4 II ö 11 8 1 Sießhener 1 SießenerFamilienblätter; 5 Fader ern Bent Gren dlatt für den Rreis Gietzen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche en Fernsprech ⸗ Auchlaße⸗ für die Schristleitung 112 Verlag, Geschäftsftelled1 5 für Drahtnach⸗ — von Anzeigen für die T unmer bis vormittags 9 Uhr. Ein Cürkensieg über en Ein französis Croßes Hauptquartier, Amtlich.) 8 Westlicher Kriegsschauplatz. In Flandern griffen die Engländer mit sehr starken Kräften die neue Linie unserer Stellungen nördlich und nurdöstlich von pern an, die drei bis vier Kilometer südlich der bisherigen von dicht nördlich der d Hondt Ferme m YJserkanal über St. Julien in Richtung auf 8 Grasenstafel— lais verläuft. Die Angriffe, die von der deutschen Artillerie östlich von Ypern teilweise im Rücken gefaßt wurden, bra⸗ unter außergewöhnlich schweren Verlusten schon im-Feuer vollständig zusammen. ö Die durch die feindliche Artillerie gänzlich zusaumen⸗ Nich eren Hänser von Lizerne sind von uns in der letzten cht geräumt worden; der unmittelbar östlich davon auf dem inken alufer gelegene Brückenkopf wird gehalten. In den bisherigen Kämpfen bei Ypern haben unsere Truppen 50 Maschinengewehre erbeutet. Den wichtigen Eiseubahnknotenpunkt und Etappenhauptort operinghe, etwa zwölf Kilometer westlich von Ypern, en wir mit sichtlichem Erfolge zu beschießen begonnen. ö Im Argonnerwalde wurden nordöstlich von Vienne⸗ 168 ein nächtlicher französischer A ngriff abge⸗ wie sen. Auf den Maashöhen weitere Vorteile, trotzdem die Frauzosen neue Kräfte . Feindliche Angriffe gegen unsere Combresstellung cheiterten. Ein heftiger Angriff im Aillywalde wurde von us unter starken Verlusten für den Feind zurückgeschlagen. Auch weiter östlich gewann der Feind keinen Boden. Im nächtlichen Nahkampfe arbeiteten wir uns im Priester⸗ 3 walde erfolgreich vor. HSeegen unsere Stellung auf dem Hartmanusweiler⸗ kopf ging der Feind gestern abend mehrere Male zum An⸗ griff vor. Alle Angriffe mißglückten. g Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Ostlage ist unverändert. Oberste Heeresleitung. 33 27. April.(WTB. errangen wir auch gestern * Wahrend die deutschen Erfolge um Ppern trotz starker gegnerischer Widerstände N 4* 5 ehnt werden, hat das bandes auch auf anderen erhalten. Die Vernichtung eines 9 5 durch ein österreichisches Unterseeboot ist ein e starken Eindruck macht un N Flotte, die der 15 reichischen f macht der Verbündeten 2 im a en Zi wachaltung üben muß, das este Zeugnis ausstellt. Die Spannung des Tages aber gilt ransportschiffe der Engländer und Franzosen sind von g Küste der Darda⸗ um die von der See her unbe⸗ e zu Lande türkischen Berichte Landun sagen, 0 Freude un Ausgang dieser Unternehmung zu hegen. daß der tütrkische Bericht ganz und gar nicht in schlichten Säßen Tat⸗ mit schweren Ver⸗ Namentlich die Lan⸗ bei Kabatepe, die auf vier Brigaden geschätzt fürchterliche Niederlage erlitten du Flucht gingen sie zurück,„diejenigen,“ „„die nicht fliehen können, ent⸗ ergeben sich in Massen.“ dun n haben; in wilder so sagt der türkische Berich falten weiße Fahnen und Ueber die Anfänge und Aussichten des englischen Unter⸗ nehmens erhalten wir von einem folgenden Ueberblick: Berliner Mitarbeiter noch 1 Bosporus zu Heeresleitung hat es bisher mit der genommen, wie der kle Uebertreibung oder hr nachgewiesen werden. Dagegen weiß! . e Die türkische seßen R 3 1 9 8 1065. Jahrgang man ja aus hundert und tausenz fahrungen, wie es ge⸗ radezu im englischen Charatter lic luüssen, und Erfolge nur mit dem Kabeldraht zu erringt chm„ imnag hier einmal der Engländer nicht gelogen har(wer ses ihm doch sofort nachgewiesen werden könnte) und die„Unstimmig⸗ keit“ in den Berichten klärt sich dahin auf, daß die Lan⸗ dungstruppen zwar über den Küstenstreifen bisher nicht hinausgekommen find, daß sie sich aber doch unter dem Schutz der Schiffsgeschütze an der Küste fest⸗ gesetzt haben. Damit mußte die türtische Strategie rechnen und ihre Verschanzungen beginnen wohl auch erst in einer Entfernung von der Küste, wo das Flachfeuer der Schiffsgeschütze treffunsicher wird, während das Steilfeuer der Küstenbatterien(auch der rückwärtigen Dardanellenforts) weit über Freund und Feind hinweg sein korrektes und furchtbares Feuer auf das Deck der truppenausspeienden Schiffe richten kann. Der Angriff der Truppen hat trotz verschiedener Landungspunkte nur das eine Ziel: Die schmale Stelle der Landzunge von Gallipoli. Hier muß man durch. Ueber andere Stellen der Landenge und über die Darda— nellenrinne kann man nicht durch. Eine solche Taktik wäre heller Wahnsinn. Die schmale nördliche Stelle aber ist durch die besestigten Linien von Bulair, die vom Marmara⸗ meer bis zum Golf von Saros gehen, sieben- und zehnfach gesperrt. Man erinnert sich aus dem ersten Balkankriege, wie bulgarische Divisionen von Demotika, südlich von Adria⸗ nopel und von Rodosto am Marmaramter konzentrisch auf die Dardanellen zu marschierten und vor die Befestigungs⸗ linie von Bulair rückten. Schon damals hatte Bulair drei Forts: Viktoria, Napoleon und Sultanije mit je 15 bis 20 Geschützen und mehreren Zwischenbatterien. Die Anlage war damals für eine Besatzung von 20000 Mann und insgesamt hundert Geschützen berechnet. Ebenso konnte Gallipoli, 15 Kilometer entsernt, die Verteidigungsfront derart unter⸗ stützeu, daß ein Durchbruch unmöglich wurde. Und heute? Heute sind nicht nur die einzelnen Werke ge⸗ schlossene, nach allen Seiten hin ausgebaute Festungen mo⸗ derusten Stiles, fondern das Gebiet davor ist nach den bisherigen Erfahrungen des Weltkrieges mit Drahtver⸗ hauen, Wolfsgruben, Minen und den sonstigen Mitteln des„Erdkampfes“ derart befestigt, daß sich der lang⸗ wierigste und zäheste Stellungskrieg entspinnen muß, wenn es den Engländern und Franzosen. gelingen sollte, ihre Mannschaften so weit heranzubringen. Ueber die Aussichten oder vielmehr über die Aussichtslosigteit dieses englischen Angriffsplanes ist ja schon so vieles geschrieben worden. Die türkische Heeresleitung hat wiederholt versichert, daß ihr die feindlichen Landungen im Golf von Saros hoch⸗ willkommen seien, weil sie dem Gegner dann endlich zeigen könne, wie stark der Schutz Konstantinopels schon bei Bulair und Gallipoli ist und wie versehlt die Taktik der Gegner. Von fachmännisch⸗artilleristischer Seite werden wir dazu noch auf folgendes aufmerksam gemacht: Dem Angreifer nützt seine Schiffsartillerie nur bei der eigentlichen Lan⸗ dung. Sobald die gelandeten Truppen landeinwärts drin⸗ gen, fehlt die Unterstützung. Selbst wenn man versuchen sollte, Schiffsgeschütze mitzulanden, und vorwärts zl bringen, hat deren Feuer lange nicht die Wirkung wie eben die Arheit von Steilfeuergeschützen. Die Türken aber sind auch hier im größten Vorteil. Zur Unterstützung ihrer Verteidigung können sämtliche Forts der ganzen Gallipoli⸗ Halbinsel ihr Steilfeuer auf den Angreifer vereinigen. Wenn diese Feuerart bisher gegenüber den feindlichen Schiffen verhältnismäßig wenig in die Erscheinung trat, so war es volle Absicht der türkischen Heeresleitung, die ihre Munition für den Hauptkampf sparte. In der Eutscheidungs⸗ ehen werden die Angreifer hier ihr blaues Wunder er- eben. * 4* Landungsversuche an der Küste von Gallipoli. Lonstantinopel, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt unterm 25. April mit: Der Feind versuchte unter dem Schutz der Kriegsschifse an vier Punkten der Westlüste von Gallipoli zu landen, nüm⸗ lich an der Mündung des Sighin dere, am Küstenstrich von Ariburun, weftlich Kabatepe, an der Küfte von Teke⸗ bu run sowie in der Umgebung Kumkalehs. Die feind, lichen Truppen, die an dem Küstenstrich bon Tekeburun lan“ deten, wurden durch einen Bajonettangriffder Tür kenans Meer zurückgedrängt; die bei Ariburun ans Lund gingen versuchten vorzudringen, wurden jedoch durch den Angriff der Türken zum Rückzug gezwungen und wie⸗ der an die Küste gedrängt. Ein Teil der feindlichen Streit krũfte dieser egend mußte gestern nacht eiligft auf einem Schiff entfliehen. Die Türken setzten heute ihrr Angriffe an allen diesen Punkten erfolgreich fort. Zur selben Zeit näherte sich die um von aus eine Forcier mußte sich aber vor unserem Fener dem Kampf wurde ein feindliches Torpedoboot ver⸗ senkt, ein anderes üdigt. Es Tenedos geschleppt werden. Heute unternahm der Feind vom Meere aus keinen An den anderen Kriegsschauplätzen keine Veränderung. Nichtamtlich.) Er⸗ Die feindlichen Trup⸗ er Anz General⸗Anzeiger für Gberhessen Rotationsdruck und derlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruderei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druderei: Schulstr. 7. R . mittwoch, 28. April 105 eiger * 1 7 4 monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 05, ausw. 20 Pi.— Haupt⸗ schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich sür den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; sür Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. glisch⸗franzöͤsische Landungstruppen. cher Panzerkreuzer versenkt. pen, die bei Kumkaleh gelandet waren, wollten unter dem Schutze der Kriegsschiffe vorrücken. Aber trotz der heftigen Be⸗ schießung von allen Seiten führten unsere Truppen den Angriff mit Erfolg durch und drängten den Feind an die Küste zurück. Dery Feind hatte 400 Tote wir machten außerdem 200 Gefangene. Unsere Verluste sind unbedeutend. Eine Ab⸗ teilung muselmanischer Soldate u, die mit den Fran⸗ zosen an diesem Küstenstrich ausgeschifst wurden, gingen zu uns über. An der anderen Stelle vor Kabatepe machten wir eine Anzahl Engländer und Australier zu Ge⸗ fangenen, darunter einen Hauptmann und einen Leutnant. 3 Konstantinopel, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Nachmittags 5 Uhr 25 Min. Das Hauptquartier teilt mit: Die Üfer von Sighin Dere, westlich von Sed⸗ul⸗ Bahr, sind vom Feinde gesäubert. Der Feind war in der Nähe von Kabe Tepe gelandet und bemühte sich unter dem Schutz des Feuers seiner Schiffe, sich in seinen Verteidigungs⸗ stellen zu halten. Heute früh nahmen unsere Truppen die genannten Stellungen im Sturm und zwangen den Feind. sich auf seine Front zurückzuziehen; wir fügten ihm außerordentlich schwere Verluste bei. Ein Teil des Feinges, der nach dem Meer zu flieht, flüchtet sich in seine Schäluppen und entfernt sich schleunigst. Diejenigen, die nicht fliehen können, entfalten weiße Fahnen und ergeben sich in Massen. Wir haben festgestellt, daß 1 ein feindlicher Transportdampfer, von den Ge⸗ 5 schossen unserer Artillerie getroffen, vor Ari Burnu ge⸗ sunken ist.— Eine in letzter Stunde um 4 Uhr 30 Min. eingetroffene Meldung besagt, daß die feindlichen Strei⸗ 1 kräfte, welche auf vier Brigaden geschätzt wurden, an der Küste von Kaba Teue ins Meer getrieben worden sind. Ein feindlicher Kreuzer wurde mit zerbrochenem Mast und hava⸗ riertem Hinterschiff nach Tenedos geschleypt. 0 1 Sultan Mehmed Reschad Ghazti. 1 Honstantiuopel, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.. Der Ministerrat hat beschlossen, den Sultan zu bitten, 8 den Titel„Ghaßz i“(der Siegreiche anzunehmen. Der Be⸗. schluß des Ministerrats lautet: 1 „Da die vielen Erfolge, die mit Gottes Hilfe durch die kaiser⸗ liche Armee und Marine an den verschiedenen Stellen errungen worden sind, namentlich die großen Siege bei den Ta rdanellen als herrliche Siege sich herausstellen, die es gerechtermaßen not⸗ wendig machen, daß der ruhmreiche Titel„Ghazi“ dem allerhöchsten Namen Eurer Majestät hinzugefügt werde, und da das bezügliche Fetwa des Scheik ul Isle. ter kalifischen Mafestät schon vor⸗ gelegt worden ist, bitten a furchtsvoll um die Ermächtigung, dem Namen Eurer Majestat gleich den Ihrer Erlauchten Ahnherren den ruhmreichen Titel hinzufügen zu dürfen.“ 2 Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Autlich wird verlantbart, 27. April mittags: An der ganzen Front keine besonderen Ereignisse. In manchen Abschnitten heftige Geschützkämpfe. In den Karpathen haben die Russer ihre verlustreichen Angriffe gegen unsere Stellungen am Uzsoker Passe und in den östlich auschließenden Frontabschnitten zunächst wieder eingestellt. 2 Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 1 Wien, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter kon⸗ statieren mit Genugtuung, daß nicht nur die angekündigte Offensive der Dreiverbandsmächte an dem westlichen und nordöstlichen Kriegs⸗ schauplatz gescheitert ist, sondern daß vielmehr die letzten Nach⸗ richten von diesen beiden Kriegsschauplätzen einen strategischen Phasenwechsel erkennen lassen. Die Armeen der verbündeten Zen⸗ tralmächte seien auf beiden Seiten aus einer Abwehrstellung zu kraftvollen und erfolgreichen Offensipstößen übergegangen, welche gute Aussichten für einen weiteren Verlauf der Kämpfe erwecken. Der russische Bericht. 1 Petersburg, 27. April. WTB. Nichtamtlich) Bericht des Großen Generalstabes— Am 25. April erschien an der Küste auf der Höhe von Polangen ein feindlicher Kreuz er, welcher ergebnislos zwei Dörfer beschoß. In den ersten Morgen⸗ stunden warf ein Zeppelin mehrere Bomben auf Bialysto ck, ohne Verluste zu verursachen. In den Karpathen auf den Höhen bei Polen schlugen wir am 24. April mit Erfolg Angriffe des Feindes zurück. In der Richtung auf Stryj wurde am 21. und 25. April vormittags ein hartnäckiger Kampf geliefert, welcher noch andauert.— Auf den übrigen Fronten fanden die üblichen Beschießungen statt. Am 25. April beschoß die Schwarz meer Flotte die Forts des Bosporus, wo man auf einem Fort große Explosionen bevbachtete. Ein türkischer Kreuzer, welcher sich in der Meerenge befand, erwiderte das Feuer ohne Erfolg. 179 *** Ein fraunzösischer Panzertreuzer torpediert! Brindisi, 27. April(WD. Nichtamtlich.) Meldung der„Agenzia Stefani“: 20 Meilen von Kap Santa Maria di Leuca ist der französische Panzerkreuzer„Lèon Gambetta“ gestern nacht von einem österreichischen Untersecboot torpediert worden. Ein Teil der Be- satzung wurde gerettet. F... n e 1 1* 7„Leon Gambetta“ hatte 12 600 To. 5 g. 30 500 indizierte Pferdekräfte, eine Geschwindig⸗ keit von 23 Sermeilen und 704 Mann Besatzung. Die Länge be⸗ trug 146 Meter, die Breite 21,4, der Tiefgang 8,2 Meter. Außer zwei 45 9 der Kreuzer vier 5 Ztm.⸗Unterwassertorpedorohren besa 19, tm, 16 16, 4⸗3tm.⸗ und 24 4,7 ⸗3tm.-Geschütze. Der„Leon Gambetta“ hatte augenscheinlich die Aufgabe, die Straße von Otranto zwischen dem Kap Sta. Maria di Leuca und der 5 Korfu zu überwachen, und die Verbindung mit Antiwari in Mon⸗ tenegro aufrechtzuerhalten, damit Vorstöße der Flotte unseres Bundesgenossen rechtzeitig gemeldet werden könnten. 5 Wien, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das Flotten⸗ 5 8 veröffentlicht folgendes Communiqus Untersee⸗ hot V,. Kommandant Linienschiffsleutnant Georg Ritter von Trapp, hat im Jonischen Meer den französischen Panzerkreuzer „Leon Gambetta“ torpediert und versenkt. 3 Brindisi, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agenzia Stefani“: In Anbetracht der dringlichen Notwendigkeit, den Schiffbrüchigen des französischen Kreuzers„Léon Gam⸗ betta“ zu Hilfe zu kommen, sind italienische Torpedo⸗ bosdtszerstörer und Schleppdampfer von Brindisi und Otranto zum Rettungswerk ausgesandt worden. Bis 5 Uhr nach⸗ mittags waren 60 Personen gerettet. Brindisi, 27. April. WTB Nichtamtlich. 8 Uhr abends. Die„Agenzia Stefani“ meldet: Nach den bisherigen Feststellungen wurden von der Besatzung des französischen Panzerkreuzers„Léon Gambetta“ 108 Mann gerettet. Ro m, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Giornale d'Italia“ berichtet aus Brindisi: Da der drahtlose Telegraph auf dem Panzerkreuzer„Léon Gambetta“ nicht betriebsfähig war, wären 5 die Verluste an Menschenleben sehr groß gewesen, wenn die Jauliener von der Signalstation nicht zu Hilfe gekommen wären, 5 Hilferufe nach allen Seiten ausgesandt und trotz tiefer Nacht mit ihren Booten das Rettungswerk begonnen hätten. Sofort seien fast alle in der Nähe befindlichen Fischerboote und einige Torpedo⸗ boote bei dem sast gänzlich überfluteten Panzerkreuzer, dessen Be⸗ satzung 720 Mann betrug, eingetroffen.. Alle Torpedobootszer⸗ störer aus Brindisi und Otranto und andere Schiffe aus Tarent sind zur Stelle und suchen die Gewässer nach allen Richtungen ab. Viele Aerzte mit Sanitätsmaterial sind sofort angekommen. Fünf Personen von den 108 Geretteten sind ver⸗ * vundet. Da die Besatzung zur Zeit des feindlichen An⸗ griffes schlief, sind viele Personen ohne irgendwelche Kleidung. Die Behörden in Tarent wurden angewiesen, Kleidungsstücke bereit zu stellen. Berlin, 28. April. Zu der Torpedierung des fran⸗ ösischen Panzerkreuzers„Léon Gambetta“ durch ein österreichisch⸗ungarisches U-Boot schreibt Persius im „Berliner Tageblatt“: 6 5 Zum zweiten Male darf sich die Unterseebootswaffe österreichisch⸗ungarischen Marine eines stolzen Exfolges rüh⸗ nen. Der neue Erfolg wird das Vertrauen in die Schlagfertig⸗ keit der Flotte in den österreichisch⸗ungarischen Landen beleben und wird der Marine selbst den Ansporn zu weitczen kühnen . geben. Daß ihr hierbei reichliche Erfolge besttieden sein mögen, ist unser aller Wunsch.“ a 5 5„Berliner Lokalanzeiger“ heißt es: „Für die französische Flotte, die bisher noch keine Gelegen⸗ 5 gefunden hat, sich in diesem Kriege sich auch nur im min⸗ er ichnen, bedeutet der neue Verlust nach dem Untergang „Bouvet“ in den Dardanellen eine neue schwere Heim⸗ suchung. Unsere Bundesgenossen beglückwünschen wir von ganzem Herzen zu ihrer schneidigen Tat, der hoffentlich bald noch wei⸗ tere gleichwertige Streiche folgen werden.“ 8 Die„Germania“ sagt: 1„Ueber diesen neuen Erfolg der uns verbündeten Flotte herrscht im Teutschen Reiche nicht weniger Freude und Genugtuung als in der Donaumonarchie selbst.“ l In der„Deutschen Tageszeitung“ sagt Graf Reventlow. 1 7 „Es kann kein Zweifel sein, daß die ausgezeichnet ausge⸗ bildete und von unternehmendem Geist beseelte Flotte umserer Bundesgenossen alle Aussicht hat, bei planvollem und kühnem l 13 fernerhin noch hervorragendere Ergebnisse zu erzielen als 255 f i 14 1 heil. 18 * 179 Die deutschen E folge bei Ypern. Hherlin, 28. April. Zu den fortdauernden Kämpfen bei pern heben holländische Blätter hervor, es sei besonders aufgefal⸗ len, wie eifrig sich die deutschen Flugmaschinen am Aufklärungs⸗ Dienst beteiligten. Bern, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Im„Bund“ schreibt Hermann Stegemann über die Kriegslage: Der große Vorstoß der Deutschen bei Ypern ist nach Anlage und Durch⸗ 1 bezeichnend für die überlegene Führung und die ien der Deutschen, wenn man die Overatwnen mit der Engländer bei Neuve Chapelle ver⸗ 3; dort zwar unter dem Schutze eines Nebeltages glücklich 5 itgestelkte Truppenmassen von mehr als zwei Korps, deren Augriffsbewegung sorgfältig vorbereitet war, aber ein nahezu vollstandiges Versagen ber der Ausführung der Operation, die uber die erste Etappe nicht hinauskam usto gegenzber einer Minder⸗ beit einen lokalen Ersölg unter schwersten Verlusten zur Not be⸗ Hhaupten fonnte. Anders bei Ypern: Die engtischen Offensivstöße östlich und südöstlich von Ypern schienen von den Deutschen nur mühsam abgewehrt zu werden, so daß die Aufmerksamkeit der aenglischen Führung diesem Frontabschnitt zugewendet blieb. Da setzte deutscherseits der kraftvoll vorgetragene Angriff nördlich 3 nordwestlich von Ypern ein, welcher nicht nur bedeutend 5 gewonnen und das berühmte Fronthindernis, den Ppern⸗ 5 Kanal, überschritten hat, sondern auf den linken Ufer seste Posi⸗ * errungen hat, die den Feinden große Besorgnis füm ihre 5 en einzuflößen scheinen Stegemann vermutet, daß die am weitesten vorgeschobenen Stellungen, wie Lizerne, nicht um jeden Preis behauptet werden sollen, sondern daß man sich mit dem bedeutenden Erfolge zufrieden gibt, durch den die Schlüssel⸗ stellung bei Ypern von Norden nachhaltig bedroht wird. Bezüg⸗ lich der Eroberung des Grabens von Calonne entnimmt der Kritiker aus der Eroberung von 10 Geschützen, daß nicht nur die französischen Vorgräben, sondern die erste Hauptstellung ein⸗ gen en worden sei, wodurch zweifellos die deutsche Stellung bei Combres ebenso erleichtert, wie die französische bei Les Eparges bedroht werde. 5 Der autliche frauzösische Bericht. Paris, 27. April.(WT B. Nichtamtlich. Amtlicher Bericht * 5 von gestern nachmittag In Belgien wurden aus Paschendaele und Brodseynde vorstoßende deutsche Angriffe durch die englischen Truppen zum Stehen gebracht. Darauf beschoß der Feind Npern heftig. Am Rande des Yserkanals dauert unsere . ort. Auf den Maas höhen nimmt die Schlacht ihren Fort⸗ 5 Der gestern gemeldete Angriff gegen unsere Schützengräben 25 Calonne wurde durch unseren Gegenangriff vereitelt. Der hier zurückgeworfene Feind griff weiter östlich bei St. Remy an und hatte es offensichtlich auf die Wiedereinnahme von Eparges ab⸗ gesehen. Ein heftiger Kampf, welchem ein heftiges Geschützfeuer 5 deer 0 begann kurz darauf auch auf den östlichen Abhängen Stellung. Der deutsche Angriff mißlang jedoch. 5 Amtlicher Bericht von gestern abend. Nördlich von pern machten wir auf der linken Seite der Schlachtfront merkliche Fort⸗ schritte und warsen den Feind zurück, indem wir ihm große Ver⸗ lluste beibrachten. Die Deutschen bedienten sich wieder ersticken⸗ der Gase; es wurde aber ein Schutzmittel angewandt, das teriekampf um den Besitz eines durch die Exy ei Mine entstandenen Erdtrichters geliefert. Unsere Truppen ver⸗ trieben den Feind und behaupteten sich dort trotz zweier Gegen⸗ angriffe. In der Champagne bei Beauséjour verfuchten die Deutschen einen Angriff, der sofort angehalten wurde. Auf den Maashöhen erlitten die Deutschen bei einem Angriffe auf der Front Eparges— St. Remy— Graben von Calonne eine völlige Schlappe. Trotz der äußersten Heftigkeit der deutschen Bemühun⸗ gen blieben wir Herren der Gesamtheit der Stellung von Eparges, deren Hänge von feindlichen Leichnamen bedeckt sind. Bei dem Graben von Calonne folgten unserem vorgestrigen Zurückweichen, das vorübergehend war und uns den Verlust keines Geschützes kostete, sofort glückliche Gegenangriffe unsererseits. Die Deut⸗ schen führten den Sturm mit mindestens zwer Divisionen aus. In den Vogesen gelang es dem Feinde, nach einer Beschießung von äußerster Heftigkeit auf dem Gipfel des Dartmanns⸗ weilerkopfes Fuß zu fassen. Wir halten etwa 100 Meter vom Gipfel die Stellungen besetzt, wozu uns unser Angriff am 23. März führte. Von diesen Stellungen gingen wir am 26. März aus, um den Gipfel in sieben Minuten zu erstürmen. 5 Paris, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der nachmittags ausgegebene amtliche Bericht besagt: Dem gestrigen Bericht ist nichts hinzuzufügen, außer der Befestigung und Fortdauer unserer Fortschritte nördlich von Ppern und auf den Maashöhen; und als Ergänzung zum Berichte: Der Hartmannsweiler⸗ kopf, der uns gestern morgen entrissen worden war, wurde abends von uns wieder genommen. Wir machten Gefangene. Der englische Bericht. London, 27. April. WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Burcaus. Freuch berichtet: Die heftigen Gefechte dauern an: der allgemeine Zustand ist unverändert. Unsere linke Flanke hatte, als sie die Kampflinie infolge des Rückzuges der Franzosen ändern mußte, Angriffen aus nördlicher Richtung standzuhalten und zugleich sich in westlicher Richtung über St. Julien“ hinaus auszubreiten. Hierdurch wurde die Linie ge⸗ schwächt. Nach tapferem Widerstand der Kanadier gegen die große Uebermacht fiel St. Julien in die Hände des Fein⸗ des. Die deutschen Angriffe östlich von Ppern mißglückten gestern trotz des Gebrauches erstickender Gase. Es wurden deutsche Offi⸗ ziere und Mannschaften gefangen genommen. In den letzten dre Tagen fügten wir den Deutschen sehr schwere Verluste zu. Un⸗ sere Verluste sind ebenfalls schwer. Der deutsche Bericht, daß vier schwere englische Gesckütze erobert wurden, ist unrichtig. Ein englischer Flieger warf Bomben auf die Station Kortryk und vernichtete die Eisenbahn. St. Die beschossen. Paris, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ meldet aus St. Dié: Dienstag mittag beschoß die deutsche Artillerie St. Dié. 24 Granaten fielen auf die Stadt. Einige Häuser wurden ernstlich beschädigt. ** Der Seekrieg. Stockholm, 27. April. WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des„Stockholms Dagblad“ aus Soederarm ist der schwedische Dampfer„Centric“, mit Kohlen von Im⸗ migham nach Gefle unterwegs, am Montag nachmittag in der Alandsee untergegangen. Vermutlich stieß er auf eine Mine. Die Besatzung wurde gerettet; man hatte von einem Unter⸗ seeboot nichts bemerkt. 5 Grimsby, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Fischdampfer„Recolo“ ist gestern in der Nordsee torpediert worden. Neue englische Fahrzeuge für Truppentransporte. Berlin, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Voss. Ztg.“ meldet aus Hamburg: Nach einer Meldung des„Ham⸗ burger Fremdenblattes“ aus Rotterdam werden auf den englischen Werften neue Fahrzeuge mit flachen Böden gebaut, die für Truppentransporte be⸗ stimmt sind. Der geringe Tiefgang der Fahrzeuge soll sie vor Torpedos schützen. Es sollen 100 von diesen Fahrzeugen im Bau sein, von denen zwei in der vergangenen Woche in Newceastle zu Wasser gelassen wurden. Das„Berl. Tageblatt“ meldet aus Kopenhagen: Der amerikanische Stahlkönig Schwab, der bekannte Präsident der Bethlehem Steel Works und Hauptmunitionslieserant der Ententemächte, erklärte einem englischen Journalisten, er halte Krupp⸗Geschütze allen anderen der Welt überlegen. Die englischen Häfen geschlossen. Amsterdam, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das Häfen bis aus weiteres für englische und fremde Schiffe geschlossen bleiben. Ein englisches Geschwader in der Nordsee? Berlin, 28. April. Ueber ein englisches Geschwader in der Nordsee meldet ein Kopenhagener Blatt laut„Vossischer Zei⸗ tung“ aus Horsens: Der dänische Kohlendampfer„Thorwaldsen“, der hier am Montag ankam, traf in der Nordsee ein englisches Ge⸗ schwader von 30 Kriegsschiffen, Kreuzern und Torpedojägern an. Die Behandlung unserer U-Bootsmannschaften. Berlin, 28. April. Das britische Auswärtige Amt veröfsent⸗ licht laut„Berliner Tageblatt“ die vom amerikanischen Botschafter übermittelte Liste der 39 englischen Offiziere, die, in deutscher Gefangenschaft befindlich, in Erwiderung auf die unehren hafte Behandlung deutscher„u“ Bootsmannschaften in England in Militärgefängnisse über⸗ geführt worden sind.— Die„Times“ bemerken, die Deutschen schienen die in ihren Händen befindlichen Mitglieder der vor⸗ nehmsten englischen Familien und die Angehörigen der berühm⸗ testen britischen Regimenter ausgesucht zu haben. Das Blatt ver⸗ sichert dann wehmütig, daß die gefangenen deutschen„U“ Boots⸗ mannschaften keine Klagen über irgendwelche Strenge zu führen hätten. Der Hilfstreuzer„Kronprinz Wilhelm“. Washington, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter⸗ meldung. Der Kommandant des Hilfskreuzers„Kronprinz Wil⸗ helm“ beschloß, das Schiff in Newport News zu inter⸗ nieren. ** ö 8 17 Ein französischer Doppeldecker über Württemberg. Stuttgart, 27. April. WTB. Nichtamtlich.) Heute vor⸗ mittag zwis 9 und 10 Uhr flog ein französischer Doppeldecker von westlicher Richtung kommend über Oberndorf, umlreiste mehrmals die Stadt und warf vier Bomben ob. Davon fielen drei bei dem mittleren Werk, eine in der Nähe des oberen Werkes der Waffenfahrik Mau ser nieder. Der Flieger wurde schon bei dem Anflug dann bei dem Kreisen über der Stadt mit Geschütz» und Maschinengewehrfeuer beschossen Durch Bomben⸗ splitter wurden sechs Personen der Zivilbevölkerung, darunter einige Arbeiter getötet, sieben schwer verletzt. Gebäude⸗ und Mate⸗ terialschaden nur unerheblich. Der Betrieb wurde nicht gestört. Der Flieger entkam und flog in westlicher Richtung davon. Die Drohungen Japans. Petersburg, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Rjetsch“ meldet aus Tokio vom 20. April: Infolge der Weigerung Chinas, bei den belgischen Verbündeten und uns die besten Ergebnisse er⸗ zielte. Bei Fay, nördlich Chaulnes, wurde ein heftiger Infan⸗ die japanischen Forderungen hinsichtlich der Mongolei zu erfüllen, deutschen] englische Konsulat teilt mit, daß alle englischen ge den japanischen Werften werden die Arbeiten zur V drei Dreadnoughts von je 30 600 Tonnen beschleunigt. 2 kreuzer„Kirisima“ von 27 500 Tonnen ist bereits in Dien stellt worden. Eine griechische Anleihe.. Athen, 27. April. WTB. Nichtamtlich.) Der„Estig“ zu⸗ folge 2 die griechische Regierung mit einer amerikani«⸗ schen Kapitalistengruppe Verhandlungen über den Ab⸗ schluß einer Anleihe von 35 Millionen Drachmen. Berlin, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das„Berl. Tage⸗ blatt“ meldet aus Halle: Eine Reihe griechischer Studen⸗ ten ist aus ihrer Heimat jetzt wieder zum Studium in Jena ein⸗ Aus dem Reiche. Die Höchstpreise für Kartoffeln.. Berlin, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Nord. Allgem. Ztg.“ schreibt über die Geltung der Zuschläge zu den Höchstpreisen für Kartoffeln: Nach Mit- teilungen, die in die Presse gelangten, scheint bei vielen Landwirten die Auffassung zu bestehen, als ob sie die beson⸗ deren Zuschläge zu den Höchstpreisen für Kartoffeln, die ihnen als Entschädigung für Aufbewahrung, geeignete Be⸗ handlung, Schwund und Risiko durch die Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 15. April 1915 e für den Fall des Verkaufs an das Reich, einen Bundesstaat oder Elsaß-Lothringen oder Kreisen oder Gemeinden z wurden, nunmehr unbedenklich auch beim Verkauf an Händ⸗ ler oder andere Privatleute fordern könnten. Wir machen darauf aufmerksam, daß diese Auffassung nicht zutrifft. 1. A 5 Beim Verkauf an Privatpersonen, also namentlich auch beim Verkauf an Händler, dürfen die Landwirte nach wie vor keine höheren Preise fordern, als in der Bundesratsverordnung vom 15. Februar 1915 über die Höchstpreise der Kartoffeln festgesetzt sind. Die in dieser Verordnung festgesetzten Höchstpreise betragen, wie wohl noch allgemein bekannt sein dürfte, beim Verkauf durch den Produzenten, d. h. den Landmann, je nach den Landes teilen und Kartoffelsorten 4.25 bis 4.80 Mk. für den Zentner. Der Landmann, der an Händler und andere Private Kar⸗ toffeln zu höheren als in dieser Verordnung festgesetzten Preisen verkauft, setzt sich- der Gefahr empfindlicher Be⸗ strafung aus. Es sei ferner noch darauf hingewiesen, daß [die früher, etwa unter Vereinbarung niedriger Preise, ab⸗ geschlossenen Kartoffel-Lieferungsverträge nicht einseitig aufgehoben werden können, vielmehr erfüllt werden müssen. Die neue Verordnung des Bundesrats über die Regelung des Verkehrs mit Kartoffeln vom 12. April 1915 hat daran nichts geändert. Sie gibt nur der Reichsstelle für Kartoffel- versorgung das Recht, in die am 12. April laufenden Verträge einzutreten. 5 3 8 Eine Reichstagsersatzwahl. 5 Habelschwerdt, 27. April.(WTS. Amtlich.) Vor⸗ läufiges Wahlergebnis. Bei der gestrigen Reichstagsersatz⸗ wahl im Wahlkreis e 12 fr den verstorbenen Zentrumsabgeordneten ichtspräfiden⸗ ten a. D. Sperlich wurden 6211 gültige Stimmen ab⸗ . Der einzige aufgestellte Kandidat, Majoratsbesitzer nton Graf Magnis Eckersdorf, Kreis Neurode(Ztr.) erhielt 6203 Stimmen, zersplittert sind 8 Stimmen. Ein ländlicher kleiner Wahlbezirk steht noch aus. Die Wahl des Grafen Magnis ist gesichert. 5 1 * Berlin, 27. April.(WTB. Amtlich.) Ein allerhöchster Erlaß vom 24. April 1915 besagt: Auf Grund des Gesere⸗ vom 1 1 4 J. April 1915 über die Niederschlagung von Untersuchun⸗ gen gegen Kriegsteilnehmer. will ich in Gnaden ge: nehmigen, daß die gerichtlich bereits eingeleiteten, bis zum heutigen Tage noch nicht rechtskräftig erledigten Untersuchungen gegen Teilnehmer an dem gegenwärtigen Kriege niedergeschlagen wer⸗ den, soweit sie vor dem 27. Januar 1915 und vor der Einberufung zu den Fahnen begangene 1. Uebertretungen, 2. Vergehen mit Ausnahme derjenigen wegen Verrats militärischer Geheimnisfe, 3. Verbrechen im Sinne der 8s 243, 244, 264 des W setzbuches, wobei der Täter zur Zeit der Tat das 21.— Erlasses erforderlichen Anordnungen zu treffen. Großes Hauptquartier, den 24. April 1915. gez. Wilhelm. gegengez. Wild von Hohenborn, Beseler. Berlin, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Reichs⸗ anzeiger“ gibt bekannt: Der Vortragende Rat im Aus⸗ wärtigen Amt, Wirkl. Geheimer Legationsrat Dr. Ha⸗ mann, ist zum Direktor im Auswärtigen Amt, der Wirkl. Legationsrat und Vortragende Rat im Auswärtigen Amt, Grunewald, ist zum imen i der gußer⸗ etatsmäßige Hilfsarbeiter im Auswärtigen Amt, Gesandter v. Bergen und ständige Hilfsarbeiter im Amt, Legationsrat eike, sind zu Wirklichen L tionsräten und Vortragenden Räten im Auswärti igen ernannt worden. ist als verfrüht zu betracht Vorratserhebung über Häute und Leder am 30. April 1915. Um eine Uebersicht über die Beft g an Rindviehhäuten, einschließlich der Kalbfelle und des zur Herstellung von Sohlen geeigneten Leders zu erlan⸗ gen, hat der Reichskanzler eine entsprechende Erhebung im Deutschen Reiche nach dem Stande vom 30. April ds. 5 angeordnet. Es sollen festgestellt werden die Vorräte an Salzhäuten nach drei Gewichtsklassen(bis- 10 Kg. schn über 10—30 Kg. schwer und über 30 Kg. cher die Vorräte an trockenen, auch die trockenen gesalzenen (bis 4 Kg. schwer, über 4—6 Kg. schwer und über schwer). In jedem Falle ist die Zahl der Häute ferner getrennt zu verzeichnen, ob es zahme Häute häute sind.— Von Leder sind nur Bestände von B leder anzugeben, wenn der Bestand 100 Kg. 3 ist getrennt anzugeben, wieviel Kilo a) Sohlleder, d) und Brandsohlleder und e) zu Bodenleder verarbeitete hat der ja panische Ministerrat eine Beratung abgehalten, der Anzeigepflichtige in seinem Besitze hat.— Als ans * dereien usw.; hinsi en und gere, 11 usw., auch Spediteure und en de 50 f roßh. rmstadt beauftragt. ntralstelle für die Landesstatistik aß beese Tea de der . e 35 Aufforderun. Die Zentral lle exteilt auch jede weitere Auskunft. en in Be⸗ ngen, die haften zäutehändler, die chtlich des Bodenleders: die Gerb die Lederhandlungen, die Schuh⸗ agerhalter.— Mit der rung der Zählung im Großherzogtum 1 auft u sie sind alle Anmeldungen zu er⸗ statten. Soweit die genannte Behörde die Adresse der anzeige— htigen Personen und Firmen ermitteln konnte, wird sie ählkarten für die Anmeldung übersenden. Anzeige⸗ ige, die keine Zählkarte erhalten haben, müssen ihre entralstelle für die Landesstatistik ohne 1 bis zum 3. Mai ds. Is. anmelden. b⸗ in Auch das Brot ist unser Rüstzeug Geht sparsam damit um. * Aus Stadt und and. Gießen, 28. April 1915. 8515 dem Felde der Ehre gefallen. Must. 5 15 Hessen und den Nachbargebieten.) Gefr. Dani beginnt mit der 1 Roman„Zurück in derb⸗bäuerliche Boden 5 angestammten Boden und das innige 3 Schicksal nur von bilden die Quelle, dem'geruhsamen 0 dahin. Da mensch, wieder erar b Echtheit hun stellter jüdische . eit hingestellter jüdischer dhe ein fris muß. Die Wände ein; aber die Art, wie 1 der Autor ihr Geschick 5 5 17— 5 unbedeutendes Erlebnis unt s der r nicht mit 2 verfolgen mag. Ein Art; ohne den traditionellen Ueberschwang ohne Gemeinp 1 0 5 beiden Romane glaubten wir unsern Lesern auch einm in unserer Unterhaltungsbeilage wieder ein ruhiges, N. Plätzchen bieten zu sollen, finden wird. 5 Redaktion .. 9 precher, derart g m an dieser Stelle eine 5 25 * Ritter des Eisernen Kreuzes: Oberst Ku direktor v. Frankenberg aus Bad⸗Nauhei Holzem aus Weilburg, Pion.⸗Bat. 27. aus illertshaus La spek 4b ertshausen, zarettinspektor im 7 2 n Theodor Martin, Herb Beigeordneter aus Ohme stenzarzt Dr. Max Hoemann aus ings en. Die beiden Brüder Unteroffiziere Wilhelm und Heinrich Weir ich aus Allendorf(E rm. Müller hrist aus Amtliche ersonal nachrichten. Das. zeichen für er Wa e ee wurde. 4 7 ann Ulrich zu Hungen.— Uebertragen wurde am 28. April d. Is. der S Haarhausen, Kreis Alsfeld, u Lich, Kreis Gießen. lichen Versuchsstation mit Wirkung vom 1. stand versetzt. .* Zur arbeiten in de ges lichen Fahrpreiserma über die man sich ** 3 i m gewordene Buchdr ßigungen eingeführt worde veranstaltet das Technikum lose Ebern werden, sich im B z— Es handelt sich dabe gen im Druckerei⸗ i in erster Linie um 3 Gauvorstehe 1 Auskunft. Ein ener lat, das in e. Hrteerrkeges für der Lebe ir es für den des Shal mmensaßt, ist eeter seln e 5 Stadt a * Zurück zur Scholle. In den Familienblättern heutigen Nummer der Abdruck von See⸗ ur Scholle“. Das Werk führt ständigkeit; die heiße Liebe zum Verwachsensein mit allem, was er königlich schenkt oder hartherzig wie ein eisenfester Arbeit sich abringen läßt, g aus der Seeligers Erzählungskunst über⸗ sprudelnde Möglichkeiten strömen läßt. Breit und behaglich, und von keinerlei himmelstürmenden Kon⸗ 5——— zerrissenen Stoff angemessen, fließt die Sprache des 1 i ist ein verarmter Edelmann und Edel⸗ der sich in heißem Bemühen sein väterliches Erbe iten muß; da ist ein aufrechter, tnorriger * vom Typ des Onkel Bräsig, wenn auch ohne dessen souveränen Humor, da sind ferner ein Luftikus von „ Eleven, eine Prachtfigur von Dorfschulmeister, ein vor dem g zu errettender Student, ein mit verblüffender Handelsmann, und nicht 8 ches, kreuzbraves Mädel, das dem Baron und dem Lehrer 1 und viel Frohes und Trauriges erleben e reißen mit ihrem Raten und Taten keine , von der ersten bis zur letzten Seite; es gibt Anteil oder schmunzelndem Jamilienroman von der besten 5* der Gefühle, lätze, gemütvoll und deutsch— so stellt sich das Werk dar. Nach den bewegten Handlungen der letzten nach⸗ und sind überzeugt, der neue Roman in diesem Sinne manchen Freund uheim. Gefreiter Wehr⸗ ulamtsaspirantin Emilie Köhres aus eine Lehrerinstelle an der Volksschule — Der Verwalter an der landwirtschaft⸗ Ludwig Körbächer zu Darmstadt wurde Mai 1915 auf sein Nachsuchen in den Ruhe- örderung der Feldbestellungs⸗ 5 nder Nähe größerer Städte während des Krie⸗ sind Tarifbestimmungen über Gewährung von wesent⸗ an den Bahnhöfen unterrichten kann. elde verwundete bezw. invalid . ucker, die nicht mehr imstande sind, ihren erlernten Beruf als Setzer oder Drucker auszuüben, ür Buchdrucker in Leipzig kosten⸗ N l n diesen Kursen fallen die hmer je nach ihrer Befähigung in den Stand gesetzt i uchbenk⸗ oder Zeitungsberufe N Atel⸗ f oder Zeitungskontor; in zweiter Linie um Stellungen im Druckereibetriebe, die weniger körperliche g 0 er Engelbrecht in Leipzig, erteilt außer der Direktion des Technikums ge. rer Volksernährung wäh⸗ de 2 eg des teh, Anz! beige worben e er al 1. st 5. n, ts 1 enthaltenen wertvolle Agar seien dem ö ken und der Befolgung durch unsere Hausfrauen au ich nahegerückt.. W * Namenlose Zuschriften. Seit einiger Zeit mehren sich wieder die beim Bezirkskommando einlaufen den namenlosen Zuschriften. Das Bezirkskommando weist erneut darauf hin, daß derartige Zuschriften grundsätzlich keine Berücksichtigung finden. Wer den Mut nicht hat, Beschwerden oder Anzeigen mit seinem Namen zu decken, darf nicht erwarten, daß seine Klagen verfolgt werden. Silbernes Geschäfts jubiläum. Der Be⸗ sitzer des Café Hettler, Heinrich Hettler, kann heute auf ein fünfundzwanzigjähriges Bestehen seines Geschäftes zurückblicken. Hettler hat seinerzeit mit seinem Unternehmen das erste Wiener Kaffeehaus in Gießen eröff— net. Seine Geschäftsführung hat dem Hause einen Namen gegeben, der sowohl in Familien- und Bürgerkreisen wie auch in der Studentenschaft einen guten Klang hat und auch über unsere Provinz hinaus wohl bekannt ist. Vor einigen Jahren erhielt Hettler den Hoflieferantentitel. Kreis Alsfeld. T Groß ⸗Felda, 27. April. Vergangenen Sonntag sand hier im Gasthaus„Zur Traube“ wie alljährlich eine General- versammlung der hiesigen Molkerei⸗Genossenschaft, zu der auch die Orte Zeilbach, Ermenrod, Kestrich, Windhausen, Stumpertenrod und Köddingen gehören, statt. Fast alle Mitglieder der Gesellschaft hatten sich eingefunden. In diesem Jahre gelangten nur 7430 Mark an Dividenden zur Verteilung gegen die weit größere Summe von 11000 Mk. un Vorjahre. Der bedeutende Unterschied von 3670 Mk. eraibt sich aber daraus, daß damals für den 2.6prozentigen Fettgehalt der Milch 3 Pfennige bezahlt wurden. Am Ende des vergangenen Jahres wurden den Lieferanten 4 Pfa. bewilligt. Jedes Mitglied erhielt als sogenanntes„Kopfgeld“ 5 Mark, sowie die nach Anzahl der gelieferten Liter und Fettgehalt der Milch ausgeschlagenen Dividenden. Einnimmig wurde der Vorschlag eines Mitgliedes angenommen, von der Summe von 7430 Mark einen kleinen Teil der Kriegs fürsorge zuzuweisen. Dem Roten Kreuz wurden deshalb 100 Mk. überwiesen; zur Unter- stützung von Hinterbliebenen gefallener Krieger wurden ebenfalls 100 Mt. bewilligt; dem Verein zur Beschaffung von Sanitäts- hunden wurde der Betrag von 50 Mk. zugesandt. Kreis Büdingen. h. Büdingen, 27. April. Unter dem Vorsitz des Kreisrats Geheimrats Boeckmann trat hier der Kreis- tag zu seiner diesjährigen Frühjahrssitzung zusammen. Die Rechnung der Kreiskasse für 1913, die mit einem Ueber⸗ schuß von 37007 Mk. abschließt, wurde genehmigt; auch die in der Rechnung vorgekommenen Kreditüberschreitungen fan— den, da ihnen leberschüsse gegenüberstehen, die Zustimmung der Versammlung. Für das Rechnungsjahr 1915 konnte der Voranschlag wegen der schwankenden Kriegsunterstützungen noch nicht festgesetzt werden. Seine endgültige Feststellung soll im Herbst erfolgen, bis dahin behält der Haushaltsplan für 1914 Gültigkeit.— Für Kriegsunterstützungen verausgabte der Kreis bisher 294 300 Mk., wovon 1741 Per⸗ sonen bezw. Familien unterstützt wurden. 236 Gesuche um Kriegsbeihilfen lehnte der Ausschuß ab. Der Kreistag be⸗ willigte sodaun die Aufnahme weiterer Anleihen für Unter⸗ stützungszwecke. Die Höhe derselben zu bestimmen überließ man dem Kreisausschuß. Schließlich genehmigte man ein— stimmig den Bau einer Kreisstraße von Glashütten nach Hirzenhain, soweit die Strecke im Bereich des Büdinger Kreises liegt. Da der Schottener Kreistag die Erbauung der übrigen Strecke bereits bewilligt hat, wird mit der Fertig⸗ stellung der Straße bald begonnen. Kreis Friedberg. r. Bad⸗Nauheim, 27. April. In der heutigen Stadtverordneten ⸗Versammlung kam solgendes zur Verhandlung: Der von jetzt ab durch den Verein der Freundinnen junger Mädchen verwalteten Stelle für weib⸗ lige Denied Zer mike des städtischen Ar⸗ beitsnachweises werden 300 Mark jährlicher Zuschuß in der Weise bewilligt, daß der Gesamtbetrag von 600 Mark, der für den Arbeitsnachweis ausgeworfen war, in Zukunft ge⸗ teilt wird. Bedingung ist, daß für die Vermittelung der Stellen keine Gebühr erhoben wird.— Vielfachen Wünschen der Bürgerschaft entsprechend, genehmigt die Versammlung die Errichtung einer städtischen Bleiche am Kaiserin⸗ Elisabeth⸗Platz in Größe von 2800 Quadratmeter.— Für ückstellung einer Einfriedigung an der Homburger Straße, die nach Beendigung der Feldbereinigung angelegt wurde, hat die Stadt an die Kasse den Betrag von 574 Mk. zahlen Die Versammlung erteilt ihre Genehmigung.— In nichtöffentlicher Sitzung wurde r Dr. Kayser, dessen Amtszeit im Juni dieses Jahres abge⸗ laufen wäre, auf weitere 12 Jahre gewählt. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach, 27. April. Der in der Mühlheimer Schraubenindustrie beschäftigte Arbeiter Hermann Schnei⸗ der aus Offenbach erlitt bei der Arbeit eine schwere Ver⸗ letzung. Anstatt Hilfe in Anspruch zu nehmen, ging er nach Hause nach Offenbach. Unterwegs traten aber so starke Blutungen ein, daß der Tod nach einiger Zeit erfolgte. 5 Kreis Wetzlar. Oldenhausen, 26. April. Aus unserem Dörschen wurden bis jetzt 70 Maun zur Fahne einberufen, von denen 40 an der Front stehen. Von den Kämpfern starb als fünster den Heldeutod der Techniker L. Mahrhausen, der als Pionier in Rußland stand. Das Eiserne Kreuz erhielten der zum Vize⸗ seldwebel beförderte L. Becker und der Unteroffizier Christ. Karber, die beide schon seit August vorm Feinde siehen. Hessen⸗Nassau. h Frankfurt a. M., 27. April. Nach dem Genuß einer Konservenbüchse mit Reis, die drei Jungen auf einem Kehrichthaufen gefunden hatten, erkrankten zwei unter schweren Bergiftungserscheinungen. Ein Knabe starb bereits kurz nach seiner Einlieserung in das Städtische Krankenhaus. Der zweite Junge befindet sich noch in Lebensgefahr.— Die Polizei hat nunmehr den„kleinen Herrn“ ermittelt, der in der Mor d- sache der Verkäuserin Katharina Oberst eine gewisse Rolle ge- spielt haben soll. Es ist eine Persönlichkeit, die sich schon seit einigen Wochen wegen verschiedener Strastaten in Untersuchungs⸗ haft befindet. Diese Person hat auch die Kleidungsstücke der Oberst an einen Händler verkauft, wo sie bereits aufgefunden wurden. Der Verhastete will die Sachen von einem ihm unbekannten Manne erworben haben. Die Untersuchung in dieser Angelegeuheit ist noch nicht abgeschlossen.— Stadtrat Dr. Kirchheim ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Von 18781898 war er Stadtverordneter, seit 1909 Stadtrat. Als Mitglied des Organisationsausschusses er⸗ warb er sich bleibende Verdienste um die Stadt. Universitäts⸗Aachrichten. — Von der Frankfurter Universität. Durch Ver⸗ fügung des Justizministers vom 20. Februar ist mit dem 1. April bei dem Oberlandesgericht in Frankfurt a. M. eine Kommission für die erste juristische Prüfung eingerichtet worden. Von diesem Tage ab sind die Bezirke der Oberlandesgerichte in Kassel, Köln, Düsseldorf und Frankfurt den Kommissionen für die erste jurisiische Prüfung in Kassel, Köln und Frankfurt gemeinsam überwiesen. Die Zulassungsgesuche der Rechtskandidaten sind an den Oberlandesgerichtspräsidenten in Köln zu richten. Dieser über⸗ weist wiederkehrend von je 16 Gesuchen dem Vorsitzenden der Prüfungskommission in Köln 9, in Kassel 4 und dem Vorsitzenden der Kommission in Frankfurt 3 Gesuche. Vorsitzender der neuen *. n ö a 8 N 7 1 e e 1 Prüsungskommimon in Frantturt ist der Senatspräsident Dr. der Kommission an die ordentlichen Professoren Dr. Burchard, Tr. Freudenthal, Dr. Kutiner, Dr. Lewald, Dr. Planitz, Dr. Giese, Dr. Peters und der außerordentliche Prosessor Dr. Delaquis. Mit⸗ glieder der Kommission sind serner die Oberlandesgerichtsräte Dr. Becker und Clasen, von denen ersterer zugleich zum Stell⸗ vertreter des Vorsitzenden ernannt ist, sowie Rechtsanwalt Dr. Hans Zester. Bandel. Gewerkschaft Gießener Braunsteinberg⸗ werke vorm Jernie. Die diesjährige Gewerken versamm⸗ lung findet am 28. Mai im Hote. Großherzog von Hessen statt. Berlin, 2k. April. Obwohl die Noheisener zeugung im Monat März eine weitere nennenswerte Erhöhung erfuhr, reicht diese nicht aus, um der starken Nachfrage zu entsprechen. Diese erfreuliche Feststellung konnte die Leuung des Roheisen⸗ verbandes bei Besprechung der Geschästslage in der gestrigen Hauptversammlung machen. 4 Märkte. se. Trankfurt a. M. Schwernemarktbe richt vom 28. April. Ausgetrieben waren 3109 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 00.00— 105. Mk., Schlachtgewicht 12.00— 128.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 95.50— 105.00 Mk., Schlachtgewicht 110.00 115.0 Mk. vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 100.00— 105.00 Mt., Schlachtgewicht 12/0012. Mk. vollfleischige Schweine von 128 bis 150 kg Lebendgewicht 100.00 105.00 Ml., Schlachtgewicht 124.00—1 8.00 Mk. Geschaft mittelmäßig. le. Frankfurt a. M., 28. April.(Orig.⸗Telegr. des„Gieß. Anz.“) Fruchtmarkt. Auf dem Fruchtmarlt ist bei schwachem Besuch kaum ein Angebot in greifbarer Ware. Futtermittel knapp und sest. Gerste 55 60 Mk., Mais 62—64 Mk. Ausländische Kleie 34—36 Mk., Kokoskuchen 32—33 Mk. Alles für 400 kg. le. Frankfurt a. M., 28. April.(Orig.⸗Telegr. des Gieß. Anz.) Kartoffelmarkt. Kartoffeln im Großhandel Me. 13,75 bis 140 Mk. im Kleinhandel Mk. 15,00— 16,00. Alles per 100 Kg. Letzte Nachrichten. Ein Bericht Liman paschas. WTB. Konstantinopel, 28. April. Beim gestri⸗ gen Empfang anläßlich des Jubiläums des Sultans teilte der Kriegsminister ein Telegramm des Befehlshabers der fünften Armee Liman Pascha mit, daß das Zentrum und der rechte Flügeldes Feindes vollständig geschlagen sei, und daß die Hoffnung bestehe, daß uuch der linke Flügel geschlagen werde. Vor Ppern. Haag, 28. April. Eine Sonderdepesche des„Vaderland“ meldet aus Dünkirchen: Von der Yserfront kommen beun⸗ . zerstört. Die Kirchtürme erscheinen in der Mitte durchbrochen. Die englische Rote⸗Kreuz⸗Hilfsstelle liegt südlich von Armentisres. Der Sanitätsdienst ist den Ansprüchen kaum gewachsen. In den Wäldern bei Oosteleteren wurde eine neue Hilfsstelle er⸗ richtet; dort liegen über 1500 Verwundete. Am Yser⸗Kanal zwischen Boesinghe und Steenstraate herrscht noch ein wütender Kampf; 600 Belgier trieben eine Ab⸗ teilung der Deutschen mit gefälltem Bajonett in den Kanal. Die Flüchtenden hatten jedoch Zeit, Not⸗ zeichen zu geben. Darauf stürmte eine große Anzahl Hilfe, und die deutsche Artillerie richtete ein vernichten⸗ des Feuer auf die Belgier; mehr als die Hälfte fielen, sind im Besitz der Deutschen, die auch die Wege nach El ver⸗ dinghen beherrschen. Der Kampf dauert mit unverminderter Heftigkeit fort. 5 Eine Ansprache Poincaréss an die Truppen. daß Präsident Poince Besuch abstatten. In Gegenwart Joffres überreichte er den sprache an die Truppen, in der er u. a. sagte: Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten! Ich überbringe Euren neuen Abteilungen den herzlichen Gruß des Vaterlandes. Eure gleichzeitig in den nördlichen Gegenden, im Zentrum und in Süden rekrutierten Regimenter bringen in ihrer Zusammensetzung die enge Solidarität druck. Eure aus jungen und alten Leuten zusammengesetzten Regi⸗ menter bringen in derselben Pflicht und in derselben Hoffnung die folgenden Generationen einander nahe und zei den Beispiel, daß die französische Einigkeit in der Zeit wie auch im Raume unzerstörbar ist. Im Namen dieses unbesiegbaren und unsterblichen Frankreichs, das viele von Euch schon seit mehreren Monaten so tapfer verteidigen, und für das die anderen brennen, ihrerseits in den Kampf zu ziehen, vertraue ich Euch die Fahnen an, die künftig Euer Einigungszeichen sein werden und die Ihr zum Siege führen werdet. Richtet Eure Blicke fest auf die drei Farben, sie sind abhängigkeit, das Symbol alles dessen, was Ihr heute mit den Waffen zu beschützen oder zu rächen habt: Euer Geburtsland, noch keschmutzt durch die ohnmächtige Wut des Feindes, Eure Herde, an die Ihr eines Tages mit Ruhm gekrönt zurückkehren werdet Ihr seid, das geheiligte Gut unserer Ueberlieferung, den frrien glänzende Armee, in der Ihr Platz nehmen werdet, weiß, daß sie für das Wohl Frankreichs und die Freiheit der Welt kämpft. Das klare Bewußtsein dieser hohen Aufgabe hat ihr diesen so festen Glauben an diesen Schutz verliehen. Mißstände in Liverpool. i Köln, 28. April. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Kiel: Die Klagen der neutralen Schiffahrt über dir Zustände im Liverpooler Hafen verschärsen sich. Der Mangel an Angestell⸗ ten macht sich immer störender bemerkbar. Anscheinend dient Liver⸗ pool den britischen Dampfern als Zufluchtsort, die in der Irischen See auf deutsche Unterseeboote treffen. Die Anzahl der an⸗ lernden Schiffe ist nach neutralen Blättern in den letzten Tagen auffallend gestiegen. Für Rheumatiker und Neuralgieleidende. Kann seit langen Jahren zum ersten Male wieder geben. Herr Heinrich, München, schreibt:„Da ich schon seit mehreren Jahren fürchterliche Schmerzen in meinem Knie hatte und alle ärztliche Hilse, die ich bis jetzt gebrauchte, vergebens war, wandte ich mich noch in meiner Verzweiflung an Togal⸗Tabletten. Nach dem Gebrauch von ca. 3 Tagen waren die Schmerzen vollständig weg und seit 4 Wochen empfinde ich nicht den gerinasten Schmerz und kann jetzt wieder laufen, während ich früher nicht mehr wußte, wie ich vom Platze kommen sollte.“ Aebnliche Erfahrungen und noch überraschendere Erfolge erzielten viele andere, welche Togal nicht nur bei Rheumatts⸗ mus, sondern auch bei Kopsschmerzen, Hexenschuß. Ischlas, Schmerzen in den Gelenken, sowie bei Influenza gebrauchten. Togal löst die Harnsäure, das verheerende Selbstgist, wodurch ebenso rasche wie anhaltende Erfolge erzielt werden. Alle Apotheken führen Togal Tabletten. Best.: Aeid. acet. salie, Chinin Mg. I. 18.7⁰ * 9 ruhigende Berichte. Boesinghe ist durch Geschützfeuer völlig von Deutschen ihren bedrängten Kameraden zu der Rest wurde gefangen genommen. Die Gebüsche ber Liz erne Lopenhagen, 28. April. Aus Paris wird gemeldet, aré und Kriegsminister Mille⸗ rand der Front zwischen der Oise und der Aisne einen neugebildeten Regimentern ihre Fahnen und hielt eine un⸗ der verschiedenen Teile des Landes zum Aus- das Wahrzeichen der militärischen Ehre und der nationalen Un⸗ 1 Eure alten Vater, Cure Mütter, Eire Frauen und Minder, bit 0 mit einem ruhigen Mute Euch in den Arbeiten auf dem Lande und in der Werkstätte ersetzen, und auch die Provinzen, die uns ehedem mit Gewalt entrissen wurden und die ihre iung e⸗ warten. Und auch die große Vergangenheit, deren würdige Erben Gedanken unserer Rasse und die Zukunft unserer Zivilisation. Die Creischmar. Von Rechtslehrern der Universität Frankfurt gehören zeigen in einem rühren⸗ Oberleutnant c der Reserve, Inhaber des Leutnant der Reserve, Karl Spamer, Lanarichter Hauptmann und Bataillonsführer, ln den Kämpfen fürs Vaterland fielen unsere lieben Korpsbrüder Friedrich Weltz, Rechtspraktikant Kriegsfreiwilliger Hugo Schneider, Stadtrat Robert Weitert, Amtsrichter Oberleutnant der Reserve und Kompagnieführer, Inhaber des Eisernen Kreuzes Otto Küchler, Dr. jur. les Ei Inhaber d Kreuzes. Ehre jhrem Andenken! Der C. C. der Teutonia. Villa g Hofmaunstraßte 5 auf einige Jabre zu vermieten. Anzu⸗ sehen von 11 12 Ubr. 102 S8sfi Die seither von d Dr. rrn Sattler innegehabte Wohnung, bestehend aus 11 Badezimmer usw,, mit elektr. Licht und Wasserleitung ver— Zimmern, Juli oder Ang. Seltersweg 9. sehen, ist ver 1. früher zu vermieten. 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