0 Der a Sonntags. Beilagen: viermal wöchentlich 0 enblätter; imal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag). zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche d eitfragen Fernsprech-Anschlüffe: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelled l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. A von Anzeigen jür die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. General⸗Anzeige Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckere lzeiger r Oberhessen range. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Freitag, 9. April 1915 Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für den politischen Teil und da⸗ Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen 1 (TB.) Großes Hauptquartier, 8. Arril. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Kämpfe zwischen Maas und Mo sel dauern fort. In der Woevre⸗Ebene östlich und südöstlich von Verdun scheiterten sämtliche französische Angriffe. Von der Combreshöhe wurden die an einzelnen Stellen bis in unsere vordersten Gräben eingedrungenen feindlichen Kräfte im Gegenangriff vertrieben. Aus dem Selousewalde, nördlich von St. Mihiel, gegen unsere Stellungen vorgebrochene Bataillone wurden unter schwersten Verlusten in diesen Wald zurück— geworfen. Im Walde von Ailln sind erbitterte Nahkämpfe wieder im Gange. Am Walde westlich von Apremont stießen unsere Truppen dem Feind, der erfolglos angegriffen hatte, nach. Vier Angriffe auf die Stellungen nördlich von Flirey, sowie zwei Abendangriffe westlich des Priesterwaldes brachen unter sehr starken Verlusten in unserem Feuer zusammen. Drei nächtliche französische Angriffe im Priesterwalde mißglückten. Der Gesamtverlust der Franzosen auf der ganzen Front war wieder außer- urdentlich groß, ohne daß sie auch nur den geringsten Erfolg zu verzeichnen hatten. In der Gegend von Rethel wurde ein feindliches Tlugzeug, das aus Paris kam, zum Landen gezwungen. Der Flugzeugführer gab an, daß über die französischen Ver⸗ luste in der Champagneschlacht in Paris noch nichts in die Oeffentlichkeit gedrungen wäre. a Die Kämpfe am Hartmannsweilerkoyf dauern noch an. Oestlicher Kriegsschauplatz. Auf der Ostfront hat sich nichts ereignet. Das Wetter ist schlecht. Die Wege im russischen Grenzgebiet sind z zeit grundlos. 0— Oberste Heeresleitung. * 50„ Die Fortdauer der Kämpfe an der Westgrenze hat uns auch weiterhin Erfolge beschert, und die schweren Verluste der Gegner werden für uns einen siegreichen Frieden hoffentlich beschleunigen. Es sieht so aus, als ob in Eng⸗ land die Kriegsmüdigkeit sich am meisten regte. Kein Wunder! Es erblickt Verluste und Schädigungen überall, und keine Erfolge! Der Seekrieg enthüllt immer mehr Englands Schwächen, und die Amerikaner beginnen, wie aus einer Sammlung von Zeitungsstimmen, die wir nach⸗ stehend veröffentlichen, gegen London zu drohen und zu spotten. Das ist nicht nur eine Folge des eigenmächtigen, den amerikanischen Handel schädigenden Vorgehens Eng⸗ lands, sondern auch von einem gewissen Gefühl der Gering⸗ schätzung über die englische Ohnmacht diktiert. Deutschland hat seit Kriegsausbruch 5510 Geschütze er⸗ 'obert! Das ist eine Kunde, die sich in der Welt hören lassen kann. Man wird jetzt nicht mehr an die Wunder glauben, die das so fest auf den Füßen stehende Deutsche Reich um⸗ werfen könnten. Wir halten unsere Errungenschaften in Feindesland unerschütterlich fest und spotten der rhetorisch so gewichtig angekündigten Zwangsmittel der Briten. Heute erhalten wir die Nachricht, daß der Hilfskreuzer „Prinz Eitel Friedrich“ im amerikanischen Hafen Norfolk im Staate Virginia) auf seinen eigenen Wunsch interniert werde, da ihm die Mittel ausgeblieben seien, um aus dem Hafen zu entkommen. Der„Prinz Eitel Friedrich“ hat ein schönes Kapitel zur seemännischen Tüchtigkeit der Deutschen geliefert, und er ist ja auch von den Amerikanern sympathisch begrüßt worden. Es war, so faßt die„Vossische Zei⸗ tung“ die kriegerische Laufbahn des Kreuzers zusammen, am 13. März, als der„Prinz Eitel Frindrich“, verfolgt von einem englischen Kreuzer, den nordamerikanischen Hafen Newport News erreichte. 0 Er erhielt dort die Erlaubnis, notwendige Reparaturen vor⸗ zunehmen. Die hierfür gewährte Frist wurde geheimgehalten. Unmittelbar bevor der unter Leitung des Korvettenkapitäns Tie⸗ richens stehende deutsche Hilfskreuzer den Hafen aufsuchen mußte, hatte er die in Konterbande bestehende Ladung des ame⸗ rikanischen Seglers„William Frye“ über Bord schütten lassen und maährend dieser Arbeit einen französischen Dampfer„Pierre Loti“, der mit Korn für England unterwoͤßs war, versenkt. So⸗ weit bisher bekannt geworden, hatte„Eitel Friedrich“ auf sei⸗ nen kühnen Fahrten nicht weniger als zehn feindliche Schiffe vernichtet, bis ein Materialschaden ihn zwang, in einem neu⸗ tralen Hafen sich wieder in einen seetüchtigen Zustand versetzen zu lassen. Kapitän Tierichens— ein geborener Berliner— hatte, um die ihn verfolgenden Feinde zu täuschen, eine kecke Kriegslist durchgeführt. Er hatte sein Schiff auf der einen Seite weiß, auf der andern schwarz anstreichen lassen und dadurch manchen Ver⸗ folger getäuscht. Er ist— so wurde berichtet— einmal einem feindlichen Kreuzer, der ein schwarzes Schiff zu verfolgen glaubte, keck als weißes Schiff enen Fe deen und hat auf die Frage, ob er nicht einem schwarzen Schiff begegnet sei, geantwortet: Un⸗ gefähr 18 Meilen von hier. Wenn er sich jetzt in dem amerikanischen Hafen Norfolk internieren läßt, so darf seine tapfere Besatzung wie sein schneidiger Kommandant das in der Ueberzeugung tun, daß man im Heimatlande sein Verhalten voll zu würdigen ver⸗ steht und auch künftig mit stolzer Dankbarkeit seiner kühnen Heldentaten gedenten wird. 3 6 E 5 Fortgesetzte französische Mißerfo Eitel Friedrich“ interniert. Der Hilfstreuzer„Prinz Eitel Friedrich“. Washington, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Mel— dung des Reuterschen Bureaus. Der Kommandant des Hilfskreuzers„Prinz Eitel Friedrich“ teilte der Zoll— behörde von Newport News mit, er wünsche, daß das Schiff interniert werde. Er sei dazu genötigt, weil die Unterstützung, die sein Entkommen ermöglicht hätte, nicht eingetroffen sei. Der Hilfstreuzer soll in der Marine— werft von Norfolk interniert werden. Die von Deutschland eroberten Geschütze. Berlin, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Nach den Fest⸗ stellungen zu Anfang des Monats März belief sich die Gesamtzahl der bis dahin im Osten und Westen erbeuteten Geschütze auf 5510. Im einzelnen trugen dazu bei: Belgien etwa 3300 Ge⸗ schütze(Feld- und schwere), Frankreich etwa 1300, Rußland etwa 850, England etwa 60. Mehrere Hundert dieser Geschütze sind im Verlauf des Krieges bei der Firma Krupp und in anderen Fabriken für unsere Zwecke gebrauchsfähig gemacht worden und haben uns schon mit den gleichfalls unseren Gegnern abgenommenen großen Mengen von Munition erfreuliche Dienste geleistet. Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel. Aus dem Großen Hauptquartier wird uns vom 8. April geschrieben: Bereits der Bericht vom 6. April hat gezeigt, daß es sich bei den Kämpfen zwischen Maas und Mosel nicht um eine zusammenhängende Schlacht in dem ganzen, beinahe 100 Kilometer ausgedehnten Abschnitt han⸗ delt. Einzelne räumlich getrennte Teile der gesamten Stel- lung bilden abwechselnd Angriffspunkte der Franzosen, und nur der Gedanke einer beiderseitigen Umfassung der deutschen inze inen inneren Zusammen⸗ Linie gibt den ein ang. D ar, daß 905 französischen lte rd= auf den Südflügel zusammengebrochen waren. Den kurzen Erfolg der Franzosen auf der Combreshöhe glichen die Gegenangriffe unserer Infanterie aus, so daß die Höhe am Abend in deutschem Besitz blieb. Die Nacht zum 7. April verlief hier nach diesen schweren, für den Gegner sehr verlust— reichen Kämpfen ruhig, dagegen wurden die deutschen Stel— lungen auf dem Südflügel zwischen Flirey und Mosel wäh⸗ rend der ganzen Nacht unter schwerem französischen Ar— tilleriefeuer gehalten, das von unserer Artillerie durch einige erfolgreiche Feuerüberfälle erwidert wurde. Dieses Artillerie— feuer dauerte den ganzen 7. April. Am frühen Vormittag wurde hier eine starke Besetzung der Schützengräben und eine Versammlung von Reserven dahinter erkannt, und gegen 10 Uhr vormittags begannen die Angriffe dieser Kräfte gegen Bois Mort⸗-Mare. Viermal stürmten sie gegen unsere Stellungen vor, um jedesmal mit schweren Verlusten zurück⸗ geworfen zu werfen. Haufen von Gefallenen türmten sich vor unseren Gräben auf. Oestlich Bois Mort- Mare scheiterten über das offene Gelände unternommene französische Angriffe bereits in ihrer Entstehung in unserem Artilleriefeuer, während sie links davon im Priesterwalde bis an unsere Stellungen gelangten, um hier im Feuer zu enden. Im Bois d' Ailly gelang es einem von Bayern unternommenen An— griff, bis in die französischen Stellungen einzudringen und Gräben zu nehmen. Diese wurden nach der Zerstörung aufgegeben, da ihr Besitz einen taktischen Wert im Rahmen unserer Stellung nicht hat.— Am Nordflügel wurde die Combreshöhe heute vom frühen Morgen an mit schwerem Artilleriefeuer belegt. Vormittags entspannen sich auch hier wieder Infanteriekämpfe, zunächst mit wechselndem Aus gang, bis nachmittags als Enderfolg alle Gräben in un— serer Hand blieben, worauf die Franzosen von neuem ihr Artilleriefeuer dorthin lenkten. Im Laufe des Nachmit⸗ tags dehnte sich das Artilleriefeuer gegen unsere sich nörd— lich an die Combreshöhe anschließenden Stellungen in der Woevreebene aus. Ein dort auch heute wiederum mit star⸗⸗ ken Kräften unternommener ausgedehnter französischer An⸗ griff brach in unserem Feuer zusammen. Der Tag endete mit einem deutschen Erfolg auf allen Teilen der Front. Ein neues französisches Geschoß. Basel, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Natio⸗ nalzeitung“ meldet aus Paris: Die Militärbehörden machen Mitteilung von der Erfindung eines neuen Geschosses für die 75er Kanone. Es handelt sich nicht um einen Explosivpstoff, wie fälschlich zuerst verlautete. Das neue Geschoß wird bereits im Felde angewandt. Die belgischen Flüchtlinge in Frankreich. Paris, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ meldet, daß Tausende von Flüchtlingen aus Belgien in den letzten Wochen durch die belgische Regierung nach Südfrankreich befördert worden sind. Die Gesamt⸗ zahl der in Frankreich befindlichen belgischen Flüchtlinge wird auf 300 000 geschätzt. Der amtliche französische Bericht. Paris, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom Mittwoch nachmittag. Die deutsche Abteilung, der es gelungen war, auf das linke Yserufer südlich von Drie Grach⸗ ten mit drei Maschinengewehren zu gelangen, wurde von belgi⸗ schen Truppen angegriffen und zurückgeworfen. Oestlich von Ver⸗ dun machte uns ein Angriff in Richtung auf Etain zu Herren der Höhen 219 und 221 und der Farmen Hautbois und Höpital. In Eparges gewannen wir Gelände. Wir behaupteten unsere Gewinne ge. Der hilfskreuzer„prinz und machten etwa 60 Gefangene, darunter drei Offiziere Im Walde von Ailly und im Bois Brulé warfen wir einen Gegen⸗ angriff zurück und erzielten erneut einige Fortschritte, ebenso im Priesterwalde. Im Ban de Sapt sprengten wir bei Fontenelle durch eine Mine feindliche Schanzarbeiten. a Amtlicher Bericht von Mittwoch abend: Das Wetter ist andauernd sehr schlecht. Trotzdem war die Tätigkeit zwischen Mosel und Maas sehr groß. Wir behaupteten hier alle unsere Gewinne und erzielten neue Fortschritte. Oestlich von Verdun eroberten wir zwei Reihen von Schützengräben. In Eparges machten wir in der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch einen bedeutenden Sprung vorwärts. Den ganzen Tag über machten die Deutschen heftige Gegenangriffe, aber sie gewannen nichts. Ihr letzter be⸗ sonders starker Angriff wurde durch unser Feuer gebrochen. Ebenso blieben wir im Walde von Ailly nach mehreren zurückgeworfenen Gegenangriffen Herren 5 eroberten Stellungen. Wir machten auf diesem Frontteil zahlreiche Gefangene. Unter den gestern im Gebiete des Hartmannsweilerkopfes gemach⸗ ten Gefangenen befinden sich Mannschaften der Garde, welche von den Deutschen infolge ihrer Schlappe vom 26. März in dieses Gebiet gebracht worden sind. Die Herstellung von Kriegsmaterial in England. London, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einer amt ⸗ lichen Mitteilung ernannte Kitchener einen Aus schuß, der die nötigen Schritte tun soll, um die Arbeitskräfte so zu vermehren, daß Kriegsmunition in genügender Menge her⸗ gestellt wird, um allen Erfordernissen zu entsprechen. Die Leitung liegt in den Händen des früheren Direktors der Booth⸗Dampf⸗ schiffahrtsgesellschaft George Macaulay⸗Booth, der von Lloyd⸗ George bestellt wurde, um im Sinne deu Bill vom 9. März die Herstellung von Kriegsmaterial unter Aussicht der Regierung zu 7 organisieren. Unterschlagungen in Frankreich. Paris, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Petit Journal“ meldet: In Chatillon⸗sur⸗Seine war man kürzlich Unterschla⸗ gungen von Lieferungen von Lebensmitteln für die Armer auf die Spur gekommen. Die Angelegenheit nimmt nunmehr größeren Umfang an. Bisher wurden 13 Verhaftungen vorgenom⸗ men. Die Haussuchungen bei den Verdächtigen verliefen erfolg⸗ los, da die Schuldigen Zeit hatten, das Belastungsmaterial zu entfernen. In der Seine wurden große Mengen von Lebens⸗ mitteln gefunden. Mehrere Angeklagte sind geständig. Man er⸗ wartet, daß noch eine Anzahl vehn Personen verhaftet werden. Zwei Zeppeline über der Nordsee. Berlin, 9. April. Nach Amsterdamer Blättermeldungen flogen, wie die„Tägl. Rundschau“ berichtet, am 7. April z wei Zeppeline nördlich von Schiermonnikoog über die Nordsee. *** Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 8. April 1915, mittags. Die im Abschnitt der Ostbeskiden seit Wochen andauernden hartnäckigen Kämpfe haben in der Schlacht während der Ostertage ihren Höhepunkt erreicht. Ununterbrochene russische Angriffe, hauptsächlich beiderseits des Laborczatales, wo der Gegner den größten Teil der vor Przemyfl freigewordenen Streitkräfte einsetzte, wurden unter ganz bedeutenden Ver⸗ lusten des Feindes in diesen Tagen zurückgeschlagen. Gegenangriffe deutscher und unserer Trup⸗ pen führten auf den Höhen westlich und östlich des Tales zur Eroberung mehrerer starker russischer Stel⸗ lungen. Wenn auch die Kämpfe an dieser Front noch nicht ihr Ende erreicht haben, so ist doch der Erfolg der Oster⸗ schlacht, die an 10000 unverwundete Gefangene und zahl⸗ reiches Kriegsmaterial einbrachte, ein unbestrittener. Oestlich des Laborczatales wird im Waldgebirge in einzelnen Abschnitten heftig gekümpft. f In Südostgalizien stellenweise Geschützkampf. ö In Russisch⸗Polen und Westgalizien verhältnismüßig Ruhe. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegs⸗ pressequartier wird geineldet: Mitte März trat die große, nun schon seit dem 25. Januar währende Karpathenschlacht, durch das Ansetzen mächtiger russischer Massen zu einem Vorstoß über den Karpathenwall in eine neue Phase. Sowohl in der Dukla ⸗Depression, als auch im Raume zwischen Lupkower und Uzsoker Passe unternahmen die Russen unaufhörliche Angriffe, indem sie fortwährend die ungeheuerlichen Kampfverluste durch hinten bereitgehaltene Ersatz formationen ersetzten und in jüngster Zeit auch die vor Przemysl freigewordene Einschlie⸗ ßungsarmee in das gewaltige Ringen warfen. Den mit Nicht⸗ achtung des Menschenmaterials an der ganzen Front vorgetriebenen Angriffen waren naturgemäß Einzelerfolge beschieden, doch erzielte der nun schon in der vierten Woche währende grimmige Kampf keineswegs das Ergebnis, daß die Russen sich in den Besitz jener Stellungen hatten setzen können, aus denen sie unser Ende Januar begonnener Angriff trotz wütendster Gegenwehr und unablässiger Gegenstöße und der Ungunst des abnorm strengen Winters vertrieben hatte. Vom Uzsoker Paß angefangen ist der ganze östliche Teil des Kar pathenwalles, obwohl die Russen auch hier, namentlich im Oportale heftige Angriffe vortrieben, in unserem Besitz. Auch westlich des Uzsoker Passes bieten ihnen unsere Truppen auf den ersten diesseitigen Kämmen und Rücken Widerstand. Im Laborczatale und im Gebiete der Dukla⸗ Depression ist der erste Mitte März begonnene Versuch eines Durchbruchs unserer Front unter schweren russischen Verlusten gescheitert. Auch das neuerliche Ansetzen eines mächtigen Vor⸗ stoßes vermochte unsere Front nicht zu durchbrechen und erst in den jüngsten Tagen bot unser Gegenstoß östlich des Laboroza⸗ tales dem feindlichen Ansturm nicht nur Einhalt, sondern brachte F e 3 1 den verbündeten Waffen einen bedentungsvollen Erfolg, dessen Umfang sich in der großen Zahl der Gefangenen, erbeuteten Geschützen, Maschinen en und zahlreichem Kriegsgerät aus⸗ spricht. Eine russische Lüge. Wien, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegs⸗ pressequartier wird gemeldet: Die Petersburger Telegraphen⸗ agentur veröffentlichte am 4. April folgende Meldung:„Der Stab des Generalissimus teilt mit, daß in der Gegend von Zaleszezycki die Oesterreicher in der Nacht vom 3. zum 4. April nach heftiger Beschießung mit schwerem Geschütz in eine russische Befestigung eingedrungen sind, wobei beinahe alle Russen den Tor erlitten. Die Oesterreicher wurden fast unmittelbar darauf durch den Gegenangriff einer russischen Kompagnie vertrieben. Bei dieser SGelegenheit wurde der Telegraphist des Regiments, der Soldat Alexis Nahaker, befreit. Die österreichischen Soldaten hatten ihn nach Abschneiden der Zunge schrecklich verstümmelt, weil er sich geweigert hatte, militärische Geheimnisse zu verraten. Der Gene⸗ 5 ralissimus verlieh ihm das Großkreuz des St. Georgsordens, be⸗ forderte ihn und sprach ihm persönlich seinen Dank aus. Der Sol⸗ N 121 war auch dem Zaren zur weiteren Belohnung vorge⸗ hagen.“ Die Nachricht von der Verstümmelung des Soldaten ist selbst⸗ verständlich erlogen. Sie ist eine niederträchtige Verleumdung, offensichtlich dazu bestimmt, unsere, die Gebote des Völkerrechtes und der Menschlichkeit gleichermaßen beobachtende Kriegführung in den Augen des neutralen Auslandes zu diskreditieren und dessen Aufmerksamkeit von den Greueltaten abzulenken, deren sich die russische Soldateska gewohnheitsmäßig schuldig macht. Die verschobenen Operationen gegen die 8 Dardanellen. Rom, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Tribuna“ mel⸗ det aus Athen: 25000 Mann der Dardanellenexpedition gingen gestern unter General d Amade nach Aegypten ab. In Mudros blieben nur ungefähr 5000 Mann, die sich zur einen Hälfte aus Senegalesen und zur anderen Hälfte aus Australiern zusammen Ein französischer Leutnant erklärte, das Expeditionskorps hätte nicht vollkommen in Mudros ausgeschifft werden können, da es in Mudros an Trink⸗ wauaasser mangelte und die Pferde starben und da die hygienischen Verhältnisse sehr schlecht waren. Man sah voraus, daß die Warte⸗ beit der Truppen auf Lemnos sehr groß gewesen wäre, und be⸗ schloß daher, sie in Aegypten auf die Wiederaufnahme der Operationen gegen die Dardan ellen warten zu lassen, die nur bei vollkommenem Zusammenwirken der Land⸗ und Seestreitkräfte stattfinden werde. Die auf Lemnos zurück⸗ gebliebenen Streitkräfte stehen unter dem Befehl des Generals Beauvannc. Guepratte inspizierte Lemnos und die dortigen 8 Lager am 4. April. Die Tatsache, daß die Soldaten große Röhren zum Bau einer Wasserleitung legen und der Bau eines Hospitals läßt glauben, daß die Verbündeten den Plan aufrecht erhalten, Lemnos als Operationsbasis zu benutzen. Konstantinopel, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Ein Teil der feindlichen Flotte versuchte gestern, nachdem etwa 20 Granaten gegen die Station Dregodina bei Enos abgefeuert waren, in zwei Barken mit Soldaten ins Land zu dringen. Unsere schwachen Küsten wachen ge⸗ nügten, um den Feind zu verjagen. Die feindliche Flotte beschoß, als sie sich zurückzog, noch einige Granaten gegen ein Haus ab, ohne Schaden anzurichten. Von den anderen Kriegsschauplätzen ist nichts zu melden. Ro m, 8. Ein von den Türten beschädigtes englisches Kanonenboot. Konstantinopel, 8. April. WTB. Nichtamtlich.) Nach aus sicherer eingetroffenen Privatmeldungen aus Bagdad röffnete ein Motorboot des türkischen Wachtdien⸗ stes am Euphrat von Sonjaff aus, in der Gegend von Korna, aus einer Entfernung von drei Kilometern das Feuer gegen ein. englisches, mit schwerer Artil⸗ lerie bestücktes Kanonenboot. Das Schiff erhielt 20 Treffer, die einen Brand im Maschinenraum verursachten und auch andere Teile beschädigten, so daß es nur mit Mühe und mit Hilfe anderer englischer Schiffe sich zurückziehen konnte. Man glaubt, daß auch die Besatzung große Verluste erlitten habe. 5 Neue Aufgebote der Türkei. Konstantinopel, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das Amtsblatt veröffentlicht zwei provisorische Gesetze. Durch das erste wird das Kriegsministerium ermächtigt, nur auf die Zeit, die es für notwendig erachte, zur Verteidigung der Küsten und Grenzen des Reichs und zur Aufrechterhaltung der lokalen Ordnung alle außerhalb des Ra des Militärdienstes waffenfähigen Männer einschließlich der 19⸗ und 20jährigen, deren Einberufung bisher nicht für notwendig befunden wurde, unter die Fahnen zu rufen. Das 2 Gesetz verpflichtet angesichts des Kriegszustan⸗ des und unter der Voraussetzung, daß das Kriegsministertum es für notwendig erachtet, alle Flüchtlinge zum Kriegsdienst und 1 f sowohl jene, die bereits in die Türkei eingewandert sind, als diejenigen, die noch einwandern werden und bis jetzt von jedem Militärdienst ausgenommen waren. Solche Flüchtlinge kön⸗ nen drei Monate nach ihrer Ankunft unter die en gerufen werden, jedoch nur für die Dauer der Mobilisierung. Venizelos. Rom, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Venizelos hat seinen Parteigängern erklärt, daß er sich, weil die Re⸗ ierung seine angeblichen Angaben über die Haltung des stönigs zur Abtretung von Kawallas aufrecht erhalte, ver⸗ anlaßt sehe, sich endgültig von jeglicher Teilnahme an der Politik zurückzuziehen. N Kämpfe in Tripolis. Rom, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Stefani“ meldet aus Tripolis: Eine aus renen Truppen und Irregulären gebildete gemischte Kolonne unter dem Oberbefehl des Oberstleutnants Gianinuzzi rückte zum Schutz der Gerstenernte der unterworfenen Bevölke⸗ kung am 5. April südwestlich von Nisdo vor und erreichte Ulndi und Morsid. Am folgenden Tage wurde die Kolonne, als sie dabei war, ein Lager aufzuschlagen, durch be⸗ trächtliche Streitkräfte der Aufständischen angegriffen, die auf 1000 Mann geschätzt wurden. Der TLampf war sehr erbittert und dauerte bis zum Morgen. Der FJaeind wurde unter schweren Verlusten für ihn zurück⸗ geworfen Auf italienischer Seite wurden ein Offizier getötet und 11 Offiziere verwundet; sechs weiße Soldaten wurden verwundet. Die libyschen Truppen hatten etwa 100 Tote und Verwundete. Die„Agenzia * Die Erörterung der Friedensziele in Frankreich. Paris, 8. April.(WB Nichtamtl) Der„Temps“ schrieb kürzlich, daß Frankreich sich beim Friedensschlusse der wirk⸗ samsten Mittel politischer und wirtschaftlicher Art versichern müsse, 5 um Deutschland künftig in die Unmöglichkeit zu versetzen, dinen neuen Krieg über die Menschheit heraufzubeschwören.— Die„Humanité“ befürchtete, daß diese Andeutungen den Wunsch * 1 ö nd 4 8 5 Hlären, was er mit den Andeutungen gemeint habe. Der„Temps“ erwidert heute in gezwungener Weise, er wundere sich, wie die „Humanité den Willen einer berechtigten Vergeltung und den Willen, das europäische Gleichgewicht auf der Grundlage, die Ach⸗ tung und Freiheit aller Völker zu sichern, mit Ervberungslust ver⸗ wechseln könne. Ganz Frankreich aller Parteien sei heute darin einig, daß Frankreich Sicherheiten gegen jede Wiederholung einer Eroberungspolitik seitens Deutschlands nehmen müsse, und höchste Pflicht sei es, Frankreich durch alle Mittel gegen jede Ueberraschung zu sichern. Man müsse hoffen, daß in dem Augenblicke, in dem der Charakter und der Wert dieser Sicherheiten erörtert werden müßten, auch die Führer der Sozialisten das Ziel, das jedermann gesteckt sei, nicht aus den Augen verlieren werden, nämlich daß Frankreich geachtet und der Friede fruchtbar sein müsse. Der russische Handelsverkehr. Paris, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der Petersburger Korrespondent des„Journal“ meldet: Die russische Ein⸗ fuhr übersteigt ständig die Ausfuhr, so daß der Handelsverkehr immer noch zu Ungunsten Rußlands ausfällt. Der Handel findet vornehmlich auf dem Seewege über Schweden und an der russisch-finländischen Grenze statt. Zwischen dem 1/14. Ja⸗ nuar und 22. Februar/ 11. März wurden ren im Gesamtwerte von 6100 000 Rubel ausgeführt gegen 192 700 000 Rubel im Jahre 1914. Während desselben Zeitraumes betrug die Einfuhr Aus den Zahlen läßt sich entnehmen, wie sehr die Heffnung der Dardanellen der Balancierung des russischen Handels zugute kommen würde. g Schwedische Ausfuhrverbote. Stockholm, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die Re⸗ gierung erließ ein Ausfuhrverbot für Ochsen, Schweine, Cakes. 5 gewisse Arten Taue, Kabel, Kupfer und Kupferzusammensetzungen. Amerikanische Klage gegen Eugland. Haag, 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Nieuwe Courant“ veröffentlicht Aeußerungen amerikanischer Blätter zu der gegenwärtigen politischen Lage. Einige Blätter erheben entrüstete Anklagen gegen Englands Absicht, Deutschland auf weite Distanz zu blockieren, andere sprechen von internationalen Schikanen und bezeichnen es als neue Art von Seeraub. 1 5 „Transcript“ in Boston meldet aus Washington, daß, wenn die britische Blockade effektiv sei, Amerika allein an Ein⸗ fuhrzöllen gegen 100 000 Dollar täglich verliere. .„Evening Post“ in New Vork meint, die Lage bessere sich erst, wenn eine entscheidende Seeschlacht stattfinde, die einer der beiden Parteien die absolute Seeherrschaft gebe. Mehrere Blätter ziehen eine Parallele zwischen der jetzigen britischen Ka⸗ binettsorder und der vom Jahre 1807, die zu der Kriegserklärung der Vereinigten Staaten im Jahre 1812 führte. 3 „American“ in New Jork sagt: Uns steht es frei, in derselben Weise aufzutreten, wie unsere Vorväter, wir können, uns dem Befehle einer fremden Macht unterwerfen und zulassen, daß unser neutraler Handel und unsere Flagge beleidigt, degra⸗ diert und in ihrem Mißbrauch durch fremde Schiffe in den Au⸗ gen der spottenden Welt verächtlich gemacht wird, oder wir kön⸗ nen der Macht, die den Handel unter amerikanischer Flagge belästigt, den Krieg erklären, wie unsere Väter taten. Wir können das Embargo auf den ganzen Handel mit Europa legen und den Handel aufhalten, so daß die europäischen Armeen den Krieg satt bekommen, oder wir können das Intercourse Law von 180 wieder in Kraft setzen und mit allen Völkern den Handelsverkehr abbrechen, die sich weigern, die Rechte unseres neutralen Han⸗ dels anzuerkennen. Eine dieser Methoden muß befolgt werden. Wenn wir uns zu keiner aktiven Methode des Widerstandes ent⸗ schließen. müssen wir bei der ersten Methode bleiben und uns in Staub und Erniedrigung beugen. Das Blatt schließt, alle Amerika⸗ ner müßten sich um die Regierung scharen, und die Parteigegen⸗ sätze beiseite lassen. Es sei nicht Zeit, probritisch oder prodeutsch, sondern nur proamerikanisch zu sein. N. „Washington Post“ kann in der Absicht Großbritan⸗ niens, Deutschland auszuhungern, mur einen riesigen Fehler er⸗ blicken. Die ersten, die darunter leiden würden, würen Hundert⸗ tausende in Deutschland gefangener en, Franzosen und Briten. Die Briten würden bald spüren, daß sie einen Fehler begingen, wenn sie friedliche Nationen gegen sich in Harnisch brächten. Die Amerikaner könnten nicht dulden, daß ihr Handel vernichtet 9 wenn nichts anderes helfe, fangen sie nötigenfalls ieg an. „New Nork World“ führt aus, daß sowohl die deutsche Erklärung der britischen Gewässer als Kriegsgebiet, wie Englands sogenannte Blockade darauf zurückzuführen sei, daß beide Länder eine Seeschlacht ablehnten. Wenn England, das alle Zeit stolz auf seine Seemacht war, bereit wäre, seine Seemacht kräftig zu benutzen, würde es Deutschland blockieren und nicht den Handel neutraler Länder. Wenn England sich weigere, die deutsche Küste zu blockieren und dadurch wahrscheinlich ein Seegefecht herbei⸗ zuführen, so könne es nur zur Entschuldigung anführen, daß seit Bestehen der Unterseeboote Blockadeoperationen zu gefährlich seien. Wir haben also zwei große Seemächte, die einem männlichen Streit miteinander ausweichen, aber beide eine Art Krieg gegen die Neutralen beginnen, in der Erwartung, daß sie den Feinden dadurch ernsten wirtschaftlichen Schaden zufügen, gleichgültig, was sie dabei friedlichen Bürgern zufügen. ö „New Norker Telegraph“ sagt Wenn England Deutsch⸗ land blockieren will, muß es auch die Heben in Kauf nehmen. Viele Blätter befürworten einen energischen Protest der Vereinigten Staaten namens der Neutralen.. „Record“ von Philadelphia schreibt: Die britische Kabinetts⸗ order verurteilt sich selbst. 5 5 e „Transcript“ in Boston sagt: Die Pflicht der amerikani⸗ schen Regierung, zu protestieren, ist unzweifelhaft.. f Der Bostoner„Globe“ betont, daß zur englischen Kabinetts⸗ order kein anderes Recht bestehe, als die Macht. a „Leader“ in Pittsburg hält es für die beste Repressalie, alle Ausfuhr aus den Vereinigten Staaten aufzuheben. Dadurch würde der Krieg in einer Weise beendet, wie man es in Europa nicht erwartete. 1 5 f „Republicain“ in Springfield schreibt: Es ist durchaus möglich, daß bestimmte neue Bedingungen militärischer und mari⸗ timer Art eine Aenderung des Kriegsrechts und der Rechte der Neutralen erheischen, aber umsomehr ist es notwendig, daß die Stimme der Neutralen gehört und ihre rechtmäßigen Forderungen nicht ignoriert werden. Straßburg(Els.), 8. April.(WTB. Nichtamtlich.) Statt im Kaiserpalaste, dessen Räume wie die des Landtagsgebäudes in ein großes Lazarett, umgewandelt sind, fand heute nachmittag im großen Saale des Statthalterpalais die Eröffnung des elsaß⸗ lothringischen Landtages statt, zu der die Abgeordneten fast voll⸗ zählig erschienen waren, auch die im Felde stehenden, die in Uni⸗ form zugegen waren, mehrfach im Ehrenschmuck des Eisernen Kreuzes. Der kaiserliche Statthalter Dr. v. Dall witz, der bei dieser Kriegstagung zum erstenmal vor das reichsländische Parlament trat, eröffnete dieselbe mit folgender Ansprache: Anders, als menschliche Berechnung es voraussehen konnte, vollzieht sich die diesjährige Landtagseröffnung. Die weltbewegen⸗ den Ereignisse, in deren Mitte wir stehen, der 1— Kampf, der unserem deutschen Vaterlande trotz seiner üthungen um die Erhaltung des Friedens aufgezwungen worden ist, und den es bisher ruhmvoll bestanden hat, haben ihren unmittelbaren Wider⸗ hall auch in unserem Lande gefunden. hl ist es der Tapferkeit unserer Truppen gelungen, den gleich zu Anfang des ieges unternommenen Vorstoß der Gegner mit entscheidenden Schlägen zurückzuwerfen, wohl dürfen wir mit Genugtuung die Tatsache begrüßen, daß seitdem der heimische Boden auch unseres Landes, von einem kleinen Grenzstreifen abgesehen, vom Feinde befreit gusprücten, aus dem Befreiungskriege, den Frankreich führe, einen Croberungskrieg zu machen, und e den„Temps“ auf, zu er⸗ ist. Aber die eiserne Zeit ist auch bei uns nicht vorsbergegangen, ohne im Lande fühlbare Spuren zu hinterlassen. Daran gemah⸗ 35 900 000 Rubel gegen 231 200 000 Rubel im Jahre 1914.1 nen schon die z N sammentreten sich vollzieht und Ihre abspielen wird. Regierung und Volksvertretung finden in dem Wunsche zusammen, gemeinsam Mittel und Wege zu be raten, wie durch die staatlichen Kräfte, die nicht der unmittelbar wichtigsten Aufgabe— dem feng baden Dienste— gewidmet sind, die Wunden des Kri zu sein werden. Der Statthalter wies f darauf hin, daß in der Durch⸗ beratung des Etats für das nächste 8 in der Haupt⸗ sache die Aufgabe der Kammern für die rstehende Session bestehen werde. Das wichtige Problem der Reform der direkten Steuern, in der vorjährigen. für eine! sitzung vor zubehalten, habe infolge der äußeren Verhältnisse vorlcufig zu⸗ rückgestellt werden müssen. Die jetzige Zeit vermöge mit ihren noch nicht voll übersehbaren Rückwirkungen auf das Wirtschaft⸗ leben keine Grundlage für eine Neugestaltung der aus der Privat⸗ wirtschaft 14. 1 staatlichen Einnahmequellen zu bieten. Mit warmem Dank, so betonte der Statthalter am Schlusse seiner Rede, ist bei dieser Gelegenheit der aus allen Teilen des deutschen Vaterlandes in reichem Maße zuflie enden freiwilligen Spenden zu gedenken, durch die es möglich war, bittere Not auch von den am schwersten betroffenen Bewohnern zerstörter oder gerdumter D schach der besen Wursgen ler gedeihliche Jö 8 a sten Wünschen für die ihli ü 8 bevorstehenden parlamentarischen Arbeiten chte der Stat. in bewegten Worten derjenigen unserer Volksgenossen und Landes⸗ kinder, die zurzeit als Angehörige unseres amvergleichlichen Kriegs⸗ aan uf ehen Jen Fade, ührern wir neben isheri en uges di 1 der Heimat vor feindlichem Einfall und für die Zu⸗ kunft die begründete Hoffnung auf einen ehrenvollen Frieden verdanken. Er schloß, nachdem er die dritte Sitzungsperiode des Landtags im Auftrage des Kaisers für eröffnet erklärt hatte, mit — 5 750 auf den Kaiser, in das die Versammlung begeistert einstimmte. 0 Die Zweite Kammer hielt heute nachmittag zunächst eine Geschäftssitzung ab. Der bisherige Präsident Dr. Ricklin(Ztr.) wurde 5 einstimmig wiedergewählt. Zum 1. Vizepräsidenten f 1 6 7 12 Gtr zum 2. Vizeprüsidenten der Abg. hle z. mt. 1 ö Um 4,30 Uhr eröffnete der Präsident eins neue Sitzung mit einer Ansprache, in der er u. a. 55 Kein Deutscher, ins⸗ besondere nicht das elsaß-lothringische Volk, hat diesen Krieg ge⸗ wünscht. Dank der unvergleichlichen, ja einzig dastehenden Tapfer⸗ keit unserer braven Truppen, ist der Einbruch des Feindes in unsere Grenzlande nicht nur zum S. sondern noch 3 ewiesen worden. Der Präsident r port: s wird fitr ums Elsaß⸗Lothringer ein bleibender glänzender Ruhmestitel sein, der durch nichts verwischt, noch in seinem Glanze verdunkelt werden kann, daß bei der Mobilmachung nicht nur die zum 8 teten Rufe folgten, Verpflichteten vollzählig dem an ssie gerich sondern daß sich auch eine stattliche Zahl von Kriegsfrei⸗ Vaterlande willigen aus unserem dem bedrohten S Verfügung stellte. Von dieser Stelle aus, in Ihrem Namen, meine Herren, im Namen 8 Bevölkerung richte ich stolz und be⸗ wußt heiße Worte des s an unsere k. Landes kinder und fordere Sie auf, in der Erfi ihrer vaterländischen Pflicht, unbeirrt durch die vielfachen schmerzlichen Erfahrungen, welche uns leider nicht erspart worden sind, nicht zu erlahmen, sondern bis zum letzten Blutstropfen und letzten Lebens hauche halten und durchzukämpfen. Sie kämpfen nicht nur für die f und die Freiheit des großen Deutschen Reiches, sie kämpfen auch für die einzig glückliche, für die deutsche Zukunft, unseres geliebten Heimatlandes.(Lebhaftes Bravo.) Der Präsident dankte schließ⸗ lich für die Bestrebungen in Altdeutschland zur Unterstützung der notleidenden elsaß⸗lothringischen Bevölkerung.— „In seiner Etatsrede wies der Staatssekretär Graf v. Rödern darauf hin, daß seit Kriegsbeginn 1 Fance 0 der Schauplatz von Kämpfen gewesen sei. In zwei Felds achten und vielen Gebirgskämpfen im Lande sei der Fend siegreich zu⸗ Se Tal uns Pease den Pte e rößte Tei relsaß vom ei gewor n Subwesen des Landes, auf einem durchschnittlich etwa 10 bis 15 Kilometer breiten Streifen hat sich ein h in fag ent⸗ wickelt. Die kriegerischen Ereignisse seien auch in 8 N ringen fühlbar geworden. Die baulichen Schäden seien in Loth⸗ ringen und in Teilen des Ober⸗Elsaß bedeutend. Aus einzelnen Ge⸗ meinden hat zu ihrer eigenen 1 die Bevölkerung ent⸗ fernt müssen. Aufgabe des Reiches werde es sein, die er⸗ littenen Schäden auszugleichen, vorläufig könne jedoch nur für die Beseitigung dringender älle Sorge getragen werden. Dazu habe das Reich 1 Million zur Verfügung gestellt. Die von dem Herrn Statthalter eingeleitete Hilfsaktion hat 1½ Mill. Mark ergeben. Der Staatssekretär berührte darauf die Nahrungsmittel⸗ versorgung des Landes, die erfolgreich durchgeführt sei. Auch sei die H eldbestellung im großen und ganzen erfolgt. Die Früh⸗ jahrsarbeiten seien unter Mithilfe einquartierter Truppen im Gange. An der Kriegs⸗Getreide⸗Gesellschaft hat sich Elsaß⸗Lothrin⸗⸗ gen— 250 000— 1 Ueberschuß 2 as Rechnungsjaf 3 hat einen 0 von rund 1100 000 Mark ergeben, das Jahr 1914 wird infolge des Krieges, soweit annähernd übersehen werden könne, mit einem Fehlbetrage von 10 Mill. Mark abschließen. Dieser Ausfall bedinge in Ver⸗ bindung mit der im Lande vorschußweise zur Last fallenden Zah⸗ lung der Familienunterstützungen für die einberufenen Mannschaf⸗ ten von mongtlich etwa 1 Mill. Mk. eine starke Erhöhung der schwebenden Schuld. Der Etat für 1915 3 zu im en des Etats für 1914 aufgestellt, jedoch teilweise die Einnahmeansätze er⸗ heblich vermindert; er schließe ab in Einnahme und Aus⸗ gabe mit 79 illionen Mark. Die Bilancierung erwies sich nur möglich durch Einstellung einer— 9 von etwa 9,5 Millionen Mark. Außerdem soll im r e. ermächtigt werden, Schatzanweisungen bis zur von 6 5 Mark zu begeben. Hiervon seien 10 Millionen Mark bestimmt zur Durchführung außerordentlicher, infolge des Krieges notwendiger Fürsorgemaßnahmen. Bis zum Abschluß des Jahres 1915 ser etwa mit 1 Gesamterhöhung der Anleiheschusd um 20 Millio⸗ nen zu rechnen. ö Der Staatssekretär schloß seine Rede, er wisse sich einig mit dem Landtage darin, daß derselbe sich in der Einheitlichkeit und Geschlossenhett des Wollens und Handelns für des Landes Wohl⸗ fahrt nicht übertreffen lasse durch die Brüder im d 12 5 Auf Antrag der Abg. Hauß(3Ztr.), Peirotes. 5 g wee en eee e, ussprache an. sen. 1 1 8 4 1 3 caff. 3 Schu en Martin in Mülha und Einstellung 8 Verfahrens gegen ltr, fonte eig Ane el Jen 0 Oberlandesgericht wolle prüfen, ob die Voraussetzungen der Mit⸗ gliedschaften Wetterlé's zur Zweiten Kammer noch vorhanden sind. Nächste Sitzung unbestimmt. g Aus dem Reiche. Der Kaiser und die Reichsbank. 3 Berlin, 8. il.(WT. Nichtamtlich.) Die„Nordd. Allgem. Vie schreibt: Auf den an 8. M. den Kaiser er⸗ statteten Bericht über die Verwal der Reichsbank im Jahre 1914 ist e eheimen— 1 nach⸗ tehende Antwor reiben ergangen:„ Haupt⸗ — 3. April. S. M. der Kaiser und König haben von dem 5 Euerer Exzellenz vom 28. und dem vor⸗ elegten ltungsberichte der Reichsbank für 1914 mit Poher Befriedigung Kenntnis genommen und daraus er⸗ sehen, mit welcher rühmlichen Sorgfalt und weisen Voraus sicht die Reichsbank es verstanden hat, sich auf den Fall eines Krieges rechtzeitig vorzubereiten und seinen— tigen Anforderungen gerecht zu werden. S. Majestät er⸗ kennen die glänzenden Leistungen der Reichsbank sowie die große Bedeutung der gezeitigten Erfolge für eine glück⸗ liche Kriegsführung voll an, und sind allen, die sich 1 ö l e it. ankbar. Auch eili Kirche und Schule. . Ameritkanische Religionsstatistik. Das Jahr 1914 ist für die christlichen Kirchen in den Vereinigten Staaten sehr segensreich gewesen. Die Zahl der neuen Mitglieder hat sich um fast dreiviertel Millionen erhöht. Im ganzen zählen die verschiedenen Kirchen 38 708 149 An⸗ gehörige. Unter den protestantischen Kirchen sind es die Methodisten, die die größten Fortschritte gemacht haben, indem sie 231460 Seelen warben; dann kommen die Bap⸗ tisten mit 122 125, die Lutheraner mit 56 247, die Presby⸗ terianer mit 56 019, die Orthodoxen mit 36 500, die Deutsch⸗ Evangelischen mit 29315, die Episkopalkirche mit 28 641 neuen Mitgliedern. Die Katholiken haben 136 850 neue Mitglieder geworben. Es gibt neun Kirchen in den Ver⸗ einigten Staaten die über eine Million Gläubige zählen: die katholische mit 13 794637, die Methodisten-Episkopal⸗ kirche mit 3603 265, die Baptisten des Südens mit 2592 217, die Nationalbaptisten(Neger) mit 2018 868, die Metho- disten⸗Episkopalkirche des Südens mit 2005 707, die Pres- byterianer des Nordens mit 1442 498, die Schüler Christi mit 1363 163, die Baptisten des Nordens mit 1238 323, die Protestanten⸗Episkopalkirche mit 1015 228. Diese neun Kirchengemeinschaften umfassen insgesamt 29 Millionen Mitglieder, also über drei Viertel von allen Angehörigen der 170 Kirchen in den Vereinigten Staaten. Für reli⸗ giöse Werke sind im vorigen Jahre 1640 Millionen Mk. a geben worden, eine Summe, die bisher noch niemals in Vereinigten Staaten erreicht worden ist und die kein anderes christliches Land aufzuweisen hat. Die Zahlen beweisen jedenfalls, daß das religiöse Leben in den Ver— einigten Staaten im neuen Aufblühen ist. 5 Aus Stadt und Can. Gießen, 9. April 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. 2(Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Leutnant dans Bene, Inf.⸗Rgt. 15, aus Wetzlar.— Vize⸗ seldwebel d. Res. Albrecht Bopp,. Inf.⸗Rgt. 116 aus Bellers- heim.— Geir. Karl Ernst Baumann aus Herborn.— Berthold Haas, Inf.⸗Rgt. 118, aus Eich. Gefr. Christian Fuchs, Landw.-Ins. Rgt. 118, aus Heppenheim a. d. W.— Musk. Peter Lipps, Inf.⸗Rgt. 254, aus Offenbach-⸗Bürgel.— Gardist Justus Reitz, Lehr⸗Inf.⸗Rgt., aus Bischofsheim.— Kriegsfreiw.⸗Geir. cand. astron,. Ludwig Walther, 2. Schneeschuh-Bataillon, aus Hanau.— Vizeseldwebel Paul Coreilius, Inf.⸗Agt. 251, aus Marburg.— Ers.-Res. Ludwig Rühl aus Darmstadt.— Res. Jakob Breyvogel, Ins.⸗Rgt. 138, aus Heppenheim a. d. W. * * Ritter des Eisernen Kreuzes: Gefr. Wehr⸗ mann Heinr. Haas aus Steinbach bei Gießen, Landw.⸗Juf.⸗ Regt 116(unter gleichz. Beförderung z. Uffz.). Oberpost⸗ schaffner Jakob Norwig aus Alsfeld, Uffz. im Res.-Inf.⸗ Regt. 118. Gefr. im Landw.⸗Inf.⸗Regt. 116 Otto Resch aus Alsfeld. Landwehrmann Hans Ruppel aus Butzbach. Otto Schäfer, früher Pfarrer in Hartershausen, jetzt Pfarrer in Königstätten, Off.⸗Stellv. im Landst.⸗Bat. II, Darmstadt. 1 Feldwebelleutn. Otto Lippert und Off.⸗ Stellv. Adolf Sauerbier aus Butzbach. Leutn. d. R. im Bayr. Res.⸗Inf.⸗Regt. 10 A. Schmier, Lehrer in Rainrod bei Schotten. ** Auszeichnung. Der Kompagnie⸗Feldwebel Jakob Hauck aus Erbes-Büdesheim von der 9. Kompagnie wurde wegen herporragender Tüchtigkeit vor dem Feinde zum Leutnant im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm(Nr. 116) ernannt. * Beförderung vor dem Feinde. Schutzmann Karl Happel, der vor kurzer Zeit zum Offiziers⸗Stellvertreter er- nannt wurde, ist inzwischen zum Feldwebelleutnant be⸗ fördert worden. ** Amtliche Personal nachrichten. Der Groß⸗ herzog hat am 31. März d. J. den von dem Stadtvorstand zu Alsfeld auf die zweite evangelische Pfarrstelle zu Alsfeld prä⸗ sentierten Pfarrer Christof Möbus zu UÜdenhausen für diese Stelle bestätigt, am 7. April d. J. den Oberlehrer an der Real⸗ schule und dem Progymnasium zu Alzey Jakob Partenhei⸗ mer zum Oberlehrer an der höheren Mädchenschule zu Gießen mit Wirkung vom 12. April 1915 und am 7. April d. J. den Lehramtsassessor Johann Rüdinger aus Erbes-Büdesheim vom 1. April 1915 an zum Seminarlehrer an dem Lehrerseminar zu Alzey ernannt. ** Mehr Sorgfalt bei Feldsendungen. Die Zahl der mangelhaft adressierten und der un⸗ zulänglich verpackten Feldpostbriefe ist trotz aller Bemühungen der Postverwaltung, das Publikum von der Wichtigkeit einer richtigen Adressierung und sachgemäßen Verpackung der Feldpostsendungen zu überzeugen, noch immer sehr groß. Bei den heimischen Postsammelstellen gehen täglich über 150000 mangelhaft adres⸗ 177155 sowie 9000 ungenügend verpackte Feld⸗ postbriefe und Päckchen ein. Die schlecht verpackten Sendun— gen werden ausnahmlslos an die Absender sogleich zurück— gesandt, weil der Verpackungsstoff, auch wenn man ihn in der Feldpostsammelstelle flickt, während der Beförderung ins Feld doch wieder entzwei geht und der Inhalt dann beschädigt wird oder herausfällt. Bei den mangelhaft agadressierten Feldpostbriefen sind die Postsammelstellen zwar nach Möglichkeit bemüht, die Fehler zu ermitteln und aus⸗ Zziuumerzen. Gleichwohl bleiben täglich bei den Postsammel⸗ stellen gegen 30000 Sendung en übrig, bei denen alle aufgewandte Zeit und Mühe umsonst ist und die dann an den Aufgabeort zurückgeschickt werden müssen. Das 1 wird deshalb erneut und dringend ersucht, der ressierung und Verpackung der Feldpostbriefe die größte Sorgfalt zuzuwenden. Auch ist es unbedingt erforderlich, daß auf den Feldpostbriesen der Absender angegeben wird. Tausende von Feldpostsendungen kommen täglich auf, bei denen auch dieser Forderung nicht genügt ist. 5 u Kartoffel⸗ und Schweinebestand. Am 15. April d. J. sollen im Deutschen Reich die Schweine abermals gezählt werden, nachdem bereits am 15. März eine solche Zählung stattgefunden hat. Mit der Durchführung der Zählung im Großherzogtum ist die Großh. Zentralstelle für die Landesstatistik in Darmstadt be⸗ auftragt. Die Zählung selbst erfolgt unter Leitung der Großh. Bürgermeistereien(Oberbürgermeister, Bürgermeister). Ge⸗ zählt wird von Haus zu Haus und innerhalb eines jeden dauses von Haushaltung zu Haushaltung mittels Zähllisten. 5 trägt das Ergebnis unmittelbar in diese ein.— er abermaligen Zählung ist zu beachten, daß die Kartoffelbestandsaufnahme hinter dem erwar⸗ teten bnis zurückgeblieben ist. Man glaubt, daß die Vorräte durchschnittlich um/ zu niedrig eingeschätzt und angegeben worden sind. Eine genauere Zählung ist beabsich⸗ tigt und wird bei der Oeffnung der Kartoffelmieten möglich werden. Ueber den neuen Termin zur Ermittlung des Kar⸗ toffelbestandes ist noch nichts bestimmt. Es wird aber, wie von zuverlässiger Stelle mitgeteilt wird, in Anbetracht des vorläufigen Zählungsergebnisses nach der Auffassung an zu⸗ ständiger Regierungsstelle notwendig sein, noch etwa 2¼ Millionen Schweine abzuschlachten, um die für die menschliche Ernährung erforderlichen Kartoffelvorräte zu sichern. Falls ein freihändiger Verkauf von Schweinen in genügendem Maße nicht stattfindet, wird zu Enteignun-⸗ gen geschritten werden. 'Stenographie. Die Stenographie-Gesellschafst Gabels- berger bietet laut Anzeige in heutiger Nummer jungen Leuten 9 FCC VVVVVVVVCCCCCC e * 15 2 5 7 der Nachtrag zum Sparkassenstatut wegen Vermietung von Schranl. fächern endgültig festgesetzt.— Die Ver tung für den städtischen 1 Kuhhirten wurde von 750 auf 800 Mark pro Jahr erhöht. 5 F. O. Vom Taunus, 8. April. Der„Verein Hirsch⸗ 5 gerechter Taunusjäger“ hat seit emigen Jahren Musse l. 85 wild in die Taunuswälder einsetzen lassen. Nach den bisherigen Erfahrungen erscheint die Einbürgerung des Wildes berle⸗ digende Ergebnisse zu bringen. In der Oberförsterei Bad Homburg befindet sich ein Rudel von 17 Stück, in der Obersörsteren Königstein und Cronberg ein solches von 10 Stück.— Die Erfolge 5 der im Jahre 1904 begonnenen und bis jetzt fortgesetzten Versuche, 1 das Birtwild im Tannus wieder auzusiedeln, sind dagegen noch wenig zufriedenstellend. In freier Wildbahn des Forstreviers Usingen dürfte sich ein Birkwildbestand von ziria 70 Stück befinden. 3 7 r e C 5 Aniversitäts⸗ Nachrichten.. [Marburg, 8. April. Das Sommersemester an der hiesigen Universität beginnt am 15. April. Die Immatriku- lationen müssen bis zum 5. Mai und das Belegen der Vorlesungen 5 Gelegenheit zur Erlernung der Kurzschrist. Mit Rücksicht darauf, daß heute Stenographie zum Vorwärtskommen in fast allen kauf- männischen und Gelegenheit hiermit hingewiesen. Kreis Büdingen * Nidda, 7. April. Die Feier von Bismarcks Geburtstag wurde hier durch eine Feier der Jugendwehr am Bismarck-Gedenk⸗ stein abends 8 Uhr begangen. Der Gedenkstein war mit einer großen Zahl von Lämpchen beleuchtet. Pfarrer Werner hielt eine Ansprache, es folgten patriotische Gesänge und ein Feuerwerk. Gestern abend fand eine gemeinsame Feier im Gasthaus zur Krone statt, wobei einige Musikvorträge des Kaiser⸗ orchesters und patriotische sänge stattfanden und Amtsrichter Römheld die Festrede hielt.— Die Lazarette in Nidda und im Ernst⸗Ludwigheim zu Bad Salzhausen sind noch immer mit einer Anzahl Verwundeter belegt. Allsonntäglich findet durch die Geistlichen von Nidda und Mittwochs durch den katho⸗ lischen Geistlichen von Büdingen Gottesdienst in Bad Salzhausen statt.— Wie an Kaisers Geburtstag Festbüchlein über Kaiser Wil⸗ helm, so wurden an Bismarcks Geburtstag Festbüchlein über Bis⸗ marck vom Pfarramt Nidda an alle im Felde stehenden Krieger der Pfarrei(über 200) versandt, außerdem in Zwischenräumen Flugschriften religiösen und patriotischen Inhalts, welche mit großem Interesse gelesen werden, wie die vielen Dankschreiben der Krieger beweisen. Es macht einen erhebenden Eindruck, wie in diesen Dankschreiben allerwärts die feste Hoffnung auf end⸗ lichen Sieg und festes Gottvertrauen sich aussprechen. Kreis Wetzlar. O Hörnsheim, 9. April. Mittwoch abend fand in der Pfarrkirche eine Gedächtnis seier für den in Rußland ge— sallenen Unteroffizier L. Schmidt statt, der als Erster aus unserer Gemeinde die Treue zum Vaterlande mit dem Tode be- siegelt hat. Der Andrang zu der Feier auch aus den Nachbargemeinden war so groß, daß die Kirche die Besucherzahl kaum fassen konnte. Pfarrer Koch hielt eine ergreifende Gedächtnisrede. Oessen⸗Nassau. Der kanalisierte Main als Elettrizitäts⸗Kraftquelle. X. Hanau, 8. April. Die Kreistage der Kreise Geln⸗ hausen, Fulda, Schlüchtern, Hanau und Hün⸗ feld haben den von der preußischen Staatsregierung (Wasserbauverwaltung) vorgelegten Vertrag über den An⸗ schluß der genannten Kreise an das mehrfach erwähnte Unternehmen der Errichtung einer großzügigen elektrischen Ueberlandzentrale mit einigen Vorbehalten ge— nehmigt. Es besteht, wie schon seither berichtet werden konnte, die Absicht, bei der Durchführung der Mainkana⸗ lisation von Offenbach nach Aschaffenburg an den drei Staustufen des Mains bei Mainkur, Kesselstadt-Hanau und Großkrotzenburg eigne Wasserkraftwerke zu errichten, welche zur Versorgung der im südlichen Kurhessen belegenen Kreise Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern, Fulda und Hünfeld mit elektrischer Arbeit dienen sollen. Ueber das Projekt ist im einzelnen noch ergänzend mitzuteilen: Die Wasserbauver⸗ waltung(der Frenfische Staat) verlegt eine Hochspannungs⸗ leitung etwa 60 000 Volt Spannung durch das Gesamt⸗ gebiet der fünf Kreise und errichtet an geeigneten Punkten der Leitung auf eigene Kosten unter Zuschuß jedes ange⸗ schlossenen Kreises von je 15000 Mk. in größerem Abstande Transformatorenstationen, von denen aus die elektrische Arbeit in das Kreisgebiet mit einer Spannung von 15 000 bis 20000 Volt abgegeben wird. Die Kreise sind berechtigt, innerhalb ihres Gebietes den elektrischen Strom auf, be⸗ liebige Entfernungen weiter zu leiten und für beliebige Zwecke zu verwenden. Ueber die Abgabe an andere Kreise außerhalb des staatlichen Versorgungsgebietes bleiben be— sondere Vereinbarungen vorbehalten. Die Wasserbauver⸗ waltung behält sich die Stromlieferung an ihre eigenen Betriebe, ferner an andere staatliche Betriebe vor,— Jahresverbrauch an einer geschlossenen Betriebsstätte 100 000 Kilowattstunden übersteigt. Einmal von dem Kreise angeschlossene staatliche Betriebsstätten dürfen von der Wasserbauverwaltung ohne Zustimmung des Kreises nur in dem Umfange unmittelbar versorgt werden, um welchen der Jahresverbrauch 100 000 Kilowattstunden übersteigt. Sache der Kreise ist es, die Anlagen zur Stromverteilung von den Unterspannungsschienen der Transformatoren⸗ stationen ab bis an oder in die Ortschaften des Kreises herzustellen. Die Form der von den Kreisen mit den Strom⸗ abnehmern abzuschließenden Einzelverträge, wie überhaupt die Bedingungen, zu denen den Konsumenten der Strom geliefert wird, bedürfen nicht der Genehmigung der Wasser⸗ bauverwaltung bezw. des Staates. Die Kreise bezahlen für die auf der Unterspannungsseite der Haupttransforma⸗ torenstation a ebene Kilowattstunde, ohne Rücksicht auf den Zweck, zu welchem sie verwendet wird, folgende Strom- preise: Für die ersten 200 000 Kilowattstunden je 5,5 Pfg., zweiten 200000 Kilowattstunden je 5 Pfg., dritten 2006 Kilowattstunden je 4,5 Pfg., darüber hinaus 4 Pfg. Beim Zusammenschluß der Kreise zu einer Betriebsgemeinschaft sollen nachstehende Strompreise gelten: Für die ersten 500 000 Kilowattstunden 5,5 Pfg., zweiten 500 000 Kilowatt⸗ stunden 5 Pfg., dritten 500000 Kilowattstunden 4,5 Pfg., darüber hinaus 4 Pfg.— Für die Stromversorgung größe- rer Einzelabnehmer gilt ein besonderer Tarif.— Die vom Staat mit den Kreisen abgeschlossenen Verträge haben eine Zeitdauer von 40 Jahren. Ueber die Berechnung des Rein- überschusses und über die Verteilung desselben an die aus den Wasserkraftwerken Strom entnehmenden Kommunal- verbände sind ebenfalls Bestimmungen erlassen worden. Da die Mainkraftwerke mit Kraftwerken im Weserquell⸗ gebiete, vor allem mit der Edertalsperre, in Verbindung gebracht werden sollen, ist Vorsorge getroffen, daß keine 8 der Stromleitung erfolgt. Am 1. April 1917 soll die—— des Betriebes erfolgen. 85 2 f m. Kirchhain, 8. April. In der gestern stattgefundenen Sitzung der Stadtverordneten wurde zunächst zu dem Verkaufe des ehemals Fladungschen Hauses in der Bahnhofstraße zum Preise von 5030 Mark der Zuschlag erteilt. Der Erwerber ist verpflichtet, das alte Gebäude abzubrechen und binnen Jahres- frist mit dem Neubau eines Wohnhauses zu beginnen.— Die hiesigen Schafmeister hatten beantragt, die Vorhute in den Wiesen der Gemarkung Kirchhain bis zum 15. April d. J. zu verlängern, der Antrag wurde jedoch abgelehnt.— Für Vertretung emer erkrankten Lehrerin wurden die kosten bewilligt und ureau-Berusen unerläßlich ist, sei auf die günstige]“ bis zum 12. Mad ersolgen. Dampferzusammenstoß. Rotterdam, 8. April (WTB. Nichtanttich.) Der neue Dampfer e von dei holländischen Paketgesellschast stieß mit einem Schleppdampfer zu- sammen. 5 Personen sind ertrunken. N Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge(Süd⸗Anlage), Samstag, den 10. April 1915: Loraben) 7.00 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. —— VV 5 8 1 2 Nachmittags: 4.00 Uhr. Schrifterklärung. Jugendgottesdienst. 5 Sabbataus gang 8.00 Uhr. ———— 1 meteorologische Beobachtungen der Station Giesen. 22 83 2 2 5 5 S S 3 s ss ee 1 35 SSS[I 5 85 E 1 1 9422 11,3 5, 54 swW-W 2 5 Sonnenschein 8. Le 6,5 6,4 88 WSW 7 Bew. Himmel 9 75 5,5 8, 88 77 1 1 ö 1 1 Höchste Temperatur am 7. bis 8. April 1915= + 11.7 0. Niedrigste„„ Niederschlag: 2,9 mm. Amtlicher Wetterbericht. 0 Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. 1 Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 10. April 19155 Abnehmende Bewölkung, trocken, westliche Winde. 5 1915 + 5,1 Letzte Nachrichten. Ein Zeppelin über Dünkirchen. Amsterdam, 9. April.„Daily Telegraph“ über das Erscheinen eines Zeppelins über Dün wie folgt: In der Nacht zum Dienstag hörte die Küstenn wache um Mitternacht das Surren eines Zeppelins. So- gleich wurde alarmiert und die Schein entdeckten bald das deutsche Luftschiff, das vergeblich versuchte, aus dem Bereiche der Scheinwerfer zu entkommen. Der Zeppelin wandte sich seewärts, aber französische Schlachtschiffe be⸗ leuchteten mit ihren inwerfern den Himmel und das Luftschiff fuhr schnell wieder nach Ostende zurück. a Ein belgischer Kabinettsrat an der Front. 3 Genf, 9. April. Das„Petit Journal“ meldet aus Havre: Die Mitglieder der belgischen 3 verließen Saint Adresse und begaben sich an die Front. Dort findet unter dem Vorsitz des Königs Albert unverzüglich ein Ministerrat statt. Eine Petersburger Meldung über die Karpathenschlacht. 1 Kopenhagen, 9. April. Aus Petersburg wird. meldet, daß in der Karpathenschlacht zwischen dem Topk 5 fluß und Üzsok deutsche und österreichisch⸗un ga- rische Truppen einen heftigen Vorstoß gegen die russischen Stellungen gemacht hätten. Die Verbündeten hüt⸗ ten hier große Verstärkungen erhalten. Die Kämpfe dauer⸗ ten noch fort. l Englische Kreuzer auf der Jagd nach Spionen. Kopenhagen, 9. April. Die englischen Kreuzer betätigen sich eifrig in der Spionenjagd. Bei den Farör⸗Inseln wurde eine Flottille dänischer Fischkutter von einem eng⸗ g lischen Kreuzer aufgebracht und einer genauen Durchsuchung unte zogen. Ein Fischer wurde von der Besatzung wegen Spionagever⸗ dachts verhaftet. 8 Eine abenteuerliche Fahrt. 5 Rom, 9. April. Der hier eingetroffene Forscher Leo—. benius, der bekanntlich die Misston hatte, die unterbrochene 8 bindung mit dem deutschen Gesandten von Syburg in Adis Abbeba wieder herzustellen, erzählte über seine abem⸗ teuerliche Reise. Der Zweck seiner Mission sei durch das Entgegen⸗ kommen der italienischen Behörden, die die Beförderung der Post nach Adis Abbeba und von dort nach Massaua übernahmen, voll⸗ kommen erreicht. Die Reise dauerte 2½ Monate, die Ueberfahrt über das Rote Meer 23 Tage. Eine Anzahl von marokkanischen Kriegsgefangenen, die freigelassen worden waren, befanden sich am Bord. Von Akaba bis Konfud verlief die Fahrt an der arabischen Küste ohne Zwischenfall. Bei der Ueberquerung des Roten Meeres, zwischen Konfud und Massaua erschien der französische⸗ Kreuzer„Desaix“ und gebot Halt. Offiziere kamen an Bord und untersuchten das Schiff. Frobenius mit seinen Begleitern lag unten im Schiffsraum unter Decken und Säcken verborgen. Nach gründlicher Untersuchung dampfte der„Desaix“ wieder ab. Die Aufnahme, die den Reisenden in Massaua bereitet wurde, war so freundlich wie möglich. Auf der Rückfahrt, die an Bord eines italienischen Dampfers vor sich ging, respektierten die englischen Wachtschiffe den italienischen Geleits⸗ brief und verlangten nur von Frobenius sein Wort, daß er ber der Durchfahrt durch den Suez⸗Kanal keine Beobachtungen mache. Ein neuer russischer Gesandter in Serbien. Sofia, 9. 7 Aus Jassy wird gemeldet: Die Ge- mahlin des russischen Konsuls in Monastir, Frau Alexan⸗ drine Miachailowski Petrajalvo, ist gestern aus Petersburg hier angekommen. Sie brachte die Meldung mit, daß Fürst Trubetzkoi seines Postens als russischer Ge⸗ sandter in Serbien enthoben und an seine Stelle ihr Gatte zum russischen Gesandten in Nisch ernannt worden sei. Smyrna neuerlich bombardiert. Stockholm, 9. April. Ueber Göteborg erfährt„Stockholms Dagblad“ aus London, daß Smyrna wieder bombardiert wird. Ein englisches Wasserflugzeug flog über die Forts und warf Bomben ab, Gleichzeitig wurde ein Forts von einem 3 * Schlachtschiff, das von Torpedojägern begleitet war, be„ en.* 3 A 8 4 c Heute nacht 12½ unsere innigstgeliebte Tochter und Schwester Hedwig Ritzel im Alter von 27 Jahren. In tiefer Trauer: Mathilde Ritzel, geb. Schulz Antonie Baehr, geb. Ritzel Erna Ritzel. Giessen(Frankfurter Strasse 43), den 9. April 1915. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittags 3 ½ Uhr von der Kapelle Uhr verschied nach langem, schwerem Leiden des neuen Friedhofs aus statt. U r 3²⁵ 3 Groß war sein Mut, Stark seine Hand, Sein Herzensblut Gab er fürs Vaterland. Nachruf. Am 22. März starb den Heldentod für Kaiser und Reich im blühenden Alter von 19 Jahren unser lieber treuer Kamerad Karl Schäfer II. Kriegsfreiwilliger, Unteroffizier i. Reserve⸗Inf.⸗Regt. 221, 3. Komp. Inhaber der Hessischen Tapfer⸗ keitsmedaille. a Wir werden ihm ein ehrendes An⸗ denken bewahren. Die trauernden Kameraden: Das Montag, Anmeldungen 5 werden Freitag, den 9. April, abends 8 bis 9 Uhr, Nord⸗Anlage 8, entgegengenommen. meldung ist das letzte Schulzeugnis vorzulegen. Gießen, den 3. April 1915. Faufnämische Fache Jießen. (Staatlich anerkannte Unterrichtsanstalt.) neue Schuljahr Aunserer Anstalt beginnt den 19. April l. J8., abends 8 Uhr, neuer Schüler und Schülerinnen Stadtknabenschule, Bei der An⸗ im Schulhause der 3159 Die Schulkommission. Gießener Pacdagogium. Ich beabsichtige, im neuen Schuljahre die Mäd⸗ chen in besonderen Klassen, getrennt von den Am I. April habe ich in Großen-Linden die Praxis des Herrn Sanitätsrates Dr. Platz übernommen. Dr. Speck, prakt. Arzt, Gr. Linden Telephon Nr. 5. 3²⁰9 Sprechstunden: Serttas gps 10 Sonntags 9 bis 10 K. Burk H. Buchner K. Schäfer I. L. Schardt— K. Berg K. Schäfer III. H. Hofmann L. Harnisch. Hausen, den 8. April 1915. 3248 Am 25. März starb den Heldentod fürs Vaterland unser Licht-Spiel-Haus Vom 7. bis inkl. 9. April 1915: 2— Jungen, zu unterrichten. Anmeldungen zu den be— Der Diamantendieb kannten Bedingungen(Prospekt und Jahresbericht] Spannende Detektirstudie in 3 Abteilungen Im Dusel unentgeltlich) werden für Mädchen nur bis zum 10. April 9. Jahre ab. Die Schülerinnen genügen durch den Besuch der Anstalt der gesetzl. Schulpflicht (Berfügung des Gr. Ministeriums des Innern vom Mai 1915). entgegen genommen. Aufnahme vom Heiterer Trickfilm Die Stimme des Meeres lieber und einziger Sohn, Bruder, Neffe und Vetter 2 2„ Musketier Karl Kreiling Garde-Ersatz⸗Division 1 im Alter von 22 Jahren. In tiefem Schmerz: Karl Kreiling I. Ww. 8 Bringe meine vorzüglichen Flaschenweine Ausschankweine sthein-, Mosel- u. 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April 1915 3264 vormittags 9¼ Ubr, sollen Grosser Kriminalroman in 2 Abteilungen Direktor Brackemann, Ludwigstraße 70. Es w eingestellt. ekanntmachung. erden noch tüchtige Hilfswagenführer Körperlich rüstige Leute, nicht unter VVoranzeige Ab Samstag, den 10. April 1915: Ein Lacherfolg ohne Gleichen Fürst Sepp'l Das hervorragendste Filmlustspiel aller Zeiten in 18 Jahren, wollen sich umgehend bei der Direktion D Akten 2 31890 der städtischen Elektrizitätswerke und Straßenbahn 1 8 0 2 Milltar ohne Charge zahlt werktags die Hälite. der Stadt Gießen melden. 3254 8 N 0 Hygienisch Fichfig 1 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil— nahme und die überaus zahlreichen Kranz— spenden, sowie für die trostreichen Worte diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank Heinrich Riehm III. und Geschwister. Lollar, den 9. April 1915. Danksagung. des Herrn Dekan Gußmann bei dem Hin⸗ 5 scheiden unseres lieben Vaters sagen wir auf Milärische Ausbildung auf hiesigem Amtsgericht. Zimmer 18, die den Heinxich Konrad Eheleuten in Gießen zugeschriebenen Grundstücke Flux 28 Nr. 214= 274 qm Grabgart. i den mittelsten Schießgärten Flur 28 Nr. 221%= 198 am Hofreite daselbst(Krof⸗ dorfer Straße 28) zwangsweise versteigert werden. 1 Die amtsgerichtliche Ver⸗ fügung ist im Ortsgerichts⸗ zimmeröffentlich ausgehängt Gießen, den 4. März 1915 8 Ortsgericht. Simon. lar ugenl. Sountag, den 11. April: Antreten 2½¼ Ubr au der neuen Ka ⸗ serne neben„Germania“. Vorübung für Besichtigung. 3272 D Der Ausschuß. I- filerie för Herren, damen ond Kinder die zweckmsss igste Fossdbekleicung zur Elegent, begdem. erst. i classig n form ond Salitat. Vielfacn prämiert Miele Patente. Erhaiteng gesunder füsse. Allei für Siegen u. Umgegend nverkauf neben W. Herber Marktplatz 95 der Engel-Apotheke Große Spezial Abteilung Damen- u. Kinder- Original- Modelle Deutsche Mode 1915 Eigene Modelle zn sehr billigen Neueröffnung. 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Vollzähliges Erscheinen erwartet 2080 Der Vorstand. Neul ILAur bei mir zu haben] Aselsinen-AMaumezade Gesund, hervorrag. guter deschmaeck, ieines Aroma, nicht suse 1 Pfund mit Glas 1.— Marx 281 8 Reformhaus, Kreuzplatz 5