3 Erstes Blatt — Ur. 62 Der Slehener A erscheint täglich, er Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Sietener Famillenblätter; 3 wöchentl. Kreis⸗ lati für den Kreis Sehen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche 3 7 Fernsprech- Anschlüsse: für die Schriftleitung 12 Verlag, Geschäftsstelleb l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Sießen. Annahme don Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. 105. Jahrgang Gießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Gberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindrudkerei R. Lange. Schriftleitung, Heschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Beck, sämtlich in Gießen. Montag, 15. März 1915 Bezugspre monatl. 75 Bf., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Neue Erfolge deutscher lnterseeboote. Neue französische Angriffe in der Champagne wirkungslos zusammengebrochen. die Mißerfolge der Feinde vor den Dardanellen. (WTB) Großes Hauptquartier, (Amtlich.) 8 Westlicher Kriegsschauplatz. „Südlich von pern wurden vereinzelte Angriffe der Engländer mühelos abgewiesen. Unser zur Wiedereinnahme des Dorfes Neuve Cha⸗ velle angesetzter Angriff stieß nach anfänglichem Erfolge auf eine starke englische Ueberlegenheit und wurde deshalb nicht durchgeführt. Die Engländer entwickelten in dieser Gegend eine rege Tätigkeit mit Fliegern, von denen vorgestern einer, gestern zwei heruntergeschossen wurden. 5 In der Champagne flackerte an einzelnen Stellen der Kampf wieder auf. Allefranzösischen Teil An⸗ griffe wurden mit starken Verlusten für den Feind abgeschlagen. 200 Gefangene blieben dabei in unserer Hand. Nebel und Schnee behinderten in den Vogesen die Gefechtstätigteit. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Russen wichen aus der Gegend von Au gust o wo und nordöstlich bis hinter den Bobr und unter die Geschütze von Grod no zurück. Am Orzyc nordöftlich von Prasznysz wurde ein rus⸗ sischer Angriff abgewiesen. 13. März. Oberste Heeresleitung. (WTB) Großes Hauptquartier, 14. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Einige feindliche Schiffe feuerten gestern nachmittag aus Gegend nördlich von La Panne ⸗Nieuport wirkungs⸗ las auf unsere Stellungen.. Bei Neuve Chapelle fand, abgesehen von einem vereinzelten englischen Angriff, der abgeschlagen wurde, nur Artilleriekampf statt. In der Champagne wiederholten die Franzosen öst⸗ lich von Souain und nördlich Le Mesnil auch gestern ihre Teilangriffe. Unter schweren Verlusten für den Feind brachen sämtliche Angriffe im Feuer unserer Truppen zu⸗ sammen. 5 In den Vogesen sind die Kämpfe nach dem Eintreten besserer Witterung wieder aufgenommen. Die Franzosen verwenden jetzt auch in den Argon nen die neue Art von Handgranaten, durch deren Detona⸗ tion die Luft verpestet werden soll. Auch französische Infante⸗ rie⸗Erblosivgeschosse, die beim Aufschlagen Flammen erzeu⸗ gen, wurden in den gestrigen Kämpfen erneut festgestellt. OHestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage im Osten ist unverändert. Oberste Heeresleitung. 5 5 3 Der Reichskanzler hat dem Geh. Justizrat Prof. Dr. Kahl ein Antwortschreiben übermittelt, in dem er seine Zustimmung zur Gründung einer„Freien vaterländi⸗ schen Vereinigung“ ausspricht. Die Worte des Reichskanz⸗ lers, die wir nachstehend wiedergeben, zollen den Leit⸗ sätzen der neu gegründeten Vereinigung, deren Ziele er selbst noch einmal zusammenfaßt, Anerkennung. In dem Aufruf der„Freien vaterländischen Vereinigung“ heißt es: „Sie soll Strom der nationalen Einheit aus der Zeit Krieges in die des Friedens überleiten. Sie soll den Ge⸗ danken dieser Einheit so lebendig erhalten, daß er uns auch im Frieden beherrscht und leitet, unser ganzes Leben durchdringt und der Entwicklung unseres Volkes auf allen Gebieten des politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Daseins die Wege weist.“ Was immer in unserem geltenden Rechte herausge- wachsen ist aus dem Verdacht oder dem Argwohn einer minderen oder minder zuverlässigen nationalen Gesinnung, soll auf Grund der tatsächlichen Erfahrungen des Krieges zeiner Durchsicht zu unterziehen“ sein. Das deutsche Volkstum soll mit Eifer und Wärme gepflegt werden, doch„unbeschadet der durch Natur und Kultur gegebenen Gemeinschaftsaufgaben der Völker und Staaten“, und selbstverständlich auch unbeschadet der verfassungs⸗ mäßigen Freiheit der religiösen Richtungen, namentlich der anerkannten christlichen Kirchen. Alle Aemter sollen, wie die Verfassungen es verlangen, ehrlich allen denjenigen zugänglich sein, welche geistig und sittlich für sie befähigt sind. Das Verhältnis von Regierung und Volksvertretung ist auf Offenheit und gegenseitiges Vertrauen zu gründen; beide sollen das Bewußtsein haben, daß sie gleich wichtige 1 und. sind, welche sich gegenseitig nicht grun ich bekämpfen, sondern grundsätzlich stützen nnd f g. en mpfen, f 9 sätzlich stütz Für die unmittelbar bevorstehenden Aufgaben der praktischen Politik werden sodann drei 3 for⸗ muliert:„Die Anforderungen der nationalen Sicher⸗ heit und Wehrhaftigkeit sowie die Fürsorge für die Kriegsinvaliden und Hinterbliebenen der ge⸗ fallenen Krieger sind von einem Standpunkt zu prü⸗ fen, welcher für die Unterschiede der Parteien hinausragt.“ Die soziale Fürsorge, welcher das ganz berechtigte Zeugnis ausgestellt wird, daß auch sie„der inneren Festi⸗ 55 gen des Reiches dient“, soll weiter entwickelt werden. Der heimische Boden soll, der Erfahrung der Kriegszeit l entsprechend, dichter besiedelt, seine Ergiebigkeit gesteigert werden. Wir glauben, daß der neue Verband nützlich und er⸗ sprießlich wird wirken können. Er wird ein notwendiges und willkommenes Organ der öffentlichen Meinung sein, wenn künftig, nach dem Kriege, die Parteien in ihre früheren Fehler zurückzufallen drohen sollten. Bei keiner Partei werden die Grundsätze der„Freien Vereinigung“ auf Wider— stand stoßen. Der Zentrumspolitiker Dr. jur. Carl Ba che m legt in der„Köln. Ztg.“ mit beredten Worten eine Lanze ein für den Verband, und wie es scheint, will er sich dafür einsetzen, daß das Zentrum sich innerhalb des nationa— len Fahrwassers bewegt und das Ueberwuchern fremder Einflüsse in die deutsche Politik zurückdrängt. In der Tat, alle Parteien werden aus den Ereignissen dieses Sturm— jahres zu lernen haben und eine Verjüngung anzustreben haben. Bachem erklärt u. a.: Eine allzu große Zahl von Parteien kann hinderlich werden. Aber das völlige Verschwinden der Parteien würde für unser staatliches Leben noch weit bedenklicher sein. Große, starke, in ihren Grundsätzen bestimmte Parteien sind der wichtigste Damm gegen ein Ueberwuchern des Individualismus im politischen Leben und damit ein unentbehrlicher Untergrund für die par⸗ lamentarische Arbeit eines jeden Volkes mit freier Verfassung. Eine Unterdrückung der Parteien würde eine Verödung des öffentlichen Lebens mit sich bringen, welche ein politisches Arbeiten zu einer drückenden Last machen müßte. Die Parteien haben eine große und edele Aufgabe. Wir sollen nicht dem unfruchtbaren Traume nachhängen, wie schön es wäre, wenn sie nicht beständen; wir sollen lieber darauf Bedacht nehmen, um ihre Auswüchse fernzuhalten und im übrigen sie zu stützen, indem wir sie von dem gefährlichen Wege der Einseitigkeit ab⸗ lenken in die große Straße der nationalen Verträglichkeit und gegenseitigen Verständigung. Die Parteigegensätze brauchen gar nicht mit einem Schlage beseitigt zu werden. Es muß mur dafür gesorgt werden, daß sie nicht ausarten und dem nzen aden zufügen. Der Reichskanzler hat eine Andeutung gemacht, daß wir vorläufig die Aufgaben, die uns nach dem Frieden gestellt werden, im einzelnen auch nicht annähernd überschauen können. Wir wissen also auch noch micht, wie und in welcher Entschiedenheit grundsätzliche Verschiedenheiten der Mei⸗ nungen sich bilden werden. Sorgen wir mit allen Kräften schon heute dafür, daß über den später notwendigen Aus⸗ einandersetzungen der Geist gemeinsamen vaterländischen Wollens nicht zu kurz komme, der sich besonders darauf zu richten haben wird, daß unbedeutende Dinge nicht um der „Grundsätze“ willen zu großen Kämpfen ausgebeutet werden! * 4* Der amtliche französische Bericht. Paris, 14. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Be⸗ richt von gestern nachmittag: An der Yser befestigten und er⸗ weiterten die Belgier die am Donnerstag erzielten Gewinne. Die Engländer rückten weiter vor und überschritten parallel der Straße Neuve Chapelle⸗Fleurbaix den Layes⸗Bach zwischen dieser Straße und Aubers. Sie nahmen in diesem Kampfe meh⸗ rere feindliche Schützengräben und erreichten, als der Tag sich neigte, die Rue d'Enfer, eine Straße, welche von Nordost nach Südwest gegen Aubers und in einen Vorort dieser Ortschaft führt. Südöstlich Pietre eroberten sie mehrere zur Verteidigung ein⸗ gerichtete Häusergruppen, machten tagsüber etwa 1000 Gefangene und erbeuteten mehrere Maschinengewehre. Links und rechts von der englischen Armee unterstützen französische Truppen ihre Aktion durch lebhaftes Artillerie-, Maschinengewehr⸗ und Infanterie⸗ Feuer. In der Champagne rückten wir en abend weiter auf den Nordhängen der Kuppe nordöstlich Lemesnil vor und machten 150 Gefangene, darunter 6 Offiziere.— In den Vo⸗ gesen am Reichsackerkopf versuchte der Feind nach heftigem ä einen Angriff zu unternehmen, welchen wir sofort aufhielten. Paris, 14. März.(WTB. Nichtamtlich. Amtlicher Kriegs⸗ bericht von gestern abend: Nach den lebhaften Kämpfen der letzten Tage herrschte beiderseits nahezu völlige Ruhe. Am heutigen Tage fanden nur einige Artilleriekämpfe statt. Wir befestigten überall unsere Stellungen. Bei den Aufräumungsarbeiten in Eparges auf dem von uns eroberten Gelände fanden wir neue deutsche Maschinengewehre, so daß sich die Zahl der vom Feinde an dieser Stelle verlorenen Maschinengewehre auf vier erhöht. Im Leprétewalde brachten wir einen Angriffsversuch sofort zum Stehen. London, 13. März.(WTB. Nichtamtlich) Ein Be⸗ richt des Feldmarschalls Freuch sagt: Die Lage an unserer Front zwischen Armentieres und La Bassee hat sich durch die erfolgreiche Initiative unserer Truppen wesentlich geändert. Am 10. März, bald nach 8 Uhr früh, grissen unsere Truppen die deutschen Laufgräben in der Nachbarschaft von Neuve Cha⸗ pelle an und nahmen sie ein. Das Zusammenwirken der Ar⸗ tillerie jeder Art und Infanterie war sehr gut und hatte das Ergebnis, daß die erlittenen Verluste im Verhältnis zum Ergebnis nicht groß waren. Unsere schwere Artillerie war sehr wirksam. Außer den beobachteten Ergebnissen bestätigten Aussagen von Gefangenen die Genauigkeit unseres Feuers und die dadurch ver⸗ ursachten Schäden. Mittags hatten wir das ganze Dorf Neuve Chapelle genommen. Unsere Infanterie ging sofort dazu über, die erzielten örtlichen Vorteile zu sichern und auszudehnen. Abends war ein 5 00 Labyrinth von Schützengräben vor unserer Front in einer Länge von 4000 Pards in unseren Händen. Wir standen etwa 1200 Nards jenseits der vorgeschobenen Schützengräben des Feindes. Die Zahl der deutschen Kriegsgefangenen, die im Laufe ier gebracht des Tages in unser Hauptquartter wurden, betrug 750. London, 14. März.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. General French meldet: Von der 7. Di⸗ vision wurden gestern in der Richtung Au bers weitere Fort⸗ schritte gemacht. Das Gesecht war heftig, da der Feind gegenüber dem rechten englischen Flügel eine beträchtliche Verstärkung, min⸗ destens zwei Divisionen, aufwies. Wir machten 612 Gefangene; weitere sind noch zu erwarten. Englische Flugzeuge legten große Tätigkeit an den Tag. Ein Eisenbahnknotenpunkt wurde vernichtet. Ein englischer Armeebefehl. Berlin, 13. März.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Großen Hauptquartier wird uns geschrieben: Am 10. März, wurde bei einem bei Givenchy gefangenen Soldaten des J. englischen Armeekorps folgender Befehl gefunden: „An die erste Armee. Wir sind im Begriff, den Feind unter ungewöhnlich günstigen Bedingungen anzugreifen. Bisher hat in diesem Feldzug die britische Armee durch ihren Schneid und Ent⸗ schlossenheit Siege über einen Feind davongetragen, der an Zahl und Bewaffnung weit stärker war. Jetzt haben uns Verstärkungen dem Feinde vor unserer Front überlegen gemacht. Jetzt sind un⸗ sere Kanonen besser, als die des Feindes, nicht nur an Zahl, son⸗ dern vor allem sind es die wirkungsvollsten Kanonen, die jemals bei irgend einer Armee gebraucht worden sind. Unsere Flieger haben die deutschen Flieger aus der Luft vertrieben. Unsere Verbündeten, die Russen und Franzosen, haben merkliche Fortschritte gemacht und dem Feinde gewaltige Verluste beigebracht. Die Deutschen sind zudem durch Unruhen im Inlande und Mangel an allem zur Kriegführung Notwendigen geschwächt. Es steht daher nicht zu erwarten, daß sie gegen uns hier noch erhebliche Verstärkungen einzusetzen haben. Uns gegenüber steht nur ein einziges deutsches Korps mit einer Ausdehnung gleich der un⸗ serer ganzen Armee. Wir werden jetzt etwa mit 48 Bataillonen einen Abschnitt dieser Front angreifen, der von nur etwa drei deut schen Bataillonen verteidigt wird. Am ersten Tage des Kampfes werden die Teutschen voraussichtlich höchstens noch vier weitere Bataillone zur Verstärkung für den Gegenangriff heranziehen köu⸗ nen. Schnelligkeit ist daher die Hauptsache, um dem Feinde zu⸗ vorzukommen, und um Erfolge zu haben, ohne schwere Verluste zu erleiden. Niemals in diesem Kriege hat es einen gü n sti geren Augenblick gegeben, und ich bin des Erfolges gewiß Die Größe des Erfolges hängt von der Schnelligkeit und Entschlossenheit un⸗ seres Vorgehens ab. Wenn wir auch in Frankreich fechten, so wollen wir uns doch immer vor Augen halten, daß wir für die Erhaltung des britischen Reiches kämpfen und für den Schutz un⸗ serer Heimat gegen die planmäßige Barbarei. Wir müssen alle zu dem Erfolg beitragen und wie Männer für Altenglands Ehre kämpfen. 8 D. H 9. März 1915. gez. aig, Oberbefehlshaber der 1. Armee. Dieser Befehl wird ein Dokument inder Kriegs geschichte werden. Er zeigt, zu welchen Mitteln hohe englische Offiziere greifen müssen, um den ihnen unter⸗ stellten Truppen Mut und Entschlossenheit einzuflößen. In welch hohem Ansehen müssen die deutschen Truppen bei ihren Feinden stehen, wenn diese nur bei der gewaltigen Ueberlegenheit von 48 gegen 4 Bataillone einen Erfolg im Angriff erhoffen. Der angekündigte An⸗ griff der englischen ersten Armee erfolgte am 10. März. Es gelang den Engländern, in einer Breite von etwa 1½ Kilo⸗ metern zu beiden Seiten von Neuve Chapelle in unsere vor⸗ dersten Linien einzudringen. Auf den übrigen Teilen des Kampffeldes wurden die Engländer unter Verlusten ab⸗ gewiesen. Die Aushebung der Jahresklasse 1916 in Frankreich. Lyon, 14. März.(WTB. Nichtamtlich.)„Rspublicain“ meldet aus Paris: In der gestrigen Kammersitzung erklärte der Deputierte Lachaud namens des Kammer⸗ ausschusses für das Gesundheitswesen, daß bei der Aushe⸗ bung der Jahresklasse 19156 die ärztliche Untersuchung mit äußerster Sorgfalt durchgeführt werden müsse. Alle Vorkehrungen müßten getroffen werden, damit von dem Gesichtspunkte der Ernährung, Ausrüstung und körper⸗ lichen Ausbildung jede Gefahr für den Gesundheitszustand der Rekruten vermieden werde. Kriegsminister Mil le⸗ rand versicherte, daß den Anregungen des Ausschusses Folge gegeben werden würde, indem man die Fehler vermei⸗ den werde, die bei früheren Untersuchungen möglicherweise vorgekommen seien. *** Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte. Wien, 13. März. verlautbart: 13. März 1915 mittags: In Rusfsisch⸗Po⸗ lenund VWestgalizien keine Veränderung, während des Tages Geschützkampf. Angriffe einzelner feindlicher Abtei⸗ lungen wurden durchweg unter Verlusten abgewiesen. Die Kämpfe an der Straße Cisna—Baligrod in den Karpathen dauern weiter an. Eine Höhe, um die seit Tagen gekämpft wurde, gelangte gestern in unseren Besitz. Im Sappenangriff sprengten eigene Truppen Teile der feind⸗ lichen Stellung, warfen im folgenden Nahkampfe den Gegner zurück und nahmen über 1200 Mann und mehrere Offiziere gefangen. Noch nachts wurden russische Gegenangriffe auf diese Höhe sowie auf die Stellungen in den anschließenden Ab⸗ schnitten unter schweren Verlusten des Feindes zurück⸗ geschlagen. An der Gefechtsfront in Südost⸗Galizien und in Raume bei Czernowitz herrscht im allgemeinen Ruhe. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird n 1 8 5 r worden sind:„Hadland“,„Andalusian“,„Indian City“ bei sich in Booten. Zwei Patrouillenschiffe, die im Hafen lagen, fuhren 3 8 5 3 telegramm war der Kapitänleutnant Weddigen, der sich als Führer des u. 9“ den Engländern unliebsam beliebt ge 22. September war es, als„U. 9“ unter seinem 2 8 7 12 1 boot hat am Donnerstag den Dampfer„Auguste Con⸗ 5 91 0 1 5 . g 2 5 * 3 vom Tyne kommend, wurde heute früh auf der Höhe von 5 5 * * 5 1 ** 5 3 3 2 95 8 veröffentlichte Statistik ergibt, daß seit Ausbruch des Krie⸗ kenntlich gemacht. Dagegen hatten die englischen Schiffe die Namen mit einer Farbe aufgemalt, die sich vom Schiffs⸗ anstrich nur wenig unterschied, so daß der Name schwer lesbar war, während schwunden war. des Reuterschen Bureaus. Nach einem Bericht der Admi⸗ kralität Admiralität heißt es, daß der Kapitän des„U 29“ aus * sagte, er hätte im September die„Hogue“ und„Abukir“ versenkt. „Eressy“ in der Nordsee innerhalb einer Stunde durch drei wohl⸗ gezielte Torpedoschüsse auf den Meeresgrund schickte. Dieser Tat, Dampfer„Campinas“ entging am 12. März der Tor⸗ Eitel Friedrich“ die deutsche, französische und britische Flagge führen die es wolle, aber wenn ein englisches Schiff die ameri⸗ Schiffe, nicht um die Führung einer feindlichen Flagge. Wien. 14. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: In Polen und an der Front in Westgali⸗ zien hat sich die allgemeine Lage nicht geündert. Vorstö ße des Feindes wurden an der unteren Nida, sowie bei und süd⸗ lich Gorlice nach kurzem Kampfe zurückgeschlagen. In den Karpathen scheiterten wieder in zahlreichen Abschnitten heftige Angriffe der Russen, so in der Kampffront zwischen dem Sattel von Lupkow und dem Uzsoker Paß, dann im Oportal, wo auch nachts erbittert gekämpft wurde, und bei Wyschko w. Außer den vielen verwundeten Russen, die in unsere Hände fielen, wurden über 400 Mann des Feindes, die sich im Nahkampfe ergaben, gefangen ge⸗ nommen. l Auch an den Stellungen südlich des Dujester entwickel⸗ ten sich Kämpfe. Ein von starken Infanteriekräften des Geg⸗ ners eingesetzter Angriff kam im wirkungsvollsten Feuer un⸗ serer Truppen bald zum Stehen und brach unter gro⸗ ßen Verlusten des Feindes völlig zusammen. Weiter östlich wurde zu Fuß vorgehende feindliche Kavallerie abermals zurückgeworfen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 5*** Der Seekrieg. Rotterdam, 14. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der „Rotterdamsche Courant“ erhielt eine Zuschrift eines Passa⸗ iers des Dampfers„Königin Emma“ von der Damp⸗ ergesellschaft„Nederland“, der am 27. Februar Amster⸗ dam verlassen hat und am 9. März in Genua eingetroffen ist. Es heißt darin: Alle neutralen Schiffe, denen wir be⸗ gegneten, sind durch Anstrich, Flagge und groß auf— geschriebene, nachts elektrisch beleuchtete Namen deutlich er Name des Heimathafens ver⸗ Feindliche Schiffe versenkt! London, 14. März.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung torpedierte das deutsche Unterseeboot „U. 29“ die Schiffe„Headland“,„Andalusia“, In⸗ dian⸗City“ und„Ademun“. In dieser Meldung der Berlin, 15. März. Laut„Berliner Tageblatt“ nennt die britische Admiralität vier Namen von Schiffen, die von„U. 29“ „Aden“„Indian City“ wurde am Samstag 8 Uhr früh Saint Marie angegriffen. Es war nur in kurzer Entfernung von der Küste, wo die Menge zuschaute. Die Besatzung rettete zur Verfolgung aus. Das U.⸗Boot aber tauchte und erschien erst weiter westlich an der Oberfläche. Es war auch schneller als die Patrouillenschiffe. In derselben Gegend hat das U. ⸗Boot auch den Dampfer„Hadland“ angegriffen. Berlin, 15. März. Nach dem Zusatz zu einem Reuter⸗ Kapitän des„U. 29“ kein anderer, als Am l 9 Kom⸗ en die englischen Panzerschiffe„Aboukir“,„Hogue“ und hat. die den deutschen U.⸗Schrecken in die englischen Häfen trug. folgte am 13. Oktober die Vernichtung des britischen Kreuzers„Hawke“, ebenfalls ein Werk der tapferen Besatzung des„U. 9“. Bordeaux, 14. März.(WDB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung der Agence Havas. Ein deutsches Untersee⸗ eil“ 22 Meilen südlich von Star Point versenkt. Die Besatzung wurde gerettet und nach Falmouth gebracht. Le Havre, 15. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der pedierung durch ein deutsches Unterseebvot vor Cherbourg durch geschickte Manöver. Hull, 14. März.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der schwedische Dampfer„Hanna“, Scarborough torpediert. Sechs Männer ertranken; die übrigen wurden nach Hull gebracht.(Notiz des WT B.: Nach üheren Erfahrungen ist es naheliegend, daß der Dampfer das Opfer einer englischen Mine geworden ist.) London, 14. März.(WTB. Nichtamtlich.)„Times“ meldet aus Washington:. Dem Vernehmen nach hat der Hilfskreuzer„Prinz eführt.„Times“ zitiert den Artikel eines Washingtoner Blattes, 2 dem es heißt: Ein deutsches Kriegsschiff könne jede Flagge kanische Flagge führe, so setze es alle amerikanischen Schiffe der Gefahr aus, mit Mann und Maus in den Grund gebohrt zu wer⸗ den. Dieses Prinzip könne nicht lange beibehalten werden. Der„Rotterdamsche Courant“, der diese Meldung weitergibt, weist auf die Ungerechtigkeit dieses Kommentars hin. Es handle sich um die Führung einer neutralen Flagge durch britische Washington, 13. März.(WT. Nichtamtlich.) Die Regierung hat beschlossen, die dem deutschen Hilfskreuzer für Reparaturen gewährte Frist geheim zu halten. London, 13. März.(WTB. Nichtamtlich.) Meldun des Reuterschen Bureaus aus Washington: 2 Staats- sekretär der Marine hat dem im Marinedock in Boston lie⸗ genden Kreuzer„Brooklyn“ Befehl gegeben, vor dem Hafen u kreuzen, um eine mögliche Verletzung der Neutralität urch die im Hafen internierte„LFronprinzessin Cäcilie“ zu verhindern. Die Verluste der englischen Handelsflotte. London, 14. März.(WTB. Nichtamtlich.) Eine eben 3 englische Handelsschiffe durch feindliche zer erbeutet oder versenkt worden sind. 11 sind durch Minen und 22 durch Unterseeboote zerstört worden: außerdem sind 47 Füischer fahrzeuge verloren ge⸗ gangen. Ferner meldet die Admiralität: Seit dem 10. wurden 7 britische Dampfer mit einem Gehalt von 1794 bis 4658 Tonnen von deutschen Unterseebooten im Aermelkanal, im Kanal von Bristol und im Jrischen Kanal 1 922 N Schilke sanken. 7 weitere ent⸗ n der Versenkung: nter* i ist noch nicht bestätigt. 3 ä Vom englischen Parlament. London, 14. März.(WTB. Nichtamtlich.) Wie das Reutersche Bureau mitteilt, wird der Premierminister mor⸗ en die Vertagung des Parlaments bis zum Mittwoch, 14. April, beantragen. Graf Witte f. Petersburg, 13. März.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung der Petersburger Telegraphen⸗Agentur: Graf Witte ist gestorben. Witte wurde am 16.(29.) Juni 1849 in Tiflis als Sohn des Mitgliedes des Rates des kaukasischen Statthalters geboren. Er begann seine Beamtenlaufbahn in der Verwaltung der jetzigen russischen Südwestbahnen in Odessa. 1879 wurde Witte auf den Posten des Vorstehers der Wirtschaftsabteilung der Südwestbahnen berufen. Von 1886—1888 war er erster Direktor der Südwest⸗ bahnen. 1888 erfolgte seine Ernennung zum Direktor des Departe⸗ ments für Eisenbahnangelegenheiten am Finanzministerium und zum Vorsitzenden des Tarifkomitees, im Februar 1892 zum Ver⸗ fehrsminister, und schon im August 1892 zum Leiter des Fin an z⸗ ministeriums, das er bis zum 16.(29.) Aug. 1903 dirigierte. An diesem Tage wurde er Vorsitzender des Ministerkomitees. Als erster Friedensbevollmächtigter Rußlands vertrat er sein Vaterland auf der Friedenskonferenz in Portsmouth, die dem Russisch⸗Japanischen Kriege, vor dessen Ausbruch Witte seinerzeit warnte und dessen Vorgeschichte ihm die Stellung eines Finanzministers kostete, ein Ende machte(5. September 1905). Der für Rußland günstige Friedensschluß machte Witte in seinem Vaterland äußerst volkstümlich. In dem Augenblicke, als die Wogen der revolutionären Bewegung in Rußland am höchsten schlugen, sah sowohl die Regierung als auch der gemäßigte der Ge⸗ sellschaft in Witte den einzigen Kandidaten für den Posten eines Leiters eines tatkräftigen Ministeriums der politischen Re⸗ form, auf den er au nach Ausarbeitung des eine Verfassung verheißenden ifestes vom 30. Oktober 1915 berufen wurde. Die von ihm unternommene Aufgabe scheiterte jedoch sowohl an dem Mißtrauen der Liberalen als auch an den Intrigen der Hofkreise und der äußersten reaktionären Kreise, denen man sogar Anschläge auf Witte zuschreibt. Am 5. Mai 1906 wurde Witte entlassen, und zwar unmittelbar nach Abschluß einer russischen 500⸗Millionen⸗Franken⸗Anleihe auf dem Pariser Markte. 5 In den letzten Jahren scheint Witte als Mitglied des Reichs⸗ rates von seinen liberalen und konstitutionellen Gedanken des ersten Lustrums dieses Jahrhunderts wieder zurückgekehrt zu sein zu mehr aufgeklärt⸗absolutistischen. die ihn wäh⸗ rend seiner Tätigkeit als Finanzminister beherrschten. Durch diese Abkehr verlor er einen großen Teil seiner Volkstümlichkeit unter den Liberalen, ohne jedoch das Mißtrauen zu zerstören, das ihm seitens der Hofkreise und der Konservativen seit 19051906 entgegengebracht wird. 1 5 Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß Nikolaus II. auf Wittes Staatskunst für die Zukunft noch fest gerechnet hat. Als Herr Bark kürzlich mit leeren Händen aus Paris und London zurückkehrte, hielten viele Wittes Stunde für gekommen, und vieler Augen richteten sich damals auf diesen Mann, ob er das Reich aus der finanziellen Bedrängnis dieser schweren Stunde retten werde. Vielen, und zwar nicht den schlechtesten russischen Patrioten, wird sein Tod das Schwinden eines Hoffnungsschimmers sein, vielen freilich auch eine Erlöfung von einem Druck, der ihren säbelrasselnden Chauvinismus an die Wand zu drücken drohte. Für die Welt kann es keine Frage sein, daß Rußland seinen bedeutendsten zeitgenössischen Staatsmann verloren hat. *** Amtliche türkische Berichte. Konstantinopel, 10. März.(WTB. Nichtamtlich.) Verspätet N Das Große Hauptquartier gibt bekannt: Auf der kaukasischen Front griffen die Russen die in der Umgebung von Artwin befindlichen Truppen an, aber der Angriff wurde abgeschlagen. Wir machten eine Anzahl von Gefangenen und erbeuteten ein Maschinengewehr. Am 7. März schlugen wir vollständig alle russischen Angriffe gegen die Höhe Balikli westlich von Artwin ab und besetzten die von den Russen vorher besetzt sehaltenen Befestigungen. Während dieses Kampfes wur⸗ 2 auf feindlicher Seite ein Offizier und 150 Soldaten getötet. Konstantinopel, 12. März.(WTB. Nichtamtlich.) Verspätet eingetroffen. das Große Hauptquartier gibt bekannt: Von der kaukasischen Front ist keine neue Nachricht eingegangen.— In der vergangenen Nacht haben unsere Batterien einige Minensammelschiffe, die sich der Minenlinie näherten, zum Sinken gebracht. Heute unternahm der Feind vor den Dardanellen nichts. Unsere Kriegsschiffe torpedierten im Aegäischen Meer einen Transportdampfer des Feindes. Heute beschossen zwei feindliche Kreuzer schwach und in langen Zeitabständen unsere Stellungen bei Ku m⸗ kale und Sed⸗ul⸗Bahr.— Als sich in der Nacht zum 8. März ein feindliches Minensammelschiff der Minenlinie vor Smyrna nähern wollte, stieß es auf eine Mine und sank.— Gestern beschoß die feindliche Flotte eine Stunde lang ohne Wirkung die Forts von Smyrna. Ein feind⸗ liches Wasserflugzeug, das auf unsere Forts zuflog, wurde von dem Feuer unserer Batterien gezwungen, sich zu ent⸗ fernen. Der Angriff auf die Dardanellen. Konstantinopel, 14. März.(WTB. Nichtamtlich.) Das Große Hauptquartier teilt mit: Heute hat ein fe in d⸗ liches Panzerschiff ohne Erfolg in großen Zwischen⸗ räumen Seddil-Bahr und Kum⸗Kalen beschossen. Gestern nacht versuchte der Feind mit einer leichten Flot⸗ tille von neuem sich dem Minenfelde zu nähern, wurde aber durch das Feuer unserer Batterien zurückgewiesen, wobei einige feindliche Schiffe beschädigt wurden. Tschanak⸗Kale, 13. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der Vertreter von Wolffs Telegraphischem Bureau telegraphiert aus den Dardanellen: Nach zweitägiger Stille fand in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag das erste Nachtgefecht größeren Stils statt. Um 11 Uhr begannen ein Kreuzer und mehrere Tor⸗ pedoboote eine energische Beschießung der Scheinwerfer von Tar⸗ danos. Die Haubitzenbatterien antworteten, so daß der ganze Hori⸗ zont flammte und die Erde meilenweit erzitterte. Das erste Ge⸗ fecht wührte eine Stunde. Um 2 Uhr morgens wurde der Kampf wieder aufgenommen. Gleichzeitig wurden von englischer Seite Minenfischer ausgesandt, um einen Weg durch die Minen⸗ sperre zu schaffen. Während des beiderseitigen heftigen Feuers zog sich der englische Kreuzer infolge des Treffers einer Haubitze aus der Feuerlinie zurück. Drei Minensucher sanken, worauf die übrigen 8 vom türkischen Feuer verfolgt eilig flüchteten, ohne ihren ck irgendwie er⸗ reicht zu haben. Auf türkischer Seite keine Verluste. Die Schein⸗ werfer sind intakt. Infolge des völligen Mißlingens des englischen Nachtangriffs herrschte am Donnerstag Ruhe trotz des klarsten Wetters. Die Forts der mittleren Dardanellen sind un⸗ versehrt. Sämtliche Spuren der großen Beschießung von Samst und Sonntag sind verschwunden. Der Geist von Offizieren un Mannschaften ist ausgezeichnet und sehr zuversichtlich. Aus Smyrna. Konstantinopel, 14. März.(WTB. Nichtamtlich.) ** Verspätet eingetroffen. Wie aus Smyrna eldet wird, verlassen infolge der Proklamation des Wali n, Kinder und nichtwaffenfähige Männer die DD e võ rung hrt vollkommene Ruhe. Leichen von der satzung des versenkten feindlichen Minensuchers wurden bei den Salinen von Smyrna an die Küste getrieben. Aus Deutsch⸗Südwestafrika. London, 14. März.(WTB. Nichtamtlich.) Reutermel⸗ dung. Aus Garus(Deutsch⸗Südwestafrika) wird gemel⸗ det: Englische Patrouillen sind mit verschiedenen Patrouillen des Feindes vor Tagesanbruch an der östlichen Front in Berührung gekommen. Die Deutschen feuer⸗ ten eine Salve auf unsere Aufklärungst. n ab. Unsere Leute führten gerade die Pferde am Zügel. Ein Unteroffizier wurde leicht verwundet. Die Patrouillen wechselten wei⸗ tere Schüsse, ohne daß jemand verwundet wurde.— Gestern wurde bei Uns nak in der Nähe von Garus ein deutscher Zug gesehen. Die Deutschen scheinen dort die Eisen zu zerstören.. — c p c—— ͤ ů—— Beer und Flotte. Darmstadt, 13. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der Großherzog hat der„Darmst. Ztg.“ zufolge am 11. ds. Mts., dem Tage der Errichtung des Leib⸗Garde⸗Inf.⸗Regi⸗ ments, nachstehenden Tagesbefehl gegeben:„Am heuti⸗ gen Tage gedenke ich meines Leib-Garde⸗Inf.⸗Regiments, dessen glorreiche Leistungen in vielen Schlachten und Gefech⸗ ten des jetzigen Krieges mir gezeigt haben, daß meine Hessen den jahrhundertealten, ruhmvollen Ueberlieferungen der Väter treu geblieben sind. Ich habe das feste Vertrauen, daß das für das geliebte Vaterland vergossene Blut einst in ehren⸗ vollem Frieden reiche Früchte tragen wird, und zum Ansporn für fernere Waffentaten sende ich meinem Leib⸗Garde⸗Infan⸗ terie-Regiment erneute Auszeichnungen für tapfere Krieger. Ernst Ludwig.“ Sonderblatt des Gießener Anzeig ErS mit dem Tagesbericht der obersten heeresleitung Zustellung täglich zwischen 1 und 5 Uhr, auch Sonntags · Bezugspreis 50 pfg. monat; lich. Im Einzelverkauf 5 Pfg. durch die Austrager und in der 6eschaftsstelle des Gießener Anzeigers. 5 Aus Stadt und Cand. Gießen, 15. März 1915. * Ritter des Eisernen Kreuzes: Gefr. Wilh Klötz aus Wetzlar, Res.⸗Eisenbahnbau⸗Komp. 16. Kriegs⸗ freiw. Harald Lange aus Wetzlar, Feldart.⸗Regt. 23. Füs. Hans Gadebusch aus Braunfels, Füs.⸗Regt. 40. Leutn. Pampe aus Wetzlar(1. Klasse), Feldflieger⸗Abt. 3 des 15. Armeekorps. k. Fornoff aus Darmstadt, früher im Inf. Regt 168, jetzt im Inf.-⸗Regt. 140. Wilh. Fritsch aus Ruppertsburg, Leutn. d. R im Feldart.⸗ 67. Lehrer Gen 1 7. aus Londorf. Vizefeldw. Karl Schwalm aus Alsfeld. Res. Karl Peter aus Wetter, Landwehrmann Hch. Dippel aus Schreufa. Uffz. Reitz aus Neustadt. Husar Friedrich Griebel aus Leun, Hus.⸗Regt. 13. Ritt⸗ meister v. Prittwitz und Gaffron, Gestüt⸗ direktor in Dillenburg. Dr. Franz Hes 1 e aus Hadamar, Assistenzarzt im Feldart⸗Regt. 34 Vizefeldw. Fritz Louis aus Limburg. Torpedomaat auf einem unserer Untersee⸗ boote Wilhelm Lanz aus Darmstadt. Stabsarzt d. L. Dr. Karl Theodor Koch aus Offenbach a. M., Chefarzt des Großh. Hess. Landw-Feld⸗Lazaretts 18. Gefr. H. Kramer aus Vilbel, Landw. ⸗Inf.⸗Regt. 116. Off.⸗Stellv. Bernhard Trier aus Darmstadt, 1. Ersatz⸗Batt. des Feldart.⸗Regts. Nr. 61. Das Stellvertretende Generalkom⸗ mando weist erneut darauf hin, daß die in großer 1215 bei m einlaufenden anonymen Anzeigen und Mit⸗ teilungen ohne jede Prüfung ausnahmslos vernich⸗ tet werden. Ferner wird darauf aufmerksam gemacht, daß wegen des außerordentlich starken Geschäftsbetriebes des Generalkommandos Rücksprachen in dem Dienstge⸗ bäude nur in ganz dringenden Fällen stattfinden könnten. In wichtigen, eiligen Reklamations⸗ und Zurückstellungs⸗ angelegenheiten wird nur in der Zeit von 8 bis 9½ Uhr morgens Auskunft erteilt, in allen übrigen Angelegenheiten nur von 5 bis 6 Uhr abends. * Mit dem„Fest der Handwerker“ von Louis Angely und dem darauf folgenden ielzeit bereits benen Versprechen hinterm 5 gesern einem nicht sehr zahlreichen, aber lachlustigen Publikum einen kurzweiligen Abend. Mehr als die Langeweile vertreiben will Angelys Posse nicht, und. sie denn auch von Spielern und Publikum aufgefaßt. Ob sie mit ihren nur um ihrer selbst willen aufgetischten grobschlächtigen Laubenkolonie⸗Scherzen und ihren Konzessionen an die sing⸗ und tanzlustige Brettlmuse gerade harmonisch in gewisse Kriegsspielplan⸗Absichten paßt, wollen wir hier nicht näher untersuchen. Wenn sich lediglich harmlos amü⸗ siert werden soll, dann erreicht das Handwerkerfest seinen Zweck bestens; aber, aber— vor Tische las mans anders.— Angely läßt unter Tanzen, Springen und Gesang ein Liebespärchen in den Hafen der Verlobung einlaufen, dessen Sperre, eine böse Schwiegermutter, von dem sozialen Verständnis einer Handwerker⸗ gesellschaft und ihres Arbeitsgebers aus dem Wege geräumt wird. Weil dies gelegentlich eines nachdrücklich gefeierten blauen Mon⸗ tags geschieht, heißt das Ganze, Das(Fest der Handwerker“ Unser Ensemble mit und ohne Singstimme bemühte sich nach Kräften, den Anschein zu erwecken, als ob es samt und sonders mit Spree⸗ wasser getauft fei. Das letztere gelang am besten dem Zierbengel von Tischlergesellen Hähnchen, dem Maximilian Heß ganz das gab, was der Berliner Revolverschnauze nennt. Gings ans Singen, dann schoß Hansi Martini den Vogel ab, und wenn am lautesten gelacht wurde, dann hatte vorher Rudolf Goll als Maurerpolier das Wort gehabt. Die Quartette der vier Haupt⸗ 32000 ungen geblieben oder aber ieber be ungen worden. dagegen hatte die von Rudolf Goll kommandierte Schlußfrancaif Be- „in dieser Spiel Herd verschaffte das Slabtthenter N einen verdienten Heiterkeitssturm nach dem andern zur Folge. Otto Conradi te die Abwechslung mit„ und — Hermann Wellers Leitung wurde im 5 5 g il macht. 1 1 Stadttheater. In der morgigen Aufführung von Hebbels 1 n l 8091— ue N ist 2 der 8 un Herr nho ge- samte Herrenpersonal beschäftigt nebst tragen.— Auf das inigen Hilfskräften. Für rasche Szenenfolge der 11 einzel n Bilder f Per 12 Wente de fee e semble * 125 r 6 — der Anleihe, und der Direktor der nne * than des am ko r 1 N W 1 mmenden Freitag sei wieder⸗ 9 chauspie um ganz besonders ein luden Außer Herrn Artur Bauer ken mit die Damen Klinkhammer, Rohde, Romin, Nevill und Pfeifer, sowie die Herren Impekoven und Schreck. Es gel⸗ ten zu dieser Vorstellung, die starkes Interesse erregen dürfte, die gewöhnlichen Preise der Abonnementsvorstellungen. pPost nachricht. In Dänemark, Oesterreich und den Niederlanden ist das Umrechnungsverhältnis für Postanweisungen nach Deutschland von den Landespostverwaltungen neu festgesetzt worden und zwar in Dänemark auf 85 Kronen 50 Oere= 100, in Oesterreich auf 100 Kronen— 76 und in den Niederlanden auf 53 Gul⸗ den= 100 Mark. * Die Silberne Hochzeit feiern morgen die Ehe⸗ leute Johannes Grün, Gießen, Seltersweg 52. N Kreis Alsfeld. „Alsfeld, 14. März. Die Schülerzahl der hiesigen höheren Mädchen schule betrug am 15. Mai 1914 78 (gegen 91 im Vorjahr), die Gesamtzahl der Schülerinnen war 84 (gegen 92 im Vorjahre) und am Schlusse des Schuljahres 1914/15 gat die Anstalt noch 80 Schülerinnen(gegen 86 im Vorjahre). Bekanntlich ist im Laufe des vorigen Jahres beschlossen worden, die Schule auf die Stadt zu übernehmen. Am 1. April d. J. geht die Kostenführung auf die Stadtkasse über. . g Kreis Lauterbach. id. Frischborn, 14. März. Ueber die Kriegs- anleihe wurde hier in einer von den Männern des Dorfes zahlreich besuchten Versammlung gesprochen. Nach einem von Pfarrer Schorlemmer gehaltenen Vortrag, der die Sicherheit, Notwendigkeit und Art der Anleihe be⸗ leuchtete, erläuterte Fabrikant Weiß den Geschäftsgang Genossenschaftskasse Hch. m. Kirchhain, 14. März. In der gestrigen Stadt ⸗ verordnetenversammlung wu der städtische Haushalt für 1965 festgestellt. Als Steuerzuschläge sollen wie auch im Vorzahre 135 Prozent der Staatseinkommen⸗ steuer und 145 nt der übrigen staatlich veranlagten Realsteuern zur ng gelangen. Der Voranschlag wurde in Einnahme und Ausgabe auf 173 612.24 Mk. festgestellt. Weiter gelangte noch der Nachtragsvoranschlag für 1914 zur Feststellung. X. Hanau, 14. März. Wie in den letzten Tagen mehrfach berichtet werden konnte, gewinnt das von der preußischen Staats- regierung ausgehende großzügige Unternehmen, den bei der Durch— sührung der Kanalisation von Offenbach bis Aschaffenburg stark zu stauenden Main zur Erzeugung elektrischer Energie zu benutzen, diese in Verbindung mit der Edertalsperre zu brinben und dadurch eine für einen weit ausgedehnten Bezirk berechnete elektri⸗ sche Ueberlandzentrale zu errichten, greifbare Gestalt. Nachdem verschiedene Vorbesprechungen stattgesunden hatten, ist in einer am 12. d. Mts. in Fulda abgehaltenen Versammlung von Vertretern der im südlichen Teile des Regierungsbezirks Kassel be⸗ legenen Kreise Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern, Fulda und Hünield der mit dem preußischen Staate einzugehende Vertrag über die Beteiligung an dem Unternehmen beraten worden. Von der König⸗ lichen Regierung in Kassel wohnte den vom Landrat v. Dör n berg Fulda geführten Verhandlungen der Regierungsrat Nie- müller aus Kassel bei. Das Projekt wurde allseitig sympathisch aufgenommen, doch soll am kommenden Dienstag im Ministerium der öffentlichen Arbeiten noch eine weitere Besprechung stattfinden, um eine von dem Vertragsentwurse abweichende, niedriger be⸗ messene Preissesisetzung für die Abgabe von elektrischer Energie an die beteiligten Kreise herbeizuführen. Als Vertreter der Kreise bei diesen Ver handlungen ist das Mitglied des Fuldaer Kreistages, Reichstagsabgeordneter Richard Müller in Fulda, bestimmt worden, Nach Abschluß dieser Verhandlungen werden sich vor- Letzte Nachrichten. Russische Gegenoffensive in den Karpathen. K. K. Hriegspressequartier, 15. März. In den Karpathen hat mit Eintritt des Tauwetters sofort eine starke kussische Gegenoffenswe eingesetzt. Die Russen haben große Ver⸗ stärkungen herangeführt und scheinen um jeden Preis zu einem Erfolg kommen zu wollen. In der Gegend östlich Lu pkow toben Tag und Nacht hitzige Kämpfe, die die Russen durch Heranführung von starken Kräften zu entscheiden trachten; die Angriffe wurden jedoch allseits abgewiesen. Die Russen erlitten ungeheure Ver⸗ luste. Die verbündeten Truppen sind über jedes Lob erhaben und haben sich wie ein eherner Wall bewiesen. Ihrem helden haften Standhalten gegen die Massen von Feinden muß volle Bewunde⸗ rung gezollt werden. Vom höchsten Kommandanten bis zum ein⸗ fachen Soldaten hat jeder einzelne Heroisches geleistet und bei⸗ spiellose Wunder an Tapferteit sind vollbracht worden. An den übrigen Teilen der Front fanden Kämpfe von untergeordneter Be⸗ deutung statt, die das Interesse von den Ereignissen auf den Flügeln nicht abzulenken vermochten. l* Wien, 15. März. Aus den Karpathen wird gemeldet, daß die russischen Verluste so ungeheuer sind, daß sie die in Ma⸗ suren erreichen. Durch den gestrigen Sieg bei Cjawa wurde der Weg für größere Ereignisse in der Lupkower Gegend frei⸗ gemacht, da nunmehr die Artillerie die nötigen Stellungen ftr ein wirksames Eingreifen besitzt. Der Kronprinz von Serbien bei König Viktor Emanuel. Mailand, 15. März. Nach dem„Corriere della Sera“ ist in Neapel mit der Jagd„Trinna“ der Kronprinz von Serbien aus England eingetrof en. Er ist der Ueberbringer eines Schreibens des Hönigs von England an König Viktor Emanuel. zu v Bing gab den Willen der Hasse um den Mitgliedern die anderwärts der Aufruf — Krofdorf, 14. März. m Königlichen Forst die letzte die außerordentlich gut besucht war. durchaus normal bezeichnen: Klaster durchschnittlich 30—32 Mk. bezahlt, Reisigholz, waren ebenfalls billiger zu kauf 25 Hessen⸗Nassau. IJ Marburg, 14. März. 8 2— N N wirts ichen Kreisvereins Marburg. Den interess. der Tagesordnung bildete 4 r Maß weuen Punkt ütterung und t Klage darüber geführt, 5 der Großhandel jetzt die Preise für Kra und die sonstigen Bedarfsartikel, die Mit dem Oel gehenden Versteigerungen. treffend wurde Korns usw. gekauft seien, diktiere. denn die Landwirte hätten Preise bezahlt bekommen. wirte ganz und gar auf das teure Kra wurde mitgeteilt, daß der Kreisausschu kauf von tfutter flüssi futter, das 8 Mk. pro Zentner kostet, vorgezeigt. Es bestand aus gemahlenem— Heu und Sand. Die Landw ferner gegen das allzufrühe Legen der Frühka schade für die Setzkartoffeln. Betreffs der verhältnisse wurde die Zulassung von russischen fürwortet. Mit stürmischem Beifall wurde eine Landrats von Löwenstein aufgenommen, in der Aus hungerungsplan unserer Feinde an der deutschen Landwirtschaft zerschellen würde. legte, daß der U N edern Zeichnung der lichen. Es ist mit Sicherheit 8 Die Preise muß Im Besprechung über J Früh kund, das Ihre zu tun, Anleihe zu ermög⸗ zu erwarten, daß auch hier wie zur Zeichnung Erfolg hat. Kreis Wetzlar. In der abgelaufenen Woche olzversteigerung statt, für Buchen⸗Scheitholz wurden pro Buchenknüppel, auch en als auf vorher- Pfeifferschen Saale tagte Versammlung des land⸗ nahmen be⸗ jahrsbestellung. daß nach Beschlagnahme des aussichtlich noch in diesem Monat die Kreistage der Kreise Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern, Fulda und Hünfeld mit der Vollziehung dieses Vertrages zu beschästigen haben. sand man als H. G. in Kl. A. Geburtsjahre zu verstehen. Briefkasten der Redaktion. (Auonyme Aufragen bleiben unberücsichtigt.) Unter„Jahrgänge 1885-1895“ sind die SSBB—— — — 2—— Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. März 1015 arometer auf 0˙ reduziert Temperatur Es der Luft Absolute Windstärke Bewölkung Wind- richtung Grad ehntel der Relatwe Feuchtigkeit Feuchtigkeit 2 der in Himmelsfl. icht ftfuttermittel G zu normalen Preisen ein⸗ de verhalte es sich genau so, für den Samen noch die normalen Auf eine Anregung hin, daß die Land⸗ sftfutter verzichten möchten, ß große Mittel zum Ein⸗ 142 14.8% 15. 7% 1 47.7 50,1 151.2 1 1 1 Höchste Temperatur am 8² 81 2 2 2 do do to ö 13. bis 14. März 191 der Dardanellen wie Die englischen Verluste vor den Dardanellen. Kopenhagen, 15. März. Eine Meldung der„Poli⸗ tiken“ aus Athen gibt die englischen Verluste bei der Be⸗ ie— 5 Schlachtschiffe kampfunfähig, zwei Minensucher gesunken. Das Landungskorps hatte 700 Tote und Verwundete und auf den Schiffen hatten die Engländer einen Verlust von 450 Mann. Die englischen Munitionsfabriken überbürdet. ö Haag, 15. März. In dem Arsenal zu Woolwich ist eien NRe⸗ kanntmachung Kitcheners angeschlagen, in der er erklärt. daß er angesichts der Ueberstunden, mit denen schon gearbeitet wird, keine Einschränkung der Munitionsfabrikation wegen der O zulassen könne. Die Arbeiter sollen entscheiden, ob sie entweder am Karfreitag oder am Ostermontag feiern wollen.„ der englischen Presse die Langsamkeit gerügt, mit der dringend nötiges Kriegsmaterial weiterbefördert wird. So brauchte eine Sendung Pioniergeräte, welche aus Woolwich gesandt wurde, volle acht Tage um ihren nur 10 Meilen entfernten Bestimmungsort zu erreichen. olgt an: Vier große rpedoboote und drei ielsach wird in Die Verfolgung des Kreuzers„Dresden“. Rotterdam, 15. März. Der„Berliner Lokalanzeiger“ läßt fich aus Rotterdam drahten: Einem Prwwatbrief vom 2. F. den ich heute von Punta Arenas erhielt, entnehme ich eng⸗ Wolkig, meist trocken, mild, nordwestliche Winde. 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Erhältlich in den Apotheken. es Apotheker Neumeier, Frankfurt am Main. Visitkarten liefert billiast Brübl'sche Univ.⸗Druckerei Gießen. Versteigerungen Versteigerung. Dienstag, den 16. März 1915, nachm. 3 Uhr, sollen im städt.Pfandlokale Selters⸗ weg dahier die wegen rückst. Schulgelder, rückst. Bei⸗ träge zur Landwirtschafts⸗ ammer usw. gepfändeten Gegenstände, Möbel aller Art, versteigert werden. Gemmecker, Pfandmeister. 2417 D Versteigerung. Dienstag, den 16. März Js., nachm. 2 Ubr, ver steigere ich Neustadt Is da⸗ bier gegen Barzahlung: 1 Pritschenwagen, 1 Kasten⸗ wagen, 1 Ladentheke, 1 Büfett, 2 Sofas, 2 Glas⸗ und Punschessenzen. 2421 schrünke, Konserven, Liköre l S. Born, Gerichtsvollzieher in Gießen. Amtliches Steckbrief. 2400 Gegen den unten beschrie⸗ benen Wehrmann 9 sef . 4— am 7. Jan. 2 3 Köln, zuletzt 3 in Brünigbausen, reis Altena, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungs haft we⸗ gen Fahnenflucht verhängt. Es wird ersucht, ihn zu verhaften und an den unter⸗ zeichneten Truppenteil oder 75 + uũ— Militärbe⸗ rde zum Weitertransport ierher abzuliefern. ruppenübungsplats Darm · stadt, den 10. Mürz 1915. II. Ersatzbataillon ö des eee J. A. d. B. K. gez. Langer mann, Hauptm. u. Bataillons fübrer. d Alter 34 Jahre. Statur schlank. Augen braun. Mund gewöbnlich. Gefsicht bager. Gröne 1,75 m. Haare blond. Nase gewöhnlich. Bart blond, chnurxbart. Gesi blaß. Besond. Kennzeichen: Holzversteigerung. Mittwoch, den 17. d. Mts., wird im hiesigen Gemeindewald folgendes Fichtenholz versteigert: 11 Stämme 5. Klasse= 2,14 Festmeter 7500 Wellen 55 Raummeter Stöcke. Die Zusammenkunft Leihgestern. 240 Derbstangen 1. Klasse 440 Derbstangen 2. Klasse ift mittags 1 Uhr im Distrikt Sprengel auf der Kreisstraße Gießen— Großen⸗Linden, am 11. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 2362 Arbeits und Oekonomie⸗ Pferde in großer Auswahl von 3-4 Jabren habe ab Mittwoch, den 17. März wieder zum Verkauf. August 5 ensdorf Telephon 381. . 0 Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mitteilung, dass nach langem, mit Gedu d ertragenem, schwerem Leiden mein guzer, lieher Mann, unser treusorgender, herzensguter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Louis Lüter, Gastwirt im fast vollendeten 57. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Lüter, geb. Wugner, nebst Kinder. Giessen(Wolkengasse 26, den 13. März 1915. 242ʃ Die Beerdigung findet Dienstag, den 16. Mürz, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Gesangverein Gemütlichkeit. 5 Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres langjährigen Vereinsmitgliedes Louis Lüter geziemend in Kenntnis zu setzen. Der Vorstand. Die Beerdigung findet Dienstag, nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhoses aus statt. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. asl Nachruf. Vor kurzem erhielten wir die traurige Nachricht, daß am 29. August 1914 in der Schlacht bei Tannenberg inOstpreußen unser früherer Sangesbruder Herr Toni Pohlen Reservist im Ersatz⸗Bataillon des Inf.⸗Regts. Nr. 175, Graudenz den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. Wir haben in ihm einen tüchtigen Sänger und einen lieben Freund verloren, dem wir ein ehrendes Andenken allezeit bewahren werden. p Blur'scher Gesangverein Gießen. Kriegerverein Gießen. Mittwoch, den 17. März 1915, abends 9 Ubr, im Vereinslokal„Zum Löwen“(Neuenweg): Haupt- Versammlung. 1 Tagesordnung: 1. Bexicht über die Vereinstätigkeit und Mitgliederbestand. 2. Kassenbericht. 5 4. Bericht der Kassenprüfungskommission. Wahl der Kassenprüfungs kommission. 4. 5. Verschiedenes. 2416 D Der Vorstand. Landw. Bezugs⸗ und Absaß⸗ Zentrale Velden Friedberg i. H. Wen hat größere Mengen gedarrte u. gemahlene Eicheln bestes Mastfutter von 1⸗Zentner⸗Packung aufwärts abzugeben. 1858. 1908. Von dem Ableben unseres lieben Altersgenossen Herrn Louis Lüter setzen wir unsere Mitglieder hiermit in Kenntnis. Der Vorstand. 24²⁰ Die Beerdigung findet Dienstag, den 16. Märs, nachmiitags 3 Uhr, auf dem neuen Friedbofe statt und bitten wir um zahlreiche Beteiligung. Bismarck⸗Feier Gesamtprobe der Gießener Männer⸗ Gesangvereine(Tenöre u. Bässe) findet Dienstag, den 16. März im Gesangssaale der Oberrealschule, pünktlich 9 Uhr, statt. Der Oberbürgermeister. Keller. 2⁴¹3³3B Aluminium u. Kupfer ieder Art, Bleche, Abfälle. Ganz- und Halbfabrikate kauft zu Höchstpreisen Bronzefabrik Julius Schopflocher, Frankfurt a. M. Fernspr.⸗Amt Hansa 1930, Amt J, 11634, 240888 Telegr.⸗Adr.: Aluminium. Holzversteigerung. Donnerstag, den 18. März 1915, vor⸗ mittags 9 Uhr anfangend, soll im Gemeinde— wald zu Bersrod in den Distrikten Mittelschlag, Lindenstruth, Lehmgrube, Berg und Höllenberg nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Scheiter: 296 Rm. Buche, 2 Rm. Eiche; Knüppel: 453 Rm. Buche, 12 Rm. Eiche, 2 Rm. Fichte; Reiser: 328 Rm. Buche, 10 Rm. Eiche, 4 Rm. Fichte; Stöcke: 206 Rm. Buche, 4 Rm. Eiche, 2 Rm. Fichte. 5 21 Stück Eichenstämme mit 11,36 Fstm. Freitag, den 19. März d. Js., im Distrikt Landwehrschlag und Wamberg: Knüppel: 24 Rm. Buchen, 23 Rm. Eichen, 2, Rm. Aspen, 22 Rm. Fichten; Reiser: 52 Rm. Eichen 152 Rm. Fichten 16 Rm. Stöcke: 1 Rm. Buchen, 81 Rm. Fichten; 34 Stück Fichten⸗Derb⸗ stangen mit 1,40 Fstm. Zusammenkunft an beiden Tagen im Ort. Bersrod, den 12. März 1915. Großherzogliche Bürgermeisterei Bersrod. Reuschling. 238⁰ Ereudig zog er in den Krieg,. Mutig focht er mit zum Sieg, Bis ihn traf in junge Brust Feindesblei ganz unbewusst. Am 2. Februar starb den Heldentod fürs Vaterland unser lieber Sangesbruder und Vorsitzender des Gesang-Vereins Louis Schmidt Unteroffizier im Infanterie-Regiment Nr. 254 Wir verlieren in dem Gefallenen einen guten Sänger und wird sein Fehlen im Verein stets schmerzlich empfunden werden. 2412 Wir wollen seiner stets in Ehren gedenken. Gesang-Verein„Eintracht“ Hörnsheim. Meine Frühjahrs- Neuheiten in Kinder- und Klapp-Wagen sind eingetroffen. Bei Bedarf bitte ich um gefl. Besichtigung meines Lagers Berthold Kuhne, Seltersweg 26 Pädagogium Neuenheim-Heidelberg. Seit 1895: 284 Einj., 183 Primaner(O. II. 7/8. Kl.) Pensionat. Im Friegsjahr allein: 40 Einjährige u. 15 Primaner. 102888 reren rer eesere es ———— Lichtspielhaus Spielplan vom 13. bis 16. März: Vaters Stellvertreter Drama Eva's Hemd Entzückendes Lustspiel in 3 Akten Die Statistin Drama Sevilla Herrliches Landschaftsbild Das Leben der Pflanzen Der Zeppelin-An- griff auf England Einzig existierende Originalaufnahme, soeben von der Zensur freigegeben. Die neuesten Kriegsberichte 2014 Militär ohne Charge zahlt werktags die Hälfte werden bis zu 2422³ Alg. Deutsch. Trauenverein Ortsgruppe Gießen. Auskunftstelle für Frauenberufe. rauen u. Mädchen er · balten unentgeltlich Rat und Auskunft für, alle Berufe im alten Rathaus, 7% Uhr. mittags von 6½¼ D Bechtsschutzstelle. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft in Rechtsangelegenheiten im alten Rathaus Markt: vlatz 14 Mittwoch nach; Uhr. Marktplatz 14, Dienstag nachmittags von 6½ bis 1 Befreiet unsere Soldate 4 1620 1 von der furchtbaren U 1 durch schleunig bersendung einer Original⸗ flasche„Se huvorin““ Marke Feldbeil. Von Mili⸗ tär u. Tachleut. als sicher stes u. beauemstes Mittel gegen anerkannt. 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