9 Bezugsore 5 9 2 monatl. 75 Pf., viertel — 8 jährl. Mk. 2.20, durch 3 55 Abhole- u. Zweigstellen Siezenergemiliendlütter; 5 mega 65 Pf.: 8 2 wöchentl. Kreis⸗ die Post Mk. 2.— viertel⸗ lett für den Kreis Gietzen jährl. ausschl. Bestellg⸗ (Dienstag und Freitag): Zeilenpreis: lotol 15 Pf, zweimal monatl. L. ausw. 20 Pi.— Haupt- wirtschaftliche ze schriftleiter: Aug. Goetz. Fernsprech · Anschluͤsse: K. Verantwortlich sür den ur die Schriitleituuig 112 politischen Teil und das edles! 2 82 Zeuilleton: Aug. Goetz; Adresse ür Drahtnach⸗. für Stadt und Land, richter: en.* Vermischtes und Ge⸗ Aunaae don richtssaal: Otto Braun; für die Tagesnummer für den Anzeigenteil: H. Gef eine bedeutende 1 1 4 . im Gange Massen von ihren bis vormittags 9 Uhr. Schwere verluste der TB.) Großes Hauptquartier, 9. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. l Aus dem völlig zusammengeschossenen Orte Drie Grachten an der Hser wurden die Belgier wieder ver⸗ trieben, zwei belgische Offiziere, 100 Mann und zwei Ma⸗ schinengewehre fielen dabei in unsere Hünde. Als Erwiderung auf die Beschießung der hinter unserer Stellung gelegenen Ortschaften wurde Reims, in dem große Ansammlungen von Truppen und Batterien erkannt wurden mit Brandgranaten belegt. Nördlich von dem Gehöft Beaufs jour, nordöstlich Le Mesnil, entrissen wir gestern abend den Franzosen meh⸗ dere Gräben, zwei Maschinengewehre wurden erbeutet. Zwei — roberungsversuche während der Nacht waren er⸗ olglos. In den Argonnen mißglückte ein französischer In⸗ fanterieangriff, bei dem die Franzosen erneut Bomben mit einer betäubenden Gaswirkung verwendeten. Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel dauerten mit gesteigerter Heftigkeit an. Die Franzosen hatten bei den gänzlich erfolglosen Angriffen die schwersten Verluste. In der Woeyre⸗Ebene griffen sie vormittags und abends erfolglos an. Zur Besitznahme der Maashöhe bei Combres sebten sie dauernd neue Kräfte ein. Ein Angriff aus dem Selousewalde nördlich St Mihiel brach an unseren Hinder⸗ nissen zusammen. Im Aillywalde sind wir im langsamen Borschreiten. Westlich Apremont mißglückte ein französischer Vorstuß. Französische Angriffe erstarben westlich Flirey in unserem Artilleriefeuer, fuͤhrten aber nördlich und nordöst⸗ lich des Ortes zu erbittertem Handgemenge, in dem unsere Truppen die Oberhand gewannen und den Feind zurück⸗ warfen. Nächtliche Vorstöße der Franzosen waren hier er⸗ folglos. Auch im Priesterwalde gewannen die Franzosen keinen Boden. Ein feindl Versuch, das von uns besetzte Dorf nde südwestlich von Chateau Salins zu La G nehmen, scheiterte. Am Sudelkopf wurde ein Mann des franzö sischen Regiments gefangen genommen, der Dum⸗Dum⸗ che lssse bei sich hatte.— Am Hartmannsweiler⸗ f fand nur Artilleriekampf statt. % Oestlicher Kriegsschauplatz. Destlich von Nalwarja haben sich Gefechte entwickelt, die noch nicht übgeschlossen sind. 5 Sonst hat sich auf der Ostfront nichts ereignet. Oberste Heeresleitung. oy * 80*ñ „Berlin, 9. April.(WTB. Amtlich.) Am 1. April 1915 befanden sich in deutscher Kriegsgefangen⸗ schaft: Franzosen: Offiziere und sonstige im Offiziers⸗ 0 ide onen 3868 und Mannschaften 238 496; Russen: Offiziere usm. 5140. Mannschaften 504 210, Bel⸗ gie: Offiziere usto 647 Mannschaften 39 620; Engländer: 08 uw. 520, Manuschaften 20 307. Zusammen range stehende Persone * 8* Wir dürfen dem ausführlichen, in bestimmten Aus⸗ drücken abgefaßten Tagesbericht unserer obersten Heereslei⸗ tung über die Kämpfe im Westen voll vertrauen, obwohl auch von. ein Bericht ausgeht, der ebenfalls von er⸗ rungenen rteilen und schweren Verlusten des Feindes spricht. In Frankreich weiß wohl heute jedes mehreren Ta gen große Angriffe zwischen Maas und Mosel sind, und man begreift es, daß die französische Heeresleitung darüber Günstiges berichten will und— muß. n bei dem impulsiven Wesen unserer Nachbarn im Westen würde die Wahrheit allzu niederschlagend wirken. Wie man bekanntlich durch Statistik alles mögliche beweisen kann, so macht sich die französische Heeresleitung durch dicken, unwahr⸗ haftigen Auftrag einzelner lokaler Vorgänge in besonderem Zeitabschnitt für die Zeitungen allerlei Kunststücke zurecht. Der Ueberblick über das Ganze, das Abwägen und Zusam⸗ menfassen der endgültigen Einzelergebnisse, soweit sie zur Zeit der Ausgabe des neuesten Berichtes vorliegen, fehlt. Wir haben aus den Kämpfen in der Champagne gewisse Er⸗ sahrungen. Auch damals wurden in Frankreich Berichte über Erfolge und schwere Verluste der Deutschen ausgegeben, und am Ende hatte die große französische Angriffstaktik doch nur e Schlappe erlitten. Zwischen Maas und Mosel ist es heute gewiß nicht anders. Die Tatsachen haben später den deutschen Berichten stets recht gegeben, und so freuen zir uns, daß die beutschen Heeressäulen im Westen dem Feinde gegenüber so unerschütterlich und stark entgegentreten. Auch aus den Karpathen kommt ein günstiger Bericht. Die österreichisch⸗ungarische Heeresleitung spricht von „Bergen von Leichen und Verwundeten“ der Russen, deren Führern rücksichtslos ins Verderben gepeitscht werden. Wir wollen hoffen, daß es der russischen 11 hl nicht gelingen wird, die tapfere Front unserer Bundesgenossen auseinanderzusprengen. Ueber neue Kämpfe im Kaulasus wird heute nur eine kurze, ziemlich nichts⸗ sagende Meldung des Stabes der russischen kasus-Armee ausgegeben. Die diplomatische Lage im nahen Osten hat sich der— jenigen auf den Schlachtfeldern angepaßt. Neue Berichte aus Bukarest sprechen von einem Stimmungsumschwung 5 Kind, daß seit In Neuserbien ist ein Aufstand ausge Zuschauer verharren, mänien ins Einvernehmen se haupteten alle Gewinne durch eine unserer Granate menfassung verschafften u oberten wir nahezu die Gesamtheit der vom Deutschen stark verschanzt waren. Der Feind konnte 2 Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei n. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Beck, sänitlich in Gießen. einde im Westen und in den Karpathen. Bulgarisch⸗serbische Auseinandersetzungen. in Rumänien zugunsten der Zentralmächte, wozu die russi⸗ schen Expansionsgelüste wohl das ihrige beigetragen haben. brochen, der den Ser⸗ ben Anlaß gibt, Bulgarien als Anstifter zu beschuldigen, was aber offenbar eine willkürliche Annahme ist, da die bedrückte Bevölkerung sich wohl von selbst gegen die serbische Gewaltherrschaft erhoben haben wird. Wir dürfen diese Vorgänge mit einiger Genugtuung betrachten, beweisen sie doch, wie unversoͤhnlich die serbisch⸗bulgarischen Gegen⸗ sätze auch heute noch sind. Wenn sich die französische Presse gegen Bulgarien ereifert und den maßgebenden Kreisen in Sofia damit droht, Griechenland und Rumänien würden bei einem Angriff Bulgariens auf Serbien nicht als stille 8 so wird damit eine Lage gekennzeich⸗ net, die der Berlin-⸗Wienerischen Politik nicht ungünstig liegt. Bulgarien wird sich vielleicht doch noch mit Ru- i zen, um den russisch-serbischen Größenwahn zu dämpfen. Seit Venizelos kaltgestellt ist und die Haltung Griechenlands nicht mehr unbedingt für unsere Gegner spricht, nimmt sich die Baltanlage für uns vorteil⸗ hafter aus. * * Der amtliche französische Bericht. Paris, 9. April.(WTB. Nichtamtlich.) Gestern nach- mittag wurde amtlich bekanntgegeben: Die am gestrigen Abend gemeldeten guten Ergebnisse zwischen Maas und Mosel haben sich bestätigt. Die letzten Regenfälle weichten den lehmigen Vo⸗ gesenboden tief auf und machten Bewegungen der Artillerie schwie⸗ rig, auch hindern sie die Geschosse am Krepieren. Unsere Truppen April gemachten Fortschritte. trotz der außerordentlich heftigen Gegen⸗ Bei Eparges führte der letzte mit 1¼ Regimentern ausgeführte Gegenangriff zu ungeheuren Verlusten; Leichname bedecken das Gelände; 300 Mann, welche in dem Augenblick vor den deutschen Linien vorrückten, wurden von unseren Maschinen⸗ befestigten die am 6. angriffe. N 2 eroberten wir einen feindlichen Schützengraben. Paris, 9. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von Donnerstag abend. Trotz schlechten Wetters neue Erfolge zwischen Maas und Mosel während der Nacht vom 7. auf den 8. und am 8. April. In Eparges gestattete uns ein Nachtangriff einen neuen Sprung vorwärts zu machen. Wir be⸗ haupteten unsere Fortschritte trotz sehr heftiger Gegenangriffe. Wir zählten auf dem Gelände schon über 1000 deutsche Leichname. Weiter südlich, im Gehölz von Mor ville vernichteten wir in lebhafter Infanterieaktion eine deutsche Kompagnie, von der nur zehn Mann al. Leben blieben, die wir gefangen nahmen. Im Walde von Ailly eroberten wir neue Schützengräben und warfen zwei Gegenangriffe zurück. Im Walde von Mortmare(nördlich Flirey) faßten wir in der Defensivorganisation des Feindes Fuß und behaupteten uns dort ungeachtet der Bemühungen, die der Feind machte, um diese zurückzuerobern. Nordwestlich dieses Wal⸗ des, in Pannes, wurde das Kabel eines deutschen Fesselballons n durchschnitten. Der Fesselballon südöstlicher Richtung ab. In der Zusam⸗ ns die Angriffe, die wir seit dem J. April zwischen Maas und Mosel unternahmen, schon jetzt folgende Er⸗ gebnisse: 1. Auf den Fronten im Nordosten von Verdun ge⸗ wannen wir auf einer Front von 20 Kilometer Länge einen bis drei Kilometer in der Tiefe. Wir besetzten die Höhen, die den Lauf des Orneflusses beherrschen, und eroberten die Dörfer Gussain⸗ ville und Fromezey; 2. Auf den Maashöhen in Eparges er⸗ i Feinde auf dem Plateau gewonnenen Gelände trotz zahlreicher äußerst heftiger Gegenangriffe: 3. Weiter südlich, nahe St. Mihiel, hemächtigten wir uns des ganzen Südwestteiles des Waldes von Ailly, wo die den Wald trotz wiederholter Gegenangriffe nicht wieder einnehmen; 4. Im Süd⸗ woevre, zwischen dem Walde von Mortmarre und dem Priester⸗ walde, eroberten wir auf der 7—8 Kilometer langen Front drei Kilometer in der Tiefe. Wir entrissen dem Feinde die Dörfer Fey-en⸗Haye und Regnié ville. Auf allen diesen Stellen erlitten die Deutschen furchtbare Verluste, deren Bedeutung zu ermessen die Zahl der in Eparges gefundenen Leichname gestattet. (Es braucht kaum immer wieder gesagt zu werden, daß die französischen Berichte die eigenen Verluste grundsätzlich verschwei⸗ gen und die unseren ebenso grundsätzlich maßlos übertreiben. Wolfbureau.) Die Behandlung von Frauen und Kindern in Lille. Berlin, 10. April. Aus „Vossischen Zeitung“ zufolge Montag plötzlich 1000 erschienen und den En trieb in unsere Linie in Boulogne merdet der „Daily Telegraph“, daß am Französinnen und Kinder in La Bassse gländern mitteilten, sie hätten Erlaub⸗ nis erhalten, ohne ihre Grund für diese Maßnahme sei der Wunsch der Deutschen angegeben worden, in Lille die Zahl der Leute zu verringern, die ernährt werden müssen. Die Frauen und Kinder strotzten vor Gesundheit. Sie hatten keinerlei K lagen vorzubringen. Sie sagten, daß die Lebensmittel in Lille reich⸗ lich vorhanden seien. Die Behandlung sei gut gewesen. Die Erzählungen von Grausamkeiten der Deutschen gegen Frauen und Kinder seien völlig haltlos. . Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 9. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird nerlautbart: 9. April. mittags: An der Front in den Ost⸗ beskiden herrscht im allgemeinen Ruhe. Im Waldgebirge setzt der Gegner seine Frontal— vorstöße unter schonungslosester Ausnutzung seines Men⸗ schenmaterials in andauernden Sturmangriffen fort. Wir be⸗ den 1 Männer Lille zu verlassen. Als f Bergevon Leichenund Berwundeten kennzeichnen die im wirkungsvollsten Geschütz⸗ und Maschinengewehrfeuer unserer Stellungen liegenden russischen Angriffsselder. 160% unverwundete Feinde wurden in den gestri⸗ gen Kämpfen gefangen. An allen übrigen Fronten keine be⸗ sonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der amtliche russische Bericht. Petersburg, 9. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der Ge⸗ neralstab des Generallissimus teilt mit: In den Karpathen warfen unsere Truppen beim Vorrücken im Onda vatale am 6, April die Oesterreicher aus dem Abschnitt von Stropko und Puczacz. In der Gegend von Mesolahorcz versuchten die Oesterreicher und Deutschen, l l kungen erhalten hatten, im Angriff vorzugehen. Dennoch wiesen unsere Truppen, nachdem sie die Front Sz a baiocz⸗Szuko eingenommen hatten, alle Angriffe unter schweren Verlusten für den Feind zurück. In der Gegend nördlich der Eisenbahn Ujck⸗ Berbzana bewerkstelligten unsere Truppen mit Erfolg einen Uebergang über die Hauptkette der Kar pathen und erzielten einen taktisch wesentlichen Erfolg auf den Höhen südlich und nördlich von Volosate. Auf den übrigen Stellen der ganzen Front leine wesentliche Veränderung. 5 2 Petersburg, 9. April.(WDB. Nichtamtlich.) Der Stab der Kaukasusarmee teilt mit: An der Küste dauerte am 7. April das Gewehrfeuer den ganzen Tag. In der Richtung auf Artwin und nördlich von Olty geht unser Angriff besonders weiter. Türkische Angriffsversuche gegen den Paß von Klitszhghiaduk im Tale von Alaschkert wur⸗ abgewies sen. An übrigen Fronten keine Verände⸗ rungen. i Die Ernte 1915 in ungarn. Bu da pest, 9. April.(WDB Nichtamtlich.) Das Amts⸗ blatt veröffentlicht eine Verordnung, käufe der Ernte 1915 von 75 Roggen, Gerste, er, Mais, enfrüchten, Naps, adten und Kur- bofßeln 7 für ungültig erklärt. Serbien und Bulgarien. Sofia, 9. April.(WTB Nichtamtlich.) Die Presse⸗ leitung veröffentlicht folgende Mitteilungen: Die Bemüh⸗ ungen der serbischen Diplomatie, die Haltung der bulgari⸗ schen Regierung in der Angelegenheit des in Serbisch⸗ Mazedonien ausgebrochenen Aufru his bloßzustellen, scheiterte an der Korrektheit der bulgarischen Regierung gegenüber Serbien. Diese wurde seit dem Beginn der euro⸗ päischen Krise streng eingehalten. Dies geht auf das Deut⸗ lichste aus der zwischen den Kabinetten von Nisch und So fia gewechselten diplomatischen Korrespondenz wegen der jüng⸗ sten Zwischenfälle von Valondovo hervor. Ein neuerlicher Be⸗ weis des tadellosen Verhaltens der bulgarischen Regie⸗ rung sei durch den Befehl geliefert, daß die Aufrührer, die sich mit Waffen in der Hand an der bulgarischen Grenze einfinden, entwaffnet und den bulgarischen Gesetzen gemäß behandelt werden würden. Der Befehl sei bereits durchge⸗ führt, zahlreiche Aufrührer entwaffnet und in das Landes⸗ innere verwiesen worden. Sofia, 9. der mazedonischen Bevöl bereitet wird. Die Muselmanen Tikwech, unterdrückt und am End und in Nisch aufgerichtete sche Regierung noch ihre 9. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die Presse äußert sich in scharfer Weise über die Antwort Bulga⸗ riens an Serbien und erklärt, die bulgarische Regie⸗ rung entstelle die Tatsachen, um die Verantwortung für den Zwischenfall Serbien zuschreiben zu können. Der„Temps“ erklärt, ein solches Verhalten widerspreche den Traditionen der bulgarischen Politik nicht; aber diese Taktik veri öge niemand zu täuschen. Der„Temps“ hebt hervor, daß gleich- zeitig mit dem serbisch⸗bulgarischen Zwischenfall ein solcher an der griechischen Grenze stattfand, wogegen Grie⸗ chenland ebenfalls protestiert habe. Die bulgarische Regie⸗ rung dürfe nicht glauben, daß Griechenland und ginmänien einem Angriff Igariens auf Serbien untätig z en würden. Man müsse hoffen, daß Bulgarien die Angelegen⸗ heit nicht bis zu einer für Bulgarien unheilvollen Ent⸗ schließung treibe. Wenn Radoslawo w und seine Kollegen unfähig seien, dem Einflusse Deutschlands und der maze⸗ 1 nachdem sie beträchtliche Verstär⸗ N 3 88 7 Samstag, 10. April 1015 8 bontschen Partei, die Bulgarien zum Kriege gegen Serbien aufreizen wollen, zu widerstehen, so sollten sie anderen den Platz überlassen; aber in Sofia müsse man aufhören, eine iespaltige Politik zu treiben, die unter dem Vorwande er Neutralität den Interessen der Feinde und der Alliier⸗ ten diene. Der„Figaro“ fragt: Träumten denn die Serben, welche die Angreifer verfolgten, als sie die bulgarischen Uniformen erkannten?„Gaulois“ schreibt, es sei unbekannt, ob die bulgarische Version mit den Ergebnissen der serhi⸗ schen Untersuchung in Einklang gebracht werden könne. Es stehe fest, daß die Türken die Anstifter des Zwischenfalls wären. Die Revolte sei in Berlin und Wien angezettelt worden, um eine Spannung zwischen Bulgarien und Ser⸗ bien zu erregen. Das beweise die bulgarische Antwort. Nur „Petit Parisien“ begrüßt es mit Genugtuung, daß Sofia jede Solidarität mit den Anstiftern des Handstreiches ab⸗ lehne. Das Blatt sagt, die Erklärung Bulgariens ließe hoffen, daß der Zwischenfall schnell beigelegt werde. * 6 Die russischen Ansprüche⸗ 5 Petersburg, 8, April.(WTB. Nichtamtlich„Rietsch“ beschäftigt sich im Anschluß an einen Artikel der„Rußkija Wiedo⸗ mosti“ mit der Dardanellenfrage und führt aus: Rußland könne sich keinesfalls mit der Neutralisation der Dardanellen ein⸗ verstanden erklären, wie die englische und französische Presse vor⸗ geschlagen habe. Weder die Schleifung der Befestigungen noch der 5 Besitz des Bosporus allein entspreche den russischen Interessen. Notwendig für Rußland sei die vollständige und unbe⸗ schränkte Besitzergreifung Konstantinopels. Einer anderen Macht, etwa Griechenland oder Bulgarien, Konstantinopel zu überlassen, sei ganz undenkbar. Der Besitz Konstantinopels werde Rußland einen breiten Weg zur Weltmachtstellung verschaffen. Ruß⸗ land könne Konstantinopel als Freihafen erklären und sonstige Er⸗ leichterungen des Handels zulassen, die vornehmlich Rumänien an⸗ 90 würden. Im übrigen könne Rußland unter keinen Umständen * den ausschließlichen Besitz Konstantinopels verzichten. Ein weiteres französisches Schlachtschiff beschädigt. FLVondon, 8. April.(Ctr. Frkf.) Wie„Daily Tele- graph“ aus Tenedos berichtet, ist bei der Schlacht in den Dardanellen auch das französische Linienschiff„Suff⸗ ren“ schwer beschädigt worden. Weiter verloren die Franzosen einen Torpedojäger und zwei Wasser⸗ flugzeuge. 5„Suffren“, der 1899 vom Stapel lief, hat eine Wasser⸗ verdrängung von 12 730 Tonnen und vermag eine Geschwin⸗ digkeit von 18 Seemeilen zu entwickeln. Die Bewaffmung besteht aus vier 30,5⸗Zentimeter⸗, zehn 16,4⸗Zentimeter⸗, acht 10⸗Zentimeter⸗ und 22 kleineren Geschützen. Die Be⸗ satzung des Schiffes umfaßt 655 Mann.) 1 der Seeltieg. g London, 9. April.(WTB. Nichtamtlich) Das Reutersche Bureau meldet aus Grimsby: Der Fischdampfer„Zarina“ ist in der Nordser in die Luft geflogen. Von der Besatzung werden neun Mann vermißt. Es ist unbekannt, ob das Schiff auf ne Mine gelaufen oder torpediert worden ist. London, 9. April. Wi Nichtamtlich) Meldung des Reuterschen Eine Mitteilung der Admiralität be⸗ sagt, daß in der am 7. April beendigten, Woche fünf englische Dandelsschiffe von insgesamt 7904 Tonnen durch deutsche 930 te in den Grund gebohrt worden seien Nicht ein⸗ gerechnet seien fünf Heine von insgesamt 914 Tonnen Ge⸗ halt. In derfelben Woche seien in den Häfen Großbritanniens, obwohl Ostern war, 1234 Dampfer ein- und ausgelaufen. Ein italienischer Dampfer von den Franzosen angehalten. Ba fel, 9. April.(WI Nichtamtlich) Nach einer Mel⸗ . der Nachrichten“ aus Mailand ist der it a⸗ 73 1 angehalten und nach Niz fowie Kleider aus Genua, die für deutsche Kaufleute in Montevider bestimmt waren, wurden beschlagnahmt.— Ferner wurden an Bord es spanischen Dampfers von einem französischen Hilfskreuzer 350 Tonnen Dörrerbsen, die als Transitgut nach der Schweiz be⸗ stünmt waren, beschlagnahmt, anscheinend, weil auf den Kannosse⸗ ments der Empfänger nicht genannt war. 95 Der englische Handel. London, 9. April.(WTB. Nichtamtlich.) Nach dem 5 icht des Handelsamtes betrug der Wert der GEin⸗ fuhr im nat März 75 590 918 und Sterling gegen 66947315 Pfund Sterling im März 1914, der Wert der Ausfuhr 30176 066 Pfund Sterling gegen 44 518 661 Pfd. Sterling im gleichen at des Vorjahres. * Eine neue englische Hetzlüge. erlin, 10. April. Ueber englische Hetzlügen liest man „Bossischen Zeitung“ aus Amsterdam:„Daily Telegraph“ eldet mit offensichtlicher Genugtuung aus New Pork, daß in ganz Deutse amerikanische Waren boykottiert wür⸗ den und zwar aus Vergeltung gegen die Munitionsausfuhr aus AAmerika. In Rundschreiben würde es als heilige Pflicht bezeich⸗ net, alle Geschäftsverbindungen mit Amerika abzubrechen. Ameri⸗ 2 Waren würden überhaupt nicht mehr zum Verkauf an⸗ 1 eboten. 1 Die„Vossische Zeitung“ bemerkt hierzu: Die Meldung bele die in Deutschland lebenden Amerikaner über die Wahre e Bonkott ist von ihnen selbst durch Unterbind der in⸗ 3 rch erbindung deutschen Ein Ein Anschlag auf den Sultan von Aegypten. Kairo, 9. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuter⸗ schen Vureaus. Gestern nachmittag 3 Uhr wurde auf den Sult als er den Abdenpalast verließ, um eirtige Wü äger 7 1— 1 Rom, 9. April.(WTB. Stefani aus Kairo meldet, ist der!„der gestern Heinen Anschlag auf den Sultan verübte, ein junger mohammedanischer Aegypter namens Mohammed Ga⸗ bel aus Mansura. Der Sultan blieb unverletzt, weil ein 5 Italiener namens Gianotti den Revolver beiseite schlug. * 0 n amtlich) Wie die Agenzia nachmittag 5 ö* Reise der Königin von Schweden nach Deutschland. Hopenhagen, 9. April.(WTB Nichtamtlich) Die Königin von Schweden ist heute früh mit Gefolge 3 und hat um 11 Uhr die Reise nach Deutsch⸗ 5 2 Berlin, 9. April.(WTB. Nichtamtlich) Die Königin von Schweden ist heute abend hier—— Der Dank des„edelmütigen“ Frankreich! Genf, 5. April. Der„Matin“, vom Fisch⸗Boulevard 5 8 e ist das erfte N Eindruck der a en K e ihrer Heimat ickkehre durften, 1 galt natürlich für dee at 5 möglichst fundamentale Verdrehung der Wahrheit zu bewerk— stelligen, mit welch schmutzi Geschäft ein Sieur Andre ung 75 kienische Dampfer„Aurora“ von französischen 2 A izza gebracht worden. Maschinen, nellen Politiker nicht, aus schwarz weiß zu machen; er mußte eingestehen, daß sich keiner der französischen Ge⸗ fangenen über die ärztliche Behandlung usw. ernsthaft be⸗ klagte. Daß dieser Sieur Lefevre trotzdem die Aussagen seiner Landsleute nur dazu benutzt, um in niederträchtiger Weise die Tüchtigkeit deutscher Aerzte anzuzweifeln, ver⸗ steht sich von selbst,— umsonst schindet man beim„Matin“ leine Zeilen! Um aber einerseits die kindische Bösartigkeit dieses professionellen Politikers zu charakterisieren und um andererseits zu zeigen, was sich ein Pariser Publikum von einem Ignoranten alles bieten lassen kann, sei nur eine Stelle seiner Auslassungen hier wörtlich wiedergegeben: „Bevor die deutschen Behörden unsere Landsleute freigaben, haben sie diesen in einem schön eingerichteten Hotel in Schaff⸗ hausen am Bodensee(1) einen dreiwöchentlichen Aufenthalt bezahlt, während dessen man es 8 17 sie ein wenig herzustellen, aus Scham gewissermaßen, damit diese Kranken nicht in einer zu elenden, leiblichen Beschaffenheit vor uns erschienen.“ 1 N Bismarck sagte von einem Franzosen:„Er ist ein Herr, der eine Dekoration trägt und die Geographie igno⸗ riert.“ Voltaire nannte den Franzosen ein Gemisch vom Affen und vom Tiger. Fügen wir noch ein reiches Maß von seelischem Defekt hinzu, und so haben wir eine Charak⸗ teristik dieses Sieur Lefdͤvre, Abgeordneter von Beruf und Lügner aus Neigung. 1 Aus dem Reiche. 5 Die Kriegsanleihe. a Berlin, 9. April.(WTB. Nichtamtlich.) Bis zum 9. April wurden auf die zweite Kriegsanleihe 4640 Mill. Mark eingezahlt, das sind mehr als die Hälfte der Gesamtzeichnung von 9060 Millionen Mark. Journalisten neutraler Länder in Deutschland. Bremen, 9. April.(WTB. Nichtamtlich.) Auf Anxegung der Zentralstelle für den Auslandsdienst in Berlin sind für die nächste Zeit Reisen der in Deutschland weilenden Journalisten der neutralen Länder durch deutsche Städte geplant. Die erste Reise führt in die drei Hansestädte, um den Teilnehmern Einblick in das öffentliche Leben und insbesondere der wirtschaftlichen Ver⸗ hältnisse daselbst während des Krieges zu gewähren. Unter Füh⸗ rung des Direktors Schuhmacher, als Vertreter der Zentrale für den Auslandsdienst, traf vorgestern abend eine größere Anzahl der Vertreter großer Zeitungen Schwedens, Dänemarks, Hollands, Nord- Amerikas, Spaniens, Rumäniens und Griechenlands ein. Die Herren besichtigten die Stadt und einige industrielle Anlagen, in denen emsiger Betrieb herrschte. Im Verwaltungsgebäude des Norddeutschen Lloyds begrüßte Senator Hildebrand als Leiter des Roten Kreuzes die Gäste, worauf Pastor Frick in einem län⸗ geren Vortrage das segensreiche Wirken des Roten Kreuzes in Bremen beleuchtete. Auf der Fahrt durch die Stadt fand eine Be⸗ sichtigung der Wehranlagen an der Weser, des städtischen Elektrizi⸗ tätswerkes sowie des Betriebes der Hansa⸗Llohd⸗Automobilfabrik statt. Am Nachmittage wurde den Gästen die Wohnweise der bre⸗ mischen Arbeiterschaft durch Besichtigung verschiedener Typen von Einfamilienhäusern erläutert. Hieran schloß sich ein Besuch der Kaffee⸗Handels⸗Aktien⸗Gesellschaft und des städtischen Museums für Handel und Völkerkunde an, sowie ein Empfang durch die Handels⸗ kammer, bei dem der Vizepräsident Achelis die Herren namens der Handelskammer begrüßte. Direktor Schuhmacher dankte na⸗ mens der Zentrakstelle für den Auslandsdienst und der Journalisten. Abends waren die Herren Gäste des Senats. * Berlin, 9. April.(WTB. Nichtamtlich.] Die Kron⸗ e und die Prinzessin⸗Tochter befinden sich Stuttgert, 9. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die würd tembergische Staatsschuld betrug nach einer Bekannt- machung des Finanzministeriums am 31. März 1914 insgesamt 646 729014 Mark 29 Pfg. Bei der Vergleichung des Standes der Staatsschuld mit dem Stande am 31. März 1913 ergibt sich Vermehrung der Staatsschuld von 23 743 92857 Düsseldorf, 8. April. In einer hier abgehaltenen n des Deutschen Kartoffel⸗ eich besucten a f Großhändler verbandes wurde folgende Entschließung an⸗ genommen: Der Verband hat den Erlaß des Ministers des In⸗ nern, wonach die Landräte in Preußen beauftragt werden, Kar⸗ toffeln für das Neich zu kaufen, zum Gegenstand der Besprechung gemacht. Der Verband bedauert, daß die Preise der Kartoffeln beim Landwirt wiederum in so erheblicher Weise heraufgesetzt wor den sind, zumal dadurch der Handel genötigt wird, dem Landwirt ebenfalls die Preise zu bewilligen, was eine der Ware zur Folge hat. Insbesondere kann auch die Gleichmäßig leit der Zuschläge der Preise für die spätern Monate nicht gebilligt werden. Der Preis der Ware hängt ab von den einzelnen Sorten und ihrer Beschaffenheit, den örtlichen Verhältnissen, den Witte rungsverhältnissen und den landwirtschaftlichen Betriebsverhält⸗ nissen und kann im vorcus zweckmüßig micht festgestellt werden. Infolge des Erlasses des Mimisters ist eine vollstämdig unsichere — im Handel geschaffen worden. Einzelne Landräte sind dazu übergegangen, die Ausfuhr von Ware in den betreffenden Kreisen 85 verbieten, wozu feine gesetzliche Berechtigung vorliegt. Viele rlader und Landwirte weigern sich mit Rücksicht auf die behörd⸗ Klarheit schafsfe. Ferner erwartet der unverzüglich Anweifung zu Aufhebung aller Ausfuhrverbote oder sonstigen Beschränkungen des Handels erhalten, und daß die vom Handel gekaufte Ware auf jeden Fall vom Ankauf und von der etwaigen Beschlagnahme durch die Landrüte ausgeschlos sowohl für die bestehenden Lieserungsvertrüge als auch Ware, die zukünftig gelauft wird. Aus Stadt und Land. Gießen, 10. April 1915. Wichtige Aeuderungen in der Liebesgabenorganisation. Das stellvertretende Generalkommando des 18. Armeekorps gibt bekannt: Trotz wiederholter Hin⸗ weise sind bislang die Liebesgaben fast immer für bestimmte Truppenteile gespendet worden anstatt für die Allge⸗ meinheit. Die Zuweisung der Liebesgaben an be⸗ stimmte Truppenteile hat num dazu geführt, daß Trup⸗ pen, die aus wohlhabenden Heimatsgebieten stammen, im Ueberfluß bedacht, während andere Teile, i sondere die zahlreichen Neufor mationen— auch Landwehr und Landsturm— die einen heimatlichen Standort nicht haben oder weniger bekannt sind, nicht—— versorgt wur⸗ den. Aus diesen Gründen hat das Kriegsministerium ange⸗ ordnet, daß bei den Abn en für freiwillige Gaben nur noch Liebesgaben für die Allgemein⸗ heit— also ohne nähere Bezeichnung irgend eines Trup⸗ penteiles— angenommen werden dürfen. Die Abnahme⸗ stellen leiten die ihnen zugeführten Liebesgaben in erster Linie an die aus dem Korpsbereich stammenden Truppen⸗ teile weiter. Hierdurch ist an und für sich schon die Gewähr egeben, daß Liebesgaben aus dem Bereich des 18. Armee⸗ lorps vorwiegend den aus dem Heimatsgebiet stammenden Verbänden zugute kommen.— Daneben ist aber auch noch Lesevre, Deputierter des ne⸗Departements, beauftragt wurde. Aber trotz bestem n gelang es diesem 2 2 2 ——— die Möglichkeit gegeben, Sendungen an bestimmte Truppenteile gelangen zu lassen und zwar durch Ver⸗ 2 08 mittelung der dungen dürfen aber das wi um nicht übersteigen. Für den Bezirk des 18. sind errichtet: a) als Abnahmestellen Abnahmestelle 1, Frank⸗ furt a. M., Bahnhofsplatz 15(für Lazaretthedarfsartikel), Abnahmestelle 2, Frankfurt a. M., Hebdexichstraße 59(für fänttliche übrigen Liebesgaben) b) als Militär⸗Paket⸗Depot: das Militär⸗Paket⸗Depot Frankfurt a. M., Mittlerer Hasen⸗ pfad 5, das Militär⸗Paket⸗Depot Darmstadt, im Po gebäude des Hauptbahnhofs. ganze Vaterland erstrecken soll, ist neuerlich ins Leben 1 worden. Unter Ueberreichung einer Huldigungsanschrift, die den Kaiser der unwandelbaren Opferwilligkeit und Liebe der deutschen Frauen versichern soll, wird dem Monarchen am Tage seines Regierungsjubiläums eine Spende der deutschen Frauenwelt übergeben werden, die nach dem Gutdünken des Kaisers verwandt werden soll.— Im Anzeigenteil der vorliegenden Nummer findet sich der Aufruf des Ausschusses an die Frauen⸗ und Mädchen⸗ welt und seine Unterstützung durch sämtliche Gießener Frauen⸗ vereine. wendigen Gesuche. 1 * Militärische Vorbereitung der Jugend. Die Sommerübungen beginnen am Sonntag, 11. April, mit kurzen Exerzierübungen am Trieb. Die Jungmann⸗ schaften treten um 2 ¼ Uhr an der Germania(neuen Kaserne) an. Vollzähliges Erscheinen ist der bavorstehenden Besichtigung wegen sehr erwünscht. a Aepfel und Birnbäume haben in diesem Früh⸗ jahre einen reichen Blütenansatz. Geht die Blütezeit ohne Nachtfröste vorüber, so haben wir ein gutes Obstjahr zu er⸗ warten. Allerdings drohen dem Obstsegen noch mancherlei andere Gefahren, namentlich von seiten des Ungeziefers, wie z. B. von dem Apfelblütenstecher. Da der Winter sehr mild war, haben wir wohl ein ganzes Heer von Schädlingen zu erwarten. Man sehe darum die Lei mringe an den Bäumen nach, und wo man es unterlassen hat, solche anzu⸗ legen, hole man es jetzt noch nach. Wo der Raupenleim vertrocknet ist, erneuere man ihn, und viele Schädlinge, die nicht fliegend an die Knospen und Blätter gelangen können, werden hier festgehalten und finden ihren Untergang. Sehe niemand, wie dies in früheren Jahren geschah, diese Arbeit als unnötig an. » Anlagemusik. Am Sonntag, 1I. April, vormittags 11% Uhr, findet am Landgraf Philipp⸗Platz Konzert, aus⸗ geführt von der Kapelle des 1. Landsturm-Ersatz-Bat. Gießen, statt. Die Spielsolge bringt: Choral: Lobe den Herern; Quverture zu„Der Zauberer von Rom“ von Ebel; Mohnblumen, Romanze von Moret; Altniederländisches Dankgebet von A. Valerius; Bor 100 Jahren und jetzt, historisch-patriotisches Marsch-Potpourri von 5 3 und Aller Ehren ist Oesterreich voll, Marsch von J. Nowotny. 0 82 nes iert auf den Sirenen wird am Montag. vormittag probe weise gegeben werden. Es ist also kein Grund zur Beunruhigung vorhanden. „ Vom Postscheckverkehr. Im Reichspostgebiet ist die Zahl der Kontoinhaber im Postscheckverkehr Ende März 1915 auf 105 473 gestiegen.(Zugang im Monat März 818.) Auf Postscheckkonten wurden im März gebucht 2142 Millionen Maß Gutschristen und 2124 Millionen Mark Lastschristen. Bargeldlos wurden 2352 Millionen Mark des Umsatzes* Das Gesamt⸗ uthaben der Kontoinhaber betrug im März durchschnütttich 3 Millionen Mark. Im internationalen Postüberweisungs⸗ Vom Hochbauamt sind im abgelaufenen Vierteljahr zwei Baugenehmigungen erteilt worden, die jedoch keine ufer betrafen. In der gleichen Zeit des Vorfahrs wurden sieben Baugesuche, darunter vier für Wohn„genehmigt. * Arbeits jubiläum. Herr Karl Krombach ist heute 25 Jahre bei der Firma W.& G. Schuchard, Selters weg 44, tätig. 5 N 8 N Landkreis Gießen. J. U- verkehr wurden 7,3 Millionen Mark umgesetzt. Fe Dorf- Gill, 9. April. Die Sammlung für die Natio- nalstiftung sür die Hinterbliebenen im Kriege ergab in biesigem Orte die Summe von 97 Mk., die an die Kreiskasse in Gießen abgeliefert wurde. g A Climbach, 9. April. Als erstem in unserer Gemeinde wurde dem Gefreiten Ludw r(Sohn des 23 Severin Leyerer) im Drag.- r. 23, zurzeit beim iments- „ Nr. 118, das Eiserne Kreu; stabe des Reserve-Inf. verliehen. A Klein⸗-Linden, 9. April. Unter-Bahnassistent Wirt. fa 10 seiert am Sonntag sein 25 jähriges Dienst⸗ jubiläum.. 4 Hungen, 9. April. Ein in Amerika lebender Hungener Herr Fritz Muschenheim hat seinem Jugendfreund, der⸗ itigen Bürgermeister Fendt, eine Spende von 500 Mart .— diefer bedürftiger Kriegsteilnehmer oder deren Familien gesandt.„ Kreis Friedberg.. 0 Rodheim v. d. H., 9. April. Tot aufgefunden wurde gestern nachmittag in einem sogenannten Bleich in unmittelbarer Nähe unseres Ortes der in den fünfziger stehende öhner und Nachtwächter serer Gemeinde Friedrich Armbrust. Er wurde vorgestern vermißt. Ob der fleißige den Tod ist unbekannt.— Seer e e e e t A belt i. her borragende Tapfer⸗ 150 eber Tres sowie sehlsch Terferkaltk⸗ medaille. 5 K. Bad- Nauheim, 10. April. Sn wenigen agen bo- ginnt die eigentliche Kurzeit. Die regelmäßigen Kurkonzerte — am 15. April. Ueberall werden eitrig Vorbereitungen für den Sommer getroffen. Nach den zahlreich 5 An⸗ meldungen zu urteilen, wird voraussichtlich der Besuch lebhaft werden. Auch von dem neutralen Auslande kommen viele falls in Bad-Naubeim eine Kur gebrauchen, wenn sie zuvor unter Einsendung eines ärztlichen Attestes die Zustimmung bei dem stell⸗ vertretenden Generalkommando des 18. Armeekorps in Frank- furt a. M. einholen und, soweit sie jetzt schon in Deutschland sich 8 die des Generalkommandos ihres jetzigen es. Starkenburg und Rheinhessen. 5 ch. Bingen, 8. April. Die heutige Stadtverord⸗ netensitzung beschästigte sich abermals mit der Frage der Be⸗ schaffung von Fleischdauer waren. Von der Regterung ist — 4 erlassen worden, nach welcher diejenigen Slot, 1 er allen Dingen dienen. Nach beschlossen, bei der Zentraleinkaufsgesellschast für 150% Mar Fleischdauer ware zu bestellen. 3 Darmstadt, 9. April. Der Staatssekretär des N wurde heute mittag vom Großherzog empfangen und — 2 Staatsminister von Jwald einen Besuch „Darmstadt, 10. April. Der Groß am 7. April d. J. den Privatdozenten . Eine deutsche Frauenspende, die sich über das den N. Anfragen. Kurbedürftige aus dem übrigen Auslande können eben⸗ Ausenthalts⸗ 4 age noch nicht nähergetreten sind, sich umgehend damit beschästigen sollen. Das Abschlachten der Schweine soll vor r Sicherung der vorhandenen Hartoffelvorrädte 3 zum Teil recht lebbaster Aussprache wurde amtes, Dr. Helfrich, der gestern abend hier eingetroffen ist, c des gute Meldungen von allen Kriegsschauplätzen sowie die befriedi den Beri Mo markte man bei unten. Wie weit diese voraussagen, weil eben Kreis Alsfeld. OBüß feld, 9. April. Heute morgen ½7 Uhr brach in der e des Landwirts Georg Casper Feuer aus. Das alte nhaus, Scheuer und Stallungen wurden ein Raub der men, das neue Wohnhaus wurde durch die Tätigkeit der 0 wehren gerettet. s dessen⸗Nassau. f d. Dillenburg, 9. April. Der biesige Borschuß verein hatte im verflossenen Jabre eine Einnahme von Mk. 4623 965,74, der Kassenbestand am 31. Dezember 1914 betrug Mk. 46 008,54. Die Vorschuß⸗ und Hypothekenrückzahlungen erfolgten pünktlicher und stärter als in Friedenszeiten. Ferner brauchte die im August vor. Js. beschlossene Erhöhung des Zinssußes im Kontokorrent⸗ verkehr nicht zu ertolgen! es geschah also die Zins berechnung wie im Frieden. Der Reingewinn in 1914 betrug Mk. 16 475,72. Neben großen Zuwendungen für Reservefonds und Abschreibungen für 1 Mobilienkonto werden, wie alljährlich, 6 v. H. Dividende vertei Kirchhain, 9. April. Die gestrige Kreistagssitzung beschästigte sich in der Hauptsache mit Kommissionswahlen. Der Kreishaushaltsetat für 1915 wurde mit 243 300 Mk. ge; nehmigt. Erhoben werden 50 Prozent allgemeine Kreissteuern einschließlich 10 Prozent Bezirkssteuern. Die gesamten Steuer- einnahmen sind mit 90 690 Mk. veranschlagt. Wie aus dem gleich- zeitig mitgeteilten Verwaltungsbericht für das Jahr 1914 hervor- ging, wur den in den 93 Landgemeinden an Umlagen erhoben in 5 Gemeinden unter 100, in 2 Gemeinden 125, in 3 Gemeinden 150, in 1 Gemeinde 169, in 4 Gemeinden 175, in 1 Gemeinde 190, in 10 Gemeinden 200, in 1 Gemeinde 220, in 1 Gemeinde 230, in Gemeinden 250 und in 1 Gemeinde 300 Prozent. Die Arbeiten m Zusammenlegungs verfahren von Amöneburg, Kirch- hain, Neustadt und Rauschenberg schreiten trotz des Krieges sort. h. Bad Homburg v. d. H., 9. April. Die hiesige Spar- und Vorschußkasse“ feiert demnächst i 50jähriges Bestehen. Eine Feier wird mit Rücksicht auf den Ernst der Zeit nicht abgehalten. Die Kasse ist im Laufe der fünf verflossenen Ja hnte zu einem unent⸗ behrlichen Finanzinstitute der Einwohnerschaft geworden. An der Spitze der Kasse, die im letzten Jahre einen Umsa von 31,5 Millionen Mark(im Gründungsjahr 13 800 Mk. hatte, steht wüärtig Direktor Wilhelm Enke, als Kon⸗ trolleur ist seit 40 Jahren Heinrich Bausch tätig. b. Haiger, 9. April. Aus dem Mühlgraben wurde der 64jährige Sattlermeister Zeuner als Leiche gezogen. Ob ein .— 8 ein Selbstmord vorliegt, vermochte man noch nicht ustellen.. h. Aus dem Westerwald, 9. April. Die Holzarten, die im Kriege zu Wagen⸗ und Schlittendeichseln, Spatenstielen und Zeltstöcken reiche Verwendung finden, nämlich Hainbuchen und Eschen, erzielen bei den augenblicklich stattfindenden Bersteige⸗ rungen Preise von ungekannten Höhen. Während früher das Fest⸗ meter Eschen im Stamm 40 Mark kostete, bezahlt man heute mindestens 120 Mark; für Eschenrollen erhält man zurzeit 18 Mk. gegen 4—6 Mark ehedem. Der Preis der Hainbuche stieg von 18 auf 30 Mark fürs Festmeter. h. Frankfurt a. M., 9. April. Das„Neue Theater“ hat das neue Drama von Karl Schönherr„Der Weibs⸗ teufel“ zur Aufführung erworben. b. Gettenau(Oberhessen), 9. April. Der hier wohnhafte Zimmerer Heinrich Wetzstein geriet im Wormser Gefangenen⸗ lager unter einen schwer beladenen Holzwagen. Er trug dabei Verletzungen davon, die seinen Tod nach kurzer Zeit zur Folge hatten. 5 —....— Dermischtes. a Ein Mord. Berlin, 9. April.(Triv.⸗Tel.) Das„Berl. Tagebl.“ mel⸗ 8 L. VBertbe wischen Braunsselde un 8 1 ist unbekannt. g Berlin, 10. April. In den Vogesen und im Schwarz⸗ wald haben gestern heftige Schneestürme getobt. Die Vogesen⸗ kette trägt bis 500 Meter Höhe eine Neuschneedecke. 0 5 Der„Vossischen Zeitung“ wird aus dem Ober⸗Elsaß Hochwasser gemeldet. Jede Verbin⸗ Jung zwischen den einzelnen Orten sei unmöglich geworden. Die deutschen Pioniere leisteten Uebermenschliches, um den Hochwasserschäden von den ohnehin hart mitgenommenen Sundgaugemeinden abzuhelfen. Börsen⸗Wochenbericht. Frankfurt a. M., 10. April. a eee eee e e i vorwi r Haltung Das allgemeine Vertrauen zur Reichsbank und zu unserer 2 1 ziellen 18 hat durch die Auslassungen des eichsbankpräsidenten Havenstein in der Generalversammlung des 1 neue. nde Mit 1 licher ers nnen unsere wi ichen Kreise in die kunft blicken. In vortrefflicher Weise heben sich die ohne Stockung arbeitenden Einrichtungen Deutschlands von den Verlegenheiten des feindlichen Auslandes ab. Diese finanzielle Rüstung und Stärke i 11 denn ee 1——4.— 7— für 1 Fe it, die trotz gelegentli Abschwächung rundzug eien Börsenverkehrs bildet. In dieser Woche wirkten überdies en Berichte aus dem Wirtschaftsleben, namentlich aus der n⸗ tanindustrie und einigen anderen Gewerben, günstig auf die Stauung ein. Besondere Beachtung verdient die Entwicklung der Geldverhältnisse, zumal diese jetzt im Zeichen der Ein⸗ gen auf die zweite Kriegsanleihe stehen. Der letzte Reichs⸗ bankausweis zeigte die Bank in Rekordziffern, aber der jetzt fällige Ausweis wird wenigstens zum Teil die große Entlastung bringen, die man eben von der neuen Anleihe erwartet. Am offenen Geld⸗ hatten wir in den letzten Tagen ziemlich feste Sätze, sowohl für kurzes Geld wie für den Privatdiskont. Dieser stellt sich auf etwa 4 Proz., tägliches Geld auf etwa 4½ Proz. Freilich hat diesen Sä zu beachten, daß es nur immer ungefähre Angaben sind. Im allgemeinen neigten die Sätze wieder nach schwächung gehen wird, läßt sich nicht die Einzahlungen auf die Kriegs⸗ anleihe fortdauern und es sich dabei um Beträge handelt, die in kurzer Zeit geschoben werden. Viele Stellen haben schon jetzt Voll⸗ i Zwangseinzahlungstermin, ich noch besonderen Einfluß haben wird. hat sich die feste Tendenz erhalten und wieder auf dem alten Höhepunkt der Notie⸗ angelangt. Eine Ausnahme machte Wien, das nach der tsbewegung zu m dieser Woche in den letzten Tagen schwächer lag. Im Kukeig mit der Flüssiakeit am Geld⸗ i nbilder billig. anderen täten lebhaft den dabei WWler Fahrzeug Eisenach und Bergmann Elektrizität. Banken lagen ruhig und wenig verändert. no- — Märkte. Gießen, 10. April. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Mund 1,25—1,35 Mk.: Hühner⸗ eier 1 Stiick 10—11 Pfg., 2 Stick 0 Pig. Enteneier 1 St. 0 Pfa. 2 St. 00 Pig.: Gänseeier 1 St. 0-0 Pfg., 2 St. 00 Pig.: Käse das Stück 7—8 Pig, Käsemalte 2 Stück 6—0 Pfg.: Tauben das Paar 1,00—1,40 Mk., Hühner das Stück 1,00— 2,50 Mt., Hahnen das Stück 1,00— 2,50 Mk., Enten das Stück 2,50—3,00 Mk., Welsche 4—5 Mk.; Ochsenfleisch das Pfund 96— 100 Pig., Rind⸗ fleisch das Pfund 94-98 Pfa., Kuhfleisch 86—90 Pfg., Schweine ⸗ sleisch das Pfund 100— 116 Uig, Kalbfleisch das Pfd. 86— 90 Pfg., Hammelfleisch das Pfund 90—100 Big. Kartoffeln 100 Kis 12—13,50 Mk., Weißkraut d. St. 20—30 Pig.: Zwiebeln der Ztr 12,00— 15.00 Mk.. Milch das Liter 24 Pfg. Aepfel das Pfund — 5 Pfg.: Nüsse 100 Stück 60 Pfg.— Marktzeit von 8 bis r. . Frankfurt a. M., 9. April. Heu- und Strohmarkt. Man notierte Heu 4,70—5,00 Mk., Stroh(Rornlangstroh) 0.00 bis 4.00 Mk., Wirr stroh 5 0,0—0,00 Mark. Alles je 50 Kilo. Ge⸗ schäft schleppend. Die Zufuhren waren aus den Kreisen Fried- berg, Hanau und Dieburg. —— Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 11. April 1915 Wolkig, meist trocken, nordwestliche Winde. * Letzte Nachrichten. Ein Ultimatum der Feinde an Bulgarien? Kopenhagen, 10. April.„National Tidende“ meldet aus Paris, die Gesandten der Alliierten in Sofia hätten den Auftrag, einen gemeinsamen Schritt bei der bulgarischen Regierung zu unternehmen und eine Erklärung für den Grenz⸗ zwischenfall zu fordern. Die Anfrage würde die Form eines Ultimatums haben und es würde klarste Abfassung der Ant⸗ wort gefordert werden. Vorträge des Freiherrn v. Nordenstjöld in Deutschland. 3— April. 1. reiste von Stockholm„ unt auf Einladung wis⸗ senschaftlicher Gesellschaften in Berlin, Wien und Stuttgart Vor⸗ träge über seine letzte Forschungsreise durch Südamerika zu halten. Zahlreiches Material dieser Expedition, daß nach früheren Mel⸗ dungen auf dem von der„Karlsruhe“ torpedierten englischen Dampfer„La France“ befördert werden sollte, ist laut„Vossischer Zeitung“, wie in Stockholm angelangte amtliche Nachrichten be⸗ sagen, in Amerika zurückgehalten und so gerettet worden. werde.„Wenn Euer Land“, so sagte der Payst, den Krieg digen rieden aufdasamerikanische isch, jederzeit, neutral in allen seinen Be⸗ Die englische Zensur. Rotterdam, 10. April. Dem„Nieuwe Rotterdam⸗ sche Courant“ wird von einem Leser aus der Kapkolonie mitgeteilt, die Zeitung sei, wenn sie dort eintreffe, durch den Ja or so i lt, daß sie bar geworden sei. Ganze palten wer ausgeschnitten. Oefters wird die Zeitu, überhaupt nicht ausgeliefert. Der Leser schließt daraus, daß vieles vorzuliegen scheine, was die Engländer geheim⸗ gehalten haben wollen. J f Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Den Ausschlag und die Erhebung der Beiträge der Vieh⸗ besitzer zur Entschädigung für Viehverluste. Auf Grund der Artikel 10 bis 13 des Ausführungsgesetzes zum Reichsviehseuchengesetz und der Artikel 6 und 7 des Ge⸗ setzes über die Entschädigung für an Maul⸗ und Klauenseuche gefallenes Rindvieh vom 29. April 1912 hat Großh. Ministerium des Innern durch Verfügung vom 29. v. Mts. zu Nr. M. d.— 5 2085 in Ausführung des 8 16 Absatz 1—4 der Ausführungs⸗ anwei zu beiden Gesetzen vom 30. April 1912 das Nach⸗ stehende bestimmt: 8 Rindvieh ist zur Deckung der Ausgaben nach Ar⸗ ti des Ausführungsgesetzes vom 29. April 1912 für das abgelaufene Rechnungsjahr 1914 ein Beitrag von 30 Pfennig für ein Tier mit eingetretenem Zahnwechsel und 10 Pfennig für ein Tier ohne Zahnwechsel zu erheben. 2. Für Pferde ist ein Beitrag für das abgelaufene Rechnungs⸗ jahr nicht zu erheben. 3. Die Hebgebühr für die Vereinnahmung und Ablieferung der Beiträge wird auf 5 vom Hundert fesigesetzt. Außerdem erhalten die Erheber nach 9 16 Absatz 3 der Aus⸗ führungsanweisung für die bei der Erhebung der Beiträge vorge⸗ nommene Neuaufnahme der Viehbestünde 3 vom Hundert der vereinnahmten Beiträge. Gießen, den 9. April 1915. e Kreisamt Gießen. U inger. Bekanntmachung. 2 der Verordnung über den Verkehr mit Futter⸗ Wer nach mitteln vom 31 1915 folgende Futtermittel: Körnerfutter Mais, 1(auch geschroten), Ackerbohnen, Soja⸗ einem mit dem Anfügen hin, daß die ordnung vbliegenden Verpflichtung nicht nachkommt, B. Lbfälfe der Mülleref kleie und ⸗spelzen, Haferkleie, Reisfuttermehl, Haferfuttermehl, Erbsenschalen und eie, Graupenfutter, Gerstenkleie, Weizen- und Roggenkleie, die vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung aus dem Ausland eingeführt ist, Maisabfälle(Homco, Homini, Mai⸗ zena usw.); g 5 C. Abfälle der Zucker- und Stärkefabrikation f sowie der. N Kartoffelpülpe. getrocknet, eidetreber, getrocknet, Roggen⸗ schlempe, getrocknet, Zuckerrüben, getrocknet(als Viehfutter), Bier⸗ treber, getrocknet, Malzkeime, getrocknet, Maisschlempe, getrocknet, Hefe, getrocknet(als Viehfutter); 7 D. Oelkuchen l 2 Ravisonkuchen, Hederichkuchen, Rübsenkuchen, Leindotterkuchen, Rapskuchen, Nigerkuchen, Sonnenblumenkuchen, Mohnkuchen, Palmkernkuchen, Sesamkuchen, Sesamkuchen in Deutschland ge⸗ n und lleie, Haferspelzen, Hirseschalen, i, schlagen, Sojabohnenkuchen, Leinkuchen, Kokoskuchen, Mais kuchen, D Baumwollsaatkuchen, Erdnußkuchen, Mehle aus 4 Oelkuchen; 25 E. Oelmehle(durch Extraktion gewonnen) 73 Palmkernmehl und ⸗schrot, Raps⸗ und Rübsenmehl, Leinmehl ⸗schrot, Kokosmehl und ⸗schrot, Sojamehl und aschrot;* F. Tierische Produkte und Ah fälle 1 Tierkörpermehl, Kadavermehl, Heringmehl, Walfischmehl, Fisch⸗ futtermehl, Dorschmehl, fettarm, Fischsuttermehl, Dorschmehl, sett⸗ reich Fleischkuchen, Fleischkuchen, gemahlen, Blutmehl, Fettgrieben, Fleischfuttermehl; 79 G. Hilfsstoffe 5 Torfstreu, Torfmull, Futterralk, kohlensaurer und phosphor⸗ saurer, fertig präpariert g 2 mit Beginn des 8. April 1915 in Gewahrsam hat, ist verpflichtet, sofern er nicht Verbraucher ist oder die Mengen unter Doppelzentner in jeder Art sind, die vorhandenen Mengen getrennt nach Arten und ihren Eigentümern unter Nennung der Eigentümer der Bezugs vereinigung der deutschen Landwirte in Berlin, Am Karlsbad 16, anzuzeigen, und zwar von 1 dz an. 5 Wer solche Gegenstände im Betriebe seines Gewerbes berstellt, sich der Bezugs vereinigung anzuzeigen, welche Mengen er voraus- ichtlich bis zum 1. Juni 1915 herstellen wird. 75 Die in 8 4 der Verordnung bezeichneten Personen haben, soweit sie vorhandene Mengen zur Erfüllung von Verträgen be⸗ durfen, die gemäß 8 4 zu berücksichtigen sind, gleichzeitig den Nachweis hierfür beizubringen.“* 9 Wir weisen hierdurch auf die Pflicht zur Abgabe der Anzeige ie Anzeigeformulare durch die Groß. Handelskammern unentgeltlich zu erhalten sind. Die aus⸗ gefüllten Anzeigen und die nach 8 4 der Verordnu 8 beizubringenden Nachweise sind an die Gro h. Handelskam⸗ mern, die die Weitergabe an die Bezugs vereinigung derunlasses werden, sofort abzugeben. 7 1 Wer dieser ihm auf Grund des 8 2 Abs. 1 und 5 4 der Ver⸗ 0 wird mit Geldstrafe bis zu 15 000 175 5 8 und Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Mark bestraft. Darmstadt, den 6. April 1915. 2 Großherzogliches Ministeritum des Innern. 2 v. Homberg. Krämer. 9 der Verordnung lautet: die weni r 2 age nachweislich vor dem Inkrafttreten diesen Salem Aleikum Salem Gold Zigaretten 1*. 4 8 6 8 10 Freien A 0 b d 20 Stck feldpostmàssig verpadt portofrei? 50 Stüc fedpastmàssig werpad 10 P Porto!* Orient. Labek- u ci ide, Dresden 2 h Hugo Zit Harlieferant S d Köigör Sachsen Trusffrei! uschneide 11 8— Die verschiedenen Kurse in Maßnehmen, Nusterzeichnen, Zuschneiden und Ansertigen von Kleidern aller Art beginnen am 12. April 1918 Anmeldungen nehme jederzeit entgegen(ae: Lina Petri. bohnen, W — telier Ge Bahnhofstrasse 64 br. Strauss Zu jeder Auinahme eine Vergrösserung 30 36 mit karton als Geschenk 8 12 Kabinetts l Glanz M. 4.830 matt„ 8.00 res 1 g N J* 8 29975 9 1*. 5 4* 5 8— 5 Von delt eis zum ꝓ));üꝑ'r(Qñõ ˙. Nr. 699. Schönster Frühjahrsaufenthalt. Herrlich 4% FI E ch ˖ en Erlenbach gelegen. Verlangen Sie Prospekt.% an den Beinen, Armen und im Gesicht behaftet und durch Gebrauch von Obermever Loft Spiel l 2 Medizin ⸗Herda⸗Seise nun. icht. 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Seen Cara- mellen mit den 3 Tannen bc behenn dez seraseben lien. l 2 8 2 „ Buldigungsansehrift 9 l deursten füge besagen*— sagen: Wir alle, auch die, welche durch den Verlust ihrer Männer, Söhne, Väter und Brüder schwer—— F 5 8 nete Dienste a lie Hosen des Herkn Mandidaten. Lustiger Schwank heimgesucht sind, blicken in unwandelbarer Liebe jetzt wie zu Beginn des Krieges zu unserem Kaiser za J ͤ— ðͤ v vv lauf und vertrauen mit ihm auf Gott und unser gutes Recht. 6100 v5. erlag: 3 i i n nach Bedarf. 5 80* 3 30 100 iet von Kerzten amd ene a Zugleich soll als Gabe der deutschen Frauenwelt für vaterländische Zwecke eine D Militär ohne Charge zahlt werktags die n e 3 5 Aaiser⸗Wilhelm⸗Spende— Cafe Amend deutseher Frauen Seesen e Neustadt in Giesen J. Bepp- ler in Lau 5 el ch. A 2 2 2 5 2 bert und ummel ia g erden, über welche der Kaiser freie Verfügun hat. ütsch dä Wieseck; Fr. Veik II. d. Fh. dargebracht werder lche der Kaiser f fügung h Deutsche Frauen und Mädchen, ern Künstler- Konzert schließt euch alle ohne Unterschied des Standes an, damit eine eindrucksvolle Kundgebung erreicht wird! A Wir stören dadurch kein anderes Werk der Liebe, Keußerst billig da unser Kaiser die Spende verwenden wird, wo sie am nötigsten ist. a W Bekanntmachung. Die deutsche Frauenwelt als solche tritt hier auf den Plan! e B a Der Voranschlag der Gemeinde Trohe für 18 silb. Herren- u. Damennhren Sonntag 1644 1915 Ri liegt vom 11. d. Mis. an eine Woche lang Jede betrachte es als Ehrensache, sich zu beteiligen und im Kreise ihrer Hausgenossen und Be. mit Goldrand v. 8 bis 18 M. für die Beteiligten auf dem Geschäftszimmer der kannten nach Kräften für die Sammlung der Namen und Spenden zu wirken! Auch die kleinste 3 vrima Warel unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsichtnahme 18 ist willtommen. strasse 2(Laden) offen. Einwendungen gegen seinen Inhalt können a l 8 e N 5 3 8 sheiftich oder mündlich ane 1 Es ist Als Ueberreichungstag ist das Regierungsjubiläum des Kaisers im Juni in Aussicht genommen. Patenidosen vom Gemeinderat die Erhebung einer Umlage be Die Hauptgeschäftsstelle befindet sich Berlin⸗Zehlendorf, Gymnasium. 8 Rn schlossen, 5 der 1 e beizutragen haben. waere Huter 00 Gn Trohe, den 10. April 1915. 5] wasserdicht: Muster geg Ein ⸗· Großh. Bürgermeisterei Trohe. 1 Der Hauptausschuß: Se e a Schmidt. 25 Fran Gymnasialdirektor Fischer. Frau Ministerialdirektor Halle.— Freiw. Versteigerung. Frau Geh. Ob.⸗Regierungsrat Richter. i Azetylen Lampen 5 übr, Dienstag, den 13. April l. Js., nachmitt. 2 J 5. 1 88 1 versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung Hier bei uns in Gießen sind es sämtliche Frauenvereine, die diesen Aufruf aufs wärmste unter⸗ sowle⸗ solgende aus besserem Haushalt stammende aut erhaltene] zn d lichst bi„8 15 2 N di; N 1 l Pele 1 1 45 2a We ae 4 Pie lb stützen und herzlichst bitten:„Wenn in den nächsten Tagen die Sammlerinnen an die Türe klopfen, empfiehlt z. billiasten Preisen Spiegelschran Bertiko, Üücherschran Ba ab ⸗ 3 1 72 313 Ber maschine. Sojas mit 4 Sessel 1 Sosalisch, L Reaulatof, dann laßt sie offene Hände finden! Frauen und Mädchen aller Berufsklassen, beteiligt euch an dem e enwarens Fang- 1. Nachtschräntchen, Johns Waschmaschine, 1 Gasderd mit Liebeswerk! Wie es schon in dem Aufruf heißt, ist die kleinste Gabe ebenso wertvoll, ebenso will— Jrotsch* 1 1 tommen wie die größte; eine jede gebe nach ihren Verhältnissen! Gießener Frauen und Mädchen laßt rerarfert, nen, ro nei„ Stehleiter, 2 S 0 5 lampe und versch. andere Haushaltungsgegenstände. 5 4 t hren at und bil n Ferner Bücher as i. Jabrbundert in Wort and uns beweisen, daß auch wir alle tief durchdrungen sind von der Liebe für unseren Kaiser.“ 3 Seh, Wrap 2 Bild, 4 Bände„In Nacht und Eis“ von Nansen; Platen,„Die neue Hellmethode“, 3 Bände;„Schillers sämtliche Werke“, Neue Taschen. N. 12 Bünde und versch. einzelne Bücher. 3307 D) Die Gießener Frauenvereine. Kü 12 nstl. Beine Die Versteigerung findet bestimmt statt. 8 Born, Gerichtsvollzieber in Gießen. 1286 u. Arme o Stablar beit: Sberschenkel amput. 4 Pfund, Unterschenkel 2½ Pfd. Jeder 0 Ammputierte verlange erst meine Erfindung zu seben. Bau⸗ und Nutzholz Versteigerung Zurückelung noch nicht einberufener wehryflichtiger[ Arno schmidt der Stadt Gießen. F Fer d 0181 7 Aus den Waldungen der Stadt Gießen, 3—5 Em von 1 Maunschaften für dit Feldbefelung.—— 3 N der Eisenbabnstation entfernt und an chaussierte Absuhr⸗ Auf Anordnung des stellvertretenden Generaltomman⸗ wege angrenzend, sollen,.— 18. 8 soll versucht werden, von den z.—9 4 a Schulanfang Non del l. Arti 1dl8,vomribzgs 10% Ult fg ve en e Ciiessener günstige Gelegenheit beginnend, im Saale des Lenz schen Felsenkelers zu sind, bis zum s. oder 15 Mal zurüctussellen. Knaben Anzüge Gießen in der Nähe des Babhnboses versteigert werden zi Diesbezügliche Gesuche Wehryflichtiger aus der Stadt 2 1 Anzüg 37 Elchen⸗Stämme, Schnittbols, mit 2291 Festm., Gießen sind mündlich oder schriftlich bis spatestens adagoglum 66 7 Baubols, 5 13. de. Mis. im Stadtbaus, Zimmer 15, vorzubringen. 3„ Schwellenholz,„ 1„ Gießen, den 9. April 1915. 131 3 Grubenholz,„ 45 0 Der Oberbürgermeister: 33068 N —. 5 1505 Fichten⸗Stämme, Bauholz lunter W Ztm. Durchm.), Keller. seit dem 28. In. 15 tür 8 jährige. 70). mit 452708 Festm. 2 Hei solange Vorra. 269 Fichten Stamme. Baubolz, 0—24 Ztm. Durchmesser* im neuen eim J. Ittmann 14 9⁵ Sichten. S 4 2529 Ztm. Durchmefs N Bahnhofstrasse Y. 9⁰ ten, Stämme.? 1„ er, ub 5 8 5 5 N mit 84,18 Festm, 25 46 Fichten Stümme, Bauholz, 30—39 Ztm. Durchmesser, Frühjahrs Saison Ludwigstr. 70 mit 45,72 Festm. ehle billi : 2 Su ten ch ehem. Bauhols, 4049 gtm. Durchmesser, emplehle billigst 2 0 mit 3,06 Festm., N = Möbel 688 Kiesern Stämme, Baubdels fumter 2 Stm. Durchm), Giesskannen 1 Kleiderschr. 21.-, 28.-, 35. mit 20084. Jestm, 2 ü U 0 Ursus Beltstellen 15. 26.-, 38. 235 Kiesern⸗Stämme, Bauholz, 2529 Ztm. Durchmesser, Garten-Schläuche Wazebkkon. 18. 21. 38. innert nee 7 Der, Baentschränke 6. 80, 2. 15. 51 N Jesenn aubols, 30—39 Ztm. Durchmesser, Grab-Spaten bügeln beginnt Donners de N. d ib dhe ee, en vnn Ag dere Schippen, Raclen ev Fir J. rttmaun, aababela. 8 171 1 Frau Hofmann Versaud nach auswürts. 21 Birken⸗Stämme ung 2 Zim. Schm., mit gag Festm. Dünger-Gabeln, stechen Steinitraße 49. San 2 5.* 81 1 unter 25„ 5 4 17„ schen⸗Stamm 25„„„ 0.7„ 1 5 5 * 3 Lärchen⸗Stämme 7. 107„ 5 8 Gegen Sicherbeit wird Zahlungsfrist bis 15. Nopember Emil Pistor Nachfolger Rolle n 1915 gewährt. Gedruckte Verzeichnisse über die Dimen⸗ 7 J, 3 85 sionen der Hölzer sind von der unterzeichneten Stelle vom 39.2 Auf Kred it! 3. Avril ab gegen Erstattung der Druckkosten erbältlich, 8 129,14, 1, 2.0 4. 3 1741— 2 die 5 9 9 2 Rr Stadt Gießen, aus denen die einzelnen Walddistrikte un i. Eerron- Anruge amtliche Wege und Schneisen ersichtlich sind, genen eine rn 00 ler Le. eee Damen-Kostüme Fragen Be 1. 50 3958 8— 1* 7 eriger Besichtigung des Holzes wende man an die 2121204 7 e, Fragen Forstwarte Geisel zu Gießen, Arft zu Hochwarte bet Rudolph's Nachf. ö Garilinen ü ö f 90 1 —— 1 deze en den. 9 3 und Lotz zu Wieseck. pro Woche Mk. 1.— eßen, den 7. März 1915. 8 We ehen l letzen · Illeuendeg 9 Tel. 671 fer Augen V.: Grünewald. 2903 9 eee 5 Illusikallen- u. Seuntgg, den II. Avril: 580 2. Jede Plättanstalt Illuslkinstrumenten-Baus 2 un treten,, Wants une dene ven serne neben„Germania“. erster Wüscherel-Hasehtnentabrik Bumseh& Hnmer Srammophone Vorübung für esschtaung. 7800 St. Im Betriebe. Torgt I E. 163 Oferte Kostenlas. 3272 b Der Ausschunm. Olklizielle Verkaufsstelle der Deutshen Srammophon- 1 6 Sees Hudden-Seseslshalt Berlin— ILDNION ene.