* 7 4 8 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. sscchlich nrit dem * ALnnziges Nal zu * f Len eund der Salons und Zweites Blatt Die„Gießener Familienblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Ureis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. 165. Jahrgang Gießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Si.iolittis römische Sendung. In letzter Stunde ist der„ewige Minister“, der Zau— berer von Montecitorio: Giovanni Giolitti in Rom ein— getroffen, ja, soll man sagen, um das Vaterland zu retten? Italien vor dem Eintritt in den Krieg zu bewahren? Um diese Frage zu beantworten, muß man wissen, wie Giolitti über die Lage denkt. Und wenn ein Ziel der Friede ist und nicht der Krieg, welchen Einfluß hat der 71jährige Exminister auf Salandra, der allein die Fäden des immer unheimlicher verwickelten Problems in Händen hält? Welchen Einfluß hat Giolitti endlich auf den Krieg, der allein das letzte Wort über Krieg oder Frieden zu sprechen hat? Es ist richtig: Giolitti ist während seiner ganzen poli⸗ tischen Laufbahn— er war so oft Ministerpräsident, daß man es nicht mehr aus dem Gedächtnis hervorzählen kann — ein erlieferungstreuer Vertreter des Dreibund— gedankens gewesen. Er hat mit dem Fürsten Bülow und später mit Herrn v. Bethmann Hollweg den Dreibund erneuern helfen, allerdings, wie man annimmt, immer mit dem Vorbehalt, daß England nicht gegen ihn ein⸗ ife oder zum mindesten neutral bleibe, weil die Lebens⸗ interessen Italiens gebieterisch fordern, seine Lebensadern Spezia und Genua nicht durch die überlegene Flotte Eng⸗ lands unterbinden zu lassen. Anfang Januar dieses Jahres waren nun in Rom dunkle Gerüchte von unerhörten Ver⸗ schwörungen verbreitet, die Giolitti mit Bülow gegen das Ministerium Salandra gesponnen habe. Der deutsche Ex⸗ reichskanzler sollte in Frascati, dem Tuskulum Giolittis, ewesen sein, und zahlreiche Zusammenkünfte sollten in Villa Malta und in Giolittis römischer Wohnung zwi⸗ schen den beiden Verschwörern stattgefunden haben. Der Zweck dieser Zusammenkünfte sollte der Sturz des Mi⸗ nisteriums Salandra gewesen sein, das Giolitti und Bülow, deren gemeinsames Ziel die Aufrechterhaltung der Neutrali⸗ tät It! s um jeden Preis sei, keine genügenden Frie- densbürgschaften zu geben schiene. Giolitti hat auf jene 0 ürfe einen Brief an den Abgeordneten Peano, seinen früheren Unterstaatssekretär, geantwortet. Er erklärte in diefem Brief, daß zwischen ihm und dem interimistischen tschen Botschafter niemals von Italiens Verhalten die war, daß das Ministerium Salandra nach wie seiner Unterstützung sicher sein könne, daß der zwar niemals ein Glück, sondern immer ein Un⸗ sei, aber wenn es die Ehre und die Vorteile des andes erforderten, nicht vermieden werden dürfe. Das war doch deutlich genug. Hierzu berichtet uns ein deut⸗ scher Lands mammn, der seinen Wohnsitz in Rom auf⸗ hat und in Berlin anwesend⸗ist, daß Gwlitti tat⸗ Fürsten Bülow, seitdem dieser wieder seine in der Villa Malta e bisher nur ein Uzusammentraf. Giolitti, wortkarg wie Moltke, 5 gesellschaftlichen Besuche. der ziemontese wohnt in Rom noch immer im vierten Stock eines Miethauses, wo er sich als einzigen modernen Luxus einen Fahrstuhl leistet. Autofahren kennt der„Landwirt vom Rittergut Cavour“ nicht. Der fieberhaft arbeitenden Diplomatie der Kriegshetzer, den Tricks Rennel Rodds, des engli schen Gesandten und seiner Agenten önnte der alte Giolitti also nur— wenn er wirklich den rieden in seiner Toga birgt— eines entgegensetzen: Die Wichern die man in den politisch nicht verhetzten Volks⸗ schichten vor ihm hegt, die gewaltige Achtung, die seine Er⸗ fahrung, sein Urteil genießt. Wenn Giolitti als schlichter Anwalt des schlichten Volkes vor den König tritt— und Viktor Emanuel III. versteht solche Sprache am besten, weil auch er das Parkett und die Intriguen haßt, das Land liebt und sich in San Rossore bei Pisa viel wohler fühlt als in dem unheilschwangeren Rom— wenn, sagen wir, Giolitti vor den König tritt und spricht:„Warum will man jetzt, nachdem man uns vor neun Monaten beim Ausbruch des Weltkrieges die Segnungen der Neutralität in allen rosigen Farben geschildert hat, uns diese Segnungen wie⸗ Englische Regierung und öffentliche meinung im Siebenjährigen Kriege. 8(Eine Parallele zu 1915.) 1 In diesen Tagen, da die führende Londoner Presse in mehr oder minder scharsen Worten die Kriegspolitik der englischen Re⸗ gierung angreift, ist es bemerkenswert, zu sehen, wie sich ein ganz ähnlicher Vorgang bereits vor fast 160 Jahren abgespielt hat. Als im Siebenjährigen Kriege die ganze Welt sich gegen Friedrich den Großen verschworen hatte, krat England bekanntlich als Bundesgenosse auf die Seite des Preußenkönigs, allerdings wohl weniger in der Absicht, diesem in aufrichtiger Treue zu helfen, als vielmehr deshalb, um durch die Unterstützung Pre 8, die in der Hauptsache aus Geld bestand, indirekt das verhaßte Frank⸗ reich zu treffen. Wie sehr jedoch die unentschlossene und saum⸗ selige Art der englischen Regierung in Bezug auf kraftvolles mili⸗ tärisches Zugreifen schon damals die Volksstimmung jenseits des Kanals zur Opposition reizte, geht aus einer Londoner Zeitungs⸗ nachricht vom 29. März 1757 hervor, die zehn Tage später von einem Hamburger Blatte veröffentlicht wurde. Sie spiegelt über⸗ raschenderweise ähnlich wie heute das Bestreben der englischen Politik wieder, unter tunlichster Schonung der eigenen Kräfte ein möglichst fettes Schäfchen ins Trockene zu bringen. Es heißt da unter anderem: 5 0 f Es ist ein Schicksal unserer Flotten, daß sie nicht auslaufen können, Der Admiral Holbourne lieget nun schon seit 4 Wochen zu St. Helens, und kann wegen des Süd⸗ Westlichen Windes nicht aus dem Canal kommen: und die Flotte des Admirals Hawke, welche nach der mittelländischen See be⸗ stimmt ist, muß aus eben dieser Ursache warten. Dagegen haben wir die unangenehme Nachricht erhalten, daß drei von unseren Paquetbvoten fast zu gleicher Zeit von den Franzosen genommen worden. Das Paquetboot Delphin, so die Briefe vom 15. aus Holland zu überbringen hatte, ist zu Calais aufgebracht worden. Das Paguetboot Hannover, so auf dem von Falmouth nach Lissabon war, hat man nach St. Malos ge⸗ führet, und das Paquetboot Duc von Groyhine ist auf der Reise nach Falmouth mit zween Posten weggekapert und nach Brest gesandt worden. Wir bemerken noch nicht, daß unter dem itzigen neuen Ministerio weniger Kauffahrdey⸗Schiffe verloren gehen, als unter dem alten; Murren bereits wieder an⸗ ehet. Könnte nicht diese anderthalb Jahrhundert alte Anklage 5 555 en 110 öffentlichen Meinung gegen die Politik selbstherr⸗ cher M ister der neuesten Nummer der„Times“ entnommen 5 8 1 5 8 8 Dienstag, U. Mai 1015 1 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: S 51, Schrist⸗ leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. der rauben? Warum sollen wir Völkern, die mit uns dreißig Jahre in treuer Bundesgenossenschaft lebten, jetzt in den Rücken fallen und dem guten Namen Italiens das schmach— volle Beiwort beifügen lassen? Warum sollen wir unsere Söhne zu Hunderttausenden opfern, um im besten Fall ein paar Alpentäler und einige mehr als zur Hälfte flowenische Bezirke zu erobern? Warum sollen wir dem Phantasma einer italienischen Vorherrschaft im Adriatischen Meere nach— jagen, wenn ein halbes Jahrhundert lang unter den beste— henden Verhältnissen unser Land fortschreiten und gedeihen konnte?“ Dann ist es nicht unmöglich, daß im allerletzten Augenblick noch das zitternde Zünglein an der Wage zur Seite des Friedens hinüberschwankt. Rom, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich.)„Giornale d'Italia“ meldet: Der König empfing am Morgen des 9. Mai Gio— litti in Audienz. Diese dauerte fünfzig Minuten. Man be— stätigt, daß Salandra und Giolitti am Nachmittag eine Besprechung haben werden. Rom, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Blättermeldungen zu— folge begab sich Giolitti heute nachmittag zu dem Minister— präsidenten Salandra, mit dem er eine lange Unter- redung hatte.— Die„Tribuna“ meldet, daß morgen vor— mittag eine Sitzung des Ministerrates stattfinden wird. Wie dasselbe Blatt erfährt, dauerte die Audienz Giolittis bei dem König ungefähr eine Stunde. Nach Giolitti empfing der König den Ministerpräsidenten Salandra. Rom, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Schatzminister Car⸗ cano, der zu Giolittis politischen Freunden gehört, hatte heute mit Giolitti eine Lange Unterredung in dessen Wohnung, welche von der„Tribuna“ für ein Vorspiel der bevorstehenden Unterredung zwischen Salandra und Giolitti gehalten wird. In der Zeit zwischen 12 Uhr mittags und 3 Uhr nachmittags war Giolitti von Rom abwesend, um sseine Gemahlin in Frascati zu besuchen. Währenddessen gaben ungefähr 20 Senatoren und 50 Ab⸗ geordnete Karten in seiner Wohnung dd. Vormittags fand eine dreiviertelstündige Unterredung zwischen Salandra, Sonnino und! Carcano in der Consulta statt. Rom, 9. Mai.(Wich Nichtamtlich) Die türkische Botschaft dementiert in energischer Form das von hiesigen Blättern ver⸗ breitete Gerücht, daß an den Kämpfen in Tripolis türkische Offiziere beteiligt seien. Sie weist deutlich darauf hin, daß angesichts der Herrschaft Englands über das Mittelmeer und die Begrenzung von Tripolis durch England einerfeits und Frank⸗ reich andererseits man eine etwaige Unruhestiftung in Libyen nur auf gewisse andere Quellen zurückführen könne. Rom, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich.)„Idea Nazionale“ läßt sich in aus Wien datierten Telegrammen melden, daß die Berliner und Wiener Regierung als Gegenbedingung für die Konzessionen an Italien die sofortige Anerkennung der deut⸗ schen Annexion Belgiens verlangten. Zugleich begeht aber die Zeitung die Unvorsichtigkeit, das Londoner Telegramm zu publizieren, demzufolge nach einer Meldung aus Rotterdam an die„Daily Mail“ in sel und Antwerpen Anschlüge ange⸗ heftet seien, welche die Annexion Belgiens für den 15. Mai an⸗ kündigten. Damit zeigt die„Iden Nazionale“ deutlich, wo und wie ihre Wiener Meldung entstand, die natürlich nur darauf bo⸗ rechmet ist, unter Ausnutzung des Belgienrummels die Kriegs⸗ hetze gegen Deutschland zu verstärken. Kopenhagen, 10. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Korre⸗ spondent der„Politiken“ meldet aus Rom: Die Situation ist be⸗ drohlich, aber noch nicht verzweifelt; der Krieg wird jedenfalls nicht in diesen Tagen ausbrechen. Verhältnis der Landwirte zur Kriegsgetreide⸗Gesellschaft. Bei der Kriegsgetreide-Gesellschaft gehen manchmal Beschwer⸗ den von Landwirten ein, aus denen zu erkennen ist, daß einige grundsätzlich wichtige Geschäftsbedingungen der K.-G. besonders unter den Landwirten noch nicht hinreichende Verbreitung gefun⸗ den haben. Mancher Aerger würde den Landwirten, manche zu Unrecht geäußerte bittere Kritik der Leitung der K.-G. erspart, wenn vor allem folgende Bestimmungen überall bekannt würden! Bezahlung des Getreides. Die K.-G. zahlt stets auf Verlangen gegen Vorlegung des Duplikat⸗Frachtbriefs, also sofort nach Absendung des Getreides, einen Vorschuß von 80 Prozent des Rechnungsbetrages. Die * 1 1 Gießen. 8 Schristleitung, Geschästsstelle u. Druckerei: Schul⸗ 7 6 ——pn, tg—s 9 Kommissionäre der K.-G. sind gezwungen, diesen Vorschuß, den sie von der K.⸗G. erhalten oder jedenfalls auf Wunsch erhalten können, ihterseits den Landwirten zu zahlen. Die K.⸗G. zahlt für die Restbeträge ud für die ganzen Rechnungsbeträge, falls 1 lein Vorschuß gefordert wurde, vom Tage der Abstempelung des Frachtbriefs auf der Empfangsstation ab Zinsen in Höhe von 2 Prozent über Reichsbanlsatz, zurzeit also 7 Prozent. Die Aus zahlung erfolgt von der K.⸗G. an die Kommissionäre. Natürlich sind diese verpflichtet, die Zinsen auch ihren Verkäufern zu ver? güten, soweit sie nicht Barzahlung geleistet haben. 73 Beschaffenheitsabnahme des Getreides. Im Verhältnis zwischen der K.-G. und den Kommissionären erfolgt die Abnahme am Bestimmungsort. Zum vollen Höchstpreis wird das Getreide abgenommen, soweit es gesund und normal⸗ trocken ist, sowie der Durchschnittsbeschaffenheit solchen Getreides letzter Ernte der Abladegegend entspricht. Soweit es diese Normal⸗ beschaffenheit nicht hat, werden Abzüge am Höchstpreis gemacht, über die mangels Einigung unter den Beteiligten das Schieds⸗ gericht entscheidet. Das Schiedsgericht ist aus Landwirten und Kaufleuten zusammengesetzt. Die Entscheidung erfolgt schnell und sachgemäß. Der Kommissionär sowie auch der Landwirt sollten 6 stets sofort das Schiedsgericht anrufen, falls ihnen bei be⸗ schädigtem Getreide nicht nach Eintreffen an der Bestimmungs⸗ station annehmbare Vergleichs vorschläge unterbreitet werden. Es genügt eine kurze Nachricht an den Geschäftsführer des Schieds⸗ gerichts Berlin NW., Prinz-Luis⸗Ferdinand⸗Straße 1. Den wesentlichsten Teil der Gefahr der Beschädigung des Getreides durch den Transport trägt die K.-G. selbst, indem sie allen Schaden übernimmt, der dadurch entsteht, daß 75 äußere, vom Absender nicht zu vermeidende Umstände auf dig 7 Beschaffenheit des Getreides eingewirkt haben. 3 Feuchtes nicht transportfähiges Getreide muß als solches von den Kommissionären unter Musterübersendung der K.-G. ange⸗ meldet werden. Alsdann vermeidet die K.-G. weitere Transport- wege, sie läßt das Getreide in die nächstgelegene Mühle oder Trock⸗ 1 nungsanstalt schicken. Die Landwirte sollten ihrerseits von denn Kommissionäxen verlangen, daß bei feuchtem Getreide hiernach verfahren wird. Auf direkte Nachricht an die K.-G. wird diese das Nötige veranlassen. 2 Natürlich kann der Landwirt durch Vereinbarung mit dem Kommissionär sich sofort bei der Ablieferung des Getreides über den endgültigen Preis mit diesem verständigen. Es ist dann an dem weiteren Schicksal des Getreides nicht interessiert. Mit Rück⸗ sicht auf die Vorschußpflicht des Kommissionärs und auf die vor⸗ erwähnten Bestimmungen hat der Landwirt aber keine 4 anlassung, sich sonderlich hohe und ihm ungerecht dünkende Abzüge gefallen zu lassen. Er steht sich erfahrungsgemäß am besten, wenn Ver⸗ er die von der K.⸗G. im Vordruck gelieferten und von den Kom⸗ 17 missionären vorzulegenden Verträge mit den Bedingungen den K.-G. unterschreibt, den Vorschuß von 80 Prozent sofort nach der Anlieferung an der Abgangsstation verlangt und bei Schwierig⸗ keiten in der Abnahme das Schiedsgericht anruft. N Verzögerung der Abnahme. f 1 Mauchmal hvird noch darüber geklagt, daß die Kommissionare das beschlagnahmte Getreide nicht schnell genug abnehmen. Die K.⸗G. sowie auch die selbstwirtschaftenden Kommunalverbände sind verpflichtet, die Einsammlung des Getreides nach Möglichkeit zu beschleunigen. Alle Kommissionäre sind mit entsprechenden Wei⸗ 8 Die Landwirte sollten, wenn ihre Ersuchen an e sich beschwerdeführend an die K.-G. oder an den Berlin C. 2, Finanzministerium, wenden. Hinterkorn, Rücknahme von bemängeltem Getreide. Die Anschauungen über Hin terkorn sind sehr verschieden 1 Die K.-G. ist gesetzlich gezwungen, möglichst alles Getreide für Reichskommis sar, 1 'die menschliche Nahrung zu erfassen. Was im Frieden als Hinter⸗ 1 lorn verfüttert wird, muß in. der jetzigen Zeit meist noch von brauchbaren Körnern durch Reinigung getrennt werden. Soweit die Landwirte hierzu nicht in der Lage sind, übernimmt die K.-G. das sogenannte Hinterkorn gegen mäßigen Abzug am Höchstpreis. Nur Rückstände, die gar keine oder fast gar keine brauchbaren Körner mehr enthalten, darf die K.-G. zum Verfüttern freigeben. Ebenso 15 wie die Landwirte wegen der Höhe der Futterpreise begreißicherweise den Wunsch hegen, mangelhaftes Getreide als Viehfutter zurück⸗ 3 zuerhalten, wünschen die Mühlen das mangelhafte Getreide, das sie in Friedenszeiten nicht zu verarbeiten pflegen, zurückzugeben. Die K.⸗G. darf diesen übereinstimmenden Wünschen nicht will⸗ fahren. Sorgfältige Bearbeitung, Reinigung und künstliche Trock⸗ nung retten in fast allen Fällen das mangelhafte Getreide ganz missionäre um sofortige Wegnahme nicht zum Ziele führen, oder teilweise für die menschliche Nahrung. Die K.⸗G. hat in diesen Beziehung bereits große und günstige Erfahrungen gesammelt. Des⸗ 15 Zur gleichen Zeit aber, wo die großen englischen Flotten un⸗ tätig in den Häfen liegen, vollbringt ein einziges preußisches Kaperschiff eine kühne Tat, was der englischen Regierung von 1757 mit folgenden Worten unter die Augen gehalten wird:„Der . König von Preußen ist in diesen Tagen glücklich gewesen und hat zu Bristol ein reichbeladenes französisches Schiff von 300 Tonnen aufgebracht.“ Aber nicht nur zur See, auch bei der Organsaition von Landstreitkräften ging die Regierung damals offenbar säumig vor. Setzt doch die Zeitungsstimme ihre Vorwürfe folgendermaßen fort:„Wir erwarten nun chestens, daß die Brel zur Errichtung einer National⸗Miliz völlig zustande komme, da dieselbe bereits den 25. im Unterhaus zum dritten Male gelesen worden und passiret ist.“ Schließlich heißt es in dem Be⸗ richt, wahrscheinlich in Anspielung auf die Westminster⸗Konvention von 1756, nach der der Herzog von Cumberland, der zweite Sohn König Georgs II., mit englischen Soldaten in die Kämpfe am Festlande eingreifen sollte:„Von der Reise des Herzogs von Cumberland nach Deutschland ist alles stille, und noch zur Zeit ist nichts davon im Ministerio vorgewesen. Aus den Schriften, welche die Minister gegeneinander wechseln, muß man urtheilen, daß nie⸗ mals im Ernst bey Hofe der Entschluß genommen worden, be⸗ sagten Herzog mit englischen Truppen nach Westphalen zu senden, sondern daß diese Sache nur ausgestreuet worden, um zu hören, was die Nation dazu sagen würde.“ Zur Ehre der englischen Re- gierung ist hierzu allerdings zu bemerken, daß der Herzog von Cumberland tatsächlich an der Spitze der sogenannten„Observa⸗ tionsarmee“ gegen die Franzosen in dem Gefecht bei Hastenbeck' (Ende Juli 1757) mitgefochten hat. — Die„gestörte“ Pariser Teestunde. Seit Anfang des Winters hatte sich in einigen Pariser Lokalen ein lebhaftes mondänes Treiben entfaltet, dem jetzt durch einen Erlaß der Pa⸗ riser Kommandantur ein jähes Ende bereitet wird. An alle Mili⸗ tärpersonen ist nämlich das strenge Verbot ergangen, die Räumlich⸗ keiten dieser Treffpunkte der eleganten Welt zu betreten, und seit⸗ dem sind die Säle des„Cyrus“ in der Rue Danou und die der! Royalty in der Rue Caumartin völlig verödet. Früher, so erzählt der Pariser Berichterstatter„Giornale d'Italia“, wurde man von einem schönen Morgenlaͤnder an der Eingangstür des„Cyrus“ liebenswürdig empfangen, während man im Innern von den Kellnern, die fast sämtlich Italiener waren, erstaunlich schlecht be⸗ dient wurde, auch wenn sie sich einem Landsmann gegenübersahen, es sei denn, daß man als Stammgast sich gie einer gewissen Achtung erfreute. Ein Orchester von falschen Zigeunern, die aus Anlaß des Krieges in Uniform gesteckt waren, ließ die neuesten 92 „Tango“ ⸗Weisen der letzten Saison ertönen. Aber dies gerade bildete den Stein des Anstoßes. Eines Abends nämlich wurden in der Redaktion des„Opinion“, wo zwischen 5 und 7 Uhr den neueste Tagesbericht der Heeresleitung besprochen wird, auch die „Cyrus-Orgien“ zur Sprache gebracht, es wurde von den schönen Mädchen erzählt, die in Scharen in den„Cyrus“ strömten, und 7 den Jünglingen, die ihre Partner waren, von den vielen Heeres angehörigen und Fremden, die das bunte Bild vervollständigten, 3 und es wurde auf die Gefahr aufmerksam gemacht, daß die Weisen des argentinischen Tanzes eine gar zu anfeuernde Wirkung auf die Gemüter ausüben konnten. Ein Redakteur der„Liberté“ beschloß sofort, einen Feldzug gegen diese verdächtigen Lokale zu eröffnen, und bereits am folgenden Tage erschien die erste Notiz gegen die „sardanapalische Korruption“ dieser mondänen Zufluchtsorke. Der erste Erfolg war das Verschwinden des armen Muselmannes, der 4 zweite die Vertreibung des Orchesters, und der dritte endlich ist den erwähnte Erlaß, der den Soldaten die Tore dieses Paradieses ein für allemal verschließt. Mit den Soldaten aber sind natürlich all die anderen Besucher auch verschwunden, und die Säle haben jetzt ein so ernsthaftes Aussehen, daß sie für die harmlosen Vergnügungen 15 eines Töchterpensionats der geeignete Aufenthalt wären. Selbst die früher so anspruchsvollen Kellner begrüßen die spärlichen Be⸗ 9 * 1 sucher, auch wenn sie nicht gerade sehr elegant aussehen, mit 3 einem äußerst verbindlichen Lächeln. Aber die Pariser Teestunde läßt sich nicht so leicht aus der Welt schaffen. Es gibt immer noch einige elegante Lokale, in denen die vornehmen Pariserinnen dig? Tagesereignisse und einiges andere besprechen können. Freilich bleiben sie da ganz unter sich, denn die Offiziere und Soldaten 9 haben nach den letzten Erfahrungen, wie es scheint, die Lust vers loren, sich auch in den Cafes sehen zu lassen, in die der Eintritt ihnen bisher noch gestattet ist. Alte Fresko⸗ Malereien in Venedigentdeckt. In Venedig wurden, wie die Kunstchronik berichtet, bei Wieder⸗ herstellungsarbeiten an der aus dem 7. Jahrhundert stammenden 27 1 — 1 4 2 Kirche S. Zaccaria besonders im Mittelschiff bedeutende Fresko⸗ 1 Malereien entdeckt, die vermutlich aus dem 14. Jahrhundert her⸗ rühren. Sie haben einen besonderen Wert, weil in Venedig kein anderes Beispiel von Fresko-Malereien aus dieser Zeit vorhan⸗ den ist. Es sind Werke eines bedeutenden Künstlers; hauptsächlich bestehen sie aus Vasen, Blumen, Ranken und Blättern, die die ein⸗ zelnen Bogenwölbungen ausfüllen. schädigt, aber sie lassen sich im allgemeinen leicht restaurieren. — Die Fresken sind etwas be⸗ N 7 9 bualb muß sie in der 1 Beschwerden. treideerzeuger ihren Kommissionären bereitun 5 aus der Not der Zeit mit größter wurde, ind im wesentlichen überwunden. der Kom . n el davon absehen, das beanstandete Ge⸗ treide zur Verfütterung freizugeben oder zurückzugeben. Bei dem überaus großen Umfang ihrer Geschäfte muß die K.⸗G. den direkten Verkehr mit den vielen Tausenden der Ge⸗ überlassen. missionäre, teils landwirtschaftliche Organisationen, teils Händler, sind in allen Bezirken Deutschlands von den Vorständen der Kom- 5 munalverbände der K.⸗G. als vertrauenswürdig vorgeschlagen. Es sind meist diejenigen Personen oder Genossenschaften, mit denen die Landwirte auch im Frieden ihre Geschäfte zu machen pflegen. Die Schwierigkeiten der Organisation der K.⸗G., die ohne Vor⸗ Schnelligkeit geschaffen 2 Immerhin mögen hie und da noch Mißverständnisse bei den Kommissionären unterlaufen. In allen Fällen, in denen sich die Landwirte durch das Verfahren missionäre beschwert fühlen, mögen sie sich vertrauensvoll Heim. sich das Mädchen und ihr rerschmähter Bräutigam die 5000 Rubel, aber der Fall soll nur selten eintreten, sondern in der Regel folgt die verloste Braut dem glücklichen Gewinner als Gattin in sein 100 kg. — Diese Kom⸗ Gießen, 11. Mai. 2 St. 00 Pig. Paar 1,00—1,40 Mk., das Stück 1,00— 2,50 Mk., Welsche 4—5 Mk.; Ochsenfleisch Hammelfleisch 25,00— 30,00 Pik.: an die Geschäftsführung der K.-G. wenden. Diese wird jeder be⸗ kxechtigten Beschwerde alsbald abhelfen. 9 vermischtes. .»Frühlingsluft in Stangen. So hat ein Enthustast 4 einmal den Spargel genannt, die herrlichste der Gemüsearten, die eben auf den Markt kommt und diesmal besonders billig sein soll, weil es an Material und Arbeitskräften mangelt, um die gleichen Mengen wie sonst zu konserpieren, so daß eben mehr als in anderen Dabei mag erwähnt werden, daß schon einmal die Kriegszeit auf den Spargelkonsum von Einfluß war, nämlich die Zeit der Napoleonischen Kriege, als Napoleon die Kontinentalsperre erließ und dadurch die Kassee⸗ 5 Damals kam man darauf, vlle möglichen Surrogate für den Kaffee zu erfinden, und als solches wurde die Beere der Spargelpflanze angesehen. sammelte diese heute wenig beachtete Frucht der köstlichen Gemüse⸗ 5 Jetzt hat die Zichorie die Spargelbeere als Kassee-Ersatz verdrängt und auch sie ist zugleich ein beliebtes Frühjahrsgemüse, das durch die Zufuhr aus Belgien heute sehr Jahren srisch auf den Markt gebracht wird. eeinfuhr nach dem Kontinent erschwert wurde. pflanze und trocknete sie. billig bei uns zu haben ist. * Die verloste Braut. leben. nehmen. Verteilung der Lose. Los beläuft sich auf einen Rubel. Schöne heimzuführen. wonnene Summe von 5000 Rubeln 0 Der wunderliche Brauch der Brrautverlosung, der aus verschiedenen Ländern, z. B. auch aus gewissen Gegenden Flanderns, bekannt ist, soll nach vorliegenden Berichten in dem russischen Bezirke Stomenelsk noch heute fort- Dort findet in jedem neuen Frühling eine richtige Braut- lotterie statt. Von dem Augenblicke au, wo die auszulosende Schöne ausgewählt worden ist, hat sie die Verpflichtung, sich eine Woche lang zu Hause zu halten, um die Besuche der Bewerber anzu- Es solgt sodann unter der Aussicht der Ortsbehörden die Ihre Zahl beträgt 5000, der Preis für jedes a Die Ziehung beginnt, sobald slämtliche Lose abgesetzt sind, und der Gewinner hat das Recht, die Da die aus dem Verkaufe der Lose ge- sast ganz der Braut als Mitgift zufällt, so ist sie begreiflicherweise eine sehr begehrte Partie. Indes bleibt ihr das Recht vorbehalten, den Gewinner als Ehe- 5 gemahl auszuschlagen im Falle er ihr nicht zusagt. Dann teilen — 1 uhr. Auftrieb: Man Geringe Saugkälber. Sch weine. 100 kg Lebendgewicht.. Lebendge wicht 4 120 kg Lebendgewicht 150 kg Lebendgewicht. Märkte. Marktbericht. Wochenmarkte kostete: Butter das Pfund 1,40—1,50 Mk.] Hühner⸗ eier 1 Stück 10 und 11 Pfg., 2 Stück 00 Pig. Enteneier 1 St. 0 Pig. Gänseeier 1 St. 0-0 Piq., das Stück 7—8 Pig., Käsematte 2 Stück 6—0 Pfg.: Tauben das Hühner das Stück 1,00— 2,00 Mk., Hahnen Enten das Stück 2,50—3,00 Mt., fleisch das Pfund 104—112 Va., Kuhfleisch 104—112 Pfg., Schweine- fleisch das Pid. 1,24— 1,30 Mt., Vollfleischige Schweine von 80 bis Vollfleischige Schweine unter 80 kg n Schweine von 100 bis Vollfleischige Schweine von 120 bis —— — Auf dem heutigen el 1. Sorte wurden 2 St. 00 Pig. Käse das Pfund Mk. 1,04 1,12, Rind⸗ + 1 se. Frankfurt a. M., 10. Mai.(Orig.⸗Telegr. des Anz.“) Fruchtmarkt. Bei ruhigem Verkehr ist die Sti gegen die Vor woche unverändert. 62 Mk., Gerste 55—60 Mk., Kokoskuchen 36— 36,50 Mk. Alles für le. Fraukfurt a. M., 10. Mai. Anz.) Kartoffelmarkt. Kartosseln im Großhandel Mk. 13,75 bis 14,00 Mk., im Kleinhandel Mk. 15,00- 16,00. Alles per 100 cg. ch. Nieder-Ingelheim, 10. Mai. Für den Zentner Spargel 15 bis 25 Mik. angelegt. ch. Heidesheim, 10. Mai. der Zentner Spargel 1. Sorte 35-45 Mk., 25 Mk., Rhabarder 0-0 Mk. 8 mung Getreide stetig. Mais 58 bis (Orig.⸗Telegr. des Gieß. 1 auf dem heutigen Markte 38—43 Mk., 2. Sorte 2. Sorte 20 bis Kalbfleisch das Vid. 92— 96 Pig. meteorologische Beobachtungen . 110.00.-114.00 138.00— 140.00 107.50—112 132.00- 138.00 . 110.00—-115 138.00— 140.00 .. 110.00—115 138.00- 140.00 EFnnss Besseres fr die Zahnpflege giebf es nichl das Pfund 96—106 Pig. Kartoffeln 100 Kilo 5 18,00— 13,50 Mk., Weißkraut d. St. 20—30 Pfg.: Zwiebeln d. Ztr. 2 222 22 25 82 , Milch das Liter 24 Pig.“ Aepsel das Pfund] Mai 28 2 88 2 S 2 3325 20—30 Pfg.: Niisse 100 Stück 60 Pig.— Marktzeit von 7 bis 8 3 2 38 3 33 Zz Weues 1010 5B R 8 S 3 le. Fraulfurt a. M. Biehhefmarktbericht vom 10. Mai. el 3 i 5 59 5 8050 14 Bullen 61, Kühe und Färsen 5 1238), Kälber 311, Schafe 22, Schweine 1381. 10. 2% 762,5 17,1 4,8 83 N 1 Tendenz: Rinder und Schafe flott, gehn e ruhig.] 10.% 50,8 11.4 48 4 Nh 1 9 e reise für 100 Pfd.] 11. 748.3 2 N Lebend, Scat 7* 8,1 5,0 6 N 14 1 Sonnenschein Vollfleisch made zöchsten Schlecht d. dewichl 1 ollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- N 1 3 1 4 wertes, 4—7 Jahre alt. 64—70 124180 8 3* 1 bis* Mai 55 2 14 0. die noch nicht gezogen haben(ungejochte)„ 60-63 110-120 Allederschlag⸗“ 0,0 115 r 51 6 Bullen, 3 g 2 Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. 59—63 102—109 7 Fc ˖ĩ ccc Vollfleischige, jüngere„35967 93—93 5 1—̃̃ Färsen, Kühe. D Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. 59-65 105-115.. Vollfleischige ausgem. Kühe höchsten Schlacht- 5 wertes bis zu 7 Jahren 7. ä 55—60 105—110 Wenig gut entwickelte Färsen.. 53—57 102-108 Aeltere ausgemästete Kligßͥůhh e. 50—54 93— 98 Mäßig genährte Kühe und Färsen.. 40-46 80—92 Gering genährte Kühe und Färsen.. 32—38 73-84 Kälber. Mittlere Mast- und beste Saugkälber.. 72—75 120-125 2 7 Geringere Mast- und gute Saugkälber.. 68—72 113—120 1 0 . 60-66 102—112 1 e 3. Ziehung 5. Kl. 5. Preuss.-Süddeutsche (231. Königlich Preuss.) Klassen- Lotterie Zichung vom 10. Mai 1915 vormittags. Auf jede gezogene Nummer sind zwel gleich hohe Ge- Winne gefallen, and zwar je elner auf die 1080 1 gleicher Nummer in den beiden Abtesflungen 1 und 11 Gewinne uber 24% Mark sind den betrettenden * Nummern in Klammern beigefügt. Gewähr.) Nachdruck verboten) 10173 300 35(1000) ss 44 868 043 110 2241 560 801 702 45 870 992 18001 120 136 278 85 376 11000 874 70 818 994 13088 113 64 217 28 40 86 99 307 13 la 0] 8 400 583 716 62 1407 16250 2213 17 420 60 800 180001 708 837 69 18564 124 23(so] 310 530 603 18 80 709 60 822 63 1007 225 17190 201 40 346 61 99 602 90 784 855 77 57 912 46 75 111% 21 204 8 237 587 40 94 618 63 94 11000] 19038 182 689 741 905 5 20040 57 106 201 8 394[500 960 21036 87[10001 116 51 588 13000] 84 67 06 22008 1500] 71 109 22 331 56 561 636 46 23001 21 95 142 43 210 30 33 56 1800] 807 811 614 46 24184 92 513 8 25139(500 556 924 26302 476 595(500) 686 110000 741 27247 311 45 445 815 678 711 78 28144 274 339 79 110001 6583 3842 76 29205 1500] 88 318 80 406 620 780 30012 23 63 255 339 5 65 L500] 46 652 L600] 721 930 31257 304 80 435(500 8904 692 32206 305 405 885 614 37[1000] 718 60 L000] 60 818 966 33174 9 220 80 98 40g 26 80 828 748 922 34048 191 202 99 410 63 6 35001 20 49 858 55 62 71 901 38028 37 kde 1000] 340 547 75 82 814 854 70 Iso] 370086 157 340 L500] 407 31 532 90 9s 602 1c 77 93 9) 3804 101(500 18 81 37 464 78 952 3907/1 416 686 94 70s L600] 826 79 4 40082 299 475 546 80 689 801 903 41047 62 os 280 401 533[1000001 8% 24 707 808 42354 83(500 416 838 820 884 43258 022 77 980 44053 io 41 60(800 400 84 540 56 844 889 954 800 48858 61 607 40 8/7 771 4 992 46081 2 442 14 541 42 618 770 916 47069 264 488 578 81 783 49104 23 32 240 591(3000] 618 74 72 1000 822 92 4911(600 83 207 88 314 1000] 510 610 13 28 867 915 15001 * 50001 64 191 94 218 26 675 742 51013 36 148 207 29 41 43 304 63 401 598 52057 89 850 550 842 33124 71 248 411 918 30 54011 83 388 471 549 72 90 648 79 716 78 925 5503 134 27 L500 2214 16 306 400 58099 121 272 376 91 576 692 970 57128[1000] 46 337 487 610(1000 752 919 967 88018 80 98 274 398 643 68 961 67(30000 59071 178 881 534 72[1000] 649 740(1000 3 6001 82 72 206 532 8 0 637 o 76 98. 81023 40[soo 80 224 86 C1000] 801 os 475 d 62040 46 111 89 206 37 52 6 6 669 880 922 683101 34 99 401 48 688 98% 8420 7(1000 397 457 507 618 789 70 97 86 65013 38 24e L500] 70 4223 701 39 883 76 919 66096 175 89 204 318 410 Iso] 80 74 825 94 das e 87164 L10000, 418 4 174 640 70 7786 68010 23/7 378 601 713 838 71 L800] 951 69442[soο⁰⁰ο 7s 503 6556 876 985 70108 744 025 988 71020 42[3000 60 11000 110 33 206 98 437 628 719 72 960 1500] 72011 160 78 406 682 11000 73218 353 74 86 645 52 791 624 90 44 82 740086 150[So 222 444 92 596 071 84s 72 75029 1186 237 377 5/0 67 880 80 8386 76418 588 640 632 72 771156 e 220 46 7 322 4411 502 98(so] 79031 98 11000] 234 358 598 76 5677 90 748 60 88 99 79039 110001 312 416 983 71 7 80033 82 14 83 ½8 49% 22 8118 206 19 326 470 57(5001 663 742 865 82172 236 481 561 0 500000] 99 3317(500 230 612 700 9s 84 87 84120 30 59 64/7 83 722[1000] 68 838 92 35019 359 502 653 364 659 917 94 86840 93 670 61 81 928 87028 68 181 228 363 480(3000 78 67 soo 80 8086 ILgooo 98s 93 88420 98 720 67 98 916 39127 220 50 11000] 456 786 844 00 11000] 981 90207 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53 312 494 639 119053 127 287 326 628 1880 224 848 C1000] 70 20345 404 5556 727 31 96 994 121022 264 78 5458 604 787 95[600] 122016 163 209 66 461 623 863 73 961 79 123064 00 76 L300] 133(100 68 834 522 640 974 12450 018 4 65 80% 128001 18000] 155 634 710 126042 221 34 404 137 820 69(500 907 56 127130 71 96 441 93 766 128100 19 26 227 32 57 65 72 88 463 754 89 801 123170 320 24 80 96 130089 199 458 641 72 131034(1000 156 672 802(500 66 1800] 132008 178 4500] 284 74 430 510 54 607 733 88 823 986 133095 637 38 9 600 76 807 60 87 144028 42(10001 194 377 722 842 62 135039 164 23% 62 496 611 20 26 91 836 97 136246 381 1500 502 60 79 665, 859 94 15001 137276 368 70 433 67e 706 1500] 61. 81 82 93 910 16(3099] 26 87 138064 384[3000] 85 L 42 888 14903 40 58(600) 206(1000 14000 6 24 28 15% 230 80 564 72 44 Iseo] 350 81 942 886 14108 107 11 0 228 78 91 4 54(1000] 46 610 55 733 1427 240 55 307 591 624 720 31 lsof 845 9 90s 143204 307 L500] 416 586 11000 77/7 Iso 806 14402. 46 L300 76 844 441 66 672[100 77 de. 148828 4 4%[ioo 84 50 787[S0] 831 18000 88 soo] 56 87 146089 30 21 4% 6 L000] 78 787 66 147011 36 105 268 484 684 740[1000 841 148261 330 1600 42 463 000 757 803 9 80 75 902 477 1490862 303 410 18 690 150324 88 9/7 681 90 L500] 827 98 15107 76 462 61 664 758 60 83 152028 105 80 40 71(1000 355 442[1000 5566 15320 516 77 88 1000] 92 606 720 1541866 87 607 52 743 982 155213 480 570 648 862 914 91 156233 439 6% 702 30 833 58[1000] 15704 66 88 349 66 417 606 87 786 88 158009 143 210 4/7 98 921 88 159186 218 365 406 590 604 16 71 13000] 712 981 19004 41 29 514 11000] 38 81 70 842 Lao 950 161017 47 313 600 130001 718 61 847 87 162693 705 14 891 163016 220 311 30(1090 53 90 580 866 164052 189 340 45 96 576 683 165243 84 450 648 933 97 600] 188055 10% 311 428 511 55 96 617 Leo! 728 844 167040 71 208 411 68 89 705 88/ 957 168003 98 434 771 990 169017 174 206 360 466[500] 68 57 882 762 616(500 83 L500] 909 69 1700983 44 6% 823 38 948 64 171078 180 402 53 74 78 002 6(1000 6 924 172289 824 413 584 787 61 631 964 97% 5001 17302 204 92 331 66 Lso0l 550 757 966 82 17400 58 68 123 278[1000] 323 561 732 657 905 17514 300 29 514 L500 601 796 8390 77 178014 L10000] 86 278 1800] 339 418 697 719 878 984 177101 19 50 388 74 400 614 722 844 178020 Iso 886 66 6 130 44 219 43 49 L500 448 540 609 357 78 836 179837 409 813 820 66 989 180057 1000] 1861 96 240 57 L500] 301 033 Isoo] 77 Iso! 783 181024 72 20% ISO] 47 09 432 os 502 21 38 66 710 10000] 27 72 811 78 08 913 18207 27e 90 310 524 830 183127 20 39 25g 89 318 34 96 754 904 1500] 7 184431 77 52 43 62 644 808 916 34 185011/ 800 31 46 924 85 1800(500 171 206 71 382 401 528 638 62 887 82 983 L000] 187280 333 652% 220 58 744 971 88 188150 9/7[5001 301 65e 1500] 189038 34 L000] 136 289 340 435 594 916 11000] 34 19000 L100 142 227 375 696 910 780 900 191351 466 620 57 715 fsog! 27 850 67 192023 58 405 705(1090) 914 66 193196 213 79 30 384 78 708 27 54 194084 124 254 331 423 870 978 195000 358 81 678 784 818 196001 100 6 304 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192 205 372 402 33 718 584 g 220083 163 338 422 550 882 724 81 94% 1000] 221006 310 40 902(3000 742 827 90% 222140 71 1600] 93 445 881 922 5 223191 489 614 224054 57 81 213 15 84 36 1500] 98 406 32 918 26 50 751 863 940 225277 98 325 72 681 57 78 9s 110000] 970 220107 62 836 44 85 915 32 227114 58 314 405 1000 ss 22800 200 7 429, 1500 822 54 624 36 40 64 718 37 820 60 229434 42(L10000 886 62 64 831 38 230127 406 806 999 231081 129 232 512 869 232354 70 426 30 91 574 616 896 900 41 11000] 233030 92 163 278 562 779 917 68 1800] 63 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien, οονοονοσM. 2 zu 200000, 2 su 150000, 2 zu 75000, 2 zu 60000, 2 zu 60000, o u 40000, 13 zu 30000, 34 zu 15000, 18 zu 10000, 222 zu 5000, 2916 zu 3000, 5864 2u 1000, 7984 zu 500 M 3. Ziehung 5. Kl. 8 Preuss Sn (231. Königlich Preuss.) Klassen- Lotterie Zlebhung vom 10. Mal 1915 nachmittags. 1 Auf jede genogene NMammer sind zwel gleleh hohe Ge- winne gefallen, and zwar Jo l die* stelcher Nummer in den beiden Abteflangen 1 und II Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern m Klammern beigetugt. (Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 96 100 84 297 ILsooo] 320 os 901 18 1000 108 lsoo! 15 293 393 478 864 60 L10000 2128 74 209 12 380 310 421 66 646 812 3002 3(600 57 221 302 47 81 430 577 1000] 717 987 4025 71 89 111 332 732 843 47 94 922 31 5157 220 27 60 725 4 807 54 6031 328 15001 47 60 400 13 98 534 6% 88 7120 82 384 478 601 40 88e% 882 8138 226 307 722 817 ½(so 6s 11000 9440 517 L10000 40 646 50 712 848 89 1017 87 387 L10000] 43 607[1000] 14 614 72 814 Lsoo] 9862 11007 L10001 14 88 883 L600] 612 40 786 986 52 91 12101 841 L85001 687 607 47 724 gr 1 904 13014 190 401 54 888 92 1407/7 96 LsO0] 140 207 308 511 808 791 900 17 64 15262 408 40 601 11000] 67 L000] 800 921/ L500 16111 6 211 302 98 406 591 658 789 17120 269 448 5790 642 721 18004 16 403 67 19107 211 898 600 28 736 L600] 886 910 59[g oo 20150 78 841 11000] 21144(sooo! 259 9 610 614 706 20 22192 371 606 812 23174 204 327[10001 472[1000 86[so 963[1000] 24001 92 158 74 258 90 308 51 430 83 667 679 710 96 2501 31 42(600 64 0% 111 224 60 67 373 86 631 794 817 13000] 28 964 L500] 26109 206 36 431 30 510 17 76 909 27083 248 94 328 40 80 412 82 678 701 16 810 26117 20 303 584 82 641 78 794 671 938 29322 70 683 810 30114 28 86 520 46 60 80 895 904 27 31001 858 102 48 303 630 639 722 828 999 32082 158 77 678 747 97 804 81 87 916 59 33050 03 186 309 492 500 43 608 00 717 867 968 77 82 34052 82 126 249 56 324[3000] 593 663 752 805 39 989 35076 111 304 14[500] 61 772 840 78 36200 302 82 458 517 717 40 370886 170 1500] 828 752 916 38041 203 21 864 412 27 89% 980 39073 140 210 489[8001 526 26 90 99 921 401% 402 39 61 928 10001 411½ 6 386 445 646 1500] 64 85 73 42024 152 243 356 407 64 520 827 914 52 57 43074 106 22 388 481 80 510 81 604 83 91 44137 58 338 588 971 88 45114 481 651 1500] 48222 379 L500 475 69 2 603 886 939 47133 225 918 1600] 582 98 724 61 804 70 48076 143(500 87 1500] 214 40 320 95 802 49017 91 234[5001 384 L500] 96 428 110000 693 743 76 50 99 828 43 500886 100 452 541 70 821 61 987 99 51979 [soo 315 4/7 82 52874 9456 40 53040 11000 51 302 16 597 668 L600 784 48 8290 54022 451 739 818 21 52 62 908 23 55038 141 242 828 56278 327 98 727 874 986 57273 317 621 773[3000 58002 148 58 85 77 232 77 310 40 86 89 13000] 849 756 61 89284 307 48 448 661 94 369 913 23 7 60018 soo 2% 80 328 428 41 50 4 800 727 70 831 940 89 61006 12 121 64 210 354 586 688 801 62001 1000 188 230 1100 624 38 743 814 30 912 48 86 63021 431 887 141 73 830 64001 230 307 434 519 71 84 96 683 945 65033[1000] 288 344 440 904 66978 178 96 285 74 330 449 738 976[00] 89 67117 98 279 533 48 680 938 68184 334 68 415 24 46 81 653 89 69015 73 109 209[10001 71 422[1000 44 519 810957 70194 97 290 482 76 l 78 80(go 83 901 71024 L10001 144 86 519 73 96 634 95 708 808 27 94/7 L300 72018 278 320 83 449 88 800 46 958 73007 100 1 4 208 3/7 78 31 877 74180 6000 381 408 711 fs 00] 858 986[10 28030 352 902 76389 507 743 52 68 947 64 72[600 77024 122 308(3000 89 91 437 663 68 714 67 982 83 1001 78097 158 74 248 97 401 839 724 84% 906 79024 128 38 256 844 57 410 31 609 86% 94g 30090 105 10 249[sooοο 80 99 482 625 761 681 81037 820 32157 285 347 78 97 118000 625 981 84 83079 133 84057 120 239 76 378 423 57/1 73 77. 633 99 816 500] 27 218 85098 110 5 250 483 ls oo“ 88 504 15 634 89 88041 76 126 40 260 71. 471 638 723 39 874 918 08 87018 4 1500] 71 1800] 109 10 317 417 70 778 7 88060 143 218 69 641[500 771(8000 92 00. 879 89220 389[100 60% 779 90226 372 80 478 623 601 66 934 80 91113 17 [1000 43 246 62 87 306 416 591 500] 801 70 92219 96 664 93 738 689 956 93197 234 639 38 746 1000] 828 66 94010 27[1000] 33 879 e 400 682 891 95 922 1900 8035 510 689 765 64 818 13000] 98138 316 84 459[800 532 609 62 724 94 889 968 59 97105 545[So f 80 79 89 93107 233 90 361 97 410 79 7383 801 32 48 99238 377 593 811 28 1000883 55 875 694 97 889 101021 80 147 82 233 463 574 84 8 696 11000] 780 317 40 102401 629 041 43 66 103140 64 228 68 353 71 461 620 702 63 815 L300 1040866 64 56 704 60 881 72 108019 78 Ls 8s(soo 516 762 910 38(800 106028 18 380 444 64 83 700 821 915 67 107181 403 19 821 41 73 972 108152 76 352 524 76 829 468 928 45 109088 116 93 337 59 420 689 666 76 — 784 834 Oos 120 64 212 18090] 474 800 17 716 67 90 111039 133 238 311 23 62 419 43 649 711 17 112257 307 41 78(L8000] 435 627 728 60 E 646 or 1782 820 gef 9 „ 397 898 925 58 88 118452 00 92 156 210 890 318 11000 420 772 91 814 1TTTIT 228 94 412 6 672 11808 130 225 720 817 Lsoο o 119040 417 849 083 90 120 101 59 306 14 79 821 100 121221 384 457 524 823 840 930[10001 12200 73 27 800 68 „580 683 123139 270 323 80 91 4% 83 616 00 704 124232 57 L500 384 40% 606 41 660801 79 128060 98 541 743 806 24 948 126013 101(1000 222 421 Nee 4. 78 E 3 gν 760 g 1 680 90 711 129057 91 371 846 82 96 911 9a l 82 4 13008 4 4 a1 32 788 801 1 121057 7 101. 100 os[so 201 4a 882 00 788615 132111 220 60 4156 72 788 1 s Lao 280[1000 408 d sa 6 901 72 1440 ꝗ8 1% ᷣd40 57 788 138 ꝗ145 255 80 ee 6 70% 811 0 978 89 144[10000 8(1000 30 90 d 714 22 ooo! 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