2 N unsere 5 Feindliche Angriffe bei ch 5 om— Beilagen: viermal wöchentlich 5 ener Familienblätter; 5 Ken r ee 55 für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ g sierech Anschluß: Für die Schriftleitung? Berlag, Geschaftsstelledl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. ne von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. — Dünkirchen weiter beschossen. Weitere Fortschritte im nord westlichen Rußland. 2 Hauptquartier, 1. Mai.(We. Vestlicher Kriegsschauplatz. Die gestern gemeldeten Kämpfe auf dem westlichen Kanalufer nordwestlich von Ypern endeten mit einem sehr verlustreichen Rißerfolg des Feindes. Oestlich des Kanals nördlich von Ypern stieß der Feind mehrere Male vergeblich vor. Die Festung Dünkirchen wurde wei⸗ ter unter Artilleriefeuer gehalten. 5 Zmischen Maas und Mosel kam es zu — 3 3 zwischen Ailly und Apre⸗ . nzösischen Angriffe scheiterten sämtli unter stuarken Verlusten. 9 5 f 8 Am 29. April wurde Reims in Ermiderung auf die Beschieung unserer rügwärtigen Ruheortschaften mit eini⸗ gen Granaten bemorfen. Da der Feind die Bedeutung die⸗ ses unseres Vorgehens sehr gut kennt, würde es ihm leicht sein. Reims vor einer Beschießung zu bewahren. „Der Feind verlor gestern wieder drei Flugzeuge. Eim englisches Flugzeug wurde füdwestlich von Thielt her⸗ untergeschossen. Ein anderes Flugzeug wurde bei Wieltje nordöstlich von Ypern zum Absturz gebracht und zusammen⸗ geschossen. Das dritte Flugzeug wurde aus einem feindlichen Ge r heraus bei Niedersulzbach im Elsaß zur Lan⸗ dung gezwungen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Das Ge focht bei Sz awle ist günstig für uns verlaufen. Nach sturken Verlusten flüchteten die Russen, nachdem sie Szamle an ullen vier Ecken angesteckt hatten, in Richtung auf Mitau weiter. Die Verfolgung wird fortgesetzt. An Gefangenen sind bisher etwa 1000 gemacht. Daneben fielen zehn Maschinengewehre, große Mengen van —. und besonders viel Munition in Infanterie⸗ Kalwarja und südmestlich 3 verlustreich abgeschlagen, wobei wieder 350 Rus⸗ ö sen gefangen genon den wurden. Dagegen gelang es den 8 421 bande Ae 8.. no agnie naucktlichermeile zu überfallen un schwer zu schädigen. Oestlich von Plock und auf dem Südufer der Pilica wurden schwache russische Vorstäße abgewiesen. Oberste Heeresleitung. Großes Hauptqnartier, 2. Mai. Amtlich.) Westlicher Kriegsschaunlatz. In Flandern versuchte der Gegner nach sehr star— ker Artillerievorbereitung wiederum gegen unsere neue Stel— lung nordwestlich von Ypern auzurennen. und zwar grif— fen die Saunze e zwischen Kanal und Straße Ypern— St. Julien energisch, die Engländer östlich davon makt an. Die ngen waren sümtlich infolge unseres sehr würksamen Flanten⸗ und Rückenfeuers aus Gegend von Proghseinde und Veldhoek gänzlich erfolglos. Drei Maschineugewehre blieben in unseren Händen. 5 i In den Argonnen machten unsere Angriffe nördlich von Le Four de Paris gute Forschrittte. Trotz heftiger Ge⸗ genmehr verloren die Franzosen mehrere Grüben und 156 Gefangene. Zwischen Maas und Mosel kam es nur im Prie⸗ sterwalde zu heftigen Gefechten, wo die Franzosen mehrere Male in großen Massen angriffen. Wir schlugen diese An⸗ ffe, die stellenweise bis in unsere Grüben gelangten, unter rien Verlusten für den Feind ab und machten 90 Ge⸗ fangene. Gestern wurden mieder zwei feindliche Flug- zeuge nußer Gefecht gesetzt. Eines wurde bei Reims zu⸗ sammengeschossen, das andere nordwestlich von Verdun aus einem Geschwader heraus zur eiligsten Landung gezwungen. Oestlicher Kriegsschnuplatz. Unfere Operationenimnordwestlichen Ruß⸗ land machten gute Fortschritte. Bei Szamle wurden weitere 400 Russen gefangen genommen. In der Verfolgung der flüchtenden Russen erreichten deutsche Spitzen die Gegend südwestlich von Mitau. Russische Angriffe in Gegend Kalwarja wurden unter starken Verlusten für den Feind abgeschlagen. 300 Ge⸗ fangene blieben in unserer Hand. Oberste Herresleitung. *** Die Engländer, Franzosen und Belgier hätten in den letzten Tagen Gelegenheit gehabt, sich endlich von der Ueber- raschung des deutschen Vorstoßes nördlich von pern zu er⸗ holen und ihre Ueberlegenheit geltend zu machen. Sie haben denn auch heftige Angriffe gegen unsere Stellungen unter⸗ nommen, aber es stellt sich heraus, daß es mit ihrer lleber⸗ legenheit nichts ist. Nach einer neuen Meldung sollen 50000 weitere englische Helfer auf dem Festlande eingetroffen sein; das ist freilich nicht viel angesichts der früheren Drohreden von den drei Millionen Kitcheners. Die Beschießung Dün⸗ kirchens mit schweren Granaten hat überall in der Welt ebenfalls den Eindruck neu verstärkt, daß die Briten in. (Te D. 755 2 andern schließlich den Rückzug werden antreten müssen. die heuchlerischen Reden englischer Minister über die Behandlung der Gefangenen anlangt, so widerlegt eine längere Auslassung des ameritanischen Botschafters Gerard Gießen l 165. ahrgan er* 83 Gelnderal⸗Anzeiger für Oberhe fel Rotationsdrudk und verlag der Brühl'schen Univ. Buch- und steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. 8 5 g Montag, 3. Mai 101 Wezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel jährl. ausschl. Bestellg Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt ⸗ schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz (ür Stadt und Land, Bermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sänitlich in Gießen alle diese böswilligen Anschuldigungen durch die Feststel— lung des wahren Tatbestandes. Bezeichnend dabei ist, daß Gerard einem Vertreter der United Preß gegenüber hervorgehoben hat, es seien bei der Unterbringung von über 800 000 Kriegsgefangenen in Deutschland zwar be— sondere Lager für die Inder und Mohammedaner eingericht— tet worden, aber das Zusammenwohnen von Belgiern, Bri— ten, Franzosen, Russen, von„Leuten verschiedener Lebens⸗ gemwohnheiten“, habe nicht verhindert werden können, und da die Engländer immerhin in der Minderzahl seien, könne ihnen— der Bericht drückt dies natürlich etwas anders aus, aber der Sinn ist derselbe— nicht gut eine Extra⸗ wurst gebraten werden. Auch sei es zu bedauern,„daß die britische Regierung die erste war, die Bestimmungen des Abkommens zu verletzen und dadurch seine Fortdauer zu gefährden, indem sie einem Mitgliede der amerikanischen Botschaft in London die Erlaubnis zum Besuch der deutschen „U“ Bootgefangenen in Dover versagte.“ Das besagt wirklich gerade genug, und nun können die Herren Asquith und Kitchener reden so viel sie wollen— man wird auch im neutralen Auslande diese Beschmutzung des deutschen Na— mens als das betrachten, was sie einzig ist: eine der ge— wohnten britischen Unverschämtheiten! Die Operationen im nordwestlichen Rußland haben weitere, sehr bedeutsame Fortschritte gemacht, indem deutsche Vorhuten beinahe bis Mitau vorgerückt sind. Daß dieser neue Zug Hindenburgs keine strategische Bedeutung besitze, dies zu sagen blieb der„Nowoje Wremja“ vorbehalten. Sie schreibt dann aber, ein wenig widerspruchsvoll, doch weiter: Die Abteilung, die von Jurburg und längs des Njemen vorrückt, verschleiert anscheinend die Bewegungen einer auf Schaulen vor— stoßenden Streitmacht, und die Bewegungen der beiden Kolonnen hängen mit dem Auftreten eines Teils der deutschen Flotte auf der Höhe won Polangen zusammen, mo möglicherweise eine theutralische Ausschiffung von Landsturmtruppen unternommen werden wird. Danach wird der Feind entweder unsern rechten Flügel in dem Raume westlich vom Njemen bder Truppen aus dem Norden auf sich zu lenken trachten. Indem der Feind rechts vom Niemen solches Aufsehen verursacht, hofft er, auf die; benachbarten neutralen Mächte moralischen Einfluß auszu⸗ üben. In militärischen Kreisen ist man nicht geneigt, die Bedeutung des deutschen Aufmarsches zu verkleinern, von dem man annimmt, daß er lediglich einem Einfall in die bal tischen Provinzen gilt. In dem Teil der Provinz Kowno, wo der Feind eingefallen ist, bildet die Straße von Tauroggen über Schaulen und Mitau nach Riga die einzige gute Verbindung. Hauptsächlich auf dieser Straße rückte der Feind vor, wenngleich einzelne Abteilungen an Stellen bemerkt worden sind, wo die Wege zu wünschen übrig lassen. Anscheinend treibt der Feind dort Futter ein und bemächtigt sich der Kartoffelvorräte. Zu Beginn des Krieges, als die Deutschen lediglich strategischen Er— wägungen folgten, verzichteten sie auf Kriegshandlungen in den baltischen. Provinzen, woraus sich deutlich ergibt, daß sie ihnen vom militärischen Standpunkt keine Bedeutung zuerkennen. In anderen Kreisen des feindlichen Dreiverbandes denkt man über die neue deutsche Offensive im Osten doch etwas anders, wie aus einer der nachverzeichneten Meldungen hervorgeht. Es liegt eine für uns gar nicht beunruhigende Spannung über den Ereignissen, die sich bald in größerer Klarheit zeigen werden. Es war auch als ausgeschlossen erschienen, daß Hindenburg auf die Dauer untätig sein könne. . 2 2 Die nenen Verstärkungen der Engländer. Berlin, 3. Mai. Daß die Engländer seit Mittwoch der vorigen Woche mindestens 50 000 Mann Truppen und 120 Geschütze nach dem Festlande geschafft hätten, sollen der „Post“ zufolge englische Prwatnachrichten, die im Haag eingetroffen sind, melden. Die Beschießung von Dünkirchen. London, 1. Mai.(Ctr. Frkft.) Der„Daily News“ wird aus Nordfrankreich gemeldet: Die Deutschen haben am Montag morgen eine heftige Beschießung anf Dünkirchen eröffnet. Sie begann kurz nach 11 Uhr und wurde bis 3 Uhr fortgesetzt, wo sie plötzlich aufhörte. Mehr als 60 Granaten wurden in die Stadt geworfen. Erst war 1 n erstaunt, denn niemand konnte sich erklären, woher de Granaten kamen. Eine davon fiel auf die Kaserne und schlug das Dach in Stücke. Andere fielen in ver⸗ schiedene Teile der Stadt und haben schweren Schaden angerichtet. 150 Menschen, meistenteils Bürger, wurden ge⸗ tötet oder verwundet. Es entstand ein Sturmlauf nach den Kellern, und Hunderte verbargen sich dort, bis die Beschie⸗ ßung vorbei war. Heute morgen kamen mehr als 2000 Flüchtlinge in Calais an. Gestern war der Kanonendonner an der Küste deutlich zu hören. Ich selbst habe ihn deutlich aan Kap Gris Nez gehört und allmählich nahm er an Stärke zu und schien durch schweres Feuer vom Meere aus unterstützt zu werden. Ein Reisender, der nachmittags von Furnes kam, erzählte, daß die Kriegsschiffe der Verbündeten einen heftigen Ueberfall auf Westende unternommen hätten. Paris, 2. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Ueber die Be⸗ schießung Dünkirchens befragt, erklärte Marineminister Augagneur einem Journalisten, daß die Festung Dünkirchen durch deutsche schwere Artillerie zu Lande vom nächsten Frontpunkt aus beschossen wurde. Berlin, 3. Mai. Aus Kopenhagen wird verschiedenen Mor— genblättern gemeldet: Die englische Flotte beschieße die belgische Küste in der Hoffnung, die deutschen Ge sch ü tz e zerstören zu können. London, 2. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Korrespondent der„Times“ in Nordfrankreich meldet über die Beschießung von 21 Dünkirchen am Donnerstag nachmittag, daß gleichzeitig mit der ersten Granate, die um 3½ Uhr explodierte, drei deut sche. Flugzeuge über der Stadt erschienen, die augenscheinlich. das Feuer leiten sollten. Die Besatzung der Stadt war außer⸗ stande, das Feuer zu beantworten, da sie nicht entdecken 85 wo die deutschen Geschütze aufgestellt waren. Schließlich b 2 ein gewaltiger Brand aus, der die Flugzeuge in die Flucht trieb. 5 5 5 Amsterdam, 2. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die Be⸗ schießung Dünkirchens hat in Holland großen Em⸗ druck gemacht, umsomehr, als sie gänzlich unerwartet lam. Gleich⸗ 15 zeitig waren Gerüchte verbreitet, daß es den deutschen Kriegs⸗ — Das Blatt nimmt an, daß die beiden größten neuesten deut⸗ schen Schiffe„Ersatz Kaiser Friedrich III.“ und„Ersatz Wörth“ die Beschießung durchgeführt haben. Daß, wie aus England ge⸗ meldet wurde, die Flieger der Alliierten keine feindlichen Schiff, entdecken konnten, schreibt das Blatt dem an der Küste herrschenden Nebel zu.— Der„Haager Nieuwe Courant“ nennt die Nachricht von der Beschießung Tünkirchens eine Sensation, glaubt aber nicht, daß Kriegsschiffe im Spiele waren, sondern das Bombarde⸗ ment vom Lande aus mit neuen besonders weittragenden Ge⸗ schützen ausgeführt wurde!— Der„Rotterdamsche Courant“, den die verschiedenen über die Beschießung der Festung eingelausenen 9 sich teilweise widersprechenden Meldungen einer kritischen Unter? suchung unterzieht, kommt zu dem Schluß, daß man weitert Nachrichten abwarten müsse, um eine Erklärung zu finden. Die englische Taktik zur See sei, sparsam mit der Flotte umzugehen, um die Beherrschung des Welthandels zu behalten und deshalb das Gebiet deutscher Kriegsschiffe und Unterseeboote zu meiden Das sei praktisch, mache aber keinen heldenhaften Eindruck. Wenn die 1 e d e 2 5 e Engländer nicht mehr sagen, 5 Deuts mög lichst außerhalb des Bereiches der englischen Schiffsgeschüze hiel⸗ ten. Die englische Flotte würde dann zwar die Weltmeere be- lerrschen, aber den Kanal doch nicht ganz. 3 Neue Richtigstellung der deutschen Heeres leitung. Berlin, 1. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Grußen Hauptquartier wird uns geschrieben: Leider sind wir schon Lwieder genötigt, einige Veröffentlichungen unserer Feinde zu stelleu, da sie offensichtlich bestimmt sind, im Auslande fal sche Eindrücke zu erwecken. Von englischer Seite wird heute behauptet das Dörfchen St. Julien in Flandern sei mr wenige Stunden in deutschen Händen gewesen und wurde dann von Kanadiern, Schotten und Iren zurückerobert. Diese Angabe steht mit der Wahrheit in Widerspruch. St. Julien ist sest in unserer Hand. Unsere Vorstellungen sind noch einige hundert Meter darüber hinaus gegen den Feind vorgeschoben.— 12 Die Franzosen wollen nach ihrem heutigen Bericht in Lo. auf einer Breite von 25 km Akm Boden gewonnen haben. vergessen aber hinzuzufügen, daß es sich nur um ein N N in Französisch-Lothringen handeln kann und nur um ein Vor⸗ rücken in einer Gegend, in der sich keine deutschen Trup⸗ 9 ven befinden. Denn an deren weit in das französische Ge⸗ biet vorgeschobenen Linien hat sich in der Rückwärts richtung seit vielen Monaten nichts geändert, wohl aber wurden sie, aus unseren Tagesberichten ersichtlich ist, bis in die jüngste 3. erheblich nach vorwärts verlegt. Ein deutscher Flieger über Lunéville. 5 Lon, 2. Mai. WTB. Nichtamtlich.)„Progres“ 3 5 det: Ein deutsches Flugzeug hat Luné ville in sehr großer Höhe überflogen. Es warf eine Bombe ab, die ein Haus sehr beschädigte. Eine Person wurde leicht verletzt. Französische Flugzeuge stiegen zur Verfolgung auf. Das deutsche Flugzeug warf während des Rückfluges noch mehrere Bomben, ohne jedoch beträchtlichen Sachschaden anzurichten. Die französischen Berichte. 5 Paris, 2. Mai.(tr. Frkft.) Die amtlichen Berichte vom Samstag lauten: l 0 Uhr nachmittags: Auf der gesamten Front ist seit der Mitteilung von gestern abend keine Veränderung zu melden. Freitag abend fielen auf Dünkirchen etwa 10 Granaten Es gab mehrere Opfer. 5 a 5 5 11 Uhr abends: Der Tag war verhältnismäßig ruhig. In Belgien nichts Neues. In den Argonnen wurden in der Nacht von Freitag auf Samstag bei Bagatelle zwei deutsche An griffe leicht zurückgewiesen. Im Priesterwalde haben wir mehrere Schüttengräben genommen. Wir haben 130 Gefangene gemacht und haben ein Maschinengewehr erbeutet. Wir haben uns au dem eroberten Boden behauptet. Eines unserer Flugzeuge, das am Morgen die Somme überflog, wurde von einem 6 splitter getroffen, der sein Reservoir durchschlug. Es gelang ihm indessen, in unsere Linien 3 ukehren, indem es die erstex deutschen Linien in mur 40 Met he überflog. Während seines schwierigen Fluges von Kugeln durchlöchert, wurde es inn Augen⸗ blick seiner Landung unter das Feuer der feindlichen Artillerie genommen. Die Flieger sind indessen unperfehrt zurüdgete e Ein Bericht Freuchs. 4 London, 1. Mai. Ctr. Frkft.) Havas veröffenklicht fol⸗ gende Mitteilung des Marschalls French: Die Lage auf den britischen Front ist unverändert. Wir haben östlich von Ypern ein deutsches Flugzeug heruntergeschossen. Wir machten erfolg⸗ reiche Minenoperationen südwestlich von Wytschaete und 1 der Umgebung von Givenchy. * 1* Die deutsche Offensive im nordwestlichen Rußland. Berlin, 3. Mai. Die deutsche Offensive gegen die Libau-Rigaer Linie wird in der englischen, fran⸗ N ano 2 4 2 I V sischen und holländischen Presse llebhaft besprochen. Das Vorgehen wird als ein Ereignis von allergrößter Bedeutung und von vielleicht unabseh⸗ barem Folgen bezeichnet. 5 Der russische Bericht. . Petersburg, 1. Mai.(Ctr. Frfft.) Mitteilung des Großen Generalstabs vom 30. April 9 Uhr morgens: Auf der ganzen Front westlich des Niemen bedrängten wir die deutschen Vorhuten aus dichter Nähe. Gestern abend griff der Feind unsere Stellung in der Gegend des Dorfes Sosnia an, doch wurde er mit großen Berlusten zurückgeschlagen. Die fruchtlosen Versuche des Feindes wwischen dem Flusse Pissa und Szkwa nördlich von Vach und auf dem Ufer des Umulew dauerten während des ganzen Tages am 28. April fort. Am 29. April zog sich der Feind, der durch das Feuer seiner schweren Artillerie in dem Abschnitte zwischen dem Flusse Pissa und Szkwa gedeckt wurde, in seine alten Schützengräben zurück. In der Nähe des Dorfes Jednorozez er⸗ litten die Deutschen am Abend des 28. April infolge von vier Angriffen, welche scheiterten, sehr bedeutende Verluste. Bei Staro⸗ zemb wurden die deutschen Abteilungen, die die Offensive ergriffen hatten, in ihre alten Stellungen zurückgedrängt: Längs der Weichsel mißlang ein von unbedeutenden feindlichen Abtei⸗ lungen gemachter Versuch, vorzudringen, vollständig. In Ga⸗ 5 lüzien schlugen wir in der Gegend von Gorlice in der Nacht vom 29. April die Offensive eines feindlichen Detachements zurück. In . den Karpathen griffen die Oesterreicher am 28. April abends 5 dei Polany neuerdings erfolglos an. Weiter nördlich am Uzsoker Paß im Kopoleweztale unternahmen die Oesterreicher in der Nacht des 29. April gleichfalls einen Angriff. Wir ließen ihn ungehindert sich unseren Eisendrahtverhauen nähern. Unsere Sol⸗ daten dezimierten sie alsdann durch ein stark anhaltendes Feuer. BVn der Richtung des Stryj, in der Gegend von Holowiecko haben wir die Offensive ergriffen. Nach einem heftigen Vorstoß wurde em feindlicher Schützengraben mit dem Bajonett genommen. Un⸗ gefähr 400 Soldaten und 7 Offiziere wurden zu Gefangenen ge⸗ macht. In Ostgalizien wurde ein Versuch des Feindes, bei Jiurdbind in der Gegend nördlich von Nadvorna die Offensive zu 5 ergreifen, durch das Feuer unferer Artillerie gehemmt. 7 Vergeltung für Ostpreußen. . Berlin, 1. Mai.(W258. Amtlich.) Als Vergeltung für die bei dem Einfall der Russen in Ostpreußen ver⸗ *—— 5— 1 1 8* 5 Staatsangehöriger beauftragte der O fehlshaber im Odsten die Ab erb afung für Russisch⸗Polen mit der Beschlagnahme der in ihrem Bezirk belegenen soge⸗ nannten Donationsgüter. Es handelt sich hierbei um polnischen Revolutionen konfisziert hat und dann russi⸗ schen Militärs und Beamten zur Nutznießung überließ. Beim Aussterben der Familien der Beliehenen fallen die Güter an den russischen Staat zurück und ebenso in verschie⸗ denen anderen Fällen, insbesondere wenn kein Erbe grriechisch⸗orthodoxen Glaubens vorhanden ist. Die Beschlag⸗ nahme ist jetzt im wesentlichen durchgeführt worden; sie erstreckt sich 18 etwa 232 000 preußische Morgen. Von dieser Fläche sind ungefahr 107 000 Morgen für die Pacht- summe von jährlich 356000 Mark— also durchschnittlich 3.33 Mark pro Morgen— verpachtet. 21 700 Morgen Aecker und Wiesen, 97 000 Morgen Wald und 6400 Morgen Wasser werden von der beschlagnahmenden Behörde selbst ver⸗ waltet. Die Pächter, soweit sie Polen oder Deutsche, nicht Nationalrussen, sind, wurden im ungestörten Pachtbesitz gelassen. Sie haben die Pacht an die Staats fasse ab- Auführen und sind unter dauernde Aufsicht der Ziwilver⸗ Waltung gestellt. Auch die Mehrzahl der polnischen und deutsche— verblieb im Amte mir dort, wo zuver⸗ Lassige B fehlten, sind deutsche oder polnische Ver⸗ . t 3 Für die eee 505 1 getro ö wurde solches be⸗ 5 ft. Bel schllader—5——2 mit Mytorpflügen 5** i 1 9 Die österreichische⸗ungarischen Tagesberichte. Wien, 1. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 1. Mai 1915. In Russisch⸗Polen lebhaf⸗ der Geschützkampf, der stellenweise auch nachts andauerte. 13 ische Sicherungstruppen wurden aus mehreren Stellun⸗ den vertrieben. 5. 9 An der Front in Westgalizien und in den Kar⸗ nathen keine Veründerung. Gegen die von uns eroberten 5 1 1—4 1 + Fe 9—.— 2 2 150 Fe ind 1 rn ige Angriffe, die abermals unter sehr gro⸗ ben Berlusten für die Russen abgewiesen wurden. Hierbei wurden 500 Mann gefangen. 5 * In Südostgalizien und in der Bukowina zeit⸗ weiße Artillerietamyf. Südlich Zaleszeycki schoß eine unsere 9 Saterin ein russisches Munitionsmagazin in Brand. 1 Am südlichen Kriegsschauplatz außer verein⸗ beltem Geschützfeuer entlang der Grenze wührend der letzten Zeit leine Ereignisse von Bedeutung. 3 8 ich Trebinse wurden montenegrinische Kräfte die sich zu weit vorgewagt, durch unser Artillerie⸗ feuer zerstreut, ihre Unterkunft zerstört. * Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes 8 v. Höfer, Feldmarschalleutnunt. 5 Wien 2. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautpart: 2. Mai 1915. In Russisch⸗Polen wurde der Gegner in einigen Abschnitten aus seinen Vorstellungen zurückgeworfen. Unsere Truppen gelangten hierbei seellenweise bis an die Hindernislinie der feindlichen Haupt⸗ Front in Westgalizien und in den Kar⸗ 5 An der pvathen lebhafter Geschütztampf. „Auf den Höhen zwischen Drava- und Oport al warfen unsere Truppen einen heftigen russischen Angriff zu⸗ rück, machten 200 Mann zu Gefangenen, gingen schließlich zum Angriff über und eroberten nach hartem Kampfe einen starken russischen Stützpunkt östlich der Höhe Ostry. Mehrere hundert Russen wurden herbei gefangen; Maschinengewehre erbeutet. g „ Iu Südost⸗Galizien und der Bukowina keine 0 Die zweite Kriegsanleihe in Oesterreich⸗ ungarn. Budapest, Il. Mai. WZB. Nichtamtlich. Unter dem Vor⸗ sitz des Finanzministers faud heute nachmittag im Finanzmini⸗ sterium eine in Angelegenheit der Emission der z wei⸗ ten Kriegsanleihe statt, an der Vertreter aller jener Geld⸗ Institute teilnahmen, die bei der Emiffion der ersten Kriegsan⸗ leihe die offiziellen Subskriptionsstellen waren. Sämtliche Teil- nehmer der Konferenz fanden sowohl den Zeitpunkt wie auch die i des Geldmarktes zur Emission der zweiten Kriegs⸗ 5 N v wird voraussichtlich ein Aufruf zur — in den allernachsten Tagen erfolgen Hinsichtlich des Zinssußes der Titres wie auch des Emissions⸗ kurses wird die zu emittierende zweite Kriegsanleihe der ersten wi gende. e 3 ien, 2. Mui.(WT Nichtamtlich) Auch im April zei die Geschäfts ausweise der Sparkassen das günstige Bild lait„Berliner Tagebl.“ J Einlages. Guter, welche der russische Staat bei den verschiedenen g 0 aldo im Scheuverkehr um 25 ½ Millionen auf 689 Mill. Kronen erhöht. Bei der ersten österreichsschen Sparkasse in Wien waren im April ca. 17 Millionen Kronen eingelegt und 8,3 Mil⸗ lionen Kronen 2. Auch die anderen Sparkassen zeigen ein bedeute eberwiegen 0 Rückzahlungen. Der Geldstand ist andauernd ungewöhnlich flüssig. Die Saatenstandsbe richte aus Oesterreich sowie aus Ungarn sind fortgesetzt günstig. Vom österreichischen Landsturm. „Wien, I. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die in den Jahren 1873 bis 1877 geborenen und bei der Musterung zum Land ⸗ sturmdienst mit der Waffe als geeignet befundenen Land⸗ sturmpflichtigen haben am 15. Mai einzurücken. Es besteht die Absicht, bei einem Teile der Ersatztruppenkörper, sofern sich bei ihnen ein Ueberschuß zeigt, eine Anzahl der Ernrückenden für kurze Zeit zurückzubeurlauben, wobei in erster Linie die ältesten Jahrgänge, aber im Hinblick auf die Notwendigkeit des Feld⸗ anbaus auch jüngere in Betracht kommen werden. *** Die türkischen Erfolge. Lonstantinopel. 1. Mal.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: 30. April. 8,25 Uhr abends: Bei Kaba Tepe und Gallipoli verfüchte der Feind Aktionen, um sich aus dem schmalen Landstreifen, wo er ein⸗ geschlossen ist. freizumachen. Aber wir wiesen diese Versuche zurück und zwangen den Feind, bis au 500 Meter vom Meeresufer entfernt zurückzuweichen und sich unter dem Schutze des Feuers seiner Schiffe zu flüchten; wir fügten ihm ungeheure Verluste zu. Den Landungspersuch, welchen der Feind unter dem Schutze eines Teiles seiner Flotte im Golf von Sarvs machte, brachten wir vollständig zum Scheitern. Von den übrigen Kriegs lätzen ist nichts von Be⸗ deutung zu melden. Athen, 1. Mai.(WB. Nichtamtlich.) Aus Myti⸗ lene wird gedrahtet, daß vier englische und fran⸗ zösische Bataillone, denen der Rückzug von den tür⸗ kischen Truppen verlegt wurde, die Uebergabe ver weigerten und vernichtet wurden. „„Konstantinopel. 1. Mai. 7.55 Uhr abends.(WTV. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Der linke feindl iche Flügel, der durch unsere miederholten An⸗ riffe aus seinen Stellungen bei Kaba Tepe nach Norden in der Richtung auf Ari Burnu zurückgeworfen wurde, ver⸗ suchte gestern vorzumarschieren, um sich dem wirksamen Flankenfeuer unserer Artillerie zu entziehen, wurde aber durch einen Bajonettsturm von neuem in seine alten Stellungen am Ufer getrieben. Bei dieser Gelegenheit er⸗ beuteten wir zwel Maschinengewehre mit fämtlichem Mate⸗ rial und der Munition. Der Feind, der bei Seddül Bahr an gesckützten Uferstellen gelandet war und sich geschützt hatte aufstellen lonnen, befindet sich gegenwärtig infolge des Feuers unserer Batterien auf der unatolischen Küste in einer unhaltbaren Lage. Die feindlichen Schiffe, die durch das Feuer ihrer schweren Artillerie ihre Streitkrüfte an Land mußten, haben keine Aktion gegen die Meerenge unternommen. Das australisch⸗englische Unterseeboot AE 2 murde vonunseren Kriegsschiffen voreini⸗ gen Tagen zum Sinken gebracht, als es in das Marmarameer einzudringen versuchte. Die Besa tung, aus drei Offizieren und 29 Soldaten bestehend, wurde ge⸗ fangen genommen. g Ein feindlicher Hydroplan, der den Golf von Ale⸗ randrette überflog, wurde durch unser Feuer beschüdigt und fiel ins Meer. Die Trümmer wurden von einem in diesen Gewüßsern führenden Kreuzer aufgenommen. Von den übrigen Kriegsschauplätzen ist nichts Wichtiges zu melden. Athen, 2. Mai. WTB. Nichtamtlich) Aus Mytilene wird gedrahtet Die französischen Truppen an der Hein⸗ astatischen Dardanellenküiste haben sich nach zweitägigen schweren Kämpfen an das Ufer zurückgezogen, von wo aus sie sich einschifften und fortfuhren, als die englischen Streitkräfte in Sedd ül Bahr landeten. g „Hierdurch wird die türkische Nachricht, daß die klein⸗ asiatische Küste von den Franzosen gesäubert sei, von einer der Entente nahestehenden Seite bestätigt. Bei den vier Bataillonen, die nach einer vorangegangenen Meldung aus Mtilene aufgerieben worden sind, handelt es sich um die vier englischen Brigaden, die nach einer offiziellen tür⸗ kischen Meldung ins Meer getrieben und vernichtet worden sind. Konstantinopel, 2. Mai.(WTB. PNichtamtlich.) Nach zuverlässigen Nachrichten von den Dardanellen hielten sich gestern die feindlichen Kriegsschiffe aus Furcht vor dem wirksamen Feuer der türkischen Batterien in großer Entfer- nung und schossen in großen Zwischenräumen. Die fernd⸗ lichen Truppen, die von den Kriegsschiffen nicht wirksam geschützt werden konnten, wurden in geringer Entfernung von der Küste eingeklemmt und erlitten durch das Feuer der ottomanischen Artillerie und Infanterie große Verluste. Kriegsminister Enver Pa scha besuchte gestern die Verwunde⸗ ten in den Spitälern. Ein Offizier, der durch ein Dum⸗Dum⸗ Geschoß verwundet worden war, sagte, daß die Feinde diese Ge⸗ schosse vielfach verwenden. Mehrere Verwundete erzählen, wie der ind, um die türkischen Soldaten zu tau⸗ schen, oder anzulocken, auf den Schützengräben den musel⸗ manischen Gebetsruf erschallen läßt, als ob er damit andeuten wolle, daß man nicht gegen Muselmanen schießen dürfe. In Ari Burnu verließen die Soldaten von Zeit zu Zeit die Schützengräben und richteten an die türkischen Truppen Predigten in arabischer Sprache Ein verwundeter feindlicher Sol⸗ dat schleuderte gegen einen türkischen Sanitätssoldat, der ihn gemein zu, daß die feindlichen Trurpen leidlich kämpfen, aber die Munition verschwenden. Alle Verwundeten äußern ihre Un⸗ geduld, auf das Schlachtfeld zurückzukehren. Die Stimmung der Türken. Berlin, 3. Mai. Ueber die Siegessicherheit der türkischen Truppen wird der„Vossischen Zeitung“ aus Konstantinopel unter dem 1. Mai berichtet: In den sechs⸗ tägigen Kämpfen haben die türkischen Truppen alle Erwartmigen übertroffen. Infolge der Mitwirkung von feindlichen Schiffs⸗ geschützen war ihre Aufgabe eine sehr schwierige. Die Verluste waren gering im Vergleich zu den Leistungen und dem Erfolge. Eine besonders rühmenswerte Leistung ist die Vertreibung des Feindes von Kum Kaleh, wo er sich gut eingerichtet latte. Die türkische Artillerie zeigte wieder ihre oft bewährte Trrffsicher⸗ heit. Obwohl der Feind neben erheblichen Verkusten an Menschen auch ernste Beschädigungen an vier Kriegsschiffen, sowie den Ver⸗ lust und die Beschädigung von Transportschifssen zu beklagen hatte, erwartet man doch weitere Landungsversuche der Alliter⸗ ten. Aber auch Angehörige feindlicher Staaten sind überzeugt. daß alle Versuche aussichtslos sind.— In der ganzen eirroptti⸗ schen Türkei herrscht, wie die„Tägl. Rundschan“ meldet, fieber⸗ hafte Tätigkeit. Alle entstandenen Lücken im Mannschaftsbestand Trüberen Nonate. Bei dem Postsparlassenaptt hat sich das Einlage⸗ saldo im Spurver kehr u 2.3 auf 184 Mülionen Kro würden durch frische Trumen aus Konstantimowel ausgefüllt. aufheben wollte, ein Dynamitpaket. Die Verwundeten geben all⸗ langt 5 7 Elne der Einlagen gegenüber der Pa türkischen Soldaten neralfeldma die gegen Der englische Bericht. London, 1. Mai., WTB. Beschreibung der Gef 1 dem 25. und 29. April heißt es: Sechs verschiedene Küsten⸗ orte wurden zur Ausschiffung des Heeres benutzt und die Opera. tionen durch die gesamte Flotte unterstützt. Das Ergebnis des ersten Tages war, daß sich starke englische, australiische und fran zösische Streitkräfte an drer Hauptpunkten festsetzten, nämlich die Australier und Reuseeländer auf den Abhängen von Sarikbair nördlich von Kaba Tepe, die britischen Truppen am Tele Burun und die Franzosen auf der asiatischen Küste bei Kumkaleh. Am 26. April bei Tagesanbruch behauptete sich der Feind noch im Torfe Sed ul Bahr, das voll von Erdhöhlen, und Verhauen war. Diese Stellung wurde durch die Engländer im Frontangriff quer durch die noch nicht vernichteten Stacheldraht hindernisse gestürmt. Unsere Stellung wurde an diefem Ende der Halbinsel somit endgültig r, Am Abend des 27. April katten die Verbündeten die Laufgrabenlinie besetzt, die nördlich von Kabn Tepe beginnt bis zur Batterie Totts(7). Inzwischen rückten die Australier und Neuseeländer mit größter Kühnheit vor, stets mit dem Feinde kämpfend und schlugen fortwährend angriffe ab. Am 27. April früh iges Gefecht mit einer für- lischen Division, die nach schwerer Artillerie bair zurückgeworfen wurde. Die Australier und Neufeeländer schlugen jeden Angriff ab und gingen u zur Offensive über. Auch die Franzosen wurden bei Ku eh viermal angegri be⸗ kaupteten sich aber in allen Stellungen. Die Verluste des Heeres und der Flotte sund der Natur der Sache entsprechend London, 1. Mai.(WTB. Nichtamtlich. Der König sandte an Admiral Robeck und milton folgendes Telegramm: Ich großer Genugtuung von dem Erfolge, der erreicht wurde und von dem tapferen Widerstande, der bei den kombinierten Operationen an den Dardanellen geboten wurde. Ich bitte, Ranges, auch denen der Bundesgenossen, herzliche Glückwünsche zu übermitteln. Italien und der türkische Sieg. Konstantinopel, 1. Mai.(WB. Nichtamtlich) Be⸗ züglich der Nachrichten aus Rom, die den großen dent feststellen, den die von der öffentlichen Meinung in Italien A A 15 verfolgten ee in Italien hervorgerufen haben, ibt„Terdschuman⸗i⸗ Hakikat“ in— Leitartikel: Die Si in den Darda⸗ nellen sind, obwohl sie vor allem türkische Siege sind, auch solche Italiens, denn jede Sch ächung Englands und Frank⸗ reichs mindert das Gewicht der e, e Bor- herrschaft zur See, die auf dem Mittelmeer lastet, und eine ernste Gefahr für Italien bedeutet. 1** Der Seeltieg. U London, I. Mai.(Ctr. Frkft.) Em russischen dampf ⸗ schiff mit einer Ladung Steinkohlen sosl durch ein seebvot an der Westküste von Irland in den Grun worden sein. Die Besatzung sei gerettet und nach Inseln gebracht worden 5 8 London, 2. Mai.(W718 Der torpedierte russische Dampfer ist der Dampfer„Spor no“ der von Port Talbot nach Archangelsk unterwegs satzung von 24 Mann hatte kaum Zeit, das ehe die Deutschen feuerten. Der n. London, 2. Mai.(WD Nichtamtlich) Reuter Ein 1 R 1. den 1. 1 0 (15000 Tonnen), von Südamerika unterwegs, tor pedier esatzung wurde auf den Scilly⸗Inseln gelandet.(Notiz des WTB. Na Llobde Register hat der Dampfer„Edale“ nur 3100 Tonnen. *** 3 Die neuen Forderungen Japans. 4 Petersburg, 2. Mai(WTB. Nichtamtlich.)„Retsch 1 meldet aus Tokio: Die endgültigen, vom von 100 bestätigten Forderungen Japans an China nunmehr folgende: Politische Vorrechte in der Süd mand schurei, Ostmongolei, Schantung und Futsian. Als japanssche Wit wurden aufgestellt: 05 che r in adm N rangellen und mi Mursscen 1 Chinas Berechtigung zum Erwerb von Grundb für die einer gemeinsamen chi ne isch⸗ja panischen o Rget, 50 Prozent alles chinesischen Kri, n soll in Japan angekauft 1 1 ein Arsena errichtet werden, das nur japanische Techniker. Eisenbahnlinie— e .— von Hä 0 und Eisenbahnen br aft( Die Tokioter Presse weist auf den st der Lage kritisiert die Maßregeln der Regierung abfällig, die japanischen Schulen, Hospitäler und Tempel, rung 5 uft werden oder aber es 2 r a japami. sches Material benutzen e ung einer Errichtun ks un 5 D des Buddhismus. nur auf diplomatis. Wege erreichen wolle. Es werden Versammlungen in Japan abgehalten, worin ßuahmen gegen fordert werden. — Petilen ist dem Munter des Aeußern worden, worin eine kategorische Antwort von China ver⸗ wird Rotterdam, 1. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Rotter⸗ damsche Courant“ meldet: Der japanische Gesandte in 1 teilte der chinesischen Regierung in einer mu Note mit, Japan, wenn seine Forderungen bewilligt würden, die Frage der Rückgabe Kiautschaus an China erwägen würde, voraus- gesetzt, daß Tsingtau als Vertragshaf en geöffnet würde. Japan würde die Eisenbahn, die Zoll- und Postperwaltung nehmen und die Regierungsgebäude behalten. ** * Italienische Kämpfe in Tripolis. Tripolis, 2. Mai.(WDB. Nichtamtlich) Meldung der deen Stefani. Oberst Mini, der mit ener aus drei Waffengattungen bestehenden Abteilung, der zahlreiche Banden von Irregulären angeschlossen waren, in der Ge⸗ end von Orfella Syrtica operierte, erstattete aus dem rt Syrte an die Regierung in Tripolis die pe 1 Meldung, daß er am 9. April das Lager der Re⸗ bellen bei Casr Buadi(südlich Syrte) angegriffen abe. Gleich zu Beginn des Kampfes seien die JIrregu⸗ e unvermutet zum Feinde übergegangen, was die regulären Truppen in eine sehr„ Lage racht habe, aus der sie sich allerdings mit be⸗ trächtlichen Verlusten befreien konnten. Tapfer kämpfend, erreichten sie abends das Fort Syrte. 1 8 Gießen, 3. Mai 1915. zen 80. Geburtstag feiert morgen Dienstag eißbindermeister und Stadtverordneter L. Petri II. Herr e in körperlicher und geistiger Frische auf seinen f Lebensweg zurückblicken,„des sind wir über⸗ Fern mit 5 9 5 Sowohl in seinem bürgerlichen Berufe und seinen Unternehmungen, wie in seinen Ehren⸗ ämtern hat Herr Petri Hervorragendes geleistet und sich damit einen Ehrenplatz in der Gießener Bü schaft ge⸗ sichert. Er vertrat schon früh die Interessen des Hand⸗ werkerstandes durch rege Tätigkeit im Landes gewerbe⸗ verein und dessen Unterorganen, und in der Folge auch in der Gewerbebank, der er seit 1877 als Mitglied, seit 1902 als Vorsitzender des Aufsichtsrates angehörk. Er war n nur Fed der Entwicklung dieses für unser Er⸗ werbsl. so bedeutungsvollen Instituts, sondern hat an dieser Entwickelung hervorragenden Anteil. Die Gieße⸗ ner freiw. Feuerwehr zählt Herrn Petri zu ihren ältesten Mitgliedern, die ihn 1862 zum Obersteiger und Ge⸗ räteführer und bei der Neugründung 1882 zum 1. Haupt⸗ mann wählte, welchen Posten er bis 1890 bekleidete. An- läßlich des 40. Stiftungsfestes verlieh die Feuerwehr ihrem langjährigen verdienten Mitgliede die Ehrenmitgliedschaft. Der Sektion 6 der Hessen-Nass. Baugewerksberufs⸗ genossenschaft steht Herr Petri seit Einführung des Unfallversicherungsgesetzes vor. Auf kirchlichem Gebiete ist Herr Petri als Gemeindevertreter der Johannes⸗ gemeinde tätig. Der Turnverein Gießen von 1846 wür⸗ digte die Verdienste Petris um die Turnsache schon vor vielen Jahren durch seine Ernennung zum, Ehrenmitglied.— Im Rate unserer Stadtverwaltung ist Herr Petri das älteste Mitglied. Er gehört der Stadtverordneten⸗Ver⸗ sammlung ununterbrochen seit dem Jahre 1878 und noch bei der. jetzt noch nicht ausgetragenen Wahl im November 1913 nahm er, gewiß im Vertrauen auf seine jernere Rüstigkeit, auf weitere 9 Jahre die Bürde eines Stadtverordneten auf sich, bereit, weiter zu arbeiten zum Wohle seiner Vaterstadt. Mit vorstehenden Zeilen ist noch erschöpft die Schilderung des arbeitsreichen Lebens eres Mitbürgers, weitere anreihen möge. . Paketsendungen an Angehörige feind⸗ licher Heere. In letzter Zeit sind für die in unseren l untergebrachten Angehörigen feind⸗ licher Heere häufig Pakete aus dem In lande einge⸗ gangen, die auf Anregung der Angehörigen Kriegsgefange— ner von deutschen Geschäften oder Familien abgesandt wür— den und außer erlaubten Sachen auch solche enthielten, deren an Kriegsgefangene verboten ist, wie Tabak, Schokolade, Brot und andere Backwaren. Auf diese Weise werden die im Interesse der Sicherstellung unserer Volks- ernährung erlassenen Bestimmungen umgangen, und bei der großen Jan der Gefangenen kann ein solches Ver⸗ fahren auf auer zu erheblichen wirtschaftlichen Stö⸗ rungen führen. Die Heeresverwaltung hat daher Anordnungen getroffen, daß unerlaubte Sendungen von Nahrungs- und Genußmitteln aus dem Inlande den Ge⸗ sangenen nicht mehr ausgehändigt, sondern an die Absender 1 werden. »Ein Waldbrand. Gestern nachmittag entstand in der Umgebung des Bergwerkswaldes, wahrscheinlich in- folge eines bei Rodungsarbeiten angezündeten Feuers, ein Waldbrand, der bald einen solchen Umfang annahm, daß man die Feuerwehr alarmieren mußte. Die Wehr rückte ntit der torspritze um 3,20 aus und war um 3,45 Uhr an Ort und Stelle. Durch die an der Brandstelle lagernden aufgestapelten Holzvorräte drohte das Feuer eine große Aus- dehnung anzunehmen, und es hätte zu Schlimmerem lom⸗ men können, wenn nicht ein in der Nähe befindlicher kleiner Teich die Speisung der Motorspritze mit reichlichen Wasser⸗ mengen gestattet hätte. So konnte man den Brand, dem vor Eintreffen der Wehr bereits Bergwerksarbeiter vergeblich zu⸗ leibe gegangen waren, ersticken, ehe größerer Schaden ange richtet murde. Die Rückkehr der Feuerwehr verzögerte sich, da auf dem aufgeweichten Wege die Antomobilspritze fest⸗ fuhr. Doch gelang es den Wehrleuten ohne fremde Hilfe, das schwere Gefährt wieder flott zu machen. Um 6,15 Uhr rückte man wieder in der Wache ein. Ein Luftschiff zeigte sich gestern um die Mittags⸗ 2 langer Pause wieder einmal über unserer Gegend. U 1 einen Kreuzer vom Typ Schütte⸗ Lanz, der in Mannheim stationiert sein dürfte. Das Luft⸗ 1 hatte über Frankfurt manövriert, war dann der Bahn⸗ strecke folgend über Friedberg und Nauheim gefahren und kam gegen 1 Uhr hier in Sicht. Die Höhenmanöver, die der— unserer nd ausführte, hatten Anlaß zu dem ücht gegeben, er habe bei Lollar eine Landung ausgeführt. Dazu war es nicht gekommen, doch war das Schiff bei Wißmar so tief herabgegangen, daß die nach⸗ laufende Schuljugend sich mit den Gondelinsassen unter⸗ en konnte. In der strahlenden Sonnenbeleuchtung bot der hohe Sonntagsbesuch einen prächtigen Anblick. Vom botanischen Garten. Die Direktion des bota⸗ nischen Gartens bittet uns, darauf hinzuweisen, daß laut der in Gaxten angeschlagenen und polizeilich gebilligten Verordnung der Besuch und längere Aufenthalt im botanischen Garten Dien st⸗ mädchen und Wärterinnen mit kleinen Kindern nicht gestattet ist. Die Nichtbeachtung der Gartenordnung 5 1 1 jetzt wieder zu Unzuträglichkeiten geführt, weshalb die irektion sie in Erinnerung bringt, um nicht fortgesetzt Fort⸗ weisungen vornehmen zu müssen. Die Stadt besitzt so schöne An⸗ lagen, in denen sie für Spielplätze der Kinder gesorgt hat, daß deren Nichtbenutzung nur bedauerlich wäre. Der botanische Garten ist kein öffentlicher Spazierweg, sondern eine wissenschaft⸗ liche, zum botanischen Institut gehörige Anlage zur Be⸗ nutzung für Studierende und 8 für Studien⸗ zwecke. Zur Belehrung sind auch Schulkinder in Begleitung Er⸗ wachsener zugelassen, und der Besuch von Schulklassen unter Führung der Lehrer ist erwünscht. Die Kindermädche en machen diesen wahren Interessenten des Gartens den Aufenthalt zu Zeiten unmöglich. Eltern seien darauf aufmerksam gemacht, daß der Auf⸗ enthalt kleiner, oft schlecht beaufsichtigter Kinder nicht ohne Ge⸗ fahr ist. Vor einiger Zeit fiel ein Kind in eines der nicht um⸗ zäunten Wasserbassins und der Teich ist noch gefährlicher. Auch st überall in den Beeten Giftpflanzen, die gerade sehr oft durch ihre Blüten und Früchte Kinder anlocken; es möge nur an Fingerhut und Tollkirsche erinnert werden, auch mit Brenn⸗ haaren versehene und hautreizende Pflanzen können schon bei Be⸗ rührung Kindern besonders schaden. Die Tirektion könnte für solche Unfälle keine Verantwortung tragen. Bei dieser Gelegenheit sei wiederholt, daß Verwundete und Rekonvaleszenten unseres Heeres jederzeit den ruhigen Garten zum Erholungsaufenthalt be⸗ nutzen können. Landtreis Gießen. AGroßen-Linden, 3. Mai. Der Werkmeister Kaspar Albach und die Zigarrenmacherin Christine Gaß mann konnten am 1. Mai ihr 25 jähriges Dienstjubiläum bei der Firma 18 aubach& Com v. begehen. Beide Jubilare wurden von der Firma und den Arbeitern entsprechend geehrt. O Leihgestern, 2. Mai. Herrn Pfarrer Ludw. Hainebach 1 zu Großen-Linden wurde vom Großherzog die evangelische Pfarr- telle zu Leihgestern übertragen. 1 der seinen 80 Lebensjahren noch viele 55 N N 25 0 Kreis 8 N enheim. 2. Mai. Bei der Verrichtung von Feld⸗ arbeiten wurde der 50 jährige unverheiratete Jakob Wildemut von einer schweren Walze überfahren und ködlich verletzt. Starkenburg und Rheinhessen. Irm. Darmstadt, 2. Mai. Eine interessante Feld⸗ dienstübung für Sanitätshunde hatte der„Hessi⸗ sche Polizei⸗ und Schutzhund⸗Verein“ gestern nach⸗ mittag auf dem weiten Terrain des Golftlubs aur Böllenfalltor peranstaltet. Es galt dem Verein, auch der größeren Oeffentlich keit und den Behörden einmal vor Augen zu führen, welch reiche, praktische Hilfsarbeit die Sanitätshunde draußen im Felde den Sanitätsmannschaften und der ganzen Truppe zu keittch vermögen. Zu den Vorführungen hatten sich über 1000 Personen eingefun,⸗ den, darunter der Minister des Innern, Erz. v. Hombergk, Ministerialräte Dr. Kratz und Dr. Weber, Geh. Obermedi⸗ zinalrat Dr. Hauser, Geh. Leg.⸗Rat Dr. Neidhart, Re⸗ gierungsräte v. Starck und Reinhart, ferner Prinz Isen⸗ burg aus Frankfurt und als militärische Vertreter General Kos⸗ sa ck, Generaloberarzt Dr. Grüning, Bataillonsführer Haupt⸗ mann Hofmann und viele andere behördliche Vertreter. Der Ehrenvorsitzende des Vereins, Herr Polizeirat Krämer, hielt bei Beginn der Vorführungen eine Ansprache, in der er die hohe Bedeutung der Sanitätshunde als Mithelfer beim Sanitätsdienst für unsere Truppen im Felde betonte. Der Verein habe schon im vorigen Oktober eine Anzahl dressierter Hunde mit Füh⸗ rern zur Front abgeben können, die sich auch aufs Beste bewährt hätten. Deshalb solle auch vom Verein die Dressur von für den Sanitäts- und Polizeidienst auch in Zukunft eifrig fortgesetzt werden. Darauf begannen die Vorführungen, um zu zeigen, was die Hunde im Felde auszuführen haben. Junächst ein Infanteriegefecht Soldaten des Inf.⸗Rgts. 115 er⸗ obern einen französischen Schützengraben, die Franzosen ziehen sich in den Wald zurück, soweit sie nicht bei der Erstitrmung ge⸗ fangen genommen werden; sie werden aber später ergriffen. Wäh⸗ rend die Deutschen die Verfolgung des Feindes aufnehmen, treten die Führer der Hunde nach und nach zur Fürsorge für die Ver⸗ wundeten auf. Ein Hund wird mit der Meldung an die Reserve⸗ mannschaft abgesandt: Sofort kommen! Die ganze Bereitschaft kommt in eiligem Schritt marschiert, muß aber infolge eines heftigen Flankenfeuers zunächst Deckung suchen und Führer und Hunde werfen sich zur Erde. Dann baut der Führer das Feld⸗ lazarett auf und die Hunde wurden einzeln zu ihren Dienst⸗ leistungen abgerufen. Die Tiere beteiligten sich tadellos und mit bewundernswertem Geschick an der Uebung. Es folgten weiter orführungen in Gehorsamsdressur, Spurensuchen, und schließlich die sog. Mannarbeit am Verbrecher, Aufsuchen, Verbellen, Fest⸗ halten des Flüchtlings, Verteidigung usw. Es kamen im ganzen zehn Sanitätshunde zur Vorführung, die ganz hervorragende Proben ihrer Tressur und ihres fein entwickelten Spürsinns ablegten und die Zuschauer mit Bewunderung erfüllten. Die öffentliche Vorführung dieser Leistungen hat jedenfalls einen vor⸗ züglichen Beweis von der hohen Bedeutung diefer Sanitätshunde im Kriege erbracht und das vollste Interesse des Publikums dafür erregt. Spar⸗ Nieder⸗Ingelheim, 2. Mai. Der Zentner Mark, gel 1. Sorte erlöste auf dem heutigen Markte 48—60 2. Sorte 25—30 Mark. ( Lorsch, 2. Mai. In Lorsch bei Bensheim a. d. Bergstraße ist am Samstag nachmittag gegen 1 Uhr ein großes Schaden⸗ feuer ausgebrochen, das fünf Scheunen ganz und drei Wohn⸗ häuser zum großen Teil in Asche legte. Auch der Inhalt der Scheu⸗ nen ist vollständig verbrannt. Dabei gingen 5 Stück Großvieh, sowie verschiedene Schweine und Ziegen zugrunde. Besonderes Ver⸗ dienst bei den Löscharbeiten hat sich das in Lorsch einquartierte Militär erworben, das mit aller Energie eingriff, so daß man in einigen Stunden der weiteren Ausbreitung Einhalt tun konnte. ch. Heidesheim, 2. Mai. Auf dem heutigen Markte er⸗ zielte der Zentner Spargel 1. Sorte 55-60 Mk., 2. Sorte 25 bis 30 Mk., Rhabarber 3 Mf. Hessen⸗Nassau. h. Marburg, 2. Mai. Bei Reda geriet der Lokomotiv- führer Schiebka während der Fahrt mit dem Kopf zwischen Maschine und Brückenpfeiler. Der Kopf wurde völlig zer guet scht, so daß der Tod des Mannes auf der Stelle eintrat. h. Frankfurt a. M., 2. Mai. Im Frankfurter Versor⸗ migshause feierte am 1. Mai Fräulein Katharina Knecht den undertsten Geburtstag in bewundernswürdiger Frische des Geistes und Körpers. Sie hat noch zwei Schwestern im Alter von 93 und 89 Jahren. X. Gelnhausen, 2. Mai. Die im Verlage von Oskar Wettig dahier im 56. Jahrgang täglich erscheinende Geln⸗ iel Zeitung“ hat sich genötigt gesehen, infolge der durch die Kriegsereignisse für das Zeitungswesen eingetretenen ungünstigen Verhältnisse ihr Erscheinen bis auf weiteres einzustellen. Unseren Anzeigenkunden zur freundlichen Beachtung! Mit Eintritt des Sommer Fahrplanes am 1. Mai ist die frühere Zertigstellung eines Ceiles unserer Landauflage erforderlich geworden. daraus ergibt sich die Notwendigkeit eines früheren Anzeigenschlusses. Wir bitten deshalb unsere Anzeigenkunden dringend, größere Anzeigen unter allen Umständen schon am Tage vor dem Erscheinen aufzugeben.— Uleine Anzeigen können für die Tagesnummer nur bis vormittags 9 Uhr angenommen werden. verlag des Gießener Anzeigers. Addi οαονν i αuοimαmmναονα] Standesamts nachrichten. Gießen. a Aufgebote: April 28. Karl Müller, Lehrer in Gunzen m, Kreis Lauterbach, mit Elisabeth Pauline Karoline Minna Schönau in Gießen. a f 5 Eheschließungen: April 24. Hermann Gustav Karl Kersten, Former, mit Hedwig Walldorf, beide in Gießen.— Karl Lesch, Monteur, mit Katharine Weitzel, beide in Gießen.— 29. Karl Köhler, Offizier⸗Stellvertreter, Feldwebel, mit Emilie Katharine Elise Minna Engeler, beide in Gießen. l 1 a Geborene: Avril 19. Tem Friseur Hugo Möhl eine Tochter, Maxie Johanna.— 22. Dem Lokomotivhilfsbeizer Jakob Enkirch ein Sohn, Heinrich Jakob Hermann.— 23. Dem Fabrik⸗ arbeiter Christian Kienzle eine Tochter, Berta Ilse.— Dem Schneider Heinrich Karl Rinner eine Tochter, Marie Katharine. 24. Dem Auslaufer Theodor Lehrmund eine Tochter.— Dem Monteur Ludwig Ferdinand Göbel ein Sohn, Eugen L— Dem Eisenbahn⸗Hilfsschaffner Christoph Schlamp ein Sohn, Hein⸗ rich Ludwig.— 25. Dem Lackierer Otto Röhmig eine Tochter, Erika Anng Marie.— Dem Hauptmann und Regimentsadfutanten Hans von Eisenhart⸗Rothe eine Tochter, Sieglinde Clisabeth Char⸗ lotte Margarete.— 26. Dem Schuhmacher Friedrich Wilhelm Hofmann ein„Wilhelm Karl Gustav Johann Richard.— Dem Hoboisten, geant Haus Cellarius ein Sohn. Johannes Heinrich.— Dem Photographen Ludwig Uhl ein Sohm, Woljgang Grete. Sterbefälle: April 22. 1 Graulich, geb Frank, 79 Jahre alt, Weserstr 15.— 23. Elisabethe Stroh, geb. Stieber, 38 Jahre alt, Hammstr. 12.— 24. Heinrich Wilhelm Margols, 17 Jahre alt, Liebigstr. 37.— 25. Lehrmund, ohne Vornamen, 19 alt. Schottstr. 11.— 26. Johann Georg Faber, 9 Monate alt. Ludwigstr. 38.— 27. Kurl Sommer, Schreiner meister, 38 Jahre alt, Marburger Str. 30.— 28. Karoline Magdalene Eigenbrodt, 72 Jahre alt, Kaiser⸗Allee 15.— Marga⸗ rete Winnecker, geb. Schütz, 53 Jahre alt, Lahnstr. 9.— Elifa⸗ bethe Lipp, geb. Kirsch, 71 Jahre alt, Kaiser⸗Aller 3 a. —— ————. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. N 2 2 a SS 3 3 23 2325 E SS SS SS SAE FFF S„„ 3 2. 8 8 1* 1 SES 8 1 21,9 3,2 42 S K 8 Sonnenschein 12,2 241 76[NNW 2 10 8,5 4,8 58 NE 4 8 0 1 . ö 1 ö 0 1 öchste Temperatur am 1. bis 2. Mai 1915— + 21,9 c. liedrigste„„, 1 Niederschlag: 3,7 mm. 1 Amtlicher Wetterbericht. 10 Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. N Die nördliche Depression ist sehr rasch nach Osten abgezogen. 0 Auf ihrer Rückseite ist seit gestern der Druck stark angestiegen, Wir bleiten morgen unter Hochdruckeinfluß. 1 Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 4. Mai 1915 Heiter, trocken, östliche Winde, nachts kalt. —— — Letzte Nachrichten. 1 Die deutsche Offensive in Nordwestrußland. 7 Kopenhagen, 3. Mai. Die„Daily Mail“ bringt einen Leitartikel ihres militärischen Mitarbeiters über die deutsche Offen- sive gegen die Libau—Riga⸗Linie. Dieses Vorgehen wird darin als ein Ereignis von allergrößter Bedeutung und von vielleicht unabsebbaren Folgen bezeichnet. Die beiden vielleicht wichtigsten 5 1 Bahnlinien Rußlands Riga— Dünaburg— Wilna und Peters⸗ 5 1 burg— Warschau seien schwer bedroht. 1 Basel, 3. Mai. Das„Pariser Journal“ empfiehlt, die neue deutsche Offensiwe gegen die Bahnlinie Dünaburg zu be⸗ achten, da man ihre Folgen heute noch nicht absehen könne.— Auch der Berner„Bund“ greift in seiner gestrigen Betrach y! tung der Kriegslage die Meldung von dem neuen stoß Hinden⸗ burgs als besonders interessant heraus und schreibt, die Deutsche hätten durch diesen Vorstoß gegen die rechte Flanke der Russen 100 Kilometer Raum gewonnen. Sie ständen jetzt mit unbekannten Kräften ebensoviel Kilometer nördlich von Kowno. Die N Blätter stellen fest, daß im Westen der deutsche Gegendruck sich an allen Punkten bemerkbar macht. 15 Amsterdam, 3. Mai. Das„Allgemeen Handels⸗ blad“ schreibt über die Lage auf dem östlichen Kriegsschauplatz: Die Kriegslage hat jetzt eine Aenderung erfahren, die für die militärische Unternehmungslust der Deutschen in Rußland zeugt. Das 0 Blatt kritisiert den amtlichen russischen Tages be⸗ rächt, der diesen über 100 km in das russische Reich hiner 8 den Vorstoß einer deutschen Armeeabteilung gar nicht erwähne und sagt, selbst wenn das Ziel kein 5 wäre. als um eine Täuschung des Gegners vorzubereiten, so würe der deutsche Zug doch wichtig genug, um auch in dem russisc Bericht erwähnt zu werden. 0 Von der Ostfront. 4 K. K. Kriegspressequartigr, 3. Mat Im Opor⸗ und Orawa-Tale machen die Russen. Anstreng⸗ ungen, die Erfolge der Südarmer wett zu machen. Ihre Vorstöß dienen offenbar dem Zweck, über Tuchla hinaus im Oportale un 0 längs der Eisenbahn Raum zu gewinnen, als auch westlich unserer Stellungen bei Ostry. Die Russen wurden abermals auf die Höhenlinie Seczob— Solagan—Bobyler zurückgeworfen. Ebenso mußten die gegen die rechte Flanke des Korps Hoffmann aufge⸗ brochenen feindlichen Abteilungen sich bei Tuchla zurückziehen. Auch ihrem Vorstoß im Opor-Tale wurde sehr rasch Halt ge. boten. 2 Hunderten von Toten verloren die Russen 00 Mann an Gefangenen. 5 20 3 In Südostgalizien gelang der österreichischen Artillerie die Sprengung eines feindlichen Munitionsdepots Sehr bedeut⸗ sam ist es, daß der Kampf an der polnischen Front wiedererwacht ist. Sowohl an der Nida wie an der Pilica fanden außer Artilleriekämpfen sehr heftige Nb angriffe statt, wobei den k. k. Truppen die n⸗ zelner feindlicher Vorstellungen gelang. Die 1 des Feldmarschalls Hoffmann hat einen neuen wesentl Erfolg zu verzeichnen. Es ist dort gelungen, die Russen aus dem Solov⸗ canka-Tale zurückzuwerfen und weiter Raum zu gewinnen Das Ergebnis dieser Kämpfe ist um so höher zu— als auch Kriegsmaterial erbeutet werden konnte. 1 eine große Anzahl Russen festgenommen wurde England verbietet die Ausfuhr von Futtermitteln. Kopenhagen, 3. Mai. Die englischen Getreide d Futtermittel⸗Ausfuhrhandelshäuser haben ihren schwedi⸗ schen Verbindungen mitgeteilt,. 5 Behörden jede zukünftige Ausfuhr von 7 nach Schweden verboten haben. 1 Bevorftehende Tagung der italienischen Kammer. Rom, 3. Mai. Im Ministerrat wurde der Minister⸗ präsident beauftragt, mit dem Kammerpräftdenten die Dr ersten Kammersitzung zu vereinbaren. Der Beginn der Session wird also nicht vertagt werden, sondern die Kammer wird am 12. Mai zusammentretenn. Italien und Griechenland.* 1 Mai.— 9 91 ent oßem hagen die erbitterte Polemik z 5 Italien und Griechenland in den verschiedenen Blättern.„Patrie“ mahnt zur Ruhe und Besonnenheit Athen müsse nicht glauben, daß Italien im östli Mittel⸗ meer die Rechte Griechenlands versperren wolle. A- Blätter bringen ohne Kommentar die Auslassungen des riechischen Chronos, welcher die Regierung auffordert, von Rom eine definitive Erklärung seiner künftigen Ausf bezüglich Smyrnas zu verlangen.— Der Mailänder„Cor⸗ rierre della Sera“ polemisiert in seiner heutigen Nummer gegen die herausfordernde Sprache Italiens. China lehnt die nenen Forderungen Japans ab. 3 Genf, 2. Mai.(Ctr. Frkft.) Laut Meldung wanzäst. scher Blätter hat China gestern Japan die Antwortnote überreicht, in der es dessen neue Forderungen in höflicher aber bestimmter Form ablehnt. 3 II — Altbewahrte Nahrun 9 2 für Hinder und Kranke führen 18 2* 1 und derer 5 7 Ste Für die herzliche Teilnahme an unserem * Giessen, 1 Allen Verwandten. Freunden und traurige Nachricht, dass mein lieber Mauun, unser Vater, Grossvater, Ludwig Rinn Id., Landwirt im 75. Lebeusjahre Samsta sein sanft in dem Herrn entschlafen ist. 197 93 5 Statt Karten. Im Namen der Hinterbliebenen: Wilbelmine Zimmermann geb. Frank. Mai 1915. Schwiegervater. Heute abend verschied sanft unsere liebe Schwester, Tante, Grosstante und Schwägerin Fräulein Luise Frank im fast vollendeten 86. Lebensjahr. Die Beerdigung findet Dienstag, den 4. Mai 1915, nachm. 4½ Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Bekannten hierdurch g vormittag 9“ Uhr nach kurzem Krank- Die trauernden Hinterbliebenen: Enmilien Rinn und Steinmüller Familie RBähmer Familie Krämer. Die Beerdigung findet Dienstag, den 4. Mai. 12 rhehaus, Bachstrasse 14, Heuchelheim, Kansas City Nordamerika) Schotten, den 3. Mai 1915. Uhr mittags, vom uus statt. schweren Verluste danken wir bestens. und Frau Eva geb. Bostroem. Dr. Georg Faber Giessen, den I. Mai 1915. Wäsche — 2 Ä 50% billi jeferzeit zirka 2 Tage. 6ROSSWASCHEREI EDELWͤEISS Schütꝛenstrasse e GIESSEN Fernsprecher 487 Aktiva. J Kassabestand 297.14 Guthaben 500.— Ausstände und Manko 1387.90 Warenvorrat⸗ Einkauf 5042.95 Mobilien 41.43 7269.42 Die Zahl der Mitglieder Zugang 1914 1 Abgang 1914 Stand der Mitglieder Ende 1914. Beuern, den 18. April 1915. Passiva, 16 Warenschulden. 1168.55 Stammguthaben 320.— Noch zu zahlende Verwaltungs kosten. 246.10 Reservefonds„ 3000.— Betriebsrücklage 1238.05 Reingewinn. 1296.72 7269.42 betrug Ende 1913. 67 „ 1„„ 4 66 3909 Der Vorstand des Landwirtschaftlichen Consum⸗ Vereins I. e. G. m. u. Haftpflicht zu Beuern. Ludwig Ranft II. Ludwig Klos II. Forigesetzte Ersparnisse im Haushalt! 8 5 Meine Nass- und Pfund-Wäsche ist 2irka 5 ger als jede im aus gereinigte 8 Ohne Anwendung scharfer 8 Mittel zu jeder dahreszeit blendend weiss 8 treusorgender Schwager und Onkel 3924 die 3021 3917 Bilanz am 31. Dezember 1914. U Meine Eis wagen gehen ab 1. Mai Emil Schmall Eis- und Biergrosshandlung Frankfurter Str. 7 edel der Sümenen a set An Binigst gestellte Preisliste auf Wunsch zu Diensten 12 Vorhang Maße während der seren innigsten Dan Gießen, den Seltersweg 70 Danksagung. Für die uns in so überaus reichem Kraukheit Hinscheiden unseres teueren Entschlafenen erwiesene Teilnahme sagen wir allen un— def Neuanschaffung ven Garderoben, Damen-, Herren- und Kinder-Kleider che- misch reinigen oder umfarben. Ebenfasss e, Decken, Nandschuhe. Federn etc. 2 Die tiestrauernden Hinterbliebenen: i Frau Marie Sommer und Kinder. 3. Mai 1915. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil nahme und für die vielen Blumenspenden bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir allen unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: K Jak. Rinn XI. Heuchelheim, den 2. Mai 1915. 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