15 1 e sweltes Blatt Exschein non mit Ausnahme des Sonntags. Die„Siehener Famillenblätter“ werden dem er“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen“ zweimal wöcheuilich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ b fragen“ erscheinen monatlich zweunal. 165. Jahrgang Die neuen Engländer und ihr„Sieg“. Die— 5 hatten erwartet, daß die neutrale Welt 5 angeblichen„Siege“ bei Neuve Chapelle Beifall und derung zollen werde. Das 1.— ist der Fall. Es t sich heraus, daß es ein Augenb ickserfolg mit sechzehn⸗ cher Uebermacht war und daß die von den Engländern „eingedrückte“ 5 18 des ee 1 durch acer! Verstärkungen bereits wieder genügend gesichert et. Im„Nieuwe Rotterd. Courant“ 125 1275 verwenden nur neutrale Stimmen oder englische Eingeständnisse— wird betont, daß der englische Erfolg bedeutungslos ge⸗ wesen und daß es fragli sei, ob das neue englische Heer eine große Offensivkraft haben werde, denn dazu würden an die Führung zu große Anforderungen gestellt. Das englische Heer erscheine wohl als ein großes Gebäude, aber man müsse daran zweifeln, daß der innere Zu⸗ sammenhang genügend stark 08 und ob es nicht beim ersten Sturm zusammenstürzen werde. Wie groß ist denn jetzt das neue englische Heer, die Schöpfung Kitcheners? Die Amsterdamer„Nieuws van den schreiben in einer Kriegsübersicht, Kitcheners zweite Million sei keinesfalls voll geworden und die vor⸗ 1 drei Millionen dürften ein frommer Wunsch iben. Und wie eine Bestätigung dieser Aufdeckung klingen Lord Kitcheners neueste Eingeständnisse im englischen Oberhause bei der Beratung der Regierungs⸗ vorlage über die Munitionsanfertigung in den Fabriken. Ki. gibt zu, daß man nicht erreichte, was erwartet 3 4 1— i ee fee 5 die Ver⸗ sorgung der Truppen im ei behindert. Die Vorräte seien ungenügend, die Aufträge mr zum Teil ausgeführt. Kitchener meinte aber in seinem Bekenntnis der Schwäche nicht nur die Munition, sondern auch die Anzahl der Sol⸗ daten: Nur wenn die ganze Nation jetzt mit der Regierung 8 um die Ausrüstung und die benötigten annschaften zu erhalten, könne die Sache gut Hepen, andernfalls wären die Operationen sehr behindert und ver⸗ zögert... Das ist immerhin ein Anfang von Selbst⸗ erkenntnis auf englischer Seite. Vielleicht gesteht Kitchener bei der nächsten Parlamentsverhandlung noch etwas anderes sehr wichtiges und wesentliches ein: den außerordentlichen nicht wieder gutzumachenden Mangel an Aus⸗ dildungspersonal, unter dem die Schaffung des neuen englischen Heeres litt. Deutschland hatte in den früher ausgebildeten Mannschaften in den ausgedienten Unter⸗ offizieren, Sergeanten und Feldwebeln, die in den zahl⸗ reichen zivilen Stellungen sich befinden, endlich in der ge⸗ waltigen Zahl von Reserve⸗, Landwehr⸗ wie Landsturm⸗ 81 ieren einen 8 d* N die ion von Kriegsfreiwilligen, die sich sofort bei Aus⸗ bruch des* zum Eintritt in das Heer gemeldet hat, er in England fehlte das vollftändig. Eng⸗ land at nur Berufsoffiziere, und der Gedanke des Re⸗ serveoffiziers 1 dem landläufigen Engländer ebenso fremd wie unsympathisch. Man kann sich also denken, wie die 1 Mannschaften beschaffen sein muß, mit denen die bündeten jetzt so vergebliche und verlustreiche Versuche machen, um die Deutschen„aus Belgien und Frankrei hinauszutreiben“, und es erscheint wie eine harlekinade im ernsten Kriegsschauspiel, wenn die 2 ische Presse nach immer neuen Gründen für den Mißerfolg t. So wirken die Zuschriften an„Daily Mail“,„Daily elegraph“ und„Times“ erheiternd, in denen wieder das geliebte Fußballspiel für das unbefriedigende Ergebnis der Rekrutierung verantwortlich gemacht wird:„Man kann nur mit aufrichtiger Entrüstung und Besorgnis verfolgen, wie die Vereinigung der Fußballklubs beharrlich alles auf⸗ bietet, um den Interessen unserer Feinde zu dienen. Das ßballspiel ist sicherlich ein ausgezeichneter Sport selbst Kriegszeiten. Allein es gibt keine Entschuldigung die Tatsache, daß Tausende von jungen Athleten von Front zurückgehalten werden, lediglich um zum Gaudium einer unübersehbaren Schar 7 Zuschauer zu dienen, die entweder nicht fähig sind zu ämpfen, oder nicht wert sind, daß um ihretwillen gekämpft werde. Ist es nicht daß die Deutschen uns höhnen, weil wir die Männer 2.85 mütssen, die für ihr Vaterland in die Schlacht 1 gehen? Was soll man aber von denen denken, die ihnen Deutsche Kriegs⸗ Sängerfahrt. rüssel wird uns geschrieben: Den deutschen Waffen⸗ kkupierten Lande hat sich jetzt eine Kunsttat würdig an⸗ nur durch opferwilligstes Entgegenkommen aller Be⸗ nröglich war: ein Konzert des Kölner Gürzenich ⸗Chors und Orchesters in der ihnen aus Friedenszeiten wohlbekannten Brusseler„Mon nate“. Beethoven, Mozart,— diese drei als lebendige Symbole deutsch⸗österreichischer Kunstverbrü⸗ derung— dazu Weber und Wagner: ein Meisterquintett, wohl ignet, die Kri⸗ ister wenigstens für Stunden aus den Herzen zu bannen. Tie 1000 Sigplätze des modernen deutschen Begriffen wenig zusagenden Theaterbaus reichten für die musikhungrige Brüs⸗ seler; icht zu, und über dem Abend selbst lag etwas er Premierenstimmung gebreitet. Und war es nicht für die meisten wirklich eine Premiere? Zum ersten Male, f iber Werben derlce burg den gingen lle a n ihrer Wirkung gesteigert durch den hingebungsvollen, streng lichen Ernst der künstlerischen Wiedergabe. Beethovens die ganze Skala der Empfindungswelt durch⸗ ssende nore 3, gab den Auftakt. Dann folgten in ge⸗ Wechsel von Strengen und Zartem zwei geistliche Werke o zarts, darunter das vom Chor sehr fein gesungene„Ave 8 dann Brahms mit dem„deutschen Requiem“, 5. Satz, die Freischügn Ouvertüre und als machtvoll sich steigernder Abschluß naßig· lyrischen cken). die„Meistersin 4(in 3 ar und dann trat die Zuhörer in Aion, um außer den Haupisolisten, den Damen Vibron und Wolf den Herren Menzinsky und Liszewöly von der Kölner Oper ihren besonderen Dank dem mit Spannung erwarteten Dirigenten Her⸗ F sichere Berchet Wer den. 4 290 5 1 fh 0 2 e n ihm neuen Tonkörper ein sehr gün⸗ stiges Zeugnis aus. Von der Bühne mögen die Kölner Gäste ein eigenarti Schauspiel erlebt 1 5 5 bens* lex un auch Ein heimische, Mondainen, weniger als vom Reiz des galten 1 als ele,. der bis dbaus schien verschwunden oder went 1 12 Untertönung angenehm gemildert. 833 ler ber Der kleinlich überladene Goldzierat des] M „„ Kreitag, 10. März 1 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: 51, Schrist⸗ leitung: 112. Adresse sür Drahtnachrichten Anzeiger Gießen. sie von dieser Pflicht fernzu⸗ einen Berufsspieler F das Zehnfache bieten, um halten? Jeder Klub, der verleitet einen tauglichen Rekruten, sich der Stellung zu entziehen, und jener Zuschauer, der sein Eintrittsgeld be⸗ zahlt,* ebensoviel zu einem deutschen Siege bei.“ Die Athleten kommen aber nicht herbei, so sehr auch die Werber locken mögen, und die neuen Pläne Kitcheners werden zusammenstürzen wie Kartenhäuser, weil ihnen die innere Wahrheit und Volkskraft fehlt. England ist im Herbst vorigen Jahres in den größten Krieg aller Zeiten mit einem unzulänglichen Landheer hineingegangen. Erst die deutschen Siege ließen den britischen Kriegsminister ahnen, was alles versäumt worden war. England begann dann während des Krieges zu rüsten, statt vorher. Aber mit Stegreif⸗Militär erdrückt man nicht den preußisch-deutschen„Militarismus“. Man holt sich nur immer wieder blutige Köpfe. Deutscher Reichstag. 6. Sitzung, 18. März 1915. andere.— Haus und Tribünen sind gut besucht. Präsident Dr. Kämpf eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 18 Min. Einige Rechnungssachen werden ledigt.— Auf der Tagesordnung steht die 2. Lesung des Etats. — Der Etat des Reichstags wird ohne Aussprache bewilligt.— Die Etats für den Reichskanzler und die Reichskanzlei sowie für das Auswärtige Amt werden in der Beratung verbunden. Abg. Bassermann berichtet über die Verhandlungen des Ausschusses, bei denen die Frage der Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen besonders behandelt worden sei. Er⸗ hebliche Klagen seren vorgebracht worden über die Behandlung der Gefangenen in Afrika und Rußland. Den Vertretern neutraler Staaten im Auslande seien unbeschränkte Kredite zur Milderung der Not der Gesangenen zur Verfügung gestellt worden. Des Weiteren weist der Berichterstatter auf die Ausschußberatung über die amerikanischen Waffenlieferungen hin. Einig sei der Ausschuß sich gewesen in der Bewunderung der Tapferkeit von Heer und Flotte(Bravo!) und für den Generalfeldmarschall von Hindenburg(erneutes Bravo!, welcher der russischen Dampf⸗ walze Halt geboten habe i Staatssekretär des Reichs schatzamtes Dr. Helfferich: Mit dem Antrage, einen Ministerialdirektor im Auswärtigen Amt sowie einen vortragenden Rat in der Reichskanzlei einzusetzen, sind die verbündeten Regierungen einverstauben. Abg. Scheidemann(Soz.): Alle kämpfenden Völker sehen in dem jetzigen, Kriege einen Existenzkampf. Jede Maßnahme, dazu bestimmt, die Leiden der vom Kriege betroffenen Bevölkerung zu vermindern, wird auch unseren Beifall finden. Ein Rest von Rechts sicherheit muß auch im Kriege erhalten bleiben. Wenn wir als Hunnen und Barbaren bezeichnet werden, so müssen wir uns hüten, Gerüchte über Grausamkeiten unserer Feinde zu verbreiten, denn eine große Zahl von Familien wird dadurch in die größte Unruhe versetzt. Pflicht aller kriegführenden Staaten ist es, die aus den Reihen der Kämpfenden ausscheidenden Gefangenen so zu behandeln, wie es richtig ist und irgendwie gefordert werden Wenn die genen aus Deutschland in ihre Heimat ztrück⸗ kehren, so werden sie eine Saat ausstreuen, die dem Deutschen Reiche eine gute Ernte bringen wird. Die Ausdauer und Tapfer⸗ keit unserer Truppen erregen die Bewunderung der ganzen Welt. 2 Bravo. Auch wir sind ihnen zu unendli kbar⸗ eit verpflichtet. Dieser Dank darf sich nicht erschöpfen in bloßen Worten, wir wollen auch für die Familien der Kämpfer und für die Heimkehrenden, die ihre Gesundheit eingebüßt haben, mit allen Mitteln sorgen. Lebhaftes Bravo.) Den Glauben an die Besiegbarkeit des deutschen Volkes müssen wir zerstören. Zur Kriegführung gehört in erster Linie körperliche und sittliche Kraft, Brot und Freiheit. Die notwendigen Maßnahmen, um die Ernährung des Volkes auch für die letzten Monate vor der Ernte sicher zu stellen, müssen sofort getroffen werden. Die Höchst⸗ preise müssen möglichst niedrig gehalten, die bestehenden Höchst⸗ preise erniedrigt werden. Wir Sozialdemokraten wollen mitarbeiten, auch wenn die Zeit der Kritik wieder kommt, dem deutschen Volke das zu erringen, was es braucht. Was ihm schädlich ist und was sich in dieser Prüfungszeit nicht bewährt hat, hat keine Daseinsberech⸗ tigung.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten. Bei der un⸗ gewöhnlichen Organisationsfähigkeit des deutschen Volkes hätte es nicht vorkommen dürfen, daß es an Kriegsvorbereitungen im Frie⸗ in irgendwelcher Beziehung fehlte. Wenn das Wetterleuchten des Weltkrieges vorüber ist, bricht ein neues Zeitalter an. Wohl herrscht jetzt die Gewalt; das Schwert entscheidet, aber überall wird das Schwert geführt im Namen der Freiheit. Vor dem Ge⸗ wissen der Völker kann der Krieg nur erklärt werden, wenn die Heere für Ehre und Freiheit eines Volkes kämpfen. Leider wurde un⸗ sere Frage, wie die Weiterentwicklung der Volksrechte nach Friedens⸗ schluß geschehen soll, noch nicht beantwortet Vor allen Dingen wünschen wir zurzeit unter Berücksichtigung der militärischen In- Stadt Köln. Sonst, wohin das Auge sah, Soldat en, herab von dem in einer Loge des ersten Ranges thronenden General-Gouver⸗ neur mit seinem Stab bis zum— Landsturmmann oder Kriegsfreiwilligen, der, fest und treu Gewehr zwischen den Knien, den ihn wundersam ergreifenden Klängen lauschte* * Aus Walter Cranes Leben. Walter Crane, der vor einigen Tagen verstorbene bedeutende Maler, Zeichner und Kunstgewerbler, gehört zu den ausländischen Künstlern, die sich in Deutschland besonderer Beliebtheit erfreuten. Seit die erste große Ausstellung seiner Werke 1893 im Berliner Kunstgewerbemuseum stattgefunden, hat sein Schaffen bei uns die größte Anerkennung gefunden und auch die deutsche Kunst beein⸗ flußt. Crane, dieser Romantiker, der für Deutschland, diese Heimat der„blauen Blume“, eine tiefe Verehrung hegte, hat sich selbst einmal die Frage vorgelegt, warum er in Deutschland so viel mehr Verständnis für seine Kunst fand als in seiner Heimat, und sie 127 dahin beantwortet, daß dem Engländer„das Interesse für die Wunderblume der Romantik immer 5 entschwindet, während Deutschland und Oesterreich-Ungarn die Liebe für die Romantik und die Ideale bewahrt haben“. Als Sohn eines Malers geboren, zeigte Crane früh seine hohe Begabung für die Künste.„Ebensogut wie das Schickaß Leute mit einem silbernen Löffel in dem Mund zur Welt kommen läßt,“ sagt er humorvoll in seinen knappen Lebenserinnerungen,„ebensogut mag es möglich sein, daß ich mit Bleistist und Papier geboren bin, ich meine Schieferstift und Tafel, denn es gab damals nichts anderes. Jedenfalls, da ich der Sohn eines Malers bin, kann ich mir meine Jugendjahre nicht anders in Erinnerung bringen, als durch 11 zum Zeichnen nötigen Requi— siten.“ In der Werkstatt des trefflichen Holzschneiders und Druckers Linton, in der er seine Ausbildung erhielt, zeigte sich bereits der Lehrling als Melster; die ersten veröffentlichten Illustrationen des Hechzehnjährigen zeigen ihn schon in einer Reize mit den besten eistern jener Zeit, und einem Gemälde des Siebzehnjährigen, seiner„Lady von Shalott“, erkennt die Königliche Alademie einen Preis zu. Crane hat die Hauptanre ungen für sein Schaffen aus der damals in Blüte ide prärgfsaelstischen Bewegung gezogen. Er war keine große selbstschöpferische Persönlichteit, aber ein hoͤchst geschmackvoller und 2 Veruter und Causa gelte der von b. Jagow, Dr. Helfferich und] V ohne Aussprache er⸗ h kann.] wenden teressen die Wiederherstellung der Preß⸗- und Versammlungsfreiheit. 4 2 5 9 2. le ener z 4 ger Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ 9 General-Anzeiger für Oberhessen 4 2 Heute am 18. März muß gesagt werden: Ohne 1848 fein Deutsches Reich, ohne das allgemeine stande wäre, einer Welt von Feinden zu trotzen. Beifall.) Die Wahlrecht kein deutsches Volk, das im⸗ Weltgeschichte lehrt uns, daß wir den Weg zur Freiheit beschreiten müssen. Auf die Geschichte gestützt, sehen entgegen. Wir streben ein Valerland der gleichen Pflichten an, ein Vaterland der Beifall bei den Sozialdemokraten.) Damit schließt die Beratung. Die zur Etats werden bewilligt. Abg. Rogalla von Ausschußverhandlungen. Rechte und gleichen Aussprache stehenden Es folgt der Etat des Reichsheeres. wir getrost der Zukunft Zwei Entschließungen betr. Erweiterung der Verpflichtungen 5 des Reiches zur Erstattung von Kriegsschäden und Erweiterung Arbeit und Wohlfahrt.(Lebhafter Bieberstein berichtet über die- der Berechtigung zum einjährig⸗freiwilligen Militärdienst werden angenommen. Der Heeresetat wird bewilligt. Ohne Aussprache wird der Etat des Reichs militärgerichts 5 bewilligt. 5 Abg. Graf Westarp(kons.) beantragt, da zum Etat des allgemeinen Pensionsfonds eine Entschließung zu erwarten sei, 1 ertagung. Der Antrag wird angenommen. Nächste Sitzung Freitag 2 Uhr: eratung. Fortsetung der Erats- Schluß 3½ Uhr. 19 * * Berlin, 18. März.(WTB. des Reichstags trat heute vor der 0 einigte sich dahin, bei der zwetten Lesung das unbedingt Notwendige zu beschränken. Reichsamtes des Innern soll der Stoff getrennt werden, und sollen gesondert behandelt werden: nahmen und innere Politik. Bei der inneren Politik sollen be⸗ Plenarsitzung zusammen und 1 n, zwar Ernährungsfragen, soziale Maß⸗ des Etats die Reden auf Bei dem Etat des 1 * 10 Nichtamtlich.) Der Aeltestenrat sprochen werden: Pressezensur, Belagerungszustand und Ausnahme⸗ gesetze.— Es ist in Aussicht genommen, die Etatsberatung und die Beratung der kleinen Vorlagen bis zum Samstag zu beendigen. — Sitzung des erweiterten Finanzausschusses der 9 hessischen Iweiten Kammer. 2 1 rb. Darmstadt, 18. März. N Der erweiterte Finanzausschuß setzte unter dem Vorsitz 5 Abg. Dr. Osann in Anwesenheit des Staatsministers v. Ewald, des Finanzministers Dr. Braun, des Ministers des Innert v. Hombergk zu Vach und des Staatsrats Dr. Becker sei Verhandlungen fort. Die Regierung beantwortete den Antrag Abg. Köhler, den Artikel 58 Abs. 2 5 des Gemeindeumlagengesetzes 5 betreffend, dahin, daß ein Bedürfnis zur Aenderung des Gest 15 nicht vorliege, da durch die umlagengesetz bereits die 9. lichen Verhaltnissen von der Vorschrift des Artikel 58 des genannten Gesetzes abzusehen. Sie beabsichtigt weiterhin, die Kreis⸗ ämter zur Bedeutung der Gemeinden davon zu unterrichten, daß bei den Voranschlags⸗ und Steuerausschlagsarbeiten für das Rech⸗ nungsjahr 1915 die Vorschrift des Artikel 58 sei. Die weitere Besprechung des Antrags wurde 5 Ein Antrag des Abg. Stöpler geht dahin, Anordnung dah zu treffen, daß vom Nachlasse der Krieger, die vor dem efallen oder infolge Verwundung oder Exkrankung im torben sind, Erbschaftssteuer nicht erhoben Regierung wendet gegen werde. Die Ausführungsvorschriften zum Gemeinde⸗ Möglichkeit gegeben sei, bei au ßergewöhn⸗ Abs. 2 des 8 ind Abs. 2 nicht anzu- den Antrag ein, die Erbschaftssteuer berue zunächst auf einem Reichsgesetz, in das auf dem Wege der Landes⸗ gese nicht eingegriffen werden könne. Ueberdies bleiben Erb⸗ 8 ganz steuerfrei, eltern, wenn der Nachlaß nicht 0 Seitenverwandte frei zu lassen, dürfte wohl nicht veranlaßt sein. — Die Beschlußfassung über den Antrag wird ausgesetzt. Mit dem Antrag des Abg. Grüne wald, die frei werdender Stellen im Staats- meindedien i Staatsvoranschlags verbunden, wo neue Stellen durch die Re⸗ und Ge⸗ 2 ebenso solche an Eltern und Groß⸗ mehr als 10 000 Mark beträgt. Besetzung st, wird in die Beratung derjenigen Punkte des gierung oder durch Anträge der Kammermitglieder gefordert wer⸗ den. Den Antrag Grünewald beantwortet die Regierung dahin, daß das Offenhalten(untergeordneter) weise Militäranwärter in Betracht Kriegsinvaliden geübt werde, daß also in dieser Beziehung dem Antrag Grünewald entsprochen werde, soweit stände die alsbaldige Besetzung erfordern. Im übrigen sei die Re⸗ gierung durch die Vorschriften des§ 66 des Reichsmilitärgesetzes wonach die zum Kriegsdienst eingerufenen von 1874 gebunden, Beamten in ihren bürgerlichen Dienstverhälknissen, auch inbezug auf ihre Anciennetät, nicht geschädigt werden dürfen. Wo eine Besetzung freigewordener Stellen aus dienstlichen Gründen not⸗ wendig wird, oder wo der Kreis der in Betracht kommenden Be⸗ werber übersehbar ist, wird das Interesse der im Felde ste henden Beamten und Anwärter dadurch genügend gewahrt, daß allen Be⸗ teiligten von den Vakanzen Kenntnis gegeben wird, um ihnen daran Na Kunstwerte Von Rußkin hat er seine ganze ozialisti Handwerk, für das er sein Leben lang mit aller Kraft eingetreten ist: Burne⸗Jones folgte er in seinen Gemälden, und von Morris geht seine ganze erstaunlich vielseitige kun tgewerbliche Tatigkeit aus, durch Kultur gewonnen. Die Art der Ornamentik, der Flächendekoration, des Stils in allen Einzelheiten dom Buchdruck bis zur Tapete, wie sie heute in England üblich sind, gehen bis in geringfügige Neben⸗ sachen auf Walter Crane zurück. Er selbst war in allen Sätteln gerecht und von einer unermüdlichen, unerschöpflichen Schaffens⸗ freude, so daß es in seinem Atelier aussah, als wenn hier statt eines Künstlers viele an der Arbeit wären. Denn er malte zu⸗ gleich ein Oelbild, lieferte Illustrationen für ein Buch, fertigte eine Zeichnung für einen Buchumschlag oder eine Reklame, entwarf Muster für Tapeten, modellierte eine Statuette und machte Ent⸗ würfe für Stickereien, für Tischtücher, schmuͤckte Kacheln und Fliesen, schuf Reliefs, Stuckarbeiten und Kartons für bunte Glas⸗ fenster. Er ist als Dichter hervorgetreten und hat durch seine wissenschaftlichen Bücher über Zeichen- und Illustrationskunst sehr viel getan für die Hebung und Ausgestaltung des Zeichenunter⸗ richts. Am bekanntesten ist er wohl durch seine Kinderbücher ge⸗ worden: man hat ihn den„englischen Ludwig Richter“ genannt, und wenn er auch naturgemäß in der glatten, etwas süßlichen Art des englischen Kindes schuf, so hat er doch auch deutschen Märchen⸗ geist verspürt, besonders in seinen Bildern zu den Grimmschen Märchen. Diese reizenden Bilderbücher haben sich bereits durch Gene⸗ rationen von Kindern lebendig erhalten und, wie Crane selbst sagt, die Auszeichnung genossen; einerseits schwarze Daumenflecke zu be⸗ kommen und schließlich zerrissen zu werden, andererseits von der dann älter gewordenen und zum Sammler gewandelten Generation in einem dunklen Schrank der wohlverdienten Ruhe überantwortet zu werden“. Crane, der die Allegorie leidenschaftlich und im Inter esse der Klarheit seiner Schöpfungen nur allzu sehr liebte, hat sich selbst gern als Kranich(englisch Crane estellt, und es war ihm vergönnt, wie dieser würdige„Grof a der Vogel“, sich voll auszuleben. Als solch ein alter Onkel guter Erzähler in bunten Bildern wird sein Andenken fortdauern, nachdem er durch ein unerhört reiches Schaffen alle Gebiete der Kunst und des Kunstgewerbes seiner Zeit befruchtet und bereichert hat. 2 7 83 Stellen, für die vorzugs⸗ 8 kommen, zu Gunsten von 25 nicht besondere Um⸗ 1 7 che Weltanschauung, seine Liebe zum guten und tüchtigen ie er wohl den größten Einfluß auf die künstlerische 5 Oe Gelegenheit zu Bewerbungen zu geben Kann nicht übersehen wer⸗ den, ob nicht geeignete, im Felde stehende Bewerber in Betracht kommen— namentlich gilt das füx technische Stellen—, dann werden die Stellen offen gehalten. Das Ministerium der Innern hat die Kommunalverwaltungen veranlaßt, in gleichem Sinne zu verfahren. Nach längerer Aussprache wird der Antrag Grüne wald mit Rücksicht auf die Erklärungen der Regierung für erledigt erklärt. Die neuangeforderte Stelle eines Registrators bei dem Staatsministerium wird genehmigt.— Die frage, warum in diesem Jahr gemäß dem Beschlusse zum vorjährigen Budget nicht welke 15 neue Stellen von Aktuariatsassistenten eingestellt worden simd, wurde von der Regierung dahin beantwortet, daß sie davon nur g deshalb abgesehen habe, weil sie nicht übersehen könne, ob die Kam⸗ mer unter den veränderten Verhältnissen noch auf ihrem früheren Beschlusse beharren werde, sie wollte der Entschließung der Kammer nicht vorgreifen. Auf einen Antrag der Abg. Henrich, Wünzer und Dr. Osann werden die im Vorjahre beschlossenen 15 Assistentenstel⸗ len in das Budget eingestellt. Ein Abgeordneter stellte die Frage, welche Absichten wegen der Besetzung der vakanten acht Kreis- geometerstellen bei der Regierung bestehen. 5 Im Anschluß an den Antrag Grünewald wurde die Haltung der Regierung in der Frage der Vereinigung der beiden Gym⸗ nasien in Darmstadt scharf kritisiert. Es wurde beanstandet, daß durch die rasche Besetzung der freigewordenen Stelle des Direktors bei dem neuen Gymnasium der Entscheidung über die Vereinigung vorgegriffen worden sei. Ein Versuch der Zusammenlegung beider Anstalten haͤtte sich gerade jetzt schon deswegen empfohlen, um weitere Räume für Einquartierungszwecke frei zu bekommen. Die Großh. Regierung entgegnet, daß sie formell zur Wiederbesetzung der notwendig sei. Sie lehnt die spätere Zusammenlegung beider Schu⸗ len nicht grundsaͤtzlich ab; diese ist nur zurzeit wegen Raummangels nicht möglich. Zu der Vorstellung des Vereins hessischer Bauaspiranten, die Neuorganisation der Baubehörden und die Dienstverhält⸗ nisse der Bauaspiränten betreffend, erklärt die Regie⸗ rung, daß die geplante Neuorganisation bis zum 1. April 1915 nicht durchgeführt werden konnte. Tatsächlich sei aber die Bau⸗ verwaltung im Sinne der Neuordnung bereits provisorisch ein⸗ gerichtet. Die Besetzung vakanter Inspektorenstellen sei durch den Sperrvermerk im Budget gehindert, und diesen Vermerk wünscht die Regierung beseitigt zu sehen. Für die Stellen der mittleren Beamten ist das nicht erforderlich, da für diese ein Sperrvermerk nicht besteht, wenn auch konsequenterweise die gleiche Sperre geübt wurde wie bei den höheren Beamten. Es ist beab⸗ sichtigt, vier Stellen für Hochbauaufseher und vier Stellen für Dammeister zu besetzen. Auch dem Wunsch der Bauaspiranten auf Anstellung nach dem Dienstalter habe die Regierung bisher nach Möglichkeit durch Verständigung mit den Kreisverwaltungen Rech⸗ nung getragen. Nach Einführung der Neuorganisation ergebe sich das von selbst, da dann alle mittleren Beamten zur Staatsver⸗ waltung gehören werden. Die Einbeziehung der Kulturtechniker in die Liste der Hochbaubeamten ist aus dienstlichen Gründen nicht möglich. Ueber einen Antrag des Abg. Uebel auf Gewährung einer 15prozentigen Zulage von Bauaspiranten mit mehr als 10 Dienstjahren soll morgen abgestimmt werden, nachdem von verschie⸗ denen Seiten darauf hingewiesen worden war, daß von einer derartigen Vergünstigung die übrigen Staatsdienstanwärter nicht ausgeschlossen werden können. Odenwald betreffend, wurde nach einer Antwort durch die Regierung, die in erster Linie auf die Arbeitshilse durch Kriegs⸗ gefangene verweist, und nach kurzer Aussprache erledigt. Ebenso erledigte sich die Anfrage der Abg. Cal man und Schott, die Beseitigung der Dammrutschungen auf den Bahn⸗ 1 1 und Alzey Worms betreffend, zer Besprechung. Der Antrag der Abg. Schott⸗Calmann und Gen., das Ausfuhrverbot von Kartoffeln aus Hessen be⸗ treffend, wird nach der Erklärung der Regierung, daß ein A Ausfuhrverbot zwar wünschenswert, aber gesetzlich unmöglich sei, abgelehnt. a Eine Regierungsvorlage, zum Wiederaufbau und Erweiterung der durch Brandschaden zerstörten Gebäude auf dem Hof Grä⸗ benbruch, 17100 Mark zu bewilligen, wird genehmigt. Das Gleiche gilt für die Ansorderung der Regierung, von der Erhebung des Deckgeldes für etwa 1000 Stuten, die vor Ausbruch des Kriegs gedeckt und inzwischen für Militärzwecke ausgehoben worden sind, abzusehen. Zu der Regierungsvorlage, die Erweiterung des Amtsgerichtsgebäudes in Offen bach betreffend, wird die Frage der Beibehaltung der Dienstwohnung für den Amts⸗ gerichtsdirektor erörtert. Die Regierung befürwortet die Dienst⸗ wohnung aus den besonderen lokalen und dienstlichen Verhält⸗ nissen; eine Folge für andere Beamten hat das nicht. Die Am⸗ forderung wird genehmigt. Der Antrag Stöpler, die Erbschaftssteuer betreffend, wird, nachdem er inzwischen in dem Sinne eines Ersuchens an die Reichsregierung abgeändert worden ist, angenommen. 5 Direktorstelle berechtigt gewesen, und daß die Besetzung auch Konfir manden- Schirme grosse Auswahl. Reparaturen und Neubeziehen billige Preise. Wasserdichte Weste„ für unsere Krieger. ER FRRRIK Seltersweg 52 Giessen. 0 90 Kognat, Arrak, Rum, Kirschwasser, Magenbitter, Wein und Punsch usw. usw. * 2200 und 500 Gramm schwer, von 50 Pfg. an, empfieblt lr Hrn. Aufl Bahnhofstralle 51. Div. Sachen bedeutend unter Preis! Große Auswahl!( Bringe meine vorzüglichen 1 1 Gießen, den 27. Jan. 1915. K. 73/14. Flaschenweine Ausschanlweine sthein-, Mosel- u. Rotweine. 2 Südweine zu billigsten Preisen in empfehlende Erinnerung. Weinstube Seibel Ludwigsplatz 2 Maschinenöle Collsist. Fett, Putzwolle offeriert Karl Lamm, Kirtorf.(0145 Husten u. Heiserkeit verschwinden bald nach Ge- brauch von Dr. Buf leb's Hustentropfen, 4 50 Pf. 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An Betriebs⸗Konto: Per Aktien⸗ Vorxäte, Kapital⸗Konto: „ Kassa⸗Konto: 100 Aktien Lit. Aa Bestand 13.92 1000 100000. „ Konto-Korrent⸗ 200 Akt. Konto: Lit. B a Guthaben 12368.45 1 200. 52000. 152000.— „ Immobilien-„ Hypotheken- Konto: Konto: Grundstück, Ge⸗ Hypothek 42500.— bäude, innere u.„ Darlehens⸗ maschinelle Ein⸗ Konto: richtung 7853104 Darlehen 10000.— „ Mobilien⸗„ Reservesonds⸗ Konto: 5 Konto: Inventar 5728.05 Reserve aus 1808 24.54 „ Gewinn und 1 Verlust⸗Konto: Saldo p. 1. 1. 14. M. 10466.25 ab Ge⸗ winn in 1914 M. 186.77 10279.48 D. 20152151 M. 29752751 Gewinn⸗ u. Verlust⸗Konto am 31. Dez. 1914. Soll Verluste. M. Gewinne. Haben An Betriebs⸗Konto; Per Betriebs- Konto: M. Betriebskosten Einnahmen „ Sdlas.⸗Unkost.⸗ ver 1914 39468.— Konto:„ Zinsen⸗Konto: Odlas. Unkosten 587.80 insen aus Gut ⸗ „ Immobilien⸗Kto.: aben 466.70 Abschreibungen 284.70 „ Mobilien-Konto: Abschreihung 636.45 „ Ziunseu⸗Kouto: insen 15¹³.75 7 ewinn⸗ und Verlust⸗Konto: Gewinn in 1914 188.727 M. n M. 300070 Gießen, den 31. Dezember 1914. 2560 D Der Vorstand des Aufsichtsrats: Eichenauer. Schafstaedt Baugenossenschaft des epangelischen Arbeiterpereins zu Gießen eingetr. Genossenschaft m. beschr. Haftpflicht Bilanz für das Jahr 1914. Aktiva. Mk. Passiva. Mk. 1 An Kapital⸗Konto 6000.— 1. Per Zinsen⸗Konto 12.24 „ Immobtlien⸗ 2.„Geschäftsanteil⸗ Konto 3839 43.75 Konto 12892.69 3.„ Mobklien⸗Konto 150.— 3.„ Anlehen⸗Kto. 330962.75 4.„ Kassa⸗Konto 3413.29 4.„ Spareinlagen⸗ — Konto 428.18 5.„Reservefonds⸗ Konto— 6.„ Spezialreserve⸗ fonds⸗Konto 3389.42 7.„Straßenkosten⸗ beitrags⸗Konto 125.77 8.„Trottoir⸗Bei⸗ trags⸗Konto 1900.— 9.„Kanalisations-⸗ Konto 1700.— 10.„ Häuser⸗Unter · haltungs⸗Konto 3500.— 11.„Gewinn⸗Saldo 1683.99 303507.04 3507.04 1. Mitgliederstand Ende 191. 101 CC 0— 10⁴ // c 3 3 Stand Ende 191144.„ 2. Das Mitgliederguthaben betrug Ende 1913 12 823.55 Mk. Das Mitgliederguthaben beträgt Ende 1914 12 892.00„ Lang, die Rindenernte im Vergebung von Eschenstämmen. Auf dem Wege öffentlichen Wettbewerbs soll nachstehendes Eschenstammholz an der Kreisstraße in Herbstein, Herbstein—Altenschlirf, Nösberts, Grebenhain bis Hartmannshain und bei Bermuths— hain vergeben werden: 34,25 obm Eschenstämme mit 36—70 om Durchm. 12,25 cbm Abschnitte(Astholz) mit 3045 em Durchmesser und 7,44 obm Abschnitte(Astholz) unter 30 om Durchm. Die Verzeichnisse der Stämme nebst Bedingungen werden von Kreisstraßenmeister Degen, Grebenhain Montags und Donnerstags abgegeben, woselbst auch Auskunft erteilt wird. Die Angebote sind verschlossen und mit ent⸗ sprechender Aufschrift versehen bis Mittwoch, den 31. März ds. Js., vormittags 10 Uhr, an das Bureau des Großh. Kreisbauinspektors in Lauter⸗ bach(Oberhessen) einzureichen. Lauterbach, den 17. März 1915. Der Großh. Kreisbauinspektor. 2502 Nutzholz⸗Verkauf. Aus den Waldungen der Gemeinden Hungen und Langsdorf soll nachverzeichnetes Holz auf dem Wege des schriftlichen Angebots verkauft werden. Hungen Langsdorff Klasse Jab Sim. Satk sim. Eichen 2 1 0.4 2 2.31 „ 3 3 2.41 10 701 „ 1 22 16,60 48 29¶9L0 . 5 74 82,09 7⁰ 27.80 J) „ 2 11 12.4—— „ 8 23 20,15 4 4¹⁰ 4 6 2.47 1 1.19 oalubuchen 4 1 C1 5 150 0 r Eichen 4 2 7 2 2 „ 5—— 2 12 7 6—— 5 0.92 Kie ern 2 5 4.9—— „ 3 11 705—— „ 4 17 9,42 12 8.14 7 5 165 45,78 48 19,64 Fichten 1 1 05 5 1 78 „ 2 5 13,17—— „ 3 43 70,55 5 6˙⁰0 „ 4 63 70,7 2 21⁵ „ 5a 127 86,58 20 12.27 2 5b 309 86,45 233 50.89 Elsbeeren 6. 7 1 914 Fichten⸗Derbstangen 320 24.33 11⁰2„34 Gebote sind getrennt nach Sortiment, Klasse und Ge⸗ meinde verschlossen und mit der Aufschrift„Holzsubmission“ bis spätestens Donnerstag, den 25. Märs 1915, vor⸗ mittags 10 Uhr, bei Groß. Bürgermeisterei Hungen ein⸗ zurelchen, wo auch die Verkaufsbedingungen eingesehen werden können, denen sich die Käufer mit Einreichung 1 unterwerfen. Das Hols ist mit der Rinde gemessen. Wegen Vorzeigung des Holzes wende man sich an 1 Pauly in Langsdorf und Hilfsforstwart Müller in Hungen. Hungen, den 15. März 1915. Großb. 5 Hungen. endt. * Bau⸗ und Nußholzversteigerung. Montag, den 22. März, vormitt. 9 Uhr anfangend, soll im Lang⸗Gönser Gemeindewald, Distrikt Wehrholz, versteigert werden: 17 Fichtenstämme 3. Klasse mit 15,78 Fstm. 4 Fichtenstämme 4. Klasse mit 2,19 Fstm. 350 Fichtenstämme 5. Klasse mit 85,60 Fstm. 465 Fichten⸗Derbstangen mit 32,14 Fstm. 23 Eichen⸗Derbstangen(Wagnerholz). Die Zusammenkunft ist am Mandlerweg vor dem Wald. Lang⸗Göns, den 18. März 1915. Großherzogliche Bürgermeisterei. Rompf. 2501 2573 o 1 II IT. 3. Die ft de FP Die Haftsumme der Genassen betrügt — ͤ V. 28 300.—„ Acc DD T. Gießen, den 19. März 1915. 8 Baugenossenschaft des evangelische i zu Glegen eingetr. Genossenschaft. belchre Pastofich Wolf. Haas. 2589 Holzversteigerung der Freiherrl. Oberförsterei Rabenau, Londorf. Dienstag, den 23. März 1915, n k. um 10 Uhr vormittags auf der rene e Nees borg —Weitershain aus den Distrikten Odenberg, Hörnes, Märzacker, Rangen, Sodenberg und Noll: Stämme: 0,55 fystm.; Nutzscheiter: 4 Rm. Erlen; Scheiter: Rm. 166 Buchen, 2 Hainbuchen, 10 Eichen; Knüppel: Rm. 344 Buchen, 2 Hainbuchen, 32 Eichen, 30 Fichten, 5 Kiefern, 8, Erlen, 1 Aspen; Reiser: Rm. Buchen 910(daxunter 144 Rm. Stammreiser, 74 Eichen, 10 Erlen; Kuslppel⸗ reiser: Rm. 16 Kiesern; Stöcke: Rm. 85 Buchen, 19 Eichen, 23 Fichten, 4 Kiefern, 2 Erlen. 2570 Das Holz aus den Distrükten Märzacker, Noll 1(Röder⸗ „ sowie das im Distrikt Rangen zerstreut sitzende Wind⸗ 2 sallholz wird nicht vorgezeigt und kommt beim Feuer zum Hasgeber Nabereg degeh Herder, Federer, Serben. Eichen 6 Fstm.(Wagnerbolz), Derbstangen: 5 Fichten] begi Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald (Jorstwartei Gießen J, Forstwart Brück⸗Rödgen) ontaa, den 22. e vormittags 9% Ubr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießen in den Distrikten Heingesboden, Zollstockswäldchen, Stolzenmorgen(Abteilung 1—6, 12, 27, 28 und 41) ver- steigert: 240 chten⸗Derbstangen mit 3,94 Festmeter, 24.8 Nu Kiefern⸗Knüppelholz, 2000 Wellen Eichen⸗Reisig(Durchsorstung), 2110 Wellen Kiesern⸗Reisig, 51,5 Rm. Kiefern⸗Stockhols, 17,4 Rm. Fichten⸗Stockholz. Fortsetzung der Beratung: Freitag vormittag 9 Uhr. Am Freitag, den 26. März ds. Js. soll die Ver⸗ pachtung städtischer Grundstücke ersolgen und zwar: J. vormittags 9% Ubr 64 Grundstücke an der Licher Straße, Zusammenkunft am Bahnübergang. 2. nachmittags 2 Ubr 3 Grundstücke an der Roonstraße, Zusammenkunst am Haus Nr. 21 daselbst. 3. nachmittags 2½ Uhr 6 Grundstücke in der Stephans⸗ mart, Zusammenkunft auf der Kreuzung der Goethe und Stephanstraße. 5 nachmittags ½ Uhr 16 Grundstücke auf der Lahninsel bei dem städtischen Elektrizitätswerk, Zusammenkunft auf der Insel an der Müblgrabenbrücke. nachmittags 5 Uhr 5 Grundstücke am r Zusammenkunst an der Eisenbahnbrücke im Zuge der Klinikstraße. 258² Vergebung von Schlosserarbeiten. Die Schlosserarbeiten für die Herstellung von Ein. sriedigungen sollen 1 25⁵⁴ Freilas, den 28. Mirz d. J., vormittag 10 5 auf unserem Tiefbauamt vergeben werden. Die dingungsunterlagen liegen daselbst ossen und sind Angebote auf Vordruck bis zum vorgenannten Zeitpunkt an das Tiefbauamt einzureichen.— Zuschlagsfrist 4 Wochen. Nachstehende Bekanntmachung bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Bekanntmachung. Betr.: Regelung des Verkehrs mit Brotgetreide und Mehl. Nachdem sowohl der Stadt Gießen wie den Land- 8 des Kreises das erforderliche Roggenmehl für ie auf die Versorgung durch den Kommunalverband an⸗ gewiesene Bevöllexung für den Monat März überwiesen worden ist und nachdem den mit Regelung des Verbrauchs beauftragten Gemeindebehörden in Stadt und Land die Genebmigung erteilt wurde, sich für den Monat März den jür den Zusatz zum Brot zugelassenen Prozentsatz an Weizenmebl käuflich zu erwerben, sind die Uebergangs⸗ f bestimmungen in 4 Absatz 4 unter e und k der Bundes. ee eee vom Januar 1915 gegenstandslos. geworden. f Hiernach dürfen Händle, Müller, Bäcker und KLon⸗ ditoren von Jen ab kein Mehl mebr an Private abgeben. Es ist vielmehr nur noch den Gemeinde verwaltungen erlaubt, zur 1 ibres Bedarfs für den Monat März innerhalb der obenerwähnten Beschrankung, Weizen. mebl von Händlern oder len mit Zustimmung des Kommunalverbandes zu erwerben. Weiter kann inner- balb der Stadt Gießen bis zur 9 4— Verbrauchs⸗ f regelung a 5 die Stadt entsprechend dem unter 4 der 4. 5. Bekanntmachung im obigen Betreff vom 21. Jebruar 1915 (Kreisblatt Nr. 21 vom 26. Februar 1915) Gesagten noch Weizenmehl bis zu einem Pfund im Kleinverkauf geben werden. Ueber I das bereits dur kanntmachung vom 18. Februar 1915(Kreisblatt Nr. 1 vom 19. Februar 1915) in das Eigentum des Kommunal- verbandes Gießen übergegangen ist, darf nur noch der Kommunalverband verfügen. 5 Weiter werden die Händler, Müller und Bäcker in Stadt und Land biermit aufgefordert, der ihnen ob⸗ liegenden Verpflichtung, der Gemeindebehörde zum 20 ds. Mis. die vorgeschriebenen Nachweise über ihre Bestände an Mehl, getrennt nach Roggen⸗ und Weizenmehl, einzu- reichen, pünktlichst nachzukommen. Die Bäcker haben in der Nachweisung gesondert diejenigen Mehlmengen aufzuführen, die ihnen von einer Gemeinde oder von ver ⸗ sorgungsberechtigten Personen zum Verbacken überwiesen worden sind. Zuwiderbandlungen gegen das nach vo ndem erlassene Verbot der ferneren Abgabe von bl an Private werden nach 87 der Bundes ratsverordnung vom 25. Januar 1915 mit Gefängnis bis zu einem Jahr oder mit Geldstrase bis zu 10000 Yk. bestraft. Auf unrichtige oder unvollständige Nachweise sowie auf Nichteinhaltun der gesetzten Frist für Einreichung derselben stebt na § 13 der vorgenannten Verordnung Gesgnanis bis zu 6 Monaten oder Geldstrase bis zu 19000 Mk. Außerdem werden wir von unserem Recht, die Geschäfte Zuwider⸗ bandelnder schließen zu lassen, Gebrauch machen. Gießen, den 11. März 1915. Großberzogliches Kreisamt Gießen. gez. Dr. Usinger. 2503 In der Zeit vom B. März bis 30. April 1915 werden die sämtlichen 3 2564 gespült. ö städt. Straßenkanäle Während dieser Zeit sind die Rückstauverschlüsse an Grundstücksentwässerungen verschlossen zu halten. Städt. Wohnungsnachweis Gießen, Asterweg 9. Es sind zu vermieten: 2567 1 berrschaftliche Wohnung von? Zimmern mit Zentral⸗ heizung, 2 Wobnungen von 6 Zimmern, 1 Wobnung von 5 Zimmern und Mansardenzimmer, 2 Wohnungen von 5 Zimmern, 3 Wobnungen von 4 bis 5 Zimmern, pier Wohnungen von 3 Zimmern, 6 Wohnungen von zwei Zimmern, 2 Ladenraume mit je 1 Zimmer, 1 Lager⸗ oder Fabrikraum, 3 Lagerräume und 1 Arbeitsraum, 5 möblierte Zimmer, davon 2 nebeneinandexliegende. Zu mieten gesucht: 5 Wohnungen von 1—5 Zimmern. Gad. AHebeilsnacsiueis Hessen. Asterweg 9. 2566 Es können eingestellt werden: a. bei biesigen Arbeitgebern: 1 Schmied, 1 Maschinenschlosser, 2 Dreher, 1 Maschinen · arbeiter, 1 Polsterer, 1 Fuhrmann, 1 Kellner, 3 Schneider, 1* bezw. Haus burschen, 1 Heizer und riseure. ö Lehrlinge: 2 Kellnerlehrlinge, 1 Schuhmacherlehr⸗ ling,. 1 Küferlebrling, 1 Ladlerefebrling b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 6 Knechte bei Landwirten, 2 Viehfütterer, 1 Gärtner, 5 Schlosser, 2 Dreber, 1 Hobler, 10 Stablputzer, 30 Guß⸗ putzer, abrikarbeiter, 6 Reparaturschlosser, 2 Kran 8 führer, 1 Schreiner, 3 Schuhmacher, 1 Hotelhausbur und 2 Hausburschen. eee, 3 Lebrlinge: 1 Schneiderlehrling. 5 Es suchen Arbeit: 1 Handlungsgehilfe, 4 landwirtschaftliche Fuhrleute, 1 Schweizer, 1 Melker, 1 Kutscher, 2 Heizer, 1 attler, 3 Schreiner, 1 Schneider, 3 Anstreicher, 8 Arbeiter, Knechte, Taglöbner und Haus burschen, 16 1 7 Wasch⸗ und Lauffrauen, 2 Dienstmädchen, 3 Kinderfräulein bezw. 8 3 Büglerinnen, 2 Verkäuferinnen, 1 Kup Die kunft ist d Rödgen e e edelebrli 10. rede debe Wohnung enn