Nr. 71 Der Sießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Sleßener Famillenblätter; 1 latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Cand⸗ 0 Zeitfragen Fernsprech- Anschlüsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelled l Adresse für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt 165. Jahrgang Gießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdrud und verlag der Brühl schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruderei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Beck, amtlich in Gießen. 25. März 1915 Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Donnerstag, Hilfe der Marine bei den Kämpfen nördlich von Memel. Eine 0 WTB.) Großes Hauptquartier, (Amtlich.) 5 Westlicher Kriegsschauplatz. 0 In der Champagne fanden nur Artilleriekämpfe Im Priester⸗Walde, nordwestlich von Pont⸗ à-Mousson, wurde der Feind, der uns einen Geländegewinn streitig zu machen versuchte, zurückgeworfen. Erneute feindliche Angriffe nordöstlich von Badon⸗ viller und am Reichsackerkopf bruchen in unserem Feuer zusammen. Am Hartmannsweilerkopf wird zurzeit wieder gekämpft. 24. März. Oestlicher Kriegsschauplatz. Unsere nördlich von Memel verfolgenden Truppen mach⸗ ten bei Polangen 500 Russen zu Gefangenen, erbeuteten 3 Geschütze und 3 Maschinengewehre und jagten dem Feind viel geraubtes Vieh, Pferde und sonstiges Gut ab. Bei Laugszargen südwestlich von Tauroggen und nord— östlich von Mariampol, wurden russische Angriffe unter schweren Verlusten für den Feind abgeschlagen. Nord⸗ westlich von Ostrolenka scheiterten mehrere russische Angriffe. Hier nahmen wir dem Feind 20 Offiziere, über 2500 Mann und 5 Maschinengewehre ab. Auch östlich von Plock mißlangen mehrere feindliche Vo rstö ße. Das deutsche Heer zollt herzlichen Dank der tapferen Besatzung von Przemysl, die nach vier opfervollen Mo⸗ 9— der Verteidigung nur der Hunger niederzwingen onnte. Oberste Heeresleitung. * (WTB. Berlin, 24. März.(Amtlich) Bei den Kämpfen nördlich von Memel haben unsere See⸗ streitkräfte die Operationen von See ter stũ tz 2 wurd und b bau un ter Fe uer ftellvertretende Chef des Admiralstubes gez. Behncke. *** Auf dem nordöstlichen Kriegsschauplatz geht es siegreich vorwärts. Die Russen sind aus Memel vertrieben und, wie wir aus dem neuesten Tagesbericht erfahren, sehr erfolg⸗ reich verfolgt worden. Dabei ist zu beachten, daß keines⸗ wegs große Truppenmassen in den Nordzipfel Ostpreußens entsendet werden mußten; wie der Chef des Admiralstabs der Marine mitteilt, hat die Marine von der See aus wirksam in die Kämpfe eingegriffen. Von unserem Kriegs⸗ berichterstatter aus dem Osten erhalten wir heute inter⸗ essante neue Einzelheiten über die Maßregeln, die zur Ver⸗ geltung der russischen Schändlichkeiten in Memel angeord⸗ net worden sind. Suwalki hat den angerichteten Schaden mit Geldopfern bezahlen müssen und zur Sicherung der Schuld hat man russische Geiseln festgenommen. Wenn die„Times“ nun schreibt, die russische Ostseeflotte werde vielleicht, nachdem das Eis sie nicht mehr an die Häfen fessele, sich stark genug fühlen, um zur Offensive vorzu⸗ gehen, so können wir das beruhigt abwarten. Besonders, da unser Admiralstab uns gestern mitgeteilt hat, daß die Ma⸗ rine auch an der Memelmündung auf der Wacht steht. In den westlichen Karpathen tobt eine große Schlacht, wobei die Russen alle irgendwie verfügbaren Kräfte ein⸗ gesetzt zu haben scheinen. Der österreichisch-ungarische Tages⸗ bericht erklärt, daß um die Höhenstellungen erbittert ge⸗ der kämpft werde. Auch in der nördlichen Bukowina wird wieder gekämpft, und zwar ist das Gebiet nördlich von Czernowitz durch unsern Bundesgenossen vom Feinde gesäubert worden. Die Welt starrt noch in Waffen— auch im fernen Osten mehren sich die Anzeichen drohender kriegerischer Auseinandersetzung zwischen China und Japan—, da klingt es ziemlich aussichtslos, wenn man von Holland her den Wunsch nach friedlicher Vermittlung hört. Das holländische Blatt„Nieuwes van den Dag“ veröffentlicht, wie wir der „Frankf. Ztg.“ entnehmen, einen Brief des holländischen Ministers des Aeußern Loudon auf eine Eingabe an die Hönigin, die mit vielen Tausenden von Unterschriften bedeckt war, und in der die Königin um ihre Hilfe zur 1 des Friedens ersucht wurde. Der Brief des Ministers des Aeußern lautet: Durch Sie und viele andere ist an Ihre Majestät die Kö⸗ konferenz, fen, die für Friedens dienlich sein können. In Bezug auf diese durch Ihre Majestät in meine Hände gegebene Adresse habe ich die Ehre, Ihnen mitzuteilen, daß die Regierung die darin ausgedrückten Ge⸗ le vollständig teilt und den feurigen Wunsch hegt, zu ge⸗ legener Zeit, soweit es in ihrer Möglichkeit(der Königin) liegt, im Interesse des Friedens und der einträchtigen Zusammen⸗ arbeit der Völker wirksam zu sein. 5 Das heißt, die holländische Regierung hält es im jetz i⸗ den Augenplick für aussichtslos, einen Waffenstillstand zu erwirken. Ein solcher läge augenblicklich nicht im zu tref⸗ rend die Besatz schen Interesse, denn wir dürsen den Engländern und Russen keine Zeit zu neuen Rüstungen lassen. Wir wollen in Geduld die nächsten Wochen, wenn es sein muß, die nächsten Monate durchhalten. Wenn dann Deutschland durch neue Erfolge der Welt seine überlegene Macht gezeigt hat, könnte eine holländische Vermittlung vielleicht gute Dienste leisten, besonders, wenn sie darauf ausgeht, einen Sonderfrieden eines unserer Feinde mit uns anbahnen zu helfen. Denn bevor ein solcher Sonderfriede geschlossen ist, bevor einer unserer Gegner vollständig bezwungen am Boden liegt, halten win eine Weltkonferenz für unzweckmäßig. *** Der amtliche Bericht über den Untergang der„Dresden“. WTB.) Berlin, 24. März.(Amtlich.) Der Komman⸗ dant S. M. S. Dresden“, der mit der Besatzung des Schiffes an Bord eines chilenischen Kreuzers in Valparaiso eingetroffen ist, berichtet dienstlich folgendes: Am 14. März vormittags kam S. M. S.„Dresden“ zu Anker in der Cumberland⸗Bucht der Insel Juan Fernandez. Hier wurde das Schiff von den englischen Kreuzern„Kent“, „Glasgow“ und von dem Hilfskreuzer„Orama“ angegriffen. Der Angriff erfolgte aus einer Richtung, in der S. M. S. „Dresden“ nur ihre Heckgeschütze verwenden konnte.„Dres⸗ den“ erwiderte das Feuer, bis alle verwendbaren Geschütze und drei Munitionskammern unbrauchbar geworden waren. Um zu verhindern, daß das Schiff dem Feinde in die Hände fiel, wurden Vorbereitungen zum Versenken getroffen und gleichzeitig ein Unte auf die„Glasgow“! gesandt, der darauf hinwies, daß sich in neutralen Gewässern be⸗ finde. Da„Glasgow trytz dieses Hinweises den Angriff fort⸗ setzen wollte, wurde S. M. S. Dresden“ gesprengt und ver⸗ sank um 11 Uhr 15 Min mit wehender Flagge, wäh⸗ 8 auf Se. Majestät den Kaiser Hiermit ist die von englischer Seite gebrachte Darstel⸗ lung, daß S. M. S.„Dresden“ unter Hissen der weißen Flagge kapituliert habe, nicht zutreffend. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes. gez. Behncke. Französische Fliegerbomben auf Verwundetenzüge. Berlin, 25. März. Ueber das Werfen von französi⸗ schen Fliegerbomben auf Verwundetenzüge heißt es in einem Baseler Telegramm der„Morgenpost“: Als am Dienstag nachmittag Verwundetenzüge in den Bahnhof Müllheim einfuhren, fielen auf das Bahnhofsgebiet mehrere von fran⸗ zösischen Fliegern geworfene Bomben nieder; sie explodier— ten nicht. Es hat fast den Anschein, als ob die französischen Flieger es auf die Verwundetenzüge abgesehen hätten, denn als diese in den Bahnhof Freiburg einfuhren, fielen in der Nähe des Bahnhofes ebenfalls mehrere Bomben nieder. Sie platzten in den Anlagen des Stühliner Stadtteiles, ohne Personen zu verletzen. Die Mehrzahl der in den Zügen be⸗ findlichen Verwundeten waren Franzosen, die in große Auf— regung gerieten und von dem Vorgehen ihrer eigenen Lands⸗ leute wenig erbaut waren. Zeppeline über Paris. Paris, 24. März.(WB. Nichtamtlich.)„Echo de Paris“ berichtet, daß am Montag abend Zeppeline zwei Gruppen bildeten und Paris in weitem Um⸗ kreise umflogen, ohne das befestigte Lager überfliegen zu können.„Petit Parisien“ sagt, daß Zeppeline über Prechy sur Oise, 48 Kilometer von Paris, gesehen worden seien. Lyon, 24. März.(WTB. Nichtamtlich.)„Progrés“ meldet aus Paris: Die Behörden veröffentlichen folgende Statistik der in Paris und Umgebung gefun⸗ denen Zeppelinbomben: In Saint Germain zwei Brandbomben und fünf Explosivbomben, in Courbevoie drei Explosivbomben, in Gennevilliers eine Explosivbombe, im Gebiet von Neuilly eine Explosivbombe, in Asnisres vier Brandbomben und fünf Explosivbomben, in Levallois⸗ Perret zwei Explosivvbomben, in Nanterre zwei Explosiv⸗ bomben und eine Brandbombe, in St. Quen⸗Ceinture eine, in Enghien und Montmorency vier Explosivbomben, in Paris sechs Brandbomben, von denen nur drei Brände ver⸗ ursachten, welche schnell gelöscht werden konnten. Ein Luftkampf. Bergen op Zoom, 24. März.(WTB Nichtamtlich.) Heute vormittag fand zwischen einer Taube und einem englischen Zweidecker ein Luftkampf statt. Der Zweidecker mußte ni ederge hen, die Flieger wur⸗ den interniert. Die Taube verfolgte einen Kurs in west— licher Richtung. Die englischen Offiziers verluste. London, 24. März.(WTB. Nichtamtlich.) Nach dem letzten Ausweis des Kriegsamtes sind die Offiziers⸗ verluste in den Kämpfen um Neuve Chapelle auf 748 große Schlacht im westlichen Karpathenabschnitt. Bruch der schweizerischen Neutralität durch einen feindlichen Flieger? Romanshorn, 24. März.(WTB. Nichtamtlich.) Gestern abend acht Uhr überflog ein Flieger Ro⸗ manshorn. Das Geräusch des Motors war deutlich hörbar, das Flugzeug muß mit Scheinwerfern ausgerüstet gewesen sein, denn man sah mehrfach Lichtbündel die Wol- ken beleuchten und den Seespiegel absuchen. Das Geräusch des Motors entfernte sich ostwärts quer über den See. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Friedrichshafen zu⸗ gedachten feindlichen Besuch. Längs des ganzen deutschen 1 Seeufers waren alle Lichter ausgelöscht. war der Flieger vom Elsaß her angemeldet. Bern, 24. März.(WTB. Nichtamtlich.) Die Schweiz. Depeschenagentur teilt mit, daß an zuständiger Stelle die von ihr gestern verbreitete Meldung von der Ueberflie-⸗ gung von Romanshorn durch ein fremdes Flugzeug in allen Zeilen als falsch bezeichnet wird. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 24. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 24. März 1915. Im westlichen Karpa⸗ thenabschnitt hat sich an der Front bis zum Uzsoker Paß eine Schlacht entwickelt, die mit großer Heftigkeit andauert. Starke russische Kräfte gingen zum Angriff über, um die Höhenstellungen wird erbittert gekämpft. Zwischen Pruth und Dujester kam es im nörd⸗ lichsten Teil der Bukowina zu mehreren Gefechten, in denen der Feind aus einigen Orten vertrieben wurde und gegen die Grenze zurückweichen mußte. Die nördlich Czernowitz Wahrscheinlich jenseits des Pruth liegenden Ortschaften, die dem Feind als Basis für Unternehmungen gegen die Stadt dienten, sind vom Gegner gesäubert. In Polen und Westgalizien keine Veränderung. Die bei Otfinow am unteren r ane: r der Russen wurde gestern durch unsere Artilleri Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die letzten Tage in Przemysl. Wien, 24. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kriegsbericht⸗ erstatter der„Neuen Freien Presse“ meldet: Die letzten beiden aus Przemysl entkommenen Flieger berichten folgende erschüttern⸗ den Einzelheiten über die letzten Stunden der Festung: Der Gesundheitszustand der Besatzung war, wenn man den außer⸗ ordentlichen Umständen Rechnung trägt, recht gut zu nennen. Die letzten Wochen aber füllten die Spitäler immer mehr infolge der furchtbaren Entbehrungen mit vor Hunger erschöpften Leuten. Fast jeder zweite Mann war im Spital. Vor dem letzten Ausfall am Vormittag erhielten die Leute je zwei Konserven. Sie stürzten sich heißhungrig darauf. Mancher ausgedörrte Magen konnte das un⸗ gewohnte Maß von Nahrung nicht mehr ertragen. Es gab Erkrau⸗ kungen, sogar Todesfälle. Alle Pferde waren schon geschlachtet und verzehrt. Zuletzt kamen die der Generale an die Reihe. Der letzte Hafer wurde zu Schrot zermahlen und zugleich mit Pferdefleisch an die Hungernden für die Zeit der Uebergabe verteilt, bis dig Russen für sie weiter zu sorgen hatten. Man erzählt, daß man dem Kommandanten am Sonntag eine gebratene Brie ftaube aufgetragen habe, das einzige, was es außer Pferdefleisch noch gab. General Kusmanek wies den Braten ab und schickte ihn den Schwerkranken im Spital. Die Verkehrsergebnisse der österreichischen Staatsbahnen. Wien, 25. März.(WTB. Nichtamtlich.) Das Wiener K. K. Telegr.⸗Korr.⸗Bur. veröffentlicht folgendes: Die Spannkraft und Widerstandsfähigkeit, die unsere Vol bs⸗ te Kriegsbrüc aer wirtschaft auf allen Gebieten in den gegenwärtigen Zeiten bekundet, kommt auch in der günstigen Verkehrs⸗ entwickelung auf den österreichischen bahnen sichtlich zum Ausdruck. Waren die Einnahmen im August des Vorjahres, im ersten Kriegsmonat, begreiflicher⸗ weise ungemein stark gesunken, so setzte schon im Monat September eine wesentliche, infolge der Wiedereröffnung des wirtschaftlichen Verkehrs, natürlich sprunghafte Zu⸗ nahme ein, die sich hinsichtlich in stetig aufsteigender Linie bewegte. Mit Ausschluß der im Operationsgebiet gelegenen Linien der Staatsbahnen zeigt der Monat September 1914 für den Personenverkehr rund 59 Prozent, für den Güter⸗ verkehr 75 Prozent, insgesamt 70,5 Prozent der im Sep⸗ tember 1913 erzielten Einnahmen, während die vorläufig ermittelten Einnahmen des Monats Februar 1915 für den Personenverkehr 119,5, für den Güterverkehr fast 88 Proz., insgesamt 94,5 Prozent der Einnahmen des vorjährigen Vergleichsmonats ergaben, wobei aber zu berücksichtigen ist, daß aus dem wirtschaftlichen Verkehr noch wesentlich günstigere Ergebnisse zu erzielen wären, wenn die in erster Linie zu befriedigenden Bedürfnisse des Kriegsverkehrs eine ausgiebigere Wagendotierung des Zivilverkehrs ermög- lichen würden. 5 Die Verteidigung der Dardanellen. Dardanellen, 24. März.(WTB. Nichtamtlich.) Nach hier gemachten Aufstellungen sind die Verluste des Feindes am 18. März auf 134 Geschütze, 1200 To te zu schätzen, darunter allein 50 Tote auf dem Schlacht⸗ kreuzer„Inflexible“. London, 24. März.(WTB. Nichtamtl.) Die„Times“ Staats- melden aus Tenedos vom 22. März: Heftiger Nordost⸗ sturm macht seit drei Tagen Unternehmungen zur See unmöglich. Man vermutet, daß die Türken dadurch N haben. 8 vinzialbehörden erhalten, daß die Garnison von Tsinanfu auf 1000 Mann verstärkt worden ist und Mukden 3000 Mann 8 l S sich hartnäckig weigert, über die Mongolei zu verhandeln. Ferner 1 schon andere Bewerber da, darunter Engländer. Dies könnte zu die Zukunft der Mineralgebiete im ganzen Bereich des mittleren nern vor der Takubank liegen sollen. Die Transportschiffe er⸗ Futschu umd Amon, sind noch keine Nachrichten zu erhalten. Das nicht sich augenblicklich wehren. Als Vorsichtsmaßregel sind mengezogen. Die Lage ist schwierig, aber nicht ver⸗ den aus Rotterdam: Zu Weise ihre Freiheit wieder. 5 1 ben delsführer wurden nach rechtskräftigem Urteil erschossen, rend * wieder eingebracht. Das Verhalten der ü . 2* r Bernhardy in der„New York Sun“ über Deutsch⸗ lands Kampf für die Freiheit beschäftigt sich die gesamte] Koster * 1 den Artikel wörtlich ab und widmen ihm einen Leitartikel. Bernhardy sagt: Großstaat oder Verfall, das ist für Deutschland die Frage Ein Großstaat bedeutet aber nicht 5 und für das Recht anderer Völker. Der Geist der vei teidigung, nicht der der Eroberung, erfüllt Deutschland. 1 i aus dem Osten. Bon unserem zum Ostheere entsundten Kriegsberichterstatter 5(Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, ber baten) 7 Eeknde Februar die Freundlichkeit, Neutralität längst verletzt hatte, da der Kriegsplan der Aliierten auf dem Durchmarsch durch Belgien basierte Er in den Stand versetzt werden, die beschädigten Batterien wieder herzustellen. Zehn Schlachtschiffe ankern bei der Insel. Nonstantinopel, 24. Matz. W. Nichtamtlich) Zu der Meldung eines auswärtigen Blattes aus Genf, wonach der englische Kreuzer„Amethyst“ bis Nagaxa vorgedrungen fei. und dort schwer beschädigt worden sei, erklärt die Tel henagen⸗ tur Milli: Der Kommandant des vorgenannten Schiffes, der zwei⸗ sellos die außerordentliche Gefahr erkannte, in die er sich begeben würde, wenn er sich dem erwähnten Orte näherte, will sich mit billigem Ruhm bedecken, indem er sich eine solche Kühnheit zu⸗ schreibt. Tas Ende des„Bouvet“, der in Grund gebohrt wurde, ohne daß er Nagara auch nur von vorne gesehen hätte, bildet die beste Widerlegung dieser kindischen Erfindung. Ein englischer Minensucher bei Smyrna gesunken. London, 24. März.(WT B. Nichtamtlich.) Die Ver⸗ lustliste der Admiralität vom 23. März berichtet, daß der Trawler„Okino“ im Smyrnger Golf auf eine Mine ge⸗ laufen und mit der Besatzung gesunken ist. Ein feindliches Torpedoboot im Schwarzen Meer. Berlin, 25. März. Ein feindliches Torpedo⸗ boot erschien im Schwarzen Meer auf der Höhe von Arkahava, wagte aber nicht, sich der Küste zu nähern und entfernte sich, ohne irgend etwas unternommen zu * 2* Kritische Lage zwischen China und Japan. Rotterdam, 24. März. WTB. Nichtamtlich.) Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant“ meldet aus London: Dem „Peking Daily Telegraph“ zufolge werden am Krankenbette Hiclis in der japanischen Gesandtschaft die Verhandlungen fort⸗ gesetzt. Die Artikel 2 und 3 bilden noch große Schwierigkeiten. China hatte bereits zehn von den geforderten 27 freien Handels⸗ plätze gestrichen, da diese in der Mongolei liegen, und China hat China die 13 Bergwerksgebiete gestrichen, die Japan verlangte, vier- davon befinden sich in der Mongolei. Für die anderen waren neuen Schwierigkeiten führen. Die Verhandlungen sind bereits bei Gruppe 3 angekommen, nämlich bei der Hanehping⸗Frage betr. Jangtsekiang. Diese werden aber leichter zu lösen sein, als das Polizeiproblem und die Frage der Exterritorialität. 7 Inzwischen beginnen die Landungen japanischer Truppen an mehreren Punkten. Die Regierung in Peking hat gestern abend dringende Telegramme von den Pro- Verstärkung erhält, während drei Transportscheffe mit 3000 Japa⸗ 5 schienen vor dem Jangtsekiang und vermutlich auch vor Hankau⸗ Hanlau. Ueber die Verhandlungen betr. China, namentlich über Interesse konzentriert sich auf die Truppen vor der Takubank Wahrend sich China einer Verstärkung der Besatzung von Tientsin widersetzen kann gemäß dem Friedens vertrage von 1901, mürde jede Verstärkung der Gesandtschaftswache über die bestimmte Grenze hinaus das ganze diplomatische Korps angeben und China 300⁰ chinesische Truppen, die Elite der chinesischen Armee, und 180 Geschübe um die Hauptstadt zufam⸗ zweifelt. Es sind alle Hoffnungen vorhanden, daß ein Ausweg 1 gefunden wird. 5 Die befreiten Deutschen in Singapore. Berlin, 24 März(Priv.⸗Tel.) Die Abendblätter mel⸗ der von den Meuterern in Singapore aus der Internierungshaft befreiten Wei⸗ ßen gehört auch ein Teil von der Mannschaft der„Em⸗ weit den“, die unter der Führung eines Offiziers entkommen sind. Im ganzen erhielten etwa 20 Deu'tsche auf diese Amsterdam, 24. März.(WTB. Nichtamtlich.)„Te⸗ legraaf“ meldet aus London: Das Kolonialamt teilt mit, daß in Singapore alle Teilnehmer am Aufruhr sich d ben, gefangen oder getötet wurden. Fünf Rä⸗ acht zu ein⸗ bis fünfjährigem Gefängnis verurteilt. des Aufruhrs entkamen 17 deutsche 8 sechs urde 00 brac rigen ließ nichts zu wünschen übrig.. . 9 General Bernhardy über Deutschlands Kampf für die Freiheit. Berlin, 2. März. Mit einem Artikel des Generals englische Presse. Die„Times“ drucken laut„Voss. tg“ chsucht. Bernhardy betont, daß Belgien seine eigene erinnert an den Burenkrieg, an Irland, Aegypten und Indien, an die Aufteilung Persiens zwichen England und Pußland und sagt: Nur ein Sieg Deutschlands kann die Weltherrschaft Englands verhin⸗ dern. Deutschland kämpft für die Entwicklung der Freiheit vor Lomza. Suwalki, 16. März. hatte der Kommandierende General von Below eit, mich zum Armeroberkommando seiner Armee einzuladen. Militärische Gründe verboten damals, daß ich von den starken Eindrücken in der Armee Below— deren aufopferndes Ausharren in Ostpreußen während langer und schwerer Winter⸗ monate ja bisher auch nur zum Teil geschildert werden konnte— Vor Ossomiec und E dieser Tage, in denen unter anderem eine Reservedivision drei russische Divisionen, darunter zwei Divisionen Garde, blutig abwies, muß vorläufig anderer Zeit vorbehalten bleiben. * Wir stapften durch den hohen Schner in den Wald hinein Der Weg schien fahrbarer dabei, als wir gedacht, eine kunstvolle Bretterlage und dicke Fichtenbohlen bildeten eine feste Unterlage. Ein Auto kam in ziemlich schnellem Tempo vorbei.„Hier ist's richtig,“ sagte der Oberleutnant von den Feldjägern, mit dem ich gefahren war. Ich sah dem vorbeiflitzenden Auto nach An der nächsten Schneise standen denn auch schon die mächtigen Wagen, die zu den Batterien gehörten. „Wo steht die Mörser⸗Batterie?“ l „Weiter vorwärts, aber mitten im Wald, sie hatte vorgestern in anderer Stellung einige Verluste.“. Wir gingen den Weg durch den sehr schönen Hochwald weiter. Der ganze Wald schien in ein Geschützarsenal umgewandelt zu sein. Jegliches Kaliber bis zu Riesen hinauf stand da zwischen den Tannen. Mörser und Kanonen. Wenn sie gleichzeitig schössen, müßte es sein, als ob die Hölle aus dem Walde hervorbräche. Aber augenblicklich donnert es nur weiter vorn. „Was machen die Russen heute, Kanonier?“) N 8 „Sie besehen sich die Wirkung von gestern. Sie schießen fast gar nicht.“ 8 Rechts am Weg, dicht hinter ein paar Tannen, in einer sehr schmalen Lichtung, stehen plötzlich die sauberen Ungeheuer. „Die Rillen waren in der Tat noch so scharf in der Führung. daß man dem Ungetüm die 600 Schuß kaum ansah. Was hatte diese Batterie alles in den Grund geschossen und jetzt funkte sie auf Ossowiez. Zwei Forts schwiegen. Die Bedienungsmannschaften sprangen zurück und faßten den Eisenwagen, setzten ein, sprangen wieder vor.„Schuß, Schuß.“ Ununterbrochen rollte der Donner. Von diesem Granatenhagel war Maubeuge gefallen, Namur, Luneville g Wir verabschiedeten uns. Es blieb der Eindruck einer un⸗ keimlichen Präzision. Wie sorgsam ist das ausgetiftelt, daß die Bettung sofort fertig ist, wie glänzend ist die Unterbringung der Riesenlast geregelt, wie ist der Wagen konstruiert, daß er außer dieser Last noch eine Anzahl von 400 Klgr. schwerer Zuckerhüte tragen muß, damit die breiten Räder richtig fassen. 50 „Ich sah dann nach allerlei deutschen„Neuheiten“, die ihrer Zeit für sich„sprechen“ werden. f Am Waldrand, hinter dichter Tannenhecke, standen zwei Scherenfernrohre. Der Artillerieoberst, der zufällig an der Be⸗ obachtung war, stellte freundlicherweise den Apparat auf die Haupt⸗ stellung. Man sah deutlich das längliche Viereck der alten Be⸗ festigung, das an der südlichen Seite völlig niedergelegt war. Ge⸗ stern hatte es Explosionen gegeben. Aber hinter der Festung stiegen wieder leichte Hügelreihen, die das Sumpfnest erhöhten und die eisige, glitzernde Ebene dehnt sich vor den russischen Feldstellungen aus. Diese Hügel, die hellblau, kaum von den Abendwolken ab⸗ gehoben, die Festung und die Ebene beherrschen, mögen die Russen inzwischen feldmäßig befestigt haben. * Irgendwo hinter St. liegt die deutsche Stellung vor Lomza. Ein kleines, dreckiges Nest, dieses St. Mehr Juden als Polen auf den Straßen. Es ist Sabbath, als ich durch die Hauptstraße gehe. Schabbes. Ueberall stehen sie vor den Türen, und auf ein⸗ mal fängt das Donnern der Geschütze vor Lonza an. 5 „Werden sie nehmen Lomzi?“ fragt mich eine Jüdin.„Mein Mann ist dort und ich werde ihn nur sehen wieder, wenn sie haben genommen 8 Alle Handelsbeziehungen, alle Verbindungen führten hier nach Lomza, und ich glaube diesmal in der Tat, daß die Leute von St. für die deutschen Waffen beten, wie sie überall verfichern. Es mag schlimm sein, wenn die eiserne Linie nach vorn alles ab⸗ schließt, und nach Deutschland natürlich leine Verbi sind. Die Quartiere sind ganz gut. Ein junger Zahlmeister sagt mir, 44 1 8 in 93 bishet er⸗ wi ätten, ie bildschöne Haustochter gibt i ein neues Stück schneeweißes Schabbeshrot. Als ich mein Glas Tee bezahlen 9 ae dd 99 1 Ve. 1 ndli 9 nehmen der Juden des Gouvernements Suwalli fällt mir auf. Freilich sind die deutschen Truppen hier quch zum erstenmal und die wiederfehrenden Russen haben nicht die jüdische Bevöl⸗ kerung in der stärksten Weise terrorisiert wie die in Suwalki. Schwere Geschittze rasseln durch die Straßen. Mit großen neugierigen Augen sehen die Juden den Zug.„Was ist das?“ fragt eine Frau drei Berliner, die mit Ruhe und Sachkenntnis e schälen und in einen Eimer, der mitten zwischen ihnen steht, werfen. 8 Die ieht i i d 10„Ach ja, i. ee ee ee. e der * Szezuczyn auf dem Wege zurück Grajewo hat ein schönes mit einer sehr schönen Kirche. Teile des Klostergebäudes sind als Spital eingerichtet. In einem Saal liegen und stehen leichtverwundete Russen, Garde. Sie sind in den letzten, sehr bluti⸗ gen Gefechten gefangen genommen worden. Als der Kürassierleut⸗ nant, den sein Dienst hierher führte, mit mir in den Raum trat, nahm die Mannschaft Haltung an und ein Unteroffizier salutierte. Stramm. Es waren fast alles Leute aus dem Petersburger Bezirk, wahre Hünen darunter. Ihre Gefichter waren fest und zeigten keine Spur von Entbehrung oder Strapazen, die Garde war ja bis hierher geschont worden Körperlich waren diese kräftigen, gut gekleideten und ernährten Menschen sicherlich dem Durchschnitt der Reservedivision, der sie sich ergeben hatten, mindestens ebenbürtig, nach den schweren Gefechtstagen, die die Division hinter sich hatte, vermutlich sogar überlegen. Aber die Riesen hatten e e batten sich in dem Gefecht, das eins zu vier stand, abwei assen, weil in ihnen der lebendige Wille, um jeden Preis vorwärts kommen, fehlte. Diese Leute, durchschnittlich intelligente Kerls hatten nichts als den Wunsch: Wenn die Schweinerei nur endlith vorbei wäre und ich in meinem Gärtchen oder mit meiner Frau unsere Kohlsuppe äße! Auch die nicht mehr jungen Mannschaften der deutschen Reservedivision denken an N Glück der Heimat, aber sie denken, daß man nur durch den Sieg zu ihr marschieren kann. Dies eiserne Gefühl, daß 110 0 werden muß, daß da hinter dem Feind, hinter dem völlig geschlagenen Feind erst das 0 In der Kirche von Szczuezyn, in der schönen, goldstrahlenden Klosterkirche von Szezuczyn saßen drei Nonnen, die nicht geflüchtet waren. Ihre weißen Hauben zitterten unter dem Windhauch, der durch die Türen flog, als sie ein alter Mann mir öffnete. Man hörte 1— 1 von Ossowiec* Die drei beteten. Ihre schönen, en ichter waren geneigt. sich mit dem Grollen von Osten plötzlich ein neuer Ton deutlich don 3 Drei Gesichter sahen auf. Der Wind trieb das ferne Dröhnen von berichten konnte. Inzwischen ist es moglich, ein paar Bilder aus den letzten Februartagen zu geben. Die ilderung der Kämpfe Lomza herüber, An allen Linien der Russen donnerten die deutschen 8* r CJ* Kanonen. Drei paar angstvolle blaue Augen sahen den Fremden an. 1 aus 2 5 et Schicksal. 1 Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Straftontribution für russische. Suwalki, den 21. März. In außerordentlich humaner Weise hat die deutsche Heeres⸗ verwaltung die Bevölkerung und das Privateigentum der neuer⸗ dings besetzten Teile Polens vor jedem kleinsten U ff ge⸗ schüßt. Die russische Antwort auf das mustergültige Verhalten unserer Truppen war, daß russische Reichswehrhaufen plündernd und 7. ohne jeden militärischen Zweck in den nördlichsten Zipfel Ostpreußens eingefallen sind. Ihre Bestrafung wurde be⸗ sorgt, aber außerdem wurde sofort die Kontribution der wohlhabenden Stadt Suwalki auf bunderttausend Mark er⸗ — und die Erhöhung und der Grund der Erhöhung dem Magi⸗ at von Suumulki mitgeteilt. Um die Durchführung der Kontri⸗ bution zu sichern, wurden e aus den besseren Ein⸗ werden. Deutsche Flieger bekamen gleichzeitig den Auftrag, die Festungen Komno und Grodno mit Bomben Der ausgeführt. Der Marktplatz von Grodno wurde von sechs 5 getroffen, die starke Wirkung wurde deutlich festgestellt. Es wird von nun an von der deutschen Heeresleitung, die die Mittel dazu in der Hand hat, strengere Bestrafung für die systematischen und schamlosen Plünderungszüge, die nur den Zweck haben, deutsches Privateigentum zu zerstören, durchgeführt werden. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß jeder weitere russische Versuch, das völker⸗ rechtswidrige Verhalten in der Kriegsführung zu wiederholen, nur für die Russen selbst die schlimmsten Folgerungen haben kann. Da man in der russischen Heeresleitung völkerrechtliche und mensch⸗ lichen Erwägungen nicht zugänglich zu sein scheint, werden viel⸗ leicht die praktischen Erfahrungen endlich den Gesetzen N 5 Kriegsführung Geltung verschaffen, zumal die Gelegenheit, legenden Feier der rener ehr faut alten large een egensten Teilen uri aum allzu lange dürfte. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Aus dem Reiche. Liebknecht in Uniform? Berlin, 24. März.(Ctr. Blu] Reichstags abgeordneter Liebknecht, der seinerzeit bei den Pionieren seiner Militär⸗ pflicht genügt hat, ist nunmehr nach der Vertagung des Reichstages, wie der„Lok.⸗Anz.“ meldet, als Lan dsturmmann zu 1 Waffen einberufen worden und gestern nach Lothrin⸗ gen abgereist, um sich dort bei der Armierungstruppe zu stellen. Aus Stadt und Can. Gießen, 25. März 1915. * Volksernährung und Bahnhofswirt⸗ schaften. Die Frankfurter Eisenbahndirektion hat allen Bahnhofswirtschaften ihres Bezirks nahegelegt, während des Krieges die fertigen Mittagessen mit mehreren Gängen ab⸗ zu schaffen und den Reisenden eine Auswahl der einzelnen Speisen auf der Speisekarte vorzulegen. Die Wirte sollen fer⸗ ner statt der vielen Fleischspeisen ihr Augenmerk auf die Dar⸗ bietung von Kartoffel-, Eier-, Milch⸗ und Süßspeisen rich⸗ ten. In erster Linie sollen sodann solche Nahrungsmittel verwendet werden, die in größeren Mengen am Markte vorhanden sind. Brot darf nur auf Verlangen und 22— 25e 5— 7 6 allen Um 3 0 älle ni rtgeworfen, sondern im eigenen triebe verwendet oder an andere Personen zur Weiterverwer tung abgegeben werden. 3 * Ehrung Professors D. Dr. Holtzmann. 25 Jahre waren im letzten Semester en, seit Herr Professor D. Dr. Oskar Holtzmann sich an der hiesigen theologischen Fakultät habilitierte. Aus diesem Anlaß wurde dem Jubilar am heutigen Tage in seiner Wohnung von einer Abordnung seiner dankbaren üler unter Führung des De⸗ kans 32* tz 1 175„ Adresse über⸗ reicht, die fo n Wortlaut hatte: 5 * Herr Professor! Festliche Feiern läßt die Zeit nicht zu. Aber all das Gewaltige und Er des Kriegs läßt uns nicht vergessen, was uns der Friede Großes und Wertvolles hat. Und aus all den Sorgen und hen der Zeit hebt it ihre Stimme. Ihre alten die er freuen sich des Semesters, an dem Sie vor 25 Jahren sich mit reichen Wissen und unerbittlichen Wahrheitsernst in den Dienst unserer Landesuniversität gestellt haben und in der thevlogischen Fakultät ein geehrter und geliebter geworden sind. Wie Ihre Arbeit in diesem Zeitraum der gesamten theologischen Wissenschaft wert. volle neue sse erschlossen und bedeutsam dazu mitgewirkt hat, die Gedanken des Neuen Testaments klarer zu erfassen und die Das soll Ihnen Die sehr große ein Beweis ten 50 Se 1* Hreiskomitee für r. riegshilfe. In Uebereinstimmung mit seinen rbei plänen 2 das Kreiskomitee die von anderer Seite ge⸗ Aufklärung über eine den. nskursus über„Volks⸗ Denken an andere, weiche Dinge anfängt, machte die legen⸗ der Ortsauss. eine erfreuliche Beteili beit der angestrengten und mitgenommenen Bataillone aus. 5 und das Interesse für die— e , e gefördert Solche haben seither schon mit gutem Erfo c weitere sind in Aussicht genommen. Die Ver⸗ * Höhere und erweiterte Mädchenschule. Wir entnehmen dem von Direktor Dr. Störi 0 erat Jahresbericht der Gießener höheren und erweiterten Mädchenschule, daß, im abgelaufenen Schuljahr i ge 369 Schülerinnen die erweiterte Mädche b des Krieges“ teilnehmen A 1 3 * 85 13 von gesamt Grabrede. ment 87, fand bei einem Sturmangriff den Heldentod. fetlertag konfirmiert. seiner Völker zu 1 Davon waren 325 evangelisch, 29 kathvlisch, 13 israe- und aus 8 Gießen, Die höhere Mädchenschule wies ins⸗ 2 47⁰ innen, darunter 371 evangelische, 36 ka⸗ tolische und 44 israelitische auf Aus Gießen waren 407. Die Anstalt blieb, wie alle anderen Schulen, vom Kriege nicht unberührt. Sechs Mitglieder des Lehrerkollegiums traten in den Heeresdienst, einer, Lehramtsassessor Nick, ist bereits gefallen. Oberlehrer Freitag erwarb sich das Eiserne Kreuz.— Zu Kriegsbeginn richtete das zweite Ba⸗ taillon des Far dwehrregiments Nr. 116 seine Kammer in der Schule ein und kleidete seine Mannschaften daselbst ein. Die Turnhalle diente als Musterungslokal sowie als Quar- tier für 260 junge Schlesier, die im November hier weil⸗ ten. Der Schulhof wird von einer Landsturmkompagnie als Appellplatz benutzt.— Der Jahresbericht stellt der Opferfreudigkeit und dem vaterländischen Eifer der Schüle⸗ rinnen das beste Zeugnis aus. Im Sammeln von Liebes- gaben, Bargeld und Handarbeiten, im Kampf gegen die Fremdwörter, im Einbringen von Goldgeld— überall ist Schönes erreicht worden. So brachte allein die Goldsamm⸗ lung über 55 000 Mark und damit zwei schulfreie Tage.— Das neue Schuljahr beginnt am Dienstag, den 13. April. Amtliche Personal nachrichten. Die Groß- herzogin hat dem Postsekretär Georg Storck in Lollar das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem Ober-Postschaffner Ludwig Bera in Fürth i. O., sowie dem Briefträger Adam Schmidt in Lampertheim das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrist„Für langjährige treue Dienste“ ver- liehen.— Ernannt wurden aum 19. März ds. Js. der Aktuariats-⸗ assistent bei dem Amtsgericht Offenbach Josef Knapp zum Aktuariatsassistenten bei dem Amtsgericht Wald-Michelbach, der Gerichtsschreiberaspirant Gg. Koch in Oppenheim zum Aktuartats⸗ assistenten bei dem Amtsgericht Offenbach und der Gerichtsschreiber⸗ aspirant Philipp Runkel in Alsfeld zum Aktuariatsassistenten bei dem Amnisgericht Alsseld. 5 * Ein Gewitter im März quittierte gestern nachmittag prompt auf die guten Absichten, die die Sonne gezeigt hatte. Die Mittagsstunden brachten eine Temperatur von 16 Grad Celsius. Wie ein Protest gegen diese Absonderlichkeit schoben sich aber bald schwarze Wolkenwände am Himmel hoch, und der Donner rollte mit einer Vernehmlichkeit, daß man sich in den Hochsommer ver⸗ setzt fühlen konnte, zumal die Stare diesmal die Schwalben in ihrem Amt als Gewitterkünder ablösten und in niedrigem Zickzack⸗ flug zwischen den Häusern umherfuhren. Lange hielt das Grollen am Firmament nicht an; der jungen Jahreszeit steht die Heiterkeit besser als Trübsinn und Finsternis, und bald konnte man auch die Sonne wieder vom Himmel über die Torheiten des Jungfrühlings lächeln sehen, der sich schon allzuviel von der ihm noch nicht ganz zugestandenen Herrschaft hatte anmaßen wollen. Belehrungen im Gartenbau zu erteilen ha⸗ ben sich, wie man uns noch zu unserem Bericht über die Ver⸗ sammlung des Obst⸗ und Gartenbauveteins mitzuteilen bit⸗ tet, die Herren Gärtner Pfeiffer, Schiffenberger Weg, und Samenhändler Hahn, Neustadt, bereit erklärt. * Der Früh jahrspferdemarkt 234 Pferden, darunter 15 Fohlen, beschickt und Fete bei regem Verkehr einen flotten Absatz. Den ausführlichen Be⸗ richt über Marktverlauf und Prämiierung werden wir in der morgigen Nummer veröffentlichen. * Verkauf eingeführter belgischer Pferde. Samstag, den 27. März. vormittags 11 Uhr, findet im Hofe des Jagdschlosses Kranichstein eine Versteigerung von 30 in Belgien angekauften 2—3jährigen Pferden statt. Die Ver⸗ steigerung erfolgt nur gegen Barzahlung ohne jede Rückvergütung. Zugelassen werden nur Landwirte aus dem Großherzogtum Hessen. Die Silberne Hochzeit seiern morgen die Cheleute Karl Löwer, Walltorstraße 36. Briefe und Postkarten an Kriegs⸗ und gi⸗ 8 ene im F 15 oßer, icher nicht zu enger Schri ein. Brie .— höchstens 4 Seiten gewöhnlichen—— lang sein. Ferner encpfiehlt es sich nicht, Bri chläge mit Seide n⸗ vapierfutter zu verwenden. Solche Umschläge könnten Ver⸗ dacht weil es vorgekommen sein soll, daß das Papier⸗ futter zur war mit ebermittelung verbotener Nachrichten benutzt worden ist. 5 Landkreis Gießen. m Lollar, 24. März. Heute nachmittag wurde hier der Landwehrmann-Hornist Oermann Hörstel vom Landwehr⸗In⸗ santerie-Regiment Nr. 87 zu Grabe getragen. Ein zahlreiches Trauergesolge, der Veteranen⸗ und Kriegerverein„Lu d wii g zur Treue“, die freiwillige Feuer wehr und der Männer- Gesang⸗ verein„Germania“, denen der Verstorbene als Mitglied an- gehörte, geleiteten die sterbliche Hülle des Verschiedenen zur letzten Ruhestätte. Die Gießener Garnison stellte die Landsturmkapelle, sowie eine Abteilung Landsturmleute, die ihm die letzten mili⸗ tärtschen Ehren erwiesen. Dekan Guß mann hielt die ergreifende 2 e eee( weiteres 2— hat der Krieg unserer schon me heimgesuchten Gemeinde gebracht. Wagnermeister Emil Buchner, Unteroffizier im Landweh n berge. Lich, 24. März. Die Land wirtschaftliche Winter- schule bat soeben ihren Jahresbericht für 1914/15 heraus- egeben, dem folgendes zu entnehmen ist: Die Schule wurde im Berichtsjahre von 24 Schülern besucht, von denen je die Hälfte auf die obere und untere Abteilung entfiel. Seit ihrem Bestehen, also seit 1305, haben 366 Schüler den Unterricht der Anstalt genossen. Der Kreis Gießen ist im Berichtsjahre mit 19, Friedberg mit vier Schülern und Schotten mit 1 Schüler vertreten. Trotz den tief einschneidenden Wirkungen des Krieges auf die Lehrerverhältnisse konnte der Unterricht in vollem Umfange aufrechterhalten werden. Fünf Lehrkräste sind ins Feld eee davon ist Landwirtschasts⸗ lehrer Tamm den Heldentod gestorben. m. Hungen, 23. März. Verflossenen Sonntag fand in der hiesigen Kirche ein Kirchenkonzert statt, dessen Ertrag zum Teile dem Roten Kreuz zustießen bol Herr Schad leitete das Konzert mit eiuem Orgelvorspiel ein und hatte auch die Orgel- 1 den von Frl. Klara Schaffhorst, Berlin, ge⸗ botenen Lie'orträgen übernommen. Die Sängerin brachte das Are verum von Mozart, Dank sei dir, von Händel, und Bitten, sowie Die Ehre Gottes aus der Natur, beide von Beethoven, zu Gehör. Herrliche Violinvorträge der beiden Herren Kauf mann, Franksurt a. M., und Gerster, Braunsels, von Frl. Gerster, Braunsels, begleitet, sanden ungeteilten Beifall. Obwohl auch Gäste aus der Umgegend erschienen waren, bätten doch die Darbietungen einen stärkeren Besuch des Konzerts verdient, zumal es einem solch edlen Zwocke diente.— Zum Vorstand der hiesigen israelitischen Gemeinde wurde vor wenigen Tagen Herr Saalberg einstimmig gewählt. Kreis Alsfeld. —Ober⸗Ohmen, 24. März. In diesem Jahre werden die Konfirmanden zum ersten Male auf den zweiten Oster⸗ Damit wird der langgehegte Wunsch unserer Kirchspielsbewohner erfüllt. Daß in Jahre alle größeren Konfirmandenseiern in den Familien angesichts des Welt⸗ krieges unterbleiben, versteht sich von selbst. 1 Kreis Schotten. 5 Aus dem Vogelsberg, 24. TCC Bienen die von den Imkern längst derbeigesehnte Gelegenheit egeben, den ersten gründlichen Reinigun auszusü Pabel vermochte der Bienenbesitzer 1 der——.— ö en. Diese ist, dant dem gelinden Winter, 0 den 88*.— en haben 1 gar keine 1— at es an Nahrung gesehlt. 75 8 C 1 8* Kreis Friedberg. 5 B. Friedberg, 24. März. Gestern abend veranstaltete die Jungwehr Friedberg eine Bismarckfeier, die durch einen Fackelzug, woran sich viele Vereine und Korpo⸗ rationen beteiligten, eingeleitet wurde. Im Saale des Hotel Trapp hatten sich viele Bewohner Friedbergs versammelt. Die Feier wurde durch den Gesang:„O Deutschland hoch in Ehren“ eingeleitet. In bunter Reihe folgten dann Vorträge und Gedichte, dem Andenken des ersten Kanzlers des deutschen Reiches gewidmet, vorgetragen von Gymmasiasten und Seminaristen. Seminarlehrer Kuhn trug ein österreichisches Reiterlied vor, das großen Beifall fand. Die Geigenkapelle der Jungwehr tat sich durch musikalische 8 hervor. EN Dr* her hielt die 1 iser weihte Lehrer Koch ein begeistert aufgenommenes Hoch. Mit dem Gesang des niederländischen Dankgebetes schloß die Feier. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Bingen, 23. Marz. Der im hiesigen Hospital unter ⸗ gebrachte Pfründner Nissing überfiel eine Krankenschwester. Diese vermochte zu entkommen und Lärm zu schlagen, worauf Nissing aus Furcht vor den Folgen sich in die Dunggrube stürzte. Zwei Insassen des Hospitals versuchten ihn herauszu- ziehen, mußten aber von ihrem Vorhaben absehen, da sie selbst in Gefahr gekommen wären, Nissing zudem sich zur Wehr setzte. Er ertrank. . dessenNassau. i h. Frankfurt a. M., 24. März. Mit der Aufnahme des Kartoffelbestandes in einem hiesigen Haushalte wurde der Hausbursche betraut. Nach Stunden kam er aus dem Keller zurück. Er meldete der Herrschaft, daß sich im Keller— 4572 gesunde und 112 kranke Kartoffeln befänden. Der Bursche erhielt für seine Glanzleistung ein besonderes Lob. h. Frankfurt a. M., 24. März. Während man in den letzten Jahren zur Beratung des städtischen Haushaltsplans gewöhnlich drei Monate brauchte, erledigte man gestern die ge⸗ samte Feststellung des Plans in knapp zwei Stunden. Bemerkens⸗ wert ist die l einmütige Annahme des Plans durch sämt⸗ liche Parteigruppen, die Sozialdemokraten eingeschlossen, ein in der Geschichte der Stadt noch nicht dagewesenes Ereignis. Zwei weitere Sitzungen, die der Beratung des Haushaltsplans wegen, noch in dieser Woche stattfinden sollen, fallen nunmehr aus. Der Haushaltsplan für 1915 schließt im Ordmartum der Allgemeinen Verwaltung mit 58 976 190 Mk.(1914: 62312 020 Mk.) im Extraordinartum mit 4 567 000 Mk. 9034970 Mk.), im Ordi⸗ nartum der Betriebsverwaltung mit 76 106 570 Mk.(78 082 100 — und im Extraordinarium mit 4577160 Mk.(9 130 930 rk) ab. b. Bad Homburg v. d. H., 24. März Die Stadtver⸗ neten⸗Versammlung nahm nach der Bewilligung kleinerer Magistratsvorlagen und der Einführung des Stadtverordneten Arrabin als Magistratsmitglied den neuen Haushaltsplan für 1915 entgegen. Dem einleitenden Bericht zufolge schließt das laufende Jahr mit einem Fehlbetrage von rund 33000 Mark ab. Der Haushaltsplan für 1915 hat alle durch den Krieg entstehen⸗ den Ausgaben ins Extraordinarium gestellt und will sie durch Kriegsanleihen decken. Er schließt trotzdem und trotz aller Spar⸗ samkeit mit einem Fehlbetrag von 53 200 Mark ab, der aber durch die in Aussicht stehende Erhöhung der Kreissteuern und die größeren Ausgaben für die Kriegsfürsorge sich noch wefentlich steigern dürfte. Zur Deckung des Fehlbetrags sollen Einkommensteuer und Betriebssteuer erhöht werden. Für die Kriegsausgaben soll eine Anleihe von 250 000 Mark aufgenommen werden. l. Aus der Rhön, 24. März. Beim Spielen an dem Ufer der hochgehenden Streu stürzten in Mellrichstadt die Tochter des Buchdruckereibesitzers Bauner und die des Arbeiters Seifert 3 Fluß und ertranken. Eine Leiche konnte bisher erst rgen g werden. Candwirtschaft. — Rom, 23. März. Nach den Veröffentlichungen des Inter⸗ nationalen Landwirtschastlichen Instituts hat die Weltproduk⸗ tion an Weizen im Jahre 1914/15 1004 Millionen Zentner betragen, das sind 91,9 Prozent der Produktion des voran- gegangenen Jahres, 100,7 Prozent der Durchschnittsproduktion der fünf letzten Jahre, und 107,5 Prozent der Turchschnittsproduktion der zehn letzten Jahre; die Produktion an Roggen 442 Millionen Zentner, das sind 93,2 Prozent der Produktion des Vor⸗ jahres, 99,6 Prozent bezw. 105,5 Prozent der Durchschnittsproduk⸗ tion der genannten Zeitabschnitte; Gerste 305 Millionen Zentner (870 95,0 102,6 Prozent): HDaser 625 Millionen Zentner(90,1 97,3 106,2 Prozent); Mais 937 Millionen Zentner(107,2 103,4 106,6 Prozent). In den Ländern, die dem Institut ihre statisti⸗ schen Daten liefern, ist die Weizenproduktion im Jahre 1814/15 um 36 Millionen Zentner über den Durchschnitts verbrauch der letzten fünf Jahre gestiegen, die Roggenproduktion um 2 Millionen Zentner, die Maisproduktion um 41 Millionen. Dagegen ist die Produktion an Gerste um 19 Millionen Zentner, die an Haser um 17 Millionen Zentner gegen den Durchschnitts verbrauch der letzten fünf Jahre zurückgeblieben. Bandel. Frankfurt a. M., 24. März.(WTB. Nichtamtlich.) In der heutigen ordentlichen Hauptversammlung der Mitteldeuts chen Creditbank wurden sämtliche Anträge der Verwaltung ge⸗ nehmigt und die Verteilung einer Diwidende von 5 ¼ Prozent be⸗ schlossen. Die ausscheidenden Mitglieder des Aufsichts rates wurden wiedergewählt. Märkte. Fd. Wiesbaden. Viehhos⸗ Marktbericht vom 24. März. Auftrieb: Rinder 96(Ochsen 11, Bullen 12, Kühe und Färsen 73), Kälber 264, Schafe 11, Schweine 469.— Bei ziemlich regem Ge⸗ . 8 zu den gleichen Preisen wie am 22. März der Markt geräumt. — — Mirchliche Nachrichten. . Jsraelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge(Süd- Anlage). Samstag, den 27. März 1915: Lorab end 6.30 Uhr. Morgens: 9.00 Uhr. Nachmittags: 3.30 Ubr. Sabbatausgang: 7.35 Uhr. Israeli Religion 1 f e en— schaft. Sabbatseier am 27. März 1915 abend 6.20 Uhr. g vormittag 8.30 Uhr. Predigt. nachmittag 3.30 Ihr. — Uhr. 5 45, nachmitta N Niontag morgen 6.00— Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 26. März 1915: Wechselnd bewölkt, meist trocken, etwas kälter, nordwestliche Binde. Letzte Nachrichten. Flieger über Holland. 25. März. reiche Fl 2 über deln Jens Grenzen laut„Köln. eine„ Von Hul st aus sah man jenseits der Schelde drei Fl zeuge, die na A den egen. Endlich mußte bei Hruin in— — ein englisches Flugzeug niedergehen. Der Junsasse, ein Offi⸗ zier, wurde in Haft genommen. f Die Kämpfe in den Karpathen. Wien, 25. März.„Pesti Hirlap“ meldet: Die ganze Kar⸗ pathenfront entlang haben große russische Massen wie⸗ derum einen Durchbruchsversuch gegen die Stellungen der Verbündeten gerichtet. Besonders heftig grissen sie die Höhe von Kamincz an. Die Tscherkessendivision, in der sich die besten Schützen befinden, warf sich mit Todesverachtung auf diese Höhe, die vom Debrecziner Honved⸗Infanterie⸗Regiment verteidigt wurde. Die russischen Verluste waren in dem großen Kampfe er⸗ schreckend groß. Nach längerem Hin⸗ zind Herwogen des Kampfes zeigte sich die Ueberlegenheit der ungarischen Krüfte und der um⸗ garischen Bajonette. Bei Einbruch der Dunkelheit befanden sich sämtliche Schützengräben, um die der Kampf geführt wurde, im Besitz der österreichisch arngarischen Truppen. Die Siegesfreude konnte auch durch das Bekanntwerden des Fulles von Przenuys! nicht gestört werden. Budapest, 25. März.„Az Est“ meldet aus den Karpathen: Das russische Infanterie⸗Regiment Nr. 217 versuchte mit seinen vier Bataillonen unsere Stellung zu nehmen, die unsererseits von einer Brigade gehalten wurde. Diesen Angriff haben wir mit einem Gegenangriff erwidert Unter persönlicher Führung des Obersten Huber wurde der Gegenangriff mit 2½ Ba⸗ tailonen unter furchtbaren Verlusten für die Rus⸗ sen durchgeführt. Das russische Regiment wurde vernichtet. 2000 Tote und verwundete Russen bedeckten den Kampfplatz, den unsere Truppen in Besitz nahmen. Außerdem machten wir 11 Offiziere und 611 Mann zu Gefangenen. Unsere übrige Beute war enorm; außer sehr viel Munition und Maschinengewehren erbeuteten wir 1500 Gewehre. Der Feldmarschalleutnant Bartholdy sprach dem Obersten in dem Tagesbefehl seine Anerkennung aus. Die Lage in Smyrna. N Smyrna, 25. März. In Smyrna herrscht völlige Ruhe und Ordnung, die aber auch in den kritischsten Tagen niemals ge⸗ stört worden ist. Der Versuch des englischen Admirals, die Stadt durch hundert Schüsse zu schrecken, stellt sich heute als ein un⸗ geheurer Bluff dar, um dem damals vor dem Entschluß stehenden Griechenkönig Konstantin Smyrna als eine lockende Morgengabe zu zeigen. Perten Pascha hat die Verteidigung glänzend geleitet und durch das Feuer der Forts den Feind vier Tage lang von der Seeengeneinfahrt zurückgehalten, die durch Versandung eines größ⸗ ten Teiles des Buchteingangs verengt und somit von Natur schwer zu vollführen ist. Als ex drei früher gekaperte und vier festgehal⸗ tene englische Frachtschiffe in den Eingang führte, um sie zu ver⸗ senken, wurde ihm bei einem die Arbeit durch die Engländer ab⸗ genommen, die das Schiff für ein türkisches hielten und durch drei wohlgezielte Schüsse breitseits selbst zum Sinken brachten. Kitcheners neue Armer. i. Köln, 25. März. Ueber die neue Armee Lord Kitcheners erhielt nach der„Köln. Ztg.“ ein Vertreter der Agence Havas folgende Mitteilungen von einer führenden englischen Persönlich⸗ keit: Während die englischen Soldaten sich bisher aus den miedrig⸗ sten Schichten des Volkes rekrutierten, setzt sich die neue Armee aus Angehörigen der mittleren Volksklassen zusammen und nähert sich in ihrer Zusammensetzung dem französischen Heere. Hinsichtlich des Geistes der Armee erklärte der Führer, daß der englische Durchschnittssoldat im atz zu den Fran⸗ zosen nicht viel vom Kriege wisse. Er fühle nur ver⸗ worren, daß es unangebracht sei, jetzt zu Hause zu bleiben, und dies Gefühl sei gebieterisch genug, um Millionen Menschen zu be⸗ stimmen, unter die Fahnen zu treten.(Der englische Führer stellt damit der Intelligenz des sei dunkeln Drange Durchschnittsengländers nicht ein glänzendes Zeugnis Red. d. Gieß. Anz. Japan und England. Kristiania, 25. März.„Aftenposten“ meldet aus London: Der„Morning Post“ wird von ihrem Korrespondenten in Tientfin gedrahtet: Die Zeitungen in Tokio bringen Unterredungen mit 74 den Militärbehörden, in denen die Möglichkeit, nach Chinas Hauptstadt zu marschieren, lebhaft erörtert wird. Die Londoner Zeitungen warnen Japan vor einer herausfordernden Politik. Der kleinste Funke könne jetzt China in Flammen setzen. China mache ehrliche Verfuche, 4 Japan entgegenzukommen. Es würden schwer lösliche Verwick⸗ kungen infolge einer Invasion us entstehen. An diesen würde Japan allein Schuld haben. Deshalb würden ernstliche Vorstellun⸗ gen in der japanischen Botschaft gemacht. Sparsamkeit. Das gewaltige Völkerringen macht sich für uns. die wir in der Heimat, dank der zähen Tapferkeit unserer berrlichen Truppen im Osten und Westen, sicher und ruhig leben können, bauptsächlich in wirtschaftlicher Hinsicht direkt bemerkbar. manchen Berufen zeigt sich Arbeitslosigkeit; Lebensmittel und Klei⸗ dungsstosse beginnen seltener und teurer zu werden. Desbalb ist der einzelne genötigt, für sich selbst wie für die Gesamtheit zu sparen. Die Lebenshaltung wird einfacher, auch die Kleidung kann nicht mehr so oft erneuert werden wie früher. Wohl uns, daß es Ein⸗ richtungen gibt, nicht nur die Leib und Bettwäsche, sondern auch die Oberkleidung zu säubern oder zu färben und wieder so herzu⸗ richten, daß der Träger weder in seinem Reinlichkeitsbedüxrfnis noch in seinem Schönheitssinn irgendwelche Einbuße erleidet! Ein gerei⸗ nigter Anzug, ein gefärbtes Kleid machen die Anschaffung von neuen Fleidungsstücken überflüssig, ebenso geht es mit Teppichen, Portieren u. dgl. f Wir empfinden die Knappheit an Wolle und die dadurch be: dingte Preissteigerung nicht wenn wir unsere alten Kleidungsstücke wieder herrichten lassen. Dadurch nützen wir der Volkswirtschaft und unserem eigenen Geldbeutel in gleicher Weise. r Beim Färben sowohl als auch bei der chemischen Reinigung werden viele Krankbeitskeime entfernt. Die Durchlässigkeit der Stosse für die Ausdünstungen wird modern hergestellt wie bei neuen Kleidern. Also auch in hygienischer Beziehung nützt die enn der Kleidung und erspart dem Eigentümer viel Geld. Järberei Gebr. Röver, chem. Waich Anstalt Läden und Annabmestellen in Gießen und Umgegend. 2788 Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Die Bereitung von Backpare. Unter Bezugnahme auf 8 3 Absatz 2 der Bundes ratsverordnung vom 5. Januar 1915 und 14 Februar 1915 und die zugehörige Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern vom 24. Fe⸗ bruar 1915(Kreisblatt Nr. 22 vom 2. März 1915) wird hiermit bis auf weiteres gestattet, daß 1. Weizenmehl(83 Absatz 1 der Bundesrats verordmumg vom 5. Januar 1915 und 14. Februar 1915) in einer Mischung verwendet wird, die weniger als 30 Gewichtsteile Roggen⸗ mehl und zwar bis herunter zu 10 Gewichtsteile Roggenmehl unter 100 Teilen des Gesamtgewichts enthält: 2. an Stelle des Roggenmehlzusatzes auch Kartoffeln oder an⸗ dere mehlartige Stoffe verwendet werden. Es werden der Oberbürgermeister zu Gießen für den Bezirk der Stadt Gietzen, sowie der Ausschuß für die Regelung des Ver⸗ brauchs von Brotgetreide und Mehl, letzterer für den Bezirk der Landgemeinden des Kreises, ersucht, zum Zweck einer Verminde⸗ rung des zurzeit zu dem vorhandenen Vorrat an Roggenmehl nicht im richtigen Verhältnis stehenden Vorrats an Weizenmehl! das hiernach Erforderliche alsbald zu veranlassen. Gießen, den 24. März 1915. 1 Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. finger 7 e TPCCCCCGC00WVTGGGTGC(WG folgenden ans. u 8 e ö bei unserer Kasse während der Zahlstunden sind, können keine Berücksichtigung finden ä [Licht- Spiel- Haus vom 21. bis inkl. 26. Marz 1913: Das Geheimnis vom Green Park hervorragende Detektivstudie in 2 Akten. In der Rhone, malerisches Naturbild. Intriguen des neidischen Julius, komische Posse. Unter der schwarzen Tanne realistisches Drama. ö Der Regenschirm, grohe Komödie in herrlicher Farbenkoloratiou. Im Spiel de- Schicksals, packendes Eümbunstwerk in 3 Abtellangen. Eine Woche am Meer. prachtvolles Nil enpanorama. 276 Lilitär ohne Charge zahlt wer 4 die Halfte. Die Geburt eines gesunden JUNGEN zeigen hocherfreut an Curt Schroeder, Leutn. u. Adjutant im II. Ers.-Batl. Inf. Regts. 116, z. Zt. Truppenübungsplatz Darmstadt Leni Schroeder geb. Dingeldein Giessen Moltkes r nneumatismus-, Ischias- und Gichtseidende nehmen die glänzend bewährten tr. 5 L, den B. Marz 1915 Alice- Schule. Beginn sämtlicher Kurse in der Koch- und Haus— haltungsschule, im Kleidermachen, Weißzeug— Nähen und Bügeln am Mittwoch, den 7. April 1915 Letzter Anmeldungstermin 2604 Samstag, den 3. April, von 10 bis 6 Uhr im Schulhaus, Steinstraße 10. bililen-Jöres- Leheriordälge Portieren nur neue Muster jeder Preislage · Vorhangstangen in Holz u. Messing. Grohe Partie zurückgesetzter Vorhänge sehr billig Großgh. hess. Th. Bruck Hoflieferant Möbel— Teppiche— Gardinen-Lager Bekanntmachung. Diejenigen unserer Einleger, die auf die neue Kriegs⸗-Anleihe gezeichnet haben, werden ersucht, das Sparbuch und die ihnen zugehende Rechnung zur Abschreibung der zu zahlenden Beträge Anfangs April l. Js., spätestens 12. k. Mts. 2800 8—1 Uhr vormittags vorzulegen. Beträge, die innerhalb der Zeichnungs⸗ frist, vor 20. März l. J., nicht angemeldet worden b Gießen, den 24. März 1915. Der Vorstand der Bezirtssparkasse Gießen. Zacheis. 2087 PD Das Umlagekataster der land- und forstwirt schaftlichen Berufsgenossenschaft der Gemeinde Nieder-Bessingen für das Jahr 1914 liegt zwei n lang, nämlich vom 29. März bis 12. April 8, aufd er Bürgermeisterei zur Einsicht offen. ieder Bessingen, den 24. März 1915. Roth, Beigeordneter. Prima feinste holländische Schellfische u. K abliau in tadellos frischester Ware soeben eingetroffen u. billigst bei August Wallenfels Lolonjalwaxen, Delikatessen und 1 1138 Telephon 202 Gießen rktplatz 17. Bestellungen erbitte nur Erub zeitig. Neu eingetroffen: Feldpost⸗Flaschen aus Glas in bruchsicheren Holzhülsen als ½ und 1-Wfund Pakete. Sebr billige Preise. Wiederverkäufer Rabatt. Porzelan haus Löwer& Bechstein eustadt 24 2240 Telephon 484 Allerfeinste Ang el⸗ Schellfische 2792 bolländische große 60 Pf., 8 50 Pf. kleinmittel 45 Pf. per Pfd. la. grosser Cabliau, kopflos im Al per Pfd. 60 Pf. 278 sind blutfrisch heute eingetroffen bei Georg Wallenfels Marktpl. 21, nächst d. 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Gesangvereine: Akademischer Gesangverein, Bauer'scher Gesangverein, Bürger⸗ gesellschaft, Chor des evangelischen Arbeitervereins, Gemütlichkeit, Harmonie, Heiterkeit, Evangelischer Kirchengesangverein, Kronbauer⸗ scher Quartettverein, Lehrergesangverein, Liederkranz, Liedertafel, Maschinenbauer-Gesangverein, Sängerkranz. 5 Leitung: Herr Professor Trautmann. Kapelle: Ehemalige Militärmusiker und andere Kräfte. Leitung: Herr Großh. Musikdirektor a. D. Krauße. L. v. Beethoven A. M. Storch A. E. Marschner 1 gehalten von Herrn Geh Kirchenrat Professor D. Eck a)„Kennt Ihr das Land der Eichenwälder“, Chor b)„Das deutsche Lied“, 5 Krönungsmarsch aus der Oper„Die Folkunger“ Eintrittskarten zu den Volkspreisen des Stadttheaters(30 Pfg. bis 1.50 Mk.) sind Montag, den 29., Dienstag, den 30. und Mittwoch, den 31. März von 10 bis 1 Uhr an der Tageskasse und am letzteren Tage auch an der Abend⸗ kasse des Stadttheaters zu haben. Kartenvorbestellungen sind nur an die Kasse des Stadttheaters zu richten. Es wird ersucht, Karten, die nicht benutzt werden, noch so rechtzeitig an die Theaterkasse zurückzugeben, daß sie noch anderweit vergeben werden können. Die Reineinnahme fließt der städtischen Kriegsfürsorge zu. Fr. Hegar J. W. Kalliwoda E. Kretschmer Der Obetbürge tente 2700 B suchen wir eine freien Herrn. nisabschriften u. Photo an den Gießener Wir suchen für dauernde Beschäftigung 01627 1 Großstück⸗ und 1 Kleinstück⸗ Schneider. Gebrüder Stamm. Ein Schreinergesale e sucht. 01632 Jung vIII., Klein⸗ Lillben. Leute als Steinformer werden weiter eingestellt. Aus⸗ 2*. eie Schlafgelegen⸗ hett auf dem Werk. 1281 W& Giesing A.-8l., xlar. Gärtner welch. auch Nebenarbeiten macht und A zur Aufsicht üb. einige Arbeiter eignet, für sofort gesucht. Schriftl. Angebote mit Gehaltsanspr. unter 2677 an den Gieß. Anz. erbeten. Geübte Nagl für unge Via 1 junge Mädchen in die Druckerei gesucht. 27891 Schillerstraße 18. 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