r Erstes Blatt er — Beilagen: voter mal wöchenllich Kehener Familtenblätter; U eis e (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Can de N Fester edc 0 3 Geschältsste Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Gießener General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei N. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. 165. Jahrgang 255 7 nzeiger Samstag, 20. März 1015 Bezugspreis a monatl. 75 Pfl., viertel- Abhole- u. Zweigstellen monatl. 85 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., e 20 3 7 schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den olitischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land. Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Spei englische Panzerkreuzer gesunken. Neue Erfolge der deutschen Unterseeboote. .) Froßes Hauptquartier, 19. März. f(W T (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. In der Champa gn: scheiterten wieder zwei fran⸗ zösische Teilangriffe, nördlich von Le Mesnil und nördlich von Beauséjour; 2 Offiziere, 70 Franzosen wurden gefangen nommen. Nach schweren Verlusten zog sich der geschlagene Fe in unserem erfolgreichen Feuer in seine Stellungen Sũdöstlich von Verdun machten die Franzosen Vorstöße. In der Woevre⸗Ebene wurden sie abgewiesen, am Ostraͤnde der Maashöhen wird noch gekämpft. Oestlicher e en a Die Lage bei Memel ist noch nicht ge lärt; anschei⸗ nend sind schwache russische Abteilungen in Memel eingedrun⸗ gen. Gegenmaßregeln sind getroffen. Samtliche russische Angriffe zwischen Pissek und Orzyc somie nordöftlich und westlich von Prasznysz wurden ab⸗ geschlagen, zum Teil unter sehr schweren Verlusten für den Die Verhältnisse südlich der Weichsel sind unverändert. Oberste Heeresleitung. * Wir dürfen heute mit den Türken jubeln; sie haben vor den Dardanellen unserem schlimmsten Feinde eine empfind⸗ liche Schlappe beigebracht, sunkenen britischen Panzerkreuzern auch nur um Schiffe älte⸗ rer Bauart(Stapellauf um 1895 und 1905) und mit einem s be Tonnengehalt von nur 15 000 bis 16 000 gehandelt hat, so itt der Erfolg dennoch groß Die Engländer werden wohl- weislich zunächst ältere Schiffe der Kriegsprobe preisgegeben baben, und da die türkischen Verteidiger wacker auf ihrem Platze standen, wird die englische Angriffslust erheblich her⸗ abgemindert sein. Auch die Franzosen sind vor den Dar⸗ danellen die Leidtragenden; ihnen ist ebenfalls ein älteres VPanzerschiff verloren gegangen. Aber die türkischen Vertei⸗ n sind so gut wie ganz verschont weiter die Kriegsereignisse schreiten, machen die hochmütigen und selbstbewußten rden Englands. Im fernen Osten ist es machtlos geworden, und Drohungen, die deutsche Flotte aus ihren Mauselöchern a Seifenblasen verduftet. Amerika i Bruder auch keinen großen Kredit mehr zu schenken. Die„Times“, also eine glaubwürdige Zeugin, behauptet, Präsident Wilson werde demnächst einen arnischten Protest gegen Englands Seekriegs⸗ rung vom Stapel lassen und sich darüber d der Handelsverkehr mit Deutsch⸗ land änzlich unterbunden werden soll. Keine amerikanische Zeitung unterstützt heute noch die e N 72 die„Times“, und man könnte mit iedländerschen Kämpfer hin fügen: „Der e ist eben fort!“ Nur China 9— 85 auf die U tützung der Briten, indessen, es ist ausgeschlos⸗ 1„daß England Japan in die Hand fallen wird, wenn eses seine bekannten Forderungen gewaltsam durchsetzen wollte. Der Bericht des„Daily Telegraph“, China warte gt, daß England den Vertragsbestimmungen 1 5. nur ein beabsich⸗ agezei 2 kinger Politiker. Japan fürchtet sich nicht, das 5 — 4 wonach man in Japan sich zu einem Entscheidungs⸗ ampfe mit Amerika rüste. Was die nächsten Wochen wohl im fernen Osten bringen werden? 5 Der Seekrieg. London, 19. März.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Ver⸗ öffentlichung der Admiralität werden folgende britische . 08 als vermißt bezeichnet:„ Borrowdale“, 1093 Tonnen 2„die am 21 Januar von Cardiff nach Granville“ fuhr; die tahlbark„Engelhorst“, 2459 T mit einer ung Gerste von „Membland“, 3027 Tonnen groß, die am 15. Februar von Hull mach dem Tyne fuhr, und der chleppdampfer„Diplomat“, der seit dem 15. Februar vermißt wird. London, 19. März.(WTB. Nichtamtl.) Der Dampfer „Glenartney“, von Bangkok mit einer Reisladung nach London unterwegs, ist heute früh im Kanal torpediert worden. Das Schiff sank in einer halben Stunde. Ein Eusasfe ist ertrunken. ondon, 19. März.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Die Dampfer„Bl uejacket“ und Hyndford“ sind auf der Höhe von Beachy Head tor⸗ pediert worden. Hyndford wurde leicht beschädigt und konnte Gravesend erreichen. Bluejacket hält sich noch über Wasser. Die Besatzungen sind gerettet worden, außer einem Mann vom Dampfer Hyndford. Berlin, 20. März. Der Koch eines vor S 5 en englischen ein. 8 12 000 Tonnen Raumgehalt 4 38—.— nen Fleischlons Wege nach England von einem wurde. Ein Protest Ameritas gegen die englische 1 1 W e de ond on, 19. März.(WTB. Nichtamtl.) Die„Dimes“ melden Washington vom 17. März. Die Anzeichen 8 onnen groß, die am 20. August Valparaiso nach Falmouth fuhr; 27 1 1 8 1* und wenn es sich bei den ge⸗ D 1 st geht auch aus einer Meldung V Präsident Wilson einen en die britische Seepoli⸗ ie amtliche Erklärung der briti⸗ schen Politik scheint seine Ueberzeugung nicht zu ändern, daß es seine Pflicht ist, gegen die mit den amerikanischen Rechten und Handelsinteressen unvereinbare Verletzung des Völkerrechts aufzutreten. In Regierungskreisen scheint eine ohrliche Enttäuschung darüber zu herrschen, daß England lich weigerte, die Einf amerikanischer Lebensmittel nach Deutschland zuzulassen, wofür die deutschen Unterseeboote zurückberufen worden en. Keine Zeitung unterstützt heute die britische Politik, alle erklären, entschlossen zu sein, den Präsidenten zu unterstützen. Der Korrespondent der„Times“ erwähnt die Aeußerung des Senators Walsh, eines Kupfer- interessenten, daß das britische Vorgehen in der Geschichte beispiellos sei und daß ungewöhnlich energische Vorstellun⸗ gen dagegen erhoben würden. Unter den Senatoren herrsche allgemeines Bedauern, daß der Kongreß nicht vor der Schließung den Präsidenten ermächtigte, Lieferungen an die Kriegführenden zu verbieten. *** Zwei englische Panzerschiffe vor den Dardanellen gesunten. (WTB.) Konstantinopel, ae englische Panzer⸗ rresistible“ und„Africa“, die mehren sich, daß scharfen Protest tik einlegen wir 9 19. März(WDB Nichtamtlich.) ce Milli“ verbreitete Meldung von dem Untergang englischen Kriegsschiffe Irresistible“ und„Afrika“ wird jetzt von dem tür⸗ n Hauptquartier bestätigt, das darüber folgendes meldet: Die englischen Linienschiffe„Irresistible“ und , die gestern als stark beschädigt gemeldet wurden, 1 Mitternacht durch die Batterien in Grund geschossen worden. Konstantinopel, 20. März.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier meldet, daß am 19. M ärz vollständige Ruhe in den Dardanellen herrschte, und bestätigt die Meldung des Korrespondenten der„Agence Milli“ über die Zer⸗ störung der englischen Panzerschiffe„Irresistible“ und„Africa“, die Beschädigung eines anderen Panzerschiffes sowie die Zerstörung eines feindlichen Torpedobootes. Der in den Forts angerichtete Materialschaden ist sehr gering. Unsere Batterien sind beständig bereit, in Tätigkeit zu treten. Der Menschenverlust ist un⸗ bedeutend.— Wie der Korrespondent der„Agence Milli“ erfährt, tauchte das feindliche Panzerschiff, welches einer früheren Depesche zufolge nach Tenedos geschleppt wurde, mit seinem Vorderteil unter Wasser. Vor Tenedos wurde die Besatzung des Schiffes von anderen Fahrzeugen geborgen. Es handelte sich um ein französisches Panzer⸗ schiff. Konstantinopel, 19. März.(WTB. Nichtamtlich.) (Meldung der„Agence Milli“.) Ein türischer Flieger hat festgestellt, daß ein Panz erschiff vom Typ„Corn⸗ wallis“ von mehreren Schiffen na ch Tenedos ge⸗ schleppt wurde. Berlin, 20. März. den Dardanellen sagt die Konstantinope Die bereits von der„2 Zur englisch⸗französischen Schlappe vor „Kreuzzeitung“. Der materielle erlust der englischen Flotte darf nicht übermäßig hoch eingeschätzt werden. Der moralische Eindruck der englischen und fran⸗ z sischen Verluste wird aber durch die Tatsache, daß diesmal nur ältere Schiffe von den türkischen Geschoffen in den Grund gebohrt worden sind, nicht abgeschwächt werden und er dürfte sich beson⸗ ders auf dem Balkan auch durch die phantasievollen Großspreche⸗ reien so rasch nicht verwischen lafsen. Athen, 19. März.(WTB. Nichtamtlich.) Aus Tenedos wird gemeldet: In Mudros sind 50000 au stralische, englische und französische Kolonialtruppen unter General d'A made für einen Landungsversuch bei den Dardanellen versammelt— * 12— Die Lügen der Gegner. Berlin, 19. März.(WTB. Amtlich.) Der englische Oberbefehlshaber soll, wie aus Christiania und Bukarest ge⸗ meldet wird, den Verlust der Deutschen bei Neuve Chapelle auf 18 000 Mann beziffert haben. Diese Zahl übertreibt die tatsächlichen Gen samtverluste um das Dreifache. Auch sonst sind in letzter Zeit im Auslande teils unerhört übertriebene, teils völlig frei erfundene Nachrichten über große Verluste der deutschen Truppen verbreitet worden. Die deutsche Heeres⸗ leitung bleibt demgegenüber bei ihrem Entschluß, im all⸗ gemeinen auf den Kampf gegen Lügen zu verzichten. Sie trägt im ßtsein des Vertrauens des eigenen Volkes kein Be⸗ denken, die feindlichen Berichte nach wie vor auch zur Ver⸗ öffentlichung in der deutschen Presse zuzulassen. Schutz von Kunstgegenstäuden durch das Heer. Berlin, 19. März.(WTB. Nichtamtlich.) Bei der obersten Heeresleitung laufen zahlreiche Anregungen ein zum Schutz der Erhaltung kulturhistorischer Stätten und Kunst⸗ gegenstände, die beweisen, wie tief das Verständnis für alle kulturellen Fragen in unserem Volke wurzelt.— Dieselben kulturellen Anschauungen finden wir aber auch im Heere ver⸗ körpert, das sich aus allen Bevölkerungsschichten zusammen⸗ setzt und im schönsten Sinn des Wortes ein Volksheer ist. Wo also der Feind nicht selbst seine Kulturdenkmäler zerstörte, indem er sie als Kugelfang oder Kampfmittel benutzte, schirmtedas deutsche Heer das Altehrwürdige und Künstlerische. So liegt der Fall vor, daß selbst im feindlichen Feuerbereich befindliche Kulturdenkmäler durch starke Holzverschläge aus der eigenen Initiative der Kom- mandostellen nach Möglichkeit vor dem feindlichen Feuer ge⸗ schützt wurden. So wurden zum Schutz von Kunstgegenstän⸗ den allgemein gültige Verfügungen für das Heer erlassen. Auch sogenannte„Naturdenkmäler“ werden geschützt, soweit es die militärische Lage zuläßt. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 19, März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart, 19. Marz mittags: In den Karpathen im Raume Lupkow und Smolnie lebhafter Geschützkampf. Ein auf den Höhen südwestlich Balig rod angesetzter Nacht⸗ angriff der Russen wurde nach kurzem Feuerkampf zurück⸗ geschlagen. Starke feindliche Kräfte griffen vormittags unsere Stellungen nördlich des Uzsoker Passes an. Wie am 14. März wurden sie auch gestern unter schweren Verlusten abgewiesen. 8 An der Schlachtfront in Südost⸗Galizien wurde vormittags erbittert gekämpft. Die zahlreichen Angriffe, die der Feind diesmal gegen die Mitte und den linken Flügel der Stellung richtete, scheiterten durchweg an der festen und standhaften Haltung unserer braven Truppen. Der Gegnei erlitt sehr schwere Verluste. Das Angriffsfeld ist be⸗ deckt von Toten. Fünf Offiziere und 500 Mann des Fe indes wurden entwaffnet und gefangen. An der Front in Westgalizien und Polen kein Veränderung. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes . Höfer, Feldmarschalleutnant. Barbarische Kriegführung der Russen. Wien, 20 März(WB Nichtamtlich.) Das Kriegs⸗ pressequartier meldet: Wie barbarisch die Russen in der Bukowina hausten und hierbei auch die Vertreter und Einrichtungen der orthodoxen Kirche nicht schonten, wird durch folgende amtliche Meldung neuerdings bewiesen: In Moldawa⸗Sulitza wurden in dem griechisch⸗orientali⸗ schen Pfarrhause alle Einrichtungsgegenstände zerschla⸗ n und Pferde im Pfarrhause eingestellt. Der Pfarrer fand sein N zur Aufbewahrung des heiligen Chrismas geweihte silberne Behälter, ferner die Bibel und gottes⸗ dienstliche Bilder und Bücher zerrissen und zerstört im Düngerhaufen. Plackereien der Juden in Galizien durch die Russen. Petersburg, 19. März WTB. Nichtamtlich.)„Birsche⸗ wija Wjedomosti“ veröffentlicht folgende in Lemberg publi⸗ zierte obligatorische Verordnung des galizischen Gene⸗ ralgouverneurs, Grafen Bobrinski, vom 13./ 26. Fe⸗ bruar: Zufolge Befehls des Oberkommandierenden der Armee der Südwestfront bestimmt der Militärgouverneur von Galizien, angesichts der in der letzten Zeit erhöhten Spionage durch Juden auf Grund der Punkte 1, 2 und 3 des Gesetzes, betreffend die Ortschaften, die als im Kriegszustand befindlich erklärt sind: 1. Personen jüdischer Nationalität ist der Eintritt in die Provinz Galizien untersagt. 2. Personen jüdischer Nationalität ist unter⸗ sagt, von einem Kreise Galiziens in den andern zu reifen. 3. Die Schuldigen werden im Administrativverfahren mit Geldstrafe bis zu 3000 Rubel oder gefänglicher Einziehung bis zur Dauer von drei Monaten bestraft. Die Ausführung dieser Verordnung, erfolgt durch den Stadthauptmann in Lemberg, die Gouverneure von Gali⸗ zien und die Chefs derjenigen Kreise, welche nicht zu dem Bestand eines Gouvernements gehören. Frankreichs Finanzpolitik. Paris, 19. März.(WTB. Nichtamtlich.) Die Kam- mer nahm die Erhöhung des Ausgabebetrages der Staatsschatzscheine auf 4½ Milliarden an. Der Finanzminister Ribot erklärte, daß der Erfolg der Staats- schatzscheine die Wünsche der Regierung übertreffe und führte unter dem lebhaften Beifall des Hauses weiter aus, daß große Schwierigkeiten auftreten würden, der Staatsschatz aber sicher sei, sie zu überwinden. Ribot legte die Bedeutung der Kriegs ausgaben dar, deren Steigerung infolge neuer Notwendigkeiten erwartet werden müsse, besonders infolge der Dardanellen⸗Expedition und infolge der Unterstützung, welche den Bewohnern der besetzten Ge⸗ biete im Augenblicke der Befreiung ihres Territoriums ge⸗ währt werden müsse. Der Minister stellte mit Befriedigung fest, daß die Geschäfte wieder anziehen, und daß das Steuer- erträgnis zunimmt. Man könne am Tage des Friedens eine Entwicklung des Reichtums erwarten, welcher Frank- reich gestattet, aller Schwierigkeiten Herr zu werden. Ribot hob die politische und finanzielle Ehrlichkeit Frankreichs hervor, und schloß: Wir haben dem Publikum die volle Wahrheit gesagt und haben es nicht nötig, die Lage und die Ausgabe des Papiergeldes zu verschleiern. Ribots Rede wurde mit großem Beifall aufgenommen. Die Kammer beschloß, daß sie in allen Bürgermeistereien Frankreichs angeschlagen werden soll. Die Kammer nahm darauf den Antrag betreffend Vorschüsse an verbündete und befreundete Länder an. Auf eine Anfrage erklärte Ribot, Belgien und Serbien seien die einzigen Länder, welchen Frankreich Vorschüsse gewährt habe, was wohl nie⸗ jährl. Mk. 2.20; durch mand unrichtig könne, und er fügte unter Beifall hinzu, daß zinslose Staatsschatzscheine für Rußland aus⸗ gegeben werden. Rußland und Persien. Petersburg, 19. März.(WTB. Nichtamtlich.) Die persische Regierung hat erneut Rußland ersucht, die Provinz Aserbeidschan von den russischen Truppen zu räumen. Die japanischen Forderungen. RNotterdam, 19. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant“ berichtet: Der japanische Ministerpräsident Okuma hat die Frist für die Annahme der japanischen Forderungen durch China vom 1. April auf den 25. März verkürzt. Japan will augenscheinlich die Un⸗ terhandlungen mit China vor den japanischen Parlaments- wahlen beendet sehen.— Nach einem Pekinger Telegramm des„Daily Telegraph“ will China diejenigen japanischen Forderungen, die es als im Widerspruch mit seinen Sou⸗ veränitätsrechten stehend erachtet, unter keinen Um⸗ 5 nden bewilligen. China wartet den Friedensschluß Europa ab und ist überzeugt, daß England den Vertrags⸗ bestimmungen mit Japan über die Unverletzlichkeit des chi⸗ nesischen Gebietes Achtung verschaffen wird. Aus dem Keiche. Neue Fürsorgeanträge im Reichstagsausschuß. Berlin, 19. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der Ausschuß für den Reichs haushaltsetat stellte zu dem Etat über den allgemeinen Pensionsfonds folgenden Antrag: 1. Enn des Krieges einen Ges f 1 5 sionierung und Versorgung der Kriegsinvaliden 2 150 0 1906 und 3. Juli 1913, 2. das Militärhinterbliebenengesetz vom 17. Mai 1907. 05 0 Die Sicherung der Lebensmittel für Deutschland. Berlin, 19. März.(WTB. Nichtamtlich.) Wie Unter⸗ 1 1 ee vom preußischen Finanzministertum 5 der Presse mitteilte, könne er, nachdem die Be⸗ standaufnahme vom 1. Februar vorliege, die Vorsorgung des Kon⸗ fuunts genau gevegelt sei, sowie nachdem die Ueberzeugung von der Erinschränkung des Bedarfs auch in die weitesten Volkskreise ge⸗ druugen sei, mit Bestimmtheit sagen, daß wir unbe⸗ dingt mit unseren Vorräten bis zur neuen Ernte, ja bis in den August hinein, reichen werden. Wir hätten ogar noch einen Reservefonds von 20 Prozent der . Des weiteren teilte der Unterstaatssekretär mit, daß mit dem 1. April 1915 die Möglichkeit der Selbstbewirtschaftung der Komnmmalverbände auf Grund des Paragraphen 26 a der Bundes ratsbestimmungen eintreten e und daß 9 Zeitnunkt an die Preisregelung erfolgen werde die sowo b Forderungen der Produrzenten wie Konsumenten ent⸗ Die ostpreußischen vaterländischen Frauenvereine. Königsberg, 19. März.(WTB. Nichtamtlich) Die Mit⸗ 3 des Provinzialverbandes der Ostpreußischen vater⸗ ändischen Frauenvereine sandten am 17. März folgen⸗ des an die Kaiser in:. „Eure Majestät bitten die heute in Königsberg versammelten Mitglieder der ostpreußischen vaterländischen Frauenvereine das Gelübde unwandelbarer Liebe und Treue allergnädigst entgegen⸗ nehmen zu wollen. In dem festen Vertrauen auf den endgültigen Sten un tapferen Heeres setzen die Frauen Ostpreußens ihre * Kraft an die Pflege unserer Krieger arnd an die Linderung Not in der Heimat. Der Vorstand: Frau v. Batocki.“ Darauf erging folgender telegraphischer 4* „Ihre Majestät die Kaiserin lassen Euer lenz und den siedern der ostpreußischen vaterländischen Frauenvereine für Treugelübde herzlich danken. Ihre Majestät sind dessen gewiß, daß die ostpreußischen Frauen mit voller Hingebung Kräfte helfen, die großen Schäden, die der Feind ihrer teuren Heimat bereitete, zu heilen.“ Im allerhöchsten Auftrage, Kabinettsrat Frhr. v. Spitzemberg. f Das Eiserne Kreuz. Berlin, 19. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Staats⸗ iger bringt folgende Verordnung des Königs: 1. Das Eiserne Kreuz soll in geeigneten Fällen auch an An er 5 der verbündeten Mächte verliehen werden. 2. 5 er 2 der Urkunde vom 15. August 1914 erhält folgende Fassung: Die 8 Klasse wird an schwarzem Bande mit weißer Ein⸗ ssung im Knopfloch getragen, sofern es für Verdienste auf dem 9 +˖łᷣł˖ verliehen wird. Für daheim erworbenes Ver⸗ dienst wird es am weißen Bande mit schwarzer Einfassung versiehen, sofern nicht auf Grund besonderer militärischer Ver⸗ — N die 1 schwarzen Bande mit weißer Einfassung erfolgt. Die er ste Klasse wird auf der linken Brust, das Groß⸗ kreuz um den Hals getragen. 5 0 5 Berlin, 20. März. Bei Sturm und Schneegestöber pilgerten gestern 200 Reichstagsabgeordnete aller 1 Parteien nach Döberitz, um das Gefangenenlager u. In den deutschen Gefangenenlagern befinden f laut„Vossischer Zeitung“ 801000 Gefangene und reich⸗ lich 9000 Offiziere. In Döderitz gehen außer Briefen auch Zahlreiche Geldsendungen ein, die in einem Monat 2½ Mil⸗ ionen Mark erreichten. Die überall herrschende Ordnung und Sauberkeit ließ bei den Abgeordneten den Wunsch laut werden, daß es unseren erkrankten Brüdern in Feindesland ebenso gut ergehen möchte, als bei uns den Engländern, Russen und Franzosen. 5— jj —— 2 n n 5 r 8 Gießen, 20. März 1915. Achtzehn Millionen Mark Kriegsanleihe in Gießen. Die zweite Kriegsanleihe hat in Gießen ein Ergebnis — das auch den Optimisten überraschend gekommen ist. hrend bei der ersten Anleihe etwa 6,7 Millionen gezeich⸗ net wurden, erreicht die Zeichnungssumme der zweiten nach den bisher mö—— Feststellungen den wenig unter dem Dreifachen bleiben Betrag von etwa 18 Millionen Mark. U. a. gingen bei der Mitteldeutschen TCredit⸗ bank, die damit an erster Stelle steht, von etwa 4500 Zei nern zehn Millionen Mark an Zeichnungen ein. Die Zeich⸗ nungs höhe bei der Darmstädter Bank beträgt etwa 11 5 6 Millionen. Ein abschließendes Ergebnis lag um 11 Uhr bei der Reichsbank noch nicht vor, doch ist mit einer kleinen Erhöhung des Gesamtzeichnungsbetrages vielleicht noch zu rechnen.— Von den Einlegern der Bezirkssparkasse Gießen wurden etwa 2 300 000 Mk. gezeichnet. Die eigene Zeich⸗ nung der Sparkasse beträgt 200 000 Mk., so daß sich diese mit insgesamt nahezu 2% Millionen Mark an der Kriegsanleihe beteiligt. * h. Frankfurt a. M., 19. März. Auf die erste Kriegs⸗ anleihe wurden in Frankfurt 148 Millionen Mark gezeichnet. Diesmal wurden etwa 250 Millionen Mark gezeich⸗ net. Die größten Zeichnungen weisen die Frankfurter Bank und die hiesige Filiale der Deutschen Bank auf. Bei der Frankfurter Bank sind 31 Millionen Mark gegen 21 Millionen im September gezeichnet worden. s m. Offenbach a. M., 20. März. Nach dem vorläufigen Ergebnis wurden in Offenbach für die zweite Reichs kriegs⸗ anleihe insgesamt über 18¼½ Millionen Mark gezeichnet: während auf die erste Kriegsanleihe nur 6 Millionen gezeichnet wurden. 1 0 Die Fürsorge für die Kriegsbeschädigten. „Frankfurt, 20. März. Eine für die Kriegsbeschädigten der Landesteile Hes⸗ sen, Hessen⸗Nassau und Waldeck hochwichtige Versamm⸗ lung fand hier in den Räumen der Krüppelheilanstalt Friedrichsheim statt. An den von Geheimrat Dr. Brei⸗ dert⸗ Biebrich a. Rh. geleiteten Verhandlungen nahmen u. a. teil Vertreter der Militärverwaltung, der Regierung zu Darmstadt, der Provinzialdirektionen Darmstadt, Mainz und Gießen, der Regierungen zu Cassel, Wiesbaden und Arolsen, Vertreter fast aller größeren Städte des Gebiets, viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Abgeordnete vom Roten Kreuz aus Cassel, Wiesbaden, Gießen, Frankfurt und Darmstadt und endlich die Arbeitsnachweisleitungen für das Königreich Sachsen, Elsaß⸗Lothringen und die Provin⸗ zen Hannover, Sachsen und Schleswig⸗Holstein, insgesamt mehr als 100 Personen. Einleitende Vorträge hielten Dr. Fritz Hallgarten (Frankfurt) über„Die Bedeutung der Krüppelfürsorge“, und Prof. Dr. Ludloff(Frankfurt) über„Die Bedeutung der Orthopädie“.— Die der Versammlung vorgelegten Leitsätze für die praktische Tätigkeit des Ausschusses in der Kriegs⸗ beschädigtenfürsorge fanden einhellige Annahme. Sie gip⸗ feln in folgenden Maßnahmen: Erhaltung der Leute im bis⸗ herigen Berufe und Beschäftigung in dem Heimatsgebiete durch Berufsberatung, Stellenvermittlung und ersorder⸗ lichenfalls Umbildung der Kriegsteilnehmer. Zur Errei⸗ chung dieses Ziels werden eine besondere Geschäftsstelle eingerichtet und örtliche Ausschüsse gebildet; durch Ein⸗ richtung von Sonderschulen für Einarmige und Heran⸗ ziehung aller Fachschulen gibt man den Leuten eine plan⸗ mäßige Ausbildung, man macht sie auf alle Arbeitsgelegen⸗ merksam und betrachtet sie als vollwertige Staatsbürger und nie als Leute, die aus Mitleid beschäftigt werden. Für sie sollen bei den Behörden geeignete Stellen geschaffen und offen gehalten werden. Schließlich wird ein besonderer Stellenanzeiger für Kriegsbeschädigte ins Leben gerufen.— In den engeren Ausschuß wurden u. a. gewählt: Landes⸗ W Hrekel(Wiesbaden), Provinzialdirektor Fey Darmstadt), Provinzialdirektor Be t„ Prvvinzial⸗ direktor Ufinger(Gießen), Geheimrat Dietz(Darm⸗ stadt), Oberregierungsrat Springorum(Wiesbaden), Geheimrat Breidert(Biebrich), Dr. Guradze(Wies⸗ baden), ferner Vertreter der Landwirtschaftskammern Darm⸗ stadt, Wiesbaden und Cassel und verschiedenen Arbeit⸗ geber⸗ und Arbeitnehm ände. Die praktischen Arbeiten des Ausschusses erläuterte so⸗ dann Dr. Schlotter(Frankfurt). Er berichtete, daß be⸗ reits zahlreiche Beschädigte in geeigneten Stollen unter⸗ gebr. seien. Eine Mitwirkung bei der Anstellung der Beschädigten durch Leute der Praxis sei dringend geboten. Weitere Vorträge hielten Oberbürgermeister Dr. Antoni (Fulda) über„Die aer Krüppelheilanstalt“, Geheim⸗ rat Schroeder(Cassel) und Geheimrat Dr. Dietz(Darms stadt) über„Die Herausgabe besonderer Instruktionen an ie Dienststellen, die Beschädigte aufnehmen“ und Bürger⸗ meister Dr. Luppe(Frunturt9 über„Die Mitwirkung der Krankenkassen“. Eine Besichtigung der Anstalt schloß die wichtige Tagung. 8 Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Gesr. Ludwig Rosenberger, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 88, aus Hanau. — Landwehrmann Ernst Schmidt, Landwehr-Brigade-Ersatz- Bat. 41, aus Niederscheld. Musk. Otto Forg, Res.-Ins.⸗ Rgt. 221, aus Offenbach.— Mnsk. Karl Dorl, Inf.-Rgt. 144, aus Offenbach a. M.— Einj.⸗Kriegsfreiw. Emil Erdmann, Res.-Ins.⸗Rgt. 223, aus Wetzlar. Unteroff. der Landw. Hans Zahn, Landw.⸗-Inf.-Rgt. 83, aus Stockhausen. * * Ritter des Eisernen Kreuzes: Major Gustav Nothnagel aus 8 K(1. Kl.), Fußart.⸗Regt. 15. Jäger Wilhelm Schütrumpf aus Hersfeld, Jägerbat. 11. Ober- örster Maul aus Ossenheim, d. R und Kompagnie⸗ ührer im Res.⸗Inf.⸗Regt. 40. Uffz. d. R Seibel aus Oberscheld, 3. Garde⸗Regt. z. F. Hauptmann Paul Klei⸗ ner aus Weilburg(1. Kl.), Landw⸗Inf.⸗Regt. 81. Gefr. Wilhelm Eichhorn aus Laubuseschbach, Feldart.⸗Negt. 76. Uffz. Karl Krämer aus Werdorf, Kr. Wetzlar, Fußart.⸗ Regt. 16. Gefr. Johs. Wisker aus Wißmar, Kr. Wetzlar, Res.⸗Inf.⸗Regt. 222. uffz. Ernst Schäfer aus Gießen, Banlbeamter in Offenbach. * Die Brotmarkenverteilung beginnt am 22. März. Im Anzeigenteil veröffentlicht der Oberbürger⸗ 17 die für dieses Geschäft vorgesehene Bezirksein⸗ teilun 5 * Anlagemusik. Am morgigen Sonn indet vormittags 11½ Uhr im Garten der alten Alinik 1 1. Konzert mit folgender Spiel⸗Folge statt: Eine feste Burg ist unser Gott von Dr. M. Ouverture von H. Zwicker. Priestermarsch und Arie aus der Oper„Die Zauberflöte“ von Mozart. Wir müssen siegen, Patriotisches Lied(neu) von P. Lincke. Deutschlands m, M l von Ebel. Unsere Feldgrauen, 71 von C. Krauße, Großh. Musikdirektor a. D. urzer Osterurlaub für die Soldaten. Die Zahl der Weihnachten 1914 beurlaubten Soldaten ist während des Krieges außerordentlich hohen Anforderungen an den Personenwagenpark war die Beförderung dieser Ur⸗ lauber nur unter den größten Schwierigkeiten und unter 8 von Güterwagen möglich. Zu Ostern wird die Wagenstellung voraussichtlich noch schwieriger werden, da Güterwagen nicht mehr gestellt werden können. 17 5 t e ch⸗Idessen werden die Osterbeurlaubungen aufs äußer eingeschränkt und nur vom 1. 6. April früh zum Dienst gewährt. 1 1 2 heiten und die Bedeutung der Beschädigtenfürsorge auf⸗ ge (beck. Luther. Militär- hen bedeutend größer als in Friedenszeiten gewesen. Bei den CC ** Stadttheater. Man schreibt uns: Es sei auch an dieser 1 Stelle darauf hingewiesen, daß statt der für Sonntag abend ur⸗ sprünglich geplanten Aufführung von„Agnes Bernauer eine solche von„Wohltätige Frauen“ angesetzt werden mußte, da 1 die Unmöglichkeit ergab, bei dem geringen Bestande des tech⸗ nischen Personals das Hebbels Stück nach einer Nachmittags⸗ vorstellung vorzubereiten.— Die Sonntagnachmittagvorstellung von„Als ich noch im Flügelkleide“ findet bei Volks⸗ preisen statt.— Nochmals sei auf das Gesamte Benefiz der darstellenden Mitglieder am kommenden Dienstag nachdrücklich auf⸗ merksam gemacht. Diese Aufführung von„Mein Leopold“ müßte schon in Anbetracht des Zweckes eigentlich ein ftes Haus erzielen. * Der Obst⸗ und Gartenbauverein hält heute abend 8¼ Uhr im Hotel Schütz eine Vereinsversamm⸗ lung ab, dei der die Einrichtung kleiner Nutzgärten besprochen werden soll.. * Unfälle auf Bahnübergängen. Wie die Eisen⸗ bahndirektionen Mainz und Frankfurt a. M. festgestellt haben, ist die Zahl der überfahrenen Fuhrwerke im letzten Jahre in beiden Direktionsbezirken um je 17 gestiegen. Die meisten dieser Un⸗ fälle sind auf die Fahrlässigkeit der Geschirrführer zurück⸗ zuführen. Das Kreisamt hat deshalb die Bürgermeistereien an⸗ ewiesen, durch ortsübliche Bekanntmachung erneut auf die Ge⸗ ahren hinzuweisen, die durch Unaufmerksamkeit beim Be⸗ fahren von unbewachten Eisenbahnübergängen entstehen. ** Verkauf eingeführter belgischer Pferde. Mittwoch, den 24. März, vormittags 11 Uhr, findet im Hofe des Jagdschlosses Kranichstein eine Versteigerung von 34 in Belgien angekauften 2—3 jährigen Pferden statt. Die Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung. in Teil des Steigpreises kann gestundet werden. Zugelassen werden nur Landwirte aus dem Großherzog⸗ tum Hessen. 5 g Landkreis Gießen. f 2 (Großen-Linden, 20. März. Unsere Schule sammelte 6150 Mark an Gold. Für Kriegshunde ergab die Samm- lung 205 Mark. r. Londorf, 20. März. Bei der Vorstandswahl der israelitischen Religionsgemeinde wurde anstelle N Moses Kares Markus Rotschild von hier zum 3. Vorstands⸗ mitglied gewählt.* 5 OGöbelnrod, 20. März. Aus unserem kleinen Dörf⸗ chen sind bis jetzt 27 Mann zu den Waffen einberufen, von ö denen 19 draußen in der Front stehen. Verwundet wurden 6 Mann, einer ist vermißt, einer in Gefa schaft in Süd⸗ N frankreich und ein Sohn unserer Gemeinde starb den Helden f tod fürs Vaterland, der Ersatzreservist Heinrich Fuchs vom Ju rh 20. Mügg S0 den 21. März, abends Lich, 20. März. untag, 5 ö 8 25 findet in der. Marienstifts⸗ kirche zu Lich eine 8 e statt. Unter Leitung des rühmlichst bekannten Diri W. Zimmer werden Cäcilienverein und Gemischter Chor eine Reihe von Tondichtungen bedeutender Meister(Beet⸗ hoven, Klein, Mendelssohn u. a.) zu Gehör bringen. 8 vorträge, zum Teil in Verbindung mit Cello⸗ und Violin⸗ begleitung wechseln mit den Gesängen und versprechen einen nußreichen Abend. Von besonderem Interesse dürfte es sein, daß ein von der Fürstin Emma Solms-Hohen⸗ solms⸗Lich gedichtetes und in Musik es„Deutsches Kriegsgebet“ zum ersten Male zum A Lich, 20. März. Wer erinnert de cn die öffnen, um die blanken oder vielleicht au ü ig“ gewordenen fuchse auf dem Altar des Baer andes. n das badlf gleichwertige Papiergeld einzutauschen. ö Kreis Schotten. O Laubach, 20. März. Im Saale des„ I hielt gestern abend Oekonomierat Spieß aus Friedberg einen Vortrag über Volksernährung in der Kriegszeit vor zahlreicher Zuhörerschaft, die seinen Ausführungen mit regem Interesse folgte und zum Schlusse reichen Beifall spendete. Kreis Lauterbach. N A Lauterbach, 19. März. Für sämtliche Gemeinden de⸗ f Kreises sind mit Wirkung vom 18. März Brot⸗ und Mehl⸗ karten ausgegeben worden. Jede versorgungsberechtigte Person, sofern sie nicht im 1 Haushalt— wie z. B. bei den meisten 5 Landwirten— ihr Brot vom eigenen Mehlvorrat herstellt, bezw erhält, erhielt eine Karte mit 15 abtrennbaren Scheinen, für die s entweder ein bestimmtes Quantum Brot oder dafür eine ent⸗ sprechende Menge Mehl bezogen werden kann. Die Karten sind auf 14 Tage für jede Person gültig und es können auf etwa nicht verbrauchte Scheine nach Ablauf der Gültigkeitsdauer keine Bach oder Mehlwaren mehr verabfolgt werden. Es kommen dann neut Karten zur Ausgabe. Kreis Fri edberg. h Vilbel, 19 März. Bel starker Beteiligung fand hier die Hauptversammlung des Ziegenzuchtvereins sür den Kreis Friedberg statt. Trotz des—— stieg die Zahl dei Mitglieder im letzten Jahre von 717 auf 841. Ferner sind 82 Ge. meinden dem Verein körperschastlich angeschlossen. Von dem Verein wurden im vorigen Jahre für 4600 Mk. Lämmer verkauft, wovon der größte Teil nach dem Rheinland und Westsalen kam, ein Be⸗ weis, daß die Ziegenzucht des Kreises sich zu hoher Blute ent⸗ wickelt hat. Auf der Deutschen Landwirtschaftsausstellung 9 - Q N P Hannovez wurden von fünf ausgestellten vler durch P ausgezeichnet. N Staortendurg und Nheinhessen. rm. Darmstadt, 20.„Die hiesigen Berteilungssteslen der Brotkarten hat berordentlich gut bewährt, da sich au und anderen ien, die aus irgend Bingen, 18. März. Abermals cal e die i See ten 1 der n Fleischdauerwaren. Be- sprechung kam Vertrag 1 der Zentral-Einlaufs⸗- 3 chaft m. b. H. und der 3 Städtetag 1 schlossenen Städte. Die Gesellschaf rnimmt danach die Lieferung von Schweinefleisch⸗Konserven für die Städte. best 30 ff „Auch als Liebesgabe im Felde begehrt!“ u . 1 der Stadt des Sa d die jedoch selbst im Verhältnis zu den hen Schweinepreisen für den Verbrauch zu hoch. Nach —.— Aussprache wurde beschlossen, mit der Beschaffung Fleisch⸗Dauerwaren noch zu warten. Hessen⸗Nassau. 5 Marburg, 19. März. Eine besonders in Handwerker⸗ kreisen bekannte Persönlichkeit, der Schreinermeister Friedrich Bang, ist nach längerer Krankheit gestorben. Der Verblichene, der neun Jahre der bessischen 1 1 ndwerkskam mer angehörte, war Magistratsmitglied und Vorstand verschiedener Vereine. X. Hanau, 18. März. Der Direktor des Hanauer Stadt- theaters Adalbert Steffter hat bekannt gegeben, daß gegen die Einlieferung von 30 Mk. Gold zum Austausch gegen Papier- oder Silbergeld an der Theaterkasse eine Freikarte zum Besuche einer Wochentagsvorstellung verabfolagt werden würde. Der Erfolb war überraschend groß, so daß die Theaterkasse in die Lage ver— setzt worden ist, bei der Reichsbank bereits 3000 Mk. in Gold ab— liesern zu können. 10 Hanau, 20 März. Da eine größere Anzahl der mit Schl des laufenden Schuljahres zur Entlassungkommen⸗ den Schüler und Schülerinnen der Volks- und Mittelschulen während des Krieges einem bestimmten Berufe nicht zugeführt werden kann, haben das Kuratorium der Milelschulen und die re dem Schulbesuche der nicht mehr schulpflichtigen Kinder unter der Voraussetzung zu⸗ gestimmt, daß die Väter oder die gesetzlichen Vertreter der be⸗ treffenden Kinder sich verpflichten, letztere mindestens ein halbes Jahr oder wenigstens bis zur Aufnahme eines bestimmten Berufes regelmäßig zur ule zu schicken. . Frankfurt a. M., 19. März. Geheimer Kom⸗ merzienrat Ludo Mayer hat dem ersten deutschen Un⸗ terseeboote, das ein englisches Kriegsschiff oder Trup⸗ pentransportschiff vom heutigen Tage ab 5 2000 Mark, oder das ein lsschiff zerstört, 1000 Mark ge⸗ stif tet. Dasselbe gilt vom ersten Zeppelinluftschiff. Das Reichsmarineamt nahm die Stiftungen an. h. Bad Homburg v. d. H., 18. März Alter von 81 J. starb hier am Mittwoch der Geheime Justizrat Heinrich von Langen. Mit dem Oerstorbenen scheidet der älteste noch im Amt befindliche Richter Deutschlands aus dem Leben. ustizrat von Langen feierte im vorigen Jahr sein 60jähriges Di 1 1854 trat er in Königstein in nassauische Dienste: seit 1874 wirkte er am hiesigen Amtsgericht. Kartoffel⸗ und Schweinebestand in Gießen. Wie wir kurz vor Druckle es Blattes erfahren, hat die Aufnahme des Kartoffelbestandes in der Stadt Gießen einen Gesamtvorrat von 29 000 Zentnern er⸗ geben, während bei der Schweinezählung 543 Schweine gegenüber einem Bestande von 722 im Juni vorigen Jahres festgestellt wurden. Vermischtes. Fliegen ohne Flugzeug. Den Anziehungspunkt des VBergnügungsparkes der eben eröffneten Weltausstellung von San Franzisko bildet das„Aeroskop“ getaufte verankerte Luftschiff. „Aeroskop“ hat man dieses verankerte Lustschiff genannt, das nach der Beschreibung des„Iron Age“ einem gewaltigen Karussell ähnelt, von einer Größe, wie es bisher noch nirgends gebaut worden ist, sind doch nicht weniger als 300 Tonnen Stahl dazu nötig gewesen. Auf einem steinernen Unterbau von 20 Meter Durchmesser liegt eine kreisförmige Schienenbahn, auf der ein turmähnliches Eisengerüst rotiert. In 20 Metern Höhe besitzt dieser Turm eine große Stahlachse, um die sich ein gittersörmiger Arm in senkrechter Richtung auf und ab bewegen kann. Dieser Arm ist auf der einen Seite gegen 60 Meter lang und trägt am Ende eine zweistöckige Kabine, in der 120 Personen auf Sitzplätzen Unterkunft finden können. Nach der anderen Seite ist er sehr kurz, doch wird hier durch ein Gewicht von 225 Tonnen, das je nach der Besetzung der Kabine noch reguliert werden kann, ein Gegen- gewicht ie so daß der Arm sich in ungesährem Gleichgewicht befindet. ie man mit diesem„verankerten Lustschiff“ fliegt, ist nun leicht zu erraten. Das Turmgerüst wird in leichte Drehung versetzt. Sofort steigt die mit Menschen besetzte Kabine infolge der Zentrifugalkrast. In diesem Augenblicke beginnen zwei durch 15-pferdekrästige Maschinen angetriebene Propeller sich in Be⸗ wegung zu setzen und die Kabine noch höher zu heben, indem sie gleichzeitig die Drehungsgeschwindigkeit des Armes immer mehr beschleunigen. Bald schwebt die Kabine 20 Meter hoch über den Häusern der Ausstellung dahin und die Insassen können sich mit einiger Phantasie einreden, daß sie eine Fahrt in einer Zeppelin⸗ Gondel machen. Frankfurt a. M., 18. März.(W. T. B. Nichtamtlich.) Das am 31. Oktober 1914 beendete Geschäftsjahr der Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer, A.⸗G. zu Franksurt a. M., schließt nach Rückstellung eines Betrages von 500 000 Mk. für Kriegsrisiko mit einem Reingewinn von 4048 605,95 Mark, einschließlich 537 008,51 Mk. Vortrag aus dem Vorjahr(i. V. 4 151 326,83 Mk., einschließlich 548 979,40 Mk. 1 ab, wobei die Abschreibungen mit 1933 351,99 Mk.(i. B. 1979 003,35 M.) die Handlungsunkosten mit 1 496 898,83(i. B. 1541 760,05) abgesetzt und dem Deleredere- Konto 30 000 Mk., wie seit Jahren, zugeführt sind. Der Aussichts- rat hat beschlossen, der auf den 14. April ds. Is. einzuberufenden Generalversammlung der Aktionäre die Verteilung einer Divi- dende von 17 Proz. auf das diesmal vollberechtigte Grundkapital von 13 Millionen Mark(im Vorjahre 25 Proz. auf 8 Millionen und 124 Proz. auf 5 Millionen) vorzuschlagen. Er beantragt serner, die Zuwendung von 300 000 Mark an den Unterstützungs⸗ fonds für Beamte und Arbeiter mit Rücksicht auf die erhöhten An⸗ forderungen, welche die Fürsorge für die Familien der im Felde Stehenden stellt, von 100 000 Mark an den Pensionsfonds der Beamten und von 40 000 Mark an den Fonds für Wohlsahrts⸗ einrichtungen, beides wie im Vorjahr. Für den Wehrbeitrag sind arkillerie fort, Bäalich mehr als 1000 Granntheschosse auf untere belagernden Truppen zu schleudern, die dadurch taglich Verluste 35 000 Mark und für Talonsteuer 10000 Mark zurückzustellen. Der erleiden nach Abzug der satzungs- und vertragsmäßigen Tantiemen ver- bleibende Reingewinn von 564 938,45 Mark soll vorgetragen werden. Der bisherige Verlauf des neuen Geschäfsjahres war durchaus befriedigend. Aleine Cageschronil. Der Senior der schwäbischen Journalistik, Dr. Wilhelm Lang, von 1860 bis 1904 Redakteur des Schwäbischen Merkur“, Versafter zahlreicher geistreicher Schristen, istim Alter von 82 Jahrn gestorben. a Durch anhaltenden Schneefall bei 2 Grad Kälte sind in Berlin seit Freitag vormittag erhebliche erkehrsstörungen aufgetreten. Der Schneefall dauert fort. Auch aus dem übrigen Norddeutschland wird starker Schneefall bei Kältegraden gemeldet. Meseorologssche Beobachtungen der Stalon Gleßen. — 2 955 2 + 2 2 2 882 2 märz E f 5 8 4 8 3 2 SS SS SS ettet 126[E 5 B S S 3 2 r 85. 19. 20 730,0] 5,5 4,1 60 WSW. 6 Sonnenschein 19. 9% 785,8— 0,8 4,3 10[WNW 6 Schneegestöber 20. 7 44,6— 1,5] 3,2 79. Sonnenschein Höchste Temperatur am 18. bis 19. März 1915 + 6,87 C. Niedrigste 18,„ 10.„ 10915 2 10“. Niederschlag: 0,2 mm. Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 21. März 1915: Zunehmende Bewölkung, trocken, etwas wärmer, südwestliche Winde. Letzte Nachrichten. * Der Riesenerfolg der neuen Kriegsanleihe. Berlin, 20. März. Wie die„Tägl. Rundschau“ hört, wird das Ergebnis der neuen deutschen Kriegsanleihe in Fachkreisen auf mindestens, sechs Milliarden Mark geschätzt. Die schweren Verluste der Engländer. 8 Rotterdam, 20. März. Die„Times“ veröffentlichen den Brief eines englischen Stabsarztes, in dem es heißt: Tag und Nacht Peheg uns Verwundete zu. Alle Spitäler sind überfüllt. Ich behandelte innerhalb zwei Tagen mindestens 200 Offiziere. Die versenkten englischen Panzerschiffe. Berlin, 20. März. Der Berliner„Lokalanzeiger“ schreibt: Von den beiden vernichteten englischen Linienschiffen vor den Dar⸗ danellen ist„Irresistible“ 1895 fertig geworden, nachdem es schon ein Jahr vorher bewilligt worden war,„Irresistible“ ist 122 Meter lang, 22,9 Meter breit und hat einen Tiefgang von 8,1 Meter. Das Deplacement beträgt 15 240 Tonnen. Die Ma⸗ schinen, welche 15000 PS entwickeln, geben dem Schiff eine Ge⸗ schwindigkeit von 18 bis 18,3 Seemeilen. Der Besatzungsetat be⸗ trägt 760 Mann. Vom Irresistible⸗Typ sind bereits„Formidable“ (1898 fertig geworden) und„Bulwark“(1899 fertig geworden vernichtet worden so daß von den Schiffen dieses Typs nur n fünf übrig sind Das zweite durch die Türken in den Dardanellen vernichtete englische Linienschiff vom Typ„Africa“ ist 1905 fertig geworden. Das vernichtete iff ist das zuletzt erbaute diefer Klasse. Es ist 129,5 Meter lang, 23,8 Meter breit und hat einen Tiefgang von 8,2 Meter. Das Deplacement betrug 16 610 Tonnen und die Maschinen, welche 18 000 PS entwickelten, gaben dem Schiff eine 5 chwindigkeit von 18,5 Seemeilen. Der Besatzungsetat betrug Mann. Amsterdam, 20. März. Der englische Marineminister gibt die Namen von 23 getöteten und 37 verwundeten Mannschaften bekannt, die in der Nacht des 13. März an Bord des Kreuzers„Ametyst“ in den Dardanellen getroffen wurden.„Times“ melden, daß die Verluste des„Ametyst“ durch das Feuer verborgener türkischer Batterien verursacht wur⸗ den, welche den Kreuzer auf kurze Entfernung trafen. Die Verluste beschränken sich hauptsächlich auf das Personal des Maschinen⸗ raumes. Das Schiff hat im übrigen an Gefechtswert nicht ein⸗ gebüßt. Nach privaten Meldungen aus nicht englischer Quelle liegt die„Ametyst“ schwer beschädigt vor Tenedos. Das Schiff weist auf beiden Seiten Löcher von verschiedener Größe auf. Drei Granatschüsse haben den Oberbau getroffen. Ueber und unter Wasser wird an der Ausbesserung fieberhaft gearbeitet. Die jüngsten Schiffsverluste vor den Dardanellen. Athen, 20. März.(WTB. Nichtamtlich) Von unserem Priwatkorrespondenten erfahren wir, daß von dem vor den Dar⸗ danellen gesunkenen französischen Linienschiff„Bouvet“ nur 25 Mann und 5 Offiziere gerettet sind.. Paris, 20. März. WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ge⸗ meldet: Während der Beschießung der Dardanellen am 18. März ist das französische Linienschiff„Bouvet“ zum Sinken ge⸗ b. und das französische Linienschiff„Gaulois“ außer Gefecht gesetzt worden. Ferner gingen zweienglische Pan⸗ zerschifse verloren. Die Besatzung des„Bouvet“ soll teilweise gerettet sein. Die Operationen dauern fort. Die tapfere Besatzung von Przemysl. Stockholm, 20. März. Aus Petersburg wird offiziell Im Abschnitt von Przemysl fährt die Festungs⸗ Clémenceau schimpft. „Genf, 20. März. Clémenceau kanzelt heute in seinem Leibblatte auf das grimmigste gleichzeitig Japan, Italien und die Balkanstaaten ab. Japan habe unter Mithilfe des englischen Korps Bernardyston ein bißchen Tsingtau bombardiert, ohne die eigene Flotte alls stark zu riskieren. Dieser erste Erfolg dünkte Japan hinreichend so groß, daß es durch seine Diplomatie andere Gewinnste einzustreichen beginne. Das feierlich gegebene Versprechen, Tsingtau an China zurückzugeben, habe Japan schnell vergessen. Der Mikado wolle den europäischen Krieg ausnützen, 5 um selber reichlich einzuheimsen. Leider sehe die Entente jetzt über⸗ ö all Nachahmer der schlauen Nipponsöhne: Griechenland verzichte, seinen besten Trumpf auszuspielen, Italien würfele mit Oester⸗ reich. Rumänien setze gleichzeitig auf die schwarze und die rote Karte, Bulgarien wartet ab, wer Sieger bleibt. Um die Gelblinge zu spielen, schließt Clémenceau, braucht man also keine Schlitz⸗ augen zu haben. 3 5 1 Raisuli gegen Frankreich. 5 5 Rotterdam, 20. März. Aus Tanger meldet die„Daily 15 Mail“, daß Raisuli sich selbst zum Sultan ausgerufen habe. Die Stämme im französischen Einflußgebiet gehen zu ihm über. Wie erinnerlich, war Raisuli allmählich zu einem der eifrigsten Partei⸗ gänger Frankreichs gemacht worden. Die Einwirkung des Rücktritts von Venizelos. Saloniki, 20. März. Hatte sich hier auch die Meinung 1 festgesetzt, Griechenland würde am Kriege gegen die Türkei teil⸗ 5 nehmen, so brachte der Rücktritt des Ministeriums Venizelos doch nur in verhältnismäßigem Umfange Enttäuschung hervor, die 0 übrigens längst einer ruhigen Auffassung der Lage gewichen ist. a — Dazu ist zu bemerken, daß das Volk unbegrenzte Vertrauen in den König setzt und einzusehen beginnt, daß Griechenland wichtigere Auf zu erfüllen hat, als sich in Abenteuer einzulassen. Sehr schwer fiel dabei die Haltung der grie⸗ chischen Militärkreise ins Gewicht, welche schon vorher den Standpunkt vertraten(mit geringen Ausnahmen. D. Red.), daß es unklug gewesen wäre, sich an die Seite Englands und Frankreichs zu stellen, um diesen zu helfen, die Dardanellen zu forcieren. Man versuchte, Kundgebungen für den Krieg 50 ver⸗ anstalten, doch erließ die Polizei strenge Weisungen, und so zeigt die Stadt ein vollkommen ruhiges Bild. Es herrscht im allgemeinen Mißtrauen gegen Bulgarien und es hat den Anschein, als ob man in Saloniki daran denkt, gegen Ueberraschungen von jener Seite gesichert zu sein. In Serbien hat der Rücktritt Venizelos, wie aus den aus guter Quelle kommenden Berichten hervorgeht, einen unangenehmen Eindruck hervorgebracht, da man dort das Ein⸗ setzen einer germanophilen Politik in Griechenland befürchtet. Demgegenüber wird hier versichert, daß sich die Haltung Griechen⸗ lands gegenüber Serbien solange nicht ändern werde, als griechische Interessen dabei nicht gefährdet werden. In Serbien herrscht eine sehr ungemütliche Stimmung und die Zukunft regt das Volk mehr auf, als man zugibt. Man möchte gern, daß bald eine Entscheidung falle. Karthum belagert? J Rotterdam, 20. März. Wie die„Deutsche Tageszeitung“ meldet, hat ein hiesiges Großhandelshaus die briefliche Nachricht erhalten, derzufolge Khartum seit Februar von etwa 60 000 Mann aller mohammedanischen Stämme unter dem Oberbefehl eines neuen Mahdi belagert werde. Eine Bestäti⸗ gung dieser Nachricht ist bisher nicht zu erhalten gewesen, doch ser es Tatsache, daß Oberägypten seit ungefähr sechs Wochen von jeder Verbindung mit Unterägypten abgeschnitten sei.(Nach den in der „Vossischen Zeitung“ veröffentlichten Berichten klingt diese Nach⸗ richt durchaus wahrscheinlich. D. Red.) China und Japan. Kopenhagen, 20. März.„Daily Telegraph“ mel⸗ det aus Peking, daß die Verhandlungen zwischen Japan und China beständig neue Ueberraschungen bieten. Das Auf⸗ treten der chinesischen Regierung ist bedeutend fester gewor⸗ den, nachdem sie die Mitteilung erhalten hat, daß die Ver⸗ einigten Staaten ein energisches Memoran⸗ dum an Jcpan unter Hinweis auf Bestimmungen Roots im Takahira⸗Vertrag von 1890 gerichtet haben. 4 „ 2 n 9 „ebesbabe“ Gegen Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Influenza eto. ——— kostenfrei durch Nestle's Kindermehl-Gesellschaft, Berlin W 57. Bekanntmachung. Betr.: Vorratserhebung und Bestandsmeldung für Wolfram Chrom, Molybdän, Vanadium und Mangan. Die Bekanntmachung obigen Betreffs in Nr. 27 des Kreis⸗ blatts vom 19. d. Mts. enthält nicht den Ort der Bekanntmachung „Gießen, den 15. März 1915“ und die Unterschrift der Behörde„Großh. Kreisamt Gießen. J. V. Hechler“. Dies wird hiermit nachgeholt. Gießen, den 20. März 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Befreiet unsere Soldaten 6⁴t²² a von der furchtbaren Unge⸗ N Ae dn en leunigste bexsendung einer Original- flasche„Sahunorin“,“ Marke Feldbeil. Von Mili⸗ tär u. 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Für die überaus herzliche Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer unvergeßlichen Mutter Frau Elisabetha Spies Ww. sagt hiermit auf diesem Wege tiefgefühlten Dank Lichtspielhaus Spielplan vom 20. bis 23. Marz: Vampyre der Großstadt Detekttvroman in 3 Akten Molango sucht eine kleine Frau a Im ee 0 Humoreske t end interbli 0 1 DER TODESFELSEN Drama Gießen, den 19. März 1915. 2624 2830 4 EKriegsberichte Militär ohne Charge zahlt werktags die Hälfte. Kirchen-Auffünrung. . Die nächste übliche Montagsprobe(am 2. März) findet ausnahmsweise nicht in der neuen, sondern in der alten Aula der Universstät statt. Beginn wie Immer, 8. Ubr pünktlich, für alle Summen. Allseitiger Besuch dringend erbeten. 2603 Todes⸗Anzeige. Teilnebmenden Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung. daß beute — unsere liebe Mutter, Großmutter und ante e Müller Ww. 1——— im 84. Lebensjahre sanst verschieden ist. 4 2 1 5 Für die trauernden Hinterbliebenen: 4 E mend Georg Stauß. Sonntag 1644 Gießen(Roonstraße 36), den 20. März 1915. Künstler-Konzert Die Beerdigung findet Montag nachmittag 2 Ubr von der Kapelle des neuen Friedhoses aus statt. 237 Du starbst so früh, Du wirst von uns so sehr vermisst Du warst so treu und gut, Dass man dich nie vergisst. 01⁵²9 den Heldentod fürs Vaterland in Russ- Gatte, der treusorgende Vater seiner Schwiegersohn, Bruder, Am 31. Januar starb land mein innigstgeliebter beiden Kinder, unser unvergesslicher Sohn, Schwager und Onkel Ludwig Schäfer Ersatzreservist im Landwehr-Inf.-Regt. Nr. 7. 1. Kemp. im 32. Lebensjahre. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Katharine Schkrer, geb. Stecker u. Kinder Familie Karl Schäfer, Poliseidiener Familie Friedrich Stecker. Daubringen, den 20. März 1915 Wiedersehn war seine Hoffnung. Zum Besten des Roten Kreuzes und der Kriegshilfe Montag, den 22. März 1915, abends 8 ¼ Uhr, in der Neuen Aula der Universität Lichtbilder- Vortrag des Herrn Postassistenten Hans Engel aus Dortmund über Die Feldpost. Eintrittskarten zu 1 Mk. und zu 50 Pfg. an der Abendkasse. Den Karten-Vorverkauf hat die Musikalienhandlung des Herrn Ernst Challier übernommen. 25050 Alicefrauenverein vom Roten Kreuz Zweigverein vom Noten Rreuz Frau Geh. justizrat Gebhardt. Landgerichtsrat Wiener. Grosse Posten e Obstbaum-Karbolineum erstklass. Fabrikate, in jeder Menge bei August Noll, Kreuz-Drogerie Fernruf 208: lan rg ellpos rie kalba e Tonirmanden-Dhren General- Vertreter Hein. Noll CAFE ERNST LUDWIG Sonntag von 4 Uhr an KUNSITLER- KONZERT Ausgeführt von einem Teil des Gießener Orchesters Direktion: Hermann Weller* Nachruf. Im Kampf fürs Vaterlane starb in treuer Pflichterfüllung am 12. Februar unser lieber Sangesbruder und Vorstands mitglied Karl Feußer Ersatz⸗Reservist im Res.⸗Inf.⸗Regt. 224 8. domp. 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Die bei uns gezeichneten und gekauften Stücke der 9% Len Jeusschen Mregsanlche zum dare lle sind nunmehr erschienen und liegen an unserem Effektenschalter von vormittags 9 bis mittags 1 Uhr zur Abholung bereit. 2594 „ März, von 10—1 Ubr. Adressen Gebeilter stehen auf An⸗ frage zur Verfügung.— Broschüre:„Die Unter; leibsbrüche und bre Bebandlung“ kostenfrei durch das Lentralbur sean: Zerlin Wes, Wermserstr. 1d Salsberg, d. 18. Apr. 1914 Fr. Hersfeld. 13⁴ n 4 5 8⸗ lichst. Dank aus zufprechen. Werde Ihre Behandlung allen ähnlich Leidenden bestens empfehlen und bin jederzeit 5 schriftlicher und mündlicher Aus kunft über Ihr Verfahren gern Zöpfe bereit. Hochachtungs voll Justus Geufner,Oandw. D. Schuller · ch 2 Uhr Wer LDINION 2. ut Faaulheader bisher Dir.: Hermann Steinpoe tter. Sonntag, 21. März 1915, nachmitiags 3½ Ubr: Volks- Preise Velkz-Prelse l Zum letzten Male! It ich noeh in flügeltleide Ein fröbliches Spiel in Auf ⸗ zügen von Albert Kehm u. Martin Frebsee. Ende gegen 6¼ Uhr. 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