* 5 Pranger — Frsccheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Sleßener Famillenblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Areis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ tragen“ erscheinen monatlich zweimal. n 165. Jahrgang Gießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Gberhessen JF C Dienstag, 2. April 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühleschen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schristleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: l, Schrist⸗ leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichtem Anzeiger Gießen. die Lenkballons des Dreiverbands. Unsere Gegner scheinen sich jetzt Mühe geben zu wollen, den deutschen Zeppelinkrieg durch gelegentliche Luftschiff⸗ besuche zu erwidern. Das nächtliche Erscheinen eines feind⸗ lichen Luftkreuzers über Straßburg i. E war zwar kein vielversprechender Ansang, er hatte nicht die mindeste mili—⸗ tärische Bedeutung, aber er sollte wohl dartun, daß auch die Alliierten über Luftschiffe verfügen. Wie steht es nun eigentlich damit? In die französischen Bestände hat man wenige Monate vor Kriegsausbruch interessante Ein⸗ blicke gewonnen durch die Enthüllungen des Senators Rey⸗ mond, der seinen Landsleuten folgendes vorhielt: Deutsch⸗ land besitze 14 Lenkballons, Frankreich sieben, die Pferde⸗ kräfte der deutschen Motoren betragen 600700, die der französischen kaum 300. Die Mitrailleusen tragenden„Zeppe⸗ line“ können ohne Bewegungsänderung Profektile in einem Gewicht von 700 Kilogramm abwerfen. Die französischen Lenkballons seien weder für Defensive noch für Offensive ausgestattet. Deutschland besitze 30 Lenkballonschuppen, Frankreich elf und lange nicht so zweckmäßig ausgestattet. Dazu möchten wir bemerken, daß Frankreich bei 9 des Krieges schon 24 Luftschiffhallen, teils fertig, teils im Bau besaß, aber von diesen sind heute etwa drei Viertel entweder zerstört oder wohlgeborgen in deutschem Besitz, da sich eben die meisten im Ost⸗Jortgürtel befanden. Aber hören wir noch Reymonds Senatsrede zu Ende:„Traurige Ver⸗ hältnisse herrschen bei der französischen Wasserstoffgas⸗Ver⸗ sorgung. Deutschland verfügt über elf große, dem Staate gehörige Gaserzeugungsanstalten, davon sechs an der fran⸗ zösischen Grenze befindlich. Der französische Staat hat nicht eine einzige ihm gehörende Gasanstalt, ist vielmehr völlig auf private Unterstützung angewiesen. Die deutschen Lenk⸗ ballone fliegen an siebzig von hundert Ta und legen da⸗ bei bis 1800 Kilometer Flugstrecke 1 Frankreich hat in seinen großen Manövern sehr unangenehme Erfahrungen mit den Lenkballonen gemacht. Nicht dreimal konnte ein Lenkballon aufsteigen, ohne einen Unfall zu haben. Der Krieg hat dieses schlechte Zeugnis nur bestätigt. Aber um dem Gegner streng gerecht zu bleiben: Frankreich hat während der 8 ¼ Kriegsmonate fieberhaft daran ge⸗ arbeitet, den deutschen Vorsprung im Luftschiffwesen wenig⸗ stens teilweise einzuholen. Die drei bedeutendsten französi⸗ schen Werke erhielten schleunige Aufträge. Hatte man früher in Frankreich nur Luftschiffe von 9000 bis 10000 Kubik⸗ meter dblich erte uch 8 e so sollten nun plötzli iegsluftschiffe von 2½fachem Inhalt, näm⸗ 5 15 1 n 5 5 1 Man ent⸗ nal iese Grö n deutschen Zeppelin⸗Luftschiffen, ohne aber zu bedenken, daß die nötigen— und Ersah⸗ rungen zum Bau so großer Lenkballone in Frankreich völlig fehlten, daß vor allem das starre System dort— abgesehen von dem Ballon Spieß, der wieder abmontiert wurde— überhaupt unbekannt war, Es sollten die neuen Luftschiffe Pralluftschiffe des unstarren oder halbstarren Systems wer⸗ den. Das stärkste Luftschiff wurde dem Ingenieur Jullot der Lebaudy⸗Werke zum Bau in Auftrag gegeben. Bei der Firma Clément⸗Bayard wurden zwei unstarre Luftschiffe von 23 000 Kubikmeter bestellt; sie sollen eine Mindestgeschwindigkeit von 75 Kilometer entwickeln, was nicht viel verlangt ist (die außerordentlich zahlreichen Seile und Taue, an denen die Gondel aufgehängt ist, rufen einen großen schädlichen Widerstand hervor). e der neuen deutschen Kon⸗ struktionen ist es, wenn durch den Ballonkörper ein Auf⸗ 1 zu einer oberen Plattform eingebaut wird, auf man Maschinengewehre oder vielleicht 3,7⸗Zentimeter⸗ Schnellseuerkanonen aufstellen will. Die dritte Quelle der seindlichen Kriegsluftschiffahrt ist die Astra-Torres⸗Gesell⸗ schaft. Ein Luftschiff dieser Konstruktion ist an die englische Heeresverwaltung geliefert worden; seine Gondel war das besuchteste Schaustück der geronautischen Ausstellung im De⸗ zember 1913 in Paris. Das für Frankreich im Bau befind⸗ liche Astra⸗Torres⸗Luftschiff müßte eigentlich zuerst von allen 1 auf dem Kriegsschauplatz erscheinen, weil die beste und am schnellsten herzustellende Luftschiffbauart sranzösischer Marke darstellt. Aber es ist heute so wenig sertig wie die anderen. Keines von den genannten in Auftrag gegebenen französischen Luftschiffen kann das⸗ jenige gewesen sein, das vorige Woche über Straßburg Bom⸗ ben warf. Was England anbelangt, so ist von dort noch weniger zu fürchten. Die englischen Luftschiffe sind seit 1914 der Marine zugewiesen. Es waren etwa sechs. Im Bau sollen neun sein. Von den alten sechs haben nach fachmännischer Beurteilung fünf keinen Gefechtswert mehr. Ein Parseval⸗ Luftschiff ist wohl das einzige augenblicklich brauchbare Fahrzeug Englands. So sieht es im Luftschiffwesen bei Deutschlands westlichen Feinden aus, von Rußland nicht zu reden, das mit angeblich dreizehn sertigen Luftschiffen in den Krieg zog und noch nicht eine bemerkenswerte Fahrt aus⸗ führen ließ. Mögen die Gegner also hie und da ein wenig demonstrieren und remonstrieren. Der Zeppelin beherrscht doch das Feld. v. d. Goltz und sein neues Amt. v. d. Goltz Oberbefehlshaber der türkischen 1. Armee. Konstantinopel, 19. April.(WTB. Nichtamtlich.) Freiherr von der Goltz Pascha wurde zum Ober⸗ befehlshaber der 1. Armee ernannt. Die gesamte türkische Presse nimmt mit der größten Befriedigung den durch Uebernahme des Kommandos der 1. Armee erfolgten Wiedereintritt von der Goltz Paschas in den aktiven Dienst der türkischen Armee auf. Unter Hinweis auf die seinerzeit geleisteten großen Dienste, sowie auf die bei jeder Gelegenheit bekundete Liebe von der Goltz Paschas zu der türkischen Armee und Nation sprechen die Blätter den Wunsch aus, daß durch diese Ernennung die beschlossene direkte Beteiligung am Kriege erfolgreich und siegreich das Werk von der Goltz Paschas krönen werde. Von einem ehemaligen Schüler des Generalfeld⸗ marschalls wird uns geschrieben: Oberbefehlshaber der 1. türkischen Armee! Mit welchen Gefühlen und Erinnerungen mag Freiherr v. d. Goltz diese Ernennung entgegengenommen haben, er, der einst zwölf kostbare Jahre in wenig dankbarer Arbeit, bald mit dem Mißtrauen der Sult, erale, bald mit dem damaligen Verwaltungsschlendrian, bald mit den ganz persönlichen Launen Abdul Hamids kämpfend, verbrachte, der 1895 zwar bereits als türkischer Marschall, aber iedigt, ver⸗ kannt und enttäus von Konstantinopel Königsberg zurückkehrte! Und heute! Heute hat der Generalfeldmarschall eine vollständig veränderte Lage vor sich. Er besitzt das vollste Vertrauen, ja die herzlichste Freundschaft des Bru⸗ ders und Nachfolgers Abdul Hamids, er verfügt über ein unerschütterliches Ansehen innerhalb der türkischen Armee, die dem 71jährigen kampfbegeistert zujubelt und von ihm erwartet, daß er sie zu Sieg und Ruhm führe. Der alte Marschall wird halten, was er seinen Türken schon als vierzigjähriger Generalmajor versprach, wenn sie nur seine weitblickenden und scharfsinnigen Ratschläge befolgen.„Was allein nottut, ist Einigkeit, Ruhe und der feste Entschluß zum Ausharren!“ v. d. Goltz ist derselbe geblieben, der er war. Die staunenswerte Elastizität seines nimmermüden Geistes, sein bis heute noch ausgezeichnet funktionierendes Gedächtnis und seine überzeugende Belehrungsgabe haben dem Feldmarschall jetzt im Kriege neue Schüler und neue deutschen Offiziere, die zurzeit am Bosporus Dienst tun, sondern auch die ganze militärische Intelligenz der Türkei. Sie wissen, v. d. Goltz schmeichelt ihnen 3 nicht. Er ist nicht der Schönredner und hohle wollten. Er hat seinen türkischen Jüngern stets im Guten und Bösen die Wahrheit gesagt. Als 1911 in einer Militär⸗ zeitschrift die Erinnerungen des Feldmarschalls an die im Jahre zuvor veranstalteten türkischen Manöver erschienen, sich keinen Täuschungen über die bei seinen Schülern er⸗ kischen Soldaten als kompakte Masse fest in der Hand zu besitzt und führt v. d. Goltz in der ersten türkischen Armee den nie und nimmer gelingen wird, durch die Dardanellen See; es könnte das Ende durch Gewaltakte gegen den körper des Ottomanischen Reiches herbeiführen! der türkischen gefühl des dauernden Ersolg. kischen Küstenstädte möchte Truppen und dem ottomanischen Volkes Eine Beschießung der europäisches, tragende Pfeiler der italienischen Ueberlegenheit, aufs Spiel gesetzt wird. Dann aber muß man sich fragen, was erreicht ihn auszufechten wünscht, weil sie dort ihre Stärke, die Landmacht, zu brauchen imstande ist.“ 1 2 Ist das nicht heute erst recht gültig? Gilt es nicht auch gegenüber dem törichten Ansturm der englisch⸗französischen Mausefalle, die ihnen da von einem Strategen wie v. d. Goltz gestellt wird. d Neue Angriffe auf die Dardanellen. dam gemeldet wird, zeigt die Flotte der Alliierten in den Darda⸗ nellen eine rege Tätigkeit, ebenso im Golf von Saros. Täglich dringen Schiffe in die Dardanellen ein, um die Türken zu hindern, an den Befestigungen zu arbeiten. 1 Von der englischen Uriegslitteratur. Ueber die Kriegsliteratur der Engländer erstattet Philipp Roth in einer Reihe im Buchhändler⸗Börsenblatte erschienener Abhandlungen einen interessanten und reichhaltigen Bericht. Sie beginnt mit den amtlichen Veröffentlichungen, der Zahl nach drei, die alsdann unter dem Titel„Großbritannien und die europäische Krisis“ auch gesammelt als sogenanntes„Penny Blue Book“ erschienen sind. Von dem ursprünglichen Weißbuche sind hintereinander drei verschiedene Drucke erschienen, die als bibliographische Kuriositäten dauernd ihren Wert behalten wer⸗ den. In der ersten Ausgabe war nämlich das Datum einer pesche Vivianis an den französischen Botschafter in London glatt⸗ weg auf den 31. Juli, einen Freitag, gefälscht worden, obgleich in der Depesche selbst von„Gestern, Freitag“ gesprochen wird! Dies wurde in dem zweiten Drucke richtiggestellt, aber dabei passierte das böse Versehen, daß man neben dem richtigen Datum die Be⸗ merkung„gestern, Freitag“ im Texte wieder stehen ließ und sich so zum zweitenmale Lügen strafte! Erst im dritten Drucke wurde auch dieser ärgerliche Fehler beseitigt; mit Recht erinnert Roth angesichts dieser naiven Schwindeleien der englischen Regierung an das ironische Wort Swifts:„So allgemein 1 55 das Lügen ausgeübt wird und so leicht es aussieht, so ist es doch erstaunlich, daß es noch so wenig zur Vollkommenheit gebracht worden ist, selbst von denen, die am berühmtesten in dieser Fähigkeit sind.“ An die amtlichen Veröffentlichungen schließen sich die Sa m m⸗ lungen von Ministerreden, und speziell die von Asquith und von Lloyd George, die herausgegeben worden sind, um die öffentliche Meinung Englands durch die bekannten Schlagworte gründlich zu bearbeiten. Hier tauchen denn alsbald Bernhardi, Treitschke und Nietzsche als Apostel des neuen Germanismus und seines Kriegsevangeliums auf. Diesen Männern ist ein recht erheblicher Teil der englischen Kriegsliteratur gewidmet. Bern⸗ hardis wie Nietzsches Schriften, die schon vor Kriege ins Eng⸗ lische übersetzt waren, sind in billigen Kriegsausgaben veröffentl worden; es wird erzählt, daß die Bernhardi⸗Bücher in Massen⸗ auflagen von 30 000 Exemplaren und mehr gedruckt worden sind. Treitschkes Persönlichkeit und Schriften, deren Uebertragung ins Englische sich Adam L. Gowans gewidmet hat, sind überhaupt erst seit dem Kriege und durch den Krieg in England bekannt geworden. Die übrigen englischen Agitationsschriften gruppieren sich in erster Linie um„The Kaiser“, der in den ihm gewidmeten Büchern und Broschüren bald als der„entlarvte Kaiser“, bald als der„wirk⸗ liche Kaiser“ und bald als der bekannte„War Lord“ erscheint, und natürlich fast durchweg ebenso gehässig und verlogen dargestellt wird, wie er gerade von englischer Seite vor dem Kriege mehr als einmal in unangenehmer Weise beschmeichelt worden ist. Die eigentliche Hetzlitteratur im engsten Sinne ist recht um⸗ fassend und zum Teil überaus gemein; den Vogel schießt wohl die schamlose bei Newnes erschienene Verleumdungsschrift„Deutsche Scheußlichkeiten“ ab, als deren Verfasser sich Le Queux an den 5 hat und die zum Teil mit Abbildungen nach ge⸗ fälschten Photographien illustriert ist. Die sogenannten intellektuellen Kreise Englands stehen, soweit die Literatur dies erkennen läßt, ganz überwiegend unter dem Banne der amtlich ausgegebenen Schlagworte. Die von Mitgliedern der Oxforder Geschichtsfakultät herausgegebene Schrift„Warum wir im Kriege sind“, versichert das Publikum zwar, die Verfasser hätten sich bemüht, den Gegenstand historisch zu behandeln, wimmelt aber in Wahrheit von Entstellungen histo⸗ rischer Tatsachen. Unter den Mitgliedern wissenschaftlicher Kreise, die gleichfalls im Sinne der amtlichen englischen Politik Schriften veröffentlicht haben, während noch J. Holland Rose aus Cam⸗ bridge, Ramsay Muir aus Manchester und John Kirkpatrick aus Edinburg zu nennen. Die Zahl der Literaten, die sich an der Kriegsliteratur beteiligt haben, ist gering; das bekannteste Er⸗ zeugnis dieser Gruppe ist das kleine Buch von H. G. Wells, das schon in seinem Titel„Der Krieg, der dem Krieg ein Ende machen wird“ den phantastischen Schriftsteller verrät. Aeußerst fruchtbar aber sind auch in England die Dichter gewesen; es sind bereits bis Ende Dezember an die 60 einzelne Bändchen mit Gedichten erschienen, allerdings einschließlich der zum Teil altes Material enthaltenden Anthologien. Unter den eng⸗ lischen Kriegsgedichten finden sich manche hübsche, wie z. B.„Wach auf, England“ von Poeta laureatus Robert Bridge, angemessen im Ton und stark in der Sprache, vielleicht das beste von allen. Durch rein menschliche Töne spricht ein Gedicht„In den Schützengräben“ von Maurice Hewlett an, worin ein Soldat im englischen Schützen⸗ graben bei nächtlichem Mondschein seine Heimat im Geiste sieht und daran denkt, daß drüben im deutschen Schützengraben ein an⸗ derer in demselben Augenblicke wohl Aehnliches empfinden möge. Sehr kennzeichnend für den Geist der englischen Unwahrhaftig⸗ keit ist die Tatsache, daß die Schriften, die über die Gerechtigkeit der englischen Politik und des Krieges eine andere Auffassung haben, als die Regierung und die Masse der Zeitungen, in den englischen Bibliographien einsach nicht mit aufgeführt werden! Die einzige Ausnahme bildet die auch bei uns bereits bekannt ge⸗ wordene Schrift von Shaw„Gesunder Menschenverstand über den Krieg“. Im übrigen rühren die Schriften dieser Gruppe meist von Sozialisten her; in den Veröffentlichungen von Brails⸗ ford. G. H. Norman, George Benson, E. D. Morel und Clifford Allen können die Engländer, wenn sie wollen, genug und mehr als genug von Wahrheit über sich und über Deutschland lesen. Zur Vervollständigung des Bildes sei endlich bemerkt, daß auch in England eine sehr umfangreiche Literatur entstanden ist, die dem Bedürfnisse der Menge über alle möglichen Dinge der Politik, des Heer⸗ und Marinewesens und dergleichen in den verschiedenen Ländern Bescheid zu wissen, Rechnung trägt. Auch Priegs⸗ kochbücher sind in England erschienen, allerhand Prophe⸗ zeiungen über den Gang und das Ende des Kriegs sind ver⸗ breitet und Kriegslieder, Märsche und Hymnen sind komponiert wo„obwohl das ja gerade nicht die Stärke der Engländer ist. 8 7 mann in Darmstadt 3 soeben in gediegener Ausstattung einen Sammelband hessischer Gedicht von Alfred Bock: Da steht mein Junge in blanker Wehr. Bei Gott, er macht mir den Abschied nicht schwer. „Sieh, Vater, nun folg ich dem Rufe der Pflicht, Glaub mir, ich bin voll Zuversicht. Es schürt mein Wille den heiligen Brand, O Stolzgefühl: Fürs Vaterland! 5 Ich spüre den Atem der glorreichen Zeit, Dies zu erleben ist Seligkeit. Und aufgehn ganz im Bruderbund, Daran wird all mein Wesen gesund. Ach, wieviel Treue ich schon erfuhr, Nie schlug so laut meine Lebensuhr Und mir enthüllt sich, daß du's weißt, Das Wunderwort vom deutschen Geist!“ „Komm Junge, daß ich die Hand dir drück, Ich neide dir dein großes Glück. Mich bannen die Jahre an Herd und Haus, Du ziehst in den heiligen Krieg hinaus. Du suchtest den Lorbeer in Wissensland, Nun zuckt das Schwert in deiner Hand, Und Kampf und Sieg und ewiger Ruhm Umglänzen dein junges Heldentum. Was in dir schattenhaft, wird klar, Die Stunde preis' ich immerdar. Und kehrst du heim und ist's getan, Dann grüß' ich dich als ganzen Mann! 5 2. 5 Alfred Bock. — Die erste Pariser Uraufführung im Krie Während dieser Winter in Berlin und überall an den deuts. Theatern eine Fülle von Uraufführungen gezeitigt hat, erschien den Parisern das Theaterleben erst vor wenigen Tagen so gekräftigt, daß sie es mit einer Premiere versuchen konnten. Ein Lustspiel des begabten Sacha Guitry„Die Eifersucht“, wurde in den Bouffes Parisiens aufgeführt, und das größte Erstaunen er⸗ regte es, daß das Stück nichts mit dem Kriege zu tun hatte. Während sich alle Welt mit nichts anderem als Heeren und Schlachten beschäftigt, während man beständig von der Regeneration des französischen Lebens, von der Beseitigung aller Frivolität und Unmoral durch den Krieg redet, brachte hier ein feiner und an⸗ mutiger Spötter die gleichen verführerisch lockenden Töne zu Gehör, die die Melodie des französischen Theaterlebens seit langem beherrschen. Und siehe da, die, die am lautesten die Abkehr von dem bisherigen Treiben gepredigt hatten, sie lauschten eifrig dem alten Rattenfänger und tanzten beglückt nach seiner Pfeife. Wie wir aus den Berichten der Paxiser Blätter entnehmen, war das alte Pariser Premierenpublikum ziemlich vollzählig versammelt: nur wenige fehlten, denn„die Generalprobenbesuche von Paris 12 . L. Bewunderer zugeführt. Um ihn scharen sich nicht nur die Optimist, zu dem ihn die hämischen Gegner stempeln da war deutlich zu lesen, daß dieser Lehrmeister der Strategie f zielten Ergebnisse hingab. Und geradezu prophetisch waren die Worte, mit denen er ermahnte, man müsse die tür⸗ halten suchen, nur dann könne man Erfolge erhoffen. Heute diese kompakte Masse, mit der er die Unantastbarteit Kon⸗ stantinopels und die Ehre der Türkei wahren wird. Bei seiner letzten Anwesenheit in Berlin hat er bereits nach bestem Wissen und Gewissen versichert, daß es den Fein⸗ zu brechen. Er kann heute ohne Zusatz und Aenderung wie⸗ derholen, was er den Italienern im Tripoliskriege ent⸗ gegenhielt:„Italien hat seine unbestrittene Uebermacht zu Das klingt sehr einfach, ist aber nicht so leicht durchgeführt. Lan⸗ dungen auf türkischem Boden haben bei der Tüchtigkeit erwachten Selbst⸗ keine Aussicht auf tür⸗ jedenfalls nichtmohammedanisches Eigentum zerstören. Die Erzwingung der Dardanellendurchfahrt, von der die Rede war, ist, von möglichen politischen Verwicklungen ganz abgesehen, ein Unternehmen, bei dem die italienische Flotte, also der wäre, wenn das große Wagestück gelänge. Daß eine Flotte vor der Hauptstadt, ohne eine Armee an Bord, welche diese zu erobern imstande ist, keine Entscheidung bringt, hat ad⸗ miral Duckworth 1807 erfahren müssen; es würde heute ge⸗ nau so ergehen... Die erfolgreiche Forcierung der Meerengen ist nicht denkbar ohne die Eroberung der beiden Darda nellenufer. Damit aber würde der Schauplatz des Kampfes auf einen Boden verlegt werden, auf dem die Türkei selbst lotte? Nichts wäre den Türken lieber, als eine ausgiebige andung der Gegner auf der Galipolihalbinsel, und nirgends können sich diese Gegner blutigere Köpfe holen als in der Berlin, 20. April. Wie dem„Berl. Tagebl.“ aus Amster⸗ 1 — Hessische Kriegsgedichte. Der Verlag v. H. ob. n f iegsgedichte heraus, der der Großher⸗ zogin von Hessen gewidmet ist. Wir finden darin das nachfolgende 155 Abschied, 2 * 5 2 N 2 8 pp weit, kürzlich Professor Ehrenberg von der Universität Münster in einem Charlottenburg und Ludwig Putz. Schließlich sind noch als Adolf Hering aus Berlin, Nabtecungen in jüngster Zeit bekannt gewordene junge Maler bedeutende 5 sich gegenseitig betrügt. Dans v. Hayek aus Dachau. Atheu, 19. April.(TB. ichtamtlich det, gestern hätten 63 Dampfer mit verbandes nehmungen gegen die Dardanellen erwartet. FTonstantinopel, 19. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die neuen türkischen Erfolge an den Dardanellen rufen eine lebhafte Freude hervor. Sie werden insbesondere als ein Beweis für die Bachsamkeit der Verteidiger und für die verdoppelte Verteidi⸗ gung t der Dardanellen aufgefaßt. Gestern herrschte an den Dardanellen Ruhe. Der Kommandant des französischen Panzer⸗ schiffes„Saint Louis“ richtete an den Hafenkapitän von Jaffa ein Schreiben, in welchem er ihn davon in Kenntnis setzte, daß Fahrzeuge anhalten müssen, sobald sie feindliche Kriegsschiffe in Sicht belommen, die nur Kriegskonterbande mit Beschlag belegen. Der„Agence Milli“ zufolge ist ein englischer Kreuzer in den Golf. von Geukabad gefahren. Er durchsuchte vier Barken und be⸗ schlagnahmte zwei Säcke Zwiebeln. Die Heldentat ruft hier Heiterkeit hervor.— Aus Erzerum wird ein Zusammen— stoß von Erkundigungspatrouillen an der Kau⸗ kasusfront gemeldet. 5 8 8 22 2 4 HFraf Spee über den Sieg bei Coronel. 3 Der„Nordd. Allgem. Ztg.“ entnehmen wir nachstehen— den vom 2. November 1914 datierten Brief des Komman⸗ danten unseres bei Coronel siegreichen Geschwaders: . 2. No vember 1914. *„Gestern war Allerheiligen und für uns ein Glückstag. Ich war mit dem Geschwader auf dem Wege, südlich längs der Küste zu fahren, als ich Wind davon bekam, daß ein englischer Kreuzer in Coronel, einem kleinen Kohlenhafen bei Concepeion, ein⸗ gelaufen sei. Da nach den allgemeinen internationalen Regeln ein Schiff einer Kriegspartei innerhalb von 24 Stunden wieder aus⸗ laufen muß, dachte ich es abzufangen. Ich hatte die Plätze so ver⸗ eilt, daß„Nürnberg“ vor den Hafen laufen sollte, um nach⸗ Fiusehen, ob der Kreuzer noch drinnen, während die anderen Schiffe außen herum gestellt werden sollten. Um Kohlen zu sparen, hatten die Schiffe nur für 11 Seemeilen Dampf, waren aber sonst klar; mn kurzer Zeit alle Kessel. Meine Schiffe waren also um 4 Uhr 25 Minuten etwa auseinandergezogen, nur„Gneisenau“ ganz in der Nähe, als mir gemeldet wurde, daß in West⸗Südwest etwa zwei Schiffe gesichtet wurden. Ich hielt darauf zu, befahl den anderen Kreuzern zu mir zu kommen, denn es war mir bald klar, daß es Gegner seien, und zwar der Panzerkreuzer„Monmouth“ und der kleine Kreuzer„Glasgow“. Bald kam hinter den gesichteten Schiffen der Hilfskreuzer„Otranto“ und nach einer Weile der Panzerkreuzer„Good Hope“ in Sicht. Der Gegner versuchte einige Manöver, durch die er meines Erachtens näher an die Küste gekommen wäre, und nach Luv, was mir sehr schädlich gewesen. Ich hatte eich„Scharnhorst“ und„Gneisenau“ befohlen, alle Kessel in zu nehmen, und in einer Viertelstunde lief ich mit 20 Seemeilen gegen schwere See und Dünung auf, kam glücklich „(Flaggschiff: Admiral Craddock),„Gneisenau“ gegen on mouth„Leipzig“ gegen„Glasgow“,„Dres⸗ Den gegen„Otranto“. Letzteres Schiff verließ nach einiger Zeit die Linie und ist entkommen, wie ich denke. Auf„Good Hope“ und„Monmouth brachen viele Brände aus, auf ersterem fand eine ungeheure Erxplosion statt, die sich gegen den dunklen Abendhimmel wie ein Brillantfeuerwerk darstellte, weißglühend mit grünen leuch⸗ tenden Sternen lohte es dabei über Schornsteinhöhe hinauf. Ich glaubte, das Schiff müßte dabei untergehen, doch schwamm es weiter und der Kampf ging ununterbrochen fort. Die Dunkelheit brach herein, die Entfernung hatte ich zuerst verringert bis auf 4500 eter, dann drehte ich so weit, daß sie langsam wieder zunahm. Es wurde weiter gefeuert nach dem nur durch die Brände erkenn⸗ baren Schiffe, und als die Geschützführer nicht mehr zielen konnten, abgebrochen. Das Schießen des Gegners hatte aufgehört. Ich be⸗ fahl den kleinen Kreuzern, die Verfolgung aufzunehmen, da der Gegner aber, wie es schien, nun die Brände gelöscht hatte, war nichts zu sehen, und das Herumfahren um die gegnerische Linie, um sie in günstige Beleuchtung zu bekommen, führte nicht mehr zum Zusammentreffen. Der Artilleriekampf hatte 32 Minuten gedauert. Um etwa 8 Uhr 40 Minuten auf Nordwestkurse beobachtete ich voraus auf sehr große Entfernung, geschäßzt etwa zehn Seemeilen, Artilleriefeuer. Ich hielt darauf zu, „Tie Eifersucht“ ist so etwas wie eine Parodie au Maeterlincks „Monna Vanna“. Monna Vannas Gatte glaubt, daß sie lügt, solange sie die Wahrheit sagt, und als sie zu lügen beginnt, glaubt er ihr. Der Eifersüchtige in Guitrys Stück beschuldigt bruch, und ist dann von der Unschuld der Schuldigen überzeugt. Die Moral des Lustspiels 2 1— Die deutschen„Kriegsmaler“. Ueber deutsche Maler, die auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen zur malerischen Festhaltung und Verewigung der großen Ereignisse zugelassen worden sind, sind bereits verschiedentliche Mitteilungen bekannt geworden. Eine vollständige Liste dieser„Kriegsmaler“ hat nun Vortrage über den Krieg und die Kunst zufammengestellt. Danach sind auf dem westlichen Kriegsschauplatze zugelassen die Maler: Max Bendorf aus Leipzig, Prosessor Hugo L. Braune, Heims, Prosessor Arthur Kampf, Adolf Obst, Profeffor Schöbel, Max Slevogt, Professor Ungewitter und Ernst Zimmer— mtlich aus Berlin, sowie noch Ernst Volbehr aus Mllnchen und Prosessor f aus De Auf dem östlichen Kriegsschauplatze befinden sich die Professoren Ludwig Dettmann und Otto Heichert aus Königsberg, Karl Becker, Max Fabian, Max Rabes aus freie München, der Münchener Maler Spiegel und arl, Ziegler aus Posen. Der durch seine Gemälde und Maler“ zugelassen worden Professor Fritz Erler aus Professor Hans Meib i, der kartographischen Abteilung des Großen General- babes zug wiesen worden. Vielleicht wird mancher Name dieser Liste bei Kundigen einiges„Schütteln des Kopfes“ vorrufen, aber man kann boch mit Genugtuung feststellen, daß sich unter den als„ riegemaler“ zugelassenen Künstlern auch mehrere wahrhaft Talente befinden. „Hestia! mel⸗ ö e des Drei⸗ Alexandria verlassen. Es neue Unter⸗ um zu helfen, falls nötig Es war die„Nürnberg“, die vorher nicht mehr den Anschluß hatte finden können, nun auf die fliehende „Monmonth“ en war, die, wie sie meldete, mit starker Schlagseite nach Steuerbord vorgefunden wurde.„Nürnberg“ ging dicht heran und gab ihr den Rest durch Geschützseuer.„Monmouth“ kenterte und ging unter Leider verbot die schwere See die Rettungsarbeit neben dem Umstand, daß„Nürnberg“ glaubte, „Good Hope“ in der Nähe zu sehen, was wohl eine Täuschung war. Sie wird die großen Kreuzer auf große Entfernung im Mondlicht dafür angesehen haben. Ich weiß nicht, was aus„Good Hope“ geworden ist; Leutnant G., der Zeit zu Beobachtungen hatte, meinte, er habe erkannt, daß auch sie starke Schlagseite bekommen habe, und wenn ich mir das Bild in Erinnerung rufe, halte ich es wohl für möglich, glaubte aber, es sei eine Folge der Schiffs⸗ bewegungen in der schweren See. Es ist möglich, daß auch sie unter⸗ gegangen ist, kampfunfähig war sie wohl.„Glasgow“ war kaum zu sehen, sie soll auch einige Treffer bekommen haben, ist meines Erachtens aber entkommen. So haben wir auf der ganzen Seite esiegt und ich danke Gott dafür. Wir sind in geradezu wunderbarer Weise geschützt worden, wir haben keinen Ver hust zu beklagen. Einige leichte Verwundungen kamen auf„Gneisenau“ vor. Die kleinen Kreuzer wurden überhaupt nicht getroffen. Die Treffer, die „Scharnhorst“ und„Gneisenau“ erhielten, haben so gut wie keinen Schaden angerichtet. Eine 15-Zentimeter⸗Granate fand sich in einem Hellgatt der„Scharnhorst“ vor, sie hatte die Bordwand durch⸗ schlagen, dann allerlei Unfug und Zerstörung unten verursacht, war glücklicherweise nicht krepiert und lag nun als Gruß da. Ein Schornstein war getroffen, aber nicht so, daß er seinem Zwecke nicht mehr dienen konnte. Aehnliche Kleinigkeiten sind auf„Gneisenau“. Ich weiß nicht, welche vielleicht unglücklichen Umstände beim Gegner vorgelegen haben, die ihm jeden Erfolg genommen haben. Die Begeisterung unserer braven Leute ist ungeheuer, ihre Siegeszuversicht konnte ich oft beobachten. Besonders ge⸗ freut hat es mich, daß auch„Nürnberg“, die ohne Schuld von der Schlacht sern geblieben, doch noch schließlich zum Erfolg beitragen konnte. Wenn„Good Hope“ entkommen ist, muß sie meines Erachtens wegen ihrer Beschädigungen einen chilenischen Hafen anlaufen; um das festzustellen, will ich morgen mit„Gneise⸗ nau“ und„Nürnberg“ Valparaiso anlaufen und sehen, ob„Good Hope“ nicht von den Chilenen abgerüstet werden kann. Damit bin ich zwei starke Gegner los.„Good Hope“ ist ja größer als„Scharn⸗ horst“, hat aber nicht so gute Artillerie. Sie hat zwar schwere Ge⸗ schütze, aber nur zwei davon.„Monmouth“ ist dagegen der „Scharnhorst“ unterlegen, da sie nur 15 Zentimeter hatte. Die Engländer haben noch ein Schiff wie„Monmouth“ hier, außerdem, wie es scheint, ein Linsenschiff der„Gueens“⸗Klasse mit 30,5 Zentimeter. Gegen letzteres können wir kaum was ausrich⸗ ten; hätten sie ihre Streitkräfte zusammengehalten, so würden wir wohl den kürzeren gezogen haben. Du kanust Dir kaum voyrstellen, welche Freude überall bei uns herrscht; so haben wir doch wenig⸗ stens etwas zum Ruhm unserer Waffen beitragen können, wenn es auch für das Ganze und bei der ungeheueren Zahl der englischen Schiffe wenig bedeuten mag.“ ... Im felde erwarten unsere Angehörigen den regelmäßigen eingang des heimat⸗ 0 blattes. um eine Unterbrechung in der 1 Zustellung zu vermeiden, wolle man len feldpost⸗ Bezug es glegener Anzeigers sur monat mai schon jetzt erneuern Alle Fostamter nehmen die Bestcllung entgegen. der monatliche Bezug be⸗ trägt Mk. 1.07 einschließuch der um⸗ schlag/ ebuhr. Außerdem vermittelt die Bestellungen wie bisher auch die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers Aus Stadt und Cand. Gießen, 20. April 1915. Unterrichtskurse für Verwundete. Schon vor längerer Zeit hatten Herr Geheimer t Haupt und— Landgerichtsrat Wiener e gefaßt, in Gießen einen Unterricht für die Ver⸗ wundeten der hiesigen Lazarette einzuführen, wie olcher bereits in verschiedenen Städten stattfindet. Zweck selchen Unterrichts ist es, den Verwundeten Gelegenheit zu bieten, ihre freie Zeit für ihren Beruf nutzbringend zu verwenden, sowohl wenn sie ihren bisherigen Beruf beibehalten, als auch wenn sie infolge ihrer Verwundung enötigt sind, sich einen neuen wählen. Da rr Geheimrat Haupt neben seiner Berufsarbeit durch seine Mit⸗ arbeit an der Kriegswirtschastlichen Beratung stark in Anspruch genommen war, so nahm der Rektor der Landes⸗ Universität Herr Geheimrat Sommer die Angelegenheit in die Hand und unterbreitete dem Generalkommando genannten Plan. Dieses erklärte den beabsichtigten Unter⸗ richt, der im Einvernehmen mit dem Herrn Generalmajor v. Peters dorff und dem Reservelazarettdirektor Herrn Oberstabsarzt Dr. Siegert zu erfo habe, für dur aus erwünscht. Die Organisation des nterrichts übernahm Herr Professor Henneberg. Als freiwillige Lehrer stell⸗ ten sich 975 Verfügung: fel. Nölting, ese er— reichsdeuts heren Mä schule in Riga, für Fran⸗ zösisch(zweistündig für Unvor bereitete) und Deutsch(öweistündig), Frl. Sulze für Ma⸗ schinenschreiben bibeung oder öfter), Herr Reallehrer Appel für— zweistündig), Herr Lehrer Emil 44 K bisher ter einer deut Auslandschule in ondon, für Stenographie e Bureau⸗ beamter Pirchner Soziale Gesetzgebung(dreistündig), Herr pilfsbibliothekar Dr. Schneider für e (weistündig). Von den genannten Fächern soll sich der Ein⸗ zelne unserer braven Verwundeten eins oder mehrere aus⸗ wählen. Soweit es möglich ist, wird der Unterricht so ein⸗ gerichtet, daß innerhalb 4—6 Wochen ein gewisser Ueberblick über ein bestimmtes Gebiet gegeben wird, damit auch der⸗ ch. sichtigt und der heimischen eitete und ebenso für Vor⸗ schen W. 2 Unterricht über Buchführung den Teilnehmern ungefähr das zu bieten, was er in den Meisterkursen an der 2 Gewerbeschule lehrt. Herr Dr. Schneider beabsichtigt an der Hand einer Karte einen Ueberblick über die Geschichte Euro⸗ pas in den letzten 50 Jahren, also die Vorgeschichte des großen Krieges, zu schildern. Herr Kirchner wird mit seinen Zuhörern über das Invalidengesetz, die Angestelltenver⸗ sicherung u. a. sprechen. 1 Zu einer auf Freitag, den 16. April, stgesetzten Be⸗ sprechung im Anatomischen Institut hatten sich über 80 Verwundete eingefunden. Für die einzelnen Fächer mel⸗ deten sich jedesmal 10 bis 30 Teilnehmer. Als Lokal für die Unterrichtsstunden, die auf die Zeit von 2—6 Uhr nach⸗ mittags belegt wurden, ist in entgegenkommender Weise das Soldatenheim(Café Ebel) zur Verfügung gestellt worden. Nur die Vorlesung über Geschichte findet im Hör⸗ saal des Anatomischen Instituts statt. Der Beginn wurde auf Montag, den 19. April, festgesetzt. Die Teilnahme am Unter⸗ richt ist selbstverständlich unentgeltlich. b 100 sollen die nötigen Lehrmittel den Teilnehmern, sobald ihnen die Beschaffung derselben Schwierigkeiten macht, gestellt werden. 95 diesem Zweck sind vom Roten Kreuz, vater Seite aus dem Fonds des Soldatenheims und von Beiträge zugesagt träge sind erwünscht. Ebenso bittet die Leitung um leih⸗ weise Ueberlassung von Schreibmaschinen zur Uebung unter Aufsicht des Lehrers, sowie darum, daß sich noch weitere Lehrkräfte zur Verfügung stellen, da damit gerechnet werden muß, daß einer oder der andere der Lehrer durch den Mili⸗ tärbienst in Auspruch genommen wird.— Meldungen sind zu richten an Herrn Prosessor Henneberg im Anatomi⸗ schen Institut.„ Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.). Ersatzreservist dam Gimbel, Ins.-Rgt. 116, aus Darmstadt. —. Musk. Wilh. Keil, Inf.-Rat. 173, aus Darmstadt.— Ers.-Res. Isidor Sternfels, Res.-Ins.⸗Rgt. 83, aus Erselden.— Kriegs- kreiwilliger stud. jur. Ludw. Grünig, Res.-Inf.-Agt. 254, aus Darmstadt.— Landwehrm. Ernst Bieber, 41. Landwehr⸗ rig., aus Hirzenhain(Dillkreis).— Füs. Lehrer Ludwig Cunz aus Sinn.— Offizier ⸗Stellv. Johannes Drechßler, Res.-Inf.⸗ Agt. 221, aus Pfeddersheim.— Gesr. Hans Müller, In. RNgt. 168, aus Offenbach a. M.— Gesr. Konrad Neeb, Landw. Agt. 116, aus Udenhausen. — Musk. Schulamtsaspirant Konrad Decher, Juf.⸗Rgt. 117, aus Ober⸗-Gleen.— Gefreiter Heinr. Friedrich Kröll, Ersatz⸗Bat. 42, aus Bönstadt.— Musketier Ludwig Lenz, Inf.-Agt. 82, aus Waldgirmes.— Gesr. 67 Schweitzer, I. Garde-Jus.-Rgt., aus Greisenstein.— Musk. Ludw. Weber, Res.-Ins.-Agt. 224, aus Dutenhofen.— Reservist Albert Schoen, Ins.-Agt. 80, aus Fürsurt.— Landwehrmann Johannes Blaufuß, Inf.-Agt. 99, aus Marburg.— Unteroff. Wilhelin Schwarz, Res.-Inf.⸗Rg t. 168, aus Muschenheim.— Hauptmann Albert Pyhrr, Erf.⸗Bat. 49, aus Ossenbach.— Gardist Wilb. Christ. Engel, Inf.-Agt. 115, aus Offenbach a. M. — Vizeseldwebel Günther Knopp, Fuß-Art.⸗Rgt. 11, aus Wetzlar. . Ritter des Eisernen Kreuzes: Präsident der Zivilverwaltung der Provinz Namur in ien Dr. Kranzbühler früher Kreisrat in Erbach. Jäger Aug. Geilfuß aus Salzschlirf, 11. Jäger⸗Bat. Oberapotheker Lerch aus Darmstadt, Res.-Feldlazarett 67 der 25. 4 Div. Sergeant Euler aus Obertshausen, früher 10. Komp. Ng. 3 ihr— boite 40 der uf N Div. Uffz. d. R. er 0 ienstbach aus Usingen. Dr. Wilheim Doerbecker aus Marburg. Richard Nowara aus Darmstadt. Gefr. D'Amour aus Hermannstein, Inf.-Regt. 167. Karl Adam aus Garben⸗ heim, Fußart.⸗Regt. 3. i N Praktische Richtlinien für den Landwirt im Kriege bietet eine treffliche Flugschrift des Domän ters K. Schneider, Hof Kleeberg(Westerwald). Diese Flu ft. in der der Bauer zum Bauern aus der Praxis heraus redet, muß ihren Weg in jedes Bauernhaus finden. Sie begnügt sich nicht mit Klagen über die Schwierigkeiten, die der Krieg der Landwirt⸗ schaft gebracht hat, auch nicht mit theoretischen Ausführungen über die Hilfe, die Reich, Staat, Gemeinde oder Militärverwalkung der Landwirtschaft zu leisten haben. Sie zeigt vielmehr praktisch den Weg der Selbsthilfe, alle der Landwirtschaft zu Gebote stehen⸗ den Möglichkeiten auszunutzen, um trotz der schwierigen Lage den Plan unserer Feinde, uns auszuhungern, doch zunichte zu machen. Wie muß in diesem Jahre der Boden bearbeitet, besät und ge⸗ düngt werden, um einen höheren Ertrag als sonst aus dem zu gewinnen? Wieviel und welche natürliche und künstliche Dünger⸗ mittel müssen den verschiedenen Arten der Getreide⸗ und Hack⸗ früchte gegeben werden? Welchen Ersatz haben wir für den seit⸗ her aus dem Ausland bezogenen Kunstdünger? Dann die andere wichtige Frage: Wie bringen wir unser Zuchtmaterial an Rind⸗ vieh und Schweinen durch den Mangel an Hafer und Kunstfutter hindurch? Wie ist Rohmelasse und Futterzucker, Fischfutter⸗ und Fleischmehl zu beziehen und mit welchem Quantum zu 5 ttern?⸗ Auf diese und andere Fragen gibt die Flugschrift, die mit einer Mahnung zur Einigkeit und gegenseitigen Hilfe und mit der Betonung der Notwendigkeit der Volksbildungsarbeit auf den Worsern schließt, in knappen Sätzen mit Angabe von Kösten und Rentabilität Antwort. Eine allseitige Verbreitung diefer „Praktischen Richtlinien für den Landwirt im Kriege“, die von der Geschäftsstelle des Rhein⸗Mainischen Verbandes für Volksbildung, Frankfurt a. M., I 8 sprecher Hansa 5303, zu dem billigen Preise von 5 Pfg., 80 Stück 2,25, Mk., 100 Stück 4 Mk., 500 Stück 17.50 Mk. 1000 Stück 30 Mk. zu beziehen sind, ist im Interesse der Landwirtschaft und des Vaterlandes gelegen. 8 525 ** Ein hessisches Kriegskochbuch, zusammen⸗ gestellt von Henriette Fürth, ist dieser Tage erschienen. Das Schriftchen, das die Kommission für Volksernährung des Frankfurter ärztlichen Vereins mit einer Einleitung und die Städtische Zentrale für Volksernährung in Darmstadt mit einem Anhang versieht, bringt, wie der Name sagt, Re⸗ gepte für die durch den Krieg veränderte Lebenshaltung, unterscheidet sich aber merklich von 17 577 Erscheinungen dadurch, daß es die Landeseige e berück⸗ ochweise Rechnung trägt. Manche Vorschläge und Anregungen dienen ferner dazu, den oft gehörten Vorwurf, die neue Ernährungsform sei nur für die al Were zu gebrauchen, zu entkräften. Dem verdienstlichen Werkchen muß man weiteste Verbreitung wün⸗ e. Landkreis Gießen. Burkhardsselden, 19. April. Sanitätsunteroffizier vel Gans von hier erhielt das Hessische Sanitäts- kreuz am Bande der Tapserkeitsmedallle. Gans steht beim Ref.- geld⸗Lagarelt 67 der 25. Res.-Division im Felde. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach a. M., 19. April. Großfeuer. In der Nacht zum Montag brach gegen 3 Uhr in der Schuhfabrik von Heroux, Domstraße 75, Großseuer aus. Die Fabrik⸗ und Lagerräume wurden fast e der Schaden— weit über 100 000 Mark— ist durch Versicherung gedeckt. 100 Arbester wurden beschäftigungslos, da der gegenwärtig sehr lebhafte Be⸗ jenige, der nur kürzere Zeit an dem Unterricht teilnehmen —— kann, Nutzen davon hat. So gedenkt Herr Appel in dem trieb eingestellt werden mußte. stistung. worden. Weitere Bei⸗ Selig, Res.⸗Ins.⸗Agt. 254, aus Billertshausen.— Unteroffizier 5 Man vermutet böswillige Brand:. e GGW 5 Dermischres. 2 St. 00 Pig: Gänseeier 1 St. 0-0 Pig, 2 St. 00 Pig. Kase] Vollsleischige Schweine unter 80 kg » Der Tunnel der Gefangenen. Von dem kühnen das Stück 7—8 Pig, Käsematte 2 Stück 6—0 Pfg.“ Tauben das Lebendgewichee 95.00 100 115.00— 120.00 ersuch, den einige gesangene deutsche Offiziere aus dem Lager Paar 1/)0—1,40 Mk., Hühner das Stück 1,00—2,50 Mt. Hahnen Vollfleischige Schweine von 100 bis 5 l bilberds bei Maidenhead gemacht haben, werden in der das Stück 1,00 2,50 Mk., Enten das Stück 2,50—3,00 Mt., 120 kg Lebend gewicht... 100.00—105 120.0012 5.00 Times“ nähere Einzelheiten mitgeteilt. Vor einiger Zeit zeigten Welsche 4—5 Mk. Ochsenfleisch das Pund Mk. 1,04 1,08, Rind- je. Frankfurt a. M., 19. April.(Orig.⸗Telegr. des„Gieß. der Gefangenen eine große Vorliebe für Gartenarbeiten, und seisch das Piund 94.06 Pfg., Kuhfleisch 86.—90 bfg, Schweine] Aud) nom ask. Geschäft am Fruchtmarkt sehr ruhig. es wurde ihnen erlaubt, hinter ihrer Behausung auf einem freien fleisch das Pd. 110116 120 big, Kalbfleisch d. ld. 9206 Pfg.] Juttermittel kap und sest. Mais 61-64 Mi., Gerste 55 60 Ut, 7 7 u graben und zu pflanzen. Große Blumenbeete legten. N*. Kartosseln 100 Kilo] Kleie 34—— Alles für 100 kg. uch bald Zeugnis von ihrem Fleiß ab. Dem wa 5 213,50 At. Weißkraut d. St. 20—30 Pig.: Zwiebeln der gte. le. Frankfurt a. M., 19. April.(Orig.⸗Telegr. des Gieß. Gier kam aber die Sache nicht geheuer vor, und„ 5 1. 25,0 0,00 hte Nich dae aten 24 Pig. Ava dar Pfund] Anz) Kartoffelmartt. Kartosseln im Großhandel Mk. 13,75 bis ute 750 einigen Arbeitern unter dem Vorwand, daß sie 1 Uör. ig.: Nüisse 100 Stück 60 Pig.— Marktzeit von 7 bis 1,00 Mk, um Kleinhandel Mk. 15,00— 16,00. Alles per 100 g. Drainageröhren legen sollten, die Anlagen der Deutschen unter- 5 10. Wiesbaden. Viehbof- Marktbericht vom 19. April, e 1517 1 daß 9—. den Beeten ein] se. Frontfurt a. M. Viehhofmarktbericht vom 19. April.*—*+ Schlen 41, en 96, Kae und Bürsen Ah 2 and, das in die Erde ging, und entdeckten, daß die ieb: 920(Ochsen 240 33. 1 An u. mum] Kälber 481, Schase 9, Schweine 977. ba Gefangenen einen Erdgang angelegt hatten, 912 Meter n. 1 66, Kühe und Färsen 1610, Marktverlaus: Vei ruhigem Geschästsverlauf überall geräumt. lang, 2 Fuß hoch und 2 Fuß breit. Der Tunnel war sehr geschickt 5 5 N 3 Preise für 100 Pfd. mit Holz verkleidet und innen waren Strohpolster angebracht, um] Sch dennen Kinder rege, nahezu geräumt; Käcber, Schale und Lebend- Schlacht ⸗ Armen und Knien bei der Arbeit eine weichere Unterlage zu Nen. 8 ee Ochsen. gewicht. Eine gewöhnliche Feuerschausel scheint dazu verwendet worden zu Lebend- Schlacht- Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht: Mk. Mt. sein, um diese beträchtlichen Erdmassen auszugraben, die dann zu 115 Oc en., gewicht wertes im Alter von 4—7 Jahren. 58—64 96112 unendesten des der Erde verwende porden waren, die Dollileischige, aug mäsiele; höchsten Schlacht: Ml. Mt. Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere Deutschen hatten auch in dem steinernen Unterbau der großen Westen 47 Jahre al ee ee. 300 100 ö e mästete 8. q.. 52—56 89—95 Ziegelmauer, die das Lager umgab, ein Loch gemacht, und sie nes ma enen ee esel R Bullen, wären wahrscheinlich bald in Freiheit gewesen, wenn man die 3 Bullen. 1 Vollfleischige, ausgew. höchsten Schlachtw. 52—54 92—100 Sache nicht noch kurz vorher entdeckt hätte. Man nimmt au, daß Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. 55—590 94—98 1 Färsen. Kühe. diese ganze Arbeit von den gefangenen deutschen Offizieren während Vollfleischige, jüngere 48—52 85—90[Vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten der r wurde. Es sind mehr als 100 deutsche Oft gärsen, Kühe 4 1 1 54-53 95—104 ziere in erds, denen etwa 40 deutsche Soldaten als Bur 1670 7 ce 1 Vollfleischige ausgemästete Kühe bhöchsten beigegeben sind. Eine andere Fluchtaffäre zweier deuischer Ollie Vollseischige 9 Ade delle Schach s, eic ee e dahre„„ die viel von sich reden machte, harrt noch immer der Aufklärung. wertes bis zu 7 Jahren 72. 51—56 95—100 Aelten area ads un wen In Zwei deutsche Offiziere flohen aus dem Lager von Tyffryn Aled:] Wenig gut entwickelte 60 88—96 entwickelte jüngere Kühe.. 35—40 76—80 75 1 n ae e 10 Stunden, bevor man ihr Aeltere ausgemästete Kühe 3 8 4450 8298 Feinste Masttälbe 9 68-70 113117 U.„und a ie Verfolgung durch Polizei und Sol-] Mäßig genährte Kühe und Färsen. 37—43 4 1 7 5 0 1. 5 + daten aufgenommen wurde, sand man keine Spur von ihnen. Gering end hene Kühe 00 dagen 1 15 e 2733 1 Mittlere Masi⸗ und beste Saugkälber 3 66—68 110-113 4 e 4 an, daß sie sich aus dem Denbigh-Gebiete, in dem aa Geringere Mast- und gute Saugkälber.. 54—62 90-103 sicch das Gefangenenlager befand, nach der Küst e 5 1 2. Sch weine. Vielleicht hatten sie delfershelser, die mit— 1 185 Mittlere Mast⸗ und beste Saugkälber* 6064 100-107 Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg warteten und sie rasch sortbrachten. Jedensalls hat man sie trol 8 und gute Saugkälber.... 50-6 21-100] Lebendgewict.. 3 f deen 30g 188—118 gienauesten Nachsorschungen bisher nirgends entdecken können. 3 Geringe 8. 1. 50-55 85—93Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgew. 82-86 105 110 Sch ase.————— 5 0— Stallmastschafe: . Märkte. Mastlämmer und jüngere Masthammel. 52—00 112-00 Was Ihr am Brote 0 rt an r. Auf dem heutigen Schwein e. 1s Ih part, 0 ostete: er das Piund 1,25—1,35 Mk. Hühner- Vollfleischige Schweine von 80 bis IJ 2 rn 2 2 0 5 0 0 0 1 eler 1 Stück 10—11 Pa., 2 Stück 00 Pia. Enteneier 1 St. 0 ig.] 100 kg Lebendgewicht.... 100.00 105 120.00—125.00 gebt Ihr dem Vaterland. 1 8 „ Erzeugnis! 9 Zweckentsprechende Feldpostpackungen in großer Auswahl in den einschlägigen Geschäften vorrätig. 8 88 G Aakao⸗pulver in 125, 250, 500 Bestes Nähr⸗ und Kräftigungsmittel für unsere Truppen im Felde. Schokolade en und Plättchen Gramm⸗ Paketen 1 Schiffenberg. Weg 49%, modern Für einen Oberrealschüler N 4-J⸗Jimmerwohnung Snae Ft ir meren z r— e Füchtig. Lokomolivsührer s ee b Be. eimstättenbau G. m. b. H. in guter bürgerl. Familie ges a 1. und 7 3. f 1 icnti 5 Schriftl. A 3507 Alicestrahe 1 f. ee Steinstraße. feige Lcndreher sowie 50 tüchtige Erdarbeiter 5 del Hebe deer n ger aer Hehe 51 Wohnung v. 2-3 Zimmern 5% werden gegen hohen Lohn sofort gesucht. Zu melden bei Schüler und. 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