4** 9 Ar. 100 — Erstes Blatt Der Sießener Anzeiger ITscheint täglich, außer onntags.— Beilagen: viermal wöchentlich en Nernsprech- Nuschlüse. für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstellebl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gie Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer S Be 4 0 Sießener gamilienblätter; ö weimal wöchentl. Kreis⸗. latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag);. zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfra 165. Jahrgang Anzeiger General⸗Anzeiger für Gberhessen bis vormittags 9 Uhr. Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch- und Steindruckerei n. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Montag, 10. Mal 1015 Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; duch die Post Mk. 2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz, Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goeg; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge— richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Noch keine Entscheidung Italiens. Die Deutschen in Libau. Der deutsch⸗öͤsterreichische Siegeszug in Galizien. Neue Angriffe auf die Dardanellen abgeschlagen. Großes Hauptquartier, 8. Mai.(WTB. Amtlich.). Westlicher Kriegsschauplatz. 3 rügge brachten unsere Küstenbatterien ge— stern abend einen feindlichen Zerstörer zum Sinken. Auf dem größten Teil der Front fanden die üblichen Artil— leriekümpfe statt, die sich an einzelnen Stellen— so bei Ypern nördlich Arras, in den Argonnen und auf den Maashöhen— zeitweise steigerten. Zum Infanteriekampfe kam es nur in den Vogesen. Hier griffen die Franzosen unsere Stellungen bei Steinabrück beiderseits des Fechttales nach stundenlanger Artillerievorbereitung abends an. Sämt⸗ liche Angriffe scheiterten unter starlen Verlusten für den Feind. 5 5 Oestlicher Kriegsschauplatz. Unsere gegen Libau vorgehenden Truppen setzten sich in Besitz dieser Stadt. Hierbei fielen 1600 Gefan⸗ gene, 12 Geschütze und 4 Maschinengewehre in ihre Hünde. Südöstlicher Kriegsschauplatz. l Die Verfolgung des geschlagenen Feindes durch die Armeegruppe Mackensen und die anschließenden Ver⸗ bündeten ist auch gestern— von einigen erfolgreichen Nachhutkämpfen abgesehen— in stetem Fluß geblieben. Unsere Vortruppen haben am Abend bereits den Wislok in Gegend Krasno überschritten. Das gemeinsame Handeln aller beteiligten Heeresteile im Vorwärtsdrängen führte zum Abschneiden nicht unbeträchtlicher russischer Kräfte, wodurch die Gesamtzahl der seit dem 2. Mai auf dem galizischen Kriegsschauplatz gemachten Ge⸗ fangenen bis jetzt auf etwa 70 000 gestiegen sein dürfte. Allein wurden den Russen 38 Geschütze, darunter 9 schwere, abgenommen. a Oberste Heeresleitung. Berlin, 8. Mai.(WTB. Amtlich.) Am 7. Mai wurde vor Zeebrügge der englische Zerstörer„Ma⸗ ori“ durch das Feuer unserer Küstenbatterien zum Sin- len gebracht. Der Zerstörer„Crusader“, der zur Unter⸗ stützung heranzukommen suchte, wurde gezwungen, sich zurück⸗ 7 und seine ausgesetzten Rettungsboote im Stiche zu assen. Die ganze Besatzung des„Maori“ sowie die Boots— bemannungen des„Crusader“ wurden von unseren Fahr⸗ zeugen gerettet und nach Zeebrügge gebracht, im ganzen 7 Offiziere, 88 Mann.. Bei dem Vorgehen unserer Truppen gegen Libau haben unsere Ostseestreitkräfte den Angriff durch Be⸗ schießung von See unterstützt. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes. gez. Behncke. 9. Mai. Westlicher Kriegsschauplatz. J Bei der Fortsetzung unserer Angriffe auf Hpern war⸗ sen wir den Gegner aus seiner stark befestigten Stellung zwischen den Straßen Fortuin—Wieltje und Ghelu⸗ velt—Ypern heraus, nahmen die Orte Frezenberg und Valorenhoet und setzten uns hierdurch in den Be⸗ sitz wichtiger, die Umgegend von Ypern im Osten beherr⸗ schender Höhenzüge. An 800 Engländer, darunter 16 Offiziere, wurden bisher gefangen genommen. Französische Angriffe westlich von Lievin nordöstlich der Lorettohöhe scheiterten unter starlen Verlusten für den Feind. Bei La Bassce und bei Vitry söstlich Arras) wurde je ein feindliches Flugzeug von uns zur Landung gezwungen. Ein unter Ausnutzung von Nebelbomben unter⸗ nommener französischer Teilangriff westlich Perthes Großes Hauptquartier, (WTB. Amtlich.) — wurde mit Handgranaten abgewiesen. In den Argonnen, zwischen Maas und Mosel so⸗ wie in den Vogesen verlief der Tag ohne besondere Ereig— nisse. Oestlicher Kriegsschauplatz. In Libau haben wir große Lager von Kriegs⸗ vorrüten beschlagnahmt. Vor starken Kräften aller Waffen, die der Gegner bei Mitau gesammelt hat, weichen unfere gegen diese Stadt vorgeschobenen Abteilungen lang⸗ sam aus. Nordöstlich von Kowno wurde nach Vernichtung eines russischen Bataillons die Bahn Wilna—Szawle gründlich zerstört. Am Niemen bei Srednili griffen wir die ersprengten Reste von vier russischen Bataillonen, die wahr⸗ einlich zu den am 6. und 7. Mai bei Rossieny geschlagenen Truppen gehören, auf. Erneute russische Angriffe gegen un⸗ sere Stellungen an der Pilica wurden unter großen Ver⸗ lusten für den Feind abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. In der Verfolgung des geschlagenen Feindes über⸗ schritten die Truppen des Generals v. Mackensen nach 2 Kampf den Wislok zwischen Besko(östlich Rymanow) und en Vor dem Druck der östlich und nördlich Tarn o w nden Verbündeten weicht der Feind auf Mielec r die Weichsel zurück. An der wankenden 5 nd 9 henfront wurfen andere deutsche Truppen den aus seinen Stellungen an der Bahn Mezoelaborcz— Sanot. Die Beute an Geschützen und Gefange⸗ nen vergrößert sich noch fortgesetzt. Oberste Heeresleitung. * 4* Noch hat Italien nicht den Weg beschritten, der ihm von England unter Verlockungen und verhüllten Drohungen gewiesen worden ist, ja, in der Tatsache, daß der italienische Ministerpräsident in amtlichen Anweisungen an die Be— hörden vor Ausschreitungen gegen Angehörige fremder Staaten gewarnt hat, kann man, wenn man will, ein An- zeichen des Fortdauerns der Neutralität erblicken. On Deutschland ist über dieser großen Spannung weder das Voll noch die Regierung nervös geworden. Mit unvermin⸗ derter Freude sehen wir auf den Kriegsschauplätzen Fort- schritte überall. Libau wurde mit großen Kriegsvorräten in deutschen Besitz genommen, um Ppern sind neue Stütz⸗ punkte genommen worden, und wenn die französische Re— gierung in einer längeren Auslassung, deren Einzelheiten wir nicht wiederzugeben brauchen,„feststellt“, die deutschen Ofsensivbewegungen, die keine Erfolge, sondern nur Verluste und Schlappen erlitten hätten, seien aus politischen Gründen eingeleitet worden, so dürfen wir darüber verständnisvoll nicken und lächeln. Zu⸗ guterletzt wird der Krieg ja überhaupt aus politischen Grün⸗ den geführt; wohl dem, der dabei zul gelegener Zeit die kraft vollste Offensive führen kann! In Galizien schreitet der Vormarsch unserer und der verbündeten Truppen ungewöhn⸗ lich schnell voran. Mack bereits den Wislok über⸗ schritten und steht etwa ilometer vor Przemysl. Auch weiter südöstlich, an der Bahn Mezoelaborcz-Sanok, wurde, an der wankenden Karpathenfront, der Feind von deutschen Truppen aus seinen Stellungen geworfen. Ebenso meldet der Wiener Tagesbericht, daß öst lich des Uzsoker Passes, der von den Verbündeten von Westen her schon erreicht worden ist, ebenso wie in Südostgalizien heftige Kämpfe im Gange sind, wobei russische Stellungen genom⸗ man wurden. Neben Mackensen wirkt bei dem Siegeszug in Galizien auch der Erstürmer Lüttichs, General v. Emmich, mit. Die Zahl der Gefangenen, 70 000, wird bald noch erheb- lich überschritten werden. Auch an der Pilica äußern sich die Einwirkungen des großen Sieges in Westgalizien. In England herrscht großes Gezeter über die Ver⸗ senkung der„Lusitania“. Wir brauchen uns darüber nicht aufzuregen und auch nicht in langen Widerlegungen uns zu ereifern. Die Deutschen sind konsequent; was sie ankün⸗ digen, das führen sie auch aus. Die„Lusitania“ konnte als englischer Hilfskreuzer gelten, führte Konterbande und war ganz besonders gewarnt worden. Die Art und Methode un— serer Kriegführung zur See war genugsam bekannt und erörtert. Die unverschämte Geringschätzung, mit der man die deutschen Warnungen in den Wind geschlagen hat, sind hart gestraft worden. Hoffentlich werden die amerikanischen Waffenlieferanten jetzt vorsichtiger! Wie sehr die Engländer zu Mißverständnissen und Wahnideen neigen, zeigen die Er⸗ eignisse, die an der Spitze des zweiten Blattes dieser Num⸗ mer besprochen werden. Sie verwechseln ihre eigenen Kriegs⸗ schiffe und feuern gegeneinander. Wir können die Treffsicher⸗ heit derjenigen, die„Superb“ und„Warrior“ beschossen und versenkt haben, nur loben und hoffen, daß sie von ihren Künsten weitere solche Proben liefern werden! *** Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte. Wien, 8. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 8. Mai 1915, mittags. 3 Die Folgen der Schlacht von Tarnow und Gorlire über⸗ tragen sich nunmehr auch auf die Karpathenfrontöst⸗ lich Lubkow. Unsere Truppen, die auch hier zum Angriff übergingen, eroberten nachts den Grenzkamm nördlich der aus den letzten erbitterten Karpathenkämpfen bekannten Orte Telepocz, Zellö und Nagypolani. Während der Wintermonate haben die Russen unter den schwersten Verlusten in wochenlangen Kämpfen südlich des Grenzlammes der Karpathen Fuß gefaßt und durch Ein⸗ seben aller verfügbaren Reserven ihre Front in den Ober⸗ läufen der Ondawa, Laborcza und Cziroka nach Süden vor⸗ geschoben. Trotz aller Stürme und wütenden Angriffe des Feindes konnte der Uzsoker Paß uns nicht entrissen werden. Nördlich und beiderseits des Passes hielt unsere Gruppe, die hier monatelang focht, felsenfest stand. Derganze Raum⸗ gewinn der Russen ist nun in wenigen Tagen verloren gegangen. Unter den großen Verlusten, die ein so eiliger Rückzug bedingt, räumte der Feind den Strei⸗ fen ungarischen Bodens, den er so mühsam erstritten hatte. In Westgalizien nahmen die Kämpfe an der gan⸗ zen Front weiter einen erfolgreichen Verlauf. Krosno wurde gestern durch unsere Truppen erobert. Wie groß die Verwirrung und Unordnung bei der auf der 3 1 Front in schleunigem Rückzuge befindlichen Armee Radko Dimitriew ist, beweisen die im Ortskampfe um Brzostek gemachten Gefangenen, die den sechs russischen Divi⸗ ionen Nr. 5, 21, 31, 52, 63 und 81 angehören. Teile der aus den Beskiden zurückflutenden russischen Truppen wurden an mehreren Stellen umzingelt und gefangen ge⸗ nommen.„ Die Gesamtzahl der seit dem 2. Mai Gefange⸗ * He bisher 70 000. Die Verfolgung wird fort⸗ etzt. In Südostgalizien wurden auf den Höhen beider⸗ seits des Lomnicatales starle russische Angriffe zu⸗ rückgeschlagen. Ein russischer Stützpunkt bei Zales⸗ czuybi wurde von uns erstürmt. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 5 Wien, 9. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 9. Mai 1915, mittags. In Verfolgung des aus seinen Höhenstellungen geworfenen Gegners haben unsere Ko⸗ lonnen den Grenztamm der Karpathen über⸗ schritten. Ungarn ist vom Feinde frei. f Auf galizischem Boden dauert die Schlacht fort. In einem Frontraume von über. 200 Kilometern von der Weichsel bis zum Uzsokervaß weicht der Gegner zu rü. Die verbündeten Armeen haben unter siegreichen Kämpfen ungefähr die Linie Ufzokerpaß Ko man⸗ cz a- Kro sno—Debica—Szezuein überschrit⸗ ten. Im Karpathenabschnitt östlich des Uszolerpasses und an der Front in Südostgalizien haben sich nun eben⸗ falls heftigere Kämpfe entwickelt. Unsere Truppen er⸗ oberten mehrere russische Stellungen. Starke feindliche Kräfte greifen unsere Truppen auf den Höhen nordöstlich Otty⸗ nia an. Dort Kampf im Gange. Der stark befestigte Brük⸗ lenkopf Zaleszezyki den der Gegner in wochenlangen, verzweifelten Kämpfen festzuhalten versuchte, wurde gestern von unseren Truppen erstürmt. Die Russen über den Injestr verfolgt, 3500 Mann gefangen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Ein Glückwunsch Hindenburgs. Wien, 8. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Generalkom⸗ mandant Zeldmarschall Erzherzog Friedrich erhielt folgende Depesche Hindenburgs: Ew. Hoheit bitte“ ich, zu⸗ gleich im Namen des mir unterstellten Ostheeres, unter⸗ tänigste Glückwünsche zu den großen, von uns mit Jubel begrüßten Erfolgen in den Karpathen aussprechen zu dürfen. 8 Der Erzherzog antwortete: Ich danke Ew. Ex⸗ zellenz für die mir auch namens des tapferen Ostheeres itbersandten herzlichen Glückwünsche zu den Erfolgen in den Karpathen, die unsere heldenhaften verbündeten Trup⸗ pen mit wahrem Heroismus erkämpften, von ganzem Der russische Bericht. Petersburg, 8. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Große Generalstab meldet; In der Gegend von Mitau schließen unsere Truppen den Feind weiter eng ein. In der Richtung auß, Mlawa nutzten wir die frisch errungenen Erfolge aus und be⸗ setzten dort am 6. Mai die Dörfer Mirrcisze und Grzymki. Wir wiefen in dieser Gegend drei Gegenangriffe des Feindes zurück. Wiederholte deutsche Versuche, die Meierei Pominni zurück⸗ zuerobern, waren vergebens. Am 6. Mai versuchte der Feind die Pilica bei Kezlovetz zu überschreiten. Er wurde aber durch unser Feuer zurückgeworfen. In Galizien, zwischen der Weichsel und den Karpathen, dauern die Kämpfe mit gleicher Erbitterung fort und haben den Charakter einer großen Schlacht angenom⸗ men. In dieser Gegend ist das Eintreffen mehreren deutscher Korps gemeldet worden. In der Richtung auf; Mezolaborcz wiesen wir sechs heftige Angriffe des Feindes mit dem Bajonett zurück. Die Zahl der Verwundeten aus der Gegend von Makuwka wächst. Im Tale der Lomnica errangen wir auch einen wesentlichen Erfolg. Ein nicht mehr zeitgemäßer Erlaß des Zaren. Petersburg, 8. Mai.(WTB. Nichtamtlich) In einem an den Generalissimus Großfürst Nikolai Nikolaijewitsch gerich⸗ teten Erlaß sagt der Zar, der Generalissimus habe die Wünsche der Altvorderen verwirklicht, Rotrußland erobert uiid setzte die Befreiung des noch unter fremdem Joche schmachtenden Rußland erfuͤlgreich fort. Der Zar erklärt, diese Tat werde für immer eine der bedeutungsvollsten Blätter der Geschichte Rußlands blei⸗ ben. Ueber den persönlichen Eindruck von seiner Reise in dem eroberten Lande äußert der Zar, daß Ordnung herrsche und der Großfürst der Organisation und Verwaltung des Landes Sorgfalt angedeihen lasse. Der Zar dankt dem Generalissimus und verleiht ihm den Säbel des heiligen Georg mit Diamanten und der In- schrift„Für die Befreiung Galiziens“. Ein ähnlicher Erlaß erging an den Oberbefehlshaber an der Südwestfront, General Iwanow, dem der Alexander-Newsky-Orden mit Dia⸗ manten verliehen wird. 5 5 Italien. 7 teten. Nach der römischen Tribuna überreichte Fürst Bülow am 9 Lugano über die Stimmung in Italien berichtet: Fast die gesamte Großstadtpresse stimmt wieder in den Het korus ein. Die„Ideg Nazionale“ bezeichnet die neutralen und rüdhaltlos den Wunsch offenbaren, daß an der Neutralität * Hauptquartier zu begeben. Bisher hatte Italien als Drei⸗ 1 * 5 weer opfern Zeitung“ meldet aus Berlin vom 9. Mai unter der lieber⸗ schrift„Englische Drohung an Italien!“:„Zu welchen Mit- teln England greift, um Italien in den Krieg zu treiben, zeigt folgendes krasse Beispiel: Das„Giornale d'Italia“ ließ, wie aus Rom I wird, unter seinen allabend⸗ 1 lichen Lichtbildern(über dem Redaktionsgebäude) einen Satz 1 KNeonstantinepel, 9. Mal(20 T. Nichtamtlich) Turan“ erfährt, daß das griechische Kabinett Gunaris in Er⸗ 2 1 eitung der Veniselospartei übernehmen. Die unab⸗ * 8 1 . Wir haben die Gewißheit, daß der Feind Dum ⸗-Dum⸗ titalienische Botschafter hatte heute Unterredungen dem Fürsten Bülow bezahlt seien. Dagegen findet der„Avanti“ 5 1 zer Landesdienst zufolge ist der italienische Militär⸗ Attaché Major Repele nach Petersburg abgereist, 12 Zum Kriege durch die Vorenthaltung der Kohlen, 5 gen verfangen sollte. Denn es ist den italienischen Inter⸗ n, ihre llaassenen Liegenschaften nachzuweisen haben. 7 tente Griechen * Konstantinopel, 9. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) amtlichen Berichten melden zu lönnen, daß er erfolgreich R 8 Berlin, 10. Mai. Die Ungewißheit über die Entscheidung Italiens dauert nach einem Telegramm der„Kölnischen Zeitung“ noch an. Es sei keine Verschlimmerung' der Lage einge⸗ Samstag dem König ein Telegramm des Kaisers, das in freundschaftlichen Worten die Bitte an den König enthielt, ihn in seinen Bemühungen zur Verständigung zwischen Oesterreich⸗ Ungarn und Italien zu unterstützen. Rom, 9. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agenzia Stefani“: Der Ministerpräsident und Minister des Innern Salandra hat an alle Präfekten folgendes Tele⸗ gramm gerichtet: Da von Kundgebungen gegen fremde Staatsangehörige, die sich in Italien aufhalten, und Ver⸗ suchen zur Beschädigung ihrer Wohnungen oder Geschäfts⸗ schilder gesprochen worden ist, fordere ich die Präfekten und die ihnen unterstellten Behörden der öffentlichen Sicherheit auf, strengste Ueberwachung auszuüben und jede Beschädigung von Personen und Eigentum zu verhindern. Die erste Pflicht eines zivilisierten Volkes muß es sein, sich unter allen Umständen von Akten von Gewalttätigkeit oder auch Mißachtung gegen irgend jemand fernzuhalten. Wollen Sie bitte diese Instruktionen allgemein veröffentlichen und über eine strenge Durchführung wachen. 0 Konstantinopel, 9. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der 5 mit dem Großwesir und dem Minister des Aeußern. DValaat Bei. Berlin, 10. Mai. Dem„Berliner Tageblatt“ wird aus Parlamentarier sogar als Hochverräter und Rebellen, die von . den richtigen Ton. Er erklärt, die große Mehrheit der Kammer und des Senats solle endlich ihre irredentistische Maske abwerfen festgehalten werde. Die Mehrheit des Landes sei gegen den Krieg. Giolitti sei vor seiner Abfahrt nach Rom in Turin von Stu⸗ denten und Kriegsschreiern ausgepfiffen und insultiert worden. Bastel, 8. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Dem Schwei⸗ um sich als offizieller Vertreter Italiens ins russische Große bundmacht keinen Offizier zur russischen Feldarmee entsandt. Petersburg, 9. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Serbische Diplomaten beklagen sich in Tönen von höchster Erregung, daß Italien weitgehende Konzessionen in Dalmatien ge⸗ macht würden. Diese Gebiete und außerdem Bosnien und die Herzegowina betrachte Serbien als ureigene Interessengebiete. Die Lebens interessen Serbiens verlangten einen weit⸗ gebenden ang zum Adriatischen Meer und die Einverleibung . Bevölkerung in Groß⸗Serbien. Die Italien gemachten Zu⸗ . verringerten die serbischen Chancen ungemein.— „Rjietsch“ erklärt demgegenüber, daß, wenn durch die italienische 0 Intervention die Dauer des serbische um einige Mongte abgekürzt würde, dadurch allein das serbische Lebensinteresse so sehr ge— .— werden würde, daß man übermäßigen Forderungen ent⸗ müsse. Serbien müsse eine im Verhältnis zu seinen Kriegs⸗ stehende Entschädigung erhalten. Der Druck Englands auf Italien. Köln, 9. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Kölnische 4 erscheinen, in dem gesagt wird, England zwinge Italien die es nur noch an Englands Verbündete liefere. Aus Koh⸗ lenmangel würden in sechs Tagen alle Industrien, Eisen⸗ bahnen usw. in Italien still stehen. Die Ankündigung des „Giornale d'Italia“ wurde alsbald von dem england⸗freund⸗ lichen„Messaggero“ in einer angeblich amtlichen Londoner Meldung bestätigt. Dieser Einschüchterungsversuch ist so plump und dumm, daß es unbegreiflich wäre, wenn er in essentenkreisen bekannt genug, daß Italien Kohlen aus Deutschland erhält 1 weiter erhalten kann.“ 0 Aus Griechenland. füllung seines Versprechens die Frist um sechs Monate verlängert hat, während der die Muselmanen, die Neugriechenland verlassen ihre Eigentumsansprüche auf die von ihnen im Stich ge⸗ then, 8. Mai. TB. Nichtamtlich.) Der Sonder⸗ berichterstatter der Hang„Hestia“ erfährt, daß die En⸗ ands Vorschläge angenom- men habe. Die Nachricht erscheint nicht glaubwürdig. Salonik, 8. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der frühere istizminister Raktivan, der hier erwartet wird, soll die hängige Partei wählte Johannes Dragumis zum Leiter. . 1 Die Dardanellenkämpfe. Das Große Hauptquartier gab gestern belannt: An der Dardanellenfront versuchte der Feind, um in seinen vorgeht, Angriffe bei Ari Burun und Sedd ul Bahr unter dem Schutz seiner Schiffe. Er wurde aber jedesmal unter schweren Verlusten für ihn bis an seine Stellungen am Ufer zurückgeworfen. Vorgestern nacht drang ein Teil der Truppen unseres linten Flügels bei Ari Burun in die feindlichen Verschanzungen ein und erbeutete eine Menge Schanzmaterial. Sie nahmen die Lebensmitteldepots und Ausschiffungsstaffeln des Feindes dabei unter Feuer. Geschosse verwendet und absichtlich das Feuer seiner Ge⸗ schütze auf unsere Verwundeten-Sammelulätze richtet. 0 An der kaukasischen Front ist die allgemeine Lage unverändert. Feindliche Angriffe in der Gegend von Olty wurden unter schweren Verlusten für den Feind abge⸗ wiesen. Die Lage entwickelt sich günstig für uns. In der Provinz Aserbeidschan machten unsere Truppen in der Gegend von Dilman am 29. April und griffen die Russen überraschend an und brachten ihnen bedeu⸗ tende Verluste bei. Unsere Truppenabteilungen operieren wei⸗ ter erfolgreich. An den übrigen Teilen der Front hat sich nichts Wichtiges ereignet. Das Große Hauptquartier teilt mit: Die feind⸗ liche Flotte macht augenblicklich keinen Ver such ge⸗ gen die Meerenge. Der Feind, welcher sich in der Um⸗ gegend von Seddul Bahr befindet, versuchte auch gestern mit großen Verstärlungen seine Angriffe zu wieder⸗ holen, welche bis jetzt erfolglos geblieben waren. Die Schlacht dauerte bis Mitternacht. Der Feindwurde von neuem in die Landungszone zurückgeworfen, nachdem er schwere Verluste erlitten hatte.— Auf den anderen Kriegsschauplätzen hat sich nichts von Bedeutung ereignet. Konstantinopel, 8. Mai.(WTB Nichtamtlich.) Von unserem besonderen Berichterstatter wird gemeldet: Am Don⸗ nerstag mittag unternahmen die Verbündeten eine Vorwärtsbewe⸗ gung der Fronten beider Landungspunkte. Obwohl der Angriff durch anhaltendes starkes Feuer der schweren Schiffsgeschütze wohl vorbereitet war, mußte der Feind nach dem völligen Zu⸗ sammenbruch der Operation unter dem Feuer der tür⸗ kischen Infanterie fluchtartig nach Sedd⸗ül⸗Bahr zu⸗ rückgehen, bei welcher Gelegenheit die Türken bis zum Wasser vordrangen und mit gefälltem Bajonett gegen die Barken losgingen. Auch bei Ari⸗Bur nu waren die türkischen Waffen durchaus erfolgreich. Am Freitag früh beschoß der Feind Maidos völlig wirkungslos. London, 8. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Reutermel⸗ dung. An den Dardanellen wurde der Sohn des Mi⸗ nisterpräsidenten Asquith schwer verwundet. Die Kämpfe im Kaukasus. Petersburg, 9. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Be⸗ richt der Kaukasusarmee vom 6. Mai besagt: In der Rich⸗ tung auf Olty fuhren unsere Truppen fort, die Türken in der Gegend des Flusses Scoritschai und des Sees Tor⸗ tumghel zu bedrängen, wo wir acht Offiziere und eine Kom- pagnie gefangen nahmen. Im Tale von Alasch Kent, südöstlich Karakilisse, fand ein kleiner Zusammenstoß statt; in Aserbeidschan in der Gegend von Dilman Zusammenstöße von Vorhuten und Reiterei.“ * 8* Der Seekrieg. Die Verluste der Feinde zur See. 8 Berlin, 9. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Aus zuver⸗ lässiger Quelle wird bekannt, daß außer den bisher als verloren gemeldeten englischen Unterseebooten auch die Boote„E 11“ und„E 2“ im Verlaufe des Krieges untergegangen sind. Die Zahl der englischen Unter⸗ seeboote, deren Verlust nunmehr einwandfrei feststeht, er⸗ höht sich dadurch auf 10. Außerdem hören wir von unterrichteter Seite, daß Ende des vorigen Jahres der französische Panzerkreuzer„Montcalm“, an⸗ scheinend infolge Strandung, verloren gegangen ist Der Untergang der Lusitania. London, 8. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Wie gemeldet wird, waren außer den 20 Booten der„Lusitania“ noch in kürzester Zeit 16 andere an Ort und Stelle. Unter den Passagieren befand sich außer Vanderbilt auch der Theater⸗ direktor Charles Frohmann. London, 8. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet: Dex Journalist Cowper aus Toronto, ein Ueberlebender der„Lusitania“, der in Queenstown befragt wurde, erklärte folgendes; Als sich der Dampfer„Irland“ näherte, wurde scharfer Auslug gehalten. sprach gerade mit einem Freunde, als ungefähr um 2 Uhr in einer Entfernung von 1000 Yards die Kommandobrücke eines Unterseebootes sichtbar wurde. Gleich darauf konnte man die weiße Schaumlinie des Torpedos sehen. Die„Lusitania“ wurde am Vorderschiff getroffen und es erfolgte eine laute Explosion. Teile des aufgerissenen Schiffskörpers flogen in die Luft. Bald dar⸗ auf traf ein zweiter Torpedo das Schiff, das sich nach Steuerbord zu neigen begann. Diie Besatzung ging sofort daran, die Passa⸗ giere in die Boote zu bringen. Alles spielte sich in Ordnung ab. Ein sechsjähriges Mädchen bat mich, es zu retten. Ich brachte es in ein Boot, befürchtete aber, daß seine Eltern umgekommen sind. Ich selbst bestieg das letzte Boot. Einige Boote konnten in⸗ folge Ueberneigens des Schiffes nicht niedergelassen werden und mußten, als das Schiff sank, abgeschnitten werden. In der zweiten Klasse befanden sich viele Frauen und ferner ungefähr 40 Kinder unter 1 Jahr an Bord. Obwohl die genauen Zahlen nicht fest⸗ zustellen sind, ist es bereits sicher, daß weniger als 600 Personen gerettet wurden. Wie verlautet, ist auch der amerikanische Millio- när Vanderbilt ertrunken. Die Ueberlebenden erklären, daß viele Passagiere durch die Torpedos getötet und verwundet wor⸗ den seien. Auf dem Schiffe befanden sich 188 Amerikaner, 956 britische Untertanen und 109 Personen anderer Nationalität. London, 8. Mai. WTB. Nichtamtlich.) Reutermeldung. Bisher sind nur wenig Einzelheiten über den Untergang der „Lusitania“ bekannt geworden. Das ist dem Umstande zuzu⸗ schreiben, daß die drahtlose Station auf einem einsamen Kap fern von der Umwelt steht und nur über mangelhafte telegraphische Verbindung berfügt. Unter den Passagieren befanden sich viele her⸗ vorragende Amerikaner. Auf der Höhe Künsale war in den letzten paar Tagen ein deutsches Unterseeboot tätig. Nach einer Meldung der Admiralität sind nur elf Ueberlebende der„Lusia tania“ in Kinsale gelandet worden. In London machte die Torpedierung der„Lusitania“ tiefen Eindruck. Auch an der New Morker Börse herrschte große Aufregung; alle Kurse sind gefallen. Die Nachricht schlug in Washington wie eine Bombe ein. In amtlichen Kreisen ist man eifrig bestrebt zu er⸗ fahren, ob auch Leben von Amerikanern verloren gingen. London, 9. Mai.(WTB.) Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Nach Mitteilungen der Geretteten von der„Lusitania“ war es ein heiterer, ruhiger und son⸗ niger Nachmittag, als das Schiff torpediert wurde. Die meisten Passagiere hatten eben gefrühstückt und standen oben auf Deck, um nach der Irischen Küste auszusehen, als plötzlich ein weißer Streifen gesehen wurde, der sich durchs blaue Wasser dem Schiffe näherte. Ein schrecklicher Krach folgte; das ganze Schiff bebte und begann zu wenden, in der Hoffnunn, die Küste zu erreichen. Dann wurde es von einem zweiten Torpedo 558 Es neigte sich schnell auf die Seite und sank in 20 bis 25 Minuten nach der ersten Explosion. Die Boote an Backbordseite konnten nicht nieder⸗ gelassen werden, weil der Dampfer schief lag. Einige Seeleute sahen einen Augenblick das Unterseeboot. Dieses tauchte jedoch rasch unter und erschien nicht wieder. Alle Gexetteten be⸗ zeugen. daß Passagiere und sich bei der Ausbootung außergewö 5 ruhig verhielten. en und Kinder wurden zuerst in die Boote gelassen. Als der Dampfer sank, zog er fünf Boote in den Strudel mit hinab. Vor dem Untergehen sprangen viele Insassen ins Wasser und wurden mit in den Strudel hinabgezogen, mit Ausnahme derjenigen, die sich an Wrackstücke geklammert hatten. In Queenstown spielten sich herzzerreißende Szenen ab. Frauen suchten ihre Männer und Mütter ihre Kinder. Der Eindruck wurde verstärkt durch die Landung von 126 Leichen von Frauen, Män⸗ nern und Kindern. Nach der Erzählung eines Stewards sind eine Anzahl r durch die Explosion beim Frühstück überrascht worden. Ein Torpedo ging in den Heizraum. Der Kapitän 1. Mai, sowie an den folgenden Tagen kurze Angriffe. Sie Turner und die Offiziere waren bemüht, die erschreckten Pa giere zu beruhigen. Ihre Bemühungen waren aber 1 5 9 * n S 9 Konstantinopel, 9. Mai.(WTB. Nichtamtlich.)] dem Personen hatten Rettungsgürtel angelegt und wurden 75 Wasser aufgefischt. Zehn Boote der att 5 retteten 4 Schleppdampfer„Stormcock' von diesen Personen auf, die Boote herumgetrieben hatten. Die„Lusitania“ hat im letzten Gefahr drahtlose Notsignale abgelassen. den Kriegsrisiken war die lang mit 800 000 ling versichert. 5 4 1 Die Passagierliste ist nicht erhältlich, da die Schiffe auf der Heimreise die Liste mitbringen. Nach einem Telegra der„Daily Mail“ aus New Pork bespricht man in den Vereinigten Staaten abfällig die Sorglosigkeit der englischen Admiralität, weil sie die„Lusitania“ nicht durch Torpedozerstörer begleiten ließ⸗ Es wird darauf hingewiesen, daß ein deutsches Unterseebobt am Tage vorher an der gleichen Stelle sich, wo die„Lusitania“ tor pediert wurde, gezeigt habe. a London, 9. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die wegen des Unterganges der„Lusi⸗ tania“ erregte Menge hat in Liverpool eine Reihe deutscher Läden geplündert. Die Polizei hat 20 Verhaftungen vorgenommen. Die Menge versuchte die Ge⸗ fangenen zu befreien und die Polizei war gezwungen, von ihren Knütteln Gebrauch zu machen. Berlin, 9. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Wie wir von zuständiger Seite erfahren, besanden sich an Bord der „Lusitania“ 5400 Kisten Munition. Bei weitem der größte Teil der Ladung bestand aus Kriegskonterbande. London, 9. Mai(WTB. Nichtamtlich) Die Admiralität teilt mit: Der Bericht, daß die„Lusitania“ bewaffnet war, ist un wahr. 1 5 5 London, 9. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Admiralität meldet: Deut sche Unterseeboote versenkten in der Woche, die am 5. Mai endigte, fünf britische Handelsdampfer von zu⸗ sammen 11000 Tonnen und sechzehn Fischerfahrzeuge von 3000 Tonnen. Die Ankünfte und Abfahrten aus den briti⸗ schen Häfen während der Woche beliefen sich auf 1604. Hull, 9. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Dampfer „Truro“ ist heute mittag durch ein deutsches Unter⸗ seeboot an der Küste Schottlands torpediert worden. Die ganze elan ist in Rosyth gelandet worden. erlin, 9. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Nach Mittei⸗ lungen aus zuverlässiger Quelle ist einwandfrei festgestellt worden, daß der englische Truppentransport⸗ dampfer„Norrian“ auf der Fahrt von Liverpool nach St. Nazaire vom 3. bis 15. Februar unter dänischer Flagge gefahren ist. Erst beim Einlaufen in St. Nazaire hat das Schiff die englische Flagge gesetzt. London, 8. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Ein deutsches Unterseeboot hat an der Küste von Northumberland den britischen Damp⸗ fer„Don“ torpediert. Die Besatzung wurde gerettet. Rotterdam, 9. Mai. 8 Nichtamtlich.) Der „Rotterdamsche Courant“ meldet: Der Fischdampfer„St. Louis“ aus Northshields ist durch ein deutsches Untersee⸗ boot torpediert worden.. a 180 5 500 Menschen. Der 16 China und Japau. 5 London, 8. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reu⸗ tersche Bureau meldet aus Tokio: Der „Ikoma“ ist unter dem Kommando des Admivals Ko mahag von Kure abgefahren. Der r„Kurana“, Kreuzer„Chikuma“ und 14 Zerstörer haben ebenfalls Be⸗ fehl erhalten, nach verschiedenen unbekannten Bestimmun orten abzugehen. Die meisten Schiffe des zweiten ders haben um 10 Uhr morgens Saseho verlassen. London, 9. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die japanische Botschaft hat ein amt⸗ liches Telegramm aus Tokio erhalten, nach welchem China Japans letzte Forderungen angenommen hat. Die Mannschaft der„Emden“ N Konstantinopel, 8. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Kapitän⸗ leutnant Mücke ist heute nach fünftägigem Marsch von El Wedsch am Roten Meer mit seinen Offiziaren und Mannschaften, i w ganzen 49 Mann, in El Nala angekommen. Alle sind gesund. Das Konsulat in Damaskus hat ihnen Propiant dort⸗ hin entgegengeschickt. Konsul Padel, begleitet von Meißer Pascha und Bahndirektor Dieckmann, reist ihnen heute nach assen i Taue, andere brachen. Ein Boot fiel in das Wasser.——— 28 ae en benen e, Maan. In Damaskus treffen sie voraussichtlich am Montag ein. Die Eisenbahn stellt ihnen Extrazüge. Die Hauptstadt Damaskus' ist in freudiger Erwartung. Große Vorbereitungen zum Empfang werden von der deutschen Kolonie und den türkischen Militär und Zivilbehörden getroffen. a ** * Die Kämpfe bei Ypern. London, 9. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuter Bureaus. Freu ch meldet: Die Kämpfe südöstlich Mpern 8 ohne wesentliche Veränderung an. Wir eroberten einen Schützengraben, der tags vorher verloren wurde. Der Feind machte einen wütenden Angriff auf unsere Laufgräben zwischen Ypern und Poelchapelle. In der Gegend pern—Menin gehen die Kämpfe fort. Gegenanariffe sind im Gange. ————. Aus Stadt und Cand. 5 Gießen, 10. Mai 1915. Blütensonntag. Die Frühjahrsherrlichkeit und die mannigfache Pracht den Maien haben ihren Gipfel erklommen. Alüberall trifft das Auge auf ein solch verschwenderisches Wachsen und Blühen, daß man sich kaum eines ähnlich quellenden Segens von Grün un! Blüten zu erinnern vermag. Es ist, als ob die Natur selber über das Land, dem des Feindes drosselnde Faust die Wege des Lebens sperren will, das Füllhorn ihrer Gaben in nie dagewesenem Reichtum ausschütten wolle. Die Obstbäume übertreffen sich selbst und riner wieder den andern an Fülle weißen Blütenschmuucks. Nicht einzeln stehn die Blüten, sondern der ganze Baum bildet einen einzigen Strauß, den die liebende Natur dem in die Hand geben möchte, der den Kopf grübelnd zu Boden senkt ob der Gedanken, die die Zeit auf ihn einstürmen läßt. Die Maienschönheit draußen vor den Toren hat die Mittel tausendfach, solche Gedanken wergessen und die Falten der Sorge von den Gesichtern schwinden zu machen. Im Bergwald lockt unermüdlich der Kuckuck, in den Saaten beginnt schon das wogende Spiel des Windes, in flammen⸗ dem Gold glühen die Rapsfelder in Ebene und Hang, mit weißem Duftschleier überwebt das Wiesenschaumkraut die safstrotenber 80 Wiesen. Dabei war an dem auserwählten Tage, den gestern die Jahreszeit bereitete, die Luft von einer Milde, die eben nur 00 Mai zustande kommen kann, voll von Bienengesumm, Vogelg, und Süßigkeit. Der Wald leuchtete förmlich, von durchtränkt, die auf allen Wegen rohe Mensch Was die Natur von Reizen zu vergeben 1 J * — 4 der been Verein 1 r c- Umnner aum Taferden etne Oase in dem Wut tobenden Ereignisse zu schaffnn. 55 2* 8 dem Felde der Ehre gefallen. us Hessen und den Nachbargebieten. Musk. Gust. Kahl, Nac Jul lte 225 3 Theiß, Res.-Inf.⸗Agt. 224, Konrad Deucker, Inf.⸗Rgt. 116, aus Flen⸗ 2— Fü. Fritz Käßmann, Inf.-Rgt. 80, aus Odersbach. — Musk. Ludw. Alfred Mayer, Inf.⸗Rgt. 223, aus Offen- bach a. M.— Fü. Ferd. Götz, Lehr⸗Inf.-Rgt., aus Offenbach.— Musk. Heinr. Mohr aus Ostheim bei Butzbach.— Musk. Otto Oberheim, Res.-Inf-Rgt. 223, aus Kaulstos.— Unteroff. Karl Decher, Feld⸗Art.⸗Rgt. 61, aus Hörgenau.— Landwehrmann Konrad Dahmer aus Lauterbach.— Lt. d. Res. Diplom-Ing Nee Franz Roehle, Inf⸗Rgt. 115, ans Jugen⸗ heim a.— Musk. Rich. Wicker, Juf.-Rgt. 138, aus Straß. ebersbach.— Landwehrm. Wilh. Treut, 5. Matrosen⸗Regiment, aus ingen.— Leutn. und Bataillonsadjutant Hermann Damm aus Friedberg. 0* * Auszeichnung. Dem Wehrmann Ludw. Vogelhöser in Gießen im Landwehr-Infanterie-Regiment 87 wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Die Hriegskompofitionen des Großher⸗ 25 93. Die neuen Klavierkompositionen des Großherzogs, die bekanntlich mit so bedeutendem Erfolge von Backhaus in Darmstadt zum ersten Male gespielt wurden, werden im Verlage von B. Schotts Söhne, Mainz, in aller Kürze erscheinen. Die Ausstattung wurde einem der ersten deut⸗ schen Buchkünstler, Emil Preetorius, übertragen. f Eine Lazarettzeitung. Eine eigenartige Idee wird in der nächsten Zeit in Frankfurt auf Anregung des e für Kriegsbeschädigte verwirklicht. Es handelt sich um die Herausgabe einer Lazarettzeitung, die allen der Fwankfurter Lazarette unentgelt⸗ lich— werden soll. Die zur Herausgabe des Mattes lichen, verhältnismäßig recht geringen Mittel wurden bereits zur Verfügung gestellt. In erster Linie soll die Zeitung— 1 Verständnis und Inter⸗ esse den icht wecken und den Kriegs⸗ Aae b eine Fülle praktischer Winke die Rück⸗ kehr ins liche Erwerbsleben erleichtern helfen. Ein —.— 7 ast 1 4 5. e 2 prechung allgemeiner agen usw. wer 1„ zu einer der interessantesten Ers 5 cheinungen der Kriegslite⸗ ratur machen. Vorcussichtlich wird das Blatt, da ihm von den Milttärbehi die größte Aufmerksamkeit entgegen⸗ gebracht wird, später auch sfämtlichen Lazaretten im Bereich des 18. Armeekorps zugestellt werden. Die Vorbereitungen dazu sind bereits im Gange. betten a i der Post ob N hatten in der Erwartung, daß der 3 nicht auf sie, sondern auf die Post fallen witrde. iche Vorkommnisse sind auch schon wiederholt in Haushal festgestellt worden, indem Dienstmädchen und andere ftragte der Herrschaft Feld⸗ postsendungen, die sie zur Post bringen sollten, unterschlagen — beraubt haben. Den Absendern von Feldpostpäckchen 0 dringend geraten werden, die Sendungen von durchaus zu verlässigen Personen zur Post bringen zu lassen und bei Werlusten oder Beraubungen, die ihnen aus dem Felde hinsichtlich solcher Sendungen mit⸗ geteilt werden, ihr erk auch auf die eigenen Ange⸗ ö zu richten. Die Postansta werden sicher auch solche außerhalb ihres Betriebes liegende Ermittelungen gern unterstützen. n. Die Hilfskasse hessischer Lehrer, die am 25. Nopember 1913 gegründet worden ist, zählt nunmehr 1260 Mitglieder, die sich auf 60 Bezirksvereine des Landes verteilen. Ihr 1 am 31. Dezember auf 6485.42 Mk. festgestellt wurde, ist bis Ende April ds. Is. auf 7283.42 Mk. angewachsen, wovon 5500 Mel auf die 2. Kriegsanleihe gezeichnet wurden. Es ist in Aussicht genommen, die Geldmittel der Kasse für Kriegshilfe in hessischen Lehrerfamiltien zu verwenden und die Vilsstasse als obligatorische Einrichtung des Hessi⸗ schen Landes⸗Lehrervereins mit Pflichtbeitrag umzuwandeln. Zu Zwecke fi 8. zwischen den Vorständen e 1 ö * Englische Seeleute, etwa 90 an der Zahl, kamen gestern abend gegen ½10 Uhr unter starker Beglei⸗ — hier an, um zum Gefangenenlager transportiert zu werden. Trotz der vorgerückten Stunde fand der Zug die 54. Aufmerksamkeit des Publikums. Es handelte sich um die schaft des vor Zeebrügge von unserer Küsten⸗ besatzung versenkten englischen Torpedobvotszerstörers „Maori“ sowie die bei Rettungsversuchen in deutsche Hand gefallene Mannschaften des Zerstörers„Crusader“. 8* Deutsche Kriegsgefangene in Toulouse. Ein anzig hessische Landeskinder, die in französische en A geraten und im Lager von Toulouse interniert sind, haben der Großherzogin eine penaufnahme mit ihren Bildern und Grüßen gesandt. Es liegt nun die Vermutung nahe, daß die Leute noch nicht 4 alle mit der Heimat in Verbindung treten konnten. Durch Vermittlung des hiesigen Zweigvereins vom Roten Kreuz ist uns die fragliche Photographie übergeben worden mit dem Ersuchen, sie dem Publikum zugänglich zu machen. Das Bild 19 im Aushange unserer Geschäftsstelle aus⸗ gestellt. Drei der gefangenen Einundzwanzig sind bereits 4 erkannt und auf dem Bilde kenntlich gemacht. Wer hinsicht⸗ . lich der Uebrigen Angaben machen kann, wird gebeten, dies auf unserer Geschäftsstelle zu tun, die die Auskünfte weiter vermitteln wird. Wir hoffen gerne, auf diesem zu der Ermittlung vielleicht noch vermißter Landsleute bei⸗ tragen zu können. .* Ein Backhaus⸗Abend. Der Konzertver⸗ ein, welcher trotz erheblicher Schwierigkeiten in diesem Winter für seine Freunde eine Reihe vortrefflicher Konzerte veranstaltet hat, wird mit einem Klavierabend am Dienstag, den 18. Mai seine Spielzeit beschließen. Wie bei allen seinen Konzerten in diesem Winter wird der Rein⸗ ertrag voll und ganz wohltätigen Zwecken zugute f 00000 c ĩ ĩ zommen. Der Erlds aus diesem letzten Konzert soll einer Einrichtung zufließen, die erst in jüngster Zeit ins Leben Pee worden ist: der Kriegsbeschädigten⸗Für⸗ or ge. Sie ist gegenwärtig eine der dringendsten und wich⸗ tigsten sozialen Aufgaben. Bekanntlich besteht bereits eine größere Vereinigung für Hessen und Hessen-Nassau, während für Gießen demnächst ein Ortsausschuß gebildet wird. In anerkennenswerter Weise hat der so beliebte und bewunderte Pianist, Herr Wilhelm Backhaus, der zurzeit im hiesi⸗ gen Reservelazarett 1 zur Dienstleistung kommandiert ist, seine große Kunst für das Konzert zur Verfügung gestellt. Backhaus hat in einer erklecklichem Zahl von Konzerten, so zuletzt vor acht Tagen in Wien und vorher in Frankfurt, Darmstadt und anderen Orten zugunsten des Roten Kreuzes und für die verschiedenartigsten Wohltätigkeitsveranstaltun⸗ gen eine beträchtliche Summe erspielt. Daß man auf einen hohen künstlerischen Genuß gefaßt sein darf, braucht eigent⸗ lich nicht hervorgehoben zu werden. Ueber das Programm wird demnächst berichtet. Abendliche Freikonzerte. Im Lazarett in der alten katholischen Kirche scheinen sich einige sangeslustige und vor allem sanges kundige Insassen zu befinden, die an den letzten schönen Abenden zahlreichen Vorübergehenden einen hübschen Genuß bereiteten. So sammelte sich z. B. gestern abend am Bahnübergang an der Liebigstraße eine dichte Menge, die dem Gesang aus dem Dunkeln lauschte. Mancher ließ gern ein Scherflein auf den Sammelteller gleiten, den ein paar junge Damen in richtiger Erkenntnis der Sachlage in Umlauf setzten. * Sitzung des Provinzialausschusses. Am Samstag, den 15. Mai, vormittags 9 Uhr, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes eine Provinzial⸗ ausschußsitzung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Klage des Julius Lagerin gegen Großh. Kreisamt Gießen wegen Versagung des Wandergewerbescheins für 1915. 2. Klage des Ortsarmenverbands Dortelweil gegen den Ortsarmenverband Büdesheim wegen Unterstützung der Karl Steitz Eheleute in Dortelweil. 3. Antrag auf Ent- dencge des Patents als Großh. Geometer 2. Klasse gegen en Geometer Julius Sauer aus Butzbach. 4. Festsetzung des Rechnergehalts der Gemeinde Ober-Eschbach. Postscheckverkehr. Im Reichspostgebiet ist die Zahl der Kontoinhaber im Postscheckverkehr Ende April 1915 auf 106101 gestiegen.(Zugang im Monat April 628.) Auf diesen Post⸗ scheckkonten wurden im April gebucht 1993,8 Millionen Mark Gut- schriften und 2033,38 Millionen Mart Lastschristen. Bargeldlos wurden 2199,9 Millionen Mark des Umsatzes beglichen. Das Ge— samtguthaben der Kontoinhaber betrug im Avril durchschnittlich 273,3 Millionen Mark. Im internationalen Postüberweisungsverkehr wurden 5,7 Millionen Mark umgesetzt. Berichtigung. Der Versasser der unter der Spitzmarke: „Eine abenteuerliche Heimreise deutscher Militärpflichtiger“ in der Sonnabend-Nummer erschienenen Notiz heißt nicht Karl Haupt, sondern Karl Hengst. a Landkreis Gießen. Daubringen, 9. Mai. Gestern abend hielt hier in bis zum letzten Stehplatze ausgenutztem Saale Redakteur Kuhl⸗ mann ⸗Darmstadt einen sehr interessanten Lichtbilder vor- trag über das Thema„Deutschland im Weltkriege“. Eröffnet wurde der Abend durch das gemeinsame Lied„O Deutschland hoch in Ehren“, das Lehrer Seipp auf dem Piston begleitete. Dieser hielt dann eine kurze Ansprache, in der er die tieferen Ursachen des Krieges darlegte. Herr Kuhlmann führte uns dann an der Hand schöner Lichtbilder durch Belgien, die Schützengräben, Ostpreußen und die von den Deutschen besetzten russischen Gebiete. Er machte mit den Formen und Waffen des modernen Krieges bekannt. Tas Schlußwort des Lehrers Seipp klang aus in ein Hoch auf das Vaterland. Das Lied„Deutschland über alles“ folgte. Die Veranstaltung wurde schön umrahmt durch zahlreiche mehr⸗ stimmig vorgetragene Schülergesänge. Das Ganze nahm einen würdigen, der Zeit entsprechenden Verlauf. Der Reinertrag wird verwandt zur Beschaffung von Heften und Büchern für bedürftige Schüler, deren Väter im Felde stehen. Kreis Büdingen. + Nidda, 9. Mai. Briefträger Schmidt von hier starb den Heldentod fürs Vaterland. Er stand als Reservist beim Feld⸗Artillerie-Regiment Nr. 61, 1. Batterie. O Kohden, 9. Mai. Vahnarbeiter Richard Franz von hier, der im zweiten Jahre im Infanterie-Regiment Nr. 168, 2. Kompagnie, dient, hat das Eiserne Kreuz erhalten und ist zum Gefsreiten befördert worden. Kreis Schotten. Aus dem Kreise Schotten, 10. Mai. Angeregt durch das Großh. Kreisamt Schotten, fanden an fast allen Orten des Kreises Gemeinderatssitzungen statt, in denen über Anschaffung und Anlage des elektrischen Lichtes, also Anschluß an die elektrische Ueberlandzentrale Wölfers⸗ heim eifrig gesprochen worden. Das Ergebnis war natürlich, daß sich fast alle Gemeindevertretungen bereit erklärten, sobald als möglich diese Neuerung einzuführen, da ja ohnehin die meisten Bewohner des Vogelsberges in langen Wintertagen bei dem düster⸗ brennenden und rußenden Oellichte arbeiten und ihre Abende zu- bringen mußten. Petroleum gab es allmonatlich einmal und jeder erhält dann nur 1 Liter für diese Zeit. Leider kann aber wäh⸗ rend des Krieges an die Ausffthrung der Ueberlandanlage nicht gedacht werden, da es an Arbeitern fehlt. Kreis Friedberg. h Obermörlen, 9. Mai. Im Verlaufe eines Streites zwischen mehreren Burschen wurde ein junger Mann von seinem Gegner mit einem schweren Holzknüppel totgeschlagen. Hessen⸗Nassau. h Marburg, 9. Mai. In Aue zerstörte ein Groß seuer die Anwesen der Landwirte Rauschenberg und Schuchardt. Sämtliche Vorräte, alle Maschinen und ein Teil des Viehbestandes wurden ein Raub der Flammen. ring versichert. h Merzhausen, 9. Mai. Bei der Beschau eines votz⸗ kranken Pferdes zog sich der Fleischbeschauer Schwalm eine Vergiitung zu, der er unter gräßlichen Schmerzen erlag. fe. Aus Oberhessen, 9. Mai. In Neustadt hat man in der dortigen Gemarkung bedeutende Quarzitlager entdeckt, die eine Schamottefabrik in Bonn ausbeuten läßt. —— dᷓ—————jf—ꝙ———— Vermischtes. Ein Eisenbahnunfall. Liegnitz, 8. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird gemeldet: Heute früh 6 Uhr 58 Min. entgleiste im Einschnitt kurz vor dem Bahnhof Spittelndorf der D-Zug 110, der fahrplanmäßig um 7 Uhr 8 Min. in Liegnitz eintreffen sollte. Der Lokomotivführer und der Heizer sind verletzt worden, fonst niemand. Die Ursache der Entgleifung ist auf eine fahrlässige Handlung des Rottenführers, der mit Gleisarbeiten beschäftigt war, zurückzuführen. Der Verkehr auf der Strecke zwischen Spittelndorf und Maltsch wird eingleisig aufrechterhalten. Die Höfe waren nur recht ge⸗ Die Madonna von Juldo Reni in der Droschke. Der Ruhm des kühnen Diebes der„Gioconda“ hat seinerzeit auf manch romantisch veranlagtes Gemüt anspornend gewirkt. Vor einem Jahr kam man einem groß angelegten Dieb— stahl im Landhause des Cav. Tito Serventu in Fimone auf die Spur, dem neben einigen kostbaren Altertümern auch ein wert— volles Madonnenbild von Guido Reni zum Opfer gefallen war. Die Untersuchung führte zur Verhaftung von zwei verdächtigen jungen Leuten, die auf Grund einiger bei ihnen vorgefundenen Gegenstände zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurden. Das Bild aber von Guido Reni war und blieb verschwunden. Durch weitere Nachforschungen wurde die römische Polizei auf die Persön⸗ lichkeit eines gewissen Angelo Chinfanti aufmerksam, der sich aus dem Ankauf und Verkauf von Automobilen einen Beruf machte. Es gelang den Geheimwolizisten nun, ihn bei einer Wagensahrt zu verfolgen und, während der nichts Gutes ahnende Chinfanti den Kutscher zur Eile antrieb und schleunigst in seinem Hause ver- schwand, wurde bei der Untersuchung des Wagens auf dem Ver- deck die zusammengerollte Leinwand des Guido Reni entdeckt, die eine schmerzhaste Muttergottes darstellt. Augenscheinlich war Chinfanti bisher erfolglos von einem Antiquar zum andern geeilt, um das Bild los zu werden. Die Haussuchung ergab noch einer“ reichen Schatz an wertvollen alten Spitzen und altertümlichen Gegenständen und führte natürlich zur Verhaftung des kühnen Bilderdiebes. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Das Hochdruckgebiet hat sich weiter ostwärts verlagert. Kern liegt heute über Südskandinavien. unter Hochdruckeinfluß bleiben. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 11. Mai 1915: Heiter, trocken, mild, südöstliche Winde. Letzte Nachrichten. Italien. Lugano, 10. Mai. Der Bukarester Korrespondent des „Corriere della Sera“ interviewte den neuen russischen Botschafter für Rom, Giers. Dieser habe darauf hin⸗ gewiesen, daß seit Racconigi die Freundschaft zwischen Ita⸗ lien und Rußland immer enger wurde. Die Interessen beider Mächte liefen fast überall parallel. Es sei Wahnsinn, von serbischem Imperialismus zu sprechen. Giers war gestern vom König von Rumänien zu Tisch geladen und hatte eine Unterredung mit dem Minister des Aeußern. Bern, 10. Mai. Mit großer Besorgnis sieht man beson⸗ ders in der deutschen Schweiz der Gestaltung der Dinge in Italien entgegen. Sollte Italien seine Neutralität aufgeben, so ist die Schweiz nicht nur genötigt, seine Grenzen gegen Italien 1 Sein Wir werden morgen noch und Oesterreich zu schützen, sondern müßte auch neue Erschwe⸗ rungen seiner Wareneinfuhr mit in den Kauf nehmen.— Die „Gazette de Lausanne“ schreibt: Oesterreich mit Deutschland an der Seite wäre für Italien ein fürchterlicher Gegner. Die Adiahäfen seien gut geschützt und das Trentin leicht zu verteidigen. Dort habe 1866 General Kühn mit 15000 Oesterreichern 38 000 Gari⸗ baldianern sich gewachsen gezeigt.— Das sozialistische„Züricher Volksrecht“ bemerkt, es wäre einer der verhängnisvollsten Schritte in der Geschichte Italiens, wenn Italien gegen Oesterreich⸗Ungarn Krieg führen werde. Von den Folgen würde sich Italien in Jahrzehnten nicht erholen können. Die italienischen Machthaber wären verblendet, wenn sie durch das Eintreten Italiens in den Krieg zur Stärkung Rußlands beitrügen. Chiasso, 10. Mai. Ungeheuer ist der diplomatische Druck der Entente⸗Mächte auf Italien. England droht damit, Italien durch die Schließung der Meerengen von Gibraltar und Suez auszuhungern. Namentlich hat England auch seine Geldunterstützung zugesagt. Alle diesem gegenüber herrscht jedoch in Kreisen, die es wissen müßten, die Meinung vor, daß es nicht zum Kriege kommen werde und daß die deutschen Erfolge in Galizien und Flandern noch im letzten Augenblick von entscheidendem Einfluß auf die Haltung Italiens sein würden. Machenschaften der Entente. Konstantinopel, 10. Mai Wie der„Tanin“ mitteilt, hat die Polizei Beweise einer umfangreichen Verschmö⸗ rung in Händen, deren Drahtzieher in den Kreisen der höchsten“ englischen, französischen und griechischen Beamten und Diplo⸗ maten zu finden sind, die sich in contumaciam verurteilter tür⸗ kischer Verschwörer bedienten. Zu den letzteren zählt der Prinz Sabah Eddin, Scherif Pascha, ehemaliger türkischer Gesandter in Stockholm und Madrid, Führer der ehemaligen revolutionären Offi⸗ ziersliga, sowie eine Anzahl revolutionärer osmanischer Griechen und Mitglieder des armenischen Revolutionskomitees Minschak. Ort der ee war Athen. Die dortigen Leiter sind der englische Gesandte Elliot, der bisherige Ministerpräsident Veni⸗ zelos und der vor kurzem aus seinem Amte geschiedene Gesandte in Konstantinopel, Panas. Mitglieder in Athen sind der Attache der griechischen Gesandtschaft Lukas, der Archivar dieser Gesandt⸗ schaft Nicolaidis und eine Menge mit englischem und französischem Gelde bezahlter Persönlichkeiten. Zweck der Verschwörung war der Sturz der türkischen Regierung, Zerstörung der Forts, Ermordung der deutschen Offiziere und der mühelose Einzug in Konstantinopel. In den Händen der Polizei befindet sich die bereits aufgestellte Liste des neuen Kabi⸗ netts unter Scherif Pascha, der angeblich schon Großwesiruniform für sich bestellt hatte, neben einem Verzeichnis der neu zu ernen⸗ nenden Beamten. Vielleicht wäre der Plan geglückt, wenn nicht ein Mißgriff hinsichtlich des in Aussicht genommenen Polizei⸗ direktors erfolgt wäre. Gerade dieser hat den Plan mit den Be⸗ weisen nunmehr der Polizei übergeben. Daraus ist auch erklärlich, daß der englische Kriegsminister Lord Kitchener auf den Kopf eines bestimmten türkischen Ministers 20000 Pfund ausgesetzt und dem Offizier, der das Zeichen zum Aufruhr in Stambul geben sollte, 20 000 Pfund versprochen hatte. 1 Die„unbewaffnete“ Lusitania. Berlin, 10. Mai. Trotz der Behauptung der britischen Admiralität, daß die„Lusitania“ unbewaffnet gewesen sei, schreibt der Marinemitarbeiter der„Morning Post“, wie das „Berliner Tageblatt“ aus Rotterdam berichtet, daß der Dampfer mit einer recht gefährlichen Geschützstärke ausgerüstet gewesen sei. Genf, 10. Mai. Beamte des Cunard⸗Bureaus versicherten vor der Abreise der„Lusitania“, daß an Bord sich gut maskiert 2 kleine Geschütze befänden. Es wird auch mitgeteilt, daß die Besatzung und der Kapitän des Schiffes den Passagieren, die Be⸗ sorgnisse äußerten, gesagt hätten:„Wir sind sehr, sehr stark! Das, — die drüben und werden unsere„Lusitania“ nicht berühren.“ Erschöpfungszustände, wie sie als Folge längerer Krankheit, nach größeren Blutverlusten oder schweren Verwun⸗ dungen auftreten, pflegen das Nervensystem stark in Mitleiden⸗ schaft zu ziehen. Bei der Pflege von Kranken und Verwundeten ist deshalb der coffeinfreie Kaffee Hag, der die Nerven nicht an⸗ greift und den Schlaf nicht stört, ein unentbehrliches Labsal. Der coffeinfreie Kaffee Hag ist in allen Lazaretten bekannt, und man⸗ cher, der bisher der Meinung war, es handele sich um einen Kaffee, dem die wertvollen Bestandteile genommen seien, ist wäh⸗ rend seines Aufenthalts im Lazarett eines besseren belehrt worden. 1% Damen-, Herren- und Kinder-Kleider che- misch reinigen oder umfärben. Ebenfalls Vorhänge, Decken, Handschuhe, Federn eto. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, gestern morgen 10½ Uhr meinen lieben unvergeßlichen Gatten, den besten Vater seiner Kinder, unseren lieben Grohvater, Bruder, Schwager und Onkel Johannes Ochs Ratsdiener, Schloss- und Museumsverwalter im fast vollendeten 62. Lebensjahre nach kurzem, aber schwerem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Teilnahme bitten: Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Lina Ochs, geb. Westrupp Heini Ochs Familie Hrch. Schmidt Familie Hreh. Wenderoth Familie Johs. Fleischhauer. Elisabeth Bittkow, geb. Ochs Gießen(Sonnenstraße 2), Darmstadt, Wetzlar, den 10. Mai 1915. Die Beerdigung findet Dienstag. den 11. Mai 1915, nachmittags 2½ Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 4119 Statt jeder besonderen Anzeige. Im fast vollendeten 89. Lebensjahre ist am 6. Mai unsere liebe Mutter, Grossmutter und Urahne Frau Senior Therese Gunkel geb. Büchner nach reich gesegnetem Leben sanft und selig entschlafen. Im Namen der Familie: Professor Hermann Gunkel. Lüneburg, 8. Mai 1915. 4 Wir bitten, von Trauerbesuchen freundlich absehen zu wollen. enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Gießen, Frankfurt am Main, Kassel, Marburg, Friedberg, Lollar, Londorf, Fronhausen, Wetzlar, Koblenz, Köln, Fulda, Als- feld, Grünberg, Gelnhausen, Nidda, Schotten, Hungen, Lich, Laubach, Butzbach, Stockheim und Gedern ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der Biebertalbahn, ist 20 Pfg. in der Geschäfts- erschlenen und zu A stelle d. Gleßener rätig und kann auch durch die Austräger bezogen werden. dem Prelse von Anzeigers vor- — L Bilanz am 1. Dezember r JI ö Ausschla Aktiva. Passiva. Pickel, Mitesser, E Ausgeliehene Aufgenommene schwinden meist sehr schnell, Kapitalien: Kapitalien 34331 3.410 Zucher Patent Hedi. a) geg. Ob⸗ 1 he. e n W 150 ligationen 103124.—]—guthaben der en, a 60 Pf. M. 1.— u. M. 1.50) d) gegen Mitglieder 4236.— erf morneng abmachen dm Bürgschaft 211908.— Reservefonds 5935.85 Zuckkooh' Creme(60 und o) gegen Betriebsrücklage 5449.66 A Güterkauf⸗ Reingewinn 1548.78 bestätigt. 45 haben in der gelder 54⁴9.— Apebe te de Ag, ol, Wertpapiere S. Schaal G l nach d. Kurs 25967.30 Fang aru, Ernst Kassenvorrat 2253.65. W en Si Ausstände 11731.22 1 Nu 850 2 11 nen Mobilien 50.53 u legte Narmeladt ind 360483. 70 360483.70 sogenannten Honig finden Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1913 166 Sie in meinem naturreinen Die Zahl der Mitglieder betrug Ende JJ ĩ ĩͤ 5 Zuckerrüben- Abgang in 1914 N 9 8 it! Daher Stand der Mitglieder Ende 1914 2 a 1 * Leihgestern, den 10. Mai 1915. g ene 86 er Spar⸗ und Vorschußverein Leihgestern] Reformhaus eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Hastpflicht. Kreuzplat 5. 3925 Will, Direktor. Weller, Rechner. SOG eee 1121 41161 4128 D) Kriegerverein Gießen. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben des Kame⸗ raden und früberen Vorstandsmitgliedes Johs. Ochs geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Dienstag, den 11. l. M., nachm. 2½ Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. „Concordia“ Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Freundes Johannes Ochs geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Dienstag nach— mittag 2½ Uhr vom neuen Friedhof aus statt. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Der Vorstand. Der Vorstand. chen, unser liebes sanft entschlafen ist. 41¹³⁰ Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Schwester Frau Hentielte Shheider Witwe im 67 Jahre nach kurzem, schwerem Leiden gestern abend 7½ Uhr sanft in dem Herrn entschlasen ist. In tiefer Trauer: Familie Schneider Familie Moos. Wieseck, Gießen, den 10. Mai 1915. Die 1 findet Dienstag, nachmittags 3 Ubr, vom Sterbehause aus statt. 14118 e 9— 1 die traurige Mitteilung, daß mein liebes Tächter⸗ Enkelchen Mariechen im Alter von 3 Monaten Samstag abend Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Staubach, Vizefeldwebel ;. Zt. im Felde Familie Staubach, Altenbuseck Familie Albach, Daubringen. Altenbuseck, den 10. Mai 1915. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 2 Uhr in Altenbuseck statt. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Be— weise herzlicher Teilnahme bei unserem unersetzlichen innigsten Dank. Verluste sagen wir In tiefer Trauer: Familien Lonis Vogt und H. Meister. Gießen, 10. Mai 1915. Statt Kaxten Ihre Verlobung beehren sich angzuzeigen Marie Weyl Karl Ortwein, Lehrer Wieseck Mai 1915. 4129 Gießen, Steinstr. 35 % Christlich. Waldfest an der dicken Eiche bei Blasbach am Himmelfahrtstag von 3 Uhr nachmittags an. Es werden sprechen: Herr Missionar Mohr von Canstatt bei Stuttgart und mehrere Geistliche aus der Nähe von Blasbach. Es ladet herzlich zum Besuche ein: 1107 J. A.: Ohly, Pfarrer. II nerrl. 27 Inmitt. ausgefehnt. Gehir e Solbaàder U Gewerbliche Forthitöungsschule Fießen. 9 9 Bekanntmachung. Betr.: Die Erhebung der Vorräte von Getreide und Mehl am 9. Mai 1915. Ich fordere hiermit diesenigen Besitzer von Vorräten, die bis zum 10. de. Mis. keine Extlärung abgegeben baben, bei Meidung von Strafe auf, die verlangte Anzeige bis zum 11. Mai, abends 6 Uhr, im Stadthaus, Zimmer Nr. 9, abzugeben. Mai 1915. Gießen, den 8 1 Der Oberbürgermeister. Keller. 45 Licht- Spiel- Haus IIA IIIA Splelg ie vom S. bis II. Mai 1918: Der Gast aus der anderen Welt Hervorragendes Filmkunstwerk in 3 Akten nach dem berühmten gleichnamigen Roman von Clara Viebig. Die neuesten Kriegsberichte Nuneck geigt so schön. Schwank in 2 Aktellungen. Bubis erste Zigarre. Humoreske. Ein Sportfest auf Neuseeland. Einlagen nach Bedarf. 4087 4 Milltar v. Feldwebel abwärts zahlt werktags die Halnte. Sooden Bewährtes Heilbad bei: Katarrhen der Atmungsorgane, Herzleiden, Blutarmut, Frauen krankheiten. Rheumatismus, Gicht, Skrofulose, Rachitis, Rüekständen von Influenza, Lungen- u. Rippen lellentzündung. Bahnlinie Gdttingen- Bebra.:: Gese Hirte — I Radiumhaltige Solduellen.— all. Art. Inhal ationen, Gradier werke, Pneu- matische Apparate u. Kammern. Fin-W Auskunft u. Prospekte 8 8 N erra Heinr. Hahn, Giessen Neustadt 8 —— Telefon 403 r Gartenbau und Landwirtschaft offeriert: Runkelrüben, Eckendorfer Riesen-Walzen Seidefreie Kleesaaten Grassamen-Mischungen zur Anlage von Wiesen Versch. Raygras-Sorten und andere Sortengräser Sommersamen ete. Cocosstricke, Nau- manns Blumen- und Gemüsedünger. 9 Gemüsesamen Blumensamen Stangen- u. Buschbohnen Schnabel- u. Markerbsen Grassamen-Mischungen für Zier- und Bleichrasen Blumenzwiebeln, wie Gladiolus, Lilien eto. Ferner: Bast, Baumwaclis, Beginn des Unterrichts am 18. Nai, nachm. 1% Uhr. Anmeldung neuer Schüler: Dienstag, den 11. Mai, von 4—6 Uhr, in der Gewerbeschule. Der Unterricht findet wöchentlich für jede Ab⸗ teilung an einem Nachmittage statt und erstreckt sich auf Freihand⸗ und Fachzeichnen, Deutsch, Ge⸗ schäftsvechnen, Raumlehre, Buchführung, Wechsel⸗ lehre und Materialkunde; er dient als gründliche Vorbereitung für die Gesellenprüfung. Anmeldescheine können vom 1. Mai ab bei der Schuldienerin in der Gewerbeschule zur Aus⸗ füllung abgeholt und abgegeben werden. Während des Schuljahres werden keine Schüler aufgenommen. 38600 Der Aufsichtsrat: Die Schulleitung: Prof. Dr. Krausmüller, A. Haggenmüller, Reallehrer, Vorsitzender. i. V. des Hauptlehrers. Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Siegmund Rosenbaum, Gießen eingetragen: Die Prokura des Louis Marx in Gießen ist erloschen. 4120 E Gießen, den 6. Mai 1915. Großherzogliches Amtsgericht. 5 Forderungen an den Nachlaß des verstorbenen Grg. Lampus II. wolle man bei Meidung der Nichtberücksichti⸗ gung bis spätestens 20. Mai geltend machen bei 4111 Th. Haubach, Moltkestraße 12. Spargel seinster e een Pfund seinster, Phun 38 Pig. soeben eingetroffen. 41¹⁰ Gebr. Berdux Bahnhofstraße 27. Spargel! Spargel! 39 Ig 5 1 5 0 in 1195 1— Ebenso-Salat, Gurken usw. Huhn. Ko 16 fell u bsdiasßen ages preisen Heinrich 0²⁴485 merden täglich, in meiner Wohnung, Bestellungen, Bahnhofstr. 30, bis abends 6 Uhr entgegen genommen., Spargel Cubikulum N srisch, A0 Klingelhöfer, Wettergasse 5,(A. H. 880 5 Mittwoch ½9 Uhr Telephon 707. 62⁵³⸗ El er-Naszerglas Krug 60 Hindenburg Adl.-Drogerie, Selters weg 30, Otto Schaaf. 00 N n — — *