Nr. 74 zweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Slehener Famillenblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sleßen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen zelt⸗ ragen“ erscheimen monatlich zwennat. Ariegsbriefe aus dem Osten. 5 Telegramm unseres zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Der Russeneinfall in Memel. Tilsit, 26. März. Auf die Nachricht von dem russischen Einfall in Memel, der nach russischer Darstellung, die ich in Suwalki hörte, als besonderer strategischer Erfolg der russischen Armee gefeiert wurde, fuhr ich heute von der deutschen Linie östlich Su⸗ walki nach dem nördlichsten Zipfel Preußens, der von russi⸗ schen Kräften, vornehmlich Reichswehr, bedroht 10 sollte. Wer die Gefechtstätigkeit der russischen Reichswehr je beob⸗ achtet hat, konnte von Anbeginn überzeugt sein, daß mit diesem planlosen Einfall nur der Versuch acht wurde, durch billi orbeeren auf einem Gebiete, das für Opera- tionen nicht in Betracht kommt, die gesunkene Stimmung der benachbarten 10. russischen Armee zu heben. Ueber einen kurzen Plünderungszug ging die Tätigkeit der Russen auch nicht hinaus. Auf langer Autofahrt, die mich wieder recht den Unterschied zwischen deutscher und russischer 8 bei Ueberschreiten der Grenze lehrte, kam ich bis Heydekrug. Große Scharen der Landbevölkerung kehrten schon wieder nach dem Landkreis Memel zurück. Alle Gerüchte, die von 92 Eindringen in diese fast völlig unberührten Teile Ostpreußens sprechen, sind törichte Ueber- treibung. Ich konnte mich überzeugen, daß überall unter dichtem Frühjahrsregen die junge Saat kräftig und un⸗ gestört emporsprießt. 5 15 Bei Tauroggen und weiter nordöstlich der Straße von Tilsit nach Memel war lebhaftes Gefecht. Die Russen hielten unseren Säuberungstruppen, die aus der Linie nordöstlich von Tauroggen vorgingen, noch stand. In der Nacht vom 25. zum 26. erdröhnte dann auf russischer Seite ein Ka⸗ nonenschuß, der das Signal zum allgemeinen Rückzug dieser russischen Kräfte gab. Die Verfolgung der sich eilig nach Nordosten zurückziehenden 1 russischen Truppen wurde auf; mmen. Es stehen also auch auf diesem nörd⸗ lichsten Zipfel des östlichen Kriegsschauplatzes unsere Kräfte 3 von Podangen bis Tauroggen, auf russischem n Die unsinnigen Gerüchte, die in den ostpreußi Städten hinter 1— Front herumschwirrten, 2 diesen klaren Tatsachen wohl endlich zum Schweigen kom⸗ men; ebenso werden die Russen nach dieser schnellen und 8 Erledigung ihres Beunruhi sungsversuches ein- ehen, daß man ungestört auch deutsche Staͤdte, die außer⸗ halb des Operationsgebietes liegen, nicht plündern darf. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. —ů——ů ů Baismard hat chinger gegenüber„für die . auf Kniephof zum ersten Male als Iburnalist verfucht, auf einen 9— Artikel über Parforcejagden eine entrüstete g schrieb, die aber von dem Redakteur der„Börsen⸗Nachrichten der Ostsee“ nicht aufgenommen wurde. Das war bei einem mafpoll liberalen Blatte durchaus begreiflich, denn Bismarck wendet sich in seinem den lcibhaftigen Junker, der der für die i Natur, voll Kan f 0 diefen hellen scharfen einzelne klar geformt und wirksam ausgebaut, mit dem eingehend⸗ sten Fleiße durchgoarbeitet und gefeilt; Gießener Stadttheater. . Des deutschen Volkes Ektehart. Dramatisches Gedicht von Hermann Stein goetter. Hans Lange. Schauspiel von Paul Heyse. Hinter der Kriegsspielzeit 1914/15 schlossen sich gestern abend im Stadttheater die Tore. Zum Kehraus war noch einmal ein Publikum von erfreuender Zahl und erfrischender Beifallslust er⸗ schienen, und so konnte es nicht fehlen, daß ein würdiger Abschluß das schwierige Werk, ein halbes Jahr im Kriege Theater zu spielen, vollendete Man hatte sich den Abend als eine Vorfeier zu Bis⸗ marcks hundertstem Geburtstage zu denken; von deren Charakter konnte man sich im ganzen warm und ehrlich begeistern lassen. Direktor Steingvetter hatte sich selbst auf den Pegasus ge⸗ chwungen, um dem Tage seinen Grundton zu geben. Mit dem ramatischen Gedicht„Des deutschen Volkes Ekkehart“ prach er eine Sprache von solch finnfälliger Eindringlichkeit und deutschen Empfinden so wesensecht entstammender vaterländi⸗ schen Würde und Tiese, daß in Verbindung mit der meisterlichen Inszenierung des in dieser Beziehung recht anspruchsvollen Werkes eine patriotische Weihestunde zustande kam. A ee des 1 15 der 3 der ichtung, umspinnen einen i r im tkrie, schon seinen Tribut entrichtet hat, bie Geister des 7 A 9 0 ie mischen sich allgema den Wänden i 55 ten verstorbenen Ratskellermeisters erscheint vor Jahr hunder⸗ 1 um ernächtli nen hat sich der Ritter aufgemacht; deutsche Kraft und Wissenschaft, deutsche 5 f 0 den ma orten voll ties⸗ innerlichen poetischen Gehalts zu lauschen, in denen der getreue Bis chlands Ruhm und Herrlichkeit, 5 dringt durchs Fenster; draußen— 15 1 nster; drau ammelt sich di. Rolandsbrunnen des Kanzl.. ichen Versammlung. Der dem ungewissen, duftigen 7 schönen] der 165. Jahrgang Gießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen er als Fechter das Florett führte.„So sehr auch der Deckmantel einer lichtscheuen Anonymität in Miskrebit geraten“, schreibt er zum Schluß dieses seines ersten Zeitungsaufsabes,„fo werde ich doch, wenn ich vorstehende Bemerkungen unterzeichnen will, durch ein Gefühl tiefer Beschämrung davon abgehalten, welches ich bei dem Gedanken empfinde, daß ich die Schlechtigkeit begangen habe, in dem Stande der ci⸗devant nobles geboren zu werden, deren wenn auch wenig bekannte, doch gewiß maßlose Privilegien mit eisernem Druck auf unserm unglücklichen Volke lasten, deren em⸗ vörendes Vorrocht, die Partikel„von“ zu führen, wie ein Nebel⸗ gebisde hinterlassen von der Nacht finsterer Zeiten dem trauern⸗ den Daeutschland die Morgensonne bürgerlicher und gesellschaft⸗ licher Gleichheit verhüllt.“ Während seiner Täligkeik im ver⸗ einigten Landtag erkannte dann Bismarck die unbedingte Notwen⸗ digteit, für seine und seiner Freunde Ideen eine Zeitung zu gründen, und er trat für die Schöpfung eines solchen Blattes mil aller Kraft ein. Die Besprechungen der konservtaiven Abgeord⸗ neten im Jahre 1847 über diese Angelegenheit bildeten die Grundlage dafür, daß ein Jahr darauf die Krruz⸗Zeitung ins Leben gerufen wurde: er gehört zu den Paten und Mitschöpfern dieser wichtigen Zeitung. Seine Meisterschaft in der Behandlung der Tagespresse bewies er aber erst, als er Ministerpräsident ge⸗ worden war, und von dieser Zeit an hat er bis zu seinem Tode stets die Mithilfe der Zeitungen gesucht und gefunden.„Der Fürst war der Ansicht,“ sagt der bekannte Redakteur der„Hamburger Nachrichten“ Hermann Hoffmann in seinem kürzlich erschienenen Werk,„daß keine Regierung, sei sie monarchisch, parlamentarisch, demokratisch oder sonst was, auf die Mitwirkung der Presse bei Durchführung ihrer Politik verzichten und den Zusammenhang mit ihr verlieren dürfe, ohne die Folgen am eigenen Labe zu ver⸗ spüren und die Landes interessen zu gefährden.“ So schuf er sich denn bald nach seinem Eintritt in das preußische Staatsministerium das Instrument für seine publizistische Tätigkeit, indem er die ihm von ihren Eigentümern zur Verfügung gestellte„Norddeutsche All⸗ gemeine Zeitung“ zu seinem offiziösen Organ erhob. Auch auf an⸗ dere Blätter gewann er Einfluß; aber daß es eine„Presse des Reichskanzlers“ gäbe, hat er des öfteren zurückgewiesen, so einmal im Reichstag mit den Worten:„Ich habe Zeitungen, die unter Umständen mir weißes Papier zur 2 stellen und in denen ich nrich ausspreche, wenn ich keine andere Gelegenheit habe; aber mich deshalb für alle Artikel verantwortlich zu machen, die darin sdehen, das ist doch eine sehr weit getriebene Sache, und ich kann es gewohnheitsmäßig— ich möchte sagen:„sportmäßig“— nicht lassen, daß, wenn ich gerade hier bin, ich mich gegen derartige An⸗ iffe wehre.“ Bismarck hatte stets das lebhafteste Interesse für 88 er las persönlich eine ungeheure Menge von Blättern, und seine Mitarbeiter fanden ihn häufig, auf dem Sofa liegend, rings um sich her eine Flut von Zeitungsblättern ausstreuend, die er durchflog. Er hat nicht immer günstig von der Presse ge⸗ sprochen und mit f en Augen ihre Schäden und Fehler erkannt. Reuter und Havas, die beiden Korrespondenzbureaus, deren— 1 fährliches Treiben wir heute wieder verspüren, hat er einmal„die Brutstätten aller Euten“ genannt. Aber den Wert und die Be⸗ deutung der gutgelciteten Presse, die Tüchtigkeit der Journalisten erkannte er nrit warmen Worten an.„Ich kann aus einem tüch⸗ tigen Redakteur,“ erklärte er,„leichter einen Staalssekretär des Aeusseren und Inneren machen— bitte, denken Sie nur an Lothar Bucher— als aus einem Dutzend Geheirräte einen gewandten leitenden Redakteur.“ Oder:„Ich gebe Ihnen gleich einen Leiter⸗ wagen voll von diesen Gebeimräten, Juristen, Theologen oder auch Philologen mit lauter ersten Noten in die Lehre, und Sie können aus ihnen nicht viel mehr als einen Schneider machen, der mit der Schere irgendein geistloses Lofalblatt zusanonenstellt. Das Zcug zum Redakteur, der selber denkt, schafft und schreibht mit Schwung und Kraft, muß man auch mitbringen.“ Nicht selten ließ der Kanzler Diplomaten von hohenn Range warten, weil er vorher einen Journalisten empfangen wollte, auf dessen Meinungsäuße⸗ rung es ihm ankam. Die schönste Aufgabe der Presse aber sah er darin, in großen geschichtlichen Augenblicken das Nationalgefühl zu beleben und zu stärken.„Es gibt,“ so sagte er zu Hoffmann, „Augenblicke, wo es aus den Spalten der Zeitungen„wie Schwert⸗ geklirr und Wogenprall“ herausklingen muß, um den Furor Teu⸗ tonicus zu erwecken, ohne den wir unsere künftigen Schlachten nicht gewinnen können.“ Montag, 2. März 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwersuats- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ stra pe 7. Geschastsstelle u. Verlag: Sol, Schrit⸗ leuunmgz: S112. Adresse für Drahtnachrichtem Anzeiger Gießen. am Rodberg geht der Vogelfraß in das. so daß der Wert der Grundstücke dadurch beeinträchtigt wicd. Es gibt Grund⸗ be ier, welche wegen des Vogelfraßes keine Obstbäume dorthin pflanzen, trotzdem die dortige Gegend sehr dazu geeignet ist. Am schlimmsten ist es immerhin bei den Kirschen. Wenn ein Schwarm Stare auf einen Kirschbaum fällt, wird die ganze Kirschenernte vernichtet. In Grünberg hat einmal ein Mann seine 24 schönen Kirschbäume abge bauen, weil er für die Vögel die Kirsch⸗ bäume nicht gepflanzt hat, wie er sagte. Wie aber ist dem abzuhel⸗ fen? Nur durch scharfses Schießen. Alle anderen Mittel helfen nicht. Die Schießerlaubnis zu erlangen kostet aber viel Mühe und auch Geld. Die Eingabe an das Kreisqantt kostet 1 Mk. 50 Pf. Stempelgebühren. Dann geht die Eingabe an die Bürgermeisterci, nachher an die Oberförsterei und zuletzt an den Jagdpächter. Der Jagdpächter erlaubt sich in der Regel den Spaß, das Schreiben des Kreisamts nicht 3 oder erst nach Erinnerungen des Kreisamts zu beantworten. ide letzteren sind in der Rezel nicht für Er⸗ laubniserteilung. Bis dann endlich die Erlaubnis erteilt(oder duch abgelehnt) wird, was letzteres häufig vorkommt, sind die Kirschen von den Vögel gefressen oder ganze Aecker mit Getreide vernichtet. In mancher Gemeinde schreiten die Landwirte zur Selbst⸗ hilfe, indems sich eine Anzahl zursammentun und die Jagd oder einen Teil der Jagd pachten. Das Mittel soll beim Wild probatum ein, genügt aber nicht, die der Landwirtschaft schädlichen Vögel zu vertreiben. 1 Wir haben die Zuschrift, die sich dem Sinne nach mit andern uns in den letzten Wochen zugegangenen Meinungs⸗ äußerungen deckt, einem berufenen Kenner der Verhältnisse vorgelegt, der folgendes dazu bemerkt: Der Einsender übersieht ganz, daß das Wild auch zur E r⸗ nährung beiträgt. Für das Großherzogtum Hessen betrug 1908 der Verkaufswert des abgeschossenes Wildes 900 000 Mk. Dieser Verkaufswert besteht zum allergrößten Teil in dem Feischwert. Daß das Wild für etwa 800 000 Mk. Schaden im Großherzogtum Lessen verübt habe, wird doch der Herr Einsender im Ernste nicht behaupten wollen. Noch viel mehr als durch Wild wird nach der Meinung des Herrn Einsenders die Ernte beeinträchtigt durch die sehr gefähr⸗ lichen Vögel. Hier e der Schaden in das Ungeheure. Be⸗ sonders wird gegen die Stare als die Vertilger der Kirschem angekämpft. Hat denn der Herr Einsender nicht bedacht, welchen Nutzen die angeklagten Vögel durch Vertilgung von Millionen von Insekten für die Landwirtschaft stiften? Der Herr Einsender scheint ein Freund von Kirschen zu sein und ein um so größerer Feind der Stare. Sollte die Forstwirtschaft so töricht sein die Stare zu hegen. wenn sie nicht auch ungeheuer nützlich wären als Insektenvertilger? Wie würden die Saaten des Land⸗ wirtes aussehen, wenn nicht die angeschuldigten Vögel eifrig die verderblichen Insekten zu Millionen vernichteten?. Alles hat eben seine zwei Seiten. Der einerseits nützliche Star frißt andererseits aber auch Kirschen, die man lieber selbst hätte. Der Wunsch manches Landwirts: hohe Jagdpacht, große Wild⸗ —— Dermischtes. 'Die Riesenschreibmaschine von San Fran- zis ko. In der Weltausstellung von San Fran isco werden lag- lich die letzten Nachrichten vom europälschen Kriegsschanplatz in großen Plakaten bekannt gegeben Diese Plakate werden von einer Niesenschreibmaschine hergestellt, die 4,50 Meter hoch und 6,30 Meter breit ist und 14 Tonnen wiegt. Die Buchstaben haben eine Hohe von 0,75 Peter. Da natürlich keine Stenolypisun der Welt eine solche Maschine mit ihren Fingern regieren könnte, werden die Hebel elektrisch in Bewegung gesetzt mil Hilie einer Tastatur, die durchaus normale Fimenssonen ar voll, um erfüllt werden zu können. Jagd urd Land wirtschakt. Aus unserem Leserkreise wird uns geschrieben: In Nr. 51 des„Anzeigers“ wird ganz richtig darauf hinge⸗ wiesen, daß die Ernte der Landwirte durch den Wildschaden sehr beeinträchtigt, und daß der Schaden früher nur von den Land⸗ wirten, jetzt aber von dem ganzen Volk getragen werden muß, in⸗ dem es in der Ernährung durch den Wiloschaden leiden muß. Noch viel macht wird aber die menschliche Ernährung beein⸗ trächtigt durch die der Ernte sehr gefährlichen Vögel, wie: Raben, Häher, Stare, Schwarzamfeln und andere. Bei Gießen Dämmerlicht der Vergangenheit, den glühenden, flammenden Far⸗ ben der Gegenwart und dent noch von Schleiern ahnungsvoll der⸗ haugenen Sonnenlohen einer— wir hoffen es alle— nicht fer⸗ nen Zukunft ein Bild von zwingender vaterländischer Kraft ge⸗ malt, de sen Wahrheit auch nicht der kleinste Zug deutschen Wesens fehlt. Verwandlungen auf offener Bühne und Nebeueinanderher⸗ laufen verschie ener dramatischer Zeiten hätten es leicht im Ge⸗H folge haben können, Kinowirkungen zu schaffen. Das ist aufs glücklichste vermieden. Die von prächtigen, lebens und farben⸗ frohen und mit voller Beherrschung schwieriger Mittel gestellten Bühnenbildern unterstützte dramatische Dichtung fand die Auf- nahmestimmung, die ihrem Gchalte entsprach; sie war eine wür⸗ dige Feier. Dem Verfasser bereitete das Publikum eine stürmische, von Herzen kommende Beifallskundgebung. In den Hauptrollen zeichneten sich Ferd. Steinhofer und Paul Schubert, dieser als Bismarck-Roland, jener als Dichter, aus. Zum Beschluß des Abends hatte man dann Paul Heyses warm⸗ blütige, herzerquickende Prinzenerziehung durch bäuerliche gesunde Sinne gewählt. Hans Lange, der Pommer mit dem aufrechten Nacken, dem goldenen Herzen, dem kristallklaren Menschenverstand und dem unheimlich treffenden Mutterwitz soll dem machthungrigen Intriganten von Marschall helfen, der Herzogin Sophie den Sohn zu entfremden; Hans Lange aber tut genau das Gegenteil; er macht aus dem ungebärdigen Prinzenjungen einen ganzen Mann, der die Zügel des Herzogtums mit fester Hand fassen kann, als sie im Sturm am Boden schleifen. Was die schwertklirrende Zeit um die Wende des 18. Jahrhunderts an dramatischen Wirkungen Lo dem sicheren Geschmack des Meisters Novelle verwertet, vom Humpen des trunkliebenden getreuen Vasallen bis zum Kettoflirren des von der Vergeltung ereilten ritterlichen Bösewichts. Ein Drama freilich ist entstanden, wohl aber die spannende Erzählung eines Romans, wie er sich ohne Schwierigkeit auch in einem anderen Dorfe bezw. einem andern Schlosse hätte ereignen können. Das aber ver⸗ übelt man Heyse keineswegs; die Freude an den unterschiedlichen Prachtfiguren, die er sprechen läßt, ist zu groß dafür, und vor allem auch das la bietet, das hat Paul Heyse mit e Staunen darüber, wie in diesem Stücke mit Tod und Teufel Karten gespielt wird. Paul Schubert bot in der Titelrolle eine prächtige Leistung, in der sich all die Eigen⸗ schaften des bäuerlichen Fürstenerziehers klar und sympathisch auf diese Art nicht] leidende aur Zahnpflege die ungeregelten Instinkte einer falschen, herrschsüchtigen Despoten⸗ natur; Ferdinand Stein hofer als der junge Herzog hat in ähn⸗ lichen Rollen voll jugendlichen Ungestüms zu oft Proben seines sicheren Gestaltenkönnens abgelegt, als daß man nicht Hübsches von der Art hätte voraussetzen können, mit der er die Rolle des jungen Heißsporns ansaßte. Auguste Frenzel war eine würdige derzogin, Rudolf Gol! als trink⸗ und gesinnungstüchtige Jürgen hätte man sich fast in die bekannten Hosen des Herrn von Bredow hineindenken können, und Hans Grosser-Braun gab mit seinem Henning allen Grund zur Anerkennung. a- * — Ein„Barbaren“ ⸗Musikfest in London.„Die drei B“ bestreiten, wie die englischen Blätter hervorheben, das große Musikfest, das am 15. April in London in der Queens Hall seinen Anfang nehmen soll. Als viertes„B“ könnte man hinzufügen, daß es sich dabei ausschließlich um Musik der„Barbaren“ handelt, wie man in England die Deutschen jetzt so gern nennt. Es ist nämlich ein Bach⸗Beethoven⸗Brahms⸗Musikfest, und es soll eine ganze Woche dauern. Das Cröffnungskonzert ist Orchester⸗In⸗ strumental⸗ und Vokalwerken Bachs gewidmet; ihm solgt die Auf⸗ führung von Bachs H⸗Moll⸗Messe. Das dritte Konzert enthält ein Programm, das nur Werke Beethovens für Orchester, Klavier und Singssimme aufweist; der vierte Abend ist Beethovens Missa solem⸗ nis geweiht. Im fünften Konzert kommt Brahms mit verschiedenen Werken zu Worte; das letzte, das sechste Konzert, weist Brahms! Deutsches Requiem und Beethovens Neunte Sinfonie auf. Das ndoner Sinfonie⸗Orchester vereinigt sich zu diesen Festauffüh⸗ dungen mit einem ausgewählten Fesschor von 200 Stimmen, der von der Philharmonis Gesellschaft und dem Sängerchor von Leeds gestellt wird. Der Reinertrag dieser Musikwoche soll not⸗ u französischen, belgischen und britischen Musikanstalten zugute kommen. Die Engländer haben ja immer das Gute ge⸗ dommen, woher sie es bekamen; deshalb werden sie auch auf die Musik der„Barbaren“ nicht verzichten. — Eine neue Bühnenein richtung von Goethes „Faust“. Das Hoftheater in Darm stadt hat Felix von Wein⸗ gartners neue Bühneneinrichtung von Goethes„Faust“ zur Aue fübrung angenommen. Weingartners Musik zu„Faust“, die bee au mehreren Bühnen gespielt wurde, ist im Einklang mit der neuen Einrichtung vom Komponisten wesentlich umgestaltet wor⸗ wiederfanden. Walter D wor ko ws ki, der auch die wohlgelun⸗ gene Regie besorgte, zeigte als Marschall in wohltuender Mäßigung den und gelangt in dieser Form ebenfalls in Darmfiadt zu. führung. 8 schaden vergütung, kein Wild! ist zu einseitig und widerspruchs⸗ g 1 F . 1 8 8 S r r ** — . 3 Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Met.: Die Bereitung und den Verkauf von Backware und Mehl. Zur Vermeidung von Zweifeln wird hiermit noch⸗ mals ausdrücklich darauf hingewiesen, daß das in 8 3 der Befannt⸗ machung im gleichen Betreff vom 25. l. Mts.(Kreisblatt Nr 29 vom 26. März 1915) allgemein erlassene Verbot des Kuchen⸗ backens selbstverständlich auch das Verbot des Backens von chen an Samstagen in sich schließt. Gießen, den 27. März 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Usinger. Betr.: Wie oben. An die Großh, Bürgermeistereien der Landgemeinden, sowie g die Großh. Gendarmerie des Kreises. Die Großh. Bürgermeistereien werden beauftragt, vorstehendes erneut zur Kenntnis der Interessenten zu bringen. Der Großh. Gendarmerie des Kreises wird die Konkrolle der Beachtung des erlassenen Verbots zur besonderen Pflicht gemacht. Gießen, den 27. März 1915 Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Usinger Betr.: Kontrollversammlungen im Frühjahr 1915. An den Oberbürgermeister der Stadt Gießen und an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Die nachstehende Bekanntmachung wollen Sie sofort wiederholt veröffentlichen. Gießen, den 28. März 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Hemmerde. Bekanntmachung. 1 Frühiahrs⸗Kontrollversammlungen 1915 im Kreise Gießen. Es haben ohne weiteren Befehl in Gießen, Hof der Zeughauskaserne, zu erscheinen: Dienstag, den 6. April 1915, vormittags 9 Uhr, sämtliche Unteroffiziere und Mannschaften der Reserve, Land⸗ wehr J und II der Infanterie. Dienstag, den 6. April 1915, nachmittags 2 Uhr, sämtliche Unteroffiziere und Mannschaften der Reserve, Land⸗ wehr 1 und II aller anderen Waffen sowie die Seewehr J und II. Sämtliche zur Disposition der Ersatz⸗Behörden entlassenen Mannschaften Mittwoch, den 7. April 1915, vormittags 9 Uhr, sämtliche Unteroffiziere und Mannschaften des ausgebilde⸗ ten Landsturms der Infanterie. Mittwoch, den 7. April 1915, nachmittags 2 Uhr, sämtliche Unterossiziere und Mannschaften des ausgebilde⸗ ten Landsturms aller anderen Wassen. Donnerstag den 8. April 1915, vormittags 9 Uhr, sämtliche Ersatz⸗Neservisten. Donnerstag den 8. April 1915, nachmittags 2 Uhr, sämtliche un ausgebildeten Landsturmplichtihen, einerlei ob sie die Entscheidung mit oder ohne Waffen echalten haben, die in den Jahren 1895 bis 1886 geboren sind. Sämt iche Unteroffitiere und Mannschaften des Heeres und der Marine, welche sich zur Gen sung oder auf Grund häuslicher Verhältnisse usw. in Urlaub befi den Freitag den 9. April 1915, vormittags 9 Uhr, sämtliche un ausgebildeten Landsturmplichtigen, einerlei ob sie die Entscheidung mit oder ohne Wassen erhalten haben, die in den Jahren 1885 bis 1881 geboren sind. —— Freitag, den 9. April 1915, nachmittags 2 Uhr, un ausgebildeten Landsturmyflichtigen, e ob sie die Entscheidung mit oder ohne Waffen erhalten haben, die in den Jahren 1880 bis 1878 geboren sind. Samstag, den 10. April 1915, vormittags 9 Uhr, sãmtli et rlei sämtliche un ausgebildeten Landsturmpflichtigen, einerlei ob sie die Entscheidung mit oder ohne Waffen erhalten haben, die in den Jahren 1877 bis 1875 geboren sind. Es haben sämtliche bis auf weiteres oder bis zu einem be⸗ stimmten Zeitpunkte vom Heeresdienst befreiten oder zurüclgestell⸗ ten Personen, sowie die nur Garnisondienstfähigen und die zeitig Feld⸗ und Garnisondienstunfahigen teilzunehmen. N Die bei den Kriegs ersatz⸗Geschäften, also im August 1914 und Januar 1915 ausgehobenen Rekruten sind zur Teilnahme an diesen Kontrollversammlungen nicht verpflichtet. Die Leute haben in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen, Stöcke, Schirme, Peifen und Zigarren sind vorher wegzulegen. 5 Die Militärpässe und Raine o⸗ wie sonstige Ausweise(Landsturmscheine usw.) sind mitzubringen 5 1 Unpünktlichteit und Versäumnis der Kontrollversammlungen werden nach den Kriegsgeseten auf das Strengste bestrast. Gießen, den 27. März 1915. a Großherzogliches Bezirkskommando. Naumann, Oberstleutnant und Bezirks⸗Kommandeur. nmunuunnunnmummmnunmnummmpunnnnnnnunnnnnunumnnnmnnnnnnnnnmmn Drucksachen aller Art neten in jede gewunschten Ausstattung oteiswert die Brühlsche Universitäts-Oruckerel. Schulstr. 7 — h offen. Einwendungen 1 seinen Inhalt können Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. A wurde ein— getragen: am 24. März 1915 bezüglich der Firma Julius Schulze, Gießen: Der Carl Schulze Ehe⸗ frau, Liesel geb. Manger zu Gießen ist Prokura erteilt; am 25. März 1915 bezüglich der Firma Wilhelm Reusch, Gießen: Der Wilhelm Reusch Ehefrau, Marie geb. Steinbach zu Gießen ist Pro⸗ kura erteilt. 2936 B Gießen, den 26. März 1915. Großherzogl. Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abt. A, wurde heute bezüglich der Firma Gg. Heinrich Schirmer, Gießen, eingetragen: Den Kaufleuten Josef Ehr⸗ mann und Curt Sommer, beide zu Gießen ist Kol⸗ lektiv-Prokura mit Wirkung vom 1. April 1915 erteilt. 2935 B Gießen, den 26. März 1915. Großherzogl. Amtsgericht. Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und sorstwirt⸗ schaftlichen Berufsgenossenschaft für das Großher⸗ Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- u. orstwerischaft⸗ lichen Berufsgenossenschaft für das Großherzogtum Hessen für das Jahr 1914 liegt zwei Wochen lang, nämlich vom 30. März bis 13. April d. Is., auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Be⸗ trieb in das Kataster aufgenommen oder nicht aufgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungsfrist bei dem Vorstande der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Darm⸗ stadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berügsichtigung mehr finden. Bersrod, den 27. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Bersrod. Reuschling. Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und sorstwirt⸗ schaftlichen Berufsgenossenschaft für das Großher— 2913 innerod liegt zwei Wochen lang, nämlich vom 30. März bis 13 April dieses Jahres, auf der Bürgermeisterei zu Bersrod offen. Etwaige Wider⸗ sprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster aufgenommen oder nicht aufgenommen sowie da⸗ 5 zogtum Hessen für das Jahr 1914 liegt zwei Wo⸗ chen lang, nämlich vom 8•. März bis 14. April J. Is, auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster aufgenommen oder nicht aufgenommen, sowie dagegen, wie er veran⸗ lagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungsfrist bei dem Vorstande der land⸗ und sorstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Wider- sprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Allendorf a. d. Lahn, den 26. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lahn. Volk. 2916 Bekanntmachung Der vom Gemeinderat durchberatene Voran⸗ schlag der Gemeinde Allendorf a. d. Lumda für das Rechnungsjahr 1915 liegt vom 31. März d. Is. ab eine Woche lang auf unserem Bureau zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen können inner⸗ halb dieser Frist, schriftlich oder zu Protokoll, bei dem Unterzeichneten vorgebracht werden. Es werden Umlagen erhoben, zu denen auch die Ausmärker beizutragen haben. 2918 Allendorf a. d. Lumda, den 27. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Eda. Rein. Der Voranschlag der Gemeinde Alten⸗Buseck für 1915 Rj. liegt vom 30. d. Mts. an eine Woche lang für die Beteiligten auf dem Geschäftszimmer der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht schriftlich oder mündlich während der Offenlegungs⸗ frist vorgebracht werden. Es ist vom Gemeinderat die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Aus märker beizutragen haben. Alten-Buseck, den 27. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Körber. Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und forstwirt⸗ schaftlichen Berufsgenossenschaft für das Großher⸗ zogtum Hessen für das Jahr 1914 liegt zwei Wo⸗ chen lang, nämlich vom 30. März bis zum 13. April d. Is., auf der Bürgermeisterei zur Ein⸗ sicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegungsfrist bei dem Vorstande der land⸗ und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Wider⸗ sprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Großen-Buseck, am 27. März 1915. 2922 Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Schwalb. 2917 Raben, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines konats nach Ablauf der Offenlegungsfrist bei dem Vorstand der land- und forstwirtschaftlichen Be⸗ rufsgenossenschaft in Darmstadt zu erheben. Spä⸗ ter eingehende Widersprüche können keine Berück⸗ sichtigung finden. Bersrod, den 27. März 1915. 2914 Großh. Bürgermeisterei Bersrod. Reuschling. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Stadt Grünberg für 1915 Rj. liegt vom 30. März bis einschl. 8. April l. J. für die Berelligten auf der Bürgermeisterei zur Ein⸗ sicht offen. Einwendungen gegen den Inhalt können schriftlich oder mündlich während dieser Zeit vor⸗ gebracht werden. Es werden Umlagen erhoben, zu denen auch die Ausmärker beizutragen haben. Grünberg, den 27. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. Ranft. Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und sorstwirt⸗ schaftlichen Berufsgenossenschaft für das Jahr 1914 liegt vom 1. bis 14. April dieses Jahres bei unter⸗ zeichneter Stelle offen. Widersprüche sind innerhalb eines Monats bei dem Vorstand in Darmstadt nach Ablauf der Offenlegung zu erheben. Harbach, den 29. März 1915. Großherzogliche Bürgermeisterei. Münch. 2927 2833 Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land⸗ und forstwirtschgstlichen Berufsgenossenschaft für das Großherzogtum Hessen für das Jahr 1914 lieat zwei Wochen lang vom 31. März ds. Is. ab auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligen offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster aufgenommen oder nicht aufgenommen, owie dagegen, wie er veranlagt, sind innerhalb eines konats nach Ablauf der Ossenlegungsfrist bel dem Vor⸗ stande der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossen⸗ 1 en 8 Vethasch Später cb 9 Wider⸗ prülche können keine Ber tigung mehr finden. Aa, den 28. März 1915.„ Großh. Bürgermeisterel Lich. ör mer. Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land- und forstwirt⸗ schaftlichen Berufsgenossenschaft für 1914 liegt vom 30. d. Mts. ab zwei Wochen auf der unterzeichneten Bürgermeisterei offen. Widersprüche sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegung bei dem Vorstand zu Darmstadt vorzubringen und zu be⸗ gründen. 2915 Münster, den 26. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Münster. Gontrum. —— 229 N Hessen für das Jahr 1914 für die Gemeinde Das Umlagekataster der land- und forstwirt⸗ schaftlichen Berufsgenossenschaft für 1914 liegt vom 30. ds. Mts. ab zwei Wochen lang bei der unter⸗ zeichneten Stelle offen. Widersprüche sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegung bei dem Vorstande in Darmstadt zu erheben. Treis a. d. Lda., am 27. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Treis a. d. da. Benner. 2921 Bekanntmach ang. Das Umlagekataster der land- und forstwirt⸗ schaftlichen Berufsgenossenschaft für das Großher⸗ zogtum Hessen für das Jahr 1914 liegt 2 Wochen lang, nämlich vom 31. März bis 14. April dieses Jahres, auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche da⸗ gegen, daß ein Betrieb in das Kataster aufgenom⸗ men oder nicht aufgenommen, sowie dagegen, wie er veranlagt ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offeullgungsfrist bei dem Vorstande der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Darmstadt zu erheben. Später eingehende Wi⸗ dersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Utphe, den 27. März 1915. 2919 Großherzogliche Bürgermeisterei Utphe. Schneider. Das Umlagekataster der land- und forstwirt⸗ schaftlichen Berufsgenossenschaft der Gemeinde Weickartshain für das Jahr 1914 liegt zwei Wo⸗ chen lang, vom 30. März bis einschl. 13. April l. Is., auf der Bürgermelderei zur Einsicht offen. eh den 27. März 1915. nöß, Bürgermeister. 2931 Laudwirtschaftl. Konsumverein Strinbach eingetr. Gen. m. unbeschr. Haftpflicht. Bilanz am 31. Dezember 1914. Aktiva. Passiva. 4 Kassa Konto. 116.—Mitglieder⸗ Warenvorrat. 4066.41] guthaben.. 1260.— Debitoren.. 5791.45 Kreditoren.. 3 454.16 Sparkass.⸗Konto 337.44] Rest Verwal⸗ Mobil. 211.05 tungskosten 515.81 3024.43 2246 85 10% Ab⸗ Reservefonds schreib. 21.10 189.95] Reingewinn. 9 1050125 158 10501.25 Mitgliederstand Ende 191838. Zugang 1914 1 Abgang 1914 1 2909 Stand der Mitglieder Ende 1914 158 Herbert, Horn, Balser V., Direktor. Lagerhalter u. Rechner. Kontrolleur. Neu eingetroffen: Feldpost⸗Flaschen aus Glas in bruchsicheren Holzhülsen als ½ und 1-⸗Pfund⸗Pakete. Sehr billige Preise. Wiederverkäufer Rabatt. Porzelauhaus Löwer& Bechstein Neustadt 24 2100 Telephon 484 Verlangen Sie im Laden ausdrücklich: eig . Salate u Saucen 2 um Esmachen Weinessig? garantiert ohne künstliche Essenz h llt, deshalb to wohlbekömmlich! 1710288 jedermann kann sich einen gesunden, natürl. Essig leisten Rien. Mengstenberg. Kgl. Hofl., Esslingen am lech ar. Ig. Deutsch. Frauenverein Ortsgruppe Gießen. 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