ener Famillendlätter; wöchentl. Krels⸗ für den Kreis Gießen Dienstag und. Lanz. zweimal monatl. Land Gießener E: 112 Geschäftsstellesl jür Drahtnach- richten: 1 Annatme don Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. r * Hauptquartier, 24. April.(WTB. Amtlich. 8 estlicher Kriegsschauplatz. ö Alle Versuche des Feindes, uns das nördlich und nord⸗ aͤstlich non Npern gewonnene Gelände streitig zu machen, ißlangen. Nördlich von Ypern brach ein starker französi⸗ cher, nordöstlich von Ypern bei St. Julien ein englischer griff unter Verluften zusammen. Ein weiterer feindlicher Angriff an und östlich der Straße Ypern⸗Bir⸗ schaote hatte nachts dasselbe Schicksal. Westlich des Kanals wurde nachts der Ort Lizerne von unseren Trup⸗ pen gestürmt. Die Zahl der gefangenen Franzosen, Eng⸗ läuder und Belgier hat sich auf 2470 erhöht; außer im ganzen 35 Geschützen mit Munition fielen eine grö⸗ Fere Anzahl von Maschinengewehren, viele Gewehre und son⸗ stiges Material in unsere Hände. In der Champagne sprengten wir nördlich der Beauséjour⸗Ferme heute nacht mit vier Minen einen feind⸗ lichen Schützengraben; die Franzosen erlitten hierbei ftarke Verkuste, zumal ihre Artillerie das Feuer auf die eigenen Gräben legte. Zwischen Maas und Mo sel erneuerten die Fran⸗ zofen an mehreren Stellen ihre Angriffe; im Ailly⸗Walde behielten wir im Bajonettkampf die Oberhand; weiter öst⸗ lich wurden die an einzelnen Stellen in unsere Linien ein⸗ gedrungenen Franzosen wieder hinausgeworfen; im Priefter⸗ 3 wir 78 8 ee n den Bogesen erten Nebel un nee die Ge⸗ 8 stliche r K sch 1 estlicher Kriegsschauplatz. Im Osten ist die Lage unveründert. a Oberste Heeresleitung. Großes Hauptquartier, Amtlich.) 3810 Abril eroberte Gelände nördlich von Ypern wurde uch gestern gegen feindliche Angriffe behauptet. Weiter öst⸗ segten wir unseren Angriff fort, stürmten die Ferme So⸗ laert südwestlich von St. Julien, sowie die Orte St. Julien und Keresselaere und drangen siegreich gegen Grafenstafel vor. Bei diesen Kämpfen wurden etwa 1000 Engländer gefangen genommen und mehrere Maschinen⸗ gewehre erbeutet. Ein englischer Gegenangriff gegen unsere Stellung westlich von St. Julien wurde heute früh unter schwersten Verluften für den Feind zurückge⸗ g schlagen. 5 PMestlich von Lille wurden Angriffsversuche der Eng⸗ länder durch unser Feuer im Keime erstickt. . In den Argonnen schlugen wir nördlich von Le N— Paris einen Angriff zweier französischer Batail⸗ lone Auf den Maas höhen, südwestlich Combres, erlitten die Franzosen eine schwere Niederlage. Wir gin⸗ den hier zum Angriff über und durchbrachen in einem Ansturm mehrere hintereinander liegende französische Linien. Nächtliche Versuche der Franzo⸗ fen, uns das eroberte Gelände wieder zu entreißen, scheiterten unter schweren Verlusten für den Feind. 24 französi⸗ sche Offiziere, 1600 Mann und 17 Geschütze blieben bei diesen Kämpfen in unserer Hand. 5 ischen Maas und Mosel kam es sonst nur an einzelnen Stellen unserer Südfront zu Nahkämpfen, die bei Aiuüilly noch nicht abgeschlossen sind. Im Priesterwalde miß⸗ glückte ein französischer Nachtangriff. 2 In den Vogesen behinderte auch geftern starker Nebel die Gefechtstätigkeit 5 * Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage im Osten ist unverändert. ö 1 Zwei schwüchliche Angriffe der Russen westlich Cie⸗ chanow wurden abgewiesen. b l 1 Als Antwort für Bombenabwürfe der Russen auf die friedliche Stadt Neidenburg wurde der Eisenbahnknoten⸗ punkt Bialystok von uns nochmals mit 20 Bomben belegt Oberste Heeresleitung. *** Neue Kämpfe und neue Siege! Es werden dabei nicht die großen Ziffern genannt wie im Osten, aber was uns an den flandrischen Erfolgen in so hohem Maße zur Gemigtuung gereicht, das ist die Beweisführung von der Ohumacht des egnglischen Heeres. Man weiß, wie viel den Engländern daran liegt, ger auf diesem nördlichen Schauplatz des Krieges standzuhalten und womöglich siegreich vorzurücken, und es ist bekannt, daß England sich nicht etwa entschließt, dem General Joffre zu anderen Unternehmungen an anderer Stelle der Westfront mit nennenswerten Kräften zur Verfügung zu stehen. Es besteht zwischen Franzosen und Engländern nicht die brüderliche Bundestreue und Hilfsbereitschaft wie zwi⸗ schen den Deutschen und den Oesterreichern. Dafür läßt sich a r auch genauer nachprüfen, wo bei unseren Feinden im Westen die beste und stärkste Arbeit verrichtet wird. Die Eng⸗ änder fechten in Flandern nicht allein, sie haben die Hilse des Restes der belgischen Armee, und unweit von Mern be⸗ ginnt schon ein Stück rein frauzösischer Front Lloyd George hat neuerdings im englischen Unterhause die Heeresorgani⸗ 25. April.(WTB. 9 1 105. Jahrgang 1 . 5 2 5 5 70 U 1* 5 1 0 0 5 1 zeiger General⸗Anzeiger für Gberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Montag, 2b. April 5 f Svezugosrets: monatl. 75 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel; jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den 1 politischen Teil und das 6 Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Bermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. sation Kitcheners gelobt und mit Stolz auf di Monaten aus dem Boden gestampfte Heer wir wollen die kriegerische Tüchtigkeit der ven nicht bezweifeln, aber wo lagen bish Einzig und allein in der Defensive. Sie sch und Calais. Die englischen Angrisse habe ang noch zu keinen nennenswerten Erfolgen geführt; Neuve Chapelle wird in der Kriegsgeschichte hauptsächlich als ein Denkmal sütr gefallene Engländer erscheinen. ses in wenigen wiesen. Nun, lischen Trup⸗ e Erfolge? Ditn kirchen Deutschland hat in den letzten Kämpfen bei Mpern aller Welt dargetan, daß die Engländer uns wohl manches zu schaffen machen, aber als furchtbarer entscheidender ütsche Offensive stetig voran: Kräfte haben Ansturm aufzu⸗ r in Gefangen⸗ 1 Schauplatz in F 3470. Die am ten Orte liegen stseite des Yser⸗ Gegner keineswegs in Frage kommen. lebt auch in Flandern noch, und sie s aller Widerstand und alles Aufraffen i den Gegnern nicht geholfen, den deutschen halten. Es gerieten neuerdings 1000 Englä schaft und die Zahl der auf dem fland den letzten Tagen Gefangenen erhöht sich Samstag von den deutschen Truppen erob im Nordosten von Ypern, also auch auf den an kanals. St. Julien liegt etwa 5 Kilometer nordpstlich von Mpern, Grafenstafel, gegen das unsere Truppen im siegreichen Vorrücken begriffen sind, liegt drei bis vier Kilo⸗ meter östlich von St. Julien. Diese in me en Tagen fort⸗ gesetzten Erfolge lassen sich, so viel sib ich die Herren Joffre und French abmühen, nicht v schiebt die Schuld an der doch zie gegebenen Niederlage den französift diese sicherlich sehr erbaut sein werden sein Heil wieder einmal im Auftragen er die deutschen Erfolge einfach bestreitet Ausland wird die englischen und französischen Berichte er hal⸗ K d dami issen, wie die Din n v. de deutlis eber. Ziffern gena n. Freuch will die vier schweren Ge⸗ chütze, von denen in der deutschen Freitagmeldung zu lesen war, wieder zurückerobert haben. Vielleicht wird dies von deutscher amtlicher Seite noch als Unwahrheit zurückgewie⸗ sen werden. Die Franzosen haben auch auf den Maashöhen südwest⸗ lich von Combres eine schwere Niederlage erlitten. 24. zösische Offiziere, 1600 Mann und 17 Geschütze fielen ei in deutsche Hand. Während so die deutschen Waffen Erfolg an Erfolg reihen, ist es nicht die Zeit, müßige Friedens⸗ erüchte zu beschwatzen. Eine nachstehend wiedergegebene amtliche deutsche Feststellung, daß die leitenden Kreise dar⸗ auf beharren werden, die Feinde gründlich auf die Knie zu zwingen, wird mit allgemeiner Zustimmung be⸗ grüßt werden. Auch der Stand der Ereignisse im Osten läßt ein gün⸗ stiges Fortschreiten der deutschen Sache erwarten. Aus den Karpathen wird ein neuer wichtiger Erfolg gemeldet: Der Feind ist aus seinen Stellungen beiderseits des Orawa⸗ tales geworfen worden. Dieses Tal liegt etwa 30 Klm. öst⸗ lich des vielgenannten Uzsoker Passes. Die russische Offensive muß in Rückzug und Flucht umschlagen. Gerade die jetzige Lage in den Karpathen verspricht für die nächste Zukunft noch manches 1 1. Ereignis. Die größte Schlacht der Weltgeschichte, die sich dort abgespielt hat, wird Sieg auf der einen und Niederlage auf der andern Seite bringen. Um dies in die Erscheinung zu bringen, dazu bedarf es noch heißer Kämpfe und Mühen. * deutlich zu⸗ ypen zu, wovon e aber sucht Lügen, indem * Gegen die Gerüchte von Friedensverhandlungen. Berlin, 24. April.(WTB. Amtlich) Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt: Von verschiedenen Seiten hören wir, daß in Stadt und Land Gerüchte über eine Anbahnung von Friedensverhandlungen in Umlauf gesetzt wer⸗ den. Des Näheren wird angedeutet, daß vorbereitende Schritte zur Herbeiführung eines Sonderfriedens mit England auf der Grundlage gewisser englischer Wünsche und Forderungen im Gange seien oder in Gang gebracht werden follen. Kein Urteilsfähiger kann daran denken, die für Deutschland günstige Kriegs⸗ lage zugunsten eines vorzeitigen Friedensschlusses mit irgend einem seiner Feinde preiszugeben. Nach der vorläufig allein mög⸗ lichen allgemeinen Umschreibung des Kriegszieles, die der Reichskanzler in seinen Reden gegeben hat, müssen wir jeden Vor⸗ teil der militärischen Lage benützen, um die Sicherheit zu schaf⸗ fen, daß keiner mehr wagen wird, unseren Frieden zu stören, und dabei muß es bleiben. Die Gerüchte ber deutsche Friedens⸗ neigungen sind, gegenüber unsererun verminderten Ent⸗ schlossenheit zur Niederkämpfung der Gegner, törichte oder böswillige, auf jeden Fall aber mü ßig„Erfindungen. Verdrehungen in den Berichten unserer Feinde. Berlin, 26. April. Während die Oberste Heeresleitung neue deutsche Siege bei Mpern meldet, verdreht der amtliche französische Bericht vom Samstag abend die Tatsachen, welche den vorausgegangenen heftigen Kämpfen um das Dorf Lizerne zugrunde liegen. Die„Kreuzzeitung“ bemerkt dazu: Die dreiste Ableugnung des deutschen Erfolges durch Joffre wagt French nicht mitzumachen. Er gesteht in seinem Bericht die enormen weitere siegreiche Kämpfe in Flandern. Ein neuer Erfolg in den Karpathen. Verluste der kanadischen Diwision zu. Es ist nicht ohne In⸗ leresse, festzustellen, daß French die Franzosen für die Nieder⸗ lage verantwortlich zu machen sucht. Der amtliche französische Bericht. Paris, 24. April.(WTB. Nichtamtlich) Amtlicher Nach⸗ mittagsbericht vom 23. April: Gestern abend fanden ziem⸗ lich lebhafte Gefechte in Belgien statt. In der YMserschleife nördlich Dixmuiden warfen belgische Truppen gegen Schloß Wi⸗ cogne gerichtete Angriffe zurück und en dem Feinde starke Verluste bei. Nördlich Ypern gelang es den Deutschen, indem sie eine große Meuge erstickender Bomben verwendeten, deren Wirkung bis auf zwei Kilometer hinter unseren Linien verspürt wurde, uns 5 zum Rückzug in der Richtung des Merkanals gegen 4 Westen und in der Richtung nach Ypern gegen 5 Süden zu veranlassen. Der feindliche Angriff wurde unte- bunden. Ein kräftiger Gegenangriff gestattete uns, das Gelände wieberzugewinnen, wobei wir zahlreiche Gefangene machten. In St. Michiel griffen wir westlich und östlich von der zuvor eroberten Stellung an. Wir besetzten 700 Meter Schützengräben und machten etwa 100 Gefangene, darunter drei Offiziere. Herrn Joffre scheinen, nach diesem Bericht zu urteilen, recht unzuverlässige Nachrichten von der Front zuzukommen. Er dürfte also erst aus der heutigen Mitteilung der deutschen Obersten Heeres⸗ leitung die Wahrheit über den Umfang der englisch⸗französischen Schlappe am Mpernkanal erfahren haben. Paris, 24. April. WTB. Nichtamtlich.) Gestern abend wurde amtlich bekanntgegeben: In Belgien hatte die durch Bom⸗ ben mit erstickender Wirkung, deren sich die Deutschen bedienten, hervorgerufene Ueberrumpelung nördlich von Ppern leine ernstlichen Folgen Unser Gegegangriff rechts von den englischen Truppen kräftig, links von den belgischen Truppen gleichfalls unter⸗ stützt, entwickelte sich erfolgreich. Die englisch⸗französischen Truppen gewannen Gelände gegen Norden zwischen Steenstragte und der Straße Ypern— Poelcapelle; unsere Verbündeten machten Ge- sangene dreier verschiedener Regimenter. In der Champagne zerstörten wir bei Beaussjour ein in einer Kasematte aufgestelltes feindliches Geschütz, welches unsere Schützengräben unter Seiten⸗ Auf den Maas hö te der euer N 55 uf 8 ee zum Stehen gebracht wurden. Im Walde von Apremont daner⸗ ten unsere Fortschritte an der Tote de Vache an; in den eroberten Schützengräben waren etwa 200 tote Deutsche. Unsere Artillerie brachte zwei Munitionslager zur Explosion, wodurch eine in der Nähe befindliche Infanteriekompagnie fast vollständig vernichtet wurde. Wir erbeuteten einen Minenwerfer, ein Maschinengewehr und Kriegsmaterial.. Paris, 25. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von gestern abend; Nördlich von Ppern machten die Deutschen in der Nacht vom Freitag zum Samstag und am Samstag heftige Anstrengungen, um die vorgestern durch ihre erstickenden Gase hervorgerufene Ueberrumpelung auszunutzen. Ihre Bemühung hatte leinen Erfolg. Bei Tagesgrauen am Samstag gelang es ihnen, auf dem linken Merufer das Dorf Lizaer einzunehmen. Ein kräf⸗ tiger Angriff unserer Zuaven und der belgischen Carabinieri brachte uns wieder in den Besitz des Dorfes, das wir bald hinter uns ließen. Auf unserem linken Flügel rückten wir merklich vor im Verein mit der belgischen Armee. Auf unserem rechten Flügel gingen wir laugsamer vorwärts. Inzwischen waren die englischen Truppen der Gegenstand eines heftigen Angriffs. Sie erwider⸗ ten ihn mit einem sofortigen Gegenangriff, dessen Ergebnisse noch nicht bekannt sind. In der Champagne, am Nordvorsprung einer Feldschanze von Beauséjour brachten die Deutschen fünf starke Minen in der Nähe unserer Schützengräben zur Explosion. Trotz der Heftigkeit der Sprengwirkung wurden die Trichter, die einen Durchmesser von 25 Metern besitzen, alsbald von unseren Truppen besetzt, die dort dem Feinde zuvorkamen. Sehr heiße Kämpfe wurden im Walde von Ailly geliefert, wo die Deutschen ihre verzweifelten Bemühungen verdoppelten, um 700 Meter Schützengräben, die wir ihnen entrissen haben, wiederzugewinnen. Nachdem wir am Morgen des 22. April einen Teil dieser Gräben hatten räumen müssen, nahmen wir ihn im Laufe des Tages wieder ein und behaupteten uns an dieser Stelle. Im Walde von Apre⸗ mont und an der Tete de Vache beschoß uns der Feind heftig, griff aber nicht mehr an. ö Der Bericht des Generals French. London, 24. April.(WTB. Nichtamtlich.) Reutermeldung French meldete gestern, daß der Feind am 22. April abends dit französischen Truppen zur Linken der englischen Truppen in der Nähe von Birschoote und Langemarck nördlich von Ypern angriff. Eine heftige Beschießung ging voraus, bei der der Feind viele Apparate zur Hervorbringung erstickender Gase benutzte. Aus der Menge der erzeugten Gase geht hervor, daß dies nach einem vorbedachten Plane im Widerspruch mit der Haager Kon⸗ vention geschehen ist. Die Franzosen mußten sich infolge der Gase nach dem Kanal bei Poesinghe zurückziehen, und wir waren gezwungen, unsere Linie in Uebereinstimmung mit der französischen zu ändern; unsere Front blieb intakt. Außer diesem Angriff auf unserer äußersten Linken fand ein solcher auch gegen die Laufgräben östlich von Ypern statt, er ist aber ab⸗ geschlagen worden. Der Kampf nördlich von Ypern dauert fort. Heute wurden zwei deutsche Flieger heruntergeschossen. London, 24.*(WTB Nichtamtlich.) Das Kriegs⸗ amt teilt mit: Der Kampf um das Gelände zwischen Steen⸗ straate und Langemarck, wo die Deutschen durchdrangen, dauert noch an. Der Verlust dieses Teiles der Linie entblößte den linken Flügel der kanadischen Division, der zum Rückzug gezwungen wurde, um mit dem rechten Flügel der benachbarter Truppen Fühlung zu behalten. Im Rücken der letzteren befan⸗ den sich vier kanadische 4,7 Zollkanonen, die in die Hände des Feindes fielen. Aber einige Stunden später machten die Kanadier einen brillanten erfolgreichen Vorstoß und er⸗ oberten die Kanonen zurück.(2 Sie nahmen eine be⸗ trächtliche Anzahl Deutsche gefangen, darunter einen Obersten. Die Canadier hatten große luste, aber ihre Tapferkeit und Entschlossenheit retteten die Lage.(Die Absicht, die englische Nie⸗ derlage zu bemänteln, spricht so deutlich aus dieser Meldung, daß selbst die Landsleute Kitcheners trotz der Umhüllung wir eine bittere Pille schmecken werden.) g Lawrence“ von einem deutschen Unterseeboot in Grund bei Koziowa ein neuer Erfolg erzielt. Nach tagelangem gener Dampfers„Embla“, der heute hier aus England der Küste Die französischen Neserven. Paris, 25. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der Heeres⸗ ausschuß der Kammer hat dem„Temps“ zufolge einen Gesetzentwurf Dalbiez angenommen, nach dem alle waffenfähigen Mannschaften, welche bisher zum Frontdienst noch nicht einberufen oder im Verwaltungs dienste des Staates, eines Departements oder einer Ge— meinde angestellt waren, in den Frontdienst eingezogen wer— den. Die bisher in der Verwaltung beschäftigten eingezoge nen Mannschaften sollen durch Kriegsinvalide, oder Frauen, Mütter, Töchter und Schwestern gefallener oder verwun— deter Soldaten ersetzt werden. * 0* Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte. Wien 24. Ayril.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 24. April 1915, mittags. In den Karpathen stellenweise heftiger Geschützlampf. Im Abschnitt des Uzsoler⸗ passes wührend des Tages vereinzelte Vorstößze der Russen, die durchaus abgewiesen wurden. Nachtangriffe des Feindes entlang der Turkaerstraßer und westlich dieser scheiterten neuerdings unter großen Verlusten des Gegners. Die sonstige Lage ist unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 25. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird nerlautbart vom 25. April 1915 mittags: An der Karpathenfront wurde im Orawatale mit großer Zähigkeit durchgeführten Sappenangriff er⸗ stürmten gestern unsere Truppen die Höhe Ostry, süd⸗ lich Koziowa. Gleichzeitig gelang es den anschließenden deut⸗ scheg Truppen an und westlich der Straße Raum nach vorwärts zu gewinnen. In Summa wurden 652 Russen gefangen. Durch die Erstürmung der Höhe Ostry und durch die Eroberung des Zwirinrückens anfangs April ist nunmehr der Feind von den verbündeten Truppen aus der ganzen seit naten zäh verteidigten Stellung beider⸗ seits des Orwatales geworfen. In den N Abschnitten der Karpathenfront verein⸗ zelter 24285 amypf. In Galizien und Polen zumeist Ruhe. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der türtische Bericht. Konstantinopel, 25. April. WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des Hauptquartiers. Heute vormittag eröffnete die rxussi⸗ sche Flotte zu Demonstrationszwecken ein Feuer außerhalb der Feuerlinie unserer Bosporusbefestigungen, das eine halbe Stunde dauerte, und zog sich unmittelbar darauf in nördlicher Richtung zurück. Unsere Befestigungen hielten es nicht für not⸗ wendig, das Feuer zu erwidern.— Von den übrigen Kriegs schauplätzen liegen noch keine wichtigeren Meldungen vor. Enver Pascha. Konstantinopel, 24. April.(WTB. Nichtamtlich.) Kriegsminister Enver Pascha ist zum Generaladju⸗ tanten des ernannt worden. Die Stimmung in Italien. Berlin, 26. April. Zur Stimmung in Italien wird verschiedenen Morgenblättern aus Rom berichtet, daß diese plö tz ⸗ lich ein neues Gesicht erhalte. Die philosophische Fakultät der Unwersität beschloß einstimmig eine Tagesordnung, durch die der Rektor aufgefordert wird, eine Untersuchung gegen die Stu⸗ denten einzuleiten, die die Collegs eines als deutschfreundlich be⸗ kannten Professors stürten, und dem Professor sein Lehrrrecht zu⸗ rückzugeben. Russische Flieger über Neidenburg. Allenstein, 24. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Allen⸗ steiner Zeitung“ meldet: Zwei russische Flieger erschienen heute früh über Neidenburg und warfen Bomben ab. Am Bahn- hof wurde einiger Schaden angerichtet. In einem Zuge wurden AN Fensterscheiben zertrümmert. Zwei Kinder wurden leicht Graf Zeppelin Ritter des Eisernen Kreuzes 1. Klasse. Stuttgart, 24. April.(WTB. Nichtamtlich.) Nach dem Württ. Militär Verordnungsblatt hat Graf Zeppe— lin das Eiserne Kreuz 1. Klasseserhalten. * * 5 Der Seekrieg. 24. il.(WTB. Ni klich.) Der„Berl. rhalk der———* die der englische Fischdampfer„Saint 0 Berlin, Lachrich daß eschossen sei. Von der Besatzung seien sieben Mann in n und zwei Mann ertrunken. In d n Blatt wird berichtet, daß Asq N der gestrigen Unterhaussitzung auf eine Anfrage von Lord rd erklärt habe, ein neuer gemeinsamer Angriff von Heer und Flotte auf die Dardanellen würde unter Verantwortung der Regierung vorgenommen werden. Stockholm, 24. April.(WTB. Nichtamtlich.) Nach hier ein⸗ getroffenen Nachrichten ist der finnische Dampfer„Fraack“, der nach einer gestrigen ung in der Nähe Finnlands unter⸗ gegangen ist, von einem deutschen Unterseeboot torpediert worden. Er ist sofort gesunken. Die Besatzung wurde gerettet. Die Torpedierung hat wahrscheinlich am frühen Morgen stattgefun⸗ den. Man schließt aus dem Ausdruck„in der Nähe von Aiuafand daß der Dampfer bei Aaland torpediert worden ist. Der Dampfer ist von Stockholm in der Nacht von Donnerstag zum Freitag ab⸗ gegangen, passierte Soederarm am Freitag morgens 4 Uhr. Abends sollte er in Aabo eintreffen. Er hatte Stückgut, zumeist Baum wolle, geladen. Die Besatzung bestand aus dem Kapitän Sabel⸗ stroem und 12 oder 13 Finnen. Der Dampfer gehörte einer mit französischem und russischem Gelde 8 finnischen Ge⸗ sellschaft. Alle in Stockholm befindlichen Dampfer haben die Wei⸗ sung erhalten, vorläufig hier zu bleiben. Kopenhagen, 25. April.(WTB. Nichtamtlich.) Aus Frederiksstad wird gemeldet: Der Kapitän des Ber⸗ eingetroffen ist, teilt einem hiesigen Blatte mit, daß er vor⸗ gestern mitten auf der Nordsee gesehen habe, wie ein deutsches Unterseeboot zwei oder drei beladene nor⸗ wegische Fahrzeuge anrief. Das eine war die„Eva“ aus Langesund, das andere eine graugestrichene Bark, deren Namen der Kapitän nicht sehen konnte. Etwas später sei eine starke Hanonade zu hören gewesen, weshalb der Kapitän befürchtet, daß beide Fahrzeuge in den Grund ge⸗ bohrt worden seien. London, 25. April.— Nichtamtlich.) Der Fisch⸗ dampfer„Fuchsia“ traf gestern in Aberdeen ein, mit der Mannschaft des Fischdampfers„Envoh“ an Bord, der von London, 25. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der schwedische Dampfer„Ruth“ aus Gothenburg wurde am Mittwoch 100 Meilen östlich von Firth of Forth von einem deutschen Unterseeboot tor⸗ pediert und versenkt. Die Besatzung ist in Leith gelandet worden. *** Aus dem englischen Unterhause. London, 24. April. WTB. Nichtamtlich) Unterhaus. Lloyd George pries die Heeresorganisation Kitcheners. Nach nun acht Monaten habe England eine Armee, die sechsmal größer sei als die frühere und erstmalig eine Armee von kontinentalem Maßstabe. Eine große Uleberraschung des Krieges sei der Bedarf an Artil⸗ leriemunition. In den vierzehntägigen Kämpfen bei Neuve Chapelle habe die englische Artillerie sast ebensoviel Munition ver⸗ braucht wie im ganzen Burenkriege. Ferner habe eine große Ver⸗ änderung im Charakter der Munition stattgefunden. Die High⸗ explosives hätten die Schrappnells verdrängt, daher wurde eine Aenderung der ganzen Maschinerie zur Herstellung neuer Munition mitten im Kriege notwendig. Auch die anderen kriegführenden Na⸗ tionen hätten diese Erfahrung gemacht. Die deutschen Geschosse seien schlechter als zu Beginn des Krieges. Die Regierung plante zuerst nach französischem Muster eine Regelung nach der Art, daß die Waffenfabriken mit anderen Firmen Unterkontrakte machten. Die Herstellung der Munition für die Artillerie sei gestiegen. Wenn man die Produktion für September mit 20 ansetze, so hätte sie im Oktober 90, im Dezember 256, im Januar 186, im Februar 256 und im März 388 erreicht. Sie stieg also seit dem September um das Neunzehnfache. Aber die Methode der Unterkontrakte genüge nicht mehr für die kommenden Wochen. Ein neues Komitee im Kriegsamte wolle neue Werke für die Herstellung von Munition einrichten. Die Produktion der Highexplosives stehe jetzt so, daß die Engländer trotz der großen Lieferungen an die Verbündeten aller Sorgen enthoben seien. Lloyd George wandte sich der Arbeiter⸗ frage zu und hielt betreffend der Trinkfrage seine früheren Acu⸗ ßerungen aufrecht. Er betonte, daß er von der Minderheit— aber der wichtigen Minderheit— der Arbeiter gesprochen habe. Die Regeln und Gewohnheiten der Gewerkschaften dürften kein Hinder⸗ nis für die Herstellung der Munition bilden. Bonar Law erklärte sich durch die Ausführungen Lloyd Georges befriedigt. Er griff die Rede Asguiths in Neweastle an und kritisierte die Langsamkeit des Entschlusses der Regierung, die Nation zu mobilisieren. Er fragte, wie die beiden Kommissionen für die Herstellung der Munition koordiniert werden könnten. Die Admiralität und das Kriegsamt konkurrierten bei denselben Firmen um Lieferungen. Kommissionen seien in solchen Zeiten ungeeignet für solche Aufgaben. England besitze größere geschäftliche Orgaui⸗ sationsfähigkeit als andere Länder, mache aber den geringsten Ge— brauch davon. Blockade über die Küste von Kamerun. Paris, 25. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das Amts⸗ blatt gibt bekannt, daß der Befehlshaber der alliierten Flotten vor Kamerun am 20. April den deutschen Behörden der von den Alliierten noch nicht besetzten Teile Kameruns sowie dem„ e von Fernando Po mitteilte, daß vom 23. April mitternachts an die Blockade über die Küste von Kamerun zwischen den Mündungen des Kwayafeflusses und des Bimbiacreckflusses sowie zwischen den Mündungen des Sanayaflusses und des Campoflusses verhängt würde. Den in der Blockadezone sich befindlichen neutralen oder befreundeten Schiffen wurde bis 25. April mitternachts eine Frist zum Verlassen der Blockadezone gesetzt. Gegen jedes Schiff, das die Blockade zu verletzen — wird gemäß der internationalen Rechte vorgegangen werden. Der ameritanische Handel. u, 24. April. WT Nichtamtlich.)„Tunes“ melden Lon do York a einem Bericht der Zollbehörde in New e w Nen über den Außdcahelkdel im März betrug die Eünsuhr aus Deutschland über New Pork 269 660 Lst. gegen 2 292 113 Ft. im März 1914. Die direkte Ausfuhr nach 1 betrug nur 3131 Lst. und die indirekte Einfuhr nach Deutschl sucht der Korrespondent der„Times“ aus den Verschiffungen nach neutralen Ländern abzuleiten. Die Ausfuhr nach Dänemark und Schweden betrug im März beinahe das Doppelte der Ausfuhr im Februar, die Ausfuhr nach Holland weist eine Vermehrung von 50 Prozent auf. Die angeführten Ziffern für März 1915 und März 1914 sind: Für Holland 1922 263 Lst. und 898 240 Ost., für Schweden 1 544 370 und 128 815 Lst. Für Dänemark 1084 292 und 93 302 Lst. Norwegen 548 017 und 108 270 Lst. Griechenland 653 640 und 18 489 Lst. Italien 1743048 und 420 602 Est. Die Gesamtausfuhr betrug 25 383 905 Lst., was gegen März 1914 eine Zunahme um 80 Prozent bedeutet. Die Ausfuhr nach England weist eine Abnahme von 6811795 Lst. und nach Frankreich 4751937 Lst. auf. Die Einfuhr aus England betrug 2 714000 Lst., das sind 60 000 Lst. weniger als 1914. Die Einfuhr aus Frankreich weist eine Verminderung von unge⸗ fähr 50 Prozent auf. China und Japan. London, 24. April.(WI Nichtamtlich.) Die„Times“ meldet aus Tokio: In den Verhandlungen zwischen Japan und China ist eine völlige Stockung angetreten. Man glaubt, Japan werde genötigt sein, die ganze Frage durch ein Rompro⸗ miß zu lösen und zwar vor dem Zusammentritt des Parlaments, um einer Er ng det öffentlichen Meinung zuvorzukommen. Die Ausländer in Japan sind entschieden gegen die japanischen derungen, die die wohlerworbenen Rechte verletzen w 1 *** Wechsel in der deutschen Gesandtschaft im Haag. Haag, 25. April.(WTB. Nichtamtlich,) Das Korrespon⸗ denzbureau meldet, daß der gegenwärtig beurlaubte deutsche Ge⸗ sandte v. Müller sich aus Gesundheitsrücksichten dauernd von der diplomatischen Laufbahn zurückziehen und Ende April oder Anfang Mai nach dem Haag kommen„um der Königin sein Abberufungsschreiben zu überreichen und die Abschiedsbesuche zu machen. In der Mitteilung werden die diplomatischen Verdiente des scheidenden Gesandten hervorgehoben, seine Beliebtheit in den Kreisen der Niederländischen Gesellschaft betont und die Hoffnung ausgedrückt, daß er bald wieder in den vollen Besiß seiner Gesund⸗ heit gelangen möge, v. Müller sei immer eifrig bemüht gewesen, die guten freundschaftlichen Beziehungen zwischen seinem Lande und den Niederlanden zu pflegen und aufrecht zu erhalten. Er habe sich durch seinen persönlichen Umgang viele Freunde erworben, weshalb sein Scheiden von vielen bedauert werde. Deutsche Schatzscheine in Amerika. Berlin, 24. April.(WTB. Amtlich.) Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet: Ein amerikanisches Banken- konsortium übernahm deutsche Reichsschatz⸗ . von neunmonatiger Laufzeit im Betrage von zehn Millionen Dollars und hat sie in seine Kundschaft untergebracht. Die Transaktion dient zur Verstärkung der deutschen Guthaben in den Vereinigten Staaten. Aus dem Reiche. N Der Glückwunsch des Kaisers an Staatssekretär v. Tirpitz. Berlin, 24. April.(WDB. Nichtamtlich.) Der Kaiser hat dem Staatssekretär des Reichsmarineamts Großadmiral v. Tirpitz anläßlich des 50jährigen Dienstjubiläums fol⸗ gende Or der zugehen lassen: „Gr ler 24. April 1015. Ich spreche Ihnen zu dem heutigen ahren einem ir bescesen Unterseeboot Mittwoch abend an n wurde. Es ist unbekannt, ob der„Envoy“ Gedenktage Ihres vor 50 erfolgten Eintritts in den Marinedienst meinen herzlichsten Glückwunsch aus und gebe gleichzeitig meiner Freude 155 935—. 5 4 1 D 1 eit zu begehen. Ich benütze gerne die meiner N Dankbarkeit für Ihre dem durch den erfolgreichen Ausbau der Marine roßen Dienste zu versichern. Mit berechtigtem ze 1 Sie heute auf dieses Ihr Lebenswerk blicken, dessen Beden tung der gegenwärtige Krieg in das höchste Licht gesetzt hat. Als äußeres Zeichen meiner dankbaren Gesinnung verleih ich Ihnen hiermit die Schwerter zum Kreuz der Großkomture des Königlichen Hausordens von Hohenzollern.(gez.) Wilhelm I. R.“ Die Ausdehnung der Kriegswochenhilfe. 0 Die Bedeutung der neuen eh Bun⸗ desrats betreffend die Ausdehnung der Kriegswochen⸗ hilfe erhellt aus den ersten drei Paragraphen. 1 51 lautet: Wöchnerinnen, die nicht schon bis An⸗ spruch auf Wochenhilse seitens des Reiches haben, eine solche während der weiteren Dauer des Krieges ge⸗ währt, wenn 1. in diesem Kriege ihre Ehemänner dem Reiche Kriegs-, Sanitäts- oder 73 Dienste leisten, oder an deren Weiterleistung oder an der Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit durch Tod, Verwun Erkran oder 1 verhindert sind; 2. oder wenn sie Minder⸗ bemittelte im Sinne des 8 2 sind. 4 1 Der 8 2 lautet: Wöchnerinnen gelten als minder⸗ bemittelt, wenn sie auf Grund des Gesetzes vom 28. Fe⸗ bruar 1888 in der Fassung des Gesetzes vom 4. 3 1914 unterstützt werden. Sofern nicht Tatsachen die Annahme rechtfertigen, daß eine Beihilfe nicht benötigt wird, gilt eine Wöchnerin fernerhin als unbemittelt, wenn 1. ihres Chemannes und ihr Gesamteinkommen in dem Jahre oder Steuerjahre vor dem Dienstantritt 0 1) den von 2500 Mk. nicht überstiegen hat, oder 2. wenn ihr nach der Dienstantritt des Ehemannes verbliebenes Gesamteinkom⸗ men höchstens 1500 Mk. und für jedes schon vorhandene Kind unter 15 Jahren höchstens weitere Mk. 1 8 bestimmt: Die Wochenhilse ist auch für das un ⸗ eheliche Kind eines Kriegsteilnehmers der in 8 1 bezeich⸗ neten Art zu leisten, wenn es auf Grund des§ 2 Absaß 10 des Gesetzes vom 28. 1 1888 in der Fassung des G setzes vom 4. August 1914 unterstützt wird. 1 Die einzelnen Sätze der Wochenbeihilfe sind durch die neue Bekanntmachung des Bundesrats nicht ver⸗ ändert worden. 1 1 0 0 Berlin, 24. April.(WT Nichtamtlich.) Die„Voss. Ztg.“ meldet aus Weimar: Die ursprünglich für den 21. April geplante Feier zur Erinnerung an die vor Jahren erfolgte Erhebung des Herzogtums Sachsen⸗ Sto Weimar⸗Eisenach zum Großherzogtum soll zu⸗ gleich mit der Feier des Geburtstages des Gro ogs am 10. Juli, und zwar entsprechend dem Ernste der Kriegs⸗ zeit, in einfachen Formen began werden. f mön, 24. April.(WTB. Nichtamtlich.) Von S. M. dem Kaiser ist auf das Huldigungstelegramm des Oberbürger⸗ meisters anläßlich der 100 jährigen Zugehörigkeit der Stadt Köln zu Preußen nachstehendes Tele⸗ gramm eingetroffen:„Großes quartier, 24. Für treues Gedenken anläßlich der 100 jährigen Zu bdeig⸗ 14 keit der Stadt Köln zur Krone Preußens meinen—: Dank. Die Stadt kann stolz sein auf die Ruhmestaten ihrer Männer und Fünglinge, deren Kraft und Heldenmut zum Schutze des Vaterlandes n den Ansturm der Feinde hervorragend 1 5 die rheinische 1 sich auch im kommenden Jahrhundert als ein festes werk am deutschen Strom erweisen und der Kölner schaft des deutschen Aars Glück und Wohlergehen in Maße beschieden sein. Wilhelm.“ 15 55 Aus Stadt und Cand. 2 Gießen, 26. April 1915. Erhaltung der Anwartschaft bei der Angestelltenversicherung. Das Direktorium der Reichs versiche gestellte hat die nachstehende Belann ausschüsse und die Vertrauensmänner gemeinem Interesse ist, in den Angest i offenbar nicht genügend bekannt und gewürdigt wird: Der Krieg hat als Folgeerscheinung in unserem Wirt⸗ schaftsleben, namentlich in den ersten Kriegsmonaten,. größere Stellenlosigkeit von Angestellten mit 93 gebracht, die jedoch erfreulicherweise in der letzten 0 wieder erheblich im Rückgang begriffen ist. Es erscheint besonders 9 die bisher 1 15 teilweise noch stellenlosen Angestellten auf die geseßlichen 1 4 mungen au zu machen, die en f eine Sicherheit zur Verhinderung des Erlö⸗ schens der Antwartschaft gewähren. Einen a kae bietet der 8 50 des Gesetzes, der folgender autet: 1 digen Beiträge lauf ber im Abs. 1 t Pflichtbeiträge können, soweit sie lich sind, auf die gestundeten Beiträge Durch die Anrechnung lebt die Anwarts. iernach kann dem Versicherten beim wartschaft während der Wartezeit Stundung ständigen Beiträge durch die Reichsversicherungsan 0 währt werden, wobei spätere Pflichtbeiträge, soweit sie nicht gemäß 8 49 erforderlich sind, auf die ge Bei⸗ träge angerechnet werden können. Erforderlich 1 daß der Versicherte in der in 8 50 Abs. 1 d. a. O. angegebe⸗ nen Frist einen Stundungsantrag bei der Reichsver⸗ sicherungsanstalt stellt.„ 2 ** N 15 Auf dem Felde der Ehre 2 a 5 (Aus Hessen und den Nachbargebieten. l Landsturmmann Otto Lerch, Landw.-In 3 Darmstadt.— Offiz.-Slellv. und Lehrer d Jakob Bi Da rinstadt.— wehrm. Rudolf Päberlein, Inf. Reg aus Büdingen.— Exsat-Res. Karl Wolf aus Wolf.— Ke sreiw. Unteroff. Jos. Nover au Darmstadt. Das Eiserne 9 Klasse erhielt der Reserve-Regiment 116 stehende Wehrmann A. Pete Darmstadt, der als Koch im Felde die Speis Offiziere und Mannschaften herstellt und sie auch oft u dem Kugel- und Granatenregen weite Strecken weit bi die reg 2 55— N 17 Auszeichnung. Dem lern er Emil 2 aus Gießen, 5 3. Unteroffuier im dandfturmbate De W 75 n 3 7 Haberkorn. Am Samstag nachmittag sand eine ein⸗ drucksvolle. 1 55 Bahre des Rau konnte dieser Tage als Ergebnis einer auf unternommenen K Diese Summe worden sein. Bestattung des Geh. Medizinalrats Dr. dahingeschiedenen Geheimen Medizinalrats Dr. Haber kor min der Kapelle des Friedhofs am Nahrungsberg statt. Die Stadt Gießen wurde durch Oberbürgermeister Leller, durch Beigeordneten Krenzien sowie durch sast sämtliche Stadtverordnete, die Garnison durch Major Stephan sowie sämtliche vom Dienst abkömmlichen Offiziere und Unteroffiziere bei der Trauerfeier vertreten. Unter den Leid⸗ tragenden befanden sich als Vertreter der Justiz Land⸗ gerichtspräsident Dr. Güngerich, Oberstaatsanwalt Hof⸗ mann, die Landgerichts⸗Direktoren Prätorius und Schmeckenbecher, Ober⸗Amtsgerichtsrat Geh. Justizrat Gebhardt sowie zahlreiche Richter des Land und Amts- gerichts. Das Polizeiamt erzeigte dem Entschlafenen die letzte Ehre durch Entsendung eines Zuges Schutzleute. Stark vertreten war die e aus Stadt und Kreis Gießen. Pfarrer Schwabe hielt die Gedächtnisxede. Er entwarf ein schlichtes aber packendes Lebensbild des Verstorbenen, schilderte, was er als Mensch gewesen sei, was er als Arzt geleistet und wie er allezeit hilfsbereit seinen Mitbürgern gegenüber sich äti Der Tod habe hier eine schwer auszufüllende Lücke gerissen; über das Grab hinaus seten viele unserer Mitbürger dem Verstorbenen dankbar für das, was er ihnen getan. Aus einem glücklichen Fa⸗ milienleben habe der Tod ihn gerissen, als er sich eben von seiner amtlichen Tätigkeit zurückgezogen hatte, um die wohl⸗ verdiente Ruhe eines goldenen Lebensabends zu genießen. Namens der Stadt und der Stadtverordneten-Versammlung widmete Oberbürgermeister Keller dem dahingeschiedenen Stadtverordneten einen herzlichen worin er den verstorbenen Kollegen als einen 8 9 derer städti⸗ i der Bürger⸗ segene Viertel Sestersb leistungsfähi jetzt ohne e 2 Klein⸗Linden übernommen hat, beabsichtigt nämlich, am 1. Juli mit der Arbeit den ang zu machen. Zur Heran⸗ schaffung des Bodens, den der Einschnitt zwischen Klein⸗ Linden und Großen⸗Linden, das annte Lützellindener Waldstück, hergeben soll, werden sechs Lokomotiven und zwei Dampfbagger in Betrieb gesetzt. Der Unternehmer hat nun mit der Stadt Gießen einen Vertrag geschlossen, wonach ser ihm während der Bauzeit täglich 200 Kubik⸗ meter Wasser zur Kesselspeisung usw. bis zur Frankfurter Straße, dem Endpunkt unserer Quellwasserleitung, liefert. Hier wird jetzt ein Schacht eingebaut, in welchem ein Wasser⸗ messer Platz findet. Hinter dem Wassermesser aber baut sich der Unternehmer in einer Lä von 800 bis 900 Metern einen eigenen Rohrstrang, der über die Brücke hinter Klein⸗ Linden in dessen Gemarkung bis zur Verwendungsstelle des Wassers ger rt wird. Der Rohrstrang wird nach Fertig⸗ stellung Bahnbauarbeiten wieder entfernt, falls die Gemeinde oder die Eisenbahnbehörde an dessen Erhaltung nicht Interesse haben 5 Klein⸗Linden von der Stadt Gießen aus mit Quellwasser ohne Errichtung des kostspieligen Wasserturms zu versorgen, ist also durch den Vertrag mit der erwähnten Firma dar⸗ getan. ** Patriotischer Sammeleifer. Bahnschlosser Willy eigene Faust Goldsammlung 500 Mk. auf dem Bürger⸗ meisteramt abliefern. * Verhafteter Ausreißer. In der vorigen Woche war aus dem hiesigen Gefangenenlager ein Franzose namens Lamotte entwichen. Als gestern mittag die beiden Jagd⸗ besitzer Reuß und Ullrich ihr Je et bei Friedberg be⸗ traten, bemerkten sie einen Menschen im Sportanzug und Schirm⸗ mütze, der ihnen verdächtig vorkam. Auf ihre Anrede erhielten sie keine Antwort, denn der Betreffende konnte kein Wort deutsch. Tie Jäger nahmen ihn fest und brachten ihn nach Friedberg, wo sich herausstellte, daß es sich um den Flüchtling aus dem Gefangenenlager Gießen handelte. Er wurde sofort nach Gießen zurückgebracht. Kreis Alsfeld. l. Homberg a. d. Ohm, 24. Avril. Dem Gesreiten ud wig Geibel von hier im Landw.-Inf.-Rgt. 87 wurde die hess. Tapserkeitsmedaille verliehen,. O Homberg, 24. April. Dem Kanonier Gottstied Hisserich, z. Zt. im Res.-Art.⸗Agt. 49, Sohn des Metzger- meisters und Gastwirts Georg Michel Hisserich, wurde die hessische Dapferkeitsmedaille verliehen. Kreis Friedberg. “Friedberg, 25. April. Gestern abend ließ sich eine an⸗ scheinend den besseren Ständen angehörende Frau in selbst⸗ mörderischer Absicht bei der Walkmühle vom Zuge überfahren. Sie war sosort tot. Es soll sich um eine Frau Schmidt aus Dillingen handeln. Starkenburg und Rheinhessen. m Darmstadt, 26. April. Für das„Kreuz in Eisen“ ind am ersten Tage als Ertrag für die verkauften und einge⸗ schlagenen Nägel über zweitausend Mark eingegangen. dürste am gestrigen Sonntag sicher noch überschritꝛen senburg, 24. April. In der vergangenen Nacht h Ne* 1: brach in der Schreinerei der Möbelsabrik von Barth& Co. ein N ec srer der hiesigen und der Offenbacher Feuerwehr völlig sollte. Die Möglichkeit, die Gemeinde] 2 E 5 0 9 scherte. Der Schaden ist außerordentlich hoch, da auch die erheblichen Lagerbestände ein Raub der Flammen wurden. Kreis Wetzlar. I dörnsheim, 26. April. Am 20. April waren es 25 Jahre, daß der Gemeindeortsdiener Heinr. Jakoby sein Amt in unserer Gemeinde antrat. Er hat sein Amt stets zur Zufrieden · heit der Ortseinwohner verwaltet. Hessen⸗Nassau. a m. Kirchhain, 25. April. Im benachbarten Burgholz hatte ein Einwohner zur Unterhaltung des Feuers beim Kochen bes Viehfutiers Sägespäne verwendet. Diese hatten einen gewaltigen Rauch entwickelt, der aus der Futterküche in den an⸗ grenzenden Viehstalleindrang. Als der Hausbesitzer aufmerksam wurde, varen 5 Stück Rindvieh dem Erstickungstode nahe. Trotz bem bald darauf tierärztliche Hilfe zur Stelle war, verendeten drei wertvolle Tiere an Rauchvergiftung, die beiden anderen sind noch eie krank. Der Schaden ist nur teilweise durch Versicherung bede Biedenkopf, 25. April. Für alle über 350 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Grundstücke im Kreise Biedenkopf wurde das Saathaserquantum von 4 auf 5 Zentner pro Hektar erhöht.— Im Kreise Biedenkopf sollen durch die Zentral-Eiskaufsgenossenschaft in Berlin 550 Schweine zum Ab- schlachten aufgekauft werden. h Oberursel, 25. April. Die Stadtverordneten⸗ Bersammtung bewilligte allen Kriegsteilnehmern mit einem Einkommen von weniger als 3000 Mark völligen Erlaß der Staats und Gemeindesteuern. Es kommen rund 500 Personen in Frage. Die Beamten, deren Gehälter fortgezahlt werden, erhalten keinen Steuernachlaß. Ih Vom Hunsrück, 24. April. Ein furchtbares Blutbad richteten in Ravengiersburg Hunde in einer Schafherde an. Drei Hunde drangen nachts in die wegen der Maul- und Klauenseuche vor dem Dorfe eingesperrte unbeaufsichtigte Herde ein. Zwei Drittel der etwa 150 Tiere zählenden Herde sind tot aui- gefunden worden, teils sind sie, insbesondere die vorhandenen dies⸗ jährigen Lämmer, von der sich ängstlich zufammendrängenden Herde erdrückt worden. Erst als ein Schaf sich blökend auf den: Hose seines Besitzers einstellte, wurden die Einwohner aufmerksam. — Gießener Strafkammer. . th. Gießen, 24. April. 5 Zwei Privatklagen 1 tanden am Freitag zur Verhandlung, die durch Vermittlung des orsitzenden, Landgerichtsdirektors Schmeckenbecher, durch Vergleiche aus der Welt geschafft wurden. Dem Roten Kreuz flossen aus diesen Vergleichen 50 Mk. zu. 1 0 Wegen Viehseuchenvergehens wurde der Handelsmann und Metzger Benno St. von Rodheim v. d. Höhe zu 15 Mk. Geldstrafe hilfsweise 1 Tag Gefängnis verurteilt. Er war geständig, ohne polizeiliche Erlaubnis eine Kuh aus einer verseuchten Hofreite in seinen eigenen Stall drei Tage eingestellt zu haben, bis er sie zum Zwecke der Abschlach⸗ tung ins Schlachthaus verbrachte. 5 Wegen Üeberschreitung des Höchstpreises murde der Agent und Handelsmann Hch. H. von Friedberg zu einer Geldstrafe von 5 Mk., hilfsweise 1 Tag Gefängnis ver⸗ urteilt. Der Angeklagte hatte zwei Landwirten in Ockstadt über 40 Zentner Kartoffeln, das Malter zu 8,25 Mk., abgekauft, ob⸗ schon der Höchstpreis damals nur 6,10 Mk. ausmachte. Der An⸗ geklagte wollte den Mehrpreis für die Hilfeleistung beim Ver⸗ laden und für Stroh zum Verpacken der Ware bezahlt haben: er berief sich auch auf die vorzügliche Qualität der Ware und meinte, es seien die reinen Salatkartoffeln gewesen. Nur den Umständen, daß wenige Tage später der Bundesrat den Höchst⸗ preis für Kartoffeln erheblich erhöht hatte, und daß diese Mehr⸗ nahme schon vorher allgemein erörtert und bekannt war, ver⸗ dankte der Angeklagte die sehr geringe Bestrafung. Bestrafte Selbsthilfe. 1 5 5 Der Metzger Karl H., früher Hausbesitzer in Gießen, jetzt in Frankfurt a. M. wohnhaft, ist vom Schöffengericht Gießen wegen Nötigung zu einer Geldstrafe von 0 Mark verurteilt worden und verfolgte, weil er freigesprochen sein wollte, Berufung. Vor Ein⸗ tritt in die Ver g gaben sich der Vorsitzende und Land⸗ gerichtsrat Schudt alle erdenkliche Mühe, dem Manne klar zu machen, daß er seine Berufung zurückziehen solle, da nach Lage des Falles auf Gefängnis gegen ihn erkannt werden fönnte, zumal auch der Staatsanwalt Berufung gegen das sehr milde Urteil ein⸗ gelegt hat. Es wurde dem H. aus den Akten vorgehalten. daß er bei einem Mieter in seinem Hause des Nachts in den desem ver⸗ mieteten Laden widerrechtlich eingedrungen sei und sämtliche Türen und Fenster des Lokals ausgehängt habe, um den Mieter zum Verlassen von Wohnung und Laden zu veranlassen. Man stellte dem Manne vor, daß es doch nicht angehe, sich auf solche Art selbst Recht zu verschaffen, und daß es eine schone Wirtschaft geben würde, wenn man jedem Hausbesitzer das Recht geben wolle, in dieser Weise gegen seine Mieter vorzugehen. Diese Vorstellungen schlugen bei H. durch und er erklärte, seine Berufung zurückziehen zu wollen, womit sich der Staatsanwalt einverstanden erklärte. Das Urteil gegen den Landwirt Wilh. E. von Dorn⸗Assen⸗ heim wegen Ueberschreitung der Kartoffelhöchstpreise, dessen Fall in der vorhergegangenen Sitzung der Strafkammer bis auf die Urteilsverkündung verhandelt wurde, lautete guf 50 Mark Geld⸗ strase, im Falle der Uneinbringlichkeit auf 5 Tage Gefängnis. 2.5... 2 8 Universitäts⸗Nachrichten. Halle a. d. S., 24. April.(W. T. B. Nichtamtlich.) Der be⸗ kannte Mediziner und Toxikologe Geheimrat Prosessor Dr. med. Erich Harnack, Direktor des Pharmakologischen Instituts in Halle, ein Bruder des Berliner Theologen Adolf Harnack, ist heute früh, 63 Jahre alt, gestorben. J Der mischtes. * Eder umfangreichen Papiergeldfälschung ist der„Vossischen Zeitung“ 5— die Berliner Kriminalpolizei auf die Spur gekommen. In einem Hause in der Möckernstraße in Berlin wurden in einem Raume einer Drei⸗ Zimmerwohnung das vollständige Material einer Werkstatt zur Herstellung von salschen Scheinen und für etwa 3000 Mark fertiges Papiergeld entdeckt. * Schreibtischstrategen. Einer unserer Leser schreibt uns: Vor 100 Jahren pflegte der Schuster Bimbächer in Gießen an seinem Stammtisch oft im Brustton der Ueberzeugung und mit der Faust auf den Tisch schlagend, als über den Krieg disputiert wurde, die gewichtigen Worte auszurufen:„Wann der Napoleon mir gefolgt hätt', dann wäre er nicht nach Rußland gegange.“ An dieses Geschichtchen wird man jetzt lebhaft erinnert, wenn man die Kritik des sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Bern⸗ stein an dem jetzigen Krieg liest. Darnach ist der Krieg falsch ge⸗ führt worden. Man hätte ihm folgen und von Anfang an sich nach Westen hin in starker Defensive verschanzen, nach Osten aber mit der ganzen Angriffskraft vorgehen sollen, dann, ja dann sähe es jetzt anders aus!! Ohne Zweifel sind Bimbächer und Bernstein große Strategen. a g Die Tragödie des Läufers. Ein trauriges Geschick hat, wie die euglische Sportzeitschrist„Sporting“ berichtet, den be⸗ rühmten finnischen Läufer Hans Kolehmainen ereilt: er hat infolge einer Blutvergiftung ein Bein verloren. Seine Laufbahn, die in den letzten olympischen Spielen ihren Höhepunkt erreichte, hat da mit ein vorzeitiges Ende gefunden. Die Krankheit begann mit einem Forunkel am Zeh, das er nicht genügend beachtete, so daß eine Verschlimmerung eintrat. Bald traten furchtbare Schmerzen im ganzen Bein ein, das völlig schwarz wurde. Der Chirurg Glober gab sich die größte Mühe, das Bein des Läufers zu retten; ber das Uebel war schon zu weit vorgeschritten, man fürchtete cine allgemeine Blutvergiftung und die Amputation wurde not- roendig. Der Sportsheld ertrug die Operation mit stoischer Ruhe: er ließ sich nicht chlorosormieren, und als das schmerzhaste Werk Aus Darmstadt wird un persönlicher und literarischer Freund t 6 Freitag abend zu einer Feier seines 60. Geburtstages einge an der der Dichter, zu kurzem Erholungsurlaub ö. 1 teilnahm. Viele Blumen zeugten äußerlich von den herzlichen ühlen neben 5 Poesie und Prosa wurde der„Welt- und Feldgraue“ Wahrheits⸗ kämpfer gefeiert. Telegramme waren von n seiner Kunst Kollegen sind, Hauptmann und Sudermann an der Spitze. Trefflich sand der Sohn des jugendfrischen Geburtstage Kindes den Ton in seinem Gratulationsgedicht, das! der Oeffentlichkeit mitgeteilt zu werden. Er trug es als begabter Künstler selbst vor: S du r Vater! 60 Jahre Hast Du im Lebenskampf geschafft. Weltgrau sind Deines Hauptes Haare, Doch frühlingsstark blieb Deine Kraft. Wenn auch des Glückes Sonnen⸗Klarheit Dir Sorgenwolken oft umstritten, Du bist den Dornenweg der Wahrheit Aufrecht und Oft warnend Oft geißelnd, Sich herrlich Doch als Du Dem Du mit Mit Deinen — Laßt alle Zu Ernst von Wolzogens 60. Geburtstag. dem den Dichter ehr Ein Rufer warst Du stets im Streite Für deutschen Glauben, deutsche Art, S sst Du schon in Frieden. Als dn an S eabtlic fill gel chant. Den deutschen Helden vorbereiten. Der froh vertrauend Im Feld, in Lüften und auf Wassern, Der a den deutschen Sler Selbst gegen eine Welt von Erblühen sahst in Fleisch, in Blut, Da wandeltst Du Dein Wort zur Tat, Zogst mit hinaus voll Kampfesmut. 1 Feldgrauer Vater, ohne Wunden 9 Kamst Du vom Osten uns zurück, 5 Und jenes Kampftags i beschützt Dich uns, dem Vaterland erhalten, Feldgrauer Vater— Du sollst leben! 75 s geschrieben: Eine kleine Schar treuer e des Dichters hatten sich an?: n, b von der Ostfront enden Lorbeer. In allen eingegangen, wohl wert ist, stolz dahingeschritten, drang Dein Ruf ins Weite, werbend oft, oft hart. seiner Kraft heute zeigt im Krieg:— von Hassern 1 Deines Geistes Saat heiße Stunden Wort und Tat genützt. Freunden ruf ich aus uns das Glas erheben— turm ren.— Ihre zweite Frage Briefkasten der Redaktion. n. A. Sie können sich nur dann naturalisteren lassen, wen Sie nach den Gesetzen ihrer bisherigen Heimat dis positio find, es sei denn, daß Sie in Ihrem Falle die Zust Ihres Vormundes und Kurgtors beibringen.. sind ferner erforderlich unbescholtener Lebenswandel, die M lichkeit, an dem Orte, wo man sich Unterkommen zu finden, und die Für Naturalisation niederlassen will, ein eigenes Möglichkeit, sich selbst zu ernäh ist mit Nein zu beantworten. Niederschlag: 0,0 mm. ———. Meteorologische Beobachtungen der Station Sießen. 8 5 2 23 72 E 222 1. 2 22 Avr E 2 8 S 2„ de 1975 3 82 52 22 8 5 8 5 2 8385 S[e 82 1 25 2-0 748.6 100 6,1 66 N 2 9 Bew. Himmel 25. 8 49,6 74 6.5 87 NNE 2 0[Klarer bimmel 26. 7% 513 81 77 8 N 110 2 EE öchte Temperatur am 24. bis 25. April 1210 + 0870. Niedrigste„ 24.„ 25.„ 1915— + 0% Heiter, trocken, mild, nachts 2 Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 27. April 1815 kühler, nordöstliche Winde. Letzte Neutrale Blätter unwesentlich. kopf stetig mit Erfolg an.— Sinne bewegungsfähig sei. Kopenhagen, 26. dung der Karpathen nicht allein schöpfung u läufig an eine und Ersatz brauchen Offensive stimmt, Basel, 26. April. Der militärische Mitarbeiter der„Bas Nachrichten“ stellt fest, daß trotz der franzöfisch⸗englischen Siegesnachrichten auf dem westlichen Kriegsschauplatz keine wesent⸗ liche Verschiebung der Kampffront erkennbar sei. Der kleine Gewim der Franzosen bei Ailly, von dem diese so viel Aufhebens machten. habe taktisch keine Bedeutung. Die Verschiebungen von Metzeral seien Dagegen griffen die Deutschen am Hartmannsweiler⸗ Brief eines Fremdenlegionärs, der in Frankreich kämpft. In dent Briefe heißt es: Hier hat sich noch nichts geändert, immer noch die gleichen Stellungen. Es ist übrigens ni die Preußen sind zu gut verschanzt. Sie haben die Berghöhen besetzt, und wir sind unten. nicht dazugekommen, die gefallenen Kameraden, die. angriffen gefallen sind, zu begraben. die Operationen in Flandern und sagt, die Absicht der Deutschen sei es, bei Ypern nach Calais durchzustoßen. Sie gesteht den deutschen Sieg bei pern ein. Die Deutsch⸗ kämpfen flammenden Mutes, sie wissen, worum es geht in diest blutigen Ringen. Auch ihre Artillerie ist enorm wirksam. Die erschöpften Russen. Kopenhagen, 26. April. Eine urger ö „Politiken“ meldet, daß die Russen in den und die aufgeweichten Wege, sondern vor allem aus der Er⸗ und den Verlusten der russischen Truppen vor⸗ kämpfe von seiten der Russen sei nicht vor dem Ab mehrerer Wochen zu erwarten. Der englische Kaperkrieg. Stockholm, 26. April. Die Engländer die schwedische Handelsschiffahrt in under Die Wiederaufnahme der— 1 auf 1 nach dem Bristol-⸗Kanal ütbergesührt, wo er festliegt. Nachrichten. 1 tber die Lage im Westen. * Der militär. Mitarbeiter des Berne „Bund!“ schreibt, man könne nach dem Verlauf des Vorstoßes von Neuve Chapelle daran zweifeln, i 1 ob das englische Heer in vollem — Dasselbe Blatt veröffentlicht den ichts zu machen, denn Seit dem 15. September sind wir April. Die„Daily Mail“ bespricht durch die Witterungsverhältnisse nicht denken könnten, da sie Ruhe setzen den! Der Alten-Buseck umgeleitet. vollendeb war, bot er dem Arzte den Bronzekranz an, den er sich bei dem Wettlauf in Stockholm errungen hatte. Nachdem ihm so Brand aus, der sich mit großer Schnelligkeit über die Maschinen⸗ und die Lagerräume ausbreitete und diese trotz der umfassenden die weitere Ausübung seines Sportes unmöglich geworden ist, will Kolehmainen sich dem kaufmännischen Beruse zuwenden. 1 1 3 n a Die Krei ies ten-Buseck wird wegen Vornahme von Walzarbeiten von Montag, den für den Automobil- und Fuhrwerksverkehr gesperrt. 0 Verkehr wird über Trohe—Rödgen und Daubringen— Die Sperrung der Ortsdurchfahrt Wieseck wird aufgehoben. Gießen, den 24. April 1915. 4 iches Kreisamt Gießen. f Er 3 ö Hiermit die schmerzliche Nachricht, dass meine liebe Gattin, f unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante 5 0 1 7 Frau Christine N entzel Am 21. d. Mts. abends wurde uns unser lieber Philister b a 2 1 Dr. Julius Haberłk * i r. Julius Haberkorn f nach langem schweren Leiden im Alter von 66 Jahren heute früh N 5 i 3 Uhr sanft entschlafen ist. eheimer Medizinalrat Die trauernden Hinterbliebenen: durch den Tod entrissen. i 27280 Anton Wentzel VII. Die student. Reformverbindung Familie Wilhelm Weil Adelphia. f Familie Konrad Weil III. WW. Anton Rompf Ww. Lang-Göns, den 25. April 1915. ö Die Beerdigung findet Dienstag, den 27. April, nachmittags 3 Uhr, statt. i ö Gott dem Allmächtigen bat es gefallen, unseren braven Sohn, Enkel. Neffen und Vetter 8 2 2 1 WIIIy Margolf a e Obe.-Primaner der Ober-Rcalschule 5 12 2 ä fü 72 f G e.-Pri ealsc 6 1— hu enverein ie en. nach schwerer, in Geduld getragener Krankheit im voll- 6. 5 8 Die endeten 17. Lebensjahr zu sich zu rufen. f Die Geburt einer Tochter Generalversammlung In Namen Aer Hegeege beehren sich anzuzeigen findet Montag, den 10. Mai, abends 8½ uhr, 128 Margolf g Hans von Eisenhart-Rothe im Schützenhaus mit folgender Tagesordnung statt: Ober-Bahnassistent i. P. Hauptmann und Regiments-Adjutant iin J. Berichterstattung über das verflossene Vereinsjahr 5 0 . In- Renk, Kalter Wilhelm“, 2. hessisches 2. Antrag auf Entlastung des Rechners pro 1913/14 Giessen, den 25. April 1915. 7 Nr. 116. zurzeit im Felde 5 f Margarete von Eisenhart-Rothe geb. Tielecke. 08 Auslosung von 6 Anteilscheinen an der Schießhalle Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen bittet 37280 Der Vorstand. NB. Das Uebungsschießen beginnt am 2. Mai. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 2¼ Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 3733 Die Geburt eines gesunden Jungen beehren sich ergebenst anzuzeigen Dentist Karl Enders 2. Zt., im Feld u. Frau Amalie Enders geb. Möbus Z. Zt. in Giessen. Bad⸗Salzhausen. Die Eröffnung der diesjährigen Saison findet am Montag, den 3. Mai d. Js., statt; von diesem Tage ab ist das Badehaus und das In— halatorium von 8—12 Uhr vormittags und von 2—6 Uhr nachmittags geöffnet. 3737 D Bad⸗Salzhausen, den 24. April 1915. Grosßh. Badedirektion Bad⸗Salzhausen. 1 Radiumhaltige Soldauellen.— Sooden Bewährtes Heilbad bei: Katarrhen der Atmungsorgane, Herzleiden, Blutarmut, Prauenkranklieiten, Rheumatismus, Gicht, Skrofulose, Rachitis, Rückständen von Influenza, Lungen- u. Rippen- lellentzündung. Bahnlinie Göttingen- Bebra.:: Geschützte herrl. Lage inmitt. ausgefehnt.GBehirgswaldungen.:: Solbäder Al. Art. Inhalationen, Gradier werke. Pneu- Werra Lich. 7 matische Apparate u. Kammern. Trinkkuren- Auskunft u. Prospekte e eee 0 3516 hyv 27 2 4. *— Licht- Spiel- Haus 7 100 eee eee 2 N LA Spielplan vom 24. bis l rasse Schauspiel von seltener Wucht u. Spannung in 4 Akten April 1915: In den Hauptrollen die ersten Schauspieler Kopenhagens Die neuesten Kriegs-Auinahmen S aus den Argonnen N Pfiff und Pfaff. Die beiden Strategen 8 3684 a Humoristische Szene Der Kunst- Schütze. Posse Einlagen nach Bedarf: 2 D Militär ohne Charge zahlt werktags die Halnte. — Heinr. Hahn, Giessen Neustadt 8 Telefon 403 2 2 2 Samenhandlung Gartenbau und Landwirtschaft offeriert: Gemüsesamen Runkelrüben, Eckendorfer Blumensamen Riesen-Walzen Stangen u. Buschbohnen] Seidefreie Kleesaaten Schnabel- n. Markerbsen Grassamen-Mischungen Grassamen-Mischungen] zur Anlage von Wiesen tür Zier- und Bleichrasen J Versch. Raygras- Sorten Blumenzwiebeln, wie und andere Sortengrüser Gladiolus, Lilien ete. Sommersamen etc. Ferner: Bast, Bauu wachs, Cocosstriecke, Nau · 4708 Bekanntmachung. Die landwirtschastlichen Haushaltungsschulen zu Lungen und Lindheim betr. Die landwirtschafllichen Haushaltungsschulen zu Langen und Lindheirm cröffnen am 1. Juli 1915 einen neuen fünfmonatigen Kursus. Der Zweck und die Aufgaben der Anstalten bestehen in der Heranbildung der Mädchen aus dem Bürger- und Landwirtsstande zu künftigen tüchtigen Hausfrauen durch angemessenen wirtschaftlichen Unterricht und durch praktische Unterweisung in allen in einem einfachen bürgerlichen Haushalte vorkommenden Verrichtungen und Arbeiten. Gegenstände des Unterrichts sind: Hauswirtschast, Ge⸗ müsebau, Obstverwertung, Gesundheits⸗ und Ernährungs⸗ lehre, Krankenpflege, Rechnen, Abfassung von Aussätzen und Briefen, Buchführung, sowie weibliche Handarbeiten. Auch ist für gute Lektüre gesorgt und wird Gesan gepflegt. Für Wohnung und Mobiliarbenutzung zahlen: a) Mädchen aus Hessen 25 Mk. b) Mädchen von außerhalb de 40 sürr den ganzen Kursus. Der Preis für die Verpflegung wird nach den Selbst⸗ kosten, bezw. den Preisen der Lebensmittel berechnet. Weitere Kosten entstehen nicht und ist insbesondere der Unterricht unentgeltlich. Die Anmeldungen, welche bis spätestens Ende Mai d. Is. erbeten werden, sind bei den Ortsschul⸗ kommissionen der Haushaltungsschulen zu Langen bezw. Lindheim einzureichen, welche ebenso wie die Landwirt⸗ schaftskammer selbst zu jeder weiteren Auskunft gerne bereit sind. Wegen Berücksichtigung der nach dem 1. Juni 1915 eingehenden Anmeldungen kann Verbind⸗ lichkeit nicht übernommen werden. Ueber die Aufnahme entscheidet der Vorsitzende der Landwirtschaftskammer.. Darmstadt, den 16. April 1915. Lundwirtshaftstenner fir das Gtoßh. Hessen. 222810 Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Emil Lotz, Gießen eingetragen: Der Georg Lotz Ehefrau, Emilie geb. Mühlbach zu Gießen, ist Prokura erteilt. Gießen, den 22. April 1915. Großherzogliches Amtsgericht. u. Aufarbeit. v. H 1 te 1 ** Modistin Sas zu billigsten Preisen. 10222 Mathilde Weinhardt, Bahnhofstrasse 48 I. Gestern eutschlief sanft und unerwartet meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabeth Stroh geb. Stieber im 39. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: K. Stroh und Kinder. Giessen(Hammstr. 12), Nieder-Gemünden, den 26. April 1915. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 3 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. 71 essen. * Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sprechen wir hiermit allen unseren innigsten Dank aus. ö Anna Vogt und Kinder. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Blumenspenden bei dem schweren Verluste unseres lieben Vaters Herrn Philipp Mank Rentner sprechen wir allen auf diesem Wege unseren tief- gefühlten Dank aus. 3734 empfiehlt sich im Anfertigen Svezialpackung= Bruchsichere en Spezial packung: Feldpostschachteln für Eierversand sofort lieferbar. Muster gegen Einsendung von 30 Pfg. „ J. Weinert, Giessen, Massenfabrikation und Versand von FJeldpoftschachteln und Jeldyvostschreibwaren. 267 Kornhaus Alsfel Frühkartoffeln Royal Kittnay per 50 Kilo M. 8.50 Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 26. April 1915. 37440 verkauft, um wegen Umbau zu räumen: 5 Kaiserkrone,„„„ 0 n„„„ Späte industrie„„ „ Professor Wohltmann„„„ẽ 7.— Gothaer Lebensversicherungsbank „ Professor Märker.„„„„K 6.50 auf Gegenseitigkeit Schlabach. 36420 Bisher abgeschlossene Versicherungen: 2 Milliarden 220 Milllonen Mark. Len Kriegs versicherung 9 Seifen, 366688 einladb neren K nahölzer, mit Alsbaldiger Aussahlung der vallen summe im Todesfall. — 100 Stück—— und Garten Dünger Backpulver 7.— Mk Neue vorteilhafte Versicherungsformen. risch eingetroffen S. U. Katzenstein, manns Blumen- und demũsedunger. Central-Drogerie n Vertreter: Gebrüder Jullmann, Giessen, Grabenstr. 7. Schulstrasse. 579% 2E„66060