wöchentl. Kreis · att für den Kreis Sehen (Dienstag und Freitag), — 5 Land⸗ 6 Jeitfr⸗ en isprech ⸗Anschlüsse: Schriftleitung 112 „Geschältsstelles! e für Drahtnach⸗ Anzeiger für Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Gießener General⸗Anzeiger Rotationsdruck und verlag der Brühl' schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei 165. Jahr aim gu Lene den gestrigen Abendstunden stießen wir aus unserer 23. April. Kilometer Br Pilkem und 5 Het Sas und Pilkem esteus 1600 Franzosen und ü tze, darunter 4 schwere re Hände. Zwi Maas und Mosel war die Gefechtstätig⸗ keit wieder lebhafter. Die Artillerielämpfe waren besonders res, St. Mihiel, Apremont und nordöstlich Infanterieangriffe erfolgten nur im Wald⸗ Ailly und Apremont. Hier drangen die * n* 3 18 0 8 N 4 55 „wurden aber zum Teil wieder hinausgeworfen. Die Nah⸗ kämpfe sind noch im Gange. Der von uns genommene Ort E lich von Apricourt, der gestern von den Franzosen in Brand geschossen wurde, ist von unseren Vorposten geräumt; die Höhen nördlich und sudlich des Ortes werden gehalten. HOestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage im Osten ist unverändert. Oberste Heeresleitung. Berlin. 23. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die deutsche Hochseeflotte hat in letzter Zeit mehrfach Kreuzfahrten in der Nordfee ausgeführt und ist dabei bis in die englischen Gewässer vorgestoßen. Auf keiner der Fahrten wurd englische Seestreitkräfte angetrof mbermenil, west⸗ 40 7 8 N 9 7 N R 2 Der gestrige Tages bericht unserer Heereslei ist mit sehr gehobenen e begrüßt worden, und flatternde Fahnen, die als von vielen Häusern wehten, trugen dazu bei, daß die Nachricht von dem neuesten deutschen Sieg sich sehr rasch verbreitete. Es handelt sich hier um das wichtigste Ereignis, das seit dem letzten Herbst auf dem flandrischen Kriegsschauplatz sich abgespielt hat. Die Linie Nieuport⸗Ypern, die den Feinden nur einen etwa 15 Kilo⸗ meter breiten, von Norden nach Süden ziehenden Streifen belgischen Landes läßt, ist durch den neuesten Erfolg sehr . der deutschen Stellung ausgebaut worden. In en letzten Tagen hatten sich zuerst Kämpfe im Südosten von Ypern abgespielt, und die Engländer hatten sich da einer Offensive gerühmt, die ein paar vorgeschobene befestigteStel⸗ lungen der Deutschen gewonnen haben wollte. Der deutsche Heeresbericht hatte aber am andern Tag festgestentt, daß die Engländer wieder vertrieben worden seien. Es hatte sich da um eine deutsche vorgeschobene Stellung zwischen den Bahn⸗ linien Ypern— Menin und Ppern—Comines, östlich des Rau⸗ mes Zillebeke—Klein⸗Zillebeke, gehandelt. Dabei gelang es nach dem amtlichen deutschen Bericht den britischen Streit⸗ kräften weder bei diesem Ansturm, sich in den dauernden Be⸗ sitz der auf einer kleinen Höhe liegenden Stellung zu setzen, noch bei einem mit großer Wucht geführten Stoß am näch⸗ sten Tage, der an der Bahn pern—Comines entlang vor⸗ getragen wurde. Schwere Verluste der Engländer waren, wie bei Neuve Chapelle, das einzige Ergebnis. Der neueste Vorstoß der deutschen Truppen hat sich im Norden von Mypern abgespielt. In einer Breite von neun Kilometern sind unsere Truppen, die Gegner über⸗ raschend, vorgedrungen und haben mehrere Ortschaften er⸗ obert. Von der Linie Steenstraate am Yserkanal bis östlich von dem etwa 5½ Kilometer entfernten Langemarck stießen sie nach Süden vor, gewannen bei Steenstraate und dem etwa 1200 Meter südlich gelegenen Het Sas die Ueber⸗ gänge über den Kanal nach Ypern und weiter südöstlich die zu etwa 30 Meter über das Gelände auf⸗ steigenden flachen Höhen bei Pilkem, zwei Kilometer östlich des Kanals an der Strecke ThouroutPpern, Die feindlichen Stellungen 1 5 5 stark mit Artillerie besetzt ge⸗ wesen zu sein, denn 30 Geschütze, darunter vier schwere eng⸗ lische, sielen in unsere Hand; dazu 1600 Gefangene. Da ranzosen und Engländer nebeneinander genannt werden, o hat es den Auschein, daß hier der äußerste linke englische Flügel sich an die französisch⸗belgischen Heeresteile anlehnt, die sich nach Norden bis zur Cee erstrecken. Der in die deutsche Front um Ypern vorspringende, von den Verbün⸗ deten gehaltene Raum ist in seinem nördlichen Teil dadurch wesentlich eingeengt worden. Wir können die Größe der strategischen Bedeutung dieses neuen Waffenerfolges als Laien nicht genau er⸗ messen, aber neben dem strategischen Nutzen spielt die Tat⸗ sache eine höchst erfreuliche Rolle, daß der Angriffsgeist unserer Truppen auch auf dem westlichen Kriegsschauplatz noch rege und 5 ist. Seit den Schlachttagen von Soissons ist eine so merkbare Veränderung der Kampflinie nicht erfolgt, und unsere Gegner, besonders die Franzosen, ie in ihren Tages berichten immer wieder von erfolg S nicht in der Lage, auf der Karte na ter Fortschritt zuweisen, was sie erreicht und gewonnen haben. Ganz anders lautet der gestrige deutsche Bericht; 30 Geschitt obert, das hat keine Aehnlichkeit mit den bei unseren Gegnern üblichen Phrasen. Der amtliche französische Bericht vom 22. d. M. abends, der von Kämpfen bei Langemarck und von Mißerfolgen der Deutschen spricht, erscheint jetzt in einem eigenartigen Lichte. Sicherlich war er in der französischer Berichterstat⸗ tung eigentümlichen Weise gefärbt, inzwischen aber ist er schon am Abend seines Erscheinens di ch die neuen Ereig⸗ nisse glänzend überholt worden. Als der französische Gene⸗ ralstab auf dem Papier wieder einmal Erfolge buchte, haben die deutschen Truppen ihren Gegnern eine gewaltige Ueberraschung bereitet. Es ist anzunehmen, daß mit dem Erwachen der besseren Jahreszeit etzt öfter wieder von kriegerischen Unternehmungen g ren Stiles hören werden!* 5 5 jossen. mtlich.)„Temps“ mel⸗ irde in der Nacht vom tschen heftig be⸗ zachschaden angerichtet. getötet worden. i Ppern schreibt Major zir müssen abwarten, ob oder gar weittragende ei uns der Sieg bei ergeblich Opfer. Blutig muplatz. Zeitigt er aber e Engländer zum Nach⸗ * * Ypern heftig Paris, 23. April.(WTB. N det aus Hazebrouck: Ypern w 21. zum 22. April von den De schossen. Es wurde bedeutender 8 Zahlreiche Personen sind verles Berlin, 24. April. Zum Moraht im„Berliner Tageblatt“ der Vorstoß gegen Ypern weiter takt Folgen hat. Ulutig ist vielleicht ah Ypern geweson, aber er fordert nich wird auch der Kampf auf diesem Kri Erfolge wie den jüngsten, dann wird denken zwingen. Der amtliche franzi Paris, 23. April.(WTB. N 11 Uhr ausgegebene amtliche Com marck u Bericht. ich.) Das gestern abend lautet: Bei Lange⸗ ische Truppen zwer len zurück. Die 8 I t, die vo 8 amtlich Tag d f Tabs geleugnete Schlappe wettzumachen, miß⸗ langen endgültig. Die Verluste Pes Feindes sind höher als die gestern angegebenen Zahlen. Im Abschnitt von Reims Artillerte⸗ kampf. In den Argonnen, bei Bagatelle, sand ein wenig be⸗ deutender, übrigens zurückgeworfener deutscher Angriff statt. Bei St, Mihiel, im Walde von Apremont, ü wir am Kuhlopf zwei hintereinander liegende Reihen von Schützengräben. Der Kuhkopf bildete den Vorsprung in unsere Stellungen, der uns ernstlich behinderte; sehr viele deutsche Leichname blieben auf dem Gelände. Wir machten etwa 50 Gefangene. Im Elsaß rückten wir fortdauernd auf beiden Ufern der Fecht und auf beiden Ufern des linken Nebenflusses der Wurmsa vor. Im Süden erreichten wir Schießloch und gewannen so Gelände gegen Kilometer 88 in Richtung auf Metzeral. Zur Kreuzfahrt unserer Hochseeflotte. Berlin, 24. April. Zur Kreuzfahrt unserer Hochsee⸗ flotte heißt es in einem Drahtbericht der„Vossischen Zeitung“ aus Kristiania vom 23. April: Der heute angekommene hiesige Dampfer„FJoldin“ meldet, er habe unterwegs auf der Reise von Amsterdam nach Norwegen eine große deutsche Kriegs- flotte südwestlich vor Helgoland passiert. Als von der Flotte zwei Warnungsschüsse abgegeben wurden, hielt der„Joldin“ an und ein deutscher Torpedojäger kam herangebraust. Ein deutscher Offizier kam an Bord und untersuchte das Schiff. Der Offizier sagte während seines Besuches an Bord des norwegischen Schiffes, man habe in der deutschen Flotte den einzigen Wunsch, die eng⸗ lische Flotte endlich zu treffen und wolle sie jetzt endlich auf⸗ stöbern.— Die„Vossische Zeitung“ schreibt dazu: Wohl bewahrt Churchill seine Flotte vor schmerzlichen Verlusten, aber er ber⸗ zichtet damit von vornherein aus der Papierblockade eine taksäch⸗ liche zu machen. Noch heute, nach fast neun Mynaten des Em⸗ tretens Englands in den Weltkrieg, ist die Nordsee frei und wir können zu unserer Flotte, deren Großadmiral heute auf ein halbes Jahrhundert schöpferischer Tätigkeit zurückblickt, das Vertrauen haben, daß sie auch den Wahlspruch, mit dem sie in den ihr nuf⸗ gezwungenen Kampf gezogen ist, zum Wahrspruch macht: Die Meere sind frei! Das Schicksal des Landungskorps der„Emden“. Berlin, 23. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die Besatzung von S. M. S.„Ayesha“, das Landungskorps der„Emden“, ist am 27. März in dem arabischen Hafen Lidd südlich Dschidda angekommen, nachdem es ihr gelungen war, zum zweiten Male den englisch-französischen Bewachungsstreitkräften zu entgehen und den 300 Meilen langen Seeweg von Hodeida nach Lidd unbemerkt vom Feinde zurückzulegen. Auf dem Weitermarsche zu Lande wurden sie von Arabern, die von den Englän⸗ dern bestochen waren, angegriffen. In hartem, drei⸗ tägigem Kampfe wurden die Angriffe der Räuberbanden abgeschla— gen, bis sder Weg zur Heschasbahn frei war. Leider hat die tapfere Schar hierbei schwere Verluste erlitten.— Ein Telegramm aus dem türkischen Hauptquartier meldet uns, daß der Leutnant zur See Roderich Schmidt, Matrose Rademacher und Heizer Lauig gefallen sind, während einige Leute der türkischen Begleitmann⸗ schaften, die Matrosen Mauritz und Koschinsky schwer, der Matrose Witte leicht verwundet wurden. Die Verwundeten befinden sich in guter Pflege im Militärlazarett in Dschidda. 25 . nzeiger Oberhessen ge. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. in Flandern. ich geleg ͤͤĩõĩ³ĩ—é::: * 5 Samstag, 2. April 1015 Sezugsceis: monatl. 75 B., viertel jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— piertel⸗ jährl. ausschl. Beste Zeilenpreis: lokal 15 Pf, ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den 7 politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Bermischtes und Ge- richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: 9. Beck, sämtlich in Gießen. „Brilliant“ auf dem Wege von Serpgborg muh London u- gebracht haben. 4 * Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. 8 Wien, 23. April.(W. Nichtanttlich) Amtlih wird verlautbart, 23. April 1915: 5 Die allgemeine Lage ist unverändert. a An der Karpathenfront vereinzelt Geschützkampi⸗ wobei unsere Artillerie im Abschnitt Nagybolany, deutsche Artillerie bei Koziora mit Erfolg wirkte. Vor den Stellun⸗ gen am ÜUzsoker Paß nach dem abgeschlagenen Sturm⸗ angriff der Russen verhältnismäßig Ruhe. Alle Gefangenen bestütigen die schweren Verluste des Gegners. Oest⸗ lich des Passes wurde gestern ein starker Stützpunkt des Feindes erobert. 1 In Südostgalizien und in der Bukowina keine Veränderung. f 1 Der Stellvertreter des Chefs des Feneralstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 2 Russische Bombenwürfe auf einen Lazarettzug. 5 Berlin, 24. April. Ueber ürfe auf einen deutschen Lazarettzug heißt es in einem Vericht des„Berl. Lokalanz.“ aus Landsberg(Warthe): Ein russischer 2 e 45 Der russische Bericht. Petersburg, 23. April. Nachlantffich) Der Große Generalstab meldet: In den Kar pat hen versuchten die Oesterreicher im Laufe des 20. April und in der Nacht vom 21. April unsere Stellungen auf der Front Telepotsch⸗Rumina 7 anzugreifen. Die feindliche Offensive wurde durch unsere Gegen⸗ angrisse, die in Haionettkämpfe übergingen, zurückgewiesen. Der Feind, der große Verluste erlitt, legte seine Stellungen weiter zurück. In den übrigen Abschnitten unserer Front kam es nu. stellenweise zu Gewehrfeuer und Geschützkampf. Der Zar in Lemberg. Petersburg, 23. April.(WTB Nichtamtlich!) Nr Zar ist in Lemberg angekommen. Am Bahnhof in Me Degrüß⸗ ten ihn der Oberbefehlshaber Großfürst Nikolai Ne“ Ae pitsch mijt seinem Stabe und der Gehilfe des Generalgouverntür“ von Gali: zien. Der Zar ließ sich über die kriegerischen Vorgänge Bericht erstatten, fuhr mit dem Großfürsten im Automobil in die Stadt, an deren Eingang er von dem Generalgouverneur Galiziens dem Grafen Bohrinsky, begrüßt wurde, und begab sich nach dem Palais des Generalgouverneurs. Als sich die Menge vor dem Palais au⸗* sammelte, trat der Zar auf den Balkon, dankte für den herzlichen Empfang und rief: Hoch lebe das eine, unteilbare und mächtige Rußland! Hurra! Rußland und Bulgarien. Sofia, 28. April.(WTB. Nichtamtlich) Zu den Drohun⸗ gen der russischen Presse, daß der russische Gesandte Sawinski Sofia verlassen und die diplomatischen Beziehungen zwischen Ruß⸗ land und Bulgarien abgebrochen werden witrden, schreibt„Dnew⸗ nik“ unter der Ueberschrift„Reisen Sie, Herr Sawinski“: Die russische Diplomatie, die von der Kamerilla denkfauler Groß⸗ fürsten geleitet wird, kennt keinen anderen Gedanken, als Bulgarien mit der Faust zu drohen. Reisen Sie, Herr Sawinski, bringen Sie ihre Patrone zur Vernunft! Unsere Wege gehen auseinander. Sagen Sie in Petersburg, daß das bulgarische Volk aus Achtung vor dem Vernrächtnisse des Zarenbefreiers nicht als Verräter und sein eigener Totengräber sterben will. 5 5 Buda pest, 23. April.(WTB. Nichtamtlich) Der Sonder⸗ berichterstatter des„Pester Lloyd“ wurde in Sofia vom Minister⸗ präsidenten Rados la wow empfangen, der ihm sagte, die An⸗ gel heit von Valandowo sei ohne Bedeutung und bereits ab⸗ geschlossen. Das offizielle Verhältnis zu Griechenland, der Ministerpräsident betonte das Wort offizielle, sei gut. In Athen sei man noch unentschieden. Man scheine dort eine Uebervorteilung durch Bulgarien zu befürchten. Auf die Frage des Korrespondenten, wegen der angeblichen Verstimmung Rußlands gegen Bul⸗ garien, erklärte Radoslawow, eine solche d g bestehe nicht. Das Verhältnis zwischen Bulgarien und Rußland sei ebenso fried⸗ lich, wie das mit dem Dreibund. Unfreundliche Pressestimmen in Rußland wollten ein Vorgehen gegen Bulgarien erzwingen, aber diese Verfuche seien fruchtlos. Ueber das weitere Festhalten Bul⸗ gariens an der Neutralität, sagte der Ministerpräsident, eine end⸗ gültige Entscheidung sei noch nicht getroffen. Bulgarien halte der⸗ zeit an der Neutralität fest, obwohl dies nicht leicht sei. Uebrigens. schloß Radoslawom lächelnd, ist denn das mächtige Rußland auf uns angewiesen? Japans Antwort an Amerika. Petersburg, 23. April.(WTB. Nichtamtlich.) Aus Irkutsk wird gemeldet: Auf eine Anfrage der Regierung der Ver⸗ einigten Staaten hat Japan auf das bestimmteste geant⸗ 7 London, 23. April.(WTB. Nichtamtlich.) Lloyds melden, Angriffen und eroberten Schützengraben reden, sind daß die Deutschen in der Nordsee den norwegischen Dampfer wortet, daß sich die Verhandlungen zwischen Japan und China 5 8 nicht gegen die Vereinigten Staaten richten. Jauen wolle den* der Freunden in China aufrecht erhalten und begründe da⸗ 4 it die Entsendung von Truppen nach China. Der französische Marineminister über die Angriffe 5 auf die Dardanellen. — 2 zusammengetroffen war, nach Paris zurück. Augagneur er klärte dem Havas⸗Vertreter, daß die Zusammenkunft der beiden Minister den Zweck hatte, die Lage der verbündeten das Genaueste zu besprechen. Die Lage sei Flotten auf pre 0 durchweg günstig und das französische Publikum habe feinen Grund, über die Dauer der Operationen in den Dar⸗ danellen beunruhigt zu sein. Die französische Marine dachte niemals, daß die Bezwingung der Meerengen ohne lange Vorbereitungen durchgefuhrt werden könne, aber man glaubte immer, und sei mehr denn je davon überzeugt, daß das Unternehmen in den Bereich der Möglichkeit ge⸗ höre; binnen kurzem werde das von der öffentlichen Mei⸗ nung erwünschte Ziel erreicht sein. Man könne ohne Indis⸗ kretion hinzufügen, daß die Mittel, welche geeignet seien, dies freudige Ereignis zu beschleunigen, den hauptsäch⸗ lichen Gegenstand der Besprechung Churchills und Augag⸗ neurs bildeten. * Englisches Barbarentum. KNonstantinopel, 23. April. WTB Nichtamtlich.) Mel⸗ dung der Agence Milli: Schlachtschiff memnon“ bombardierte und zerstörte geflissentlich die in Bu⸗ Lair auf Gallipoli befindliche Grabstätte Suleiman Pa⸗ schas, 0 gaht en hat. Die Grabstätte, die ein Gegenstand nationaler Ver⸗ ehrung ist, wurde nicht zu militärischen beuuf g grenzenden Orte befanden sich keine Soldaten. Die Engl änder verletzten durch ihr Vorgehen die Haager Konvention und die von der Türkei und England unterzeichnete Konvention, wonach Tempel und andere Heiligtümer während eines Krieges geachtet werden sollen. In dieser Hinsicht erinnern wir daran, daß während des Balkankrieges die Serben das Grab des Sultans Murad schonten. Wir protestieren gegen den englischen Anschlag auf das Grab Suleiman Paschas und unterbreiten diese Handlungsweise dem Ur⸗ teil der zwilisterten Welt. * Die Behandlung der Gefangenen. London, 23. April.(WTB. Nichtamtlich.) Unterhaus. Auf eine Anfrage über eine härtere Behandlung britischer Offi⸗ giere durch die Deutschen antwortete Brimrose: Die Regierung teilte der amerikanischen Botschaft mit, daß eine Untersuchung der Gefangenen von deutschen Unterseebooten angestellt werden könnte, w die Deutschen dasselbe Zugeständnis bezüglich der Behand⸗ lung der britischen Offiziere machen würden. 8 Unterschlagungen in Frankreich. Paris, 23. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Matin“ eldet aus Cherbourg: Wegen Unterschlagung großer, ür die Armee bestimmter Fleischlieferungen sind 15 Offi⸗ tere, Unteroffiziere und Soldaten verhaftet worden. 1 Aus Italien. 1 . 1 Rom, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die hiesige En⸗ tentepresse hatte wiederum verschiedene Enten in die Welt gesetzt, u. a., daß Fürst Bülow bereits für alle Falle die Villa Malta au einen Italiener abgetreten habe Diese Lüge ist gestern abend klipp und lar ron der deutschen Botschaft dementiert wor⸗ der war verbreitet worden, der Fürst habe bei einem npfang in der Villa Malta dem Herzog Carafa d' Andria gegen⸗ über geäußert, ein Abbruch der Beziehungen zwischen Italien und Desterreich⸗Ungarn sei wahrscheinlich, doch werde Deutschland Oester⸗ ich⸗Ungarn nicht int Stiche lassen. Auch diese Meldung ist in iese⸗ unwahr. Der Fürst hat nichts von einem Abbruch ode i der Verhand gesagt, vielmehr aber immer betont, daß selbstverständlich Deutschland stets treu zu seinem Bun⸗ desgenossen werde. Derartige Hetzereien der hiesigen En⸗ tentepresse an und ftr sich keine Beachtung verdienen und sind von uns auch in i Fällen nicht einmal für der Er⸗ Bern, 2. Are. rd. Nic tantlich Der„Bund“ 7 Der Generaldirektor vier vereinigten italienischen meldet: der chiffahrtsgesellschaften weilte gestern in Bern. Er sprach im eid⸗ gen 7— Amt vor und erklärte, der Dampfer „Amerika“ sei tatsächlich von der italienischen Regierung zurück⸗ 9 worden, weil er eines der allerbesten Schiffe der italieni⸗ 5 Gesellschaft sei. Die 3 altung werde als Borsichts⸗ egel bezeichnet, die sich vorläufig nur auf das eine Schiff n Ueberseedampfer verkehrten. Die Möglich⸗ sei allerdings nicht ausgeschlossen, daß andere Passagier⸗ mpfer guys Vorsicht ebenfalls zurückbehalten werden. A sonderblatt des gießener Anzeigers mit dem dTagesbcericht der obersten hecresleitung Zustellung täglich zwischen 1 und 5 Uhr, auch Sonntags · Bczugsprcis 50 fg. monat/ lich. Im Einzelverkauf 5 Pig. durch die Austrager und in der 6eschaftsstelic des 5 Gleßener Anzeigers. Die neue dänische Verfassung. Kopenhagen, 23. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das 1 9 5 heute in der dritten Lesung die neue Ver⸗ faffungsvorlage an, die gestern vom Landsthing an⸗ genommen worden war. Die Vorlage enthält Bestimmungen über das Wahlrecht und die Wählbarkeit der Frauen, bebt das Recht des Königs auf, eine gewisse Anzahl von rd⸗ neten zum Landsthing zu ernennen, schafft das privilegierte Wahl⸗ recht zum Landsthing ab und setzt das Alter das zur Ausübung des Wahlrechts im Folkething befähigt, von 30 auf 2 5 Jahre herab. Diese Bestimmung soll jedoch erst nach der Abhaltung von vier ordentlichen Wahlen in Zwischenräumen von je vier Jahren Geltung erlangen. Die neue Verfasfungsvorlage soll, be⸗ vor sie in Kraft tritt, vom neuen Reichstag angenommen werden, der im Mai 1 5— König die neue Verfassung am 5. Juni, Jahrestage ersten dünischen Verfassung von 1849, unterschreiben kann. ——— g nahm Aus dem Reiche. Staatssetretär v. Tirpitz. Der Staatssekretär des Reichsmarineamts Großadmiral v. Tirpitz, der Begründer und Organisator der modernen deut⸗ läum. Tas deutsche Volk nimmt an diesem Ehrentage eines seiner * Männer herzlich Anteil, zumal in einer Zeit, in Willen einer anderen Nation wären, wenn nicht noch rechtzeitig h Sermacht entstanden wäre, die anzugreifen selbst für Paris, B. April.(WT. Nichtamtlich.) Der Ma- rineminister Augagneur kehrte von einer Reise durch Nordfrankreich, auf der er mit Winston Churchill Das englische Schlachtschiff„Ag a⸗ des ersten türkischen Fürsten, der die Dardanellen über⸗ Zwecken benutzt, und im an⸗ schen Seemacht, feiert am 24. April sein 50 jähriges Dienstjubi⸗ atsachen uns beweisen, wie abhängig wir als Staat vom: England mit seiner zahlenmäßigen Ueberlegenheit der Seestreit⸗ kräfte ein gefährliches Wagnis ist. Die Kämpfe aller Art, die be⸗ standen werden mußten, um die deutsche Flotte zu ihrer heutigen. Stärke und Gestalt zu bringen, waren im besten Sinne ein Lampf um unsere nationale Unabhängigkeit und unser Recht auf Selbst⸗ bestimmung über unsere Schicksale und unsere Angelegenheiten in aller Welt. Das deutsche Volk ist entschlossen, auf diesem Wege weiterzugehen, bis die Weltwillkür Groß-Britanniens gebrochen ist und unsere Schiffahrt und unser Handel wie der aller übrigen Völker auf allen Verkehrsstraßen des Weltmeeres frei ibren Auf⸗ gaben nachgehen können. Der reifen und trotz seiner Jahre un⸗ gönnt sein, noch lange Zeit am weiteren Ausbau der Seemacht als des verheißungsvollen Instrumentes zukünftiger deutscher Welt- geltung zu arbeiten. Das Vertrauen des deutschen Volkes gilt Herrn v. Tirpitz weit über sein Ressort hinaus, weil er sich als moderne Persönlichkeit gezeigt hat, die vom lebhastesten Verständnis für alle vorwärtsstrebenden Kräfte der Nation beseelt ist, und weil er ebenso durch seine nicht von Gedankenblässe angekränkelte, willensstarke und tatenfrohe Eigenart der Sehnsucht des Volkes nach wahrhaft großen Männern entspricht. Vor allem ist Herr v. Tirpitz keine Buregukratennatur. Er hat es verstanden, sich die Unbefangenheit und Freiheit der Anschauung gegenüber allen Er⸗ scheinungen zu wahren, die für eine wirklich staatsmännische Per⸗ sönlichkeit notwendig ist. Seine bedeutende staatsmännische Be⸗ fähigung ergibt sich schon aus der Art, wie er durch den Gedanken des Flottengesetzes das Wachstum unserer Seemacht trotz dem dauernden Argwohn und der Mißgunst Englands möglich gemacht hat. So steht seine große Persönlichkeit heute vor uns, nicht von der Parteien Gunst und Haß verwirrt, sondern des vollen persön⸗ lichen und politischen Vertrauens im ganzen Volke sicher, wie das selten einem hervorragenden Manne in unserem Vaterlande ver— gönnt gewesen ist. Zu dem Jubiläum des Großadmirals von Tirpitz schreibt die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ u. a.: Zu einer Zeit, wo Deutschland von allen Seiten überfallen wird und gegen eine Welt von Feinden kämpft, darf v. Tirpitz, obwohl der geplante Ausbau der Flotte noch nicht zur Vollendung gekommen ist, die Früchte rastloser und zielbewußter Arbeit ernten und mit Stolz auf seines Lebens Werk blicken, Wenn heute die Kaiserliche Marine ihrem Meister Dank und Glückwunsch darbringt, tut sie es gleichzeitig im Namen des gesamten deutschen Volkes. Möge es uns vergönnt sein, den hochverdienten Staatssekretär noch lange an der Spitze der deutschen Marincverwaltung zu sehen, zu Nutz und Frommen unserer allzeit kampfbereiten Flotte, in deren Annalen brd me Tirpitz mit unvergänglichen Lettern eingegraben sein wird. Aus Stadt und Cand. Gießen, 24. April 1915. Geheimer Medizinalrat Dr. Haberkorn. Wir haben bereits gestern in Kürze aus dem Leben und der Tätigkeit Dr. Haberkorns einige Daten und Züge mit⸗ geteilt. Wir freuen uns, uns nunmehr zu Mittlern eines herzlichen Nachrufs machen zu können, der wohl allen, die ihn kannten, aus dem Herzen gesprochen ist: Geheimer Medizinalrat Dr. Julius Haberkorn war der Sproß einer in Oberhessen alteingesessenen Familie. Sein Vater, der im Jahre 1884 als Forstmeister in Gießen starb, stammte aus dem Stammhaus der Familie, dem Forsthaus Windhausen im Vogelsberg; die dortige Ober- försterei war länger als 200 Jahre stets vom Vater auf den Sohn übergegangen. Seine erste Ausbildung erhielt der Verstorbene in der akten Gießenern noch dem Namen nach bekannten„Schwabe⸗Schule“, der Knabenlehranstalt des späteren Professors der Philologie in Tübingen Dr Schwabe. Von dort tro“ er in die Quarta des 4— Gymnasiums ein, das er zu Ostern 1869 als bester unter damaligen Abiturienten mit dem Zeugnis der Reife verließ. Bis zum April 1870 diente er als Einjährig⸗Frei⸗ williger im Gießener Regiment und wurde bei Beginn der Mobilmachung im Juli 1870 als Unteroffizier der Reserve eingezogen. Er hat an allen Ehrent des i⸗ ments teilgenommen, der Schlacht bei Gravelotte, der lagerung von Metz, den Kämpfen um Orleans und dem Durchbruch bei Briare. Nach der Schlacht bei Gravelotte wurde Haberkorn zum Leutnant befördert. In für seine Gemütstiefe bezeichnender Weise schilderte er als die ein⸗ drucksvollsten Augenblicke des Feldzugs den ersten Befehl zum Laden und den Befehl beim Friedensschluß: Entladen! Nach Friedensschluß nahm er das Studtum der Medizin an der Landesuniversität auf. Nicht multa, aber multum wurde damals in Gießen gelehrt. Die Kliniken, die heute ein stattliches Viertel einnehmen, waren in dem westlichen Teil der alten Klinik untergebracht, deren östlicher Flügel die Universitätsbibliothek aufgenommen hatte; außerdem gab es von medizinischen Lehranstalten nur noch die Anatomie und die alte Ritgensche geburtshilfliche Klinik hinter der alten Kaserne. Aber an der Universität wirkten 2 nete Lehrer: als Anatom und Physiologe der„alte Eck ⸗ hard“, als Chirurg der bedeutende Gel, Wernher, der alte Kalif“, als innerer Kliniker scharffinnige Diagnostiker und erfahrene Arzt Eugen Seitz und als Geburtshelfer der damals noch jugendliche Hehrer, dessen originellste Arbeiten in seine Gießener 7— fallen. Ne dem ernsten Studium kam das fröhliche Studentenleben zu seinem Recht; Haberkorn gehörte zu den Gründern des Gießener Freien Studenten vereins, der von den alten Gießenern sogenannten„Freianer“, die meist Gießener Familien angehörten und schon von der Schule her durch Freundschaft miteinander verbunden waren; sie wollten die Bestrebungen auf zeitgemäße Umgestaltung des deutschen Studententums, die sich in jenen! lingstagen des deut⸗ schen Volkes zwischen 1866 und 1870 guf den deutschen Universitäten durchzusetzen suchten, in Gießen verwirklichen. Für den Geist, der die Gründer der heuti studentischen Reformverbindung Adelphia beseelte, ist beweisend, daß sie neben ihrer Berbindungsf. grün⸗weiß⸗gold das schwarz-weiß⸗rot des jungen norddeutschen Bundes in ihr Wappen aufnahmen. Oberhessen gehörte ja zum norddeut⸗ schen Bund und in der Vereinigung Deutschlands unter Preußens Führung sahen die fürs Vaterland begeisterten Jünglinge die Volfendun des Traums, für den die Besten des Volkes seit den Seeger gekämpft und gelitten hatten. In der schönen Geselligkeit, die im Kreise der Frei⸗ aner gepflegt wurde, erblühte Haberkorn das Glück seines Lebens, er gewann die Gattin aus dem Gießener Hause Emmelius, mit der ihn eine fast 40jährige ungemein glückliche Ehe verbunden hat.. Nach beendigtem Studium ging Haberkorn zu seiner weiteren Ausbildung nach der jungen deutschen Umversität Straßburg und dann nach Wien, damals mit den ersten Pflanzstätten deutscher medizinischer Wissens. 1876 ließ er sich als Di Sarzt in Kirchhausen bei Heilbronn nieder. Die ausgedehnte ärztliche Tätigkeit, die er dort bis seiner Berufung als Kreisassistenzarzt nach Mainz im Jahre 1888 ausübte, bildete die Grundlage für sein späteres amt⸗ liches Wirken, in das er durch einen der ausgezeichnetsten hessischen Kreisärzte, den Geh. Medizinalrat Sr. Helwig in Mainz, eingeführt wurde. Schon im Mai 1890 wurde Haberkorn zum Kreisarßt in Heppenheim befördert 1 5 W* L gebrochenen Manneskraft des Admirals von Tirpitz möge es ver⸗ V 9 zu früh gestorben war, war er der gegebene 15. Mai 1895)., 1 In Gießen, das Haberkorn als seine eigentliche Heimat betrachten durfte, mit dem ihn so viel freundschaftliche und Familienbeziehungen verbanden, konnten seine vielseitigen Anlagen recht zur Geltung kommen. Wie er sich stets als Arzt fühlte und gab, so sah er im Zusammenwirken mit seinen Kollegen die Grundlage seiner amtlichen Tätigkeit auf dem Gebiet der öffentlichen Gesundheitspflege. Wohlwollend gegen jedermann, war es ihm Bedürfnis und Freude, der Bevölkerung zu dienen; so viele Anliegen an den Kreisarzt herangebracht werden, nach Kräften half er. Zu der medizinischen Fakultät der Landesuniversität unterhielt er die besten Beziehungen; es war Gaffky, der Ehrenbürger von Gießen, der, als er 1904 als Nachfolger Robert Kochs zur Leitung des Königlichen Instituts für In⸗ fektionskrankheiten von Gießen nach Berlin berufen wurde, Kreisarzt Haberkorn als seinen Nachfolger im Stadt⸗ rat empfahl. Der gewichtigen Empfehlung hat Haberkorn voll entsprochen; sein klares und besonnenes Urteil, ft eine Zuverlässigkeit und Wahrhaftigkeit wurden ebenso allseitig anerkannt wie sein Fleiß und seine Gewissenhaftigkeit. un allen Bestrebungen zur gesundheitlichen Förderung Gießens nahm er den regsten Anteil, er war einer der eifrigsten För⸗ derer des Planes zur Errichtung des Schwimmbades und einer der fleißigsten Besucher. Bei Behörden und der Be⸗ völkerung war er gleich beliebt. Besonders geschätzt war er als Gutachter bei Gericht, bei dem Schiedsgericht für Arbei⸗ terversicherung, und dem Oberversicherungsamt durch seine verständige und verständliche Darstellungsweise. a Wer aber das Glück hatte, näher mit ihm bekannt zu sein, der gewann ihn lieb wegen seiner sonnigen Frohnatur, seines liebenswürdigen Humors und seiner aufrechten Gesin⸗ nung. Viele Freunde hat er sich durch seine beinahe zwanzig⸗ jährige Tätigkeit in unserer Stadt zu seinen alten Jugend⸗ freunden hinzu gewonnen. Ein schöner Zug war es, daß er seinen alten Lehrer Eckhard bis in seine lezten 5 jahre auf seinen Jagden vielfach begleitete. Haberkorns Tä⸗ tigkeit fand die verdiente Anerkennung; 1898 wurde er zum Medizinalrat ernannt, 1905 erhielt ex zu seiner Kriegsdenk⸗ münze und dem Landwehr⸗Verdienstkreuz das Ritterkreuz 1. Klasse des Philippsordens, dessen Krone ihm bei dem Ju⸗ biläum unseres 116. Regiments verliehen wurde. Zu Groß⸗ herzogs Geburtstag 1912 wurde er mit dem Charakter als Geheimer Medizinalrat ausgezeichnet. Sein Entschluß, in den Ruhestand zu treten, kam für viele unerwartet, denn bis in den Herbst vorigen Jahres schien er sich ausgezeichneter Gesundheit zu erfreuen. Bei seiner vorgesetzten Behörde be⸗ stand der lebhafte Wunsch, den verdienten Mann in so schwerer Zeit noch im Amt zu erhalten, doch mußte leider der Wunsch verstummen vor dem Hinweis Haberkorns, daß er körperlich zur Weiterführung der Geschäfte nicht mehr die Kräfte habe. Und doch hatte niemand gedacht, daß er uns so rasch entrissen werden sollte. Das Ehrenkreuz des Philippsordens bewies ihm, wie sehr seine dienstliche und außerdienstliche Tätigkeit geschätzt wurde; dem verdienten Be⸗ amten, dem goldtreuen Menschen werden alle, die ihn kann⸗ ten, ein ehrendes Audenken bewahren. * Prof. Dr. Spengel, der Leiter des Zoologischen ihrem auswärtigen Mitgliede ernannt, nachdem er erst kürzlich von seiten der Akademie in Upsala die gleiche Ehrung erfahren hat. e * Mehlabschlag. Nach kreisamtlicher Bekannt⸗ machung wird vom 1. Mai ab für das vom Kommunalver⸗ band an die Stadt Gießen und an die Landgemeinden 17 gebende e der Preis von 41 auf 38 Mk. pro Doppelzentner herabgesetzt werden. 5 * Militärische 1 Jugend. Am letzten Mittwoch abend fanden unter Leitung der Herren Will, Ad. Noll, K. Wenzel, Fr. Wenzel und Erb turnerische und Bajonettierübungen statt. Nach kurzen aner⸗ kennenden Ausführungen durch Herrn Ranft und den Vor⸗ sitzenden über die Besichtigung am letzten Sonntag sprach Herr Unteroffizier d. R. Engels über Erlebnisse und Er⸗ fahrungen auf dem westlichen Kriegsschauplatz. Seine inter⸗ essanten Ausführungen fanden lauten Beifall.— Am Sams⸗ tag abend findet ein Geländegang statt. Die Jungmann⸗ e derten um& Mr un der Jede an. g. * Schreibmaschinen⸗ Unterricht für Ver⸗ wundete. Die Lehrgänge für die Verwundeten der Gieße⸗ ner Lazarette haben, wie hier schon mitgeteilt, außer⸗ ordentlich a Zuspruch gefunden. So be⸗ sonders auch der Unterricht im Maschinenschrei⸗ lassung von Schreibmaschinen ist bereits von zwei Seiten — dankenswerter Weise entsprochen worden. Angesichts der großen Zahl der Teilnehmer ist es aber doch höchst wün⸗ schenswert, daß noch eine oder zwei weitere Maschinen, seien es auch ältere oder leicht beschädigte, den Leitern des Unter⸗ richts zur Verfügung—— werden. Die Besitzer würden sich damit um unsere braven Krieger in hohem Grade ver⸗ dient machen und werden gebeten, gefl. Mittei an Kreuzes in der Alten Klinik zu 1 3 8 1 Nationalspende. Es w uns mitgeteilt, daß von den im Gießener Anzeiger vom 22. d. Mts. als eingegangen be⸗ zeichneten Gaben nicht die Gemeinde Beltershain, sondern die Ge⸗ meinde Bellers heim mit 269 Mark 70 Pfg. aufzuführen ist. e Anlagemufsik. Am Sonntag, den 25. April 1915, vor⸗ mittags 11% Uhr, findet am Landgraf-Philipps⸗Platz Anlagemusit mit solgender Spielfolge statt? Choral: Eine seste Burg ist liche Wanderung“ von Moskau, Carmen Syolva-Walzer von Ivanopiei, Seemanns-Los, Lied von Martell, Romanes ca, Jantasie don Zikoff, Steinmetz⸗Marsch von Bratfisch. Landkreis Gießen. — Allendorf a. d. Lda., 23. April. polizeilich angehalten. Sie gaben an, sie seien aus Ost⸗ preußen, ihre Mutter liege im Krankenhause und der Vater sei in den Karpathen gefallen. Dadurch hatten sie allgemein Mitleid er⸗ regt und man hatte ihnen vielsach Tischdecken, Taschentücher und dergl. abgekauft. Durch die Gendarmerie wurde eine Untersuchung eingeleitet. g 5 Nonnenroth, 23. April. 2— I r f Vizefeldwebel wurde der Zimmermeister Karl Rinke r v hier mit der Hessischen gezeichnet. Kreis Alsfeld. 0 A Nieder-Gemünden, 24. April. Der Jäger Augt Otter be in von der Maschinengewehr-Kompagnie des 1 Bataillons, welcher seit Beginn des Krieges im Felde am 11. 1 J. verwundet wurde, wurde mit dem Ei Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Außer Otterbein hatt drei aus unserem Orte stammende Krieger dies erhalten, und 175 Unteroffizier Jul. Stumpf u Rohn vom Reserve-Jnfanterie-Regimeut * und als Medizinalrat Dr. Rote nin 5 in Gießen leider lossizier Karl vom aktiven Insante * Heute nachmittag wurden hier zrei noch e schwarz gekleidete Mädchen . N 1 apferkeitsmedaille aus⸗ * Instituts der Landesuniversität, wurde von der Königl. [Akademie der Wissenschaften in Stockholm zu * 4 1 ben. Der an dieser Stelle ausgesprochenen Bitte um Ueber⸗ das Soldatenheim oder an die Geschäftsstelle des Roten unser Golt von Dr. M. Luther, Ouverture zur Oper„Die nächt⸗ 12 5 1 1 8 3 . 5 N 3 . 1 Niederohmen, 23. April. ß ner, Kreuzes, ersielt das Hefsische Militär⸗Sani⸗ der Reserve Dr. praktischer Arzt zu Niederohmen. Ritter des tätskreuz. S Kreis Friedberg. riedel, 23. April. Herr L. Christ, Kunstmühle Griedel, erhielt das Eiserne Kreu 3 2. Klasse unter er 8 sör derung zum Offizter⸗Stellvertreter. Cbrist steht seit Beginn a 2 8 bei dem 25. Res.-Feld-Art.-Regiment ununterbrochen de. 50 1 8 und Rheinhessen. armstadt, 23. April. Heute vormittag fand in 2 wart des Großherzogs, der. und 3 1 12 n 5 Denkmals Nach einer prache des Beigeordneten Eckert 1 e das Einschlagen der ersten Nägel— 4 den 8 8 roßherzogin, die Prinzen und die anwesenden Gäste. Der roßherzog vollzog den Hammerschlag auch für die großherzoglich⸗ ssische Division der Kommandeur der Diviston, General eutnant 5 hne, stiftete gleichfalls einen Nagel für die Tiwision. 5 Aus Rheinhessen, 23. April. Die Obst⸗ bäume stehen in der Blüte. Die Entwicklung der Blüte wurde durch das warme Wetter der letzten Woche wesentlich gefördert. Nunmehr lassen sich die Aussichten der Obsternte, soweit das Frühobst in Frage kommt, mit einiger Sicherheit überschauen. Die Obstbäume haben, da nur geringe Fröste zu verzeichnen waren, gut überwintert. Frostschäden sind nicht zu beklagen. Die Pfirsich-, Kirsch⸗ und Zwetschenbäume versprechen einen sehr reichlichen Ertrag. Dagegen dürfte der Ertrag der Aprikosenbäume geringer ausfallen, besonders der Spätaprikosen. Dieses ist auf den reichen Er⸗ trag im Vorjahre zurückzuführen, da nach besonders guten Ernten das nächste Jahr meist kleinere Erträge bringt. Kreis Wetzlar. Wetz lar, 23. April. Infolge des vor einigen Tagen auch von uns erwähnten Unglücks falles eines Radzusammenstoßes ist der Landsturmgefreite und Gastwirt Fr. Bormann gestorben. Hessen⸗Nassau. hb. Frankfurt a. M., 23. April. Alseinzigedeut⸗ sche Stadt gewährte Frankfurt seit dem Kriegsausbruch jedem Soldaten und Offizier auf allen Straßenbahnlinien bi 8 jetzt freie ah rt. Infolge vielfach entstandener Un⸗ zuträglichkeiten beabsichtigt der Magistrat nunmehr diese Ver⸗ günstigung erheblich einzuschränken. Den Verwundeten soll die Freifahrt dagegen nach wie vor gewährt werden. X Gelnhausen, 23. April. Das Ergebnis der drei Kleinbahnen des Kreises Gelnhausen hat eben⸗ falls unter den Wirkungen des Weltkrieges gestanden. Die Bad Orbner Kleinbahn, Akt.⸗Ges., schlägt die Ver⸗ teilung einer Dividende von 2¼ Proz.(i. V. 3¼ Proz.) vor. Die Freigerichter Kleinbahn, Akt.⸗Ges., welche ein Aktienkapital von 1138 000 Mk. besitzt, tann nur eine Divi⸗ dende von ½ Proz(i. V. 1 Proz.) zur Verteilung bringen. Ein Drittel der Aktien 1 der preußische Staat, zwei Drittel der Kreis Gelnhausen.— Die Wächtersbach Birsteiner Kleinbahn, Akt.⸗Ges., welche im Vorjahre auf die Aktien A 4 Proz., auf die Aktien B 3½¼ Proz. Divi⸗ dende verteilt hat, wird diesmal keine Dividende ausschütten können. Die Aktien der Kleinbahngesellschaft befinden sich im Besitze des Kreises Gelnhausen. Börsen⸗ Wochenbericht. 1 3 M., 23. April. im freien Verkehr 12 st e N gemeine sowie i — und wulscef digen Verhältnisse begegnen zwar nach wie „Das Kreuz in hat in der letzten Zeit etwas einseitig zu⸗ t Momente der Kriegs⸗ und Wirtschaftslage beobachtet, hatte sich auch schon in den Gedanken einer weiteren Ausdelnrung bes Börsenverlehrs durch etwaige direkte Beteiligung der Banken an Wan ohwohl es an Erwägungen, di dagegen sprachen, t fehlte Daß eine allzu rege Betätigung aus allgemeinen Gründen nicht erwünscht wäre, wird auch in Bankkreisen kaum irgendwo bestritten. Die Umsätze hatten indes gerade letzthin manchmal einen größeren Umfang angenommen, als dem Gebote des Maßhaltens, das jetzt zu befolgen ist, entspräche. Demgemäß wurde durch von seiten des Staatskommissariats der Berliner Börse eine ruhige Entwicklung des Verkehrs als wünschenswert bezeichnet. Damit erschienen zugleich jene Bestre⸗ bungen auf Beteiligung der Banken und großen Bankfirmen am Börsenverkehr praktisch als so gut wie abgetan. Das mußte natürlich zu Realisationen im Börsenverkehr führen. Dazu kam, daß das Herannahen des Ultimos ohnedies zur Glattstellung drängte. Die Prolongation der schwebenden Ultimo⸗Engagements in der bisher üblichen Weise wurde jetzt auf Ultimo Mai dieses Jahres beschlossen. Die Zinssätze wurden um ½ Prozent ermäßigt und auf 5 Prozent für Hausseengagements, auf 3½ Prozent für Baisseengagements festgesetzt. Es wurde auch über einen weiteren Abbau der Ultimoengagements gesprochen, mit dem man sich dem⸗ nächst befassen dürfte. Im Zusammenhang mit der andauernden Geldflüssigkeit— Geld ist in hinreichender Menge an⸗ geboten und die Einzahlungen auf die Kriegsanleihe wurden in gewaltigen Beträgen geleistet— hat auch die Nachfrage für die einheimischen Anleihen weiter zugenommen. Der inländische Kapitalsanlagemarkt bietet somit ein recht erfreuliches Bild. Fremde Renten schwächten sich dagegen meist etwas ab, wenn auch kein größeres Angebot darin zutage trat. Bessere Haltung zeigten in dieser Woche österreichisch⸗ungarische Werte, auch 3 prozent Lom⸗ — 1 Prioritäten. Amerikanische Werte lagen ebenfalls vor⸗ wiegend fest, nur 4 proz. Chicago Rock Island and Pacific First and Refunding Mortgage Bonds waren stark gedrückt auf die Ein⸗ setzung einer Zwangsverwaltung. Banken und Montan⸗ gapiere lagen ebenfalls schwächer als in der Vorwoche, ebenso Schiffahrksaktien. Das Hauptgeschäft fand natürlich wieder in Industriepapieren statt, doch war die Kursbewegung wenig einheitlich. Im Vordergrund des Interesses standen deutsche Waffen und Munition, die zu Beginn der Woche weitere ansehn⸗ liche Kurssteigerungen erzielten, später aber ebenfalls einen Teil davon wieder hergeben mußten. Das gleiche war mit Autowerten und Lederfabrikation der Fall, von denen besonders Adler u. Oppen⸗ heimer lebhaft umgesetzt wurden. Ausgesprochen feste Haltung zeigten die Aktien chemischer Fabriken, da die Bilanzen der großen Unternehmungen überraschend günstige Resultate ergaben. Am Devisenmarkt lag Wien ziemlich fest, Italien war etwas an⸗ geboten, ebenso Kabel New Pork. Privatdiskont etwa 4 Prozent. Standesamts nachrichten. Gietzen. Aufgebote: April 20. Peter Jvseph Klauer, Hilfsheizer in Groß⸗Auheim, mit Margarete Schick in Gießen.— 22. Johann Becht, 1 neidermeister in Gießen, mit Karoline Deutschle in Egels tal, Mühlen am Neckar. Eheschließungen: April 17. Karl Joseph Zöpf, Schlosser, mit Anna Marie Elise Kaufmann, geb. Thielmann, beide in Gießen. Geborene: April 11. Der Witwe des Postboten Heinrich Müller eine eheliche Tochter, Katharing Lina Greta Anna.— 12. Der Witwe des Oberlehrers, Professor Dr. Albert Klein ein ehelicher Sohn, Albert Otto Frithiof.— Dem Schreinermeister Adam Heinrich Ommert ein Sohn, Karl Heinrich.— Dem Waffen⸗ meister Friedrich Otto Weiß ein Sohn, Helmut.— 13. Dem Schuhmachermeister Ludwig Wagner ein Sohn, Ernst Ludwig. — Dem Möbel trans porteur Heinrich Magel eine Tochter, Irma ziska.— 14. Dem Schachtmeister Reinhard Görnert ein Sohn, 2 N 2— 8 i i — Legere Nat Goctlich 2 Noll ein-„Bohn. Sterbefälle: April 16. Emma Söwenthal, Hebamme 78 Jahre alt, Kirchenplatz 21. 18. Christine Abbund„ geb. —— 9dr 1 8 112.— 49. 85 Adolf Karl Zimmer, 72 Jahre alt, Licher Struße 74. 20. Karl Wilhelm Peter, Stationsassistent i. R., 70 Jahre alt, Am Riegel⸗ Geistliche Musikaufführung zum Besten der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen Freitag, den 30. April 1915 abends 8 Uhr in der Stadtkirche zu Gießen. Veranstaltet von dem Akademischen Gesangverein und dem evang. Kirehengesang verein unter Mitwirkung von Mitgliedern des Kronbauer. Ouartetts und der Knaben- u. Madchenchorschule. Solistin: Frau Dr. Margarete Altmann-Kuntz aus Straßburg(Alt).— Orgel: Otto Görlach.— 8 Leitung: Prof. Trautmann. — Licht-Spiel die Weg 43.— 21. Mank, Rentner, 71 Jahre alt, Wetlger tsabeth Ploch, geb. Frint, 64 Jahre alt, Ost⸗ Anlage 14.— Wolf Vogt, Wirt, 61 Jahre alt, Sonnenstraße 14. — Geheimer Medizinalrat Dr. Julius Haberkorn, Großh. Kreis⸗ arzt i. R., 64 Jahre alt, Moltkestraße 5. 2 Im Felde gefallen: Januar 25. Walter Oswald Bern⸗ hardt, Friseur, Jager, 19 Jahre alt, Bleichstraße 5.— April 4. Paul Hackenberg, Hiffshobvist, Sergeant, 26 Jahre alt, Licher Straße 59. pfad 14.— Phili Auch das Brot ist unser Rüstzeug. Geht sparsam damit um. 3 1 18 Letzte Nachrichten. 1 Die Kümpfe am Yser⸗Kanal. 5 Kristiania, 24. April. Pariser Blätter melden, in der Gegend von Dixmuiden und Bixschoote werde erbittert gekämpft. Die deutschen Streitkräfte in der Nordsee. Kristiania, 24. April. Der heute angekommene hiesige Dampfer Nn meldet, er habe am Montag auf der Rück⸗ reise von Amsterdam nach Norwegen eine große deutsche Kriegs. flotte südwestlich Helgoland passiert. Als von der Flotte zwei Warnungsschüsse abgegeben wurden, hielt der„Joldin“ an und ein deutscher Torpedojaäger lam herangebraust, der das norwegische Schiff untersuchte und daraufhin freigab, während das deutsche Geschwader weiter fuhr. Während des Besuches auf dem„Foldin“ sagte ein deutscher Seeoffizier, man habe in der deutschen Flotte den einzigen Wunsch, die euglische Flotte endlich zu treffen. Ein deutsches Unterseeboot 5 75 noch einen anderen norwegischen Dampfer. Die deutschen Offiziere waren äußerst liebenswürdig und gaben das Schiff nach kurzer Zeit frei. 9 Französische Stimmungen. i. Höln, 24. April. Gegenüber der e Ver- sicherung, daß das französische Heer mehr als genug m 175 Offizieren und Unteroffizieren versehen ist, meldet der Korre- spondent der„Köln. Ztg.“ von der französischen Grenze. daß 300 Pariser Schutzleute den Dienst verlassen mußten und ins Heer eintraten, um an der Front Verwendung zu finden. Im übrigen treten neue An zei chen von Ungeduld und Mißtrauen hervor, weil der große Tag des Sieges und der Erfolge der mit so viel Pomp angekündigten Offensive immer noch nicht gekommen ist. Die„Depeche de Toulouse“ bekannte vor einigen Tagen, daß sich bei ihr täglich die Zahl der Zuschriften mehrt, die darüber Klage führen, daß man trotz aller schhünen Versprechungen nicht weiter komme und immer auf 7 demselben Fleck stehen bleibe. 1 Ein russischer Dampfer gesunken. 1 Stockholm, 21. April. Der finnisch-russische Dampfer „Fraal“, der gestern von Stockholm nach Abö fuhr, ist im Aalandsmeer durch Explosion zum Sinken gebracht wor⸗ 15 den. Ob eine Mine oder ein Torpedo den Dampfer be⸗ schädigt hat, ist noch unbekannt. Ueber das Schicksal der Be⸗ 18 satzung liegt keine Meldung vor. 1 —— 2— Betteraussichten in Hessen am Sonntag, den 25. April 1915: Trüd, geringe Niederschläge, östliche Winde, etwas milder. 1— 9 L ———— 2 n e alibewahrte Nahrung 2 kür Kinder und Krankes NESTLE 92 1 3 Haus Luftkurhotel Teichmühle Ein Paradies f. Krank St aubfreie ozonreiche 23 Felbpostj⸗ Versandkartons in verschiedenen Größen finn 50. 250-u. 500. Gramm u. 3 u. 5⸗Kilo⸗Paket Verpackung so⸗ mie wasserdichtes Oeltuch z g Köppern(Taun.). Tel. Bad Homburg. Nervôse u. Erholungsbedürft. suft. Verl. Sie Prospekt. 6114 Programm: „Aus tiefer Not schrei ich zu Dir“ und„Ein feste Burg ist unser Gott“ von Bach.— Sãtze aus Brahms Requiem.— Chöre von Mendelssohn, Mozart, Schubert.— Arien von Bach, Brahms (vier ernste Gesänge), Dvorak und Rupp. Der Beghsteinflügel wurde von Herrn Hoflieferant Wisu. Rudolph gütigst zur Verfügung gestellt. 7 7. I. 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Noten 110 ef d r Natarh. Baumschützer 55 1 F 1 15 g Spaten 835 2— no audi eug- 3 Die neuesten Kriegs-Aufnahmen Därstonparen 6100 e de fre Heeren 9 Drogerien u. wo Plakate sichtbar. Acken 1 Ss dea Argonnen 5 8 S0 Pig. Prlangaslun, 15 i. 2 5., Kriegepackung 15 Pfg. Spesien: Tür- Tor nean. e e e, Untere. Pölener.- Pfiff und Pfaff. Die beiden Strategen Fenster-Leder 1 Hacken Humoristische Szene 3684 Kämme 3612 Te e, Wolle I ber Kunst- Schütze. Posse F emvfebit 2 l Waschleine usw. Nga d Cesgen, A. Bepg- 6 5„5 Wr 2 emphennt in bester Qualtät Bre ge Hei. e. gar Burmann 1 —. Wieseck; Fr. Volk II. u. Ph. N J 2 P Wilh. 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