter Zeitung„Utro“ veröffentlichte Nachricht, wonach ein französisches Unterseeboot das türkische Panzerschiff„Bar ba⸗ rossa“ im Marmara-Meer versenkt habe. * Der amtliche französische Bericht. Paris, 17. Mai.(Ctr. Frift.) Die amtlichen Mittei⸗ lungen vom Montag lauten: 3 Uhr nachmittags: In der Gegend von Het Sas dauerten unsere Fortschritte an. Wir nahmen gestern abend ein vom Feinde stark hergerichtetes Haus. Wir überschritten am östlichen Ufer des Yerkanals die erste deutsche Linie, vobei wir 145 Ge⸗ sangene machten und vier Maschinengewehre erbeuteten. Ein feind⸗ licher Gegenangriff scheiterte vollständig. Nichts Neues im Nor⸗ den von Arras, wo der Regen zu fallen beginnt, außer einem heftigen Artilleriekampf in der Gegend von Lorette und außer einer blutigen Schlappe, welche wir in der nämlichen Gegend bei vier Gegenangriffen den Deutschen, die schwere Verluste er⸗ litten, beigebracht haben. Auf dem Rest der Front nichts zu mel⸗ den. An, der Oise stellten die Deutschen bei Bailly eine grüne türkische Fahne mit einem Halbmond auf, um auf unsere Schützen⸗ gräben Eindruck zu machen. Unsere afrikanischen Truppen erwider⸗ ten auf die Herausforderung, indem sie die Fahne mit Gewehr⸗ feuer herunterholten. Ein Schütze machte sich sodann auf, sie zu holen, und trug sie in unsere Linien. 11 Uhr abends: In Belgien hat der Feind, durch unsere glücklichen Angriffe der letzten Tage mit vollständiger Ein⸗ schließung bedroht, vergangene Nacht die Stellungen geräumt, die er noch westlich des Merkanals besetzt hielt. Wir unserer⸗ seits haben unsere ganzen Gewinne auf dem östlichen Ufer be⸗ hauptet. Nördlich von La Bassée haben die britischen Trup⸗ pen, die in der Nacht von Sonntag auf Montag starke Gegen angriffe auszirhalten hatten, siegreich weiter gekämpft. Am Mon, tag haben wir mehrere deutsche Schützengräben genommen und dem Feinde sehr große Verluste zugefügt. Eine Abteilung von 700 Deutschen, die in das Feuer der deutschen Maschinengewehre und das ihrer eigenen Artillerie geriet, wurde in diesems Kreuz⸗ feuer vollständig vernichtet. Unsere Verbündeten haben etwa 1000 Gefangene gemacht und Maschinengewehre erbeutet. Nördlich von Arras verhi e den ganzen Tag über dichter Nebel auf bei⸗ den Seiten jede bedeutendere Aktion, nichtsdestoweniger dauerte der Kampf bei den Lorettohängen lebhaft fort. Wir haben hier alle deutschen Gegenangriffe zurückgeschlagen. Bei Ville au Bois in der Nähe von Berry au Bac hat der Feind unsere! Schützengräben A Der Angriff wurde glatt aufgehalten. Im Gefechte bei Ville sur Tourbe haben wir 350 unver⸗ wundete Gefangene und 50 verwundete Gefangene gemacht. Heute früh haben wir im Wald von Ailly einen Angriff ausgeführt, mehrere deutsche Werke erobert, 3 Mac e erbeutet und 250 Gefangene gemacht, darunter mehrere Offiziere. Am Rande des Priesterwaldes haben zwei deutsche Bataillone zu wie⸗ derholten Malen versucht, aus ihren Gräben vorzugehen. Sie wurden durch unser Feuer glatt aufgehalten. Der Austausch von Kriegsgefangenen. Berlin, 17. Mai.(WTB. Amtlich.) Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt: Ueber die Verhandlungen zwischen Deutschland und Frankreich wegen des Austausches dienstuntauglicher Kriegsgefangener wurden kürz⸗ lich von französischer Seite Preßmeldungen verbreitet, die das Ver⸗ hältnis der deutschen Regierung gänzlich entstellten. Namentlich wird dabei der deutschen Regierung das Bestreben nachgesagt, die Verhandlungen zu verschleppen und sich der eingegangenen Ver⸗ pflichtungen nachträglich zu entziehen. Die erhobenen Vorwürfe sind, wie sich aus nachst ergibt, völlig unbegründet. Der erste Austausch dienstuntauglicher* fand zwi⸗ schen Deutschland und Frankreich Anfang März 1915 statt. Bei den vorhergehenden Verhandlungen, deren Erb von der deut⸗ Verfahren. das, soweit hier bekannt, in licher Weise auch von französischer Seite zur Anwendung 3 sion ließ sich bei der endgültigen Auswahl der zu Entlassenden aus⸗ schlicßlich von dem vorerwähnten Grundsatz leiten. Di i von dem Austausch 0 tatsächlich nicht dien hig, oder operationsbeditrftig, oder nicht weiter trans portfähig. Die franzöfische Behauptung, daß deutscherseits versucht wurde, den verabredeten allgemeinen Austausch durch eine Auswechselung nach der Kopfzahl zu ersetzen, wird schon durch die Tatsache wider⸗ legt, daß von 2 iere, 160 Unteroffiziere und rund 1520 Mannschaften, von Frankreich 5 Offiziere, 20 Unter⸗ offiziere und rund 830 Mannschaften herausgegeben wurden. Ebenso unrichtig ist die Behauptung, daß die deutsche Regierung der Ant⸗ wort auf den französischen Vorschlag auswich, bei der Auswahl der auszutauschenden Liste die die Dienstuntauglichkeit begründenden Gebrechen zugrunde zu legen. Eine solche Liste ist der deutschen Regierung zur Durchführung des ersten Austausches überhaupt nicht zugegangen. Nachdeni dies Ende 1915 geschehen war, empfahl die deutsche Regierung zunächst für die von ihr in Vorschlag ge⸗ brachte monatliche Fortsetzung des Austausches die Beibehaltung des don ihr bei dem ersten Austausch zur Anwendung gebrachten weitherzigen Verfahrens, erklärte sich aber neuerdings zur Ver⸗ meidung einer ferneren Verzögerung bereit, auch auf das fran⸗ zösischerseits vorgeschlagene Listen verfahren einzugehen. Hier⸗ nach ist ein befriedigender Abschluß der dlungen und damit der ungestörte Fortgang des Austausches in e ar. Ans dem Reiche. Berlin, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Ein Bund deutscher Getreide, Mehl, Saaten⸗, Fut⸗ ter- und Düngemittelhändler ist heute in Berlin von einer großen Anzahl Firmen dieser Branchen aus allen Teilen Deutschlands ündet worden. Der Bund . Futter-, Düngemittel⸗, Mehl⸗ und Saatenhandel betel mit dem Konsum arbeitenden Firmen. 5 und deren gewerbliche und berufliche ellen tandes interessen wirkungsvoll zu vertreten. Dagegen erstreckt si das Gebiet des Bundes nicht auf den Spekulations⸗ handel. Es wird zunächst in Berlin eine 1. sammlung der Bundesmitglieder erfolgen, um die 9 des endgültigen Vorstandes und die Beratung der Satzun⸗ en.. sammlung des Vereins deuts verleger. Heute fand in Berlin die versammlung deutscher Zeitungsverleger statt. heimer Allgemeine Zeitung), Direktor Helfreich Neueste Nachrichten), Knittel 8 5 a Simon(Frankfurter Zeitung) wur iedergewählt. Beginn der Versammlung wurde nach den einleitenden Wor⸗ Be⸗ tzer, soeben im endlichen Sieg unserer guten Sache.. ät aber bitten wir, den ehrfurchtsvollen Gruß der deutschen Zei⸗ tungsverleger entgegennehmen zu wollen, deren hin⸗ gebungsvolles Wirten jetzt und immerdar der und Herrlichkeit des Deutschen Reiches und der Wohlfahrt und Kultur des deutschen Volkes gewidmet ist. Verein deutscher Zeitungsverleger; der Vorsitzende Faber.“— Auf die Be⸗ grüßung ist noch während der Tagung folgende Antwort eingegangen: 1„ „Verein Deutscher Zeitungsverleger, Vorsitzender Fa⸗ ber, Hotel Prinz Albrecht, Berlin. S. M. der Kaiser und König lassen der Hauptversammlung des Vereins deutscher Zeitungsverleger für die freundliche Begrüßung und für das Gelöbnis treuer Mitarbeit für die Macht des Deutschen Rei⸗ ches und zum Wohl des deutschen Volkes vielmals danken. — allerhöchsten Befehl, Geheimer Kabinettsrat von Va- entini.“ f 9 1 5 ——— Aus Stadt und Cand. 5 Gießen, 19. Mai 1915. Die Wohnungsverhältnisse in Gießen. In der letzten Sitzung der Stadtverordneten wurde vereinzelt die Ansicht vertreten, es seien in unseren Stadt sehr viele Wohnungen leer, so daß der Hlein⸗ wohnungsbau durch eine Genossenschaft keine Not⸗ wendigkeit sei. Es wurde dem allerdings energisch, be⸗ sonders durch den Stadtverordneten Dr. Ebel, wieder⸗ sprochen und schließlich auch die Ma me mit großer Mehrheit angenommen, welche der Bau- genossenschaft die Errichtung einer Anzahl von Wohn⸗ gebäuden erst 3— Wie die Verhältnisse für die Mieter in Gießen sich im Laufe der Alahelich 7— ee durch das Polizeiamt alljährlich getroffenen Feststellungen vorhan⸗ dener leerer Wohnungen und die dafür verlangten Miets⸗ preise. Vor uns liegen die Ergebnisse für den 1. 1913 und 1914(für das Jahr 1915 ist leider diese Wohnungs⸗ * base 5 ter de 5 N ir hatten in Gießen na amtlichen. Feststellungen 1913 208 leere 2 bis 8•Zimmerwohnungen, deren Zahl sich nach einem Jahre auf 134 verringerte. Be man 3 im einzelnen, so ergibt sich das tehende Zimmer 2 3 4 5 6 7 8 0 1913 48 70 39 35 12 5 4 05 2 1914 36 37 37 10 6 3 5 weniger 7 33 2 25 6 2 Tatsache ist auch, daß bis zum 5 in unserer Stadt eine Steige er 8. zu verzeichnen war. Dies allein schon ist ein— daß Zeiten nicht die der 4. rhanden war. f Wer die Wohnungsverhältnisse, insonderheit kleinen Wohnungen in der Altstadt kennt, wird mütssen, daß besonders in Nebenstraßen in b bäuden Wohnungen vermietet werden, die im gesundheit⸗ licher Beziehneng viel zu wirrschen iibrig lassen, für aber recht hohe Mieten eingehen, so daß die N dieser Häuser die Besitzer Neubauten verbreiterungen ein solches Grundstück erwerben die hohen Mieteingänge bestimmt sich natürlich wert der Gebäude. An der Erbauung neuer Häuser an Stel alter und unzulänglicher hat die All inheit in gesund⸗ N Beziehung ein 8 1 8 ichtig ist, daß augenblicklich durch die Verhältnisse, die der Krieg vorübergehend geschaffen hat, eine Anzahl 6 Wohnungen mit 6, 7 und 8 Zimmern frei geworden sind und vorläufig keine neuen Mieter finden konnten. N dieser Rückschlag ist im Interesse der Mehrheit unf ö völkerung von Vorteil geworden, denn die Preise, die in tabler war, wendig, da genügend We alle im Deutschen vorhandenen, am Gelbetde⸗, een „ ˙ t 1. mibige Angelegen e Aide denen alsbald 12 weitere e Die 0 d in unserer Stadt hat sich in den . 5 1905 um jährlich rund 100 vermehrt. In folgenden 5 Jahren stellte sich die Zahl der neu⸗ erbauten r pro Jahr auf 40—50. Dann ging es rapid bergab, in den letzten beiden Jahren kaum noch e ein—.— neuer Gebäude für Wohnzwecke entstanden Auch hiermit ist dargetan, daß die Vermehrung von . ist, 2 2 a nun au 0 i er⸗ reicht werden soll. * Auf 8 der Ehre gefallen. (Aus n und den Nachbargebieten.) Landwehrmann Georg Walther, Nel rl Hit 210, aus Offenbach a. M.— Musk. Joh. e 116, aus Offenbach.— Kriegsfreiw. Primaner Ludw. Müller, Res.-Art.⸗ gt. 51, aus Ehringshausen, Kr. Wetzlar.— Gesr. Willi Ritter, 2. Marine-Inf.-Rgt., aus Wetzlar.— Musk. Jak. Kleinfelder, Res.-Inf.-Rgt. 224, aus Wetzlar,— Fahrer Ludw. Wegner, Magazin-Fuhrparkkolonne 132, aus Naunheim. L. Alf. Rodde, Infs.-Rgt. 48, aus Hanau.— Kriegsfreiw. cand. jur. Erich Oppenheimer aus Worms. u eine gereinigte handelt, bei 2 8 t sich bereits seit längerer zögerungen in der Wagen⸗ 8 5 ort e plötz⸗ lichen inderungen, mit. Eintreten setpst a werden. — f in f un Biebstäyle. In letzter Zeit sind hier wiederholt im Felde ne Gartenhäuser erbrochen und daraus Hasen und N entwendet worden, ohne daß es bis jetzt gelang, Täter zu ermitteln. In der verflossenen Nacht wurde wieder ein solcher Diebstahl im Altenfeld geführt, wobei dem Dieb 5 Hühner und 7 Hasen in die Hände fielen. Um dem Täter sein diebisches Handwerk zu legen, werden alle Personen, die Angaben be⸗ üglich der 1 können, gebeten, sich bei der zur me ** Beispiel für die geographischen Begriffe der Franzosen über Deutschland lieferten dieser Tage etliche kriegsgefangene osen eines Gefangenenlagers des 18. Armeekorps. on zahlreichen soeben aus Nordfrankreich eingeliefer⸗ ten Leuten fragte wohl ein Dutzend allen Ernstes, ob es hr sei, daß die Russen bereits den Rhein übderschritten ten und auf dem Wege nach— Berlin seien. * N Kreis Büdingen. t Wallernhausen, 17. Mai. Landwirt Karl Nies II. von hier wurde beim Beschlagen seines Pferdes von diesem so schwer durch Ausschlagen verletzt, daß er sofort in die Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. 45 Kreis Friedberg. O Bad⸗ Nauheim, 19. Mai. Am Mai Liszts N spielt 5 J. de . Starkenburg und Rheinhessen. O Erbach, 17. Mai. Die vor einigen Tagen aus dem HGeiangenenlager in Friedberg entwichenen drei Offiziere— zwei ö„ein Franzose— wurden, wie schon kurz gemeldet, durch Gendarmerie bei Michelstadt sestgenommen und auf dem gen Bezirkskommando abgeliefert. Die Entwichenen haben die 100 Kilometer betragende Strecke von Friedberg bis hierher 12 drei Tagen zu Fuß zurückgelegt. Sie tragen Zivilkleider und waren bei ihrer Verhaftung noch mit reichlichen Lebensmitteln versehen. . Hessen-Nassau. 1 Marburg, 18. Mai. Ein am Samstag bei einem Guts⸗ 8 9 5 in Friebertshausen bei Gladenbach als Verwalter ein⸗ te fremder Mann fuhr gestern mit dem Gespann eines Herrn nach Marburg, um angeblich seine an der Bahn gekommenen Sachen zu holen. In Wahrheit verkaufte er zunächst hier das Pferd für 1700 Mk. unter Anzahlung eines Hand⸗ geldes von 200 Mk., und in Cölbe, wohin er sich dann begab, fand E. Käufer für das ganze Geschirr, der ihm 800 Mk. aushändigte. Mit 1000 Mk. in der Tasche verschwand der Schwind⸗ ler und niemand weiß wohin. Der Mann steht in mittleren Jahren, tritt gewandt auf, hat blondes Haar und Schnurrbart und trägt Gummimantel, blauen Anzug, Filzhut und gelbe Gamaschen. Hier verstnndlich nach wie vor gerechnet werden muß, sicher der i[ wurde mit den Ofstzieren des S izei 5 Französische Geographie. Ein klassisches] Z Fachschule zu einer Haus hal tungs, Handels und Ge⸗ werbeschulc eine Kommission zu wählen. b. Frankfurt a. M., 18. Mat. Acht russische, englische und französische Offiziere, die in den letzten Tagen aus ver⸗ 3 Gefangenenlagern entsprungen waren, wurden wie⸗ der aufgegriffen und in das hiesige Polizeigefängnis eingeliefert. Die Herren werden jetzt einer Festung überwiesen. h. Königstein, 18. Mai. Der 18sährige Weißbinder Wil- helm Brandscheidtstürzte bei der Ausübung seines Berufes von einem Gerüst ab. Er erlitt dabei schwere Verletzungen, die seinen Tod nach kurzer Zeit herbersührten. Weilburg, 18. Mai. Major Hupfeld, früher Kom- mandeur der hiesigen Unteroffizierschule, zurzeit Regimentsführer, wurde das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen. Gerichtssaal. Berlin, 18. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Berliner Lokalanzeiger“ meldet aus Barmen: Die Strafkammer hat die Zahlung einer geldlichen Entschädigung an die frei- gesprochene Frau Hamm für die verbüßte Zuchthausstrafse ab gelehnt, da ihre Unschuld nicht durch die Verhandlung er— wiesen worden sei. Die internierte„Dresden“ ⸗Mannschaft. Die Mannschaft des von den Engländern unter Bruch der Neutralität Chiles am Ufer der Insel Juan Fernandez itberfallenen und dann von der eigenen Besatzung zerstörten Kreuzers„Dresden“ ist auf der chilenischen Insel Quiri⸗ quina interniert worden. Wie wir der„Deutschen Zeitung für Chile“ entnehmen, find die Mannschaften im allgemei⸗ nen gut untergebracht und werden gut behandelt. Die Ge⸗ bäude, in denen sie untergebracht sind, waren für die chile⸗ nischen Marinekadetten bestimmt und mit allen hygienischen Einrichtungen versehen. Die deutsche Kolonie von Con- cepcion, in dessen Nähe die Quiriquina⸗Insel liegt, hat große Mengen von Liebesgaben nach Quiriquina geschafft. Ueber einen Besuch auf dem chilenischen Kriegsschiff„Es⸗ mevalda“, das die deutschen Seeleute von Juan Fernandez nach Quiriquina brachte, berichtet dasselbe Blatt: An Bord der„Esmeralda“ bot sich dem Beschauer ein nische Wer Bild. Man sah weit mehr deutsche als chile⸗ c Marinesoldaten. Aber hätte man unsere blauen Jun⸗ bebe er an 1 Haaren und ihrer hellen Haut⸗ „hätte man im Zweifel sein können, wen man vor sich hatte. Viele von unseren Marinesoldaten trugen Uniform, fast alle hatten chilenische Stiefel an den Füßen. Auf unsere Frage, wie das komme, erwi sie,— hätten meist im Wasser sich des größten Teils ihrer entledigt, um besser schwimmen zu können. Es seien zwar vor dem völligen Untergang der„Dresden“ noch so viel Kleider wie möglich an Land geschafft worden, aber auch das habe nicht völlig gereicht und sie seien dann an Bord „Esmeralda“ mit dem Fehlenden versehen worden. Für die Behandkrung, die ihnen von den Chilenen zuteil ge⸗ worden ist, waren alle vom Kommandanten bis zum letzten Mann außerordentlich dankbar. Hatten die Bewohner von Juan bei Eintreffen des deutschen Kriegsschiffes daselbst zunächst keine besondere Freundschaft gezeigt, fo waren sie nach der Katastrophe wie ausgewechselt. Sie such⸗ ten den Schiffbrüchigen zu bieten, was immer sie hatten. Der Kommandant der„Dresden“, Kapitän zur See Lüdecke, iffes in der Wohnung eines der Beamten untergebracht Sie haben mir in Worten Aufmerksamkeit gesprochen, ist. Die Fürsor ge ging so f. für die Offiziere sondern die Sor ge ehmen wollte. Das Verhältnis der Mannschaften zu den Einwohnern gestaltete sich über⸗ haupt in jeder Weise freundschaftlich. Unsere Soldaten halfen den Leuten bei all häuslichen Arbeiten, beim Um⸗ graben des Gartens, beim Holzhacken und dergleichen. Die Chilenen dankten ihnen, indem sie sie zum Kaffee, zum Tee oder zum* einluden. Bei dem gel an allen Geräten war das chen nicht ganz einfach. Man mußte Kon⸗ servenbüchsen und ähnliches dazu benutzen. Aus dickeren weigen wurden Pfeifenkö gemacht und aus dünneren stellte man das Rohr her. man führte ein Leben, wie es der Robinsoninsel würdig war. Ebenso ist die ganze Besatzung der„Dresden“ von der Behandlung auf dem chilenischen Kriegsschiff im höchsten 0 9 Der* konnte gar ni eindringlich genug das gro Entgegenkommen 2 das er an Bord der„Esmeralda“ gefunden habe. Ueberall sei er auf volles Verständnis gestoßen, die Chile⸗ nen an Bord hätten versucht, den Deutschen jede Exleich⸗ terung zu verschaffen. Der Commodore Schröder, der Führer des„Zenteno“, stellte Kapitän Lüdecke seine Wäsche zur „und ähnliches erfuhren die anderen Offiziere. west, ehe der Perner fer uit der Fur meralda“, behandelt die deu iziere mit der. bar Liebenswürdigkeit. Unter den Mannschaften verstand man sich recht gut, teilweise“ gar in der Sprache, da verschiedene der deutschen Seeleute etwas Spanisch konnten. Aber auch wo N 2 war, wußte man ich durch Zeichen verständlich zu 1 2 1. Besonders 8 war Kapitän Lüdecke berührt, als ihn von einer Deputation des Regiments Maipo 2, be⸗ stehend aus zwei Majoren, einigen Offizieren und Aspiran⸗ ten, die Grüße des Regiments überbracht wurden als ein Beweis kameradschaftlicher Hochachtung im 1 für die deutschen Soldaten, die ihre Pflicht bis zum letzten Augenblick getan haben und vom Schicksal schwer getroffen ihr Schiff so unglücklich verloren haben. ———— je. Fraukfurt a. M., 19. Mai.(Orig.-Telegr. des„Gleß. — Fruchtmarkt. In der Lage am Getreide- und Futter mittelmarkt hat sich seit Montag kaum etwas geändert. Man notierte Mais 5860 Mk., Gerste 55—58 Mk., Koloskuchen 34,50—35,50 Mk. Alles für 100 kg. 1 se. Frankfurt a. M., 19. Mai.(Orig.⸗Telegr. des Gieß. Anz.) Kartoffelmarkt. Kartoffeln im Großhandel Mk. 13,75 bis 14,00 Mk., im Kleinhandel Mt. 15,00— 16,00. Alles per 100 Kg. Amtlicher Wetterbericht. Das gestern im Norden lagernde Hochdruckgebiet hat an Stärke und Ausdehnung nach Süden hin zugenommen, während das mitteleuropäische Tiefdruckgebiet nach Osten abgezogen ist. Bei nordöstlichen Winden werden wir wolkiges, doch meist trockenes Wetter zu erwarten haben. 5 Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 20. Mai 1915: Wollig, doch meist trocken, nachts etwas kühler, nordöstliche Winde. Letzte Nachrichten. Italien. 4 Lugano, 19. Mai. Bei der Abstimmung der Gesetzes⸗ vorlage für die Uebertragung der vollen Staatsgewalt an die Krone 5 und das Finanzprovisorium werden geheime Stimmab⸗ gaben erfolgen. Man erwartet, daß die Sitzung vom 20. Mai im letzten Augenblick, nach den Ereignissen, möglicherweise noch eine Verschiebun'g um einige Tage erleiden könne und daß sie ohne Störung verlaufen wird, die möglicherweise Italien vor den Augen der Welt in einem schlechten Lichte 9 lassen Lugano, 19. Mai. Das morgen abend erscheinende Grün⸗ buch umfaßt etwa 70 Seiten und enthält angeblich die un⸗ widerleglichen Beweise von der„Langmut“ Italiens gegenüber der Verstocktheit Oesterreichs. Es soll zeigen, daß die Regierung nicht anders handeln konnte, als geschehen. Lugano, 19. Mai. Das„Giornale d' tali“ schreibt: Nach endlosem Harren wird das italienische Volk einen glänzenden Aufstieg haben. Die große Stunde ist da; ger seien alle Schutzgötter Italiens. Aber der Krieg, den wir en werden, ist nicht allein ein Krieg der Befreiung, sondern auch ein Krieg der Zivilisation. Aehnlich schreiben alle anderen italienischen — 51 Jede Stimme der Vernunft und der Warnung it ver⸗ tummt. N Chiasso, 19. Mai. Nach einer römfschen Meldung der „Stampa“ wird die Aufkündigung des Dreibundes noch vor der Kammereröffnung am 20. Mai erfolgen. Die Urkunde, die der Wiener Regierung die Kündigung mitteilt, soll neben anderen Doku⸗ menten über die diplomatischen Verhandlungen bereits im Grürn⸗ buch veröffentlicht werden. 5 Wien, 19. Mai. Aus Buda pest wird gemeldet: Graf Tisza gab gestern abend seinen Parteifreunden der Genugtuung Ausdruck, daß in der italienischen Frage alle unga⸗ rischen Parteien einer Ansicht seien. Ferner sagte er: ich sehe die Situation nicht als hoffnungslos an und hoffe noch immer die Möglichkeit einer friedlichen Löfung. Die Wiederkehr des Kabi⸗ netts Salandra kann mich nicht zur Aenderung dieser meiner An⸗ sicht veranlassen. * Eine neue große Schlacht in Galizien. 93 K. K. Kriegspressequartier, 19. Mai. Die von uns zurückgeworfenen russischen Heeresmassen haben 5 unter Hinzuziehung von Verstärkungen hinter dem San vereinigt und so scheinen neue Kämpfe bevorzustehen. Mm muß daher in nüchster Zeit mit einer neuen großen Schlacht rechnen. Unsere braven Truppen haben bereits einige seste Punkte jenseits des San in Händen, die für die weiteren Kämpfe von besonderer Wichtigkeit sind. Der Einschlie⸗ ßungsring um Przemysl durch unsere Truppen wird immer enger und enger.. Wien, 19. Mai. Da die Russen die gesprengten Werke bei Przemysl nicht wiederherstellen konnten, zogen sie zementierte Schützengräben um die Festung. Diese beschießen jetzt unsere Batterien. Am 5. Mai des bun die— Munitionsmagazine und der Spitäler von Przemysl die Fortschaffung der Zivilbevölkerung. Drei katholische Priester von den Russen gehängt. Krakau, 18., 8 einer schauerlichen Greueltat, die sich die Russen in Ra o my S- Wielki bei Debica zuschulden kommen ließen. Sie haben in der dortigen russischen Ortskirche drei römisch⸗katholische Geistliche gehängt, unter welchen sich wahrscheinlich auch der Tarnower Professor der Theologie, Dr. Michal Ric, befinden dürfte. 2 it 1 artikel der„Basler Nachrichten“ mit der Ueberschrist un⸗ nütze 33 kritisiert einen Artikel der„Liberté“ vom 3. Mai, in dem die zeugung, ·˖ b i izeri Neutralität ebenso genau und loyal wahren wird, 2 17 e des Krieges mit Frankreich gewahrt hat.“ Dänemarks Neutralität. ö Hamburg, 18. Mai. Das„Hamburger Fremden 1 blatt“ meldet aus Kopenhagen: Montag wurden süämt⸗ liche fredakteure der Kopenhagener Zeitungen in das Ministerium des Aeußern berufen, wo ihnen in Gegenwart des Ministerpräsidenten eingeschärft warde, die strengste Neutralität nach allen Seiten zu Die indirekte Veranlassung dazu ist ein Artikel im„Vorland“ anläßlich des„Lusitania“-Falles. Handel. i — Gewerkschaft Gießener Braunsteinberg- werke vorm. Fernie. Die Tagesordnung für die am 28. d. Mts. vormittags in das Hotel Großherzog von Hessen ein- berusene Gewerkenversammlung besteht aus Mitteilung und Rechen- schaftsbericht der Verwaltung, Vorlage der Jahresrechnung und Bilanz, Wahl der Rechnungsprüfer und Grubenvorstandswahl. S* etberich 19, Mai se. Frankfurt a. M. chweinemarktberich! vom. e waren 642 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 110.00— 118.00 M., Schlachtgewicht 142.00— 146.00 Mk., P 3— N 23 2.00—110.00 chlachtgew 30.00- 140.00 Pk. 0 . R Lebendgewicht 110.00 118.00 Mk., it., Schlachtgewicht nannte de essels und Bröller.—, Die Stadtverord⸗ 5 ten beschlossen, zwecks Prüfung des Ausbaues der jetzigen n Eu Mottenäther minderwertige Nachahmungen in Ahnlichen erhalten, achte man stets auf den Namen 35 Schlachtgewicht 142.00—140 Mk. vollfleischige Schweine von 20 00.00-00.00 Mt. Geschäft lebhaft, geringer Ueberstand. Dr. Weinreich“. Sendet jedem Krieger als Kräftigungsmittel sowie zur Linderung bei Magen- u. 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Reiskirchen, den 19. Mai 1915. 4366 Die Beerdigung findet Freitag. den 21. Mai, nachmittags 2½ Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 14375 Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme, wie der trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Barth und der überaus liebevollen Pflege der Krankenschwestern, bei dem uns betroffenen Verluste sagen wir allen auf diesem Wege herzlichsten Dank. 4355 Jedes Quantum EU D kaufen f. Schaffstaedt, G. m. b. H. Nachruf. Aus den Reihen unserer Werksangehörigen starben den Helden— tod für das Vaterland: Steiger Ludwig jung Gefreiter der Reserve im Pionier-Règiment Nr. 25 Hauer Karl Biedenkopf Reservist im Infanterie-Regiment Nr. 110 Inhaber des Eisernen Kreuzes Schlammteicharbeiter Johann Trüller Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Helene Wagner Ww. geb. Bonarius. Großen-Buseck, den 18. Mai 1915. icht Spiel- Haus 3 g l 5 Statt Karten I Musketier im Infanterie-Regiment 855 125— vom 19. bis Inkl. 21. 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