. Abgeschlagene Angriffe auf die deutschen Stellun Russische Stützpunkte erobert. 1 —.— chen Geschütze hat Blatt 7 Elfe: — . Beilagen: wöchentlich Famillenblätter; 2 er eee lati für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land; viermal sche Zeitfragen Zernsprech · Anschluß 2 für die Schriftleitung 112 Geschaftsstelled l se für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Sießen. von en für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. * Croßes Hauptquartier, 29. April.(WTB. Amtlich.) g Westlicher Kriegsschauplatz. Unsere auf dem westlichen Kanalufer befindlichen Stel⸗ lungen nürdtich von Ypern am'Yperlée⸗Bach bei Steen⸗ und Het Sas merden seit gestern nachmittag un⸗ unterbrochen aber vergeblich angegriffen. Oestlich des Kunals scheiterte ein gegen unseren rechten Flügel von Franzofen, Algeriern und Engländern gestern abend gemein⸗ unternommener Angriff unter sehr starken Verlusten für die Feinde. Die Zahl der von uns in den Kämp⸗ fen nördlich von Ypern erbeuteten feindli⸗ l sich auf 63 erhöht. Feindliche Minensprengungen un der Eisenbahn La Basséec Bethune und in der Champagne nördlich non Le Mesnil waren erfolglos. Bei Le Mesnil wurden nächtliche französische Angriffe gegen die von uns gestern nacht eroberten Stellungen unter sturten Verlusten für den Jeind abgeschlagen. Die hier gemachten französischen Ge⸗ fangen en befanden sich in jammervoller Verfas⸗ sung; sie zitterten vor Angst, da ihnen non ihren Offi⸗ zieren vorgeredet war, sie würden, in deutsche Gefangen⸗ schaft geraten, sofort erschossen. Auf den Maashöhen südöstlich von Verdun schoben wir unsere Stellungen um einige Hundert Meter vor und befestigten sie. In den Vogesen ist die Lage unverändert. Oestlicher Kriegsschauplatz. Südlich non Kalvarja setzten wir uns in Besitz des Dorfes Kowale und der Höhe südlich davon. Bei Dachowo südlich von Sochaczem eroberten wir einen russischen Stützpunkt. Oberste Heeresleitung. N 5 1*. Die Feinde im Westen geben sich die größte Mühe, uns die um Mpern eroberten. wieder abzunehmen, allein ohne jeden Erfolg. Der heutige Tagesbericht unserer Heeresleitung stellt im Gegensatz zu einer Meldung des Generals French fest, daß wir unsere gesamte Stellung auf dem westlichen Merkanalufer gehalten haben, und nicht nur einen Brückenkopf verteidigen. Die Franzosen, Algerier und Engländer— der amtliche Bericht nennt die Herren Engländer wieder absichtlich an letzter Stelle— haben ihre Angriffe auf der östlichen Seite des Kanals wieder mit sehr starken Verlusten bezahlen müssen. Die Gesamtzahl der von den Deutschen bei Ypern eroberten Geschütze, die sich auf 63 erhöht hat, läßt es ermessen, wie umfangreich das furchtbare Ringen gewesen ist und wie glänzend die Deutschen dabei abgeschnitten haben. Daß die französi⸗ schen Führer ihren Soldaten, um sie„bei der Stange“ zu halten, vorlügen, in deutscher Gefangenschaft erwarte sie der Tot, spricht sehr lebendig für den Geist, der bei unseren Feinden herrscht. In Ermangelung einer dem deutschen Herresorganismus gewachsenen Truppe kämpft man mit Lügen und Verleumdungen, wobei freilich die Engländer an erster Stelle genannt werden müssen. Ergänzend zu der gestrigen Mitteilung über Kitcheners Aussprüche im Oberhaus, wird heute berichtet, der englische Kriegsminister habe gesagt, die englischen Gefangenen würden in dicken Fällen nackt ausgezogen, mißhandelt und gar erschossen. Auch von Herrn Asquith werden ähnliche Meisterreden wiederge⸗ geben. Nun, die englischen Moralhelden werden durch die Kritik einiger freimütiger Parlamentarier des eigenen Landes, natürlich in vorsichtigen Ausdrücken, aber doch sehr wirksam, als etwas inkonsequent in ihren Handlungen und Reden hingestellt. Daß die schmähliche Behandlung unserer U-Bootsbesatzungen zu Repressalien herausfordert, dafür wird man in neutralen Ländern das vollste Verständnis haben. Im übrigen verweisen wir auf den in unserem heutigen Blatte veröffentlichten Brief unseres Kriegsbericht⸗ erstatters im Westen, der eine Reihe schamloser und völker⸗ rechtswidriger Taten unserer Gegner im einzelnen an den Pranger stellt. ** * Die Kämpfe um Ypern. London, 29. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Ti⸗ mes“ vernehmen aus Nordfrankreich, daß infolge der letzten Gefechte die Vermüstung Yperns jetzt vollständig ist. Die Tuchhalle isk zerstört, kaum ein Haus steht noch. Poperinghe hat ebenfalls schwer gelitten. Die Station, auf der die englischen Verwundeten in die Züge gebracht wurden, liegt in Trümmer, so daß die Verwundeten in den Kellern der benachbarten Häuser in Sicherheit gebracht wer⸗ den mußten. Berlin, 30. Avril. Der militärische Sachverständige der „Daily Mail“ führt nach einer Meldung des„Berliner Lokal⸗ anzeiger“ aus, daß die Alliierten sich bemühen, das ihnen ent⸗ rissene Gebiet zurückzuerobern, weil ihre Stel- lung in Ypern gefährdet sei. Die Deutschen ständen nur rund 11 Kilometer von Poperinghe und ihre schweren Geschütze hätten eins Schußweite von mindestens 14 Kilometer. Sie brauchten daher ihre Geschütze nicht dicht an die Front zu bringen.— Der R. . 165. Jahrgang 1 ießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.Buch⸗ und steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. der Schlacht bei Ypern war, erzählt nach dem„Berliner Lokal- anzeiger“ folgendes: Der Anblick des Schlachtfeldes hätte Cäsar und Napoleon verwirrt. Es war unmöglich, zu sagen, wie viele Geschütze verwendet wurden. An einer kleinen Brücke am Yser-Kanal kämpften 20 deutsche gegen 18 französische Kanonen. Die französischen Geschütze seuerten so schuell, daß es wie ein tausendfacher Donner dröhnte. Der Munitionsverbrauch war fabel⸗ haft. Soweit man mit dem Feldstecher beobachten konnte, sah man die weißen Wolken der Schrapnells, die grauen Wolken der deut⸗ schen Riesenkanonen und die flatternden Federwolken der Flugzeug⸗ abwehrkanonen. Am Himmel flogen deutsche undeng⸗ lische Flieger hin und her. Nachts beleuchteten die Flam⸗ men viele Meilen das Kampfgebiet. Der Turm der Tuchhalle von Ypern und zwei Kirchturmspitzen zeichneten sich gegen die Scheibe der untergehenden Sonne sichtbar ab und in der Stadt loderten die Flammen zahlreicher Brände empor. Der amtliche französische Bericht. Paris, 29. April. WTB.) Amtlicher Bericht von gestern abend. Der Tag war verhältnismäßig ruhig. In Bel⸗ gien keine Aenderung in der Lage. Wir behaupten seit drei Tagen das gewonnene Gelände. In der Champagne nahmen uns die Deutschen im Gebiet von Beauséjvur ein Stück vorgeschobener Schützengräben weg. Wir nahmen die Hälfte davon wieder ein. In den Argonnen bei Marie Therese wurde ein Angriffsversuch durch unser Feuer fofort angehalten. In Eparges bombardiert der Feind, greift aber nicht an, ebenso am Hartmannsweiler⸗ kopf. Die Deutschen richteten ein intensives Feuer gegen den Gipfel, griffen aber nicht an. Am 27. April warfen unsere⸗ Flugzeuge 32 Geschosse auf den Bahnhof von Bollweiler und sechzig Geschosse auf den Bahnhof von Chamblay, wo fie ein Munitionslager in Brand setzten. Der Bahnhof von Arnaville und die Verbindungsstrecke der Eisenbahnlinien Chamblay— Thiaucourt wurden nachts bombardiert. Am 28. Avril warf eines unserer Flugzeuge sechs Geschosse auf die Luftschiffhallen von Fried richs hafen; der Flieger sah eine Rauchwolke aus dem Dache einer Luftschiffhalle aufsteigen. Einundzwanzig Geschosse wurden auf den Bahnhof, die Brücken und Werkstätten von Leopolds⸗ höhe geworfen. Während der Beschießung fiel einer unserer Flieger in die deutschen Linien. Im Laufe des Tages wurden vier deutsche Apparate von unseren Fliegern verfolgt und ge⸗ troffen. Einer, der in Flammen stand, fiel bei Brimont in die feindlichen Linien, zwei andere fielen in der Nähe unserer Schützen⸗ gräben nieder, der eine in der Champagne, der andere im Ge⸗ biete des Ancreflusses; sie wurden durch unsere Artillerie zer⸗ stört. Der vierte ging innerhalb unserer Linien in Mirizon west⸗ lich von Reims nieder. Die beiden deutschen Flieger sind un⸗ verletzt gefangengenommen worden. Paris, 29. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Nach⸗ mittagsbericht. In Belgien rücken wir fortgesetzt gegen Norden auf dem rechten Üfer des Yser⸗Kanals in Verbindung mit belgi⸗ schen Truppen vor. Wir machten 150 Gefangene und erbeuteten zwei Maschinengewehre. Auf den Maashöhen und in den Vogesen ereignete sich nichts Neues. Der Feind belegte durch Flugzeuge die offene Stadt Epernay, welche ausschließlich von Sanitäts⸗ formationen besetzt ist, mit Brandgeschossen. Genaue Nachrichten melden, daß der Zeppelin, welcher letzte Woche Dünkirchen mit Bomben belegte, auf Bäumen bei Brügge scheiterte. Der Zeppelin ist vollständig verloren. Ein Bericht Freuchs. London, 29 April.(WB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. General French berichtet vom 28. Abril: Das Gefecht nördlich und nordöstlich von Wpern dauerte gestern den ganzen Tag fort. Die Engländer brachten im Verein mit den Franzosen die deutsche Offensive zum Stehen. Sie wurde nicht wieder aufgenommen. Seit gestern früh stehen westlich vom Yer— kanal keine Deutschen mehr, außer bei Stre enstraate, wo sie einen kleinen Brückenkopf einrichteten. Der Pessimismus in England. „London, 29. April. WTB. Nichtamtlich.)„Morning⸗ post“ veröffentlicht einen Brief von Lord Esher, in dem es heißt: Die tatsächlichen Verhältnisse sind heute die, daß die deut⸗ schen Armeen fast das ganze belgische Gebiet besetzt halten, und daß ein großes Stück von Frankreich und ein größerer Teil von Polen verwüstet und verloren ist. Der Erfolg der Deutschen ist, ob⸗ wohl sie Paris und Calais nicht eingenommen haben, wesent⸗ lich und bedrohlich. Seit dem September ist die Lage der gegne⸗ rischen Streitkräfte unverändert und trotz Tapferkeit, Hingebung und Opfermut ist kein Fortschritt gemacht worden. Deutschlands große Stärke liegt darin, daß es ein einziges Ziel habe. Rußland wünscht Deutschland zu besiegen, um einen mächtigen Slawen⸗ staat am Balkan zu begründen und Konstantinopel zu gewinnen. Rußlands Interesse i esten ist nur platonisch und Frankreich hat nur an der Freiheit seines Volkes und der Wiedererlangung seiner Provinzen Interesse. Die Franzosen sind treue Verbündete, aber welches Interesse außer einem gefühlsmäßigen können wir für den Balkan und die Zukunft der Dardanellen haben? Un- sere Ziele sind sehr verschieden. Die ganze Zukunft hängt vom Kriegs- Englands und aller Briten, ja der Welt, ausgange ab. Wenn der Krieg mit einem Kompromisse endet und der kein wirklicher Friede ist, mit einem unheilvollen Frieden, so würde es nur wenige Jahre dauern und der Kampf würde unter ganz anderen Bedingungen wieder beginnen, denn die Ententen und Bündnisse sind ihrer Natur nach vorübergehend und so würde England einerseits rasch der Habsucht und andererseits der Gleich⸗ gültigkeit erliegen. B erl in, 30. April. Der von der Front zurückgekehrte Bischof von London hielt eine Rede, in der er sagte, daß in den Tagen, wo an der Front nichts besonderes vorgehe, immer noch 350 junge Engländer getötet und verwun 3 Freitag, 30. April Bea monatl. 75 U., viertel⸗ jährl. Mk. 2.2): durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Vost Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 P., ausw. 20 Pi.— Haupt- schristleiter: Aug. Goerz Verantwortlich für der politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sänitlich in Gießen. 1015 mangels. Sämtliche Generale hätten ihm erklärt, daß, falls ge⸗ nügend Munition vorhanden sei, das Feuer des Gegners wirksam erwidert und die Verluste dadurch geringer werden könn⸗ ten. In einer anderen Rede sagte der Bischof, er sei von der Front mit der Ueberzeugung zurückgekehrt, daß es Wahnsinn sei zu denken, daß dieser Krieg beinahe vorbei wäre. Er könne nicht begreifen, warum man der englischen Nation die Wahrheit vorenthalte. Die Nation könne die Wahrheit sehr gut ver⸗ tragen. England habe nicht gesiegt, auch nicht beinahe gesiegt. Drohungen des englischen Ministerpräsidenten. London, 29. April.(WTB. Nichtamtlich.) Am Schluß der Besprechung der Behandlung englischer Kriegsgefange⸗ ner in Deutschland sagte Asquith: Ich sage mit allem Nachdruck und aller Ueberlegung, daß, wenn wir zum Ende des Krieges kommen, wir diesen schrecklichen Rekord absicht⸗ licher Grausamkeit und absichtlichen Verbrechens nicht vergessen werden oder sollen. Wir halten es für unsere Pflicht, von dem Schuldigen jede mögliche Genugtuung zu verlangen. Ich glaube nicht, daß wir unsere Pflicht gegen⸗ über diesen tapferen, unglücklichen Männern, gegenüber der Ehre des Landes und den klaren Geboten der Humanität täten, wenn wir uns mit weniger begnügten. Deutsche Flieger über Nancy. Paris, 29. April.(WTB. Nichtamtlich) Nach einer Mel⸗ dung des„Temps“ aus Nancy überflog ein deutsches Flugzeug, das sehr hoch flog, das Zentrum von Nancy. Drei Bomben fielen in der Nähe des Justizpnlastes herab, drei Personen wurden getötet und sochs schwer verletzt. Andere Personen, deren Zahl und Identität nicht seststeht, wurden leicht verletzt. Das deutsche Flugzeug wurde heftig beschossen, verschwand aber schnell. Nach einer anderen Meldung des„Temps“ wurden am Dienstag Bom⸗ ben auf Nanch geworfen, von denen fünf Personen getötet wurden. Von der französischen Kammer. 5 Parts, 29. April. WTB. Nichtamtlich.) Die Kam mar hat heute ihre Sitzungen wieder aufgenommen. Unter den Gesetzantrögen, welche der Kammer in dieser Session vorgelegt werden, befindet sich ein Antrag auf Bewilligung der sechs vrovisorischen Budgetzwölftel für das zweite Halb⸗ fahr 1915. Die Kammer wird auch weiterhin eine oder zwei Sitzungen wöchentlich abhalten. In der letzten Zeit fanden Be⸗ sprechungen zwischen der Regierung und den Parlamentsmitglie⸗ dern über die Frage der Schließung der Session statt. Wahr⸗ scheinlich wird die Regierung von ihrem Vorrecht, die Session für geschlossen erklären zu können, keinen Gebrauch machen. Die Session soll vielmehr weiter gehen, ohne daß die Kammern nach Erledigung der Arbeit Sitzungen abzuhalten brauchen. Auf diese Weise könnten die Kammern sofort durch den Vorsitzenden ein⸗ berufen werden, sobald die Ereignisse es erfordern sollten. Die heutige Sitzung wurde von dem Präsidenten Deschanel mit ainer Rede eröffnet, in der er dem gefallenen Deputierten Chaigne einen Nachruf widmete und des aus deutscher Gefangenschaft zurück⸗ gekehrten Deputierten Pasqual gedachte. chanel schloß mit der erneuten Versicherung, daß ganz Frankreich von dem un beugsamen Willen beseelt sei, zu siegen. Seine Rede wurde begeistert aufgenommen. * 1* Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 29. Anril.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird rerluuthßart: 29. April 1915. Die allgemeine Lage ist un verändert.. An der Front in R ussisch- Rolen und in den Karpathen an mehreren Abschnitten heftige Geschütz⸗ lämpfe. Unsere Artillerie feuerte mit sehr guter Wirkung gegen russische Unterkunfts⸗- und Munitiansohfekte. Im Opor⸗Talc versuchte der Feind nach mehrstün⸗ 7 digem erfolglosen Artilleriefeuer nachts einen Vorstoß gegen die Höhenstellungen unserer Infanterie, wurde jedoch nach kurzem Kampfe an der ganzen Front abgewiesen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Eine untersuchung gegen General u. Auffenberg. Wien, 30. April. WTB. Nichtanitlich.) Wie amtlich ge⸗ meldet wird, ist gegen den General der Infanterie Ritter von Auffenberg zur Klärung einer gegen ihn erstatteten in allerletzter Zeit vorgekommenen Anschuldigung wegen pflichtwidriger Amts⸗ führung Untersuchung eingeleitet worden. Der Gegenstaud der Anschuldigung betrifft durchweg Vorgänge aus dem Jahre 1912 und steht mit dem gegenwärtigen Kriege in keinem wie immer gearteten Zusammenhang. f Die Metallsammlung in Wien. Wien, 29. April.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die Blüt⸗ ter melden, übertraf das Ergebnis des gestrigen Tages der patriotischen Kriegsmetallsammlung alle Erwar tungen. Es kann mit über einer Million Kilogramm be— ziffert werden. ** * 2 Der Seelrieg. Amsterdam, 29. April. WT. Nichtamtlich. Wie Neu⸗ trale über die heuchlerischen englischen Klagen über scharfes Vor⸗ geben der deutschen Seestreitkräfte gegen die englischen Fisch⸗ Dampfer denken, zeigt eine Zuschrift an den„Nieuwe Courant“. Diese weist darauf hin, daß die britische Admiralität für Insor ze det würden. Dies sei größtenteils eine Folge des Munitions— mationen über feindliche Seestreitkräfte Prämien bis zu 20 000 * * gen bei hpern. N 3 l S S Mark ansgesetzt habe Dies fer en Aufporn zur Spionage fllr Handels sahrzeuge, womit die britische Admiralität selbst die in Betracht kommenden kleinen Fahrzeuge, in erster Linie Fisch⸗ dampfer und Fischerboote, außerhalb des gewöhnlichen Rechts stelle. Wenn derartige Fahrzeuge dann durch den Feind mit Mann und Mans vernichtet würden, erlitten die Besatzungen nach An⸗ sicht des Einsenders der Zuschrift eine zwar schreckliche, aber sehr gerechte Strafe. 5 f *** Der mißglückte Angriff auf die Dardanellen. Konstantinopel, 29. April.(WTB. Nichtamtlich.) In den ergünzenden Berichten über die Vorgänge an den Dar da⸗ nellen treten die Tapferkeit und der Elan der osmanischen Offi⸗ ziere und Soldaten immer deutlicher zutage. Während der Kämpfe auf der Halbinsel Gallipoli, insbesondere bei Kapa Tepe, kämpften die türkischen Truppen zwei Tage und eine Nacht hindurch ununterbrochen und ohne die grringste Erschöpfung zu zeigen, 0 stets von neuem heranrüchende feindliche Kräfte. Bei den 2ER Kämpfen von Kum Kaleh gaben die türkischen Truppen keinen einzigen Gewehrschuß ab, sondern warfen den Feind bloß mit dem Bajonett zurück. l l Während der Kämpfe beschossen vierzig feindliche Kriegsschiffe, darunter der russische Kreuzer„As kold“, der zun Beobachtung aufgestellt war, zeitweise Sed ul Bahr und Kum Kaleh. Die türkischen Forts erwiderten das Feuer mit Erfolg und brachten zwei Torpedoboote und ein Trans portschiff zum Sinken. Ein schwer beschä⸗ digter Kreuzer mußte, wie schon gemeldet, nach Tenedos geschleppt werden. Die von den Türken gewonnene Kriegs⸗ beute umfaßt eine große Zahl von Gewehren und eine Menge n. Konstantinopel, 29. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die gesamte n in begeisterten Worten die Wichtigkeit des gestrigen großen Sieges bervor und findet nicht genug Worte, — e für die tapferen Verteidiger der Türkei aus⸗ zudrücken. Konstautänvpel, 29. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kriegsminister hat an die Armee einen Tagesbefehl gerichtet, in dem der Befriedigung des Sultans über die bisher errungenen Erfolge Ausdruck gegeben und mitgeteilt wird, daß der Sultan für den zugunsten der von gefallenen Soldaten hinter⸗ — 22 Waisenkinder errichteten Fonds 70 000 Piaster gespen⸗ hut. g Aus Anlaß des Jahrestages der Th igung des Sultans hat der hiesige Aegyptische Klub dem Sultan eine Glück⸗ wunschadresse übermittelt, in der auch dem Wunsche nach dem Siege der osmanischen Waffen Ausdruck gegeben wird. Rumänische Ausfuhrverbote. 5 Bukarest, 29. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der Fi⸗ mister ordnete an, daß künftig keine Ermächtigung für die Ausfuhr von Ochsen und Schweinen erteilt werden darf. Ferner verbot er die Ausfuhr folgender Ar⸗ tikel: Mineralien, altes Eisen, sowie jedes andere Metall, Baumwolle, Hanf, Wirkwaren, Blech, Konservenbüchsen, Wachs, Stearin, Paraffin, Glyzerin, Nuß⸗, Eichen⸗ und 2 Granit, Quecksilber, Ammoniak, Soda, Kupfer⸗ sulfat, Gerbereiartikel, Faden, Seile, Oel und Papier. Die amerikanischen Waffenlieferanten. Rotterdam, 29. April. WTB. Nichtamtlich.) Der„Nieuwe Courant“ meldet: Die Canadian Car and Foundry at von Rußland einen Auftrag auf Granaten und ostoffe für 16 Millionen Lst. erhalten. Ein Viertel dieser S wurde bei einer New Yorker Bank deponiert. Dreißig bis zig amerilanische Gesellschaften arbeiten an der Bestellung. 8 Lieferung beginnt vermutlich in ein bis vier Wochen mit 50 000 Granaten täglich und soll auf 500 000 täglich im Juli gesteigert werden. Die französische Regierung hat bei den S von Dupont in Chicago für 20 Millionen Pulver Die japauischen Forderungen. London, 29. April.(WTB. Nichtamtlich) Aus Pe⸗ wird Der japanis sandte überreichte g P die— iste von 8 derungen, die das Minimum der japanischen Forde⸗ rungen seien. Die neuen Forderungen sind im wesentlichen dieselben wie früher, mit gewissen Ausnahmen. Die Chi⸗ nesen sind durch die Reviston enttäuscht, da sie nach den Aeußerungen des japanischen Ministerpräsidenten 3 miber der Tollole r Presseagentur bedeutendere nderungen erwartet hatten. Aus dem Reiche. Die Invalidenversorgung. . Berlin, 29. April. Der Vorstand des Gesamtver⸗ bands Deutscher Metallindustrieller hat nachfol⸗ gende Leitsätze gutgeheißen und den Verbands mitgliedern durch Rundschreiben zur Kenntnis gebracht: 1. Es ist ein Gebot der Menschlichkeit und der Dankbarkeit, Die Krieger, die im Kampfe für das Vaterland Invaliden. den sind, der Arbeit wieder zuzuführen, damit sie sich weiter ais nützliche Glieder der Geseillschaft fühlen. e den a ie sten mrtgnfüb en, für Beige r Kriegsinvaliden auf ihre urchz. fung von künstlichen Gliedmaßen und 9(Pro⸗ thesen) Sorge zu tragen, i in—— zu geben, wenn nötig einen neuen dir erlernen, kurz, sie wieder ax⸗ Arbeitskraft beitsfähig zu machen— und sie für die verminderte in Form eier Rente genügend zu entschädigen. Den dadurch erwachsenden Anforderungen an die Allgemein⸗ heit geben auch die Arbeitgeber als Staatsbirrger freudig und danf⸗ 3. Alle von Staat und Gemeinden find verge⸗ bens, wenn den Kriegsinvaliden nicht in weitestem Umfange wie⸗ der Arbeitsplätze ei werden. Die Arbei aft erkennt es daher als ihre Ehren ⸗ 3 an und sieht ihre besondere Aufgabe darin, kriegsverletzte gestellte und Arbeiter, die ihren Betrieben angehörten, wieder aufzunehmen und beim Anlernen und Umlernen zu unterstützen, so⸗ weit dies die Verhältnisse im einzelnen uur irgend gestatten. Sie würde es für verfehlt halten, diesen ein Almosen zu geben, sie will sie vielmehr ihren Leistungen entsprechend entlohnen. 4. Die Industrie bringt durch Einstellung von Kriegsinvaliden ein Opfer, da sie mit ihnen ihre Betriebsmittel nur in geringerem Maße ausnutzen kann. Sie ist hierzu bereit und erhält dadurch sich und der Allgemeinheit das Kapital an geistigen und prak⸗ tischen Fähigkeiten, das die kriegsinvaliden Arbeiter in ihrer Ge⸗ samtheit darstellen. * Berlin, 29. April.(W. Amtlich) Der„Reichs⸗ anzeiger“ veröffentlicht eine Bekanntmachung des Stell⸗ vertreters des Reichskanzlers über die Freigabe von Branntwein zur Verstenerung im Mai 1915. Danach dürfen in Mai unverarbeiteten Branntwein gegen Entrich⸗ tung der Verb e diejenigen onen in den freien Verkehr über fü„welche es im Betriebsjahr 1913/14 getan haben, und zwar bis zu zwei vom Hundert der vou ihnen im Betriebsjahr 1913/14 versteuerten Menge. Berlin, 29. April.(WB. Nichtamtlich.) In der Si des Bundesrates gelangten zur Annahme: Der Entwurf einer Aenderung der Bekanntmachung über das Ausmahlen von Brotgetreide vom 5. Ja⸗ nuar 1915; eine Vorlage betr. Festsetzung des Höchst be⸗ trages der Mittel zur Unterstützung der Gemeinden auf dem Gebiete der Kriegswohlfahrtspflege und der Entwurf einer Beruxbmung über die Verwendung des Erdölpechs. Kassek, 29. April.(WTB. Nichtamtlich.) Von den vor einiger Zeit nachts aus dem Offiziergefangenenlager Hannoversch-Münden entwichenen Kriegsgefan⸗ genen, vermochte nicht einer über die Grenze zu gelangen. Alle Flüchtlinge wurden inzwischen wieder festgenommen. Aalhnnünnnmammmnmmmmitenunenngmnmmamnmnmennnntnunnnn ika Unseren Anzeigenkunden zur freundlichen Beachtung! mit Eintritt des Sommer⸗Fahrplanes am J. Mai ist die frühere Fertigstellung eines Teiles unserer Landauflage erforderlich geworden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit eines früheren Anzeigenschlusses. Wir bitten deshalb unsere Anzeigenkunden dringend, größere Anzeigen unter allen Umständen schon am Tage vor dem Erscheinen aufzugeben. Mleine Anzeigen können für die Tagesnummer nur bis vormittags 9 Uhr angenommen werden. berlag des Gießener Anzeigers. Huuναiiανααανναναναννννννννν¹iiνu˙οανimmmdddddaddacadcadcacddddaddödd Aus Stadt und Cand. Gießen, 30. April 1915. Brotmarkenausgabe. Schon zum vierten Male steht die Ausgabe neuer Brotmarkenhefte bevor, und fast hat man sich an die Zuteilung seines täglichen Brotes so gewöhnt, als ob es niemals anders gewesen wäre. Im allgemeinen ist auch die Zumessung für die Person völlig ausreichend, ja, es gibt viele Familien, die bei jeder Neuausgabe stolz ihre Erspar⸗ nisse an Brotmarken der Bezirksstelle abliefern. a Demgegenüber erheben sich, namentlich aus Arbeiter⸗ kreisen, zahlreiche Klagen über Unzulänglichkeit der Tages⸗ menge. Man wird die Berechtigung solcher Klagen in vielen Fällen(keineswegs in allen!) zugeben müssen, und in man⸗ cher anderen Stadt sind auch Einrichtungen getroffen worden, ihnen abzuhelfen. Das ist aber nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen möglich, die einstweilen für Gießen noch nicht zutreffen. Hier hat man indessen versucht, auf anderem Wege Abhilfe zu schaffen, indem man auch kleinen Kindern ein volles Brotmarkenheft zuteilte und so den im kräftigsten Alter stehenden Eltern einen Vorteil gewährt. Dagegen läßt sich gewiß einwenden, daß es viele schwer arbeitende Män⸗ ner und Frauen gibt, die keine kleinen Kinder mehr haben und diesen Vorteil infolgedessen nicht genießen. Hier eine Aenderung eintreten zu lassen, ist im Augenblick leider un⸗ möglich, aber sie bildet den Gegenstand ständiger Aufmerk⸗ samkeit des Ausschusses für die Brotverteilung, der nicht zögern wird, sie einzuführen, sobald es die Ver⸗ hältnisse gestatten. Mit Anliegen wegen Gewährung von Er⸗ satzmarken an den Ausschuß heranzutreten, hat im Augen⸗ blick durchaus keinen Zweck, noch weniger aber, die Ab⸗ lehnung des Gesuchs mit Vorwürfen oder gar Drohungen zu erwidern. Der Ausschuß würde einfach seine Pflicht ver⸗ letzen, wenn er einem solchen Gesuche nachgeben wollte. Eine häufig wiederkehrende Klage ist die, daß Personen, die in einer Familie einen Teil ihrer Kost erhalten, sich nicht zur Selbstbeschaffung ihres Brotbedarfs verstehen wol⸗ len. Es sei deshalb wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß ein Kostgänger, der nicht volle Verpflegung in einem Haushalt genießt, selbständig zum Bezug eines Brotmarken⸗ heftes berechtigt ist und daher auf keinen Fall von dem Kostgeber die Abgabe von Brot verlangen kann. Beispiel: Herr X. wohnt bei Frau Y. und erhält dort seinen Morgen⸗ kaffee; seinen Mittagstisch aber hat er bei Frau Z. In diesem Falle ist weder Frau Y. noch Frau Z. berechtigt, Herrn X. ihrem Haushalt zuzuzählen und demgemäß Brot⸗ marken für ihn bei der Bezirksstelle zu erheben. Herr X. ist vielmehr selbständiger Inhaber einer(grauen) Ausweis⸗ karte, auf die er sein eigenes Brotmaxkenheft erhält. Er hat sich sein Brot selbst zu stellen und ist nicht befugt, es von Frau M. und Frau Z. zum Frühstück, Mittag- oder Abend⸗ essen zu verlangen. Besondere Schwierigkeiten verursacht die Brotabgabe in den Gasthöfen und Wirtschaften. Dort darf, wie bekannt, Brot nur in Verbindung mit anderen Speisen und nur gegen besondere Bezahlung verabfolgt werden. Vor allem aber ist daran festzuhalten, daß nur der Ortsfremde, der Durchreisende, der sich vorübergehend in Gießen aufhält, Brot erhalten soll. Der Einheimische ist ja im Besitze eines eigenen Brotmarkenheftes und würde einen ungerechtfertigten Vorteil genießen, falls er im Gast⸗ haus unter Schonung seiner Brotmarken Brot erhalten könnte. Die Gastwirte sollten daher derartige Bestellungen einfach ablehnen. In vielen Städten hat man nur Gasthöfen mit Fremdenverkehr Brotmarken und zwar in sehr beschränkter Zahl zugebilligt, sie aber Schankwirtschaften gänzlich ver⸗ eruste weigert. Hier in Gießen hat man der Verteilung einen ge⸗ wissen Prozentsatz des bisherigene Verbrauchs zugrunde ge⸗ legt und ebenfalls nur solche Gasthäuser berücksichtigt, die erwiesenermaßen Fremden- und Durchgangsverkehr haben. Man darf von der Einsicht einheimischer Gäste erwarten, daß sie mit Rücksicht auf die Gefahr, die unserer Volks⸗ ernährung droht, im vaterländischen Interesse auch hier ihre persönlichen Wünsche zurückstellen und im Wirtshaus kein Brot verzehren, es sei denn ihr mitgebrachtes eigenes. Mit der Neuausgabe der Brotmarkenhefte, die am Samstag, den 1. Mai stattfindet, wird ein neues Mu⸗ ster eingeführt werden. Das biherige Muster war zwar ele⸗ ganter, aber es machte eine umständliche und zeitraubende Zählung der bei den Bäckern und Händlern eingelieferten Marken notwendig. Der Geschäftsinhaber war genötigt, die Marken nach ihrem Wert zu trennen und abgezählt in Bün⸗ deln zu vereinigen. Die Mehlverteilungsstelle mußte die Zählung natürlich nachprüfen. Was das bei den vie⸗ len Tausenden kleiner Blätter bedeutete, kann man sich leicht vorstellen, ebenso, daß Irrtümer keineswegs ausgeschlossen waren. Das neue Brotmarkenheft ist erheblich kleiner, bequem im Geldtäschchen unterzubringen, und enthält Mar⸗ len aus leichtem Papier, die der Geschäftsinhaber auf dazu gehörige Sammelbogen aufklebt. Die gummierten Bogen im Stadthaus kostenlos erhältlich) sind in je 50 Felber geteilt und enthalten im Aufdruck gleich die Menge des Mehls, für die sie vollgeklebt gültig sind. Hierdurch haben Geschäftsinhaber und Mehlverteilungsstelle eine höchst ein⸗ fache Methode der Zählung unter Ausschluß jeden Irrtums. da auch der Aufdruck der Marken, je nach der Menge, für die sie gültig sind, in der Farbe verschieden ist. Auf Wunsch der Bäckerinnung ist eine weitere Aenderung 110 worden. An die Stelle von sechs Marken über je Gramm Brot sind drei Marken über je 1000 Gramm Brot getreten. Da in Gießen Vierpfünder und Zweipfünder als Gewicht des gewöhnlichen Brotes Vorschrift sind, so bedarf es keines Beweises, daß mit dieser Aenderung eine erheb⸗ liche Erleichterung des Verkehres geschaffen worden ist, die hoffentlich den Beifall der Verbraucher finden wird. Daß sie den der Steuerzahler hat, ist sicher, denn sie stellt sich billiger gegen das frühere Muster, was bei den großen Ko⸗ sten, die der Stadt durch die Brotmarkenausgabe erwachsen, sehr ins Gewicht fällt. * Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Gesr. Phil. Funk, Res.-Inf.⸗Rgt. 116, aus Griesheim.— Musk. Georg Hauff, Inf.-Rgt. 117, aus Worms⸗Neuhausen.— Et. d. Landw. Karl Heinr. Koch aus Mainz.— Et. d. Res. Wilh. Damm aus Marburg.— Kriegssreiw. Heinr. Hahn, Inf. Agt. 67, aus Schönstadt. * Ritter des Eisernen Kreuzes. Musk. Hein⸗ rich Best, Inf.⸗Regt. 167, aus Waldgirmes. Gefr. Wilh. Kost, Feld⸗Art.⸗Regt. 27, aus Nieder⸗Wöllstadt. Oberjäger im Jägerbataillon 11 Ernst Stracke aus Wildungen. Kun. Willi Keppler aus Neustadt(M.⸗W-⸗B.). Unteroff. im Res.⸗Inf. Regt. 3 Ernst Simon aus Moischt. Amtsgerichts rat Maurer aus Runkel, Hauptmann und Komp.⸗Führer im Landsturm⸗Bat. Limburg. Kand. theol. Wilh. Schramm aus Limburg, Kriegsfreiw. Unteroff. Hermann Weusten⸗ feld aus Limburg, beim Pionier⸗Regt. 7. Lehrer Helßrich aus Mensfelden, Leutn. d. R. im Inf.⸗Regt. 116. Unteroff. Wilhelm Schwarz aus Katzenelnbogen, beim Feld ⸗Art.⸗ Regiment 27. Auszeichnung. Jäger⸗Radsahrer Theo Rauhe imer vom Jäger-Bataillon Nr. 11 aus Gießen erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille. Mit der Hessischen Tapserkeitsmedaille wurde der Bauausseher-Aspirant L. Treusch aus Gießen, Unter⸗ offizier der Landwehr im Badischen Fuß⸗Art.⸗Regiment Nr. 14, ausgezeichnet. N * Von der Landesuniversität. Das Lekto⸗ rat für englische Sprache ist Herrn Dr. phil. M. Freund, bisher Professor der deutschen Sprache und Lite⸗ ratur an der Universität in Bel fast(Irland), übertragen worden. Dr. Freund lehrte vom J 1902 bis zum Aus⸗ bruch des Krieges an großbritannischen Universitäten, zu⸗ erst in Liverpool, später in Belfast. * Beigeordneter Curschmann, der erste Bei⸗ geordnete der Stadt Barmen, ist am 24. April in Flandern, wo er als Hauptmann d. L. im Felde stand, gefallen. Curschmann war, bevor er sein Amt in Barmen antrat, besoldeter Beigeordneter in Gießen und vom 1. Oktober 1902 bis zum 20. Oktober 1907. Vom 7. Mai 1901 an war er als i in unserer Stadtverwaltung be⸗ schäftigt. Dem Gefallenen, der in der Barmer Stadtverwal⸗ tung infolge seines liebenswürdi Geschicks eine hervorragende Stel Gießen ein gutes Andenken gesichert. Erhebungen über die Vorräte von Ge⸗ treide und Kartoffeln. Durch Beschluß des Bundes rats sollen am 9. Mai ds. Js. die Vorräte von Getreide und Mehl und am 15. Mai die Vorräte von Kartoffeln er⸗ neut festgestellt werden. Da recht aue Angaben be⸗ sonderes Gewicht gelegt wird, Großh. Ministerium des Innern empfohlen, daß sich möglichst alle Lehrer und Be⸗ amten, die mlich sind, als Zähler zur Verfügung stellen. Bei Erhebung der Mehlvorräte sind diesmal die gewöhnlichen Haushaltungen ausgeschlos⸗ sen. Ebenso bleiben Kartoffelvorräte von weniger als 1 Zentner außer Betracht. Es sei noch besonders darauf hin⸗ ewiesen, daß ein Anzeigepflichtiger, der bei früheren Er⸗ ebungen Vorräte von Getreide und Mehl verschwiegen hat, von den hierdurch verwirkten Strafen und Nachteilen frei bleibt, wenn er diese Vorräte bei der jetzigen 8 mitangibt.— Die heutige Nummer des Kreisblatts enthält eine ausführliche Bekanntmachung über diesen Gegenstand. * Heereslieferungen. Von der Militärverwal⸗ tung ist nunmehr ein Verzeichnis aller Gegenstände, die die Heeres verwaltung in grö is und seines einnahm, ist auch in ößeren Mengen be⸗ schafft, nach Gattung und beschaffenden Stellen heraus⸗ 9 eben worden. Hiermit ist einem öfters. ebene 1 WN und den— 5 egeben, sich über die zu vergebenden stände ie bierbel in Betracht kommenden reichen militärischen „„ mis liegt bei der Han d⸗ werkskammer zu Darmstadt, Saalbaustraße 1 wo 1 Interessenten jederzeit die nötige Auskunft erteilt wird. ige Ver⸗ . Der attfindenden ikauffüh⸗ ohen. Bach, Wen (vier weer one eee kiel anfaesede ge gehe Loe 1 „klingenden“ Er dur lei 8 inge folg durch— ee ke d g Alitar⸗ wird. 1 » Die Gießener Freiwillige Feuerwehr hielt vor einigen ihre ordentliche Hauptversammlung ab, die infolge des Krieges— 55 nur schwach besucht war, denn 52 Mitglieder sind zu den Fahnen einberufen. Unerschrochen wie gegen das Feuer, geht es auch gegen den Feind. Mehrere Mitg! der haben sich inzwischen das Eiserne Kreuz und die hessische Tapferkeitsmedaille erworben. Leider hat auch der Tod die Wehr nicht verschont; die Kameraden Ludw. Hus vert und Lud „%% ůũ᷑‚; REE 9 . 7 ö engrerche ö en geence e burch bie i 7 3 urge Batterien be hädig't wurde. Unfere finanzielle Kriegsbereitschaft. a g g 5 . 1 8. 5 Die Deutschen halten ihre Gewinne bei Ypern. Berlin, 29. April. WTB. Nichtamtlich.) In der Sitzung 5 g N des Zentralausschusses der Reichsbank führte Reichsbank⸗ Basel, 30. April. Der Kriegskrititer des Berner präsident Havenstein folgendes aus: Den letzten Wochen⸗[„Bund“ stellt fest, daß die Deutschen ihre bedeutsamen ausweisen der Reichsbank gibt die zweite Kriegsanleihe überall Erfolge bei Ypern fast auf der ganzen Front sesthalten das Gepräge. Diese Anleihe hat sich zu einer zweiten Große konnten. Die Zahl der eroberten Geschütze gestatte die An⸗ deztede deutschon Voter auf finanziellem Gebist, der nahme, daß die Deutschen die ganze Batterlestellung der größten, die je ein Volk vollbrachte, ausgestaltet. 9703 Millio⸗ feindlichen Hauptlinie überrannten, wodurch die Durch⸗ Vein den heide dak, a alten Sehen und denszorrdeenesesle ipengg des engen gegenemgr fes offenbar unmeglech es sich gleichmäßig wie draußen im Felde in die Reihen der gemacht wurde. Ypern sei jetzt auch im Norden und Osten bei dem Festn Kämpfer, ein wundervoller Ausdruck des das ganze Volk, wie sichs eng umklammert und die englische Front dort so stark zu⸗ der S von selbst verstehend, durchdringenden Gefühls und des Willens, sammengezogen, daß die deutschen Geschütze die Stellung Kri 3 5 9* mit dem 2 7— 98 der Engländer bereits flankierten. em ut zu dienen. Dieser einmütige Wille au 115 1 5 1 4 5 in der hingebenden Zusammenarbeit aller an der Durch⸗ Oesterreichische Offensive in Bessarabien. allezeit. i Anlei Nn 2 Budapest, 30. April. Nach Meldung aus Czernowitz hat ertisg 77 der wilden Kaninchen. Zur Ver⸗ ban d e e e e die österreichische Offensive in Bessarabien in verstärktem Maße wertung der wilden Kaninchen im volkswirtschaftlichen Interesse] nung und warmen Dankes sagen. Die gesamte deutsche Presse stellte] wieder eingefetzt. Die Oesterreicher rücken langsam an der Eisen⸗ Fides fortan den Bahnbediensteten gestattet sein, in den sich wiederum wie bei der ersten Anleihe unermüdlich in den Dienst] bahnlinte Mamahyga vor. Nach weiteren Meldungen scheint Böschungen der Eisenbahndämme mit allen gesetzlichen Mitteln der Sache, Banken und Bankhäuser, die deutschen Sparkassen] man sich russischerseits auf die Belagerung der Festung Chot in V... ᷣ]], 5 5 8 2 f N 18 i i isati Kredit 5 5 5 5 8 8 8 5 5 bei der Eisenbahnverwaltung bei sich führen; sie dürfen selbst⸗ 17 9— en fanterie. Die entwaffneten Russen befinden sich mit wenigen Aus⸗ verständlich die Böschungen nicht beschädigen und Dienst⸗ oder fast ausnahmslos weitherzig auf die satzungsmäßigen Kündigungs⸗ nahmen somohl moralisch wie physisch in sehr schlochtem. Pachtländereien nur 5. Pächter betreten. 3 W den. 7 1— 1 5 Die Jahresklasse 1917 in Frankreich. 1 andkreis Gießen. apitalisten die Beteiligung an der Anleihe ermöglicht 1. a ze dz R ione“ mitteilt 5 Bers rod, 29. April. Gestern wurde hier der Land- wiesen, daß sie ihrer volkswirtschaftlichen Aufgabe und deren Be⸗— 1 be Jagen 1307 Pork nach der erfolgten sturmmann Heinrich Hofmann III. zu Grabe getragen. deutung bewußt, geblieben und ihr gerecht geworden sind. Aus musterung, also im Juli, einberufen werden Das Landsturm⸗Ersatz⸗Bataillon Gießen hatte die Bataillonsmusik] Fast zwei Milliarden Mark haben die deutschen Sparkassen, 3 3 5 3 und eine Gewehrabteilung entsandt, die dem verstorbenen Kame⸗ etwa 450 Millionen die Genossenschaften hergegeben, ebenso Das belgische Hauptquartier auf dem Rückzugr. raden die letzten militärischen Ehren erwiesen. haben die deutschen Lebensversichexungsgesellschaften annähernd Amsterdam, 30. April. Der„Telegraaf“ meldet: Kreis Lauterbach 400 Millionen, fast das doppelte ihrer Zeichnungen bei Infolge des unerwarteten deutschen Vorstoßes in Flandern 1 O Schlitz, 28. April. Der von hier gebürtige General 1—„ tuer 2415 5 7 und ist das belgische Hauptquartier quis ur ne ß nuch Fran k⸗ major Diessenbach, dem bisher schon die Führung einer ihren Beamten, die überall da eintraten, wo keine andere Ver⸗ reich verlegt worden. Preußischen Division übertragen war, ist nunmehr zum Generale mittlungsstelle borhanden war, und durch Sammlung gerude der Die zahlungsunfähige belgische Regierung. leutnant mit dem Titel„Exzellenz“ befördert worden. Er hat ganz kleinen Zeichnungen die stattliche Summe von 112 Millionen Mailand, 30. April. Die„Unione“ meldet qus sich namentlich in den Kämpfen in Belgien und später auf den der Anleihe zuführten. Ebenso glänzend wie die Zeichnung selbst Mer belgische 1 1— 5 8 e Schlachtfeldern Polens hervorragend ausgezeichnet und erhielt in⸗ hat sich die Ein zal ng entwickelt. Bis zum 28. April sind dits cn ir den 1 ee 9 die 1 35 1 12 bereits vor längerer Zeit das Eiserne Kreuz 2. und] auf die Anleihe, während nach den Zeichnungsbedingungen 3368 Holland befindlichen belgischen Flüchtlin 5 Ber- 5 lasse. Generalleutnant Dieffenbach steht im 57. Lebensjahre nen gezahlt werden mußten, tasächlich 6751 Millionen, also fügung gestellt. Auch die belt ischen Be 1 Pen f und ist ein Sohn des verstorbenen Kirchenrats Christian Diessen-[das do ppelte, gezahlt worden, 74,16 Prozent der 1 25 den Nicherlanden* 1 Mui r bach, der als Theologe wie auch als Dichter weithin bekannt] samten Anleihe. Von dieser gewaltigen Summe sind nur 521.2 Zahlung. Die den Niederlanden bisher fütr die belgischen Flücht⸗ 16 Kreis Schotten—7—f* 1... 8 inge erwachsenen Kosten belaufen sich auf 320 Millionen Gulden. 1 5 f aufgebracht wo und au n diesen Darlehen waren zum i 0 a 5 ESEzddingen, 29. April. In unserer kleinen Oemeinde 23. April wieder 30 Millionen zurückgezahlt, so daß nur noch Ein Aufruf der englischen Regierung. i Bat der Krieg bereiks das neunte Opfer gefordert. Den Heldentod 491,8 Millionen ausstanden. Der Erfolg der beiden Kriegsanleihen Rotterdam, 30. April. Aus London wird dem„Nienwe flürs Vaterland starb der Gefreite Friedrich Graulich, im In- des Reiches ist aber auch ein klares Zeichen dafür, daß unser Rotterdamsche Courant“ gemeldet, die englische Regierung habe flanterie-Regiment Nr. 116, im Alter von 23 Jahren. Wirtschaftsleben und unser Geldmarkt auch während des schweren einen Aufruf an die Londoner Bevölkerung erlassen mit der Auf⸗ g 1 Julrichstein, 29. April. Der Kriegsfreiwillige Moritz] Krieges gesund und stark geblieben sind, und ein nicht minder forderung, zu Hause eine Respirations vorrichtung an⸗ Schloß, der zu Beginn des Krieges zum Insanterie⸗Regiment] schlagender Beweis dafür, daß als Vorbedingung hierfür die zufertigen, die dazu dienen soll, die Soldaten an der Front gegen . 1 3 4 bei 1 e verwundet. Fenden lt e 9— 1 6 die erstickenden deutschen Gase zu schützen. a arauf ist er in einem Lazarett gestorben und hier zur werden mußte, iso dafür, da ie Liquidhaltung un⸗ Englische Regierungsmaßnahmen 5 f ten Ruhe gebettet worden. serer gesamten Kreditorganisationen, die freiwillige so⸗ 1 5 5 1 15 rene des neue S u. bot We wie feinerzeit bei den Spärkassen⸗ W e Aan Fe don derdengtiscen Nene N ban wurde noch während des Winters in seinem Rohbau gesetz), durch gesetzlichen Zwang herbeigeführte ein Gebot hoher 7. bestir 4. Aer Handels mit den Niederlan⸗ vollendet und mit der eingetretenen guten Witterung wird eifrig] Notwendigkeit für Deutschland war und bleiben wird. Diese[den u bestimm en, besonders Baumwollstoffen, erregt DC daran 1 orige Woche wurden die noch aus⸗[ganz beispiellose Geldbeschaffung ist gleichwohl ohne 1 großen Unwillen. Wie die„Fmancial Times 5 zukührenden inneren Arbeiten vergeben. Anfang Oktober ds. Js. jede Erschütterung des Geldmarktes vor sich gegangen, da er melden, 1 11 die Baumwollspinnereien in Man- soll das Schulhaus sertiggestellt und seinem Jwecle übergeben] einerseits die Anleihe zu einem erheblichen Teil bereits im Laufe Hester un. große Aufträge für die Nieder⸗ werden. 5 150 dhe N der 1 Movnate in 8 von der N am offenen— haben,* 8 E 7 5 rkenburg inhessen. Markte begebenen Schatzscheine aufgenommen andererseits 1 latte lie„Grun 1 as Handels verbot in 5 S ingen nee. die akaten am Nan der neuen für, Sb, En engere dach dergtam rorbereltet haue. De dat an eren n a Nene enen Rheinbrücke sind soweit porgeschritten, daß die Brücke wohl ihre Spuren auf dem Geldmrarkte tur in einer in mäßigen Grenzen aus gefü Wen nach Deutch inden, und dort e 1. Ju 1015 dau Betrieb Apergeben jun Wenigstens wer sech Fewereaden Erböbnng der Zttssaze in freien e e ee Ven von diesem Wen ee nach einer Mitteihung der Handels- Faber bod slussarenung dez dkrel rerfügberen Gelder Sraruut piese Annaben e 5 eli en . Ar reren ee e d eggs wie ft dur Bel c 85 55 EFTTTTTTTTTbTVTç0V0T0T0TbTbTb m Kirchhain, 29. April. Herr Meyer Strauß, Senior⸗ 5 g trans perten nach dem ande zusammen hängt 5 5 Hel der biestgen Sroßftema L. Strauß Söbne, beging in seltener Heßt we, dar, an, wenn er duc nacnrgemäß allmählich eurdch. 5 5 Küfrigten und geist Frif Je 90 Sun der März erbrachte indes immer noch die beträchtliche Von den Dardanellen.. geistiger che seinen 8 0. Ge i A 3 1 8 30. April. 55 Kriegsderichterstatter des 5 a über? illtonen.— Die bis-„ 5 3 d 7 855 Der Mord an ber Ber- Zu 8 9 Pester Aon et aus den/ Dardanellen: Nebst den vier g * f durtstag. d. Frankfurt a. M., 29. April herigen Deputierten des usses Purden wieder- intd Pri e 3 a 1 0 81 teder⸗ aden, Meer geworfen wurden, s en die 9. bat N 1 n an Nanfierib neugewähtt. trischen Batterien 1 2 keins liche Sn d bet „ cdegle nachrichten 8 in einem d i und engli er. . i e, 26, führt. geriet hi etz e achrich en. Sa wollte. 1 8 .— dess a Große Erfolge der Türken an den Dardanellen. Der Eindruck der englisch französischen Landung an den 3. WTB. Konstantinopel, 30. April. Nichtamtlich.)„Dardanellen. 1 i einigen Ta Meldung des Großen Hauptquartiers vom 29. April abends. Athen, 30. April. Die offtzibse englische Nachricht über Ofenblech des Der Feind, welcher in der Umgegend von Kum⸗Kaleh ge⸗ die Landung von 60%% Mann auf Gallipoli ist landet war, wurde trotz seiner Bemühungen, sich unter dem hier sehr kaltblütig aufgenommen worden und wird von Schutze des Feuers der Schiffsgeschütze am Lande zu be- der Presse dahin kommentiert, daß die neutrale Haltung der haupten, vollständig verlagt. Kein Feind steht griechischen Regierung dadurch nicht beeinflußt werden mehr auf dem asiatischen Dardanellenufer. würde. a* 45 6 1. 5 13— Tepe Aer Ne N 1 5 huupten artnäckig unter dem Schutze des feindlichen 5 i 32 Schiffsfeuers. Von den anderen Teilen der Haldinsel Galli. 8—— 5 ist die Verteuerung daft aller im Haus. roll ist der Feind perer beben. Das Feuer unserer Bat. Naser ne, dudeeef benen zu ersübten Paß bels iini Sue, terien beschädigte am 28. April den franzasischen Pan- von Familien i n erf daß reits en ee 1 Familien im ausschließlichen Gebrauch befindliche selbsttätige eee 1 5 10.. 3 5 gli r Tor der gleichen zum vollen G t wie frũ verkauft e ae n Wee denten el pedo bootszerstörer sank infolge eines Brandes, der wird Wenn man bedenkt, daß Persil alle anderen Waschmitte n! 3 2* durch unfere Granaten verursacht wurde. Am 28. April in Aberflassia macht daß es mmeschließlich und allein zur Auen b Sossenheim, 29. April. In den Gartenanlagen des] der Einfahrt in die Enge durch einen Angriff von 16 Pan- dung cen ing der 1 für die 8 noch mehr in s neuen Bahnhofs wurde eine dem Andenken des„U“ Pootführers[zerschiffen und vielen Torpedobootszerstö⸗ 8 5 15 ie mit Pers 5 2— Zei 3 D. Otto Weddigen geweihte Weddigen Linde“ gepflanzt.[rern gegen eine unserer vorgeschobenen Batterien an der* e 1 e 5 Dillenburg, 29. April. Der Bahnhof Dillen-] Meerenge vom 27. April wurde folgendes Ergebnis erzielt:— 4 125— meist die Gewebe in keiner Weis Er alu 5 eee 25 ee eee erdalte ele] Tanfende gegen unsere Batterie und gegen die Infanterie. i Perf. ebene., Geschäften en 69 Pig des Pp, Aiedersceld Süd ars. Beienders iir bervenubeben, daß der hend em* dagegen nden undeken bie zum ki dd. ee Schienenstrang mit fünf Gleisen in den Bahnhof einläuft und daß 0 en; dagegen wurden zwei Trans 5 882 0 0 1 1 35 2 8 alle Schienen⸗Wegübergänge durch Wege-, Unter- oder lleber bortschiffe vor Seddil⸗Bahr wiederholt von unseren Gra⸗ j 3 j Pfund 5 führungen ersetzt 3 Dazu ist der Hohlübergang(eibacher naten getroffen, so duß eines sofort aufden Strandlief. 0 Herelel Sp ina 1 15 Pf. 75 Straße) weggefallen und an dessen Stelle eine Brückenaulage ge. Wir versenkten eine Reihe von Buoten und Segel 1 fortwäbrend frisch empf. 8 neten die in Eisenkonstruttion mit 4. bie é m lichter Turchlaß-schiffen, auf denen sich Soldaten befunden Die eng und Garten- Dünger C. Seitz, Neuenweg 52. böbe die ganze Breite des Bahnhofs überspannt. Der Lokomotiv-[lischen Linsenschiffe„Magestic“ u.„Triumph en 9 8 scdurpen wurde in das Nanzenbachtal verlegt und die Scheldebahn wurden beschädigt und zogen sich aus der Schlachtlinie 2 IeDro⸗— 1 3(Dillenturg.- Biedenkoyß) mehr nach dem„Lausendenstein“ hin- zurück. An den beiden letzten Tagen unternahm der Feind Central-Drogerie i + NC. geschoben. Die Eröffnung ist zum 1. Juli vorgesehen. mch en and. die 2— Schulstrasse. 579 0 5 .— 5 f anderen Kriegsschauplätzen ist nichts v— f Damenabteiluns. 3 Seiles A N Gießen. deutung vorgefallen. 5 N kier Ta degree. 5 Sanstag. den 1.72 i etteraussichten in Hessen am Samslag, den 1. Mat 1915:(WTB) Konstantinopel, 30. April. Nichtamtlich. 5 ene eee Vereinsabend i Wolki), doch noch trocken, etwas kühler, nordwestliche Winde.„Tasvir⸗i⸗Eftiar“ meldet aus den Dardanellen, daß das Ssssnoesee 5 Bekommt den Verwundeten sehr gut. Auf Ihr Schreiben vom 12. d. M. teilt Ihnen das Garnison⸗Lazarett mit, daß coffeinfreier Kaffee Hag den Verwundeten sehr gut bekommt und derselbe auch gern getrunken wird. Eine weitere Übersendung von dem den Lazaretten zur Verfügung gestellten Kaffee Hag wäre dem Lazarett sehr willkommen. 5 Br.„ 16. 2. 1916 N 91465 Der Chefarzt vom Neservelazarett I. 0 9 Pringmanns Schumm dl ESSEN. Banne 58 Filialen in: G 5 hurrberg Betrachten Sie unsere Fenster! Fil n 2* 1 5 Probieren Sie unsere Qualitäten e Sie werden dann selbst finden, daß trotz der großen Lederteuerung Amberg 1 1 Schweinfurt 5 0 * manns Schune gut und billig sind Fulda— 22 Svezialvackung:. Bruchsichere Spezialvackung! Feldpostschachteln für Eierversand sofort lieserbar. Muster gegen Einsendung von 30 Pfg. 1 J. Weinert. Giessen, N assenfabrikation und Versand von elovofticachg Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Nachricht, daß unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Groß— mutter, Schwester und Tante und Jeldvostschreibwaren. e Modistin Sate Hüten ran i im Anfertigen Fürs Vaterland fielen unsere lieben Bundesbrüder ee 7 5 e N. Elisabeth Lipp Ww. Mathilde Weinhardt, 2 28 II. geb. Kirsch cand. math. Georg Müller Unteroffizier d. Res. im Inf.-Regt. 118, Ritter des Eisernen Kreuzes. im fast vollendeten 72. Lebensjahre Mitt⸗ woch abend 8 Uhr sanft entschlafen ist. Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. Mahnung des 6. Zieles Gemeindestenern und Kanalgebühren für das Rechnungsjahr 1914. Das im Monat März ds. Js. fällig gewesene 6. Ziel gGemeindesteuern und Kanalgebühren kann noch bis zum 8. Mai ds. Js. einschließlich ohne Kosten bezahlt werden. . Diejenigen, die mit der Zahlung dieses Zieles noch 7 hu Rückstande sind, werden hiermit gemahnt, die Abgabe ois zum 8. Mai ds. Js. an der Stadtkasse zu bezablen. 10. Mal ds. Js. an gelangt das 6. Ziel zur Beitreibung, wodurch Pfändungs kosten entstehen. Ueberweisungen im Bank- und Postscheckverkehr müssen am 8. Mai ebenfalls Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Groh Familie Alt Familie Lipp Familie Wiegand Familie Krak. Andi B. cand. phil. Fritz Wenner b. 2 Leutnant im Res.-Inf.-R Ritter des Eisernen Kr 9 ve Die Landsmannschaft ee Gießen(Kaiser-Allee Za), 28. April 1915. ; 5 7 25 775 Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. Mai bei der Stadtikasse gutgeschrieben sein, andernfalls 81 1 3 30 I. A.: Heinrich Wenzel.. mittags 12% Uhr von der Kapelle des neuen treibungskosten erhoben werden. 3b =. Friedhofs aus statt 18 Brotmarkenausgabe. f 0 Die Ausgabe der für die Zeit vom 3. bis 16. Mai gültigen Brotmarkenhefte sindet statt: Danksagung. Samstag, den 1. Mai 1915, Am 24. April fiel in Flandern mein ältester Sohn, der von 8— 12 und 2—6 Für die vielen Beweise herzlicher Teil⸗ a 5 unserem schweren Verluste sprechen Es wird darauf hingewiesen, daß neue . Beigeordnete der Stadt Barmen wbberntalen an banden ans. Marten nur gegen Vorlage der Ausweis- 1 N f. karte und gegen Ablieferung der Umschläge Hauptmann K. I. 7225 Familie Friedrich Geißler IV. der alten Markenhefte verabfolgt werden. Familie Lndwig Fuchs I. Etwa nicht verbrauchte Marken sind ebenfalls * 1 0 ü 0 9 g abzuliefern. 8105 Ar 11 TSC Iman. 0 Lollar, 29. April 1915. 02377 15 Vertilgung der Scharmäuse. Nachdem der Wiesenvorftand der Gemarkung Gießen Marie Curschmann geb betimann.( 88 A l 5 775 1 FFF N Atgung im Interesfe der Landwirtschaft 90 eboten erscheinen, Bekanntmachung. bat die landwirtschaftliche Deputation der Stadt Gießen beschlossen, die Wiesenbesitzer zur Vertilgung der Schar⸗ Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag mäuse 3 und für jede eingefangene Scharmaus 3 1 2 95 eine Prämie von 20 Pfennig aus der Stadtkasse zu ge⸗ der Gemeinde Cberstadt für das Rechnungsjahr] währen. Es wird dies mit dem Anfügen zur Kenntnis 1915 liegt vom 1. Mai d. J. ab eine Woche lang der Wiesenbesitzer gebracht, daß an jedem Samstagnach⸗ mittag um 5 Ubr eingefangene Scharmäuse auf dem auf unserem Bureau zur Einsicht der Beteiligten stadtischen Lagerplab au der Wiesenstraße an den mut offen. Einwendungen können innerhalb dieser Frist, der Entgegennahme beauftragten Wiesenwärter Bellof schriftlich oder zu Protokoll, bei dem Unterzeichneten abgellesexr werden konnen. I vorgebracht werden. Es werden Umlagen erhoben, Die früher Semmlerssche Scheuer Walltorsfraße Nr. J sosl Barmen(Hohenstaufenstrasse 21). 3844 . 4 3 6 zu denen auch die Ausmärker beizutragen haben. Dienstag, den J. Mai d. 5 vurnittogs 10 Uhr, 85 8* e 1 8 186 8 Eberstadt, 29. April 1915. kaut wer delentlicher Berdingun auf den Abbruch ver. 3** 5 Bebe 5 3 5 te N 1 Sch 5606 Großh. Bürgermeisterei Eberstadt.. Die Bedingungen liegen auf dem städt. Hochbauamt unerwartet meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwieger- Görlach.„56 zur Einsscht offen und sind Angebote bis zum genannten mutter, Grossmutter, Schw ester, Schwägerin und Tante, Termin dorthin einzureichen. 238375 — Mit Rücksicht auf die 3. Z. bestehende Gefahr der nt⸗ Frau Katharine Elisabethe finn I Tient-Spiel- Haus einen Wald zu betreten, oder sich diesem zu nähren, oder geb. Hartmann n neee 5 1 mme, in der Nähe eines Waldes Feuer anzuzünden. 138335 i 3 N N Spielplan ven 28. bie 30. Apri 1918: f N im Alter von 63 Jahren sanft entschlafen ist. a h„ weis Gießen. Werde Die trauernden Hinterbliebenen. Die Rache der Goldsuc er 1 berrschaftliche Wohnung von? Zimmern mit Zentral⸗ 2 Pede 1 herrschaftliche Wohnung von 7 Zimmern, Jakob Rinn XI. oder: Der Hund als Rächer. g 1 von 1 1—.—. 1 I 8 8 a Wohnung von immern, ohnungen von fün 5 4 ee 1 7 0 Hofmann X. 5 Wai W—— N 9„ v. 4 Zimmern, 6 Wohnungen Benchelhein, den 29. Apri 1915. 5600— ͤ ,, ⅛ tn.. ,, Die Beerdigung findet Samstag, den 1. Mai, nachmittags 1½ Uhr, Das große Los, Humoresko. 1 Zimmer, 1 Lager- oder Fabrikraum, 3 Lagerräume vom Sterbehausc, Marktstrasse 15, aus statt. mit 1 Arbeitsraum, 9 möblierte Zimmer, davon zwei eee! een nebeneinanderltegende. e e eee 1el in 1 185 Zu mieten gesucht: 0 Wohnungen von 1—5 Zummern. errliches Film Schauspiel in ellungen. D 5 7 7 8 — In der Stadt und uuf dem Lande, 5 Sad. Arbeilanaefibeis Siescen. f ite Se ran! 2 9 o———— 3 len terweg 9. auh i Es können eingestellt werden: Miss- 2 2 Mllitar ohne Charge rahlt werktags die Halfte. 0 2. bei biesigen Arbektgeber n: —* 20* 1 Schmied, 2 Maschinenschlosser, 3 Dreher, 2 Schlosser, farbene„ TTT 1 Spengler, 1 Schreiner, 1 Schneider, 1 Heizer, J Kellner, ———— 2 kraftige Arbeiter, 2 Haus burschen. CCC. 9 60 3 ein 2 ee 1K Aar ein ib. IAT A M ˖ il Lacksererlehrling. 2 Lebrmädchen für Schubgeschäfte. 4„ e mtliche it el ungen 1 e und f Lone 3 sehl gesch. sohl. Arbeiter bei Landwirten, 10 Erdarbeiter, en der Handelskammer Gießen. 10 Aebetder uu gema,„ Tehnbmacher“ Schneide d. geg. üblen Mundgeruch u. 10 Arbeiter für chemische Fabrik, 1 Hotelbausbursche, FJabnftei sau 5 Die Handelskammer macht die beteiligten Kreise darauf 1 Friseur, 1 Dienstmädchen für landwirtschaftl. Arbeiten. I een eee aufmerksam, daß derienige, welcher zurzeit mehr als 8 C suchen Arbeit: mrobetube grat. Ueblerhältl.] Doppelzentner Vollreis, Bruchreis ader Reismehl in flandwirtschaftlicher Fuhrmann, 1 Spenglex, 2 Schreiner, In beben. Nirsehepofl., Franki. r. A. fe inem Gewahrsam bat, dies ohne Verzug der Zentral- 2. Glaser, 1 Kaufmaun, 1 Buchhalter, 1 Schreihgebisse⸗ „ e Lö. J. Einkaufsgesellschaft im. b. H. in Berlin' anzeigen muß 10 Taglöhner und Haus hurschen. 20 Put Wasch⸗ und (Aae Anmeldeformulare sind auf dem Sekretariate der Handels Lauffrauen, 1. Dleustmädchen, 1 Maschinenschreiberin, eee er crforberlsch. 38175 1 Wäschebeschließerin.