4 1 Stellungen auf N Aussprache im ungarischen Abgeordnetenhaus sicherlich nicht und zogen die dort stehenden schwachen Kräfte, um Verlufte durch starkes feindliches Artilleriefeuer zu verhindern, in unsere Hauptstellungen am östlichen Kanalufer zurück. f Südlich von Neuve Chapelle halten die Engländer noch die Teile unseres vorderen Grabens, die seit den vor⸗ gestrigen Kämpfen in ihrer Hand sind: das Gefecht dauert dort noch an. Nördlich von Arras bei Ablain und Neuville wiesen wir französische Angriffe sehr verlust⸗ reich für den Gegner ab. Bei Ailly und im Priesterwalde haben sich ge⸗ ringfügigere Infanteriekämpfe entwickelt. Unfere Luft schiffe machten erfolgreiche An— griffe auf die Kriegshäfen Dover und Calais. Oestlicher Kriegsschauplatz. 5 „An der Dubissa in Gegend Eiragola und Czekiszti, sowie südlich des Riemen bei Mariampol und ud winow wurden feindliche Angriffe abgewiesen. Unter den bei Szawle gemachten russischen Gefangenen wurden Rekruten des Jahrganges 1916 festgestellt, die eine nur vierwöchige Ausbildung hinter sich hatten. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unfer Vormarsch zwischen Pilica und obe⸗ der Weich sel, ebenso wie auf der Front Sambor⸗ Stryj⸗Stanislau wird fortgesetzt. Bei Jaroslau und nördlich ist es an mehreren Stellen gelungen, den San zu überschreiten. Um Przemyslwird gekämpft. Oberste Heeresleitung. *** ungarischen Abgeordnetenhaus auch „daß Oesterreich zu Gebietsabtretun⸗ 9 0 reit erklärt hat, und der versöhnliche, freundschaftliche Ton, der sowohl von dem Fragesteller Grafen Andrassy wie dem Ministerpräsidenten bei dieser Besprechung angeschlagen worden ist, müßte in der vor der Entscheidung stehenden Dreibundsmacht eigentlich tiefen Eindruck 2 Italienische Blätter aber haben, ohne daß ihre Regierung Einspruch dagegen erhob oder Richtigstel⸗ Nun hat es im Graf Tisza bestäti gen an Italien sich lungen u veranlaßte, die Kündigung des Dreibund⸗ vertrages festgestellt und erklärt, daß der Weg des Einver⸗ nehmens mit Deutschlands und Oesterreich-Ungarns Fein— den von Italien schon besch 1 ritten worden sei. Da hatte die den Zweck, noch eine letzte Einflußnahme auf die Entschlie— hungen in Rom zu versuchen, sondern sie galt lediglich einer Rechtfertigung dem eigenen Lande gegenüber. Die Wiener Politik hat, das geht auch aus diesen neuesten Vorgängen * etzt. b Deaf allein sich 9 bervor, sich durch kein Zeichen der Schwäche blosgestellt. Es wird sich zeigen, daß bei einem etwaigen Kriege zwischen Italien und Oesterreich-Ungarn in der Tat zlachende Dritte“ sein Angesicht uslawismus, der Italien auch zweifelhaften Erfolgen des Dreiver ns nicht gönnen würde. Im er Donaumonarchie auf die sich nisse durchaus gefaßt. Die fortsch Galiziens erhebt und stärkt die 5 Herr Präs. Wilson hat der deu der„Lusitanig“ eine lange Note viel neue Gesichtspunkte enthält, wegliche Worte an den Rechtssinn Immer wieder eißt es in der Note: glauben“ usw. Zweifellos, die amerikanische Regierung hat in diesem Dokument eine aufwendungen als von Rechtserwägungen niedergelegt. Nur schade, daß sie die fortgesetzten lieferungen schaftlichen gen. Auch d lich und methode den Seekr lauischen Note kein 9 75 der deut lani err Wilson nur nach kte. Wo blieb denn die t der Amerikaner, die dem deutschen sittliche Gefühl Deutschlands hrlich nicht mehr nötig, zu rung in ihren Anordnungen 0 von Menschlichkeit und Ge— rechtigkelt vor Augen hatte, und die amerikanische Note 135 dies ja auch in ihrem Aufange durch ein unzweideutiges Lob zu, das in England wahrscheinlich viel Unbehaglichkeit 3 N zun aber die Rechtssätze, das Völkerrecht. England hat, wie vielsach dargelegt worden ist, zuerst dieses Recht außer Kraft Kann man da billigerweise verlangen, daß den bisher bräuchlichen For— che Aushungerungsplan etwa em Kriege, muß er, nur weil gerade die Grundsätze ln richtet? Ist der engli Neben siich hhleit in— ee ö N* erwiesen, und die deutsche Regierung darf damit nicht war ten, bis der Krieg zu Ende ist und England den Vorteil seiner Willkür genossen hat. Wir sind überzeugt, daß es der deutschen Regierung wieder ein Leichtes sein wird, auch in ihrer bevorstehenden neuen Antwort das Lob zu verdie— nen, das ihr von Amerika für ihr bisheriges Verhalten gezollt worden ist. *** Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 17. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart, den 17. Mai 1915, mittags: Im Verhältnis zu den hartnäckigen Kämpfen der vergangenen zwei Wochen verlief der gestrige Tag an der ganzen Front im allgemeinen ohne wesentliche Ereignisse. Die Armeen haben weiter nach vorwärts Raum gewonnen. Die gegen den oberen Dnjestr vorgerückten Kolonnen haben mit Teilen nun auch Drohobycez ge⸗ nommen weitere 5100 Gefangene gemacht und acht Maschinengewehre erbeutet. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: 1 bv. Höfer, Feldmarschalleutnant. 1* e Russische BVerlegeuheits berichte. Petersburg, 15. Mai.(WT. Nichtamtlich.) Verspätet eingetroffen. Bericht des Großen Generalstabs. Seit Mitte April waren uns Nachrichten über massen hafte Nachschübe deutscher Truppen von der Westfront und ihre Zusammen beben in Westgalizien zugekommen. Die hierdurch geschaffene gage der Dinge nötigte uns, die Entwicklung unseres Vorstoßes in der Richtung Mezeelaborez-Uzsok anzuhalten, um unsere Stel lung nicht noch weiter zu verlängern und die Möglichkeit einer Ver⸗ schiebung der verfügbaren Reserven an die bedrohten Abschnitte unserer Front zu erhalten. Indessen waren die Kräfte, die der Feind neuerlich gegen unsere Front warf, so bedeutend, daß unsere dritte Armee ihren Vorstoß im Abschnitte Senczkovitze⸗ Gorlice nicht aufhalten konnte. Unermüdliche hartnäckige Kämpfe und stürmische Gegenangriffe, die den Feind verhinderten, die beabsichtigte Durchbrechung unserer Front ins Werk zu setzen, brach⸗ ten es schließlich dahin, daß die feindliche Aktion auf Frontalangriffe gegen die Stellungen, welche unsere 3. Armee nacheinander ein nahm, beschränkt wurde. Der begeisterte Mut unserer Truppen ermög⸗ lichte es, bei vollster Ordnung die uns gestelltem schwierigen Kampf- probleme zu lösen und 1 Feind ungeheure Verluste zuzufügen. Die ganzedritte Arssee wurde an den San zurück gebogen. Dementsprechend waren wir genötigt, zu einer Um aruppierung der benachbarten Armee zu schreiten, um auch ihre Front mit in Uebereinstimmung zu bringen. Die Um⸗ gruppierung ist bereits vollzogen. Wir waren wohl genötigt, uns aus diesen Gründen aus den Karpathen zurückzuziehen, haben aber gleichzeitig durch eine entscheidende Offensive in Ostgalizien wesentliche Erfolge an unserem linken Flügel er⸗ zielt, der den Oesterreichern am Dnujestr eine empfindliche Nieder⸗ lage auf einer Front von 150 Werst beibrachte, Im Laufe von 5 Tagen, vom 9. bis zum 14. Mai, machten wir in dieser Gegend an 20 000 Gefangene und zwangen den Feind, sich in Unordnung jenseits des Pruth zurückzuziehen. Am 14. Mai zerstreuten unsere weittragenden Batterien in Przemysl eine feindliche Kolonne, die aus Westen herankam und brachten ihr bedeutende Verluste bei. An den anderen Abschnitten des San und an den Osthängen der Karpathen haben keine bedeutenden Aktionen stattgefunden. Petersburg, 17. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Verspätet eingetroffen. Generalstabsbericht vom 15 Mai. Die österreichische Armee war am Dnjestr geschlagen und konnte am 14. Mai am lin ken Pruthufer nunmehr in der Gegend von Kolemea mit Hilfe von Verstärkungen, die init der Eisenbahn hingebracht wur⸗ den, sich halten. Sie setzte die letzten Reserven, die aus Pio⸗ nieren und einzelnen Abteilungen von geringem Gefechtswert be— standen, zum Kampfe ein. Am selben Tage nahmen unsere Trup⸗ pen in einem Handstreich Nadworna. Tags zuvor nahm unsere Kavallerie mit einem einzigen Ansturm Befestigungen und den Brückenkopf von Eniatyn und bemächtigte sich dieser Stadt. Wir setzten die Verfolgung kräftig fort. In der Gegend von Szawle entwickeln sich Kämpfe, die für uns günstig sind. Wir schlugen mehrere Angrisse westlich Szawle zurück und griffen bei dem Dorfe Gruzdi mit Erfolg eine bedeutende feindliche Kolonne an, die Szawle von Norden um— gehen wollte. Wir schlugen den Feind zurück. 8 1** Die Urisis in Italien. Rom, 17, Mai.(Weg. Nichtamtlich.) Meldung der „Agencia Stefani. Der Min isterrat beschäftigte sich heute mit den Mitteilungen, die er in der Kam mersitzung am Donnerstag machen wird.* Rom, 17. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der So untag ist ohne ernstere Zwischenfälle verlaufen, obgleich nachmittags eine große Volksversammlung auf dem Popoloplatze stattfand, Piese war ursprünglich als Protestversammlung gegen Giolitti gedacht und wurde, nachdem der Entschluß des Königs bekannt eworden war, Salandras Demission nicht anzunehmen, zu einer vation für das Kabinett Salandra und für den Krieg. Die Demonstranten zogen dann durch die Stadt und brachten teils unweit des Quirinals Ovationen für das Kabinett Salandra dar, während ein anderer Teil der englischen Botschaft bei der Porta Pia huldigte, wo die englische Botschafterin Lady Renell Rodd den Demonstranten Kußhände und Blumen zuwarf. Auf Wunsch der Demonstranten wurden schon am Vor- 8 gepaßt, der nicht mit vollen Segeln im Fahrwasser der Kriegs⸗ partei schwimmt. Man kann kaum noch ein ernstes Wort gegen den Krieg in den Blättern finden. 1 Die Tatsache, daß heute die Tagesordnung für die am 20. Mar angesetzte Kammersitzung nicht verfassungsmäßig veröffentlicht wurde, deutet darauf hin, daß die Kammer wied erum vertagt und ihr die Entscheidung über den Krieg entzogen wird. g 5 Eine Besprechung im ungarischen Abgeordneten-Haus. Budapest, 17. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Im Ab geord⸗ netenhause richtete heute der Oppositionelle Graf An⸗ drassy an den Ministerpräsidenten folgende Anfrage: Ent⸗ spricht die Nachricht Berliner Blätter den Tatsachen, daß der gemeinsame Minister des Auswärtigen dem Königreich Italien ein territoriales Anerbieten machte zur Sicherung seiner endgültigen Neutralität? In der Begründung der Anfrage hob Andrassy hervor, daß er diesem Opfer nur insofern zustimmen 3 könnte, als dies nicht bloß der Ausfluß eines momentanen Bedürf⸗ nisses, sondern die Frucht unserer zielbewußten Politik sei, daß wir jenen Grundsatz, der sich heute zeigt, in Zukunft ausschalten wollen und daß wir unser Verhältnis zu Italien auf eine ge⸗ sündere, sicherere Basis stellen und die Grundlage zu einem künftigen Frieden legen wollen.(Lebhafte Zustimmung.) Meiner Ansicht nach, sagte der Redner, würde ein Zwist zwischen Italien und der Monarchie den beiden Staaten nachteilig sein. Nur ein lachender Dritter würde daraus Nutzen ziehen. Nur der Panslavis mus, gegen den wir jetzt einen blutigen Kampf führen, würde von diesem Gegensatz einen Vorteil haben, und andere Faktoren würden die jetzige Gelegenheit dazu be⸗ nutzen, um sich zu sichern. Ministerpräsident Tisza führte in seiner Exwide⸗ rung aus: Die Zeitungsmeldungen, die sich auf die seitens unserer Monarchie an Italien gemachten Vorschläge beziehen, sind selbst⸗ verständlich nicht autentisch. Ich kann mich jetzt nicht in eine ins Einzelne gehende Erörterung dieser Frage einlassen, wo und in⸗ wiefern sie sich mit der Wirklichkeit decken. Ich bemerke jedoch. daß sich aus ihnen im wesentlichen und in den Hauptzügen eine richtige Orientierung über die Propositionen der Mo⸗ narchie gewinnen läßt, nämlich darüber, was das wichtigste an der Sache ist und worauf sich die Frage des Herrn Abgeordneten be⸗ zieht. Diese Mitteilungen entsprechen der Wirklichkeit in dem Sinne, daß die Monarchie tatsächlich territoriale An⸗ erbietungen an Italien machte, zum Zwecke einer Siche⸗ rung der dauernden Neutralität Italiens.(Zustimmung.) Zu diesem Schritte sind wir, die wir für die auswärtige Politik der Monarchie verantwortlich sind, durch die Ueberzeugung be⸗ wogen worden, daß eine stän dige Freundschaft zwischen unserer Monarchie und Italien sowohl den dauernden großen Le⸗ bensinteressen der Monarchie wie denjenigen Italiens entspricht. (So ist es.) Diese dauernden großen Lebensinteressen erfordern es, daß wir, selbst um den Preis schwerer Opfer, die durch die Er⸗ schütterungen des gegenwärtigen Krieges emporgeworfenen Rei⸗ bungspunkte auf dem Wege eines gemeinsamen, guten und freund⸗ schaftlichen Verhältnisses aus der Welt zu schaffen trachten müs⸗ sen.(Allgemeine Zustimmung.) Da wir uns überzeugt haben, daß eine Beseitigung der Reibungspunkte und das Hervor⸗ rufen eines solchen Seelenzustandes, welcher die Voraussetzung einer dauernden, aller Hintergedanken baren Freundschaft ist, lediglich um den Preis solcher territorialer Zu⸗ geständnisse erreicht werden kann, haben wir auch diesen Weg betreten im vollen Bewußtsein der Schwere des go⸗ brachten Opfers und im vollen Bewußtsein der auf uns lastenden großen Verantwortung, aber nicht zu taktischen Zwecken, nicht zur Ueberwindung augenblicklicher Schwierigkeiten(Allgemeine lebhafte Zustimmung), sondern von der Ueberzeugung durchdrungen, dadurch in Wahrheit den ständigen Interessen unseres Vaterlandes und damit der Monarchie zu dienen.(Zustimmung.]) Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß dieses Vorgehen der Regierung die Zustim⸗ mung der öffentlichen Meinung findet. So ist es schon deshalb, weil ich hoffe, daß auch die ungarische öffentliche Meinung unsere Interessen ebenso auffaßt, wie sie zu meiner großen Freude der Interpellant mit einer mit unserer Ueberzeugung völlig überein⸗ stimmenden Weise zum Ausdruck brachte, aber auch in der Ueber⸗ zeugung, daß aus dem Herzen der ungarischen Nation die Gefühle der Sympathie und Freundschaft nicht geschwunden sind, die der italienischen Nation gegenüber bei uns so lange Zeit hindurch be⸗ standen haben. Ich hege die Ueberzeugung, daß, wenn es gelingt, die vorhin erwähnten Reibungspunkte zu beseitigen, und sichere Grund⸗ lagen zu einer ständigen Freundschaft zwischen unserer Monarchie und Italien zu schaffen, die Sympathie der Seelen und die An⸗ näherung der Gefühle zu neuer Kraft gedeihen werden, die zwischen der ungarischen und italienischen Nation so geraume Zeit hindurch waltete.(So ist es.) Ich bitte das geehrte Haus, diese Antwort zur Kenntnis zu nehmen. Nach der Rede des Ministerpräsidenten erklärte Andrassy, daß er sowohl als das ganze Abgeordnetenhaus und die Nation darin übereinstimmen, daß wir, falls der Kampf un ver⸗ meidlich sein sollte, unsere Pflicht männlich tun werden.(Allgemeine Zustimmung.) Jedoch, wenn irgend mög- lich, unser Verhältnis zu Italien inniger, freundlicher und auf⸗ richtiger gestalten wollen.(Allgemeine lebhafte Zustimmung.)— Das Haus nahm hierauf einstimmig die Antwort Tiszas zur Kenntnis. Die Kundgebungen. Berlin, 18. Mai. Ohne jede Unterbrechung, so wird dem„Berl. Tageblatt“ aus Lugano gemeldet, folgen sich in ganz Italien in sämtlichen großen, kleinen und mittleren Städten fanatische Kriegstundgebungen, an denen alle Schichten der städtischen Bevölkerung teilnehmen. im Mittelmeer für ewige Zeiten die Vorherrschaft 7 2* 5 1 5 1 75 . 0 Erstes Blatt 165. Jahrgang Dienstag, 18. Mai 1015 gie gel 7 5* Sezngsp reis: l eint tägli* er 0 N 5 0 monatl. 75 b., viertel⸗ Sonntags.— Beilagen: jährl. Mk. 2.20; durch viermal—— 4 e 1 enblätter;* monatl. 65 Pf.; dur 1 weimal wöchentl. Kreis: die Post Mk. 2.— viertel ⸗ f 5 n. e g ienstag und Freitag); Zeilenpreis: lokal 15 Pf, 80 liche se Land ga, 20 3— 0 ragen 4 schristleiter: Aug. Goetz. Fernsbrtch: Anschlüße: f 5. Verantwortlich für den für die Schristleitung112 0 90 politischen Teil und das Verlag, Geschäftsstelledl Feuilleton: Aug. Goetz; Adresse für Drahtnach-. für Stadt und Land, richten: Anzeiger Gießen.* Vermischtes und Ge⸗ 558 g 5 . f i läden Augengel 8. bis vormittags 9 lihr. Rotationsdruck und verlag der Brühl schen Univ. Buch- und steindruckerel n. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schusstr. 7. Beck, sämtlich in Gießen, 1„ f 9 ve 0 0 93 2. Weiteres Furückdrängen der Russen in Galizien. 0* f 0 0 N 9 0 f 9 ˖ 10 Stellungskämpfe im Westen. Eine amerikanische Note. Großes Hauptquartier, 17. Mai.(WTB. er in den bisherigen völkerrechtlichen Konferenzen nicht mittag an den meisten Häusern Fahnen herausgesteckt, selbst die Amtlich.) a genugsam 2 und kritisiert worden ist, für die Straßenbahnwagen waren N„ * Westlicher Krie gs schauplatz. Frage der Zulässigteit eee Wurden 1 5 e irbliche Majerttäk 18 Bevölkerung bisher 7 7 wagte, ihrer⸗ 45 Nördlich von Hpern, westlich des Kanals bei Steen- führung ganz ausscheiden? Das Völkerrecht hat infolge seits ihre Stimme zu erheben. Diesem Ton der Verzagtheit der straate und det Sas, gaben wir unsere vorgeschobenen der englischen Uebergriffe sich als fortbildungsbedürftig Intellektuellen hat sich auch der geringe Teil der Presse g 8 5 1 Jeder Ver⸗. 5 3 des„Widerstandes en Massenwahnsinn ift er⸗ loschen. In Rom 1 ai über 100 000 Menschen vor das Quirinal. Trotz der Abwesenheit des Königspaares fand diese Kundgebung unter stürmischen Rufen„Hoch der 2 Krieg“ statt. In Neapel marschierten an der Spitze einer SEruppe 200 Universitätsprofessoren mit dem Rektor. Ueber sozialistische Kundgebungen heißt es weiter: Der am 16. Mai in Bologna zusammengetretene Sozialisten⸗ kongreß protestierte in schärfster Form gegen jede Beteili⸗ . gung am Kriege. Am Vorabend der Kammereröff⸗ nung sollen Protestversammlungen in ganz Italien abgehalten werden. In Coma sprengten 150 Reservisten trotz Einschreiten der Offiziere unter dem Rufe„Nieder der Krieg“ ein Kriegsmeeting. Die deutsch⸗ freundliche Zeitung„Vittoria“ in Rom hat angesichts der schweren Lebensgefahr für ihre Redakteure ihr Erscheinen eingestellt. Mailand, 17. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Den Zu⸗ stand der italienischen Presse kennzeichnet e Auf⸗ ruf an das italienische Volk, den„Popolo d'Jtalia“ am 5 Sonntag in Hunderttausenden von Exemplaren verteilen beg,„1. Der Dreibundvertrag wurde am 4. Mai ge⸗ flündi 2. Am 15. April wurde ein Kriegsabkommen mit dem 8 abgeschlossen, wonach Italien sich ver⸗ pflichtet, Oesterreich⸗Ungarn bis zum 24. Mai anzugreifen. 3. Dieses Abkommen garantiert Italien die Befreiung aller unerlösten Gebiete, die Herrschaft in der Adria und große . Kompensationen in Asien und Afrika. 4. Es wurde bereits dur Ausführung dieses Planes geschritten, da Offiziere des 85 Generalstabes sich für eine einheitliche wiluärische tion in Paris und London betätigt haben. 9 1 war Giolitti, der dies alles wußte, von Bülow N 8 zahlt. Er versuchte, das Vaterland zu verraten und Oester⸗ 782 auszuliefern. Angesichts der Majestät des italienischen Volkes beschuldigen wir Giolitti des Hochverrats und über⸗ weisen ihn der Verachtung und der öffentlichen Rache. 5 Eviva la Guerra!“ 5 * 9 50 1 7 ** Der amtliche sranzösische Bericht. Paris, 17. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von gestern nachmittag. In Belgien unternahm der Feind heute 8 aht drei Gegenangriffe gegen Steenstraate und Umgebung. 5 Dee dritte bei Morgengrauen unternommene war besonders heftig. Die Angreifer wurden zurückgeworsen und erlitten schwebde Ver⸗ luste. Wir erbeuteten gestern sechs Maschinengewehre und einen Mimenwerfer. Nördlich von La Basss zwischen Richebourg, l'Avoné und la Quinquerne nahmen englische Truppen heute nacht mehrere deutsche Schützengräben ein Nördlich Arras schlug man sich die ganze Nacht mit Erbitterung. Auf den Osthängen und Südhängen der Lorettohöhe gestattete uns ein harter Kampf mit Granaten einige Fortschritte zu machen. In Neuville 155 suge der Feind 1 uns die Häuser wieder zu entreißen, 8 wir am gestrigen Tage nahmen. Er konnte auch die b deres e nicht wieder erobern, welche wir ihm außerhalb des Dorfes wegnahmen. Von der übrigen Front nichts zu melden. 7 Amtlicher Bericht vom 16. Mai, abends. Am Nachmittag warfen wir in Ste enstraate den vierten deutschen Gegen⸗ angriff mit vollem Erfolg zurück. Wir behaupteten alle gestern eroberten Stellungen und befestigten unseren Gewinn, dessen Be⸗ derben Dunch die heftige Kraftanstrengung des Feindes unter⸗ wird. Wetter südlich brachten die englischen Trup⸗ pen den Deurschen eine ernste Schlappe bei und nahmen süd⸗ 1 westlich r einen Kilometer Schützen⸗ ö Glei kam 33 von Festubert ein 0— in Richtung auf La Quinguerne voran und auf einer Front von 600 Meter 1500 Meter in der Tiefe. Die deutschen Verluste sind schwer; die englischen Fortschritte dauern fort. Im Absamitte nördlich Arras fuhren wir fort, unsere neue Front zu befestigen, indem wir den Feind aus meh⸗ 2 en Stellungen 3 er„—9* ö— zeigten in sem Kampf um j fände za 0 Wir gewannen 200 Meter auf dem Höhen vorsprung, beacer 25 der Lorettohöhe gegen die Zuckerfabrik Souchez aus⸗ läuft. Wir nahmen weitere Häuser im Nordteile von Neu⸗ le ein und brachten einen— 7 Fesselballon östlich davon ban Platzen. Den Bahnhof Somain ließen wir durch Flieger e In der Champagne westlich von Ville⸗ ur⸗Tourbe brachte uns eine ein örtliche Kampfhandlung einen sehr glänzenden Erfolg ein. In der Nacht vom. m Sonntag sprengte der Feind eine Mine hinter unserer ersten Une Acht deutsche Kompagnien stürmten sofort gegen unsere 8 2 vor und faßten in einem ausspringenden Winkel Fuß. Wir machten sofort einen Gegenangriff und nahmen einen Teil der verlorenen Stellung wieder. Wir machten 70 Gefangene, Ver darunter drei Offiziere. Am Tage unternahmen wir einen zweiten Gegenangriff. Dieser mit großem Schwung, mit Bajonett und Handgranaten durchgeführte Gegenangriff verschaffte uns die ganze Stellung wieder. Wie wir mit Sicherheit feststellen konnten, er⸗ litt der Feind 21 Verluste. In der Tat fanden wir in den Schibengrapen und Brustwehren über 1000 tote Deutsche und machten 300 Gefangene, darunter 9 Offiziere; auch erbeuteten wir sechs Maschinengewehre. Demnach blieb nahezu der ganze Bestand der angreifenden Truppen in unseren Händen oder auf dem Gelände. W der Redaktion: Dieser Bericht ist er⸗ fahrungsgemäß mit der größten Vorsicht zu bewerten.) 8 Ein Bericht Freuchs. London, 17. Mai.(WB Nichtamtlich) Feld marschall French meldet einen wohlgelungenen Angriff der ersten Armee zwischen Richebourg⸗l Avous und Festubert, welcher die Linie des Feindes auf dem größten Teile der englische Meilen(3¼ Kilometer) langen Front durchbrach. „Der Angriff begann um Mitternacht 85 16. Mai südlich von Richebourg⸗l'Avpue, wo die Engländer zwei hinter⸗ einander gelegene Schützengrabenlinien von 800 Yards Länge eroberten. Eine englische Meile davon wurde bei Tagesanbruch ein Angriff unternommen und 1200 Yards Schützengraben erobert. Dieser Erfolg wurde noch 600 Hards 5 südlich S 9 1 engräben Bomben gewo wurden. Hier überschrit⸗ ten die Engländer den Weg von Festubert nach La e und drangen ungefähr eine englische Meile in die deutschen Linien vor. Der Kampf dauert noch an und n nimmt einen für uns günstigen Verlauf.“ * 0* Die Kämpfe an den Dardanellen. Konstantinopel, 16. Mai, 8 Uhr 5 Min. abends.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptanartier meldet: An der Dardanellen⸗ front bei Ari Burn u unternahmen drei feindliche Bataillone mit Genietruppen gestern früh gegen die Stellung unseres rechten] * wiederholte Angriffe, durch die wir überrascht werben follten. Die Feinde wurden jedesmal mit Verlusten zu rũch⸗ Pewor fen und durch unsere Gegenangriffe bis in dhre Hauptstellungen getrieben. Wir zählten 300 tote Feinde in der Umgebung dieser Stellungen. Der Gesamtverlust des Fein⸗ . des bei den Angrifsen beläuft sich auf 1500 Mann. Wir er⸗ beuteten 200 Gewehre und eine Menge sonstigen Kriegs⸗ materials. Unsere eigenen Verluste sind verhältnis⸗ mäßig gering. Feindliche Schiffe beschossen gestern erfolglos unsere Batterien am Eingang der Meerenge. Diese Batterien feuer⸗ 3 2 Drei Geschosse trafen das englische Panzerschiff „Vengeance“. Unsere Flieger warfen mit Erfolg Bomben auf den bei Sedd ül Bahr stehenden Feind. Am 1. Mai ließ das französische Panzerschiff„Victor Hugo“, das im Golf von Akaba kreuzte, ein Wasserflugzeug aufsteigen, das, von unserem Feuer beschädigt, ins Meer stürzte. Am 2. Mai wollte dasselbe Panzerschiff in einer Schaluppe eine Abteilung landen, die Scha⸗ luppe wurde aber mit einem Verluste von fünf Toten und Ver⸗ wundeten vertrieben. Der„Victor Hugo“ zog sich hierauf zurück. Von den anderen Fronten ist nichts von Bedeutung zu melden. Berlin, 17. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Berl. Lokalanz.“ meldet aus Athen: Aus Mytilene wird berichtet, daß britische Kriegsschiffe in den Dar⸗ danellen auf Minen gestoßen und gesunken seien. Die Zahl wird nicht angegeben. Das Befinden des Königs von Griechenland. Athen, 17. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Verspätet ein⸗ getroffen. Der Krankheitsbericht vom 15. Mai 7 Uhr abends besagt: Das Allgemeinbefinden des Königs hat sich merk⸗ lich gebessert, nur bei Hustenanfällen hat er Schmerzen. Die mikroskopische Untersuchung des Auswurfes hatte ein gün⸗ stiges Ergebnis. Deutsche Flüchtlinge aus Marokko. Paris, 17. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ meldet: Drei deutsche Matrosen, welchen es gelang, aus einem Gefangenenlager in Marokko zu entfliehen, wurden in Gibraltar wieder festgenommen. Ihre deutschen Mitgefangenen in Marokko, welche verdächtig waren, die Flucht begünstigt zu haben, wurden auf vierzehn Tage ins Gefängnis geschafft. Alle Mitgefangenen sind außerdem nach dem Innern Marokkos gebracht worden, um die Wieder⸗ holung eines solchen Vorkommnisses zu verhindern. Eine amerikanische Note über die versenkung der„Lusitania“. Berlin, 17. Mai.(WTB. Amtlich.) Der hiesige amerika⸗ nische Botschafter hat dem Staatssekretär der Auswärtigen Ange⸗ legenheiten die folgende Mitteilung zugehen lassen: „Ich habe die Ehre, Ew. Exzellenz folgende Abschrift eines mir von der amerikanischen Regierung zugegangenen Telegramms zu übermitteln. In Anbetracht der in letzter Zeit von den deutschen Behörden unter Verletzung amerikanischer Rechte auf hoher See getroffenen Maßnahmen, die in der Torpedierung und Versen kung des englischen Dampfers„Lusitaniag“ am 7. Mai 1915 gipfelten, wobei über 100 amerikanische Staatsangehörige das Leben verloren haben, erscheint es vernünftig und wünschens⸗ wert, daß die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und die Kaiserlich Deutsche Regierung zu einer vollkommen klaren. Verständigung über den Ernst der Lage gelangen, die sich hieraus ergeben hat. Die Versenkung des englischen Passagierdampfers„Falaba“ durch ein deutsches Unterseeboot am 28. März, wobei der ameri⸗ kanische Staatsangehörige Leon U. Thrasher ertrank, der am 28. April erfolgte Angriff eines deutschen Flugzeuges auf das amerilanische Schiff„Cushing“, die Torpedierung des amerikani- schen Schiffes„Gulflight“ am 1. Mai durch ein deutsches Untersee⸗ boot, wobei mindestens zwei amerikanische Staatsangehörige um⸗ kamen, und endlich die Torpedierung und Versenkung des Dampfers „Lusitania“ bilden eine Reihe von Vorfällen, die die Regierung ber Vereinigten Staaten mit wachsender Besorgnis, Beunruhigung und Bestürzung beobachtet hat. Die Regierung der Vereinigten Staaten hdenntdie mensch⸗ liche und aufgeklärte Haltung, die bisher von der Kaiserlich Deutschen Regierung in Fragen des Völ⸗ kerrechtes und besonders im Hinblick auf die Freiheit der Meere eingenommen worden ist. Sie hat sich davon überzeugt, daß auf dem Gebiete völkerrechtlicher Verpflich⸗ tungen die deutschen Anschauungen und der deutsche Einfluß stets für die Sache der Gerechtigkeit und Me enschlichkeit eingetreten sind. Sie ist auch über⸗ zeugt davon, daß die von der Kaiserlich Deutschen Regierung ihren Marineoffizieren erteilten Anweisungen von den gleichen 5 fühlen der Menschlichkeit geleitet sein dürften, wie es die Seegesetze anderer Nationen vorschreiben. Deshalb kann die Regierung der Vereinigten Staaten nicht glauben und kann sich auch jetzt nicht entschließen zu glauben, daß diese so völlig den Regeln, Gewohn⸗ heiten und dem Geiste der modernen Kriegführung widersprechenden gierung haben könnten. Infolgedessen einigten Staaten für ihre Pflicht, si. an die Kaiser⸗ lich Deutsche Regierung mit der ensten Offenheit und in der aufrichtigsten Hoffnung zu wenden, daß sie sich nicht getäuscht hat, wenn sie von der Kaiserlich Deutschen Regierung eine ungsweise erwartet, die den durch ihre Maßnahmen hervor⸗ gerufenen bedauerlichen Eindruck verwischen und die die bisherige t es die Regierung der Freiheit der Meere wieder herstellen wird. Die Regierung der Vereinigten Staaten ist von der Kaiserlich Deutschen Regi g davon in Kenntnis gesetzt worden, daß sie sich durch die ßergewöhnlichen Umstände des gegenwärtigen Krieges und durch die von ihren Gegnern angewandten Maß⸗ regeln, die dahin abzielten, Deutschland von jedem Handelsverkehr abzuschneiden, gezwungen sehe, Repressivmaßregeln zu ergreifen, die die gewöhnlichen Methoden der Seekriegführung weit überschreiten, indem sie eine Kriegszone proklamierte, außer⸗ 705 deren sich zu halten sie die neutralen Schiffe gewarnt hatte. g der Vereinigten Staaten hatte bereits Gelegenheit, 27 Kai 2 Regierung davon in Kenntnis zu setzen, daß sie die Einführung derartiger Maßnahmen oder Warnungen vor den Gefahren an amerikanische Schiffsreeder, amerikanische Staats⸗ 5 die berechtigterweise als Passagiere auf Schiffen krieg⸗ führender Staaten reisen, nicht zulassen könne, und daß sie die Kaiserlich 1 Regierung fstr jede abfichtliche oder zufällige Verletzung Wi streng verantwortlich machen müsse. Die mee der Vereinigten Staaten kann nicht glauben, daß die Kaiserliche W diese Rechte in Frage stellt, sie nimmt vielmehr an, die Kaiserliche Regierung sie als selbst⸗ verständlich anerkennt. Die Regel, daß das Leben von Nicht⸗ kombattanten, mögen sie neutraler Nationalität sein oder einer im Kriege befindlichen Nation angehören, rechtlicher und billiger Weise nicht— 75 die Kaperung oder Zerstörung eines unbewaffneten Handelsschiffes in Gefahr gebracht werden kann, um daß die Kaiserliche Regierung ebenfalls, wie dies alle anderen Nationen tun, die Verpflichtung anerkennt, die gebräuch⸗ lichen Maßnahmen der An haltung und Unter⸗ suchung zu ergreifen, um festzustellen, ob ein ver tatsächlich einer kriegführenden Nation angehört, oder wirklich Krienslonteebunde unter neutraler Flagge führt. 12 Regierung der Vereinigten Staaten möchte daher die Kaiser⸗ ich Deutsche Regierung allen Ernstes darauf aufmerksam machen, daß der Einwand gurt ble jetziges Verfahren, den Handel ihrer Feinde anzugreifen, siegt, daß es praktisch unmög⸗ lich ist, Unterseeboote für die Vernichtung des 2709 zu verwenden, ohne dabei die Regeln der Billig⸗ keit, der Vernunft, der Gerechtigkeit und der Menschlichkeit zu mißachten, die von der modernen Anscharrung als gebietend ange⸗ sehen werden. Es ist für die Offiziere eines Unterseebootes tat⸗ sächlich unmöglich, ein Handelsschiff auf See zu durchsuchen und seine Papiere und Ladung zu prüfen. Es 1 für sie tatsächlich unmöglich, das Schiff als Prise zu nehmen, und wenn sie nicht an Bord des Schiffes eine Prisenbesatzung lassen können, so kön⸗ nen sie es nicht versenken, ohne die Besatzung 8— alles, was sich . ien chrerseits hestig laif die jeindlichen Stellungen von Sedd il Bahr. 1 an Bord befindet, Wind und Wellen in ihren kleinen Rettungs⸗ kooten preiszugeben. Diese Tatsachen gibt bekanntlich auch 2 Maßnahmen die Genehmigung oder Billigung dieser großen Re- der Haltung der Deutschen Regierung bezüglich 12 geheiligten Kaiserlich Deutsche Regierung vfßen. a ie ben ben, 75 liche Zeit gewährte, um diese elementarsten Sine zu ergreifen, und daß in wenigstens zwei der hrten Fälle nicht einmal eine Warnung erfolgt ist. Es ist klar, daß die Unter⸗ seeboote, wie die Ereignisse der letzten Wochen gezeigt haben, —5 2 3 verwendet r. können, ohne. meidliche Verletzung vieler geheiligter 8* lichkeit und Gerechtigkeit. Amerikanische Bürger haben innerhalb der Grenzen ihr unbestreitbares Recht, wenn sie auf hoher See ihre Schiffe überall dorthin steuern und zur See überall dahin reisen, wohin sie ihre rechtmäßigen Gesetze führen, und sie üben dieses Recht in dem wohl sehr berechtigten Vertrauen aus, daß ihr Leben nicht gefährdet wird durch Handlungen, die in offen⸗ sichtlicher Verletzung allgemein Verpflichtungen begangen werden und 1 auch in dem Ver⸗ trauen, daß ihre eigene Regierung sie in der Ausübung ihrer Rechte unterstützen wird. Es wurde, wie ich der Kaiserlichen er her bee mitteilen zu müssen, kürzlich in den Zeitungen der i Staaten eine formell an die Bevölkerung der Ver⸗ einigten Staaten gerichtete Warnung veröffent⸗ licht, die von der Deutschen Botschaft in Washington soll und die tatsächlich besagt, daß jeder 8 der i Staaten, der sein Recht zu freien Reisen auf dem— übt, dies auf eigene Gefahr tue, falls seine Reise ihm in die—. der Gewässer führe, in der die Kaiserliche Marine ihre Untersee⸗ boote gegen den Handel Großbritanniens und 8 ver- wende, trotz des achtungsvollen, aber sehr ernsthaften 4 der Regierung der Vereinigten Staaten. Die Regierung der einigten Staaten erwähnt dies nicht, um die An erfamfeit der Deutschen Regierung auf die überra Regelwidrigkeit der Tat⸗ sache zu lenken, daß eine von der Deutschen Botschaft in Washington stammende Mitteilung sich an die Bevöl kerung der Vereinigten Staaten durch Vermittelung der Presse richtet, sondern nur, um darauf hinzuweisen, daß eine Warnung vor einer lichen und unbilligen Handlung in keiner Weise als eine Entschuldigung oder Milderung dieser——7—.j; noch als geeignet angesehen werden kann, die Verantwortlichkeit ihrer Urheber zu verringern. 650—* 7 8 1 8 die seit 55 rakter der Kaiserli ut egierun Grundsätze der Billigkeit kennt, von denen sie in 9 heit beseelt und geleitet war, kann nicht geendet— diese 2 mandanten, die diese ungesetzlichen Handlungen begangen haben. dies anders als unter einem Mißverständnis der von den deut⸗ schen Marinebehörden gegebenen Befehle getan haben können. Sie setzt es als selbstverständlich voraus, daß in einem Falle man wenigstens im Bereiche der Grenzen der prakti Möglichkeit erwarten könne, daß die Kommandanten, selbst von Unterseebooten, nichts tun würden, was das Leben von Nichtkom⸗ battanten, oder die Sicherheit neutraler Schisse gefährdete, selbst auf die Gefahr hin, daß die Kaperung oder Zerstörung Frage stehenden Schiffes vereitelt wird. Sie vertraut daher daß die Kaiserlich Deutsche Regierung die Handlungen, über 8 Regierung der Vereinigten Staaten Klage führt, mißbillige, daß sie, soweit möglich, Genugtuung geben wird für die unermeßlichen Schäden und daß sie sofort die nötigen Schritte tun wird, um die Wiederholung von Vorfällen zu verhindern, die so offenkundig die Grundsätze der Kriegführung, für die die Kaiserlich Deutsche Regierung in der Vergangenheit so klug und fest eingetreten ist, umstürzen. Die Regierung und die Bevölkerung der Vereinigten Sate. erwarten von der Kaiserlich Deutschen Regierung ein baldiges und aufgeklärtes Vorgehen in dieser vitalen*—— heit mit um so größerem Vertrauen, als die Ve taaten 2 5 1 4 f 155 1 5 5 1 47 sondern auch durch ausdrückliche Bestimmungen s Vertmges don 1828 zwischen den Vereinigten Staaten und dem Preußen verbunden sind. Der Ausdruck 3 Bedauerns und das Angebot einer tung im Falle der Zerstörung und irrtümlichen E neutraler Schiffe können, wenn sie auch, im Falle Verluste an Menschenleben 8 zu beklagen sind, internationalen Verpflich⸗ tungen ügen doch nicht ein Verfahren D oder ent e dessen natürliche 3 3 Wirkung ist, neutrale Staaten und Personen neuen Gefahren auszusetzen. Die Kaiserlich aue, Wen e nicht erwarten, daß die Regierung der Vereinigten Staaten ein Wort ungesprochen oder eine Tat ungeschehen lassen wird, die notwendig sein sollten, um ihren heiligen Pflichten zu die Rechte der Vereinigten Staaten und ihrer zu um ihre freie Ausübung und Gewuß zur leisten. Ich benutze diese Gelegenheit, Ew. enz erneut meiner ausgezeichneten Hochachtung 70 3 5 ) James W. Gerard“ Sr. Exzellenz Herrn von 8 Kaiserlicher Seien Auswärtigen e 0 Kopenhagen, 17. Mai(WTB. Nichtamtlich.)„Na- tional Tidende“ berichtet: Linie meldet: New⸗Pork mit 879 Passagieren nach Greenok, anstatt 2 dirigiert, kam in Greenok heute morgen ohne Zwischen⸗ all an. —— ͤ—— Aus portugal. gelt gare e s ee tugiesi ä; e! Sasebon, 155 Mai, 4 Uhr nachmittags: Die revolut to⸗ näre Bewegung, die in Portugal stattfand und die von der Marine ausging, wurde von der Armee 8 genommen. Das Ministerium Pimento 8 seine 2 e der 852 fol nisterium: i Inneres: Joao San Dunne Falsao, Finanzen: Barros Queiros, 8 Telles, Marine: Fer Costa, auswärtige An⸗ e egenheiten:! nud be. e— ima, Unterricht 1 um Ministers Aeußeren in Lissabon e die auswärtigen An⸗ gel. iten: 6 Castro. Die neue 8 wird von 5 Seiten unterstützt, im ganzen Lande herrscht voll- kommene N. 5 den treugebliebenen Truppen dauern hat am Samstag infolge Munittonsman⸗ ahl der Toten und Verwundeten ist groß. Die äuser der n Waben wurde angezündet e 3 7 Stadt und Land.. Gießen, 18. Mai 1915. » Amtliche Personalnachrichten. Der Groß- herzog hat Sr. Exzellenz Graf v. HFülsen⸗Haeseler, Gene⸗ ralintendant Berlin, sowie Sr. Exzellenz Gans Edler Herr zu Putlitz, Generalintendant zu Stuttgart, das Großkreuz 6 Philippsordens, dem Wirklichen Geheimen Admiralitalsral Felisch das Komturkreuz 1. Klasse des Philippsordens,— Direktor der Wiener Hofoper Hans Gre 1 5 das Kom 2. Klasse des Philippsordens, dem Schristf Bühnenvereins, Rechtsanwalt Arthur Wolff, das Ehrenkreuz d Philippsordens verliehen.— In den Ruhestand ersetzt 6 Bombardement gels aufgehört. Die ührer des Deutschen f * anerkannter internationaler Der Vertreter der Cunard⸗ Der Dampfer„Transylvania“ es 0 1 Pro + tragen 51 er Lehrer an der Voltsschule zu Mainz Adam d n, unter Anerkennung seiner e n Dienste, vom 1. April 1915 an.— Die Großherzogin am 20. März d. J. dem Lebrer an der Volksschule zu Mainz im Berg anläßlich seiner Versetzung in den Ruhestand das — uz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen ehen. * Der Brotverbrauch in den Wirtschaften. einer Kreisamtlichen Bekanntmachung in vorliegender J mer wird das Publikum ersucht, angesichts des zu er⸗ wartenden starken Pfingstverkehrs die geltenden Be⸗ mmungen über den Brotverbrauch dadurch zu unterstützen, es bei Ausflügen usw. seinen Bedarf an Brot selbst mitnimmt. Direkte Veranlassung zu dieser Mah⸗ ——17 gibt dem Kreisamte der zu seiner Kenntnis gekommene Fall, daß am Himmelfahrtstage in einem Gasthause der Um⸗ gegend eine Brotabgabe an Ausflügler festgestellt wurde, die zur Anzahl der dem Wirte zur Verfügung stehenden Brot⸗ marken in gar keinem Verhältnis stand. Eine weitere Be— kanntmachung ruft noch einmal die Bestimmung ins Ge— dächtnis, wonach Brot und Mehl nur gegen Brot⸗ marken abgegeben werden dürfen. Wie angebracht auch diese erneute Warnung, zeigt schlagend ein uns dieser Tage berichteter Fall, wo gelegentlich eines Begräbnisses von einem Bäcker an eine einzige Familie hunderte von mürben Brötchen geliefert wurden. Die Kreisamtliche Bekannt— machung weist u. a. auch auf die durch solche Uebertretungen verwirkten empfindlichen Strafen hin. HFlottenverein. Wie aus dem Anzeigenteil er⸗ 3 veranstaltet die hiesige Ortsgruppe des Deutschen Flottenvereins am Donnerstag, abends 8 ¾ Uhr, aber⸗ mals einen Vortrag, dem, schon in Anbetracht des wohl- tätigen Zweckes, hoffentlich trotz der vorgeschrittenen Jah⸗ reszeit ein volles Haus beschieden ist. 1 eee eee Von den bei den Bu⸗ erus⸗W in eschäftigten Gefangenen sind kürz⸗ lich zwei entwichen. Der eine von ihnen wurde vor einigen bei r eingefangen. Nun⸗ ehr ist bei Dieburg auch zweite Gefangene wieder ergriffen worden. Auch in diesem Falle wird das General⸗ dommando den bei der Festnahme der Ausreißer besonders eiligten Personen eine Belohnung gewähren. „ HBankverkehr. Nach einer Bekanntmachung im nzeigenteil der vorliegenden Nummer sind am Samstag vor Pfingsten(22. Mai) die Geschäftsräume der Mittel deutschen Creditbank und der Bank für Handel und In dustrie für jeden Verkehr geschlossen. „ Briefkästen. Mit dem Neuanstrich der Briefkästen in der Stadt ist begonnen worden Dem Publikum wird daher möglichste Vorsicht bei deren Benutzung anempfohlen. Am 17. Mai konnte Bäcker- de von allen Teilnehmern gut mittag 2 Uhr sand im hiesigen Schulhauß ährige Generalversammlung des hiesigen Spar- nd Vorschußvereins Raben au statt. Wie die Rech⸗ ungsablage pro 1914 ergab, hat die Anlage der Kapitalien enommen, trotzdem größere Beträge zu Zwecken der den Kriegsanleihe von Geldgebern entnommen wurden. das Geschäftsergebnis war fast dasselbe wie im Vorjahre, o daß Einwirkungen des Krieges bis jetzt nicht sichtbar waren. Beschlossen wurde, die diesjährige Dividende mit Prozent anstatt wie im Vorjahre mit 10 Prozent zur Ver⸗ ilung e eee 0 s mehr überweisen, um etwaigen späteren ungünstigen irkungen des Krieges gegenüber vorbereitet zu sein. 4 Zwecke wurde auch diesmal wieder der hie⸗ en gewerbl. Fortbildungsschule ein Beitrag, sowie der lichen Kriegsfürsorge 100 Mark zur Beschaffung von ebes gaben an Kriegsteilnehmer bewilligt. Bei der vorzu⸗ hmenden Wahl eines Aussichtsratsmitgliedes wurde iel Magel von hier gewählt. Kreis Büdingen. h. Büdingen, 17. Mai. Zu den Kleinpflaster⸗ lagen auf den Hauptverkehrsstraßen der ovinz Oberhessen nahm der hiesige Kreistag nach einem trag des Abg. Dr. Weber Stellung. Man sprach sich einmütig dahin aus, die Kleinpflasteranlagen auf Orts⸗ ahrten mit starkem Durchgangsverkehr zu be⸗ schränken, wo die Bewohner stark unter der Staubbelästi⸗ ung durch Autos zu leiden haben. Die hierzu geeigneten trecken sind festzustellen. Der Antrag wird dem nächsten vinzialtage unterbreitet. b — es 15 Mai.— 13. 9 8 hier, wie kurz berichtet, ein Mann zu Grabe ge⸗ 5.. über die Grenzen seiner Wirksamkeit be⸗ weit darüber hinaus der Allgemeinheit 5 tannt war und 3j%%%«;õ?7r m diente, Herr Lehrer Rudolf Die hl. Mehr denn 48 Jaßfre at er mit gutem Erfolg, wie die Anerkennung seitens einer Behörde bewies, im Schulamt gestanden. Aber auch sonst hat er sich rastlos betätigt. Als Freund und Kenner der Musik war er in jüngeren Jahren bekannt und beliebt, und manchem war es oft ein Genuß, seiner Kunst zu lauschen. Seine 25jährige Zugehörigkeit zum Vorstande der Sparkasse Ortenberg erkannte der ehrende Nachruf des Präsidenten, Herrn Forstmeisters und Landtagsabgeord⸗ neten Dr. Weber von Konradsdorf, an. In einer Zeit, in der das Obstbauwesen noch nicht behördlich orga⸗ nisiert war, hat er im Vereine mit seinem Vater 225 Obstzucht in Bleichenbach und der weiteren Umgebung durch Wort, Schrift und Tat in jeder Weise gefördert. Die großen Obstanlagen in Bleichenbach und vielen anderen Plätzen verdanken ihre Entstehung hauptsächlich ihrer An⸗ regung. Von hohem Werte war seine Wirksamkeit in der Gemeinde, in der er geboren, als Friedensrichter. Seinem Ansehen, seinem Einfluß und seiner Vermittlung gelang es in den meisten Fällen, entstehende Prozesse im Keime zu ersticken. Gar manche Familie hat er dadurch vor dem Ruin bewahrt, und sie dankt es ihm heute. Herr Lehrer Diehl entstammt einer alten Lehrerfamilie, die schon seit 1713 in Bleichenbach ununterbrochen amtierte, wie auch seine Kinder und nächsten Anverwandten wiederum dem Lehrerberufe zugehören. Seine Verdienste wurden an seinem Grabe gebührend gewürdigt, wie die zahlreiche Be⸗ teiligung am Begräbnis, die vielen Kranz- und Blumen⸗ spenden bewiesen. Mit ihm ist einer der Alten dahin— gegangen, der des Lehrerstandes Sorgen früherer Zeit durchlostet hatte, der aber auch gesehen, erfahren und ge— lehrt hat, daß Fleiß und Treue im Leben reichen Segen bringen. Kreis Schotten. — Ulrichstein, 16. Mai. Von den fünf Jugend- wehren der Umgegend: Ulrichstein(Führer Amtsgerichts diener Schlörp), Helpershain(Führer Wachtmeister Falter ⸗ Ulrichstein), Bobenhausen II(Führer Pfarrer Bühler), Rupppertenrod⸗Ober⸗Ohmen(Führer Metzger Völzing), Groß⸗Felda(Führer Sattlermeister Völzing), war am heu- tigen Tage eine Gesechtsübung verabredet worden, deren End- ziel die Erstürmung des Ulrichsteiner Schloßberges bilden sollte. Die Jugendwehrkompagnien Ulrichstein und Helpershain hatten den Schloßberg im Besitz. Die drei anderen Abteilungen griffen, von Norden, Osten und Westen her kommend, an. Nach etwa einer halben Stunde war der Schloßberg bereits im Besitze der Angreiser. Nach Beendigung des Gesechtes wurde Kritik gehalten. Eine große Zuschauermenge hatte sich eingefunden.— In vierzehn Tagen findet in dem benachbarten Ober-Seibertenrod eine Führer Versammlung der fünf Jugendwehrkompagnien statt, auf der Wacht⸗ meister Falter ⸗-Ulrichstein einen Vortrag halten wird über: „Anlage und Bau des Schützengrabens, sowie Zweck dieses Ver- teidigungsmittels“. = Aus dem oberen Vogelsberg, 17. Mai. Nun ist endlich für die Bewohner des Vogelsberges wieder die angenehme Zeit gekommen, in der das Vieh zur Weide getrieben wird. Damit wird den Leuten die Stallfütterung erspart, die auch hier bei der großen Viehhaltung viel Zeit in Anspruch nimmt. Man denkt sich in die Alpen versetzt, wenn man das in, bunten Farben leuchtende Vieh, nicht selten mit harmonisch klingenden Glocken behangen, an den Bergabhängen grasen sieht. Hessen⸗Nassau. h. Frankfurt a. M., 17. Mai. Die Landgräfin Anna von Hessen, geb. Prinzessin von Preußen, feierte heute in voller Frische des Geistes und Körpers ihren 79. Geburtstag. Dem greisen Geburtstagskinde gingen im Laufe des Tages viele Glückwünsche persönlicher, schrift⸗ licher und telegraphischer Art von reichen Fütrrstlich⸗ keiten und ihr nahestehenden Persönlichkeiten und Körper⸗ schaften zu. An dem vom Landgrafen zu Ehren der hohen Frau gegebenen Festessen nahmen u. a. Teil das Prinzen⸗ paar Friedrich Karl von Hessen, die Großherzogin-Mutter von Luxemburg, Freifrau von Vincke, geb. Prinzessin Sy⸗ bille von Hessen und die Erbprinzessin von Anhalt. Die Landgräfin ist das älteste Mitglied der preußischen Königs⸗ familie. 7 N. Aümmumuummummammummunumnmunmmummpmmimnmmnmmnmnmnunnmmmamanmmmunnmn Unseren Anzeigenkunden zur freundlichen Beachtung! mit Eintritt des Sommer ⸗Fahrplanes am 1. Mai ist die frühere Fertigstellung eines Teiles unserer Landauflage erforderlich geworden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit eines früheren Anzeigenschlusses. Wir bitten deshalb unsere Anzeigenkunden dringend, größere Anzeigen unter allen Umständen schon am Tage vor dem Erscheinen aufzugeben.— Kleine Anzeigen können für die Tagesnummer nur bis vormittags 9 Uhr angenommen werden. verlag des Gießener Anzeigers. Anmnmmmmnunmmunmunnnnpunmumnunmnunmnmmnnnnmunmmmmunmmnmmmnm pu Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. 1 Gottesdienst in der Synagoge(Süd⸗Anlage). Mittwoch, den 19. und Donnerstag, den 20. Mai 1915: Wocheufest. 1. Tag: Vorabend: 7.45 Uhr. ö Morgens 8.30 uhr. Predigt. Nachmittags: 4.00 Uhr. 2. Tag: Vorabend: 9.00 Uhr. Morgens: 8.30 uhr. Nachmittags: 4.00 uhr. Festesausgaug 9.05 Uhr. Taalagrapb. Murat unerreichte Auswahl.— Stets frische „ Platten, Rollfilms, Filmpacks, Papiere. f Fachgemässes Anlernen für Anfänger. Central- Drogerie ohe 551. Emil karn Schulstrasse. 6 H. Schaffstaedt, G. m. b. jedes Quantum Wessing md Munter Stangen Nan d- Jod. Sorte M. 3.— desto u. bill. Beru Wiederverk. Verl. Ste Walter Fisc Käserel N kaufen H. reine Bauernware. Postkollo Nachn nelle fur Buttstädt, Thor. a Märkte. 10, Frankfurt a. M., 18. Mat. Heu- und Strohmarkt. Man notierte: Heu 4,70—4,90 Mk., Stroh(Kornlangstroh) 0.00 bis 6.00 Mk., Wirrstroh 0,00—0,00 Mark. Alles je 50 Kilo. Ge⸗ schäst lebhast. Die Zusuhren waren aus den Kreisen Friedberg, Hanau und Dieburg. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 19. Mai 1915: Wolkig, vereinzelte Regenfälle, mild, südwestliche Winde. Letzte Nachrichten. Italien. Lugano, 18. Mai. Es besteht heute kaum noch Hoffnung auf Erhaltung des Friedens zwischen Italien und seinen Ver⸗ bündeten. Der gestrige Artikel der„Stampa“ kündigte schon die Auflösung der neutralistischen Mehrheit der Kammer an. Der letzte Versuch Giolittis ist zu einer Episode geworden. Unklar bleibt nur, welchen offiziellen Kriegsgrund das Ministerium Salandra finden wird.„Secolo“ behauptet, daß bereits viele Anhänger Giolittis erklärten, ihren Führer im Stiche lassen zu wollen. Auch sie scheinen von jener, so häufig großen Entschließungen vorans⸗ gehenden Massensuggestion ergriffen zu sein, die tumultuarische Majoritäten auf die ganze Nation ausüben. Lugano, 18. Mai. Der gestern in Palermo zusammengetre⸗ tene sozialistische Kongreß protestierte in einer Ent⸗ schließung in schärfster Form gegen jede Beteiligung Italiens am Kriege. In vielen Städten wird fortdauernd Agitation unter den Reservisten getrieben. Bezeichnend war, wie in Como 150 Re⸗ servisten trotz Einschreitens der Offiziere unter dem Rufe„Nieder mit dem Krieg“ ein Kriegsmeeting sprengten. Der„Avanti“ veröffentlicht eine Zeichnung: Auf der Spitze eines riesigen Säbels taumelt die Italia mit verbundenen Augen; ein kleiner König stößt sie in den. der mit Bajonetten gefpickt ait. Lugano, 18. Mai.„Corriere della Sera“ und„Secolo“ triumphieren über die Lösung der Kabinettskrise, die zum Kriege führe. Nach dem„Secolo“ verlangte gestern der österrer⸗ chisch-ungarischen Botschafter Baron Mac chi Er⸗ klärungen von Sonnino über die Veröffentlichung der Nach⸗ richt, daß die Verhandlungen mit dem Treiverband bereits ab⸗ geschlossen seien. Sonnino sagte, als„Demissionär“ könne er keine Antwort geben. Baron Macchio möge sich gedulden, bis das neue Ministerium gebildet sei. Darauf hatten Baron Macchio und Für st Bülow eine lange Unterredung. Nachdem nun das Auf⸗ löfungsgesuch des Ministerkums Salandra zurückgewiesen worden ist, wird Baron Macchio die gleiche Frage an Sonnino richten. Wien, 18. Mai. In Palermo, Florenz und anderen Orten Italiens haben eingerückte Reservisten ge⸗ meutert. In Palermo wurde bei einem Sturm auf das deutsche Konfulat ein Angreifer erschossen und viele ver⸗ wundet. Um das Kriegsdelirium noch mehr anzufachen, bringen Mailänder Blätter in fettem Druck die Lügennachricht, Triest sei in vollem Aufstande. 5 l 0 a Chiasso, 18. Mai. Der„Corriere della be⸗ richtet aus Bukarest: Gestern abend ist ein Abgesandter des Zaren mit einem Handschreiben für den König von Italien auf der Reise von Petersburg nach Rom in Jassy eingetroffen. König Viktor Emanuel in Felduniform. N i. Köln, 18. Mat. Die„Köln. Volksztg.“ berichtet aus Lugano: Eine zweimalige längere Besprechung des österreichischen Botschafters mit dem Fürsten Bülow wird als das Vorspiel zu der Abreise der beiden Diplomaten und gleichzeitig der Mobil kündung augesehen. Gestern hatte die K zum ersten Male graugrüne Felduni f die auch der König trug. Eine große 1 durchzog am Sonntag die Straßen Roms. Vor sestlich erleuchteten Kriegsministerium brach man in tobende Bei⸗ falls rufe aus. 1 1 Die italienischen Freimanrer i. Köln, 18. Mai. Die„Köln. e gano: Die Würdenträger der italien schen Freimaurer beschlossen in ihrer gestrigen Versammlung im zo Giu⸗ stinianini in Rom eine sofortige lebhafte Agitation in ganz ntretens 8 a Italien zugunsten eines sofortigen Ei„5 den Krieg an der Seite des Dreiver bandes. Giolitti zeichneten sie als den Feind der Größe Italtens. 5 * Aecußerungen eines rumänischen Staatsmannes. Bukarest, 18. Mai. Die„Opinia“ veröffentlicht Unterredung mit Peter Carp, in welcher er sich äußerte: Ich habe die unerschütterliche 1 daß Deutschland und Oesterreich zuerst die sische ee ver⸗ nichten, sich dann gegen die französische Armee wenden und sie gleichfalls zerschmettern werden. Schließlich werden die beiden siegreichen Armeen auch die englische Marine be⸗ siegen und dann den Frieden diktieren. Meiner bekannten Ueberzeugung getreu, verharre ich in der Behauptung, danß Rumänien am Tage der Zers g der Zarenarmee durch die Zentralmächte mit Rußland abrechnen und Bess⸗ arabien sich zurücknehmen muß. An der Bukowinischen Grenze. N* Czernowitz, 17. Mai. Seit der Abwehr des hefti⸗ gen Angriffs auf Czernowitz ruht der Kampf auf der nord⸗ östlichen Front in der Bukowina. Die vorher herrschende Beunruhigung der Stadtbevölkerung ist tobt seit heute heft nordwestlich E im Raume Waß= nitza, wo der Feind starke Kräfte zusammenzog, um den Durchbruch zu versuchen. Der Verlauf des Karnpfes für uns äußerst günstig. Die russischen Verluste sind gent 5 Die Unruhen in Portugal. 5 i Köln, 18. Mai. Die„Köln. Itg“ berichtet von der hol⸗ ländischen Grenze: Der portugiesische Gesandte im Haag gibt fol⸗ gendes, ihm aus Lissabon zugegangenes Telegramm bekannt: Die neue Regierung hat allgemeine W e funden. Im ganzen Lande her rsicht j e tt Ru he. Die „Agence Havas“ meldet aus Lissabon, daß am 14. und 15. Mai 130 Personen getötet und mehr als 500 verletzt wurden. Zahlreiche Gebüude wurden von Bomben getroffen. im nächsten Laden zu ha Er ist um die Eeke e g en wieder beim Hausputz, dem Großreinemachen, Luhns nicht seblen. Amtliche Mitteilungen der Handelskammer Gießen. Das Arbeitsamt in Daxmstadt benötigt größere Mengen leichten und schwereren Normalflanell für Hemden und Unterbosen, Vaney und Baumwollspagnolet für Unter⸗ bosen(nur grau und braunß gestreisten und karierten Hemdenflanell(blau-weiß, feldgrauen Halsbindenstoff, (Köper), Wattierleinen, blauen Baumwollstoff(Fischgrat für Arbeitsanzlige), N Salzbeutelstoff (schwarz), 18 em breites, weißes Gurtband für Armbinden. weißes und rotes Fahnentuch(alatt und Köper) Wolle (arauf, Baumwolle(grau, Sommermerino). Angebote(nur, schriftlich mit Angabe der schnellsten Lieserzeit, der anzu⸗ bietenden Mengen und Bedingungen sind bis spätestens Mittwoch, den 20. Mal 1915, nachmitrags 6 Ubr an das Arbeitsamt in Darmstadt(Waldstraße 10) Spgler eingebende Offer, wecht ee ten w Muster wer nicht Preis!. her 5 1 Velksztn“ mudet qs u-. Iii heissem Kampk im Feindesland Ward Dir dia Todeswunde, Die Lieben Dein im Heimatland Traf schwer die bittere Kunde. Den Heldeutod fürs Vaterland ist Bester Du gestorben, Mit Peiner tapferen Hand hast Du Dir Himmelslohn erworben. Nach langer Ungewissbeit erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass unser braver. treuer, unvergesslicher Sohn, Bruder und Enkel Musketier Karl Philipp Hess Reservenfanterie-Regiment 22, 12. Komp. Am 14. Mai erlöste der Tod unseren lieben Bruder und Onkel Ferdinand Burckhardt von seinem langen Leiden. Die Beerdigung hat in aller Stille stattgefunden. im Alter von 2 Jahren den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefer Trauer: Familie Philipp Hess Katharina Gilbert. 02714 Im Namen der Hinterbliebenen: Theodore Noll, geb. Burckhardt. Offenbach a. Main, Beuern, Butzbach. Watzenborn, 17. Mai 1915. Wiedersehen war seine Hoffnung!“ 4334 175 Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teil- nahme bei unserem unersetzlichen Verluste, für die zahl- reichen Blumenspenden sowie für das ehrende Geleite des Kriegervereins sagt innigsten Dank Dauksagung. Für die überaus große und wohltuende Teilnahme anläßlich des Hinscheidens meines unvergeßlichen Gatten, unseres treusorgenden Vaters und Großvaters Todes⸗Anzeige. 3 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, 5 heute mittag meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater, 40 Bruder,* und Onkel ä 5. Lehrer Rudolf Diehl 5 Christoph Seipp gen wir hiermit allen unseren tiefgefüblten ö Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer MI Wilhelm für die ebrende Grabrede, Herrn 2 Schneidermeister Schulrat Baldauf für die warmen Worte der Anerkennung, Herrn Forstmeister Dr. Weber als Vertreser der Sparkasse Ortenberg für den ehrenden Nachruf dem Bezirkslehrerverein für das treue Gedenken, den vielen Kollegen von nab und sern, Herrn Beigeordneten Krast, den Schulkindern und der ganzen Gemeinde Bleichen— bach für die überaus zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, dem Turnverein für die Be⸗ gleitung zur letzten Ruhestätte und allen denen, die durch Wort und Schrlst ihre Teilnahme bekundeten. 4328 Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Berta Diehl Ww. Familie Lentz Familie Diehl. 5 Bleichenbach, Geiß⸗Nidda u. Blofeld, 14. Mai 1015.. Margarete Sommerlad geb. Weller, nebst Kinder. Frankfurt a. M., Wieseck, den 16. Mai 1915. 8 nach längerem Leiden im Alter von 66 Jahren in ein besseres. Jenseits abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen.. J. d. N.: Katharine Seipp geb. Pitz. 0 Großen⸗Buseck, Alten-Buseck, Gießen, 5 den 17. Mai 1915. 4344 ————— ——— * Verlag von J ulius Sprin ge r in Berlin M' 9 1 Soeben erschien: Eine Frage! Die Beerdigung findet Mittwoch, den 19. Mai, nachmitt. 3 ¼ Uhr, vom Sterbe— hause, Schloßstraße Nr. 19, aus statt. A Wie erhalten wir der Zukunft die erhebenden Kräfte dieses Krieges? Von ö Johannes Marbod Preis 50 Pfg. 4210 Frima Meiße und rote daeise Aria empfiehlt Sieg Danksagung. Für die herzliche Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. 4342.d. N.: Marie Spahr Ww. Gießen(Gr. Steinweg 22), 18. Mai 1915. mund Rosenbaum Frankfurter Straße 29 1210 0 Donnerstag, den 20. Mai, abends 8½ Uhr, :: in der grossen Universitäts-Aula: Habe mich nach 10 jähriger Tätigkeit an der hiesigen Frauen-Klinik als niedergelassen. Meine Wohnung be- lindet sich Süd-Anlage Nr. 23 III. 02726 A. Re pp. HolländerSchellsische und Cabliau, Bratschellsische beute eingetroffen. Gebr. Berdux 1 Babnhofstraße 27 43364] Fernsprecher 231 Tortrag mit Liehthäaderg über D b von Ingenieur Hans Lemke ———— ͥ Eintrittspreise: I. Platz(numeriert) I.— Mk., 2. Platz 50 Pig. Galerie 25 Pfg., für Mitglieder im Vorverkauf bei Ludwig Lembke, Seltersweg 35, 50 Pfg. bezw. 25 Pfg.; für nicht im Olfiziersränge stehende Militärpersonen im Vorverkauf ebenda 50, 25 und 13 Pfg. Verwundete sind Gäste. Der Ueberschuss geht zu Gunsten der hiesigen Kriegsfürsorge, in ö Sonderheit hiesiger Angehöriger der Kriegsmarins. 43470 Licht- Spiel- Haus Reparaturen 5 2 7855 Neubeziehen Die Rückkehr I eg eines Verlorenen(Gets FABRIK 2 Großes Drama der Nordischen Film- Compagnie 1 in 5 Akten 4202 5 Die neuesten Kriegsberichte D NKopfsalat Der Plan des dicken Peter. Komödie. pr. große, seste Köpfe, täglich Einlagen nach Bedarl. Einlagen nach Bedarf. I frisch, vers. gegen Nachn. per 100 St. wet. 4.—, Spinat und 1 NRömzsch-Kohl pr. tr. Mk.8. Milltar v. Feldwebel abwärts zahlt werktags die Halte. Mik. Victor, Salatkulturen,. Mainz⸗Mombach. 4268n Bekanntmachung. Die Bureaus, Kassen und Schalter der unterzeichneten Banken sind am Samstag vor Pfingsten, 22. Mai d.]. für jeglichen Verkehr geschlossen. ieddeusehe braaiban Van; lr Handel 4 use Filiale Gießen. Niederlassung Gießen. 2 Sellersweg 52 Giessen. r r