neue Niederlagen der Engländer in Vorstoß des deutschen Gstheeres. 2 5 pweifel setzt. Fosen 500 Gefangene gemacht hätten. Lange kann ja dieser 5 2 5 etmas stiller und kleinlauter. f In der Tat, die Engländer fechten 9 Blatt Der Slezener Anze Ischein: täglich, au Sonntags.— Beilagen: viermal wöchenklich Sictener gamilienblattet; eren att für den Kreis Gie en (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land- wirischaftliche Seitsre Fernsprech- Anschlüͤsse: ee Zerlag, Geschäftestelled! resse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger cießen. e von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. . Großes Hauptquartier, 28. April. Amtlich.) 1 Westlicher Kriegsschauplatz. g In Flandern versuchten die Engländer auch gestern das verlorene Gelände wiederzuerobern. Nachmittags setz⸗ ten sie beiderseits der Straße Ypern⸗Pilkem zum Angriff an, der 200 Meter vor unserer Stellung vollkommen usammenbrach. Das gleiche Ergebnis hatte in den Wendstunden ein zweiter englischer Vorstoß weiter Sitlic, Auch hier hatte der Feind starke Verluste.— Auf dem westlichen Kaualufer griff der Feind nicht an. In der Champagne wurde heute nacht nürdlich von Le Mesnil eine umfangreiche französische Be⸗ festigungsgruppe von uns gestürmt und gegen mehrerr feindliche Gegenangriffe siegreich behauntet und aus⸗ „der Feind erlitt starke Verluste. 60 unverwundete sen, 4 Maschinengemehre und 13 Minenwerfer fielen in unsere Hand. l Zwisckhen Maas und Mosel fanden am Tage nur beftige Artilleriekämpfe statt. Ein starter französischer Nacht⸗ angriff im Priesterwalde wurde blutig und für die Franzosen verlustreich abgeschlagen. 5 Gegen unsere Stellung auf dem Hartm an nswei⸗ lerkopf haben die Franzosen nach den mißglückten Vor⸗ stoßen vom 26. April keine meiteren Angriffe ver⸗ sucht. Bei Altkirch schoß einer unserer Flieger ein fran⸗ züsisches Flugzeug ab. Oestlicher Kriegsschauplatz. Durch Angriff setzten wir uns nordöstlich und ö stlich von Suwalki in Besitz russischer Stellungen auf einer Frontbreite non 20 Kilometern. f l Nördlich von Prasnysz wurden gestern zwei Offi⸗ ziere, 470 Russen gefangen genommen und 3 Ma- schinengewehre erbeutet. (WTB. Oberste Heeresleitung. * g*** Auf fast allen Kriegsschauplätzen spannende Ereignisse. Ueberalt steht die Sache der Deutschen, Sesterreicher und Türken ausgezeichnet. Wie findet sich nun die feindliche Presse mit den Mißerfolgen ihrer Landsleute ab? Die amt⸗ lichen französischen Berichte geben dafür eine Anleitung: es wird einfach darauf losgeschwindelt. Aus dem deutschen Hauptquartier werden verschiedene solcher literarischer Leistungen festgenagelt. Die grasseste Lüge ist wohl die, daß die Franzosen den Hartmannsweiler Kopf wieder 1 haben wollen, auf den jedoch, wie der Bericht deutschen Heeresleitung festgestellt hat, seit dem 26. April kein Angriff mehr unternommen worden ist. Danach über⸗ srascht es nicht mehr, daß der„Temps“ die letzten Schlachten aum Ypern einfach als deutsche Schlappen bezeichnet. Die anzosen werden es sich aber nuch gefallen lassen müssen, aß man in ihren amtlichen Bericht über die französische Teilnahme bei dem Angriff auf die Dardanellen gewichtige Dieser Bericht rühmt es u. a., daß die Fran⸗ Schwindel vor der Welt nicht bestehen. Die Kämpfe auf Gallipoli dauern, wie der letzte Bericht des türkischen Haupt⸗ quartiers feststellt, zugunsten der Türken fort, und wenn die Engländer und Franzosen sich mit den Resten ihrer Landungstruppen wieder eingeschifft haben werden, dann kam der„Temps“ wieder von einer— titrkischen Schlappe sprechen! Die Engländer sind in Bezu q aus k ihre Waffentaten heute Regt sich doch die Kritik der englischen Presse an der amtlichen Taktik immer lebhafter. Man wird die Kräfte zersplittern, spricht die„Times“. auf vielen Schauplätzen, aber betrachtet die englische Oberleitung wirklich Flan⸗ dern als den wichtigsten der Schauplätze? In Aegypten soll, 5 mach etnem italienischen Bericht, die Lage sür England sehr gefährlich geworden sein. Wenn dem amtlichen England mit seiner Kriegstaktik— einschließlich der neuen Unternehmung gegen die Dardanellen— das Kriegsglück auch weiterhin nicht hold ist, wird den Herren Asquith, Churchill und Kit⸗ cchener allmählich der eigene Boden unter den Füßen heiß werden, Heute schwelgen diese Männer noch auf dem den Engländern so vertrauten Gebiete heuchelnder Humanitäts⸗ n. Wilchener hat im O berhause über die Behandlung der englischen Gefangenen in Deutschland Mage geführt und sich angemaßt, Deutschland zu größerer Ritterlichkeit ermahnen, wie sie einer so großen militärischen Macht g nte. Dazu fönnen wir g genüberstellen, daß der ameri⸗ kanische Botschafter Gerard in Magdeburg dieser Tage sich üußerst befriedigt über die englischen Gefangenenlager aus⸗ gesprochen hat. Aber klingt diese Rede Kitcheners nicht wie Ein Hohn, wenn mau gleichzeitig Vört, daß Lord Churchill im Unterhause, ebenfalls nach heuchlerischen Anschuldigungen gegen Deutschland, klipp und klar verkündet hat, die eng⸗ lische Regierung könne in der Frage der Behandlung ge— fangener deutscher Unterseebootsmannschaften sich durch die deulschen Vergeitungsmaßnahmen nicht in ihrer Hand lungsweise beeinflussen lassen? N 5 5 — eßen Calonne, 855 1 165. Jahrgang Die dentschen Erfolge in Flandern. Berlin, 29. April. Wie stark der moralische Erfolg der deutschen Waffen im Westen gewirkt hat, empfand Major Mo⸗ raht, mie er im„Berliner Tageblatt“ schreibt, als er in Wien weilte. Die Anteilnahme an den eigenen schönen Siegen im Karpathenraume konnten nicht inniger sein. Durch solches Volks⸗ empfinden werde die glückliche kameradschaftliche Gemeinschaft zwi— schen Deutschen, Oesterreichern und Ungarn unterstrichen. Diese Stimmung stehe im Gegensatz zu dem Ennpfinden, welches bei den Bundesgenossen der Entente vorherrsche. Eine gemeinsame innige Freude scheine nicht mehr aufzukommen, weil dem einen Mit⸗ kämpfer die gelegentlichen Leistungen des anderen nicht genügen. In der„Kreuzzeitung“ liest man: Während die erste Ueberraschung über die für unmöglich gehaltenen Vorstöße der Deutschen in Flandern zunächst eine erfolgreiche glatte Ableug⸗ nung auslösten, folgte ihnen eine wahre Kanpnade übelster Schimp⸗ sereien auf die deutsche Heeresleitung. Jetzt erklärt die Pariser Presse, der deutsche Angriff gegen die Front der Alliierten bei Ypern habe nicht den Erfolg gehabt, welchen sich die Deutschen davon versprochen hätten. Die Pariser schreiben: Die Schlacht, welche soeben geliefert worden sei, bedeute eine neue Schlappe. — Die„Kreuzzeitung“ meint, wenn der Krieg nicht eine so furchtbare ernste Sache wäre, könnte man über solches Geschwätz einfach mit einem Lächeln hin weggehen. Im„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ unterzieht ein holländischer Offizier laut„Deutscher Tageszeitung“ die dent⸗ schen und französischen Kriegsberichte über die jüngsten Kümpfe] Con! an der Per einem Vergleich und ommt zu dem Schluß, daß die Deutschen zweifellos einen sehr großen Erfolg errungen haben. Der Fachmann schließt seine Ausführungen wie folgt: Es ist klar ersichtlich daß durch die Gefechte der letzten Tage die gesaurte englisch⸗franzöfische Front in Flandern nach Süden zurückweichen mußte. London, 28. April.(WTB. Nichtamtlich„Daily Chro⸗ nicle“ meldet aus Nordfrankreich: Die Schlacht wütet fort. doch hat der Kampf einen etwas anderen Charakter angenommen und wogt nicht mehr hin und her. Beide Parteien haben Laute gräben eingenommen, aber der Angriff der Deutschen und unser Gegenangriff haben auf dem Schlachtselde keine bemerkenswerte Veränderung herbeigeführt. Sowohl unsere Truppen wie auch die Deutschen werden anhaltend verstärkt. Die Deutschen verfügen in Drie Grachten und südlich Poel Capelle über nicht weniger als 120 000 Mann. Seit der Schlacht an der Mer ist in Belgien und Französisch⸗Flandern nicht so heftig gefochten worden. Die Schlachten um den Hügel 60 bei Neuve Chapelle können mit dem jetzigen Kampfe nicht verglichen werden. Eine große Schlacht bei Dixmuiden? Berlin, 29. April. Das„Pariser Journal“ meldet laut verschiedenen Morgenblättern, daß in der Nähe von Dixmuiden eine große Schlacht im Gange sei. Die Deutschen führten beständig neue Verstärkungen an die Front, da ihre Absicht sei, die englische linke Flanke zu um⸗ fassen und auf Ypern vorzudringen. Der amtliche französische Bericht. Paris, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von gestern abend: Nördlich von Ypern dauern. unsere Fortschritte sowie die Fortschritte der englischen Armee an. Wir machten zahlreiche Gefangene und erbeuteten Mate⸗ rial Minenwerfer und Maschinengewehre). Auf der Front Les Eparges—Saint Remy— Graben von Calonne wurden die deutschen Angriffe vollkommen zurückgeworfen. An einer einzigen Stelle der Front zählte ein Offizier etwa 1000 Tote. Am Hartmannsweilerkopf gingen wir zur Offensive über und rückten vor. Nachdem wir den Gipfel wieder eingenommen hatten, rückten wir um 200 Meter auf den Osthängen vor. Paris, 28. April.(WT. Nichtamtlich) Anitlicher Nach⸗ mittagsbericht. Nördlich von Ypern drangen wir weiter vor, be⸗ sonders auf dem linken Flügel. Wir erbeuteten sechs Maschinem⸗ gewehre, zwei Minenwerfer, viel Material und machten mehrere Hundert Gefangene, darunter mehrere Offiziere. Die Verluste des Feindes sind furchtbar. An einer einzigen Stelle unserer Front, in der Nähe des Kanals, zählten wir 600) Leichen. Auf den Maßhöhen an der Front Eparges-St. Remy, am Graben von gewannen wir fortgesetzt Gelände(etwa einen Kilo⸗ meter). Wir brachten den Frinde sehr starke Verluste bei und zer⸗ störten ihm eine Batterie. Paris, 28. April. WTB. Nichtamtlich) Die Presse er klärt, der plötzliche Angriff der Deutschen gegen die Front der Alliierten bei Ypern habe nicht den Erfolg gehabt, welchen sich die Deutschen versprochen hätten. Die Deutschen hätten anschei⸗ nend einen Durchbruch gegen Calais versuchen wollen, aber die Alliierten seien im Begriffe, das verlorene Gelände wiederzugewinnen. Die„Liberts“ glaubt, der Durchbruchsversuch könne bereits jetzt als gescheitert betrachtet werden. Die„Humanité““ schreibt, der Feind habe sein Ziel nicht ganz erreicht und der Angriff sei halb mißlungen, hoffentlich werde er gauz angehalten werden, aber die Deutschen seien sest entschlossen, durchzudringen, und einen solchen Gegner gegenüber werde die Aufgabe der Alliierten hart sein. „Figarv“ erblickt in dem Vorstoß gegen Ypern ein poli- tisches Manöver. Da es der deutschen Diplomatie nicht gelungen er Anzeiger General⸗Anzeiger für Gberhessen notationsbrud imd verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7 Beiugso reis: monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mt. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pi. durch die Post Mk. 2.— viertel; jährl. au. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 P.., ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Flandern. Ein erfolgreicher Weitere Siege der Türken. sei, die Mitwirkung Neutraler zu gewimten, jetzt, den Neutralen die Stärke seiner Armeen vor Augen zu führen und ihnen Furcht einzuflößen, um zu verhindern, daß sich die Neutralen den Alliierten anschlössen. Ein derurtiges Manöver, welches die schlimmste Beleidigung für die Neutra⸗ len sei, werde ebenso mißlingen, wie der militärische Durchbruch mißlungen sei. „ Der„Temps“ schreibt, die Deutschen seien auf umerschütter⸗ lichen Widerstand gestoßen und die Schlacht, welche soeben 3 worden sei, sei für die Deutschen nur eine neue Schlappe gewesen. Die Lügenberichte der Feinde. Berlin, 28. April.(WT. Nichtamtlich.) Aus dem Großen Hauptquartier wird ums mitgeteilt: Die gestri⸗ gen offiziellen französischen und englischen Kriegsberichte geben wieder einige interessante Proben der Mittel, mit denen die Oeffentlichkeit in den Ländern unserer Gegner getäuscht wird: Die Franzosen behaupten, daß sie den ihnen am 25. April entrissenen Gipfel des genommen hätten. In Wirklichkeit ist er seit den gänzlich miß⸗ lungenen Rückeroberungsversuchen vom 26. April nachmittags überhaupt nicht mehr angegriffen worden. Ex befindet sich also selbstverständlich in u nserer Hand. Die französischen Angriffe am 26. April abends wurden glatt abgewiefen. Kein einziger ge⸗ auch nicht einmal mit Teilen— bis an unsere Stel⸗ lungen. Gefangene konnten die Frarzosen daher ilberhaupt machen. Am 27. April haben die Franzosen gar nicht angegriffen. Dasselbe Haas Telegramm enthalt den Satz:„Dem gestrigen nunique nichts hinzuzufügen, ausgenommen die Verstärkung und die Fortdauer umserer Fortschritte nördlich Ypern umd auf den Maashöhen,“ dem am 27. April, 11 Uhr abends, hinzugefügt wurde:„Nördlich ron Ypern daiern unsere Jortschritte an, ebenso diejenigen der britischen Armee. Wir haben zahlreiche Gefangene gemacht und Kriegs material 8 erbeutet.“ In unserer Beiauntmachmmg vom 27. Abril ist die Sirie Ilinw und klar angegeben, die wir gewonnen wuth ausgebuuf baben. Bor dieser Linie sind alle französischen und britischen i zusammengebrochen. m geben die achun Gegner nicht an, wie weit ihre Fortschritte reichen? Ausgenom⸗ men bei Aufgehen der zerschossenen Häuser von Lizerne ist ken deutscher Soldat auch mir einen Schritt gewichen Bei der freiwilligen Räumung können allerdings drei zer⸗ schossene Maschinengewehre und einige nichttransportfühige Verwundete in Feindeshand gefallen sein, Bomben⸗ werfer sind nicht den t verloren. Wie es mit gen auf den Maashöhen steht, läßt sich aus der französischen die von einem Schützengraben von Berichterstattung erkennen, Calonne spricht. Die Straße La Grand de Tranches— de la Ca- lonne ist ein langer Waldweg, der die Linie der deutschen und französischen Schützengräben senkrecht schneidet. Von der französi⸗ schen Stellung sind in einer Tiefe von 1250 Metern alle hinter⸗ einander liegenden Schützengräben, einschließlich der in diesem Raume befindlichen Batteriestellungen genommen und gegen alle Angriffe behauptet worden. Hier ist also eine weitere Erlauterung unnötig. Der englische Bericht sagt, die Franzosen hätten auf dent linken Flügel der Engländer vorgehend Het Sas in Flandern zn; rückgewonnen, in Wirklichkeit ist auch dieser Ort gestern nicht an⸗ gegriffen worden. Ferner behauptet er, der deutsche Bericht über die Fortnahme der vier englischen Geschütze sei nicht zutreffend. Es ist für die englische Heeresleitiig bedauerlich, daß sie so schlecht von ihren Untergebenen unterrichtet wird, wenn es auch verständlich ist, daß die regelmäßige Berichterstattung durch die Eile, mit der die englischen Truppen am 25. April das Schlachtfeld verließen, etwas in Unordnung gekommen sein mag. Die genommenen Geschütze gehören nach der Bezeichnung, die sie tragen, der 2. London⸗Garrison⸗Artillery und der 2. London Territorial⸗Division an und sind 12,8⸗Zentimeter⸗Geschütze, die in allernächster Zeit ihre Anwesenheit auf unserer Seite den Gegnern deutlich erkennbar machen werden. Düstere Aussichten für Frankreichs Wirtschaftsleben. Paris, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der Deputierte Joseph Denais erörtert im„Libre Parole“ die wirtschaft⸗ liche Lage Frankreichs und erklärt, man müsse vor allem die J- lusion zerstören, daß selbst ein siegreiches Frankreich eine der⸗ artige Kriegsentschädigung erhalten werde, daß sowohl in die Taschen des Staates, wie in die eines jeden Bürgers ein großer Reichtum fließen werde. Die Lage von Frankreich werde selbst bei einem Siege Frankreichs verworren und gefahrvoll sein, da Geld⸗ mangel herrschen werde. Außer der Amortisation der Kriegskosten, die bis zum Ende des Jahres etwa 18 Milliarden betragen dürften, und den Kosten für die Ausbesserung des Schadens in den be setzten Gebieten von etwa 5 Milliarden, würden dem Staate jähr⸗ lich etwa eine Milliarde Kosten erwachsen für Entschädigung für die Kriegsinvaliden und die Hinterbliebenen. Hierzu kämen die not⸗ wendigen Kredite für die Wiederinstandsetzung der französischen Bo waffnung und Rüstungen: ebenfalls eine Jah tesausgabe von zwei Milliarden. Eine solche Belastung des Staatssäckels werde auf das lsc ben des Landes einen großen Einfluß ausüben. d e stellte selbst eine Kriegsentschädigung eine mäßig geringe Einnahmequelle dar. Der Gewinn n werde für Frankreich nur insoweit neuen 9 zich imstande wäre, den Reichtum ar bisher die Ausnutzung des eigenen den überlasse, er Gebiete euten, als inte enn Frank- Reichtums den Frem⸗ „ würde es seine Mission verfehlen. Jeder Franzose habe die Aufgabe, ein Arbeiter für Frankreichs Größe und Wohl⸗ fahrt zu sein. Hoffentlich werde jeder auch den Willen haben, diese Aufgabe zu erfüllen, und fie nicht Fremden Donnerstag, 20. April 1015 versuche Deutschland Hartmannsweilerkopfes wieder wah (Bombenwerfer, Abdaschrrerigewehre) a Erfol-⸗ . „0000 1 c Die französischen Reserven. Lyon, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Nouvelliste“ meldet aus Paris: Der Heeresausschuß der Kam⸗ mer hat den letzten Artikel des Gesetzantrages Dalbiez an⸗ genommen, wonach alle in der inneren Zone in Hilfsdien⸗ sten in Fabriken und Betrieben, die für die Nationalvertei⸗ digung arbeiten, beschäftigten felddiensttauglichen Mann⸗ schaften zum Frontdienst herangezogen und durch Frei⸗ willige oder durch die ältesten Jahresklassen der Territorial⸗ truppen in ihrer bisherigen Beschäftigung ersetzt werden sollen. Aus den Antillen, Guayana und Reunion sollen un⸗ verzüglich die Kreolenkontingente einberufen werden, ebenso die Söhne aller Ausländer, welche Franzosen geworden sind. Ueber die Felddiensttauglichkeit soll eine neue strenge ärzt⸗ liche Untersuchung entscheiden. 8 Eine Kritik der„Times“. London, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der militäxische Mitarbeiter der„Times“ kritisiertscharf die Taktikder Regierung und behauptet, sie zersplittere die Kräfte und verliere den richtigen Zeitpunkt, wo alles entbehrliche Heeres⸗ material nach der Hauptfront in Flandern gesandt werden müßte und wo die englischen Operationen fortwährend durch Artillerie⸗ mangel sowie Munitionsmangel gehemmt würden. Die Zeit für einen entscheidenden Kampf auf dem wichtigsten Kriegsschauplatz ist näher gerückt. England kämpft an sechs anderen Fronten, wo überall Soldaten und Munition gebraucht werden. Es ist not⸗ wendig, daß die Operationen an einigen dieser Fronten mit ge⸗ ringerer Kraft ausgeführt werden, denn es wäre ein unersetzlicher Schaden, wenn die englischen Heere auf dem wichtigsten Kriegs⸗ — 3— außerstande wären ihre Aufgabe zu erfüllen, nachdem e Forderungen für die Verteidigung in der Heimat erfüllt worden sind. Am Schluß des Artikels werden Zweifel geäußert, ob die Regierung wisse, wie lange Zeit es dauern werde, bis ein neues Heer ũber den Kanal gesandt werden wirrde. Redereien Kitcheners. London, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) Im Ober⸗ hause erklärte Kitchener in einer Beantwortung von Fragen, die Gefangenen würden freigelassen, wenn immer es ich erscheine. Die Auswechselung von Gefangenen sei mit ächtlichen Schwierigkeiten verbunden, die in dem Maße zu⸗ nähmen. als Deutschland von den Diensten der Gefangenen Gebrauch mache, die bisher auf Grund ihres vorgerückten Alters von der militärischen Dienstleistung befreit waren. Bezüglich der Behandlung der englischen Kriegsgefangenen in Deutschland sagte Ki„er müsse, da die Berichte aus den verschiedenen Quellen darin übereinstimmten, mit größtem Widerstreben annehmen, daß die Gefangenen hart behandelt würden. Deutschland hat den Art. 4 und 7 der Haager Konvention übertreten. Es sei nur billig, zu sagen, daß die deutschen Spitäler nicht von diesen Anschuldigun⸗ 5 en würden. Was die deutschen Vergeltungsmaßregeln Offizieren betreffe, so sei nach der Haager Konvention eine derartige Gefangensetzung nur dann zulässig, wenn sie aus Gründen der Sicherheit unbedingt notwendig wäre.— Deutschland galt seit vielen Jahren vor der ziwilisierten Welt als eine große i Nation und bewies militärische Tüchtigkeit und Mut reichlich. Es soll auch einen Standard der militärischen Ehre auf⸗ stellen, der ihm, wenn auch nicht die Freundschaft, so doch die 5 8 Nationen erringen würde. d agdeburg, 28. April.(WT. Nichtamtlich.) Der ertbnche Botschafter Gerard besichtigte gestern in Achtung der M * 1 FT. 15 eng tung e B td⸗ 5 der leut. bracht sind, so⸗ —. e Die Gefangenen außerten ummwundene Zufriedenheit. England besteht auf der schlechten Behandlung e 0 5 . JJSTTTCCCFTTT 7 gefangener U⸗Boot⸗Besatzungen. Sondon, 28. April.(WTB Nichtanrtlich.) Im Unter⸗ Bause sagte ber erste Lord der Monmimlität Church iI in Be⸗ 2 Anfragen:—. mungen deutsche Gefangene en nur für Gefangene von 5 5 Tauchbooten, die auf puchlose Weise Neutrale, Nicht⸗ g und auf offener See töteten. Die Gefangenen r die vor dem 18. Februa en, wie die a. Aber Personen, die systematisch Handelsschiffe und Fisch⸗ den Grund bohrten, vielfach ohne Warnung und ohne den Verlust an Menschenleben, der daraus entsteht, als ehrliche Soldaten chtet werden. Missetaten, „Driole“ und,“ könnten nicht voraus⸗ Das Völkerrecht enthält keine Bestimmungen augenblicklich nicht sagen, wie weit es mög⸗ die Schuld der beteiligten g Form Genugtuung vom Volke zu verlangen ist. Inzwischen müssen diese Ge⸗ von ehrenhaften Kriegsgefangenen abgesondert werden. Bedingungen, unter denen das geschehen ist, sind durchaus schenwürdig. Die Regierung hat unter der Voraussetzung der seitigkeit zugestanden, daß amcrikanische Vertreter die Ge⸗ suchen und darüber Bericht erstatten. Sie kann sich ber durch die deut schen Bergeltungsmaßregeln 111 in ihrer Handlungsweise beeinflussen assen. b 9 ee 4*5 1 5 2 8 Die Lage in Aegypten. Berlin, 29. April. Zuverlässige Privatnachrichten der 7„Kölnischen Zeitung“ aus der Londoner„Times“ melden, daß dort 1 N f N 5 vermögende Italiener aus Aegypten eingetroffen sind, welche die dortige Lage als sehr bedrohlich für die Engländer finden. b Neue Angrisse auf die Dardanellen abgewiesen. Konstantinopel, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) 5 Uhr 40 Min. nachmittags. Das Hauptquartier teilt mit: Der Feind erneuert die Versuche gegen Kaba Tepe und die Südküste der Halbinsel Gallipoli. Wir haben ihn weiter mit Erfolg . zurückgeworfen.— Gestern versuchte der Feind mit neuen Kräften Angriffe gegen die Küste bei Kum Kaleh, wurde aber gezwungen, sich zurückzuziehen, wobei er drei Maschinengewehre in unseren Händen ließ. An der kaukasischen Front wurde ein nächtlicher russi⸗ scher Angriff gegen unsere Vorposten an der Grenze nördlich Milo mit Verlusten für den Feind zurückgewiesen.— Von den übrigen Kriegsschauplätzen ist nichts von Bedeutung zu melden. Die französische Mitwirkung bei den Dardanellen. Paris, 28. April.(Ctr. Frkft.) Die„Agenze Havas“ meldet: Anläßlich der am 25. April durch die Streitkräfte der Alliierten auf beiden Seiten der Dardanellen vorgenommenen Landung waren die französischen, aus Infanterie und Artillerie be⸗ stehenden Truppen namentlich dazu bestimmt, bei Kumkale auf der asiatischen Seite vorzugehen. Diese Aufgabe wurde mit allem Erfolg durchgeführt, dank der Unterstützung durch die Geschütze der französischen Schisse und trotz dem feindlichen Feuer. Un⸗ seren Truppen gelang es, das Dorf zu besetzen und trotz sieben nächtlicher Gegenangrisse, die durch das Feuer schwerer Artillerie unterstützt waren, zu halten. Wir haben 500 Gefangene ge⸗ macht. Die feindlichen Verluste scheinen hoch zu sein. Die all⸗ . 1 Landung von Truppen schreitet unter günstigen Be⸗ ingungen vorwärts. Siegesfreude in Konstantinopel. Konstantinopel, 29. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der roße Sieg in den Dardanellen, worüber die ersten eaten durch die gestrigen Abendblätter bekannt wurden, rief . in der ganzen Stadt einen unbeschreiblichen Jubel herpor. Die Straßen, die gestern anläßlich des Jahrestages der Thronbe⸗ sleigung des Sultans ohnedies sehr belebt waren, füllten sich auf die Siegesbotschaft hin mit dichten Menschenmassen. Alle Türken beglückwünschten sich, daß der Feind so rasch verjagt wurde. Nicht minder groß ist die Freude unter den Mitgliedern der österreichisch-ungarischen und deutschen Kolonie. In den Abend⸗ stunden wurde die Stadt reich illuminiert.— Der gestrige Em p⸗ fang im Palais anläßlich des Jahrestages der Thronbe⸗ steigung des Sultans war besonders glänzend. Der Groß⸗ wesir an der Spitze der Mitglieder des Kabinetts, die Würden⸗ träger des Hofes, viele Generale, zahlreiche hohe Staatsbeamte, Mitglieder des Parlaments, Abordnungen patriotischer Vereini⸗ ngen und Vertreter der Presse fanden sich zu dem Empfange ein. Der Empfang erhielt ein besonderes Gepräge durch die Zeremonie der Annahme des Titels„Ghazi“. Der Großwesir richtete an den Sultan die Bitte, diesen Titel anzunehmen, worauf der Sultan, sichtlich gerührt, seine Zustimmung hierzu erteilte. Die Feierlich⸗ keit der Uebertragung des Titels„Ghazi“ findet am nächsten Frei⸗ tag statt. Der deutsche Botschafter Freiherr v. Wangen heim wurde am Nachmittag vom Sultan in Audienz empfangen. Er unterbreitete ihm die Glückwünsche des Taisers, der außer⸗ dem in einem au den Sultan gerichteten Telegramm den Wunsch nach dem Siege der Armeen der Verbündeten aussprach. Konstantinopel, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das Fetwa, mit dem dem Sultan der Titel Ghazi verliehen worden ist, hat folgenden Wortlaut: Bei dem Umstand, daß die muselmanischen Truppen, deren Sieg mit Hilfe Gottes, des Herrn der Welt, erstritten wurde und die, von unserem erhabenen Herr⸗ scher Kalifen Sultan Mehmed Khan V., ausgesandt und ausge⸗ rüstet in dem gegenwärtigen sieg⸗ und fr teichen, von Seiner Majestät auf Grund des Heiligen Gesetzes unternommenen Feld⸗ zuges mit Ruhm und Ehre kämpften, und den Heiligen Krieg gegen die Feinde der Religion und der Nation führten, wurde nach dem Gesetze des Scherifats festgestellt, daß, wie es in einem heiligen Ausspruche heißt, derjenige, der das Heer zun Siege auf den Wegen des Herrn entsendet, der Siegreiche ist. Entspriicht es unter diesen Umständen dem Gesetze, daß der Name Seiner Kaiserlichen Majestät in allen Erlassen, in allen Versammlungen von der Kanzel der Moscheen herab und insbesondere in den Frei⸗ tagsgebeten von dem Titel Ghazi begleitet sein soll? Antwort: Ja! Niedergeschrieben vom Diener Gottes Jairi.— Der Groß⸗ wesir richtete an alle Provinzbehörden ein Telegramm, in wel⸗ chem angezeigt wird, daß künftighin der Name des Sultans von dem Titel begleitet ist. N* Der Seekrieg. London, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Ti⸗ mes“ melden aus Sydney: Der australische Kreuzer„En⸗ counter“ bra den deutschen Handelsdampfer „Elfrieda“ auf.„Elfrieda“ war, wie man glaubt, das letzte deutsche Schiff in den australischen Gewässern. Kopenhagen, 28. April. WTB. Nichtamtlich.)„Ber⸗ lingske Tidende“ meldet aus Stockholm: Fünf schwedische Dampfer, welche von den Deutschen angehalten worden sind, sind nach einer gestrigen Meldung des Auswärtigen Amtes freigegeben worden. Malmö, 28. April(WTB. Nichtamtlich.) Der 7 „Louise“, von Malmö mit einer Kohlenladung unter„ ist nach einem bei der Reederei eingetroffenen Telegramm von den —— angehalten und nach Swinemünde gebracht worden. Der Untergang des„Leon Gambetta“. Rom 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Messaggerv, schreibt: Das französische Janzerschiff„Léon Gambetta“ befand sich nach einer Patrouillenfahrt im Kanal von Otranto auf der Fahrt nach Malta, wo es sich mit anderen Kreuzern vereinigen sollte. Gegen 1 Uhr morgens begegnete es einem Segel⸗ schiff mit italienischen Signalzeichen. Der Kreuzer forderte das Schiff auf, zu halten, und durchsuchte es. Die italienischen Papiere waren vollkommen in Ordnung. Das Segelschiff hatte kaum die Fahrt wieder aufgenommen, als„Léon Gambetta“ von einem Torpedo getroffen wurde, der dem Wasser einen großen Zu⸗ laufskanal nach dem Maschinenraum und den Dynamos öffnete. Das Schiff versank. Infolge der vollkommenen Dunkelheit konnte es keine Nachrichten geben und ging in etwa zwanzig Mi⸗ nuten unter. Zwei von den ins Meer gelassenen Schaluppen mit Matrosen kenterten, eine andere mit 108 Matrosen konnte ge⸗ rettet werden. Eine italienische Barke, die um 7 Uhr morgens nach dem verlorenen Anker suchte, sah die Schaluppen und kam ihnen zu Hilfe. Ein Geschwader von italienischen Torpedobootszerstörern kam um 3 Uhr nachmittags in Leuca mit Kleidern für die Ueber⸗ Sffater an, die nachts nach Syrakus abreisten, darunter zehn fiziere. Berlin, 28. April.(WDB. Nichtamtlich) Zur Ver⸗ senkung des„Léon Gambetta“ schreibt die„Nordd. Allgem. Ztg.“: Die amtliche Bestätigung der Tat des ö schen Unterseebootes V wird die Freude noch * t t die steigern, die sich der Berliner Bevölkerung bemächtigte, als in später Nach⸗ mittagsstunde die erste Nachricht weiteren Kreisen bekannt wurde. Mit besonderer Ge g wird man vernehmen, daß„Léon Gambetta“ nicht nur schwer getroffen, sondern auch versenkt wor⸗ den ist. Damit sügte die österreichisch⸗ungarische Kriegsflotte ihrer Geschichte ein neues Ruhmesblatt ein. In kühner 7 entfernte sich das Tauchboot etwa 900 Kilometer von seiner Operationsbasis und drang bis zum Ausgang des Adriatischen Meeres in das Mittelländische Meer vor. Dort stieß es auf das feindliche Kriegs⸗ schiff, das es alsbald angriff und das ihm zum Opfer fiel. Mit dem Wesen des Seekriegsschauplatzes in den österreichisch⸗ungari⸗ schen und italienischen Gewässern hängt es zusammen, daß die Flotte unserer Verbündeten zu größeren Unternehmungen weni⸗ ger Gelegenheit hat. So oft sie sich aber konnte, bewies sie einen Unternehmungsgeist und einen mit Berechnung ge⸗ paarten Wagemut, die neue Zeugnisse dafür abgelegt haben, daß die ruhmreichen Ueberlieferungen der Kriegsflotte von Oester⸗ reich⸗-Ungarn in den heutigen Nachkommen nicht mur fortleben, sondern auch ungeschwächt fortwirken. Mit freudiger Anteilnahme folgen wir Deutsche dem Eingreifen der österreichisch⸗umgarischen Seemacht in die kriegerischen Geschehnisse und wünschen ihr weiter schöne Erfolge.. Brindisi, 28. April.(WW. Nichtamtlich.) Von den das Schiff in der linken Seite von zwei Torpedos ge⸗ troffen in zehn Minuten gesunken ist. Die Zahl der Ge⸗ retteten beträgt 136. Man fischte 58 Leichname auf, die heute morgen mit militärischen Ehren auf dem Friedhof von Castrignano beigesetzt wurden. dung der Agenzia Stefani aus Brindisi kamen beim Unter⸗ gauge des„Léon Gambetta“ Admiral Senet und sämtliche Offiziere des Panzerkreuzers um. Es war ein schauerlicher Anblick, sagt die Meldung weiter, für die italie⸗ nischen Matrosen, die zur Hilfe eilten. Die Trümmer ge⸗ kenterter Boote und die Leichen treiben im Meere umher. Berlin, 29. April. Die Zahl der Opfer bei der Katastrophe des Panzerkreuzers„Léon Gambetta“ beträgt nach Meldungen der Morgenblätter 742 Mann. Die Rüstungen zur See. Haag, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Nieuwe Courant“ meldet aus New York: Italien und Grie⸗ chenland boten sich beide an, den neuen argentinischen Ueberdreadnought„Moreno“ zu kaufen. Das Anerbieten ist abgewiesen worden. Ueberlebenden des„Léon Gambetta“ erfährt man, daß Rom, 28. April.(WTB. Nichtamtlich) Nach einer Mel⸗ 3 Der a aug Wien, 28. April.(WTB. Nichtan verlautbart: 27. April 1915, mittags. Lage ist unverändert.. 15 In den Karpathen sowie in Russisch⸗Polen v heftiger Geschützkampf. Unsore Artillerie brachte 125 tionsdenots der Russen durch Volltreffer zur Explosion. W derholte Nachtangriffe des Feindes im Abschnitt östlich der Höhe Ostry wurden abgewiesen. 9 In Südostgalizien und in der Bukowina kein besonderen Ereignisse. 5 Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die Russen aus Bojan vertrieben. a Berlin, 28. April.(WTB. Nichzamtlich.) Der„Berl. Lokalanzeiger“ meldet aus Czernowitz: Nach heftigen Artilleriekämpfen räumten die Russen Bojan, den vor⸗ letzten Stützpunkt der feindlichen Stellungen. Der Angriff kam den feindlichen Kolonnen so überraschend, daß der russische Generalstab kaum Zeit zur Flucht fand. Die Behandlung der Juden in Rußland. Petersburg, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.)„ ich“ wendet sich gegen einen Artikel des echtrussischen Blattes„ tschina“, in dem angeraten wird, sämtliche Juden aus der russischen Armee zu entfernen, weil sie Verräter und Feiglinge seien, und der Armee mehr Schaden als Nutzen brüchten Wenn sie schon im Lande schädlich seien, könnten sie noch weniger an der Front nützen, wo sie die russischen Truppen demoralisierten und regierungsfeindliche Propaganda trieben.„Rjetsch“ fragt, wie derartige Aeußerungen möglich seien, denn dann hätte ja Deutsch⸗ land recht mit der Erklärung, daß es die unterdrückten Nationali⸗ täten befreien wolle. Auch in Deutschland und Frankreich es antisemitische Blätter, aber solche Auslassungen seien dort undenk⸗ bar. Wo bleibe die russische Zensur, die solchen Blättern N N zu schreiben gestatte? Die wirklichen Verräter des B ö seien die echtrussischen Leute. 1 Eine Verrücktheit der„Nowoje Wremia“. Petersburg, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) In einem Artikel über die Kriegslage führt die Nowoje Wremjia“ aus, daß die Karpathenkämpfe zu 1 strengungen und Opfer erforderten, um nur als Flu deckung zu dienen. Es liege daher auscheinend in der Absicht der Kriegsführung, über Budapest und Wien nach Berlin zu gelangen. Der Zar in Odessa. Odessa, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der Zar ist heute morgen hier eingetroffen. Die zweite Kriegsanleihe in Oesterreich-Uungarn. Budapest, 28. April.(Ctr. Frkft.) Die Banken ver ⸗ senden Aufrufe zur Zeichnung auf die zweite Kriegs⸗ anleihe, die etwa Mitte Mai von der Regierung ange⸗ sprochen werden soll. Die neue Anleihe wird wieder 6pro⸗ zentig sein. Die Sperrstücke werden nach fünf Jahren zum Nennwert eingelöst werden. In Finanzkreisen erhofft man einen sehr großen Erfolg der neuen Anleihe. 3 Eine Metallsammlung in Wien. Wien, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) Heute wurde in ganz Wien eine patriotische i dN hilf 15 5 . Kriegsministeriums einerseits zu Gunsten der Stärkung des schatzes, andererseits zu Gunsten des Witwen⸗ und Wai fonds durchgeführt. Die Einsammlung wurde von il der Volks-, Bürger- und Mittelschulen, der Handelsschulen und Han⸗ delsakademien, und die Sichtung und Ordnung durch das Lehr ⸗ personal und Persönlichkeiten aller Kreise der Gesellschaft besorgt Die Beteiligung der Bepölkerung war übergus groß. das bisherige Ergebnis der Sammlungen übertrifft alle Erwartungen. Ebenso treffen qus den Provinzstädten Meldungen über ein grüß artiges Ergebnis der Sammlungen ein.„ * 0* Ein feindlicher Flieger über Friedrichshafen. 1 Friedrichshafen, 28. April.(WTB. Nichtamtlich Heute morgen kam ein. in sehr großer Nähe 2 westlicher Richtung anf Frie„ und wurde sosort beschossen. Er warf im ganzen sechs Bomben ab von denen zwei unbedeutenden Sachschaden verursachten Ein Mann wurde an der Hand leicht verletzt. Der Flieger entkam in östlicher Richtung und schwankte beim Abflug bedenklich Die Kämpfe in Südafrika. 5 Kapstadt, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) Rentermeldung Die Uniontruppen, welche die Station Trekkopjes be⸗ wachten, wiesen den Angriff einer deutschen Abteilun zurück, die 700 Mann stark war, und zwölf(2) Kanonen mit⸗ führte. Der Feind ließ 25 Tote und Verwundete zurück.(Und die englischen Berluste?) Die Bundesratsverordnung über Reis. g Berlin, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) Um einer unnötigen g in den Kreisen des legitimen Rei eschäftes entgegenzutret wird von unte 8 genai cht 9 1 n Zentral-Einkaufs-Gesellschaft m. b. H. mit Anträgen heranzutreten, und zwar unter Beifügm Unterlagen, die zweckmäßigerweise von der zuständigen delskammer zu begutachten sind. 9 J * München, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) heutigen Si des Landeskomitees der B Kriegsinvaliden⸗Fürsorge, welche im Rittersaale denz stattfand, machte Staatsminister Freiherr v die Mitteilung, daß der König und die Köni Mark zu Zwecken der Bayerischen Krieg * ** den⸗-Fürsorge gestiftet haben. Emstadt statt. Den Haup ein Referat über die 1„Was erhoffen wir vom rent ist Pfarrer Velte in Darmstadt. Aus Stadt und Cand. Gießen, 29. April 1915. Volksernährung und Eisenbahn verwaltung. In dem Deutschland e Riesenkampfe sind die deutschen Waffen auf dem Felde der Ehre Sieger Lr blieben, sie werden auch für die Folge Sieger bleiben. Auf dem Fe der Heimat ist die deutsche Landwirtschaft die Siegerin bis jetzt gewesen; damit sie dies auch für die Folge blei kann, wer zurzeit alle Kräfte entfaltet. fiche geht, wie man uns schreibt, die Preuß. ⸗ Hessische Eisenbahnverwaltung mit ihren 800 000 Bediensteten— einschließlich Familien über 2 Mill. Menschen— mit gutem Beispiel voran. In unserem Bezirk kommt die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. in Betracht, an deren Spitze Präsident Reauleaux mit Vertreter Regierungsrat Drescher— letzterer ein 1 Gießener Kind— durch bezügliche Verfügungen und Vor⸗ träge, unter Mitwirkung der Eisenbahnvereine, Hervor⸗ ragendes. 15 775 haben. In jedem Eisenbahnverein sind besondere Wirtschaftsausschüsse für die Kriegszeit eingerichtet mit den Abteilungen 2) Eingeschränkte Lebens⸗ führung, b) Zweckmäßige Speiseherstellung, c) Gartenbau, Beschaffung von Lebensmitteln, von Saatgut, Dünger usw., d) Kleintierzucht(Ziegen, Kaninchen, Bienen). Die besten Zeitschriften, Broschüren, Merkblätter wurden verteilt, be⸗ 7 solche über den in der Kriegszeit zu führenden Haushalt und über die Bebauung von Garten⸗ land zur Erzielung von Frühkartoffeln und Frühgemüse, damit unter allen Umständen die Ernährung des Volkes im Kriege gesichert bleibt. Jedes irgendwie bare und verwendbare Stück Land bei den Eisenbahn⸗ en, auf der Strecke und in den Bahnhöfen, einschließ⸗ —5 der Ziergärten, wurde umgegraben, gedüngt und be⸗ pflanzt, so daß eine reiche Ernte an Frühkartoffeln und Gemüse in Aussicht steht, und ein Mangel bei Eisenbahn⸗ familien in dieser Hinsicht nicht eintreten wird. * * 1 Eisernen Kreuzes. Gefr. der Res. Heinrich eil, Inf.⸗Regt. 116, aus Ettingshausen. Unteroff. D. Res. Eduard Mölcher aus Lardenbach. Drag. Adolph, Drag. Regt. 24, aus Hartmannshain. Regierungsbaumeister Georg Hoffmann aus Altenburg b. Alsfeld. Stabsarzt d. R. Dr. Kiß ner in Nieder⸗-Ohmen. * Die nächste Brotmarkenverteilung für die Zeit vom 3.—16. Mai findet am kommenden Samstag statt. K Nähere ist aus der betreffenden Bekanntmachung in der heutigen Nummer zu ersehen. ö Die Internationale Schlafwagen⸗Ge⸗ sellschaft. Der preußische Eisenbahnfiskus hat zum 1. Mai 1915 alle Verträge mit der Internationalen Schlafwagen⸗ Gesellschaft gekündigt. Im Frieden liefen von dieser Ge⸗ sellschaft 45 Speisewagen und 22 Schlafwagen auf deutschen Bahnen. Auch mit dem Cookschen Reisebure au sind die Verträge gelöst worden. Die eingelegten Bürgschafts⸗ gelder dienen für die Berechnung noch ausstehender Ein- nahmen. Bei der 1. Torpedo⸗Division in Kiel werden l zum 1. Juli und 1. Oktober 1915 eine Anzahl Vierjährig⸗ Freiwillige des Maschinenpersonals eingestellt. Gelernte Maschinenbauer, Schlosser, Schmiede, Kupserschmiede, Kesselschmiede, Elektriker, Funker und Mechaniker mit guter Schulbildung und 2 jähriger praktischer Arbeitszeit, die die Absicht haben, zu kapi⸗ 5 tulieren, um die Maschinisten-, bezw. F.-T.-Lausbahn(Deckossizier) Betr. einzuschlagen, reichen ein entsprechendes Gesuch mit selbstversaßtem und selbsigeschriebenem Lebenslauf, einem Meldeschein zum frei- willigen Eintritt über vier Jahre lautend und sämtliche Lehr- und Arbeitspapiere ein. Am 1. Oktober ds. Is. gelangen außerdem vierjährig⸗ freiwillige Torvedo⸗Matrosen zur Einstellung. Amer Leute, die am 1. Oktober das 17. Lebens jahr erreicht haben, önnen sich schon jetzt mit einem selbstgeschriebenen Gesuch und Lebenslauf, sowie einem Meldeschein zum freiwilligen Eintritt über vier Jahre lautend an den oben genannten Marineteil wenden. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 29. April. Der 16. Delegier⸗ tentag der Sterbekasse der Mitglieder des Hess. Landesgewerbevereins und des Verbandes 1 Gewerbevereine fand am 25. d. M. unter dem Vorsitzenden Sames⸗Darmstadt bei guter Beteili⸗ gung aus allen Landesteilen in Darmstadt statt. Der im Di vorliegende Geschäftsbericht bot einen günstigen Ab⸗ schluß Die aus der Versammlung kommende Anregung, den Ueberschuß den Mitgliedern gutzuschreiben und zu verzinsen, wird der Vorstand im Auge behalten. Nach Bericht des Sparkasserechners Haas ⸗ Gießen wurde der Kasse Ent⸗ astung erteilt und nach Bericht des Revisors Mahr ein von 300 Mk. genehmigt, um dem Geschäftsführer die Einrichtung von Einzelkonten für die Mitglieder zu er⸗ möglichen. Bei dem nächsten Punkt: Verwendung des 1914er Gewinnes, verwies der Vorsitzende auf das Gutachten des Veersicherungsmathematikers, wonach eine Verteilung des Gewinnes zurzeit nicht zu empfehlen sei und schlägt vor, den Reingewinn in erster Linie im Interesse der Kriegsteilnehmer unter den Mitgliedern 12 verwen⸗ den und zwar zur Auszahlung der vollen Versicherungs⸗ summe an die bliebenen gefallener Mitglieder und zur . der Beiträge, welche die Kriegsteilnehmer beim iederaufleben ihrer Mitgliedschaft nach Beendigung des Krieges zu len hätten. Sollte dann noch ein Ueberschuß v n sein, so soll allen Mitgliedern ein Monatsbeitrag rückvergütet und der Rest für ev. Kurs⸗ schwankungen verwendet werden.— Die Vorstands-⸗ wahl ergab die einstimmige Wiederwahl des Vorsitzenden Sames, sowie der übrigen Mitglieder. Auch der erweiterte Vorstand aus den drei Provinzen wurde wiedergewählt.— Es folgt die Beratung einer Satzungsänderung, nach welcher bei Versicherungen über 500 Mi. ein ärztliches Gut⸗ achten beizubringen ist. Es soll beim Ableben innerhalb 6 Monaten nach dem Beitritt ein Drittel, vom 7. bis 12. Mo⸗ nat zwei Drittel der Versicherungssumme, und erst nach dem 12. Monat die volle Summe zur Auszahlung kommen, soweit Versicherungen mit ärztlicher Untersuchung in Be⸗ tracht kommen, Bei Versicherungen ohne Untersuchung sollen m ersten Versicherungsjahre nür die eingezahlten Beiträge, im zweiten ein Drittel, erst im dritten Versicherungsjahre — Drittel und von da ab die ganze Summe zur Auszah⸗ lung kommen. Endlich wurde eine weitere Satzungsänderung des 8 23 angenommen, nach welchem ein auf Grund des ahresabschlusses sich ergebender leberschuß einer beson⸗ Rücklage zuzuweisen ist, bis mindestens 10000 Mark J U als inneren Gewinn für unser deutsches Volk?“ Refe⸗ erreicht sind Im beschließt über die Verwendung des Ueberschusses die Delegiertenversammlung. Ossenbach, 28. April. Lehrer Karl Faulhaber wurde im Verlaufe des Krieges zum Leutnant im 9. bayr. Inf. Regt. bekördert, hat das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhalten und wurde jetzt mit dem bayrischen Militär-Verdienstorden mit Schwertern ausgezeichnet.. ch. Heidesheim, 28. April. Der erste hier in diesem Jahre abgehaltene Spargelmarkt hatte eine verhältnismäßig reiche Zufuhr aufzuweisen. Da die Witterung sich wieder ge- ändert hat und recht warm und trocken geworden ist, wird die Zufuhr dieses Gemüses wohl von Tag zu Tag umfangreicher aus- fallen. Die Preise waren auf dem ersten Markt zwar nicht so boch als sonst, aber noch hoch genug. Bezahlt wurden für das Pfund Spargeln 1. Sorte 30-65 Pfg., 2. Sorte 30-35 Pfg. * Ueaddadddadddcddddaadadddanddacadddaddddadddcaadaddo Unseren Anzeigenkunden zur freundlichen Beachtung! Mit Eintritt des Sommer ⸗Fahrplanes am J. Mai ist die frühere Fertigstellung eines Teiles unserer Landauflage erforderlich geworden. daraus ergibt sich die Notwendigkeit eines früheren Anzeigenschlusses. Wir bitten deshalb unsere Anzeigenkunden dringend, größere Anzeigen unter allen Umständen schon am Tage vor dem Erscheinen aufzugeben.— leine Anzeigen lönnen für die Tagesnummer nur bis vormittags 9 Uhr angenommen werden. verlag des Gießener Anzeigers. IIA sdaνανινανα/œꝰ 0d Gerichts saal. Ein englischer Kriegsgefangener zum Tode verurteilt. Berlin, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die Angelegen⸗ eit gegen den englischen Kriegsgefangenen, Straßenbahnschaffner iam Lons dale, der wegen tätlichen Angriffs gegen einen Vorgesetzten im Dienst vor versammelter Mannschaft und im Felde im Gefangenenlager Döberitz vom Kriegsgericht des immo⸗ bilen Gardekorvs zu zehn Jahren Gefängnis und vom Ober⸗ kriegsgericht zum Tode verurteilt worden war, gelangte gestern vor dem ersten Senat des Reichsmilitärgerichts zur Verhandlung. Ein Verteidiger und auch der Angeklagte waren. nicht erschienen. Nach längerer Verhandlung verkündete der Ver⸗ bandlungsführer, Senatspräsident Thielmann, der Gerichtshof sei der Ansicht, daß der Angeklagte der Zuständigkeit der deutschen Militärgerichtsbarkeit in seiner Eigenschaft als Mitglied einer feindlichen Macht unterliegt. Die Prüfung der Schuldfrage entzieht sich der Nachprüfung des Revisionsrichters, da der Angeklagte gegen das erste Urteil keine 1 und der Gerichtshof nur wegen des Strafmaßes Berufung eiulegte. Es unterliegt keinem Zweifel, daß der Angeklagte gegen einen Vorgesetzten im Dienst vor versammelter Mannschaft und int Felde schwere Ausschrei⸗ tungen beging, und dadurch die militärische Disziplin in arger Weise verletzte. Das Oberkriegsgericht prüfte objektiv und sub⸗ jektiv, ob ein minder schwerer Fall vorliegt. Es habe angesichts der Schwere der Ausschreitungen und des Umstandes, daß der An⸗ geklagte mit vollem Bewußtsein gehandelt habe, das Vorliegen eines minder schweren Falles verneint, deshalb mußte die Todes⸗ strafe über den Angeklagten verhängt werden. Der Senat ver⸗ warf deshalb die Revision des Angeklagten. Der Verhandlung wohnte im amtlichen Auftrage ein Vertreter der amerikanischen Botschaft bei. Das Urteil bedarf zu seiner Vollstreckbarkeit noch der Bestätigung durch den König. Handel. Badische Anilin- und Sodasabrik, Ludwigs⸗ hafen. Aus dem Geschäftsbericht für 1914 ist mitzuteilen, daß die Geschäste bis zum Ausbruch des Krieges nicht ungünstig ver⸗ laufen seien. Dann seien naturgemäß zunächst Schwierigkeiten und Störungen eingetreten und es habe einige Zeit gedauert, bis mit den wesentlich verminderten Arbeitskrästen und bei dem Fehlen von Aufträgen aus vielen Absatzgebieten die Fabrik sich auf die neuen Verhältnisse einstellen ließ. Bald aber habe sich wieder Nachfrage in Deutschland selbst gezeigt, und auch nach einzelnen neutralen Ländern habe das Geschäst wieder aufgenommen werden können. Vermöge ihrer Arbeiten auf dem Stickstoffgebiet sei die Gesell⸗ schaft berufen, mitzuwirken bei der wichtigen Frage, Deutschland in Zukunst für seine Bedürfnisse in Stickstoff vom Auslande unabhängig zu machen. Ueber die starken Auslandsinteressen wird nichts be⸗ richtgt Bekanntlich hat die Gesellschaft im abgelaufenen Jahr eine Erhöhung ihres Grundkapitals um 18 auf 54 Millionen Mk. vor- genommen, wobei die neuen, ab 1. Juli 1914 dividendenberechtigten Aktien zu 107 Proz. zur Begebung kamen. Die Dividende ist be- kanntlich von 28 auf 23 Proz. ermäßigt worden. ———— — Märkte. 5 FC. Wiesbaden. Viehhof⸗ Marktbericht vom 28. April. Auftrieb: Rinder 98(Ochsen L, Bullen 10, Kühe und Färsen 79), Kälber 312, Schase 8, Schweine 339. 5 Marktverlauf: Geschäst ziemlich lebhaft, Markt beinahe aus⸗ verkauft bei den seitherigen Preisen. ch. Bingen, 28. April. Marktpreise. Weizen Mk. 00,0, Korn Ml. 00,0, Gerste Mk. 00,00, Hafer Mk. 00,00, deu Mk. 0,00, Stroh Mk. 0,00, Kartoffeln Mk. 12,00, Erbsen Mk. 00,00, Linsen Mk. 00,00, Bohnen Ml. 00,00, Weißmehl Mk. 46,50, Roggenmehl Mk. 40,50; alles für 100 Klgr. Butter 1 Klgr. Mk. 3,40, Milch 1 Liter 22 Pfg., Eier 10 Stück Mk. 0,90. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgesellschaft. Sottesdienst. K Sabbatsesec am 1. Mai 1915 Freitag abend 7.20 Uhr, Samstag vormittag 8.00 Uhr. Samstag nachmittag 4.00 Uhr. Sabbatausgang 8.35 Uhr Wochengottesdienst: Morgens 6.00, abends 8.35 Uhr. ——— Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 2—* 2 2 r P S 22 2 3 April[gef 5 8 32 2 277 2 SS SS SSS Wees 18[82 5 3 64 SSC sS[ 4545 28. 2 522 101 6,3 38 NE 4 2 Sonnenschein 28. C 551.7 12 5% is TE 2 0 Klarer dimmel 29. 0„51,6 8,8 56 67 NE 2 0 Sonnenschein ö 74 Höchste Temperatur am 27. bis 28. April 1915= 19.6 C. Niedrigste N.„ 28.„ 10815 9,0, Miederschlag: 0 mi. N a h. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. g Das nördliche Tiesoruckgebiet ist sudlich vorgedrungen und hat den hohen Druck über dem Festland westwärks zurückgedrängt. Wir werden somit morgen auf die Grenze zwischen Hoch und Tief kommen. Setteraussichten in Hessen am Freitag, den 30. April 1915 Wollig, doch troden, mild, Winde aus nördlichen Richtungen. —— Der Fliegerangriff auf Oberndorf. Stuttgart, 29. April. Bei dem Fliegerangriff auf die Waffenfabrik in Oberndorf wurden getötet die nnter ge Tochter des Adlerwirtes Straub und fünf Arbeiter Unter den Verwundeten befinden sich Karl Straub, der 22jährige Bruder des getöteten Mädchens, die Frau des Friseurs Mauch und ihr Gehilfe, ferner ein Dienstmädchen, sowie das 7jährige Söhnchen des Amtsgerichtssekretärs Egg stein, ferner die Arbeiter Wieland und Rieder. Drei von ihnen sind so schwerverletzt, daß sie nach der Klinik in Tü⸗ bingen gebracht werden mußten. Alle wurden im Freien von Bombensplittern getroffen und zwar, als sie den An⸗ griff beobachten wollten. Eine Schlacht in den Karpathen. Genf, 29. April. Aus. unter dem 27, April französischen Blättern gemeldet, daß auf dem Südabhang der Karpathen eine große Schlacht im Gange sei. Der Feind hätte den Kampf mit einer äußerst heftigen Beschießung auf der ganzen Front eröffnet In Rußland erwarte man mit Interesse den Ausgang diesen Schlacht und obwohl die Russen Grund hätten, optimistisch zu sein, bete man in allen russischen Kirchen mehr denn je und mit Inbrunst für den Sieg. f 5 Verbot Londoner Zeitungen in Frankreich. Amsterdam, 29. April. Aus Paris wird berichtet, daß die„Daily Mail“(Londoner Ausgabe),„Morning Post“,. 2 3 „Manchester Guardian“ und einige Organe der 5 hängigen Arbeiterpartei bis auf weiteres nicht nach Frankreichgelangen dürfen. Diese Maßnahme, so schrei⸗ ben die französischen Blätter, sei ein Faustschlag ins Antlitz der englischen Presse, deren Kritik zweifellos durch ehrliches patrio⸗ tisches Empfinden geleitet werde. Sie loben ihre„Kollegen“ jenseits des Aermelkanals, daß sie der Zensur zum Trotz einmal gegen die verfehlte Beschwichtigungstaktik der Herren Asquith, Lloyd George und Grey sturmlaufen, auf die Gefahr hin, als Kriegsgegner bezeichnet zu werden. N „Telegramme“(Boulogne schreibt: Schade, daß es in un⸗ serem Lande, das republikanisch regiert wird, keinen rücksichtslosen Mann gibt, der die erdrosselte Presse zu neuem Leben erwe würde. In Cayenne, Nantes und in anderen Städten faßten die . trotz ihrer politischen Meinungsgegensätze den Beschluß, die„ aschzettel der Präfektur“, wie überhaupt unkon⸗ trollierbare Lageberichte, Feldpostbriefe und Aehnliches nicht mehr zu 2 vielmehr den Lesern die„vielen weißen Flecke vorzulegen. 4 Ein englischer Bericht von den Dardanellen. 8 Rotterdam, 29. April. Das englische Presseburrau teilt mit: Nach tagelangen schweren Kämpfen haben die auf der Halb⸗ insel Gallipoli gelandeten Truppen mit kräftiger Unterstützung der Flotte festen Fuß gefaßt. Sie machten 500 Gefangene. Ferner teilt es eine offizielle Depesche aus Kairo mit, laut der die Verbündeten angeblich auf beiden Seiten der Dardanellen ge. landet sind und zahlreiche Gefangene gemacht haben. Der Auf marsch dauere fort. Eine Ausiassung des griechischen Ministers des Aeußern. de, beat den Zentralmächten. In einem Interessengegensatz stehen 5. ben. Mit der Türkei haben wir jetzt keine Verhandlungen. Wir werden binnen kurzem einen neuen Gesandten bei der Pforte ernennen können; möglicherweise übernimmt Dr. Streit diesen Posten. Was die Inseln an⸗ belangt, o wurden Lemnos und Tenedos von den Engländern besetzt und Chios als Flottenbasis benutzt. Die Verwaltung befin⸗ det sich heute vollständig in englischen Händen. Wir haben Grund 11 der Annahme, daß England nach Abschluß seiner ktion die Inseln uns zurückgeben wir d. Die Darda . uns auch sehr, doch fälltes uns nicht ein, aktiv dazwischenzutreten, in welcher Form auch immer Zwischen Griechenland und Bulgarien gibt es wohl keine Verträge, doch bessert sich die Lage andauernd, was zweifel los von Bedeutung ist. 7 Die Lockungen des Dreiverbandes gegenüber den Neutralen. Berlin, 29. April. Die Deutsche Tageszeitung berichtet aus Wien: Aus Athen wird holländischen Blättern gemeldet: Die Vertreter des Dreiverbandes haben kürzlich der griechi schen Regierung für den Fall ihres Eingreifens in den Weltkrieg zugunsten des Dreiverbandes folgendes Angebot gemacht: Eine monatliche Kriegskostenentschädigung von 500 Millionen Francs während der Dauer des Krieges, Lieferung sämtlichen Kriegsmaterials, sowie eine Bürgschaft für die Abwehr eines et⸗ waigen bulgarischen Angriffes, und als Entgelt wird Gri⸗* 7 8 land noch ein bedeutender Gebietszuwachs bei Friedensschlu versprochen. 8 Paris unter dem Eindruck der mißglückten Dardanellen aktion. 1 8 Athen, 29. April. Durch Athener Privatdepeschen er⸗ fuhr man in Paris zur 3 das Fiasko des Landungsversuches vor den Dardanellen. General Ham il“ ton schreibt die Ursache dieses Mißgeschicks den gen den Erkundi seitens der Flieger zu, die über die Stärke der europäischen und asiatischen Uferschutzabteilungen irrige Angaben machten. Poincaré berief einen besonderen Ministerrat ein, der heute eine beschwichtigende Note aus. geben wird. 3 n bean Schellfische u. Kablian i. Cisvackung tadellos lebend. frische feinste Nordseeware soe ben ehneize pen u. billigst i e 4 August Wallenfels, Gießen, Marktpl 3 n unal,cn aul schneidenden 30 Unger stablaren bestelle zotont in eigenem Interesse unzeten Bauptua- talog üder tausende Artikel aller Nit, den welt gratis und tranko versenden. br. Dell, brafratht87 h. Sling — Febrin-Uersandbass. dees 4 * Brotmarkenausgabe. Die Ausgabe der für die Zeit vom 3. bis 16. Mai gültigen Brotmarkenhefte findet statt: Samstag, den J. Mai 1915, von§—12 und 26 Uhr. Es wird darauf hingewiesen, daß neue Marken nur gegen Vorlage der Ausweiskarte und gegen Ablieferung der Umschläge der alten Martenhefte verabfolgt werden. Etwa nicht verbrauchte Marken sind ebenfalls abzuliesern. Gießen, den 28. April 1915. Der Oberbürgermeister: Keller. 10 .... w 3 1111 1 3 a Abschied. 1 f 25 f Bei unserem Wegzug von Gieben ist es uus leider b nicht möglich gewesen, von allen, mit denen uns ein 55 N langes Leben und Wirk mmengetführt hat, persön- 2 5 lieb Abschied zu nehme und Kräfte, äußerlich und f 2 innerlich, reichten dazu wicht aus. Wir bitten daher, es 3 5 freundlich aufzunehmen, wenn wir auf diesem Wege für 20 alle Beweise der Liebe Anhänglichkeit und der Teil- 2 * 41 nahme, die jederzeit in guten und bösen Tagen, vor allem aber in den letzten schweren Zeiten, so reichlich 7 erfahren durften. unseren innigen Dank aussprechen und allen den lieben Menschen, die an uns denken, ein herz- liches Lebewobl zurufen. Gieben geht im Herzen mit uus, und wir bleiben auch in der Ferne Gießener allewege. Gießen, den 29. April 1915. Pfarrer D. Schlosser und Frau Marie geb. Rendtorff. Nach langem, seirweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden entschlief Sai mein innigstgeliebter. zeusguter. Mann., unser trousorgender Vate lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Karl Sommer. Schreinermeister im 30. Lebensjahre. Im Namen dert Marie 1. Unser jeftrauernden Hinterbliebenen: Sommer, geb. Briegel und Kinder. Gieben Marburger Str. 30, Watzenborn, Garbeuteich, Borsdorf. Die Beerdigung findet Freitag. den 30, d. its,, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Von Blumenspenden schen zu wollen. und Kondolenzbesuchen bittet mau ab- 1 02³³5 Heute morgen 6% Uhr ents lief plötzlich und unerwartet im zarten Alter von beinahe 9 Monaten unser berziges Trudelchen. Dies zeigen tief betrübt an Oberarzt Dr. Rudolph Schad zurzeit im Felde und Frau Hedwig, geb. Weiss. Hof Grass, 28. April 1915. 5816 Die Beerdigung findet Freitag, den 30. April, nachmittags 4 Uhr, in Hungen statt.. Von Kondolenzbesuchen bittet man absehen zu wollen. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme, die uus in unserem g a Leide so reichlich zuteil geworden ist, sowie (ir die Ebrungen unseres lieben Verstorbenen durch das Lehrerkollegium und Schüler der Oberrealschule, des Abstinenz-Vereins und der Jugendwehr sagen wir herzlichsten Dank. Familie P. Margolf. Giessen, den 29. April 1915. Svezialvactung a Bruchsichere n Sue zialpackung! 2 Hauspäne Mk. 3,00, 2 7 7 2 rockeues, flei Feldpostschachteln für Eierversand rens, 0 ber sosort lieferbar. Muster gegen Einsendung von 20 Pfg.] Karren frei Haus. J. Weinert, Giessen. Verein ehemgliger 1Iber (Kaiser Wilhelm Regiment) Gießen. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mit glieder von dem Ableben un⸗ seres lieben Kameraden Herrn Karl Sommer Slax neziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Freitag, den 30. April 1905, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Um zahlreiche Beteiligung mird gebeten. Der Vorstand. Verwandten, Freunden und Bekannten hier⸗ durch die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter Frau Margarethe Winnecker geb. Schütz im 34. Lebensjahre heute vormittag 11¼ Uhr nach kurzem Krantsein sanst in dem Herrn ent⸗ schlafen ist. Dit trauernden Hinterbliebenen. Johannes Winnecker u. Kinder. Gießen(Lahnstraße 9),. April 1915. Die Beerdigung findet Samstag, 1. Mai, nach⸗ mitt. 45 4 Uhr, auf dem neuen Friedhof stait. Todes⸗Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten für 1.—15. Mai an die Angehörigen der zum Heeresdienst „ 1 1 1 Jul. Wellböser, Teleph. 743. Maffensobrikation und Versand von Feldpostschachteln 1 8 3— und Feldpostschreibwaren. 3567 h- 2222 machen wir hiermit die schmerzliche Mit— teilung, daß unsere liebe unvergeßliche Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Frau Lehrer Walther Vw. geb. Koch heute im 72. Lebensjahre nach Krankenlager sanft verschieden ist. kurzem Ini Namen der tiestrauernden Hinterbliebenen: Familie Fay Familie Köhler Familic Walther. Harbach, Ortenberg und Büdingen, am 28. April 1915. 2825 Die Beerdigung findet in Ortenberg am Samstag, den 1. Mai, nachm. 3 Uhr statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil— nahme an unserem schweren Verluste sprechen wir hiermit allen unseren innigsten Dank aus. Familie Stroh. Gießen, den 29. April 1915. 6250 Die gliickliemse Geburt ciner TOC HHR bheehiren sich anzeigen Professor Di. jur. H. A. Fischer und Frau Linda geb. Orupe. Gießen, den 28. April Io. Bekanntmachung. Die Auszahlung der Familien-Unterstützungen Etnberufenen findet statt:. e a2 Reiche und Kreisunterstützung An diejenigen, deren Namen beginnen mit Freitag, den 30. April I. ½% Samstag, den 1. Mai. ) Stadtische Unterstützuung(Mieteguschuß) Au diejenigen, deren Namen beginnen mit AK Montag, den 3. Mai I.“ Dienstag, den 4. Mai. e) An Vermieter, die Mietbetrage abholen. g Mittwoch, den 3. Mai. Die Auszahlungen finden von Stadthaus, Zimmer Nr. 16, statt. Gießen, den B. Anpil 1915. Der Oberbürgermeister. N 1 Keller. stheumatismus-, Ischias- und Gichtleidende nehmen die glänzend bewührten Petrin- Tabletten Name gesetzlich geschützt 27⁵ znerkaunt bestes Mittel, da vollstandig unschad- lich, ohne jegliche Nebenerscheinungen und sicher wirkend.— Zu haben in allen Apothehen. 8—1 Ubr vormittags 3752 Masscabfü . 29 zum Besten der Nationalstiftung für die 0 Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen Freitag, den 30. April 1915 abends 8 Uhr in der Stadtkirche zu Gießen Veranstaltet von den Akademischen Gesangverein und dem evnng. Kirchengesangverein unter Mitwirkung von Mitgliedern des Kronbauer. Quartetts und der Knaben- u. Mädehenchorschule. N 155 2 8 Solistin: Frau Dr. Margarete Altmann-Kuntz aus Straßburg(alt).— Orgel: Otto Görlach.— Leitung: Prof. Trautmann. Programm: „Aus tiefer Not schrei ich zu Dir“ und„Ein feste Burg ist unser Gott“ von Bach.— Sãtze aus Brahms equiem.— Chöre von Mendelssohn, Mozart, Schubert.— Arien von Bach, Brahms (vier ernste Gesänge), Dvoräk und Rupp. Der Bechsteinflügel wurde von Herrn Hoflieferant Wilh. Rudolph gütigst zur Verfügung gestellt. 8 I. Platz 3 Al, Il. Plate 2 M., Eintrittskarten: 1 Plat, 1 Ul. Gür nich. im Offiziersrang stehende Militärpersonen 50 Pig.), unnumeriert bez. Stehplatz 50 Pfg., Programm mit allen Texten 20 Pfg. in der Musikalienhandlung v. Ernst Challier, felephon Nr. 671. Vom 29. April ab auch bei Herrn Kaufmann Hubert Heinz gegen- über der Stadtkirche.(59810 ] Oesinung der Kirche 7½ Uhr. Licht— Spiel- Haus 28. bis 30. April 1915: Die Rache der Goldsucher oder: Der Hund als Rächer. Lin Drama aus dem Lande der Goldminen in 8 Akten. Mädehenstreiche, Komödie. Die drei Königinnen, Dramatisches Filmspiel. Das große Los, Humoreske. Herrliches Film Schauspiel in 2 Abtellangen. In der Stadt und auf dem Lande, Heiterer Schwank. 13794a d Hilltar obne Charge zahlt werktags die Hälfte. 11 Floch strasse? Ielephon 323 Meinries Areveri Jlerue Herren und Damen- Scuneiderei Feldgræue Aostume Cuiformen jeden Art Spielplau vom 3808a 1000 Paar Handschuhe fteisemuster Spottbillig! Hochfeine Sachen! Naalbaas Hat üiebeng EEE 14 Bahnhofstraße 14 Bekanntmachung Die Gemeinde Allendorf an der Lahn»be⸗ absichtigt, einen fetten Vogelsberger Bullen auf dem Wege der Submission abzugeben. Neflek⸗ tanten wollen ihre Angebote bis zum Montag. den 3. Mai, auf Großh. Bürgermeisterei ein- reichen. Die Vergebung findet an demselben Tage nachmittags 2 Uhr statt. Allendorf an der Lahn, den 28 April 191 Großh. Bürgermeisterei Allendorf an der Lahn. Volk. Gewerkschaft Selters⸗Hessen J Anteile der Gewerkschaft sind unter de Selbstkosteupreis zu verkaufen. Schriftl. Ang unter 3821 an den Gießener Anzeiger erbeten. 3 2812 5. 775