8 8 Ur. 76 Erstes Blatt Der Sietzener viermal. wächenllich nal bieuftrten Brel: P ee 2 ruchter Anzeiger Gieten. für 8 . 5 Y roßes Hauptauartier, 30. März. Westlicher Kriegsschauplatz. fanden nur Artillerie⸗ und Sappenkämpfe statt. a Destlicher Kriegsschauplatz.. Bei den Kümpfen um Tauroggen die zur Besitz⸗ nahme diefes Ortes führten, hat sich nach Meldung des dort 9 Prinzen Joachim von Preußen der ostpreu⸗ tzische Landsturm glänzend geschlagen und 1000 Gefangene gemacht. 5 Bei Kras novo! erlitten die Russen sehr schwere Ber⸗ (etwa 2000 Tote). Unsere Beute aus den dortigen sen belief sich bis gestern abend auf 3000 Ge⸗ fangene,? Maschinengewehre, 1 Geschütz und mehrere Munitionswagen. An der Szkwa bei Klinki wurden bei einem mißglück⸗ sche Offiziere und ten russischen Angriff zwei russi 600 Mann gefangen. In Gegend Olszyny(linkes Omulew⸗Ufer) wurden zwei russische Nachtangriffe abgeschlagen. Uebergangsversuche der Russen über die untere Bzura wurden abgewiesen. *** Wir haben auch heute günstige Nachrichten von den Kriegsschauplätzen. An verschiedenen Stellen haben die liefern von der allgemein feststehenden deutschen Ueber Meldung 1. een e gen. Auch in den Karpathen kommen die Feinde nicht voran. eg, der den Engländern immer neue Verluste bereitet,. die„Morning Post“ neuer⸗ ungsmittel der im das etne erheblich. werden nun die Aussichten geringer, die Unterseeboote durch Dampfer zu rammen. licht große Verstärknig dez 1 Die„Times“ weisen auf den Umstand hin, daß seit kurzem Unterseeboote mit höherer Zahlenbenennung in Ver⸗ wendung sind. Dem„Standard“ zufolge beginnt die Fracht⸗ erhöhung, die Verringerung der Erzzufuhren und die Stei⸗ gerung sige Verteuerung die Das einzige Mittel ist eine mög⸗ Erkundungsdienstes durch englische be. er Kohlenpreise eine rief 1 amten Erzeugungsverhältnisse der englischen Eisen⸗ * und 5 auch des Schiffsbaues und der Kriegs⸗ materialienherstellung zu verurfachen. Die Zahl der ver⸗ senkten englischen Schiffe stellt noch nicht den Gesamtschaden der den Briten zugefügten Verluste dar; noch wesentlicher ist die 8 des Verkehrs, die sich in Zahlen fehr schwer berechnen läßt. Von 1 Dardanellen kommt die wenig erschütternde Nachricht, daß neuerdings einige feindliche Schiffe in die Dardanellen eingefahren sind und die Innenforts be⸗ schossen h Es handelt sich hier aber wohl mehr um demonstrative Absichten der Engländer, als um die Hoffnung, wirklich die Durchfuhr zu erzwingen. Nach den neuesten Meldungen war auch die Nachricht von bereit⸗ gestellten Landungstruppen auf griechischen Inseln nichts als ein Bluff. Gerben Aufsehen muß es erregen, daß, nach einer Meldung aus Athen, die Landungstruppen vor den Dardanellen aus Mangel an W wieder eingeschifft und nach Cypern und Aegypten befördert worden sein sollen. Liman von Sanders, der neuernannte türkische Heerführer, hätte sich sicher gefreut, die Bekanntschaft der Ankömmlinge zu machen. Er wird nunmehr dafür Sorge ab. daß für künftige Fälle die Posten alle gut besetzt ** * Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 30. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird berlautbart: 30. März 1915. In der Karpathenfront entwickelten sich gestern im Raume südlich und östlich L up- kow wieder heftigere Kämpfe. Starke russische Kräfte gingen erneut zum Angriff vor; bis in die Nacht dauerte der Kumpf an Der Feind erlitt große Verluste und wurde überall zurückgeschlagen. Zwischen dem Lupkower Sattel und dem Ul z soker Paß wurde ebenfalls hartnäckig gekämpft. „ Von den vor Ur zemy l zuletzt gestandenen russischen Kräften wurden bel den Angriffen südlich Dwern ik die 1171 N 4 64 konstatiert. n ostgalizien, am Dunajec und in Rus⸗ sisch⸗Polen 5 die Situation unberändert b Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 30. März. WTB. Nichtamtli Die Kriegsbericht⸗ Suatter der Blatter melden; Die Nnpfpaufe zu eden gelber hr Duklasenkung dauerte nur 24 Stunden. Die Russen setzten neue Reserven ein. Die Kämpfe im Ondava und Labore za tale sind wieder in vollem Gange. Unsere Truppen leisten UHeber⸗ nienschliches in heroischer Tapferkeit. Auch gestern brachen wieder zahlreiche Angriffe des Feindes unter schwersten Verlusten zusamt⸗ n. Beionders heftig gestalten sich noch immer die Kümpfe in (Dienstag und—* — les. Jahrgang der Gegend des Uzsokerpasses und auf der Front westlich davon bis zur Baligroder Straße. Bisher konnten die Russen trotz ihrer kolossalen Angriffe nicht an einem einzigen Punkt i Absicht, neuerlich nach Ungarn ustoßen, verwirklichen. Alle Karpathenkämpfe, ausgenommen die Kämpfe des zähen Ringens in der Duklaniederung, wo die Russen noch immer dieselben Stellun⸗ gen mit ganz geringen 2 chungen der Front von der Grenze innehaben, wie int Januar, spielen sich auf galizischem Boden ab. In der Bukowina gab es auch gestern wieder einzelne für uns erfolgreiche Gefechte, während in Ostgalizien und an der gan⸗ zen übrigen Front Ruhe herrscht. Der Seekrieg. London, 30. März.(WTB. Nichtamtlich.) Die Admira⸗ ralität gibt bekannt, daß in der Woche vom 17. bis 24. März drei britische Schiffe von zusammen 11650 Ton⸗ nen Gehalt von Unterseebooten versenkt worden sind viertes Schiff wurde torpediert, erreichte jedoch den Hafen. Die Zahl der in der Woche angekommenen und aus⸗ gefahrenen Schiffe von über 350 Tonnen Gehalt betrug 1450. Das Neutersche Bureau meldet: Die Admiralität gibt bekannt, daß der holländische Dampfer„Amstel“ auf der Fahrt von Rotterdam nach Goole am Montag früh 4 Uhr auf! der Höhe von Flamborough auf die Mine eines deutschen Minenfeldes lief. Die Besatzung wurde am gelandet. Die Admiralität teilt weiter zur Versenkung der„Aquila“, die auf der Fahrt von Liverpool nach Lissabon auf der Höhe von Pembroke torpe⸗ diert wurde, mit, daß 23 Mann von der Besatzung und drei Passa⸗ giere vermißt werden. Der Kapitän und 19 Mann sind in Fish⸗ zan arne Fasrnfst der „guard gelandet worden. London, 30. März.(W Reuterschen Bureaus. Gestern „Falaba“ hier auf der 10 8 . de f und Seen schnell und holt 8 lei See pedo aus 200 Meter Dampfer mittschiffs, der in zehn Minuten sank. Fast unmittelbar Die britischen Verluste. London, 30. März.(WDB Nichtamtlich.) Die gestern veröffentlichte brit ische Verlu st li ste enthält die Na⸗ men von 68 Offizieren. Das Angebot der australischen Regierung, weitere 10000 Mann Truppen zu schicken, das von der Reichs regie⸗ rung angenommen worden ist, bringt die Stärke der austra⸗ lischen Truppen auf 60 000 Mann. *„* Die Bedrohung der Dardanellen. Berlin, 31. März. In der Nacht auf den 29. März dran⸗ gen, einem Drahtbericht der„Voss. Ztg.“ zufolge, drei Panzerschiffe und vier Torpedobootszerstörer in die Dardanellen ein und beschossen aus großer Entfernung das Fort von Kilid Bahr. Am 29. März früh erschienen, wie es weiter heißt, vier französische Flotteneinheiten im Golf von Saros und beschossen die tür⸗ kischen Befestigungen. Unterdessen drangen englische Panzerschiffe neuerdings in die Dardanellen ein und bombar⸗ dierten die Forts von Dardanos, welche das Feuer erwi⸗ derten. Von mittags bis gegen 4 Uhr war eine Gefechts pause. Dann feuerten die Schiffe gegen Kritia an der europäischen Küste. während die„Queen Elizabeth“ ein indirektes Feuer vom Golf von Saros her unterhielt. Während des Nachmittags flog ein türkischer Flieger über die Gallipoli und Tenedos und kehrte unbeschädigt zurück. Die türkischen Landstreitkräfte bereiten sich eifrig auf einen Widerstand im Falle einer Truppenlandung vor. Da sie mit schwerer Artillerie versehen seien, werde man mit einem heftigen Seekrieg rechnen müssen. Berlin, 31. März. Nach einem Konstantinopeler Telegramm der„Kölnischen Zeitung“ erweisen sich die englisch⸗französischen Nachrichten von Ansammlungen von starken Lan dun gstrup⸗ pen auf den griechischen Inseln als Bluff. Durch Flieger ist zweifelsfrei festgestellt worden, daß sich keine Landungstruppen auf den Inseln nahe der Dardanellen befinden. i. Köln, 31. März. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Athen: Infolge Mangels an Pla bl für die Unterbringung der Truppen und unzulängliche Mittel für die Unterhaltung der Mann⸗ schaften und Zugtiere haben die Admirale der verbündeten Flotten beschlossen, die vor den Dardanellen zusammengezogenen Lan⸗ dungstruppen in Stärke von 30 000 Mann wiedereinzuschif⸗ fen und sie nach Cupern und Aegypten zu befördern. Dort soll angeblich ihre Zahl auf 150 000 erhöht werden. Dann will man sie zur sofortigen Verwertung bei den Dardanellen erneut ein⸗ schiffen. Dies dürfte aber mindestens noch einen Monat dauern.(Daß die Verbündeten an den Dardanellen keinen Platz um Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen bis vormttiags 9 lihr. Rotationsdrud und verlag der Brühl schen Untv. Buch und Steindruckerel R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. Druderei: Schulstr. 7. Wiederum 4600 Russen gefangen! Ab Angriffe in den Karpathen. und Porto sollen nacht Zusammenkünfte von Cerbonari staft⸗- Mittwoch, 3J. März 1915 Bezugsere! monatl. 75 P., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Y.; durch die Post Mk. 2.— viertel ⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pi, ausw. 20 Pf.— Haupi-⸗- schrijtleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; g für Stadt und Land, 1 Bermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. geschlagene nge F finden können, ist eine Nachricht, die ihnen ausnahmsweise einmal jeder glauben wird. Red. d. G. A.) * 0* Der amtliche französische Bericht. f Paris, 30. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von 7 1 5 abend. Der Feind beschoß die Stadt Nieu port und Bad Nieuport. Er verucfachte an der über die Mer geschlagenen Brücke Beschädigungen ohne große Bedeutung. In der Cham⸗ 5 4 Artilleriekampf um Beauséjour. In den rgonnen Kano⸗ nade. Es wurden Bomben geworfen, i Sonst verlief der Tag ruhig und ohne Infanteriekämpfe. Die landwirtschaftlichen Frühjahrsarbeiten 1 2 1 5 aris, 30. März.„ Nichtamtlich.)„Petit Jour⸗ nal“ schreibt: Nach 4 ben Aderbaeminiterhn vorliegen⸗ den Berichten kann man hoffen, daß die Frühjahrsarbei⸗ ten für die Ernte unter verhältnismäßig guten Beding⸗ ungen fortschreiten. Es herrscht jedoch großer Mangel an Landarbeitern. Die Verwaltun sabteilung des Ministeriums des Junern fordert deshalb die Arbeitslosen, besonders die belgischen Flüchtlinge, auf, im National- „ besonders im Gebiet von Bagatelle, wo die Tätigkeit auf beiden Seiten sehr lebhaft bleibt. 1 28 bureau für Landwirtschaftsarbeiten Stellung zu suchen. Die 1 Reisekosten nach dem Arbeitsorte übernimmt zu drei Vier⸗ teln das Nationalbureau, zu einem Viertel der Arbeitgeber. Kritische Lage in Portugal. Lyon, 30. März.(WTB. Nichtamtlich.)„Republicain“ meldet aus Madrid: Aus Portugal hier eingetroffene schildern die dortige Lage als sehr ernst. Gegen den Präsiden⸗ ten der Republik ist wegen seiner Eingriffe in die Rechte des Parlaments ein Verfahren eingeleitet worden. Die nw⸗ narchistische Presse versichert, daß zahlreiche Geheimgesellschaften eine Verschwörung gegen die Regierung angezettelt hätten. Die Presse spricht offen von einer Rev olution, die zum Ausbruch kommen„wenn mat es am wenigsten erwarte. In Lissaboern finden, denen zahlreiche Unteroffiziere beiwohnen. Die Erregung und Unzufriedenheit infolge Mangel an Nahrungsmitteln nimmt 25 In einigen Ortschaften herrscht Mehlmangel. Die Bauern assen lieber das Land unbestellt, als daß sie dem Staate dieahohen Steuern bezahlen. Die Meinnug eines spanischen Dichters.. Berlin, 31. März. Spaniens bedeutendster Bühnendichter, Benavente, war neben anderen Spaniern von dem franzö⸗ sischen Nationalisten Barres aufgefordert worden, seine un⸗ parteiische Meinung über den Krieg zu äußern. Er lehnte ab mit dem Bemerken, daß man von ihm nicht eine unparteiische, sondern eine deutschfeindliche Meinung wünsche In dem Madriber Blatt „El Imparzial“ erklärte er, daß er Frankreich zwar liebe, sich aber auf die Seite der Deutschen stellen müsse. Er fügt(laut Vossischer Zeitung) hinzu: Ich habe alles mit größer Aufmerksam⸗ keit gelesen, was über den Krieg geschrieben worden ist, und die Ueberzeugung gewonnen, daß dieser Krieg durch England vorsätz⸗ lich angezettelt worden ist. Aus Bulgarien. Berlin, 31. März. Seitens der bulgarischen Regie⸗ rung wurden laut„Deutscher Tageszeitung“ besonders solche verdächtigen Engländer und Russen ausge- wiesen, die durch falsche Meldungen über Heeresange⸗ legenheiten den Unwillen der leitenden Militärkreise er⸗ regten. Der russische Gesandte habe gegen das Verfahren Einspruch erhoben und vergeblich wénigstens einen Auf⸗ schub in der Ausführung der Maßregeln verlangt. Die Wahlen in Japan. London, 30. März.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reu⸗ tersche Bureau meldet aus Tokio: Die Wahlen haben einen vollständigen Sieg der Regierun g und eine Nie⸗ derlage der bisher mächtigen Seiynkaipartei gebracht, die 73 Sitze verloren hat, von denen die neue, von dem ver⸗ storbenen Fürsten Katsura gegründete, jetzt von Baron Kato geführte Doschikaipartei 55 gewann. Der Regierung ist eine Mehrheit von mindestens 40, vielleicht 80 Stimmen, sicher. ** 5 In enzlishen Hauptquartier. Ein kleiner friedlicher Ort hinter der englischen Front ist der Sitz des britischen Hauptquartiers: in Bürgerstu⸗ ben, die mit Wachsfrüchten und Das der englischen Heeresleitung gut arbeitet. Aus den inzelheiten, die der verdient hervorgehoben zu werden, daß zunächst die Verpflegung auch bei den höch⸗ sten Stellen durchaus einfach, ja nüchtern ist: es gibt ganz Nachrichten D r F einfache Kost man trinkt Whiscy oder den dünnen fran⸗ zösischen Lanbwein. Ordon dienen dabei als Bedie⸗ nung. Auffällig soll die Zahl junger Offiziere in hohen ungen sein. Bei der Tafel unterhält man sich im ge⸗ mütlichsten Plauderton. Meistens wird natürlich„fach⸗ simpelt“, doch spricht man auch viel vom Leben in Eng⸗ fand. Die englischen Witzblätter liefern reichlichen Unter⸗ haltungsstoff, und man lacht von Herzen, wenn eine Punch⸗ Nummer von Hand zu Hand geht, die den barocken Einfall einer deutschen Familie bei„ihrem täglichen Morgenhaß gegen England“ im Bilde zeigt. Im englischen Hauptquartiere bezeichnet man— echt englisch— keinen Teil der Organisation mit seinem Na⸗ men, sondern alles mit den abkürzenden Anfangs buchstaben. Das Hauptquartier ist G. H.(General Headquarters) die beiden Hauptabteilungen heißen O. und J., nämlich Abtei⸗ lung für„Operations“ und Abteilung für Intelligence (Nachrichtendienst; die beiden Hilfen des Generaladjutanten heißen selbstverständlich D. A. G.(Deputy Adjutant⸗Gene⸗ ral), und so ist es weiter bei allen Abteilungen mit ihren zahlreichen Unterabteilungen. Manche der Abteilungen ha⸗ ben eine erstaunlich große Arbeit zu leisten und leisten sie anscheinend auch wirklich fehlerlos, wenn darüber auch nichts amtlich bekannt gegeben wird. Das gilt z. B. von dem Verwaltungszweige, der mit dem Truppennachschube be⸗ traut ist. Wie der Berichterstatter erzählt, laufen täglich zur selben Zeit von allen Punkten der Front die genauesten Berichte über die Verluste ein, so daß der Nachschub für Ausfüllung der Lücken sorgen kann. Aehnlich umfangreich 5 die Aufgabe des Quartermaster General“, der Proviant, ition und anderes Kriegsmaterial zu beschaffen hat, deren jeder wieder eine besondere Gruppe unter sich hat, 8. B. den„Director of Supplies“, den„Director of Trans⸗ port“ usw. Die Verpflegung einer großen Truppenmacht fern von der Heimat, von der man noch dazu durch das Wasser getrennt ist, ist selbstverständlich eine schwierige Auf„bei der es aufs richtige Ineinandergreifen aller Teile ankommt. Selbst während des„großen und ruhm⸗ reichen Rückzuges von Mons“(so drückt der Engländer sich aus), während dessen die Truppen ständig in Bewegung waren, litten die Engländer an nichts Mangel. Der„Direc⸗ tor of Supplies“ erhalt täglich seine Listen über die Zahl der zu Verpflegenden; die Anzahl der nötigen Verpflegungs⸗ portionen wird täglich von der e bis zum nächsten Bahnhofe versandt, von wo sie durch alle möglichen Wagen nach den einzelnen 1 und von da weiter zu den 5 j— und bis in die Feuerlinie geschafft werden; die Abteilung für Munition arbeitet ent⸗ sprechend. Die Unterstelle, die mit Requirierungen und Quartiersuche zu tun hat, hat natürlich auch eine stattliche Arbeit. Für sie gibt es ein„Claims Office“ im Haupt quartier, an das die Bauern usw. in dem von britischen Truppen besetzten Gebiete ihre Requisitionsscheine usw. ab⸗ zuliefern haben. Alle Offiziere sind mit einem einem Scheck⸗ buche ähnlichen Heft von Requisitionsformularen ausge⸗ rüstet, deren Text französisch und englisch gehalten ist; das Buch enthält überdies ein Vorwort mit genauesten Angaben darüber, was für Forderungen der Offizier an die Zivil⸗ bevölkerung stellen darf und welche nicht. Aus dem Reiche. Arbeit für die Landesverteldigung am zweiten Osterfeiertage. Berlin, 30. März.(WTB. Amtlich) Im Interesse der Landes verteidigung muß jeder Rückgang in der Fertigung der Heeresbedürfnisse, insbesondere der Munition, vermieden wer⸗ den. Hierzu ist erforderlich daß auch die in der Heimat arbeiten⸗ den Münner hinter ihren im Felde stehenden Brüdern an Opfer⸗ freudigkeit nicht zurückstehen, sondern sich bereit finden, während der bedorstehenden Feiertage den dringendnötigen Heeres bedarf zu fertigen. Daher werden die deutschen Arbeiter dem Wunsche der Heeresverwaltung, die Arbeit während der bevor⸗ stehenden Feiertage sowohl in den staatlichen Betrieben als auch in den mit Heereslieferungen betrauten Privatfabriken nur am ersten Osterfeiertage ruhen zu lassen, gern entsprechen. Gründung einer deutschen landwirtschaftlichen Bank. Berlin, 31. März. In einer von Händlern aus allen Teilen Deutschlands 2 reich besuchten Verf. welche gestern in stattsand, wurde Beschluß gefaßt, die Deutsche Landwirtschaftliche Bank mit einem Ge⸗ samtkapital von zunüchst 5½ Millionen Mark zu gründen. An der Gründung seien bisher etwa 400 angesehene deutsche Firmen der Getreide-, Futter⸗ und Düngemittel branche beteiligt. Aus Ostpreußen. Königsberg i. Pr., 30. März.(WTB. Nichtamtli Der Landeshauptmann der Provinz Ostpreußen* Staats kommissar für das Flüchtlingswesen mit Genehmigung des Oberbefehlshabers im Osten zu den früher freigegebenen Gebieten mit Bekanntm vom 24. März auch die Kreise Lötzen, Darkehmen, Angerburg und Gumbinnen Flüchtlingen für die Rückkehr frei In diesen Kreisen ist aber eine Reihe non Ortschaften so zerstört, daß Flüchtlinge, die dort wohnen, wegen mangelnder Unterkunft nicht dorthin zurückkehren können. Da nicht die Sicherheit besteht, daß diese Flüchtlinge in Nachbar⸗ orten würden Unterkunft finden können, werden sie von der Rück⸗ lehr vorläufig absehen müssen. Die zerstörten Ortschaften sind im Kreise Lötzen: die Ortschaft Marczinawolla; im Kreise DTar⸗ kehmen: Jodszuhnen, Tautschillen, Kellmienen, Wi msberg⸗Dorf, Auerfluß, Stroepken, Puckwallen, Wesdern, Bi zuhnen, Grün⸗ walde, Kl. Grobienen, Gotthardsthal, Broszaitschen, Osznagoren Gr. Sobross, Kl. Sobrost, Ostkehmen, Stoeringen und Romberg; im Kreise Angerburg: Rosengarten, Gr. Guja, Kl. Dombrowken, Buddern, Gr. Strengeln, Kl. Strengeln, Possessern, Kruglanken —— 1 9 3 Gumbinnen: Woru⸗ en, Sodinehlen, Jodzuhnen, innen, rschlagen, g 5 pehnen und Sodehnen. W Das Endergebnis der Kriegsanleihe. Berlin, 30. März.(WTB. Amtlich.) Auch bei der z wei⸗ ten Kriegsanleihe haben sich alle Schichten der Bepölke⸗ rung, reich und arm, gleichmäßig beteiligt. Nach dem nunmehr bei der Reichsbauk vorliegenden Endergebnis gruppieren sich die Zeichnungen nach der[öröße wie folgt(die ei Ziffern sind das Ergebnis der ersten Kriegsanleihe): Bis Mark 200 beträgt die Zahl der Zeichnungen 452 113(231 112); in Millionen von Mark 71(36); von 300 bis 500 Mark 581 470 (241 804) bezw. 254(111); von 600 bis 2000 Mark 1079 637 (453 143) bezw. 1337(587); von 2100 bis 5000 Mark 361 459 (157 591) bezw. 1354(579); von 5100 bis 10 000 Mr. 130 903 (56 438) bezw. 1057(450); von 10 100 bis 20000 Mr. 46 105 (19 313) bezw. 745(307); von 20 100 bis 50000 Mk. 26 407 (11584) bezw. 926(410); 50 100 bis 100 000 Mark 7742(3629 bezw. 648(315 von 100 100 bis 500 000 Mark 4361(2050 bezw. 1066(509); von 500 100 bis 1000 000 Mr. 538(361) bezw. 440(287); über 1 Million Mark 3(210)* (869, Zusammen beträgt die Zahl der Zeichnungen 2 691 060 (1177 235), Betrag in Millionen Mark 9060(4460). Es wurden gezeichnet bei der Reichsbank und ihren Zweiganstaften 565, bei Banken und Bankiers 5592, bei öffentlichen Sparkafsen 1977, bei den Lebensversicherungsgefellschaften 384, bei den Kreditgenossen⸗ 1162. Aus Stadt und cand. Gießen, 31. März 1915. Der Gründonnerstag. Der fünfte Tag der Osterwoche, der der Exrimerung an die Einsetzung des Abendmahls gilt. heißt seit rund 700 Jahren Gründonnerstag. Schon ums Jahr 1200 kommt diese Bezeichn vor. Woher mag sie stammen? Man hat die verschiedensten Erklärungen dafür angegeben. Da das Osterfest in den Frühling fällt, liegt es von vorn⸗ herein nahe, an einen Zusammenhang mit dem Frühlings⸗ grün, mit dem Grün der Kräuter zu denken; es gibt ja auch eine ganze Reihe volkstümlicher Bräuche am Grün⸗ donnerstage, die hierfür sprechen, so das Verzehren von allerhand Grünzeug, die westfälische„Negenstärke“, ein Ge⸗ misch von neun verschiedenen Kräutern usw. Allein die Forschung hat sicher nachgewiesen, daß der Zusammenhang umgekehrt ist: von dem Namen des Gründonnerstags rührt die Sitte her, an diesem Feste Grünes zu essen. Einen Anhalt für die Herkunft des auffallenden Namens bekommt man, wenn man nach den Bezeichnungen des gleichen Fest⸗ tages bei anderen Völkern oder zu anderen Zeiten sucht. Fischart beispielsweise nennt den Gründonnerstag den grünen oder weißen Donnerstag; bei den Franzosen heißt er jeudi absolu, bei den Engländern sheer⸗thursday und bei den Skandinaviern ist er auch der„reine“ oder reini⸗ gende Donnerstag. Man geht aber fehl, wenn man in diesem Zusammenhange die 3 als gleich⸗ bedeutend mit frisch oder rein, auf Bibelstellen zurück⸗ — will, die zum Gründonnerstag in Beziehungen tehen. Lukas 23, 31 heißt es:„Denn so man das tut am grünen Holz, was will am dürren werden?“ Allein daher stammt das Grün des Gründonnerstags nicht, und ebenso⸗ wenig von dem Leseabschnitt für Gründonnerstag:„Er weidet mich auf einer grünen Aue“ im 28. Pfalm. Viel- mehr ist die Farbenbezeichnung des Tages auf rituelle Vorschriften zurückzuführen. Der Tag des Abendmahls, der spätere„dies viridium“, der Tag der Grünen, hieß 1785 Zeit Leos II.— 692 wurde der Festtag ei etzt— noch ies coenge domini oder dies absolutionis, der Tag der Lossprechung, weil an diesem die von der Kirche Ausgeschlossenen, nachdem sie während der Fastenzeit bei jedem Gottesdienste in Bußgewändern an der Tür ge⸗ standen hatten, wieder aufgenommen wurden. Anfangs hatte die christliche Kirche als einzige Kultusfarbe das Weiß ver⸗ wendet, das wohl aus dem flaffischen Altertum übernommen worden war. Unter Innocenz III. wurden in Anlehnung an die Kultuskleider der jüdischen Hohenpriester liturgische Far⸗ ben in der Kirche eingeführt; dieser Papst regelte sie(unter Hinweis auf die Einrichtungen des Alten Testaments). Bei⸗ spielsweise wurden rote Gewänder für die Feste der Apostel und Märtyrer gewählt, auch zu Pfingsten follte Rot braucht werden zur Erinnerung an die feurigen 1 ür die Tage der Buße und Enthaltsamkeit und für Totenfeiern wurden schwarze Paramente vorgeschrieben usw. Am Grün⸗ donnerstag wurden, wie der Bonner Theologe Kellner an⸗ gibt, beim Akte der Wiederaufnahme der Pönitenten rote, beim aber grüne Paramente gebraucht, und dies ist der Ursprung der Bezeichnung Gründonnerstag. * Die Kriegsspielzeit im Stadttheater. beiden Abonnementsabenden, Dienstags und Freitags, wur⸗ den zusammen 30 Vorstellungen und wöhnlichen Preisen gegeben, die j gegen normale Zei ten etwas herabgesetzt waren. Die meisten übri or- stellungen fanden bei niedrigen Preisen statt, öhte Preise wurden in keinem Falle angesetzt. Im ganzen wurden 33 Vorstellungen bei den sog. gewöhnlichen Preisen, 30 bei kleinen Preisen und 27 bei Volkspreisen gegeben; unter den letzteren befanden sich 5 Schüler⸗ und 5 Kindervorstel⸗ lungen. Zur Aufführung gelangten 37 einzelne Werke, von denen 15 Neuheiten für Gießen waren. Ernsten Charak⸗ ters waren 15 der aufgeführten Stücke, die übrigen 2 ten zur heiteren Gattung, doch war auch bei diesen Rü sicht auf die Zeit und ihre Erfordernisse genommen wor⸗ den. Neben diesen Vorstellungen fanden noch 19 in Mar⸗ burg statt, die für das Personal besonders anstrengend waren, da der Kriegsfahrplan die Rückkehr erst gegen 3 Uhr nachts ermöglichte. Von den 34 Stücken, die mit dem hie⸗ sigen Personal„wurden 13 von Direktor Steingoetter, 11 von Oberregisseur Dworkowski, 6 von Regisseur Goll und 4 von Regisseur Conradi in Szene gesetzt. Die Arbeit, die sich hinter diesen Zahlen verbirgt bei den sog. ge⸗ hinter die Kulissen die Vorstellungen selbst nur den kleineren Teil der kü lerischen Leistungen darstellen, daß vielmehr die Vorberei⸗ tungen der Vorstellungen den Hauptteil der Zeit und Arbeit des Schauspieles verschlingen. Und dieser mit sei⸗ nem besonderen 2 stellte auch ganz beson⸗ dere Anforderungen an ler, Regisseur und Bühnen⸗ leitung. Wurden den beiden ersteren schon weitaus größere Leistungen zugemutet, so hieß es für die Bühnen⸗ leitung sich neu orientieren. Denn ftr sie galt es bei beschränktem Mitgli der möglichen Stücke, bei schlechtem waren, als sich schon* dem— dieser 3 zeit gewichtige immen gegen Theater haupt erhoben hatten. Daß das Problem im Ganzen gelöst wor⸗ ee ien ue e ra Ergebnis, das von einer schen Garantie von 10000 außerdem u. a. noch die lichte, 8— hung Kriegsve mit etzten Opfer hatten zu bringen, die um so mehr der Kritik ausgesetzt schaften 400 mud bei der Post 112 Melktonen Mark. n g 1 zu en, auch im ieljahr 1914/15 Gedanken der sozial Fertonge nach Mönliceit belong bat, An Erselg, bir wich . Entgegentonmen der Stadtvertretung zu 8 5 kann nur derjenige ermessen, der schon einmal einen Blick hat; nur dieser weiß auch, daß ü kl oder den e von reichsgesetzlichen Bestimmungen und bestand, bei 1 Kreis] B dauerndem und Ersatz darstellender wie technischer Kräfte gute Darbietungen i Diesenigen aber, die in der Kriegsspielzeit 1914/15 den Leistungen— Bühne gefolgt sind, werden mit der An⸗ erkennung nicht zu ten, daß sie die Motive bestens 12 hat, die im Oktober zu dem bekannten Be⸗ 1 der Stadtverordneten führten, trotz dem Kriege die Pforten des Theaters zu öffnen. Und wenn den Verwun⸗ deten, die in hiesigen Lazaretten lagen, die Erinnerung an Gießen zu den angenehmsten des Krieges gehören wird, dann hat das Theater ein gut Teil dazu beigetragen. * Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Res. Frieor. Aug. Nickel, Inj.-Rgt. 0, aus Cubach.— Lehr⸗ amtstandidat Walter Kornder, Res-Inf.-Rgt. 224, aus Wetzlar. — Ersat-Res. Gottir. Hofmann, Res.-Inf.-Rgt. 222, aus Lauf⸗ dors.— Gefr. Konr. Baier, Ins.-Rgt. 115, aus Mainz.— Gesr. Dans Peter aus Marburg.— Gardist Lehrer Georg Kayser, Inf.-Agt. 115, aus Reinheim.— Kriegsfreiw. Fritz Fuchs, Inf. Agt. 109, aus Worms.— Musk. Karl Weiß, Res.-In'.-Ngt. 254, aus Zell.— Et. d. L. Lehrer Aloys Kilburg aus Wiesbaden. — Landwehrm. Gefr. Jakob Busch, Landw.-Inf.-Rgt. 116, aus Neuhütte. * *Das Eiserne Kreuz wurde Herrn Prof. Dr. Gise⸗ dius, der als Hauptmann d. R. bei einer Etappeninspektion in den Karpathen steht, verliehen. Auszeichnung. Dem Krastwagenführer Karl Baer von Gießen, z. Zt. im Stabe des Pionier-Rgts. Nr. 25, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. L. U. Landesuniversität. Die Rektoren der deutschen Universitäten legen heute, am Tage vor Bismarcks Geburts- tag, zu dessen Reier einen Kranz in Friedrichsruh nieder. Der Rektor unserer Universität ist hierbei beteiligt und daher, wie er uns bittet mitzuteilen, zu seinem lebhaften Bedauern verhindert, an der Gießener Feier im Stadttheater teilzunehmen. Städtischer Rechnungsabschlust für 1913⸗ 1914 Nach den Rechnungsabschlüssen der städtischen Verwaltung für das Jahr 1913/14 beträgt die Einnahme der gesamten Rechnung 7064 767 Mk., der eine Ausgabe von 5 741584 Mk. gegenübersteht, so daß ein rechnungs⸗ mäßiger Ueberschuß von 1323 182 Mk. verbleibt. Die Ein⸗ nahme der Vermögensrechnung beträgt 3 252 940 Mk., die Ausgabe 2307929 Mk., so daß ein Rest von 944991 Mk. verbleibt. Die Betriebs rechnung, auf deren Gestaltung es in der Hauptsache zur Beurteilung der städtischen Finanzen an⸗ kommt, zeigt eine Einnahme von 3811846 Mk., gegenüber einer Ausgabe von 3 433 654 Mk., so daß ein Rest aus vor⸗ 82 hende Jahre von 378 192 Mk. eibt, welcher zur Balancierung des Voranschlags 1915/16 in Einnahme ge⸗ stellt wird. g * Die Brotmarkenverteilung ist nun n in der zweiten Woche im Gange. Man lann sagen, daß sich die Einrichtung im ga schnell eingebürgert hat. Doch bestehen bei den Verbrauchern noch immer einige Un⸗ klarheiten, wie sie sich in besonderen Fällen zu verhalten haben. Wir wollen deshalb nochmals auf einige Punkte be⸗ sonders aufmertsam machen, um dem Publi' und der Verteilungsbehörde unnötige Zeitversäumnis 5 Als obersten Grundsatz sollte sich jeder tmarten⸗ empfänger einprägen, daß für seine Anliegen vor allen —— e 1 uständig ist. Dorthin er Wünschen und An zuerst Die mit der Soudervorstelhung des Bismarck so mehr Nrot marken nötig werden, 5 dies festspieles Des Den Bolkes Ekkehart. ig schlie⸗ E. 2 r ein en ßende Kriegsspielteit 1914/1 bat in 5 Monaten(der Be-(nicht Kinder!) in der Sprechstunde(ech deeünnt auler ge eee den ee dane f daes der den 8e ge f. wee e 8 i eine Personal unsere Satie gegeben, eine durch ein En⸗— 2. semble von Frankfurter Künstlern und drei Abende wurden] Art. Dies bezieht sich auch besonders auf Be uch der für durch Vorträge(Norbert Jacques, Professor Marzell längere oder kü in einer ifft, Salzer und Dr. Ludwig Wüllner) ausgefüllt. An den Auch der Besuch gilt als zum Hane n und ist deshalb unter Vorlage der Ausweiskarte unter Angabe der voraussichtlichen Dauer des Aufenthalts von dem Haus⸗ haltungs vo bei der Bezirksstelle anzumelden. Dort wird dann die nötige Anzahl Brotmarken verabf wer- den.— Umzüge sind ckenfalls möglichst sofort Be- zirksstelle melden. Erfolgt der Wo inner- halb des irks, so t Angabe der neuen Wohnung gelegentlich der nächsten rkenausgabe. Bei in einen anderen Bezirk erfordert die Zuweisung des Bezugs⸗ berechti an den neuen irk im ein bis echtigten Bezirk i Tage. Es liegt daher lediglich im Interesse der;!. empfänger, wenn die Meldung so schnell wie möglich erstattet wird, damit eine ung im War denken Ausgabe kann einen T. b von der Brotes steht ein für allemal 5 4 mit Herabsetzung der . Heben(auch diese sollen vorgekommen sein) und 39 ie Abwickelung des Austauf nicht wollen. * Das 30jäbrige Dienstjubil sum feiert morgen schutzmann Bernhard E ** Gefangenenbriefe. Das Publikum wird vom Generalkommando des XVIII. Armeekorps wiederholt darauf hingewiesen, daß nach Vorschrift der ausländischen Verwaltungen von Gefangenenlagern dort nur Briefe zu⸗ 23 werden, die nicht länger als zwei Seiten zu 6 Zeilen und deutlich in lateinischer Schrift geschrieben sind. Bemerkungen über militärische und politis genheiten sind zu vermeiden. Landkreis Gießen. 7 Bettenhausen, 31. März. Kampfe für das Balerlaud ftarb 9 — Sehner Wilhelm Seip im 21. — 1 N Er ge⸗ des 116. Reserve⸗ Regiments an. Kreis Alsfeld. A. Nieder⸗Ohmen, 30. März. Donnerstag, den 1. April, seiert Polizeidiener Schellhaas dahier sein 25 jähriges Dienst jubiläum. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 30. März. Die Mitglieder der Zweiten Kammer der Lardstände, sowie eine Anzahl Vertreter des Mimisteriums, ferner verschiedene Mitglieder des zurzeit tagenden Fimanzausschusses der Ersten Kammer, sowie die Mehrzahl der auf der tätigen Berichterstatter besuchten heute f und 350 s..— en ussen 7 fangenenlager. Alle b an der Besichtigung sprachen sich 1 1 in jeder Weise anerfennend über die in vollem Umfange herrschende Ordnung, Reinlichkrit und Bequemlichkeit aller getroffenen Ein 97— ans. Die musterhafte Lazaretteinrichtung mit deutschen md franz sischen Aerzten, die Post⸗ und Paketbeförderung, Kan⸗ tinen, Badehäuser, Feuerwehr⸗ und Rettungsabteilung, Desinfek⸗ tion usw. fanden berechtigtes Lob. Allgemein kam der Wunsch zum Ausdruck, daß es unseren deutschen Kriegern in Feindesland nicht schlechter gehen möge. Bei der Besichtigung stellte der Lagerkommandant den Bes auch einen jungen Franzosen vor, der nach den Mitteilun französischer Blätter im Lager angeblich tot gestoche n wo war. ck. Bingerbrück, 29. März. Etwa 2500 französi⸗ sche Flüchtlinge kamen auf dem Wege nach der Schweiz hier durch. Es handelte sich fast ausnahmslos um alte Männer, Kinder und Frauen, die aus dem Kampfgebiet des westlichen Kriegsschaupla entfernt und über die Schweiz nach Frank ⸗ reich befördert werden. Kreis Wetzlar. 2 Dutenhosen, 30. März. Auf eine 30jährige reich⸗ gesegnete Tätigkeit blickt Herr Superintendent Geibel an der vereinigten Kirchengemeinde Dutenhosen-Münchholzhausen nunmehr —— Dazu versieht er über ein Jahrzehnt das Amt eines Kreis- schulinspektors und wurde im vorigen Jahre zum Oderhirten der Synode Wetzlar gewählt. l Nassau. h Wiesbaden, 31. März. Nach einer Verfügung des Re- gspräsidenten wurden zur Sicherstellung der Volksernährung im Regierungsbezirk Wiesbaden zunächst die auf den 11., 18. und 25. April und 2. und 9. Mai fallenden Sonntage für die Be⸗ ellung der Frühsaat in geld und Garten freigegeben. Nur während der Zeit des Hauptgottesdienstes darf nicht gearbeitet werden. Frankfurt a. M., 30. März. Für die Familien der in den Kriegs dien st eingetretenen Mannschaften Frankfurts zahlte die Stadt vom 1. bis Ende Februar 4416 722 Mark Unterstüzungen. Unterstüpungen erhielten insgesamt 60 569 u. a. 21 051 Ehefrauen, etwa 34 500 Kinder, und 895 uneheliche Kinder. Aunonume Anfragen bleiben unberücchtigt.) L. p. A. Sie müssen erscheinen. bleibt iner eich aan N fl Bekanntmachung. Diejenigen unserer Einleger, die auf die neue Kriegs⸗Anleihe E. haben, werden ersucht, das Sparbuch und ihnen zugehende Rechnung zur Abschreibung der zu zahlenden Beträge Anfange April l. J6., spätestens 12. l. Mt. bei unserer Kasse während der Zahlstunden Anne IIIA . 34, in c. Wenden Sie si. Lc e v bee B.. See, Free— e 2. 3. S.; Sieden. Sofern bezüglich der Kündigungsfrist beson⸗ dere Vereinbarungen getroffen sind, gelten die gesetzlichen Be⸗ stimmungen. Ist der Mietpreis nach Jahren bemessen, so ist die Kündigung nur zum Schluß eines Kalendervierteljahres sulassig; sie hat spätestens am 3. Werktage des Vierteljahres zu er⸗ — Ist dagegen der Mietpreis nach Monaten bemessen, so ist die Kündigung nur für den Schluß eines Kalendermonats zulässig; sie hat spätestens am 15. des Monats zu erfolgen. Ob die Miete monatlich bezahlt wird oder vierteljährlich, ist ohne Be lang; ebenso auch der Umstand, daß Sie die Wohnung schon 7 Jahr vor dem Bezug gemietet haben. Märkte. je. Frankfurt a. M. Schweinemarktberi ht vom 31. März. Ausgetrieben waren 1211 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 9.00— 97.50 Mk., Schlachtgewicht 116.00— 120.00 vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 20.00— 94.00 Mk., Schlachtgewicht 110.00 115.00 Mt.; vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 95.00—97.50 Mk., Schlachtgewicht 116.00— 120 Mk. pollfeischtge Schweine von 120 dis 150 kg Lebendgewicht 95.00— 97.50 Mt, Schlachtgewicht 116—120.00 Mk. Geschaft ziemlich rege. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 1. April 1915 Bedeckt, zeitweise leichte Niederschläge, wechselnde Winde. Tebgze Nachrichten. Vom westlichen Kriegsschauplatz. Paris, 31. März. WTB. Nichtamtlich.)„Temps“ meldet: Eine Taube überflog aum 9. Mürz Cassel und warf sechs Bomben ab, die nur Sachschaden anrichteten. Die Taube überflog sodann Hazebrouk und Bailleul. Das Flugzeug wurde heftig beschossen, entkam jedoch unversehrt.— Das Dorf Vlamertingue bei Ypern wurde am Donnerstag wahrscheinlich von einem deut⸗ schen Panzerzug beschossen. Die framzösischen Verluste und der angerichtete Schaden sind nur gering. Im Gebiet von Nancy zeigen die deutschen Flieger infolge des schönen Wet⸗ ters lebhafte Tätigkrit. In der Umgebung von Nancy wurden viele Bomben abgeworfen, die zum größten Teil im weichen Boden krepierten, ohne Schaden zu verursachen. Pont⸗ a- Mousson wurde wiederum beschossen, der Sachschaden scheint beträchtlich zu sein, Personen wurden aber nicht verletzt. Der Hilfskreuzer„Prinz Eitel Friedrich“. Paris, 31. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Matin“ meldet aus New York: Der Hilfskreuzer„Prinz Eitel Friedrich“ wurde davon benachrichtigt, daß er den Hafen von Newportnews spätestens am 1. April 7 Uhr abends verlassen müsse. LD 1 CARL BERG. GE SSEN Schuhwarengschäft · Màusburg Nr. 4 Anfertigung nach Mag Lager fertiger Herren-, Damen- u. Kinder- stiefel · Einlagen fur Senłk- und Plattfũbe Alleinverkauf der so beliebten Kinderstiefel Marke»Petto⸗ Reparaturen werden prompt ausgeführt Die französischen Vorschüsse an Serbien. Belgien, Monte⸗ negro und Griechenland. Paris, 31. März.(WTB. Nichtamtlich) Der Senat nahm debattelos den bereits von der Kammer angenommenen Gesetz⸗ antrag, betreffend Vorschüsse an die befreundeten resp. verbündeten Länder Serbien, Belgien, Montenegro und Griechenland, an. Die Höhe der Vorschüsse beträgt 1350 Millionen. Türkischer Bericht über die Kämpfe im Kaukasus. Konstantinopel, 31. März.(WTB. Nichtamtlich.) In dem Bericht des russischen Hauptquartiers vom 24. März über die Operationen im Kaukasus wurde gesagt, daß die Russen in den Kämpfen in der Gegend von Aleschkerd drei türkische Kom⸗ pagnien zu Gefangenen gemacht habe. Diese Meldung ist der Agence Milli zufolge ebenso salsch, wie die früher von den Russen verbreiteten. Während der Kämpfe in der oben erwähnten Gegend zwischen den Vorposten hatte der Feind schwere⸗ Verluste. Unsererseits wurden mir vier Soldaten verwundet, sieben werden vermißt. Die Verluste der vereinigten Flotte vor den Dardanellen. Konstantin opel, 31.— Ueber die Verluste der vereinigten Flotte in den Dardanellen am 18. März laufen noch Nachrichten aus Tenedos und Mytilene ein. Dar⸗ nach haben die Verbündeten an 2 4 an Toten 2000 Mann verloren. Bei dem Untergang der„Inflexible“ ist der weitaus größte Teil der Bemanmung ertrunken. Der Kommandant wurde durch ein Geschoß getötet. Auf dem „Albion“ gab es 60 Tote.„Suffren“ wurde im Maschinen⸗ raum getroffen, wodurch seine Geschwindigkeit sehr ver⸗ mindert wurde. Beraubung eines italienischen Dampfers durch Frankreich. i Köln, 31. März. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der französischen Grenze: Der„Temps“ berichtet aus Barcelona, daß in der Nacht von Mittwoch auf Donners⸗ tag ein französischer bewaffneter Hilfskreuzer aus Marseille 10 Meilen vom Leuchtturm Camarat Villefranche entfernt den italienischen Passagierdampfer„Regina Elena“ angehalten habe, der von Genua nach Süd⸗ amerika ging. Der Kommandant beschlagnahmte 100 Postkolli mit deutschen und österreichischen Briefschaften. Was sagt Italien zu dieser Verletzung seiner Rechte? leiht ein zartes reines i i 1 i Ausschen 8 DE schöner Teint.—— 5 ies erreußt die echte Steckerpferd Seife (die beste Lillenmilchseljel von B.& Co., Radebeul. à Stück 50 Pig. Ferner macht der Cream„Dada“(Lilienmilch- Cream) rote und spröde Haut weill und aammetweich. Tube 50 Pig. 8 55 — 1 8. 8 Linoleum — 4 P billiges Angebot. J eee — Große Auswahl! — 2 5— Gardinen II r 2.50. 4. 0. 6. 50 N. Paar. HI Mm d — Galerieleisten Verlangen Sie — 120 130 140 em J Muster od. 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Gr. Ministerium v. Mai 1914). Arbeitsstunden unt. strenger Aufs. Nah. durch Direktor Brackemann, Bleichstraße 6 (ab 1. IV. im Schul- u. Wohnhause Ludwigstr. 70, Ecke Liebigstraße) 1 Infolge best. Erfolge sehr gute Empfehlungen Mandarbeitssehule von Frl. Landau Gießen, Süd⸗ Anlage 7. 3043 Begiun des Unterrichts in allen weiblichen Hand⸗ arbeiten, Weißnäben, Stickereien jed. Art, sow. Kunst⸗ arbeiten, Brandmalerei, Tiefbrand, Schnitzerei, Leder⸗ pla tik usw. Montag, den 12. April 1915. ür Auswärtige ganze oder teilweise Pension im Hause. 3 Laugesueh gegen Solorüge Lasse neue und auch gebrauchte moderne Tenohperbänke, Drenbäuke Fraemasehhe von Haschinenfabrik Karl Seif, * Mannheim, Langstrasse 81. 1 3 ae Jungen, zu unterrichten. Anmeldungen zu den be⸗ kannten Bedingungen(Prospekt und Jahresbericht unentgeltlich) werden für Mädchen nur bis zum 10. April entgegen genommen. Aufnahme vom 9. Jahre ab. Die Schülerinnen genügen durch den Besuch der Austalt der gesetzl. Schulpflicht (Verfügung des Gr. Ministeriums des Innern vom Mai 1914). 2878 P Direktor Brackemann, Ludwigstraße 70. Telephon 119.— Pronipter Versand nach auswarts. Die feinsten bolland ischen Schellfische Cabliau u. : Schollen: treffen morgen früh ein bei: Georg Wallenfels Markt 21, gegenüber der Engelavotbeke. 11¹6 Achtung! Achtung! Morgen grüner Donnerstag am Hotel Felsenkeller in Extra großer Verkauf aus einem Waggon prima Waren in Spezialität: Spinat. Blumenkohl sowie alle anderen Gemüse, auch Gurken, Kopfsalat, Feldsalat, süße Bratbückinge, Aepfel, Apselsinen, Zitronen, alles äußerst billig. ꝑKlein aus Köln. Vorhänge, Teppiche Linoleum usw). Reste billigst Th. Brück, Hof.. Möbelsabriklager 204 Tür dis Teertage Leb. Karpfen u. Schleien fi. Salm im Anschnitt Holl. Schellfische und Cablian Backfische ꝛc. c. 00 Ohst Hemüse u. Konserven J. M. Schulhof Markt 4 Gießen Tel. 119. Autom. Pistolen Revolver Munition Schreckpistolen (für Jugendwehr) Emil Pistor Nachf. O οοο, pro Woche 1 Mk. 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