* — wöchentl. Kreis lati für den Kreis Gleßen und Freitag): zweimal monatl. für die Schriftleitung 112 2 Verlag, Gescheltsfteles! G für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Gieße ö 8 f r .* g 105. Jahrgang ner Anzeiger eneral⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Samstag, 17. April 4015 Bezugserets: monatl. 75 Bf., viertel jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Zeuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Bermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Neue Luftangriffe auf England. Croßes Hauptquartier, 16. April.(WTB. Amtlich.) 8 Westlicher Kriegsschauplatz. Vor Ostende⸗Nieuport beteiligten sich gestern am Artillerickampf einige feindliche Torpedoboote, deren Feuer schnell zum Schweigen gebracht wurde. Am Südrande von St. Elo besetzten wir nach Spren⸗ gung zwei Häuser. 4 1 Am Südrande der Lorettohö he wird seit heute nacht wieder gekämpft. 1 8 Maas und Mosel fanden nur Artillerie km 1 ie Verwendung von Bomben mit erstickend wir⸗ kender Gasentwicklung und von Infanterieexplosiv⸗ geschossen seitens der Franzosen nimmt zu. Bei dem klaren sichtigen Wetter war die Flieger⸗ tätigkeit wieder sehr rege. Feindliche Flieger bewarfen die Ortschaften hinter unseren Stellungen mit Bomben. Auch Freiburg wurde wieder heimgesucht, wo mehrere Zivil⸗ personen, hauptfächlich Kinder, getötet und verletzt wurden. Oestlicher Kriegsschauplatz. Im Osten ist die Lage unverändert. l In den kleinen Gefechten bei Kalwarja wurden in den letzten Tagegn von uns 1040 Russen gefangen genom- men und 7 Maschinengewehre erbeutet. Oberste Heeresleitung. ** * Die Frühjahrstätigkeit unserer Luftflotte beginnt: nach der gestrigen Meldung über Zeppelin⸗Angriffe auf die eng⸗ lische Nordostküste teilt uns heute der Chef des Admiralstabs unserer Marine mit, daß neuerdings, in der Nacht auf den 16. April, deutsche Marineluftschifse die südliche englische Ostküste zum Angriff aufgesucht haben. Wiederum sind die Fahrzeuge unbeschädigt zurückgekehrt. Das Reutersche Bureau ergänzt die kurze che Meldung mit Einzel⸗ heiten, und wir erfahren daraus, daß es sich um zwei bis drei Luftschiffe gehandelt hat, die durch Werfen von Bom ben, wie das Reuter⸗Bureau zugibt, Schaden angerichte desen dabehmg noch nicht zu übersehen Die bombardierten Städte und Orte liegen in der Nachbar⸗ schaft Londons, in den Grafschaften Essex und Suffolk. Die Küstenstadt Maldon li 50—60 Kilometer nordöstlich von der englischen Hauptstadt und hat etwa 6500 Einwohner. Das Heybridgebecken hat seinen Namen von einer kleinen Gemeinde, die in Essex liegt und der Mittelpunkt bedeuten⸗ der Salzwerke ist. Die Angriffe auf diese Orte fanden nächtlich um etwa 12 Uhr statt; darauf sollen die Luftschiffe dem Flusse Blackwater gefolgt sein, der in ziemlich gerader Linie von Nordnordwest kommt und bei Maldon in die Blackwater⸗ Bucht mündet. Auf diesem Wege sind die Luftschiffe dann aber wohl in östlicher Richtung abgebogen, um den Angriff auf Lowestoft zu vollführen, wobei ein Weg von etwas über 100 Kilometer zurückzulegen war. Der neue Angriff soll um 1 früh stattgefunden haben. Lowestoft liegt in der Grafschaft Suffolk, etwa 12 Kilometer südlich von der gleichfalls durch deutsche Luftangriffe(am 19. Ja⸗ nuar) bekaumt gewordenen Stadt Yarmouth. Lowestoft hat über 35 000 Einwohner. Auf der Heimfahrt haben unsere Marine⸗Luftschiffe sodann noch Southwold, 18 Kilometer südlich von Lowestoft, mit Bomben beworfen. Uebrigens ist es wahrscheinlich, daß das Reuterbureau nicht alle Orte aufgezählt hat, die von den Luftschiffen angegriffen worden sind. 5 Aber auch südlich von der Themse haben die Bewohner der englischen Ostküste gestern mittag etwas von deutscher Unternehmungslust 5 Ein deutsches Flugzeug hat sich beinahe bis an die Themsemündung vorgewagt und Bom⸗ ben auf Sittingbourne und Faversham(Grafschaft Kent) herabgeworfen. Beide Orte liegen etwa 10 Kilometer südlich von Sheerneß, an der Eisenbahnlinie Dover-London. Neue deutsche Luftschiff⸗Angriffe gegen England. Berlin, 16. April.(WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 15. auf den 16. April haben Marineluftschiffe mehrere verteidigte Plätze an der südlichenengli⸗ schen Ostküste erfolgreich mit Bomben bewor⸗ fen. Die Luftschiffe wurden vor und bei den Angriffen heftig beschossen. Sie sind unbeschädigt zurückgekehrt. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes. 5 gez. Behncke. Amsterdam, 16. April.(Ctr. Blu.) Reuter meldet aus London: Heute nacht um 12 Uhr 10 Mimiten erschienen z wei deutsche Luftschiffe über Maldon in Esserx und warfen vier Bomben, die keinen Schaden anrichteten. Ebenso wurden Bomben geworfen in das Becken von Heybridge, wodurch einige Häuser in Brand gerieten. Die Luftschiffe verfolgten dann den Lauf des Blackwater und beschrieben über diesem Fluß einige Bogen. Ein weiteres Telegramm lautet: Gegen 1.15 Uhr flog ein Luftschiff, das vom Meere kam, über Lowestoft und warf drei oder vier Bomben in die Umgegend dieser Stadt. In einer Ent⸗ srrnung von drei Kilometern von der Stadt brach ein Brand ans. Der Uursaug des Schubens ist nuch nicht festgestellt. N Ferner mesdet Reuter über den Flug: lleber Maldon sind Einzelheiten noch nicht bekannt. Gegen 1 Uhr morgens wurden die Einwohner von Lowestoft gewarnt, daß ein Luftschiff sich nähere. Man hörte sofort darauf drei Explosionen und man sah, wir ein Holzmagazin in Brand geriet. Eine Frau wurde leicht 45 3 8 verwundet, während in einem Stall drei Pferde getötet wurden. Ueber Southwold waren bereits zuvor Bomben geworfen worden. Aus Vlieland leine der nördlichen Inseln Hollands) wird gemeldet: Heute früh um fünf Uhr passierten hier drei Luft⸗ schiffe von Westen nach Nordosten. Eines flog über Vlieland. Es wurden zwei Kanonenschüsse als Warnungssignal abgegeben, worauf das Luftschiff seinen Kurs veränderte. Südlich von Ymuiden wurde heute früh um 5 Uhr ein Luftschiff gesehen. Amsterdam, 16. April.(Ctr. Frkft.) Reuter meldet aus London: Ein deutscher Flieger warf Bomben über Sit⸗ tingbourne und Faversham, beides Hafenplätze an der Themse⸗ Mündung. Berlin, 17. April. Ueber das Ziel der deutschen Luftangriffe gegen England wird dem„Lokalanzeiger“ geschrieben: Da die Engländer die Aushungerung Deutschlands als Hauptkriegsmittel bezeichnet haben, ist es natürlich unsere Pflicht, mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln die Versorgung Englands mit Lebens⸗ mitteln zu verhindern. Dazu würde die Zerstörung der Fischer⸗ flotte von Lowestoft, die aus 111 Dampfern und etwa 600 Segelbooten besteht, nicht wenig beitragen. Der Zeitpunkt für eine solche Tätigkeit gegen diese Flotte ist vorzüglich gewählt, da Lowestoft ein Hauptpunkt für den Heringfang ist. Der Flug weiterer Luftschiffe über Essex kam also London be⸗ trächtlich näher. Es wird wohl angenommen werden können, daß die plötzlich aufgetretene Gefahr unmittelbar vor den Toren Eng- lands große Aufregung hervorrufen wird. London, 16. April.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die Blätter melden, sind zwei Häuser in den von dem deutschen Luftschiff heimgesuchten Orten durch Bomben beschädigt worden. In Wall⸗ send ging eine Bombe durch das Dach eines Hauses und durch⸗ brach die Decke und brachte der Bewohnerin, einer alten Frau, e bei. Im ganzen Tynedistrikte herrschte größte 1 5- a 1 2 n, 10. ik.(WTB. Nich verlautbart: 16. April 191,5 mittags. 5 wies russischer Angriff bei Blogie östlich Piotrkow abge⸗ iesen. An der unteren Nida schoß unsere Artillerie ein russi⸗ sches Munitionsdepot in Brand. Mehrere Schützengräben, der Russen, die in unserem wirkungsvollsten Geschützfeuer lagen, wurden vom Gegner unter großen Verlusten flucht⸗ artig verlassen. In den Karpathen kam es nur im Waldgebirge zu vereinzelten Kämpfen. Vorgehende russische Infanterie wurde mie immer unter bedeutenden Verlusten abgewiesen, 450 Gefangene; partielle Kämpfe im Stryjtale brachten wei⸗ tere 268 Gefangene. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Bu dapest, 16. April.(WTB. Nichtamtlich) Der Sonder⸗ berichterstatter des„Pester Lloyd“ meldet aus Eperjes: Gestern fand an einem Teile der Duklafront Artilleriekampf statt. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. Die Russen laufen in kleinen Gruppen ständig zu uns über, beklagen sich über Hunger und er⸗ geben sich bewaffnet an Zivilpersonen. Den seit Tagen anhaltenden Regen löste jetzt klares Wetter ab. Von den Dardanellen. Konstantinopel, 16. April.(WTB. Nichtamt⸗ lich.) Das Hauptquartier teilt mit: Gestern nachmit⸗ tag beschoß ein feindlicher Panzerkreuzer in großeren Zeitabständen erfolglos die Befestigungen der Dardanellen von der Einfahrt aus. Vier Granaten aus unseren Batterien trafen den Panzerkreuzer, auf dem ein Brand entstand. Das Schiff fuhr sofort in der Richtung auf Tenedos ab.— Die russische Flotte beschoß gestern Eregli und Zunguldak und dampfte hierauf in nördlicher Richtung ab. Ihr ganzer Erfolg war die Ver⸗ senkung einiger Segelschiffe.— Auf den anderen Kriegs⸗ schauplätzen keine Veränderung. Wir finden die zeitweilige zweck- und erfolglose Beschießung von Ortschaften durch Schiffe, die bestündig an der syrischen Küste kreuzen, nicht wert, als Kriegsereignis zu verzeichnen. Konstantinopel, 16. April.(WTB. Nichtamtlich.) Wie aus den Dardanellen berichtet wird, versuchten in der Nacht zum 15. April einige feindliche Tor- pedoboote unter dem Schutze der Dunkelheit sich dem Eingange der Dardanellen zu nähern. Sie entfernten sich jedoch, sobald die türkischen Batterien das Feuer eröffneten. London, 16. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Star“ meldet: Täglich kommen große türkische Truppenmassen auf der Halbinsel von Gallipoli an, besonders in Kilidbahr. Alle schweren Nanonen aus den Festungswerken Konstantinopels würden nach den Dardanellen übergeführt. Auch sei eine große Anzahl deutscher Flugzeuge eingetroffen und beschieße die Transportflotte der Alliierten. Der Schaden, den fie unrichteten, sei unbekannt. Die Kriegsschiffe der Alli⸗ ierten bombardieren täglich die türkischen Stel⸗ lungen. Berlin, 16. April. WTB. Nichtamtlich.) Die„B. 3. am Mittag“ meldet aus Mailand: Der Kriegsberichterstatter Ma⸗ grini i aus Petersburg von großen Vorbereitungen zu einer neuen Aktion gegen den Bosporus und die Dardanellen. In Odessa, Sebastopol und Nikolajewsk stehen drei Armeekorps bereit und im Hafen von Sebastopol fegen ber 150 Transportschiffe. Ein neuer russischer Ueberdread⸗ nought soll Ende April in die Flotte eingereiht werden und Ende Mai ein zweiter Ueberdreadnought fertiggestellt sein. Der türtische Feldzug gegen Aegypten. Konstantinopel, 16. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kommandant der Expeditionsarmee gegen Aegypten, Dschemal Pascha, hielt bei einem ihm zu Ehren gegebenen Bankett eine Ansprache, in welcher er sagte: Wir wollen Aegypten von dem Makel seines Verfüh⸗ rers reinigen und die Feinde verjagen. Wir wollen die Eng⸗ länder entfernen und unsere muselmanischen Brüder von der Knechtschaft befreien. Dies ist die Pflicht, die nicht nur den unter meinem Kommando stehenden Truppen, sondern allen Muselmanen obliegt. Dschemal schloß mit dem Ausdruck der Ueberzeugung, daß dieses Ziel werde erreicht werden. Veniselos. Athen, 16. April.(Ctr. Frkft.) Veniselos ist in der Nacht abgereist, um Kundgebungen zu vermeiden. Er beabsichtigt, einen Aufenthalt in Aegypten und hierauf in der Schweiz zu nehmen. *** Der Seekrieg. London, 16. April.(WTB. Nichtamtlich) Der Damp⸗ fer„City Cambridge“ von der Ellermanlinie, von Alexandria nach Liverpool unterwegs, wurde am 28. März bei Bishoprock auf 250 Yards Entfernung von einem Unterseeboot angegriffen. Das Unterseeboot, das auf der Steuerbordseite auftauchte, feuerte. Der Dampfer ver⸗ änderte seinen Kurs, Volldampf und vermochte, ob⸗ wohl er nur dreizehn Knoten fuhr, bis zum Eintritt den Dunkelheit der Torpedierung auszuweichen. Acht Schüsse trafen und richteten beträchtlichen Schaden an; sie beein⸗ trächtigten aber nicht die Seetüchtigkeit des Schiffes und 1 die Dunkelheit einsetzte, gab das Unterseeboot die Jagd auf. Der Dampfer„Haranja“, von Glasgow 5 Havre unterwegs, wurde ebenfalls von einem Untersee⸗ 1 50 n 7. Der Dampfe 1225 2 K feuerung bon Torpedos, indem er d n mite ee dte. Die„Karanja“, e den Stern die sich in der Nähe von Langships befand, als sie griffen wurde, 2 g 3 nach der Küste, wo sich mehrere Fis E efanden, die das Unterseeboobt offenbar für englische 1* trouillenboote hielten, weil es die Verfolgung aufgab. Amsterdam, 16. April.(WTB. Nichtamtlich.) Aus Hoek van Holland wird gemeldet: Der niederländische Dampfer„Katwyk“, von Baltimore nach Rotterdam mit einer Ladung für die niederländische Regierung konsig⸗ nierten Getreides unterwegs, wurde auf der Höhe des Leuchtschiffes Noordhinder torpediert. Die Mannschaft wurde gerettet und befindet sich an Bord des Leuchtschiffes Sie wird von Marineschaluppen abgeholt. ö (Notiz 8 be ker Die 1 deutschen Re⸗ gierung eingeleitete Untersuchung wird bald Klarheit über den Fall schaffen.) 12 1* a Feindliche Flieger in Süddeutschland. Freiburg 3 16. April.(WTB. Nichtamtlich.) Von den bei dem gestrigen Bombenwürfen eines feindlichen Fliegers schwer Verletzten sind in⸗ zwischen zwei weitere Personen gestorben, so daß sich die Zahl der Todesopfer auf acht erhöht. Schwer verletzt liegen nochacht Personen, leicht verletzt sechs darnieder. Stuttgart, 16. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das stellvertretende Generalkommando gibt bekannt: Heute vor⸗ mittag 9.50 Uhr fand ein Fliegerangriff durch einen französischen Doppeldecker auf die Pulverfabrik in Rott⸗ weil statt. Der Flieger, vom Abwehrkommando sofort mit Feuer empfangen, warf einige Bomben ab. Dadurch wurden zwei Zivilpersonen getötet und eine schwer verwundet. Der Materialschaden ist gering. Der Betrieb der Fabrik ist nicht gestört. Der Flieger, dessen Maschine durch Treffer Scha⸗ den erlitt, flog in südlicher Richtung weiter. Haltingen. 16. April.(WTB. Nichtamtlich.) Heute vor⸗ mittag warf ein feindlicher Flieger insgesamt fünf Bo m⸗ ben in der hiesigen Gemarkung ab. Vier davon ri keinen Schaden an, während die fünfte zwei leerstehende D⸗Zugwagen zertrümmerte, die in Brand gerieten. Ein in der Nähe befind⸗ licher Angestellter der Frankfurter Baufirma Helffmann u Co. erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Der amtliche französische Bericht. Paris, 16. April.(WTB Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom Donnerstag abend. Nördlich von Arras trugen wir einen glänzenden Erfolg davon, welcher denjenigen des letzten Monats vervollständigt. Die ganze Südosthöhe von Notre Dame de Loretto wurde im Bajonettangriff von unseren Truppen eingenommen, welche jetzt die ganzen Südosthänge bis zum Rande Ablain-St. Nazatre besetzt halten. Wir machten 150 Gefangene, darunter mehrere Offiztere und erbeuteten drei Minenwerfer und zwei Ma⸗ schinengewehre. In Thieppal und Laboiselles unternahm der Feind in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag drei Gegen⸗ angriffe, um uns den Ortsvorsprung wieder abzunehmen. Er wurde ren und erlitt schwere Verluste. Um die Mittags⸗ stunde beschoß er hestig die Stellung, griff aber nicht an. Am Mort⸗Mare-Walde warfen wir einen Gegenangriff zurück, ver⸗ folgten den Feind und dehnten das am 13. April gewonnene Ge⸗ lände aus. Der Bestand unserer Beute beläuft sich auf zwei Re⸗ volverkanonen, zwei Minenwerfer, ein Maschinengewehr, mehrere 100 Gewehre und Tausende von Patronen und Granaten. Int Priesterwalde warfen wir einen Gegenangriff zurück, und 1 Gefangene. Ein deutsches Aviatikflugzeug warf Bomben auf s 1 „„ . 2 Hospital von Mourmelon. Als Vergeltungsmaßnahme für das ——— von Nancy durch einen Zeppelin warf eines unserer Flugzeuge fünf Bomben auf das deutsche Große Hauptquartier. Die Geschosse fieten alle auf die Gebäude in Muzisres und Charle⸗ ville, wo der Kaiserliche Generalstab untergebracht ist. Wir bom⸗ bardierten gleichfalls den Bahnhof Freiburg i. Br. Schließlich 1 warf ein Geschwader von 15 Flugzeugen mit vollem Erfolge Bomben auf die deutschen Militärbauten in Ostende. Unsere Flug⸗ zeuge wurden heftig beschossen, kehrten jedoch alle unversehrt heim. (Notiz des B.: Zu dem in der bevorstehenden Depesche er⸗ wähnten Fliegeranguff auf Charleville und Muzières wird uns von zuständiger Stelle mitgeteilt, daß in beiden Orten nur ge⸗ ringer Sachschaden entstanden ist.) Russische Kriegführung. Berlin, 16. April.(WTB. Nichtamtlich) Von der Art, wie die Russen gegen die friedliche Bevölkerung Ostpreußens Krieg geführt haben, zeugen einige Schriftstücke, die in der Mappe eines am 6. April 1915 bei Andrzejewo gefallenen russischen Batail⸗ lonsadjutanten gefunden wurden. Es heißt, darin 6 Befehl an das Detachement Memel Nr. 2, 7. 20 März 1915. 10 Uhr abends Polangen. . In Anbetracht dessen, daß die Landung eines feindlichen Landungskorps nicht gelungen und unmöglich geworden ist, erhielt unser Detachement den Befehl, von neuem die Stadt Memel zu besetzen und für die vom Feinde bewiesene Hinterlist und Treu⸗ llosigkeit die ganze männliche! Bevölkerung aus Memel auszutreiben. Auf den Vormarschstraßen unserer Truppen ist ihr ganzes Hab und Gut zu konfiszieren. Auf Befehl des Höchstkommandierenden sind unverzüglich aus Memel aus den dortigen Werkstätten und Fabriken Preßmaschinen mit Pumpen und Treibriemen, und zwar Fur erung des Betriebes unserer Militärfabriken wegzu⸗ 5 Nittmeister S. hat bei Ausweisung der männlichen Bevölke⸗ rung aus der Stadt die Handwerker aller Berufsarten 3 sondern und sie in den Hinterflügeln der Kasernen unter machung unterzubringen. 5 Oberst Rebrikom wird zum Vorsitzenden der Kommission er⸗ nmanmt, die feit 6.(19.) März besteht, zur Uebernahme der Stadt 8 anstelle des Hauptmanns der ersten Kompagnie Mekarski. Ihm liegt die Ausweisung der Ortseinwohner gemäß vorliegendem Befehl ob. f Charakteristisch ist auch ein unter Ziffer III Abs. 6 erlassener 5 Befehl des. Generalmajors Potapow: * Das bei den Gefangenen vorgefundene Geld ist an die Staats⸗ klasse abzuliefern. (gez.) Generalmajor Potapow, Detachements⸗Führer, (gez.) Kononow, Chef des Stabes. . 1 3 g Japanische Landung in Mexiko. unruhigt durch Berichte aus Kalifornien über die Landung 15 von 4000 Japanern in der Turtle⸗Bai in Nieder⸗ n auf mexikanischem Boden, wo das japanische Kriegsschiff„Asama“ auf Grund lief und noch liegt. Japan sandte fünf Kriegsschiffe und sechs Kohlenschiffe und erklärte, 1 es sei notwendig, die„Asama“ gegen feindliche Angriffe zu 92 schützen. Seitdem haben die Truppen ein Lager bezogen und eine Funkenstation errichtet. Die Behörden in Wa⸗ . 5 shington erklärten die Berichte für übertrieben, doch verlangen die eitungen eine Unterfuchung.(„Frkf. Ztg.“) Aus dem englischen Unterhause. London, 16. April.(WTB. Nichtamtlich.) Im Unter⸗ 3 fragte Williams von der Arbeiterpartei, ob 0 Schritte tun wolle, um dem Kriege für die Armenier eine Autonomie ähnlich der von der 5 0 Regierung den Polen versprochenen zu sichern. 0 8 antwortete, die britische Regierung werde die Interessen des armenischen Volkes in der L en 1 es sei aber in der ge(4 Phase des Krieges unmöglich, zu— welcher eee e Maßnahmen sein werden. Auf eine andere 5— die Regierung die Liste der absoluten Konter⸗ bande auf Baumwollgarn ausdehnen wolle, antwortete Pri se, daß die militärischen Vorteile, die daraus er⸗ 3 würden, einen solchen Schritt nicht rechtfertigen würden. Auf die Anfrage, ob er dem Hause nähere Infor⸗ mationen über die Verschiebung der Reichskonferenz geben kömne, antwortete der Staatssekretär für die Kolonien, 15 urt, er habe in Uebereinstimmung mit den Premier⸗ 5 ministern der Dominions gefunden, daß eine normale Kon⸗ serenz in diesem Jahre während der Feindseligkeiten schwie⸗ rig, wenn nicht unmöglich sein würde. Die Regierung be⸗ absichtige jedoch, die Dominions, wenn die Zeit für eine Er⸗ örterung der Friedensbedingungen gekommen sei, ins Ver⸗ trauen zu ziehen und sie um ihre Meinung zu befragen. Die jüngsten Kämpfe in Mesopotamien. London, 16. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der Stuats⸗ sekretär fiir Indien teilt über die jüngsten Kämpfe in Meso⸗ bpvotamien mit, daß nach Eintreffen beträchtlicher Verstär kungen die türkischen Truppen die Offensive gegen die bri⸗ ichen, Stellungen bei Kurna, Ahwaz und Shaiba aufnahmen. 5 Entfernung, das wirkungslos blieb, weil die. bie Laufgräben nicht er⸗ reichten. Die Beschießung am 12 April ist mit ebensowenig Er⸗ folg wieder aufgenommen worden. Der einzige Schaden, der an⸗ gerichtet wurde, war die Zerstörung eines Teiles der Brücke über den Tigris, die von einer treibenden Mine getroffen wurde. Es kam zu keinem Infanterieangriff, aber eine große Anzahl türkischer Soldaten wurde in den Kähnen der Ein⸗ —— von unseren Truppen beobachtet und von den Küsten⸗ batterien und den Kanonen des Kriegsschiffes„Odin“ beschossen. Der Angriff auf Ahwaz beschränkle sich ebenfalls aur Artillerie! p feuer. das am 12. April den ganzen Tag über andauerte. Im Norden, Westen und Süden der britischen Stellung tauch⸗ den Feträchtliche Abteilungen von Kavallerie auf, die jedoch nicht in Schußweite kamen. Ernstere Formen nahm die Aktion bei Shaiba an. Am 12. April frühmorgens griff der Feind dem Schutz seiner Artillerie die britischen Stellungen von 8. Südwesten und Westen aus an, erneuerte drei Stunden lung seine Angriffe und verschanzte sich dann in Laufgräben. Der Angriff von Süden her wurde ittags wieder aufgenom⸗ 2„von den Briten jedoch abgewiesen. In der Nacht vom 12. auf den 13. fuhr der Feind fort, die britischen Stellungen zu . beschießen. Am 13. früh stellte eine von unseren Truppen aus⸗ gesandte Kapalleriepatrouille fest, daß die Türken einige Häuser und Erdwellen ungefähr eine Meile nördlich von den britischen Stellungen besetzt hatten. Die Briten griffen die Türken an und vertrieben sie. Später wandte sich das Gefecht 2 Westen, wo der Feind ebenfalls zum Weichen gebracht wurde. De Versolzung wurde um 2½ Uhr eingestellt. . Die Haltung Italiens. Rom, 16. April.(WB. Nichtamtlich.) Ministerpräsident Salandra empfing den radikalen Deputierten Agnelli, der iin im Namen vieler. Gesellschaften und Kör⸗ pverschaften um eine Audienz ersucht 145 um inister die 5 Wünsche des Landes vorzutragen und das„ daß f Italien zur Beteiligung am Kriege entschließe. Salandra lehnte die n und bemerkte, was heute nötig sei, sei vor allem Ruhe, Besonnenheit und Disziplin. Er erwarte, daß die Vertreter der Meinung Agnellis in dem gegen⸗ New Vork, 16. April.(Ctr. Frkft.) Die Presse ist sehr be⸗ E 5 3 3 2 Aus dem Reiche. Die Einzahlung der Kriegsanleihe. Berlin, 16. April.(WTB. Amtlich.) Das Einzahlungs⸗ ergebnis zum ersten Einzahlungstermin für die Kriegs⸗ anleihe liegt jetzt vor. Nach den getroffenen Bestimmungen waren bis zu diesem Termin die kleinen Zeichnungen bis zu 1000 Mk. einschließlich voll und auf die größeren Zeich⸗ nungen 30 Prozent, zusammen also rund 3360 Millionen Mark oder 37 Prozent der Gesamtsumme zahlbar. Tatsäch⸗ lich sind gezahlt 6076 Mällionen Mark oder 67 Proz. der Gesamtsumme, also 2716 Millionen Mark oder 30 Proz. mehr als fällig. Berlin, 16. April.( Amtlich.) Der Reichs⸗ kanzler hat durch Ausführungsbestimmungen zu der Be⸗ lanntmachung betreffend die Einschränkung der Trinkbranntweinerzeugung die Versteuerung von Branntwein für Krankenhäuser, Laboratorien, Arznei⸗ mittelfabriken, Apotheken, Parfümeriefabriken und Fabriken zur Herstellung von Fruchtauszügen für alkoholfreie Ge⸗ tränke geregelt.— Die Ausführungsbestimmungen werden in der Nummer 16 des Zentralblatts für das Deutsche Reich vom 16. April 1915 sowie in dem amtlichen Teil des„Deut⸗ schen Reichsanzeigers“ veröffentlicht werden. Berlin, 16. April.(WTB. Nichtamtlich.) Wie wir aus zuverläffiger Quelle erfahren, sollen demnächst, um dem teilweise wucherischen Treiben im Benzolhandel zu dteuern, Höchstpreise für Benzol festgesetzt werden. Da der gewissenhafte Handel mit Preisen zwischen 30 und 40 Mk. für 100 Kilogramm handelt, dürfte die festzusetzende Höchst⸗ grenze kaum 1 hierüber 1 Aus Stabi und cand. Gießen, 17. April 1915. Die Offensive. Eine dramatische Begebenheit. Ort: Ein Abteil 3. Klasse, zwischen Gießen und Frank⸗ furt. Personen: Ein Herr, Fünfziger, gut genährt und unterhaltsam, ein bayerischer Soldat, Reisende, ein Bub. Der Herr(in einer anscheinend schon vor undenklichen Zeiten begonnenen Rede fortfahrend):.... Daß das die Entscheidung herbeiführen muß, ist doch klar. Ich habe mir ee lassen, die Infanteriegeschosse sich an den efanten platt schlagen. Wie gesagt, wenn die wärmere Jahreszeit gestattet, die Inder wieder an die Front zu bringen mit den im Winter für diese Spezialzwecke aus⸗ gebildeten Elefanten— ich stehe für nichts... Der Soldat(schweigt). Der Herr: Es ist ja überhaupt bedauerlich, daß auf die Ratschläge und riefen unterrichteter Zivilpersonen so wenig gehört wird. Der Soldat(lächelt). Der Herr Lersichtlich peinlich berührt): lachen Sie? Sind Sie etwa anderer Meinung? Der Soldat(schweigt). Der Herr: Na also! We gesagt, ich scheue mich nicht, es auszusprechen: Es sind Fehler gemacht worden, große Fehler, Fehler, die sich aufs bitterste rächen müssen Der Soldat(spuckt zum Fenster hinaus). Der Herr(mit einem mißtrauischen hrenblich: Dafür hat man sich eben bei der Leitung zu bedanken. Aber auch der Geist in den Schützengräben soll nicht mehr so Der Soldat(räuspert sich stark). Der Herr(um einen blasser): Nun,. nicht so aufgeregt! Man kann ja auch nicht immer die Wach am Rhein sin falls, wie ich schon— e sest daß wir den Anschluß verpaßt haben. Wir mußten die Offen⸗ sive viel früher beginnen. Wir mußten losschlagen, ehe der Feind im Westen sich so verstärken konnte. Ich habe Nach⸗ richten, Nachrichten sage ich Ihnen—— Na, ich will keinen Vertrauensbruch begehen, aber ich meine Herren, die Engländer sind heute in der kritischen Ecke da oben(kreisförmige Bewegung mit der Meerschaum⸗ spitze) stärker als je. Was meinen Sie zu der Offensive, Herr Unteroffizier? Der Soldat: Unt'roffizier bin i nöt. Un woas die Offensive betreffen tuat, dös will i Eahna sog'n: I wart halt no a weng! Der Herr, sehr mißtrauisch geworden, spricht eine Weile vom Wetter, gelangt aber auf dem Umwege über Regen, Saatenstand, russischen Weizen, Dardanellen und Italien zu seinem Unglück wieder nach Flandern. Die Reisenden(rutschen unruhig hin und her). Wa rum eine Zigarre zu). Der H err(blickt bedenklich auf das LA Na, daß es da oben bald zum Klap lauten 8 25 71005 j er Soldat(schweigt Der Herr: Sehn Sie! Na, dann wird man ja—. bald wieder von einem neuen Eisernen⸗Kreuz⸗Segen Sollen ja, wie ich aus bester Quelle höre, nie so viel Kr verteilt worden sein, als damals, wie wir bei Neuve den Kürzeren ha— Der Soldat list bei— aufgestanden und läßt bei„ha—“ die bayrische st so wachbrillich auf den gegneri a daß der 3 plötzlich im Dune fle e ee Offensive noch verinteressiert: Wo mir aus 3 mir jetz oafang'n! Un wo Sie mit dena Kreiz'n so guat Aller un k tus Setz dennen es aa no san Bobu, 82 Die Reisenden: Bravo! Ete hat's aber geraucht! fen Da hawwe Se's! 1 Der Herr sieht sich, nachdem er wieder in den Besitz des Sehvermögens gelangt ist, gedemütigt einer ablehnen den Volksstimmung„glättet bebend den hava⸗ rierten Filz und verläßt an der nächsten Station fluchtartig die ungastliche Stätte. 0 St de Shuifhagebesh 15 —. Bub(als der Noch ebbes Offensiv gefä Diese Szene, deren Kenntnis wir einem Augenzeugen verdanken, erzählen wir nicht wieder, um dem Miesmacher⸗ — Maulheldentum enüber Lynchgericht und 1 4 n zu empfehlen, sondern nur, um Gesinnungsge⸗ 50 en des„Herrn“ eine Gelegenheit zum Nachdenken zu geben. Siegeszuversicht und das, was man patriotischen Anstand nennen möchte, können nicht mit der Schlagfertig⸗ leit einer einzelnen Hand eingehämmert werden, aber 1 ich jeder Miesmacher bei seinen Opfern einer erfris Offenherzigkeit begegnet, bedarf es eines solchen han 75 lichen Menetekels auch kaum. Leider aber hat man Beispiele, wo sich die Opposition nicht hervorwagt, ja wo die Zuh örer wa— 5— Italien schwerwiegenden Momente auch in dieser Ri e Pflicht tun würden. g 0 den Bedenklichkeiten und den achselzuckenden Zweifelsü⸗ che. leien der een und e wie einer Offen⸗ kann Sie versichern, bone Der Soldat(schneidet sich mit einem Riesenmesser j 28 sonbern die 8 ffen 10 deutschen Anpfiff zu beseben r W der zu wirken. 5 ** Auf dem Felde der Ehre gefallen. 5(Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Leutn. d. Res. stud. mach. Karl Pfannmüller, Inf-Rgt. 143, aus Darmstadt.— Feld-Unterazt Karl Kli ngenschmidt, 1 Brigade-Ersatbat. 29, aus Alsheim.— Gardist Karl Zin ßer, Res.⸗Ini.-Rgt. 254, aus Grünberg.— Landwehrmann Hermann Schäfer I., Landwehr-Ersatz-Bat. 42, aus Grünberg.— Gefreiter Fahnenjunker Eugene S auer, Inf.-Rgt. 163, aus Bensheim.— Offiz.⸗Stellv. Dipl.-Ing. Erhard Berke, Ins.-Rgt. 163, aus Offen- bach a. M.— Offiz.⸗Stellv. Gustav Seredszun, Iuf.-Rgt. 168, aus Offenbach a. M.— Unteroff. Christoph Aae III. aus Off⸗ stein.— Musl. Wilh. Diehl, Ins.-Agt. 138, aus Reiskirchen(Rr. Wetzlar).— Vizefeldw. d. Res. Bureau Assistent Georg Klein, Res.-Inf.-Rgt. 253, aus Darmstadt.— Landwehrm. Ewald Baum, Inf.-Rgt. 49, aus Dermstadt.— Ersetz⸗Res. Albert Dell manu, Ink.-⸗Rgt. 174, aus Darmstadt.— Lehrer Wilh. Seip in Darm⸗ stadt.— Kriegsfreiw. Architekt Arthur Christ in Wies baden. *** 5 L. U. Der 70. Geburtstag Geheimrats Dr. Aß⸗ ö mann. Die Landes⸗Universität, zu deren Mitgliedern Geh. Rat Aßmann seit seiner Uebersiedelung 3 sehr 17 bald in engere persönliche Beziehungen getreten i qus⸗ wärtige und hiesige Freunde, Verehrer und Fachgeno en des lars zu einer VBegrüßungsfeier eingeladen, zu der si am 13. d. Mts., vormittags, etwa 50 Damen und Herren in der kleinen Aula der Univerität zusammenfanden. Zuer der Rektor Geheimrat Dr. Sommer den Jubilar im der Universität und schilderte in einer die Au⸗ fänge und 9— seines wis. In längerer Rede beleuchtete dann der eee in der Leitun 115 Lin! 70 des Jubilars vom meteorol⸗ 5 Institut in Potsdam die Festschrift, die der 2 8 5 von e leiteten Zeitschrift„Das Wetter“ Herr Dr. Se als Sens 5 heft dieser Zeitschrift herausgegeben hat, und die nicht weniger als 28 Beiträge von S lern und Fachgenossen des Gefeierten 8. hält. 115 Professor J 8 3 ien Porffeat 5 einer si rnen S. 15 le rüße der Deutst 9 ikal i 5 Gesellschaft und im Anschluß f sprach Herr erat Scheel für die Schriftleitung der„Fortschritte der Physik“, die von 75 8 Gesellschaft in Berlin herausgegeben werden, deren dritter, die kosmische Phyfik 8 Teil seit 27 e von Aßmann bearbeitet wird. Der eee— 2 75 N hat, hatte Herrn Forschner mit einer war H of Bjerknes zur 4 15 1 Werbach 155 Kian des„ 7— stitutes der Undwersität Leipzig. e Sete igen Schüler des und M. Methur für das 15 e i e arbur i 23 und für den Kurhessischen 3 für ahrt. Ober Gesellschaft für Natur⸗ und Professor Dr. Versluys Aßmanns zum Ehrenmitglied Gießen ließ durch seine beiden Vor brachte dur die Urkunde über die— F die. Sievers, einen ne in der ebenfalls die 3 f Ebrenmghtede des Verehis ausgesprochen war. 55 1 zahlreichen Ansprachen antwortete der Gefeierte mit 5 e nd te die Anwesenden durch seinen Esiiden H.—— ds eee Mitteilungen aus seinem 1 be. wegten Beförderung. Bautechniker Heinrich Damm von hier, der beim hiesigen Kaiser Wilhelm-⸗Regiment diente, wurde bei der Mobilmachung zu den Pionieren eingezogen und dort zum Vizeseldwebel befördert; er wurde dann zu einem Minenwerser⸗ Bataillon versetzt und zum Offizier⸗Stellvertreter ernannt. » Von der städtischen 2 Das Verkehrsbild unserer Me das 1. Quartal 1915 stellt sich aum des Vor⸗ dessen nisse in Genen sind, wie Beförderte Berlenen 1 Rote Linie Grüne Linie beide. 254 438(164 464) 124 5 8 378 600. Zunahme 89 974 97071 5 Einnahmen aus dem Belege Rote Linie Grüne Linie de zusammen Mk. 23 335(16 029) Mk. 11016(11 423) Mk. 34 352(27 452) 1915 mehr Mk. 7306 weniger Mk. 407 mehr Mk. 6900 188 109 22⁰ e e e h J die in Biere We! 55 Sar W —. wozu deen er Boten 95 Die e Oberhessens ent⸗ senden morgen ihre Leiter zu einer Versammlung ins Hotel„Großherzog“ in Gießen, auf der grundlegende Fragen der Organisation der Jungmannschaften beraten werden sollen. Bei entsprechender Witterung ist für den Nachmittag eine Vorführung von Gießener Mannschaften vorgesehen. 8 i k.. Landkreis Gießen. 5 A r a. d. Lumda, 16. April. Der hier gebürtige Leutnant Reinhard Moll im Insanterie-Regiment Prinz Wilhelm Nr. 112 erhielt, nachdem er kürzlich mit dem Eisernen Kreuze aus- gezeichnet worden war, die 1 Tapferkeitsmedaille (a) Nonnenroth, 15. April. Von den ern un⸗ eres wurden bis jeht vier mit dem Eiser nen Wilhelm K Untero — 20 o ch be ba ders Juch letztere wurde gleichzeitig zum 0 ee 9 reußz 2. Klasse ausgezeichnet. Es sind dies:. Der A UF — Froßberzogin verliehene Ehrenzeichen für 25jähri treue Dienstzeit überreicht. 0 de ich für 25jährige 10 6 von hier kon 8 auf eine 25 jäh Dienstzeit bei der freiwilligen Feuerwehr zurück⸗ blicken. Aus diesem Anlaß wurde ihm gestern das von der n Kreis Schotten. Ulsa, 16. April. Tie hiesige Molkereigenossen- erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahre einen Reingewinn von Ml. 7057,75, so daß an die Genossen für den Liter gelieferter Vollmilch noch ½ Pfennig nachbezahlt werden können. Für die Kriegsanleihe wurden 2000 Mk. gezeichnet, der Rest wird dem n 92 2 des äußerst gelinden Winters eschafft werden konnte, so wurde die N Kühlmaschine beschlossen. 5 1. Kreis Friedberg. r. Bad⸗Nauheim, 16. April. Unter sehr günstigen umständen— schönes Wetter, zahlreiches Kurpublikum und zuversichtliche Stimrrung— wurde heute nachmittag mit einem Festkonzert unter Leitung des Herrn Prof. Winder⸗ stein die offtzielle Wurzeit 1915 eröffnet. Die Lei⸗ stungen der Kurkapelle fanden reichen Beifall, und es wurde allgemein anerkannt, daß es Prof. Winderstein trotz der schwierigen Verhältnisse fertig gebracht hat, ein vorzüg⸗ liches Orchester zusammenzustellen. Den hier die Kur ge⸗ brauchenden Kriegsteilnehmern hat die Großh. Bade⸗ und Kurverwaltung bedeutende Vergünstigun⸗ gen eingeräumt. Die Saalveranstaltungen, Vorträge, musikalische Abende usw., beginnen Ende dieses Monats. Das Großh. Kurtheater unter Leitung des Herrn Direk⸗ tor Steingoetter wird Anfang Mai eröffnet. Aus der Wetterau, 15. April. Die allenthalben abgehaltenen Vorträge über Volksernährung im Kriege zeigen bereits ihre Wirkungen. Jeder Flecken Land wird angebaut, hauptsächlich Gemüse und Kartoffeln werden gepflanzt. Ueberall sieht man Aussaaten im Kasten, damit man möglichst früh Gemüse auf den Markt bringen kann. Nachdem der frische Wuchs des Frühlings eingetreten ist, läßt sich die Ueberwinterung der Wintersaat überblicken. In⸗ folge des gelinden Winters ist sie vorzüglich und verspricht eine gute Ernte. Vereinzelt hat das Korn durch Mäuse⸗ und eckenfraß gelitten. Auch Weizen und Klee haben vortrefflich überwintert. Auch die Sommerfrucht ist bereits ausgestellt und teilweise schon im Wachsen begriffen. Eifrig ist der Bauersmann bemüht, die Aecker zur Kartoffelbestel⸗ lung vorzubereiten. Starkenburg und Rheinhessen. 14 ch. Aus Rheinhessen, 16. April. Die letzte Woche brachte feuchtes Wetter, so daß die Arbeiten in den Wein- bergen nur langsam vorangingen. Die Nachfrage nach 1914er und älterem Wein war zuletzt rege. Besonders wurde nach kleineren Weinen gefragt. Die Vestände sind aber nicht mehr groß. Der Geschäftsgang war belebt. In den letzten 8 Tagen konnten in Rheinhessen etwa 120 Stick 1914er umgesetzt werden. ö Kreis Wetzlar. . Wetz lar, 16. April. In unserem Kreise gibt es noch fünf Gemeinden, die weder Zuschläge zur Staats-Einkommensteuer, noch Realsteuern erheben. Es sind dies die Orte Greisental, Griedelbach, Holzhausen, Neukirchen und Oberwetz. 1 Büchertisch. — Otto Rodehorst, Und wenn die Welt voll Teufel wär! 8 Sammlung von Werken zeitgenössischer Schriststeller, and 120.) Geheftet Mk. 2.— Volkstümlich werden in diesem Buche die Schicksale zweier niedersächsischer Bauernsöhne, eines Brüderpaares, und ihrer Freunde in den ersten Feldzugswochen erzählt. Die Wirkung des Kriegsausbruches im Heimatdorse, die Mobilisation in Celle sind in ihrer erhebenden Summung erfaßt. Mit dem Reserve-Insanterie-Regiment 77 ziehen die Brüder und ihre 8 ins Sd Ihre Feuertaufe erhalten sie bei Namur. Die Schlacht bei St. Quentin bringt dem einen der Brüder den Heldentod. Der andere macht den Vorstoß an die Marne mit, kämpft im Schützengraben an der Aisne und dann in Flandern am Mer⸗Kanal, wo er verwundet wird. Seine Heimkehr bildet den Beschluß des Buches. Klar und einsach erzählt er aus der Seele des Volles heraus die großen Ereignisse. —— Börsen⸗ Wochenbericht. Frankfurt a. M., 17. April. Günstige Nachrichten über die Kriegs lage in Ost und West, sowie Gerüchte über das Friedensbedürfnis unserer Feinde, das allerdings weder bei uns noch bei unseren Verbündeten einen Widerhall findet, aber vielleicht auf eine gewisse Kriegsmüdigkeit unserer ier schließen läßt, übten auf den freien Verkehr der Börse in der sangenen Woche einen unverkennbaren Ein⸗ fluß aus. Weitere te, die auf die Stimmung vorteilhaft einwirkten, waren die Fortdauer desflüssigen Geldstandes, ul die Ichbefteße Ttigkeit in 1 5 it in unserer Industrie uud der R i d der Devisenpreise, weil man daraus schließen will, daß der deutsche Export trotz aller feindlichen Maßnahmen in der Zu⸗ nahme begriffen ist, wogegen die Einfuhr aus dem Auslande sich weiter vermindern dürfte. Die überaus günsti Mitteilungen über die Geschäftslage in der Montan industrie, namentlich die erfolgten— wirkten besonders ermutigend. Jeden⸗ falls werden die Werke durch die neuen Preiserhöhungen die letzten Mehrkosten, wobei namentlich die ab 1. April erhöhten Kohlenpreise in Betracht kommen, wieder ausgleichen können und sich damit die Aufrechterhaltung der bisherigen Rentabilität für einige Zeit ge⸗ sichert haben. Viel bemerkt wurde von der Börse auch die Erhöhung der Liquidität, die viele Industriegesellschaften während des Krieges durch eine fortschreitende Liquidation ihrer Bestände erreicht haben, so daß eine Reihe von Gesellschaften in die Lage kam, ihre Bank⸗ schulden abzutragen. Viele Gesellschaften verfügen sogar über große Guthaben bei ihren Vankverbindungen, wodurch sie für die ge⸗ waltigen Aufgaben, die nach Beendigung des Krieges an unsere Ge⸗ samtwirtschaft herantreten werden, gestärkt erscheinen. Unter den Montanwerten zeichneten sich besonders Phönix durch eine bemerkenswerte Kurssteigerung aus. Man wollte Käufe von Per⸗ sonen bemerken, die der Verwaltung des Unternehmens nahe stehen, und es verlautete im Zusammenhang hiermit, daß die letzten Mo⸗ natsausweise recht günstige Ergebnisse geliefert hätten. Ausgehend von der Phönixbewegung trat später auch Kauflust für die anderen Bergwerks- und Hüttenaktien hervor Von sonstigen Industrie⸗ papieren standen noch Teutsche Waffen⸗ und Munitionsfabriken in lebhaftem Geschäftsverkehr. Auf Käufe von erster Seite konnte sich der Kurs der Aktien ansehnlich befestigen. Regem Interesse begegneten auch wieder Autowerte, Schuh⸗ und Lederfabrikation,. Rheinmetall und Hirsch Kupferwerke. Außer den sogenannten Kriegswerten waren aber auch andere Industriepapiere wieder mehr begünstigt. Immer stärker beschäftigt sich die Spekulation mit dem, was nach dem Kriege kommen werde. Sie überschlägt die umfang⸗ reichen Wiederherstellungsarbeiten und die Materialerneuerungen, die kommen müßten, und hält Umschau nach Unternehmungen, die davon profitieren würden. So kam es, daß in dieser Woche auch chemische Werte und Elektrizitätsaktien reger Kauflust begegneten. Feste Haltung zeigten auch deutsche Anleihen und von fremden Renten österreichisch⸗ungarische Werte und Japaner. Amerikanische Werte neigten im Zusammenhang mit dem Rückgang der Valuta zur Schwäche. Privatdiskont etwa 4¼ Prozent. Märkte. Gießen, 17. April. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Piund 1,25—1,35 Mk.) Hühner⸗ eier 1 Stück 10—11 Pia., 2 Stück 00 Pig. Enteneier 1 St. 0 Pig. 2 St. 00 Pig.: Gänseeier 1 St. 0-0 Pig., 2 St. 00 Pig.: Käse das Stück 7—8 Pig, Käsematte 2 Stück 6—0 Pfg.: Tauben das Paar 1,00—1,40 Mk., Hühner das Stück 1,00— 2,50 Mk., Hahnen das Stück 1,00— 2,50 Mk., Enten das Stück 2,50— 3,00 Mk., Welsche 4—5 Mk.; Ochsenfleisch das Piund Mk. 1,04- 1,08, Rind ⸗ fleisch das Pfund 94— 98 Pfa., Kuhfleisch 86—90 Pig., Schweine; sleisch das Pd. 110-116 120 Pig, Kalbfleisch d. Bid. 92- 96 Pig. Hammelfleisch das Pfund 90—10) Pig; Kartoffeln 100 Kilo 12—13,50 Pek., Weißkraut d. St. 20—30 Pig. Zwiebeln der Ztr 25,00—30,00 Mk.“ Milch das Liter 24 Pfg. Aepfel das Pfund 20—30 Pig.: Nüsse 100 Stück 60 Pig.— Marttzeit von 7 bis 1 nr. ch. Bingen, 17. April. Marktpreise. Weizen Mk. 00,00, Korn Mk. 00,0, Gerste Mt. 00,00, Haser Mk. 00,00, Heu Mk. 0,00, Stroh Mk. 0,00, Kartoffeln Mk. 12,00, Erbsen Mk. 00,0), Linsen Mk. 60,00, Bohnen Mk. 00,00, Weißmehl Mk. 50,00, Roggenmehl Mk. 42,00; alles für 100 Klar. Butter 1 Klgr. Mk. 3,00, Milch 1 Liter 26 Pfg., Eier 10 Stück Mk. 1,00. 10. Wiesbaden, 16. April. Heu- und Strohmarkt. Auf dem heutigen Markt war nichts angefahren. g FC. Wiesbaden. Viehhof⸗ Marktbericht vom 18. April. Auftrieb: Rinder 89(Ochsen 6, Bullen 11, Kühe und Färsen 72), Kälber 119, Schase 7, Schweme 223. f Die Preise hielten sich auf der gleichen Höhe wie am 12. April; bei lebhastem Geschäft ist der Markt bald geräumt. 9 R FFC Letzte Nachrichten. v. Wiegands Unterredung mit dem Papste. i Köln, 17. April. Der„Osservatore Romano“ teilt nach einer römischen Meldung der„Köln. Volksztg.“ mit, daß die Unterredung von Wiegands mit dem Papste durch einen Dolmetscher geführt worden sei. Daher sei es kein Wunder, wenn in der Wiedergabe der Worte des Papstes Unrichtigkeiten und Unge⸗ nauigkeiten unterlaufen seien. Der Papst sprach den heißen Wunsch nach Wiederherstellung des Friedens aus. Wenn die neutralen Mächte, unter ihnen die Vereinigten Staaten an erster Stelle, die Stunde für gekommen hielten, eine Aktion zugunsten des Friedens einzuleiten, so würde der Papst glücklich sein, seinen hohen moralischen Einfluß zum Besten einer so edlen Sache geltend zu machen. Alles andere, was die Pressepolemik aus den Worten des Papstes heraus⸗ lesen will, ist der Form zuzuschreiben, in welcher v. Wie⸗ gand die Unterredung kleidete. Die neuen Angriffe auf die Dardanellen. Konstantinopel, 16. April.(WTB. Nichtamtlich.) Nach⸗ richten aus Gallipoli zufolge geben die feindlichen Kriegsschiffe von Zeit zu Zeit Kanonenschüsse auf die Umgebung von Bula ir ab, ohne daß es ihnen gelingt, Schaden anzurichten. Die Haltung Italiens. Berlin, 17. April.(WTB. Nichtamtlich.) Dazu, daß Salandra die Kriegshetzer in Rom zur Ruhe gewiesen hat, bemerkt der„Lokalanz.“: Damit ist über die endgültige Entschließung Italiens noch nichts gesagt. Da der Ministerpräsident von dem A e schicksals⸗ schweren Moment sprach, den das durchmacht, darf man wohl annehmen, daß die Ungewißheit nicht mehr von langer Dauer sein werde. Die spanische Neutralität. Lyon, 17. April. Der„Républicain“ meldet aus Bar⸗ oelona: Graf Romanones hat sich in etner Sondermission nach den Balearen begeben, wo er die Befestigungen besichtigen soll, um über etwa notwendige Ausbesserungen Bericht zu erstatten. Er wurde vor seiner Abreise befragt und erklärte, die spanische Oeffentlichkeit sei von der Notwendig ⸗ keit der Neutralität Spaniens aufs tiefste durchdrungen. Es bestehe kein Grund, die Neutralität aufzugeben. r 2 daß der Krieg den zweiten Winter nicht über⸗ 8 uern werde. Gründung einer neuen englischen Partei. Rotterdam, 17. April. Aus London wird berichtet, daß der bekannte Arbeiterführer John Burns, der bis Kriegsaus⸗ bruch Mitglied des englischen Kabinetts war, eine neue radikale Partei gründen will, die in ihrem Programm eine schnelle Be⸗ endigung des Krieges und eine Aussöhnung zwischen Eng⸗ land und Deutschland fordern soll. Die neue Partei wird Anschluß an die unabhängige Arbeiterpartei Macdonalds und Keir Hardies erstreben. 5 5 8 g 5 Die Bevölkerungsstatistik Frankreichs. Genf, 17. April. Der französische Arbeitsminister veröffent- licht eine Statistik der Bevölkerungszunahme, die im ersten Viertel⸗ jahr 1915 in 82 Departements, ausgenommen die 5 von den Deutschen besetzten, aufgenommen ist. Das Resultat ist erschreckend: 3971 Geburten, 20845 Sterbefälle, 6445 Ehe⸗ scheidungen, 3 um 2000 Heiraten weniger als im 5— 1914. Der„Temps“ bemerkt dazu, die Ausblicke für die ft seien furchtbar. Dieses Problem müsse nach dem Friedens⸗ schluß die 8 die Gesetzgeber und die Soziologen gleicher⸗ maßen beschäftigen, sonst seien alle Opfer vergebens. 16.30. 5,4 16. bis 16. April 1218 Höchste Temperatur am 18 18.„ 1, 7 Niedrigste„ 1 4 Niederschlag: 0, mm. —— 2—v— 2—— meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. — E 2 2 + N 1. K 83 23 23 32 f 33 Avril 8. 88 3 S2 2 28 Wettes von 21000 Rerzten anerkanntes Kräi- 1015[C 33 Z S Ss 6s tigungsmittel für Körper und Nerven. 5[2 8 8 S S 3 8 5 1 rpe 8 4 Feldposibrief-Pacdcungen 16. 2 751,3 15,6 5,5 42 NW 2 6 Sonnenschein in allen Apotheken und Drogerien. 16. 8% 50,7 11,1 7,0 71 Ww 2 10 Bed. Himmel 17. 1 150,1 7,4] 67 87 W 210* 85 * Universität Frankfurt am Main Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 18. April 115: Abnehmende Bewölkung, meist trocken, mild, nordwestliche Winde. ANATOGdEN Das Vorlesungs-Verzeichnis für das Sommer- Semester 1915 ist erschienen und wird auf Verlangen vom Sekretariat(Jordanstraße 17) unentgeltlich, Zu- gesandt. 340788 Ia. Schweinekleinfleisch Asldhananhaamnnnn annum f Oehsena Extrakt 10 Pfd.(Postkellt) Mk. 3.95 An 5ösd. Dabei d. 08 9 Ia. Eisbeine Dickb.)6. 5 7 9 Pfd. Ia. Schweins k. m. B. 6.20 Ia. ger. Rippenspe f 12.60 Ja. do. Schweins back.8.55 9 Pfd. Ia. Euter⸗Rauchslsch. 4.95 eee 9 Bid. Ja. Schintenwurst 18.30 9 Pfd. Ia. Thürg. Rotwurst.90 Ia. Land⸗Leberwurst7.90 9 Pfd. Ia. Eigelb⸗Pflanzen⸗ butter(Margarine) Mk. 8.10 liefert ab Nortorf.— Nachn. Heinrieh Kr Hortor! clteln) Kr. Fam. 088 hampooniere (Kopfwaschen) mit dem neuesten elektrischen Warmluft- Trockenapparat empfiehlt sich Hermann Plank Wwe. Liefere Deutsche Mäumaschinen Alemannia für Gras, Klee und Getreide, I- und 2-spännig(auch für zwei Kühe) unübertroffen in Ausführung, Leicht- zügigkeit und sauberem Schnitt = wülrzt u. kräftigt alle Suppen u. 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April 1918 1 Freudig zog er in den Krieg, Mutig socht er mit zum Sieg, Bis in traf in junger Brust Feindes Blei gans unbewußt. Am 30. März starb den Heldentod fürs 2 Vaterland unser treuer Kamerad Otto Henkelmann Musketier im Reserve-⸗Inf.⸗Regt. 254 5. Kompagnie im Alter von 22 Jahren. Wir werden sein Andenken allzeit in 705 Ehren halten. Seine Kameraden K. Luh L. Euler L. Amend K. ulm W. Krug. Allendorf a. d. Lahn, den 17. April 1915. Wiedersehen war seine Hoffnung. een: Gießener Freiwil. Feuerwehr Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teil⸗ nahme während der Krankheit und beim Tode meines lieben Mannes sage ich allen herzlichen Dank. Besonderen Dank dem Ver⸗ ein ehemaliger 116er sowie der Firma Ben⸗ ninger und den Arbeitern der Firma für erwiesene Aufmerksamkeiten. Marie Weiershäuser Wwe. Gießen, den 17. April 1915. 503 5 1. Mitteilungen und Jabresbericht. 2. 5. Neuwabl des Vorstandes. Is 231 der Satzung. 7. Verschiedenes. i Aeleuekkeierdn Ars n. Hug Sonntag, 18. April, nachmittags 3 Uhr, Tagesordnung: i 2 Die Frübiabrsarbeiten auf dem Bienenstande.— 3. Todes⸗Anzeige. Am 4. April starb nach seiner zweiten schweren Verwundung im Feldlazarett den Heldentod fürs Vaterland unser braver, guter Sohn und Bruder Musketier Wilhelm Stein Infanterie ⸗ Regt. Nr. 254, 7. Kompagnie im 24. Lebensjahre. In tieser Trauer: Familie Heinrich Stein I., 02127 Zimmermeister. Großen-Buseck, den 16. April 1915. Nachruf. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 14. März in Feindesland unser treuer Sangesbruder Ludwig Weber Musk. im Reserve⸗JInf.⸗Reg. 224, 10. Komp. Wir werden ihm stets ein ehrendes An⸗ denken bewahren.. Hesangverein Liederkranz, Dutenhofen. Berlin und Vororte wird die Vertretung einer ersten Zigarren-Fabrik gesucht. Suchender ist militärfreier, tatkräftiger Kauf⸗ mann, Christ, 35 Jahre, verbeiratet und bei den Berliner Zigarrenfirmen seit Jahren bestens eingeführt, sowie selten gut mit deren Verhältnissen vertraut. Beste Aus⸗ künfte über Ruf und Vermögen stehen zur Verfligung. Gefl. Offerten erbeten durch Rudolf Mosse, Berlin 8W. unter J. R. 14125. 349285 Militär⸗Anwärter treffen sich am Dienstag abend ½9 Uhr im [Café Mayer, Kaiser⸗Allee. 2 Der Vorstand Tuftkurhotef Teschmüũnle Topper. anus Telephon Bad Hom- burg. 699. Prachtvolle Spaziergänge durch Wiesen und Wald. Verlangen Sie Prospekt. 31¹⁴D Ordentl. Haupt-Versammlung findet Hontag, den 28. April 1915, abends 8 Uhr bei Gastwirt Albeld, zum„Gambrinus“, Lirchstr. statt, wozu wir die Kameraden hiermit einladen. N in* 2. Kassenbericht. 4. Jabresrechnung für 1914/15. 4. Voranschlag für 1915/16. 6. Etwaige Anträge gemäß In Uniform, Dienstanzug. 3481B Der Vorstand. Versammlung 5 nacht bei Kraft. 1. Bericht über die Ausschußsstzung.— 3. Samenverteilung.— 4. Beitragserhebung. Buß. Verlag von Emil J Roth in Gießen. Sr——(—(— 5 Das Tan von der Lahnquelle bis zur Mündung nebst den Seitentälern in ihren unteren und mittleren Stufen. 4. Auflage.— Bearbeitet von Heinrich Luerssen. Mit ca. 100 Illustrationen und 6 Plänen, 4 Kärtchen u. einer großen Uebersichtskarte Preis: Flexibel gebunden 2.— Mark. Reclam's Universum: Ter neue Roth sche Führer durch das Lahntal, der nun schon in 4. Auflage vorliegt, ist gegen die früheren Auflagen wesentlich ergänzt und erweitert worden. Das Buch soll in erster Linie dem praktischen Gebrauch des Touristen dienen. Deshalb sind eine ganze Reibe von hübschen und interessanten Wanderungen in dem Führer verzeichnet, daneben ist aber auch kurz und treffend die Site Entwicklung der wich⸗ tigsten Burgen und Plätze angedeutet, was das Buch noch besonders wertvoll macht. Die beigegebenen Karten und zahlreichen in den Text eingestreuten Illustrationen sind gut und deutlich. Auch die Wege⸗ markiexungen sind genau angegeben. Der Führer kann allen, die sich für das schöne Lahntal interessteren, empfohlen werden. 3488R Cafeè Amend Sonntag 1644 Künstler- Konzert 1 In treuer Pflichterfũllung für sein geliebtes Vaterland starb den Heldentod in der Nacht vom 28.9. März, 8 Tage nach seinem 18. Geburtstage, unser hoffnungs- voller Sohn, Bruder, Neffe und Enkel Carl Fischer Kriegsfreiwilliger im Res.-Inf.-Regt. Nr. 222, 4. Komp. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Jacob Fischer. Gießen(Roonstr. 33), Zürich, Darmstadt, Leipzig, den 17. März 1915. Danksagung. Giessen, den 16. April 1915. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme, sowie für die Kranzspenden und Ehrungen bei dem Begräbnis unseres unvergesslichen lieben Entschlafenen, des Offizier- Stellvertreters Karl Neuz sagen wir allen unseren herzlichsten Dank mit der Bitte, des lieben Verstorbenen im Gebet zu gedenken. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Cilli Neuz und Kinder. 02712 Die Großh. Universitäts⸗Augenklinik zu Gießen vergibt die Lieferung von ca. 80 dz Speisekarkoffeln. Anlieferung frei, Keller ist erwünscht, doch kann diese auch bis Station Gießen vereinbart werden. Angebote mit Preisangabe sind innerhalb 6 Tagen an die Verwaltung der genannten Klinik zu richten. 3490 D Licht- Spiel- Haus Spielplan ven 17. bis 20. April 1915: Das Iller diner douen Frau Hervorragender Kunstfilm der Nordischen Filmkompagnie. Unser Kronprinz an der Front Bilder vom westlichen Kriegsschauplatz. Indianer-Geschwister, Schauspiel. Eine sichere Wette, Komödie. Baby's Abenteuer, Humoreske. Einlagen nach Bedarf. 3489 a D Hilitar ohne Charge zahlt werktugs die Halite. Von großartiger Wirkung bei FFC 4 4- und 6-eekige Drahtgeflechte Stacheldraht Spanndraht und Mitesser im Sesicht it] Baumschützer Obermeyer s Ss eise. 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