N 5 N 3. * Erstes Blatt ir Sleßener Anzeiger Ischeint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Famil ienblätter; U wöchentl. Rreis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag 3 zweimal monatl. L Kernsprech ⸗ nichlüße⸗ für die W— Berlag, Geschäftsstelle Adresse für Drabtnach⸗ richten: Anzeiger Sießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. 4 9** 9 1 N 2 B. R 0 82 5. F* a* N. 78 1 5 165. Jahrgan Gießener Anzeiger General⸗Anzeiger f Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei n ür Gberhessen 0 nge. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. 6 5 1 Montag, 12. April Bezugso re monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 P., austo. 20 Pf.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Guter Stand der Kämpfe in Ost und West. laue Stimmung in England. (WTB.) Großes Hauptquartier, 10. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplaßz. 3 Die Beute von Drie Grachten erhöht sich auf 5 belgische Offiziere, 122 Mann, 5 Maschinengewehre. 8 In der Champagne nördlich Beauséjour räumten Auunsere Truppen die am 8. April genommenen, gestern aber durch schweres französisches Feuer zerstörten Grüben und wie⸗ sen n Angriffe in dieser Gegend ab. ie . ämpfe zwischen Maas und Mosel hielten mit gleicher Heftigkeit an. In den von den Franzosen als von ihnen genommen gemeldeten Orten Fromezey und Gussain⸗ ville, östlich Verdun, ist bisher noch nicht gekämpft wor⸗ den, da diese Orte weit vor unseren Stellungen liegen. Z wi⸗ schen Orneund den Maashöhen erlitten die Fran⸗ Zosen gestern eine schwere Niederlage. Alle Angriffe brachen in unserem Feuer zusammen. An der Combres⸗ höhe faßten sie an einzelnen Stellen unserer vorderen Linien vorübergehend Fuß, wurden aber durch nächtliche Gegenan⸗ griffe teilweise wieder zurückgeworfen. Die Kämpfe dauern un. Auch die anderen Angriffe gegen unsere Stellungen nördlich St. Mihiel waren völlig erfolglos. Kleinere Vorstöße auf der Front bei Ailly⸗Apremont wurden abgewiesen. Bei Flirey waren die Kämpfe wohl infolge der schweren Verluste des Feindes vom 7. bis 8. April weni⸗ ger lebhaft Hier fielen zwei Maschinengewehre in unsere Hand. Auf der Front Remenauville—Priester⸗ wald wurden sämtliche französischen Angriffe zurückgeschla⸗ gen. Am Westrande des Priesterwaldes verlor der Feind endgültig auch den Teil unserer Stellung, in den er Ende März eingedrungen war. Einen abermaligen Versuch, Bézange La Grande, füdwestlich von Chateaux Salins, uns zu entreißen, bezahl⸗ ten die Franzosen mit dem Verlust einer Kompagnie, die völlig aufgerieben wurde und 2 A 1 als Gefangene in unferer Hand ließ. In den Vogesen hat sich die Lage nicht geändert. Oestlicher Kriegsschauplatz. Destlich und südlich Kalwarja hatten die Russen mit ihren Angriffsversuchen kein Glück. Sie wurden überall mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. 2 Im übrigen ist die Lage im Osten unverändert. Oberste Heeresleitung. Hauptquartier, 11. April. Westlicher Kriegsschauplatz. 5 Am OYser⸗Kanal bei Poesele südlich von Drie Grach⸗ ten nahmen wir drei von Belgiergn besetzte Gehöfte und machten dabei 1 Offizier, 40 Mann zu Gefangenen. g Bei kleinen Vorstößen gegen den Enere Bach bei Albert nahmen wir 50 Franzosen gefangen. Im Westteil der Argonnen mißglückte ein französi⸗ scher Angriff. Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel nahmen erst gegen abend an Heftigkeit zu. Im Waldgelände nördlich der Combres⸗Höhe versammelten die Franzosen starke Kräfte zu X a(WTB.) Großes (Amtlich.) gänzlich. Die Höhenstellung ist ganz in unserem Besitz. Südöstlich von Ailly fanden die Nacht hindurch heftige Nahtämpfe statt, die zu unseren Gunsten entschieden wurden. Bei einem starken, aber erfolglosen französischen Angriff nördlich Flirey hatten die Franzosen sehr schwere Verluste. In den gestrigen Kämpfen im Priesterwa lde nahmen wir dem Feinde 4 Maschinengewehre ab. Die anschließenden, sehr erbitterten Nachtkämpfe blieben für uns erfolgreich. Die sehr schweren Verluste der Franzosen in den Kümpfen zwi⸗ schen Maas und Mosel lassen sich noch nicht annähernd schätzen Allein zwischen Selouse⸗ und Lamorville-Wald zähl⸗ ten unsere Truppen 700, an einer kleinen Stelle nördlich Regnié⸗Ville über 500 französische Leichen. Wir machten 11 französische Offiziere und 804 Mann zu Ge⸗ fangenen und erbenteten 1 Maschinenge⸗ wehre. Ein infolge zerschossener Trosse abgetriebener deut⸗ scher Fesselballon ist nicht. wie die Franzosen angeben, in ihre Linien vertrieben, sondern wohlbehalten bei Mörchingen gelandet und geborgen. g 1 In den Vogesen schloß Schneesturm eine größere Ge⸗ fechtskätigkeit aus. f Oestlicher Kriegsschauplatz. n. „ Bei Mariampol und Kalwarja sowie bei Klimki an der Szwa wurden russische Angriffeab⸗ geschlagen. Aus einem Ort bei Bromierz westlich von Plonst wurden die Russen hinausgeworfen, dabei 80 Mann gefangen genommen und 3 Maschinengewehre erbeutet. 25 n Polen südlich der Weichsel unterhielten die Russen die ganze Nacht hindurch ein lebhaftes Infanterie⸗ und Ar⸗ tilleriefeuer. 5 Oberste Heeresleitung. *** eie J Die Anstrengungen unserer Gegner haben in den beiden letzten Tagen Schiffbruch. die Bericht aus dem deutschen und österreichisch-ungarischen Haupt⸗ g ier geben uns die Gewähr, daß die Feinde bei neuen griffen sich auch künftig nur blutige Köpfe holen werden. deutsche Heeresleitung scheint sich ihre Offensive für ssere Jahreszeit vorzubehalten und will offenbar jetzt 0 M a 1 Rußland sind die ere Unternehmungen ischen Wacht gegen überraschen, gibt Besonders erfreulich indlichen Anstürme eiben werden wie die Kräfte dafür möglichst schonen. Wege aufgeweicht und machen grö unmöglich; aber von der Hindenbu ohnmächtige Versuche der Russen, u der neueste Bericht die besten Probe ist die zunehmende Aussicht, daß die in den Karpathen ebenso ergebnislo die neueste französische Offensive. In England beobachtet man alles Unruhe. Man ist dort noch mehr als gewiesen,„gute“ Nachrichten im Pub denn man trommelt ja noch für di folge und feuert den Patriotismus für heute noch mangelnden Munitio r beachten, daß in England viele Herzen nicht darüber hinweggekommen sind, am Krieg ein Fehler der englischen St Heute tritt eine sehr bemerkenswerte mung deutlich in den englischen Ze unabhängige Arbeiterpartei hat auf e ihre unverhüllte Abneigung gegen? kundet; die russische Knute, die auch eifrig über die Anhänger des sozialistiß schwungen wird, ist eben nicht nach dem lischen Arbeiterpartei. Keir Hardi haben: „Eine der größten Gefahren, die wir mit einer Nation verbunden sind, deren Ver wart jeder Zivilisation und jedem F sprechen. Die Verbindung mit Rußland schlossen, um Belgien zu helfen. Wir sprecht gegen alle Schandtaten der blutigen Gran Nun, die Engländer haben jo und farbigen Verbündeten! Seh land auch die ße Zahl dies mit steigender bei uns darauf an⸗ m zu verbreiten, willige Heeres⸗ ie Herstellung des an. Dabei ist zu lich immer noch die Teilnahme ust gewesen ist. heit der Stim⸗ gen hervor. Die tem Osterkongreß d öffentlich be⸗ rend des Krieges en Gedankens ge— zeschmack der eng⸗ oll uu a. gesagt en, ist es, daß wir genheit und Gegen⸗ tschritt wider⸗ nicht deshalb ge⸗ bereits auf annähernd 100 000 Mann gestiegen! Bei all diesen Betrachtungen werden solche Zeitungsäu en er⸗ klärlich, wie wir sie unter den nachstehenden Meldungen wiedergeben. Man fragt sich: welches ist das Ziel Englands — und dabei kommt man zu dem Ergebnis, daß es ein anderes sein müsse als dasjenige Belgiens und der anderen Waffengefährten. Ein ganz besonders be⸗ merkenswertes Eingeständnis liefert die„Daily News“, die es klar ausspricht, daß Englands Erwartungen vollständig getäuscht worden seien. Weitere Bundesgenossen wollten sich, so sagt das Blatt, angesichts der deutschen Erfolge und Ueberlegenheit der englischen Sache nicht anschließen. Es wird da eine ganze Liste ge⸗ täuschter Hoffnungen aufgezählt, wobei auch die Mißerfolge bei den Dardanellen in Rechnung gezogen werden. Folgende Sätze finden in Deutschland den freudigsten Widerhall: „Die Entente hat bis jetzt noch nicht die Ueberzeugung geschaf⸗ fen, daß Deutschland und Oesterreich notwendigerweise ge⸗ schlagen werden. Die Erfolge der deutschen Heere sind nicht durch Erfolge der Entente hinreichend ausgeglichen worden, um das Ansehen der deutschen Strategie und der deutschen militärischen Organisation zu erschüttern.“ Italienische und rumänische Kreise, soweit sie noch nicht überzeugte Anhänger der Neutralität sind, werden aus den Darlegungen der „Daily News“ die nötigen Belehrungen schöpfen. Einzelne englische Zeitungen deuten es klar an, daß Englands Inter⸗ esse es erfordere, auch für den Preis von Opfern unten Drangabe früherer Ziele und Bestrebungen an den Abschluß eines baldigen Friedens zu denken. Etwas rätselhaft sind die nachstehend abgedruckten Bemerkungen der„Morning Po st“, die jetzt erklärt, daß der Schutz Belgiens beim Ab⸗ schluß eines Friedens nicht mehr ausschlaggebend sein dürfe. Die„Times“ scheint andeuten zu wollen, daß England heute mit dem Ergebnis seiner Selbsterhaltung zufrieden und seneigt wäre, einen entsprechenden Frieden abzuschließen. Wenn wir dazu noch die nachstehend wiedergegebene Aeuße⸗ rung des„Journal de Geneve“ halten, wonach Frankreich und England, laut Informationen aus den maßgebenden Kreisen, sich mit einem relativen Erfolge begnügen würden, um den Krieg nicht zu verlängern, so gewinnen wir Deutsche trostreiche Ausblicke in die Zukunft.„Relative Erfolge“ unserer Feinde könnten sich mit positiven Ge⸗ winn⸗Ansprüchen Deutschlands gemäß seiner siegreichen Stellung sehr wohl decken. Wir wollen die Sorge dafür unseren maßgebenden Heerführern und unserer Diplomatie überlassen, wobei wir uns nicht verhehlen Aon, daß das deutsche Interesse zurzeit noch nicht in einer Waffenruhe liegen würde. Es wird weitergekämpft bis zu einem vollen 3** * Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 10. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 10. April, mittags. Im Waldgebirge kam es gestern auch in den Abschnitten östlich des Uzsoker Passes zu 8 Kämpfen. Deutsche Truppen eroberten nördlich Tucholka eine seit dem 5. Februar vielum⸗ strittene und von den Russen hartnäckig verteidigte Höhen⸗ stellung. 1 Oberst, über 1000 Mann, wurden bei diesem Angriff gefangen und den Russen auch 15 Ma⸗ schinengewehreentrissen. Im Oportale und im Quellgebiet des Stryj scheiterten gleichzeitig heftige feindliche Angriffe an unseren und an deutschen Stellungen unter schweren Verlusten de—⸗ Gegners. f Der gestrige Tag brachte uns in Summa 2150 Ge⸗ fangene ein. Die sonstige Lage ist unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 11. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart unter dem 11. April 1915: In den Beskiden hat sich nichts ereignet. Im Waldgebirge dauern die Kämpfe an einzelnen Abschnitten fort. Oestlich des Uzsoker Passes wurden bei Ausnützung der Erfolge vom 9. April weitere 9 Offi⸗ 3 5 713 Mann gefangen und 2 Maschinengewehre erbeutet. und kleinere nächtliche Unternehmungen. In Westgalizien und Russisch⸗Polen herrscht Ruhe. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der russische Bericht. Petersburg, 10. April.(WTB. Nichtamtlich.) Mit⸗ teilung des Goneralstabs: An der Front westlich des Niemen fanden Ereignisse von untergeordneter Bedeutung statt. In den Karpathen wiesen unsere Truppen zahlreiche Gegenangriffe der Deutschen und Oesterreicher zurück und rückten weiter vor. Wir haben jetzt den ganzen Hauptkamm in einer Ausdehnung von 110 Werst von Reghetow bis nach Volosate in unseren Händen, bis auf die Höhe 909 südlich von Wolamichowa. Im Laufe des 7. Aprils machten wir 1200 Gefangene. Auf den übrigen Ab⸗ schnitten unserer ganzen Front ist keinerlei wesentliche Veründe⸗ rung 3 London, 10. il.(WTB. Ni.) Die Blätter widmen dem König der Belgier Artikel anläßlich seines Geburtstags, in denen sie die belgische Frage aufrollen und Englands Interesse an dem gegenwärti i sprechen. Die„Morning Post“ schreibt: g Es gibt viele Leute, die das Prinzip der Neutralität und Un⸗ abhängigkeit der holländischen und belgischen Niederlande nicht verstehen, und glauben, daß England aus Altruismus in den Krieg ging und die Unabhängigkeit der kleinen Nationen als Selbstzweck zu schützen sucht. Tas könnte uns den Vorwurf der Scheinheiligkeit zuziehen und den Glauben erwecken, daß unsere Verpflichtungen nach dem Maßstabe der Mildtätigkeit bemessen seien. Lord Burghley war einsichtsvoller, als er der Königin Elisabeth zum Kriege gegen Spanien riet, weil die Niederlande „bisher für Ew. Majestät Königreich als Contrescarpe gedient haben“. Aber obwohl die Unabhängigkeit Belgiens eine der Hauptursachen des Krieges ist, und seine Wiedergewinnung eines der Hauptziele, so sollte man nicht vergessen, daß Englands Ziel jetzt weitergesteckt ist, nämlich, ein Abkommen zu erreichen, das auch für seine Alliierten annehmbar ist und eine Garantie für einen dauernden Frieden bieten soll. „Times“ schreibt: Die Hauptursachen, warum England die Neutralität Belgiens garantierte und im den Dreiverband eintrat, waren die praktischen Erwägungen der Selbster haltung. Wir sagten unseren Fein⸗ den bereits, daß, wenn sie ein Eingeständnis dafür verlangen, daß die Erhaltung des Gleichgewichts der Kräfte eine der Ursa war, aus denen wir den Krieg begannen, sie es haben können. London, 11. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Daily News“ melden: Bei Kriegsanfang sagten nichtamtliche und halbamt⸗ liche Personen mit größter Sicherheit voraus, daß Italien und die Balkanstaaten gemeinsame Sache mit den Ver⸗ bündeten machen werden. Das Frühjahr, das als letztes Datum angegeben wurde, kam, aber die Intervention erscheint. näher, sondern vielleicht noch unsicherer als vor sechs Monaten. Zugleich wuchs der strategische Wert der Intervention für die Alliierten mit dem Fortschreiten der Zeit bedeutend. Der Kampf am westlichen Kriegsschauplatz entwickelte sich zu einem langsamen Verschanzungskriege, der keine schnelle Entscheidung pricht. Die Hoffnung der Optimisten, daß Ruß⸗ land durch die deutsche Grenze brechen und Deutschland un⸗ entbehrlicher wirtschaftlicher Hilfsquellen in Schlesien berauben würde, erfüllte sich nicht. Die beste Aus sicht auf einen baldigen Sieg scheint in einem Angriff auf Oesterreich von und Westen zu liegen, das heißt in Angriffen, die durch Italien und die Balkanstaaten unterstützt würden. Diese Staaten aber führten jüngst kostspielige Kriege und müßten ihres Erfolges sicher sein, wenn sie am jetzigen Kriege teilnehmen sollten. Die Ver erweckten noch nicht die Ueberzeugung, daß die Deutschen und Oesterreicher geschlagen werden müßten. Die deutschen Erfolge erhielten noch nicht ein Gegen⸗ gewicht durch ausreichend bedeutende Erfolge der Alliierten, um das Ansehen der deutschen Stategie und der deutschen militäri⸗ schen Organisation zu entwurzeln. 5 Das Blatt erörtert den Interessengegensatz zwischen Ita⸗ lien und den Balkanländern. Rumänien sei nervös wegen der Zukunft Konstantinopels und der Dardanellen und wün⸗ sche ihre Internationalisierung, während die russische Re⸗ gierung und Presse sie für Rußland beanspruchen. Das Blatt fährt fort: Die Interessen Italiens und Serbiens kollidieren in der Adria. Die italienische Presse erörtert ausführlich den italienisch⸗ serbischen Streit. Der Ton der Diskussion wird durch höͤchst indiskrete russische Aeußerungen nicht verbessert. Die Voraus- setzung einer allgemeinen Verständigung ist, daß die Schwierigkeiten von den Alliierten ent⸗ schlossen ins Auge gefaßt und gelöst werden. Die bisherige Politik des Versuches, ist bankrott. vs gen Kriege be⸗ 3 ihnen aus dem Wege zu gehen, 2 An der Front in Südostgalizien nur Geschütztampf 5 8 1 Berlin, 11. April.(WT Nichtamtlich.) Eine Persönlich⸗ keit, welche mit der belgischen und der englischen Re⸗ gierung nabe Beziehungen unterhält, erklärte dem Be⸗ richterstatter des„Joumal de Geneve“ in Rom: Französische und englische Kreise seien 8 daß der Krieg im Oktober beendet sein werde. Die Kriegführenden hätten nicht den Mut, den Truppen und der Bevölkerung einen neuen Winter⸗ feldzug aufzuerlegen. Man werde Frieden machen, selbst wenn der Friede den Wünschen der Belgier nicht ent⸗ spreche, welche mit der Zahlung einer großen Kriegsentschädi⸗ ing durch Deutschland rechneten. Es hänge von dem Erfolge der Offenfeve der Verbündeten ab, ob eine solche Entschädigung ge⸗ fordert werden könne. Der Belgier fährt fort: Er befürchte, daß Frankreich und England, um den Krieg nicht zu verlängern, sich mit einem relativen Erfolge begnügen würden; es würde ihnen vielleicht genügen, die Deutschen aus Frankreich und Bel⸗ gien zu vertreiben. Vom belgischen Standpunkt aus könnte man mehr wünschen. Die englischen Verluste. Haag, 11. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der Londoner Kor⸗ respondent des„Nieuwe Couxant“ meldet: Das Pressebureau gibt die Zahlen der englischen Verluste in den letzten 8 Monaten bis zum 31. März bekannt. Die Listen geben die Ge⸗ samtzahl an Toten, Verwundeten und Vermißten mit 99 759 an, ohne die Verluste der 83 Regimenter indischer Truppen, von denen nur die Offiziersverluste gemeldet werden. An Offizieren werlor die englische Armee: 1828 tot, 3257 verwundet, 701 ver⸗ mißt, 195 gefangen; an Mannschaften 17 780 tot, 56 830 ver⸗ wundet, 17 666 vermißt, 1482 gefangen. Der Seekrieg. London, 10. April. WTB. Nichtamtlich.) Die Admiralität teilt mit: Seit der Erklärung der Unterseeblockade vom 18. Februar sind 37 britische Handelsschiffe und 6 Fischer fahrzeuge durch Kreuzer, Minen und Untersee⸗ boote zum Sinken gebracht worden. Die Gesamttonnage der versenkten Handelsschiffe beträgt 100 967 und der versenkten Fischerfahrzeuge 1203 Bruttotonnen. In dieser Zeit kamen an und fuhren ab: 10 194 Schiffe von über 300 Tonnen Gehalt. Für die einzelnen Wochen stellen sich die Zahlen folgendermaßen: In der ersten Woche wurden zehn Schiffe versenkt, in der zweiten ein Schiff, in der dritten vier, in der vierten wurden acht Schiffe versenkt und drei Schiffe torpediert, die aber den Hafen erreichten. In der fünften Woche wurden drei Schiffe versenkt, ein Schiff erreichte den Hafen. In der sechsten Woche wurden sechs Schiffe versenkt, eines erreichte den Hafen. In der siebenten Woche wur⸗ den funf Schiffe versenkt. i Le Trépoxt, 10. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Das französische Segelschiff „Chateau Briand wurde im Kanal von einem deutschen Unterseeboot torpedi ert. Die Besatzung von 25 Mann ist in zwei Booten hier angekommen. Amsterdam, 10. April.(Ctr. Blu.) Reuter meldet aus London: Ein deutsches Unterseeboot brachte das mit Kohlen geladene portugiesische Segelschiff„Douro“, das auf dem Wege von Cardiff nach Oporto war, zum Sinken. Die Besatzung wurde gerettet und nach Swanseg gebracht. Am Mittwoch ist das englische Dampfschiff„Helen“ sieben Meilen von Berwick durch ein deutsches Unterseeboot verfolgt worden. Das Unterseeboot gab die Verfolgung erst auf, als es dicht beim Hafen. von Berwick angelangt war. London, 10. April.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter⸗Mel⸗ dung. Der Kapitän des Dampfers„Theseus“, der Liver⸗ pool anlief, berichtete, daß er am 29. März von einem Tausch⸗ boot angegriffen wurde Als der„Theseus“ ungefähr vierzig Meilen südwestlich des Leuchtturms von Bishoprock war, kam auf drei Meilen Entfernung ein in Sicht. Der Kapi⸗ tän gab Volldampf, aber das Tauchboot holte das Schiff all⸗ mählich ein und gab Zeichen, daß der Dampfer halten solle. Der„T 4 0 den Befehl nicht, worauf das Signal kam, beizudrehen, widrigenfalls das Feuer eröffnet würde. Da der„Theseus“ nicht beidrehte, feuerte das Unterseeboot aus Schnellfeuerkanonen und Maschinengewehren und versuchte. querab vom Dampfer zu kontmen, offenbar um ein Torpedo abzuschießen. Der Dampfer änderte fortwährend den Kurs und steuerte nach der Küste Das Tauchboot gab nach einiger eit die Verfolgung auf. Der Dampfer erreichte den Hafen mit eträchtlichen Beschädigungen. London, 10. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Daily Chro⸗ nicle“ meldet aus Grimsby: Man vermutet, daß der Fisch⸗ dampfer„Zarin a“ durch ein deutsches Unterseeboot tor pe⸗ diert wurde. Die Mannschaften zweier Fischdampfer, die im Hafen anlangten, erklärten, daß sie am Mi mittag ein Schiff sahen, das sie für die„Zarina“ hielten. Dann tauchten zwei deutsche Unterseeboote auf, bald darauf wurde eine Explosion ge⸗ hört und man sah den Fischdampfer sinken. Die Rüstungen in England. London, 10. April.(WTB. Nichtamtlich) Lord Kit⸗ chener richtete ein Schreiben an den Mayor von New⸗ castle, worin er dringend eine vermehrte Herstellung von Munition in den Fabriken am Tyne fordert. Tausende von Arbeitern seien nötig. Gestern. fand in Newcastle eine Ver⸗ sammlung unter dem Vorsitz des Mapors in Anwesenheit eines Vertreters des Kriegsamtes statt, um Maßregeln zur Sicherung der notwendigen Arbeitskräfte zu beraten. Ueberall in den englischen Städten werden Plakate angeheftet, worauf unter der Ueberschrift: Männer, welche die Armee jetzt braucht“, gelernte und ungelernte Arbeiter aufgefordert werden, sich in den Werkstätten zu melden, in denen Geschütze, Gewehre und Munition hergestellt werden. Amerika und der englische Zensor. London, 10. April.(WTB Nichtamtlich.)„Times“ melden aus Washington: Der englische Zensor wird in Amerika wieder kritisiert. Diesmal handelt es sich nicht um die Unter⸗ drückung von Nachrichten, sondern um ein Zugeständnis. Die Londoner Agentur telegraphierte am Dienstag, daß angesichts der russischen Erfolge in den Karpathen, die Früh⸗ Iingsoffensive der Verbündeten im Westen auf⸗ gegeben würde. Als Ursache wurde der Wunsch der Eng⸗ lünber und Franzosen, Leben zu schonen, 1 1 Die 2 Post“ bemerkt hierzu: Das ist ein Beweis für die britische Selbstsucht. Die Briten versuchen, die Verbün⸗ deten für sie die Kastanien aus dem Feuer holen zu lassen Sie kneifen bei den Dardanellen und in Frankreich und sind an⸗ scheinend nur bemüht, ihre Küsten zu bewachen, sowie diplomatische ace lee„ze Pert Times f 7 Selbst die„New imes“ sieht sich einem Rätsel. 1 obwo— meint,— es e sei, den Russen die stigere e zuzuerteilen, en it ten, im Westen Vorbereitungen zu treffen. 1 Eine deutsche Note an Amerita. Washington, 11. April.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des Reuterschen Bureaus. Deutschland hat an die Vereinigten Staaten eine Note gerichtet, in der es sich be⸗ klagt. daß die Vorstellungen Amerikas an die Alliferten be⸗ züglich der Zufuhr von Lebensmitteln für die bürgerliche Bevölkerung der kriegführenden Länder keine Wirkung erzielt hätten. Amerika lege auf dieses Recht lange nicht soviel Nachdrud, wie auf das Recht, den Alliierten Waffen zu lie⸗ ern. Die Note dringt darauf, daß die Vereinigten Staaten die Neutralität sorgfältig einhalten mögen. „Prinz Eitel Friedrich“. London, 10. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ melden aus New York: Kapitänleutnant 25 hie ri 91 n überreichte dem Zolleinnehmer Hamilton, der ihm mitteilt daß der Hilfskreuzer„Prinz Effel Friedrich“ New Friedrich“ internieren zu lassen. Der Entsatz, den ich erwartete, kam offenbar nicht rechtzeitig an, und deshalb macht die Zahl und die Stärke der feindlichen Kreuzer, die die Bucht bewachen, ein Entkommen in die offene See unmöglich. Ich beschloß, die Besatzung und das Schiff nicht einer zwecklosen und sicheren Ver⸗ nichtung preiszugeben. 82 danke für die Freundlichkeit der Be⸗ hörden der Vereinigten Staaten und erwarte Ihre Befehle“ Sofort nach Empfang der Mitteilung verständigten die Behörden mehr als zwanzig britische Schiffe, daß es ihnen jetzt freistünde, den Hafen zu verlassen. Eine französische Lüge. Rom, 10. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Osservatore Ro⸗ mano“ ist ermächtigt, zu erklären, daß die Nachricht des„Petit Parisien“ jeder Begründung entbehrt, nämlich daß die ö ster⸗ reichisch-ungarische Diplomatie in den letzten Tagen versuchte, den Papst für die innere und äußere Lage Oesterreich⸗ Ungarns zu interessieren und um die guten Dienste des Heiligen! Stuhls zu ersuchen für den Zeitpunkt, in welchem es die öster⸗ reichisch-ungarische Regierung angebracht finden würde, den alli⸗ ierten Regierungen Friedensvorschläge zu machen. ** Sven Hedins Eindrücke in den Karpathen. Wien, 11. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter veröffentlichen Mitteilungen Sven Hedins über seine Eindrücke, welche er während seines Besuches bei der öster— reichisch-ungarischen Karpathenarmee empfangen hat. Sven Hedin, welcher erstmalig Gelegenheit hatte, österreichisch⸗ ungarische Truppen zu sehen, spricht mit begeisterten Worten von der Organisation, Haltung und Kampflust der öster⸗ reichisch-zungarischen Soldaten: Eine Unmenge gewaltiger Eindrücke verlebte ich in dieen Tagsen. Ich besuchte die Trup⸗ pen in ihren Stellungen und sprach mit einzelnen Husaren und Tirolern, die schon oft im Feuer gewesen waren. Ich fand bei allen ungebrochene Kampfesfreude und ein zuver⸗ sichtliches Siegesgefühl. Der Wille zum Siegen be⸗ herrscht die ganze Armee. Der Führer Erzherzog Josef Ferdinand wird von Offizieren und Soldaten geliebt und vergöttert. Es war mir vergönnt, einige Stunden in seiner nächsten Umgebung in verbringen; ich war gerührt von dem Interesse und der Liebe, mit der der Erzherzog um alles besorgt ist, was das Wohl der Soldaten betrifft. Den eigentlichen Kampf habe ich nicht gesehen. Die russische Ar⸗ tillerie in diesem Abschnitte schwieg und auch die ein⸗ gegrabene russische Infanterie rührte sich kaum. Ich sah einmal von einem Beobachtungsstand aus drei Russen und drei Oesterreicher zwischen den russischen und österreichischen Schützengräben friedlich beieinander stehen. Man erzählte mir, daß an diesem Tage einzelne Russen weiße Tücher schwenkten und hart an die österreichischen Gräben heran- gekommen waren. Im Verlaufe meiner Fahrt kam ich auch zum Feldmarschalleutnant Roth, welchem am Dunajec die deutschen Verbündeten unterstellt sind, und ich besuchte auch den Feldmarschalleutnant Arz, und lernte so zwei wundervolle Soldaten kennen. Türkischer Bericht. (WTB.) Konstantinopel, 10. April. Gestern wurde bekannt gegeben, daß an der Front im Kaukasus nur kleine Zusammenstöße an vorgeschobenen Stellungen statt⸗ fanden. An den Dardanellen keine Veränderungen. Zwei feindliche Kreuzer beschossen 2¼ Stunden laug mit Unterbrechung die Stadt Gaza an der syrischen Küste und beschädigten einen Teil der Hafenmole. Die Stadt selbst ist unbeschädigt. Auf den anderen Kriegsschauplätzen hat sich nichts Wichtiges ereignet. Die Haltung Italiens. Rom, 11. April.(WTB. Nichtamtlich.) Für heute nach⸗ mittag waren zwei Versammlungen einberufen, eine von den Anhängern einer Intervention Italiens, die andere von den Anhängern der Neutralität. Die Behörden hatten jedoch beide untersagt. Die Polizei hatte strenge Maßnahmen getroffen, um den Anordnungen der Behörden Geltung zu verschaffen. Einige Hunderte von Passanten, die sich trotz des Verbotes versammeln wollten, konnten ohne bemerkens⸗ werte Zwischenfälle leicht zerstreut werden. Mehrere Per- sonen wurden verhaftet. Serbien und Bulgarien. Sofia, 11. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Bulgare. Die serbische Presse verbreitet systo— matisch verleumderische Nachrichten über Bulgarien, bald über den Transport von großen Mengen Bomben und Ex- plosivstoffen mit dem Bestimmungsorte Strumitza, bald über Aufforderungen des englischen Gesandten an den Minister⸗ präsidenten Radoslawow, und ähnliches. Der tendenziöse Charakter aller dieser Meldungen springt so sehr in die Augen, daß wir sie nicht zu dementieren brauchen. Die Mämpfe zwischen Maas und Mosel. Berlin, 11. April.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Gro ßen Hauptquartier wird uns geschrieben: Ueber die Kämpfe bis zum Nachmittag des 7. April wurde früher berichtet. Die folgenden Tage bis zum 10. brachten ihre Fortsetzung. Während bis zum 7. die französischen Angriffe sich ausschließlich gegen beide deutschen Flügel gerichtet hatten, setzte der Gegner nunmehr auch zum Angriff gegen die Mitte an, nach⸗ dem er in der Gegend St. Mühsel neue starke Kräfte ver⸗ sammelt hatte.* Am Spätnachmittag des 7. erfolgte der erste Angriff aus dem Walde von La Selouse, neun Kilometer nördlich von St. Mihiel, Kam unsere Stellungen in der ungefähren Linie Seuzey— Lamortville. Es kam zu schweren Kämpfen, in denen der zurückflutende Angreifer zahlreiche Tote und Verwun⸗ dete auf dem Kampfplatz ließ: zwei Offiziere und 80 Mann blieben gefangen in unseren Händen. In der Nacht vom 7. zum 8. April dauerten die Artillerie⸗ kämpfe an verschiedenen Stellen der Front, besonders an der Combres⸗Höhe und zwischen Regniépville— Fey en Haye mit kurzen e an. Stellenweise folgten Infanterieangriffe. Südöstlich von Verdun, bei Marche ville brachen zwei Angriffe bereits hundert Meter vor unseren Stellungen zusammen. Im Bois d' Ailly gelang es den Franzosen, in einem Teil der non ihnen am Tage vorher ver⸗ lorenen Gräben wieder einzudringen. Die im Bois Brulé bei Tagesanbruch begonnenen Angziffe wurden ebenso wie drei nächt⸗ liche Vorstöße im westlichen Teil des Priesterwaldes abgewiesen. Am Nachmittag und Abend des 8. entfaltete der Gegner zugleich an verschiedenen Teilen der Front eine rege Tätigkeit. Ein am Walde von La Selouse unternommener Vorstoß scheiterte, ebenso wie ein Angriff an derselben Stelle vom Tage vorher. Gleichzeitig entwickelten sich stundenlange schwere Kämpfe am Boi de Mort Mare, in denen der Gegner schließlich mit der blanken Waffe zurückgeworfen wurde. In derselben Weise endeten die Angriffe in der Gegend von Regnis ville, am Priesterwalde und südlich der Orne. Der 8. April, mie die Nacht zum 9. standen unter dem Zeichen erbitterter Kämpfe um die Combres⸗ Höhe. An diesem Punkte scheinen die Franzosen Verst en aus den oben erwähnten neuen Kräften eingesetzt zu haben. 8. il vor⸗ mittags besetzten sie die von uns in Anbetracht des schwersten Artillexiefeuers geräumten Grabenstücke, um die daun den ganzen port News vor Mitternacht verlassen müsse, folgende Note: „e, tee Ihnen mit, daß ich beabsichtige, den„Prinz Eülel 1 Tag über heiß gekämpft wurde. der Nacht 9. r e e e wieder hinauszuwersen. Die ganze Hauptstek lung wurde uns gehalten. Ein neuer bei esanbruch mit überlegenen Kräften angesetzter r Angriff zwang uns indes wieder zur Räumung einiger Grabenstücke. 5 l Gegenüber diesen Ereignissen an der Combres⸗Höbe intergrund. treten Vorgänge auf der übrigen Front in den H. Von einigen Feuerüberfällen abgesehen, verlief die vom S. zum g. im allgemeinen ruhig. Nur am Bois de ort⸗ Mare, an dem nachmittags die Franzosen in 2 Ringen unter schwersten Verlusten zurückgeworfen wurden, sie in den Abenostunden von neuem an, ohne ein besseres Er⸗ gebnis zu erzielen. Dagegen gelang es unseren in die französische Stellung nachdrängenden Truppen zwei Maschinengewehre zu nehmen. Trotz dieser Mißerfolge entschloß sich der Feind am frühesten Morgen des 9. April ftr Erneuerung des Angriffs, der aber wiederum unter außerordentlichen Verlusten für ihn zu⸗ me ile d f eder den Schwerbuntt Am 9. April legten die Franzosen wit ihrer Angriffe auf den Nordflügel zwischen der Orne und der Combres⸗Höhe. So griffen sie in der Woewre⸗Ebene zwischen l Parfondrupt und Marcheville von Mittag bis Mitter- nacht viermal, jedesmal in einer Breite von etwa sechs Kilometer an, Sie wurden stets verlustreich zurückgeschlagen. Während der Nacht entfalteten darauf ihre Minenwerfer, zeitweise von Artillerie unterstützt, lebhafte Tätigkeit. Am Nachmittag stieß der Gegner auf der ganzen Linie der Combres⸗Höhe aus seinen Gräben hervor, nachdem er seit vormittag unsere Stellungen unter schwerstem Artilleriefeuer gehalten hatte. Es gelang ihm, an einer Stelle bis zur Mulde auf der Südseite der Höhe durchzu⸗ stoßen, ehe sich der Angriff im Feuer unserer zweiten rückwärtigen Stellung verblutete. Unsere Truppen behaupteten nicht nur die Höhe, sondern ein Regimentskommandeur ergriff die Initiativa n der uns wieder in den Besitz von Teilen unserer zorstellung brachte. Ein zweiter Angriff scheint geplant gewesen zu sein, seine Ausführung hinderte indessen das wirksame Feuer unserer Artillerie. Der Gegner beschränkte sich in der Nacht auf 5 1 der Höhe und des dahinterliegenden rfes ombres. Auf der übrigen Front brachte der Tag in der Mitte der Kampffront, in der Linie Suzey⸗Spada, einen ernsten, aber er⸗ folglosen Angriff des Gegners. Wir machten einundsiebzig Ge⸗ fangene. Ein Angriff schwächerer Kräfte im Walde von Ailly wurde leicht abgewiesen, und auch ein Vorstoß über die Linie Negnisville-Fey en Haye endete unter außerordentlich starken Verlusten bereits in unserem Artilleriefeuer; nördlich von Regnie⸗ ville blieben an einer Stelle fünfhundert Leichen liegen. Der Abend des 9. April brachte am Croix des Carmes im Priesterwalde einen deutschen Angriff, dem es gelang, drei Block⸗ häuser und zwei Verbindungsgräben dem Gegner zu entreißen, wobei zwei Maschinengewehre und 53 Gefangene in die Hände unserer Truppen fielen. b Am 10. April fanden Artilleriekämpfe auf der ganzen Front statt. Es konnte beobachtet werden, daß die Franzosen eifrig schanzten und ihre stark gelichteten vorderen Reihen durch neus Truppen ergänzten, insbesondere auf dem Nordflügel südlich der Orne, in der Mitte gegenüber der Linie Seuzey⸗Spada, sowie am Südflügel in Gegen? von Regniséville. Die Truppenansamm⸗ lungen wurden mit starkem Feuer belegt und die dadurch hervor⸗ gerufenen Verluste mögen der Grund gewesen sein, daß der Gegner den Entschluß zum Angriff nicht finden konnte. Auch bei Les Eparges am Fuß der Combres⸗Höhe stellten die Franzosen starke Kräfte bereit, die unser Artilleriefeuer fassen konnte. Nur im Priesterwalde kam es an diesem Tage zu einem französischen Angriff, der ohne Mühe abgewiesen wurde. So endete auch der 10. April, wie alle vorhergegangenen Tage mit einem vollen deutschen Erfolg auf sämtlichen ange⸗ griffenen Fronten. An diesem Tage dankte der französische Ober⸗ befehlshaber General Joffre der ersten Armee dafür, daß sie die Stellung bei Les Eparges— das ist die Combres⸗Höhe den Deutschen entrissen habe. Um diese Stellung wird seit Wochen mit kurzen Unterbrechungen gekämpft. Die Franzosen haben meh⸗ rere Male gemeldet, daß sie die Stellungen genommen und fest in der Hand hätten. Die letzten Kämpfe um die vielumstrittene Stellung ind oben geschildert worden. Tatsächlich haben die Franzosen vorübergehend einzelne Gräben der Stellung besetzt gehabt, bis auf einen kleinen unwesentlichen Teil sind sie aber alle wieder zurück⸗ erobert worden. Aus dem Reiche. Der Reichskanzler im Großen Hauptquartier. Berlin, 12. April. Der Reichskanzler hat sich, wie der„Lokalanz.“ meldet, gestern abend ins Große Haupt⸗ quartier begeben. Berlin, 12. April. Wie dem„Berl. Tageblatt“ aus Stuttgart gemeldet wird, ist der König von Württemberg gestern abend zu einem achttägigen Aufenthalt nach dem westlichen Kriegsschauplatz abgereist. Berlin, 12. April. Der Erzbischof von Köln, Kar⸗ dinal von Hartmann, und der Bischof Korum von Trier kamen nach dem„Berl. Lokalanzeiger“ am Freitag vormittag im Großen Hauptquartier an. Am Mittag hatte Gene⸗ raloberst von Einem Seine Eminenz besucht. Um 1 Uhr nach⸗ mittags fand Audienz des Kardinals und des Bischofs beim Kai⸗ ser statt, dem die beiden Kirchenfürsten als Erträgnis der Kaiser⸗ 6 geburtstagskollekte 575000 Mk. für die Kriegsinvaliden über⸗ reichten. Sie wurden zur Frühstückstafel hinzugezogen, der außer den Hoschargen die beiden Geheimsekretäre der Bischöse sowie der Feldgeistliche Graf Spee teilnahmen. Ein kaiserliches Auto brachte die Herren am Nachmittag zurück. W Aus Stadt und Cand. Gießen, 12. April 1915. Das Schuljahr beginnt. „De Zeit vergeht, un mer merkts net“, sagte der Vater kürzlich, als ihm die Schulverwaltung mitteilte, daß sein Sohn Karl, genannt Männe, mit dem April schulpflichti werde.„Guck emol, Fraa, da hawwe mersch schwas wie alt mer sein. Der Männe muß Ostern in die Schul, wird hier geschriewe. So gehts im Lewe!“ Und der Vater begann wehmütig zu philosophieren, daß man, d. h. er und seine Frau, nun eigentlich erst wüßten, wie weit sie an Jahren vorgeschritten seien. Nun dauere es nur mehr ein paar Jahre, dann werde der Männe konfirmiert, bekomme lange Hosen und einen Lehrherrn. Und wenn die Sorge glück⸗ lich vorbei sei, wenn man denke, der Männe werde nun schweres Geld verdienen und Samstagsabends die Taler auf den Familientisch legen, dann bringe er einem statt dessen eine Braut mit nach Hause, und die Eltern könnten sich hinter den Ofen setzen, und die Jungen warteten nur darauf, ihnen den Deckel über der Nase zuzumachen. Und der Vater verlor sich in graue und immer grauere Gedanken und schloß mit der Feststellung:„s is ba g E der Müh wert, Kinner zu kriege. Mer hat Der, von dem die Rede war, hatte seine S ifbahn schon einige früher begonnen, ehe die den Vater an die licht des Sprößlings erinnerte. Der Männe hatte die schon vom Geburtstag stammende tafel als Sandkarren benutzt, wobei es natürlich nic Trümmer abging. Die Griffel waren gegen einen 1 0 asten war der 5 5 be Kri 6 assen, sondern war, 0 ti igen Betrachtungen über den Gang der Dinge a gemeinen und den seines Sprößlings im besonderen stellte, eben damit beschäftigt, mit großem Gebrumm und — Armeschlenkern für die nächste Schlacht„Flieger“ en. Beim Mittagessen hatte sich dann der Vater wieder soweit von 5 3 erholt, daß er dem Männe den Ernst der Situation klar machen konnte.„Männe,“ hat er begonnen und mit mehr Eifer als Erfolg hochdeutsch ge⸗ sprochen,„nu baß emal uff, was ich zu sage hab! Von morge ab biste kaa Kind mehr, dann sage mer net mehr Männe, dann sage mer Karl.— Halt de Gawwel net so schepp, nachher stichste eim e Aag as!— De Schul is davor da, um was ze lerne, damit mer später was kann. Jetz heert das Spiele aach uff, jetz wird fleißig gewese!— Frau, geww mer noch emal de Gellerive!— Un ich hoff“, daß ich immer e schee Zeugnis ze seh bekomm. Dann gibts aach ebbes in die Sparbüchs!“ Am Abend 11 i510 5 2 Karl einer Reini⸗ gung unterzogen, die in ihrer Art viel Symbolisches hatte, und heute morgen ist Karl, früher Männe, zum ersten Male zur Schule gegangen. Ohne Zwischenfälle gings dabei nicht ab. Es erwies sich, daß an der neuen Trikothose die Ku zu lose saßen, der verschwundene, zu politischen Zwecken mißbrauchte Griffelkasten mußte gesucht werden, wobei Männe den Harmlosen spielte, und was dergleichen FJwischenfälle mehr waren. Kurz vor acht erreichte die 5 Mutter aber mit dem neuen Bildungsbeflissenen noch zeitig die Stätte seiner künftigen Wirksamkeit, eine Schar von Schicksalsgenossen trennte ihn vom mütterlichen Rockzipfel, der Lehrer machte die Türe zu— und die Schule hatte ihn. So und ähnlich ist's. 5 wieder einmal mit gar vielen gegangen; noch mehrere aber wird der Vater nicht ben ermahnen können, weil er der Heimat fern ist. lopfenden Herzens sind auch die neuen Schüler der höheren Lehranstalten zum erstenmal durch die Schulpforten ge⸗ treten, um zu beweisen, daß sie schon etwas gelernt haben und für die Sexta genügend Rüstzeug mitbringen. So hat denn überall ein neues Kriegsschuljahr begonnen, und die Wü sche der Jugend nach Siegesnachrichten, die einen schul— reien Tag verlohnen, steigen wieder erheblich im Kurse. * n Amtliche Personal nachrichten. Der Groß⸗ herzog am 10. April die Lehramtsassessoren Heinrich Fal⸗ ler aus Mühlheim a. M. und Hans Herrberg aus Mainz zu 4 berlehrern, den Lehramtsassessor Dr. Wilhelm Riedel aus 2 1 zum Oberlehrer an der Schillerschule zu Friedberg— fläͤmtlich mit Wirkung vom 16. April 1915 ernannt.— Entlassen wurden am 7. April der Kreisamtsgehilfe Wilhelm Bechtold 1— Gießen mit Wirkung vom 1. April d. J. an auf sein Nach⸗ suchen aus dem Staatsdienst; am 10. April der Kreisamtsgehilfe Ludwig Müllmerstadt zu Offenbach auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienst.— Der Großherzog hat ferner am 10. April den Kreisamtsgehilfen Heinrich Decher zu Alzey auf sein Nach⸗ suchen unter Anerkennung seiner treuen Dienste in den Ruhestand versetzt, und den Bureauassistenten bei dem Oberversicherungsamt Ludwig Kraus und die Bureaugehilfen Otto Reichwein aus Alsfeld und Georg Ewald aus Weckesheim zu Kreisamtsgehilfen ernannt.— Ernannt wurde am 6. März d. J. die Gefangen⸗ würterin am Propinzialarresthaus in Mainz Margarete May zur Gefangenaufseherin an dieser Anstalt. * Brotersatz für Personen, die angestrengt arbeiten müssen und mit ihrer Ration nicht voll auskommen, emp⸗ fiehlt ein Leser in folgender Zuschrift:„Ueber die Unzu⸗ U ihrer Brotration haben sich wiederholt Arbeiter beklagt, die in industriellen Betrieben angestrengt arbeiten, müssen, Es sei daher auf folgende Ersaßzmahlzeiten, die billig und rasch herzustellen sind und sich dazu als recht nahrhaft erwiesen haben, hingewiesen. In einem Pflasterer⸗ g Talat bringen sich die Arbeiter morgens eine Portion kalten, am Abend vorher angerichteten Kartoffel- salat mit, den sie gewärmt als Frühstück verzehren. In * Steinbruch, wo den Arbeitern ein Herd zur Verfügung „braten sich diese zum Frühstück in einem Pfännchen oder gequellte in Stücke geschnittene Kartoffeln in peck und Zwiebeln und schlagen ein Ei dazu. Dieses Essen, in einer Viertelstunde gar, ist auf der Rabenau unter dem Namen„Fettgerafftes“ von jeher im Gebrauch ge⸗ wesen, hält wider und bildet einen guten Ersatz für Brot.“ * Ein„Karpathengedicht“, Aus Rocanka⸗ Wieczna(Kaxpathen), den 27. März 1915, erhalten wir fol⸗ gende Zuschrift aus der Mitte unserer braven„Bischweiler“: In einer der letzten Nummern des Gießener Sonntagsblatts, ich auch hier bei uns in den Karpathen— wo es leider keine eihbibliotheken gibt— großer Beliebtheit erfreut, befand sich auf der 4. Seite eine hübsche Erinnerung an das alte, allerdings jetzt ur noch wenig gesungene Lied, dessen Kehrreim lautet:„Und in Karpathen sind die Wege verschneit.“ Dies regte uns, die eit Monatsfrist als eine Art Höhlenbewohner hier in den enbergen ein ödes, nur durch öftere Russenangriffe unter⸗ s Jammexr⸗Dasein führen, an, gemeinschaftlich— unter rung von viel Gehirnschmalz und unter Hingabe unserer gan⸗ „uns zur Verfügung stehenden Dichteritis— das nachfolgende n in die Welt zu setzen. Vielleicht haben Sie die Liebens⸗ igkeit, dieses Karpathenerzeugnis in Ihrem geschätzten Blatte b. cken, gleichzeitig bemerkend, daß auch die 4. Kompagnie seres Regiments ttotz vieler Strapazen gesonnen ist, durchzu⸗ ten„bis aufs Messer!“! Das hübsche Schneegedicht selbst lautet: Und in den Karpathen sind die Wege verschneit!“ Man sagt allerdings:„Nur der, Winterszeit“. Im Sommer soll's etwas anders sein, Behauptet der hiesige Verkehrsverein. „Und in den Karparthen sind die Wege verschneit!“ Und die Wege sind scheußlich und gar so weit; Und die Russen— dieses freche Geschmeiß, Macht einem dabei noch die Hölle heiß. „Und in den Karvpathen sind die Wege verschneit!“ * glaube sast nicht mehr an Sommerszeit, enn während in Deutschland man ackert und pflanzt Wird hier metertief im Schnee geschanzt. „Und in den Karpathen sind die Wege verschneit“! Vielleicht— daß im Schnee auch Frucht gedeiht, Gedüngt mit deutschem Blute, so rot. Das walte Gott. Dies eine ist not! .* im Soldaten⸗ . April wieder einsal im 5 für 5 Ku m⸗ t. Tief 7 echen⸗ Leiche wurde hierher ö die ur⸗ wüchsige Versöhnungsgeschichte Karl Ettlingers. Einen großen Genuß bot schließlich—5 die nde e Franciscus auf den Wogen schreitend, von Liszt, die Herrn Kummer noch⸗ mals Gelegenheit bot, seine brillante Technik zu zeigen. Prof Haupt richtete in einer herzlichen und dankbar aufgenommenen Ansprache an die Feldgrauen die Bitte, in Zukunft dem Soldaten heim noch mehr Freundschaft und An⸗ bänglichkeit entgegen zu bringen. Den Abschluß bil⸗ deten z Lieder, die Frau Lerch sang. Leider gestattete die Zeit die stürmisch verlangte Zugabe nicht. Alles in allem war der Mittag ein voller Erfolg, mit dem die Leitung des Heims und die Mitwirkenden zufrieden sein können. Eine Unglücks tat ereignete sich gestern morgen gegen 8 Uhr auf der Liebigshöhe vor dem Gefangenenlager. Der 23 jährige Ersatzreservist Julius Klip 1 21. aus Hungen, ein beschränkter und dazu reizbarer Mensch, der als garnisondienstfähig dem hiesigen Landsturm⸗Ersatzbataillon zugeteilt worden war, lebte mit seinen Kameraden nicht auf dem besten Fuße, weil er sich von ihnen zurückgesetzt glaubte. Gestern morgen kam es auf einem Dienstgange zwischen ihm und dem Landsturmmann Sauerwein aus Zeithardt, Kreis Darmstadt, durch Klippsteins Schuld zu einer Aus⸗ einandersetzung. Klippstein, der schon durch mehrere vorher- gehende Reibereien mit anderen Leuten erregt war, riß das Bajonett vom Gewehr und stach im Zorn Sauerwein in die Brust. Der Getroffene war fast augenblicklich eine Leiche. Der Tote war verheiratet und Vater zweier Kinder. Das Unglück stellt sich als eine traurige Augenblickstat dar. Andere Auffassungen, die man gestern in der Stadt hören konnte, entbehren jeder Grundlage.— Das Konzert der Landsturmkapelle auf dem Landgraf-Philipp⸗Platz wurde wegen des bedauerlichen Vorfalles abgesagt. * Kindestötung. Gestern wurde in den Kläran⸗ lagen die Leiche eines neugeborenen Kindes weib⸗ lichen Geschlechts aufgefunden. Mitteilungen, die zur Ermitt⸗ lung der Schuldigen dienen können, nimmt die Kriminal- abteilung des Großh. Polizeiamtes entgegen. ** Auskunft über Gefangene. Die„Nordd. Allg. Zeitung“ schreibt: In der letzten Zeit sind von seiten der Ange⸗ hörigen von als gefangen oder vermißt gemeldeten deutschen Kriegern vielfach Anfragen an„Services de l' Assistance publique“ (Zentral verwaltung der Armenpflege) des französischen Departe⸗ ments Creuse dahingehend gerichtet worden, ob sich ihre Söhne usw. unter den im Lager von Ajain untergebrachten deutschen Kriegsgefangenen befinden. Durch eine neutrale Macht ist jetzt darauf hingewiesen worden, daß im 3 Lager keine deutschen Militärgefangenen, sondern ausschließlich Zivilgefangene interniert worden sind. Bei dieser Gelegenheit sei exneut darauf aufmerksam gemacht, daß alle Anfragen wegen gefangen oder ver⸗ mißt gemeldeter deutscher Krieger an das Zentralnachweis⸗ bureau des Kriegsministeriums oder an das Rote Kreuz zu richten sind. N Französisches„Staatseigentum“ im Westerwald. Die Beschlagnahme deutschen Eigentums in Frankreich während des Krieges lenkt die Blicke auf einen Fleck im hohen Westerwald, an den sich historische Exinne— rungen knüpfen. Bei Höchstenbach im Oberwesterwaldkreise erlag am 19. September 1790 der französische General Marceau der Kugel eines Tiroler Scharfschützen. Napo⸗ leon III. ließ dem General hier ein Denkmal errichten und die Stätte quadratförmig n Das Denkmal trägt die Inschrift:„Hier wurde am 19. September 1790 der französische Feldherr Marceau verwundet. Er starb, be⸗ weint von Soldaten, geachtet von Freund und Feind. Deut⸗ sches Volk! Dieses einem edlen Toten gesetzte Denkmal wird deinem Schutze empfohlen; schätze es, wie es deine Väter geschätzt haben.“ n Auf zum Turnen. Uns wird geschrieben: Mit dem Schlusse des Schuljahres ist für manchen Knaben die schöne Zeit vorbei, in der er mit gleichalterigen Schulkameraden die freie Zeit beim Spiel verbringen konnte. Jetzt kommen die Lehrjahre, in denen der weitaus größte Teil des Tages in der Werkstatt, der Fabrik, der Schreibstube oder im Laden zugebracht werden muß. In dieser Zeit, die mit der Entwicklung des menschlichen Körpers so eng verbunden ist, ist es doppelt wichtig, daß die jungen Leute nach der meist einseitigen Berufstätigkeit die Feierabendstunden ihrer Gesundheit dienlich ausnützen. Es ist deshalb eine Pflicht der Eltern und Lehrherrn, dahin zu wirken, daß ihre Pflege⸗ befohlenen durch körperliche Uebung ihre Kräfte und Gesundheit sich erhalten und stählen. Mögen alle den Satz beherzigen, dessen Richtigkeit schon im Altertum anerkannt worden ist:„Nur in einem gesunden Körper kann ein gesunder Geist wohnen“. Die Gelegenheit, Körper und Geist zu stählen, bietet sich heute in allen der Deutschen Turnerschaft angehörenden Turn vereinen, die es übernommen haben, junge Leute im Alter von 14 bis 18 Jahren als Zöglinge auszubilden und sie so einmal an Zucht und Ordnung zu gewöhnen, zum andern aber auch den gefähr⸗ lichen Lockungen schlechter Gesellschaft zu entziehen. Wir empfehlen daher den jungen Leuten sehr den Eintritt in die Deutschen Turn⸗ vereine.(Siehe Anzeige des Männer⸗ Turnvereins im Anzeigenteil.) * Zur Hebung der Fischzucht mahnt in vater⸗ ländischem Interesse der Deutsche Fischereiverein. Er schreibt der Presse: 1 „Wie alles freiliegende Land im Kriegsjahre zur Nah⸗ rungsmittelerzeugung ausgenutzt ist, so müssen auch alle Gewässer, die irgend einen Ertrag an Fischfleisch ab⸗ werfen können, in diesem Frühjahre besetzt werden. Dop⸗ pelter Nutzen wird damit gestiftet: Einerseits werden Nah⸗ rungsmittel erzeugt, andererseits wird das sonst sehr ge⸗ fährdete Fortbestehen vieler Fischzuchtanstalten und Teich⸗ wirtschaften gesichert. Die Fischzüchter haben in früheren Jahren beliebige Mengen Fischfutter zur Verfügung gehabt und durften daher mehr Fische in ihre Teiche einsetzen, als diese natürlich, d. i. durch die kleinen Wassertiere, ernähren können. In diesem Jahre werden jedoch aus Mangel an E viele Teichwirte nur diejenigen Fische selbst ehalten können, die in ihren Teichen genug natürliche Nah⸗ rung finden, alle übrigen müssen sie verkaufen. Es ist daher ein starkes Angebot in Jungfischen vorhanden. Hiervon muß im vaterländischen Interesse unbedingt Gebrauch ge⸗ macht werden von jedem, der über ein irgendwie nutzbares Gewässer verfügt, insbesondere sollten es sich alle Gemeinden ausnahmslos angelegen sein lassen, Ortsteiche mit Karpfen und Schleien oder den sonst geeigneten Fischen zu besetzen. Damit dies sachgemäß geschieht, wende man sich an die Be⸗ zirks⸗ und Provinzial oder Landesfischereivereine um Be⸗ ratung. Falls die Adresse der nächsten Beratungsstelle un⸗ bekannt ist, erteilt der Deutsche Fischerei⸗Verein, Berlin W. 10, Königin⸗Augusta-Straße 21, Auskunft. Landkreis Gießen. ee ee B. Großen- Buseck, 11. April. Wieder hat der Krieg ein Opier aus unserer Gemeinde gefordert. Der Landwehrmann Wilh. Bellof, der seit Ansang des Krieges in Frankreich stand, wurde am zweiten Osterseiertage so schwer verletzt, daß ihm im geld lazarett ein Bein amputiert werden mußte. Er wurde ins Lazarett nach Bruchsal gebracht, wo er seinen Wunden erlegen ist. Die überführt und unter großer Betelligung heute zu Grabe getragen. Bell of hinterläßt eine Witwe mit vier un mündigen Kindern. 0 m. Hungen, 11. April. Am heutigen Konfirmations- sest waren 15 fnaben und 16 Mädchen betetligt. Zur Erinnerung an ihren Ehrentag erhielten die Konfirmanden von der Prinzessin 8 F e 5* N. e„. 5 Solns-Braumels ein schönes, Aber 400 Seilen slarte s n dach 18 bu h„„Pilgerbrot“, mit eigenhändiger Widmung. 1 2 Kreis Lauterbach. 8 f a r. Lauterbach, 9. April. Gestern nachmittag geriet [der Arbeiter Steuernagel von hier in der Lauterbacher Blechwarenfabrik in eine Transmission. Infolge der er— haltenen Verletzungen ist er bald darauf gestorben. = Lauterbach, 11. April. Das Eiserne Kreuz e rster Klasse wurde dem Rittmeister Lutz Riedesel, Freiherrn zr Eisenbach, verliehen. Er ist der zweite Sohn des Oberstallmeisters Exzellenz Moritz Riedesel und gehört dem hessischen Dragoner Regiment Nr. 24 an, ist aber seit Beginn des Krieges als Adjutaut der 25. Reserve-Insanterie⸗Division beigegeben. 3 Starkenburg und Rheinhessen. 5 A Darmstadt, 12. April. Im Hostheater sand gestern abend eine stark besuchte Bis marckfeier statt, bei der Geh. Kirchenrat Prof. D. Eck-Gießen die Festrede hielt.— Gegen das Kuchenbacken ist auch unsere Polizei in entsprechender Weise vorgegangen. So wurde in einer Anzahl Familien in der 1 Altstadt, dem Martinsviertel ꝛc. nach Kuchen geforscht und ver- anlaßt, daß eine Anzahl der Kuchen beschlagnahmt wurde. Kreis Wetzlar. w Wetzlar, 11. April. Das in der Nähe gelegene Berg⸗ werk„Falkenstein“ soll Donnerstag, den 27. Mat, am hie⸗ sigen Amtsgericht zwangsweise versteigert werden. Das Bergwerkseigentum ist auf Eisen⸗Manganerze verliehen worden. Aus dem Kreise Wetzlar, 11. April. In den höher gelegenen Gemarkungen ist die Frühjahrs- Aussaat vollauf im Gange. Wenn es auch an Arbeitskrästen 8 sind nicht weniger Feldbestellungen als sonst vorgesehen. Die Nachfrage nach Saatqut ist groß. Der Zentner Saathafer kostet 17—18 Mark, Saatgerste sogar 25—27 Mark. Die Winterselder stehen aus⸗ gezeichnet, ebenfalls die Obstbäume, so daß Aussichten anf eine gute Ernte vorhanden sind. r l Hebssen⸗Nassan. 5 3 m. Kirchhain, 11 April. Leutnant Fritz Leonhän⸗ ser von hier hat das Eiserne Kr 1 5 erhalten. Hiermit haben die sämtlichen im Felde stehenden drei Söhne des hiesigen Leh⸗ rers Leonhäuser diese hohe Auszeichnung erworben.— Durch 8 die Regenfälle dieser Woche sind Klein, Wohra und Ohm über die Üfer getreten und haben große Wiesenflächen über⸗ schwemmt. 1 XGelnhausen, 10. April. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten versammlung ein Be⸗ trag von 6000 Mk. bewilligt für die Vornahme weiterer Boh⸗ rungen nach heilkräftigen Quellen in der Gemar⸗ kung Gelnhausen auf dem Eigentum der Badegesellschaft. 155 X Schlüchtern, 10. April. Der Kreistag des Kreises Schlüchtern hat den Kreishaushaltsetat für 1715/16 ge⸗ nehmigt und auf den Betrag von 219 500 Mk. in Einnahme und Ausgabe festgestellt, ferner der Aufnahme einer weiteren Anleige zur Deckung der Kriegs-Familienunterstützungen im Betrage bis zu 200 000 Mk. zugestinzmt. Amtlicher Wetterbericht. 12 Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 13. April 1915: Wolkig, etwas wärmer, meist trocken, wechselnde Winde. 0 Letzte Nachrichten. 0 Das Friedensübereinkommen des Dreiverbandes.. Genf, 12 April. Im französischen Parla- mentsausschuß für auswärtige Angelegenheiten wurde die Frage aufgeworfen, ob das einen gemeinsamen Friedensschluß voraussehende Uebereinkommen des 1—— 5—— 1 i u der Be war die Mitteilung iger 14 12550 daß jede 5 berechtigt sein soll, für eigene Rechnung Friedensverhandlungen anzubahnen, mit der Verpflichtung, vor deren Abschluß die Zustimmung der beiden anderen Mächte einzuholen. Delcasse wird zum ge- eigneten Zeitpunkt antworten.* Erfolglosigkeit der russischen Offensive. 9 Wien, 12. April. Dem„Neuen Wiener Journal“ wird aus Rotterdam gemeldet: Russische amtliche Berichte und nicht minder Petersburger Meldungen Londoner Blätter scheinen die öffentliche Meinung darauf vorzubereiten, daß die große russische Offensive gänzlich erfolglos bleiben wird. Darauf läßt schließen, daß in den letzten Nachrichten mit Nachdruck betont wird, daß die deutschen und österreichischen Truppen unerwartet große Verstärkungen erhalten hätten und die russischen Kräfte aus diesem Grunde, abgesehen von den durch die Witterungsverhältnisse geschaffenen Hindernisse mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Der gestrige Petersburger Be⸗ richt der„Times“ sagt, daß Hindenburg seine ostpreußischen Ope⸗ rationen infolge des anhaltenden Tauwetters nicht fortsetze und deshalb einen großen Teil seiner Truppen nach den Karpathen warf, während die österreichisch⸗ungarischen Armeen vorzüglich vor⸗ bereitete und ausgebildete Landsturmtruppen herangezogen hätten, um dem Vordringen der russischen Massen Halt zu gebieten. Der „Matin“ bringt einen ähnlichen Bericht und bemerkt zum Schluß. daß die Russen doch wohl gezwungen sein werden, ihren Vormarsch endgültig aufzugeben. ö g Scheitern neuer Landungsversuche an den Dardanellen. 5 Genf, 12. April. Nach einer Privatmeldung schei⸗ terten auch die neuesten Versuche der Verbündeten, vor den Dardanellen eine überraschende Landung ihrer Marineinfanterie vorzunehmen, an der Wachsamkeit der ottomanischen Truppen, die ein starkes feindliches Detache-⸗ ment schleunigst zum Rückzug zwangen. 8 Die englisch⸗französischen Truppen auf Lemnos. 0 Rom, 12. April. Nach einer Athener Depesche des„Mat- tino“ befinden sich die auf Lemnos zurückgebliebenen eng⸗ lisch⸗französischen Truppen in einer traurigen Verfassung. Sie seien nicht nur ganz schlecht ausgerüstet, son⸗ dern auch völlig entmutigt. Die Bewaffnung des aus allen mög⸗ lichen Rassen und Völkern zusammengesetzten Korps bestehe zum Teil aus Gewehren ältester Modelle. Die Zahl der bei dem Darda ⸗ nellenangriff beschädigten Schiffe betrage, wie dasselbe Blatt meldet, 12, von denen 8 für jede weitere Aktion unbrauchbar seien. Drei Panzerschiffe sowie mehrere Torpedoschiffe wurden zur Reparatur nach Malta grschickt. Roosevelt reist nach China. Stockholm, 12. April. Laut einer Meldung des „RNietsch“ wird der frühere amerikanische Präsident Roose⸗ velt in China erwartet, wo man in seinem Besuch eine Bekräftigung der amerikanisch-chinesischen Freundschaft er⸗ blickt. Heuschreckenplage in Aegunten. London, 11. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Morning Post“ meldet aus Kairo: In 3 herrscht eine Heu⸗ schreckenplage, die trotz aller Vorkehrungen zunimmt. Die Baumwollernte ist in Gefahr, vernichtet zu werden. Aus Syrien kommt die Nachricht, daß die Heuschrecken die Felder ischen Jerusalem und El Arisch zerstörten und daß die Nomaden 2 albinsel Sinai nach Aegypten flüchten. Was Ihr am Brote spart, gebt Ihr dem Vaterland. 5506 4. 3 1 E 1 Nr 2 Gestern abend 8 Uhr entschlief sanft mein innigst- geliebter Gatte, mein guter Vater, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Herr Simon Nussbaum im Alter von 67 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. IJ. d. N.: Ida Nussbaum. Todes-Anzeige. Nach kurzem Kranksein entschliet sanft am Samstagabend mein treuer Gatte, unser guter Vater, Schwiegervater, Grossvater und Onkel Herr Karl Pietsch im 75, Lebensjahre. Giessen(Bahnhofstrasse 4), 11. April 1915. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Pietsch geb. Schild. Giessen(Hessenstr. 5), den 12. April 19158. Die Beerdigung findet Montag, den 12. April, nachmittags 4½ Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 3334 Die Beerdigung fludet Dienstag nachmittag 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Heute nacht entschlief sanft unsere liebe Mutter und Grossmutter Frau Amalie Noack, geb. Renner Witwe des Oberhibliothekars Prof. Dr. Ludwig Noack. der Hinterbliebenen: Prof. Dr. Karl Noack. Im Namen Todes-Anzeige. Heute vormittag 6 Uhr verschied nach kurzem Krankenlage 55 8 1 1 38 9 7 3 Giessen, den 9. April 1915. Alter von 68 Jahren mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwieger vater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Die Einäscherung findet iu der Stille statt. 3223 D Herr Johannes Scheld Grossherzogl. Bürgermeister was wir allen Verwandten, Freunden und Bekanuten schmerzerfüllt mitteilen. Du warst uns nur Zeliehen auf eine kurze Zeit, Gott tat Dich zu sich zichen in schwerem Kampfesstreit. Lindenstruth, den 10. April 1915. Am 30. März starb den Heldentod fürs Vaterland unser unvergesslicher Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Enkel Otto Henkelmann Musketier im Reserve-Infant.-Regiment Nr. 254, 5. Komp. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag, den 13, ds. Mts., nachmittags 3 Uhr statt. 0 im Alter von 22 Jahren. In tiefem Schmerze: Familie Ludwig Henkelmann I. Familie Ludwig Henkelmann II. Familie Karl Henkelmann Familie Wilhelm Stengel Fnmilie Ludwig Schmidt. Allendorf a. Lahn, Frankfurt, den 12. April 1915. 82 Hiermit erfüllen wir die traurige Pflicht, unsere Mitalieder von dem Ableben unseres werten Mitgliedes Hertu Simon Außbaum geziemend in Kenntnis zu seten. Wir verlieren in dem Heimgegangenen einen lieben Kameraden und ein gutes Vereinsmitalied. Wir werden sein Andenken steis in Ehren halten Die Beerdigung findet Montag, den 12. Apri nachm. 4% Ubr, von der Leichenhalle des neuen Friedhofes aus statt. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 17. März der Maurer Wilhelm Leicht aus Rodheim a. d. Bieber Ers.⸗Nes. im Inf.⸗Regt. Nr. 252 Er war allezeit 2 treuer und gewissen hafter Arbeiter. Ich werde ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Maurermeister Jakob Peppler l. Rodheim a. d. Bieber, den 12. April 1915. 5 Auf dem Felde der Ehre gefallen ist am 21. März 1015 unser wertes Mitglied Herr Albert Bandke vom Reserpe-Garde⸗Schützen Bataillon Auch an ihm verlieren wir einen lieben Kameraden und ein gutes Vereinsmitglied und werden sein Andenken stets in Ehren halten Wiedersehen war seine Hoffnung. Mitesser Pickel im Gesicht u. am Körper beseitigt rasch und zuverlässig Zucker's Patent- Hedi ningl-Seife uin 3 Stärken, 400 Pf., M. 1.— u. M. 1.50. Nach ed. Waschung m. Euckgob- Creme., Tube 50 und 75 Pf. nachbebandeln. Frappante 588 WN 1 ver ais“ otheke, Hirsch · Spalierdrähte e 1 NO Für Einfriedi- FF ben empfehle: Verein ehem. Zäger und Schützen Gießen und Umgegend. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres teuren Entschlafenen Herrn Carl heidt sage ich allen hierdurch meinen herz lichsten Dank. Stachefzaundrant N Eiserne Pfosten o. zu billigsten Preisen. Ag. Deutsch. frauenverett Emil Pistor Nachf. 1 —— für 3 Veteranen Verein. Wir setzen die Mitglieder von dem Ableben unsres lieben Kameraden f* Simon Nußbaum ged. i. 11. Jäg. Bat. Feldzug 17071 geziemend in Kenntnis. Die Beerdigung findet Montag, den 12 April, nachmittags 4% Ubr, von der Kapelle des neuen Friedhoses aus statt Josephine Leitzow, geb. Heidt. Gießen, 12. April 1915. a„e Eubespessona Gbelbesebiie, Oftabseh 3 M e Prfpat-Redl- u. Bandelsthule, verb mit Vorschul arktpla tag Zorgf. neberwad d. Schularbeit. br arten. ene. Jae et Ah nachmittags von 6½ big f Maß. Penstons preis— 3 Prospekte durch d. Direktion 75 Ubr. D* 70885 1 6 be N Dank ja gung. Freiw. V er ste i g er u n g. deaund, her vorrag. unter deschmack, telnes Aroma, nicht uns negtecn belle. 1 Pfund mit Glas 1.— Mark Jr bie wielen Beneise herzlicher Teil. I sersetarer- th Wenk eg F agsre- gg e a l, i 1 2 e f 2 5 1 nahme bei dem Tode meines lieben Sohnes, solgende aus besserem Haushalt 95 5 N Reformhaus, Krenuzplatz 5 in Rechte lee unseres guten Bruders sage ich allen herz⸗ Gegenstände, als: 4.„ Betten, 1 Kommode, 99044004 1 5 kt · ichen Dan ee Külansee Madera 1 ae, en e Harmstädler Tädsgoplun. 7 e ven. fer Im Namen 1. Nachtschräntchen, Jobns Maschmaschine, 1 Wasberd mit der trauernden Hinterbliebenen: Broschen bad ach, il Daus sallungs duntermaschine elne I aslandat fd. 0 be Ftau Auguste Vrütt N am Emil Fi ub d. Arenten pe en e f 8 n a, ge Verbaob. eee Cubikulen e eee 247 1 a 18. F B gie e Fr e We Sauer kraut b ee e eee ee E ere een