„ weites Blatt Erscheint faglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Stetyener Famillen blätter/ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sießen“ zweimal wöchentlich. Die„Candwirtschaftlichen zeit ⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. R Jahrgang e Gießener Anzeiger ff.... ff Samstag, 17. April 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckeres. R. Lange, Gießen. Schristleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: S951, Schrist⸗ leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen. Konstantinopeler Brief. Aus der deutschen Kolonie.— Stimmung in der Stadt. Von unserm ständigen Berichterstatter. 0 Konstantinopel, Ostern 1915. Wem nicht zu raten ist, dem ist auch nicht zu helfen! Da warnen uns unsere guten Freunde nun schon seit Weih⸗ nachten und prophezeien uns immer aufs Neue:„In drei Tagen sind die Engländer hier!“ Aber diese verstockten Deutschen hier lassen sich nichts sagen. Diese Beharrlichkeit, mit der sie in Konstantinopel aushalten, grenzt eigentlich schon an Bosheit, denn immer wieder strafen sie die Zeitungsmeldungen in den„befreun⸗ deten“ Staaten der Umgegend Lügen, wenn diese melden, daß die Deutschen Konstantinopels schon auf der wilden Flucht seien. l 1 5 eine Verstocktheit zeigt sich unter uns Deutschen hier: Selbst heute, am Vorabend des großen, schrecklichen Er⸗ eignisses bereiten unsere Hausfrauen ihr Heim österlich, anstatt die Koffer zu packen und mit dem Konventlonszuge, der ja noch täglich nach Europa fährt,— mit dem Unterschiede nur, daß er jetzt über Rumänien anstatt über Serbien geht,— eiligst davonzudampfen. Am Osterfest, das diesmal für uns westeuro⸗ päische Christen und die Orthodoxen zusammenfällt, wenn sich die Menschen mit dem Ruf:„Christ ist erstanden!“ begrüßen, dann wollten doch die Russen ihrem Väterchen Konstantinopel als seine Stadt zu Füßen legen! Und die Griechen hatten doch auch so einen leisen schönen Traum: Sie wollten ihre Ostereier dieses Jahr in der Agia Sofia essen. Eigentlich hatten sie ja schon ihre Weih⸗ nachtsmesse dort feiern wollen, aber sie verschoben die Sache noch. Die Verständigen unter ihnen hegen natürlich nicht solche Ge⸗ danken, aber die große Masse wird ja von ihrer Presse zu einer blöden politischen ützerei erzogen, die nicht leicht ihresgleichen hat auf der Welt. Durch die ewigen Meldungen und Gerüchte von Schiffsuntergängen und dergleichen kommt es doch so weit, daß die Menschen ihren Augen nicht mehr glauben wollen, wenn die verwirrt. AJgn einer Millionenstadt, in der das bunteste Völkergewimmel sich mischt, kann es gewiß nicht ausbleiben, daß auch Furchtsame vorhunden sind, die nach dem Rezept: Besser ist besser! verfahren und die Stadt verlassen, aber ich denke mir, daß es solche Leute auch wohl in den Grenzstädten anderer im Kriege befindlicher Staaten gegeben hat und noch gibt. Doch darum von einer Flucht zu sprechen, ist unsinnig. Und ganz besonders die Deutschen fliehen nicht; im Gegenteil: Wir haben in dieser Zeit eine Regsamkeit in der deutschen Kolonie erlebt, wie wir sie lange gewünscht hatten. Gleich den ernsten Vorträgen in ernster Zeit, wie sie im Vater⸗ land in vielen Städten zur Vertiefung des Erlebens veranstaltet worden sind, haben wir„Deut sche Kriegsabende“ wöchent⸗ lich, von der deutschen Botschafterin veranstaltet und von der deut⸗ schen Kolonie stark besucht. U. a. sprach an einem dieser Abende der Generalfeldmarschall von der Goltz Pa sch über seine persönlichen Erlebnisse im großen Kriege und über seine Gouverneurzeit in Belgien. Er sprach dabei auch von den Darda⸗ nellen, an denen unsere tapferen Verteidiger gerade Taten voll⸗ b 1 tige Einschätzung erst der späteren Ge⸗ rich e e a„Mel aus glaubwürdiger Quelle“ sogar unsere N 1855 2 ge⸗ 9(9. sich die Kolonie im Hofe der Deut⸗ 0h Da 2 8 Botschafterpaar umd e iche. ren vom den hohen Offizieren der Militär⸗ und Marinemission bis zu den Knaben und Mädchen, denen vor allem das Gedächtnis Bismarcks sollte ins Herz ges werden. Und am Donnerstag wanderte unsere ganze deutsche Jugend durch die Täler und über die Höhen auf der asiatischen Seite des Bosporus, um sich am Nachmittage auf einem Berge zu sammeln, von wo der entzückende Blick die ganze Schönheit dieses Landes in weiter freier Runde überschaut. Und als Hunderte von allen Seiten herbeigeströmt waren, da schollen deutsche Lieder von der Höhe, und Worte Bismarcks wurden der Jugend eingeprägt, stolze Worte: Wir Deutschen 85 pflanzte eine Bis marck⸗e dabei war, daß bei diesem markigen Wort wohl überhaupt niemand an irgendwelche Gefahr dachte, die hier in der Nähe lauern könnte, sondern daß die Gedanken nach Deutschland gingen. Hätten nicht militärische Gründe dagegen gesprochen, so hätte jeder Bub und jedes Mädel ein Scheit Holz mit hinaufgetragen auf den Berg, und ein loderndes Bismarckfeuer hätte es weithin verkündet, daß hier Freude, aber nicht Furcht in den Seelen wohnte. So leben und taten die Deutschen hier. Sieht das aus wie Furcht und Flucht? Woher die unsinnigen Gerüchte kommen, ist nicht schwer zu verstehen. Man ist hier so wenig den vorsorgenden Arm der Regierung gewöhnt, daß jede Vorsichtsmaßregel, die uns als ganz selbstverständlich vorkommt, bei der einheimischen Be⸗ völkerung das Gefühl weckt: nun müsse der Feind wohl schon nahe vor der Tür stehen. Denn wenn keine Gefahr bestünde, brauchte man doch nichts vorzubereiten! Ich habe von den Deutschen Konstantinopels erzählt, weil man in den Balkanstaaten,— ob in andern Ländern auch, weiß ich nicht,— meldet, wir seien schon auf der Flucht. Aber nicht nur wir, sondern die ganze Stadt ist ruhig und ihr Leben normal. Allerdings der Hafen bietet ja nicht das lebhafte Bild fried⸗ licher Zeiten, da es eine Lust war, auf der großen Brücke des Goldenen Horns zu stehen und auf das regellose Gewirr großer und kleiner Fahrzeuge hinunterzuschauen, das da mit orientalischer Unordnung und viel Geschrei sich zu entwirren suchte. Da die Dardanellen und der Bosporus geschlossen sind, so ist es vorbei mit den großen Waren- und Menschentransporten. Nur die Verkehrs⸗ dampfer auf dem Goldenen Horn und dem Bosporus und die Dampfer des Marmarameeres eilen hin und her, dazu die vielen Barken, die immer ein wesentliches Merkmal des Hafens ausmach⸗ ten. Eine große Zahl von Levantedampfern liegt hier; zum Teil sind sie ins Goldene Horn hineingegangen und setzen im Laufe der Monate wohl ganze Wiesen und Muschelbänke an. Im Hafen liegt auch der„General“ von der Ostafrikalinie, der seinerzeit den kühnen Durchbruch von Messina aus mit der„Goeben“ und der „Breslau“ mitmachte. Ein paar neutrale Dampfer halten eben⸗ falls hier unfreiwillige Ferien. Mitten auf dem Strom liegt ein Däne, der hat an seine Bordwand in riesigen Maßen seine rote Flagge mit dem weißen Kreuz angemalt und trägt in gigantischen Lettern die Aufschrift„Dänemark“.. Durch die Stillegung des Dampferverkehrs sind natürlich die Kaufleute in Schwierigkeiten geraten. Mittlerweile haben aber auch sie schon einen Ausweg gefunden. Abgesehen von den Dingen, die aus Europa kommen, und vom Petroleum, das auch noch immer aus fremden Ländern bezogen wird, bringt das Land ja selbst alles hervor, was zum Leben notwendig ist. Und wie unabhängig könnte die Türkei überhaupt vom Ausland sein, wenn alle Schätze, die Kleinasien birgt, erst planmäßig gehoben würden Dieser Krieg wird nun auch wohl zur Folge haben, daß man an die Erschließung der reichen Mittel des Landes mit Ernst herantritt. Da wird fich die große Frage erheben, wir weit die heimische, wie weit die fremde Bevölkerung an dieser gewaltigen Arbeit beteiligt sein soll, und hoffentlich wird man sie recht verständig lösen und sich nicht von nationalistischen Ideen blenden lassen. Gewiß ist alles teuerer geworden Preissteigerung immer gerechtfertigt war Gewinnfucht hervorgerufen wurde, läßt sich i—— leicht ent⸗ scheiden. Immerhin darf„ daf man nicht denken, daß das Fehlen ir⸗ end eines Artikels nun schon zu irgendwelchen ichen Zu⸗ —. t ee e„die im Leben des Orien⸗ talen eine weit größere Bedeutung haben als in unserm, lagen den Krieg; ob die! aller unerlaubte Straße tritt. Still ist's gerade zu Ostern um uns herum geworden. Sonst trappten durch alle Straßen die festen Tritte des Militärs, das hier ausgebildet wurde. Die Kasernen vermochten natürlich nicht die Menge zu fassen, und man hatte darum einfach alle leerstehenden Gebäude für die Soldaten mit Beschlag belegt. Das gab zuerst manche unangenehme Ueberraschung. Ich sehe noch das verdutzte Gesicht einer alten Hanum, die mit einer jungen Tochter und einem Besen friedlich in die Gasse einbog, wo sie eine Wohnung gemietet hatte, die sie nun herrichten wollte. Plötzlich schauen ihr aus allen Fenstern bärtige Soldatengesichter entgegen. Höchst erschrocken macht sie kehrt und eilt, so schnell ihre alten Beine mitwollen, dapon. Sie war zu spät gekommen. Nun sind die Eingezogenen gründlich aus⸗ gebildet worden und mit Sang und Klang davongezogen. Mit und Klang! das ist auch etwas Neues.„Ich hatt! einen Kameraden“ von türkischen Soldaten als Marsch⸗ gesang zu hören, das ist früher noch nicht dagewesen. Es marschiert sich doch halt besser danach, als wenn sie ihre eigenen Lieder singen, deren Rhythmus darauf hinweist, daß man sie eigentlich singen oll, während man auf dem Diwan hockt, die Füße untergeschlagen. So sind sie davongezogen, Teile der neuen Armee, die unter Liman Paschas Führung die Dardanellen und die Schwarze⸗Meer⸗ Küste schützen soll. Und schon sahen wir drüben in Haidar Pascha endlose Reihen neuer Rekruten heranziehen, die jetzt e schieren und schießen lernen sollen. Das Land hat ja noch ungezähl Scharen brauchbarer Männer. An Menschenmaterial unerschöpflich wie das große Rußland. So kommt der Ostersonntag heran, und wir werden unsern Frühlingsausflug machen trotz aller Prophezeiungen, und die Er⸗ oberung Konstantinopels schieben wir vorläufig noch auf, bist Ostern und Pfingsten auf einen Tag fallen! T—— Ein Engländer, der mit dem deutschen Erfolg rechnet. N In der amerikanischen Zeitung„St. Louis Post⸗Dis⸗ patch“ liest man Ansichten über den Krieg, die von Frank Harris, dem Herausgeber der in London erscheine „Vanity Fair“ und der„Saturday Review“ herrühren, di in der vornehmen Gesellschaft Englands in hohem 0 sehen stehen. Frank Harris hat sich bei einem Besuche in den Vereinigten Staaten wie folgt geäußert: „Ich bu überzeugt davon, daß die Deutschen in dem Kriege gut abschnetden werden, wenn sie nicht sogar ganz und gar ge⸗ .... Diese Vorqussagung, so sagt das amerikanische — Aveite Tatfache ist das, was er, sagt, ihm gestanden, daß seine Kumyfes ertrugen. können, und es wird zugegeben, daß es bis sen können, wenn es feinem Volke den genũgenden Geldköder ge⸗ der] boten hätte!“ 5 Eine Forschungsreise in das Innere Neu⸗Guineas. . N 1 der jetzt nach London zurückgekehrt ist, um in Heeresdienste zu treteu. Sehr wenige Weiße sind bisher zu dem Oberlauf dieses Flusses vorgedrungen. Im Jahre 1890 erreichte der damalige Gouverneur von Britisch⸗Neu⸗Guinea Sir William Macgregor einen Punkt, 950 Kilometer aufwärts von der Mündung des Fly⸗River, und fertigte eine genaue Karte des Laufes bis dahin an. Clarke drang über die Stelle, wo sich der Fly⸗River mit dem Strickland⸗River vereinigt, hinaus und kam gegen 35 Kilometer über die äußerste Grenze der von Macgregor erforschten Gebiete hinaus. Er war auch ber erste Cirropäer, der den Mount Donaldson dicht an der Grenze des deutschen Kaiser⸗Wilhelm⸗Landes bestieg. Von 4 Weißen und 30 Eingeborenen begleitet, führte Clarke den größten Teil seiner Reise in einer Dampfbarkasse aus; er hatte auch ein kleineres Motorboot mit, um mit ihm den Fluß weiter hinauf zu kommen. Am 10. Mai 1914 verließ die Expedition Port Mvisbey, kam am 16. in den Fly⸗River und fuhr mum fast 3800 Kilometer den Strom entlang, worauf die Reisenden aus⸗ stiegen und sich näher mit den Eingeborenen bekannt machten, die vorher noch niemals Weiße gesehen hatten. Die Eingeborenen begegneten den fremden Männern zunächst feindlich; es waren schön aussehende Gestalten, durrchschmittlich über 6 Fuß hoch und gut ernährt. Als sie sahen, daß die Weißen nichts Böses beabsichtigten. benahmen sie sich freundlich. Die Sitten dieser Wilden von Neu-Guinea sind höchst bemerkenswert. Die Stämme zerfallen in einzelne Gemeinden, die gans verschieden groß sind und von 5 oder 10 Familien bis zu 1000 Personen umfassen. Die Leute in den' unteren Gebieten des Flusses und in der Nach⸗ barschaft von Strickland sind sehr wild und kriegerisch, und sie beherrschen augenscheinlich den ganzen Fluß. Die andern Ein⸗ geborenen sind ihnen tributpflichtig. Zauberei, die sie Kuri⸗Kuri nennen, spielt bei ihnen eine große Rolle, und ihre Zauberer töten durch Suggestion. „Von keinem Mann glaubt man, daß er eines natürlichen Todes sterbe,“ erzählte Clarke.„Der Zauberer verkündet ihm, daß er sterben muß, und er stirbt dann sofort. Es mag dabei nicht immer Hypnotismus im Spiel sein. Wenn z. B. einem Manne vorher⸗ gesagt wird, daß er am Biß einer Schlange sterben wird, so ist es nicht schrwierig, num auch diese Todesart herbeizuführen. Wenn ein Krieger gestorben ist, so 9 Verwandten einen Schädel en, damit sein Geist in in Frieden ruhen kann. Sie ziehen also zu diesem Mordgeschäft aus und holen sich den Kopf von dem Stamme, den sie überfallen können. Es ist gleichgültig, ob es der Kopf eines Mannes, einer Frau oder eines Kindes ist. Diese Wilden treiben keine Vielweiberei und schützen ihre eigenen Frauen, aber die Frau eines andern Stammes töten, gilt ihnen nichts. Wenn der Kopf erobert ist, wird die t abgezogen, das Fleisch abgeschabt und der Schädel mit Lehm ausgefüllt. In die Augenhöhlen werden Muscheln getan und der Schädel über einem Feuer geräuchert, um ihn zu konservieren. Die Mädchen heiraten keinen Mann, der nicht eine bestimmte Anzahl solcher Schädel sein eigen nennt und wenigstens einen hinter die Flügel vertrieben worden. Die beständige Furcht plötzlichen Angriffen hat auf die Form des Häuserbaues in bezeichmender Weise eingewirkt. Diese Wilden sind Baum- bewohner; sie legen ihre Wohnungen in den Bäumen an, und zwar werden die Häuser auf 50—60 Fuß hohen Gerüsten und dichtes Laub hineingebaut und geschickt versteckt Es sind stattliche Hütten, deren Dächer aus Palmenblättern mit den Baumkronen in Eins verschmelzen. In den Wänden sind Löcher gelassen, da⸗ mit durch sie mit Pfeilen auf den Feind geschossen werden kann, und ebenso sind im Fußboden Löcher angebracht, durch die Steine auf die Köpfe der Feinde geworsen werden. Die Krieger tragen eine Art von Bambus panzer, den kein Pfeil hindurch⸗ dringt und der nwohl auch eine Kugel abhalten könnte. Die Pfeile. die sie verwenden, sind 5 Fuß lang und werden von mächtigen Bogen geschyssen, die Weiße kaum spannen könnten. Ich sah einen Mann mit einem solchen Bogen auf eine Entfernung von 200 m einen Pfeil in ein Ziel bohren. Die Flußleute haben sehr gute“ Kanoes von 20—60 Fuß Länge, mit denen sie mühelos mit un⸗ serer 10 Kilometer in der Stunde zurücklegenden Barkasse mit- kommen konnten. Sie bemalen sich mit Lehm, Farbstoffen und Holzkohle. Wir sahen häufig in einem Boot einen Mann gelb an⸗ gestrichen, einen andern rot, einen dritten blau und einen vier⸗ ten weiß. Diese Farben sind alles, was sie an sich haben: irgend⸗ welche Kleidung tragen sie nicht.“ An der Einmündung des Tullp⸗River in den Fly⸗River schlug Clarke sein Hauptlager auf und bestieg von hier aus den Moutt Donaldfon, dessen Höhe er mit 2200 Fuß feststellte. Als er dann den Fluß weiter hinauffahr, konnte er mit dem Dampfboot nicht weiter, suchte mit einem e e ent 2 U U om bon der Mündung entfernt bie Weibersahrt dsgeben mußte. Die Ufer waren große Sümpfe, in denen man ebenfalls nicht vorwärts kam. So kehrte die Expedition denn um und erreichte auf der Rückreise am 4. Juli Daru. * Deutsch österreichische Dichtergriißze. Ein„Deutscher Feldpostgruß“ des bekannten Dichters Ru⸗ dolf Alexander Schröder der in der deutschen Marine stebt, und„„Die österreichische Wutwort“ daruf von Ou g o von Hofmannsthal werden im neuesten Heft der bei Eugen Diederichs in Jena erscheinenden Kriegslieder, in denen nun be⸗ reits 250 moderne Gedichte oder Volkslieder in neuen Kompo⸗ sitionen vorliegen, in ansprechender Vertonung veröffentlicht. Diese Gedichte zweier Meister deutscher Sprache, die als bedeutende künst⸗ lerische Vertreter der beiden verbündeten Nationen gelten können, geben schön der innigen Gemeinschaft Ausdruck, die Deutschland und Oesterreich miteinander verbindet. Schröders Feldpostgruß lautet: Oesterreich. Oesterreich, hab' nur Geduld! Eh soll die Somn' erblassen, Eh wir einander lassen; E soll der Mond verbleichen, Oh deine Treuen Weichen. Oesterreich, Oesterreich, hab' nur Geduld! Oesterreich. Oesterreich, empor den Mut! Uns ist es schon gelungen. Wir sie gen, Kos⸗ und Tataren, Wir trieben sie zu Paaren. Oesterreich, Oesterreich, empor den Mut! Oesterreich, Oesterreich, hab nur Geduld! Und wären's Mordgesellen, So viel wie Meereswellen, Wie Sand auf dürrer Heiden, Gott wird's hernach bescheiden! Oesterreich, Oesterreich, hab nur Geduld! Hofmannskhal antwortet nrit folgenden Verfen: Antwort gibt im Felde dork. Faust, die festgeballte, 5 Antwort dir gibt nur ein Wort!: Jenes Gott erhalte! Unsern Kindern eint uns dies Wie's uns eint den Bätern, Einet heut die Kämpfserschar, Hier mit uns, den Betern. Berge sind ein se Wall, Haben ft und Spalte: Brust an Brust und Volk bei Volk Schallt es: Gott erhalte! Kinder werden Helden, f Worte nicht und kein Gedicht Können's je vermelden. Ungeheueres umfaßt Ui de Peet 8 gun Semmel ur. Unser Gott te! 10 läßt Ri d S tal dd . Ausgegossen ist der neue Heilige Geist der deutschen Sache. — Sang Million nach Frankreich. oder besser noch nach Ostende bätte were 9 1 JC. 5 4 5 5 2 1 8 a 1 1 daß bie Eng 5— 44 de beißen der ge, sagt er, er sei keineswogs sicher, daß sie heute noch gewinnen könn⸗ ten, und ist sogar überzeugt davon, daß die Deutschen wenigstens „gut abschmeiden“ würden.„Denn“, so sagt er,„die deutsche! Ueber⸗ legenheit an Organisation und in Kampfkraft ist nur ein Symbol ihrer Ueberlegenheit an znoralischem und nationalem Enthufiasmus. Es ist ganz unmöglich, in der Schilderung des Nationalgeistes und Enthusiasmus der Deutschen in dieser Krisis zu übertreiben. Dieses ruhige und disziplinterte Volk zeigte bereits im Jahre 1814, daß es einer außerordentlichen leidenschaftlichen Hingebung fähig sei, aber 1914 nahm dieser Patriotismus einen fast reli⸗ giösen Eifer an, und eine Welt in Waffen vermochte ihn nicht zu dämpfen. In dieser Beziehung von Militarismus zu reden ist lächerliches Geschwätz. Das ganze deutsche Volk steht in diesem Kriege hinter dem Kaiser und ist feierlich entschlossen, ihn bis zu einem großen Ausgange durchzuführen.“ Das Triumvirat Asquith, Winston Churchill und Kitchener steht vor Gericht, sagt Harris, und hat ungefähr so wenig geleistet, wie Menschen leisten können, so daß sich die Welt über ihre Armut an Ideen wundert. Bitter fügt er hinzu:„Niemand, der sie kennt, erwartet viel von Asquith, Churchill oder Kitchener. Asaquith ist ein milder, gutmütiger Jurist mit einer guten alltäglichen Intelligenz, ohne jede originelle Idee und dabei doch mit einer ganz bedeutenden Fähigkeit für voll⸗ tönende Phrasen begabt. Er liebt ein gutes Essen und eine gute Flasche Wein und befolgt das französische Sprichwort, welches sagt, daß man nach dem 40. Jahre die Kellertür offenhalten müsse... Churchill besitzt einen guten Posten Energie und schnelle Entschlossenheit, kennt aber keine Sprache außer der eige⸗ nen, ist nicht belesen und hat keine Spur von Genie. Kitchener ist längst über seine beste Zeit hinaus und hat, meiner Anficht ach, es immer leichter gefunden, weise auszusehen als weise zu eden. Immerhin ist Grey noch da, und er ist ein Mann von beträchtlicher Bedeutung, bewundernswerter Stärke, Charakter⸗ größe und von einiger Fähigkeit, unabhängig zu denken. Wenn England in dieser Krisis irgend etwas Bemerkenswertes tun sollte, o rührt die Initiatiwe wahrscheinlich von Sir Edward Grey her.“ 25 Harris behauptet, daß Deutschland durchaus bereit sei, Frank⸗ reich und Rußland Frieden zu gewähren, ihnen die besetzten Ge⸗ bietsteile zurückzugeben und Frankreich vielleicht sogar einige rein französtsche lothringische Gemeinden zuzugestehen(2), unter der Bedingung, daß man ihm Antwerpen und eine gewisse Souveräni⸗ tät, wenn nicht die ganze Souveränität über Belgien lasse. Er erklärt, daß Frankreich fühle, daß es sich böse die Finger verbrannt 5 habe, als es für England die Kastanien aus dem Feuer holte. Es würde schon im September Frieden gemacht haben, wenn Eng⸗ land nicht gedroht hätte, in diesem Falle Frankreich als Feind behandeln zu wollen, und es auf diese Weise gezwungen hätte, das Uebereinkommen zu unterschreiben, daß keiner der Alliierten einen Sonderfrieden schließen werde. „Aber“, so sagte er,„Abkommen sind kaum mehr als Fetzen Papier.“ Sobald Rußland sieht, daß es in seinem Interesse ist, 2 schließen, wird es dies tun, ohne sich groß darum —— ob dies Frankreich oder England paßt. England hofft natürlich auf einen Krieg bis zum bitteren Ende, denn nur auf ee se Weise könnte es hoffen, Deutschlands Handel an sich zu reißen. n Wirklichkeit leidet aber nicht England, sondern seine Ver⸗ ndeten haben die Last des Krieges zu tragen. u kann annehmen, daß der Frieden von Frankreich oder von B bland oder von beiden Ländern vor dem Ende des Jahres 1915 illkommen geheißen werden wird, wenn es Deutschland gelingen . sellte, sich in Frankreich und Rußland zu halten. Der Zar ist g glühender Bewunderer des Kaisers. Rußland hat es satt, sich der deutschen Linie in Polen den Schädel einzurennen; es an, sich seiner Schwäche bewußt zu werden und seine Ver⸗ d üpeln. Sonst hätten wir nicht das Bild von drei Großmächte, die in Paris über eine gemeinsame ihr verhandeln. Deutschland kann es sich leisten, edelmütig sein, wenn man—+ gestattet, Antwerpen und eine gewisse rolle ber en. Und wer könnte es daran i daß es Den Trost behält? England allein, und 2 land würde ohne Verbündete machtlos sein. Wer wird znerst g werden, Deutschland oder England? Deutschland, dem es Rußland und Frankreich Frieden anbietet, oder England, m es sie und Italien dazu zu einer neuen gigantischen Kraft⸗ ig aufhetzt, um Deutschland, seinen großen Handels⸗ len, zu ruinieren? Seit vier Monaten haben die Deutschen große Schwierigkeit ganz Belgien, ein Achtel von Frankreich g und eim großes Stück von Rußland gehalten; überall sind sie im Vorteil. Wenn England auch die See hält, so ist es ihm doch bis jetzt nicht gelungen, Deutschland zu blockieren oder ihm den Bezug notwendigen Kriegsmaterials wie Kupfer und Gummi zu unter⸗ We Auch die deutsche Finanzlage ist viel besser, als irgendein 9 vor sechs Monaten prophezeit haben würde. 5 Ist irgendein vernünftiger Wrund für die Annahme vorhanden, daß die nächsten sechs, zwölf oder auch vierzig Monate dies ab⸗ g De Kriegsanteil ins Gegenteil umwandeln könnten?“ f Aus Stadt und Cand. Gießen, 17. April 1915. Englische Waren. Am 8. April ist in London eine Li ga begründet worden, die den Kampf gegen deutsche Arbeit, deutsche Güter und deutschen Einfluß in Gro britan⸗ 3 nien auf ihre Fahne geschrieben hat. Damit ist einer der siehnlichsten Wünsche 5 85 stockenglischen Patrioten Sidney Whiteman in Erfüllung gegangen, der schon im Herbst vorigen Jahres unter dem Titel: War on German Trade“(Der Krieg gegen deutschen Handel) eine Reihe wüster Hetzartikel geschrieben hat, in denen er seinen Lands⸗ leuten beweisen wollte, wie sehr sie schon durch ihre Be⸗ quemlichteit auf wirtschaftlichem Gebiete sich von den Deut⸗ schen im eigenen Lande hätten ins Hintertreffen bringen laf en. Leider ist das Buch, das diese Artikel zusammenfaßt 5 das unter dem Titel„Trieg dem deutschen Handel“ in einer verdienstvollen deutschen Uebersetzung erschienen ist, noch viel zu wenig beachtet worden. Jeder 1 deutsche Kaufmann sollte das Buch lesen, um einmal einen tiefen Einblick in die Seele des englischen Krämervolkes zu tun. England, das einst als Pionier der„Offenen Tür“ die halbe Welt erobert oder unter seinen Einfluß gebracht hat, England, das Land des freiesten„Freihandels“, soll jetzt auf den Weg gedrängt werden, im eigenen Lande die Tür a beg alles Deutsche zu schließen. Nun wohl! Dann ist es höchste Zeit, daß wir uns in chland darauf gefaßt machen, diesen Wirtschaftskri ein bis zwei Jahrzehnte mit demselben Nachdru zu führen, wie der Kampf von uns jetzt auf den Schlacht⸗ [dern im Osten und Westen so glänzend 1 8 77 5 wird. Je eher wir uns darauf einrichten, desto besser. Bisher war unsere Vergeltungspolitik gegen England wenig mehr als ein zaghaftes Tasten. Nun werden wir sie mit der ganzen Rücksichtslosigkeit zu führen haben, deren der Deutsche doch auch noch fähig ist, wenn er sich in seinen Lebensinteressen bedroht sieht. Mit Lamentationen, wie dem schönen„Du stolzes England schäme dich!“ können wir keine wirksame Antwort auf die Parole der neuen antideutschen Liga in England geben, die da lautet:„Das britif Reich den Briten.“ Hier— es zu handeln. Unsere Braven zu Wasser und zu Lande und die mit uns verbün⸗ deten Heere mögen allerwärts dafür sorgen, daß das Reich, das dem Briten gehört, den anderen Weltvölkern des Erd⸗ balls den nötigen freien Spielraum nicht beeinträchtigt. Wir aber, die wir friedlich unserem Gewerbe nachgehen, 77 e nt werde. Ihre, und die tern. Wenn diese jetzt mit der Briten unterstützen, dann mögen sie ihnen später auch land wird ihrer ebensowenig bedürfen, wie jetzt ihrer Kanonen zu seinem endgültigen Siege. * Hausfrauen, schädigt nicht durch das Verbrennen von Knochen das Vaterland, sorgt für Verwertung der Lumpen! Der hohe fe volkswirtschaftliche Wert der alten Knochen und Lumpen ist weiten Kreisen völlig unbekannt. In der jetzigen Kriegs⸗ zeit sind die großen Mengen von Fett, Glyzerin und Leim, die die Industrie der Verarbeitung der Knochen entnimmt, gerade für militärische Zwecke von unschätz arem Werte. Die übrigbleibende Knochenmasse wird zu. ver⸗ arbeitet, das, dank seinem starken Gehalte an Stickstoff und Phosp horsäure gerade in diesem Sommer unserer Landwirt⸗ schaft die wichtigsten Dienste zu leisten bestimmt ist. Aus den Lumpen bereitet die Industrie außer Papier auch Schießbaumwolle, Kleiderstoffe, wollene Decken usw., also Gegenstände, die ebenfalls zum notwendigsten Kriegsbedarf gehören. Unsere breiten Bevskkerungsschichten haben schon bisher Knochen und Lumpen an die Sammler fleißig zu den jeweiligen Tagespreisen abgegeben. Aber gerade aus den Häusern der besser bemittelten Stände sind die Sammler vielsach durch die Dienstmädchen, denen die Aufsammlung von Knochen und Lumpen unbequem wurde, verscheucht worden. Die Knochen werden leider recht oft in den Küchen verbrannt oder zum Kehricht geworfen, die Lumpen sonst⸗ wie verschleudert. Das muß jetzt anders werden! Alle unsere Hausfrauen, ob reich, ob arm, müssen dafür sorgen, daß ü leine Knochen und keine Lumpen mehr den Sammlern, die sich bereitwillig wieder einstellen werden, vorenthalten werden. Damit werden unsere Frauen eine vaterländische Pflicht von nicht geringer Bedeutung erfüllen. * Dienstjubiläum. Schutzmann Johs. Schmidt, Sandgasse 18, begeht heute sein 25jähriges Dienst⸗ jubiläum. Landkreis Gießen. f. Geilshausen, 16. April. Der Kreisstraßenwärter Christian Schultheiß von hier, zurzeit Unteroffizier im Landw. Ersatz⸗Batl. 42, ist mit der hessischen Tapfer⸗ keitsmedaille ausgezeichnet worden. Hessen⸗Nassan. h. Frankfurt a. M., 16. April. Der vierzigjährige Schisser Gerhard Burg har d stürzte im Osthafen von seinem Schiff in den Main und ertrank. Die Leiche wurde nach kurzer Zeit geborgen. h Dillenburg, 16. April. Der Bau der neuen Bahn- linie zwischen Dillenburg— Siegen— Weidenau ist soweit sertiggestellt, daß die Betriebseröffnung am J. Juli erfolgen dürfte. Der Schienenweg zwischen Frankfurt und Siegen wird durch die Bahn um 23 Kilometer verkürzt. In diesen Tagen wurde auch der 2645 Meter lange Durchstich zwischen den Dörsern Boden- bach und Rudersdorf hart an der nassauisch-westsälischen Grenze vollendet. Der Tunnel ift der viertlängste in Deutschland. Frauen⸗Rundschau. Allerlei Neues von der Frühjahrsmode. Es scheint, als wolle der Stiefel wieder den Schuh ein wenig verdrängen; wenigstens wird der Schuh nicht mehr so sast ausschließlich getragen. Der moderne Stiefel ist, das ist wohl das neueste an ihm, ungewöhnlich, wohl weil er den weiten kurzen Rock angemessen ergänzen soll. Man hat* und Einsatz⸗ stiefel, sehr beliebt sind, wie überhaupt in hlingsmode, Schwarz und Weiß, auch Schwarz und Grau— 55 viel getragen; auch ein recht vornehmer und einfacher gelbbrauner glatter Stiefel, der geknöpft oder geschnürt werden kann; im allgemeinen wird wohl in diesem Jahr der Knopfstiefel und Schuh vorgezogen wer⸗ den. Sehr reiche Auswahl hat man jetzt 2 Hüten. Es wird so ziemlich alles getragen, was einigermaßen das verlangt die heutige Mode. Kein Hut wird über mittelgroß getragen, aber innerhalb dieser— ist fast alles erlaubt. Man hat ganz kleine Hüte, die den Kopf eng. sie sind immer länglich, oft kahnförmig und mit losen flatternden Bandschleifen verziert, die wie„aufgeflogen“ aussehen sollen und werden in den Farben immer dunkel gehalten: Schwarz, Dunkel⸗ braun, Rötlichgrau und Russischgrün. Als Material kommt wohl nur der Taft in Frage, wenn die Hüte ganz aus Seidenstoffen gemacht sein sollen: zu Bandschmuck eignet sich auch sehr dickes Moiréband. Die großeren Hüte werden mit flachen, ungleich breiten Krempen gern getragen, dann schmückt man sie mit dicken Kränzen aus Astern, 8 und Laub oder Margueriten; werden sie mit aufgeschlagenen Krempen gewählt, so dommt eine einzelne Blume, viel und hin und wieder auch eine Feder zum Aufputz in Frage. Einzelne Reiher und Marabus dürften wohl wieder vorherrschend sein. Die Hüte find, wenn sie nicht z aus Seide sind, durchweg aus sehr feinem leichten Stroh, Tagal oder Roßhaargeflecht und werden fast immer sehr tief und sehr schief auf dem Kopfe getragen. Außerordentlich„* ist in diesem Jahre in allen Modesachen Schwarz und Weiß, es wird dem Weiß mit 4— entschieden vorg 3 75 und mäßig stehende Pelzstolen wurden Bänder getragen Sommer man alles reich mit Band esche 3 In der Wäschemode hat das Band ja immer eine bedeutende Rolle gespielt, und die elegante Unterbluse, die Kombination und das Beinkleid waren ohne Bandschmuck eigentlich kaum denkbar. Jetzt wird der wieder⸗ kehrende Unterrock dieser reizenden Mode neue A zu zarten 2 duftigen Schöpfungen geben, die mit deutschen Spitzen ver⸗ sein und sicherlich recht viel Anklang finden werden. In der Kiebelnude hatte man das Band eigentlich nur als Gürtel, wo ihm ja wenig„ gegeben waren. Der neue weite Rock braucht unbedingt den 1 und weil der Gürtel, um nicht plump zu wirken, t breit sein 2 wiederum das Band das geeignetste dazu. Der glatte Gürtel wird auch jetzt wieder getragen, hinten oder an der Seite mit einer großen Schleife 2 andere Gürtel sind aus mehrfach um die Hüften Bändern hergestellt, oder, schärpenühnlich lofe um die Hüften gelnotet,— andere sind von hinten nach vorne geschlungen und lassen die lose verknüpften Bänder mit langen Enden herabfallen. Außerdem hat man noch glänzende oder mit Stoff überzogene Gürtelschnallen als Abschluß. Zu Blenden und zu Rosetten wird auch wieder mit Vor⸗ liebe Band verwendet, ebenso zu den militärischen Abzelchen, die aten e want den das Feng air dt entbehren deren Hutmode könnte jetzt das Band gar nicht entbehren, abgesehen von Schlehen, Rosetten und Rüschen, n und die nun wieder alle getragen werden, hat man noch eine allerliebste Neuheit: man stellt aus Band entzückende kleine Ge⸗ che bilde her, die man vielleicht unter dem Namen Rosetten zusammen⸗ fassen muß, die aber mit der bekannten und gewohnten. nichts weiter gemein haben. Da gibt es Bandro ga täuschend lebenswahr aussehen, Riefenspinnen, Galerie n vers ene Knoten, von denen der Augurenknoten und der Mos⸗ —.— besondere Erwähnung verdienen. Neben dem einfarbigen Taftbande hat man gestreifte Moiré- und Faillebänder, weiß⸗ schwarze und grau⸗schwarze Chinabänder und bunte, römisch⸗ge⸗ streifte Ripsbänder. migen dessen eingedenk sein, daß den Briten nicht nur 100 Reich, sondern auch ihre Ware von Herzen ge⸗ an ö rikani oßer Lebe den Kriegd bescheiden ist, denn 5 ihre sonstigen Industrieerzeugnisse verkaufen. Deutsch⸗ bei den 5 fanden, fanden sie den Sbeisesael in einen Riesen 4 955 vor dem der Hausherr und seine Gattin die Wut im Aufzuge eines Löwenbändigers und einer Vogelfängerin wurde jeder Gast als ein Tier verkleidet und erhielt zugleich die Verpflichtung, die Laute der Bestie, in die er verwandelt worden war, nach Kräften nachzuahmen. So verwandelten sich die Millio⸗ näre und ihre weiblichen Angehörigen in Rhinozerosse, Gazellen, Bären, Zebras, Leoparden, Tiger usw., und da bezüglich der Nachahmung der Tierlaute ein jeder tat, was er konnte, so— stand ein Chor, der nicht gerade erfreuli N haben — aber die Festteilnehmer sehr spaßig g N wurde 91 0 Tisch e Gipfel und die Wie gie Nachrichten. vangelische Gemeinde. Sonntag, den 18. N HD Domini. In der Stadtkirche. 2 b Vormittaas 9¼ Uhr: Pfarrer D. Schlosser. l Nachmittags 2¼ Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrassistent Hoffmann. Die seitherigen Mitglieder der Vereinigungen der kon ⸗ ii. der Matthäusgemeinde werden zu einer letzten Versammlung an diesem Sonntag in den Gememde⸗ saal eingeladen, die weiblichen Mitglieder auf 5 Uhr, die männ⸗ lichen auf 6 Uhr. Pfarrer D. Schlosser. f In der Johanneskirche. 5 Vormittags 9¼ Uhr: Prosessor D. Schian. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Mittwoch, den 21. April, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Bechtols heimer. Wartburg. evangelischer Jünglings⸗ und männer berein. (Diezstraße 15.) Sonntag, den 18. April, abends: Vortrag. Dienstag, den 20. April, abends 8 ¼ Uhr: Bibelstunde. Samstag, den 24. April, abends 8¼ Uhr: Aeltere Abteilung. Gäste, besonders die Neukonfirmierken, stets willkommen. Bibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Für die jüngere Abteilung jeden Mittwoch von 6—7 Uhr, für die ältere Abteilung jeden Samstag von 6—7 Uhr. Bibelkränzchen für Mädchen aus der Jeden Dienstag von 6—7 Uhr im Johannessaal. Uatholische Gemeinde. Sottesdienst. 8 Samstag, den 17. Ne Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: e zur beil. Beichte. Senn e e nach Ostern: ormittags von r an: egen zur Beichte. 4 um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. 1 um 8 Uhr: Austellung der hl. Kommunion. — 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 11 Uhr: Ol. Messe mit Predigt. 1 a8 e Nachmittags um* stenlehre; arauf sakrament, Bruderschafts-Andacht. ar Dienstag und Freitag abend um 8 Uhr ist aalegebittnach. r diaspora- Sottes di In Lich um 9½ 9 e Zigaretten em Galem Hold! bringt. s Wee e dere 87d Feed frusifrei! ö 4 Eine ee eee eubeit, welche die 9 spielend lichkeit erlangen läßt* 5 e 90 Anregung ver. Bertie d. Leser kostenf rel Ban ff estles Kinderm„ b. O. Berlin Es ist dies eine— Ischneidevuppe mit drei f allexliebsten Gewändern. unsch wird auch eine berühmten Kindermehles belgefügl. pre 25 3 Sack'sche Sämaschinen neuest. Ausführung sind die besten ür Berg u. Ebene und unerreicht in Zuver- a lässigkeit d. Aussaat Sack e eee-Pflüge und neueste Wende-Pflüge Feder-Kultivatoren, Acker- u. Wieseneggen Glatt-, Ringel- und Cambridge-Walzen Hack- und Häufel-Pflüge sowie alle Geräte für die Landwirtschaft, in neuesten Aus- führungen auf Lager I Permanente Ausstellung— Kataloge kostenlos 1084 Vertreter gesucht M. 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