Ur. 75 Zweites Blatt Erscheint lägllch mit Ausnahme des Sonntags. Die„Slehener Famlllenblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwlrtschaftlichen Zeit⸗ tagen“ erscheinen monatlich zweunal. Hessische weite Nammer. rb. Darmstadt, Vormittagssitzung. Am Regierungstische: Staatsminister Dr. v. Ewald, Fi⸗ nanzminister Dr. Braun, Minister des Innern v. Hom⸗ bergk, Staatsrat Dr. Becker, Ministerialräte Dr. Kratz und Schliephake. Präsident Köhler eröffnet die Sitzung um 11¾ Uhr und begrüßt zunächst den aus dem Felde zur Teilnahme an der Ta⸗ gung zurückgekehrten Abg. Lutz. Es gilt jetzt, in der kurzen Ta⸗ gung den Rahmen zu schaffen, in dem das wirtschaftlich des Großherzogtums im Jahre 1915 sich abwickeln sa dem wir hier das letztemal zusammen waren, ist in d der Nationen manches Große an uns vorübergegang Monaten bildet unser Volk eine eherne Mauer aus leibern, die uns vor dem Eindringen des Feindes in mat schützt. In den großen Schlachten an den Masurisg haben deutsche Truppen den Feind umklammert u gerungen, und daran schlossen sich die großen Erfolge terschlacht in der Champagne an. Mit dem trotzigen das da glaubte, über die Meere gebieten zu können den 1 hinwarf, haben wir mit unseren Un ten den Kampf aufgenommen. Diese Vorgänge zeigen da Taten und Erfolge unseres Heeres und der wackeren Ma den Dardanellen kämpfen besonders unsere Waffen u Geschütze und Englands und Frankreichs Flotten sind schmählichen Abzug genötigt worden. Bei Italien begin mählich zu tagen. Aber auch im Innern haben wir uns machung befestigt und geschlossen, und mit absoluter Not haben wir uns gegen Englands Meinung gewendet, da aushungern könnte. Als oberste Rüstung haben wir u Tagen von neuem bewiesen, daß wir zu siegen bereit u sind, indem wir nach acht schweren Kriegsmonaten fre Milliarden Mark dem Vaterlande darbrachten.(Lebh. Es ist bei uns nicht nur Rede, sondern bitterer Ernf Deutschland alle Volksgenossen geschlossen auf dem K erscheinen. Gerade unsere Rüstung im Innern muß jede daß wir alle fest zusammenstehen und kämpfen; es gilt das Wort: Seid einig, stark und ausdauernd, und dag Volk hat diese Mahnung beherzigt und befolgt. Wir wenig Tagen die hundertjährige Wiederkehr des Gel unseres unvergeßlichen Reichskanzlers Fürsten Bismarck in der jetzigen Zeit werden wir so recht zu seinem Gedäch geführt, haben wir Gelegenheit, uns an seiner kraftvoll zu erheben und zu kräftigen. Wir wollen besonders 9 Tage bedenken, daß wir berufen sind, das Werk Bism Gründung des Deutschen Reichs, nach allen Seiten zu erh zu schützen und deshalb geht unser Denken und Fühle sonders zu dem Ersten großen Kanzler hin. Der Präside und erhält einstimmig den Auftrag, am Grabe des Fürsten im Auftrage der Zweiten Kammer einen Kranz nieder Erster Punkt der Tagesordnung ist die Wahl d Präsidenten, der Schriftführer und deren Stel die nach Art. 7 III der landständischen Geschäftsordn Stimmzettel erfolgen muß. Präsident Köhler wird mit allen Stimmen(41) sidenten wiedergewählt, ebenso als erster Stellvertro Korell⸗Angenrpd und als zweiter Stellvertreter Schmitt. Auf Vorschlag des Abg. Ulrich werden dan Damm und Raab zu Schriftführern und die Abg. und Lutz zu deren Stellvertretern gewählt. Ueber die Re vorlage, betressend die Erhebung des Deckgeld ausgehobene Stuten, berichtet an Stelle des ba Abg. Dr. Weber Abg. Korell⸗Angenrod. „Die Vorlage bezweckt, beim Etatskapitel 75, Lan! die Erhebung eines 8 für die bei der Aush Pferde zu Beginn der Mobilmachung von den Land gedeckten Stuten, im ganzen 959 Stück, in Wegfall zu resp. die Regierung zur Nichterhebung des vorgeschriel 5 Raten zu erhebenden Deckgeldes zu ermächtigen. chußantrag auf Genehmigung der Regierungsvorlage das Haus ohne Debatte zu. Ueber die Regierungs vorlage, betr. Lebe die Erwei Fürst Bismarck als Gutsherr in Friedrich (Neue Erinnerungen.) Bismarck nahm als alter Landwirt an der Bewir seiner Güter den lebhaftesten Anteil und kümmerte sich Einzelheiten. Von diesem seinem Wirken als Gutsherr b einen lebhaften Eindruck die Erinnerungen eines ehemal waltungsbeamten in Friedrichsruh, die in der bei der e Verlagsanstalt in Stuttgart erscheinenden Zeitschrift„Ueber Land und Meer“ veröffentlicht werden. Es gab verschiedene Leute auf dem Gute, denen der Fürst nicht grün war; trotzdem liefen sie ihm immer wieder übern Weg und Bismarck ließ sich immer wieder mit ihnen ein, so daß man allgemein annahm, sie gehörten„zum Schweningerschen System“, d. h. der für die Gesundheit seines hohen Patienten so treusorgende Arzt habe sie gedungen, um durch ihren Widerspruchsgeist ablenkend auf den Fürsten zu wirken. Ein solcher„Blizableiter“ war der alte Niese, der dem Fürsten ein Dorn im Auge war, da seine spitze Nase die Farbe der Zukunft durchglühte. Niese war cholerisch veranlagt und provozierte den Fürsten durch seine ganze Erscheinung.„Bei zunehmendem Monde war Niese ganz erträglich. Als er dem Fürsten bei abnehmendem aber einmal den Vorschlag machte, sich mit der Kurie zu einigen, ließ Bismarck ihn einfach stehen. Er erkundigte sich am anderen Tage aber wieder nach ihm und äußerte, als man ihm sagte, Niese säße im Kruge:„Schon wieder oder noch?“ „Ein Pendant zu Niese war eine hagere keifende Altsitzerin, die sich merkwürdigerweise nur bei zunehmendem Monde betrank, welch eigenartige Tatsache der Fürst mit den philosophischen Worten er⸗ klärte,„bei Frauen sei es eben anders wie bei Männern“. Der Ver⸗ walter hatte sie einmal gerade wieder von ihrem früheren Feld heruntergewiesen, als plötzlich der Wagen Bismarcks um die Ecke bog.„Was hat sie wieder?“„Ach was, Durchlaucht, das wissen Sie ja ganz gut, Sie haben mich ausgekauft, und jetzt ist solch schönes Jahr, und das geht alles in Ihre Tasche hinein. Und ich kann nicht mal mehr auf mein eigenes Feld gehen Hei“(dabei zeigte sie auf mich)„hat mich gerade heruntergeschmissen.“„So, so, Sie wollten sich wohl ein paar Andenken mitnehmen? Im übri⸗ gen bedenken Sie aber auch die vielen schlechten Jahre, in denen wenig gewachsen war und Sie Ihre guten Zinsen bekamen.“ Und dann ler mir:„Der junge Drews arbeitet ja bei uns, ihm ge⸗ hört als Arbeiter seine Kraft, geradeso wie mir der Grund und Boden und der Frau ihr Abstand, den ich dafür zahlte, und das Deputat.“ Ein anderes Glied des„Schweningerschen Systems“ war die Frau des alten Vogtes Sell auf dem Vorwerk„Burgstall“. Der Fürst fuhr oft nur hinaus, um sich mit Mutter Sell zu unter⸗ halten, die sich immer die Hände unter der Schürze rieb, wenn sie mit ihm sprach. Sie hat ihm auch einen Spruch mitgeteilt, der besonders kräftig sein sollte, junge Rübensaat gegen Engerlinge zu schützen, und also lautete:„Der heilige Johannes und der liebe Gott, die zogen zum Ackern aus,— Sie ackerten mit einem gol⸗ denen Pflug,— Da ackerten sie drei Würmer aus,— Der eine war blau, der andre war gelb, der dritte war rot,— Ich beschwö ve Gießener General⸗Anzeiger für Oberhessen — 165. Jahrgang Dienstag, 3! Rotationsdruck und Verlag r Br Unwerstäts- Buch- und Steindru — 0 — S1 2 — 101 Schriftleitung, Ges straße 7. Geschästsstelle u. Ve Sil, rift⸗ leitung. S112. Adresse für Anzeiger Gießen. Drahtnachrichten s Amtsgerichtsgebäudes zu Offenbach, berichte de Dr. Osann und beantragt Zustimmung zur Regierungs vo Dr Die Vorlage berechnet den Erweiterungsbau auf ins Mark, wovon 181 980 Mark auf den eigentlichen Erweiterungs bau, 27 240 Mark Kosten für Aufbauten auf die zweistöckigen Flügel, 13 980 Mk. auf Aenderungen und Verbesserungen im be stehenden Gebäude und 4800 Mk derungen am Haftlokal entfallen 152000 Mk. angefordert. Die für Nebenanla Aen Als erste Rate werden hiervon Kammer genehmigt ohne De und batte den Ausschußantrag auf Bewilligung der Regierungsvor⸗ lage. Ueber die Regierungs vorlagen, betr. Summarische! le- bex i* 2 r 1 Ausgaben d der —. 9 7 2 0 Brttren des Fürsten, wie sie nur übermenschliche Verstellungskunst hervor⸗ zaubern konnten.“ Mit seinen Arbeitern ließ sich der Fürst sonst zumeist nicht viel ein. Nur an Erntefesten zeigte er sich ein paar Stunden unter ihnen. Dabei hielt er 1888 eine Ansprache, die uns heute besonders zeitgemäß erscheinen muß und für die geniale politische Sehergabe Bismarcks spricht.„Es wird so viel von unruhigen Zeiten gespro⸗ chen, als ob wir einem Kriege entgegengingen.“ So sagte er„Ihr braucht euch deshalb nicht zu fürchten. Die Knochen unfrer Grena⸗ diere sind im eigenen Lande mehr wert wie unter fremdem NRasen. Denn die Produktion ist unbeschränkt. Solange England schlep⸗ pend bleibt wie eine alte Kuh, haben wir Frieden. Hebt es aber einmal sein Haupt und schnaubt los wie ein brül ander Stier, dann haben wir den Krieg. Und so ein Krieg muß zum Siege führen, solange persönliche Treue noch den Deutschen kennzeichnet. Jene Treue, die auf Gegenseitigkeit beruht, wie im Mittelalter das Lehnsrecht die gegenseitige Treue zur Voraussetzung hatte Wer ihn(den Frieden) aber dennoch bricht, der wird sich über⸗ eugen, daß die Vaterlandsliebe von 1813 heutzutage Gemeingut er Nation ist, und daß derjenige, welcher die deutsche Nation an⸗ greift, sie einheitlich bewaffnet finden wird und jeden Wehrmann nrit dem festen Glauben im Herzen: Gott wird mit uns sein!“ Der Fürst schloß mit einem Kaiserhoch und trank dann ein halbes Liter helles Bier einer Brauerei, von der er selbst Aktien hatte, auf einen Zug aus; dabei machte er ein Gesicht, als wenn er Bitterwasser zu sich genommen hätte, und sagte verächtlich:„Dividendenjauche“. — Ein neues Serum zur Desinfizierung von Wunden. Zwei bekannte französische Bakteriologen, die Pro⸗ fessoren Leclainche und Vallée, haben nach langjährigen Arbeiten und Versuchen ein neues Serum hergestellt, das bei der Wund⸗ behandlung sehr günslige Resultate zeitigen soll. Wie Prof. Gabriel Petit im Journal über diese Entdeckung mitteilt, gelang es ihnen, allein durch die Anwendung dieses Serums die vollsländige Des⸗ infektion von Wunden zu erzielen, d. h. die Zerstörung der zahl⸗ reichen Mikroben, die sich in den Wunden bilden und sie ver⸗ schlimmern. Auf diese Weise würden all die berühmten bisherigen antiseptischen Mittel unnötig gemacht werden, denn diese Anti⸗ septika hindern ja, wenn sie den schädlichen Einfluß der Mikroben aufheben, zugleich die Wirksamkeit der Zellen, von denen die Arbeit der Vernarbung geleistet wird Man weiß, daß die verschiedenen Serumarten der modernen Medizin dadurch erzielt werden, daß man in die Venen des Pferdes allmählich wachsende Dosen von Mikrobenkulturen einspritzt. Der Organismus des Pferdes paßt — ER 8 Ueber die Regierungs vorlage, betr. die Ergänzung des Gesetzes über das Notar ericht l U be⸗ ntragt namens des 5 kel s Gesetz Die Sitzung wird d Nächste Sitzung heute nac Fortsetzung im 1. Blatt Aus dem Reiche. Eine Ansprache des Königs von uttgart, 29. März.(WTB Truppenvereidigung hielt der König rttemberg tichtamtlich ei der „Schwäb. Merkur“ nach Schluß der zung Kirche folgende Ansprache an die Truppen: Kame Ihr habt soeben einen heiligen Eid geschworen, icht als Soldaten bis zum letzten Atemzuge zu Es war mir ein Herzensbedürfnis, in diesem n Augenblick in eurer Mitte zu erscheinen und euch utze des Höchsten zu empfehlen, daß er euch auf uen Lebenswege und in der neuen Pflicht, die an ntritt, beschützen und bewahren möge. Ich weiß, ür viele von euch ein schweres Opfer ist, aus eurem n Berufe herausgerissen zu werden, selbst von der und allem persönlich Lieben und Teuren, aber ich ß jeder Deutsche den letzten Blutstropfen einsetzen 1 Schutze unseres angegriffenen Vaterlandes. Ich ß ich mich ganz auf euch verlassen kann. Meine nigsten Wünsche begleiten euch. Gott befohlen. Nun lle mit mir ein in den Ruf, von dem jedes Soldatenherz erfüllt ist: S. M. der Kaiser, unser Kriegsherr und unser teures geliebtes Vaterland ie Bismarckfeier der Münchener Bürgerschaft. nchen, 29. März.(WTB. Nichtamtlich) Bei der eier, die die Münchener Bürgerschaft am im Löwenbräukeller veranstaltete, sind an Wilhelm und König Ludwig Huldigungs⸗ e abgesandt worden, worauf nunmehr folgende ramme eingelaufen sind: es Hauptquartier. Ich habe mich über das freund⸗ nken der Münchener Bürgerschaft anläßlich der hundertsten Wiederkehr des Geburtstages des anzlers gefreut, und danke herzlich für den Aus⸗ Vertrauens zu den siegreichen deutschen Waffen e für die Ehre und Existenz des Vaterlandes. Wilhelm. zur Feier des hundertsten Geburtstages des Otto v. Bismarck versammelten Münchener Bür⸗ sage ich herzlichen Dank für die treu empfundenen er Begrüßung. Uns alle bewegt in diesen Tagen erung nur ein Gedanke: Wir wollen das Erbe, große Staatsmann uns hinterlassen hat, treu Wir wollen durchhalten bis zum Siege, der chen Nation auch für die Zukunft ihre Größe und un Frieden sichert. Ludwig. lin, 29. März.(WTB. Nichtamtlich.) Infolge einer rung zwischen dem Verein der Brauereien Berlins Vorständen der Berliner Gastwirtevereine ist eine ng vom 1. April d. J. in Kraft tretende wei⸗ reiserhöhung um 5 Mk. für das Hektoliter d Flaschenbier beschlossen worden. Damit beträgt serhöhung gegenüber Anfang Februar insgesamt ür das Hektoliter. und nach der künstlich hervorgerufenen Infektion an und darauf durch die Erzeugung sog. Antikörper, d. h. von ften, die sich in dem Serum aufspeichern. Dadurch wird m befähigt, bei einem Kranken die Gifte unschädlich zu die durch die Mikroben ausgeschieden werden, die dem ugeführt wurden. Um nun das Serum von Leclainche und zu erhalten, muß man, was nicht immer ohne Schädigung Tieres gelingt, nicht nur eine, sondern alle Arten von Mikroben, die die Wunden verschlimmern, in das Blut des Pferdes hinein- bringen. Diese zahlreichen Mikroben, die heute genau bekannt und die gefährlichsten Feinde der Wunden und besonders der Kriegsverletzungen sind, lassen sich auf diese Weise zusammen be⸗ kämpfen. Das so erhaltene Serum ist„polyvalent“, wirksam gegen alle diese Erreger der Eiterung, des Brandes usw. zugleich. Schon das gewöhnliche Pferdeserum übt auf die Wunden eine günstige Wirkung aus. Die Wirkung des neuen Serums, das die spezisischen Antikörper für die Wunden enthält, hat aber einen noch sehr viel besseren Einfluß und ruft die völlige Vernichtung der Mikroben hervor. Dies Serum ist von einer großen Anzahl französischer Chirurgen in den verschiedenartigsten Fällen angewandt worden, bei Kriegswunden, Abszessen, bei Wundstarrkrampf, Brand, bei Infektionen der Augen, Brandwunden, bei erfrorenen Gliedern usw. In allen Fällen wurden die wertvollsten Resultate erzielt. Das Serum wirkt so günstig auf die Heilung ein, daß es durch seine Anwendung oft gelingt, verstümmelte Gliedmaßen zu er⸗ halten: die heute in der Chirurgie übliche konservative Behandlung wird dadurch unterstützt und durch den glücklichen Verlauf der Heilung eine Operation unnötig gemacht. Der Schmerz läßt nach Anwendung des Serums nach oder verschwindet ziemlich rasch: die Eiterung hört nach 24 oder 48 Stunden völlig auf und macht einem ungefährlichen Nässen Platz. Man sieht, wie die Wunde fast wie durch Zauberei von allem verdächtigen Belag gereinigt wird, der sie bedeckte, wie die Geschwülste und andere gefährlichen Anzeichen einer Komplikation verschwinden. Das Fieber, das durch die Gifte der Mikroben erzeugt wurde, fällt bald nach der Anwendung des Serums, das dadurch seine mächtige antitoxische Wirkung beweist. Die Vernarbung vollzieht sich sehr f die Heilung der Wunde dauert viel kürzere Zeit, und die Art narbung ist zudem tadellos. Durch die äußerst rasche 2 rung seines Zustandes empfängt der Verwundete ein lebhaftes Gefühl des Wohlseins und erwartet ungeduldig seine endgültige Her⸗ stellung. Das polyvalente Serum beugt überdies bei nach der Operation durch die vollkommene physiologisch sepsis, die es hervorruft, allen Komplikationen vor arzneischule von Alfort, deren Direktor Vallse ist, befind gegenwärtig 25 Pferde, von denen monatlich etwa 40 000 von 5 Kubikzentimetern des kostbaren Serum nne In der T diese werden unentgeltlich an die Militär teilt, q es werden noch viel mehr Pferde dazu ve erden müssen, um einer noch viel größeren Anzahl vundeter Krieger die Segnungen des neuen Serums angedeihen zu lassen. Märkte. Lerlige alglälben 4. e, Sgagtälben... 58 858 Für Rhenmatiker u. Neuralgieleidende. 1 17 M. Vieh* tb 2. Geringe Saugkälbe nr. 8 50—54 85—92 f g r 8 e. Frauffurt a. M. Biehhof mar t ericht vom 29. Lärz. 8 85 In einem Tage von seinen entsetzlichen Schmerzen Auftrieb: Rinder 1574(Ochsen 216, Bullen 88, Kühe und Färsen Schafe. 5 befreit. 1200 Kälber 837, Schafe 7, Schweine 1646. K Stall mastschafe: Herr Josef Wilhelm. München, schreibt:„Seit 2 Monaten litt Tendenz: Bei flottem Geschäft geräumt. Preise für 100 Pfd.] Mastlämmer und jüngere Masthammel. 50—00 108—00[ich derart an Ischias, daß ich nicht geben und nicht steben, und das Lebend Schlacht ⸗ Sch weine. Bett n cht en konnte. Ich date 1 00 Och sen gewicht Voll fleischige Schweine von 80 bis Schmerzen. Kein Mensch glaubt, was— 898 cls Vollfleischige, a te cht S 4 1 3 8 8 97 B. 2 balf mir. Da brachte mir meine Frau aus der Apotheke Togal Bolle chige, ausqemäfele, höchsten Schlacht- 125 Mr. 100 ke Lebendgewicht„en. 95.00—97.50 116.00 120.00 mit. 2 irkung war geradezu wunderbar. Nachdem ich nur wer es, 4 7 Jahre alt— 1 4 59—63 107112] Vollf eischige Schweine unter 80 kg wenige etten genommen batte, war ich vollkommen wieder die noch nicht gezo en haben(ungejochte 54—57 100—104 Lebendge wicht 590.00- 93.00 110.00 115.00 bergestellt. Ich gebe daher jedem Leidenden den Rat, sich sofort Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere Vollfleischige Schweine von 100 bis ans der nächsten Apotbete das überaus billige und unseblbar ausgemästete. 8 50—52 90 95 120 kg Lebendgewicht... 95.09— 97.50 116.00— 120.00 wirkende Togal zu besorgen. Niemand wird diese Ausgabe be⸗ 1 Vollfleischige Schweine von 120 bis daue ich berichten niele andere, 3——— al 12 zollfleis 2 3— 0 de Leben bicht 5.00 97.50— 12 Nhe Dexenschuß, Schmerzen in den Gliedern und e; No sflei ige, ar wachsene, höchsten Schlachtw. 9—55 9—92 150 kg Lebendgewicht. 95.00— 97.50 116.00— 120.00 lenken bei Influenza und Kopfschmerzen gebrauchten. Es Vollsteischige, jüngere 3 e e 4e Fraulsurt a. M., 29. März.(Orta.-Teleqr. des„Gieß. gibt nicht besseres. Alle Avotheten führen Togal-⸗Tabletten. 3 ärsen, Kühe. Anz.“) Das Geschäst in Getreide ist vollkommen leblos. Futter- Bent 8E* ollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. 52—56 95— 100[mittel iest, immer knapper. Sesamkuchen 35,00—36,00 Mk., Kokoe ollfleischig sgem. Kühe höchsten Schlacht- kuchen 36,00— 37,0 Mk., Leinkuchen 4—4 k., Palmkuchen 35,0 Pädagogium Neuenheim⸗ Heidelberg hatte „wertes bis zu 7 Jahren 9 93— 96 36 Mk., Biertreber 32,50 33 Mt., Erde en 00,0 Mk., Raps- zu d Einjährigen-Prüfung, die vom 15. bis 20. März abge Wenig aut entwickette Färsen a 87— 95 ftuchen 00,00 Mk., Mais 00-00 Mt. 2 nür 100 kg ab Jabrit.] halten wurde, 11 Sekundaner entlassen, die alle bestanden 44 Schu⸗ eltere ausgemästete Kül t 78-90 1 a 2 + Arta 1 1* Mabig gent ite Kühe— Frärfen r 68—80 se. Frautfurt a. M., 20. März.(Orig.-Telegr. des Gieß. ler dieser Anstalt haben sich im Krie Asjahre 1914%5 den n Färsen 8 2632 60—72 Anz.) Kartoffelmarkt. Kartoffeln in Großhandel Mek. 13,75 bis Berechtigungsschein zum Ei nd hrig⸗Freiwill 9 en Mi j* Färser.—32 14,00 Mk., im Kleinhandel Mt. 15,00— 16,00. Alles per 100 Ag. litardienst erworben. 14 Schüler wurden in die Obersekunde 5 5 Kälber.. und Unterprima(7. benn 8. Klasse) der Staatsschulen überge⸗ ETF— leitet. Während der Kriegswirren kann der Unterricht in vollem Mittlere Mast- und beste Saugkälber 8 60—64 10 107 Jange aufrecht er halten werden 96% 88. ismarck⸗Feier. Die vor bestellten Karten sind bis spätesten Mittwoch, den 31. März, nachmittags 1 Uhr, an der Theater⸗Kasse in Empfang 2 nehmen, anderenfalls werden diese Karte abends anderweit verkauft. Gießen, den 29. März 1915. Der Oberbürgermeister. Keller. 2962 Bau⸗ und Nutzholz⸗Versteigerun der Stadt Gießen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen, 3—5 km v der Eisenbabnstasion entfernt und an chaussierte Absuh wege angrenzend, sollen Montag, den 12. April 1915, vormittags 10% U beginnend, im Saale des Lenz'schen Fel senkellers Gießen in der Nabe des Bahnhofes versteigert werd 37 Eichen⸗Stämme, Schnittholz, 66 6 Baubolz, 3„ Schwellenholz,„ 131 Gruben olz,„ 45,35 1505 Fichten⸗Stämme, Bauholz lunter 20 mit 352,03 Festm., 0 5 Ztm. Durchr 360 Fichten-Stämme, Bauholz, 20—24 Ztm. Durchmess mit 288.57 Festm., 95 Jichten-Stämme, Bauholz, 25—29 Ztm. Durchmess mit 84,13 Festm., 46 Jichten-Stämme, Bauholz, 30—39 Ztm. Durchmesst mit 4 Festm., 2 Jichten-Stämme, Bauholz, 40—49 Ztm. Durchmess mit„6 Festm., 683 Kiefern-Stämme, Bauholz(unter 5 Ztm. Durch mit 200,84 Festm., 2 25 Kiesern- Stamme, Baubolz, W—29 Ztm. Durchmesse mitt 118,00 Festm. 51 Kiesern-S mme, Bauholz, 30—39 Ztm. Durchmesse mit 31,7 Festm., 14 Fichten ämme, Schnittholz, mit 9.77 Festm., 54 Kiefern⸗-Stämme, 5„ 40,06 5 11 Buchen⸗Stämme, 2 2. 752 55 n Birten⸗Stamme unter B Ztm. Dchm.), mit 69 Festm 7„ 2529„„ 2.18„ 5 1 3036„ 0 5 18 Eschen⸗-Stämme lunter 38„ 81 1 Eschen⸗Stamm 3„ 1„ 0.74 3 Lärchen⸗-Stämme. Gegen Slcherbeit wird Zahlungsfrxist bis 15. Novembe 1915 gewährt. Gedruckte Verzeichmsse über die Dimer sionen der Hölzer sind von der unterzeichneten Stelle vor Auril ab gegen Erstattung der Druckosten erbattli Daselost lönnen auch Karten über die Waldungen de Stadt Gietzen, aus denen die einzelnen Walddtistrikte un samtliche wege und Schneisen ersichtlich sind, gegen ein Vergütung von 50 Pfg. bezogen werden. Wegen vor heriger Besichtigung des Holzes wende man sich an di For warte Getsel zu Gietzen, Arft zu Hochwarte be Giezen, Brück zu Rödgen bei Gießen und Lotz zu Wiese Gießen, den 7. Marz 1015. Der Oberbürgermeister: J. V.: Grünewald Bekanntmachung. Die Holzverneigerung vom 23. 1. Mt. in der FFvorst⸗ wartet Baumgarten ist genehmigt. Ausgabe der Absuhr⸗ scheine durch die zuständigen Zahlstellen Holzüberweisung und erster Fahrtag: Samstag, 3. k. Mis. Gießen, 29. Marz 1915 273 D Groß. Oberförsterei Schiffenberg. 8 Trautwein. Bekanntmachung. Die Holzversteigerung vom 22. I. Mis. in der shorst⸗ wartel Treis ist genehmigt. Ausgabe der Abfubrscheine durch die zustandigen Zablstellen, Holzüberweisung und erstex ahrtag Dienstag, 30. I. Mis. 22 Gießen, 20. März 1915. Großh. Ohersörsterei Treis. . V.: Trautwein. Bekanntmachung. Die Holzuverstelgerxung vom 26. 1. Mis. in der Forst⸗ wartel Niederseilbach ist genebmigt. Ausgabe der Ab durch die zuständigen Zahlstellen, Holzüber⸗ 12963 füuhrscheine wersung und erster Fahrtag: Donnerstag, 8. k. Mis. Gießen, 30. März 1013. 1 Groth. Oberförsterei Treis. r ut wein. 74D Das Umlagekataster der land- und forstwirt schaftlichen Berufsgenossenschaft für 1914 liegt vom 31. d. Mts. ab zwei Wochen bei unterzeichneter Stelle offen. Widersprüche sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungsfrist bei dem Vorstand in Darmstadt zu erheben Ruttershausen, den 29. März 1915. Großherzogliche Bürgermeisterei Ruttershausen. 2957 N * land⸗ und forstwirt⸗ schaftlichen Berufsgenossenschaft für das Jahr 1914 liegt vom 1. bis 15. April d. J. auf der Bürger⸗ meisterei zur Einsicht offen. Etwaige Widersprüche sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungsfrist bei dem Vorstand der Berufs- senschaft in Darmstadt zu erheben. Beuern, den 29. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Walther. genof 2991 8 Uhr bie abends neuen Hefte möglichst frühzeitig abzuholen. Gießen, den 30. März 1915. Der Oberbürgermeister. Keller. Bekanntmachung. Die Ausgabe der Brotmarkeuhefte für die Zeit vom 5. bis 18. April findet Samstag, den 3. April, von vormittags 6 Unri ununterbrochen karte und die Umschläge der verbrauchten Brotmarten, sowie etwa nicht verbrauchte Brotmarten sind mitzubringen. Da dse Ausgabe wegen des Osterfestes nur an diesem einen Tag erfolgen tann, werden die Bezugsberechtigten gebeten, die statt. Ausweis- 2000 Das Umlagekataster der land- und forstwirt⸗ schaftlichen Berufsgenossenschaft für das Jahr 1914 liegt vom 1. April bis zum 15. April einschließl auf der Bürgermeisterei offen Etwaige Wider sprüche sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offeulegungsfrist bei dem Vorstand der Be⸗ rufsgenossenschaft in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichti— gung mehr finden. Jnheiden, den 29. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Inheiden. Reitz. Bekanntmachung. „Das Umlagekataster der land- und Jorstwirt⸗ schaftlichen Berufsgenossenschaft für das Groß⸗ herzogtum Hessen für das Jahr 1914 liegt zwei Wochen lang, nämlich vom 31 März bis zum 15. April Ifd. Js., auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Alten-Buseck, am 30. März 1915. Großherzogliche Bürgermeisterei. 2950 Körber. 2982 „Ich war am Leibe mit einer Flechte behaftet welche mich durch das ewige Jucken Tag und Nacht veinigte. In 14 Tagen bat Lucher'e Patent-Hedi- inal-Seite das Uebel be⸗ seitigt. Diese Seife ist nicht 150 M. sondern 100 M. wert. Serg M.“(In drei Stärfen A 50 Pf., M. 1.— u. M. 150. Dazu Zuckooh- Creme 450 und 75 Pf.. In der lni⸗ versitäts-Apotheke, Hirsch⸗ Avotbeke, bei Aug. Noll, C. Seibel. W. Kilbinger, O. Schaaf. C. Karn, Exun Noll u. W. Schrader, Otto 833 Drog. Als Saatkartoffeln Alle Sorten Frühkartoffeln Naiferkrone“, Naulsen's Juli“,„gelbe Mäuschen“, Juwel“,„RNoval Kitenev“ und noch andere Sorren empfiehlt J. Weisel. Tel. 88. bes) Sonnenstr. 6. UVolksküche. OiKSRKuche. Unsere seit sieben Monaten so segensreich wirkende Voltstüche siebt sich, da ibre Mittel zu Ende sind und der Allgemeine Verein der schon große Opfer dafür gebracht bat, nicht imstande ist, sie ohne weitere Beihllsen allein zu erhalten, leider vor die Wahl gestellt, entweder ihren Betrieb einzustellen oder künftig die Suppe nur gegen Bezahlung abzugeben. Da wir das erstere angesichts des sichtlich günstigen Einflusses, den die Volksküche auf den Ernährungsstand so vieler bedürstiger Famtlien und besonders Hunderter von Kindern geübt bat, und in einer Zeit, in der die Ernährung frage überhaupt so schwierig wird, nicht glauben verantworsen zu können, so haben wir uns zu dem letzteren entschlassen und werden nach Ostern die Suppe um den Preis von 10 Pfg. für den Liter liefern. Auch dieser Preis wird in diesen teuren Zeiten die Selbstkosten noch nicht ganz decken. Außerdem müssen durchaus Wege gefunden werden, um an ganz Unbe mittelte und besonders an kinderreiche Familien Essen ganz oder doch teilweise unentgeltlich abzugeben. Stadtische und freiwillige Armenvpflege künnten durch Anwelfungen auf Suppe unterstützen. Einzelne Wohltäter könnten Beträge für eine bestimmte Anzahl Freikarfen, sei es im allgemeinen, sei es für von ihnen bezeichnete Per⸗ sonen, stiften. Wenn davon wirklich Gebrauch gemacht wird, so werden— so hoffen wir— sowohl die Freunde der unentgeltlichen Abgabe, wie deren senberige Gegner, non der neuen Einrichtung befriedigt werden und unserer Anstalt ihre wertvolle Teilnahme erhalten oder neu zu⸗ wenden. Ohne kräftige Unterstützung können wir unsere Anstalt nicht lange mehr halten. 2087 Gießen, den 2/. März 1915. Allgemriner Verein für Armen⸗ und Krankenpflege, Abteilung für Volkslüche. D. Schlosser. Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und forstwirt⸗ schaftlichen Berufsgenossenschaft für das Groß⸗ herzogtum Hessen für das Jahr 1914 liegt zwei Wochen lang, vom 1. April bis 16. April d. Is., auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster aufgenommen oder nicht aufgenommen, sowie dagegen, wie er veränlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungsfrist bei dem Vorstande der land⸗ und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Wider- sprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Holzheim, den 29. März 1915. Großh. Bürgerme sterei Holzheim. Klotz Bekanntmachung. Betr.: Abrechnung. Unser Geschäftsjahr schließt am 31. März d. Js. Es wird deshalb ersucht, über alle Forderungen an uns Rechnungen(mit Bestellschein) in zweifacher Ausfertigung bis längstens zum 10. April d. Js. einzureichen Bis zum gleichen Termin sind die noch rück⸗ ständigen Beträge der unsererseits erteilten Rech⸗ nungen über Stromlieferung und dergl. zu bezahlen. Friedberg, den 30. März 1915. Elektrische Ueberland⸗Aulage d. Provinz Oberhessen Die Bau- und Betriebsleitung: v. Stadler. Bekauntmachung. Das Umlagekataster der land⸗ und forstwirtschaft⸗ lichen Berufsgenossenschaft für das Großherzogtum Hessen für das Jahr 1914 liegt zwei Wochen lang, nämlich vom 30. März bis zum 13. April ds. Is., auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungsfrist bei dem Vorstande der land- und forstwirtschaftlichen Berufs⸗ genossenschaft zu erheben. Garbenteich, am 28. März 1915. Großherzogliche Bürgermeisterei Garbenteich. Kissel. 2950 Holzsubmission. Nachverzeichnetes Holz aus den Waldungen der Gemeinde Ruttershausen soll auf dem Submissions⸗ weg vergeben werden: 1 Fichtenstamm 4. Klasse 2992 0,79 Fstm. haltend 32 Fichten stämme 5.„ 9,23 0 58 Kiefernstämme 5.„ 13,74„ 0 Die Offerten sind geschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 1. April, nachmittags 4 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzu⸗ reichen, wo in Gegenwart etwa erschienener Bieter die Eröffnung erfolgt. Ruttershausen, den 29. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Ruttershausen. Klinkel. 2958 2 — Amateure! Sie kaufen Ihren Bedarf in photograph. Bedarfs-Artikeln am besten in der Ledizinal-Drogerie zum Kreuzplatz Otto Winterhoff Spezialhaus für Photographie —— Grösstes Lager in photograph. Apparaten nur neuester Konstruktion 294 Fachmünnische und aufmerksamste Bedienung! laturheilperein Siessen. Dienstag, den 30. IIldrz, abends 8¼ Uhr, im Saale des Botel Schütz Oeffentlicher Vortrag über Der Krieg als Erzieher zur Weckung der inneren Wehrkräfte, zum Schutze vor Hushungerung, zur Pflicht, gesund zu sein. Portragender: Berr Paul Scfrrmeister Bundesvorlitzender aus Berlin. Hlle Heimgebllebenen empfinden brennend dle Pflicht, mitzu- helten, den Sleg zu erringen. Die Hufgaben, Wege und Zlele für alle Illdnner und Frauen, dle Paterlandsdlenst lelsten wollen, ulrd der Vortrog beleuchten Eintritt frei! Zahlreschem Erscheinen der berelnsmitglleder, loule allen Pater. . 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April, Samstag, den 3. April Rund Dienstag, den 6. April,. vormittags von 8 bis 1 Uhr im Stadthaus, Zimmer Nr. 16 statt. Verordnung über die Bereitung und den Verkauf von g Backwaren und Mehl. Auf Grund des 8 36 der Bundesratsverordnung vom 25. Januar 1915 über die Regelung des Vertebrs mit Brotgetreide und Mehl wird mit Genehmigung der Auf⸗ sichtsbehörde für die Stadt e folgendes bestimmt: 8 1 Es dürfen nur Einbeitsbrote gebacken und verkauft werden und zwar: 1. Kriegebrot(Roggenbrot) mit einem Verfaufsgewicht von 2 und 4 Pfund. Zur Bereitung müssen auf 85 Teile Mehl mindestens 15 Teile Kartoffelflocken, Kartossel⸗ walzmehl oder Kartoffelstärkemehl verwendet werden. Anstelle dieser Kartoffelpräpargte können geqgueischle oder geriebene Kartoffeln im Verbältnis von 1 Teil Kartoffelflocken usw. gleich 3 Teilen Kartoheln ver⸗ wendet werden. Bis auf weiteres sind 30 Teile des Roggenmebls durch Weizenmebl zu ersetzen. Iw übrigen muß das Brot den Bestimmungen der Ver ordnung des Bundesrats vom 5. Januar 1915 ent⸗ sprechen. i Das Brot darf erst am zweiten Tage nach seiner Herstellung verkauft werden, also am Montag ge backenes Brot erst am Mittwoch. 8 2 Weizenbrot(Brötchen) mit einem Verkaufsgewicht von 50 Gramm und mit 90% Weizenmehl und 10% Roggenmehl. Im übrigen gelten die Bestimmungen der Verordnung des Bundesrats vom 5. Jauuar 1915. Mit der Herstellung darf nicht vor 2 Uhr mittags begonnen werden. Der Verkauf ist erst am Tage nach der Herstellung zulässig. 1 8 Das Verkaufsgewicht muß bei sämtlichen Broten 24 Stunden nach Wel vorhanden sein. Alles andere Gebäck, als insbesondere Kuchen, sog. mürbes Gebäck und sog. Kreppel dürsen nicht mehr, auch nicht im Haushalt, e Erlaubt ist die Herstellung von Zwieback und solchem Backwerk und Konditorwaren, wenn die zur Herstellung verwendeten Stosse höchstens zu 10 Teilen der Gewichts menge aus Mehl oder mehlartigen Stoffen bestehen. wenigstens 10 Teile Zucker zugesetzt werden und Hese oder Sauerteig nicht verwendet wird. 8 5. Die Abgabe von Bro und Mehl nach Orten außer⸗ balb des Bezirks der e ist verbolen. Ausnahmen von vorstebenden Bestimmungen können in besonderen Fällen vom Oberbürgermeister gestattet werden. 9 7. Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung werden mit Gesängnis bis zu 6 Monaten oder mit Gelöstrafe bis zu 1500 Mark bestraft. Außerdem können, Geschafte, deren Inhaber oder Betriebsleiter sich in Befolgung der ihnen nach dieser Verordnung auferlegten Pflichten unzuverlässig zeigen, geschlossen werden. 8 8. Diese Verordnung tritt sofort in Kraft. Gießen, den 19. März 1915. i Der Oberbürgermeister: eller. 12971 Abgabe von Altie und zucerhaltigen Futtermitteln. r die Regelung des Bedarfs und die Ver seilung der 71 und zuckerhaltigen Futtermittel wurde im Groß be zogtum 8 eine Verteilungsstelle für Futtermittel errichtet. Nachdem in hiesiger Stadt als örtliche Aus- führungsstelle die Stadtverwaltung bestimmt worden ist, jordere ich hierdurch alle Pferde und Viehbesitzer der Stadt Giengen auf, ihren Bedarf an derartigen Futter- milteln bis 1. Juni ds. Js. alsbald und spätestens bis 1. April ds. Js. anzuzeigen. 2979 Die Bestellung erfolgt am zweckmäßigsten mündlich im Stadthaus, Zimmer 13, wo jede gewünschte Auskunft 25 Art, Preis und Lieserzeit der Juttertzittel erteilt —— können nicht berücksichtigt werden. Das Umlagekataster der land- und sorstwirtschaft⸗ lichen Berussgenossenschaft für das Großherzogtum Hessen für das Jabr 1914 liegt 2 Wochen lang, namlich vom 30. März bis zum 14. April dieses Jahres im Stadt⸗ bause, Gartenstraße 2(Seitenbau, zur Einsicht der Be⸗ teiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das LKataster aufgenommen oder nicht aufge⸗ nommen, somie dagegen, mie er verlangt ift, find inner⸗ balb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungefrist bei dem Vorstande der land und sorstwirtschastlichen Be⸗ rufsgenossenschaft in Darmstadt zu erheben. Später ein⸗ gehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. 2889 auf einige Tage in Bürgerwohnungen unterge⸗ n „ .