Nerusprech-Anschlüsse: sür die Schriftleitung 112 Berlag, Geschäftsstelleö l Adresse für Drahtnach'⸗ richten: Anzeiger Gseßen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Der Gießener Anzei siccheint täglich, 4 T5 9 Sonntags.— Beilagen: 0 viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; zweimal wöchentl. Kreis- blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land- wolrischaftliche Zeitfragen ö General⸗ r 8 b 105. Jahtgang R ner Anzeiger Anzeiger für Gberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, eschästsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. FS.. 1 N 9 Mittwoch, 14. April 1015 35 Hein gs ore monatl. 75 U., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sänitlich in Gießen. 1 N Die russische Offensive in den Rarpathen zum Stehen gekommen. Großes Hauptquartier, 13. April.(WTB. Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Franzosen behaupten, 150 Bomben auf See⸗ bahnhof und Gießerei Brügge abgeworfen zu haben. In Wirklichkeit fielen 9g Bomben in der Umgebung von Ostende und 2 bei Brügge nieder, ohne Schaden anzurichten. Wir bewarfen dafür heute nacht ausgiebig die von den Engländern belegten Orte Poperinghe, Hazebrauk und Cassel. Bei Verry⸗au⸗Bac drangen die Franzosen nachts in einen unserer Grüben ein, wurden aber sofort wieger zu— rückgeworfen. 5 5 Ein feindlicher Fliegerangriff in Gegend öst⸗ lich von Reims mißglückte. Nordöstlich von Suippes wur⸗ den gegen uns wieder Geschosse mit betäubender Gasentwick— lung verwendet. 5 Zmischen Maas und Mosel setzten die Franzosen ihre Angriffstätigteit an einzelnen Stellen mit Heftigkeit, nher erfolglos fort. Drei Angriffe in den Vormittags⸗ stunden bei Maizerey östlich von Verdun brachen unter schwersten Verlusten in unserem Feuer zusammen. a Die mittags und abends bei Marchöéville südwestlich von Maizerey unternommenen Angriffe, bei denen der Feind starke Kolonnen zeigte, nahmen denselben Ausgang. Ein heute bei Tagesaubruch gegen die Front Maize⸗ rey—Narché ville geführter Angriff wurde wieder mit sehr erheblichen Verlusten für den Feind zurückgeschlagen. Im Priesterwalde fanden Tag und Nacht erbit⸗ terte Nahkämpfe statt, bei denen wir langsam Boden ge⸗ wannen. Südlich des Hartmannsweilerkopfes wurde ge⸗ stern abend ein französischer Angriff abgewiesen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Im Osten ist die Lage unverändert. Oberste Heeresleitung. 5*** Im Vordergrunde des Interesses steht heute der öster⸗ reichisch⸗ungarische Tagesbericht, der ein Ereignis von großer Tragweite feststellt: Die seit ungefähr 20. März andauernde russische Offensive in den Karpathen ist an der ganzen Front zum Stehen gekommen! Das heißt wohl so viel, daß die deutschen und österreichisch-ungarischen Ver⸗ stärkungen dem Russenheer fortan wirksam die Spitze bieten lönnen, während es in den letzten Wochen den Russen durch ihr Massenaufgebot stellenweise gelang, ihre Front vorzu— schieben. Während der Ostertage war die Lage im Zentrum der Karpathen kritisch geworden; über den Duklapaß tobte die russische Flut herau, um durch die in dem heutigen Wiener Tagesbericht genannten Täler nach Ungarn durch— zubrechen und die Front unserer Verbündeten zu durch— schneiden. Das gelang bekanntlich nicht. Am 8. April faßte der Wiener amtliche Bericht die Ergebnisse der Osterschlacht bei den Höhen des Laborczatales, wobei deutsche Trup⸗ pen an der Seite ihrer Bundesgenossen ausschlaggebend mitwirkten, dahin zusammen, daß starke russische Skellun⸗ gen erobert und 10000 unverwundete Gefangene ein— gebracht wurden. Darauf versuchte der Feind weiter westlich den Durchbruch. Im Waldgebirge beider— seits des Uzsoker Passes haben nun die letzten entscheidenden Kämpfe stattgefunden, die das erwähnte höchst erfreuliche Gesamtergebnis zeitigten. Der Uzsoker Paß liegt ebenfalls noch im Zentrum der Karpathen, etwa 80—90 Kilv⸗ meter südlich von Przemysl. Wenn die„Times“ vor einigen Tagen äußerte, der Kampf in den Karpathen werde eutscheidend für die ganze Lage im Osten sein, so wird sie sich jetzt sagen, daß sie eine Enktäuschung erlebt hat. Deutschland läßt seinen Verbün— deten nicht im Stich. Wir dürfen hoffen, daß nach diesen Ergebnissen auf dem Kriegsschauplatz im Osten die neutralen Staaten eine den Zentralmächten günstige Haltung ein⸗ nehmen werden. Von Italien hatten englische Blätter vor kurzem gemeint, es werde„den Siegern zu Hilfe eilen“, worauf ein italienisches Blatt, das sich nicht gerade durch deutsch⸗freundliche Haltung auszeichnet, erwiderte, die Lage sehe nicht so aus, als ob der unter Englands Führung stehende Dreiverband für sich allein als Sieger aus den TLämpfen hervorgehen werde. Italien wolle feste Angebote. I der Tat, 2; ist 57 Italien aist vorteilhaftesten, zu warten, wer Sieger bleibt, um dann mit dem Sieger sich friedlich auseinanderzusetzen. Auf diese Weise erlangt man ohne Opfer am sichersten die Vorteile, die das Land Mig⸗ nons aus dem Weltkrieg ziehen will. Heute ist die italienische Volksstimmung großenteils noch verblendet, wie wir einem Bericht der„Köln. Ztg.“ aus Rom, vom 8. April, entnehmen. ä Es heißt darin: 0 Die Kriegshetze der Tagespresse gegen die Verbündeten Ita⸗ liens hat neuerdings einen derartigen Grad erreicht, daß die Vittoria, eines der wenigen deutschfreundlichen Blätter, sie haute als die„Mobilisierung des Verbrechertums“ kennzeichnet, und daß Palamenghi⸗Crisvi, der in seiner Zeitung Concordia unermüdlich für die Treibundspolitik seines verstorbenen Oheims eintritt, auf 0 erhaltene Drohbriese mit der öffentlichen Erklärung gea tet hat. a er trage Waffen bei sich und werde jedem Angreifer eine Kugel in 5 die Rippen jagen. Man hat leider versäumt, das Unkraut beizeiten auszujäten. Es ist daher erklärlich, daß viele Deutsche, die nicht zum Verbleiben in Italien verpflichtet sind, besonders Familien mit Kindern, bereits den ungastlich gewordenen Boden berlassen haben. Andere halten es mit dem preußischen Gesandten v. Usedom, der im Jahre 1848, als ebenfalls eine feindselige Hetze gegen die Deutschen in Rom herrschte, seinen Landsleuten auf die Frage, was sie tun sollten, die Antwort gab Die erste Pflicht eines Preußen sei, Mut zu zeigen! So halten in Rom wie im übrigen Italien immer noch zahlreiche Deutsche aus, obgleich sie fast täglich in den dem Dreiverband verschworenen Blättern lesen können, daß man sie für Spione hält und demgemäß zu behandeln bereit ist. Der römische Berichterstatter erzählt dann weiter, die Deutschen setzten ihre Hoffnungen auf das Wirken des Für⸗ sten Bülow, der wie in jüngeren Jahren in Rom freudig seine nationalen Pflichten erfülle. Regelmäßige Kriegs- abende in den Räumen des Künstlervereins führten die Deut— schen zusammen, wobei zeitgemüße Vorträge gehalten wür— den. Immerhin ist es, so heißt es in dem Bericht, bezeich— nend für die Lage, daß ein römischer Polizeikommissar einem mit ihm bekannten deutschen Herrn erklärte: Sobald Italien am Krieg teilnehme, werde die Polizei alle Deutschen und Oesterreicher in Schutzhafk nehmen, damit sie vor Pöbelaus⸗ schreitungen sicher seien. * Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlaubart: 13. April 1915, mittags. Die seit ungefähr 20. Mürz andauernde russische Offen sive in den Kar⸗ pathen ist an der ganzen Front zum Stehen ge⸗ lommen. 1 Als in den erbitterten Kämpfen wührend der Ostertage der vom Gegner mit starkten Kräften versuchte Durchbruch im Laborcza- und Ondava⸗Tale gescheitert war, versuchte der Feind im Waldgebirge beiderseits des Ussater-Passes erneut vorzudringen. Auch hier wurden in den letzten Tagen alle Angriffe der Russen unter großen Verlusten des Feindes zurückgeschlagen. g Die sonstige Lage ist unveründe Der Stellvertreter des v. Höfer, Feld Budapest, 13. April.(WDB. is des Generalstabs: schalleutnant. Der„Pester Lloyd“ meldet aus Eperjes: Der war an der Saroser Front mit Kanonenkampf a dessen Verlaufe die Ueberlegenheit unserxer Artillerie icherte. Bei boro vernichteten wir eine schwere r Ein russi⸗ scher Vorstoß in der Richtung auf Radoma brach unter schweren Verlusten des Feindes zusammen. London, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ schreiben in einem Leitartikel über die jüngsten Evisoden des Krie⸗ ges: Die Frühlingskampagne im Westen hat aum erst begonnen: aber die verzweifelten Kämpfe an der Ostfront um den Besitz der Karpathenkämme können kaum als Prältminaraktion aufgefaßt werden. Sie sind von größter Bedeutung und der ganze Aus⸗ gang auf dem östlichen Kriegsscharplaz hängt von ihnen ab. Die Russen befinden sich noch immer auf der Nordseite des mächtigen Uzsoker Passes. Man darf ron ihnen nicht Wunder an Geschwindigkeit erwarten: der Kampf wird wahrscheinlich noch Wochen andauern. Für die Alliierten im Westen liegt der Wert des russischen Druckes darin, daß die Deutschen ihrer Ostfront die größte Aufmerksamkeit schenken müssen und ihre Armeekorps nicht zwischen beiden Fronten hin- und herschicken können und sich auf einen Kampf auf beiden Fronten gefaßt machen müssen. Der russische Generalissimus schwer erkrankt? Berlin, 14. April. Von einer schweren Erkrankung des russischen Generalissimus berichtet der„Lokalanzeiger“ wie folgt: Man hört von einer nicht unbedenklichen Erkrankung des russischen Generalissimus, Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch. Der russische Oberbefehlshaber krankt seit einer Reihe von Jahren an einem Leberleiden, das in der letzten Zeit schnelle Fortschritte ge⸗ macht habe. Da der Großfürst einen der ersten Chirurgen zu sich befohlen habe, wird angenommen, daß es sich um ein krebsartiges Leiden handelt. Die Kohlenpreise in Petersburg Petersburg, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Rietsch“ meldet, der Kohlenmangel in Petersburg habe nicht nur eine bedrohliche psychologische Wirkung auf die Bevölkerung, sondern eine gefährlichere darin, daß viele Industrien aufhören müßten, so besonders die Tanganroger Metallurgische Fabrik. Der Handelsminister behaupte, daß die Hauptschuld bei der un⸗ genügenden Produktion, nicht im Wagenmangel liege. Nach den vorläufigen Berechnungen beträgt die Förderung im März 80 Mil⸗ lionen Pud anstatt sonstigen 135 Millionen Pud. Die Arbeiter- zahl ist im Laufe des Monats März von 170000 auf 120 000 gefallen. Die Gesamtverminderung beträgt demnach 88 000, ob- wohl die Kohlenarbeiter jetzt von der weiteren Einziehung zur Fahne befreit sind und obwohl die Regierung ihnen freie Eisen⸗ bahnfahrt gewährt. Der Arbeitermangel erklärt sich daraus, daß, obwohl die Kohlenpreise sich sast verdoppelt haben, die Lohnzulage nur 5 Prozent beträgt. Dagegen sind die Lebensmittelpreise um 200 bis 300 Prozent gestiegen. 5 Der Seekrieg. Paris, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Der französische Dampfer„Frédéric Frank“ ist gestern auf der Höhe von Portsmouth torpe— diert worden. Die Besatzung ist gerettet. Der englische Dampfer„President“ aus Glasgow wurde Samstag bei Eddystone von einem deutschen Unterseebobt versenkt und auch hier ist die Besatzung gerettet worden. Berlin, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Gegenüber den entstellenden Nachrichten über die Vorgänge bei der Versen kung des englischen Dampfers„Falaba“ wird von zustän⸗ diger Stelle folgendes mitgeteilt: Dem Dampfer„Falabg“ wurde von dem Unterseebvot das Signal gegeben: Drehen Sie sofort bei oder ich schieße! Ohne sich daran zu kehren, lief er weg und machte sogar Raketensignale, um Hilfe herbeizurufen. Er konnte erst in viertelstündiger Jagd eingeholt werden. Trotzdem für das Unter⸗ seeboot die Gefahr bestand, von dem Dampfer beschossen oder von herbeieilenden Fahrzeugen angegriffen zu werden, wurde nicht so⸗ 5 gleich geschossen, sondern, 9 500 Meter herangekommen, durgk die Stimme das Signal zu der Aufforderung gegeben, das Schiff binnen 10 Minuten zu verlassen. Auf dem Dampfer begann man 43 bereits die Boote zu Wasser zu bringen. Während dies zum Teil in unseemännischer Weise geschah, so daß mehrere Boote bei den Versuchen zu Schaden kamen, retteten sich die Mann⸗ schaften des Schiffes schnell in die Vpote und hielten sich in der Nähe, ohne jedoch, wie es möglich gewesen wäre, den im Wasser ringenden Fahr gästen irgendwelche Hilfe zu bringen. Von der Aufforderung, das Schiff zu verlassen, bis zum Torpedoschuß. vergingen nicht nur die anfänglich gewährten 10 Minuten, sondern 23 Minuten, und diesen ging schon die Jagd . voraus, die zum Klarmachen der Boote konnte ausgenutzt werden.* Die Behauptung, es wurde nur eine Frist von 5 oder gar 3 Mi⸗ nuten gewährt, ist unwahr. Das Torpedo wurde erst abgefeuert, 5 als die Annäherung von verdächtigen Fahrzeugen, von welchen Angriffe gewärtigt werden mußten, den Kommandanten zum 7 schnelleren Handeln zwang. Beim Fallen des Schusses war auf 1 dem Schiff außer dem Kapitän, der tapfer auf seinem Posten aus⸗ 175 karrte, niemand mehr zu sehen. Erst nachher wurden noch einige 5 Personen sichtbar, die sich um ein Boot bemühten. Von der Mann⸗ schaft des Unterseebootes standen Leute, die zur Bedienung der Kanone und zum Signalisieren nötig waren, an Deck auf ihren Stationen. Sich rettend zu betätigen, war ihnen versagt, weil das Unterseeboot keine Fahrgäste aufnehmen kann. Gegen die ver⸗ leumderische Beschuldigung, höhnisch gelacht zu haben, un⸗ sere Mannschaften zu verteidigen, ist jedes Wort zu viel. Bei der gerichtlichen Verhandlung in England wagte auch keiner der vernommenen Zeugen diese Beschuldigung zu erheben. Es ist ferner unwahr, daß das Unterseeboot zu irgendeiner Zeit die s englische Flagge geführt habe. Das Unterseeboot zeigte bei dem ganzen Vorgang soviel Rücksicht, als sich mit seiner Sicherheit vereinigen ließ. Es ist zu bedauern, daß Menschenleben verloren gegangen ind. Die Verantwortung dafür fällt jedoch auf England zurück, das Handelsschiffse bewaffnet und zur Teilnahme an der Krieg⸗ führung und den Angriffen gegen U-Boote veranlaßt. Berlin, 14. April. Nach dem„Rotterdamschen Courant“ hatte der soeben in Rotterdam eingelaufene englische Dam y fer„Serula“ kurz vor seiner Ankunft in den hollandischen Ge⸗ 1 N 83 wässern einen lebhaften Kampf mit zwei deutschen serflugzeugen zu bestehe. Der Hilfstreuzer„Kronpri London, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reu⸗ tersche Bureau meldet aus Newport⸗News unter dem II. April: Der Marinesekretär wurde von der Ankunft des „Kronprinz Wilhelm“ benachrichtigt, der aus Mangel an Lebensmitteln und Kohlen deu amerikanischen Hafen anlief. 1 Die Regierung wird dieselben Maßregeln ergreifen wie bei 1 dem„Prinz Eitel Friedrich“. Der„Kronprinz Wilhelm llt 61 Personen von eden zuletzt von ihur versenktenm 9 Dampfern„Tamer“ und„Daleby“ an Bord. Im ganzen wird dem Dampfer die Versenkung von 13 britischen und französischen Handelsschiffen zugeschrieben. 1 Sir Edward Grey wieder in London. a 5 Berlin, 14. April. Sir Edward Grey, der jüngst Lon⸗ don mit einem längeren Urlaub verließ, hat verschiedenen Blättern zufolge seinen Urlaub abgekürzt und ist nach London zu⸗ rückgekehrt. 5 Die Bedeutung des deutschen Unterseebootkrieges. 1 Bern, 13. April. WTB. Nichtamtlich.) In einer Be⸗ sprechung der Verluste der englischen Handels- flotte weist Hermann Stegmann im„Bund“ als aus— schlaggebend auf die Preise hin, welche London für eingeführtes Getreide und andere Lebensmittel gezahlt habe. Ihr Steigen lasse den sichersten Rückschluß auf die Bedeu⸗ tung des deutschen Unterseebootkrieges zu. 1 Lord Kitchener im französischen Hauptquartier. Kopenhagen, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) „Nationaltidende“ meldet aus London: Kitchener stattete dem französischen Hauptquartier einen mehrwöchigen Besuch ab, dem außerordentlich große Bedeutung beigemessen wird. Die euglischen Verluste. ö London, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die gestern veröffentlichten Verlustlisten enthalten 1100 bezw. 1230 Namen, womit die seit letzten Mittwoch gemeldeten Verluste auf über 6300 Mann steigen. Die meisten Verluste dürften auf die Gefechte bei Neuve Chapelle und St. Elo i zurückzuführen sein. Die Offiziersverluste seit 10. März betragen 1008. 5 Poincaré in der Nordfront. Paris, 13. April. WTB. Nichtamtlich.) Präsident Voin⸗ caré hat Paris am Samstag abend verlassen, um den Truppen an der Nordfront einen Besuch abzustatten. Er begab sich darauf nach der Front in Belgien, wo er die Front bei Nieu⸗ port besichtigte. Im belgischen Hauptquartier traf Poincaré mit dem belgischen König zusammen. Er kehrte sodann über Dünkirchen, wo er eine Parade über die Garnison ab- hielt, nach Paris zurück. Von der Verwaltung Belgiens. Brüssel, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Infolge der großen Schwierigteiten, die mit dem Abtransport, der Ordnung und Abschätzung der Waren sowie mit Prüfung der Regufsitions⸗ scheine verbunden waren, verzögerte sich die in Aussicht gestellte Bezahlung der in Belgien requirierten Massengüter. Um den Be⸗ sitzern der Requisitionsscheine jedoch die, Fortführung ihrer Be- 1 triebe und zu Anschaffungen sowie zur Lohnzahlung usw. moͤg⸗ lichst Barmittel zuzuführen, errichtete der Generalgouverneur von 1 Belgien eine Vorschußkasse, die auf die Empfangscheine für. requirierte Massengüter zinsfreie Vorschüsse gewährt. Die Vor⸗ schußlasse ist der Bankabteilung beim Generalgouverneur angeglie⸗ dert und wird von der Direktion unter dem Vorsitz des Generalß, lommissars für Banken in Belgien sowie einem Beleihungsaus e schuß geleitet. 53 8 2 N. e 5 Ein italienischer Ofsiztier über die Kriegslage. Zauürich, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Neue Zür⸗ cher Zeitung“ gibt einen Auszug wieder aus einer bemerkenswerten Unterredung des Kriegsberichterstatters der ententefreundlichen „Gazetta del Popolo“, namens Civolla, mit einem hohen ita⸗ lienischen Offizier, dessen Name verschwiegen werden müsse, über dit Lage auf den Kriegsschauplätzen, die dem Berichterstatter 2 selbst überraschend vorkommt. Der Einbruch in Ungarn scheint dem Gefragten keineswegs bevorstehend. Die Gerüchte über einen Sonderfrieden zwischen Oesterreich⸗Ungarn und Rußland sind sehr absurd Die militärische Lage der Russen sei ernstlich vom öster⸗ nreichischen rechten Flügel bei Uzsok bedroht. Es sei nicht ausge⸗ 5 schlossen, daß Hindenburg seine Stellung an der ostpreußischen Grenze so stark habe befestigen können, daß er mit bedeutenden Streitkräften den Oesterreichern zu Hilfe eilen könnte. Der Kern⸗ a punkt der militärischen Lage liege in dem von den Deutschen groß⸗ artig befestigten Belgien. Der Ausgang des Krieges sei abhängig von der materiellen und moralischen Lage im Innern der am Kriege beteiligten Länder. 2 Die Bedrohung der Dardanellen. W Berlin, 14. April. Dem„Daily Telegraph“ wird, wie ver⸗ schiedene Morgenblätker berichten, aus Malta telegraphiert, daß die Vorbereitungen zur Forcierung der Dardanel⸗ len mit großer Kraft fortgesetzt würden. 0 Konstantinopel, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das Große Hauptquartier gibt belannt: Einige feindliche * Beobachtungsschiffe beschossen gestern ½ Stunde lang ohne Erfolg am Ausgang der Dardanellen unsere in der Um⸗ gebung des Eingangs der Meerengen gelegenen Batterien. Durch unser Feuer wurden ein Kreuzer und ein Torpedoboot von Gra- naten getroffen. Auf den übrigen Kriegsschauplätzen hat sich nichts geändert. Vom äguyptischen„Sultan“. Berlin 14. April. Der ägyptische Sultan Hussein Kia⸗ a l hat seine Residenz von Kairo nach Alexandrien ver⸗ legt.— Die Rundschau“ bemerkt dazu: Die Abreise des Pseudo⸗ fultans aus Kairo einige Tage nach dem Attentat ist bezeich⸗ nend für die Gefahren, von denen sich der Sultan umgeben glaubt. Das Eiserne Kreuz erster Klasse für den Sultan 8 Frhr. v. der Goltz Pascha wurde am Montag, wie aus Konstantinopel gedrahtet wird, vom Sultan in Audienz empfangen. Er überreichte dem Sultan das ihm von Kaiser Wilhelm verliehene Eiserne Kreuz erster Klasse. N—————— Die n der U Boot⸗Mannschaften in England. . Berlin, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Nordd. Allgem. Ztg.“ veröffentlicht in dem politischen Tagesbericht den Notenwechsel zwischen Deutschland und den Ver⸗ einigten Staaten über die Behandlung der in 1 ge⸗ 45 en gehaltenen Besatzungen 33 Unterseeboote: . In der Verbalnote des deutschen Auswärtigen Amts an die Botschaft der Vereinigten Staaten in Berlin vom 16. März wird auf die Meldungen der englischen Presse hingewiesen, daß die britische Admiralität die Absicht kundgegeben habe, den in Ge⸗ flangenschaft geratenen Offizieren und Mannschaften der deutschen Anterseeboote nicht die ihnen als Kriegsgefangene gebührende Be⸗ handlung zuteil werden zu lassen, insbesondere den Offizieren nicht die Vorzüge ihres Dienstgrades zuzubilligen. Das Auswär⸗ tige Amt bittet die Botschaft der Vereinigten Staaten, auf kele⸗ graphischem Wege durch Vermittlung der amerikanischen Botschaft in London bei der großbritannischen Regierung anfragen zu las⸗ ob und in welcher Weise sie die gefangen genommenen Offi⸗ e e der deutschen Unterfeeboote irgendwie ber zu behandeln gedenkt. Sollte der Fall sein, so wird die weitere Bt deutschen nt i 1 7 c weitere Bitte ausgesprochen, im ein derartiges Verfahren t geratene Mitglied der deutschen Unterseebootsbe⸗ iegsgefangenschaft befindlicher englischer Armee⸗ nd schlechte Behandlung erfahren wird. der amerikanischen Botschaft — 1——4— 6. April wird Antwort ischen Regierung auf die Anfrage der amerikanischen mitgeteilt, wonach die geretteten Offi⸗ ziere und Mannschaften der deutschen Unterseeboote u 8“ und 1— 12“ mit Rücksicht auf die Notwendigkeit ihrer Absonderung von anderen Kriegsgefangenen in Marinearrestanstalten(Naval Deetention Barracks) verbracht sind. „Hierauf erging am 11. April eine Note des Staats⸗ 1 des deutschen Auswärtigen Amtes an den Botschafter der Vereinigten Staaten in Berlin, in welcher es heißt: Die deutsche Regierung nahm mit Befremden und Ent⸗ rrüstung davon Kenntnis, daß die britische Regierung die kriegs⸗ gefangenen Offiziere und Mannschaften der deutschen Untersee⸗ boote nicht als ehr fte Gegner ansieht, und sie demgemäß nicht wie andere Kriegsg gene, sondern wie Arrestanten behandelt. Diese Offiziere und Mannschaften handelten als tapfere Männer iin Erfüllung ihrer militärischen Pflichten. Sie haben daher vollen Anspruch darauf, in derselben Weise wie andere Kriegsgefangene, gemäß den völkerrechtlichen Abmachungen, gehalten zu werden. Tia.e deutsche Regierung legt daher gegen das völkerrechtswidrige Vorgehen Englands aufs schärfste Verwahrung ein. Sie sieht sich gleichzeitig zu ihrem Bedauern gezwungen, nunmehr unverzüglich die von ihr angekündigte Vergeltungsmaß⸗ nahme auszuführen und eine entsprechende Anzahl kriegsgefange⸗ ner englischer Armeeoffiziere einer gleich harten Behandlung zu unterwerfen. Wenn übrigens die britische Regierung am Schlusse irer Ausführungen bemerken zu sollen glaubt, daß die deutsche Marine im Gegensatz zur britischen die Rettung von Schiffbrücht⸗ gen unterlassen habe, so kann die darin liegende Unterstellung, als ob eine solche Rettung den deutschen Kriegsschiffen möglich ge⸗ wesen, aber von ihnen geflissentlich unterlassen worden sei, nur mit Abscheu zurückgewiesen werden. Der Unterzeichnete bittet den HPeerrn Botschafter, der britischen Regierung eine entsprechende Mit⸗ 3 zugehen zu lassen, auch Sorge dafür zu tragen, daß sich ein Mitglied der amerikanischen Botschaft in London alsbald per⸗ sönlich von der Behandlung der deutschen Unterseeboots-Gefange⸗ nen überzeugt und über Einzelheiten ihrer Unterbringung, Ver⸗ pflegung und Beschäftigung Bericht erstattet. Das weitere Ver⸗ fahren gegenüber den arrestierten britischen Offizieren, die vor⸗ läufig in Offiziershaft genommen werden, würde alsdann der Be⸗ handlung der deutschen Gefangenen angepaßt werden. Aus dem Reiche. Der Wiederaufbau von Ostpreußen. 1 Berlin, 14. April. Eine vom Vorstand der Berliner Handwerkskammer einberufene und von mehr als 200 Or⸗ ganisationen aus Berlin und der Propinz Brandenburg besuchte ammlung befaßte sich mit dem Wiederaufbau von Ostpreußen. ostpreußische Han skammertag hat in Königsberg einen Arbeitsausschuß eingesetzt, der am 27. d. Mts. in Berlin eine Sitzung abhalten wird. In Ostpreußen find rund 19000 Wohnhäuser zerstört und etwa 80000 Wohnungs⸗ einrichtungen neu zu beschaffen. Es ist geplant, in Berlin ein Nusterlager einzurichten, das neben Handwerkszeug und Muster⸗ arbeiten auch ganze Mustereinrichtungen enthalten foll, um den ostpreußischen Familien Gelegenheit zu bieten, sich mit dem nötigen Handwerkszeug und passenden Wohnungsgeräten zu versehen. Die Invalidenfürforge. Berlin, 13. April.(WTB. Nichtamtlich Der* ausschuß des Reichs tages beriet heute über die Anträge aus den und ihren Hinterbliebenen. Ter Staatssekretär des Reichsschatzamtes führte aus, die Regierung und der Reichstag seien einig darin, daß es eine Ehrenpflicht sei, nach Kräften für die Opfer des Krieges zu sorgen. Die Lösung dieser großen Auf⸗ gabe werde freilich einstweilen einen mehr theoretischen Charakter haben, da über die Zahl der zu Versorgungen und die finanzielle Möglichkeit der Fürsorge noch nichts sesstehe. 1 g Bei der Besprechung über die Vorlegung statistischen Materials über die Zahl der in Betracht kommenden Offiziere, Mannschaften und der Hinterbliebenen, über vorhandene Anstalten für vor⸗ beugende Heilfürsorge, die mögliche Unterbringung von Halb⸗ invaliden im Dienste des Reiches, der Bundesstaaten, Gemeinden, Privaten, und darüber, ob anstatt von Renten den hinterbliebenen Frauen eine Existenz geschaffen werden könne, erklärte sich der Reichsschatzsekretär einverstanden mit dem Grundgedanken des Antrages Erzberger, betreffend Auskunft über die Jahl der Gefallenen, Vermißten, Verwundeten, der zur Front zurückge⸗ kehrten Verwundeten, der Verstümmelten, betreffend Plätze in Offi⸗ ziersgenesungsheimen, Mannschaftserholungsheimen, die ausge⸗ gebenen Anstellungsscheine der zu versorgenden Hinterbliebenen und die Kostenberechnung gemäß den geltenden Gesetzen. Er wies auf die dankenswerten Arbeiten der Krüppelfürsorgevereinigung hin, welche das Maximum der Heilungsmöglichkeit anstrebten, um den Opfern des Krieges wieder die Möglichkeit eines Erwerbs zu geben. Die Arbeiten seien möglichst zu zentralisieren, die Hilfe der Ein⸗ zelstaaten und kommunalen Organisation aber unentbehrlich. In der weiteren Aussprache, die Einzelheiten der Organisation berührte, die sozialen über die finanziellen Gesichtspunkte stellte und das Verbleiben der aufgewandten Gelder im Lande betonte, wurden besonders die Frage der Berufsbildung und die Bedeutung einer rechtzeitigen Heilbehandlung besprochen. Ministerialdirektor Caspar erklärte, man werde die Gewerkschaften aller Art sich in gewünschter Weise an den Beratungen beteiligen lassen. Der Reichsschatzsekretär gab die Erklärung ab, daß die Regierung gerne bereit zu einer weiteren Aussprache über die sozialen Gesichtspunkte für eine Gesetzesänderung und zur Beseitigung der Härten sei, daß aber der Beschluß des Reichstages, einen fertigen Gesetzent⸗ wurf bis zur nächsten Tagung, das heißt bis zum 18. Mai, vor⸗ zulegen, nicht ausführbar sei. Darin liege aber durchaus keine Ab⸗ lehnung des Grundgedankens des Reichstages. Der Ausschuß möge zunächst das erbetene Material abwarten. Der Ausschuß vertagte sodann seine Arbeiten bis zum 11. Mai. * Berlin, 14. April. Zu Ehren Weddigens hat die Fürstin Herbert Bismarck, wie der„Vossischen Zeitung“ gemeldet wird, an dem mit Kränzen geschmückten Sarkophag des Altreichskanzlers in Friedrichsruh einen prachtvollen Kranz mit der legen lassen. WTB. Metz, 13. April. Wie die„Lothringer Zeitung“ mel⸗ det, ist der bis vor Kriegsausbruch in Metz amtierende Lan d⸗ richter Alfred Weil, ein geborener Elsässer, der in den lezten Jahren im politischen Leben von Metz mit Unterstützung der Einheimischen eine Rolle spielte, für fahnenflüchtig erklärt und sein Vermögen mit Beschlag belegt worden. Aus Stadt und Cans. Gießen, 14. April 1915. Hilfe für kriegsgefangene Dentsche. In Hamburg arbeitet seit November vorigen Jahres ein „Ausschuß für deutsche Kriegsgefangene vom Ham⸗ burgischen Landesverein vom Roten Kreuz“, welcher sich mit der Nachforschung nach Vermißten und der Auskunftserteilung an die Bevölkerung in Bezug auf alle die deutschen Gefangenen betreffenden Fragen beschüftigt, und der bereits mit gutem Erfolg um die Besserung des Loses der Gefangenen bemüht gewesen ist. Er hat eine ausführliche Kartothek der Gefangenen und Ver⸗ mißten eingerichtet, mlungen von Angehörigen der Ge⸗ sangenen der einzelnen Lager veranstaltet und Berichte über die Zustände in den einzelnen Lagern veröffentlicht. Die Nachfor⸗ schungstätigkeit nach Vermißten ist durch systematischen Ausbau in vielen Fällen erfolgreich gewesen und hat brauchbare Wege zu diesem Zwecke ergeben, so daß diese Einrichtung die Anerkennung des auswärtigen Amtes und des Kriegsministerjums gefunden hat. 5. In anderen Städten Deutschlands it eine ahnliche Latigpeit St faltet worden. Es ist aber zu befürchten, daß diese verschieden⸗ artigen, ohne Zusammenhang mit den anderen arbeitenden Organi⸗ sationen auf der einen Seite die gleiche Arbeit wiederholt vorneh⸗ men, auf der anderen Seite eine unnötige Inanspruchnahme der überlasteten deutschen und ausländischen Behörden verursachen und daß infolgedessen, soweit feindliche Instanzen in Frage kommen, die Beantwortung der Anfragen wegen Ueberbürdung künftig ab⸗ gelehnt wird. Das Kriegsministerium hat deshalb nahe Pert, diese Tätigkeit in größerem Maße or, anisiert für ganz eutschland zusammenzufassen. Zu diesem Zwecke ist neben dem genannten Hamburger Ausschuß ein gleichnamiger Aus⸗ schuß in Frankfurt ins Leben getreten. Diesen zwei Stellen soll fortan für die ihnen angegliederten Ortsausschüsse der aus⸗ schließliche Verkehr mit allen Behörden im In⸗ und Auslande vb⸗ liegen und zwar soll Frankfurt nach der getroffenen Vereinbarung und Hessen⸗Nassau, Hamburg als Zentrale für das übrige Deutsch⸗ land tätig sein. 5 5 Im Arbeitsgebiete der Franlfurter Zentrale sollen in allen größeren Städten ehrenamtlich arbeitende Ortsausschüsse unter dem einheitlichen Namen„Hilfe für kriegsgefangene Deutsche“ gebildet werden. Diese Lokalausschüsse sind bezüglich ihrer eigenen Organisation sowie bei der Einrichtung der Unterausschüsse in ihrem Bezirk vollkommen frei. Sie können auch sämtliche Vereine, welche ähnliche Ziele verfolgen, angliedern. Ihre Aufgaben sind die folgenden: 1. Die Nachsorschung nach Vermißten. 2. Auskunft über den Verkehr mit Gefangenen. 3. Die Information über die Gefangenenlager. 4. Die Beantragung von Unterstützung an ein⸗ zelne Gefangene und ganze Gefangenenlager. 5. Die Sammlung von Geldmitteln. Alle bei den Ortsausschüssen einlangenden An⸗ träge auf Vermißtenermittelung werden durch die Zentrale weiter⸗ Suchen nach dem Aufenthalt der Vermißten erleichternden Nach⸗ richten. Das gesamte, bei der Zentrale sich sammelnde Material durch die große Uebersichtlichkeit dieser Einrichtung. fangenen erstrebt wird, hat es sich als zweckmäßig 8 bei Bildung der Ortsausschüsse einen Vertreter der örtlichen Organi⸗ sation vom Roten Kreuz in den Ortsausschuß aufzunehmen. schen Städte, an die bexeits bestehenden Einrichtungen zugesichert. gewerbsmäßigen Vermißtenermitt in der Lage, mit der Vertretun f a des Roten Kreuzes Gebiet, noch mit den dortigen veröffentlicht werden. 55 Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Gardesüsluter Herm. Köhler aus Darmstadt.— Kri sreiw. Gefreiter Karl Sponheimer, aus Worms.— Musk. stud. phil. Franz August Juuge, Rat. 118, aus Weilburg.— Ersatz⸗Res. anz Kae 8 aus Dillenbur Peter, Landw.⸗-Ins⸗ gt. 4, aus Rodenbach.— Ol Hause betreffend die Versorgung von Kriegsinvali⸗ 4 Heinr. Seibert, Inschrift„Dem Helden Weddigen“ nieder⸗ als Zentrale für Süddeutschland einschließlich der Rheinprovinz geleitet, ebenso wird dorthin Mitteilung gemacht über alle das wird in Kartothekform geordnet und erleichtert die Nachforschung 1 0 0 Da nicht nur die Vermißtenermittelung, sondern auch die Unte tützung von Ge⸗ In einer am 10. d. M. in Frankfurt stattgehabten Sitzung haben die Vertreter der Roten⸗Kreuz⸗Organisationen der größeren hessi⸗ darunter auch Gießen, ihre Mitarbeit im Anschluß Die Tätigkeit der Zentrale sowie der Ortsausschüsse ist für die Angehörigen der Vermißten mich tmit Kosten verbunden. In letzter Zeit haben sich in 1 75 Städten Personen mit der ung befaßt; diese sind jedoch nicht 0 2 im feindlichen hörden oder Kommandanten von Gefangenenlagern in Verbindung zu treten, wie es bei der Zentrale der Fall ist. Es kann deshalb nur gewarnt werden, sich an der⸗ artige gewerbsmäßige Vermißtenermittlungsburcaus zu wenden.— Das Publikum aufklärende Mitteilungen sollen von Zeit zu Zeit Brigade⸗Ersatz⸗Bat. 50, In. Friedrich Schnabel, 3 87, aus Drommershausen.— Et. d. Res. Oberlehrer 2— Vizefeldwebel 5 Stellv. V 9 Unteroff. Heinr. Trupp, Lan nf. Lt. d. Landw. Regierungsbaumeister Georg Di betriebskompagnie 21, ans Darmstadt. g * Ritter des Eisernen Kre bootsmaat H. Krieger aus Marburg. Leukn. häuser aus Kirchhain. Rittmeister Lutz Riedesel, Fr i herr zu Eisenbach, Adjutant der 25. Inf.⸗Div.(1. 125 Reserbist Hornist Schlegel aus Büdingen, Inf-⸗Regt. 116. Unteroffiziere Georg Armbrüster und Georg Hebbel sowie Fefreiker Ne sch aus Ortenberg.„ „Amtliche Personal nachricht. Ter Großherzog hat den Bergamtmann Ernst Scheerer zu Darmstadt auf sei:: Nachsuchen, mit Wirkung vom 17. März d. Js, aus dem Staats- 5 dienste entlassen.. 1 *Hessische Landwirtschaftska A Zusammentritt der Hessischen Landwirtscha kammer zu ihren Plenarsitzungen wird voraussichtlich im Mai in Darmstadt erfolgen, wie in der gestrigen Vorstandssitzung, b in der verschiedene geschäftliche Angelegenheiten zur E Ai gung kamen, beschlossen wurde. Die perschiedenen Landwirt⸗ schaftskammer⸗Ausschüsse werden die nötigen Vorarbeiten hierzu noch im Laufe des Monats April erledigen .. Saatkartoffeln. Die Landwirtschaftskammer bittet uns, die Landwirte darauf aufmerksam zu machen, daß von ihr aus den Saatbaustellen noch anerkannte Saat- kartoffeln geliefert werden können. Interessenten wollen sich dieserhalb sofort an die Landwirtschaftskammer in Darmstadt, Allee 6, wenden. 1 0 ** Mit der Aussaat des Hafers ist in der Wet⸗ terau in der Lahnggegend, dem Goldenen Grund und im „Ländchen“ begonnen worden, und binnen kurzem werden be⸗ a reits die Kartoffeln gelegt. Einen ganz vorzüglichen Stand zeigen die Wintersaaten, auch der Klee steht prächtig, so daß der Landwirt ruhig der Zukunft entgegensehen Har, 5 * Beschaffung von Saatgut für Minder⸗ bemittelte. Zufolge Beschlusses der Landstände hat Großh. Ministerium des Innern verfügt, daß Saatkar⸗ tosfeln, Saathafer und Saatgerste für Minder⸗ bemittelte mit weniger als vier Morgen Land beschafft wer⸗ den. Die Saatkartoffeln werden durch die neuerrichtete Ver⸗ teilungsstelle für Futtermittel in Darmstadt eingelauft und den einzelnen Gemeinden des Großherzogtums zugeführt werden. Das gleiche geschieht hinsichtlich des Saathafers und der Saatgerste durch die Großh. Kreisämter. Zuvor wird der Bedarf dieses Saatgutes durch die von genannter Ver⸗ teilungsstelle in den einzelnen Gemeinden bestimmten ört⸗ lichen Ausführungsstellen(Bürgermeistereien oder Genossen⸗ schaften) bis zum 15. April ermittelt werden.— Was die Saatlartoffeln anlangt, so handelt es sich um Mittels üh⸗ kartoffeln und Spätkartoffeln. Da diese erst nach Festst ing des Bedarfs eingekauft werden können, so läßt si hinsicht⸗ lich des Preises nur sagen, daß er für einen Zentner vorqus⸗ sichtlich zwischen 7,20 und 7,0 Mk. frei Bahnstation und ohne Sack betragen wird. Selbstverständlich werden die be⸗ auftragten Stellen sich bemühen, gute Ware zu möglichst billigem Preis zu erlangen. 5 “ Pferdeverkauf durch die Landwirtschafts⸗ kammer. Samstag, den 17. April, vormittags 10 Uhr, findet in dem Kasernenhose des Dragoner⸗Regiments Nr. 24 eine Ver⸗ steigerung von ausrangierten Militärpferden zu den früheren Be⸗ dingungen statt. Ferner kommen am gleichen Tage, nachmit⸗ tags 1 Uhr, auf dem städtischen Schlachthofe dahier 23 Stück aus Belgien bezogene 1—Zjährige Fohlen zur Versleigerung. An dieser Versteigerung können nur hessische Landwirte teilnehmen, welche eine Bescheinigung ihrer Bürgermeisterei beibringen, daß ihnen bei der Mobilmachung Pferde genommen worden find. Die Versteigerung dieser Tiere ersolgt nur gegen Barzahlung ohne sede Rückvergütung. 5 f 5 * Brotmarkenausgabe. Die A e der Brot⸗ markenhefte für die Zeit vom 19. April bis 2. Mai findet statt am Samstag, den 17. April, von 8S— 12 und 2—6 Uhr. In der betreffenden Bekanntmachung, die unsere a5 in vorliegender Nummer finden, wird ersucht, die Abholung möglichst nicht auf die letzten Stunden zu verschieben. a 1 916 a *Die schneidige Tat zweier junger i⸗ Tiere vom Leibgarde⸗Regiment hat durch nachstehende Tagesbefehle Anerkennung gefunden: Divisions⸗ Tagesbefehl. Ich spreche den Leutnants Hölzinger und Frhrn. v Wedekind vom Leibgarde⸗Regiment, welche heute nacht bis an den feinlichen Schützengraben vorge⸗ gangen sind und eine auf der feindlichen Brustwehr auf⸗ gesteckte Fahne zurückbrachten, für den hierbei bewiesenen Unternehmungsgeist und Schneid meine wärmste Anerken⸗ nung aus. Dem Leutnant Frhrn. v. Wedekind, welcher noch keine Gelegenheit hatte, sich eine Kriegsauszeichnung 1 erwerben, verleihe ich im Namen S. ale Hoheit des Gro herzogs die Hessische Tapferkeitsmedaille. gez. v. Kühne. — Regimentsbefehl. Indem ich vorstehenden T 10 befehl dem Regiment bekanntgebe, füge ich noch Fun, Fuß mich Se. Exzellenz der Herr Divisions⸗Kommandeur Au dem Geiste, der in meinem Offizierkorps herrscht, beglück⸗ wünscht hat. Ich freue mich, dies meinen Kameraden mit⸗ teilen zu können, und weiß, daß mein e f Gelegenheit benutzen wird, sich durch Tapferkeit und ö hervorzutun. gez. Frhr. v. Preuschen. 1 f Lieb Vaterland... In einem Truppenlager zählten 17 Landsturmmänner ihre Kinder zusammen; sie 8 107 beraus Diese Jäblung lieh 10 andere Landsturmmänner, die davon hörten, nicht ruhen. Sie veranstalteten 1 5 Jae 5* Sprößlinge und schlugen den Rekord mit der Ziffer 4 12 0 7 * Turnen. Wie aus dem, Anzeigeteil hervorgeht, beginnen die Turnstunden des Turnvereins v. 1846 am Donnerstag abend und zwar für die nächste Zeit in des Turnhalle der Bezirksschule, Westanlage, da die bis⸗ her benützte Halle in der Nordanlage zu militäri Zwecken gebraucht wird. Neu ier den Uebungsplan ist daͤs 14 urnen und Exerzieren der Landsturmriege e 40 worden, an dem auch Nichtmitglieder teilnehmen können. 1 Schutz den Hecken. Wie im Frühjahr der 1 Jahre, so macht sich auch jetzt wieder der Unfug bem 8 50 an 8 ee Hecken, G 4 9 0 Se ih e alte ras und Gestrüpp angezündet wird. Die nicht allzu häufig vorhandenen deer in den Feldern sollten weit mehr 18 1250 bisher den utz des Publikums 3 da sie meist die Wohn- und Nistplätze der dem L ann nützlichen 7 bilden, mit der 2 chreitenden A aber in ihrem Bestande ohnedies immer mehr bedroht sind. Mit der A5 der Hecken vertreibt man die durch die Ver⸗ Ge on Schädlingen der Landwirtschaft unentbehrkichen 9 Gehilfen aus der Vogelwelt„ * Postscheckverkehr. Eine Milliarde Mark zum erstenmal in einer Woche(vom 29. März bis at 3. ril) der Um im Postscheckverke 5 betragen. e gleichen orjahres bedeutet dies eine Steigerung um Mark oder 19 v. H. Die ö Res.⸗Feld-Art.-Rgt. 56, qus Darmfladt.— Bofscecderlehe immer mehr Cings deim tika, welche im Sommersemester 1915 in den eeinen von diesem durch zur Ausfü 8 et gle esser für die ge Entwicklung unseres Wirtschafts⸗ 5 während des Krieges. Das Regierungsblatt enthält in seiner letzten Num⸗ . 5 die Ergänzung des Stammgnutes des f— Hauses Stolberg⸗Roßla betreffend.— 2. Bekannt⸗ 5 g, die Umlage der land- und sorstwirtschaftlichen Berufs. genossenschaft für das Großherzog Hessen für das Jahr 1914 betreffend.— 3. Verzeichnis der Vorlesungen, Uebungen und Prak⸗ 4 n den sechs Fachabteilungen 5 Großherzoglichen Technischen Hochschule zu g Darmstadt ö werden.— 4. Uebersicht der von Groß⸗ herzoglichem Ministerium des Innern für das Rechnungsjahr 1914 9„Umlagen zur Bestreitung der Gemeindebedürfnisse * israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Dieburg.— 5. Ordensverleihungen.— 6. Ruhestandsversetzungen. Kreis Alsfeld. r. Homberg, 12. April. Der Finanzamtsbureauvorsteher Karl Born, zurzeit beim andwehr-Insanterie-Regiment Nr. 116 (Sohn des verstorbenen Väckermeisters und Landwirts Ludwig Born VI.) wurde am 6. April zum Feldwebel befördert. 1 Kreis Schotten. Laubach, 12. April. Heute hat der Unterricht auch an den hiesigen Schulen wieder begonnen. Die beiden unter⸗ sten Klassen der Volksschule wurden in den dazu er⸗ richteten Anbau der Turnhalle verlegt. 21 Knaben und 18 Mädchen sind heute zum ersten Schultag eingeführt worden. Nach der Aufnahmeprüfung neu angemeldete Schüler am biesigen Gymnasin m wurden 10 in die Sexta und 5 in die übrigen Klassen aufgenommen. Heute morgen fand die feierliche Einführung des neu ernannten Direktors Prof. 1 in sein Amt statt. = Ferchenhain, 13. April. Die beiden Landsturm⸗ männer Heinrich Appel, Herchenhain, und Karl Adolph, Sichen hausen, die seit Herbst vorigen Jahres bei dem Gie⸗ bener Landsturmbataillon in Frankreich als Besatzung stehen, durften der Konfirmation ihrer beiden Töchter am vorigen Sonntage beiwohnen und müssen in den nächsten Tagen wie— der zu ihrem Truppenteil zurück. . Kreis Lauterbach. * Landenhausen, 14. April. Der bei Ausbruch i des Krieges zu einem Metzer Dragoner-Regiment einberufene Reservist H. Falk von hier geriet im September v. Is. auf einem nächtlichen Patrouillenritt in englische Gefangen— schaft. Durch einen im selben Regiment dienenden Dra— goner aus Schlitz erhielten die Angehörigen des Falk von der Gefangennahme Nachricht, aber von diesem ist bis jetzt ein Lebenszeichen noch nicht in der Heimat eingetroffen, so daß schließlich die Eltern annehmen mußten, ihr Sohn sei nicht mehr unter den Lebenden. Endlich nach fünf Monaten wurde ihnen aus Amerika eine Nachricht zuteil, wonach der Vermißte zwar noch am Leben ist, aber durch ein eng⸗ lisches Kriegsgericht zu 20 Jahren Zwangs- arbeit verurteilt worden sei. Ein in Amerika lebender Landsmann des Falk las zufällig in einer amerikanischen Zeitung das Urteil des englischen Kriegsgerichts über den⸗ selben und teilte dieses seinen in Angersbach lebenden Ver⸗ „wandten brieflich mit, von wo aus auch die Angehörigen des Falk von dem Schicksal ihres Sohnes und Bruders Kenntnis erhielten. Angeblich soll derselbe im Besitze einer englischen Damenuhr gewesen sein, die den Engländern An— laß zu dieser schweren Verurteilung gab. Kreis Friedberg. b. Friedberg, 13. April. Der Kreistag lehnte mit allen gegen die Stimme des sozialdemokratischen Abgeordneten eingebrachten Antrag auf Erhöhung des Kreis⸗ zuschusses zu den 2 ee von 3 Mark auf 5 Mark ab. Als Grund der Ablehnung wurde vom Vorsitzenden die durch die neue Erhöhung entstehende allzu große Belastung der Kreis la se angegeben. 5 r. Bad⸗-Nauheim, 13. April. In der heutigen Stadt⸗ pverordnetenversammlung wurde folgendes verhandelt: Die Versammlung beschließt, daß städtische Gelder bis zum Höchst⸗ betrag von 100 000 Mark bei dem hiesigen Spar- und Vor⸗ schuß verein angelegt werden können.— Die dem städtischen Arbeits nachweis angeschlossene Vermittlungsstelle für weib⸗ liches Dienstpersonal soll, wie beantragt wurde, in Zukunft durch den Verein Freundinne oll für die Vermittelung einer Dienststelle mit Lohn bis 25 Mb. 1.50 Mk., über 25 Mk. 2 Mk. Gebühr erhoben werden. Die Versammlung hat gegen die weibliche Verwaltung der Abteilung für weibliches Dienstpersonal nichts einzuwenden, lehnt aber die Erhebung einer Gebühr ab. Da der städtische Arbeitsnachpeis bisher im Intsresse der Bürgerschaft kostenfrei gearbeitet hat, soll es auch in Zukunft so bleiben. Die Vorlage geht zur nochmaligen Beratung an den Finanzausschuß zurück.— Der im Herbst be⸗ * Kregskinderkrippe wird ein städtischer Zu⸗ chuß von 50 Mk bewilligt.— eranlaßt durch die e n Einberufungen städtischer Beamten beauftragt die Versammlung die Bürgermeisterei, schleunigst Schritte zu tun, um die Unab⸗ kömmlichkeit verschiedener für den Betrieb der städtischen Aemter no Beamten herbeizuführen. Bad Nauheim, 13. April. Am Freitag, den 16. April, nachmittags wird die Turzeit durch ein Konzert unter Leitung von Professor Hans Winderstein eröffnet werden. Es . schon zahlreiche Kurgäste eingetroffen. Von den Badehäusern sind bis jetzt drei offen. 25 Starkenburg und Rheinhessen. a. Darmstadt, 13. Abril. Eine eigenartige, von uns kürz⸗ lich bereits besprochene Idee zur Sammlung von Mitteln für die Kriegsfürsorge wird soeben vom Oberbürger⸗ meister Dr. Glässing hier bekanntgegeben. Er fordert in einem Bevölkerung auf, ein Liebeswerk zugunsten der Hinter⸗ bliebenen der Gefallenen und der Kriegsinvaliden in Hessen da⸗ g zu bringen, daß sie Nägel für ein Kreuz in Eisen als Denkmal der Kriegsfürsorge der Stadt Darmstadt stiftet, wobei er auf die begeisterte Anteilnahme der Bevölkerung Wiens bei dem in Eisen Bezug nimmt. Es soll ein Gedenkzeichen aus Holz in Form des Eisernen Kreuzes errichtet werden, in welches jedermann g geringes Entgelt einen oder mehrere eiserne Nägel einschlagen kann. Neben den eisernen werden 1 bei einem entsprechend größeren Beitrag auch Nägel mit silbernen nnen junger Mädchen verwaltet, und es sch 5 8 . 4 Köpfen zur Verwendung kommen und jeden Spender soll für u. Beitrag ein Erinnerungs zeichen eingehändigt werden. Zur praktischen Durchführung des Planes wird demmnächst das„Kreuz in Eisen“ mit einem Denkmal zum Zweck der Nagelung in einem Tempel vor dem Denkmal Ludwig IV. aufgestellt werden. Das fertiggestellte„Eiserne Kreuz“ wird dann voraussichtlich als ernstes Denkmal einer großen Zeit als Denkmal der Kriegergräber auf dem neuen Waldfriedhof zur Aufstellung kommen. ch Bingen, 13. April. Hier und in der ganzen Um⸗ gegend bis nach Mainz hat die Blüte der früheren Obstsorten ihren Anfang genommen. Zu beiden Seiten des Rheins stehen zahlreiche Obstbäume im schönsten Blüten⸗ schmucke. Kreis Wetzlar. Wetzlar, 13. April. Die Errichtung der Zuchtstation in Verbindung mit einer 60 Morgen großen Kreis- Jungvieh⸗ weide auf Hof Alteberg ist ein Ereignis von nicht zu unter- schätzender Bedeutung für unsere heimische Viehzucht. Das Weide⸗ geld(50 Pfg. für den Tag) trägt zur Hälhte der Kreis für 40 zuerst angemeldete Tiere. Spätere Anmeldungen müssen den vollen Be— trag zahlen. Hessen⸗Nassau. () Bieber bei Rodheim, 13. April. Freitag abend traf hier unerwartet Einquartierung ein. Ueberaus freundlich wurden die Soldaten aufgenommen, die aus der Richtung von Erda nach anstrengendem Marsche, Gefecht und Scharsschießen hier ankamen. J Marburg, 14. April. In der gestern abend abge⸗ haltenen Stadtverordnetensitzung wurde die Summe der städtischen Kriegsan leihe durch Hinzu⸗ setzung von 5000 Mk. auf rund 400000 Mk. abgerundet.— Ferner beschloß man die Einsührung des Turnunter⸗ richts in der Handwerkerfortbildungsschule, obgleich gel⸗ tend gemacht wurde, daß die hiesigen Turnvereine dadurch sefährdet würden.— Wie der Oberbürgermeister mitteilte, pat die Stadthauptkasse in 1913 mit einem Ueber- schuß von rund 97000 Mk. abgeschnitten, in den diesjäh⸗ rigen außerordentlichen Voranschlag konnten deshalb 100000 Mk. für die Lahnregulierung, die der beabsichtigten Kanalisierung der Vorstadt Weidenhausen vorangehen muß, eingestellt werden.— Betreffs der Erneuerung des alten Rathaussaales wurde mitgeteilt, daß der Landes⸗ konservator gegen die Entfernung der aus dem 15. Jahr- hundert stammenden Wandvertäfelungen, die durch neue ersetzt werden sollen, Einspruch erhoben habe. Es wurde be⸗ schlossen, das Gutachten des Konservators in Berlin abzu— warten. h Aus Kurhessen, 13. April. In den Waldungen bei Homberg hat das Rehwild derart überhand genommen, daß der den Feldsaaten zugefügte Schaden bereits erheblicher Natur ist. Insolgedessen sucht der Jagdherr der Waldungen öffent⸗ lich Schützen zum Abschuß des Rehwildes. eder der glück⸗ lichen Jäger erhält ein besonderes Schußgeld. ewöhnlich war die Rehjagd immer ein nicht billiges Vergnügen für den Jäger. fe. Frankfurt a. M., 13. April. Der ruinenhafte Zustand der Hellerschen Kreuzigungsgruppe am Dom, eines bekann- ten Werkes des Mainzer Bildhauers Backoffen, war seit langer Zeit der Gegenstand von Verhandlungen zwischen dem Städti⸗ schen Hochbauamt und dem Vorstande der Kirchengemeinde. Vor Jahresfrist war der Kreuzesstamm in seinem unteren Teile er⸗ neuert worden. Bei dieser Gelegenheit wurde der Sachverständige für Stein⸗Erhaltung, Professor Rathgen in Charlottenburg, von der Stadt mit einer Untersuchung der Gruppe beauftragt. Das von diesem erstattete Gutachten forderte zur Erhaltung der pe, „deten Aufstellung in einem heizbaren Raum, wo sie den Witte⸗ rungseinflüssen entzogen sei“. Dem Städtischen Hochbauamt er⸗ stattete Bezirkskonservator Luthmer mit Bezugnahme auf dieses Gutachten Bericht, in dem ein geeigneter Ort für die Unter⸗ bringung der Originalgruppe und ein möglicher E derselben unter dem Gehäuse hinter dem Dom erörtert wurde. ö egierungs⸗ präsident Dr. v. Meister ordnete sodann einen Ortstermin mit 1 Vertretern der Königlichen Regierung Wiesbaden, des Städti⸗ schen Hochbauamtes und der Domgemeinde an, bei der die Möglich⸗ keiten einer Rettung der berühmten Gruppe eingehend erörtert wurden. Ein Beschluß konnte jedoch nicht gefaßt werden, da die Frage des Eigentumsrechtes an die Gruppe noch keine endgültige Beantwortung gefunden, so daß diese ihrem Zerfall weiter entgegengeht. 5 N h. Frankfurt a. M., 13. April. Die Stadtverord⸗ netenversammlung bewilligte heute einstimmig nach den Vorschlägen des sozialpolitischen Ausschusses den ständigen städt. Arbeitern der Lohnklassen 1 und 2 eine tägliche Zulage von 20 Pfennig, soweit sie für Kinder unter 18 Jahren zu sorgem haben. Die ständigen und unständigen Arbeiter der genannten Lohn⸗ klassen erhalten einen Mindestlohn von 4 Mark, und die Arbeiter der, Lohnklasse 3 und 4 einen solchen von 4,40 Mark. Die Be⸗ isse haben rückwirkende Kraft vom 1. Januar 1915 ab, während der Magistrat nur einer Lohnerhöhung vom 1. April an seine Zu⸗ stimmung geben will.— Die Magistratsvorlage über die Ver⸗ stadtlichung des Zoologischen Gartens ging nach zustimmenden Aeußerungen der verschiedenen Fraktionsredner an den Rechts- und Finanzausschuß Der Anlauf des Gartens dürfte 81 sein.— Ferner bewilligte man eine Nachtrags⸗ redit forderung von 173000 Mark für Mehrausgaben beim Krankenhausbau. Obwohl der Magistrat bei der Veraus⸗ gabung der Bausumme seine Befugnisse überschritt, sah die Ver⸗ sammlung im Interesse des Friedens von einer öffentlichen Er⸗ örterung der Angelegenheit ab. h. Bad gomburg v. d. H., 13. April. Für die An⸗ schaffung von Schweinefleisch-Dauerware bewilligte die Stadtperordnetenversammlung weitere 135 000 Mk. Neben einer Gefrierhalle soll noch ein großes Salzfleischlager ein⸗ gerichtet werden. Der Verkauf des Fleisches wird entweder durch die hiesigen Metzger oder die Stadt selbst bewirkt.— Die Vorlage eines Vertragsentwurfes über die Liefer un g von Gas an die Eisenbahn verwaltung fand Annahme. Die außergewöhnlich karke Nachfrage nach Anschlüssen an das Gaswerk erforderte die willigung von weiteren 10000 Mk. für die Anschaffung von Gasautomaten. fe. Wiesbaden, 13. April. Dem bekannten Luftschiffer Major von Abereron, Kommandeur eines Reserve-Jufanterie Regiments, wurde das Eiserne Kreuz Erster Klasse verliehen. — Märkte. se. Krankfurt a. M. Schweinemarktberi eh vom 14. April. Ausgetrieben waren 1048 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100— Lebendgewicht 9 00— 100% Mk., Schlachtgewicht 110,00 115.00 Mt., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 76.00— 90.00 Mk., Schlachtgewicht 95.00 102.00 M., vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 95.00— 100.00 Mt., 4— 5 schwächende Wirkung 2. F 50 kg Lebendgewicht 95.00 100.00 Mk., Schlachtgewicht 110—115.,00 Mt. Geschäft ziemlich rege. 5 le. Frankfurt a. M., 14. April.(Orig.⸗Telegr. des Gieß, Anz.) Kartoffelmarkt. Kartoffeln im Großhandel Mk. 18,75 bis 14,00 Mk., im Kleinhandel Mk. 15,00— 16,00. Alles per 100 cg. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 15. April 115; Unbeständig, zeilweise Regenfälle, Winde aus nördlichen Richtungen. Letzte Nachrichten. Serbien und Bulgarien. Sofia, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der„Ag. Bulgare“: Ein neues Communigué des Pressebureaus in Nisch verbreitet weitere angebliche Beweise und Dotumente über die Zwi⸗ schenfälle von Valandovo. Das serbische Pressebureau fühlt die Schwäche seiner Stellung in dieser Angelegenheit und verbreitet deshalb absichtlich erfundene Meldungen über angebliche Einfälle von Banden, welche der Revolte von Valandovo vorhergegangen oder gefolgt seien, um zu beweisen, daß diese Einfälle nach lange vorbereitetem Plane vor sich gegangen wären. Es bringt ferner Nachrichten von einem Bandeneinbruch in Griechisch-Mazedonien. Wir können demgegenüber erklären, daß der griechische Minister⸗ präsident Gunaris dieser Tage gegenüber dem bulgarischen Ge⸗ sandten in Athen anläßlich der zahlreichen im Zusammenhang mit der Affäre von Valandovo gegen Bulgarien gerichteten Verleum⸗ dungen seine Genugtuung über die Ruhe aussprach, die an der grie⸗ chisch⸗bulgarischen Grenze herrscht. Aeußerungen des Generals French. London, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Lord Durham sagte in einer Rede, er habe kürzlich das englische Hauptquartier besucht. Bei diesem Be⸗ such habe ihm French folgendes gesagt: Wenn die Zeit kommt, um die große Bewegung auszuführen, können wir die deutschen Linien durchbrechen, aber wir brauchen mehr Munition: ich will den Feind durch unsere Geschütze zermalmen und damit fort⸗ fahren, ohne die Kosten zu berücksichtigen, da dadurch das Leben der tapferen Soldaten geschont wird. Die englischen Parlamentswahlen. London, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der Parla⸗ mentskorrespondent des„Daily Chronicle“ schreibt: In den nächsten Wochen müssen wichtige Verhandlungen über die nächsten Parla⸗ mentswaghlen zwischen der Regierung und der Opposition stattfinden. Die nächste Legislaturperiode läuft im Januar ab, und es ist ungewiß, ob der Krieg bis dahin beendet sein wird. Die Regierung muß für beide Möglichkeiten vorsorgen und eine Ver⸗ einbarung mit der Opposition muß bald geschehen, da die Auf⸗ stellung der neuen Wahlregister im Juli anfangen muß. Es geht nicht an, daß die im Auslande kämpfenden Briten des Wahlrechts beraubt werden. Das Wahlgesetz muß daher geändert werden. Es bestehen große Bedenken gegen einen Wahlkampf während des Krieges. Die einzige Möglichkeit wäre die Verlängerung der Legislaturperiode durch eine Aenderung der Parlamentsakte von 1911. Die Wahlen könnten in diesem Falle frühestens drei Monate nach dem Kriege stattfinden. Zweifellos redet die Opposition ein Wort dabei mit. dem Gedanken einer Konferenz zustimmen werden und die Oppo⸗ zuschieben, billigen, aber wünschen, daß die Wahlen mindestens sechs Monate nach dem Kriege stattfinden. Der Transport deutscher Unterseebobte von Antwerpen . der Nordsee. London, 13. April.(WT. Nichtamtlich.) Der Marine⸗ korrespondent der„Times“ schreibt über den Transport deutscher Unterseeboote von Antwerpen nach der Nordsee⸗ lüste: Der Transport durch die Kanäle und die Schleusen ist möglich. Wenn aber unsere Flieger, wie wir hofften, bei ihrem Angriffe auf die Werften in Antwerpen erfolgreich gewesen wären, wären nicht, wie gemeldet, drei deutsche nach küste gebracht worden. 1 Ein englischer Preisgewinner. London, 13. dampfer„Strahis la“ aus Leith erhielt von der Ad⸗ miralität den Preis von 120 Lstr. für die Versenkung don„u 12“ Explosionskatastrophe in England. i. Köln, 14. April. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der holländischen Grenze: Die englischen Blätter veröffentlichen furchtbare Entladung statt. Ganze Straßen in der Nähe des Hafens liegen in Trümmern. Viele Men⸗ schenleben sind verloren. Einzelheiten fehlen noch. Lerwick ist der Hauptort der schottischen Shet⸗ landsinseln, Zentrum der Heringsfischerei und liegt auf der Insel Mainland. Er besitzt guten Hafen und eine Einwohnerzahl von etwa 5000. Apotheker Rich. Brandts Schweiz erpillen als Schutzmaxke A Vor ee wird gewarnt. vorm. otheker Ai. len(Schw. Universität Frankfurt am Main Das Vorlesungs-Verzeichnis für das Sommer- Semester 1915 ist erschienen und wird auf Verlangen vom Sekretariat(Jordanstratze 17) unentgeltlich zu- gesandt. 340788 „Brandt, Scha Den Verwundeten eine Wohltat! Der durch Ihre gütige Vermittlung dem Reservelazarett I. wiederholt zur Verfügung gestellte coffeinfreie Bohnenkaffee „Kaffee Hag“ hat sich seiner hervorragenden Eigenschaften wegen schnell die Gunst sowohl der in der Lazarettküche beschäftigten Damen, die bereiten, als auch der Kranken und Verwundeten, die ihn genießen, erworben. Er ist als Genußmittel bei verständiger Bereitung im Geschmack dasselbe, wie gewöhnlicher guter Bohnenkaffee, 3146 88 ohne herz⸗ zu besitzen, so daß man ihn mit Recht wohl als anregend, nicht aber als aufregend bezeichnen kann. Reservelazarett T. 8 11 S egen 110.00—115 Mk.: vollfleischige Schweine von lc Man erfährt, daß die Führer der Opposition f sition dürfte den Plan, die Wahlen bis nach dem Kriege hinaus Unterseeboote auf diesem Wege nach der belgischen West⸗ il. WTB. Nichtamtlich.) Der Fisch⸗ ein in Aberdeen aus Lerwick eingetroffenes Telegramm folgenden Inhalts: Vorgestern nachmittag fand hier eine 2 4 ö 9 1 6 8 5 3 n * —+ —*—. 2 urnuverein Gießen v. 1846 Wiederbeginn der Turnstunden am Donnerstag, den 15. April in der Turnhalle d. Bezirksschule (West⸗Anlage). 34080 Einteilung: Mon tag 9 Uhr: Land⸗ sturnmiege, Mittwoch 6 Uhr Schülerabtellung, Donners tag u. Samstagh Übr: Riegen— turnen, Sonntag: Spielen in der Rennbahn au der Hardt enge ige heute und Donners tag früh eintr reffend Hochfeine holl. Augel⸗Schellfsche 1⸗ bis 4⸗pfündig Schell fische zum Backen Holländ. Schollen, Merlan Frische Fischkoteletts Pa. holl. Kabliau ohne Kopf, im Ausschnitt Holländer Kopfsalat.. 3 Stütk 25 Pf. Pg. Magdeburg. Sauerkraut, 3 Pfd. 40 Pf. Frische Bücklinge. 3 Stück 25 9% Neue V Volheringe 10 10 Sfüf N. 1.20 Nuß ⸗Butter (feinste 1 anzenbutter-Margarine) Kololg— voller Ersatz für Butter 5 Pfd. 50 Pf., 1 Pfd. 98 Pf., 5 Pfd. 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April bis 2. Mai findet statt Samstag, den 17. April 1915, von 5-12 und Es wird darauf hingewiesen, daß neue Marken nur gegen Vorlage der Ausweiskarte und gegen Ablieferung der Umschläge Etwa der alten Markenhefte verabfolgt werden. Marten sind ebenfalls abzuliefern. Man bittet, die Abholung möglichst Stunden zu verschieben. Gießen, den 14. April 1915. Der Oberbürgermeister. Keller. 6 Uhr. nicht verbrauchte nicht auf die letzten 3420 Licht- Spee Haus April 1915: Programm vom II. bis inkl. 16. Indianer blut fesselndes Schauspiel aus dem wilden Westen in 2 Abteilungen. In den Schluchten der Walliser Alpen herrliches Gebirgspanorama. Wie mans macht, ist's falsch, Humoreske. Unter dem Mühlenflügel grobes Drama in 3 Akten. Vater hat Urlaub, amüsaute Burleske. Die Junelen des Radiahs, Detektivdrama. Strohmaier fällt durch, Komödie. Militär ohne Charge zahlt werktags die Lalite. 1 Voranzeige! Ab Samstag, den 17. April 1915: Das Opfer einer hohen Frau Der neueste Kunstfühm der Nordischen Film Compagnie in Kopenhagen 66a „ Montag, den 19. d. Mts. wird in dem hiesigen Gemeindewald folgendes steigert: Scheiter: 6 Buchen, Knüppel: 2 Bu 425 Brennholz ver⸗ 113 Kiefern. 67 Kiefern. 6 Eichen, 4 Eichen, Wellen: 200 Buchen, 1200 Kiefern, 2900 Fichten. Stöcke: 4 Rm. Buchen, 13 Rm. Eichen, 46 Rm. Kiefern, 18 Rm. Fichten. Die Zusammenkunft ist mittags 1½ Uhr im Distrikt Stockschlag an der Jägerschneise. Großen-Linden, am 11. April 1915. Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 3343 Sport- und Klappwagen erstklassiger Fabrikate sind jetzt in grosser Auswahl eingetroffen kü Aae Felers eg. Nutz⸗ und Brennholzversteigerung Kiesern: 7 Stemme 3. Kl.= 5,29 Fstm., 4 4. Kl. 2,16 Astm. 1 5. Kl.— 0,45 Istu, 3 Rm. Knüppelholz, 1 Rm. Stoctholz und 270 Wellen; Fichten: 2 Stamme 3. Kl.= 0,42 Fstm., 1 Stange 1. Kl. im Markwald der Gemeinde Lützellinden. 1. Freitag, den 16. d. Mis., Zusammenkunft vormittags 10 Uhr, im Distrikt„Strauch“ an der Ranzenschneise: Eichen: 20 Stämme 6. Kl.= 2,01 Fstm., 89 Stangen 1 Kl. (Wagnerholz), 28,5 Rm. Nutzholz(2,5 Mtr. lang), 3,2 Rm. Scheitholz, 33 Rm. Kusppelholz, 31.6 Rm. Stockholz und 2710 Wehen;. Buchen; 41,6 Rm. Knüppelholz. 7 Rm. Stockholz und 5080 Wellen; und 350 Lärchen: ellen; Rm. Knüppelholz und 100 Wellen; Weichholz; 50 Wellen. 2. Samstag, den 17. mittags 10 Uhr, im d. Mts., Zusammenkunft vor⸗ 11 Distritt„Hahnenkopf“ an der Schützenschneise: Eichen: 1 Stamm 4. Kl.— 0,40 Fstm. 10 6. Kl.= 2.21 Istm., 8 Am. Knüppelholz und 540 Wellen; Buchen: 50 Wellen: Kiesern: J Stämme 3. Kl. 371 Tstm., 4 4. Al.= 1,92 Istim., 14 5. Kl. 1‚ 00 Isim. 59,3 Rm. Scheitholz, 26,3 Rm. Kuüppelholz, 16,0 Aim, Stockholz u. 860 Wellen; Fichten: 2 Stämme 8 1581 Istm., 3 4. Kl.= 240 Istm., 48 5. Kl.— 13,71 Fim, 3,4 Rm. Nutzholz(3 Mtr. lang, 9, Ri. Stockbalz und 460 Wellen. Groß-Rechtenbach(Kreis Wetzlar) den 12. April 1915. Der Bürgermeister. 394 Meine Frühjahrs- Neuheiten in Frrnnabor-Ainder-l. Lappvagen sind in grosser Auswahl eingetroffen und bitte ich bei Bedarf um gefl. Besichtigung meines Lagers Berthold Kuhne, Seltersweg 26 Schellfische Cabliau u. : Schollen treffen morgen srüh ein bei: Georg Walleufels Markt 21, gegenüber der Engelapothele. 1116 Zur bevorstehenden Saison empfehle Baumsägen Baumkratzen Hecken-, Reben- u. Rosen-Scheren Giesskannen Blumen- und Baumspritzen Kokosfaserstricke Bast sowie sämtliche Cärtenland-Utensilien Edgar Borrmann Gießen 2761a Telephon 165 Neustadt 11 Eiseuwarenhandlung. B Kunz& Costabel Fluß-! 1 Seeliche 3 119.— 5 1 nach auswarts.. repariert schnell. Ihren gut und billig. Gavantie(01931 Uhrmgch. Koch, Mühlstr. 2. Neue Taschenuhr ed.— gaga Posten daten-Aacben- Aue Grösse 4, 5, 6 45 Enorm billig! Laulbzus tat Giessen 11 Bahnhofstr. 14 Kriegsbrot wird billiger, wenn man selbst backt im„Goliath“ Hausbrotbackofen. 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Die Beerdigung sindet Donnerstag, nachmittag 4 Ubr, auf dem neuen Friedhofe statt. 8121 Der Vorstand. Allen Verwandten, Freunden und Be— 90 karntsg die traurige Mitteilung, daß mein lieber Vater, unser guter Onkel t Johannes 5 Krauskopf Bürstenmachermeister am 13. April, morgens 5 Uhr, von seinem F Leiden erlöst wurde. 5 In tiefer Trauer: Heinrich Krauskopf Schreibgehilfe am Elektrizitätswerk, 5. Zt.: Bereinslazarett Gymnasium Schlettstadt. Gießen(Kirchenplatz 12), Dillheim, 13. April 1915. Die Beerdigung findet Freitag, den 16. April, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 54158 Blumenspenden dankend abgelehnt. Hierdurch allen Verwandten und Bekannten * schmerzliche Nachricht, daß heute morgen Uhr unser liebes, gutes jüngstes Söhnchen Heinrich im zarten Alter von 1½ Jahren plötzlich und unerwartet sanft in dem Herrn entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: ö Karl Dierlamm und Frau.. Gießen(Krofdorfer Str. 5), 13. April 1915. * Beerdigung findet am Donnerstag nachmittag Uhr von der Kapelle des neuen 7 W 0 aus statt.. Den Heldentod fürs Vaterland starben unsere lieben Mitglieder am 5. März Inf.⸗Regt. 167, 4. Kompagnie, am 17. März Musketier Wilhelm Leicht Inf.⸗Regt. 252, 5. Kompagnie. Wir werden den Dahingeschiedenen ein ehren⸗ des Andenken bewahren. 02041 Rodheim a. d. Bieber, 13. April 1915. 3354 Kesselbach. Essenträger emailliert und in Aluminium Aluminium-Feldflaschen Aluminium- Feldbecher Thermos-Flaschen N = FStiletts billigst bei Emil Pistor Nachf. stets am Lager. Rein.