Der Sießener Anzeiger Icchemt täglich, au Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familiendlätter; eimal wöchentl. Kreis- latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land wirtschaftliche en Jernsprech- Anschlüsse: für die Schristleitung 112 Verlag, Geschäftsstelled l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gleßen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Unterseeboote in der dei Großes Hauptanartier, 21. April. Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Unweit der Kathedrale von Reims wurde eine neue frindliche Batterie erkannt und unter Feuer genommen. 5 2 den Argonnen warfen die Franzosen Bomben mit Erbrechen erregender Wirkung. Ein feindlicher Angriff nördlich le Four de Paris scheiterte. 4 1 Zmischen Maas und Mo sel wurde gestern bei Flirey ein in breiter Front ansetzender Angriff mit starken Ver⸗ lusten für die Franzosen abgeschlagen. g Im Priesterwalde gewannen wir weiter an Boden. In den Vogesen griff der Feind vergeblich unsere Stellungen nordwestlich und südwestlich von Metzeral, so⸗ wie bei Sondernach an. Auch dort hatten die Franzosen starke Verluste. 5 Gestern früh warf ein feindlicher Flieger über Lörrach Bomben ab, die eine einem Schweizer gehörige Seidenfabrik und 2 Häuser beschädigten und mehrere Zivil⸗ versonen verletzten. 2 Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage im Osten ist unverändert. *. Als Antwort auf die russischen Bombenabwürfe auf In⸗ sterburg und Gumbinnen, offene, außerhalb des Operations- gebietes liegende Städte, haben wir gestern den Eisen⸗ 0 Bialystol mit 150 Bomben belegt. (WTB. Oberste Heeresleitung. *** Berlin, 22. April.(WTB. Amtlich.) In letzter Zeit sind mehrfach britische Unterseeboote in der deut⸗ schen Bucht der Nordsee gesichtet und wiederholt von eutschen Streitkräften angegriffen worden. Ein feindli⸗ ches Unterseeboot wurde am 17. April versenkt. Die Zernichtung weiterer Unterseeboote ist wahr⸗ scheinlich, aber nicht mit voller Sicherheit festgestellt wor⸗ Jen. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes. gez. B ncke. * 1* Ueber die Bilanz der Schlachten in den Karpathen sefern heute Oesterreich⸗Ungarn und Rußland amtliche Be— richte, auf deren Gegenüberstellung in den nachstehenden Meldungen wir verweisen. Die Russen haben nach dem völligen Scheitern ihrer Frontalangriffe noch einmal eine Imgehung der österreichisch-ungarischen Kräste versucht, und zwar im oberen Cziroko-Tale, von Nordost in der Richtung nach Südwest. Wäre dieser Durchstoß gelungen, so hätten die Russen in der Tat im Rücken der Verteidiger jener wich— digen Karpathenfront gestanden. Allein das Ergebnis war ruch hier nach tagelangen Kämpfen eine völlige Niederlage ber Russen. Der österreichische Bericht spricht von vielen Tausend Toten und Verwundeten und über 3000 unverwun⸗ deten Gefangenen.. Die weiteren Schlußsätze des österreichisch-ungarischen Tagesberichtes sind eine Antwort auf den nachstehend wie⸗ dergegebenen russischen Bericht. Der russische Generalstab faßt ie Ereignisse an der Karpathenfront noch einmal von Anfang bis zu Ende zusammen. Es ist in der gegneri⸗ schen Presse zugegeben worden, daß die russischen Verluste in diesen Kämpfen sich auf etwa eine halbe Million Men⸗ chen, darunter 250 000 Tote, belaufen. Fürwahr ein furcht⸗ es Ergebnis angesichts der Tatsache, daß der Durchbruch nach Ungarn völlig mißlungen ist. Die Truppen unserer Ver⸗ zündeten, die auf Höhenstellungen gegen die schutzlos An⸗ stürmenden kämpften und das mörderischste Feuer in An⸗ vendung bringen konnten, haben selbstverständlich weit weniger gelitten. Bevor die Schneeschmelze eintrat, wollten die Russen nicht nur, wie es in dem russischen Bericht heißt, die Ausgänge zur ungarischen Ebene beherrschen, sondern in diese Ebene einmarschieren. Und das ist völlig mißlungen; die Kräfte der Verteidiger sind ungebrochen; der russische Angreifer ist erschöpft. Der Petersburger Generalstabsbericht unterscheidet e zwei Offensiv⸗Bewegungen. Der Hauptangriff galt, wie zugegeben wird, den Kämmen zwischen dem Lupkow⸗ und dem Uzsok⸗Passe. Die russischen Berichterstatter stellen sesz daß sie die Strecke Reghetow⸗ Wolosate besetzt hätten. Wolosate liegt etwa 15 Kilometer westlich von Uzsok und zwar nördlich des Karpathenkammes. Daß die Russen Gelände gewonnen haben, bestreitet nie⸗ mand. Aber daß ihr entsehlich verlustreicher Vormarsch nichts genittzt hat, das ist die Hauptsache. Der Uzsoker Paß ist nach wie vor im Besitz der Oesterreicher. Der 9 Bund“ beleuchtet die Kriegslage in den Na en wie folgt: 11 5 den toten Punkt noch „Die russische Karpathenoffensive 1 0 nicht überwunden. Vereinzelte Angrifse vermögen darüber nicht binwegzutäuschen. So steht nun die unter so ungeheuren Opfern korgetragene Offensive mit dem nördlichen Flügel diesseits der Duklasenke, ohne diese scheinbar günstige Lage ausnutzen zu können, weil die Oesterreicher zwischen Zborv und Laborczew sich standfest Lehaupten und auch am Lupkowpaß die Lage wieder hergestellt haben. e Versuche der Aussen, den Uszokpaß zu umgehen, sind nicht viederholt worden, so daß sie nun auf der gan zen Front vongboro sest⸗ Gießener General⸗Anzeiger Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei! Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. 105. Jahrg zeiger für Oberhessen Donnerstag, 22. April 101ã Bezugsoreiz: monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. liegen. Wie stark die Eroberung des 2 durch die deutsche Südarmee am linken pathenfront auf die Gesamtlage gewirk in, eines Bergrückens, chen Flügel der Kar⸗ at, läßt sich noch nicht e Vorstoß, der zwi jester und Pruth reißen droht und über arakter eines Flanken⸗ itung gezwungen, ihre 1 bringen, und da⸗ nsive am Uszokpaß ge⸗ voll erkennen. Jedenfalls hat der de schen der Karpathenarmee und den a fechtenden russischen Kräften eine L Skole auf Strij abzielt und schon den stoßes angenommen hat, die russische Hes Reserven zu verschieben und dort ins durch entlastend auf die österreichische“! wirkt. f Gelingt es den Verbündeten, unge der Schneeschmelze im Gebirge, im O im Dnjestr⸗Abschnitt neue Kräfte oper der russischen Karpathenarmee selbst di errungenen Positionen diesseits des K Französische Quellen, z. B. der Bericht suchen schon die Bedeutung der Karpathe den Mißerfolg der russischen Offensiv Temps“ gibt jetzt den Verbündeten i Fristen und beschränkt sich darauf, zu doch noch vor der Ernte in Budapest sein der Karpathenoffensive die Kriegführun troffen hat, selbst wenn die Russen no noch einmal ansetzen, liegt auf der Ha * 7 1 Der österreichisch-ungarisch Wien, 21. April.(WTB. Nie verlautbart: 21. April 1915. In ee Gegner seine verlustreichen Angkif Abschnitte der Front seit geraume gilt besonders von jenen Abschnitten die besten Einbruchswege nach borcza- und Ung⸗Tal decken. Abseits dieser Hauptvorrichen im Waldge⸗ birge zwischen Laborcze 0 versuchte der Feind auch jetzt noch mit starken Kräften durchzudringen. Ein Durchbruch in dieser Richtung sollte den trotz schwerster Opfer frontal nicht zu bezwingenden Widerstand unserer Tal- und anschließenden Höhenstellungen durch eine Umge⸗ hung brechen. So entwickelten sich im oberen Cziroka⸗Tal bei Nagy⸗ polann sowie im ganzen Quellgebiet die es Flusses neuer⸗ dings heftige Kämpfe, die mehrere Tage und Nächte hindurch andauerten. Auch hier erlitten die heftigen russischen Vorstöße schließlich das allen früheren Angriffen zuteil ge— wordene Schicksal. Nach Verlust von vielen Tausenden Toter und Verwundeter sowie über 3000 unver⸗ wundeter Gefangener wurde der Vorstoß nom Feinde aufgegeben. Den vielen im Auslande verbreiteten, auch offiziellen Meldungen der russischen Heeresleitung über Erfolge in den langwierigen Karpathenkämpfen kann kurz gegenüberg hallen werden, daß trotz aller Anstrengungen und großer Opfer der vom Gegner stets als Hauptangriffsziel und als beson⸗ ders wichtig bezeichnete Uzsokerpaß nach wie vor fest in unserem Besitz ist. An den sonstigen Fronten finden Geschützkämpfe statt. Die Situation ist überall unveründert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Berlin, 21. April. WTB. Nichtamtlich.) Der„Lokalanz.“ meldet aus Gurahumora: Bei Zaleszeki zerstörte öster⸗ reichische Artillerie die Verbindungsbrücke zwischen dem linken und rechten Dujestruser, wo auf den Bukowinger Höhen russische Stellungen angelegt sind. Die Russen versuchten mit Pontons auf das linke Dnjestrufer zu gelangen, wurden aber durch Artillerie dabei gestört und die auf der halbgebauten Pontonbrücke befindlichen russischen Soldaten vom russischen Hoer abgeschnitten. Ein russischer Flieger warf auf Czernowitz zwei Bomben ab, die keinen Schaden anrichteten; er wurde bald vertrieben. Budapest, 22. April. WTB. Nichtamtlich.) Der Sonder⸗ berichterstatter des„Pester Lloyd“ meldet aus Eperjes: Un⸗ sere Artillerie hat ein russisches Pulvermagazin gesprengt. Ein Versuch der Russen, ihren rechten Flügel von Koniecz na nach dem galizischen Wyszowa auszudehnen, ist vereitelt wor⸗ den. In der Richtung auf Hanczava und Uszic drängten wir die Russen um etwa 6 Kilometer zurück und machten viele Ge⸗ fangene. Diese klagten, sie hätten täglich nur noch ein Viertel Kilogramm Brot und rohes Fleisch bekommen. Eine russische Darstellung der Karpathenkämpfe. Berlin, 21. April. Der xussische Generalstab hat nach einem Petersburger Telegramm des Sydsvenska Dageblad, wie die Voss. Zeitung meldet, folgende Mitteilung über die Kämpfe in den Kar⸗ pathen bekannt gemacht: 5 Anfang März a. St. hielten die Russen von der Hauptkette der Karpathen nur die Gegend beim Duklapasse besetzt, wo un⸗ sere vorgeschobenen Stellungen einen Winkel bildeten. Sämtliche übrigen Pässe von Lupkom und weiter ostwärts befanden sich in den Händen des Feindes. Unsere Armeen erhielten deshalb die Aufgabe, bevor die Wege infolge der Schneeschmelze erweicht wurden, die Stel⸗ lungen so auszubauen, daß sie die Ausgänge zur ungarischen Ebene beherrschten. Zu diesem Zeitpunkte befanden sich große österreichisch⸗ungarische Truppenmassen zwisch'h dem Lupkow⸗ und dem Uzsol⸗Passe dort vereinigt, um Pr mnysl zu ent⸗ setzen. Unsere große Offensive war gegen dieses Ge⸗ biet geplant Unsere Truppen mußten den Angriff unter sehr der Schwierigkeiten ale und weiter südöstlich b zu entfalten, so wird hauptung der fruchtlos umes schwierig werden. „Journal des Débats“, ampfe zu verringern, um verdecken. Selbst der hen Karpathen längere upten, daß die Russen rden. Daß die Lähmung Entente schwer ge⸗ einer Neugruppierung tet po esbericht. ich.) Amtlich wird ürpathen hat der gen die wichtigsten t eingestellt. Dies r Stellungen, die Ondavas La⸗ nd 1 schwierigen Geländeverhältuissen vornehmen. Um ihre Auf⸗ gabe zu erleichtern, wurde eine Hilfsoffensive längs 5 5 0 4 c n den Karpathen. Englische sschen Nordseebucht. 3 3 der Front in der Richtung nach Bartfeld bis Luplow beschlossen. Sie begann am 19. März, exreichte ihre volle Entwicklung schon am 25. März, und am 28. März begannen un⸗ sere Truppen den Hauptangriff in der Richtung nach Bali⸗ grod, indem sie die feindlichen Stellungen westlich von Lupkow und östlich der Quelle des San umfaßten. Der Feind leistete den hartnäckigsten Widerstand, indem er an die Front von Bartfeld und nach dem Uzsok-Paß alles herbeischaffte, was möglich war, und sogar deutsche Truppen und eine Menge Kavallerie, die zu Fuß kämpfte, heranzog. Seine tatsäs liche Stärke an dieser Front betrug mehr als 300 Batai lone. Unsere Truppen mußten ausserdem mit ungünstigen Witterungsverhältnissen lämpfen, und stießen bei jedem Schritt auf ernste Schwierigkeiten. Nichtsdestoweniger gelang es unsern tapferen Truppen schon am 5. April, also 18 Tage nach dem Beginn unserer Offensive, die gegebene Aufgabe durchzu⸗ führen und sich der Hauptkette der Karpathen an der Strecke 2 Neghetow-⸗Wolosate, die eine Ausdehnung von 110 Werft hat, zu bemächtigen. Die letzten Kämpfe waren örtlicher Art und gingen darauf aus, das zu behaupten, was erobert war. An den übrigen Teilen der Front ist keine Veränderung eingetreten. 8 *** 0 Der amtliche französische Bericht. Paris, 21. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Be⸗ richt vom 20. April abends. Auf Reims wurden 50 Brand⸗ granaten geschleudert. In den Argonnen und der Champagne fan⸗ den Artilleriekämpfe statt, ohne Eingreifen der Infanterie. Zwischen Maas und Mosel und im Mortmarewald, in der Nähe der Straße Flirey—Essey kamen unsere Angriffe leicht voran. Im Priester⸗ walde unternahm der Feind, nachdem er unsere Stellungen int Gebiet von Croix⸗des⸗Carmes heftig beschossen hatte, einen An⸗ griffsversuch, welcher unverzüglich durch unsere Artillerie unter. bunden wurde. An den Rändern des Parroywaldes ziemlich lebhaft! Kanonade und Vorpostenkämpfe am 19. April abends. Zwei deutsche Gegenangriffe gegen den Hartmannsweilerkopf wurden abgeschlagen Französische Stahlhelme statt Käppis. 3 Lyon, 22. April.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des„Nouvelliste“ aus Paris beabsichtigt die Heeresverwaltung, angeblich infolge zahlreicher schweren Verwundungen, welche Soldaten am Kopfe erlitten haben, das französische Käppi durch einen Stahlhelm zu ersetzen, welcher den Nacken, die Schläfe und die ganze Stirn bedeckt. Das Gewicht des Helmes betrage 800 Gramm. Die Versuche hätten bereits begonnen. Eine 8 Firma sei bereit, 50000 Helme täglich herzu⸗ stellen. 1 Ein Bericht des Generals Freuch. London, 21. April. WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Marschall French berichtet über den euglischen Erfolg bei Ypern und über das Zurückgehen der Deutschen, die unter dem Feuer der britischen Maschinengewehre gelitten hätten. Auch die Verluste der Engländer seien sehr groß.* Die französische Presse und der Friedensgedante. Paris 21. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die Presse er⸗ klärt neuerdings, Deutschland versuche durch Agenten überall eine Bewegung zugunsten des Friedens hervorzurufen, und die Feinde mit dem Gedanken an den Frieden vertraut zu machen. Absicht Deutschlands sei es, die Tatsache, daß die deutschen Heere beinahe überall in Feindesland stünden, aus⸗ zunützen, um den Glauben zu erwecken, es sei siegresch, und sich dadurch einen ehrenvollen Frieden zu sichern. Deutschland selbst jedoch wisse, daß der Sieg auf Seite der Alliierten sei(!) und suche infolgedessen Friedensverhandlungen herbei⸗ zuführen, um seine Lage zu retten, solange es noch Zeit sei. Die Presse betont einmütig, daß die Alliierten noch nicht an Frie⸗ densschluß dächten. Die Stunde sei hierzu noch nicht gekommen, da Deutschland noch nicht bezwungen sei. Temps“ schreibt: Ein verfrühter Frieden bedeute eine neue Gefahr für die ganze Welt. Alle Friedensbestrebungen haben keine Aussichten auf Erfolg und scheitern an dem festen Willen der Alliierten, den Sieg des Rechtes und der Freiheit zu erkämpfen.—„Jour⸗ nal des Debats“ erklärt: Die Aliierten schließen niemals einen Frieden, welchen der Feind in seinem Interesse vorschlagen könnte. Wenn die Stunde gekommen ist, zwingen die Allijerten dem Feinde ihren Frieden auf. 855 2 CCC Prinz Georg von Griechenland in Paris. 5 Paris, 21. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ meldet: Prinz Georg von Griechenland, der Bruder des Königs, ist am 19. April in Paris eingetroffen und am Bahnhof vom griechischen Gesandten empfangen worden. ** * Die Verhandlungen mit Japan nach London verlegt? London, 21. April. WTB. Nichtamtlich.)„Daily Tele⸗ graph“ meldet aus Peking: Die Verhandlungen mit Ja pan sind fast gänzlich eingestellt worden bis zu einer formellen Erklärung der britischen Politik, die in dieser Woche erwartet wird. Man darf fast sagen, daß die Verhandlungen tatsäch lich nach London verlegt worden sind. Die weitere Entwicklung hängt wesentlich von der Festigkeit von Downingstreet ab. Jeder⸗ mann fragt sich, wie Japan, das keine hundert englische Meilen Eisenbahnen in China ohne Hilfe des fremden Geldmarktes bauen kann, Rechte und Privilegien im Yangtsetal fordern kann, die 100 Millionen Sterling erheischen. 8 Wie Reuter aus Peking meldet, leisten die Chinesen sesten Widerstand gegen die Forderungen Japans betreffend Fukien, Hanheping und Pangtsetal. Die Steuer-, Polizei-Frage und die Frage wegen der Südmandschurei sind unerledigt. Die Japaner erklaren, daß sie auf Instruktionen aus Tokio warten. 1 c Neuem i Here ae N De London, 21. April. WTB. Nichtamtlich.)„Mornin g. les ist unklar, daß wir pvost“ meldet aus Tientsin: Die hiesige britische Kolonie] Das Blatt fährt fort: Auch das Lob der britischen Flotte lann nicht glauben, daß die britische Regierung zustimmt, daß follte mit der offenen apan den britischen Konzessionären ihre Konzessionen entreißt. ine Fortsetzung der Verhandlungen unter der Voraussetzung, daß Japan die jetzigen Zugeständnisse Chinas mit England später jetzt größer sist, a das Ansehen Englands verhän anisvoll und würde rung seit August in ie jahrelange Arbeit der britischen Gesandtschaft und der britischen gierung besteht. Finanzleute vernichten und außerdem bei den Chinesen den Ein⸗ Der Untergang druck erwecken, daß England bereit sei, seine extensiven Interessen uf Japans Befehl preiszugeben. schiff erheblich beschädigt worden sein soll. Voot unter Feuer auf: 5 Mitteilungen im englischen Oberhause. und der„Majestic“, . London, 21. April.(WT. Nichtamtlich.) Reuter Unterseebobt zu erreiche sche Streitkräfte gefaßt gewesen sei, und daß der Feind in zweiten? g eber die Blockade Deutsch-Ostafrikas und Kameruns. IT K durchgeführt. 00 deutsche U-Krieg für den Handel der Feinde nach sich zieht, beweist, in London, Agostin E ö 5 5 5 ae.d an die Regierung über wie verschiedenen Morgenblättern über Brüssel gemeldet wird, Seni e tal den letzten ihnen verliehenen Markt, nämlich England, Valparaiso einlief, Berlin, 22. April. De außergewöhnliche Leistung eines] der deutschen Matrosen eutschen Fliegers, der englische Plätze mit Bomben belegt hat, it zwei deutschen Flugzeugen zu tun zu haben. Als der englische lung cher zh, Nach der ahrtrichtung zu urteilen, meinen die„Times“, dürfte der deutsche] chilenischen Kriegsschiff weidecker aus Zeebrügge gekommen sein. Die englische Retrutierung. kehren mit ihren deutsche Haag, 21. April. N Nichtamtlich.)„Nieuwe Cou⸗ Der Passag nt“ meldet aus Londo würde. Lord Kitchener ist ehr zufrieden mit den der Aufruf an die Freiwilligen hatte. mäßig weiter. Ein Bekenntnis und eine Kritit der„Times“. N London, 21. April. WTB. Nichtamtlich.„Times“„Der reiben in einem Leitartikel: Troß vollkommenerlo⸗ Lonstantinoy 1 Das Große Haupt kaler Erfolge änderte sich die Kriegslage in Zwei fe stfront am 20. April an vielen Punkten überraschend ähn⸗ lich der am 20. Oktober. . Deutschen ändert da . Die amtlichen Berichte über die Ereignisse] Rampf wurden sie gez n Dardanellen lassen vieles ungesagt. Die Aktion] ihres Lagers zu verbergen. Das Feuer, welches von unserer Ueberlegung unternom⸗ Artillerie gegen vier i men es wurden große Fehler gemacht. Die wirkliche] kleine— und gegen zwei Motorboote eröffnet worden war, ö i e. 8 Die Kämpfe am 8 1 F 975 heschadigte zwei dieser Schiffe. Auf unserer Seite wurde ein ege ausposaunt. Tatsache ist,] Mann getötet, zehn verwundet. Die Verluste des Feindes erren des unteren Mesopota“]sind noch unbekannt. kas in eine Silbtolonte, aber Grundlage Wir si werden, daß die Kriegsstärke der deutschen Flotte 1 4 470 dit& in 0 1 1 f 12 9 5 ns Reine bringen könnte, wäre nach hiesiger Auffassung für] weit England in Frage kommt, glauben wir, daß die Aende 8 1.; London, 21. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Ein euglisches Schlachtschisf durch einen Reuterschen Bureaus. Die Admiralität veröffentlicht einen Zeppelinangriff beschädigt. Bericht, der Einzelheiten über den Verlust des Untersee⸗ 21. April.(WTB. Nichtamtlich.) Aus zu-[bootes„E 15“ gibt. Das Unterseeboot ist danach in Gefahr nun, 58 lpril r 8 17 0 ge eli„gewesen, in brauchbarem Zustand in die Hände des Feindes zu verlässiger Quelle verlautet, aß bei dem kürz ichen Zeppelin⸗Hsallen. Die Türken hätten große Anstrengungen gemacht, das angriff auf den Tyne auch ein englisches Schlacht-[Boot zu nehmen. Die Versuche der britischen Schlachtschiffe, das glückt. Infolgedessen hätten zwei kleine Boote von der„Triumph“ N— 5 7 8 eine Erklä- tigen Feuer der türkischen Batterien, die nur wenige hundert meldung. Im Oherhause gab 5 Crewe eine 8 Dards entfernt waren, ausgesetzt. Trotzdem gelang es, das Unter⸗ ing über die endeten enen in Mesopotamien 6 750 Er seeboot zu sprengen und unbrauchbar zu machen. Ein Boot von eilte mit, daß man auf einen Angriff durch große türki⸗ der„Majestie“ wurde versenkt, die Besatzung wurde von einem 0 jewese: 0 da, g v dot gerettet. Der einzige Verlust war ein Mann, der an dem Gefecht am 14. April schätzungsweise nicht weniger als seinen Wunden starb. Alle an dem Unternehmen Beteiligten leg⸗ 2500 Mann verlor. Lord Lucas gab für das Kriegsdeparte ten größte Tapferkeit an den Tag. ment eine allgemeine Uebersicht über die Kriegsoperationen 4. 1 in den afrikanischen Kolonien. Der einzige deutsche Bert 9 0 e* eee. Dampfer auf den großen Seen wurde zum Sinken gebracht hin, 24 April.(Wi Nichtamtlich.) Die„B. Z. am i K den“ an der chilenischen Küste wird in allen chilenischen Volks- „ Eine Folge des Seekrieges. klassen in würdiger Weise besprochen. Berlin, 22. April. Welche verhängnisvollen Folgen dern militärischer Seite verdenkt man es dem chilenischen Gesandten, ein Alarmartikel des„Temps“, welcher feststellt, daß der vormals Wiederaufnahme der verloren gegangenen Spur des Kreuzers durch so blühende Südfr chtehandel durch das Aufhören des] das verfolgende britische Geschwader„Kent“,„Glasgow“ und „ 1 8 e.„Drama“ waren. Einige chilenische Blätter deuten an, die Eng⸗ regelmäßigen Schiffsverkehrs zwischen Frankreich und England länder würden jedenfalls den Aufenthalt der„Dresden“ in der seinem völligen Ruin entgegengeht. Der„Temps“ sagt, daß den Cumberlandbucht nicht so schnell erfahren haben, wenn der Kom französischen Südfrüchten und Blumen die Märkte Belgiens und mandant des Kreuzers, Kapitän Lüdecke, nicht großmütig die Be⸗ N eutschlands schon seit Monaten verschlossen seien und nun könn- satzung des gekaperten englischen Seglers„Conway Castle“ ans 1 3. 5 Land gesetzt hätte. Als der englische Kreuzer„Orama“ mit den en sie infolge der Ampesenheit der deutschen U-Boote im Aermel⸗ ersten deutschen Toten und Verwundeten an Bord am 16. März in cht mehr erreichen und verfaulten an Ort und Stelle. die Ankunft des Kreuzers. Beim, Ausschiffen der Toten entblößten 1 die Umstehenden schweigend ihre Häupter, während beim Abtrans⸗ Die letzte deutsche Flugleistung über der port der Verwundeten die Menge in st ürmische Hochrufe englischen Küste. auf die deut sche Marine ausbrach. Aus den Erzählungen das Schießen noch nicht einstellten, als die Besatzung der von 3 e 5 ö 5 2 ihrem Kommandanten in die Luft gesprengten„Dresden“ in über⸗ bringen die„Times“ laut„Deutscher Tageszeitung“ folgende] füllten Booten und teils auch schwimmend ans Land strebte. Einzelheiten: Am Freitag flog ein alscher Flieger über Kent und Später, als die englischen Rettungsboote kamen, habe sich auch warf neun Bomben auf Farersham und Sittingbourne, ohne leiner der Schwimmenden retten lassen nach dem Grundsatz: 8 1 f 3„Lieber ertrinken, als von denen gerettet werden.“ Eine erfreu⸗ Schaden anzurichten. Er überflog dann die Insel Sheppey, ging iche Ausnahme von dem Verhalten der meisten Engländer bildet aber nac einwärts und verschwand endlich gegen 1 Uhr. Ein] das Verhalten des englischen Stabsarztes Welham, an Bord 5 glischer Flieger stieg nun auf, um den Feind zu verfolgen. Allein der„Orama“, der alle seine Kunst aufbot, um die Leiden der Ver⸗ er nahm eine nso unregelmäßigen Weg, daß man glaubte, es wundeten zu mildern. Zu den deutschen Offizieren der„Dresden“ 5 a aus über den Neutralitätsbruch seiner Landsleute und bemerkte: lieger aufstieg, verschwand der deutsche, der einen Vorsprung von Ich wollte, ich wäre nicht dabei gewesen.“ Tie gerettete Be⸗ 000 bis 9000 Fuß hatte, mit orußter Schnelligkeit. Nach der[satzung der„Dresden“, 315 Mann, ist teilweise auf dem in Valparaiso internierten Damp er des Norddeutschen Lloyd Vork“ untergebracht worden. Die Offiziere der„Esmarulda“ ver⸗ au n: In der heutigen Sitzung des Amsterdam, 21. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die inter haufes sagte Lloyd George, die Negierung Blätter melden, daß die Verfügung der englischen Ad⸗ ist nicht der Ansicht, daß der Krieg mit mehr Erfolg geführt mi ralität, wonach die Postdampfer der Zeeland⸗ werden würde, wenn die allgemeine 2412 eingeführt linie während einer Woche keine Passagiere befördern dür⸗ m Erfolge, fen, wieder au fgehoben wurde. Der Dienst geht regel⸗ Dll bre sechs Monaten wenig, sie war an derfkasischen Front hat sich nichts von Bedeutung ereignet. 8 gib i l l ble Panzerschiffe schleuderten gestern Die Russen haben viel zu leisten, in Jwischenräumen aus weitem Abstande erfolglos über 100 Us sie den Krieg auf deutsches Gebiet tragen können. Die] Granaten gegen unsere Battersen an den Dardanellen, Schlachtlinie an der Westfront steht sehr ähnlich da wie] die es nicht für nötig hielten, das Feuer zu erwidern. Oktober. Kein Hinweis auf die ungeheuren Verluste der Die Engländer, welche füdlich 4 U lagern, wurden Auch auf den entlege⸗sam 12. April in der Frühe von unseren! unt len. Nach einem bis in den Nachmittag hinein dauernden Vormarsch auf Bagdad Türkische Flugzeuge. Armee zusammenzogen, London, 21. April.(WTB. Nicht amtlich„Daily is 12 Stunden vor Basra Chronicle“ meldet aus Athen, daß türki 8 ion erklärt nicht deutlich, wie 2187 aus Smyrna dor den 85 0 4 2 Streich nach dem Herzen un— kommen sind. Die Flugzeuge flogen über die im Golf von le wir nicht allzu stark, wenn] Saros ankernde Flotte der Alliierten und warfen Boltgen, Ferner hieß es in den kurzen ohne jedoch Schaden anzurichten. t ficht, um die Oelleitungslinie der Ad⸗ Ein türtisches Dementi. Wir sind auf allen diesen Konstantinopel, 21. April.(WTB. Nichtamtlich. netzt praktisch in der De⸗[Meldung der Agence Milli. Die von ausländischen Korre⸗ angreifen, geschieht es zu defen⸗spondenken in Sofia verbreiteten Nachrichten, nach welchen wir 3 0 was in Ost⸗[die Flotte der. Mann im Golf e Presse erörtert fröhlich die von Saros aus eschifft n soll, 1 jeder b ermü är a f einen Zoll deutschen Gebietes besetzten. Anerkennung der Tatsache verbunden ls bei Beginndes Krieges. So⸗ dem verringerten Zutrauen zur Re— des englischen Unterseebootes „E 15. weite Entfernung zu zerstöcen, seien miß⸗ „die mit Freiwilligen bemannt waren, das n versucht. Die Boote waren einem hef⸗ eiten über den Untergang des Kreuzers bt: Der ehrenhafte Untergang der„Dres⸗ Von gewisser, namentlich dwards, stark, daß dessen Depeschen die Bewegungen der„Dresden“ in den ahrscheinlich indirekt die Veranlassung zur erwartete eine ungeheure Menschenmenge geht hervor, daß die Engländer anfangs Santiagoer Presse, bitter aber aufrichtig „Esmaralda“ und teilweise auf dem n Kameraden äußerst zuvorkommend. ierverkehr mit England. 4 5 türkische Bericht. el, 21. April.(WTB. Nichtamtlich.) quartier teilt mit: Auf der kau⸗ ruppen angegrif⸗ wungen, sich in den Verschanzungen er Schiffe— zwei große und zwei rdanellen ange⸗ nicht nur uicht 10000 Mann ausgeschi u auch, daß bisher tein seindlicher Soldat den Fuß ausdie Küste des Golfes von Sarosgesetzt hat. Die Behauptungen der erwähnten Korrespondenten geh also in die Reihe der von Journalisten ohne Informationen verbreiteten Erfindungen. a f 5 Französische Kämpfe in Marotto. 5 Paris, 22. April. WI Nichtamtlich) Im Gebiete von Tadla und Khenifra wurde, wie der„Temps“ aus Tanger meldet, der Oberst Duplestes auf einer Inspektionsreise ant 14. April von Zaian-Leuten heftig angegriffen. Der Feind sei unter ernsten Verlusten zurückgeworfen worden. Die Franzosen hätten vier Verwundete gehabt.. ** 5 Amer ita und Japan f dom don, 21. April. WZB Nichtamtlich. Reuter meldet aus Washington: Alle japanischen Kriegsschiffe in der Nähe 5 5 2 7 nischen 1 5 1 4 2 sich nach ihren Heimatsstationen zu begeben mit nahme en 5 die mit der Bergung der„Asama“ zu tun haben. Der Lommmbant des Kreuzers„New Orleans“ berichtete, er fand nichts einer angebli Tätigkeit der Japaner in Tur daß sie das des Kriegsschiffes„Asama“ zu bergen 8 „Eine Nation der Selbstbeherrschung.“ Me Nor k, 21. April. WT Nichtamtlich.) Reutermel⸗ dung, Praäsident Wil son sagte in einer Rede bei einem Mahle der Associated Preß, die Neutralität der Vereinigten Staaten sei nicht dem kleinlichen Wunsche zuzuschreiben, sein. Eine solche Nation müsse bei der W der t der Welt nach dem Kriege eine wichtige Rolle 8 Die Ver⸗ einigten Staaten wünschten keinen Fuß f. 18 und seien deshalb frei, anderen Nationen zu dienen. lle Ameri⸗ laner sollten als Motto haben„America first“! Die Freund⸗ schaftsprobe bestehe nicht in der Sympathie mit der einen oder der anderen kriegführenden Partei, sondern in einer Vorbereitung zur Hilfe für beide, wenn der Krieg vorüber sei. 5. Der italien ische Handel. .. Rom, 21. April.(WTB. Nichtamtlich. Der Wert— iu fuhr im Monat März betrug 269 689 000 Lire, was gegen März 1914 eine Verminderung um 53 319 000 Lire bedeu⸗ tete der Wer der Aus fuhr 252 404 000 Lire mehr 24 042 000 Lire, Die Verminderung der Einfuhr ist ich bei* 8 8,1 Millionen), Dampflesseln, Maschinen usw.(6,2 Mill.), Wo waren 5,4 Mill.), Baumwollwaren(4,4 Mill.). Die Getreideein⸗ fuhr stieg um 27,4 Millionen, eine Zunahme ist auch bel Schaf⸗ wolle, Baumwolle, Silber, Tabak, Jute und Kaffee zu verzeichnen Bei der Ausfuhr weisen erhebliche 1 auf Bau garne(10,8 Mill.), Baumwollwaren(9,8 9 ill.) ö Millionen), Futtermittel(5,3 Mill.) und Sta(4,3 M Rückgang zeigen die von Ausfuhrverboten betroffenen Waren wie Eier, Reis, Teigwaren, Mehl und Hanf, au Wein und Hüte. Die Kämpfe in Südafrika. London, 21. April. WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet aus Kapstadt: General Smits sagt in einen Armeebefehl, die Besetzung von Bet anien, Seeheim und Teetmanshoop bilde den Abschluß einer wichtigen Phase der Operationen. Die südlichste Provinz in Deut sch⸗Südwest⸗ afrika sei besetzt. Die zentralen, östlichen und südlichen Streit⸗ kräfte, die bisher getrennt vo ngen seien, hätten Punkte erreicht, von denen aus ein enges Jusenmnenarbellgz möglich sei, In Zu⸗ * Unterschied von der nördlichen Armee unter Bot ha, die die 0 4 em Besehl heißt 0 lle und sich deshalb() in keine inlasse! In e Duncan Mackenzie hat, nachdem sie erst aus strategischen vor. Oberst v Deventer erwarb sich große iste, indem er mit dem Südheer durch die feindliche Verteidigungslinie nach der Grenze zog und den Marsch nach Uebergabe Keim pes gegen Norden 300 Nellen weit puch dußerst peschwerssches. Ae e b mit großen Sandflachen in einer(Jegend fortsetzte, die der 5 Adee ri 1h fing 8 fee dee e Abteilungen und läng arrasgebi N 1 und Keetmanshoop. Er wurde wegen seiner Verdienste zum. gadegeneral befördert. a 5 aus Stadt und aud. 5 Giehen, 22. April 1915. zarlerge für 7 1 d durch 5 retten sestgestellt werde, bei wie Kriegsbef Ueberführung in einen neuen Beruf in Betracht Diese Erhebungen seien noch andauernd im ursachten dort einige Schwierigkeiten, w nötigen and bei bereits als lassenen handele. iter seien in einer Rei 7— des Landes. chädigtenfürsorge i der in denen sehr wichtige Aufgaben gestellt 5 allem dazu berufen, den in der betreffenden ie nutzbar zu machen bie ee die Technischen digtenfürsorge gestellt habe. 5 5 erden igeber den enden 8 zu lösenden Aufgaben des A es und erteilte sodann das Wort Medizinalrat Dr entis ch und Professor Eberhardt von Offenbach, die 15 der vom S nkt des Arztes und des Technikers aus dar⸗ 1 legten, in wel Weise die Technischen Lehranstal«. ten in Offenbach dazu dienten, die Kriegs besch 9 entweder wieder zur Ausübung ihres früheren fs zu fähigen oder in einen neuen geeigneteren Be 22 „Diese hochinteressanten Au en wi chtigt, formell zu erklären, daß tisch veranschaulicht durch einen Rundgang 9 denen Werkstätten, bei dem die Ausschußmitglieder die ischen Hilfsmittel der Anstalten kennen lernten und eine Reihe von Kriegsbeschädigten bei der praktischen * Verhandlungen sortgesetzt, und es schloß sich noch eine rege Auss vor allem über die Frage der Arbeits⸗ vermittelung für Kriegsbeschädigte an. Bei allen Teilneh- mern der Verhandlungen aber hinterließ das Gehörte und Gesehene einen nachhaltigen Eindruck, und man trennte sich in der Ueberzeugu daß bei weiterem planmäßigen Zu⸗ sammenfassen und Nufgnrmenarbeiten aller hierzu berufe⸗ nen Kräfte und Einrichtungen die Frage der Kriegsbeschä⸗ digtensürsorge einer befriedigenden Lösung immer näher⸗ — 8 werde. * Die das Eiserne Kreuz nicht haben. Das Stellvertretende General⸗Kommando des 7. Armee⸗ korps erläßt folgende Erklärung: Eine unbewußte Taktlosigkeit begehen manche an unseren braven Feld⸗ grauen, indem sie die fehlende Dekorierung durch s Eiserne Kreuz im stillen auf einen Mangel an Tapferkeit zurückführen und diese Ansicht sogar offen aus en, zum mindesten aber irgendwie durchschimmern lassen. Wie viele tapfere Kämpfer sind schon seit Monaten draußen und haben das Kreuz nicht erworben! Sind sie weniger gute Soldaten? Alle können es nicht haben, das muß sich doch jeder vernünftige Mensch selbst sagen, wenn auch jeder von dem Wunsche beseelt ist, sich das eiserne Ehrenzeichen zu erringen. Aber die Gelegenheit, eine be⸗ sondere Tat zu vollbringen— eine solche ist ja für die Ver⸗ leihung des Eisernen Kreuzes erforderlich— bietet sich eben nicht einem jeden, und kann sich auch nicht allen bieten. Schon dieser Grund ist von großer Wichtigkeit für die Be⸗ urteilung der ganzen Frage. Wenn demgegenüber ein mit dem Kreuz Geschmückter ausruft:„Ohne Kreuz wäre ich nicht wiedergekommen,“ oder ein Vater seinem Sohn beim Abschied einprägt:„Daß Du mir nicht ohne Kreuz zurück⸗ kehrst“, 1 sind das recht unbedachte Worte, die jedes tatsäch⸗ lichen entbehren. Bedauerliche Worte sogar. Und häufig gar Schlimmeres, etwas, das nach krankha Ehr⸗ geiz nach Redfeligteit, nach salschem Stolz Hat der Einzelne etwa stets Gelegenheit, sich hervorzutun? Hat der eine nicht häufig weit mehr Gelegenheit dazu wie der andere? Manchen, der tapfer dem Feinde die Stirn bietet, streckt gleich die erste Kugel nieder. Hätte er nicht sonst vielleicht auch das Kreuz verdient? Hier soll unter keinen Umständen vielleicht gar von einer ungleichartigen Ver⸗ teilung des Ehrenzeichens die Rede sein. Jeder, der das — 25 trägt, hat es redlich verdient. Würde es für treue Pflichterfüllung* 2 erteilt, so dürfte es jeder Feld⸗ soldat tragen. Dann wäre die Auszeichnung wieder verallgemeinert, und ihr Wert würde herabgesetzt sein. Aber würdigende Urteile über die, die das Kreuz nicht haben, ind grobe Taktlosigkeiten und zeugen von einer völligen Unkenntnis in derartigen Kreisen des Publikums itber die Möglichkeiten zur Erwerbung und Bedeutung des Ehrenzeichens.— Man kann der Erklärung des General⸗ Kommandos nur zustimmen. 1 Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Gesr. d. Res. Georg Leschhorn, Inf.⸗Rgt. 116, aus Rom⸗ rod.— Kriegssreiw. Hubert Scheuren, Res.⸗Ins.⸗Rgt. 200, aus Worme.— Landwehrm. Heinr. Rettig, Ins.-Rgt. 116, aus Worms-Psiffltaheim.— Gesr. den Landw.-Ers.-Bat. 41, aus Dillenburg.— Musk. Aug Göbel, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 253, aus Niederscheld.— Landwehrm. Gust. Reeh, Landw.⸗-Ins.⸗Rgt. 116, aus Nanzenbach.— Unteroff. Georg Fischer, Inf.⸗Rgt. 168, aus Pfordt.— Musk. Konrad Borneis, Res.-Ins.-Rgt. 83, aus Ober⸗ Wegfurth.— Musk. Karl Wambach aus Biedenkopf.— Res. Konr. Haferkorn aus Ockershausen.— Dr. jur. Boxheimer und Dr. jur. Wennesheimer, Rechtsanwälte in Worms.— Musk. Ernst Heidelbach aus Lauterbach.— Landwehrm. Adam Breun, Inf⸗ gt. 118, aus Offenbach a. M.— Unteroff. Fri Schäffler, P onier⸗Bat. 21, aus Wetzlar.— Ersatzreservist Ludwig Bepler, Res.⸗Ins.-Rgt. 254, aus Kinzenbach.— Ref. Heinr. Gerheim, Refs.⸗Inf.⸗Rgt. 116, aus Wetzlar. 5 4* * Ritter des Eisernen Kreuzes: Vizefeldwebel Paul Nies von Herborn, Inf. ⸗Regt. 116. Ersatzreservist Otto Fischer aus Friedberg-Fauerbach. Friedrich Klees aus Rendel, Wehrmann bei der Maschinen⸗Abteilung des Landw.⸗Inf.⸗Regts. 116. Uffz. Arthur Moxter aus Rendel, Inf.⸗Regt. 81. Uffz. Heinrich Hemming aus Diez, beim Stabe der 50. Res.⸗Inf.⸗Brigade. Kriegsfreiw. Jul. Klep⸗ er aus Limburg. Wachtmeister Richard Berndt aus etzlar, bei dem Generalkommando. n Eisernes Kreuz. Herr Verlagsbuchhändler Töpel⸗ mann, der seit Oktober als Oberleutnant und Führer der 4. Komp. un Landsturm⸗Infanterie⸗Bataillons in Valenciennes steht, ist mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet worden. * Nilitärische Auszeichnungen. Zwei Brüder, Willi und Ernst Büttner, Söhne des Reallehrers i. P. Büttner und zugleich Söhne unserer Stadt, haben im Felde geen militärische Auszeichnungen erhalten: der ältere ist vom Leutnant zum Oberleutnantbefördert worden, der andere hat die Hessische Tapferkeitsmedaille erhalten. Beide sind zurzeit in Russisch⸗Polen. * Natio nalstiftung. Der Aufruf des Landes⸗ komitees für das Großherzogtum Hessen zur Sammlung von Geldspenden für die Nationalstiftung für die Hinter⸗ bliebenen der im Kriege Gefallenen ist auch im Kreise Gießen wohlwollend aufgenommen worden. Dank des tatkräftigen Eingreifens und der regen Tätigkeit der Ortsausschüsse für das Rote Kreuz und Kriegshilfe wird die Sammlung in den einzelnen Landgemeinden eifrig betrieben und es werden schöne Ergebnisse erzielt. So gingen bis jetzt ein aus den Gemeinden Albach 80 Mk., Bettenhausen 101 Mk., Belters⸗ hain 269,70 Mk., Dorf⸗Gill 97 Mk., Göbelnrod 117 Mk., 1 100 Mk., Langsdorf 348,80 Mk., Ungenannt 20 ark, zusammen 1133 Mk. 50 Pfg. Diese Erfolge bilden einen Ansporn für die weitere Sammlung. 2 beobachten konnten. Nach diesem Rundgang wur⸗st * Gemeindesteuerrückstände. Unter den heuti⸗ Zen amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Gießen befindet sich auch die Mahnung des sechsten Zieles Gemeinde⸗ euern und Kanalgebühren vom Rechnungsjahre 1914. Die Zahlung kann noch bis zum 8. Mai 1915 in der be⸗ reits früher bekannt gegebenen Weise erfolgen. Nach Ablauf der festgesetzten Frist erfolgt die Beitreibung, wobei die vor⸗ geschriebenen Pfändungskosten erhoben werden. * Die Gärtenverpachtung durch die Stadt. Nach dem Beschlusse der Stadtverordnetenversammlung vom 19. Februar hatte man in der letzten Woche das städtische Gelände am Wißmarer Weg in einer Größe von etwa 4000 Quadratmeter zur Verpachtung hergerichtet. Das Grundstück war in 13 Parzellen von ungefähr je 300 Qua⸗ dratmeter aufgeteilt worden, die mit Einfassungen und Gartenhäuschen versehen, gestern nachmittag an den Meist⸗ bietenden verpachtet wurden. Die Pachtliebhaber hatten sich recht zahlreich eingefunden, so daß bei reger Beteiligung Pachtpreise von 20—22 Mark für den Kleingarten erzielt wurden. * Einbruchsdiebstahl. In der Nacht zum 21. April wurden hier mittels Einbruchs gestohlen eine mm- Martini ⸗Scheibenbüchse mit einer Firmen⸗ bezeichnung aus Naumburg a. d. Saale auf dem Lauf, ein g⸗mm⸗Tesching, dessen Lauf schon stark ausgeschossen ist, und 22 Stallhasen im Alter von 4, 6 und 8 Wochen, von Farbe weiß mit grauen Abzeichen, schwarz, rehgrau und blaugrau.— Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Krimi- nalabteilung Großh. Polizeiamts Gießen entgegen. Kreis Alsfeld. Aus dem Ohmtal, 22. April. Die Frühjahrs⸗ bestellung von Garten und Feld steht in vollem Gange. Obwohl der Weltkrieg so viele Arbeitskräfte der Heimat entzogen, ist nirgends ein Stillstand oder auch nur Rück- gang der landwirtschaftlichen Arbeiten zu sehen. Gar mancher Alte, der schon auf seinem Altenteil ruhte, hat wieder frisch die Peitsche in die Hand genommen und führt den Pflug. Wo aus der Familie die Männer im Felde stehen, da helfen Verwandte und Nachbarn. Uebrigens haben die Ortsbehörden durch Gesuche an die Großh. Kreisschulkom⸗ missionen bewirkt, daß die Schulen(etwa 3.—8. Schul⸗ jahr) von jetzt an bis auf weiteres geschlossen werden dürfen. Dadurch hat man einen weiteren Ersatz für die mangelnden Arbeitskräfte. Kreis Schotten. — Aus dem Kreise Schotten, 21. April. In fast allen Orten unseres Kreises wurden, auf Veranlassung des Kreisrates Dr. Merck, gelegentlich einer Versammlung der Geistlichen und Lehrer des Kreises Vorträge über Volksernährung, Kleingartenbau, Frühgemüsekulturen usw. gehalten, die durchweg alle stark besucht waren. Die Ausführungen der Redner sind auf fruchtbaren Boden ge⸗ fallen. In sehr vielen Häusern erblickt man auf das sorg— fältigste zubereitete Kästen, in denen Gemüsepflanzen wie: Rotkraut, Wirsing, Salat, Weißkraut usw. schon durch die Zimmerwärme schön gewachsen sind. Vereinzelt haben auch die Leute bereits diese Jungkultur in die im Garten eigens dazu angelegten Beete verpflanzt. Auf diese Art und Weise erhalten die Leute schon in verhältnismäßig früher Zeit Ge⸗ müse und verrin somit den Verbrauch an Brot.— Vor⸗ lich geeignet sind viele Gegenden des Vogelsberges zum au von Erbsen, Wicken und Linsen. Manche Landwirte haben aber im Herbst des vergangenen Jahres bei den außerordentlich hohen Preisen selbst in der Eile ihren Saat⸗ bedarf verkauft, so daß es ihnen jetzt an den nötigen Men⸗ gen Erbsen mangelt, um ihre Aecker zu bestellen. Starkenburg und Rheinhessen. r. Offenbach, 21. April. Im Beisein eines Vertreleis der Staatsanwaltschaft in Darmstadt fand eine gerichtliche Untersuchung des Brandes in der Schuhfabrik Heroux statt. Die Annahme, daß der Brand in der Entstaubungsanlage, die sich außerhalb des Jabrikgebäudes befindet, entstanden sei und eine Fahrlässigkeit vorliegt, hat sich nach der ⸗Offenb. Ztg.“ zur Gewißheit verdichtet. Jungen haben, wie jetzt einwandfrei er— mittelt ist, an jenem Orte am Sonntag nachmittag Zigaretten eraucht und so durch vielleicht unachtsames Wegwerfen von Streichhölzern oder glimmenden Zigarettenresten den Brand ver- ursacht. Der Gesamtschaden beläust fich jetzt nach Ueber- schlag 2 annähernd 200 000 Mark, der durch Versicherung ge⸗ deckt ist. ch. Aus Rheinhessen, 21. April. Brände von Mühlen und Kornspeichern in letzter Zeit haben die Vermutung nahegelegt, daß es sich um böswillige Brandstiftungen handelt. Die Mühlen des Kreises Alzey, in denen größere Korn⸗ und Mehl⸗ vorräte lagern, haben daher militärische Wachmannschaften erhalten.— Nach den amtlichen Bekanntmachungen der Bürger⸗ meistereien des Kreises Bingen werden die Winzer aufgefordert, ihren Bedarf an Kupfervitriol für die Bekämpfung der Peronospora anzugeben. Es scheint demnach Aussicht dafür vorhanden zu sein, daß die Regierung von der beschlagnahmten Menge sopiel freigibt, als nötig ist, um die Rebstöcke gesund zu . Diese Aussicht kommt den Winzern und Weinbergbesitzern sehr gelegen, denn alle Arbeit und Mühe wäre in einem Perono⸗ sporajahre vergeblich, wenn man nicht die Krankheit selbst durch geeignete gsmaßnahmen fernhalten könnte.— Die Augen der Rebstöcke rücken bereits in den günstiger gelegenen Lagen vor. Die Aussichten für einen normalen Austrieb sind zufriedenstellend. Vereinzelt ist mit der Frühjahrsbodenbearbeitung und mit dem Biegen der Reben begonnen worden. Hessen⸗Nassau. L. Marburg, 21. April. Im Walde in der Nähe der Jägerschießstände fanden gestern nachmittag spielende Kinder einen bewußtlosen Mann, der aus einer Handwunde heftig blu⸗ tete. Es stellte sich heraus, daß der Betreffende, ein 57 Jahre alter, auf der Reise befindlicher Steindrucker, versucht hatte, sich die Pulsader aufzuschneiden. Er wurde in die Klinik ge⸗ bracht. Wie man hört, soll er Sundhaufen heißen und aus Lauter⸗ berg stammen. m. Kirchhain, 21. April. In der letzten Sitzung des Kreistages des Kreises Kirchhain wurde der Kreis haushaltsetat für 1915 auf eine Einnahme und Ausgabe von je 243 300 Mk. festgesetzt. h. Frankfurt a. M., 21. April. Eine hiefige Weinhand⸗ lung, deren Inhaber einen gut deutschen Namen führt, übersandte einem französischen Kriegsgefangenen in einem deutschen Lazarett ein Paket mit Liebesgaben und bezeichnete sich dabei stolz als „A. W. fils, Successeury de Lancienne maison“. Die Polizei, die von der Französelei der Handlung Kenntnis erhielt, forderte diese auf, sich in Zukunft hübsch deutsche Namen beizulegen. Uebrigens führt das Geschaft auch im neuesten Frankfurter Adreß⸗ buch nur die obigen französischen Bezeichnungen.— Der 50jährige Arbeiter Franz Heinrich Heinze stürzte während der Eisenbahn⸗ fahrt nach Frankfurt auf der Haltestelle Bonames aus dem Zuge Er erlitt einen Schädelbruch und star b nach kurzer Zeit. Der Ver⸗ storbene hinterläßt eine Witwe mit acht Kindern. 1 b. Cronberg, 21. April. Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen trasen heute früh im Automobil von Darmstadt, wo sie einige Tage am großherzoglichen Hose geweilt hatten, auf Schloß Friedrichshof zum Besuch des Prinzenpaars Friedrich Karl von Hessen ein. Hier weilt auch schon seit einigen Tagen die Herzogin Charlotte von Meiningen, die Schwester des Prinzen Heinrich und der Prinzessin Friedrich Karl. Die Kieler Herrschaften reisten heute abend nach Kiel zurück. 2. Weilburg, 21. April. Ueber das Vermö en der offenen Handelsgesellschast in Firma Weilburger Apfel weinkelterei C. Kahn& Co. ist das Konkursver⸗ fahren eröffnet worden. h. Vom Main, 21. April. An dem Ueberfallwehr bei Schweinfurt, das schon viele Opfer forderte, gerieten drei rudernde Burschen in die Strömung. Sie wurden in die Tiese gerissen. Während sich einer retten konnte, ertranken die beiden anderen Burschen. — Ein Straßenbahn⸗Unglück in Berlin. Berlin, 22. April.(WTB. Nichtamtlich.) In der Nacht um 2 Uhr entgleiste am Reichstagsgebäude an der Ecke der Sommerstraße ein Straßenbahn wagen des Stadtringes Nr. 1 und sauste über das Asphaltpflaster, die Bordschwelle, sowie über den Bürgersteig nach Zertrümmerung des eisernen Gitters in die Spree. Der Führer des Straßenbahnwagens und der Schaffner, sowie zwei Soldaten, die auf der hinteren Plattsorm standen, vermochten noch rechtzeitig abzuspringen. selbst mit 14 Insassen siel ins Wasser. Die sosort herheigerusene Feuerwehr konnte drei Männer und zwei Frauen nur als Leichen bergen, während die übrigen sich teils auf das Dach des Wagens retteten, teils von Schiffern gerettet wurden. Die Namen der Verunglückten sind noch nicht ermittelt“ Nach Angabe des Straßenbahnführers habe sich der Wagen vor der Kurve in langsamer Fahrt besunden und es sei ihm un⸗ erklärlich, wie der Wagen plötzlich in rasende Fahrt übergehen konnte. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 23. April 1915: Heiter, trocken, östliche Winde, nachts kalt. ———————ę— àͤͥ * Letzte Nachrichten. Neue Einschrünkungen des Schiffsvertehrs mit England. i. Köln, 22. April. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der holsändischen Grenze: Aus Vlissingen wird berichtet, daß der gesamte Personenverkehr zwischen Pan g ic und England neuerdings vollkommen aufgehört hat. in England befindlichen Dampfer der Gesellschaft„Zeei— land“ dürfen einstweilen nicht nach Holland zurückkehren. Eine Kritik der Berichte des Generals French. Amsterdam, 22. April. Die englische Wochenschrift„The Nazion“ übt in ihrer neuesten Nummer schä rf ste Kritif am Bericht des Feldmarschalls French über die Kämpfe bei Neu ve Chapelle. Der Bericht enthalte alle möglichen Gründe für diese nerlustreiche Operation, außer dem einen, der allgemein genommen werde. Kampf bei Neuve Chapelle habe England 12811 Mann gekostet, das ser fast ein Zehntel aller bisherigen Verluste. Diese Opfer hätten nur gebracht werden dürfen, um die deutsche Linie in Flandern endgültig zu durchbrechen. Nichts von einem Durchbruch stehe aber in dem Bericht. Darum sei das Opfer außer allen Ver⸗ hältnissen. Ferner ergebe sich, daß die britische Artillerie mit der deutschen nicht zu vergleichen sei. Der Bericht verschweigt ferner, was jedermann weiß, daß dir britischen Geschütze ihre eigenen Leute nieden schossen. Das Ergebnis aller dieser schweren Ver nur, daß weitere Anstrengungen unterlassen werden, und die Offen⸗ sive sei nicht wieder aufgenommen worden. Die Unzufriedenheit der„Times“. Rotterdam, 22. Avril. Aus London wird dem„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ gemeldet: Der gestrige Leitartikel der „Times“ hat großes Aufsehen erregt. Heute kritisiert das Blatt heftig eine Rede, die der Ministerpräsident Asquith in Newcastle gehalten hat. Asquiths Berufung auf die Vaterlands⸗ liebe und die Selbstverleugnung anderer, schreiben die„Times“ hätten auf das Volk eine viel größere Wirkung, wenn er nicht immer darauf bedacht gewesen wäre, die eigenen Fehler zu ver⸗ tuschen. Seine eifrige Verteidigung der Regierungsunf!, Makeit er⸗ scheine vielmehr als Weißwaschen seiner Partei, denn als feierliche Ermahnung an das Volk in der heutigen wichtigen Zeit. Auf dem Wege zu den Dardanellen. i. Köln, 22. April. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Madrid: Aus großen Bewegungen im Hafen von Gi— braltar wird auf die Ankunft starker Truppenent⸗ sen du 1. n mit der Bestimmung nach den Dardanel⸗ len geschlossen. An der neuen Exvedition nimmt auch Prinz Alexander von Battenberg teil, Franzoösisch⸗englischer Flaggenschwindel. i. Köln, 22. April. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Ma⸗ drid: Der Kapitän des in Santander eingetroffenen spanischen Dampfers„Ason“ hat beim Marinekommandanten Be⸗ schwerde darüber eingereicht, daß in der Nordsce zahlreiche französische und englische Schiffe die spanische lagge benutzen. Der Seemann gibt damit einer Entrüstung usdrud, die die vor England liebedienende Presse nicht zu äußern wagt, trotzdem die Tatsachen ihr bekannt sind. Frankreichs Verlegenheit in Marokko. i. Köln, 22. April. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Madrid:„Imparcial“ veröffentlicht eine Meldung aus Tanger, wonach sich in der Gegend von Tadla und Fes eine Verschlimmerung der Gärung bemerkbar macht. Diese überträgt sich langsam auf die kleinen Stämme, die bereits Versammlungen abhielten, die über die Aufstellung einer gemeinsamen Harka berieten. 1 e Bei allen Erschöpfungszuständen f!ffß. ² m. ̃ VMA... ¶¾ Ä AUT ̃]˙.. w%—uù nur coffeinfreien Kaffee Hag! Langes Siechenlager, große Blutverluste, ausgestandene Strapazen greifen immer die Nerven, das Herz und oft auch andere Organe an. In solchen Fällen wird Der Wagen erluste sein erlauben, da er keinerlei schädliche Wirkung hat. Sonst ist er aber von anderem guten Kaffee in keiner Weise zu unterscheiden, wie jeder Versuch beweist. Ihr Kaufmann führt ihn. E 4 der Arzt viele Getränke streng verbieten, dagegen den coffeinfreien Kaffee Hag unbedenklich 2 Von heute ab bis Dienstag, den 27. A pril, gewähren wir auf sämtliche Kurzwaren 8 Mako. Hemden u. Hosen Mako- jacken Dtzd. 5 29 Dtzd 15 2 Dtzd. 35 2 95 2 13⁵ 17⁵ 2 Heute morgen verschied sanft nach achttäg gigem Krankeulager mein lieber Gatte, unser lieber Vater, Bruder, Pflegebruder, Schwager und Onkel Herr Adolf Vogt Gastwirt im 65. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten im Namen der Hinterbliebenen: Anna Vogt und Kinder. Giessen(Sonnenstrasse 14), den 21. April 1915. Die Beerdigung findet Samstag, den 24. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. von 330 Statt besonderer Mitteilung. Es hat dem allmächtigen Gott gefallen, meinen lieben Mann. den treuen Vater meiner Kinder, unseren lieben Sohn und Bruder Wilbelm Bichmann weil. Pastor in Veltheim bei Braunschweig heute abend 10 Uhr von langen, schweren Leiden zu erlösen und zu sich zu nehmen in sein himmlisches Reich. Elisabeth Bichmann geb. Bienz und Kinder H. Bichmann, Hof- und Domprediger a. D. Ffarrer Emil Breunlin und Frau Meline geb. Bichmann Ffarrer Wilh. Fischer und Frau Marie geb. Bichmann Baumeister Otto Richter u. Frau Eleonore geb. Biehmann Braunschweig, Giessen, Trais-Horloff. Gross Bieberau, Berlin, den 20. April 1915. Die Beerdigung findet in Braunschweig statt. Verein der astwitte y. Hießen u. Umg. E. B. Wir setzen unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Kollegen 3641 Adolf Vogt Danksagung. Für die von nah und fern dargehrachten vie len Beweise herzlicher Liebe und Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Vexluste unseres LN Sohnes, Bruders, Nessen und Enkels Carl Fischer geziemend in Kenntnis zahlreiche Beteiligung bei der ame den 24. d. Mts. findenden Beerdigung. und bitten um recht Samstag, nachmittags 4 Uhr, statt— Der Vorstand. agen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Die tie ftrauernden Hinterbliebenen. J. d. N.: Jacob Fischer. Gießen, den 2. April 1915. stheumatismus-, Ischias- und Gichtleidende ü nehmen due Slänzend beuährten Petrin- Tabletten 1 Name gesetzlich geschützt 275 A ingenfeur-Ausgemle a anerkannt bestes Mittel, da— unschkd- Wismar, Ostsee.—— an renn. 3 bd lich, obne jegliche Nebene orecheinungen und sieher Doran Nr 2 8 2 Wirkend.— In haben in allen Apotheken. 8 95 billige Jage für Kurz-Waren doppelte Rabatt- Marken Jleichzeitig haben wir eine Reihe Unterpreisposten außergewöhnlich billig auf Tischen ausgelegt nur gute Qualitat, in allen Grössen grosse Mengen, enorm billig enorm billig, alle Grösseu 4 nur soweit Vorrat, in allen Grössen Serie J Serie Serie III Serie I Serie II Serie III Serie 1 Serie II Serie III Serie 1 Serie II Serie III 17⁵ 2⁵⁰ 3²⁵ 125⁵ 10⁰ 22⁵ 6569 853 12⁰ 2²⁵ 3⁵⁰ 4²⁵ 1 grob.* 5— beben Besatz- und Kostüm- Zirka 150 Leder-Taschen 8 fabelhaft billig, wichtig für in allen modernen Formen Knöpfe Schneider u. 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