6 1 0 1 2 7 Erstes Blatt 1 Der Ser 9 vtermal beschen lich Gletener Fami leublitter: 1 uprech= Anschluͤsse: r 11³ ö Bertag, Geschafts stelled l Adrese für 89 richten 3 en. für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Heschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. e * Anzeig r R 1 Bezugssrets: monatl. 75 Bf., viertel jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel; jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 6. ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun: für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. er Ein Seppelinangriff auf Englands Nordoftfüfte n Hauptquartier, 15. April.(WTB. ö 1 Kriegsschauplatz. Zwischen Maas und Mo sel kam es gestern nur zu vereinzelten Kämpfen. Bei Marchöville erlitten die Fran⸗ zosen indreimaligemerfolglosen Angriff schwere Verluste. Westlich der Straße Espey⸗Flirey dauerte der Kampf um ein kleines Grabenstück bis in die Nacht hinein 5 1 5 und im Priesterwalde scheiterten französische Angriffe. Feindliche Abteilungen, die gegen unsere Stellungen nordöstlich von Manonviller rorgingen, wurden von un⸗ seren Sicherungstruppen mit schweren Verlusten zurückge⸗ n. Südlich des Hartmannsweilerkopfes versuch⸗ ten die Franzosen fünfmal vergeblich, unsere Front zu durchbrechen. Im übrigen fanden in den Vogesen nur Artilleriekämpfe statt. Oiestlicher Kriegsschauplaß. Die Lage blieb unverändert, b Oberste Heeresleitung. 2„* Wir haben wieder einmal eine kleine Sensation in dem Gleichmaß der letzten Kriegstage zu verzeichnen: ein Zeppe⸗ lin-Luftschiff ist über der englischen Tynemündung in der. Grafschaft Northumberland erschienen und hat einige Städte und Flecken dieses Küstenstriches mit Bomben belegt. Nach den vorausgegangenen Angriffen auf die englische Küste wird jetzt allmählich jeder Bewohner des östlichen Teiles der britischen Insel wissen, daß seine Sicherheit nicht so ganz ungetrübt ist. Es heißt, der Schaden, den das Luftschiff an⸗ gerichtet habe, sei nur gering, und wir dürfen dies glauben. Aber darin liegt der Erfolg dieses letzten Fluges nicht; wir erblicken in ihm nur den neuen Beweis der Fähigkeit unserer Luftflotte, mit den Engländern gelegentlich ein bißchen auf deren ei Boden abzurechnen. Vorläufig werden die deutschen Kräfte für diesen Zweck noch gespart. Der Zeppelin hatte diesmal selbstverständlich in erster Linie eine Erkun⸗ 5 U d och in von ihre 9„Siege“ bei Neuve Chapelle, über die jetzt ein län⸗ gerer Bericht des Generals French veröffentlicht wird. Wir finden darin nur bemerkenswert, daß die Engländer an Toten 190 Offiziere und 2337 Mann zählten, an Verwundeten 359 Offiziere und 8174 Mann, an Vermißten 23 Offiziere und 1728 Mann. Die deutschen Verluste sollen in„mehreren tausend feindlicher Leichen“ festgestellt worden sein.„Mehrere Tausend,“ das kli so, als ob der Wunsch der Vater des Gedankens sei. Man lispelt wieder einmal englisch und schwelgt in Ziffern, ähnlich wie Kitchener mit seinem Drei— millionenheer. Im Osten stehen die Ereignisse für Deutschland und seinen Verbündeten günstig. Es ist jetzt Zeit und Stimmung vorhanden, freundschaftlich zu würdigen, was Oesterreich⸗ Ungarn an unserer Seite geleistet hat. Darum liest man einen Aufsatz Karl Leuthners über„Die Kriegsleistung Oesterreich⸗-Ungarns“, der heute im„März“ erschienen ist, mit angenehmem Interesse. Der Verfasser gibt zu, daß einer solchen fachlichen Würdigung, so lange die Ereignisse noch nicht abgeschlossen sind, enge Schranken gezogen sind. Uneingeschränkt, so meint er, hat die Kritif e Fachmänner als das Verdienst der österreichisch-ungarischen Armee ausgesprochen, daß sie den ersten furchtbaren Stoß der russischen Angriffsmassen ausgehalten habe Ohne das Wunder des Tannenbergschen Sieges hätte trotzdem die Woge des Verderbens hinüber⸗ gebrandet, aber Tannenberg war nicht möglich, würde nicht die Mehrzahl der russischen Streitkräfte durch die öster⸗ reichisch-ungarischen gebunden worden sein. Leuthner hebt eine Erscheinung in diesem Weltkriege hervor, auf die in der Tat einmal hingewiesen werden darf: Es ist nie genug hervorgehoben worden, daß schon mit der Einleitung des Krieges, mit der Mobilmachung, die Kriegsverwal⸗ tungen vollständig über die bisher ausnahmslos herrschendem Wertungen, namentlich über die allgemein gang und gebe Ge⸗ ringschätzung der Neuformationen aus den älteren Jahrgängen achtlos hinwegschritten. Das Volksheer, das wahrhaftige Volk in Waffen stand da, in einer den phantastischsten Voraus⸗ setzungen überbietenden Tatsächlichkeit. Und wie die Auf⸗ bietung, so die erwendung der Kräfte. Landwehr bil⸗ dete die festhaltende Gruppe, die den Vernichtungssieg von Tannenberg vorbereitete, schlesische Landwehr trug in der Nähe von Lublin über die russische Garde einen Erfolg davon; Reserve, Ersatzreserve, Landsturm bildeten neue Zehntel des r Heeres, das die Aufmarschschlachten in Südpolen und Galizien gegen die russischen Korps schlug. Bei diesen machte indes im Anfung der Friedensstand weit mehr als die Hälfte oft über zwei Drittel des gesamten Standes aus. Kuro⸗ patkin hat bekanntlich in seiner Rechtfertigungsschrift, unter den Hauptursache der Niederlage die Entsendung von Neuformationen aus Urlaubern aller Art auf den mandschurischen Kriegsschauplatz besonders hervorgehoben. Seine Nachfolger mußten erleben, daß sie ihre schönsten Niederlagen von Tannenberg und Lublin bis zu Nadworna und zur masurischen Winterschlacht, der umfassenden Mitwirkung solcher Neuformationen im deutschen und österreichisch⸗ ungarischen Heere zu verdanken hatten. Wenn Leuthner auch als Sozialist seine eigenen Ideale in—— auf das Voltsheer haben mag, so enthält der vor stehende Hinweis doch eine unbestreitbare Tatsache. Er führt weiter aus, auch Oesterreich-Ungarn habe alle politischen Bedenklichkeiten und kleinlichen Rücksichten beiseite gesetzt, als es um des gemeinsamen Planes len Westgalizien isgab. Leuthner deult dabei an die Verschiebung größerer ile der österreichisch-ungarischen Armee nach dem Norden 3 ständig überwunden. zur Deckung gegen de Anmarsch der Russe schen später wacker mitgewirkt. Was die heutige deten anlangt, so i merkenswert: Jedenfalls hat ma erst die Unterschätzung fPosen und Schlesien gerichteten un, dafür haben ja auch die Deut⸗ ausschlaggebend in den Karpathen immung im Heere unserer Verbün⸗ Agende Feststellung Leuthners be— m österreichisch⸗ungarischen Heere wie zu⸗ et die Ueberschätzung der Russen voll- sicheres Anzeichen dessen ist, daß die cht von allen Berichterstattern im öster⸗ ssequartier anerkannte Ueberlegen⸗ tillerie heute ebenso allgemein be⸗ unde des Umschwungs der Meinungen lege ussische Geschützrohr soll sich stärker ver⸗ eichisch⸗ungarische, die Ausstattung der Geschützen soll weit weniger reichlich, ja nach der Lemberger S reichisch-ungarischen heit der russischen stritten wird. Auf die ich weniger Wert. D braucht haben als das neuen Formationen vielfach dürftig sein. Als vorsichtige Urteile Sachverstän späteren Kriegszeit geurteiler gibt Leuthner zu, daß die ger in solchen Dingen oft noch in u schwanken und auseinandergehen. „Weniger das,“ so schließt er,„von uns nicht festzustellende Sachverhältnis, als die darüber in dem Heere selbst herr⸗ schende Vorstellung ist entscheidend. Genug, daß wir wieder auch an unsere artilleristische Ueberlegenheit glauben, man muß von seinen seren Erfolgsaussichten durchdrungen sein, wenn es im Angriff vorwärts gehen soll.“ *** griff gegen die Tyne⸗Mündung. il.(WTB. Amtlich.) Am 14. April abends einen Angriff gegen die Tyne-Mün⸗ Hierbei wurde eine Anzahl Bomben ab⸗ ist unversehrt zurückgekehrt. ellvertretende Chef des Admiralstabes: (gez.) Behncke. Berlin, 15 hat ein Marinelufts dung unternommen geworfen. Das Luft D London, 12 Bureau meldet au schiffes noch folg 8 Uh ichte! der See wieder um. Berlin, 16. April. Zu dem Angriff eines deutschen Marine⸗ luftschifsfes gegen die Tyne⸗-Mündung sagt der Berliner „Lokalanzeiger“: Die Reise, die der Zeppelin über eng⸗ lisches Gebiet zurücklegte, war nicht von großer Länge, sie bedrohte aber im äußersten Norden Englands und unfern Schottland in der Grafschaft Northumberland ein durch Kohlenbergbau, Eisen⸗ hämmer, Glashütten usw. reiches Gebiet und machte vor allen Dingen auch darauf aufmerksam, daß der für den englischen Handel so außerordentlich wichtige Tyne-Fluß mit Southshields und New⸗ castle mit seinen Eisenwerken, Fabriken und Schiffswerften, dessen Hafen einer der bedeutendsten Englands ist, vor deutschen Bomben. nicht sicher ist. Dieser Zeppelinflug hat bewiesen, daß die großen Schiffsbauwerkstätten am Tyne jederzeit von unseren Luftschiffen bedroht werden können. Für die englische Flotte dürfte dies eine höchst unangenehme Entdeckung sein. Die drei Millionen Kitcheners. Berlin, 16. April. Nach der„Deutschen Tageszeitung“ bringt die„Guerre Mondiale“ Betrachtungen eines Fach- mannes über das Dreimillionenheer Kitche⸗ ners, die darauf hinauslaufen, England werde die ge— wünschten drei Millionen lediglich mit der allgemeinen Wehrpflicht erreichen, sonst nicht. London, 15. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Times“ melden: Wie verlautet werden demnächst alle waffen— fähigen Staatsbeamten aufgefordert werden, in die Armee einzutreten. Die Verluste der englischen Armee. London, 15. April.(WTB. Nichtamtlich.) Im Un⸗ terhause erklärte Unterstaatssekretärxr Tennant, die Gesamtverluste der Armee bis zum 11. April be⸗ trügen 139347 Mann. Der amtliche französische Bericht. Paris, 15. April. Amtlicher Kriegsbericht von heute nachmittag: Bei La Boiselles zerstörte unsere schwere Artillerie vollkommen die Schützengräben und Unterstände des Feindes In Ovillers in den Argonnen bei Fontaines-aux⸗Char⸗ mes spielte sich eine rein örtliche Aktion von Schützengraben zu Schützengraben zu unserem Vorteil ab. Unser Uebergewicht über den Feind bestätigt sich immer mehr in diesem Abschnitt. In Epar⸗ ges beschoß der Feind unsere Stellung, griff aber nicht an. Im Walde von Ailly brachten uns unsere letzten Fortschritte in den Besitz eines Teiles des deutschen Hauptschützengrabens und nörd lich dieses Grabens eines Geländestreifens von 100 Meter Länge und 100 Meter Tiefe. Bei der Straße Essey-Flirey(im Walde von Mont⸗Mare) ist der von uns eroberte neue Schützengraben immer noch in unserem Besitz. Bei Fey-en⸗Haye Beschießung ohne Gegenangriff. Im Priesterwalde behaupteten wir gestern, nachdem wir am 13. April einen Teil der feindlichen Linie erobert hatten, unseren Gewinn und brachten einen Gegenangriff zum Stehen. Im Elsaß nördlich von Lauch rückten wir um 1 Meter in der Rich— tung des Schnepfenriethkopfes südwestlich Metzerol vor. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 15. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 15. April 1915. In Westgalizien schei⸗ terte bei Ciezkowice an der Bialla in den Morggenftunden des 14. April ein Vorstoß der Russen. 5 Auf den Höhen beiderseits Wysockows am Stryjgrif⸗ fen stürkere russische Kräfte die Stellungen unserer Truppen an. Nach heftigem Kampfe wurde der Gegner geworfen, im Gegenangriff eine wichtigge Höhe gewonnen und be⸗ setzt; drei Offiziere und 661 Mann gefangen. Im übrigen an der Karpathenfront nur Geschützkampf. In vielen Abschnitten Ruhe. In Südostgalizien und in der Bukowina keine Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. v. Höfer, Feldmarschalleutnant. l Ein Stimmungsbild aus den Karpathen. Berlin, 16. April. Daß in England auf Grund der im Karpathenraume zurückgedrängten russischen Angriffsbewegung sich eine flaue Stimmung bemerkbar macht, hebt Major Moraht im „Berl. Tabl.“ hervor.— Der nach dem Kriegsschauplatz in den Karpathen entsandte Spezialberichterstatter schreibt: In den östlichen Karpathen erschien ein russischer Parla⸗ mentär vor den österreichisch-ungarischen Stellungen und ver⸗ langte, zum Erzherzog Joseph geführt zu werden. Man geleitete ihn mit verbundenen Augen durch die Linien. Er überbrachte dem Erzherzog als Ostergeschenk des russischen Kommandanten Eier und Hasen. In dem Begleitschreiben drückte der Komman⸗ dant dem Erzherzog mit schmeichelhaften Worten die Anerkennung des Heldenmutes und der Standhaftigkeit seiner Truppen aus und schlug ihm einen dreitägigen Waffenstillstand vor, damit das Osterfest auf beiden Seiten ungestört begungen werden könne. Die Antwort des österreichisch⸗ungarischen 1— war in gleich höflichem und ritterlichem Tone gehalten, der Erz⸗ herzog lehnte aber einen Waffenstillstand ab. Darauf setzte am nächsten Tage der Generalsturm der Russen ein. Seine Furchtbar⸗ keit bedeutet den Höhepunkt der bisherigen Kämpfe in diesem Abschnitt.— Derselbe Berichterstatter schreibt: Ein ungarischer Augenzeuge erzählte mir, daß die Russen haufenweise mit dem Schreckensruf„Germani! Germani!“ davonliefen, als sie un⸗ vermutet die ersten Pickelhauben erblickten. Als dieser Augenzeuge nach dem Grunde des Schreckens fragte, antworteten die Ge⸗ fangenen:„Die Deutschen loshauen so grob auf uns!“ Die Kämpfe im Kaukasus. Petersburg, 15. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der Generalstab der Kaukasus armee meldet: In der Rich⸗ tung auf Tschorok und die Küste dauern die Kämpfe an. Auf den übrigen Kampfplätzen keine Veränderung. — *** Der Seekrieg. ö London, 15. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter mele den, daß der englische Dampfer„Armigan“ bei dem Leuchtschift Noord Hinder torpediert worden ist. Elf Mann von der 22 Mann starken Besatzung sind gerettet worden. Lon do n, 15. April.(WTB. Nichtamtlich.) Acht Fischdampfer aus Grimsbh mit je zehn bis zwölf Mann Besatzung sind stark überfällig. Sie wurden aber noch nicht amtlich für verloren erklärt. Berlin, 15. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Voss. Ztg.“ meldet aus Hamburg: Einer Meldung des„Hamburger Fremden⸗ blattes“ zufolge ist der 4835 Tonnen große 5 Dampfer „Clan Murray“ von der Clanlinie seit dem 11. April über⸗ fällig. Man fürchtet, daß er an der französischen Küste tor⸗ pediert worden ist, doch liegt eine Bestätigung dieses Gerüchtes noch nicht vor. „Kronprinz Wilhelm“. London, 15. April.(WTB Nichtamtlich.) Der Marine⸗ mitarbeiter der„Times“ schreibt: Es steht außer Frage, daß der „Kronprinz Wilhelm“ interniert wird, da ein Teil der Beschädigungen des Schiffes von kriegerischen Unternehmungen her⸗ rührt, die nicht ausgebessert werden dürfen. Die britischen Ses⸗ leute, die auf dem„Kronprinz Wilhelm“ gefangen gehalten worden waren, erklärten, daß sie nach ihrer Freilassung heimkehren wür⸗ den, um gegen die Deutschen zu kämpfen, trotzdem sie das schrift⸗ liche Versprechen abgegeben hätten, am Kriege nicht teilzunehmen. Sie sagten, das Versprechen sei unter einem Zwang gegeben wor⸗ den und hätte deshalb keine Gültigkeit. Warum die deutschen Kriegsschiffe britische Seeleute nicht retten konnten. Berlin, 15. April.(WTB. Nichtamtlich.) In dem ver⸗ öfsentlichten Notenwechsel über die Behandlung unserer in Ge⸗ fangenschaft geratenen U-Boots⸗-Besatzungen weist die britische Re⸗ gierung darauf hin, daß während des gegenwärtigen Krieges über 1000 Offiziere und Mannschaften der deutschen Marine von bri⸗ tischen Kriegsschiffen auf See gerettet worden seien, während in keinem Falle nur ein Offizieroder Mann der bri⸗ tischen Kriegsmarine von den Deutschen geret⸗ tet worden sei. Demgegenüber wird von zuständiger Stelle fol⸗ gendes festgestellt: In den Fällen, in welchen britische Kriegs schiffse von deutschen U-Booten versenkt wurden, stand die Ret⸗ tung der englischen Besatzung naturgemäß außer Frage, da die Unterseebvote hierzu außerstande waren. Im Gefecht bei Helgo⸗ land am 28. August und bei den Vorstößen gegen die englische Küste am 2. November und 16. Dezember wurden Torpedoboote vernichtet, aber die britische Regierung kann diese Fälle nicht wohl im Auge haben, da sie den Verlust von Fahrzeugen bestreitet. Im Gefecht bei der Doggerbank am 24. Januar gingen zwar der englische Schlachtkreuzer„Tiger“ und einige englische Tor⸗ vedoboote unter, aber auch diese kann die britische Regierung nicht meinen, da sie amtlich erklärte, alle Schiffe, die an der Schlacht beteiligt waren, seien zurückgekehrt. Am 20. September wurde der englische Kreuzer„Pegasus“ in dem englischen Hafen San⸗ sibar durch den kleinen Kreuzer„Königsberg“ vernichtet. Die„Kö⸗ nigsberg befand sich hierbei außerhalb des Hafens und konnte selbst⸗ verständlich nicht zur Rettung der Besatzung in den feindlichen Hafen 153 Sreitag, 16. April 05 b . 5 Boden, der mit dem Blut tapferer preußischer, auch an⸗ Blut geflossen. Nach den Berichten des Armeeoberkom⸗ rich III. Nr. 11 in hervorragender Weise an den schweren . großem Schneid und heldenhafter Tapferkeit die feindlichen 175 Angriffe zurück. Der Angriff des Regiments ist sprichwörtlich * vollste Anerkennung und Glückwünsche aus. . meines geliebten Vaters, eures erlauchten Chefs, dessen Namenszug ihr auf euren 5 den Nene ee, e e. len de re . 1 Gegners verhelfen.“ den Offizieren und schilderte u. a., wie die Russen in seinem Jagdschloß Rominten ge Nachahmungen gewesen.„Meine echten Geweihe,“ sagte laaunig der Kaiser,„hängen bei mir zu Hause in Berlin.“] An Der Kaiser n 1 und Stolz über die Leistungen seines Heeres spiegelten sich in seinem Gesichtsausdruck wieder. 1 ben wie folgt: Kurz nach 12 Uhr nachts wurde die Bevölke⸗ 5 Minuten folgten drei weitere. Die werfer 5 Geschü scheuchten das feindliche—1 iff. Die erste Bombe ver⸗ ursachte einen heftigen Br unb Ladkhänt rettet. Die Flammen bel taten nur ganz geringen Sachschaden. Die vierte verursachte ceeinen Brand, am Rande des durchschlug das Dach eines 30 Meter entfernten auf eine Schule und ve Schaden wird auf mehr als 100 000 Franken geschätzt. Heute nacht zwischen 11 und 12 Uhr wurden in Abständen von 15 bis 20 Minuten drei feindliche Flieger über der Stadt gesichtet, aber durch die Abwehrkanonen wieder Verhandlungen in Peking sollte von den Briten aufmerksam verfolgt werden, da sich die Auseinandersetzung immer mehr um die Gruppe der dreht, die das Schicksal des einlaufen. Es bleibt somit nur die Schlacht bei Coronel, in welcher am 1. r durch unser Kreuzergeschwader zwei eng⸗ lische Panzerkreuzer vernichtet wurden. Den Panzerkreuzer „Goodhope“ verloren unsere Schiffe mit einbrechender Dunkel⸗ heit außer Sicht; sie suchten ihn, konnten ihn aber nicht wieder finden und wußten nicht einmal, ob er überhaupt und wo er unter⸗ gegangen sei. Daß unter diesen Umständen von der Besatzung „Goodho pes“ niemand gerettet werden konnte, ist einleuchtend. Als „Mönmouth“ sank, war nur die„Nürnberg“ in der Nähe. Warum von diesem Schiff niemand gerettet wurde, läßt sich aus einem Brief des Sohnes des Grafen Spee erkennen, der schreibt: „Die„Monmouth“ versank mit wehender Aae. Keinen Mann konnten wir retten, einmal wegen der hohen See, die das Aus⸗ setzen eigener Boote unmöglich machte, dann auch, weil neue Feinde da waren, auf die wir zuhielten.“ Auch der deutsche Geschwaderchef Graf Spee schreibt in einem Brief:„Leider verbot die schwere See die Rettungsarbeit.“. In Deutschland wurde rückhaltlos anerkannt, daß englische Kriegsschiffe wiederholt nach Gefechten unsere Seeleute gerettet haben. Niemand fiel es aber in Deutschland ein, anklagend her⸗ vorzuheben, daß bei den Falklandsinseln, als unsere„S charn⸗ horst“ mit wehenden Flaggen bei hellem Tage und glatter See unterging, niemand gerettet wurde, trotzdem zahlreiche britische Schiffe in der Nähe waren. 1 f Aus Vorstehendem geht hervor, daß sich während des ganzen Verlaufs des Krieges für deutsche Kriegsschiffe nie Gelegen⸗ heit bot, Besatzungen britischer Kriegsschiffe zu retten. Ebenso wie uns, ist dies aber auch der britischen Regierung bekannt. Die britische Regierung verschweigt dies in der Note und erhebt durch die Gegenüberstellung der Tatsachen, daß die englische Marine wohl über tausend deutsche Seeleute, die deutsche Marine aber keinen einzigen englischen Marineangehörigen rettete, die Anschul⸗ digung, daß von deutscher Seite die Rettung britischer Besatzungen absichtlich unterlassen worden sei. Hierin ist ein arglistiges Mittel zu erblicken, die öffentliche Meinung zu täuschen und die Neutralen Deutschland zu verhetzen. Die deutsche Ant⸗ wortnote weist Also mit vollem Recht die in der britischen Note liegende Unterstellung mit Abscheu zurück. * 1* Eine Ansprache des Kaisers. b Breslau, 15. April.(WB.) Die„Schles. Ztg.“ bringt gende Ansprache, die der Kaiser bei Besichtigung Grenadi iments König Friedrich III. Nr. 11 in Frankreich gehalten 2 775 8 e auf erobertem fränkischen derer deutscher Soldaten getränkt ist, ist auch schlesisches mandos beteiligte sich das Grenadierregiment König Fried⸗ Kämpfen in der Champagne. Das Regiment schlug mit geworden in der Armee. Ich spreche dem Regiment meine 8 Grenadiere des 11. Regiments! Dem Namen Schultern tragt, habt ihr alle Ehre gemacht. Wenn er von den elyseeischen Feldern her⸗ Regiment meinen Dank für seine Leistungen aus. Ihr 5 neuen Ruhm an eure A geheftet und— 5—— re Regimentsge eingereiht. 1 auch weiter standhalten und dem Vater⸗ Nach der ade plauderte der Kaiser noch lange mit dort aufgehängten Hirschgeweihe Paten te 2 cu ln* m — Aber dabei hätten sie sich getäuscht. Es seien nur war voller Zuversicht für die Zukunft, Freude Zeppelin über Nancy. Nancy, 15. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Reépubli⸗ cain“ berichtet über die Belegung Nancyhs mit Zeppelinbom⸗ eweckt. che in⸗ sofort in Tätigkeit und ver⸗ durch drei aufeinanderfolgende Explosionen ütze traten in dem Lager eines Farben⸗ lers. Die umliegenden Gebäude wurden ge⸗ euchteten das ganze Stadtviertel, der Schaden ist sehr bedeutend. Die zweite und dritte Bombe schnell gelöscht wurde. Die fünfte krepierte Rhein⸗Marne⸗Kanals. Große Betonblöcke und Granitblöcke wurden weit umhergeschleudert. Ein— Hauses und wurde im Treppenhause aufgefunden. Die sechste fiel achte einen Zimmerbrand. Der Feindliche Flieger über Freiburg. Freiburg i. Br., 15. April.(WTB. Nichtamtlich.) vertrieben. Dem Vernehmen nach sind einige Bomben ab⸗ geworfen worden, ohne jedoch, soweit bis jetzt bekannt ist, Schaden angerichtet zu haben. J 1 1 Die englischen Interessen bei den chinesisch⸗japanischen Verhandlungen. London, 15. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Daily Telegraph“ meldet aus Peking: Die letzte Phase der ünf japanischen Forderungen gtsetales und der Eisenbah⸗ nen von Südchina betreffen, deren erste von Nanchang nach Chaochowfu Swatow.— Amoy, die zweite von Nanchang nach Hangchow führt. In einer Mitteilung an Sir John Jordan vom Oktober 1914 behielt China die Bahn Nanchang—Chao⸗ chowfu ausdrücklich den britischen Interessen vor Der Bahn⸗ bau sollte in die Hände einer zuverlässigen britischen Firma gelegt werden. Aehnlich verhält es sich mit der Linie Nan⸗ chang—Hangchow, die parallel zu der britischen Konzession Nanking Changsha läuft. Die Wendung, die die Verhand⸗ lungen jetzt nehmen, kann nicht stark gemig verurteilt wer⸗ den. Man vergaß zu lange, daß der gegen die Deutschen in 8 den Briten und Japanern ge⸗ meinsam geführt wird, daß Tsingtau im Namen der Alliier⸗ ten eingenommen worden ist, und daß beide Parteien ver⸗ pflichtet sind, ihre gegenseitigen Interessen zu achten. In ganz China gewinnt die Ansicht Oberhand, daß jetzt, nach⸗ und mir zum endgültigen Siege und der Nie ⸗ b der Combres⸗Höhe bis Richecourt nur Artilleriefeuer von mäßiger digt lungen im Auswärtigen Amt in Peking teilnehmen sollte, um zu verhindern, daß die Alliierten die Fühlung mit⸗ einander verlieren könnten, und um gefährliche Riwalitäten durch Kompromisse zu beseitigen. Neue Forderungen Japans an China. London, 15. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Cen⸗ tral News“ melden aus New Pork: Der„New York Herald“ berichtet, daß Japan neue Forderungen an China betr. japanische Flottenstützpunkte in den chinesischen Häfen gestellt habe. swischen Maas und Mosel. Die Kämpfe vom 10. bis 14. April. Berlin, 15. April.(WTB. Nichtamtl.) Aus dem Großen Hauptquartier wird uns geschrieben: 8 „Die Tage vom 10. bis 14. Apel 1915 kennzeichnen sich durch besondere lebhafte Tätigkeit der Frauzosen auf beiden deutschen Flügeln. Nach dem verhältnismäßig ruhigen Verlauf des 10, April nahm der Gegner bereits gegen Abend wieder eine lebhafte Tätig⸗ keit auf. Bei einem französischen Angriff gegen die Nnie Souzy⸗La- Morville blieben 790 Leichen auf den Wald⸗ lichtungen zwischen den beiderseitigen Stellungen liegen. Auch bei Flirey brachen abends starke Kräfte zum Angriff vor, wurden aber, nachdem sie in einem Teil unserer Stellungen eingedrungen waren, wieder zurückgeworfen. Dennoch kehrte der Gegner am frühen Morgen des 11. April zurück, wurde erneut abgewiesen und ließ 3 Offiziere und 119 Mann gefangen in unseren Händen. In diesem Abschnitt wurde später beobachtet, daß die Franzosen ihre Gefallenen in Sandsäcken auf die Brustwehr ihrer Gräben aufpackten und mit Erde bewarfen. Im Ailly⸗ und im westlichen Priesterwalde spielten sich die ganze Nacht Nahkämpfe ab, die für unsere Truppen günstig endeten. Am frühen Morgen des 11. April setzten die Franzosen auch an der Combres⸗Höhe zu einem neuen Angriff ein, der aber im Feuer unserer Artillerie nicht zur vollen Entwicklung kam. Am 11. April beschränkte sich die Gefechtstätigkeit im allgemeinen auf beiderseitiges Artilleriefeuer von wechselnder Stärke, in das stellen⸗ weise auch die Minenwerfer eingriffen. Nur im Priesterwalde führ⸗ ten zwei französische Angriffe nachmittags und abends erneut zu heftigen Nahkämpfen, in denen unsere Truppen die Oberhand be⸗ hielten. Auf der Combres⸗Höhe gelang es abends einem zweiten französischen Vorstoß, vorübergehend in Teile unserer Kampfstellung einzudringen. Aber nach zweistündigem Handgemenge wurde die Stellung vom Gegner wieder gesäubert. Die beiden am Morgen und Abend abgewiesenen französischen Angriffe gegen unsere Stellungen auf dem Kamme der Com⸗ bres⸗Höhe verdienen besondere Beachtung, denn mit ihnen widerlegen die Franzosen selbst die durch den Dank Joffres an die 1. Armee der Welt am 10. April verkündete Botschaft von der endgültigen Eroberung der Combres⸗Stellung. Hätten die Franzosen dieses Ziel ihrer wochenlangen blutigen Bemühun⸗ gen erreicht, dann wären die erwähnten Angriffe am 11. April nicht nur überflüssig, sondern ein sinnloses Blutvergießen ge⸗ wesen. Sie wurden aber unternommen und abgeschlagen. Ein dabei gefangen genommener französischer Unteroffizier erzählte, daß den an der Combres⸗Höhe kämpfenden Truppen erklärt wurde, sie würden erst dann abgelöst werden, wenn sie die Höhenstellung genommen hätten. Die französische Heeresleitung meldet dagegen, daß* dem 9. April an der Combres⸗Höhe nicht mehr gekämpft würde. Front im allgemeinen ruhig: nur stellenweise wurde diese Ruhe von französischen Artillerie- und Infantericüberfällen unter⸗ rochen. Ter 12. April brachte im größten Teile der Front von Stärke. Dagegen bereitete eine sehr heftige Beschießung unserer Stellungen am Nordflügel zwischen Bu zy und Marche vrlle, sowie am Südflügel in dem Abschnitt östlich Richecourt auf Infanterieangriffe vor. Diese begannen mittags gleich⸗ zeitig bei Maizerey und Marchsville. Während der Gegner am letzteren Orte nach dem erst abgeschlagenen Angriff auf Wieder⸗ holung zunächst verzichtete, ließ er bei Maizerey, wo sämtliche greiser im Feuer liegen blieben, im Abstand von je einer Stunde zwei weitere Vorstöße folgen, bei denen die Angriffs⸗ truppen völlig aufgerieben wurden. Ein Offtzier und 40 Mann fielen in Gesfangenschaft. Dennoch rannten die Franzosen abends noch einmal bei Marchsville mit drei aufein⸗ ander folgenden Schützenlinien, dicke Kolonnen dahinter, in user Feuer, das diesem fünften Angriff ein blutiges Ende be⸗ reitete. An diesen Angriffen beteiligten sich zwei Panzerautomo⸗ bile. Um dieselbe Zeit wurde am Südflügel im Prieste r⸗ walde ein Infanterieangriff abgeschlagen. ier wurden schwarze Truppen beim Schanzen beobachtet. Nach einer im allgemeinen ruhigen Nacht lebte am Morgen des 13. April das Infanteriegefecht auf beiden Flügeln wieder auf. Diesesmal brachen die Franzosen ohne Artillerievorbereitung gegen unsere Stellungen bei Maizerey und Marchs ville vor; aber ihre Erwartung, unsere Truppen zu überraschen, wurde getäuscht, und der Angriffabgewiesen. Im Priesterwalde wurde das Gefecht fortgesetzt, und nördlich Maizerey unternahm am Nachmittag der Gegner einen neuen vergeblichen Versuch, in unsere Stellungen einzudringen. 1 In der Nacht zum 14. April unterhielten die Franzosen am Nordflügel ein heftiges Infanteriefeuer, in das zeitweise schwere Artillerie eingriff, um die Wiederherstellungsarbeiten in unseren Stellungen zu stören. Dennoch brach ein in der zweiten Morgen⸗ stunde unternommener starter Infanterieangriff vor unserer Linie zusammen. Dasselbe Schicksal ereilte im Laufe des Tages In⸗ fanterieangriffe nördlich Marche ville; in schmaler Front und großer Tiefe stürmte der Gegner dreimal gegen unsere Stellungen vor, wobei immer frische Kräfte die Zurückflutenden aufnahmen und ihrerseits angriffen. Nach Aussagen Gefangener soll dabei das Infauterieregiment Nr. 5l aufgerieben worden sein. Im Walde von Ailly folgten einer wenig en Sprengung ebenfalls drei Infanterieangriffe, die sämtlich abgeschlagen wur⸗ den. Einen kleinen Erfolg hatten die Franzosen nördlich Flirey, wo sie sich nach starker artilleristischer Vorbereitung in den Besitz eines 100 Meter breiten Keiles unserer vordersten Stellung setzten. Der erbitterte Nahkampf dauerte den N Tag über an und war am Abend noch nicht entschieden. Auch im westlichen Priester⸗ walde entspannen sich nachmittags heftige Nahkämpfe, die abends mit einem sehr verlustreichen Mißerfolg des Gegners endeten. Auf der übrigen Front brachte der 14. April Artilleriekämpfe von wechselnder Stärke und eine stellenweise rege Tätigkeit der Nahkampfmittel.— Ein gefangener französischer Offizier sagte aus, daß der feindlichen Artillerie unbegrenzte Mengen amerikanischer. Munition zur Verfügung ständen.— Bereits im Laufe des 12. April wurde der Vormarsch stärkerer Truppen nördlich St. Mihiel über die Maas in östlicher Rich⸗ tung beobachtet. Dies läßt im Verein mit einer sehr lebhaften französischen Fliegeraufklärung daruf schließen, daß die Kämpfe zwischen Maas und Mosel dem Abschluß noch nicht nahe sind. Zürich, 15. April.(WTB. Nichtamtlich In einer Er⸗ örterung über die Kämpfe zwischen Maas und Mosel weist die Reue Züricher Zeitung“ darauf hin, daß die französi⸗ schen Gewinnangaben den deutschen Hauptquartierberichten sast diametral gegenüberstehen. Die Verschiedenheit in den Meinungen ist kaum anders zu erklären, als daß es den Franzosen wohl gelungen sei, sich einzelner deutscher Vorstellungen zu bemächtigen, wogegen ihr Eindringen in die. een nur an einigen wenigen Punkten glückte. Sobald die französischen all⸗ gemeinen Angrisse begannen, wurde von deutscher Seite der Be⸗ fehl an die Vorbosten gegeben, sich auf die Hauptstellung zurück⸗ zenden so besonders um Pont⸗a⸗Monsson. Auch heißt es in den eutschen Meldungen ausdrücklich, daß die Franzosen nicht über die Linie Regniéville⸗Fey⸗en⸗Haye hinausgekommen sind. Die Ortschaften blieben also im Besitz der Franzosen, eben weil dort dem China Japans mandschurische Forderungen bewilligte, vorher nur deutsche Vorposten standen. Das gleiche gilt von Fromezey und Gusainville. Jordan als Vertreter von Großbrifannien an den Verhand⸗ Die Nacht zum 11. und 12. April verlief auf der ganzen Kri 75 Neue Volkswirtschaftliche Beschlüsse des Bundesrats. Berlin, 15. April.(WTB. Amtlich.) Der Bundes⸗ rat hat heute weitere zehn Hundertteile des Rohzuckerkon⸗ tingents zum steuerpflichtigen E und zwar für Lieferung im il, fünf Hundertteile für spätere Lieferung. Hierbei sei zugleich darauf hingewiesen, a daß Rohzucker, der für die Raffination, und Verbrau, cker, der für den Verbrauch zur Verfügung steht, unter allen Um⸗ ständen bis zur nächsten Kampagne ausreicht, so daß umso weniger Anlaß zur Beunruhigung oder zur Aufstapelung von Vorräten in den Haushaltungen besteht, als die Preise, zu welchen die Raffinerien Verbrauchszucker abgeben, durch Verordnung festgelegt sind. Der Bundesrat hak ferner den nicht unter Steuerkontrolle befindlichen Rohzucker, das heißt also den im Freihandel befindlichen Rohzucker, der Verfü⸗ gung des Reichskanzlers unterworfen. Der Preis wird, so⸗ weit es sich nicht um Zucker handelt, der nach den bestehen⸗ den Vorschriften an Raffinerien zu liefern ist, dadurch ge⸗ bildet, daß zu den auf der Grundlage des Paragraphen 5 der Bekanntmachung über zuckerhaltige Futtermittel festge⸗ setzten Preisen ein Zuschlag von ¼ Pfennig für das Kilo⸗ grammprozent Zucker hinzutritt. Ferner hat der Bundes⸗ rat die Preise für Melasse⸗Mischfutter um 2 Pfg. für das Kilogrammprozent Zucker erhöht, um den erhöhten tatsächlichen Mischungskosten Rechnung zu tragen. Der Preis für getrocknete Schnitzel und Melasse⸗Trockenschnitzel wurde auf 15 M. mit Sack, für getrocknete Zuckerschnitzel auf 18 M. mit Sack erhöht, mit Rücksicht auf die Preisverhältnisse, die sich im Januar gebildet hatten und mit Rücksicht auf die Kosten, welche die Beschaffung der Säcke verursacht. Weiter e eien Vorschriften über die Leihgebühr für äcke erlassen. 5 Eine Konferenz der deutschen Landesbersicherungsanstalten. Berlin, 15. il. Am 9. April fand unter dem Vorsitze des ene Provinz Sachsen, Wirklichen Geheimen Rats Freiherrn von Wilmovski, eine Konferenz der deut⸗ 1 05 e e eiligung an Kriegs adi ürforge im zu Er 7791 statt. Es waren Vertreter—— deutschen Landes⸗ versicherungsanstalten anwesend. Die ferenz u auf Antrag des Berichterstatters, Geheimrats Dr. ssel, nachfol⸗ gende Entschließung an: a N J. Die deutschen Landesversicherungsanstalten sind berufen und gewillt, sich an der Kriegsbeschädigten⸗Fürsorge im größt⸗ möglichen Umfange zu beteiligen und zwar nicht nur dem Gebiete der ärztlichen Fürsorge(Heilverfahren), sondern auch auf wirtschaftlichem Gebiete(Berufsberatung, Berufsumschulung, e ae eee eee, 2. te tschen L ver run „das in der auch volkswirt⸗ ö schauung, daß ihr eigenes Int chaftlich notwendi, 1 „ deren Abschließung 0 f ten frei steht. Die Beschlußfafsung über die Beteiligung an der ö ge war eine einstimmige. Die. ein in dieser Anstalten ein solches„ nicht fütr erforderlich halten wurde. Ther ber g Mecszinalabteikung Kriegsministeriums, Generalarzt Dr. Schultzen, gegenkommende Erklärungen ab, insbesondere er er sich be⸗ reit, in die gewünschten Verhandlungen über die Grundlage Abkommen einzutreten. N Vom elfaß⸗lothringischen Landtag.. Straßburg, 15. April.(WB. Nichtamklich) Die Zweite Kammer gab ihre zur Verordnung 9 Statthalters vom. 1914, wonach inziellen Organen 4 litor 1 heutigen Datum lossen werden heutigen Datum gesch 1 5 Bevůl terung den richtigen richtigen Wege zu erhalten, 6 erixrungen F 5 trauen in Sieg unserer gerechten Sache—— 1 Kaiser. 5. Die Erste Kammer hat in ihrer heutigen Sitzung den tene n e e 2 ung. a 1 Hoch auf den Kaiser auseinanderging. 1 Aus Stadt und and. Gießen, 16. April 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) 1 85 Leutnant d. Res. Bankbeamter August Penk, Brig.-Ers.⸗ Bat. 49, aus Darmstadt.— Lt. d. Rel. Ing. Peter Schuckmann aus Darmstadt.— Kriegsfreiw. Karl Augenthaler, Res.⸗ n- Rgt. 248, aus Offenbach a. M.— Gefr. Otto Schuch, Ins. Rat. 80, aus Friedberg.— Pionier Friedr. Gaul, Pion.⸗Bak. 11, aus Wetzlar⸗Niedergirmes.— Oberlt. Fritz v. Zangen, In- Ngt. 117, aus Darmstadt.— Hauptmann Camill r g Rat. 166, aus Darmstadt.— Musketier Karl Tröller, ö Rat. 81, Musk. Heinr. Philippi, Res.-Inf.⸗Rgt. 254. aus 5 1 Kreuzes: Feldwebel ee aus Alsfeld. Vizefeldw. Decher aus Bernsburg. Kulturtechniker bei der Großh. Kultur⸗ inspektion Friedrich Treiber aus Friedberg, Uffz. im 8 116. Feldpostsekretär Wilhelm Glenz aus Darmstadt, Vizefeldwebel beim Landw.⸗Inf.⸗Regt. 118. Forstwart Eckert aus Wolf bei Büdingen, Gefr. im Inf. 58 88. Off.⸗Stellv. Friedrich Krämer aus Darmstadt. J. Obenauer, Gärtner und Verwalter des israel. Fried⸗ s in Worms⸗Hochheim, 22. Fußart.⸗Re Kriegsfreiw. Joh. Oswald aus Gimbsheim, Res.⸗Inf.⸗Regt. 221. Garde⸗ dragoner Alfred Geis aus Stammheim. Assessor Hermann Jüngst aus Herborn, N * Die hessische Tapferkeitsmedaille. Von der 4. Kompagnie Landw.⸗Brig.⸗Ersatz⸗Batail⸗ lons 42, die fast ausschließlich aus Hessen bestand, er⸗ hielten kürzlich die hessische Tapferkeits⸗Medaille: der Kompagnieführer, Oberleutnant Damm(Gießen), die Feldwebelleutnants Theis(Weitershain) und Lat⸗ tauer s(Ober⸗Flörsheim), der Feldwebel Dillenbur⸗ er(Södel), die Unteroffiziere Sambak(Mainz), Arras Ober⸗Krainzbach), Fritz ef(Holzhausen v. d. H.), Schul⸗ theiß(Geilshausen), der Vizeseldwebel Röhmig(Ober⸗ Roßbach), der Hornist⸗Gefreite Werner(Wieseck), der Ge⸗ sreite Schultheiß(Mainz), der Wehrmann Henrich (Großen⸗Linden]. Außerdem erhielten der Bataillonskom⸗ mandeur, Major v. Pape, J.-L. R. 117 und der Adjutant, Leutnant d. Res. Wagner, L.⸗G.R. 115, die gleiche Aus⸗ zeichnung. LU. Anmeldung zum Besuch der Universi⸗ tät Gießen im Sommersemester 1915. Studie⸗ rende, die bereits hier immatrikuliert sind und ihre Studien hier fortsetzen wollen, haben sich auf dem Universitäts⸗Sekre⸗ tariat, Bismarckstraße 22, anzumelden, um die Ausweis- karte umzutauschen und ihre Wohnung 1 Dies hat in der Zeit vom 19. April bis zum 15. Mai 1915 vormittags von 9—12½ Uhr zu geschehen.— Anmeldun⸗ n zur Immatrikulation werden in der gleichen 1 1 Ritter des Gisernen . N Fritz eit ebendaselbst angenommen. Nach dem 15. Mai werden nmel nur dann angenommen, wenn die Verspä⸗ tung in genügender Weise entschuldigt wird.— Bei der At 1 0 zur Immatrikulation sind die um Abschluß des gewählten Studiums gemäß reichs rechtlichen oder hessi⸗ schen Prüfungsvorschriften erforderlichen Zeugnisse über die Vorbildung einzureichen. Nach dem Ermessen des Rektors können auch Bewerber zugelassen werden, die sich durch andere Zeugnisse über Unbescholtenheit und wissenschaftliche Vorbildung ausweisen. Für Frauen gilt diese Bestimmung nicht. In jedem Fall bleiben für die Zulassung zu einer Prüfung oder zur Promotion die Bestimmungen der be— treffenden Prüfungs- oder Promotionsordnung allein maß— gebend. Wer schon eine Hochschule besucht hat, ist verpflichtet, deren e einzureichen. Ist seit Ausstellung dieser Zeugnisse eine längere Zeit abgelaufen, so ist für die Zwischenzeit ein Leumundzeugnis beizubringen. Minder⸗ jährige n eine beglaubigte Bescheinigung ihrer gesetz⸗ lichen Vertreter darüber beizubringen, daß sie mit deren Einwilligung die Universität Gießen besuchen. 8580 n Musikaufführung ist für Freitag, den 30. April, abends 8 Uhr, in der Stadtkirche in Aussicht genommen. Die Chöre des Akademischen Gesangvereins und des Evangelischen Hirchen⸗ esang vereins, sech e Mitglieder des Kronbauer⸗ amm * Eine Ehrung Geh. Rats D. Schlosser. Der Evang. Arbeiterverein hat Herrn Geh. Kirchenrat D. Schlosser als Gründer des Vereins zum Ehren- mitglied ernannt. Amtliche Personalnotiz. Der Großherzog hat am 14. April d. Js. den Buchhalter bei der Hauptstaatskasse, Rechnungs rat Karl Steinbrecher auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, vom 1. Mai d. „an in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß das itterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß⸗ mütigen verliehen. * Kupfer⸗Bergbau in Hessen. In der heutigen Kriegszeit, wo das Hereinbringen von Kupfer nach Deutsch⸗ land unmöglich ist, dürfte es interessant sein, darauf hinzu⸗ weisen, daß im Großherzogtum Hessen Kupfer bergmännisch sewonnen worden ist. In einem Buche vom Großh. Salinen⸗ Jae Hans Tasché(Junghanssche Hofbuchhandlung, rmstadt 1858) über das Berg-, Hütten- und Salinenwesen im Großherzogtum Hessen ist eine Aufstellung der kupfer⸗ haltigen Gruben unseres Landes enthalten und wird über eine Grube, vereinigte Gottessegen bei Roth, die als Kupfer⸗ fahl e bezeichnet ist, folgendes berichtet:„Bei Roth durchsetzt ein 1½—2 mächtiger Quarzgang das Uebergangs⸗ gebirge, welches glimmerreichen blauen Tonschieser zum Hangenden und Sandstein zum Liegenden hat. Er enthält derbes silberhaltiges Fahlerz und zum Teil etwas Kupferkies eingesprengt. Die Erzdeckung des Rother Bergwerks fällt in das Jahr 1095, und es wurden schon 1696 Taler aus seinem Silber geprägt mit der Aufschrift„Gott baue das Haus, Darmstadt! uwe. Das Fahlerz soll im Mittel 12—16 Lot Silber enthalten. Die Grube, welche bis zum Jahre 1767 verschiedentlich ihre Besitzer gewechselt hatte, ist seit 2 Jah⸗ ren durch den Grafen von Reichenbach in Angriff genommen. Die alte Zeche soll nur bis zu einem vorhandenen Mittel— stollen abgebaut sein, gegenwärtig aber ist man mit der Faortsetzung des tiefen Stollens beschäftigt. Es wurden bis⸗ her auf den alten Strossen zusammen an ca. 1000 Zentner gewonnen und die Grube ist einschließlich des alten Stollens mit 18— 20 Mann belegt. Der Wert der geförderten Erze läßt sich auf 10 500 fl. veranschlagen. Die! erhüttung der Erze ergab 15—20 Proz. Kupfer, 16—25 Proz. Antimon und 0, Proz. Silber Die Grube bei Roth ist bereits in alten Akten der Universität Marburg erwähnt und es befindet sich dabei ein genauer Situationsplan, Abbildung der Poch⸗ hämmer, Aufbereitung der Schmelzhütte usw. Nach diesen Akten soll die Grube bereits 1547 fündig gewesen sein.“ * Verteilung von Futtermitteln. Die Ver⸗ teilungsstelle für Futtermittel in Darmstadt teilt mit; Die Verteilung der im Inland vorhandenen Kleiebestände ist so⸗ weit vorbereitet, daß den örtlichen Ausführungsstellen(Bür⸗ germeistereiien oder Genossenschaften) in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden kann, welche Menge auf jede Ge⸗ inde fberhaupt entfällt und wieviel davon vorläufig ver⸗ sandt werden kann. Die weitere Ablieferung ist von dem N 1 8„* 8 e fortschreitenden Aus mahlen des Brotgetreides abhängig. Außerdem wird sofortbegonnen, die verfügbaren Men⸗ gen zuckerhaltiger Futtermittel abzuliefern. 8 Vom Roten Kreuz. Der Etappendelegierte hat mit⸗ 35 daß in Liebesgaben für die Lazarette im tappengebiet folgende Gegenstände derzeit dringend er⸗ wünscht seien: Mineralwasser, Margarine, Zigarren, Zigaretten, üse⸗ů, Obst⸗ und Fischkonserven, Dauerwurst, Schokolade, Streichhölzer, Wasch⸗ und Toiletteseife, Bouillonwürfel und Klo⸗ settvanier(Wolle und Rauchtaba ist nicht erforderlich. Rum, Kognak, Rotwein, Bier, Tee, Kakao, Zucker, Kerzen, leichte Hem⸗ den, leichte Unterhosen, Strümpfe, Hosenträger, Taschentücher.— Beisteuern hierzu nimmt die Liebesgabensammelstelle des Roten Kreuzes, Alte Klinik, Liebigstraße, entgegen. N Die vereinigten Posaunenchöre von Gießen und Umgegend werden am Sonntag die in der alten Klinik und dem Katholischen Vereinshaus untergebrachten Verwundeten mit einem Ständchen erfreuen. Die Kavelle spielt von 3—4 Uhr im Garten des Kathol. Vereinshauses und von 4—5 Uhr in der alten Klinik in dem von der Gewerbeausstellung vorhandenen Musilpavillon. Verkauf eingeführter belgischer Pferde. Montag, den 19. d. Mts., vormittags 10 Uhr, findet im Hose des Jagdschlosses Kranichstein eine Versteigerung von 75 aus Belgien eingeführten 1½—8jährigen Pferden statt. An dieser Versteigerung können nur bessische Landwirte teilnehmen, welche eine Bescheinigung ihrer Bürgermeisterei beibringen, daß ihnen bei der Mobilmachung Pferde genommen worden sind. Die Ver- steigerung ersolgt gegen Barzahlung ohne jede Rückvergütung. Landkreis Gießen. FC. Lich, 15. April. Erbprinz Philipp zu Solms⸗ Hohensolms⸗Lich, ein Neffe der Großherzogin von Hessen, Ordonnanzoffizier bei dem Generalkommando des 38. Reserve⸗Korps, wurde mit dem Eisernen Kreuz dekoriert. — Holzheim, 15. April. Von den hiesigen Schülern wurden auf Anregung der Lehrer über 90 M ark für die 1 der deutschen Schuljugend an den Kaiser ge⸗ tiftet. 5 — Bellersheim, 14. April. Nun bat das Vaterland auch hier sein erstes Opfer gesordert. Nachdem man seit Monaten ver— geblich auf eine Nachricht über den am 31. Oktober bei Le Quesnoy verwundeten und in französische Gefangenschast geratenen Tele- graphenassistenten Bopp gewartet hatte, traf nun durch Vermitt- lung des Roten Kreuzes die Trauerkunde ein, daß der Verwundete bereits am 16. November in Villers Bretonneux gestorben sei.— Aus unserer Gemeinde stehen nun 80 Männer unter den Fahnen. a. Obbornhosen, 14. April. Dem Richtkanonier Hugo Brettschneider von hier, im Feld- Art.-Rgt. 61, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. a * Lindenstruth, 13. April. Ein Leichenzug, wie ihn unser Dorf kaum je gesehen, bewegte sich heute zum hiesigen Friedhofe. Galt es doch, unserem langjährigen Bürgermeister Herrn Johannes Scheld die letzte Ehre zu erweisen. 22 Jahre hat er an der Spitze unserer Gemeinde gestanden und es sich immer angelegen sein lassen, das Interesse der Gemeinde zu eu fördern, soviel immer die Mittel der Gemeinde es erlaubten. Dazu war er als Mitkämpfer von 1870/1 im Jahre 1875 der Gründer des hiesigen Kriegervereins geworden und hat seitdem ununterbrochen als 1. Vorsitzender an dessen Spitze ge⸗ standen. Der Kriegerverein erachtete es darum auch für seine Pflicht, seinem verdienstvollen langjährigen Vorsitzenden ein echt militärisches Begräbnis zu bereiten. Dem Leichenzug voran marschierte die Kapelle des Landsturm⸗Ersatzbataillons Gießen und eine Gewehrsektion des Vereins gab die üblichen drei Ehrensalven über dem Grabe ab. Vertreter des Kreisamts, der Kriegerkameradschaft Hassia, der Gemeinde und der Krieger⸗ vereine Lindenstruth und Hattenrod, sowie des Bürgermeistervereins des Kreises Gießen legten Kränze an dem Grabe nieder. R. Odenhausen, 15. April. Unteroffizier der Reserve Konrad, der den Krieg von Anfang an mitgemacht hat, erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Da er verwundet in emem Lazarett liegt, so kam die Auszeichnung vom Bataillon hierher an seine Eltern. Kreis Büdingen. h. Büdingen, 15. April. Vom Kreisamt wurde die Ausfuhr von Kartoffeln aus dem Kreise durch Pri⸗ vatpersonen verboten. FC. Büdingen, 15. April. Der Kreis ausschuß beabsichtigt, Kindern unter einem Jahr keine und von ein bis vier Jahren nur halbe Brotkarten zuweisen zu lassen. . Kreis Alsfeld. OStorndorf, 14. April. Reservist Karl Walter von hier ist nach Mitteilungen eines seiner Kameraden verwundet in russische Gefangenschaft geraten. Kreis Friedberg. Kriegsnöte vor 100 Jahren in der Wetterau und am Main. Nach der Schlacht bei Leipzig im Oktober 1813 wurde die Wetterau und das untere Maingebiet von Kriegsnöten aller Art in außerordentlich schwerer Weise heimgesucht. Die geschlagene französische Armee durchzog in wilder Flucht das Heimatgebiet; ihr folgten auf dem Fuße die Verbündeten. Vom Oktober bis Ende Dezember waren infolgedessen alle Städte und Dörfer von Soldaten aller Völker und Waffengattungen überfüllt. Welche riesigen Opfer den Gemeinden dadurch aufgebürdet wurden, davon zeugen zahlreiche zeitgenössische amtliche Berichte. Im Amt Niederwöllstadt betrugen die Lasten für gelieferte Pferde, Ochsen, Gespanne, Kleider, Verpfl und Futterartikel 71907 fl.; hiervon entfielen auf die Ortschaf⸗ ten Niederwöllstadt 40 452 fl., Fauerbach 8920 fl., Ossenheim 9784 fl., Bauernheim 9966 fl. und Einartshausen 2272 fl. Das Dorf Assenheim machte während dieser Monate mehr Schulden als im ganzen Kriege zusammen. Noch schlimmer sah es in der unteren Maingegend aus. Der Amtmann Lex aus Wallau berichtet, daß in Weilbach die Einwohner verhungern müßten, da die Kosaken alles geraubt hätten. In Wicker erlitten die Einwohner, als sie nichts mehr liefern konnten, schwere Mißhandlungen. Dazu wütete in den Dörfern Zeilsheim, Kriftel, Oberliederbach, Hattersheim und Schwanheim das Faulfieber(Flecktyphus) in fürchterlicher Weise und forderte ungezählte Opfer. Die Orte Nied und Griesheim waren von den Einwohnern ver⸗ lassen und existierten nur noch dem Namen nach. Schreck⸗ liche Not herrschte ferner in Münster, Marxheim, Höchst, Hattersheim, Zeilsheim und Medenbach; hier wogte es Tag und Nacht von durchziehenden Völkern, kein Haus blieb un⸗ versehrt, kein Bewohner unberaubt. Die Lasten und das Elend mitten im Winter wuchsen ins Ungemessene. Erst als am 1. Januar die Verbündeten den Rhein überschritten, traten friedlichere Verhältnisse in der Heimat ein. Lange aber noch, bis in unsere Tage, trugen die Gemeinden an den Lasten, die ihnen jene furchtbaren Tage aufgebürdet hatten. l Starkenburg und Rhrinhessen. Darmstadt, 15. April. In der igen Stadt⸗ „ den 5 Henrich der Abschluß der Stadtkasse egt. Es geht daraus her⸗ vor, daß für die Verwaltung ein—. Rest von 118 561 Mk. ee ntna von au 8 er⸗ forderlich ist. verzinslich angelegte Ausgleichssonds hat nach Für das dieser 2 einen Bespeud won 2 120 466 Mk. Vermögen st ich die auf 9 415 157 Mark, die Ausgabe auf 4 816 000 Mr. so daß ein Kassen vorrat von ungefähr 4600 000 Mr. verbleibt. Erhöhte Ueberschüsse brachten die Gas⸗ werks⸗ und die Wasserwerkskasse, vermehrte Ausgaben die Polizei⸗ kasse, die Krankenhauskasse, die Armenkasse, die Leihamtskasse, besonders große Unterbilanz erzielte die Schlachthofkasse mit etwa 1 77 000 Mk. s Hallenschwimmbad verlangt einen Zuschuß von etwa 68 000 Mr.— Für die Beschaffung einer Gedenktafel zu Ehren Bismarcks, am Hause Kasinostraße 2, wo Bismarck in den Jahren 1853 bis 1858, als er Bundestagsgesandter in Frankfurt war, öfter wohnte, werden 300 Mk. bewilligt. Nach lebhafter Aussprache wurde dem Gesuch von Interessenten ent⸗ sprochen, nach welchem während der Dauer des Krieges bei Ueber⸗ nahme städtischer Arbeiten und Lieferungen, soweit nicht städtische Interessen gefährdet erscheinen, von einer Sicherheitslei⸗ stung abzusehen ist und die vor dem Krieg hinterlegten Kau- tionen frei ben werden sollen.— In der Aussprache wurde festgestellt, daß durch die Erhöhung der Gehälter der Staats⸗ beamten sich die Gemeindeumlagen im Jahre 1913 um etwa 280 000 Mk. erhöhten.— Auf eine Anfrage, betreffend die Herab⸗ setzung der Preise für Mehl, Brot usw., da die neugegründetg Kriegsgetreide⸗Gesellschaft die Herabsetzung der Preise bekannt⸗ gegeben habe, erwidert der Oberbürgermeister, daß sich vor⸗ erst, wegen der hohen Zuschüsse durch die Stadt, eine solche Ermäßigung nicht ermöglichen lasse.— Der vorgelegte neue Fahrplan der Dampfstraßenbahn wurde nicht beanstandet. m. Offenbach a. M., 15. April. Die heutige Stadt⸗ verordnetensitzung bewilligte 120000 Mk. für die Erweiterung der Ofenanlagen des Gaswerks, vor allem weil trotz Krieges eine starke Steigerung des Gas- konsums, insbesondere der Automatenbezieher, eingetreten ist. 7 wurde beschlossen, den städtischen Arbeitern für die Dauer des Krieges den Mindestwochenlohn auf 26 Mk. für Verheiratete und 24 Mk. für Ledige zu er⸗ höhen. Im Anschluß an die Wahl der Rechnungsprüfer für die städtische Rechnung pro 1913 teilte der Oberbürger⸗ meister mit, daß auch diese wieder mit einem erfreulichen Ueberschuß abschließt, so daß es auch diesmal nicht nötig 5 sein werde, den Ausgleichsfonds in Anspruch zu nehmen. — Das erste Offenbacher Soldatenheim, eine Kriegs⸗ 5 schöpfung, ist gestern eröffnet und seiner Bestimmung a Erholungsaufenthalt für dienende, beurlaubte und ins besondere für genesende Soldaten übergeben worden. 9 h. Vom Main, 15. April. Auf der linken Mainseite bei Klein⸗Ostheim wird ein größeres Gefangenenlager errichtet, das vorerst 2000 Russen Unterkunft gewähren soll. Die Gefangenen werden bei der bevorstehenden Main⸗ kanalisation Beschäftigung finden. 1 ch. Rüdesheim, 15. April. Sein 101. Lebens⸗ jahr konnte der älteste Bürger von Rüdesheim und wohl auch vom ganzen Rheingau, Johann Schrauter voll!“ enden.— Für einen Patrouillenritt mit Bahnsprengung in Feindes! wurde der höchste sächsische Kriegs⸗ orden, das Ritterkreuz des Militär⸗St. Heinrich ordens dem Leutnant der Reserve Fritz Joachim aus Rüdesheim verliehen. Das Eiserne Kreuz wurde ihm schn vor einigen Monaten verliehen. 5 Hessen⸗Nassau. f 177 ? Weildurg, 15. April. Im hiesigen Rathaus ist ein Soldatenheim eingerichtet worden. Dank der freundlichen Zuwendungen hiesiger Bürger konnte der Raum sehr schön aus⸗ gestattet werden. Er erfreut sich eines zahlreichen Zuspruches. Amtlicher Wetterbericht. 0 Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 17. April Znnehmende Bewölkung, doch trocken, mild, westliche Winde. Letzte Nachrichten. 1 Die, deutsche Militärmaschine. 3 Amsterdam, 16. April. Die„Daily News“ schreibt: Die deutsche Militärmaschine hat zwar für einen erfolgreichen Angriff auf der ganzen Front nicht ausgereicht, aber was sie erreicht hat, war genügend, um die Welt von ihrer enormen Macht zu überzeugen, und wenn diese enorme Kraft nur auf die Verteidigung konzentriert wird, steht sie ohne Zweifel einer ihr viel besser entsprechenden Aufgabe gegenüber. Der auf seine Vert 1 19155 baren Tatsachen ins Auge zu fassen: das größte Militärwesen der Welt, die höchstorganisierte Volksgemeinschaft und einen so hohen Grad von Kriegsvorbereitung, wie es nur der Kriegsgedanke ge⸗ lernt hat. Die„Daily News“ schließt diese Betrachtung mit der Versicherung, sie betone das nicht, well sie eine düstere Auffassung der Lage habe, im Gegenteil, sie sei überzeugt von dem Enderfolg, 85 3* 14 erkennen, N28 es— 9 aller iegenden Kräfte bedürfe, um diesen gewaltigen Fei nicht nur zu überwinden, sondern auch schnell zu besiegen. Zur Karpathenschlacht. Kriegspresseguartier, 16. April. Die vierwöchige Schlacht in den Karpathen war, das läßt sich jetzt schon feststellen, das größte und folgenschwerste Ereignis der bisherigen Kämpfe. Es—— sich in diesen Kämpfen 2 Millionen Streiter gegenübergestanden haben, eine Zahl, die alle bisherigen Streiter⸗ aufgebote der Weltgeschichte weit übertrifft. Bis zu 600 Zügen mit Verwundeten sollen an manchen Tagen in das Innere Ruß⸗ lands abgeschoben worden sein. Aus der Front kommende Offi⸗ ziere von uns schildern die an Begeisterung grenzende Hoch⸗ achtung, welche die russischen Offiziere vor unseren Leistun⸗ gen in den Karpathen haben. Immer wieder werde darauf hingewiesen, daß die harte Friedensschule in Tirol und in Bosnien aus unserer Armee ein Werkzeug geschaffen habe, das trotz der zahlenmäßigen Uebexlegenheit und ungeachtet aller Tapferkeit und Sicken der russischen Truppenmucht nicht zu erreichen sei. Wiederholt stellten die russischen Offtziere die Frage, ob der hoch⸗ — 4. Tiroler Landsturm in der Front sei, und als man ihnen ba der sei + da schüttelten sie den Kopf und wollten es 8 glanben. uz und gar ging es ihnen nicht ein, wie die 8 n Truppen hier so 1 vorzügliche Leistungen zu vollbringen vermöchten. Sie konnten eben nicht fassen, daß 85 Fleiß seit Monaten in den Karpathen 1 eine Unmenge von rungen gesammelt und verwertet hatte. 8 Englands Werben um Bulgarien. ö 1 f i. Köln, 16. il. Die„Köln. 31g.“ meldet aus Sofia: Wie ich aus zuverlässiger Quelle erfahre, ist in der vorigen Woche ier der frühere erste Dragoman bei der englischen Botschaft in onstantinopel, Fitzgmaurice, mit dem Auftrage eingetroffen, u sondieren, ob Bulgarien geneigt ist, bei der Eroberung Kon⸗ antinopels mitzuwirken oder wenigstens einer russischen etzungsarmee zu gestatten, über Bulgarien vorzurücken. Es wird versichert, daß diese neueren Bestrebungen Englands eine über⸗ 3 kühle Aufnahme sinden und daß Bulgarien fest ent⸗ f sctossen it, bei seiner Neutralität zu verharren. 5 K Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlatenen sagen wir innigen Dank. 14 Im Namen. der trauernden Hinterbliebenen: Marie Pietsch geb. Schild Giessen, 16. April 1915. 3469 Danksagung. Für die vielen Beweise berzlicher Teilnahme bei dem Hin- scheiden unseres unvergesslichen Entschlafenen Herrn Johannes Scheld Grossherzoglicher Bürgermeister ganz besonders Herrn Pfarrer Gombel-Reis- kirchen de m Berrn Vertreter des Grossh. Kreisamts, dem Herrn Vertreter der Kriegerkameradschaft Hassia und allen Vereinen unseren 58 rzlichsten Dank. segen wir allen. Lindenstruth, den 15. April 1915. 02093 Die trauernden Hinterbliebenen. Gothaer ne e eee D—— ñ i( gauf Gegenseitigkeit Bisher abgeschlossene Versicherungen: 2 Milliarden 220 Millionen Mark. Kriegs versicherung mit alsbaldiger Auszahlung der vollen summe im Todesfall. Neue vorteilhafte Versicherungsformen. 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Heuchelheim, Mühlheim, 15. April 1915. Die Beerdigung findet Sonntag, den 18. April in Mühlbeim Ruhrj statt. Darmstadt, Merzig, 9485 In heißem Kampf im Feindesland Ward Dir die Todeswunde, Die Lieben Dein im Heimatland Traf schwer die bittere Kunde. Den Heldentod fürs Vaterland Bist Bester Du gestorben, Mit Deiner tapferen Hand hast Du Dir Himmelslohn erworben. Todes⸗ Anzeige. Am 30. März starb den Heldentod fürs Vaterland unser innigstgeliebter, treuer, unvergeßlicher, hoffnungsvoller, braver Sohn, Bruder und Neffe Karl Wagner Kriegs freiwilliger im Res.⸗Inf.⸗Negt. Nr. 254, 11. Komp. blühenden Alter von 20 Jahren. Ju tiefem Schmerz: Familie Karl Wagner Philipp Müller Ww. Wilhelm Stein Ww. Jamilie Friedrich Wagner Familie Wilhelm Backhaus Familie Philipp Erb Familie Konrad Koch Familie Heinrich Müller. Großen-Buseck, Beuern, Gießen und Bad⸗Nauheim, den 16. April 1915. Mit Gott für König und Vaterland, So schiedest Du furchtlos und ie— die Han Doch die seindliche Kugel traf nur zu gut, Du gabst fürs Vaterland Leben und Blut. Wiedersehen war seine Hoffnung. im 02¹0² Achtung! Norgen nochmaliger großer derkaufam Felsenkeller von allen einschlägigen Waren 2 billigst. Klein auß Köln. Wende-Pflüge : in verschiedenen Grössen und Ausführungen: — * und nie 12 Fh. Mayfarth 8 Oo. Frankfurt a. M. Tüchtige Vertreter werden angestellt 60 Güterverpachtung. Dienstag, 20. l. Mts., nachmittags 9. Uhr, werden in der Wirtschaft des Georg Sommer VI. zu Waßzenborn die in diesem 1 ahre 1 Güterstücke des II. Guts⸗ verbandes der Gemarkung Schiffenberg weiterverpachtet. Den seitherigen Pächtern können hierbei ihre Pacht⸗ grundstücke unter den alten Bedingungen auf drei weitere Jahre überlassen werden. Gießen, 14. April 1915. Großh. Obersörsterei Schissenberg. eee Licht- Spi eee, vom 14. bis inkl. 18 April 1915 Indianerblut fesselndes Schauspiel aus dem wilden Westen in 2 Abteilungen. In den Schluchten der Walliser Alpen herrliches Gebirgspanorama. Wie man's macht, ist's falsch, Humoreske. Unter dem Mühlenflügel großes Drama in 8 Akten. Vater lat Urlaub, amüsante Burleske. Die Junelen des Raddahs, Detektivdrama. Strohmaier fällt durch, Komödie. 1 Iilitar chne Charge zahlt werktags die Hallte. D PVoranzeige! Ab Samstag, den 17. April 1915; Das Opfer einer hohen Frau Der neueste Kunstfilm der Nordischen Film- Compagnie in Kopenhagen. 3100a AU Nur bei mir zu haben Neul Neu! Iplelsinen-AMarmslae Gesund, kervorrag. unter deschmack, eines Arama, nicht süas 1 Pfund mit Glas 1.— Mark 261 Reformhaus, Kreuzplatz 5 Essenträger emailliert und in Aluminium Aluminium- Feldflaschen Aluminium- Feldbecher Thermos-Flaschen = dHtiletts dilligst bei 33463 Emil Pistor Nachf. Trautwein. 3462 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Heuchelheim für 1915 Ri. liegt vom 19. April 1915 an eine Woche lang auf dem Geschäftszimmer der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen gegen seinen Inhalt können während der Offenlegungsfrist schriftlich oder mündlich vor⸗ gebracht werden. Es ist eine Umlage zur Erhebung beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Heuchelheim, den 16. April 1915. Großherzogliche Bürgermeisterei. Kreiling. Bekanntmachung. Die Holzversteigerung vom 13. l. M. in der Forst⸗ wartei Baumgarten ist ende Ba Ausgabe der Ab⸗ 20 durch die betreffende Zablstelle von Dienstag, I. M. ab. Holzüberweisung und erster Fahrtag am 1 Tage. diebe 14. April 1915. Großh. 0 Schiffenberg. 3446 Trautwein. 3460 Verpachtung einer Sandgrube. Dienstag. 20. I. M., wird nach der 5 gegen 5¼ U* nachmittags, in der Wirtschaft des Georg Sommer XII. zu Watzenborn die Sandgrube in der Ge· markun Schiff en auf 6 Jahre weiterverpachtet. ö Gießen, 14. Apri 0 Großh. Vbersörsterel Schiffenberg. Trautwein. 3461) Holzversteigerung. Montag, den 19. April 1915, vormittag! 8½ uhr anfangend, werden in den Waldungen der Gemeinde Allendorf an der Lumda, Distrikt Obig den Rödern, Rundeheg, Schuchardsgreb, Todenberg usw. der Forstwartei J versteigert: 13 Eichenstämme unter 25 Ztm. Durchmesser mit 3,85 Fstm. 20 Fichten Derbstangen mit 2,46 Fstm. 8 Rm. Eichen⸗Nutzscheit(rund) 6 Rm. Eichen⸗Nutzknüppel 208 Rm. Buchen-, 16 Rm. Eichen-, 8 Rm. Nadel Scheit 61 Rm. Eichen⸗, 118 Rm. 97 Rm. Buchen-, Nadel⸗Knüppel 700 Wellen Eichen⸗, 70 Wellen 28 Rm. Eichen-, 7400 Wellen Buchen-, Nadel-⸗Reisholz 170 Rm. Buchen-, Nadel⸗Stockholz. Zusammenkunft im Distrikt Obig den Rödern bei Brennholz Nr. 402. Das Holz in den Distrikten Nassestrauch, wunde, Eisenschede, Hahnekamm und Langeseif wird bei der Versteigerung nicht vor⸗ 7 und kommt in der Mittagspause zum usgebot. Allendorf an der Lumda, den 15. April 1915.) Großh. W Allendorf an der Lumda. e in. 13 Rm.