Nr. 81 Der Slezener Anzelger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: Erstes Blatt viermal wöchentlich Sießener Familienblätter; eimal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Sießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Feitfragen Jernsprech⸗ Anschlüsse: sür die Schristleitung 112 Verlag, Geschäftsstelledß l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Gießener General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. 105. Jahrgang Anzeiger Mittwoch, 7. April 1915 Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel; jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goeg. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; sür Stadt und Land, Bermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Neue Offensivpläne der Franzosen. Anzeichen einer günstigen * (WTB.) Großes (Amtlich.) 8 1 Westlicher Kriegsschauplatz. 5 Die Franzosen sind seit gestern zwischen Maas und Masel besonders tätig. Sie griffen unter Einsetzen starker Kräfte und zahlreicher Artillerie nordöstlich, östlich und süd⸗ östlich von Verdun, somie bei Ailly⸗Apremont und Flirey und nordwestlich von Pont⸗a⸗Mousson an. Nordöftlich und östlich von Verdun kamen die An⸗ griffe in unserem Feuer überhaupt nicht zur Entwicklung. Südöstlich von Verdun wurden sie abgeschlagen. Am Ostrande der Maashöhen gelang es dem Feinde, in einem kleinen Teil unserer vordersten Gräben vor⸗ übergehend Fuß zu fassen; auch hier wurde er in der Nacht wieder hinausgeworfen. Der Kampf in der Gegend von Ailly⸗-Apremont dauerte während der Nacht ohne jeden Erfolg für den Gegner an. Erbittert wurde in Gegend Flirey gefochten. Mehrfache französische Angriffe wurden dort abgewiesen. Westlich des Priesterwaldes brach ein starker An⸗ griff nördlich der Straße Flirey—Pont⸗à⸗Mousson zu⸗ sammen.. 5 Trotz der sehr schweren Verluste, die der Gegner bei diesen Gefechten erlitten hat, muß nach seiner neuer⸗ lichen Krüfteverteilung angenommen werden, daß er seine Angriffe hier fortsetzen wird, nachdem die gänzliche Aus⸗ sichtslosigkeit aller seiner Bemühungen in der Champagne klar zutage getreten ist. Oestlicher Kriegsschauplatz. Russische Angriffe östlich und südöstlich von Kal⸗ warja, sowie östlich von Augustom waren erfolglos. Im übrigen ist die Lage im Often unverändert. Oberste Heeres leitung. Hauptquartier, 6. April. 4/ qe samas 12 err Haie, — ChemπάDονν b N e 0 Nach dem Fehlschlagen ihrer Angriffe in der Cham— pagne versuchen die Franzosen, auf einem anderen Wege Offensiv⸗Erfolge zu erringen, jedoch, wie der obige Bericht der deutschen Heeresleitung erkennen läßt, mit sehr wenig Aussicht auf Erfolg. Es war vor einigen Tagen berichtet morden, daß in der Nähe von Verdun schwere Belagerungs— artillerie der Deutschen sich bemerkbar gemacht habe, und es ist ja in der Tat auch anzunehmen, daß, wenn die strate— gische Lage auch wieder im Westen deutsche Angriffe ge— boten erscheinen läßt, Verdun eines der ersten Opfer sein wird. Südlich von Verdun erstreckt sich bekanntlich die Kampflean von Westen, nämlich St. Mihiel, über Apre— mont und Flirey zur Mosel nach Pont-a-Mousson— und hier war der Schauplatz neuer Kämpfe. Von Verdun aus suchten die Franzosen nach drei Richtungen hin gegen Osten sich Luft zu schaffen, und von der erwähnten kleinen west— östlichen Freun bei St. Mihiel her suchten sie diese Angriffe zu stützen und zu verstärken. Unsere kleine Kartenstizze gibt die in der Meldung der pbersten Heeresleitung erwähn— ten Stellungen zum Teil wieder; die Ergänzungen lassen sich leicht feststellen: Verdun liegt etwa 60 Kilometer west— lich von Metz, St. Mihiel etwa 40 Kilometer von dem auf dem Kärtchen verzeichneten Pont⸗a-Mousson. Apremont, das auf der Skizze nicht mehr enthalten ist, liegt etwa 10 Kilo— meter westlich von Flirey. Die deutsche Heeresleitung spricht sehr siegesgewiß von der„gä nzlichen Aussichts⸗ losigkeit“ der neuen französischen Bemühungen, und wir dürfen dem Kommenden daher mit vollem Vertrauen ent— gegensehen. Aus den westlichen Kaxpathen haben wir heute einen sehr günstigen Bericht der österreichisch-ungarischen Heeres— leitung zu verzeichnen. Die deutschen Truppen haben dort an der Seite ihrer Bundesgenossen erfreuliche Ergebnisse er— zielt. Auf den Höhen östlich des Laborczatales würden starke Stellungen der Russen erobert, wobel 5040 Gefangene ge— macht wurden. Auch in den anschließenden Abschnitten war das Kriegsglück den Unsrigen hold, zurückgeschlagen und ließen auch dort 2530 Gefangene in inseren Hünden. Mit dem russischen Vormarsch wird es wohl mit ein Ende haben. Da auch die Türken nach ihrem ten amtlichen Bericht im Kaukasus bei den letzten 4 1 die Feinde wurden! Kämpfen siegreich waren und vor den Dardanellen bis jetzt kein ernstlicher Angriff mehr gewagt worden ist, wer— den wohl endlich auch die Seifenblasen der größenwahn— sinnigsten Panslawisten platzen müssen. Kein Baltanstaat wird sich für die Interessen der Entente mehr die Finger verbrennen wollen! ** * Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. 5 Wien, 6. April.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 6. April mittags.. Die Kämpfe in den Karpathen nehmen noch weiter an Ausdehnung zu. Auf den Höhen östlich des La⸗ borczatales eroberten gestern deutsche und unsere Truppen starke Stellungen der Rus⸗ sen und machten hierbei 5040 Maun zu Ge⸗ fangenen. In den anschließenden Abschuitten wurden mehrere heftige Angriffe unter großen Verlusten des Fein⸗ des blutig zurückgeschlagen Weitere 2530 Russen wur⸗ den gefangen. „In Südost⸗Galizien scheiterte auf den Höhen nord⸗ östlich von Ottynia ein Nachtangriff des Feindes. Bei dem am 4. April südwestlich Uscie Biskupie ver⸗ suchten Vorstoß des Gegners auf das südliche Dujestr⸗ Ufer wurden zwei Bataillone des russischen Alexander-In⸗ fanterie-Regiments vernichtet. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Ein Luftkampf im Osten. Budapest, 6. April.(WT. Nichtamtlich.) Der Kriegsberichterstatter des„Az Est“ meldet vom nordöst— lichen Kriegsschauplatz: Gestern sand ein Luftkampf zwi schen einem österreichisch-ungarischen Flieger und drei russi— schen Flugzeugen statt. Die russischen Flugzeuge verfolgten den österreichisch-ungarischen Fli Dieser w Verfolge Eine russische Maschine wurde getroffen und stürzte aus einer Höhe von 1500 Meter ab und wurde zertrümmert. Zwei andere russische Flugzeuge gerieten in eine Luftströmung und stürzten ab. Der österreichisch— ungarische Flieger entkam unversehrt. Der amtliche türtische Bericht. Konstantinopel, 6. April.(WT. Nichtamtlich.) Das Große Hauptquartier gibt bekannt: An der laukasischen Front griff der Feind unsere Vorhuten nördlich Ischlan in der Nähe der Grenze an. Nach einem erbitterten Kampfe von 18 Stunden wurde der Feind auf die andere Seite der Grenze geworfen. Unsere Truppen besetzten die feindlichen Dörfer in der Umgebung von Ghoser und Parakez, südlich von Taufssaert. Gestern und heute unternahm der Feind nichts Ernstliches gegen die Dardanellen. Vorgestern eröffneten zwei feindliche Kreuzer das Feuer auf unsere Batterien am Eingange der Dardanellen. Sie verschossen 300 Granaten, ohne eine Wirkung zu erzielen. Hingegen wurde durch verschiedene Beobachtungen festgestellt, daß ein feindlicher Kreuzer und ein Torpedoboot durch die von unscren Batterien verschossenen Granaten getrof- fen wurden. Auf den übrigen Kriegsschauplätzen hat sich nichts Wichtiges ereignet. Bericht der russischen Kaukasusarmee. Petersburg, 6. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der f Bomben 2 TN Generalstab der Kaukasusarmee teilt mit: Am 2. und 3. April wurden die Kampfhandlungen im Küstengebiet und in der Gegend von Artwin fortgesetzt. Auf den übrigen Fron— ten leine Veränderung. Teuerung in Petersburg. Petersburg, 6. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Rietsch“ meldet: Die Lebensmittelteuerung in Petersburg nimmt in einem außerordentlichen Umfang zu. Die Lage der ärmeren Schichten ist verzweifelt. Noch entsetzlicher als die Teuerung ist der binnen kurzem zu erwartende vollständige Mangel an Lebensmitteln. Trotz der von der Stadt getroffenen Maßnahmen sei es fraglich, ob bei dem jetzigen Kriegszustande Zufuhren zu ermöglichen seien. Der Mangel an Lebensmitteln demoralisiere die Bevölkerung und drlücke die Kriegsbegeisterung nieder. Aeußerungen des Freiherrn v. d. Goltz. Budapest, 6. April.(WTB. Nichtamtlich.) General- feldmarschall von der Goltz-Pascha besuchte heute vor— mittag auf seiner Durchreise nach Konstantinopel den Mini— sterpräsidenten Grafen Tiszza und den Landesverteidi— gungsminister Baron Haza i. Dem Mitarbeiter des„Az Est“ erklärte der Generalfeldmarschall, er halte die Dar— danellenforts für uneinnehmbar. Man mag schreiben, was man will, sagte er, wir haben keine Angst— Unbegreiflich ist, wieso Europa wegen der Dardanellen beunruhigt sein lonnte. Die Türkei verfügt über eine viel mächtigere und stärkere Armee als man glaubt. Die allgemeine Kriegslage ist günstig und gut. Wir sind zufrieden. Auch in den Karpathen ist alles in Ordnung. Wir dürfen mit voller Zuversicht den Dingen entgegensehen. Wien, 6. April. Generalfeldmarschall Freiherr von der Goltz ist gestern vom Kaiser in Audienz empfangen worden. Vorher besuchte er den Min ister des Acußeren und den tünrkischen Botschafter. Freiherr von der Goltz äußerte sich zu dem Vertreter der„Neuen Freien Presse“ über die Audienz beim Kaiser: Der Kaiser sei nicht nur mit allen Ereignissen auf wendung in den Karpathen. den zentraleuropäischen, sondern auch auf den türkischen Friegs⸗ schauplätzen vertraut. Der Kaiser zeige eine ernste, aber feste und sehr zuversichtliche Stimmung.— Die„Neue Freie Presse“ ver⸗ öffentlicht die Unterredung mit Freiherrn von der Goltz. Dieser äußerte sich zunächst über die Eindrücke, die er von der österreichisch⸗ ungarischen Armee gewonnen hat. Er erklärte, er habe zwar die österreichisch-ungarischen Truppen nur im Vorbeifliegen gesehen, das Wenige aber, das er habe sehen können, habe auf ihn den besten Eindruck gemacht. Freiherr von der Goltz ist überzeugt, daß die österreichisch⸗ungarische Armee alle ungeheueren Schwierig⸗ keiten, die sich ihr entgegenstellen, überwältigen und siegen werde, Bulgarisch⸗serbische Auseinandersetzung. Sofia, 6. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Bulgare. In Beantwortung eines vom serbischen Gesandten unter⸗ nommenen Schrittes betreffs des Aufruhrs von Musel⸗ manen im Gebiete von Valandowo, den das Preßburegu in Nisch so leichthin als eine Invasion von Komitatschis und hulgarischen Soldaten auf serbisches Gebiet darstellte, hat das Ministerium des Aeußern an die serbische Gesandtschaft eine Note gerichtet, in der es den wahren Sachverhalt nach den Berichten der Grenz⸗ behörden darstellt und insbesondere das einwandfreie Ver⸗ halten der bulgarischen Greuzposten hervorhebt, die 1 ihr Möglichstes getan hätten, um den verlassenen serbischen Posten zu schützen und der verfolgten Bevölkerung Zuflucht zu verweigern, da es unmöglich ist, ihr Obdach zu geben. Die Note verlangt die Ergreifung von Maßregeln, damit die serbischen Truppen bei der Verfolgung der aufrührerischen Bevölkerung nicht in die Lage kom⸗ men, auf bulgarische Greuzposten zu schießen und Zwischenfälle herbeizuführen, deren Folgen ungemein ernst sein könnten. ** 1 ** Von der belgischen Küste. Amsterdam, 6. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Tyd“ meldet aus Sluis: Gestern waren den ganzen Tag über englische Kriegsschiffe zu sehen. Die Deutschen un⸗ ternahmen mit Flugzeugen Aufklärungsfahrten. Abends um 7 Uhr eröffneten zwei feindlich reuzer das Feuer g Hafen, ö auch auf die Koksfabriken, lösten aber nur einige Schüsse. Die Deutschen unterhielten mit den Küstenbatterien ein heftiges Feuer. Ein Parteitag der holländischen Sozialdemokratie. Berlin, 7. April. Vom Parteitag der holländischen Sozialdemokratie berichtet der„Vorwärts“ aus Arn⸗ heim: Nach zweitägiger Debatte über die Taktik der Partei in der Frage der Landesverteidigung wurde die Resolution des Parteivorstandes mit 455 gegen 231 Stimmen bei zehn Stimmenthaltungen angenommen. In der Resolution wird erklärt, daß in dem durch den Krieg geschaffenen Zustand J 1 * 4 8 das Interesse der holländischen Arbeiterkreise mit“ dem Interesse der ganzen Nation zusammengehe und die Wah- rung der Neutralität und der Unabhängigkeit mit allen verfügbaren Mitteln durchgeführt werden müsse. Es wurde auch eine Resolution des Parteivorstandes an— genommen, die strikte Neutralität fordert und von allen Parteigenossen, die sich in verantwortlichen Stellungen be— finden, ein entsprechendes Verhalten verlangt. f Eine englische Automobil-Maschinengewehr-Truppe. April. Ueber die Bildung einer englischen Automobil-Maschinengewehr⸗Truppe, die sich durch große Beweg⸗ lichkeit auszeichnet, melden die„Hamburger Nachrichten“ laut „Vossischer Ztg.“ aus dem Haag: Es handelt sich um Motor- fahrräder, an deren linken Seite sich kleine Wagen befinden. Vorn auf dem Wagen befindet sich ein Maschinengewehr und hinter cinem Schutzschild die Bedienung. 400 dieser Räder Beile 7 mit Geschützen seien jetzt an der Front angekommen. Ihre Zahl soll bis zum 15. Mai auf 1200 gebracht werden. Die Republit der Justizmorde. Berlin, 7. April. In der„Kreuzzeitung“ liest man: In ihrer Nummer vom 13. März bringt die„Daily Mail“ ein Bild⸗ nis, das befürchten läßt, die Republik der Justizmorde habe sich eines neuen Verbrechens schuldig gemacht. Das Bild zeigt einen toten deutschen Soldaten, der ausgestreckt liegt, zu seinem Haupte die Pickelhaube und darunter die Erklärung„Ein deutscher Soldat von Franzosen erschossen wegen des Gebrauchs von Dum⸗ Dum⸗Patronen“. Wäre es nicht angebracht, Nachforschungen anzu⸗ stellen, und wenn möglich, zu ermitteln, wie sich die Sache verhält. Ist die Angabe des Londoner Blattes richtig, so kann es sich nur um einen neuen Justizmord handeln. Ein französischer Zweidecker in der Schweiz . niedergegangen. Prunktrut, 5. April.(WTB. Nich tamtlich.) Meldung der Schweizerischen Depeschen-Agentur. Ein französischer Zwei decker, der von deutschen verfolgt wurde und sich auf der Flucht verirrte, mußte abends auf Schweizergebiet ganz, von Pruntrut niedergehen. Beide Flieger, der Führer und der Be obachtungsofftzier, wurden auf das Rathaus vor den schweizerischen Militärstab geführt und dann in einem Hotel interniert. Der Vorfall rief unter der Bevölkerung ziemliche Aufregung hervor Bern, 6. April.(WTB. Nichtamtlich.) s bei Pruntrut niedergegangene französische Flugzeug kam in Etappen aus Paris. Es sollte wahrscheinlich das Geschwader in Elsaß verstärken verirrte sich aber im Nebel. Der Führer Beim Nieder- gehen glaubte er französische Soldaten zu erblicken. Dieser Irrtum ist auf den grauen Mantel zurückzuführen. Mit deutschen Flug⸗ zeugen kam der französische Flieger überhaupt nicht in Berührung. * 8 55 2 ütberflog die Landschaft Ajbie und insbesondere Fruntrut. Der Apparat rügt die Buchstaben„M. F. 361“( Mau⸗ rice Farman“. Der Flieger hatte infolge des Nebels die Orient⸗ tierung verloren. Beim lieberfliegen der Schweizer Grenze wurde er von schweizerischen Truppen beschossen. Vor der Landung verbrannte der Flieger alle Papiere. Deutsche Flieger über Belfort. Paris, 6. April.(WTB. Pichtamtlich.) Das„Jour- nal“ meldet aus Montbeliard: In der Nacht vom Donners⸗ tag zum Freitag überflogen sechs Tauben Belfort und warfen sechs Bomben, ohne Schaden anzurichten. Auszeichnung des Generalobersten v. Kluck. Berlin, 6. April.(WTB. Nichtamtlich.) Dem General- obersten v. Kluck ist der Orden Pour le mérite verliehen worden. Vom internationalen Roten Kreuz in Genf. Berlin, 6. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das Inter⸗ nationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf ersucht uns, zu erklären, daß es mit der unlängst durch die Presse gegan⸗ genen Liste der Gesamtverluste der kriegführenden Staaten, die angeblich von dem Roten Kreuz in Genf auf- gestellt worden sein sollte, schlechterdings nichts zu tun hab, daß es niemals Verlustlisten, nicht einmal Kriegsgefan⸗ genenlisten veröffentlicht hat. Schweizerische Ausfuhrverbote. 1 Bern, 6. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der Bundes⸗ rat hat das Ausfuhrverbot auf folgende Artikel aus- gedehnt: Biskuits und andere feine Bäckerwaren mit und ohne Zucker, frische Milch, Bau- und Nutzholz, elektrische Zunder für Automobile, sog. Magnetos, Kupfererze, Blei— erz und Zleiglanz. 4 . 1 ** „ Ein Aufruf gegen die Waffenausfuhr aus Amerika. Berlin, 7. April. Verschiedene amerikanische Zeitungen, darunter auch die bekannten ententefreund⸗ lichen Blätter, bringen laut„Berl. Tagebl.“ in Form hoben wird, daß die Ausfuhr von Munition und Waffen nach den kriegführenden Ländern eingestellt werde. Der Aufruf ist von 400 Herausgebern nichtenglischer Zeitungen und Zeitschriften in den Vereinigten Staaten unterschrieben. Er wendet sich an das ganze amerikanische Veolk, besonders aber an die Arbeiter, die Munition an⸗ 2 fertigen. * Vom englischen Hof. London, 6. April.(Priv.⸗Tel.) Nach amtlicher Mit⸗ teilung vom 5. April werden am königlichen Hofe künftig Wein, Bier und andere geistige Getränke nicht ver⸗ wendet. l 1 N. Frauenarbeit in England. 5 London, 6. April.(WTB. Nichtamtlich.) Am Samstag batten fich in die Listen 3000 Frauen eingeschrieben, die bereit sind, während des Krieges die Arbeit zu übernehmen. Der Verein der Laden⸗ und Handlungsgehilfen, der 25000 Mit⸗ glieder zählt, von denen 8000 in das Heer eingetreten sind, i in einer am Sonntag in Manchester abgehaltenen Ver⸗ g dagegen, daß die Arbeitgeber sie durch billige Frauen⸗ Aus Marokto. g „6. April. WTB. Nichtamtlich.) Nach einem Berichte Temps“ dauert in den Gebieten von Fez und Taza die Aattation mit ziemlicher Heftigkeit fort. Banden von berherischen Reitern belästigen die n und versuchen den Bau der 1 zu stören. Eine aus Taza eingetroffene mobile Kolonne bat mehrere Streifzüge unternommen. Man wartet das Aufhören der Regenperiode ab, um energische Vorstöße zu unternehmen. — ů— Die Lage zur See. Es ist bemerkenswert, daß man es in England offenbar nicht für einen unerträglichen Zustand hält, wenn nach acht Monaten dauer noch immer eine starke, vermutlich ——— 18 8 ven Monat zu Monat nach jeder Richtung an Kraft 5 1 wachsende Kriegsflotte auf feindlicher, d. h. deutscher Seite vorhanden ist. Seit dem Zusammenstoß in der Nordsee 5 Ende Januar, der uns den„Blücher“, den Engländern Letnen ihrer schwersten und modernsten Schlachtkreuzer 5. tostete, hat unser Feind keinen Anlaß genommen, eine Auseinande mit den Hochseestreitkräften der deut⸗ schen Flotte zu suchen. Es wäre für uns erfreulich, wenn diese 3 tung, abgesehen von politischen Erwägun⸗ gen über den Haupwerwendungszweck der britischen See⸗ macht, auch durch die Erfahrungen über die Wirkung der schweren Schiffsartillerie in dem Gefecht in der Nordsee mitbestimmt wäre. Jedenfalls kann man ja annehmen, daß das Urteil der beiderseitigen Führung über die Chancen einer Seeentscheidung durch den Kampf zwischen den Kreu⸗ gerges dern nicht wenig geklärt sein wird. Das bri⸗ kische Verhalten spricht gewiß nicht dafür, daß diese Klä⸗ rung zugunsten Englands ausgefallen sei. g So wenig man sich durch gefühlsmäßige Erwägungen veranlaßt sehen darf, die britische Seegewalt als realen Faktor zu unterschätzen, so sehr drängt sich doch immer wie⸗ der die Einsicht auf, daß ihre Realität zu einem Teil wenig⸗ stens auf einer Fiktion beruht, auf dem Prestige, die erste 5 1 Seemacht der Welt zu sein. Diese Fiktion wird nun von 5 Monat zu Monat brüchiger. In Ostasien vermag es die erste Seemacht der Welt nicht, Japan von weltgeschichtlich bentscheidenden Schritten zurüctzuhalten, die für England seelbst nicht nur von der bitteren Empfindung begleitet sind, 0 daß hier sein Anspruch, als Arbiter mundi ernst genommen 5 zu werden, nichts gilt, sondern die auch wirtschaftliche und 8 politische Interessen Englands schwer benachteiligen. Es mag ja sein, daß die Herren in London auch mit der japa⸗ ni Gefahr schnell fertig werden zu können glauben, genau wie mit der russischen, wenn sie erst einmal das ihnen am nächsten liegende Ziel, die Niederwerf Deutsch⸗ 5 2 vollendet haben. Die neuesten Nachrichten Uber 5 Verständigung zwischen Petersburg und Tokio klingen so, als ob sich Zar und Mikado gegenseitig den Rücken decken wullten, wenn erst einmal die Konstellation eintritt, die den Wiünschen des Dreiverbandes entspricht. Aber bis dahin wird es ja niemals kommen, weil das deutsche Volk in Treue und Zähigkeit durchzuhalten entschlossen ist bis zu einem endgilltigen Siege. f Inzwischen entblättert die Blüte britischer Seeherr⸗ schaft auch im nahen Orient. Man fragt sich, ob es Eng⸗ länder und Franzosen tatsächlich für möglich gehalten haben, die Dardanellen zu bezwingen, und wo der Fehler in ihrer Rechmung steckt, ob bei den Vorgängen in Athen, die zum Sturz des Herrn Venizelos führten, oder wo sich an den Dardanellen vorläufig nur einige schöne Zähne ausgebissen, ohne ihrem Ziel wesentlich näher gekommen zu sein. So wird es auch wohl bleiben, selbst wenn ein weiteres halbes oder ganzes Dutzend Panzerschiffe geopfert werden. Ueber das Wesen und die Voraussetzungen der Seemacht hat der Engländer naturgemäß noch eine deutlichere Vor⸗ stellung als der Deutsche. In der„Morning Post“ konnte man kürzlich in einer Betrachtung über die Kriegsaussichten die Hoffnung lesen, daß der Sieg doch von der Seemacht abhängig sein werde. Das Blatt schrieb:„Auch glauben wir, daß Seemacht, wenn gut angewendet, schließlich über die Macht zu Lande siegen muß, dank der größeren Beweg⸗ lichkeit der Kräfte, über die sie verfügt.“ Daß die größere Beweglichkeit der Kräfte einen außerordentlichen Vorteil bietet, haben wir ja durch die„Eisenbahn⸗Siege“ Hinden⸗ burgs erfreulich bestätigt gefunden. Tatsüchlich beruht die britische Stellung in der Welt zum großen Teil darauf, daß England gewisse Trümpfe seiner Macht, eben seine Flotte, an beliebigen Punkten in der Welt in kürzester Frist einzusetzen in der Lage war. In Deutschland ist die einfache Tatsache noch nicht ein selbstverständlicher geistiger Besitz, daß sich die schwimmenden Festungen einer Flotte und eine Landungsarmee von einem destimmten Punkte aus sehr schnell an unerwarteter Stelle ansetzen lassen, während die Landfestungen des Gegners überhaupt unbeweglich und die Landtruppen selbst bei einem guten Eisenbahnsystem noch nicht so schnell verschiebbar sind. Trotz der Möglich⸗ keit für England und Frankreich, ihre Landungsarmee von Lesbos oder Tenedos aus ganz plötzlich irgendwo anders zu verwenden als bei den Dardanellen, braucht man natür⸗ lich keine Sorge zu haben, da andere Punkte weder stra⸗ tegisch noch politisch annähernd so günstige Erfolge ver⸗ sprechen wie ein Marsch auf Konstantinopel. Die„Morning Post“ würde vielleicht recht haben mit ihrer Hoffnung, daß die britische Seemacht den Ausschlag im Kriege geben soll, selbst bei ungünstiger Lage des Land— krieges, wenn nicht im Hintergrunde auch auf unserer Seite eine starke Seemacht läge, deren Tag des Wirkens noch kommen wird. Acht Monate bereits liegt unsere Hoch⸗ seeflotte zum Schlag bereit. Mit Todesmut und Begei⸗ sterung wird ihre Besatzung dem Rufe folgen, wenn die berufenen Führer ihr„Vorwärts!“ kommandieren. Geden— ken wir bei dieser Gelegenheit der Tapferen, die vielleicht noch nicht einmal den Kanonendonner des Feindes gehört haben und doch Tag für Tag, Nacht für Nacht schon acht Monate lang dauernde Anspannung der Nerven- und Willenskraft ertragen. Sie sollen es wissen, daß anstatt des Lorbeers der Sieger, der vielleicht schon grünt, um bald einmal ihre Stirn zu schmücken, vorläufig das un⸗ eingeschränkte Vertrauen des Vaterlandes auf seine tapfere Wehr zur See die Anerkennung ist, die sie auf ihrer harten und entbehrungsreichen Wacht begleiten kann. Hoffnungen, wie die der„Morning Post“ auf die„bewegliche“ briti⸗ sche Seemacht werden wohl an unseren tapferen Blaujacken zu nichte werden. London, 6. April. WTB. Nichtamtlich.) Der Flotten⸗ korrespondent der„Morning Post“ schreibt: Die Verheerungen der deutschen Unterseeboote dauern mit aufreizender Ein⸗ förmigkeit von der Nordsee bis nach Fiesterre fort. Es ist eine seltsame Lage. Einerseits sagt man uns, daß die englische Flotte die vollständige Seeherrs ausitbe, andererseits lesen wir täg⸗ lich von Verlusten eines oder mehrerer Schiffe in den heimatlichen Gewässern. Unsere große Flotte befindet sich ir⸗ gendwo, und Tatsache ist, daß sie sich 3 befindet. Sie nötigt Deutschland zur Teeräuberei unter Das Blatt fährt fort: Was nützt es, ein Schiff zu bauen, das 2¼ Milionen Pfund kostet, wenn es nicht in See gehen kann, außer in großer Ent⸗ fernung der Basis der Tauchboote. Wenn der Feind so entgegen⸗ kommend wäre, uns zu einer Schlacht in der Mitte des Stillen Ozeans einzuladen, wäre alles schön. Unterseeboote und Minen. haben tatsächlich jetzt die Flotte zwischen Wind und Wasser ge⸗ faßt, und es hat keinen Zweck, anzunehmen, daß diese neuen Ele⸗ mente etwas Vorübergehendes oder Unbedeutendes wären. Die Lösung des Problems mag durch Wasserflugzeuge möglich sein, aber das liegt mehr in der Zukunft als in der Gegenwart. Laßt uns alle von Herzen hoffen, daß eine Lösung kommen wird. Die amerikanische Note an England. Amsterdam, 6. April.(Ctr. Frkft.) Reuter berichtet aus London: Das Pressebureau veröffentlicht die Note der Ver⸗ 9 Staaten wegen der Maßregeln Englands zur Verhinderung des deutschen Handels. Die Note weift darauf hin, daß die Blockade eine neue Methode einführe. Sie verhindere nämlich den freien Zugang zu vielen neutralen Häfen, die zu blockieren England nicht berechtigt sei. Dies sei ein ausgesprochener Einbruch in diesouveränen Rechte der Länder, deren Schiffe an dieser Angelegenheit beteiligt sind. Wenn⸗ gleich anerkannt werden müsse, daß große Aenderungen in der See⸗ kriegsführung eingetreten seien, weist die Note doch darauf hin, daß es sehr bequem zu machen gewesen sei, dem gesetzlichen Handel freie Fahrt von und nach den neutralen Häfen durch den Blockade⸗ gürtel hindurch zu ermöglichen. Selbst wenn die Feinde Englands sich nicht an die Kriegsgebräuche hielten, die durch die zivilisierten Nationen angenommen worden seien, müsse doch an die Prinzipien erinnert werden, an die sich England bis jetzt stets gehalten habe, Amerika könne sich deshalb nicht denken, daß England wolle, daß ein Tadel auf England falle. Die Note gibt alsdann die Auffassung Amerikas über die gesetzliche Seite der Angelegenheit wieder und äußert ihre Genugtuung über die Versicherung der englischen Re⸗ gierung über die Art, in der die Blockade ausgeführt werden solle. Sie spricht auch die Vermutung aus, daß bei der praktischen Aus⸗ führung der Bestimmungen des Order in Council, die bei genauer Ausführung die Rechte der Neutralen verletzen würden, die Be⸗ stimmungen selbst derartig geändert werden, daß amerikanische Schiffe, die nach neutralen Häfen gehen oder von dort kommen, keine Belästigung erleiden, wenn sie nicht Konterbande oder Güter, die für das Gebiet der Kriegführenden bestimmt sind, an Bord haben. Ferner äußert die Note die Meinung, daß England voll⸗ kommener Schadenersatz leisten werde für den Fall, daß die Rechte der Neutralen verletzt würden. Berlin, 7. April. Zu der mitgeteilten Note Amerikas an England sagt die„Treuz zeitung“: Ist die Inhalts⸗ angabe zutreffend, so bedeutet die Note einen weitgehenden Rückzug Amerikas, indem es England die Durchführung der „Blockade“- Maßnahmen gegen amerikanische Schiffe auch dann zugesteht, wenn sie Waren, die nicht Konterbande sind, aus- oder nach feindlichen Ländern einführen. Damit gibt Amerika den Grundsatz frei, daß jede Blockade effektiv sein muß. Die neuen englischen Verluste. London, 6. April.(WT Nichtamtlich.) Laut einer Mit⸗ teilung des Handelsamtes sind im Monat März 33 eng⸗ lische Dampfer mit einem Tonnengehalt von 61383 ver⸗ loren gegangen. Hiervon wurden 26 Schiffe mit 49 449 Tonnengehalt torpediert, ein Schiff von 115 Tonnen Gehalt lief auf eine Mine. Insgesamt kamen bei den Schiffsverlusten 217 Mann ums Leben. Die Zahl der verloren gegangenen Segelschiffe beträgt . einem Tonnengehalt von 8110; hiervon wurden drei tor⸗ iert. London, 6. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Burcaus. Der englische Dampfer„North⸗ lands“ wurde gestern auf der Höhe von Beachy Head tor pe⸗ sonst etwa. Jedenfalls hat die erste Seemacht der Welt 4 2 1 * London, 6. April. WI. ich) Meldung Reuterschen Bureaus. Aus Blyth wird gemeldet, daß der en g⸗ lische Segler„Acantha“ gestern in der No auf der Höhe von Longstone torpediert worden ist. Die gesamte Mann⸗ — 5 von 13 Mann wurde durch einen schwedischen Dampfer ge⸗ rettet. London, 6. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Central News“ melden: Der englische Kohlendampfer„City of Bremen“ wurde bei Landsend torpediert und ist ge⸗ sunken. Vier Mann sind ertrunken. 5 Ein spanischer Dampfer angehalten. 7255 Lyon, 6. April. WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Mel⸗ N dung des„Nouvelliste“ aus Nizza hielt der Hilfskreuzer Gorte“ in der Nacht vom 2. zum 3. April den spanif Dampfer„Teresa Fabregas“ auf der Höhe von Kap Ca⸗ marat an. Der Dampfer wurde nach Nizza gebracht. Bei der Durchsuchung fand man im Gepäckraume versteckt zwei Deutsche⸗ die verhaftet wurden. 5 Aus dem Reiche. 10 Aus Elsaß-Lothringen. l. Straßburg, 6. April.(WTB. Ctr. Straßburg.) Die „Straßburger Post“ meldet: Gegen die beiden Mülhauser Rechtsanwälte Dr. Josef Riber, geboren 1875 zu Sulz(Ober⸗ elsaß,, und Johann Alfred Eisenzimmer, geboren 1877 zu Dornach, hat das Kaiserliche Kommandanturgericht in Mülhausen wegen Fahnenflucht einen Steckbrief erlassen.— Ebenfalls wegen Fahnenflucht steckbrieflich verfolgt werden die Bauunter⸗ nehmer Arthur Roos und August Roos aus Mülhausen. Wegen Kriegsverrats hat das Kaiserliche Kommandantur⸗ gericht in Mülhausen gegen den am 21. Mai 1844 geborenen Bürgermeister Eugen Silbermann von Niedersulzbach(Kreis Thann) einen Steckbrief erlassen.. 5 Straßburg, 6. April.(WTB. Ctr. Straßburg.) Die „Straßburger Post“ meldet: Der Kreisdirektor von Gebweiler macht öffentlich darauf aufmerksam, daß das Tragen der noch in den letzten Jahren zahlreichen Elsaß⸗Lothringern verliehenen fra n⸗ zösischen Kriegsmedaillen von 18 70/1 oder der Han⸗ del mit denselben nicht gestattet ist. Personen, die diefe Aus⸗ zeichnung tragen, setzen sich der Gefahr aus, wegen deutschfeindlicher Gesinnung festgenommen und bestraft zu werden Feindliche Flieger über Müllheim i. B. 14 Müllheim(Baden), 6. April.(WTB. Ctr. Karlsruhe) Feindliche Flieger warfen am Ostermontag abends 6 drei Bomben außerhalb des Weichbildes der Stadt ab. auf einem Spaziergange befindliche Damen, Geschwister im Alter von 50—60 Jahren, wurden getötet. 8 5 Ein Besuch der Königin von Schweden. Stockholm, 6. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die Köni⸗ gin von Schweden wird, begleitet von ihrem Enkel, Herzog von Smaland, am Donnerstag nach Karlsruhe abreisen. *„ Berlin, 7. April. Nachdem vom Statistischen Amt der Stadt Berlin soeben veröffentlichten Wochenbericht über den Beschäf⸗ tigungsgradvon Groß-Berlin zeigt die der versicherungspflichtigen Mitglieder von 234 Krankenkassen mit Aus⸗ schluß der besonders geführten Hausgewerbetreibenden für die Woche vom 20. bis 27. März die erhebliche Zunahme von 7083 oder 0,65 Prozent. Diese wurde jedoch hauptsüchlich durch das weibliche Geschlecht herbeigeführt, während die Steigerung bei den Män⸗ nern untec dem Einfluß der militärischen Einberufung sich nur auf 446 oder 0,08 Prozent beschränkt hat. 5 55 38 1 3 5 ersten Feiertage stürzte auf hiesigen Exerzi ein 1. N stwirbels ab. Beide Insassen blieben tot.. 8 Drei litärflugzeug infolge eines Lu Aus Stadt und Land.. Gießen, 7. April 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. e (Aus Hessen und den Nachbargebieten) 7 Unteroff. d. Res. Dr. phil. Waigand Naumann, Inf⸗ Rat. 117, aus Bleichenbach.— Musk. Wilhelm Seibert, Inf⸗ Rgt. 144, aus Bischofsheim.— Unteroff. d. Res. Heinr. Reeg, 25. Res. Divis, aus Darmstadt.— Ref. Wilhelm Merz, Inf⸗ Rgt. 94, aus Darmstadt.— Ers.⸗Res. Michael Kuhn aus Darm⸗ stadt.— Res. Konrad Deucker, Inf.⸗Rgt. 116, aus Flensungen. — Pionier Friedr. Schott, Pionierbatt. 21. aus, Burg- Grisen⸗ a rode.— Unteroff. Friedr. Kröll, Landw. ⸗Brig.⸗Ersatz⸗Bat. 42, aus N 4——. 0 3 5— aus Fränkisch⸗Crumbach.—-Res. Jak. Feuerba 95 Rgt. 116, aus Ober⸗Rosbach.— Unteroff. Gg. Fritz IV., 5 7 rr⸗ r 1 f Brig.⸗Ers.⸗Bat. 42, aus Holzhausen.— Musk, Karl He mann, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 254, aus Offenbach a M.— Kriegs⸗ freiw. Ütff. Quirin Mayer, Res.⸗Inf.⸗Agt. 221 aus Offenbach a. M. Krankentr. Hr. Appel, Inf.⸗Ngt. 254, aus O a. M. — Musk. Arthur Suttinger, Juf.⸗Rgt. 145, aus Offenbach— Gefr, d. Res. Martin Michel II., Inf.⸗Regt. 118, aus Abenheim. — Kriegsfreiw. Heinr. Ortwein, Res.⸗Inf.⸗Regt. 253, aus Angersbach.— Musk. Karl Roth, Res.⸗Inf.⸗Regt. 254, aus Billertshausen.— Kriegsfreiw. Kurt Schrecker, 2. Schnees⸗ Batt., aus Hanau.— 1550 Ph. Meub, Res.⸗Inf.⸗Regt. 253, aus Hüttengesäß.— Musk. Otto Weber Resi⸗Inf.⸗Regt. 253, aus Frohnhausen(Dill).— Jäger Albert Pfeifer aus Eibelshausen. * „ gtitter des Eisernen Kreuzes: Großh. Geo⸗ meter 1. Klasse Leutn. Ludwig Linkmann aus Gießen, Res.⸗Inf.⸗Regt. 28. 5. Auszeichnung. Herr Leutnant Ludw. Spielmann, Kompagnieführer der 6. Komp. Landw.⸗Regt. 116, der bereits zu Beginn des Krieges mit dem Eisernen Kreuze ausgezeichnet wurde, erhielt nunmehr für bewiesene Kapferkeit dei den Verteidigungs. kämpfen in der Champagne am 16. März die Hessische Tapferkeitsmedaille; dem Oberseuerwerker Jughardt von hier, zurzeit beim Juß⸗Artillerie-Regiment Nr. 7, wurde das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapserkeits⸗ medaille verliehen. a 13 * Amtliche Personalnachrichten. Die Groß⸗ herzogin hat am 19. März ds. Is. dem Kommunalforstwart Förster Adam Huder zu Urberach aus Aulaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Band des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu dem bereits verliehenen Allgemeinen Ehrenzeichen mit der Inschrist„Für treue Dienste“ verliehen.— Uebertragen wurde ain 3J. März de,. Je. der Schulamtsaspirantim Brunhilde Wagner aus Mainz eine Lehrerinstelle an der höheren Bürger ⸗ schule zu Beerselden, Kreis Erbach.— In den Ruhestand versetzt 3 1 1 wurden der Weichensteller Leonhard Merz 115 Rüsselsheim 00 3 die Bahnwärter Leonhard Friedrich zu Michelstadt i. O. und 1 Wilhelm Held zu Bürstadt, sämtlich in 17 der Hessisch⸗Preußischen Eisenbahngemeinschaft.. b 8 1 » Lesestoff an die Front und in die Gefan⸗ genenlager. Man schreibt uns: Die Abteilung Gießen des Frauenbundes der deutschen Kolonial⸗Gesell⸗ schaft beabsichtigt, vielseitigen Bitten folgend, Büchersenk 5 in die Gefangenenlager im Auslande und, soweit noch gewünscht, an unsere Truppen in den Schützengräben und an unsere Verwundeten und Kranken in die Kriegslazarette zu senden. Sie bitten deshalb ihre Mitglieder und alle, die sich für diese Absicht interessieren, ihr dauernd passende Bücher und Zeitschriften zukommen zu lassen und auch in ihren Bekanntenkreisen für die ute Sache zu werben. Jede, auch die kleinste. Gabe ist willkommen. Cehr erwünscht sind für unsere Truppen vor allem gute, spannende Novellen und Romane, Humoresken usw. von nicht zu großem Umfange, Zeitschriften und ähnliches, da diese ngen der diert. Die Mannschaft wurde gerettet. schnellen Uebermittelung wegen vorzugsweise als Pfundbriese gehen sollen. Für die Gefangenenlager kommen nur Büche. aber verdächtigen Juhalts in Frage, also micht f ganz un N 2. dagegen ist ber Umfang ohne 8 nahmestelle für die für diesen L lichst zur Verfügung gestellten Büchersendungen ist bei dem Haus⸗ verwalter Todt im Gesellschaftsverein, Sonnenstraße. Gleich⸗ f bittet der Frauenbund alle, die einen Verwandten oder Be⸗ ten als Kriegsgefangenen im Auslaud haben, um Angabe seiner Adresse an die Vorsitzende, Frau Oberst Schimmelfennig, da die dungen nicht an das Gefangenenlager als solches. au eine bestimmte Person gerichtet sein müssen. Auch wärt der Bund dankbar für Angabe von solchen Stellen der Front oder der Besatzungen, wo Lesestoff gewünscht wird.— Wir ver⸗ weisen auf die entsprechende Ankündigung im heutigen Blatte. Ruhetage der 116er Landwehr. Mit wel chen Gefühlen das Landwehrregiment 116 zum erstenmal seit sechs Monaten den Schützengraben mit einem Orts— quartier vertauschte— wir brachten schon gestern davon eine lung.—, davon erzählt folgender Brief eines Offiziers: „Wir sind seit dem 26. in Ruhe einige Kilometer hinter der Front, wo man den Kanonendonner nur von weitem hört, in einem Dorf, dessen Einwohner zum großen Teil noch da sind. Niemand, der es nicht miterlebt hat, kann nachempfinden, was das für meine Leute bedeutet: Seit 6 Monaten, so lange, wie kein anderes Regiment in unserer Umgebung, haben sie im Schützengraben oder dicht dahinter in den Erdhöhlen ge⸗ baust. Kein Dorf, kein Tach haben sie auch nur von ferne gesehen, nur einen kleinen Streifen öden Landes mit spärlichen Tannen haben sie ständig vor Augen gehabt. Und was haben sie für — Stunden im Graben durchgemacht, wenn Artillerie und Minenwerfer auf sie losgelassen waren. So mancher von meinen alten Leuten ging ab durch Tod, Verwundung, Krankheit, und für die Zurückgebliebenen war keine Aussicht, aus dem Graben heraus- 80 en. Nun sind sie zum ersten Male aus dem Bereich der französischen Kanonen heraus— seit sechs Monaten. Vorgestern morgen vor Tagesaubruch wurden wir von einem andern Batail⸗ lon unseres Regiments im Graben abgelöst und marschierten zurück hierher. Dabei haben wir einen Morgen von über wältigender Schönheit verlebt. Ich ließ auf dem Marsch halt machen, die Truppen lagerten au einem Rain am Rande eines Gebüschs mit grünenden Kätzchen, die Sonne begann warm zu strah⸗ len und die Erde aufzutauen, der lachende blaue Himmel war wollenlos, kein Kanonendonner drang an unser Ohr. Und in die ser schönen Gottesnatur, in der man sich zum ersten Male wieder frei bewegen konnte, sang die Lerche in der Luft und von fern trug der Wind das Klingen eines Glöckchens her und feierlichen SGesang, vielleicht von einer Frühmesse in einem nahen Dorf, das man nicht sah— aber wenn sie auch direkt vom Himmel und von den Engeln gekommen wären, hätten uns die Töne in keine serer⸗ lichere Stimmung versetzen können.— Und nun sind wir wieder munter einem Dach, in einem Dorf, das so friedlich ift, als wäre nur Manöver. Man spricht mit freundlichen Menschen, die nicht Soldaten sind, spricht mit Kindern. Es war rührend, zu beobach⸗ ten, wie Schn. der Ritter des Eisernen Kreuzes 1. Kl., fast er⸗ schüttert, mit Tränen in den Augen, den 6 jährigen, französischen Buben unserer Quartierwirtin begrüßte, ihm die Hand auf den Kopf legte und immer wiederholte:„so alt wie mein Schorsch, so alt wie mein Schorsch““— Ein Hauch des Friedens ist zu meinen Leuten gedrungen, nur ein Hauch und es darf auch für sie nicht mehr werden, und sie weich machen, denn wer weiß, mie lange wir dann wieder ganz dem Krieg leben werden. 1 Die Brotpreise. Mit einer Herabsetzung der Brot⸗ und Mehl preise ist, wie wir hören, in Verfolg der Maßnahmen der Kriegsgetreidegesellschaft und des Kom⸗ munalverbandes für Gießen wahrscheinlich für Anfang Mai bdech nes * Die Gaserzeugung im städtischen Gas⸗ werk beläuft sich im abgelaufenen Rechnungsjahr auf 2274 280 Kbm. gegen 2 292 550 Kbm. im Vorjahr. Demnach bat der Gasverbrauch sich um 18 270 Kbm. oder um 0,8 Proz. * dem Vorjahr verringert. Der Wenigerver⸗ uch an Gas entfällt allein auf die Kriegsmonate, da bis zum Beginn des Krieges die Menge des erzeugten Gases für den gleichen Zeitraum des Vorjahres sich um rund 5 Prozent gesteigert hatte. Der Ausfall im Verbrauch hat seinen Grund in dem Wegfall des gesellschaftlichen Lebens und dem We—⸗ nigerverbrauch von Gas für gewerbliche Zwecke. Im ganzen genommen und im Vergleich mit dem Rückgang des Gas- verbrauchs in den andern deutschen Städten, die Ausfälle wis zu 12 Prozent der Erzeugung des Vorjahrs haben, ischließt unser Gaswerk für 1914/15 noch recht günstig ab. r Gesellen prüfungen. Gestern vormittag 11 Uhr fand in der schule die Uüeber reichung der Ge⸗ sellenbriefe statt. Aus dem Bericht des Vorsitzenden Architekt Garnon ging hervor, daß sich der diesjährigen Gesellenprüfung 120 Lehrlinge aus 24 verschiedenen Be⸗ rufen der Prüfung unterzogen. Schneiderin Frl. Frieda Schmidt, sowie Feinmechaniker August Reuschling, beide aus Klein⸗Linden, bestanden die Prüfung mit„Aus⸗ ung“. 53 erhielten die Note„Gut bestanden“; 58 die Note„Bestanden“. 7 bestanden die Prüfung nicht, bezw. nur teilweise. Nachdem der Vorsitzende die geprüften Lehr⸗ linge zu gesetzlich geprüften Gesellen in ihren Handwerken ernannt hatte, überbrachte Prof. Dr. Krausmüller dem Junghandwerk die Glückwünsche des Ortsgewerbevereins. Zum Schlusse überreichte Stadtverordneter Huhn die Gesellenbriefe. ** Oberhessischer Bienengüchterverein. Die diesjährige Ausschußsitzung des Oberhessischen Bienen⸗ züchtervereins fand gestern morgen im Hotel Schütz statt. Nach einer die politische Lage berührenden Begrüßungsansprache erstattete der Vorsitzende Lehrer Buß Leihgestern den Jahres⸗ bericht über das Jahr 1914. Die Mitgliederzahl beträgt 1171, worunter 3 Ehrenmitglieder. Der Honigertrag war in 1914 ziem⸗ lich gut. Der Verein hat durch den Tod seines langjährigen Rech⸗ ners, Lehrers Hotz Nidda, einen großen Verlust erlitten. Auf dem Feld der Ehre starben 5 Mitglieder; der Verstorbenen wurde in der üblichen Weise gedacht. Auch für die Bienenzucht gilt es, flüür 1915 durchzuhalten. Bei der darauf folgenden Vorstands⸗ wahl wurde der bisherige Vorstand einstimmig wiedergewählt; zum Rechner wurde Lehrer Mergott Nidda ernannt. Die Rechnungsablage ergab die Einnahme von 3500,70 Mk., als Aus⸗ gabe 3162,64 Mk., so daß ein Ueberschuß von 338,06 Mk. ver⸗ bleibt. Die von zwet Mitgliedern geprüste Rechnung lag der Versammlung vor. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt und die vom Vorstand beschlossene Gabe von 200 Mk. für das Rote Kreuz genehmigt.— Der vom Vorsitzenden vorgelegte Vor⸗ anschlag für 1915 beläuft sich in Einnahme und Ausgabe auf 3566,90 Mk. Eine Wanderversammlung findet in diesem Jahre in Anbetracht der Kriegszeit nicht statt, auch die üblichen Beleh⸗ rungskurse in Hirzenhain sollen in 1915 ausfallen: sollte ein Kursus für Kriegsinvaliden möglich werden, wird nähere Be lanntmachung in den Tageszeitungen erfolgen. Die durch Aus⸗ sallen der Wanderversammlung und der Kurse ersparten Beträge ollen anderweitig für die Förderung der Bienen zucht ung finden, Der Preis für 1 Pfd. Honig wird auf 1,20 Mk. ohne Glos sesigesenl. Zur Unterstitzung der durch den Krieg geschtdig⸗ ten Imker im Osten und im Westen wird beschlossen, daß jeder Imker einen Schwarm zur Verfügung stellen möge, der nach Be⸗ darf abberufen wird. Kreis Schotten. 5 l Kaulstos, 7. April. Für sein tapseres Verhalten vor dem Heinde erhielt der Gefreite Ludwig Appel von hier, Wehrmann im Landwehr-Ins.-Regiment Nr. 116, das Eiserne Kreuz. 7 Kreis Friedberg. b. Friedberg, 7. April. Der als Heimathistoriker in den Kreisen belannte Oberlehrer Ferdinand hiesige Dreher fessor ernannt. 5 Starkenburg und Rheinhessen. 1 — Mainz, 7. April. Im Mainzer Krematorium baben im ersten Vierteljahr 1915 90 Einäscherungen stattgef unden. Der Religion nach waren 66 Eingeäscherte evangelisch, 15 katho⸗ lisch, 4 freichristlich, 3 israelitisch und 2 Dissident. Kreis Wetzlar. w. Wetzlar, 5. April. Bei Beratung des Haushalt- planes wies Bürgermeister Dr. Kühn darauf hin, daß es nach Ausschaltung verschiedener Schwierigkeiten gelungen sei, mit dem bisherigen Steuerzuschlag von 225 Prozent zur Einkommenstener auch im Etatsjahr 1915 auszukommen. Hessen⸗Nassau. Marburg, 6. April. Dem Prosessor der Geschichte, Dr. Wilh. Busch, wurde der Titel Geh. Reg.⸗Rat, und dem Minera⸗ logen Geh. Reg.⸗Rat Prof. Dr. Bauer der Rote Adlexorden 3. Klasse mit der Schleife verliehen.— Gestern waren es 10 Jahre, daß die Marburger Kreisbahn, die den reich gesegneten Ebsdorfer Grund dem Weltverkehr erschlossen hat, dem Betrieb übergeben wurde. Die Bahn erfreut sich von Jahr zu Jahr eines steigenden Personen- und Güterverkehrs. h. Frankfurt a. M., 7. April. Im Gerichtsgefängnis erhängte sich der 18 jährige Untersuchungsgefangene Wilhelm König; ferner erschoß sich in seiner Wohnung, Friedberger Landstraße, ein 28 jähriger Kaufmann, und endlich vergiftete sich in der Schopenhauerstraße ein 60 jähriger Bautechniker. e. Frankfurt a. M., 7. April. In den Schreber⸗ Jartenanlagen des Versuchsgartenvereins am mittleren Schafhofweg in, Sachsenhausen haben Schandbuben mehrere Nächte hintereinander in geradezu barbarischer Weise gehaust. Sie erbrachen fast sämtliche Hütten der rund 100 Gärten umfassen⸗ den Anlagen, durchwühlten sie und stahlen alle ihnen erreichbaren Gegenstände. Daneben zerschlugen sie vielfach in bübischer Weise die Einrichtungen der Wohnhütten und schütteten Flüssigkeiten in den Räumen umher. Die auf den Beeten hinterlassenen Fußspuren lassen auf zwei Personen schließen, eine ältere und eine jüngere. Leider hat man von den Burschen selbst noch keine Spur ent⸗ decken können. ö ch. Bingerbrück, 6. April. Abermals kamen hier etwa 1000 französische Flüchtlinge, meist Frauen und Kin⸗ der, durch. Sie wurden mit zwei Sonderzügen von Koblenz in der 8 nach Kreuznach über die Schweiz nach Südfrankreich be⸗ ördert. Derlt daran, daß auch das Brat zu uuseren Wafen ge⸗ hört. eparsankeit nit den Brot it Kricgsplicht. Dermischtes. »Ein Kinderbries an den Kaiser. Aus der Schweiz wird den„M. N. N.“ die Abschrist eines Briefes zugestellt, den ein sechzehnjähriges Mädchen an den Kaiser gerichtet hat. Das Kind hatte den Brief im Januar geschrieben, um trotz den streugen Vor- schriften im Elsaß die Abreise einer Nichte aus Mülhausen zu er⸗ langen. Er bat folgenden Wortlaut:„Lieber Deutscher Kaiser! Als Sie uns Schweizern einen Besuch gemacht hatten, habe ich Sie auch gesehen. Sie sind in einem schönen Auto gesessen. Jetzt habe ich gedacht, ich wollte Ihnen einen Brief schreiben und Sie bitten, uns zu helfen. Wir haben in Mülhausen ein Consinchen. das dort in die Ferien ist. Jetzt kann sie nicht mehr heraus. Ihre Eltern wohnen in Le Rainey und sie sind in Sorge um sie, weil es ihre einzige Tochter ist. Eine Tochter und ein Sohn sind ge- storben. Nun haben wir sie zu uns in die Schweiz nehmen wollen und sie dann, bis der Krieg vorbei ist, bei uns behalten wollen. Aber man läßt sie einsach nicht heraus. Jetzt habe ich gedacht, wenn Sie in Mülhausen einfach sagen:„Ich will, daß Gretchen Götz nach Winterthur in die Schweiz geht!“, dann kann sie gewiß kommen, weil Ihnen doch alle Leute folgen müssen. Ach, bitte, tun Sie es. Wissen Sie, ein Vetter von Gretchen und mir kämpft ja auch für Sie an der russischen Front. Ich will Ihnen dann auch gern einmal etwas zuliebe tun. Sie müssen mir dann nur schreiben, was. Herzliche Grüße sendet Ihnen... Gretchen wohnt au der Zillisheimer Straße 42, Mülhausen. NS. Ich gratuliere Ihnen noch recht herzlich zum Geburtstage, daß Sie gesund bleiben mögen und daß es bald Frieden gibt.“ Bald nach dem Abgang des Schreibens erhielt die Familie in Mülhausen von amtlicher Seite die Meldung, daß infolge des Brieses eines Schweizermädchens an den Kaiser die Abreise der kleinen Nichte gestattet sei. 88 Märkte. g Laubach, 6. April. Trotz ungünstiger Witterung war der heute abgehaltene Schweinemarkt mit 185 Stück Jungvieh befahren. Ein Händler brachte 30 Stück in den Handel, die übrigen waren aus der Zucht der Landwirte von hier und den umliegenden Orten. Der Preis stellte sich für das Paar Läufer auf 40—60 Mk. Die Kauflust war gut, der vorhandene Bestand wurde aufgelaust. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 8. April 1915: Bedeckt, zeitweise Regenfälle, mild, südwesltliche Winde. Kirchliche Nachrichten. 18 Evangelische Gemeinde. Heute abend 8 Uhr: Kriegsbetstunde in der Johanneskirche. Pfarrer Aus feld. Briefkasten der Nedaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) J. Sch. Zwischen 10- und 11000. Sch. Cl. 1. Tauglichkeit zum Landsturm nicht ausgeschlossen. 2. Untaualich zum Dienst im stehenden Heer und im Landsturm; Zahnkrankheiten. Letzte Nachrichten. „Göben“ und„Breslau“ an der Arbeit. Stockholm, 7. April. Die Schlachtkreuzer„Göben“ und„Breslau“ sind wieder tapfer an der Arbeit auf dem Schwarzen Meere. Täglich bemüht sich der russische Große Generalstab, die Erfolge der beiden türkischen Kriegsschiffe in dem Tagesbericht zu verschweigen. In Petersburg ist am 5. Avril, wie eine telegraphische Meldung besagt, bekannt geworben, daß am 3. April auf dem Schwarzen Meere un- weit der Krim⸗Küste die russische Flotte in weitem Abstand Schüsse mit den Kreuzern„Göben“ und„Breslau“ ge⸗ wechselt und sie dann verfolgt habe. Nachts hätten die russi⸗ schen Torpedojäger die Kreuzer 600 Meilen vom Bosporus aufgejagt und beide heftig beschossen, doch hätten die Kreuzer den Kampf erwidert. „Prinz Eitel Friedrich“. Paris, 7. April. Die Agence Havas meldet aus Washing⸗ ton: Der deutsche Kreuzer„Prinz Eitel Friedrich“ setzt ununter⸗ brochen die Kohleneinnahme fort. Eigenartige Szenen spie⸗ len sich während dieser Zeit an der Stelle ab, wo der Kreuzer verankert liegt. Eine große Menschenmenge war am Quai ver- sammelt, die lebhaft ihrer Sympathie oder Antipathie Ausdruck gab. Die Musikkapelle auf dem Schiff spielte sortgesetzt patriotische Weisen und lustige Märsche. Die amerikanischen Be⸗ hörden verweigern jede Angabe über den Zeitpunkt der Abreise des Dampsers. Man glaubt, daß die ihm gestellte Frist am Dienstag, den 6. April, verstrichen ist. Von anderer Seite verlautet noch: Die Angelegenheit des deutschen Kreuzers„Prinz Eitel Friedrich“ erregt das größte Interesse in allen Bevölkerungsschichten Amerilas. Riesige Wet⸗ ten werden darauf abgeschlossen, ob es dem*— Kreuzer ge⸗ lingen wird, den ihm auflauernden englischen Kreuzern zu ent⸗ gehen. Augenblicklich wird 3:1 gezahlt, daß der Dampfer in die Hände der Feinde fällt. Man weist darauf hin, daß die offizielle Geschwindigkeit des„Prinz Eitel Friedrich“ nur 15 Knoten be⸗ mührend die gegnerischen Schiffe eine Geschwindigkeit von trügt, 21 bis 25 Knoten entwickeln können. Andererseits erklärt man, 5 a 8 5 a 5 4 4 1 2 8 7 1 daß der Kapitän des Prinz Dreiverband und deutsche Ueberscenost. i Köln, 7. April. Die„Köln. 31g.“ meldet aus Zürich: Nach hierher gelangten Berichten aus Genua sind 2300 Postsäcke der deutschen Reichs post von englischen und französischen Kreuzern als Ergebnis der Durchsuchung der italienischen Postdampfer in der abgelaufenen Woche dem in Toulon eingerichteten. Zen suramt eingeliefert worden. Alle aqus überseeischen Ländern nach Deutschland abgelieferten Sendungen wur⸗ den ebenso beschlagnahmt. Die englischen und fran⸗ zösischen Kreuzer übermitteln solche Sendungen der Lon⸗ doner Zensur. 1 Die Torpedierung der„Falaba“ und„Aquila. Lyon, 7. April. Lyoner Blätter melden aus Madrid: Die Torpedierung der Dampfer„Falaba“ und„Aquila“ die mit Lebensmitteln für La Palmas beladen waren, rief unter der Bevölkerung große Aufregung hervor. Diese steigerte sich noch, als betannt wurde, daß ein deutsches Unterseeboot einen englischen Dampfer, der mit Bananen beladen war, bei Las Palmas torpediert habe. Die spani⸗ sche Regierung entsandte das Kanonenboot„Laya“ und den Kreuzer„Cataluna“ zur Beschützung des Hafens von Las Palmas. 5 Holländische Kartoffeln. i. Köln, 7. April. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der holländischen Grenze: Wie die holländischen Zeitungen be⸗ richten, soll die Ausfuhr holländischer Kar toffeln demnächst wieder erlaubt werden, da die mit dem Ausfuhrverbot gemachten Erfahrungen die Notwendig⸗ keit einer Aenderung des Verfahrens erkennen lassen. Eine griechische Note an die bulgarische Regierung. Genf, 7. April. Nach einer Athener Priva 5 5 ist das nach Sofia gelangte Ersuchen der griechischen Regie- rung um Aufklärung über das Erscheinen eines bulgarischen Heereshaufens auf griechischemm Boden freundschaftlich gehalten. 5 Spanische Ansprüche in Marokko. 6 Wien, 7 April. Dem„Neuen Wiener Tagblatt“ zufolge, weist die Regierungskreisen nahestehende Madrider Zeitung„ tria“ darauf hin, daß dic spanische Armee und die Nation die Besetzung von Tanger fordern. Das Blatt sagt, England und Frankreich könnten sich nicht gegen die Tangers durch spanische Truppen auflehnen, da dadurch erst das Friedens werk in der internationalen Zone Marokkos gesichert erscheine. Diese Besetzung ist eine unabweichliche Verpflichtung Spariens. die in nichts die Neutralität beeinflußt, die unsere l 1 und Nation in dem europäischen Kriege beobachten. Tanger ist der Schlüssel zu der Meerenge von Gibraltar und niemand kann Spanien verhindern, sich zeitweilig dieses Schlüssels zu bemüch⸗ tigen. Wenn Spanien eines Tages denselben jemand aushändigen muß, so ist es klar, daß Spanien dadurch ein Anrecht auf Kompen⸗ ationen erworben hat. r 3 1 133 2 Sodener Mineral- Pastillen müssen Sie verlangen, wenn Sie cin seit Jahrzehnten genũgend bewährtes Mittel gegen Husten, Heiserkeit und Bronchial- 5 4 katarrh gebrauchen wollen. 25 Vederall à Schachtel 88 Pf. erhaltlich. Bekanntmachung. 1 Betr.: Vorratserhebung für Verbandstoffe vom 7. April 1915. Auf Grund der Bundes ratsverordnung, betreffend Vorrats⸗ erhebungen vom 2. Februar 1915(Reichs⸗Gesetz⸗Blatt S. 54) wird folgende Bekanntmachung erlassen: l § 1. Von der Verfügung betroffen sind 1 entfettete Verbandwatte jeder Art. gewöhnliche ungeleimte Watte, Kompressen⸗Mull, Binden⸗Mull, — 4 Cambric. g 5 2. Zur Auskunft verpflichtet sind 2 93 al le, welche die in§ 1 aufgeführten Gegenstände aus An- laß ihres Handelsbetriebes oder sonst des Erwerbes 1 im Gewahrsam und oder unter Zollaufsicht haben, kau 55 oder verkaufen: g g 1 gewerbliche Unternehmer, in deren Betrieben die in 8 1 auf⸗ geführten Gegenstände erzeugt oder verarbeitet werden. 3 5. eee öffentlich-rechtliche Körperschaften und Ver bände. 1 SE 1 — die Vorräte, 0 5 i 5 gehören: dabei ist anzugeben, wer diese Vorräte aufbemahrt (genaue Adresse), mit Angaben der Mengen, einzelnen Personen oder Firmen usw. aufbewahrt werden; die einzelnen Vorräte, die sich— mit Ausnahme der unter 1. angegebenen Mengen— außerdem sin seinem Gewahrsam befinden, sowie die Eigentümer(unter Angabe der genauen Adresse) der einzelnen Mengen; 5 die Mengen, die sich auf dem Transport zu dem 2 82 zur Auskunft verpflichteten, oder unter Zollaufsicht(auf dem 95 Wege zu ihm) befinden. 1 Die g zwar für jeden in 8 1 genannten Stoff getrennt. 0 8 4. Zeitpunkt für die Angaben der Meldung. Zu melden sind alle in§ 3 aufgeführten Vorräte und Mengen nach dem am 7. April 1915 vormittags 10 Uhr tatsächlich be⸗ stehenden Zustande. ö § 5. Ausgenommen von der Verfügung sind Vorräte, die am Tage der Vorratserhebung weniger als je 50 kg von einer der in§ 1 aufgeführten Gegenstände betragen. 0 5 90 6. 5 V0 u 8— ö 1 1 Medizinalabteilung des Kgl. Preuß. Kriegsministertums 1 Berlin W ä9, Leipsiger Plaß 17. 2 § 7. Die Meldung hat zu erfolgen bis zum 17. April 1915 an die im 8 6 angegebene Adresse. § 8. Die zuständige Behörde oder die von ihr beauftrogten Beamten sind befugt, zur Ermittelung richtiger Angaben Vorrats-⸗ räume, in denen Vorräte an Verbandstoffen zu vermuten find, 1 zu 1 und die Bücher der zur Auskunft Verpflichteten zu prüfen. 0 3 9 § 9. Wer vorsätzlich die in den oben genannten 8s geforderte Auskunft zu der in 8 7 angesetzten Frist nicht erteilt, oder wissent⸗ lich unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafen bis zu 10 000 Mark bestraft; auch können Vorräte, die verschwiegen sind, im Urteil als dem Staat verfallen erklärt werden.* Frankfurt(Main), den 7. April 1915. 0 1 Stell vertretendes Generalkommando, 18. Armerkorps 102 Mengen sind einheitlich in Kilogramm anzugeben und 8 — Minna Körners IU T 8 92 1 faallenrlöhersflarirzpie] ar e Nach langjährigem Leiden entschlief gestern unser lieber Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel speziell Eekendorfer und Vorschule Iliesenwalzen — Mest-Anlage 48 Rotklee, Pfälzer Lehrfacher: Sehörbilgung, Musikdiktat, Analyse, Primavista- Schwedenklee— 5 Singen. Theorie der Musil. Harmonielehre, Elemex- Luzerne tar-Tlavierzpiel, Höheres Klavierspiel Sold. Ensem- blespiel, Uebungen im Begleiten) Anfang d. Somme Gelbklee Semesters 1915 Montag, den 19. April 7 1 5.. Festsetzung des Stundenplanes Dienstag, den Weissklee im 64. Lebensjahr. 13. April, nackmittags 2½ Uhr. 218 —. Ray pras usw. Jlofleriert in nur zuverlässig. 5 3 Qualität Die glückliche Geburt eines strammen jungen ffeinrichHlahn zeigen hocherfreut an Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Josephine Leitzow, geb. Heidt Carl Heidt, z. Zt. im Felde. 8 g Samenhandlung Giessen(Ludwigstrasse 12), den 7. April 1915. 8 8 e und Frau Nenstadt 8% Telephon 463 0 17 8 a Ohanna, geb. elssinger* r 8— 4 2 1* 1* „ 2 5 Die Beerdigung findet Freitag vormittag 11 Uhr von der Kapelle des Jeubrandenburg. Zur bevorstehenden 1 3 63208) Saison empfehle neuen Friedhofs, aus statt. N. 2214 ä———. Baumsägen 1 8 g 1. 4 0 5 5 Baumkratzen 1 3. April erfolgte glückliche Geburt Hecken-, Reben- ö 8 u. Rosen-Scheren gesunden kräftigen Jungen Eisenwarenhandlung. einer schweren Krankheit mein innigst⸗ geliebter Mann, der treusorgende Vater seines lieben Kindes, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Musketier Imdmig An Res.⸗Inf.⸗Regt. Nr. 224, 10. Komp. Giesskannen 8 zeigen hocherfreut hierdurch an Blumen- und Nachruf. 73 71— Am 2. Feiertag starb ie ist Di Priv 1** ranz Baumspritzen unser Müglfed e derungen wobl * d. At. im Felde 1 A* S. 7* 7 1 j Herr Peter Seußfelder Und so brav und ehrenvoll und Frau Helene geb. Hantzsch Kokosfaserstricke Gr Kreisstraßenmeisteri. P. Scheu sste en des gerren g.. 5: WI 1 5 0 r 92 Schön ist's 5 0 d. Zt. Dresden- A. 26, Winterbergstraße 21 Bast sowie sämtliche i eee Sterben fur das Valerlande Dresden, April 1915 ls Gartenland-Otensilien lährlaes trenes Nicgllied, Treunung ist unser Los 8 9 welches stets fest und treu zu Wiederseßen unsere Hoffnung. J..————— dem M.⸗ gehalten und 5 5 5 Edgar Bormann En 5 1 Am 24. März starb den Heldentod 5 Gießen 276ta 3 Tat unterstü at hat. N 55„ 1 U f m d lll Fridericianum Telephon 165 Neustadt 11 Sein Andenken werden wir in Ehren halten. fürs Vaterland im Feldlazarett infolge 2 0 er Vorstand. 9 zu Laubach. Anmeldungen neuer Schüler werden schrift⸗ 2* 2 lich jederzeit, mündlich an den Wochentagen von 12 bis afl Ii 0. 1 Uhr entgegengenommen. Vorzulegen sind Geburts— 5 Gestern morgen 6 Uhr entschlief sanft schein, Impfschein und Abgangszeugnis der zuletzt nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden besuchten Schule.— mei N 5 9 0 2 38 g 0; ieine liebe Frau, unsere treu sorgende A Montag, 12. April, vor— 00 Uu 10 Mutter. Schwiegermutter, Schwester, 4 102 qhv 8 15 Schwägerin und Tante— Laubach, 7. Februar 1915. empfiehlt billigst onna Bͤroßh. Direlction des Cymnasiums. fil Pig Naeh.) Fran Marie Heinz 5 Kaufnännisce Fachschule Gießen. geb. Sch joni f im Alter von 46 Jahren. Staatlich anerkannte Unterrichtsanstalt.) Halensee Mauaronl Die trauernden Hinterbliebenen: Das neue Schuljahr unserer Anstalt beginnt auch Spaghetti 5 Heinrich Hein i a 5 3 e eee 3 und Kinder 5 Montag, den 19. Ayril l. J5., abends 9 Uht,. Friedrich Lotz und Frau, g Anmeldungen neuer Schüler und Schülerinnen Emil Fischbach. geb. Heinz. gberden Freitag, den 9. April, abends 8 vii Gießen(Steinstr. 76), den 7. April 1915. . 9 Uhr, im Schulhause der Stadtknabenschule, Saatkartoffeln Nord⸗Anlage 8, entgegengenommen. Bei der An⸗ Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Marie ulm, geb. Amend und Kind Familie Adam ulm Familie Philipp Amend Familie Friedrich Lich Familie Heinrich Binz. Allendorf a. d. Lahn, 7. April 1915. Die Beerdigung findet Freitag, den 75 eee Alle Sorten Frübkartoffel 1 5 1 meldung ist das letzte Schulzeugnis vorzulegen. ene arne 9. April, nachmittags 3 Uhr, auf dem 1 2 f f Gießen, den 3. April 1918. 5% Julie, zoelbe Mäuschen“, neuen Friedhof statt. 01883 5 55 . Die Schultommission.„Juwel“,„Royal Kiteney l——— ind noch“andere Sorten f l l N empfiehlt J. Weisel, 5 5 0 Tel. S8.(n) Sonnenstr. 6. BZuschneide Lehranstalt . Kaiser⸗Allee 14a. d Die verschied N» in Maßnehmen, 11 F 2 ersehen, Jace den“ unde Aufesanb wen Bücher für unsere gefangenen Statt besonderer Anzeige. 1 Kleidern aller Art beginnen am 12. April 1915 8 5 Anmeldungen nehme jederzeit entgegen und kämpfenden Soldaten! Heute verschied sanft nach schwerem Leiden ...—— 5*„ unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Gross- . Bücher gegiegenen Inhalts, Zeitschritten mutter, Schwester, Schwägerin und Tante 8 4 0(7 0 60b lle Toll 1 Ul aud und dergleichen sind dringend erwünscht. 8 a 185 3 5 3 Wir, bitten alle Teile des Leserkreises g Gießen, Süd⸗Aulage 7. 3043 um Lusendung geeigneten Lesestoffs un Tall 180 Ul 00 6 0 0 fel 0 Begiun des Unterrichts in allen weiblichen Haud⸗ die Sammelstelle im desellschaltshause, 5 15 1 arbeiteu. Weißnahen, Stickereien jed. Art, sow. Kunst⸗ Jonnenstrasse, an Herrn Hausverwalter 5 2 5 arbeiten, Brandmaleres, Tiefbrand, Schnitzerei, Leder⸗ 10 f.— Mitglieder, die beim Verpacken im 67. Lebensjahre. plwastik usw. Montag, den 12. April 1915. behilflich sein wollen, werden gebeten. 5 2 2 2 3 1 21 1 0* 1 2 2 1 0 2 4 2 ü Auswärtige gauze oder lellweise Veulon im Sauje. ene eee 115 Die trauernden Hinterbliebenen. 5 I 1 ö f 1 f ö e en eee, Giessen, Frankfurt a. M., den 6. April 1915. 5 Der Vorstand 1 erdigung finde breitag n: ih Uhr von der des Frauenbundes der Deutschen Die Beerdigung findet am Freitag nachmittag 1 1 en Friedhofes aus statt. 018 . 1 4 bl f U babe Kolonialgesellschaft, Abt. Giegen Kpelle ges neuen Prisanefes aug 5 S Sport- und ** 5——— Klappwagen— erstklassiger Licht-Spiel-Haus Fabrikate siud jetzt in grosser „Auswahl leingetrosfen Der Diamantendieb Spannende Detektivstudie in 3 eee iger, deseryeg J. Vom 7. bis inkl. 9. April 1913: 0 5 1 Nö Ei 5— W C ARI. BERG-. G ESSEN August Schuhwarengschäft Mäusburg Nr. 4 mmm 8 Die Stimme des Meeres 8 7— 7 1 Lebensbild Anfertigung nach Mag 2— 4 So ei Schwei 1 7— 12 Ur Sa At— 0 8 Lager fertiger Herren- Damen- u. Kinder-— empfehle: 3023 1 En du: 1 44* Stiefel Einlagen für Senk- und Plattfüße 8 1 5 iross 1 alrom in 2 1 5 f„ ftotcleesaat. sches. gar. Seidefrei— Alseinverkauf der so beliebten Kinderstiefel Marke»Petto« Ewigklee, Schwedenklee D Moranzeige Humm brassamenmischung F 0 gemüse und Blumensamon Fürst Sepp“ Reparaturen werden prompt ausgeführt Das hervorragendste Filmlustspfel aller Zeiten in 3 Akten 2 3189 2 Miltar ohne Charge zahlt werktags die Halfte. Dich urz- und Zuckerrübensamen Robert Stuhl, Neustadt 23. Aliud LA 1 U