wirtschaftliche Zeitft. 3— Auschlüße: die Schristleitungl12 Verlag, Geschäftsstelleb l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. 3 ihme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Dünkirchen von der deut Hindenburg überschreitet die E Sroßes Hauptquartier, 30. April. WTB. Amtlich.) 5 5 1 Westlicher Kriegsschauplatz 5 An der Küste herrschte rege feindliche Flieger⸗ tätigkeit. Fliegerbomben richteten in Ostende nur erheblichen Schaden an Häusern an. Die Festung Dünkirchen wurde gestern von uns un⸗ ter Artillerieseuer genommen. In Flandern verlief der Tag ohne besondere Er⸗ eianisfe. Nuchts griff der Feind zwischen Steenstraate und Het Sas an. Das Gefecht dauert noch an. Die Brücken⸗ köpfe auf dem westlichen Kanalufer bei den Orten Steen⸗ straate und Het Sas sind von uns ausgebaut und fe st in unserer Hand. n Oestlich des Kanals, nördlich von Ypern, ver⸗ ten Zuaven und Turkos unseren rechten Flügel anzu⸗ greifen. Ihr Angriff brach in unserem Feuer zusammen. In der Champagne nördlich von Le Mesnil konnten die Franzosen nichts von der ihnen vorgestern entrissenen Stellung wieder gewinnen. Die tausend Meter breite und 300 Meter tiefe Befestigungsgruppe ist von uns in ihrem vollem Umfange umgebaut und wird gehalten. 5 In den Argonnen erstürmten unsere Truppen nörd⸗ lich von Le Four de Paris einen feindlichen Schützengraben, nahmen 1 Offizier 30 Mann gefangen und hielten das er⸗ oberte Gelände gegen mehrfache Gegenangrifft. Bei Cornay am Ostrande der Argon nen stürzte ein feindliches Flugzeug ab. Die Insassen sind tot. Zwischen Maas und Masel griffen die Franzosen die von uns croberten Stellungen auf den Maas⸗ hähen erfolglos an. l stlicher Kriegsschauplatz. Die Vortruppen unserer im nordwestlich land operierenden Streitkräfte haben gestern in breiter Front die Eisenbahnlinse ünaburg—Libau erreicht. Ernsthaften Widerstand versuchten die in jener Gegend vor handenen russischen Truppen, unter denen sich auch die Reste der Teilnehmer am Raubzuge gegen Memel befinden, hierher nirgends zu leisten. Gegenwärtig sind Gefechte bei Schamli im Gange. Bei Kalwarja scheiterten größere russische Angriffe unter starken Verlusten. 5 Offiziere, 500 Russen fielen unverwundet in unsere Hände. „Auch weiter südlich zwischen Kalwarja und Auguftom mißglückten russische Vorstöße. 5 O berste Heeres * en Ruß⸗ leitung. 3 ö 0 Wer geglaubt hat, die deutsche Heeresleitung begnüge sich mit dem, was sie bisher an feindlichen Gebieten hat besetzen lassen und sie warte nur auf das endgültige Schei⸗ tern aller feindlichen Angriffe, um auf der Grundlage des Errungenen den Frieden abzuschließen, der wird heute eines Besseren belehrt. Alles deutet darauf hin, daß der Plan, Dün⸗ kirchen und Calais zu besetzen, nicht aufgegeben ist, sondern neuerdings zielbewußt weiter verfolgt wird. Die Oberste Heeresleitung sagt uns, und der amtliche französische Bericht bestätigt es, daß die Festung Dünkirchen unter deutsches Ar⸗ tilleriefeuer genommen worden ist. Nach einer unverbürgten Meldung find auch deutsche Kriegsschiffe an der flandrischen Kütste erschienen. Wenn dies letzte sich bewahrheitet, so wäre ein neuer, und zwar der deutlichste Beweis von der britischen Flottenohnmacht geliefert. Es ist aber mit Sicher⸗ heit anzunehmen, daß Dünkirchen nicht von der See aus beschossen worden ist, sondern daß unsere schweren Be— lagerungsgeschütze aus den Landstellungen von einer etwa 30 Kilometer weiten Entfernung her die französische Festung begrüßt haben. Ein herrliches Zeichen von der grandiosen Ueberlegenheit unserer schweren Geschütze. Der französische Bericht spricht von 19„großkalibrigen Geschos— sen“, wodurch 20 Personen getötet, 45 verwundet und meh— rere Häuser zerstört worden sein sollen. Wir glauben nicht, daß die deutsche Führung sich mit diesem Erfolg begnügen wird. Es handelt sich vielmehr höchstwahrscheinlich nur um die Einleitung neuer Ueberraschungen. Die letzten Er— folge bei Ypern sind, allen Angriffen der Gegner zum Trotz, festgehalten worden. N Im Osten meldet Hindenburg denkwürdige Kunde. Die deutschen Vortruppen haben„in breiter Front“ die Eisen⸗ bahnlinie Dünaburg—Libau überschritten. Der Weg ginge also in der Richtung nach Riga, und er wäre bis dahin also schon etwa zur Hälfte zurückgelegt; Riga liegt etwa 260 Kilo⸗ meter von der Grenzstadt Wirballen. Die Küstenbefestigung Lib au, die von unserer Flotte schon ausgiebig beschossen worden ist, würde unseren Truppen wahrscheinlich keine all⸗ zugroßen Schwierigkeiten machen. Immerhin ist es heute noch nicht möglich, Hindenburg in die Karten zut blicken. Tat⸗ sache ist nur, daß auch im Osten eine überraschende Offensive bevorsteht. Im gegenwärtigen Stadium des K rieges können unsere Feinde bei den vielen Kriegsschauplätzen kaum auf ein Ereignis verweisen, das für ihre Sache günstig aus- Gießene Betationsdrud und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ 0 N 1 165. Jahrgang * gelaufen wäre. In den Karpathen geraten die Russen in immer größere Schwierigkeiten, und Engländer und Fran⸗ zosen haben sich, nach jenem letzten Berichte des türkischen Hauptquartiers, den wir in einem Teil der gestrigen Auf— lage schon veröffentlichten, il Landanugriff gegen die Dar⸗ danellen blutige Nasen geholt. Vier große englische Kriegs⸗ schisse sind von den tür Küstenbatterien teils ver⸗ nichtet, oder doch wenigstens schwer beschädigt worden. Die Möglichkeit, daß es den ver en Anstrengungen der Feinde gelingen könnte, die Dardanellen trotz des starken türkischen Widerstandes schließlich doch zu bezwingen, schwindet mehr und mehr. Auf die Teilnahme anderer Balkanstaaten an dem gewagten Stück unter engli Führung ist nicht mehr zu rechnen. Berlin, 1. Mai. Ne Memel und Tilsit hatte flügel an der ostpreußischen Zeitung“, verhältnismäßig Ruhe in der Gegend von Su walki die deutschen Truppen auf die russischem Boden befindlich Russische Angriffe auf diese abgewiesen worden. Sonst ha gefunden. Der Schwerpunkt der südlichen Heeresflügel in di mit cinem Male die übe auch auf ihrem nördlichen haben. Die Heeresleitung he Kriegsschauplatzes wieder di dem Gegner das Gesetz. Im„Berliner Lo Vorstoß im Osten: Die Vertreibung der Russen aus u nördlichen deutschen Heeres⸗ ze, so schreibt die„Vossische geherrscht. Auch weiter südlich und Augustowo hatten sich Zehauptung ihrer befestigten auf Verteidigungsstellung beschränkt. lung waren mit leichter Mithe keine große Veränderung statt⸗ kämpfe schien gänzlich nach dem hen verlegt zu sein. Nun lommt de Nachricht, daß die Deutschen sflügel die Offensive ergriffen auch auf diesem Teil des d an sich gerissen und diktiert 0 es zu dem deutschen heißt 2 geändert zu haben scheint. Deutsche Flieger über Dünkirchen. Lyon, 30. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Républicain“ meldet aus Dünkirchen: Drei Tauben überflogen gestern um 6 1 und 2 Uhr Dünkirchen und warfen Bomben ab, die Sachschaden anrichteten. Es wurde niemand verletzt. Der amtliche franzöfische Bericht. Paris, 30. April. WT. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von gestern abend. Der Tag war ruhig. In der Nacht zum Don⸗ nerstag wurden zwei deutsche Angrifse, der eine gegen die bel⸗ gischen Truppen nördlich von Ypern, der andere bei E parges, leicht zurückgeworfen. Paris, 30. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom 30. April nachmittags. Nördlich Hpern im Gebiete von Steenstraate rückten wir vor. Reims erhielt 500 Granaten; viele davon steckten Häuser in Brand, aber es gelang uns, die Brände einzudämmen. In der Cham⸗ pagne bombardierte der Feind Ambulanzen und verletzte einen Arzt. Deutsche Kriegsschiffe wurden an der belgischen Küste gemeldet. Dünkirchen erhielt gestern 19 großkalibrige G eschosse; 20 Personen wurden getötet, 45 verwundet, mehrere Häuser zerstört. Ein deutsches Luftschiff über der englischen Küste. London, 30. April.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter⸗ meldung. Ein deutsches Luftschiff überflog Burn St. Edmunds und warf mehrere Bomben ab; zwei Häuser ge⸗ rieten in Brand. London, 30. April. WT. Nichtamtlich.) Reutermeldung. Ein Luftschiffoder Flugzeug warf heute früh Brand bomben über Ipswich und Whitton ab. Drei Häuser wurden zerstört; Menschen sind nicht umgekommen. London, 30. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Von mehreren Bomben, die durch feindliche Flieger auf Ipswich abgeworfen wurden, fiel eine auf das Dach eines Hauses, in dem eine Familie von drei Personen wohnte. Die Bombe fiel in das Schlaf— zimmer der l2jährigen Tochter, die jedoch mit dem Leben davonkam. Das Haus und die beiden Nachbargebäude ge— rieten in Brand und wurden zerstört. In Bury St. Ed monds gerieten ebenfalls drei Häuser in Brand. Der Seetrieg. London, 30. April.(WTB. Nichtaitlich.) Der Fisch⸗ dampfer„Lily Dale“ ist in der Nähe vom Tyne von einem deutschen Unterseeboot versenkt worden. Die Besatzung wurde gerettet.— Der Kohlendampfer„Mo hile“ wurde bei den Hebriden von einem deutschen Unterseeboot versenkt. Die Besatzung wurde nach Stornoway gebracht. Berlin, 1. Mai. Nach dem„Nieuwe Rotterdansche Cou⸗ rant“ will, wie die„Deutsche Tageszeitung“ meldet, ein Gerücht wissen, daß die Engländer alle Schiffe, die durch die Nordsee nach dem Kanal kommen, entlang der englischen Küste 3 Anzeiger General⸗Anzeiger für Gberhessen und Steindrucerei R. Lange. Schriftleitung. Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. schen Artillerie beschossen isenbahnlinie Dünaburg⸗ und an den Leuchtschiffen Calloper, Sandetti und einem dritten Samstag, J. Mai 1015 Bezugspreis: monatl. 75 Bf., viertel jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel · jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt ⸗ schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den volitischen Teil und das Jeuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otts Braun; für den Anzeigenteil: p. Beck, säntlich in Gießen. Leuchtschiff, welches zwischen den ersteren beiden verankert ist, ihren Weg nehmen lassen. Von dem Leuchtschiff Calloper nach der fran⸗ zösischen Küste sollen Bojen gelegt sein, die mit schweren eisernen Netzen verbunden seien. *** Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 30. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich mird verlautbart: 30. April, mittags. An der allgemeinen Situa⸗ tion hat sich nichts geändert. Während des Tages Ge⸗ schützlämpfe und Geplänkel. Nenerliche heftige russi⸗ sche Nachtangriffe im Orama und Opor⸗Tale wurden wie stets früher unter großen Verlusten des Feindes abge⸗ wiesen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant, Der türkische Sieg an den Dardanellen. Konstantinopel, 30. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das Große Hauptquartier meldet unter dem 29. April abends: Der Feind, welcher in der Umgegend von Kum Kale gelandet war, wurde trotz der Bemühungen, sich unter dem Schutz des Feuers seiner Schiffe am Lande zu behaupten, vollständig versagt. Kein Feind steht mehr auf dem asia⸗ tischen Dardanellenufer. Die feindlichen Streitkräfte auf che behaupten sich hartnäckig unter dem der Spitze von Kaba; Schutze des feindlichen seuers; von den anderen Teilen der Das Feuer unserer Halbinsel Gallipoli ist der Feind vertrieben. 7 sfranzösischen Panzer⸗ Batterien beschädigte am 28. April den kreuzer„Jeanne d' Arc“, so daß er sich brennend nach Tenedos zurückzog. Ein englischer Tor pedoboots⸗ zerstörer sank infolge eines Brandes, der durch unsere Gra⸗ maten verursacht worden war, am 28. April an der Einfahrt ur die Meerenge. Ter Angriff von 16 Panzerschiffen und vielen Torpedobootszerstörern gegen eine unserer vorgeschobenen Batte⸗ rien an der Meerenge am 27. April hatte folgendes Ergebnis: Tausende gegen unsere Batterien und Infanteriestellungen abge⸗ Granaten neten, bis zum Abend einige Soldaten 5 m zan t Trans or Sed ül⸗Buhr wiederholt von unseren Granate offen, so daß. so fort auf den Strand lief. Wir versenkten eine Reihe von Booten und Segelschiffen, die mit Sol⸗ daten besetzt waren und die sich mit Schleppdampfern bei den Trans portschiffen befanden. Die englischen Linienschiffe „Majestic“ und„Triumph“ wurden beschädigt und zogen sich aus der Schlachtlinie zurück. An den letzten u Tagen unternahm die feindliche Flotte nichts mehr gegem die Meerenge. Auf den anderen Kriegsschauplätzen ist nichts Be⸗ deutendes vorgefallen. 5 Konstantinopel, 30. April. WTB. Nichtamtlich) Wie „Tasvir-i⸗Eftiar“ aus den Dardanellen erfährt, wurde das eng⸗ lische Schlachtschiff„Vengeance“ von den türkischen Batterien beschädigt. London, 30. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die heute veröffentlichte Liste von 13 Offizieren des britischen Expedit ions korps im Mittelmeer, die verwundet sind, enthält auch die Na⸗ men von zwei Generalmajoren, deren einer seinen Verletzungen erlegen ist. Ein türkisches Dementi. Konstantinopel, 30. April.(WTB. Nichtamtlich) Die Agence Milli meldet: Eine französische amtliche Mitteilung be⸗ hauptet, daß zwei türkische Flugzeuge, welche üder Te⸗ nedos flogen, infolge des von den Franzosen gegen sie eröffneten Feuers ins Meer gestürzt und die Flieger dabei schwer verletzt wor⸗ den seien. Wir sind ermächtigt, die Behauptung zu demen⸗ tieren, In Wirklichkeit haben unsere Flieger Tenedos über⸗ flogen. Sie haben ihre Erkundungen trotz des feindlichen Feuers erfolgreich durchgeführt und sind unversehrt zurück⸗ gekehrt. Auch während der jüngsten Landungsaktionen haben dieselben Flieger auf feindliche Schiffe Bomben abgeworfen. Ein Festtag in Konstantinopel. Berlin, 1. Mai. Unter Beteiligung vieler Tausender von Zivilpersonen und Militärs jeder Waffengattungen, darunter vieler Deutscher, fand der Selamlik, wie aus Konstantinopel berichtet wird, in Stambul in der Myschee Hagia Sofia statt, wo der Sultan zum ersten Male als Ghazi(Sieger) begrüßt wurde. Bei der Vorbeifahrt wurden dem Sultan große Huldigungen dargebracht. Frei- herr v. d. Goltz-Pascha ritt hinter dem Sultan in türkischer Marschallsuniform. N Griechenland und Bulgarien. Wien, 1. Mai.(Ctr. Bln.) Der Wiener politischen Korrespondenz zufolge erklärte der bulgarische Minister⸗ präsident Radoslawow dem griechischen und dem ser⸗ bischen Gesandten, daß eine Fortsetzung der griechischen und serbischen Truppenansammlungen an der bul⸗ garischen Grenze Gegenmaßnahmen auf bulgarischer Seite zur Folge haben würden. Die bulgarischen Regierungs- blätter wollen außerdem erfahren haben, Radoslawow habe den erwähnten beiden Gesandten, sowie den Gesandten der Dreiverbandsmächte erklärt, Bulgarien würde eine even— tuelle Abtretung makedonischen Gebietes von Serbien an Griechenland als Kriegsfall betrachten. * ** Die Behandlung der Gefangenen. London, 30. April.(Ctr. Frfft. meldet: Im Unterhause teilte der Sekretär der Admiralitat Mac Na⸗ mara über die Behandlung der aus dentschen u ttersee⸗ Reuter * baot Kriegsgefangenen folgendes mit: Berlin, 30. Aprtül.. 112 0 25— 14 t der Ge⸗ S 4 vom 8 chlt, ingerichtet wird, sind die M deutschen w 4 außerordenti lenarvers. 5 sehlt, 3 angenen eingericht wi si ie annschaften eri zu einer 5 1. gehn. Mit Au, II Februar gefungen genommen wur⸗ den, in Chatam und Devonport in Arrestlokalen unter schafter Gerard über die B handlungen der Kriegsgefan⸗ genen in Deutschland u. a. erklärt: Ein Unterschied in der Behandlung der britischen und anderen Gefangenen. findet nicht statt. Man kann im allgemeinen sagen, daß sie überall gut ist und die Gefangenen reichlich gekleidet sind. Die hiesige amerikanische Botschaft verfügt über Fonds, um überall, wo besondere Wünsche laut werden, nachzuhelfen. Aber abgesehen davon erhalten die Gefangenen auch von den Lagerkommandan⸗ etwaigen n unsererseits wird seitens der deut⸗ schen Behörden Rechnung agen. Hinsichtlich der Be⸗ kösti aller in Deutschland befindlichen Kriegsgefangenen * e „ 30. April. Nichtamtlich) Am 15. Mä 44 die 1 e— März um vormittags überraschte Kapitän John Luce, der Hilfskreuzer„O rama, Juan Insel. Es Nach einem Kampf 127 ff Wduuten dolle e nieder und hißte die weiße Flagge. Die schädigt und in Brand 5 2 8 Fünszezn cer Fün verwundete Deutsche wurden in Val paraiso gelandet. 0 1 — — 4 5 5 : 5 . F N au 7 im chilenis itsgebi testi llenische Note die Vorgänge ede. f dar: der die Menschen heut aufbringen können. aut Fs Gif aun Seen die Mann tivnsennner. f n und das zu bri Der älteste U Kapitän war der itän John Luce. e im Zweifel gewesen sem, daß die., Dresden“ nicht daran dachte, en und sich zu ergeben. Die anders dun britischen Admiralität zwingt aber zu dem Schluß, daß entweßer der britische Offizier die salsche Meldung zit feiner Offiziersehre verembaren fonnte oder daß die britischg Admiralität die richtige dienstliche Meldung eines ihrer Komman⸗ lch bat. erdert und unter Fälschung des Inhalts veröffent⸗ 5 A 8* 2 1** 9 Die Kämpfe im Kaukasus. ch Natur auf die Kriegslieferungen eingestellt und beurteilt lumg auf den 14. Mat nach Berlin rbmung bildet die ein paar hessischen Kraft schnunzelt dazu und denkt, daß sie diesmal noch schnelle mit dem Garten zurecht N früher, da der Ehe⸗ mann noch nicht in den Schützengraben gegangen war. deckter Baumstumpf: Der Stock im Eisen. Eine Reihe unteren geh. wührend des ern Krie⸗ b chaffen wor⸗ den: Am Schwarzenbergplatz erhebt sich unter dem Schutz⸗ dach eines architektonisch gestalteten B ins in voller Größe der Wehrmann in Eisen, eine aus Holz her⸗ gestellte Ritterfigur mit Schwert, in die nun schon viele Tausende von Nägeln eingeschlagen worden sind. Die Be⸗ rechtigung dazu erhält man durch Lösung einer Karte, die zugleich als Erinnerungsblatt staltet ist, für eine Krone; die Beträge werden für Zwecke der Kriegswohltätig keit verwendet. An manchen Tagen ziehen Tausende von Einheimischen und Fremden zu dem wahrhaft volkstüm⸗ lichen Denkmal, steigen auf Treppenstufen und einer kleinen 1 2 5. 2 1 an diesem Kri al mit. iesem Beispiel entstehen nun in chland an mehreren Orten in veränderter— 1 solche Aus Stadt und Cand. Gießen, 1. Mai 1915. Von drinnen und draußen. Der Mai ist gekommen Mit Maifeiern politischer oder rein vergnüglicher Natur, mit alten und neuen Gedichten, mit Bowlen, Gesang und weiteren Zeichen, mit denen der Mensch der Freude seines Herzens den herkömmlichen Ausdruck verleiht, ist sonst der erste Tag des Wonnemonds begrüßt worden. Heuer war's anders. Was man heute von der Schönheit der Jahreszeit liest und hört, ist zu neun Zehnteln unterm Gesichtswinkel des Krieges gesehen, wie das begreiflich ist; man hat wie so vieles andere auch den Sinn für die den blauen Himmel in erster Linie vom Standpunkt einer 8 künfti Ernte. Und man fragt sich, ob auch der adieschensamen, den man vor zwei, drei Wochen dem Ludwig oder Peter in den Schützengraben geschickt hat, schon aufgegangen ist. Nun, was dem Einzug des Maien diesmal am freudigen Zuruf der Menschen ing, das hat sich die Natur königlich zu ersetzen bemüht. Unter dem A blauen 1 Schun den Gast empfangen und a i eine nach der andern schon früher offenbar werden, an⸗ Möglichkeit eines Beitrages nach seinen 15 sverhältnissen geben, sind die Nägel in drei Größen mit 8 n Preis 3 Die Nägel für die Linien kosten 1 Mk., die für ie Ecken im Wappen 10 Mk., die für die drei Hauptecken des Wappens 100 Mk. Das„Tin Eisen“ befindet 1 im Sekretariat Bismarckstraße 22 zur Benutzung für An⸗ gehörige und Freunde der Universität. * Vorlesung von Geh. Rat Aßmann. Herr Geh. Oberregierungsrat Professor Dr. Richard Aßmann, dem die venia legendi für Meteorologie an der Universität Gießen erteilt worden ist, hat für das laufende Semester eine öffentliche Vorlesung über Methoden und Er⸗ gebnisse der Erforschung der höheren Luft- schichten(Aerologie) angekündigt, die im phyfikalis Institut der Landesuniversität Donnerstag 5—6 Uhr vom 6. Mai an gehalten wird. Neuer Fahrplan. Der vom 1. Mai ab gültige Plakat⸗Fahrplan, enthaltend sämtliche in Gießen einschl. Biebertalbahn) verkehrende Personenzüge, ist er⸗ T 23 3 Preise von 20 Pfg. in der Geschäftsstelle. es„Gieß. Anz.“ zu haben. N Eine geistliche Musikaufführ ung zum Besten der Natiomalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Ge⸗ fallenen veranstalteten mit vereinten Kräften der Akademische Gesangverein und der Evangel. Kirchengesangver⸗ ein inter Mitwirkung von Mitgliedern des Hronbauer⸗ 8 1— 0 2 35 12—— itung arnseres Universitätsmufikdirektors. Dem Gei gro Zeit, in der wir heute leben, angemessen ward eine Auswahl sprungener Knospen winken zarte Blätter dem Ankömm⸗ ling zu; die Ziersträucher sind mit roten, gelben und blauen Girlanden überladen, Tulpen, Hyazinthen und Stiefmütter⸗ chen leuchten und glühen in buntem Spiel, die Magnolien haben die feierlichen, seltsamen Kelche aufgesteckt, in den 5— Laubhallen klingt das vielstimmige Konzert er el. Lange hat sich der Wald der schmeichelnden Hand des Frühjahrs nicht fügen wollen. Mürrisch und mißfarben stand er allenthalben, und das dunkle Braun wollte dem frohen Grün nicht weichen. Nun aber scheint er Versäumtes nach⸗ holen zu wollen. Langsam breitet sich der Schleier des Lebens über Stamm und Ast. Schon heben sich die Lärchen und Birken licht von dem dunklen Grunde ab; die Buchen⸗ knospen haben da und dort die Fesseln gesprengt; und wie eine Wolke goldgrüner Schmetterlinge umflattern die —— silbernen Stamm. 1 hat er Frühling am murmelnden„zwischen die ragenden Stämme, in weichen Wiesen ausgestreut, daß uns die Augen weit und hell werden. Und es ist gut so, daß er den Maienanfang mit mehr Licht und Freude bereitet hat, als Bl. 3 Wind d S schein e, ele und——* 8 05 zu machen Drei Mittter mit insgesamt Sprößli isch bunt end,— Jahren beende der waage 5 und Suben r en a 3 noch Nen werden. Zu diesem Zwecke baumelt bereits im Knopfloch der beiden Quintaner ein 1 Schlüsselblumen, wührend die drei Mamas Berg davon in dem mitgeführten Kinderwagen verstaut haben. An der Hecke blühen Veilchen. Wie Kommando hockt die Gesellschaft in einer Reihe und hat im 5 unserer wahrhaft guten Sache. Echte Demut, — 11 Wesen, zur unmser 0 Veilchen und Schlüsselblumen in den Kinderwagen. Bubi 5 bei aller Jenseitsstimmung eine gewaltige möchte einen Spazierstock haben. Nichts einfacher als das. 3 33 5 e e„ E soll us Luther, t uns 2 Kirschzweig vom Baum; die Blüten gehn ja so einfach erunter, und Bubi doch einen e e de fauen⸗ f 8 Feen wir haben Und t die wilde i in j eld, bis ö g dahin saust die Jagd itber ein junges Saatf i druckes! Nach ihm Johannes Brahms mit Teilen des Deutschen ö 30. April Nächtamtli„das Wild er ist. Mama 1 zwar einige Ge⸗ 8 a ah Hen! Se mit: 27 1—.— 1 ü rer R 7 el* 2 ben Pier Dart 3 8 atmen schorok unbedeutende Scharmützel. In A be id un nicht, Mama ieben ern 5 nenem 7 121 vertrieben unsere Truppen die Türken aus 9 bel Art. das Vergnügen Dasu setme vier ernsten Gesänge, die wir freilich l Der Zar in Sebastopol. etersburg, 30. il.(WTB. Nichtamtlich.) Der gar un in ae 55 58 (WTB. Nichtamtlich.) Das Marine⸗ zmuinisterium teilt mit: Von der Besatzung des„Léon Gam⸗ betta“ wurden 110 Ueberlebende nach Syrakus gebracht. Konter⸗ admiral Senet und 52 Mann wurden in Santa Maria di Leuca be⸗ erdigt. Die Umstünde, unter denen der Panzerkreuzer verloren ging, sind unbekannt; man hat noch keine Bestãtigung dafür, daß dem Verluste ein Anruf vorangegangen sei. Es ist angebracht, Er⸗ zahlungen und Kommentaren aus ausländischer Quelle für den Augenblick keinen Glauben zu schenken. ————— Aus dem Reiche. Berlin, 30. April.(WI B. Nichtamtlich.) Die Faid Bundes rats verordmuig über das Aus mahlen von Brot- getrerbe bestimmt: Weizenauszugsmehl ind Wei 5 dessen Herstellung Weizen bis mehr als 93 vom Hundert dutrch⸗ gemahlen ist, dürfen ungemischt abgegeben werden. Berlin, 30. April.(WTB. Nichtamtlich.) Aus Ru ß⸗ land ist auf Grund der Mitte Februar zwischen der deutschen und der russischen Regierung getroffenen Verständigung eine An⸗ zahl Deut scher aus der Gefangenschaft entla sen worden Um die Rückrehr der noch in Rußland befnbsihen Zivilgefangenen überwachen zu können, empfiehlt es sich, daß die sie im neutralen Auslano ver⸗ Freigekommenen, auch wenn lieben sind, ihre neuen Adressen und ebenso den letzten Ort ihrer 1 der d en entelele für Auswanderer, Ber⸗ in, Am Karlsbad 9—10, soweit dies noch nicht geschehen ist, — cht geschehen ist, nicht gönnen will. Beim 1 Bubi müde und will zu Schwesterchen in den Wagen. s nun? Ach, A b sie a zu— 4 mit all den. Halb verwe ie Schwupp, fliegen Himmels⸗ schlüssel, Veilchen,„Wb Schnerkenhaus, Pfauen⸗ auge, Spazierstock usw. in den Stra 1 ihren Platz ein, und stolz zieht die Kavalkade nach Hause. i d i ört hätten, für die sie Bra e N aus Ave Verum 23: — Rupps„Selig sind di und auch Dvoraks 8. 0 1 g Lieder wollten freilich zu dieser Auswahl nicht recht 2 Bubi nimmt 5 0 ö 1 %. Abend, Frau Nachbar! Ja, wir kommen von draußen!] gleichen Textes, wie der Schluß aus Brahms 5 1 Ach, die 3 sage ich Ihnen! Wunderbar!“ mochte neben diefen Meistern 7 1 7 1 peer Blumen d r aur Fiege nnd imn tau dug lab. lite Sede c dl don Ge bed he ee Daches berlanen, Pi nt dobe kerze Aren woch wiel Pale de nenen annere, aber fe wen dt bes 8 4 Schönes vorhatten, die noch so vieke erfreuen wollten.. gelungene, das Frau Dr. Altmann Kuntz mit ihrer in dern Nachmittags, wenn die Familie ssen, geht die 8 klan———„ 5 ö Mutter in den Garten, wo sie im Dienste des Gemüsebaus—— N N 5 8 1 portrefslich zusangnen, ganz besonbe: wür. ' Anlagemusik. Am Sonntag vormittag 11% Uhr findet in der Süd-Anlage Konzert statt, ausgeführt von der Kapelle des 1.. Gießen. Folgende Musikstücke kommen m Vortrag: Die Ehre Gottes aus der Natur, Hymne von . van Beethoven; Festspiel-Ouverture von L. Härtner; Priester⸗ marsch und Arte aus der Oper„Die Zauberflöte“ von Mozart; Frühling! Paraphrase über zwei Maflieder von W. Lüdecke; Deutschlands Lorbeerkranz, patriotisches Potpourri von H. Silwedel! Die deutsche Meereswacht, Marsch(neu) von P. Lincke.— Ferner findet bei günstiger Witterung nachmittags von 4-6 Uhr in Steins N Garten Frei-Konzert für verwundete Soldaten und die Land- 3 sturmleute der hiesigen Landsturm⸗Bataillone statt. 5 8 Die Dienststunden des Chemischen un⸗ tersuchungsamts für die Provinz Oberhessen sind für 11111 Weppelu scheinend bor dem Fro ppelumfang an end vor dem har fein Morde die Sommermonate(J. Mai bis 30. September) auf die Zeit von 7 Uhr morgens bis 3 Uhr mittags sestgesetzt. f 1 165 5 9 artofseln. Die Bertellungs⸗ f ittel in Darmstadt war beauftragt, 5 r Minderbemittelte des Groß- t besch und zu verteilen. Dank den Beziehungen chastskammer und der Zentralgenossenschaft der hessi⸗ dwirtschastlichen Konsumvereine ist es trotz der vorgerückten ingen, einwandfreie Ware bei Saatbaustellen und Saat⸗ rn zu beschaffen. Es wurden im ganzen etwa 6200 bestellt. Bei der Festsetzung des Abgabepreises wurden die Selbstkosten des Bezugs zu Grunde gelegt. Der tnerpreis stellt sich auf rund 7,50 Mark. Er ist im nis zu den anderwärts bezahlten Preisen und bei der Güte are als mäßig anzusehen. Sollte sich bei der endgültigen ung ein Ueberschuß ergeben, so wird dieser den Bestellern äßig zurückvergütet werden. Ein Musterschützengraben ist auf dem Trieb Ersatzbataillon des Infanterie-Regiments 116 ange⸗ rden. Vom morgigen Sonntag ab wird die Anlage ein mäßiges Eintrittsgeld dem Publikum zugänglich werden. Den Erlös aus den zweifellos reichlich flie⸗ Eintrittsgeldern gedenkt das Ersatzbataillon zu Lie⸗ gabenzwecken für die 116er zu verwenden. Die Be⸗ cher der Anlage müssen sich selbstverständlich an die An— gen des Aufsichtspersonals halten. * Jubiläum. Kriminal-Wachtmeister Zink kann dem heutigen Tage auf eine 25jährige Tätigkeit im ste der 4 zurückblicken. Im Jahre 1901 wurde Herr ink zum Kriminalschutzmann und 1911 zum Kriminal- Wachtmeister ernannt. Er erfreut sich sowohl bei seinen Vor⸗ setzten als auch bei der Bürgerschaft großer Beliebtheit. 25 jähriges Jubiläum. Heute sind es 25 Jahre, der Taglöhner Phil. Schmidt, dahier, als Zeitungsträger eimer Frankfurter Zeitung angenommen wurde. Er hat diese 1—.— ununterbrochen 25 Jahre lang bei demselben Blatte sgeübt. n Hendschels Taschenfahrplan für den Sommer 1915 ist erschienen. Er ent stehenden S t auch die in deut i r * Landkreis Gießen. Climbach, 30. April. Dem Offizierstellvertreter Wilh. DLeyerer im garde⸗Infanterie⸗Regiment Nr. 115 wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Starkenburg und Rheinhessen. ö Geh. Oberschulrat Nodnagel. rb. Darmstadt, 30. April. Ludwig Nodnagel, der Ecrerdiente Pädagoge und Geh. Oberschulrat in der hessischen Schulabteilung vollendet am 1. Mai sein 70. Lebensjahr. Es ist ihm vergönnt, diesen Tag in voller geistiger Rüstigkeit und Frische Fu begehen. Ju einem Alter, in welchem die meisten nach ihrer dienstlichen Tätigkeit längst den Rest 8.— Lebenstage in wohl⸗ verdienter Ruhe und Behaglichkeit genießen, steht Geh. Oberschul⸗ vat Nodnagel much heute noch mit voller Schaffenskraft in seinem schwi und verantwortungsvollen Amt, als einer der ältesten inter den höheren Beamten des Großherzogtums. Er ist in dem Darmstadt gehörigen Bessungen als Sohn eines Gym⸗ 5 geboren und erzogen worden und hat den Lehrer⸗ 3 großer Liebe ergriffen. Als er im Jahre 1866 an der Landesuniversität Gießen sein Staatsexamen in den alten Sprachen bestanden hatte, trat er zunächst in den preußischen Schuldtenst und zwar am Gymnasium in Dortmund als wissen⸗ chaftlicher Hilfslehrer ein, und wirkte auch mehrere Jahre dort als Gymnasiallehrer. Aber seine Liebe zur hessischen Heimat 5 Rhein war nicht erloschen und als am der Binger Realschule die Stelle eines ö zu besetzen war, wurde sie ihm über⸗ tragen. t diesem Tag ist Ludwig Nodnagel ununter⸗ brochen im bessischen Schul- resu Staats dien st ätig gewesen und er hat seine umfassende, wissenschaftliche Arbeit allen drei Provinzen erfolgreich entfalten können. Nach fünf⸗ 5 ger Wirksamkeit in Bingen wurde er zum Lehrer an der daemstädter Realschule, dem heutigen Ne be⸗ ahre später zum Direktor der Groß- Um- ühjahr 1884 ab war er dann : und drei J städter Realschule ernannt. Vom ——.— des Realgymnastums in Gießen, vom Herbst 1888 ab Dircktor des Gymnastums und der Realschule zu Worms. Als Dann im Jahre darauf das zweite pädagygische Kennr in Hessen i wurde, berief ihn die Regierung an die Spitze dieses zur Sbildung hessischer Oberlehrer geschaffenen Institutes und auch auf diesem Posten bewährte er sich so vorzüglich als gründlicher, gewissenhafter und weitblickender Pädagoge, daß er nach neun⸗ jähriger Tätigkeit als Direktor des Seminars in die oberste Schulleitung Hessens berufen wurde. Als im Jahre 1899 nach 7 e * 1 b 8 ö 5 Dezernent 17 er am 1. Juli 1899 Ministeri 5 höherer Unterrichtsanstalten, so hat sich der Jubilar auch in seiner 16jährigen Tätigkeit in der Schulverwaltung aufs allerbeste bewährt und sich namentlich um das hessische Lehrer⸗ wesen die größten Verdienste erworben. Obwohl von Hause aus Altphilologe und ein warmherziger Anhänger des humanistischen Bildungsganges, ist er nicht nur selber viele Jahre hindurch an hessischen Realanstalten tätig gewesen, sondern hat auch später in seiner amtlichen Tätigkeit dem Realschulwesen seine volle Auf⸗ merksamkeit zugewendet und deren wichtige Aufgabe im modernen, Bildungswesen nach Kräften gefördert. Als nach dem plötzlichen Ableben des verdienten Leiters der Schulabteilung dieser Posten wieder neu zu besetzen war, da wäre kein anderer wie Nodnagel so vorzüglich als der richtige Mann dafür geeignet gewesen. Aber er stand schon in der Mitte der Sechziger und er verzichtete deshalb selber auf die Uebertra⸗ gung dieses Amtes, versprach aber, noch auf Jahre hinaus den neuen Chef der Schulabteilung nach besten Kräften unterstützen zu wollen. Und daß er dies getan und wie er es getan, gehört nicht zu den geringsten seiner vielen ausgezeichneten Verdienste. Wie er in gleicher Wrise bei der gesamten hessischen Volks⸗ schullehrerschaft und den akademisch gebildeten Lehrern sich der größten Sympathien und Hochachtung erfreut, so ist auch seine große Fähigkeit als Pädagoge von der hessischen, wie von der Reichsregierung im vollen Maße anerkannt und gewürdigt wor⸗ den, wie seine reiche Tätigkeit auch in wichtigen Nebenämtern be⸗ weist. So ist er seit dem Jahre 1900 Direktor des Großh. Sta⸗ tistischen Amtes und gehörte eine Reihe von Jahren hindurch auch der Reichsschulkommission als Mitglied an, der u. a. die Auf⸗ gabe obliegt, die Oberaufsicht und Kontrolle über die Privat⸗ schulen im Reiche, wie in den deutschen Auslandschulen besonders inbetreff der Militärberechtigung zu führen. Diese Eigenschaft — Nodnagel auch nach Konstantinopel, Bukarest und Barce⸗ ona. 5 Neben seiner dienstlichen Tätigkeit hat aber der Gefeierte auch ein lebhaftes Interesse für das öffentliche Leben und das Wohl⸗ ergehen seiner Mitbürger gezeigt. So gehört ex seit 16 Jahren der Darmstädter Stadtyerordnetenversammlung als eines der eifrigsten*—— an und als überzeugungstreues Mitglied der Nationalliberalen Partei mit echt vaterländischer Gesinnung hatte er sich auch sogar dem Drängen folgend als Kandidat für die Reichstagswahl im Kreise Darmstadt—Groß⸗ Gerau zur Verfügung gestellt. Seine Verdienste um den hessischen Staat wurden vom Großherzog durch viele Ordensver⸗ leihungen anerkannt, so dem Ritterkreuz I. Klasse und dem Komturkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, fer⸗ ner dem preußischen Kronenorden IV. Klasse u. a m. Möge dem Jubilar noch ein recht langer und gesegneter Lebensabend be⸗ schieden sein! Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 2. Mai 1915: Wolki, doch trogen, etwas kühler, westliche Winde. Letzte Nachrichten. Das türkische Heer. Mailand, 1. Mai. Ein Koustantinopeler Brief des„Cor⸗ riere della Sera“ bringt eine begeisterte Schilderung der vortreff⸗ lichen militärischen Haltung und der geradezu glänzenden Aus- rüstung des türkischen Heeres. Er rühmt die wunderschönen Regi⸗ menter, die überall zu sehen sind, und hebt hervor, daß auch die militärisch⸗technischen Organisationen nichts zu wünschen übrig lassen. Ebenso fehle es auch nicht an Munition. Der Korrespondent sah auch, wie au der türkisch⸗bulgarischen Grenze türkische und bul⸗ garische Soldaten fraternisierten. Die englischen Berichte von den Dardanellen. Haag, 1. Mai. Aus London wird. Trotz aller aus griechischen Städten abgesandten Siegesberichte, deren Unzuverlässigkeit angesichts der sehr scharsen Absperrung der als Flottenausgangspunkt dienenden Inseln die lische Presse selbst einzusehen scheint, stimmt die englische Presse noch keinen Siegesgesang an.„Standard“ schreibt im Gegenteil: Seit Wiederbeginn des Kamfes gegen die Dardanellen mel⸗ dete die Türkei mehrfach die Vernichtung von Torpedobooten so⸗ wie die Beschädigung von Schlachtschisfen. Nach den letzten tür⸗ kischen Meldungen wurden die englischen Schlachtschiffe„Maje⸗ stic“,„Triumph“ und noch ein anderes beschädigt. England weiß, daß die Dardanellen nicht ohne schwere Opfer zu nehmen sind. R 3 N n Wart aher anf öl Jener noch kmeer altes vertebmliiben zu mitssen? 0 Die Erstickungsgafe. Genf, 1. Mai Hervé spotket in der„Guerrr Sorinfe“ über die Entrüftmg der Pariser Presse gegen die Anwendung von Gas entwickelnden Bomben durch die Deutschen. Diese Gas entwicklung sei jedenfalls weniger unmenschlich, als die Anwendung von großklalibrigen Geschützen, oder die Sprengung von Schützen gräben, oder gar die Angrisse der Flieger oder der Unterserboote. Anstatt sich in erheuchelten Entrüstungen zu ergehen, würden die Franzosen besser tun, sich auch in diesem Falle die von den Deutschen bewiesene Initiative zum Beispiel zu nehmen. Der neue Bischof von Posen⸗Gnesen. Posen, 1. Mai. Die„Berliner Morgenpost“ schreibt: Die vor einigen Tagen gemeldete Ernennung Pola Dal! bor s zum Bischof von Posen-Gnesen bestätigt sich. Apotheker Neumeiler's Asthma- gar f Cigarillos Paper) D. R. G. M. No. 26122 und 26617 Aerztlich empfohlen.— Deutsches Erzeugnis. Erhältlich in den Apotheken. ss Apotheker Neumeier, Frankfurt am Main. 9 Hk. 1.80 Bekanntmachung. Betr.: Anmeldung der Vorräte an Rindviehhäuten und gewisser Lederarten. In Ergänzung unserer Bekanntmachung vom 24. April 1915 weisen wir noch darauf hin, daß auch Vorräte von Rindviehhäuten und Sohlleder, die sich am 30. April d. Js. auf dem Transport befanden, unverzüglich nach Empfang vom änger bei uns an⸗ zumelden sind. Darmstadt, den 30. April 1915. N Großh. Zentralstelle für die Landesstatistit nö pfel. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die Kreisstraße Lauter⸗Wetterfeld vom 3. bis 10. Mai l. Is. fitr jeden Fuhr⸗ werks⸗ und Automobil verkehr gesperrt. Der Verkehr wird über die Kreisstraße Grünberg— Röthges, sogenannte„Hohe Straße“, umgeleitet. Gießen, den 29. April 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. . Usingez. Bekanntmachung. Betr.: Den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Alten Buseck. ist die Maul- und Klauenseuche In Alten ⸗Buseck ausgebrochen. es werden folgende Bezirke gebildet: 1. Sperrbezirk: Gemarkung Alten-Buseck. 2. Beobachtungsgebiet: Gemarkungen Großen Buseck, Trohe, Wieseck und Daubringen. Für diese Bezirke gelten die Bestimmungen unserer Be⸗ lanntmachung vom 12. November 1914, abgedruckt im Kreis blatt Nr. 70 vom 17. November 1914. An die Grußh. Bürgermeistereien Alten⸗Buseck, Großen⸗ Buseck, Trohe, Wieseck und Daubringen. Sie werden veranlaßt, vorstehende Bekamrtmachung, somte diejenige vom 12. November v. Is. sofort auf ortsübliche Weise zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Viehhändler sind zu Protokoll zu bedeuten: die Protokolle sind uns binnen 24 Stun⸗ den einzusenden. Der Befolg der Vorschriften ist im Interesse einer Verhütung der Weiterverbreitung der Seuche streng zu über ⸗ wachen. Zuwiderhandlungen sind zur Anzeige zu bringen. An die Großh. Gendarmerie des Kreises. Sie wollen die Durchführung der Bestimmungen streug fber⸗ wachen und jede Zuwiderhandlung zur Anzeige bringen Gießen, den 30. April 1915. b 855578 Kreisamt Gießen. emmerde. Bekanntmachung. Betr.: 1— Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Bellers⸗ m. Die Seuche ist erloschen. Die Sperre wird aufgehoben. Gießen, den 30. April 1915. 2 Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Hemmerde. N. Melrtelcks Mottenäthet Um nicht minderwertige Nachahmungen zu erhalten in W 3 3 6 Ahnlichen Packungen, achte man stèets auf den Namen„Dr. einreich 5 Seit Jahren laut Attest des Oberbofmarschallamtes von den Hofhaltungen Sr. Majestät des Kaisers zahlreichen anderen Hofhaltungen, militärischen Bekleidungsämtern und vielen Privathaushaltungen ständig verwendetes, zuverlässig wirkendes Mottenschutzmittel. Zu beziehen durch alle besseren 1 Drogerien, Apotheken, Parfümerien. Broschüren und Anerkennungsschreiben gratis durch die Ebberstadt, 30. April 1915. Großh. Bürgermeisterei. welche ab Haemorrbhoiden erkrankt sind und bisber vergeblich Heilung suchten, Görlach. i 1 5 E sollten einen Versueh mit d bestbewabrten Staudt, Neuen Baue 11, Jacob Maternus und Chr. Bieker- Neustadt in Giessen J. Bepy- ler in Pe N Aug. dose Mk. 1.50. Z. h. i. d. Engel⸗ Kaplausgasse 2. hr Pharmak on- Gesellschaft, Chemische Fabrik, Frankfurt a. M. N 5 1 5 Ein probates Mittel gegen 3 f 5 Café Ernst Tudwig] felde Landwirtschaftl. Konsumverein Wiese N 8 R eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. Künstler-Konzert obne! 1 9 ee e. Brust- tte, Kassenvorrat 17 e usgeführt von einem Teil des Gießener Orchesters mellen 9 siert 2* 3 27657. er Genossen 6 a Direktion: Hermann Weller 5 Catamellen 3 Feen 8 1448002 8 16553.11 8 dn Se. beach recen. daz Mobilien 700.— Betriebsrücklage 12038.60 5 ekanntmachung. Lenser lige ge Katarrh,. nil Aren derdügleden Forderungen 4775.22 Hypotheken 11000.— 0 Das Umlagekataster der land- und forstwirt⸗ Segen a beglaubigte 8 1 1 In(507 Kapitalien 1000.— Reingewinn 1359.88 1 5 7 not. de Zeug. n 4 K 4— schaftlichen Berufsgenossenschaft für das Groß 6100 e Waree ben 2 e hampoonieren Sa. der Aktiva 55856.59 Sa. der Passiva 55856.59 herzogtum Hessen. der Gemarkung Arnsburg San ie Farttan 20 28 Pg. Desen Wener ce erb, Deine(Kopfusschen) Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1913 334 für das Jahr 1914 liegt von heute an 14 Tage Pin. Pelcepacken e u Pee. k 50 fg. unt eg. 30% mt der menelte ueeecden Während 1914 gingen zu e auf der Großh. Bürgermeisterei Eberstadt offen. Betrnanke agderes eden eee Warmluft gene——4 Widersprüche sind innerhalb Monatsfrist nach der] 2a beben ber Abegh. 2. Seid. stärkt, Mi. 1. un haben iu] Trockenapparat empfiehlt c 5 . ang bai dem Burstand der Beater 5. ee Ar Kadbebandlt Wente Sester: Damen: Arges eee f 3 e rkepl. 21. Zur a 0 2 en- Ir ö 0 N Winde ende 3* aft in Darmstadt zu erheben. rel, karxtplals 17, Alole W Tube 78 Pig. Glas⸗ Sveni Saar ⸗Gejchlst er“ Daher Stand der Mitglieder Ende 1914 329 Die Rechnung liegt vom 1. bis 8. Mai 1915 u. Hirsch⸗Apotb. u. in den Drog. O. Schaaf. W. Kil⸗ l- DuN-Zäpfchen e bachtel— 12 Stuck kostet Mk. 2.— und ist nut in Apo- theken zu baben, Wo nicht, durch die Fabrik Hans Heiss& Co., Dunpräb. 6. m. b. H., Darmstadd. 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Mai 1915, abends Uhren ut und billig n, in Flaschen uud, Gebinde] Spaten 9 uhr, bei Wirt Frd. Döringer statt. arantte(01931 empfehlt 0 Rechen 7 Ubrmach, Koch, Müblstr. 2.] Emil Sebmall,„ 2 Tagesordnung: .. Hacken 1. Prüfung der Jahresrechnung und Bilanz 1914 Uni. 2. Entlastung des Vorstandes 20. 122 niversal- her- IIa; Fest r f 3. Festsetzung der Dividende 1 0 0 10 1 Hacken M N 0 Aaustlclkall- Marnorneidstiagdag!, e ( Wieseck, den 30. April 1915. Für den Aussichtsrat: Braunewell, Vorsitzender. täglich frisch gest. Pleilier, 9875 Schwemms teinfhr., ü. a. Sund. L. bill. Ia. Steine, Blmssand u. K. Gerth, Landmannstrabe 11. Abt. Werk Bieber 60%%%% Inh.: C. Haas jr. Gartenland⸗Utensillen. 13275] S brg. chiffen Weg 30. Lese Spargel if ef ee f 25 „„ ersweg 43 Golla . gelegt.— Es empfiehlt sich, den Bedatf 5 Nada, duda Nasole dae eltharpn, Caren de prese der nest d Enorm steigen werden 5 Große kann. Wäsche aus hemdentuch und flocklüper 0„25 Prozent wee Dene, Wh. 30 Prozent nter Pes 8 old fr. 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