viermal bschenlsich etener gamillenblütter; — für den Kreis Gießen und— —— Wirtschastliche agen F Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. 105. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Beck, sämtlich in Gießen. Mittwoch, 21. April 1015 SZezugsorets: monatl. 75 Pf., viertel; jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel; jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf. ausw. 20 Uf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Bermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Türkische Erfolge in den Dardanellen. Die Russen bestätigen den Mißerfolg ihrer Offensive in den Karpathen. * Huupt quartier, 20. April.(DB. Westlicher Kriegsschauplatz. der Champagne machte unfer Saupenangriff nur an einzelnen Stellen lebhaft. Ein ö Tauriff bel GIT re h bruch in unserem Am Croix des Carmes drangen unsere Truppen Sprengung einiger Blockhänfer in die feindliche Hanpt⸗ ing ein und fügten dem Gegner starke Berluste zu. In cinem Borpostengefecht westlich von Apricourt mihmen wir das Dorf Embermenil nach vorüber⸗ Rünmung im Sturm zurück. den Vogesen auf den Sillackerhöhen nordweftlich vnn al scheiterte ein feindlicher Angriff unter schweren Bertuften für die französischen Algenjäger. l Bei einem Vorstoß auf die Spitze des Hartmanns⸗ weilerkopfes gewannen wir am Nordostabhange einige Hundert Meter Boden. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Ostlage ift unnerändert. Oberste Heeresleitung. 3* 8 England tt es eine Auzahl von Zeuungeu, die „CC gleich kommt wieder die Kunde über den Kunal. manche englische Kreife sich ein trübes Bild über die sichten des Weltkrieges für das Inselland ausmalen. Solche Mel⸗ digend wir sie 0 inden Ans zung darüber geführt worden, wer für Dentschland der schlimmste Feind sei, England vder Rußland, und mit wem demgemäß zunächst ein Friede geschlossen werden fönnte. Konservative Blätter neigen dazu, die Bismarckschen Gedanken wieder aufzugreifen und Ruß⸗ land als den weniger gefährlichen Gegner für die Zukunft einzuschützen, während der sozialdemokratische„Vorwärts“, das„Berliner Tageblatt“ und andere Organe, die sich schon früher mehr oder weniger durch eine ganz besondere Anti⸗ valhie gegen Rußland ausgezeichnet haben, entgegenhalten, die Zukunftsaufgabe liege darin, mit den Westmächten wieder erträgliche Beziehungen anzuknüpfen. Keinesfalls, das scheint uns festzustehen, darf man sich durch innerpoli⸗ tische Erwägungen in diesen Fragen leiten lassen. Das stellt auch in der„Voss. Ztg.“ Georg Bernhard fest, der die Phrasen gewisser„Generalpächter der westlichen Kultur“ bespöttelt und mit Recht meint, in der Außenpolitik könne man jedes Bündnis machen, ohne befürchten zu müssen, daß der Kulturzustand der Verbündeten auf uns abfärbe. Er verweist auch darauf, daß England, angeblich der Hort aller Demokratie, augenblicklich Schulter an Schul⸗ ter mit dem„finsteren“ Rußland kämpfe. Bernhard, als Wirtschaftspolitiker, betont, rein wirtschaftlich betrachtet, gebe es kaum zwei Staaten, die sich so ausgezeichnet er⸗ gänzten wie Deutschland und Rußland: „Wo gibt es, gerade wenn man annimmt, daß Rußland nach dem Kriege sich reformieren muß, einen glänzenderen Absatz für die meisten Erzeugnisse unseres industriellen Gewerbefleißes als nach Rußland? Hier winken auf Jahrzehnte Chancen von unend⸗ licher Größe, Hier ist ein wirtschaftlicher Gegensatz von Natur aus überhaupt nicht gegeben. Dagegen muß England nicht so sehr auf die Entwicklung der deutschen Industrie als ganz besonders auf die Weiterentwicklung des deutschen Handels dauernd mit scheelen Augen sehen.“ Nun taucht im„Tag“ auch wieder der geschäftige Ab⸗ geordnete Erzberger auf und bezeichnet alle, die sich an dieser Erörterung beteiligten, als politische Müßiggänger, ja letz⸗ ten Endes schlechte Patrioten, weil ihre Aeußerungen im feindlichen und neutralen Ausland nur zu leicht den falschen Eindruck erwecken könnten, als sei das deutsche Volf kriegsmüde und friedensbedürftig. So weit wollen wir nun doch nicht gehen. Nichts ist doch natürlicher und selbstverständlicher, als daß das deutsche Volk auch über den Krieg hinaus denken und sich Vorstellun⸗ gen darüber machen will, wie— nach einem siegreichen Frieden— die politische Zukunft sich gestalten könne. Wir pflichten Erzberger allerdings darin bei, daß gegenwärtig noch nicht der Augenblick gekommen ist, in irgend einer Richtung etwas„anzubahnen“. Das liegt auch gewiß nicht in der Absicht der deutschen Regierung, die sich ja noch in den allerletzten Tagen sehr wenig zärtlich sowohl mit den Westmächten als mit Rußland über manche Dinge ausein- andergesetzt hat. Der Weltkrieg hat mit der Teilnahme so vieler Staaten und mit der noch dunkeln Haltung neutraler Länder das politische Schachbrett arg durcheinander ge⸗ bracht. Wer kann heute mit Gewißheit voraussagen, wie die 5 prientalischen Fragen im einzelnen geordnet werden oder Zo lange es aber wie die 1 Politik sich endgültig einrichten wird? olche Ungewißheiten gibt, können politische Fragen der vorerwähnten Art nicht entschieden werden. insere Waffen müssen noch die nötige Vorarbeit verrichten, 179 und unsere deutschen Staatsmänner müssen, ohne Gelegen⸗ heiten zu verpassen, ihre Tendenzen mit den Tatsachen, die der Krieg auf dem Gebiete der Völkerbeziehungen noch schaffen wird, in Einklang bringen. Am besten wäre es, wir erkämpften uns einen so entscheidenden Sieg, daß die Angebote von Abmachungen oder gar Bündnissen ganz von selber kommen. Vorläufig steckt Rußland noch voll Größen- wahn, und Bürgschaften dafür, daß England künftig von seinem Neide gegen Deutschland ablassen würde, fehlen gänz— lich. Da heißt das Losungswort für uns Deutsche immer noch, den Willen zum unbedingten Siege uns zu stärken! ** * Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel. Berlin, 20. April.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Gro⸗ ßen auptquartier wird uns geschrieben: Der Stillstand in den Operationen der Franzosen zwischen Maas und Mosel, der sich nach den vorangegangenen und für sie verlustreichen Angriffen bereits gegen Ende der zweiten Aprilwoche fühlbar gemacht hatte, dauert ohne Unterbrechung seit dem 14. April, dem Tage unseres letzten Berichtes, bis heute, den 19., an. Auf der Front der Armee herrscht Ruhe, wobei unter Ruhe die der vielen großen zusammen⸗ hängenden Angriffe zu verstehen ist, nicht aber die Beendigung jeder Kampftätigkeit. Weder Tag noch Nacht verstummt der Ge⸗ schützdonner vollständig, stellenweise steigert sich das Feuer der schweren Artillerie zu größter Heftigteit. Die Nahkampfmittel: Minenwerfer, Handgranaten und Sprengminen betätigen sich und das Feuer der Infanterie und der Maschinengewehre verlöscht nie ganz. Beide Gegner suchen die Straßen und Unterkunfts⸗ räume hinter den Fronten durch Artilleriefeuer und Fliegerbom⸗ ben zu beunruhigen. Lebhafte Bewegungen marschierender Trup⸗ pen, reger Bahn⸗ und Kraftwagenverkehr im Rücken der fran⸗ f Fund 16. April, weisen darauf hältnismäßiger Ruhe kaum Tag 14. wirkte hauptsächlich die 5 ge Artillerie, während d sische Infanteri 0 er Eindruck der in den vorhe nen außerordentlichen Verluste sich auf de glückte Teilangrisse beschränkte, die im Raun ohne Bedeutung waren. Diese Unternehmungen wiederholten sich fast ausschließlich in den Abschnitten unserer Front, gegen die sich seit Beginn der Kämpfe die französische Offensive mit besonderem Nachdruck richtet. Am Nordflügel gegen unsere Stellungen bei Marcheviller-Maizerey und Combres, am Südflügel gegen un⸗ sere Linie im Walde von Ailly, im Walde Mort Mare, nördlich Regnieville-Fey en Haye und im westlichen Priesterwalde. In der Nacht vom 4. zum 15. April zeichnet u sich die feindlichen Ueberfälle auf die Combreshöhe durch besondere Heftigkeit aus. Hier wandte der Gegner auch Nebel- und Stinkbomben an, die den Zweck haben, einen Schleier von Rauch und unerträglichen Gasen vor und in unsere Stellungen zu legen, um den Anblick ie Gesamtlage gegen den Feind zu verhindern und unseren Truppen den Aufenthalt in den Gräben zu erschweren. Ein Vorstoß im Priesterwalde setzte in derselben Nacht unsere Truppen in Besitz eines Teiles der französischen Hauptstellung, die hier mit einem stark ausgebauten Stützpunkt gegen unsere vordersten Gräben vorspringt. Der jetzt mit diesem Erfolg ein⸗ geleitete Nahkampf im westlichen Priesterwalde dauerte die fol⸗ genden Tage und Nächte ohne Unterbrechung an. Er schreitet langsam, aber für uns günstig fort. In den Vormittagsstunden des 19. gelang es hier unseren Truppen, zwei Blockhäuser und die anschließenden Grabenstücke in die Luft zu sprengen, wodurch unsere Stellung weiter vorgeschoben werden konnte. Hierbei er⸗ litten die Franzosen nicht unbeträchtliche Verluste, während uns der gewonnene Erfolg keinen einzigen Mann lostete. Der 15. April brachte zweimal abends unternommene französische Angriffe im Aillywalde, die beide— der zweite bereits bei der Entwicklung — in unserem Feuer zusammenbrachen. Ebenso wurden zwei Vorstöße des Gegners nördlich Flirey in der Nacht vom 16. zum 17. April abgewiesen. Wiederholt wurde in diesen Tagen an ver⸗ schiedenen Stellen, so an der Combreshöhe bei Flirey und gegen— über dem Walde Mort Mare, beobachtet, daß die Franzosen Trup pen in den vordersten Gräben bereitstellten. Zu Angriffen kam es nicht. Der Artillerie fiel auf beiden Seiten in den Tagen. vom 14. bis zum 19. April die Hauptkampftätigkeit zu. Unbegrenzte Dienstpflicht in Frantreich? Berlin, 20. April. Aus Genf wird dem„Berliner Lokalanzeiger“ berichtet: Der Kriegsminister forderte die Armeekommission der französischen Kammer auf, vor Monatsende sich grundsätzlich über den Vorschlag des Ab— geordneten Dalbiez zu äußern, wonach alle wehr fähi gen Franzosen ohne Altersgrenze ihre Wehr- pflicht erfüllen, das heißt, auf Verlangen der Behörden zu irgend welchen persönlichen Dienstleistungen heranzuziehen wären. Die Mehrheit der Kommission bemängelt die All— gemeinheit dieser Fassung und verlangt eine Altersgrenze von 55 Jahren und Rücksichtnahme auf die Väter wenig— stens zweier in der Front stehender Söhne. Nebst Mille— rand werden Viviani und Delcassé in der Kommission den Dalbiezschen Vorschlag befürworten. Ein feindlicher Flieger über Baden. Müllheim(Baden), 20. April.(WTB. Nichtamtlich.) Heute vormittag 10 Uhr warf über dem garnisonslosen Städtchen Kandern ein niedrig fliegender seindlicher Flieger fünf Bomben ab. Eine platzte auf dem Felde, vier fielen auf die Schule. Die meisten Schulkinder flüch teten in den Keller. Ein Kind wurde getötet, ein zweites schwer verletzt, mehrere verwundet. Auch über Lörrach warf vormitkags ein Flieger sechs Bomben ab, die beim Bahnhof platzten. Ein Kind wurde getötet, einem jungen Manne der Arm abgerissen, drei weitere Personen wurden teils schwer, teils leicht verletzt. Basel, 20. April.(WTB. Nichtamtlich.) Zu dem Flieger⸗ angriff auf Lörrach schreibt man der„Nationalzeitung“: Ver⸗ letzt wurden zwei Kinder, von denen eines gestorben ist. Auch eine Frau wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. In der schweizerischen Seidenbandfabrik von Sarasin wurde eine Holzremise durchschlagen. Drei Bomben fielen auf einen Kinderspielplatz nie⸗ der, ohne Schaden anzurichten. Der Luftdruck war so stark, daß in Bombe riß in einer Kunstschlosserei einem Lehrling den Arm völlig ab. Ein Bombensplitter wurde sogar 80 Meter entfernt gefunden. Die Bevölkerung war sehr überrascht, aber nicht kopflos. Man folgte der Anweisung der Bürgermeisterei und suchte sofort Schutz in den Kellern. Die Stimmung gegen Frankreich, die bisher hier immer noch zurückhaltend und ruhig war, ist in erbitterte Wut zweckten, ist völlig rätselhaft; es befinden sich dort nur Lazarette und das Bezirkskommando. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 20. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 20. April 1915, mittags. Die allgemeine Situ⸗ ation ist vollkommen unverändert. Entlang der ganzen Front vereinzelte Artilleriekämyfe Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die mißlungene Offensiwe der Russen. Berlin, 0. il. WTB. Nichtamtlich.) Aus. wird uns gemeldet: Die Russen verbreiten die Nach⸗ „ Daß E Erfolg in d Die Verluste der Verbündeten stiegen bereits 100 000 Mann nähmen tä 15 noch zu. Der Zustand der verbündeten Truppen sei schleht, ie Rufen hätten nicht die Absicht, nach Ungarn vorzurücken, aber jeder Versuch der Oesterreicher zur Wiedereroberung der durch die russischen Truppen besetzten„altrussischen Gebiete“ werde abgewiesen werden. beabsichtigt hätten, als die Behauptung des altrussischen Gebietes, so wäre es schwer zu bergen esse sie b letzten Wochen bei dem Angriff auf die Karpathenpässe so gewaltige Anstrengungen machten und dabei Verluste er⸗ litten, die nach zuverlässiger Schätzung das Dreifache der von den Verbündeten gebrachten und in der russischen Darstellung weit übertriebenen Opfer betragen. Jedermann weiß, daß die Besetzung Ungarns in den Plänen des russi⸗ schen Generalstabs von jeher eine große Rolle gespielt hat. Wenn daher jetzt die Ziele der russischen Heeresleitung plötz⸗ lich soviel enger gesteckt werden, und die Absicht eines wei⸗ teren Vorgehens abgeleugnet wird, so kann man darin bei unbefangener Würdigung nichts weiter als ein schlecht ver⸗ schleiertes Geständnis ihrer Ohnmacht und eine Be⸗ stätigung eines völligen Mißerfolges der russischen Kar- pathenoffensive sehen. Berlin, 21. April. Daß die Russen Tar now aufgegeben haben, wird von der Wiener„Zeit“ gemeldet. Wien, 20. April.(D. D. P.) Die„Reichsp.“ meldet aus dem Kriegspressequartier die Fortdauer des Vormarsches der österreichisch-ungarischen Truppen in Südostgali⸗ zien und den Beginn einer lebhaften Tätigkeit der deut schen Südarmee in den Karpathen. Der russische ungediente Landsturm. Petersburg, 20. April.(WTB. Nichtamtlich.) Wie der „Rietsch“ mitteilt, ist der ungediente Landsturm der 8 1900 bis 1915 unter die Fahnen berufen wor⸗ n. Eine teudenziöse Falschmeldung. Wien, 20. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das Wiener K. K. Telegraphen⸗Korrespondenzbureau meldet: An der Pa- riser Meldung über einen Zusammenstoß von österrei— chisch⸗ungarischen und italienischen Truppen ist kein Wort wahr. ** * Der türktische Tagesbericht. Konstantinopel, 20. April. WTB. Nichtamtlich.) Das Große Hauptquartier gibt bekannt: Die Kämpfe an der kfauka⸗ sischen Front dauern seit drei bis vier Tagen an. In der Nähe der Grenze endeten sie in der Umgebung von Milos zu un⸗ seren Gunsten. Der Feind wurde nach der Grenze hin zurück⸗ geworfen. Gestern versuchte eine Flottille von feindlichen Torpedobooten sich den Dardanellen zu nähern. Durch unser Feuer sind sicher zwerffeindliche Torpedoboote getroffen wor⸗ den. Daraufhin zog sich die Flottille zurück. Ein türkischer Flieger warf bei einem Erkundungsfluge über Tenedos mit 5 g NV c umgeschlagen. Was die Flieger mit dem Angriff auf Lörrach be⸗ Stock. Wenn die Russen wirklich von vornherein nichts weiter der Umgebung alle Fensterscheiben zertrümmert wurden. Eine 4 Erfolg Bomben auf die feindlichen Schiffe und kehrte trotz des auf ihn eröffneten Feuers heil zurück. Das türkische Torpedoboot„Timur Hissa“ griff am 17. April mit vollem Erfolge das englische Transportschiff„Ma⸗ nitou“ im Aegischen Meere an; die englische Admiralität gibt zu, daß 100 englische Soldaten des Transportes ertranken. Darauf wurde unser Torpedoboot bei Chios von englischen Kreuzern und Tor pedobvotszerstörern verfolgt. Die Besatzung des„Timur Hissa“ sprengte das Schiff, um es nicht in die Hand des Feindes fallen zu lassen, in die Luft. Die Besatzung ist von den griechischen Behörden sehr freundschaftlich aufgenommen worden. Auf den übrigen Fronten ereignete sich nichts Wichtiges. Konstantinopel, 20. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Nachträglich haben wir Sicherheit darüber, daß sich unter den sechs feindlichen Torpedobooten, welche vorgestern nacht in die Straße der Dardanellen einzudringen ver suchten, vier Minen suchboote besanden, und daß zwei von den feindlichen Booten durch unsere Granaten getroffen wur- den und in der Meerenge sanken.— Von den anderen Kriegs- schauplätzen ist nichts von Bedeutung zu melden. 1*** Düstere Stimmung in England. Berlin, 21. April. Ueber die Stimmung in England läßt sich das„Berliner Tageblatt“ aus Amsterdam melden: In einer zusammenfassenden Betrachtung über die in den Leitartikeln der englischen Blätter neuerdings zutage tretende große Un- zufriedenheit mit den leitenden Männern und den Zuständen in England wie auf dem Kriegsschauplatz kommt das „Allgemeen Handelsblad“ zu dem Urteil, daß niemand in England gedacht oder vorhergesehen habe, daß der Kampf so lange dauern und so viele Opfer an Menschen und Geld verursachen werde, ohne daß das Ende abzusehen sei. Jedermann verlange, daß es zum Ende komme, koste es was es wolle Ein Ende mit Schrecken sei immer noch besser, als ein Schrecken ohne Ende. Berlin, 21. April. Die„Morning Post“ führt, wie sich verschiedene Morgenblätter aus Amsterdam melden lassen, aus: Wir bilden uns ein, die Verbündeten müßten gewinnen. Es liegt für diese Annahme aber nicht der geringste Grund vor. Bis jetzt ist Deutschland der Sieger. Es hat ganz Belgien, ein Stück Frankreichs, und ein großes Stück Polens, wahrend wir bei Ypern eine Meile verloren haben und bei Neuve Chapelle eine Meile vorgedrungen sind. Eine neue Bewegung der englischen Bergarbeiter. Kopenhagen, 20. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Na⸗ tional Tidende“ meldet aus London: Die englischen Bergleute haben heute den Streik beschlossen für den Fall. daß ihre Forderung auf eine Vergütung von 20 Proz. nicht erfüllt wird. Diese Nachricht hat wie eine Bombe unter den Bergwerksbesitzern eingeschlagen. Sie erklärten, ein Streik sei unmöglich, da die britische Flotte ohne Wales— kohlen nicht aktionssähig sei. Die Bergarbeiter machen gel⸗ tend, daß die Bergherren kolossal verdienten, so daß die an⸗ gebotene Vergũ von 10 Prozent viel zu gering sei. Ein * t ausgesprochen, daß die Flotte die Bergleute nicht entbehren könne. Seit Kriegs- beginn habe die Admiralität 15 Millionen Tons, binnen einem Jahre lieferbar, bestellt, anstatt eineinhalb Millio⸗ nen in gewöhnlichen Zeiten. Der Arbeiterführer drohte mit erusten Verwicklungen, falls die Eigentümer der Berg⸗ werke sich nicht beugten. Der Passagierverkehr mit England eingestellt. Brüssel, 20. April.(Ctr. Irkft) Wie wir aus gut unter- 3 E Jamten Passagierverkehr mit Holland von und nach England auf die Dauer einer Woche untersagt. Diese Naßregel wird dahin ausgelegt. daß England entweder große Truppenverstärkungen an die Front bringen werde, oder daß es eine andere bedeutende Aktion plane.(Frkft. Ztg.) Arbeitermangel in England. London, 20. April.(WTB. Nichtamtlich)„Times“ melden aus Birmingham unter dem 18. April: Unter den Arbeitern verschiedener Industrien im Bezirke von Birmingham herrscht ziem⸗ liche Unruhe. Es steht außer Zweifel, daß die Produktion unter diesen Umständen leidet. Die Ursache der Unruhe ist teilweise in der Trinkfrage, teilweise in der Forderung höherer Löhne zu suchen. Dasselbe Blatt meldet aus Workington vom 18. April: Siebzehn Hochöfen, die Hämatit für Munition und Eisenbahnmaterial herstellten, werden infolge des Streiks von 1200 Arbeitern, die am Sonnabend ihre Kündigung eingereicht Haben, ausgeblasen werden müssen. Demselben Blatt wird aus astle berichtet: Tie Regieru ission für Muni⸗ tionsproduktion forderte von allen Maschinenfabriken und Schiffs⸗ werften der Nordküste Statistiken über ihre Arbeiten ein, sowie bei den für die Regierung arbeitenden Werken über ihren Arbeiter⸗ bedarf. Sobald die Ergebnisse vorliegen, wird die Kommission eine Neuverteilung der iter vornehmen und über die Verwendung von für industrielle Zwecke benutzten Maschinen für Heereszwecle entscheiden. Ter Arbeitermangel ist so erust, daß die Forderung nach einer Besserung berechtigt ist. Die Kommission wird die Frage zu erwägen haben, ob die zu Anfang des Krieges zur Armee ein⸗ getretenen Leute wieder zur Industrie entlassen werden müssen, da die Armer aus dem Tynegebiet 30 000 Rekruten gewonnen hat. Das englische Hilfsheer aus Neuseeland. Wellington, 20. April. WTB. Nichtamtlich.) Der Pre⸗ mierminister machte dieser Tage bekannt, daß die Reichs⸗ regierung das Angebot der Regierung Neuseelands angenom⸗ men habe, eine neue, über die gewöhnlichen Verstärkungen hinaus⸗ gehende Streitmacht abzusenden. Die neuen Truppen würden aus Artillerie und Infanterie bestehen. Die! temerung würde alles Mogliche tun, um das Mutterland zu unterstützen. Die englischen militärischen Sachverständigen zweifeln nicht an dem Ersolg der neuen Heere, die aus prächtigem Material bestünden, gut mar⸗ schierten und mit sich stets verbessernder Artillerie und vorzüglichen Hilfsdiensten ausgerüstet seien Großbritannien werde zweifellos die jetzt an der Front befmdlichen Truppen eingerechnet bis zum Sommer eine Million Mann auf den Hauptkriegsschau⸗ nat bringen können und eine zweite Million zu Hause haben, ahne die Truppen zu rechnen, die auf den weniger wichtigen Kriegsschauplätzen kämpfen. Der Seekrieg. Amsterbam, 19. April.(Ctr. Frkft. Die niederlän⸗ dische Regierung gibt halbamtlich bekannt: Wie wir ver⸗ nehmen, hat die deutsche Regierung aus eigener Ini⸗ tatwe dem niederländischen Gefandten fol- gende Erklärung gegeben: Weder bei der deutschen Regierung, noch bei der deut⸗ schen Marine besteht, wie dies selbstverständlich ist, irgend⸗ welche Absicht, einen Angriff auf ein niederländisches Schiff zu machen. Sie nimmt nichtsdestoweniger die Möglichkeit an, daß infolge eines unglücklichen zufalls die„Latwyk“ durch ein tsches Unterseeboot in den Grund gebohrt wor den ist Sofort nach dem Bekanntwerden des Vorfalls ist strengste Boykottierung JJC rung, die ihr über den Vorfall zugegangenen* mitzu⸗ teilen bezüglich der Tatsachen, die nähere Aufklärungen bringen lönnten. Wenn die Untersuchung ergibt, daß die „Katwyk“ durch ein deutsches Unterseeboot in den Grund gebohrt worden ist, wird die deutsche Regierung nicht zögern, sosort ihr aufrichtiges Bedauern auszusprechen und voll⸗ ständigen Schadenersatz zuzusagen. London, 20. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Ter Kapitän des Fischdampfers „Fermo“ teilte heute bei seiner Ankunft in Grimsby mit, daß der Fischdampfer„Vanilla“ gestern früh durch ein deutsches Unterseebogt torpediert worden sei. Die„Vanilla“ wurde in Stücke gerissen und sank sosort. Der Dampfer„Fermo“, der sich 300 Meter entfernt befand, eilte zu Hilse, um die Besatzung des Dampfers„Vanilla“ zu retten. Das Unterseeboot hinderte ihn jedoch, Beistand zu leisten, indem es ein Torpedo abfeuerte, das fehlging.„Fermo“ dampfte dann mit voller Kraft heimwärts. Selbstperständlich sind die Tatsachen hier wieder nach der bei den Engländern geübten Praxis vollständig verdreht. Der richtige Hergang ist aber trotzdem deutlich erkennbar; denn die Lüge i außerordentlich plump gemacht. In Wahrheit hat natürlich der Fischdampfer das Unterseeboot vammen wollen, so war es ein Ge⸗ bot der Selbsterhaltung, daß es dem Angriff zuvorkam. Nach⸗ dem dem„Fermo“ seine Absicht mißlungen ist, wird sie jetzt schein⸗ a als verhindertes Rettungswerk dargestellt. englisch!) Auch die britische Abmiralität gedenkt mit solcher Scheinheilig⸗ heit den Vorfall auszubeuten: a London, 20. April.(WTB. Nichtamtlich.) Ein Com mu⸗ niqué der Admiralität teilt mit: Das deutsche Unter⸗ seeboot, das den Fischdampfer„Vanilla“ zum Sinken brachte, vertrieb den Fischdampfer„Fermo“, als er die Bemannung zu retten versuchte. Die Folge davon war, daß viele von der„Vanilla“ ertrunken sind. Dieses Töten von Fischern ohne einen militärischen Grund wird unserer Aufmerksamkeit nicht entgehen.— Es ist der zweite Mord binnen einer Woche. Wir müssen diese Ereignisse gut im Gedächtnis behalten. 0 Englische Uebergrisse gegenüber Norwegen. Köln, 20. April. In einem Telegramm der„Köln. Ztg.“ aus Berlin beißt es: Nach aus Norwegen eingegangenen Mel⸗ dungen geht die englische Kriegführung neuerdings auf schaͤrfste gegen norwegische Handelsdampfer vor. In großer Zahl werden norwegische Schiffe in die englischen Häfen geschleppt und müssen dort unter genauer Kontrolle ihre Ladung löschen. Die norwegische Presse wagt nicht, sich zum Sprachrohr der berechtigten Verstimmung gegen das in Norwegen populäre England zu machen, dessen angemaßte Rolle als„Schutzmacht schwacher Staaten“ in eigentümlichem Lichte erscheint. Die nor⸗ kegische Amerika-Linie hat sich völlig unter die Aufsicht der eng⸗ lischen Gesandtschaft in Kristiania gestellt. Diese verfügte im ein⸗ zelnen über die Ausladung der verschifften Waren auf Grund von Bescheinigungen, die durch Beamte der englischen Gesandtschaft ausgestellt und gestempelt waren. Das war selbstverständlich nur unter Mißachtung der norwegischen Souveränität möglich. Dieses Verfahren scheint aber neuerdings englischerseits aufgehoben und dafür die rücksichtslose Einbringung der norwegischen Handelsschiffe angeordnet zu sein. Die wenig energische Haltung der beteiligten norwegischen Kreise gegenüber den englischen Rücksichtslosigkeiten gibt ein lehrreiches Beispiel dafür, was England sich gegen Neu⸗ trale herausnimmt und was diese sich von England gefallen lassen. Es macht bisher nicht den Eindruck, als wollte Norwegen von der englischen Admiralität Achtung für die Rechte seiner Flagge fordern. Zwischen Neutralität und Fügsamkeit ist noch ein Unterschied. Tie norwegischen Sympathien für England in allen Ehren! Aber diefes Gefühl sollte an dem Punkte Halt machen, wo die Rechte Norwegens als eines neutralen Staates berührt werden. * 9* Aus Südwest⸗Afrita. Kapstadt, 20. April.(WTB. Nichtamtlich. Reuter⸗ meldung.) Truppen der südofrifanischen 8 am Sonn- tag Seeheim, einen Eisenbahnpunkt in Südwestafrika. Das Reutersche Burcau meldet amtlich aus Kapftadt: Die Briten haben Keetmanshoop besetzt. China und Japan. Petersburg, 20. April.(WTB. Nichtamtlich.) „Rietsch“ meldet aus Irkutsk: In Schanghai hielten chine⸗ sische Kaufleute eine sehr ernste und bedeutsame Ver⸗ sammlung ab, in der beschlossen wurde, den gesanmten kaufmännischen Verkehr mit den Japanern aufzugeben und sämtlicher 1 Banken, Waren und Schiffahrtsunterneh⸗ mungen durchzuführen. Der Beschluß hat große Bedeu⸗ tung, und der Bedrohung des japanischen Handels werden die ernstesten Folgen beigemessen. Eine Anfrage in Tokio. Petersburg, 20. April.(WTB. Nichtamtlich.) „Rjetsch“ wird aus Washington gemeldet: 1 fragte in Tokio nach dem Grund für die japanischer Truppenmassen nach China an. Eine Antwort ist bisher nicht gegeben worden. Eine Schlacht in Mexiko. London, 20. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das mexi⸗ kanische Konsulat empfing f de Nachricht aus Bera⸗ cruz vom 16. April: Die Streitkräfte des Generals Obre⸗ * brachten heute Villas eine neue große N 85 ge N 5 Villa— 42 seiner nerale hatten die Führung. Die gegneris Truppen verloren 30 Geschütze, 5000 Mausergewehre, eine Munition sowie 14 Mann. Villa entkam mit dem Rest seiner Leute nach Norden. Die Lage in Persien. Petersburg, 20. April.(WI. Nichtamtlich.) „Rietsch“ meldet aus Teheran: Die Türken—— Laserischirin ein und marschierten auf Kerman⸗ schah.— In Ispahan wurde eine englische Schule seierlich er Aber gleich nach der Eröffnung erschienen Proklamationen, die alle für geächtet erklären, die die ule besuchen. Die antienglische Agitation wird in Südpersien iu allergrößtem Maß getrieben, auch die Bachtiaren treten ossen gegen England auf. Heer und Flotte. Berlin, 20. April. Oberst von Reuter, zuletzt Kommandeur des Grenadier-Regiments Nr. 12 in Frank⸗ furt an der Oder, bekannt durch die Zabern⸗Affäre, wurde zum Generalmajor befördert.(„B. Z.“) —— Aus Stadt und and. Gießen, 21. April 1915. Frühgemüse im Kriegsgarten. Jetzt in der Frühlin zeit regen sich überall im deutschen Baterlande wiel tausend fleißige Hande, um allen verfügbaren Kulturboden für die Erzeugung von Nahrungsmitteln nutzbar zu machen. Städte und Gemernden 2 in dankenswerter Weise ihre brachli⸗ Ländereien, Grundstücke und Bauplätze zur Verfügung gestellt, ebenso hat die Volfaverwal tung alle Ländereien, die sie entbehren kann, für die Bodenkultur freigegeben. Da wird uum fleißig gegraben, gehackt, gedüngt, gesät 20 gepflanzt, Manner, Frauen und Kinder sind in ber emsigsten Arbeit. Aber auch die schon längst bestehenden Gärten zeigen in diesem Früh⸗ durch die deutsche Regierung eine Untersuchung ein— ge leitet worden, und sie ersuchte die niederländische Regie⸗ 10 0 ein ganz anderes Gesicht als in sonstigen Jahren. Waäbrend in sehr vielen von ihnen früher der breiteste Platz den Blumen, und Sträuchern gewährt wurde, die die ganze 1 stempelten, hatte der nur ein Plätzchen zur Verfügung, auf kümmerlich kräuter und wenige Sorten Frühgemllse ist das anders, auch aus dem Ziergarten 2* Kriegs geworden, in dem die Blumen durchaus n au der aber sein Hauptgewicht auf die Heranziehung Gemüsen. legt. Wenn auch in jedem dieser Gärtchen nur Mengen von Nahrungsmitteln gezogen werden, so bringen doch die Hundert⸗ tausende dieser Gärten ganz ungeheuere en hervor und ent⸗ lasten dadurch den Markt ganz beträchtlich. Von der größten Bedeutung für den Anbau in en sind die Frühgemüse, da sie schon wenige nach der Aussaat zur Nahrung verwendet werden können. Sie dam nicht nur eine erfreuliche Abwechflung in die tägliche Speisekarte, sondern liefern auch eine Nahrung, die mit dem Wohl⸗ sind in dem Frühgemüse in günstiger Zusammensetzung Zu den besten und zeitigsten Frühgemüsen gehört der Spinat, der nicht nur leicht verdaulich ist, sondern kesonderz un⸗ seren Körper notwendige Eisen in einer die 99. zu Von den Blattgemüsen ist der Kohlrabi in ini 7 Proz. und 8,18 Proz. Kohlehydrate. Da er ai schon zu Ende des Mai, ein beliebtes werden i als Hpischen feu Seen da die ihm erden; ex wird Zwif von bestandenen Beete bald wieder für andere Genelse i werden können. In Bezug auf den Nährwert stehen die Hülse unter aller vegetabilischen Nahrung an erster Ste aus einem Vergleich sofort hervorgeht. Erbsen haben körpern nicht weniger als 23,35 Proz., und Linsen sogar 25,94 Proz. die für unseren Körper so wichtige Substanz, das Eiweiß, ist also in starkem landen, ebenso die Kohlehydrate, die bei den Er 52,65 Proz. ausmachen. In Bezug auf die Eiweißsubstanzen 8 allerbeste Fleisch den Hülsenfrüchten gleich, und nur das Flei seinen Geflügels, wie z. B. des Rebhuhns mit ene etwas reicher an Eiweiß, während das Rindfleisch mit 20,36 Pe wen dus der Eee 2er dee roz. weit unter 1 i t der Wie hoch die Hülsenfrüchte in der Skala der Nahrungsmittef stehen, erkennen wir, wenn wir in Betracht ziehen, daß das Mehl unserer Getreidearten nur 10 bis 12 Proz. Et bei durchschnittlich 75 Proz. Kohlehydrate enthält. wir dies in Geld umrechnen, dann erhalten wir bei normalen i der Nahrungsmittel für eine Mark zirka 500 bis 800 Na im Felde außer Fleisch hauptsächlich Hülsenfrüchte zur Nahrung erhalten, die in ausgiebiger Weise dem Körper alle notwendigen Sub Aber aus demselben Grunde sollen gerade die enfrüchte und hier in erster Linie die in den Kri t„wozu sie sich ja auch bor⸗ 16 eignen g enn außer diesen Pflanzen der Besitzer des Kri kräuter, vor allem rsilie, 1 außerdem noch Gurken und vi Tomaten oder Kürbis, dann un er in den hinein Freude 22 haben, dann einem Teil beigetragen. ie Absicht, 2— zu einem Fee an machen. * Auf dem Felde der Ehre gefallen. Aus en und den Nachbargebieten. Leutn. 8 24 Konrad Meier,. 16, aus Schotten.— Unteroff. Dermann Krämer, Res.⸗Ins.-Nat. aus Schotten.— Kriegsfreiw. Theodor Monat aus Guntersblum.— Res. Heinr. Hack, Res-Inf.⸗Rgt. 116, aus Stockheim.— Musk. L. Kappes, Res.-Ins.⸗Rgt. 221, aus lisch⸗Crumbach. Kriegs sreiw. Poll. Obenauer, wc g an eng Pfiffligheim.— Res. Peter Blüm, Res.-Inf.-⸗Rgt. 88, aus Worms. — Rel. rr Blüm, Res.-Inl.⸗Rgt. 88, aus Worms.— Ja. August Kretzschmar, Gardesüs.⸗Rgt., aus Darmstadt. 2 8 8 der 9 8 ammlung, nerstag,. Apri n bah Tagesordnung: 1. Mitteilungen. 2. Enge von Ar⸗ beitgeber⸗ und Arbeitnehmerverbaͤnden wegen Beschaffung von Arbeitsgelegenheit für das Baugewerbe. 3. Erneuerung des Vertrages über die Faselhaltung. 4. Ernenerung des Ber⸗ trages über die Eberhaltung. 5. Einfriedigung der bühne(Kreditbewilligung). 6. Gesuch der Bienenzüchter um Ueberlassung von Plätzen für das Ausscken von N ern⸗ vom gender B e brauchs und der Kosten für Gas und Elektrizität die —— 3 3 a 10 ebernahme der Bür r ein Dar um ahm 5 * b Roten Kreuz um Uebernahme * Militärische Ausbildung der Jugend. Da in diesen Tagen eine für die Jung⸗ wehr zusammengestellt werden soll, werden 8½¼ Uhr in der Turnhalle des Realgymnasiums und Sams⸗ tag 8¼ Uhr Neuanmeldungen —* 8 über 16 5 n Jahren nur ind mindestens 1,50 Meter groß sind. Am turnerische und Paßonettiersihu t werden dürfen, dee ländischen Interesse bei allen Mitteilu ins neutrale oder fende Ausland gehen, zurüctbalden vorsichtig. * 4 Steinbach, 20. April. Von den Kämpfern unserer Gemeinde, die draußen im Felde stehen, erhielten Unter⸗ J 99 5 ü 1 1 Sas 1 Ger⸗ „Un er Heinrich Haas un eiter Ehristian Magel das Eiserne Kreuz. 20 5 Kreis Lauterbach. id. Lauterbach, 20. April. Das Großh. Kreisamt hat an die Pfarrämter des ganzen Kreises je ein Exemplar einer Brot⸗ karte geschickt, die den Pfarrarchiven einverleibt werden soll, um späteren Zeiten ein sprechendes Beispiel für die wirtschaft⸗ lichen Maßnahmen im Weltkrieg zu bieten. id. Frischborn, 20. April. Einen sehr gut besuchten Kriegsfamilienabend veranstaltete auf Veranlassung der f hiesigen Jugendkompagnie in Himmlers Saal Hauptlehrer Kinkel von Lauterbach. Nach einem längeren Vortrag, der mit großer Sachkenntnis die Kriegslage und die Kriegsaussichten darlegte, brachte er ernste und heitere 5 zum Vortrag. Den Schluß des Abends bildete die Vorführung präch⸗ tiger Lichtbilder aus dem gegenwärtigen Krieg. 1 1 „ Herchenhain, 20. April. Bei überaus zahlreichem Be⸗ suche fand Sonntag abend im Saale des Gastwirts Karl Adolph ein vaterländischer Vortragsabend statt. Derselbe wurde eingeleitet durch ein Streichorchester der Lehrer Mengel⸗ Herchenhain, Bernhard ⸗Sichenhausen und Süßmund⸗ Ober⸗Seemen, das lauten Beifall fand. Sodann wurden von einer Frankfurter Dame eine Anzahl vaterländischer Gedichte vorgetragen. Herr Hardt⸗ Frankfurt a. M. gedachte hierauf in eindrucksvollen Worten des hundertjährigen Geburtstages Bis⸗ marcks und sprach über den Weltkrieg. Die Schüler wußten durch den Gesang mehrerer vaterländischer Lieder ein. Teil zur Verschönerung des Abends beizutragen. Pfarrer Römer dankte im Namen aller Teilnehmer den vortragenden Personen. . i Kreis Friedberg. h. Friedberg, 20. April. Die Mitglieder des Kxeis⸗ tages für den Kreis Friedberg hielten unter dem Vorsitz des Kreisrats Freiherrn Schenck hierselbst ihre diesjährige Frühlingsversammlung ab. Nach einigen Mittei⸗ lungen perfönlicher Art und der Bildung des Vorstandes besprach die Sitzung die Kreiskassenrechnung und den Ver⸗ waltungsbericht für 1913. Die in der Rechnung nachgewie⸗ senen Kreditüberschreitungen wurden genehmigt. Der Haus- haltungsplan für 1915 wurde in Einnahmen und Ausgaben mit 872 708,52 Mk. genehmigt. Unter den Ausgaben haben sich durch den Wegfall der Obduktions⸗ gebühren der Aerzte bei gefallenem Vieh in der Abdeckerei die Unkosten wesentlich verringert. Ein Antrag auf Pacht⸗ erhöhung der Kreisabdeckerei wurde in Erwägung gezogen. Der vom Kreis mit der Mitteldeutschen Kredit ⸗ bank 7020 lossene Vertrag über eine Kreditgewährung bis zu 200 k. für die Mehlversorgung des Kreises fand einstimmige Annahme. Dagegen wurde der Antrag auf Er⸗ höhung der Kreisunterstützung der Kriegerfamilien um drei Mark monatlich aus Mangel an Mitteln mit allen gegen eine Stimme abgelehnt. Bad ⸗ Nauheim, 20. April. Als Nachfolger des vor einiger Zeit gestorbenen Großh. Badedirektors Geheim⸗ rat Dr. Eser in Bad⸗Nauheim wurde nunmehr Baurat von Boehmer von der Großh. Kulturinspektion in Mainz ernannt. v. Boehmer, der als tüchtiger Fachmann gilt, war von 1898 bis 1900 und von 1902 bis 1915 in Mainz tätig, wo er sich hervorragende Verdienste erwarb, so bei dem Ausbau des Elektrizitätswerkes Rheinhessen in Osthosen, bei der Regulierung der Nahe und bei der Errichtung der Gruppenwasserwerke in Rheinhessen. Außerdem hatte er im Mainzer kunstgewerblichen Leben eine führende Stellung im Kunstgewerbeverein und im Gewerbeverein inne. Der neue Direktor ist in Oberhessen kein Unbekannter mehr, da er vor seiner Anstellung in Mainz als Kulturinspektor in Fried⸗ berg in Obe tätig war. ö Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 20. April. Das zum Besten der Kriegs⸗ fürsorge bestimmte„Kreuz in Eisen“ ist jetzt in einem hübschen Pavillon vor dem Ludwigs⸗Denkmal zur Auf⸗ W meer rede stellung gekommen, und die Nagelung soll in Anwesenheit g der eee Familie in den nächsten Tagen be⸗ ginnen. Das Kreuz ist vollständig dem„Eisernen Kreuz“ in r Form nachgebildet, etwa 1,50 Meter breit und ebenso hoch und etwa 50 Zentimeter stark. In der Mitte ist ein großes W sowie die Jahreszahl 1914 angebracht, das ganze Kreuz ist silbergrau eingefaßt. Um dem Ganzen ein regel⸗ — 2 Aussehen zu geben, sind die Plätze, an denen die Nägel eingeschlagen werden, vorgezeichnet. Jedem der Nagel⸗ stifter wird ein entsprechendes Andenken überreicht werden. Die Nägel sind am Platze selbst, wie auch in einigen Ver⸗ kaufsstellen in der Stadt zu haben. Kreis Wetzlar. w. Wetzlar, 20. April. Nachdem im Laufe der vorigen Woche wieder 1000 Russen eingetroffen waren, beziffert sich der Bestand des hiesigen Kriegsgefangenenlagers auf etwa 7000 Mann, wovon etwa zwei Drittel Franzosen, der Rest Russen sind. In diesen Ta geht wieder eine größere Abteilung Fran⸗ zosen nach dem Gefangenenlager Stendal(Provinz Sachsen). Weßlar, 20. April. Ein Un sa ll ereignete sich gestern abend auf der Frankfurter Straße in der Nähe des städtischen Friedhofes. Zwei Landsturmleute, die vom Gefangenenlager herunter geradelt waren, stießen laut„Wetzl. Anz.“ dort mit ihren dern zusammen, wobei beide stürzten. Während der eine gut davon kam, erlitt der zweite, der Gastwirt Bormann von hier. eine so erhebliche Schädel verletzung, daß er in die Gießener Klinik verbracht werden mußte.. 4 5— Launsbach, 20. April. Der erste Turnwart des Turnerbundes Lahn⸗Dünsberg, Wilhelm Schmidt von hier, der als Unteroffizier beim Landwehr⸗Brigade Ersatz⸗ Bataillon im Osten kämpft, wurde für hervorragende Pa⸗ trouillendienste mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. f Krofsdorf, 21. April. Heute sind es fünfundzwanzig Jabre, daß Herr Erust Bechthold aus Launsbach, wohnhaft in Krofdorf, in der Lederhandlung von Baer& Bamberger in Gießen ununterbrochen tätig ist. Hessen⸗Nassau. 2 h. Cronberg, 20. April. Die Stadtverord⸗ netenversammlung wählte heute einstimmig unter 168 Bewerbern Assessor Müller⸗Mittler aus Saar⸗ brücken zum Dr an 8 den Helden⸗ tod erlittenen Bürgermeisters Eugen Pit sch. Biebrich a, Rh., 20. Abril Der Vrosessor Rudolph Dyckerhoff hat anlätzlich des 70. Geburtstages semer Frau der ladt aufs neue eine Schenkung von 100000 3 macht. Von den Zinsen sollen bedürstige Krieger und deren An⸗ ehörige, sowie Witwen von Gefallenen unterstützt werden. ——— K(—œÜmLw¾—t— Candwirtschaft. — Wie viel Obstbäume gibt es in Deutschland? Ueber den Stand des deutschen Obsibaues geben die beiden„Volts⸗ n deutscher Obstbäume Auskunst, die in den Jahren 1900 und 191 eee eee d 1918 veranftaltet worden sind. In dem zwischen diesen beiden liegenden Zeitraume hat sich nach einem Berichte der bei Otto Spamer in Leipzig erscheinenden Wochenschrist us“ die Zahl der Obstbäume in Deutschland recht erheb⸗ ehrt. Sie betrug im Jahre 1900 168 431853 Stück und war im Jahre 1913 auf 196 084 640 Stück gestiegen, hatte sich also um mehr als 27 Millionen Stück vermehrt. Im einzelnen wies diese Zählung von 1913 74.375 929 Aepfelbäume, 30 788 886 Birn⸗ baume, 64 547 217 Pflaumen- und Zwetschenbäume, 21 390 088 Kirsch⸗ bäume auf. Gegenüber der Zählung von 1900 war bei den Aepfel⸗ bäumen eine Zunahme von über 22 Millionen Stück und bei den Birnbäumen elne Zunahme von über 5½ Millionen Stück sest⸗ zustellen, wogegen der Anbau der Pflaumen- und Zwetschenbäume einen Rückgang von über 5 Millionen Stück aufwies und auch die Kirschbäume eine, wenn auch freilich nur kleine Abnahme zeigten. Aprilasen-, Pfirsich⸗ und Nußbäume waren bei der Zählung von 1900 überhaupt noch nicht ermittelt worden: die von 1913 ergab einen Bestand von 2021188 Pfirsichbäumen, 2191601 Walnußbäumen und 769 731 Aprikosenbäumen. Was den verhältnis mäßigen Anteil der einzelnen Obstarten betrifft, so nahmen im Jahre 1900 die Pflaumen- und Zwetschenbäume den ersten Platz ein, aber 1913 hatten ihnen die Apfelbäume den Rang abgelaufen. Unter 100 deuischen Obstbäumen sind jetzt 38 Apfelbäume, 33 Pflaumen⸗ bäume, Birnen und Kirschen 16 und 11; Aprikose, Pfirsich und Walnuß aber betragen zusammen nur etwa 2 v. H. der Gesamt⸗ zahl unserer Odstbäume. Man sieht aus diesen Zahlen, welch emen gewaltigen Wert für die Ernährung unseres Volkes der deutsche Obstbau darstellt. Dermischtes. »Schaumkautschuk. Eine besonders wichtige Erfindung. die gerade jetzt in der Kriegszeit einem großen Bedürfnis ab- zuhelsen geeignet ist, bildet der von Fritz Pfleumer erfundene neue Schaumkautschuk, über dessen Hersiellung Gerhard Hübener in einem Ausatz der„Umschau“ berichtet. Von früheren Ver- suchen, Schaumkautschuk herzustellen, unterscheidet sich der neue Schaumkautschuk dadurch, daß er ein wirkliches vulkantsiertes Kautschukprodukt ist. Pneumatikschläuche können anstatt mit Luit aufgepumpt mit Schaumkautschuk ausgefüllt werden, denn der Schaumkautschuk besitzt dieselben elastischen Eigenschasten wie der Luftschlauch und hat außerdem noch den großen Vorteil, daß er —— bei Verletzungen nicht gänzlich zusammenklappt, sondern nur an der verletzten Stelle. Dieser höchst merkwürdige Schaumkautschuk ist ein physikalisches Gemisch von vulkanisiertem Kautschuk und Stickstoff. Betrachtet man ihn unter dem Mikroskop, so erschemt er wie ein Schwamm mit unzähligen kleinen Poren, in denen sich, von ganz dünnen Kautschukwänden eingeschlossen, der Stickstoff be⸗ findet, ähnlich wie die Luft in den Blasen des Seisenschaumes. Daraus erklärt sich auch der Name Schaumkautschuk. Seine Her- stellung beruht darauf, daß Kautschuk unter hohem Druck Stickstoff löst, bei gewöhnlichem Luftdruck jedoch nicht, sondern den unter Druck gelösten Stickstoff wieder freizugeben strebt. Kautschuk wird also unter den sehr hohen Druck von 400 Atmosphäxren gebracht und löst dabei eine ganz beträchtliche Menge Stickstoff; er wird dann wieder unter gewöhnlichen Druck gesetzt, worauf der gelöste Stickstoff sich wieder vom Kautschuk trennt und in ihm in unendlich vielen kleinen Blasen auftritt. Das vulkanisierte Kautschukprodukt bläht sich dadurch um das Fünffache seines früheren Volumens auf. Der Schaumkautschut desitzt die Eigenschasten des Kautschuks und des Gases zugleich, ist also geschmeidig und elastisch und dabei kompressibel. Außerdem besitzt er eine äußerst geringe Wärmeleit⸗ sähigkeit, eignet sich daber nur für niedrige Temperaturen. Flüssig⸗ keiten hält er ebenso frisch wie die doppelwandige Flasche mit luft- leerem Raum zwischen den Wänden; er ist indifferent gegen Wasser und läßt sich deshalb vorzüglich zu Schwimmgürteln uw. ver- wenden. Sodann eignet er sich seiner Elastizität wegen gut zum Ausfüllen und Polstern von Kissen, Matratzen usw. Eine andere vorzügliche Eigenschast ist seine äußerst geringe Dichte, die nach der Menge des eingepreßten und gelösten Stickstoffes zwischen 0,01 und 9.4 schwankt. Büchertisch. — Bongs Kriegs⸗Kalender mit Bildern. Auch das 9. Heft von„Bongs Kriegs-Kalender mit Bildern“ Deutf, Verlagshaus Bong& Co., Berlin W 57, Preis des es 20 Pfg.) zeichnet sich urch eine Fülle der Berichte von den ätzen vom Westen und Osten, von den Karpathen und Ser⸗ bien, von Klein⸗Asien und Aegypten aus. Bandel. — Weitere Zunahme der deutschen Roheisen⸗ er zeugung. N den Ermittelungen des Vereins Deutscher Eisen⸗ und Stahl⸗Industrieller betrug die Roheisenerzeu⸗ ung im deutschen Zollgebiet während des Monats März 31 Arbeitstage) insgesamt 938 438 To. gegen 803 623 To. im ruar(28 Arbeitstage. Die tägliche Erzeugung belief sich auf 272 To. 18 925 To. im August. 19 336 To. im Sep⸗ tember, 23 To. im Oktober, 26299 To. im November, 27545 To. im Dezember, 28 198 To. im Januar und 28 701 To. im Februar). Die Erzeu verteilte sich auf die einzelnen Sor⸗ ten wie folgt(wobei in Klammern die Erzeugung für Februar an⸗ gegeben ist): Gießerei⸗Roheisen 199 330 To.(161 724 To), Besse⸗ mer⸗Roheisen 12 233 To. 7428 To.), Thomas⸗Roheisen 564 179 Tonnen(494 293 To.), Stahl⸗ und Sviegeleisen 135 761 To. (112 163 To.), Puddel⸗Roheisen 28 933 To.(28 015 To). Von den Bezirken sind im März(gegenüber Februar) beteiligt: Rhein⸗ land⸗Westsalen mit 397 148 To. 353 281 To.), Siegerland, Kre Wetzlar und Hessen⸗Nassau, mit 68 429 To.(57 616 To.), Schlesien mit 67 902 To. 59 6/ To.), Norddeutschland(Küstenwerke) mit 20008 To.(16315 To.), Mitteldeutschland mit 30 806 To. (26 287 To.), Süddeutschland und Thü mit 19 901 To. (17 665 To.), Saargebiet mit 68 432 To.(55 676 To.), Lot mit 147873 To.(116 694 To.), Luxemburg mit 117 939 N (100 412 To.). Märkte. le. Frankfurt a. M. Schweinemarktbe rien: vom 21. April. Aufgetrieben waren 765 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 55 Lebendgewicht 00.00— 105.00 Mk., Schlachtgewicht 120.00— 125.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 95.00— 100.00 Mk., S wicht 115.00— 120.00 voll von 100—120 Lebendgen Schlachtgewicht 120.00— 125 Mk. eischige Schweine von 1 bis 150 Lebendgewicht 00.00— 00. 00 Mk., Schlachtgewicht 0000.00„ Geschäft ziemlich lebhaft. se. Fraukfurt a. M., 21. April.(Orig.⸗Telegr. des„Oleß. Anz.“) Fruchtmarkt. Am Fruchtmarkt ist die Lage unver⸗ ändert. Das Geschäst ist gleich null. Der Handel in Juttermitteln ist sehr beschränkt. Nur ausländische Ware wird noch gehandelt. Rumänischer Mais 61-64 Mk., rurmänische Gerste 55.60 Mk., ausländische Kleie 34— 36 Mk. Alles für 100 kg. le. Fraukfurt a. M., 21. April.(Orig.⸗Telegr. des Gieß. Kartosselmarkt. Kartoffeln im Großhandel Mk. 13,75 bis 15,00 Mk., im Kleinhandel Mk. 15.00— 16,00. Alles per 100 N. te. Frautsurt a. M., 20. April. Auf dem heutigen Heu⸗ und Strohmarkt war nichts angefahren. wicht 100.00— 105.00 W. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 19. April 1915. Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. Fleischpreise in Gießen Ochsen 50 Kg. Schlachtgewicht„Kg. 104—103 PiN. 100—11b Mit. Kälber„Kg. Schlachtgiw. 85—107 U. 92—96„ e Brotpreise in Gießen: Weißbrot 2 Kg.— Pig. Schwarzbrot 2 8g. 78 Pig. SA Getreidepresse in Maun he im Weizen 1 0 Kg. 28.80 Dit. Höchstpreis. Roggen 100 Kg. 24.80 Mt. — Amtlicher Wetterbericht. Deffentlicher Wetterdienst, Gießen. 1 Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 22. April 19152: Heiter, trocken, mild, nordwestliche Winde. 13 Letzte Nachrichten. Das neutrale Holland. Amsterdam, 21. April. In Vlissingen liegen seit uu⸗ fang September eine Anzahl belgischer Schlepp⸗ dampfer, die, früher nach Antwerpen gehörend, auf der Schelde fuhren. Verschiedene davon sind jetzt durch eine eng⸗ lische Gesellschaft aufgekauft worden und sollten am letzten Sonntag nach England fahren. Wegen der Unterseeboots⸗ gefahr waren Namen und Kennzeichen überstrichen oder verdeckt worden, so daß die Nationalität unkenntlich war. Als die Dampfer den Vlissinger Hafen verlassen wollten, wurden sie von dem Kommandanten des holländischen Kriegsschiffes„Nordbrabant“ daran verhindert und gezwun⸗ gen, die Schiffspapiere in Ordnung zu bringen und die Nationalflagge zu führen. Die Dampfer hißten infolgedessen die belgische Flagge und gingen in See. Die„Siege“ der Engländer. Rotterdam, 21. April. Die„Morning Post“ erhält aus Nordfrankreich die Schilderung eines angeblichen Waffenerfolges der. 1—— sei 3 wegen eines 7 igels, inzigen in Flandern. Die Eroberung des Hügels sei eine wichtige Stellung zur Umzingelung des deutschen rechten Flügels gewesen. Der Kampf war ebenso er⸗ bittert, wie bei Neuve Chapelle. Die englische Infanterie ging im Gelände ohne 3 vor. Beim Eingraben war sie einem heftigen Feuer Deutschen ausgesetzt. Die Deutschen hatten 800 Gefangene verloren und alles darauf hin, daß diese Verluste des Feindes schwerer waren, als bei Neuve Chapelle. Hierzu schreibt der„Berl. Lokalanzeiger“: Gegenüber dem Bericht der„Morning Post“ sei auf die Mitteilung der Obersten Heeresleitung verwiesen. Am Sonntag wurde bekanntgegeben, daß die Engländer südöstlich von Ypern in unsere Höhenstellung eingedrungen waren, aber im Gegenangriff zurückgeworfen wur⸗ den; nur um drei Sprengtrichter wurde noch gekämpft. Am Montag waren die Engländer bereits ganz aus diesem Teil der deutschen Stellung vertrieben und ein von ihnen längs der Bahn Ypern—Comines angesetzter Angriff brach unter schwersten Ver⸗ lusten zusammen. Daraus geht hervor, daß ein englischer 3 blickserfolg von dem Gewährsmann der„Morning Post“ aufgebauscht worden ist. Wenn er Neuve Chapelle zum Vergleich) beranzieht, denkt er vielleicht auch an die furchtbaren Verluste, die die Engländer dort erlitten haben.. 755 Amerika, China und Japan. 13 Genf, 21. April. Nach einer Privatmeldung aus Washington räumte China seit mehreren Jahren bei ver⸗ schiedenen Anlässen der Washingtoner Regierung Vorzugsrechte bezüglich gewisser Eisenbahnbauten sowie die Option für Grubenkonzessionen und ü 5 von Finanzanstalten mit Anleiheemissionsrechten ein. Von diesen geheimgehaltenen Abmachungen erhielt Japan 5 Kunde N stellte Ansprüche an die etkinger Regierung, und nötigte dadurch die Vereinigten Staaten zu unverhohlenem Mißvergnügen. Venizelos in Kairo. Wailand, 21. April. Der frühere griechische Minister⸗ präsident Benizelos ist in Alexandrien angekommen Er be⸗ gibt sich nach Kairo, wo er vom tan und dem O 1 Macmahon empfangen werden wird. 1 1 5 N 35 — Amtlicher Teil. 7 Betr.: Die Gewährung von Reichsunterstützungen, sowie Zw schüssen aus Kreismitteln.. An den Oberbürgermeister der Stadt Gießen und an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir sehen bis spätestens 25. ds. Mts. Ihrem Bericht entgegen, welche Beträge an Reichsunterstützung und an Kreis⸗ zuschüssen für den Monat April ds. Is. in Ihren Gemeinden aus⸗ bezahlt worden sind. a Gießen, den 19. April 1915. N Großherzogliches Kreisamt Gießen. f J. V.: Hechler. b ezialpackung: u Bruchsichere on Spezialvackuna: Feldpostschachteln für Eierversand sösort lieferbar. Muster gegen Einsendung von 30 Pfg. J. Weinert, Giessen, Massenfabrikation und Versand von Feldpostschachteln und Feldpostschreibwaren. 3507 8 Zwei Verkäufe Ainmenlaler Hader Ein Pferd zu kaufen gesucht. Angebote 817 leichter trüchtig, steht —— Veen bei Heinrich Lutz, Mineral wassersabrik, Storndorf. 8¹ verkauft Hild, Babnmeister, An den Bahnhöfen 3. 8881 Ein gebrauchtes Fahrrad zu verk. Roonstr. 32 f.[geen Alte Türen u. enster z. berk. Frankfurter Str. 29. 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Dortmund Will Schmitt und Familie, Siegen Rudolf Poschmann und Familie, Giesen. Georg Menke und Familie, Siegen Wilhelm Sasse und Familie, Sebaldsbrück bei Bremen Georg Beling und Familie, Siegen Gießen(Wetzlarer Weg 43), den 20. April 1915. Die Beerdigung findet Freitag, den 23. April, nachmittags 3 Uhr, auf dem alten Friedhof statt. Todes-Anzeige. Heute nacht entschlief sanft nach langem, herzensguter Gatte, unser lieber Bruder, im Alter von 70 Jahren. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 22. April, Im Namen der Mathilde Peter. Giessen Riegelpfad 1), den 20. April 1915. schwerem auf dem neuen Friedhof statt. und Kameraden Stunde vorber am Fried⸗ Der Vorstand. 6. Zimmer⸗Mohnung Lndwigitraße 27 Parterre oder 1. Stock zu vermieten. Näheres Parterre.* Kaiser⸗Allet 7.„ 88. 3. 28. zu vermieten. 5 2 8 LS Zimmer Vahnhofstr. 39 Zu⸗ 5. Zimmerwohnung m. behör per sogleich oder 1.3 zu vermieten. 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