KErstes Blatt Gießener Anzeig FGFeneral⸗Anzeiger für Gberhessen Botatlonsdrud und verlag der Brühl schen Univ. Buch: und steindrucerei B. cange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulftr. 7. eee en: Fernsprech Aceh; 97 7 Berlag, Geschäftsste g Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Seßen. 8 von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. u 20% mit Otto 1 eddigen untergegangen! 4 (TB.) Croßes Hauptquartier, 7. April. (Amtlich.) N Westlicher Kriegsschauplatz. Die von uns vorgestern besetzten Gehöfte von Drie Grachten, die der Feind mit schwerstem Artillerie- und Minenwurffeuer zusammenschoß, wurden deshalb gestern ubend von uns aufgegeben.. 8 In den Argonnen brach ein franzüsischer Angriff im Feuer unserer Jäger zusammen. 5 l Nordöstlich von Verdun gelangte ein französischer Vorstoß nur bis an unsere Vorstellungen. Oestlich und süd⸗ oͤstlich von Verdun scheiterte eine Reihe von Angriffen unter außergewöhnlich schweren Verlusten. An der Combreshöhe wurden zwei franzosische Ba⸗ taillone durch unser Feuer aufgerieben. Bei ill y gingen unsere Truppen in seine alten Stellungen zurück. Auch bei Ayremont hatte der Feind keinen Erfolg. Ebenso sind andere französische An⸗ griffe bei Flirey vollständig gescheitert. Zahlrei che Tote bedecken das Gelände vor unserer Front, deren Zahl sich noch dadurch vermehrt, daß die Franzosen die in ihren eigenen e Gefallenen vor die Front ihrer Stellungen 4 0 e Am Westrande des Priesterwaldes schlug eines unserer Bataillone im Bajonettkampf starke Kräfte des 13. französischen Infanterie⸗Regiments zurück. Am Hartmannsweilerkopf wurde gestern nach⸗ mittag trotz starken Schneesturmes gekämpft. Oestlicher Kriegsschauplatz. 2 Bei einem Vorstoße im russischen Gebiete nach Andrze⸗ jewo, 30 Kilometer südöftlich von Memel, vernichtete unsere Kavallerie ein russisches Bataillon, von welchem der Kommandeur, 5 Offiziere und 360 Mann gefangen genommen. 120 getötet und 150 schwer verwundet wurden, Ein anderes Bataillon, das zu Hilfe eilte, wurde zurückgeschlagen. Wir verloren sechs Tote. Russische Angriffe östlich und füdlich von Kalwarja, — 5 unfere Stellungen östlich von Augustow wurden iesen. Sonst ereignete sich auf der Ostfront nichts Besonderes. Oberste Heeresleitung. * % Berlin, 7. April.(WB. Amtlich.) S. M. Unter⸗ seebaot„ 29, ist von seiner letzten Unternehmung bisher nicht zurückgelehrt. Nach einer von der britischen Ad⸗ miralität ausgehenden Nachricht vom 26. März soll das Boot mit der ganzen Besatzung untergegangen sein. Es muß danach als verloren betrachtet werden. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes. gez. Behncke. 7 Der Untergang des deutschen Unterseeboots„Uu 29“% ist lein Triumph unserer Feinde! Der Tod Otto Weddi⸗ genus und seiner Heldenschar ist keine Niederlage Deutsch⸗ ands! Dieses Bewußtsein hilft über alle Trübsal und Trauer des Verlustes hinweg. Nichts ist bewiesen gegen die Bedeutung der deutschen U-Bootwaffe in diesem Kriege, nichts gegen die günstigen Aussichten der neuen verbesser⸗ ten U⸗Boottechnik. Unsere Verluste an U-Booten sind rasch hergezählt: Am 18. August 1914 fiel„u 15“ dem englischen Kreuzer„Birmingham“, am 23. November„U 18“ einem Patrouillenboot zum Opfer. Im Handelskrieg schieden aus der Kampffront aus:„U 8“ am 4. und„U 12“ ant 10. März, 1915. Die Besatzung dieser beiden Boote geriet zum Teil in englische Gefangenschaft. Jetzt müssen wir auch„Uu 29“ und unsterblich gewordenen Komman⸗ seinen schon auf„U 9“ danten verloren geben. Aber dieses an sich so traurige Konto ist klein, wenn man bedenkt, daß seit Monaten so und so viel deutsche U-Boote(wir wollen die Zahl nicht nennen) im Kampfe gegen einen listigen und rachesüchtigen Feind stehen, ohne daß man ihnen das kleine schwache Lebenslicht ausblasen konnte. Die Engländer, die sich nicht im ent⸗ ferntesten so weit vorwagen, die keinen U-Bootkrieg führen, haben bereits ein im Verhältnis viel größeres Verlustkonto an U-Booten zu führen: Am 20. August 1914 vernichtete unser Kreuzer„Straßburg“ ein englisches Unterseeboot. Am 18. Oktober wurde das englische„E 3“ von unseren Streit- kräften vernichtet. Am 3. November lief„D 5“, als es un⸗ seren Kreuzern nach der Beschießung von Harmouth folgte, auf. der von diesen ausgeworfenen Minen und ging zugrunde. 5 Nach schlagender als diese U-Bootsverluste zeigt die Gegenütberstellung der deutschen und englischen U-Boots⸗ leistungen, auf welcher Seite der Trost, die Hoffnung und endliche Siegeszuversicht sein darf. Die einzigen Er- folge der englischen U-Boote waren bisher: Die Torpedie⸗ rung unseres alten Kreuzers„Hela“ in der Nordsee durch „E 9“, am 13. September 1914, unseres Torpedobootes „5 116“ bei der holländischen Küste durch„Eg“ am 6. Ok⸗ ober, und des türkischen Linienschiffes„Messudije“(eines alten Kastens aus dem Jahre 1874) in den Dardanellen durch„B 11“ am 15. Dezember. Das ist alles. Und nun telle man zusammen, was an feindlichen Schiffen den Zeutschen U⸗Booten seit Beginn des Krieges zum Opfer ziel. Allein an Hriegsschiffen! Es gingen zugrunde: „Pathfinder“ am 8. September durch„U 21“, dann„Abou⸗ kir“,„Cressy“ und„Hogue“ am 22. September durch Wed⸗ digens u 9% sowie„Hawte“ am 16. Oktober durch„U 9“, er les am 31. Oktober durch„Uu 27%„Niger“ am 5 zum Gegenangriff vor und warfen den Feind] ku o 5 5 165. Jahrgang 5 11. November,„Fo dable“ am 1. Januar 1915 durch „U 24“, wozu noch a ssischem Material„Pallade“ kommt (am 11. Oktober 1914 durch„u 26“ Was an feindlic Handelsschiffen durch die deutschen U-Boote zugrunde ging, wird fast jede Woche in langen Listen ausgerechnet. brauchen hier nichts zu wieder⸗ holen. Wir wollten eindringlich vor Augen führen, daß der leider zu erwar Verlust des„Uu 29“ uns nicht niederbeugen, uns im mindesten mutlos zu machen braucht. Es gibt in rer herrlichen Flotte noch andere Weddigens, die zu neuen Taten schreiten werden, und an die Stelle des gestrichenen Bootes treten gerade jetzt eine ganze Reihe neut großer Tauchboote. Sie sind weit schneller als die alten, weit manövrierfähiger und mit stär⸗ keren, gefährlicheren fen ausgerüstet. Bei der Versen⸗ ng der Dampfer, ges“ und„Fallaba“ haben die Engländer voll Schrei mit diesem neuen Typ Bekannt⸗ schaft gemacht. Die be se Admiralität stellte mit deutlich erkennbarem Zorn u eid fest, daß das deutsche U-Boot die mit Volldampf fah„Vosges“ mit Leichtigkeit ein⸗ geholt und das Verde es Schiffes mit zwanzig Schuß rasiert habe. f Welche wunderbare im Kriege durchmacht, Ein großes Geheimnis besserungen sind ja sch Augen gehütet worden. nur prahlten, drohten 1 Krieges nicht von dieser deutschen Werften mit aller Nerven und ö werden nun reif und dieser Ernte bald die ist. Das Ziel ist ja be Feindes, der uns aus 1 über dieses Ziel hinau Hoffnung: Dem Gegne wicklung die Technik hier mitten d man ja erst später erfahren. ibt die Unterseeboote. Ihre Ver⸗ m Frieden streng vor fremden jrend-aber die Engländer immer blufften und auch während des chten Gewohnheit ließen, ist auf em Fleiß, mit Anspannung arbeitet worden. Die Früchte rfolg sichtbar, auch wenn bei jenes an Verlust zu buchen. die Einschnürung des perfiden wollte. Schon keimt aber mRnoch stolzere und kühnere in seiner Kriegsrüstung durch die U-Boote D schwächt ist, um unserer Schlachtflotte einen entscheidenden Kampf zu ermöglichen. Diese Hoffnung kann uns nicht der Verlust eines braven U-Bootes und nicht der Tod des besten U-Bootführers rauben. l Kapitänleutnant Otto Weddigen war der Sohn eines Fabritkbesitzers und Ratsherrn in Herford in Westfalen. Er ist am 10. April 1901 in die Marine eingetreten und am 25. April 1912 zum Kapitänleutnant ernannt worden. Für seine Erfolge hatte er das Eiserne Kreuz erster und zweiter Klasse, sowie den Pour le mérite erhalten. Er war auch im Besitze der Rettungs⸗ medaille, die er für die Errettung eines Matrosen vor Helgoland bekommen hatte. Kurz nach Ausbruch des Krieges vermählte er sich in Wilhelmshaven mit Fräulein Prete aus Hamburg. Am Tage nach der Hochzeit ging er an Bord des„Un“ in See. Am 22. September 1914 versenkte Weddigen als Kommandant von „U 9“ die britischen Panzerkreuzer„Aboukir“,„Hog ue“, und „Cressy“; am 13. Oktober 1914 den britischen Kreuzer „Hawke“: nachdem er eine Fußverstauchung überwunden hatte, fuhr er Anfang März 1915 als Kommandant von„U 29“ aufs neue in See, am 14. März 1915 versenkte er die„Oeadland“, die„Andalusian“, die„Indian City“ und die Ade⸗ mun“—. vier britische Handelsdampfer. Seitdem ist nur jene Nachricht von der britischen Admiralität über ihn eingelaufen, nach der die„U 29“ mit ihrer gesamten Mannschaft als verloren gelten muß. Berlin, 7. April.(WTB. Nichtamtlich.) Im der„Vossischen Zeitung“ schreibt Kontreadmiral Kalau vom Hofe: Die Art und Weise, in der die englische Admiralität sich äußerte, läßt zweierlei Schlüsse zu: Man weiß in London nichts Genaues und möchte die Nachricht des englischen Schiffes erst nachprüfen, oder man weiß genau Bescheid. Im letzteren Falle würde die englische Admiralität, wenn sie Grund zu reiner Freude hätte, mit der Nachricht gewiß nicht zurückhalten. Da leider nach Mitteilung an maßgebender Stelle mit dem Verlust des„U 29“ gerechnet werden muß, spricht alle Wahrscheinlichkeit dafür, daß er unter Um⸗ ständen erfolgte, welche die Kritik der öffentlichen Meinung der ganzen Welt zu scheuen haben. Sollte ein englischer Hilfskreuzen etwa unter neutraler Handelsflagge, nachdem er auf das Signal des„U 29“ sofort gestoppt und letzteres auf die nächste Ent⸗ fernung hatte herankommen lassen, plötzlich mit vorher maskiertem schweren Geschütz oder mit Bomben in heimtückischer Weise„U 29“ überfallen haben? Nach den wiederholt erlassenen Instruktionen der englischen Admiralität wäre dieser Fall des Mißbrauchs einer neutralen Handelsflagge durchaus denkbar. * 8* Die Versenkung der russischen Bart„Hermes“ durch„u 31“. London, 7. April.(WTB. Nichtamtlich) Die„Daily News“ melden über die Versenkung der russischen Bark„Hermes“ durch u 31“: Als das Schiff 30 bis 40 Meilen von St. Cathe⸗ rines Point war, erspähte die Besatzung ein Unterseeboot, das sich von rückwärts näherte. Das Unterseeboot fuhr sehr schnell heran und feuerte zur Warnung Gewehrschüsse ab. Der Kapitän des Unterseeboots forderte die Bark auf, die Flagge zu zeigen, und befahl, als er sah, daß sie russischer Nationalität war, der Besatzung, binnen zehn Minuten das Schiff zu verlassen. Der Kapitän der Bark wurde eingeladen, an Bord des Unterseebootes zu kommen. Bomben wurden an Bord des„Hermes“ gelegt und zur Erplosion gebracht. Das Schiff sank nach wenigen Augenblicken. Tas Ret⸗ tungsboot wurde vierzig Minuten vom Unterseeboot geschleypt, bis der Dampfer„Oliweine“ in Sicht kam, der dann torpediert wurde Die Helden der„Emden“. Konstantinopel, 7. April.(Ctr. Frkft.) Die tapfere Mannschaft der„Emden“, die nach ihrer glücklichen Lan⸗ dung in Hodeida einige Wochen Aufenthalt auf dem ge⸗ Donnerstag, 8. April 1915 Bezugsvrets: monatl. 75 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den pvolitischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; — sunden Hochplateau von Sana, der Hauptstadt Demens, nehmen mußte, ist nach einem Telegramm des Kommandie⸗ renden der Armee gegen Aegypten, Djemal Pascha, am 27. März auf dem Seewege im arabischen Hafen Lid eingetroffen. Die Mannschaft der„Emden“ wurde über⸗ all von den türkischen Behörden und der Bevölkerung brüder⸗ lichst aufgenommen. Ihre Weiterbeförderung geschieht jetzt auf dem Landwege. Herstellung von Unterseebooten in Amerika. Amsterdam, 7. April.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die Asso⸗ ciated Preß unter dem 24. März aus Washington meldete, ord⸗ nete der Marinesekretär eine neue Untersuchung an, ob a me- rikanische Werften Krieg⸗ Unterseeboote für ö führende an der Küste des Atlantischen oder Stillen Ozeans bauten. Die Anordnung wurde durch den Bericht veranlaßt, daß die Fore River Werft Unterfeeboote für die britische Flotte her⸗ stellte. . Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, verlautbart: bathen dauern die Kämpfe fort. Die Zahl der auf den Höhen östlich des Laborczatales gemachten G efange⸗ nen hat sich noch um weitere 930 Mann erhöht. In den Kämpfen wurden auch zwei Geschütze und sieben Ma⸗ schinengewehre erobert und zahlreiches Kriegsmaterial er⸗ beutet, darunter über 5000 Gewehre. In Südostgalizien nur stellenweise Geschützkampf. In Westgalizien und Russisch⸗Polen keine Ver⸗ ünderung. Am südli erfolgte neuerli durch ein kurzes Bombardement Belgrads beant⸗. wortet. en Kriegsschauplatz wurde die am 6. April 5 v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Berlin, 7. April.(WTB. Nichtamtlich) Das Berliner Tageblatt“ veröffentlicht eine Sein Korrespondent Emil Ludwig wurde vom Sultan zu⸗ sammen mit zwei Amerikanern empfangen und durfte von den Beobachtungen an den Dardanellen erzählen. Bei dieser Gelegenheit bemerkte ein General, der als Dolmetscher daß die heldenmütige Haltung der türkischen Truppen auch vom Glück begünstigt gewesen sei. Als der Korrespondent an Moltkes Wort erinnerte: Glück hat auf 1 schaltete der Sultan ein, daß ein türkisches Sprichwort sage: Das Glück ist in den Tüchtigen verliebt. Bei der Erwähnung des Begriffs„Kismet“, der auch den deutschen Offizieren bekannt sei, bemerkte der Sultan: Man sollte aber nicht„Kismet“ sagen, wenn man von Leben und Sterben spricht.„Kismet“ ist nur für kleine Dinge. Wenn wir vom Schicksal sprechen, sagen wir„Kader“ Ernst werdend, setzte er hinzu: Alles ist„Kader“, aber man muß trotz⸗ dem immer tätig sein. Als der Sultan von dem waffenbrüder⸗ lichen Vertrauen der deutschen Soldaten zu den Türken hörte, er⸗ hob er sich halb und erwiderte:„Ich bewundere aufs höchste die Tapferkeit der deutschen und österreichisch⸗ungarischen Truppen und wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie dies nach Deutschland mel⸗ deten. Die deutschen Offiziere haben auch hier an den Dardanellen hervorragenden Anteil an der glücklichen Bewachung, ich weiß es“, und an alle Umstehenden gewandt fuhr er lebhaft fort:„Ist es nicht ein ungeheures Unrecht, daß Rußland Konstantinopel haben will, nur um seine Getreide auszuführen, aber das wird ihnen nie ge⸗ lingen, davon bin ich durchdrungen. Sie haben es selbst mit an⸗ gesehen, die Dardanellen sind nicht zu nehmen.“ Als das Ge⸗ spräch sich Frhr. v. d. Goltz Pascha zuwandte, drückte der Sultan seine große Freude über dessen soeben erhaltenes Telegramm aus, daß der Kaiser ihm das Eiserne Kreuz zweiter und erster Klasse verliehen habe.„Ich höre, fuhr er fort, daß es dem Kaiser wohl⸗ ergehe, während die Ententeblätter das Gegenteil behaupten. Diesen Zeitungen,“ so schloß er lachend,„kann kein Mensch mehr glauben.“ Indem er den Besuchern zum Abschied die Hand reichte, sagte er: „Täglich beten hier Hunderttausende für die Gesundheit Ihres Kaisers.“ Aus Griechenland. Athen, 7. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das Pressebureau veröffentlicht folgende Kundgebung: Die Regierung, die von ge wissen Vorgängen Kenntnis erhielt, welche sich seit ihrer Kon⸗ stituierung zugetragen haben, erklärt, daß der König niemals einwilligte, in Vorverhandlungen über eine Abtretun g grie⸗ chischen Gebietes einzutreten, und daß er niemals derartigen Vorschlägen zugestimmt habe. Die Regierung sieht sich zur Ver⸗ öffentlichung der Kundgebung auf Grund der letzthin von Veni⸗ zelos in den Blättern verbreiteten Mitteilungen veranlaßt. Aus Durazzo. Athen, 7. April.(WTB. Nichtamtlich.) Aus Du⸗ razzo wird gemeldet, daß die Aufständischen die Stadt heftig mit Artillerie beschießen. Eine Granate fiel auf das Haus Essad Paschas. Die Aufständischen verfügen über 6000 Mann. *** Die Kämpfe in Flandern.* Berlin, 8. April. Ueber die Kämpfe in Flandern teilt der„Berliner Lokalanzeiger“ einen Bericht der„Tyd“ aus Sluis mit. Darin heißt es: In den letzten Tagen fand an der Mer ein furchtbares Artillerieduell statt. An der ganzen Front von Dixmuiden erfolgten wütende Angriffe. Noch heftiger als bei Dirmuiden wütete der Kampf bei Lombartzyde, wo die Alliierten die Offensive ergriffen hatten. Die englische Flotte unterstützte sie K durch kräftige Beschießung der deutschen Küstenstellungen. Besonders Regens fast den ganzen Tag hindurch. 7. Abril.( TB. Nichtamtlich.) Amtlich wird 7. April 1915. An der Front in den Kar⸗ Beschießung der offenen Stadt Orsobn Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes Unterredung mit dem Sultan. fungierte, 5 die Dauer nur der Tüchtige, ee „ * 4 heftig war die Kanonade am Montag. Sie dauerte trotz strömenden 2 a Der belgische Thronsolger.* Lyon, 7. April. WTB. Nichtamtlich.)„Nouvelliste“ meldet aus Dünkirchen: Der belgische Thronfolger ist als Soldat im 12. belgischen Linienregiment eingereiht worden. Die Lebensmittel in Belgien. Berlin, 8. April. Das amerikanische Hilfskomitee für Belgien hat laut„Tägl. Rundschau im März 90000 Ton⸗ nen Lebensmittel für die belgischen Provi eingeführt. Es sei dirs die größte Menge seit inn der Hilfeleistung. Aus Holland, so heißt es dann weiter, seien im letzten Monat 16 000 Flüchtlinge in ihre Heimat zurückgekehrt. Die Rekrutierung in England. London, 7. April. WTB. Nichtamtlich. Zwischen dem 11. und dem 25. April sollen in London 2000 Versamm⸗ Jungen abgehalten werden, um für den Eintritt in die Armee Propaganda zu machen. Die Vertuste der Russen bei Memel. Berlin, 7. April.(WTB. Amtlich.) Die Russen geben in ihrem Generalstabsbericht vom 4. Avril an, daß fie bei dem Plünderungszug nach Memel nur 149 Tote, Verwundete und Vermißte verloren hätten. Es wird hiergegen solgendes fest⸗ gestellt: Bei Memel wurden 300 Russen begraben, bei Memel und Polangen 505 Russen gefangen. Hiervon wurden drei Offi⸗ ziere und 430 Mann über Tilsit abbefördert, der Rest ist noch in Memel, wird zum Teil im Arbeitsdienst verwendet, liegt zum Teil verwundet im Lazarett. Kampfbilder aus dem priesterwalde. Bilder von den heftigen Kämpfen im Priesterwalde, der in den letzten Berichten unserer obersten Heeresleitung eine so große Rolle spielte, entwirft Joseph Galtier im„Temps“ und bietet damit eine sehr anschauliche Schilderung vom mo⸗ dernen Wald⸗ und Sappenkrieg. Der Berichterstatter wurde von dem französischen General R., der im Priesterwalde kommandiert, selbst zu den Stellungen und den Schauplätzen des erbitterten Ringens geleitet.„Die Gegend, die sich vor unseren Augen öffnete, trägt ganz den Charakter eines Wald⸗ und Gebirgslandes. Kahle Täler wechseln mit bewaldeten Höhen: mit hellen Erdflächen kontrastieren dunkle Massen von Fichten. Zu unserer Linken bemerkte man viereckige Oeff⸗ nungen in gleichmäßigen Abständen; es sind die Eingänge nach einer Schützengrabenlinie; vor uns versperrt ein mäch⸗ tiger Hochwald die Aussicht, und auf unserer Rechten steigt der Wald zu einem Bergrücken empor, der von einem mit Bäumen bedeckten runden Gipfel abgeschlossen wird. Der Himmel war bedeckt; der Wind heulte schauerlich in den Wipfeln; große schwarze Wolken jagten über die Hügel, schienen durch die Täler zu kriechen und an den Spitzen der Fichten zu zerreißen. Ein eisiger Regen peitschte uns ins Gesicht, als wir einen breiten Fußpfad auf das die Gegend beherrschende Platean emporstiegen. Ununterbrochen dröhnte dumpf der Kanonendonner, verstärkt durch das widerhallende Echo. Es waren scharfe schwere Schläge, kein ununterbroche⸗ nes Rollen, ein Krachen, das, wiedertönend aus dem Wald und Nebel, dieser schweigenden, einsamen Landschaft eine Stimmung des Tragischen verlieh. Die uns begleitenden Offiziere erklärten uns die Geräusche:„Das ist ein schweres deutsches Geschütz, das ist eine deutsche Granate. Da antwortet unsere schwere Artillerie usw.“ Von dem Plateau aus über⸗ sah man die ganze Weite des Priesterwaldes, in dem die deutschen und die französischen Gräben sich ganz nahe gegen⸗ über liegen und jeder der beiden Gegner durch ein Netz von Sappen norwärts zu kommen sucht.„Man sah nicht die ein⸗ zelnen Taler und Waldabhänge, sondern aus den Baum- massen stiegen wie aus einer unterirdischen Welt Menschen auf schmalen Pfaden empor, und all die Wege kreuz und quer —+ 1. 11 oder inzogen. an seits sah man wieder von den bewaldeten Höhen Menschlein hinabsteigen tiefer und tiefer hinunter an den dunkelnden Abhängen. Dies Bild er⸗ innerte durchaus an einen Ameifenhaufen, in dem die Tier⸗ chen durcheinander kriechen, alle ausgehend oder zurücklehrend u dem Mittelpunkt ihrer Arbeit. Die einen bezogen ihre Stellungen, die anderen kehrten von der Feuerlünie heim. Manche trugen Eimer mit Trinkwasser, manche seltsame Ge⸗ räte, wie sie der Sappenkrieg erfordert! Durch ihre Kleidung schienen sie fast eins geworden mit dem Wald und der Erde, wie Heinzelmännchen oder Zwerge, die der Wanderer wohl im Nebel für einen Baumstumpf hält oder für einen Haufen Blätter. Diese Bewohner des Priesterwaldes hatten durch eine merkwürdige Erscheinung der Schutzfärbung die braunen und grünen Farben angenommen, die rings in der Natur sind, und durch die großen Umhänge, in die sie gehüllt waren und aus denen nur die Arme herauskamen, erhielten sie einen noch phantastischeren, märchenhaften Eindruck. Wir drangen ein in den Wald. Ein schwerer Geruch von ver⸗ saulten Champignons und nassem Moos schlägt uns ent⸗ gegen. Wir folgen einer breiten Allee von großen Bäumen, deren hellere ipfel sich wie ein grauer Streif von der Masse des dunklen Hochwaldes abheben. Immer tieser geraten wir in Schmutz und Feuchtigkeit hinein. Von rechts und links tauchen Bretterwände auf, mit blitzendem Laub bedeckt. Dahinter müssen die ersten Schützengräben der Deutschen sein. Hier haben vor kurzem furchtbare Kämpfe sta gefunden. Das dumpf um uns hallende Artil⸗ leriekonzert ginnt sich in seine einzelnen Töne zu zer⸗ — 4 Schlag folgt auf Schlag, Explosion auf Explosion. ne neue Note mischt sich in diesen Lärm; das trockene Knattern des Gewehrfeuers klopft mit seinem Echo durch den Wald. Wir kommen an das Haus des Pater Hilarion, wo der heftigste Kampf getobt. Es ist ein altes ver⸗ fallenes Bauernhaus, ein Ausflugsort für die Bewohner der Umgegend an schönen Tagen in friedlichen Zeiten. Es gibt hier eine Quelle mit frischem reinem Wasser; um sie ist mit so viel Erbitterung gekämpft worden. Eine Zuschrift auf einem Holzbrett teilt mit, daß es verboten ist, an dieser Quelle Wäsche zu waschen. Links von diesem Hause schneidet eine andere Allee die erste, die wir durch⸗ schritten haben, und im klaren Licht sehen wir nun ganz deutlich die deutschen Linien, die 400 bis 500 Meter ent⸗ sernt sind. Zwei Kugeln pfeisen durch die Bäume. Sonst ist alles still und ruhig. Obgleich wir in der vor Front sind, sehen wir keinen Soldaten. Alle Arbeit voll⸗ daß sich unter der Erde; nur die Kanonen verkünden, 5 die feindlichen Stellungen beschossen werden. Und obgleich alles so still scheint, herrscht doch unablässige Arbeit und Gefahr In diesem Minenkriege gibt es keine Pause, . und* gehen die Kämpfe weiter, a entum und lauert de i U Gewirr des Priesterwaldes.“ N Aus dem Reiche. Familienglück des Kronprinzenpaares. Berlin, 7. April.(WTB. Amtlich. Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit die Frau Kronprinzessin ist heute reicher Flüsse durchzogen, an denen sich schon im frühen Mittel⸗ bunden worden. Ihre Kaiserliche Hoheit und die Prinzessin be⸗ finden sich wohl. ö 5 g Berlin, 7. April.(WTB. Nichtamtlich) Seine Kaiser⸗ liche Hoheit der Kronprinz lassen wegen der überaus großen Belastung der Feldpost und des Feldtelegraphen bitten, etwa be⸗ absichtigte Glückwünsche an höchstseine Person unterlassen zu wollen. Graf v. Bismarck⸗ Bohlen, Hofmarschall. Berlin, 8. April. Dem freudigen Ereignis in der kron⸗ prinzlichen Familie widmen die Blätter kurze, aber herzliche Betrachtungen. Die„Vossische Zeitung“ und die„Berliner Morgenpost“ überschreiben ihre Artikel! Die„erste Enkeltochter des Kaisers!“— In der„Deutschen Tageszeitung“ liest man: Die junge Prinzessin, die gestern in Potsdam geboren wurde, ruht mitten in dem furchtbaren Weltkampfe der gewaktigsten Heere, die unfere Erde jemals ringen und sicgen sah. Wir wünschen dem jungen Fürstenkinde foviel Sonne auf seinem Lebenswege, wie Wind und Wetter um seine Wiege steht. Wir bitten den Herrn der Heerscharen, daß er seine Hand auch weiter walten lassen möge über dem tapferen Vater, der als deutscher Kronprinz und Offizier auch in diefen Tagen feine schwere Pflicht vor dem Feinde erfüllt. — In der„Germania“ wird gesagt: Mit aufrichtiger Freude nimmt das deutsche Volk den aufrichtigsten Anteil an dem freu⸗ digen Ereignis. Der jetzige große Krieg hat die Bande, die Fürst und Volk miteinander verbinden, noch enger geknüpft und iuns⸗ besondere die Liebe des Voltes zum Kronprinzen, dem siegreichen Heerführer, und zu seiner Gemahlin, als der opferwilligen Diene⸗ rin der christlichen Barmherzigkeit an den Schmerzenslagern der Verwundeten tiefer und fester gegründet. Aus Stadt und cand. Gießen, 8. April 1915. Apriltag. Mit verdrießlichem Gesichte ist der Tag aufgestanden. Wie ein Langschläfer, den die Arbeit nicht zu locken ver⸗ mag, die Hände bis an die Ellenbogen in den Taschen ver⸗ graben, ist er in den Morgen hineingebummelt, ohne daß die Sonne, die ab und zu einen grämlichen Blick durch die Wolken tat, einen sonderlichen Eindruck auf ihn machen konnte. Dafür ist's eben ein Apriltag, der meistens gerade das tut, was man am wenigsten von ihm erwartet. Mürrisch, g 4 Straßen geschlendert, und seine Laune wurde nicht besser durch das Regen- und Schneegeriesel, das ihm eintönig und verdrossen um die nasse Jacke tropfte. Dann blieb er plötzlich stehen. Von einem Vorgartenbeet war ihm etwas entgegengeflogen, das seiner Laune eine andere Richtung ten konnte. Nachdenklich faßt sich der April an der Nase. Lohnt es sich, wegen einer Handvoll Veilchen und ihres Duftes— süß, und lustig ist er ja— ein ander Gesicht aufzusetzen? Wahrhaftig! Die Laune schlägt um. Freut euch des Lebens! Hui, saust der April um die Ecke, rennt mit seinem Ungestüm fast ein paar nachdenkliche Fußgänger um, rast durch die Straßen r. Tor hinaus, den Berg hinan und greift mit langen Armen über den Kopf in das Wolken⸗ treiben. Quirlt und wirbelt die grauen Massen wie einen Teig durcheinander, dreht sie zusammen, streicht sie mit angestrengtestem Eifer hinter den Horizont— und dann lacht er aus vollem Herzen die Sonne an, die verwundert mit weitaufgerissenen Augen das veränderte Bild unter sich beschaut. Auf die Wiese, wo die silbergrauen Buchen⸗ stämme ihre Schattennetze aus dem Walde herauswerfen, läßt sich der April nieder, stützt den Kopf mit der Hand und freut sich im Grunde seines ob seiner eigenen Gutherzigkeit. Es ist aber auch zu was er da mit seiner Frohlaune angerichtet hat. Aus dem braunen vorjährigen Fallaub dringt funger Blütenschein: Anemonen haben die weißen Blüten erschlossen und wiegen sich beim leisesten Windhauch, immer drä jau der Amselsang, es hüpft und schlüpft und singt und im Gebüsch und am Rain; Meise, Fink und Rotkehlchen jubeln, und alle überstimmt der Knirps von Zaunkönig mit seinem keck über, aus der Höhe herab schreit ein Bussard, heimlich schlüpft die Krähe von Ast zu Ast und bricht Nestreiser. g Wunderbar, der junge Frühling, denkt sich der April, Wunderbar! Viel zu schön eigentlich! Ob ich ihm nicht mal eins mit der Haselgerte überziehe? Muß gar zu drollig sein, wie er dann laufen wird! Und der übermütige Gesell schleicht sich hinter den Weißdornbusch auf dem Hügel, pfeift und winkt und führt auf Umwegen eine große schwarze Wolke am Himmel hoch. Schwapp— stülpt er sie der behaglich lächelnden Sonne über den Kopf, zerrt sie hin und her, schüttelt sie und biegt sich vor Lachen, als die Wolke platzt und ihren ganzen Inhalt von Hagel⸗ klörnern über die arglose Frühlingswelt da unten aus⸗ schüttet. Ratlos schließen die Windröschen die Blüten⸗ köpfchen, und was eben noch sang und tanzte, sucht ein Winkelchen, wohin die Späße des April nicht reichen. Die Verwirrung gefällt dem Lausbuben. Das muß er noch einmal probieren. Und richtig, als die Sonne wieder lacht und warme Strahlen verschwendet, tauchen all die Flüch⸗ tigen wieder auf und beginnen ihr Spiel und ihr Treiben von neuem. Und wieder schreckt sie der Spaßverderber mit Regengüssen und bläst sie mit vollen Backen an, daß sie nicht wissen, wo aus und ein. a Dann verlegt der April zur Abwechselung seine Tätig⸗ keit in die Stadt. Mit unschuldsvoller Heiterkeit steht er vor dem Fenster und lädt so treuherzig zum Spaziergang ein, daß man ihm anstands halber nicht widerstehen will.„Wie, Sie wollen einen Schirm mitnehmen? Ich bitte Sie, bei dem blauen Himmel? Und einen Wintermantel bei der Temperatur?“ Man geniert sich und läßt beides zu Hause. Als man aber ein paar Straßen weiter ein Gespräch mit dem freundlichen Begleiter beginnen will, ist er verschwun⸗ den, und man hört nur mehr sein schadenfrohes Kichern, mit dem er von gottweißwoher ein paar Gießkannen voll Wasser über den Gefoppten ausgießt. Man hat sich doch so fest vorgenommen, sich nicht nasführen zu lassen, und nun hat er einen doch wieder— in den April geschickt. Gegen all das ist nichts zu machen. Junger Wein und junge Jahreszeit wollen austoben und ihre Launen be— friedigen. Daß es bei beiden spritzig zugeht, wissen wir ja; aber aus dem Most wird ein ehrwürdiger„guter Tropfen“ und aufs Aprilwetter folgt das Mailüfterl, dem man dem⸗ nächst bessere Dinge nachsagen können wird. Das kaiserliche Wassergericht in der Wetterau. Das kaiserliche Wassergericht in der Wetterau gehört zu den eigenartigsten Erscheinungen des mittelalterlichen Justiz⸗ wesens. Die Wetterau wird von einer Reihe fisch⸗ wasser⸗ alter zahlreiche Mühlen ansiedelten. Diese brauchten zu ihrem Betriebe regelmäßig Wasser, besonders in dürren Zeiten und legten deshalb Mühlenwehre an, Dadurch wurde aber natur⸗ gemäß den talwärts liegenden Mühlen mehr oder minder viel zasser entzogen; noch mehr aber hatten die Besitzer der an den nach mittag 4 Uhr von einer gefunden Prinzefsin glücklich ent⸗ mit hochgeklapptem Kragen, ist er durch die 0 herausgeschmetterten Liedchen. Ein Pfauenauge schwebt vor⸗ K bewässert werden konnten und deshalb an ihrer erhebliche Einbuße erlitten. Um diesen Mißstanden zu steuern, hiel es die Landesobrigkeit geboten, Gerichte einzusetzen. die fir alle hier in Frage kommenden Gebiete mit 1 Auto- rität Merkmale sichtbarer und unverletzlicher Art aufrichten sollten. Als ein solches Merkmal kam der Aichpfahl in Anwendung. Man legte neben einem Wehr eine Grube in Kubus formt an, baute in diese zwei Schwellen in Kreuzform ein und richtete ut der Mitte dieses lkenlagers einen Pfahl auf, der durch vier von den liegenden Balken nden Latten gehalten wurde. Die Spitze des Pfahls gab die Höhe des Wehres an. Um noch sicherer zu gehen, schlug man in den Kopf des Pfahls einen 12 Zoll Nagel ein, den sogenannten Justiznagel. Grube und Wehr n „ de dete affen git fene sich us er Das serliche Wassergericht e sich aus (dem ersten Wasserrichter), einem Wasserhauptmann, fünf richtern und einem Gerichtsboten zusammen. Ueber die Zu fam mensetzung des Wetterauer Wassergerichts heißt betreffenden Weistume also:„Der Hauptmann 5 scha bei derselben Familie, folange sich tüchtige Subjekte darin finden. Die Wasserrichter sollen fünf fromme, ehrbare verf und Wasserrichter prangte der schwarze Reichsadler den Aichplatz, voran die singende Schulfugend, dann folgte eini Militär, der Hauptmann, die Wasserrichter, der Beasbärgerneiser und schließlich in bunter Folge die Mitglieder der Gemeinde. Der reich mit Bändern gezierte Justiznagel wurde von einem blumengeschmückten Knaben dem Hauptmann vorangetragen. Am Orte selost wurde der Aichpfahl eingefetzt, das Wasser abge⸗ wogen, der Nagel eingeschlagen. Dann tat jeder Richter drei Schläge auf den Nagel, und die üblichen Reden und 5 reden wurden gewechselt. Schließlich spendete man den wesenden roten und weißen Wein, verteilte auch Obst, Gebäck und Geld unter die Kinder und ließ den Kaiser und die Reichs⸗ stände unzählige Male hochleben. l 8 In den Wassergerichtsakten ist über die Höhe des Justiz⸗ nagels folgendes bestimmt worden:„Nämlich, daß das Wasser also gericht- und rechtmäßig gericht, und der Müller seine Wehr nicht höher erheben, erhöhen darf, auf daß eine Biene auf des Nagels Kppf so mitten im Pfahl steckt, und sich darauf erhalte, des Wassers ohngenetzt und unverletzt seiner Füße und Flügel trinken und genießen soll.“ Wer eine Gerichtsperson durch Werke und Worte beleidigte, war dem Kaifer mit Leib und Gut verfallen. Für Freveltaten an den Aichpfählen und Nichtbefolgung der gerichtlichen Anordnungen waren hohe Stra⸗ au 5 fen Im Jahre 1380 wurde Ludwig Weis von Fauer bach — sich und feine Nachkommen mit dem Rittergute Dorheim und mit der Wetterauer Wafsfergerichts barkeit belehnt. Schon 1382 kam das Lehen an Jost Rauen von Holzhausen. Als der hessische Zweig dieser Familie erloschen war, erhielten die Strahlendorfs die ü des 1619 und Darm stadt wurden ihre Rechte von worauf von dieser Familie Darauf 12 letzten Wasserhauptleute ihre Aemter freiwillig nieder, schon zwölf Jahre zuvor 1785 das letzte Gericht gehegt hatte. verwickelt die landesherrlichen Rechte an der Nidda und der Nidden waren, möge nachstehende Ueberficht dartun: Darmstädtisch waren die Orte Höchst, Heldenbergen, Büdesheim, Rendel, Kleinkarben, Vilbel, Rödelheim; kurhessisch waren: Eichen, Windecken, Kilian⸗ städten, Ober- und Niederdorfelden, Gronau, Berkersheim, Eschers⸗ 1 Bonames und sen; 2 m, 5 N Durch das Aufhören der 2 der Wetterau hatten sich aber im Laufe der Jahre derartige M 1 eingeschlichen und Unzuträglichkeiten herausgebildet, daß die Beschwerden 5 1 5 haft bei den Regierungen. setzten 1835 die kurhessische und großherzogl tischen Regierungen eine Kommission zur Unterfuchung der Beschwerden ein. e ent⸗ deckte besonders in den Gemarkungen von Höchst, und Eichen weite Versumpfungen, stellte aber dabei fest, daß alle Mühlenwerke dieses Gebietes Aichpfähle hatten, über welche hin⸗ aus aber die Wehre von Windecken und Vilbel erhöht worden 4 un Hessische Militärjubelfeiern. Der Groß⸗ herzog hat zum 125jährigen Jubiläum des Garde⸗Dra⸗ goner⸗ Regiments und des Großh. Artillerie⸗ korps folgende Tages befehle erlassen: An Mein Garde ⸗-Dragoner⸗ Regiment Tagesbefehl des Regiments ein Merkstein, errichtet in gewalti des größten Völkerringens, welches die Erde sah Eingedenk der leberlieferun,. Tage hat Mein a.—+ Marte— 5— 2 neue Aufgaben bevor, noch fend die Genter Zum sichtbaren Zeichen Meiner g ihe ich Meinem Regiment als Helmzier einen Sies hui dert Burn f. IF if ee den für tapfere Meinen treuesten Krieger. Ernst Ludwig. An Mein Artilleriekorps Tagesbefehl Hart am bewährt in vielen und Gefechten, gestählt mein ps heute Mögen einst die Enkel in ferner Zukunft dieses Apriltages ge⸗ denken und stolzerfüllt die Namen derer preisen, die eingedenk der Ueberlieferung 8 Geschlechter ihre Hessentreue mit dem Blute besiegelten. Mein Artilleriekorps soll einen Stern mit Datum des Ehrentages 6. 4. 1915 durch Schwerter geziert am Flußläufen belegenen Wiesen unter der Wasserentzie durch 8 Wassermühlen zu leiden, so daß die Wiesen recht* nicht me tragen. N Der 1. Batterie verleihe 3 ich die Berechtigung, sich Meine J . l a f i u nennen, und zum Lolnle für Tapferkeit im Felde Artilleriekorps erneut i gen. 0 Ernst Ludwig. „Laut Mitteilung der Großh. General-Adjutantur folgen die Ausführungs⸗Bestimmungen erst nach beendetem Feldzug. „ Justizpersonalien. Der Großherzog hat am 31. März ds. Is. den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Beerfelden Ludwig Stenz auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt, dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Lauterbach Hermann Deibel. dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Butzbach Richard Plirt, dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Plichelstadt Heinrich Reitz, dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach Josef Schül und dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Herbstein Gustav Wahl den Charalter als Amtsgerichtsrat und dem Landgerichtssekretär am Landgericht der Provinz Oberhessen Philipp Weidemann den Charakter als Justizrat erteilt. 5 Vom Lazarettzug0 3, Großherzogin von Hessen,“, Nach beendigter Desinfektion und Ausbesserung in der Eifenbahnwerkstätte zu Frankfurt a. M. wurde der Vereins! arettzug 0 3„Großherzogin von Hessen“ im Güterbahnhof Frankfurt⸗Süd eingestellt. Er nahm die inzwischen gereinigte Wäsche auf, ergänzte seine Vorräte und durfte wiederum Liebesgaben empfangen. Auf den in der Nacht vom 22. auf 23. März ergangenen Befehl zur zweiten Ausreise nach dem Westen wurde die Abfahrt von der Linienkommandantur für Dienstag, den 23. März, nach⸗ mittags 1,16 Uhr, angeordnet. In flotter Fahrt über Gießen, Köln, Herbesthal erreichte der Zug schon am 24. März, vormittags ge 11 Uhr, die französisch-bel⸗ gische Grenze, wurde indessen nach der Abstellstation zurück⸗ geleitet, dann am 26. nach dem Etappenort vorgezogen. Kurz nach der Ankunft wurde der Zug vom Großherzog besichtigt. Während des Aufenthalts im Etappengebiet konn⸗ ten die mitgeführten Liebesgaben besonders in den dortigen Krankensammelstellen und Lazaretten verteilt wer⸗ den. Aus den Kriegslazaretten des Etappenortes wurden am Nachmittag des 29. März 80, zum Teil Schwerver⸗ wundete, und 177 Kranke unter Einschluß von 16 Offizieren und Offizierstellvertretern, insgesamt 257 Mann, in den ug aufgenommen, davon 142 gehfähig, 115 bettlägerig. m 6 Uhr abends wurde die Heimfahrt nach dem Bezirk der Linienkommandantur Mainz angetreten, nach 24stün⸗ diger Fahrt Oestrich⸗Winkel, der erste Ausladeort, erreicht. Hier wurden 25, an demselben Abend im benachbarten Eltville 44, in Biebrich 80 und am Vormittag des 31. März in Wiesbaden, wo der Zug übernachtet hatte, 108 Mann aus⸗ geladen. Dann erfolgte die Ueberleitung des 03 nach armstadt, wo er gegen 12 Uhr mittags un Hauptbahnhof einfuhr und zur Reinigung, Ausbesserung und Vorbereitung für die nächste Fahrt in der Hauptwerkstätte abgestellt »Sanitätshunde. Es besteht, wie man uns mit⸗ teilt, die Absicht, die Sammlung für die Beschaffung von Sanitätshunden in der Kürze zu schließen. Wer dieser Sammlung etwa noch eine Gabe zugedacht hat, möge seine Spende vor dem 15. d. Mis. einer der bekannten Sammel- stellen zuführen. * Paketeinsammlung durch die Post. Es ist noch nicht genügend bekannt, daß die Post abzusen⸗ dende Pakete auf Bestellung aus den Wohnungen ab⸗ holen läßt. Man nur ein offenes Schreiben, eine Karte oder einen mit den Worten:„Paket abzu⸗ holen bei(Name und Wohnung“ unfrankiert in den n en Briefkasten zu werfen oder einem Briefträger mit⸗ Auch kann die Bestellung auf Abholung von dem Postamt durch Fernsprecher mitgeteilt wer⸗ den. Hierauf wird die bei der nächsten Paket⸗ bestellfahrt gegen eine Gebühr von 10 Pfg. vom Hause des Absenders abgeholt. Das Verfahren 1 einfach und bequem und besonders solchen Personen zu empfehlen, denen ein Dienstbote nicht zur ng t. H. B.„Balsers Ernst ist gefallen.“ Unter diesem Titel hat der zum Pfarrer der Matthäus gemeinde in Gießen ernannte Pfarrer Gustav Mahr, jetzt noch zu„im Verlage der„Deutschen Landbuchhand⸗ lung“ zu Berlin eine kleine Schrift erscheinen lassen, die man allen denen in die Hand geben möchte, die um einen auf dem Feld der Ehre Gefallenen trauern. Das Schriftchen unterscheidet sich vorteilhaft von so vielen erbaulichen Schrif⸗ ten, die der Krieg veranlaßt Bi 8e den großen Wirk⸗ lichkeitssinn, der es erfüllt. ahr bietet uns seine Aus⸗ einandersetzungen in Form eines Gespräches zwischen einem oberhessischen Landmann und dessen Seelsorger. Wie unser Landvolk denkt über Gottes Gerechtigkeit, über Gottes Fü⸗ gungen, namentlich über die Frage, über die die Scharf⸗ fanigsten aller Zeiten gegrübelt haben, über die Frage, „warum müssen wir so viel leiden?“, das ist hier meister⸗ ft wiedergegeben. Aber meisterhaft ist auch dargestellt, wie der christliche Glaube in alle diese Fragen hinein⸗ leuchtet und dem verwundeten Herzen Trost und Aufrich⸗ tung bringt. Es fehlt dem gedankenvollen Schriftchen ganz und gar der pathetische Ton, es fehlt ihm auch die soge⸗ nannte„Sprache Kanaans“, die so viele abstößt, die sonst im Herzen religiös empfinden; alles ist in die Form gekleidet. Aber wie der gebeugte Vater, der, als sein Sohn im Kampfe für das Heimatland gefallen ist, sich mit schweren Gedanken martert, wieder langsam zum Frieden kommt, das zu lesen, wird jedem eine Aufrichtung sein, dem die Menschenschicksale dieser großen aber 55 harten Zeit das Herz bewegen. Landkreis Gießen. 8. April. Dem Landwehrmann Maurermeister 116 wurde die hessische . Wieseck, 9 Heinrich Oswald vom Inf.⸗Regt. Tapferkeitsmedaille verliehen. 85.. Kreis Schotten. h. Schotten, 7. April. Zur Verforgung der minderbemit⸗ telten Bevölkerung mit Kartoffeln hat das Kreisamt die Landwirte und sonstigen Besitzer von Kartoffelvorräten angewiesen, die überschüssigen Kartoffeln vom 20. April zur sofortigen Lieferung bereit zu halten. Die Verkäufer erhalten die für den Ort geltenden Höchstpreise und je nach dem Tage der Ab⸗ lieferung eine besondere Aufbewahrungsgebühr, die zwischen einer und vier Mark für den Zentner sich bewegt. Falls die Besitzer sich dem freiwilligen Verkauf entziehen, soll die Enteignung der Vor⸗ räte vorgenommen werden. 3 8 Laubach 7. April. Eine schöne Ostersendung ging von hier an das Dialonissenhaus in Königsberg ab. Auf Anregung der Handarbeitslehrerin Scriba und unter ihrer Leituig haben die Schülerinnen der hiesigen Mädchen und Hand⸗ arbeitsschule vollständige Einkleidung für 30—40 Kinder ost⸗ preußischer Flüchtlinge— Mädchen und Knaben vom 1. bis 8. Lebensjahr angefertigt. Die Kosten des dazu nötigen Materials wurden durch freiwillige Geldspenden gedeckt. Gegen kleines Ent⸗ gelt konnten die mit großem Fleiß gearbeiteten Ausstattungsst ücke besichtigt werden; dabei gingen 26 Mk. für das Rote Kreuz ein. 3 Aus dem Vogelsberg, 7. Avril. Eine so späte Obstbaumblüte, sie dieser Frühling bringt, gehört zu den Ausnahmen. Dadurch wird aber für unsere Gegenden die Be⸗ einer guten Obsternte gegeben. Je später bei uns die Blüte, 1 die Aussichten auf ein reiches Obstjahr. Im vorigen el die 88. 2 Opfer. i Blütenzeiten brachen um diese Zeit die Kirsch⸗ auf. Gegenwärtig stecken alle Blütenknospen noch in den schlichteste] der en. Dazu ist der Ansatz der Tragknospen sehr reich. Wird die Blütezeit schön— und einmal muß ja doch das R egenwetter aufhõ ren—, dann steht eine reiche Obsternte zu erwarten. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Bingen, 7. April. Der Verkehr im Hafen von Bingen stellte sich im Laufe des Monats Februar 1915 auf 326 Fahrzeuge mit 13 493 Tonnen Gütern, gegen 354 Fahrzeuge mit 9787 Tonnen Gütern im Vormonat. Während also gegen den Monat Januar eine erhebliche Zunahme des Güterverkehrs zu verzeichnen war, mußte infolge des Krieges gegen das Vorjahr eine Abnahme festgestellt werden und zwar um 222 Fahrzeuge und 1110 Tonnen Güter. Kreis Wetzlar. ) Aus dem Kreise Wetzlar, 7. April. Der Schaf⸗ zucht scheint man im hiesigen Kreise erhöhtes Interesse zuzu⸗ wenden. Die Wolle ist im Preise gewaltig gestiegen und auch das Fleisch ist eine begehrte Ware. Der milde Winter ist für die Jung- tiere recht günstig gewesen, so daß diese rasch und gesund auf- gewachsen find. Trotzdem stehen sie recht hoch im Preise. Ein Schaf mit Lamm kostet immerhin 50—60 Mk. und ein Jungschaf je nach Alter und Größe 10 20 Mt. 5 Hessen⸗Nassau. n. Allendorf auf der Ulm, 7. April. Dienstag nachmittag wurde der 71jährige Schuhmacher Troß, Veteran von 1866, 1870 und 71 unter großer Beteiligung beerdigt. Landsturm⸗ leute aus Wetzlar waren zur letzten Ehrenbezeugung am Grabe erschienen. h. Bad Homburg v. d. H., 7. April. 18 hiesige Kauf⸗ leute und Händler und 10 hiesige Bäckermeister standen heute wegen nicht rechtzeitiger Anmeldung ihrer Mehlvor⸗ räte vor dem Schöffengericht als Angeklagte. Alle machten gel⸗ tend, daß die betreffenden Bekanntmachungen in Homburg zuspät bekannt gemacht seien. Das Gericht erkannte zwar die späte Veröffentlichung an, verurteilte die 28 Personen trotzdem zu Geldstrafen von 2—10 Mark. h. Unterliederbach, 7. April. Einen reichen Erfolg hatte die Polizei, als sie am Samstag vor Ostern eine eingehende Haussuchung auf Osterkuchen unternahm. Alle Haus⸗ frauen, die dem polizeilichen Verbot zuwider Kuchen gebacken hatten, erhalten nunmehr als bitteren Nachgeschmack der Backfreude einen recht gesalzenen Strafzettel. Und das mit Recht. f — Hersfeld a. d. Fulda, 7. April. In dem Dorfe Keh⸗ renbach erschoß gestern nachmittag beim Spielen mit einem Revolver der 16jährige Landwirtssohn Otto Horn sein jähriges Schwester chen. 5 Ein D⸗Zug entgleist. Schwerin, 3. April.(WTB. Amtlich.) Gestern nach- mittag ist der D-Zug Stettin Hamburg bei der Durchfahrt durch die Station Teterow am Einfahrtssignal entgleist. Dadurch ist der durchgehende Zugverkehr vor- aussichtlich 24 Stunden gesperrt. Der Personenverkehr muß durch Umsteigen aufrecht erhalten werden. Aus unbekannter Ur- sache ist der im Zuge laufende Wagen erster und zweiter Klasse aus den Schienen gesprungen und brachte die nachfolgenden Wagen ebenfalls zur Entgieisung. Der Wagen erster und zweiter Klasse ist die Böschung hinuntergestürzt, die nachfolgenden Wagen liegen zum Teil auf der anderen Seite. Der Tender der Maschine und der vorn laufende Packwagen sind ebenfalls entgleist. Das Gleis ist auf 250 Meter zerstörk. Einige Personen wurden leicht verletzt.. Kirchliche Nachrichten. TJraefic Hengtef: ee Galt Sabbatseier am 10. April 1915: itag abend 6.45 Uhr. vormittag 8.00 Uhr. Samstag— 42 Uhr. usg g Wochengatlrablenst: Morgens 6.30, abends 8.00 Uhr. Wietteraussichten in Hessen am Freitag, den 9. April 1915 Meist bedeckt, zeitweise Niederschläge, mild, füdwestliche Winde. 2... Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 8, f 2 23„„ April S 38 S 2 2 25 2 5 8 2 8 SS SS SSS Wetter 1215[8 82 8 25 3 3 6482 8 e S 7 20 256 27 7, 88 8 2 10 Bed. Himmel 2.5% 175 90 e e e ew. 8.% 737,44 5,3 6,2 93 SW 2 6 Sonnenschein 15 0 7. April 1915. 10.9 · C. Höchste Temperatur am 6. bis e 1915. 29 Niedrigste„ 5 Niederschlag: 8,6 mm. Letzte Nachrichten. Der Dank des Kaisers. Tilsit, 8. April. Aus Memel wird der„Tilsiter Allge⸗ meinen Zeitung“ berichtet: Durch Plakate wurde heute der Bürger⸗ schaft folgendes bekanntgegeben: Wie S. K. H. Prinz Joachim heute durch Fernsprecher mitteilte, lassen S. M. der aiser und König Stadt Memel allerhöchst seinen herzlichsten Gruß anläßlich dessen, was sie durchgehalten, entbieten. Ich bringe dieses zur Kenntnis der Bevölkerung der Stadt mit dem ehrfurchtvollsten und freundschaftlichsten Dank der Stadt für die kaiserliche Kund⸗ achung. Memel, den 4. April 1915. Der Oberbürgermeister Altenberg. 1 Generalleutnant v. Pappritz gibt unter dem 4. April an seine Truppen bekannt: Seine Königliche Hoheit Prinz Joachim von Preußen hat mich beauftragt, nachstehende an ihn gerichtete allerhöchste Grüße S. M. des Kaisers den mir unterstellten Truppen bekannt zu geben: Grüße mir die tapferen, Un⸗ recht und Mord vergeltenden Landstürmer und Landwehrmänner, die meinen ganz besonderen Dank ver⸗ dienen für ihre Bravour bei der Befreiung unserer Ostmark. Feld marschall v. d. Goltz über die Lage. i Köln, 8. April. Nach einem Telegramm der„Köln. Ztg.“ hat Feldmarschall v. d. Goltz gestern Bukarest ver⸗ lassen. Er erklärte den Journalisten, daß die deutsche Front im Westen von Franzosen und Engländern un⸗ möglich zu durchbrechen sei. Die Operationen in Rußland würden wegen der eingetretenen Ueber- schwemmungen voraussichtlich einen Monat stagnie⸗ ren. Eine Landung der verbündeten Truppen an den Dardanellen würde eine Katastrophe für sie bedeuten. Die Schlacht in den Karpathen. Bu dapest, 8. April.„Az Est“ meldet vom nördlichen Kriegsschauplatz: Der große Kampf, der vor etwa 12 Tagen bald nach dem Fall von Przemys! einsetzte und nun in sein Hauptstadium getreten ist, wird westlich und östlich des Dukla⸗Passes und im Andowa-Tale sowie beiderseits des Laborczaflusses und auf den umliegenden Höhen voller Erbitterung geführt. Es hat den Anschein, als ob die Russen nach den schlechten Erfahrungen an allen anderen Punkten sich nun mit aller Macht auf unseren linken Flügel werfen wollen. Westlich der Duklasenke überschritten sie vorgestern Bei] die ungarische Grenze und besetzten einige kleine Ortschaften, die wir ihnen überließen. Unsere Truppen zogen sich auf die dahinter liegenden Berghöhen zurück, die eine günstige Ver⸗ teidigung ermöglichen. Unsere Angriffe die befestigten russischen Skellungen bei Zaleszezyki nehmen ihren Fort⸗ gang. Aus Czernowitz wird gemeldet: Die russischen Befesti⸗ gungen südlich des Dnujestr wuxden durch unsere Artillerie zusammengeschossen. Unsere Truppen vertrieben den Feind und besetzten wichtige Positionen. K. K. Kriegspressequartier, 8. April. Auf dem in der Bukowina operierenden Ostflügel der Kar⸗ pathenfront halten sich die österreichisch-ungarische Offen⸗ sive und die russische Gegenoffensive die Wage dergestalt, daß unsere Verbündeten alle dort errungenen Vorteile behaupten, die Russen aber jeden Versuch zur Wiedergewin⸗ nung des südlichen Dnjestrufers mit Tausenden von Verlusten vornehmlich an Gefangenen, bezahlen. Nach der Hügelterrasse des rechten Pruthufers haben die österreichisch⸗ungarischen Truppen hier auch die zweite zwischen Pruth und Dnjestr vorgelagerte Terrasse, dem Vaterlande zurückgegeben. Sie haben bei Nowosielica, wo sich ähnlich wie bei der be⸗ kannten schlesischen Dreitaiserecke drei Reichsgrenzen tref⸗ fen, Bessarabien erreicht, die Gegner im Zentrum über e Sastawno zurückgedrängt und unter linker Flügeldeckung durch die sumpfigen Teiche bei Stawezan den Brückenkopf von Zaleszezyki angegriffen. Die dortige Brücke bildet bis Nozniow den einzigen festen Uebergang über den Dnjestr. Die Russen versuchten an zwei Stellen weiter unterhalb über den Fluß wieder vorzudringen, alle Verfuche wurden aber von unseren Truppen abgeft Halil Bei über den Erfolg feiner Mission. i Berlin, 7. April. Der türkische Kammer präfident Halil Bei weilte, wie bekannt, jüngst im deutschen Großen Hauptauar⸗ tier. Er hat, wie er heute in einer Unterredung mitteilte, seinen Aufenthalt in Deutschland benützt, um sich einer persönlichen Mis⸗ sion des Sultans an den Deutschen Kaiser zu entledigen. Er it vom Kaiser, den er frisch und bei vollster Gesundheit traf. außerordentlich liebenswürdig aufgenommen worden. Der Kaiser beauftragte ihn, dem Sultan und auch Enver Pascha seine herz⸗ lichsten Grüße zu überbringen. Den Eindruck, den Halil Bei bei seinem Besuche gefunden hat, faßte er in dem Satz zusammen, daß die Türkei stolz sei, Waffenbrüderschaft mit Deutschland und Oesterreich-Ungarn betätigen zu können. Ueber die Lage in der Tür⸗ kei sagt Halil Bei, daß die Nachrichten, die er von dort erhalten hat, außerordentlich gut seien, sowohl in innerpolitischer als in strategischer Hinsicht. Er habe die gegenwärtige Zeitlage benutzt, um als Vertreter des türkischen Parlaments die Beziehungen mit den hiesigen leitenden Kreisen noch inniger zu gestalten, eine Mis⸗ sion, von deren Erfolg er vollkommen befriedigt ist, denn er wird anfangs der nächsten Woche gemeinsam mit Dschavid Bei und dem finanziellen Berater der türkischen Regierung, Herrn v. Wasser⸗ mann, die Heimreise nach Konstantinopel antreten. Auch Dschavid Bei hat seine Aufgabe erledigt. Beide Herren sprachen über die Dardanellenaktion und wiederholten, daß sie die Aktion für die Entente-Mächte aussichtslos halten. Neue Nachrichten über die, indischen Meutereien. i. Köln, 8. April. Ueber die Meutereien in Singa⸗ pore erhält die„Köln. Ztg.“ eine aus Weltevreden da⸗ tierte Korrefpondenz, wonach am 16. Februar, als der Befehl zur Gewißhestt Abreise des 5. Indise Regiments nach Europa zur wurde, die indischen Truppen sofort zu meutern begannen. Sie drangen in den Offiziersklub ein und erschossen 27 O zie re. Andere Abteilungen durchzogen die Stadt und erschossen jeden Europäer, der ihnen entgegen kam. Im deutschen Internie⸗ rungslager erschienen nachmittags, als die deutschen Insassen rade auf einer Wiese Fußball spielten, eine Anzahl indischer. daten. Die 2 schaften warfen die Gewehre weg ergriffen die Flucht. Alsdann begannen die mörderisches Feuer auf die Engländer, die in wenigen Augenblicken nieder gemacht wurden. Alle Schichten der Bevölkerung be. zeigten den Aufständischen ihre Sympathie. Englische Verstär sowie japanische und französische Soldaten konnten gegen Meuterer nichts ausrichten. Dem Gewährsmann der„Köln. Ztg.“ erzählten indische Soldaten schon früher, daß sie keinen Aufstand gegen England anzetteln wollten, aber sofort zu den Waffen grei⸗ fen würden, wenn man ihnen zumuten sollte, an die Fronk zw gehen. Als Muhammedaner würden sie unter keinen Um⸗ ständen gegen die Bundesgenossen des„Großen Herrn“ in Konstantinopel kämpfen. Auch in Rangun und Kalkutta entstanden aus dem gleichen Anlaß Meutereien. Alle gläubigen Inder teil⸗ ten die Gefühle der Meuterer. f Zur Schaffung einer deutschen Mode. Berlin, 7. April. Zur Erörterung der S deutschen Mode hat der Reichs verband deuts derinnen eine außerordentliche Tagung einberufen, die begonnen hat. Die erste Vorsitzende, Frau Klara Vogt, begrüßte insbesondere die Vertreter der Handwerkskammern von Berlin, Breslau, Regensburg und erklärte, daß die Tagung eine——— und Stärkung der Ideen zur Schaffung einer deutschen Mode eine weitere Zusammenfassung aller Kräfte bezwecke. Sie betonte fernerhin, daß die deutsche Mode unbedingt auch eine Weltmode 25 * ffung einer 1 ——̃ä— * 2—— 3—— 5 7 2 2 7 2 . WE . 35 2 12 2 n 8 ä 1 2 Ein Festtag bei unseren Felögrauen. g wenn bie Feloͤpost echte 1 Halem Ale ume. Galem del verpockt IO hr. porio Nile S flak er Sila eden 5 75 i 3 er Schnei⸗ 9 1 K lirustfrei! 2 5 chlagen. ö N 1 0 5 J 1 8 5 5 1 83 — 3 3 vater, Bruder, Schwager und Onkel Schreinermeister nach schwerem, mit Geduld entsohlafen ist. Die- Beerdigung findet am Freit 1½ Uhr, vom Sterbehause, Nachruf. den Heldentod fürs Vaterland unser und Vereinsmitglied 3. Kompagnie. Wir werden sein Audenken stets in Statt besonderer Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, dass mein lieber, treusorgender Gatte, unser guter, unvergesslicher Vater, Schwiegervater, Gross- Herr Ludwig Rinn XIII. am Mittwoch Morgen 6 Uhr im Alter von 69 Jahren ertragenem In tiefem Schmerz: Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, Kinzenbach, den S. April 1915. z. den 9. April 1915, nachmittags zachstrasse 13, aus statt. Infolge schwerer Verwundung starb am 20. Februar Louis Schmidt Unteroffizier im Res.-Inf.-Regiment Nr. 254 Der Kriegerverein Hörnsheim. Leiden sanft 3240 lieber Kamerad Ehren halten. 8 322²3 Nachruf. liebes Turnvereinsmitglied 3. Kompagnie. werden unserem ehrendes Andenken bewahren. Ruhe sanft. Girsener Paedagogun Ich beabsichtige, im neuen Schuljahre die Mäd⸗ chen in besonderen Klassen, getrennt von den Jungen, zu unterrichten. Anmeldungen zu den be— kannten Bedingungen(Prospekt und Jahresbericht unentgeltlich) werden für Mädchen nur bis zum 10. April entgegen genommen. Aufnahme vom 9. Jahre ab. Die Schülerinnen genügen durch den Besuch der Anstalt der gesetzl. Schulpflicht (Verfügung des Gr. Ministeriums des Innern vom Mai 1913). 2878 D Direktor Brackemaun, Ludwigstraße 70. Einfriedi- gungen empfehle: 1 8 5 Drahtgeflechte Spalierdrähte Stachelzaundraht Eiserne Pfosten nu billigsten Preisen. Emil Pistor Nachf. 3015 Im Kampfe fürs Vaterland starb den Heldentod infolge schwerer Verwundung am 20. Februar unser Louis Schmidt Unteroffizier im Res.-Inf.-Regiment Nr. Wir verlieren in ihm einen lieben Freund und guten 1 2 22 2 4* Turner und einen eitrigen Förderer der Turnsache und mehrjährigen Turnwart Der Turnverein Hörnsheim. 254 allezeit ein Backpulver mit Rezept für Kriegskuchen Ges. geschützt W 2 199078 wieder eingetrofssen. Alleinverkauf für Gießen J. M. Schulhof. Marktstr. 4. Tel. 119 3175 eltügebingg, Aubebeumähhen empfiehlt billigst Langs a Fer Ke Saatkartoffeln Alle Sorten Frühkartoffeln „Kaiserkrone“, Paulsen's Juli“,„gelbe Mäuschen“, „Juwel“,„Noyal Kitenen“ und noch andere Sorten empfiehlt J. Weisel. Tel.&.(e Sonnenstr. 6. Sauer kraut seinste Ware empfiehlt 3170 IJ. M. Schulhof. Metallbetten Holzrahmenmatr., Kinderbett. bill. an Private. Kat. frei. h umöbelfabrik, Suhl 1. Th. 5 kleingemachtes Eichenbolz Mk. 3.50 per Karren frei Haus. Jul. Wellböser, Teleph. 743. Am Oster Sonntag ist unser lieber Vater. Schwiegervater und Großvater, Oberstleutuant a. D. 2 5 Friedrich Lincke in Breslau entschlasen. 3236 Prof. B. Martin Schian Vally Schiau, geb. Lincke. Wir bitten von Beileidsbezeugungen abzusehen. Gießen Todes⸗ Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unser innigstgeliebter, unvergeßlicher Sohn, Bruder und Schwager Emil Wagner im Alter von 6 Jahren nach schwerem, mit Ge— duld ertragenem Leiden sanft in dem Herrn entschlafen ist. Die tiestrauernden Hinterbliebenen: Familie Wagner Familie Laukel. Lollar, den 7. April 1915. Die Beerdigung findet am Freitag, den 9. April, nachmittags ½ Uhr, statt. 3232 Tlatl.- Karten Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen beehren sich anzuzeigen Kreisstrassenmeister Herrmann und Frau Dina, geborene Best olg Lich, den 6. April 1915 . 2232 ccc Heinrich Hahn, Giessen Neustadt s Samenhandlung Tel. 403 Spezialität: Verkauf v. nur erstkl. bewährt. Gemüse- und Blumen-Samen Gras-Samen—Sestebebbenfak —Seidefr., hochkeimfäh. D(lee-Saaten Blumenzwiebeln, Garten-Werkzeuge Düngemittel Illustr. Haupt-Katalog gratis zu Diensten 0 Für die Beweise herzlicher Teilnahme lieben Entschlafenen sagen wir innigen Dank. bei dem Heimgange unseres Familie Benner. Gießen, den 7. April 1915. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nahme, sowie für die überaus zahlreichen Kranz⸗ und Blumenspenden bei dem Hin⸗ scheiden meines lieben unvergeßlichen Sohnes Wilhelm Schmidt sage ich allen auf diesem Wege meinen innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Katharine Schmidt Bw. geb. Lepper. Wieseck, den 8. April 1915. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil— nahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Dekan Gußmann am Grabe sagen wir auf diesem Wege unsern herz— lichen Dank. Ph. Mattern und Kinder. Lollar, den 7. April 1915. oldos Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres so teuren unver— geßlichen Kindes sagen wir allen auf diesem Wege herzlichen Dank. Ebenso für die ihm zugedachten Blumenspenden. Insbesondere rzlichen Dank Herrn Pfarrer Schulte für die so tröstenden Worte am Grabe. In tiefer Trauer: Familie W. Spruck. 01904 5 Licht- Spie IHaus DDD April 1915: * 0 Diamantendieb Detektivstudie in 3 Abteilungen Im Dusel Heiterer Triekfilm Die Stimme des Meeres Psychologisches Lebensbild So ein Schwein Lustige Posse Wer ist schuldig Grosser Kriminalroman in 2 Abteilungen G Voranzeige Ab Samstag, den 10. April 1915: Ein Lacherfolg ohne Gleichen 22 7 Fürst Sepp Das hervorragendste Filmlustspiel aller Zeiten in 3 Akten 3189 D Hilitar ohne Charge zaklt werktags die Malfte. Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und forstwirt⸗ schaftlichen Berufsgenossenschaft für das Jahr 1914 liegt vom 9. April ab 2 Wochen lang auf hiesiger Bürgermeisterei offen. Widersprüche sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungsfrist beim Vorstand in Darmstadt zu erheben. Trohe, den 8. April 1915. Großh. Bürgermeisterei Trohe. Schmidt. Vom 7. bis inkl. 9. Der Spannende 3230 Wir werden frche eefehe auch nach Ostern direkt von der See einführen und empfehlen dieses nahrhafte billige und preis⸗ werte Nahrungsmittel der besonderen Beachtung unserer Kunden. Die Seefische werden in Eis verpackt vom Seeplatz verschickt und tressen stets frisch am Bestimmungsort ein. Bratschellsische pund 26 Pg. Kabliau, mittel Pfund 32 Ba. In unserer Zentrale frisch eingetroffen: 1 Waggon achte Marmelade Pfund 38 Pfg. Besonders preiswert: Roter Tischwein Fl. m. Gl. 0.85 M. Mavrodaphue, griech. Südw.„„„ 1.00 Mk. Kaffee Natur. geröst. Santos Pfd. 1.50 Mk. Kräftige, ausgiebige u. reinschm. Misch.„ 1.60 Mk. Bauernmühle b. Gr. Linden, 6. April 1915. stheumatismus-, Ischias- und Gichtleidende nehmen die glänzend bewährten Petrin- Tabletten Name gesetzlich geschützt 275 anerkannt bestes Mittel, da vollständig unschkd- lich, ohne jegliche Nebenerscheinungen und sicher wirkend.— Zu haben in allen Apotheken. e K 8 Kaufmännische Fachschule Gießen. (Staatlich anerkannte Unterrichtsanstalt.) Das neue Schuljahr unserer Anstalt beginnt Montag, den 19. April l. J., abends 8 Uhr, Anmeldungen neuer Schüler und Schülerinnen werden Freitag, den 9. April, abends 8 bis 9 Uhr, im Schulhause der Stadtknabenschule, Nord⸗Anlage 8, entgegengenommen. Bei der An⸗ meldung ist das letzte Schulzeugnis vorzulegen. Gießen, den 3. April 1915. 518 D Misch. feiner Qual. 1.80, 2.00 Mk. Kafento (Marke ges. gesch.) hergestellt aus naturell geröstet. Bohnenkaffee und seinsten Früchtekaffees „ Pfund⸗Paket 45 und 50 Pfg. Verkaufsstellen in Giessen: ee Bahnhofstrasse 26 Ludwigstrasse 20, Walstorstrasse 24 Die Schulkommission.