W n Nr. 01 Erstes Blatt g Der Sletzener Anzei erscheint täglich, au Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Sießener Familiendlätter; mal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Sezen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Ferusprech- Anschlusse: für die W Berlag, Geschaftsstelled l Adresse für Drabtnach⸗ richten: Anzeiger Sießen. Annahme don Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. 105. Jahrgang Gießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Samstag, 18. März 1915 Sezugs pre monatl. 75 Pf., viertel jährl. Mk. 2.20; durck Abhole- u. Zweigsteller monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den volitischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge— richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Neue Siege über die Russen. der Ruhm des hilfskreuzers 1 * (r.) Sroßes Hauptquartier, 12. März. (Amtlich) Westlicher Kriegsschauplaz. Zwei feindliche Linienschiffe, begleitet von einigen Torpedobooten, feuerten gestern auf Bad West⸗ ende mit über 70 Schuß, ohne irgend welchen Schaden an⸗ zurichten. Als unsere Batterien in Tätigkeit traten, entfernte sich das feindliche Geschwader. 5 Die Engländer, die sich in Neuve Chapelle festsetzten, stießen heute nacht mehrere Male in östlicher Rich⸗ tung vor. Sie wurden zurückgeschlagen. Auch nördlich von Neuve Chapelle wurden gestern schwache englische An⸗ griffe abgewiesen. Der Kampf in jener Gegend ist noch im In der Champagne herrscht im allgemeinen Ruhe In den Vogesen war wegen heftigen Schneetreibens die Gefechtstätigkeit nur gering. Oestlicher Kriegsschauplatz.. Nördlich des Augustower Waldes wurden die Rus⸗ sen geschlagen. Sie entzogen sich durch schleunigen Abmarsch im Richtung Grodno einer völligen Niederlage. Wir machten hierbei über 4000 Gefangene, darunter zwei R egi⸗ mentskommandeure, und eroberten drei Geschütze und zehn Maschinengewehre. Auch aus der Gegend von Auguftow hat der Feind den Rückzug aus Grodno angetreten. Nordwestlich von Ostrolenka 7 im Angriffdrei Offiziere und 220 Mann ngen. rdlich und nordweftlich von Praszuysz schritten unsere Angriffe fort. Ueber 3200 Gefangene blieben hier gestern in unferen Händen. Zbwei gruße Siege haben sich die Russen in ihren lichen Bekanntmachungen zugesprochen: den Sieg b uo und den bei Prasznysz. In beiden S. ten sie, je zwei deutsche Armeekorps amt⸗ U geschlagen oder ve zu haben Wenn die russische Oberste Heeresleitung im Ernst Neser Meinung war. so werden die Ereignisse der letzten Tage sie über die Kampfkraft unserer Truppen eines anderen belehrt haben. Ihre mit so beredten Worten verkündete Offen⸗ sive von Grodno durch den Augustower Forst ist bald ge⸗ scheitert. Die Erfahrungen der dort vorgegangenen Trup⸗ pen schildern die ersten Sätze unserer heutigen Veröffent⸗ g. Bei Prasznysz stehen unsere Truppen nach vorüber⸗ ge em Ausweichen wieder vier Kilometer nördlich dieser Stadt Seit ihrer Aufgabe sind auf den Kampf⸗ feldern zwischen Weichsel und Orzyc 11460 Russen ge⸗ fangen genommen. Oberste Heeresleitung. 2 3 5 Die Parlamente, Reichstag und Landtage, haben dem Leben in Deutschland ein neues Gepräge gegeben, und das Gefühl verstärkt sich wieder, daß die Flut der Ereignisse nicht betäubend sich über uns hinstürzt, sondern daß im Innern die Rechte und Meinungen der Bürger geachtet werden und zur Geltung kommen können. Deutschland kann sich die Freimütigkeit unter seinen Volksgenossen auch in diesen stürmischen Zeiten leisten, da wir alle im Grunde eines Willens sind: durchzuhalten, bis der Feind besiegt ist. Wir haben mehrfach die Frage besprochen, ob und wann es wünschenswert sei, daß die Zensur Erörterungen über die künftigen Friedensbedingungen zulasse, und wie wir gestern berichteten, haben große wirtschaftliche und politische Verbände, die sonst nicht oft einer Meinung waren, an die Regierung den Wunsch gerichtet, daß die er⸗ wähnte Erörterung möglichst bald freigegeben werde. Die amtliche„Nordd. Allg. Ztg.“ verharrt indessen in einer vorläufigen Ablehnung und meint, in Bezug auf die ge⸗ wünschte Aussprache,„dies Reden werde ein Streiten sein“: „Erfreulich ist, daß sechs große, sonst nicht immer einige Ver⸗ bände, die Millionen von Groß⸗ und Kleinbetrieben umfassen, geschlossen im vaterländischen Interesse auftreten. Ihre Polemik gegen den Entschluß der obersten militärischen und zivilen Ge⸗ walten halten wir aber nicht für zeitgemäß, da die inter arma erfolgende Freigabe der Rede den Sieg im Felde nicht beschleu⸗ nigen würde. kommt es an.“ Es ist jedoch zu hoffen, daß die Reichsregierung dem Volkswillen, der sich so ruhig und überßengt äußert, wach⸗ sendes Verständnis entgegenbringen und die Frage ein⸗ gehend prüfen wird. Das Bedürfnis einer Annäherung zwischen Volk und Regierung macht sich mehr und mehr geltend. Die Deutschen sind heute, wo es sich um die Verteidigung des Vaterlandes handelt, politisch reif, und alle überfküssige Bevor⸗ mundung würde peinlich empfunden. Erfreulicherweise ist das 8 Vertrauen in dieser Beziehung unerschüt⸗ 5 zehren, die der Krieg gezeitigt hat, werden erst jetzt allgemein offenbar. So kommt 3. B. ein Antrag in der hessischen weiten Kammer spät zwar, aber doch noch so zeitig daß wir gute Folgen von ihm erwarten en. Die Abgg. Calman, Schott und Stöpler beantragen nämlich mit Unterstützung ihrer Fraktionsgenossen, Großh. Staatsregierung zu ersuchen, dafür Sorge zu tra en, daß bie burrch den Krieg bedingten wirtschaftlichen Vorschriften gemeinverständlich, kurz und unter Voran⸗ stellung der wichtigsten praktischen Arwen dungs grundsätze sosort bei Erlaß auszugsweise im xe⸗ . daktionellen Teil der hessischen Presse wiedergegeben und erläutert werden, und daß entsprechende Merkblätter und öffentliche Anschläge verbreitet und durch Wandervorträge die Bevölkerung besser als seither über die Kriegsgesetze, ihre Tragweite und Begründung unterrichtet wird. 3 In der Begründung heißt es:„Die Kreisblätter sind derart mit amtlichen Inseraten überfüllt, daß dieselben zur von Wenigen genau verfolgt werden. Es herrscht im Volke Unklarheit über Inhalt dieser neuen Gesetze und ioch mehr über deren Notwendigkeit.“ Es ist wohl etwas übertrieben, von Unklarheit Zu sprechen, denn die Presse hat aus sich selbst heraus bereits ihre Pflichten treulich erfüllt. Der vorliegende Antrag will hoffentlich nicht, daß alles das noch einmal breitgetre— ten werde, was schon Gemeingut geworden ist. Aber der Gedanke, jede neue Verordnung mit entsprechenden volks⸗ tümlichen Belehrungen durch die Behörden zu unterstützen, darf begrüßt werden. Es wird sich dabei ein innigeres Hand⸗in⸗Handarbeiten ergeben, und die Aemter haben Ge⸗ legenheit, vertraulichere Worte an die Volksgenossen zu rich⸗ ten, als es in den oft weitläufigen, aber nicht immer popu⸗ lär wirkenden amtlichen Bekanntmachungen geschehen kann. E„*„* Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 12. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart, 12. März 1915: Die Situation in den neu⸗ gewonnenen Stellungen in Russisch⸗Polen und West⸗ galizien hat sich weiter gefestigt. Angriffe des Feindes haben sich nicht mehr wiederholt. Bei Inowlodz an der Pilica brachte die eigene Artillerie gestern nach kurzem hef⸗ tigen Feuerkampf mehrere feindliche Batterien zum Schweigen. 1 1 In den Ort Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Aus der französischen Kammer. Paris, 12. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ meldet: In der Kammer wurde ein Gesetzantrag eingebracht, welcher bestimmt, daß, wer mit der Verwal- tung irgendwelchen Eigentums von Angehörigen einer feind⸗ lichen Macht beauftragt ist und der feindlichen Staatsange⸗ hörigen Geld schuldet, oder irgendeine Zahlung in irgend⸗ einer Form zu leisten hat, hiervon binnen acht Tagen nach Inkrafttreten des Gesetzes den französischen Behörden An⸗ zeige zu erstatten hat. Zuwiderhandlungen sowie ungenaue Angaben werden mit Gefängnisstrafen von einem bis zu fünf Jahren und mit Geldbuße von 500 bis zu 20000 Franks oder mit einer dieser beiden Strafen bestraft. Auch kön⸗ nen die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt werden. Englands Hilfstruppen. London, 12. März.(WTB. Nichtamtlich.) Einer Mel⸗ dung der„Zentral News“ zufolge sind ein au stralisches 7 zweite kanadische Kontingent in England ge⸗ andet. Eine Stiftung Rockefellers. Berlin, 13. März. Der„Voss. Ztg.“ zufolge hat Rockefeller der amerikanischen Mission zur Unterstützung der belgischen Zivilbevölkerung für die ganze weitere Kriegsdauer einen monatlichen Beitrag von vier Millionen Mark zugesichert. Norwegische Rüstungen. Berlin, 13. März. Die„Berliner Morgenpost“ meldet aus Kristiania: Im Staatsrat wurde beschlossen, dem Parlament eine Vorlage zugehen zu lassen über die Verteidi⸗ gung des Kristianfjords, ferner von Kristianssand, Bergen und den Lofoten, um diese für eine Verteidigung in Stand zu bringen. Hierzu sollen 10 145000 Kronen aus bereits früher bewilligten Krediten verausgabt werden. Ferner be⸗ schloß der Staatsrat, dem Storthing einen Gesetzesvorschlag über die Ausbildung unbesoldeter Offiziere vorzulegen. Es soll ein achtmonatlicher Kursus eingerichtet werden. Ebenso sollen Kurse zur Ausbildung von Reserveunteroffizieren eröffnet werden. Schließlich wurde beschlossen, Fortbildungs⸗ kurse für unbesoldete Offtziere und unbesoldete Unteroffi⸗ ziere einzurichten, um sie zu befähigen, bei einer Mobil⸗ machung besoldete Offizierstellungen einzunehmen. Die englische Wühlerei auf dem Baltan. London, 12. März.(WTB. Nichtamtlich.) Im Un⸗ terhause fragte gestern Cowan, ob die britische, fran⸗ zösische und russische Regierung an die serbische Vorstel⸗ lungen richteten und ihr rieten, Bulgarien sofort ge⸗ wisse Teile Mazedoniens abzutreten, um eine Basis zu schaf⸗ fen für ein Zusammenwirken beider Staaten zur Neuver⸗ Der Feind versuchte in der Nacht vom 10. zum 11. Marz „Prinz Eitel Friedrich“. teilung der Balkangebiete nach dem nwärtigen Kriege. Er fragte ferner, ob, wenn solche Vorstellungen nicht ge⸗ macht worden wären, Grey sich an die russische Regie⸗ cung wenden wollte in der Absicht, solches gemeinsames Vorgehen herbeizuführen. Grey erwiderte in einer schrift⸗ lichen Antwort: Die britische, französische und russische Re⸗ gierung sind weiterhin wie zuvor bereit, gemeinsam zu je⸗ der dauernden und befriedigenden Lösung der die Bal an⸗ staaten betreffenden Fragen mitzuwirken. Die drei Regie⸗ rungen würden keine günstige Gelegenheit versäumen, um dies Ziel zu fördern. Der Angriff auf die Dardanellen. Berlin, 13. März. Die„Vossische Zeitung“ meldet aus Hamburg, daß nach in Athen eingelaufenen Meldungen die Ver⸗ luste der englischen Flotte vor den Dardanellen bis jetzt 140 Tote und 310 Verwundete betragen. Zwei eng⸗ lische Torpedoboote seien gesunken, zwei Minen⸗ schiffe vernichtet worden und vier große Schlachtschiffe außer Gefecht gesetzt. Bei Landungsversuchen sollen ferner 700 Mann an Toten, Verwundeten und Ge⸗ fangenen verloren sein. Köln, 12. März.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Kölnische Zeitung“ meldet aus Athen vom 11. März. Einige Zeitungen erfahren aus angeblich zuverlässiger Quelle, daß die bisherigen Unternehmungen der ü en gegen die Hen nicht die gewünschten Ergebnisse gehabt hätten. Daher dürfe man annehmen, daß weitere Angriffe gegen die Meerengen ein⸗ gestellt oder mindestens auf geschoben würden. Die furcht⸗ baren Befestigungen der Dardanellen bieten der Flotte große Schwierigkeiten, die ohne die nachdrückliche Mitwirkung emer Landarmee nicht zu überwinden seien. Von einigen Vc enhilfe Grie⸗ 9 Konstantinopel, 12. März.(We Nichtanrtlich) Der Korrespondent des Wolffburraus in den Dardanellen—— Schutze von Kreuzern und Torpedobootszerstörern die än ßerste Minensperre wegzuräumen, nachdem zuvor größere Schiffe die Scheinwerferaufstellungen wirkungslos beschossen hatten. Die Dardanellenbatterien eröffneten das Feuer und versenkten drei Minensuchfahrzeuge, worauf sich der Gegner un⸗ verrichteter Sache zurückzog. 5 Durch eine Unternehmung türkischer Seestreitkräfte wurde in der Nacht zum 10. März ein feindliches Trans portschifk in der Nähe von Mytilene versenkt. Ein türkischer Kriegsbericht. „Konstantinopel, 9. März.(WTB. Nichtamtlich. Ber⸗ spätet eingetroffen) Das Hauptquartier teilt mit: Heute bombardierten drei feindliche Panzerschiffe mit Unterbrechungen unsere Infaterieverschanzungen bei dem Fort Seddul Bahr. Feindliche Minensucher, die sich unter dem Schutze des Nebels un⸗ seren Minenlinien nähern wollten, wurden durch das Feuer unseren U Batterien verjagt. ussi⸗ sche Flotte die Häfen Kilimli, Zunguldak, Kozlou und* In Zunguldak wurden das französische Hospital und fünfzehn Häuser des französischen Viertels zerstört. Das griechische Fuhr⸗ zeug„Takssiarra“ wurde in dem Hafen in den Grund gebohrt. Ein feindliches Torpedoboot, das sich dem Hafen nähern wollte, wurde von dem Feuer unserer Batterien getroffen und zog sich zurück. In Eregli wurden 50 alte Holzhäuser in dem griechischen Viertel durch Granaten in Brand geschossen. Der Direktor einer russischen Schiffahrtsgesellschaft, griechischer Nationalität, wurde verwundet, seine beiden Kinder und seine Frau wurden getötet. Ein italienisches Schiff und das Schiff„Newa“ wurden von den Russen genommen, ebenso die Schiffe„Heibeli“,„Ado“ und„Pres⸗ sia“. Sie wurden im Hafen versenkt. Die Besatzungen wurden 8 Durch die Beschießung dieser vier Orte, die sechs Stun⸗ dauerte, wurden unter den Soldaten und den Einwohnern sieben Personen leicht verletzt. 1 Der Seekrieg. Berlin, 13. März. Dem„Berliner Tageblatt“ zufolge weist die„Times“ auf den in diesem Jahrhundert noch nicht da⸗ gewefenen Fall hin, daß 14 Tage lang kein Dampfer von Amerika nach England gelangte. Die„Times“ begründet das damit, daß der Dampfer„Arabic“ infolge des Streiks der Dockarbeiter in Liverpool eine ganze Woche bis zum 3. März festgehalten worden sei und daß aus denselben Gründen die Dampfer„Philadelphia“,„Adriatic“ und„St. Louis“ nicht pünktlich aus England hätten abfahren können. Die Cunard Line hat die Preise für die Ueberfahrt nach den Vereinigten Staaten und Kanada auf allen ihren Schiffen für die zweite Kalte auf 10 Pfund für die Person herabgesetzt, ebenso die White Star Line, die Dominion Linie und die America Linie. Rotterdam, 12, März.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ meldet aus Vlisfingen vom 11. März: Ein Schiffsboot mit der Bezeichnung„Surrey“ von London ist auf der Höhe der Schouwenbank aufgefischt worden.— Dasselbe Blatt berichtet aus London vom 11. März: Der Trawler„Alexan⸗ der Hastings“ behauptet, ein deutsches Unterseebobot ver⸗ ßenkt zu haben Es ist dasselbe Schiff, in dessen Netze sich am 3. Februar das Periskop eines Unterseebootes verwickelte und dessen Kapitän aussagte, daß damals ein weißer Rumpf zum Vorschein gekommen und gesunken sei, worauf sich eine große Menge Oel gezeigt habe. Haag, 12. März.(WT Nichtamtlich.) Der„Nieuwe Cvu⸗ rant“ meldet: Man erinnert sich, daß kürzlich gemeldet wurde, in den nächsten elf Tagen sollten keine amerikanischen Schiffe nach britischen Häfen fahren. In Verbindung damit erfahren wir aus 0 sehr zuverlässiger amerikanischer Quelle, daß kürzlich die Stim⸗ N f 5 9 mung in Amertka völlig umgeschlagen ist. Etre der ersten Folgen der veründerten Stimmung ist, daß beschlossen wurde. der ersten Weisung, amerikanische Baumwolle an Der Hilfstreuzer„Prinz Eitel Friedrich“. London, 12. März.(WTB. Nichtamtlich) Meldung des Neuterschen Die Blätter melden aus New Mork, daß der deutsche Hilfskreuzer„Prinz Eitel Friedrich“ 1 32 5 News 4 englische Kreuzer verfolgte das Schiff, bis es territot ia London, 11. März. WTB. Nichtamtlich) Reuter mel⸗ det aus New Pork, daß der deutsche Hilfskreuzer„Prinz Eitel Friedrich“ Newport News anlief, um erlittene Schäden aus⸗ zubessern. Er hatte an Bord ungefähr 350 Personen, die er von in Grund gebohrten Schiffen übernommen hatte, nämlich von drei englischen, drei französischen und einem russischen, ebenso von einem amerikanischen, das vernichtet wurde, weil seine Deizenladung als Kontrebande bezeichnet wurde. Das ame⸗ rikanische Schiff, das„William Frye“ hieß, führte Weizen von Seattle nach England. Die amtlichen Kreise Washingtons behalten sich darüber bis zum Eingang des amtlichen Berichts ihr Urteil vor. Das größte vom„Eitel Friedrich“ versenkte Schiff ist der fralizösische Dampfer„Florida“, der eine Besatzung von 78 Mam und 86 Passagiere an Bord hatte. Die anderen Schiffe sind im Bergleich damit klein. Auf Anfrage habe Präsident Wilson gesagt, daß eine möglichst gründliche Untersuchung über den Vor⸗ fall angestellt werden soll. Alle Gefangenen des Hilfskreuzers „Eitel Friedrich sind freigelassen worden, mit Ausnahme von vier Personen, die sich weigerten, einen Revers zu unterschreiben, i dem sie sich verpflichteten, nicht die Waffen gegen Deutschland zu erheben. Der Kommandant des„Prinz Eitel Friedrich“ er⸗ Härte, daß er zur Ausbesserung der Maschinen und Kessel drei Wochen brauche. Die Behörden Norfolks, gegenüber ort sind beauftragt, den Umfang der notwendigen Reparaturen stellen. Die Zett, die dem Hilfskreuzer zum Ausenthalt im bewilligt wird, hängt von ihrem Bericht ab. 5 London, 12. März.(WTB. Nichtamtlich)„Daily Chronicle“ meldet aus New Pork, daß der deutsche Hilfs⸗ kreuzer„Prinz Eitel Friedrich“ an der einen Seitg weiß und an der anderen schwarz bestrichen war und damit vor einigen Wochen einem Kreuzer, der ihn verfolgte, entronnen sei.„Prinz Eitel Friedrich“ war in eine Nebelbank geraten, wodurch der Verfolger ihn aus den Augen verlor. Bald traf der verfolgende Kreuzer ein weißes Schiff, welches er für ein Passagierschiff auf der Fahrt nach Südamerika hielt. Er rief das weiße Schiff an und fragte, ob es kein schwarzes Schiff habe vorbeisahren sehen. Der Kapitän des weißen Schiffes antwortete, daß 18 Meilen westlich ein schwarzes Schiff an ihm vorbeigefahren sei, worauf der Kreuzer mit Volldampf die falsche Spur verfolgte. 11 am 12. am 18. Februar das ary aadlisch⸗ dne „Floriba“, sen Der Kapitän der„Wüliam Frhe“, der si 1 Pete At Fe 75 Fefkrt abe daß das Schiff ter e e ann iff ver müssen, worau E dener des 5e dae en d—— hätten. Die D erklärten, daß das S und% e N Wala Frye! nutrde im sikalgen del des atlantischen Ozeans versenkt. Die Kabelverbindung zwischen Amerika und Deutschland. Berlin, 13. März. Wie das„Berl. Tagebl.“ ährt, R. Deutschfreunde in Ar tin i Linderung der dur sch Fa e. 115 in ien zur Linderung ch von 250 aus Argentinien beläuft sich demnach auf eine Mil⸗ Rark. Ferner sind von Deutschen und Deutschfreunden in Mexiko sowie in Brasilien Spenden von 85000 Mark und der Sant.. Mark durch 8 1 ranischen er eingegangen. e diese Spenden zeigen, wie sehr unsere Landsleute unh unser Freunde in Amerika— in dieser schweren Zeit gedenken. Sie mögen des wärmsten Dankes von ganz Deutschland hierfür versichert sein.. 2—— Aus Stadt und Cand. Gießen, 13. März 1915. * Kriegsanleihe. Die Stadt Gießen wird sich wieder wie das erstemal an der Kriegsanleihe mit 300 000 Zweck ein zinsloses Darlehen der Stadt das durch Abzüge bei der Gehaltszahlung 2 ist. * Die Zeit bis zur Einführung der Brot⸗ marken. Nach einer Bekanntmachung des Oberbür⸗ germeisters wird die Zeit bis zum Ablauf des 21. März 1915 die Abgabe und Entnahme von mehr als insgesamt 2000 Gramm Roggenbrot oder 1400 Gramm Mehl oder 32 Bröt⸗ chen oder 64 Zwieback für jede zu einem Haushalt gehörige Person verboten. Diese Mengen überschreitende Vorräte können auf die zuzuweisenden Brotmarken angerechnet wer⸗ den. Zuwiderhandlungen werden bestraft. Auch kann die 4 ige Behörde die zuwiderhandelnden Geschäfte ießen. 3 e n in der Stadt Gießen erfolgt am Montag. Freiwillig haben si wieder, wie bei der Aufnahme des Personenbestandes— Familien für die Brotzuteilung 22 Volks schullehrer für diesen Dienst zur ng gestellt. „ Brotabschlag. Bäcker⸗Innung und Kon⸗ sum-Verein machen in vorliegender Nummer einen neuen Brotpreis bekannt: Das Vierpfundbrot wird ab 4222 en: am 19. Februar das französische Dampf- d brot 39 bezw. 38 Pfennig kosten. Außerdem werden die Mit⸗ glieder der Bäcker⸗Innung die 50 Gramm⸗Brötchen zu 5 Pfg. verkaufen. Die Kriegskochkurse, die in der Alice⸗Schule in Gießen begonnen wurden, finden jetzt in den Städten und Dörfern des Kreises Gießen ihre Fortsetzung. Das Interesse an den Vorträgen über„Volksernährung im Krieg“, von denen bis jetzt durch Frl. Hof und Professor 1 neun im Kreise Gießen und einer in Alsfeld ge⸗ alten wurden, ist im allgemeinen recht groß, und der Aufforderung zur Beteiligung an einem Kriegs kochkurs wird meist sehr eifrig entsprochen. So meldeten sich nach dem gestern in Heuchelheim gehaltenen Vortrag eich 47 von den Anwesenden an, so daß dort sogar i Kurse ge⸗ halten werden müssen. Aehnlich groß ist die Beteiligung in Grünberg, Ettingshausen und Großen Linden.— In der Alice⸗Schule in Gießen ist jetzt der fünfte Kurs im Gange. Für die nächste Woche sind dort nochmals zwei Kurse geplant, ein Morgenkurs zu 6 Mk. und ein Abendkurs(für Unbemittelte) zu 1 Mk. Beide sollen Dienstag beginnen. Anmeldungen müssen spätestens bis Montag mittag in der Schule Steinstraße 10(Tel. 997) geschehen. An unsere Hausfrauen. Man schreibt uns: Die Mädchen, die zu Ostern die Schule verlassen, suchen zu einem großen Teil Haushaltungsstellen, sei es, daß sie als Kindermädchen sich nützlich machen wollen, sei es, daß sie als angehende Dienst⸗ und Hausmädchen die Haus⸗ frau in ihrer Arbeit unterstützen sollen. Sie haben im letz⸗ ten Jahr in der Schule Haushaltungsunterricht gehabt, so daß die Grundlage schon gelegt ist für ihre Tätigkeit im Haus. Natürlich können sie in dem einen Jahr noch nicht alles gelernt haben, was sie wissen müssen, um eine tüch⸗ tige Kraft im Haushalt zu sein. Ihre Mütter sind nicht in der Lage, ihnen das Fehlende noch zu geben, sie sollen und müssen so rasch wie möglich in das Erwerbsleben ein⸗ treten und für sich selber sorgen. Die Berufs beratungsstelle des Allg. Deutschen Frauenvereins bittet darum unsere Hausfrauen, daß sie helsen, die Töchter unseres Volkes fertig zu erziehen, ihnen eine Ausbildung zu geben, denn von der guten Anleitung hängt das Lebensglück der Mädchen ab. * Merkblätter über Zeitfragen gibt der Rhein⸗ Mainische Verband für Volksbildung heraus. Die Blätter sind in erster Linie für die geistigen Führer der Landbevölkerung berechnet, um möglichst viele Personen in den Stand zu setzen, aufklärend und belehrend in kriegswirtschaftlichen Fragen zu wirken. Die Blätter werden unentgeltlich, auch in größerer Zahl, von der Ge⸗ schäftsstelle des genannten Verbandes, Frankfurt, Paulsplatz 10, abgegeben.— Das erste Merkblatt ist soeben erschienen und be⸗ handelt in äußerst instruktiver Form die Kriegsanleihe. * Stadttheater. In letzter Stunde wird nochmals auf den heutigen Vortr von Dr. Ludwig Wüllner hin⸗ gewiesen.— Mit iedrich Hebbels„Agnes Bernauer“ bringt die Bühnenleitung am nächsten Dienstag ein Werk zur — überhaupt noch nicht gegeben worden haus mit 6 weiteren Künstlern derselben Bühne in N 132 * Anlagemusik. Sonntag, den 14. März, vormit⸗ tags 11½ Uhr, spielt auf dem Landgraf⸗Philipps⸗ Prag die Kapelle des 1. Landsturm⸗Ersatz⸗Ba⸗ taillons. Nachstehende Spielfolge ist aufgestellt: 1. Cho⸗ ral: Wie schön leuchtet der stern; 2. Mignonnette Ouverture facile, von J. Baumann; 3. Hochzeits⸗Ständchen Serenade, von O. Klose, Op. 56; 4. Herzog von Braun schweig(1806), Armee⸗Marsch Nr. 9; 5. Deutschlands Lor⸗ beerkranz, Patriotisches Marsch⸗Potpourri, von G. Silwe⸗ del; 6. Unsere an Marsch(neu), von C. Krauße, Großh. Musikdirektor a. D. Ueber die zweite Hriegsanleihe gab gestern abend in der Neuen Aula der Universität Prof. Dr. Skalweit einem recht zahlreichen Publikum wertvolle und interessante Finger⸗ zeige. Wir stehen, so sagte der Redner u. a., wieder einmal vor einem bedeutungsvollen Ereignis. Das Ergebnis der zweiten deut⸗ schen Kriegsanleihe soll unsexe Geldrüstung erneut sicherstellen, soll Mut und Vertrauen in die Schützengräben und Staunen und Klein⸗ mut ins Ausland tragen. Wir dürfen begründete Hoffnung hegen, daß diese Ziele glänzend erreicht werden Wenn man sich die wirt⸗ schaftliche und finanzielle Lage der kriegführenden Staaten ansieht, so muß man erkennen, daß Deutschland im Frieden sowohl wie jetzt im Kriege dank seiner vollkommenen Kapital- und Volkswirtschafts⸗ 15. März 78 bezw. beim Konsum⸗Berein 76, das Zweipfund⸗ „ Kriege“ Jrauen und— Wohnbach 1 5 2 T. wurde die —Wohnbach, 12. März. In rauer i Familie des Lehrers Köhler. See ge die Nachricht, daß ihr zweiter Sohn, der in Ahrweiler in Stellung war, am Sonntag abend von einem Menschen, der am nächsten Tage zum Militär einrücken sollte, ohne jede Ursache auf der Straße ange⸗ fallen und erstochen worden war. Die Teilnahme an dem i schweren Schicksal der Eltern ist hier allgemein. tarkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach, 13. März. Aus dem Zuge gestürzt ist gestern auf der Strecke Obe rursel— Weißkirchen der Sune Hom- burg— Frankfurt der 15½ jährige Sattlerlehrling Heinrich Nose aus Stierstadt. der tot aufgefunden wurde. Die Leiche wurde nach Steinbach i. T. verbracht. Ob ein Unfall oder Selbst- mord vorliegt, wird die weitere Untersuchung zu ergeben haben. Hessen⸗Nassau. d Frankfurt a. M., 12. Marz! Bei einem Einbruch in ein Kolonialwarengeschäft am Dornbusch erbeuteten die Diebe eine derartig große Menge von Waren aller Art, daß sie das Dieb auf einem Fuhrwerk fortschafsen mußten. Von den brechern fehlt bis jetzt jede Spur. Gerichts saal. Mordprozeß Vogt. f 0 Vor in, und die eigenartige Rolle. die sie in dem Eheleben 3 rl führte. Ihr ganzes Sinnen war auf ein behagliches Dasein mit allen seinen und samt⸗ lichen Genüssen gerichtet und sie stand damit in schroffem Gegensatz zu dem ruhigen, für seine naturwissenschaftl Studien be⸗ K Ehemann. S ersten Ehe war das Leben art, daß Deydrich auf den Gedanken kam, seine Fran trachte nach dem Leben, und nach der Wiederverheira mit Frau Heydrich den Gedanken, ihren Mann aus der t 4. ffen, In dem j„ un renen Vogt fand sie ein gefügiges Werkzeug dafür. Ve wird von seinen Freunden als ein verschlossener, ja finsterer Charakter Umgang mit anderen hatte und fleißig ar Die Menschenkennerin Heydrich erkannte sofort, daß dieser ganz nach ihrem Geschmack war. Es war ihr von 1 9 iz, den jungen Mann ganz in ihre Netze zu locken Sie stellte 4 4— Manne brutal behandelt Tönne. Sie suchte auf jede Weise den Vogt mit Haß gegen ihren Mann zu erfüllen. — der 771 5 1 7 1 1425 172 778 2 155 143 nächtli en des Gas ha! aufgetaucht, dann ganz und in alle e iten.— 1 Ausführung dieses i A verhindert worden; die Frau hatte ihn mit allem f— N keine empfunden, oder ihn zu verhin versucht. Es zur Tat übrig, der dann am 16. Mai wurde. Der Oberstaatsanwalt führte nun im einzelnen dafür, daß Frau Heydrich den ur Aus führun zu der estiftet habe, ud — 5 Fer Entschluß zu der Mordtat und zu der mi 5 f f 7 17 9. 48 41 28 888 Ae 1a fertig, er war d 8. S . 2 8. = 8. 8. 80 5 1 8 8 8 2 8 5 1 2 1 wenig Fälle gebe, in denen so deutlich eine so raffiniert 5 3 82 en 5— objektive sei onnenklar au Gang erhandlungen hervor und er ersuche deshalb die Geschworenen, den Vogt des Aerni Mordes mit Vorbedacht und der vollendeten Brand iftung, Frau Heydrich der r Mord und zur dstiftu ie des Mordes de e ee eee pause ein. 2 In der nachmittags 3½ Uhr wieder Verhand⸗ 1 der idiger des. ae S. Fe ke e ee 2 die Darstellung des daß Vogt dir t mit Vorsat und Uieberl babe Das ganze Ber- halten des 9 der Tat beweise, daß er sie Ir b. eine 5 keiner Weise festgestellt. Der Verteidiger bittet zum die die Frage auf Schuldig der vorsätzli 5 stell die Beantwortung der Frage — der rteilung der Geschworrnen anheim. Justizrat Dr. Gal wachs dane de eg der 5e i 81 5 Das Urteil. Beibüte unt Merterriug deun 10 7 5 e zum zum Tode un ahren oe, d n be 8 morde, Anstiftung zur Brand und wegen eines weiteren Gattenmordversu zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Beiden Angeklagten werden die bi 1— auf Lebens- dauer aberkannt.— Wir werden berichten. Die Not in polen! Kaus ein Land Iedet so unter den Kriegswirren mer Russic- Polen. Das vielfache Hin und Her der kriegerischen Operationen das Vordrängen und Zurückfluten riesi —— von 21000 Rerzten anerkanntes Kräf- tigungsmittel für Körper und Nerven. Feldposibrief-P in allen Apotheken und Drogerien. S NAroGEN N r SDir n don und Etsenbuhnen im Gefolge hat nicht i ölligen Sti des wirt i Lebens ge⸗ ee kenden duch d ratz Malteser zahlende Se ene f sondern auch die l — 1 2 namentlich in den Städten, in größte Not gebracht. E feblt fast an allem, insbesondere an Kohlen und Nahrungs⸗ mitteln. Der ärmeren Bevölkerung drohen daher, infolge von Hunger und Entbehrungen, die schwersten Seuchen. Diese aber wären von einer nicht zu unterschätzenden Gefahr auch für die be⸗ nachbarten Landesteile, namentlich aber auch für unsere tapferen dort kämpfenden Truppen, deren ständige Berührung mit der Be⸗ völkerung unvermeidlich ist. Eist darum nicht nur ein Gebot jener Menschlichkeit, die beim Deutschen nicht an der Landesgrenze Halt macht und die ja auch in so hervorragender Weise gegenüber den verwundeten und gangenen Feinden zum Ausdruck kommt, sondern auch in gleichem aße eine Pflicht der Selbsterhaltung, der in Polen herrschenden Not mit allen Mitteln zu steuern, Millionen von Menschen vor den Folgen des Hungers zu retten und Seuchen, die auch uns ge⸗ fährlich werden könnten, nicht erst ausbrechen zu lassen. Es hat sich deshalb eine internationale Kommission gebildet, die durch den Aufkauf von Nahrungsmitteln im Ausland und ihre 3 Polen rasch Hilfe bringen will. In Deutschland . au n Hatzfeldt, achenberg, n n e de een, enn Er Lagglb, 1b des Direktors der Dresdener Bank, Herrn Herbert M. Gutmann, ein Zentral⸗Hilfskomitee mit dem Siß in Berlin W. 8, Behrenstr. 38, gebildet, dem angesehenste Persönlichkeiten aus allen Teilen Deutsch⸗ lands etreten sind. Die Hilfe wird ohne Rücksicht auf das Glaubensbekenntnis allen Bedürftigen in gleicher Weise zuteil wer⸗ den. Das Komitee wendet sich jetzt mit einem in unserem An⸗ zeigenteil veröffentlichten Aufruf an die weitesten Kreise des deut⸗ schen Volkes mit der Bitte um Beiträge. Auch die kleinste Gabe ist willkommen. Zahlungen können bei sämtlichen Reichsbankanstalten sowie bei den Niederlassungen einer großen Zahl anderer im Aufruf namhaft achter Banken geleistet wer⸗ den. Es ist beabsichtigt, über die Spenden, falls von den Gebern nichts anderes bestimmt wird, öffentlich zu quittieren. Ein Eisenbahnunglück. Genf, 12. März.(W. T. B. Nichtamtlich.) Wie hiesigen Zeitungen aus Madrid gemeldet wird, entgleiste ein Personenzug, der zwischen Vigo und Madrid verkehrt, in Asturten. Zwei Perfonenwagen und ein Gepäckwagen wurden zerstört. 18 Personen wurden getötet, darunter der Direktor und Mitglieder eines Wandertheaters. ——— gylelplan des Gießener Stadttheaters. Direktion: Hermann Steingoetter. — Sonntag, den 14. März, nachmittags 33 Uhr, bei Volks-“ preisen: Kinder⸗Vorstellung: Zum letzten Male:„Tischlein deck' dich, Esel streck dich und Knüppel aus dem Sack. Ende 5½ Uhr. Abends 7½ Uhr, bei kleinen Preisen:„Das Jest der Handwerker.“ Komisches Gemälde aus dem Volksleben mit Gesang in einem Akt von Louis Angelg. Hierauf:„Das Versprechen hinterm Herd.“ Ende gegen 10 Uhr. Dienstag, den 16. März, abends 8 Uhr (15. Dienstag⸗Abonnements-Vorstellung), bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt): Zum ersten Male:„Agnes Bernauer.“ Ein deutsches Trauerspiel in 5 Außzügen von Friedrich Hebbel. Ende gegen 11 Uhr. Freitag, den 19. März, abends 8 Uhr(außer Abonne⸗ ment), bei gewöhnlichen Preisen(ermäßigt): Gasispiel von Mit⸗ gliedern des Frankfurter Schauspielhauses, der Damen: Kling⸗ hammer, Rohde, Romin, Nevil, und der Herren: Bauer, Impe- kopen, Schreck, unter Leitung von Herrn Arthur Bauer:„Abend- sonne.“ Schauspiel in einem Aufzuge von Ludwig Fulda. Hierauf: Auserstehung.“ Komödie in einem Aufzug von Felix Salten. Zum Schluß:„Der Unverschämte.“ Lustspiel in einem Akt von Raoul Auernheimer. Ende 10 Uhr. Samstag, den 20. März, uach⸗ mittags 3¼ Uhr, bei Volkspreisen: Schüler-Vorstellung:„Agnes Bernauer.“ Ende gegen 6¼ Uhr. Sonntag, den 21. März, nach- mittags 3¼ Uhr, bei Volkspreisen: Zum letzten Male:„Als ich noch im Flügelkleide.“ Ende gegen 64 Uhr. Abends 77 Uhr, bei kleinen Preisen:„Agnes Bernauer.“ Ende 10% Uhr. Märkte. Gießen, 13. März. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfund 1,10—1,20 Mk.; Hühner⸗ eier 1 Stück 10—11 Pfg., 2 Stück 00 Pig. Enteneier 1 St. O Pig. 2 St. 00 89. Sänseeier 1 St. 0-0 Pfg., 2 St. 00 Pfg.: Käse das Stück 7—8 Pg, Käsematte 2 Stück 6—0 Pfg.: Tauben das Paar 1,00—1,40 Mk., Hühner das Stück 1,00— 2,50 Mk., Hahnen das Stick 1,00— 2„Enten das Stück 2,50—3,00 Mt., Gänse das Pid. 70—80 Pfg. lsche 4—5 Mk.; Ochsenfleisch das Ufd. 90—98 Vig., Rindfleisch das Piund 90—94 Pfa., Kuhfleisch 8)—90 Pfg., Schweine⸗ fleisch das Pfund 100— 116 Pig, Kalbfleisch das Vid. 76— 80 Pfg., Hammelfleisch das Pfund 80—96 Vfg.; Kartoffeln 100 Kilo 10—12 Ml., Weißkraut das Stück 15—25 Pfg.: Zwiebeln der Ztr Cafe Amend Sonntag 1644 Künstler-Konzert Durch sachgemäßes Auf färben oder Umfärben und nachheriges Appretieren läßt sich fast jedes getragene Kleidungsstück für Herren oder Damen Wie neu machen. 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Weizen Mk. 00,00, Korn Mk. 00, 0, Gerste Mk. 00,00, Hafer Mk. 00,00, Heu Mk. 0,00, Stroh Mk. 0,00, Kartosseln Mk. 10,00, Erbsen Mk. 00,00, Linsen Mk. 00,00. Bohnen Mk. 00,00, Weißmehl Mk. 50,00, Roggenmehl Mk. 42,00; alles für 100 Klar. Butter 1 Klgr. Mt. 2,70, Milch 1 Liter 22 Pfg., Eier 10 Stück Mk. 1,10. 16. Frankfurt a. M., 12. März. Heu- und Strohmarkt. Man notserte peu 4,7—5,00 Mk. Stroh(Rornlangstroh) 0.00 bis 9.00 Mk., Wirr stroh 00—0,00 Mark. Alles je 50 Kilo. Ge⸗ schäst schlevvend. Die Zusuhren waren aus den Kreisen Fried⸗ berg, Hanau und Dieburg. — Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. f Sonntag, den 4. Marz, Lätare: Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9¼ Uhr: Konfirmation der Kinder aus der Matthäusgemeinde. Feier des heiligen Abendmahls. Pfarrer D. Schlosser. Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schwabe. Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Markusgemeinde.(Diezstraße 15.) Dienstag, den 16. März, abends 8 Uhr: Versammlung der Vereinigung konfirmierter weiblicher Jugend der Markusgemeinde. Dienstag, den 16. März, nachmittags 3 Uhr, im Matthäus⸗ saal: Frauenmissionsverein. Donnerstag, den 18. März, abends 8 Uhr, im Markussaal: Versammlung des Frauenvereins der Markusgemeinde. der Johanneskirche. Piarrer Ausseld. Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Konfir⸗ manden aus der Lukasgemeinde, wozu besonders auch die Eltern und Angehörigen der Kinder eingeladen werden. Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Johannessaal. Mittwoch, den 17. März, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. (Passionsandacht.) Pfarrer Bechtols heimer. 5 In Vormittags 9/ Uhr: Vormittags 11 Uhr: Wartburg, evangelischer Jünglings⸗ und männer⸗berein. (Diezstraße 15.) Sonntag, den 14. März, abends: Vortrag. Dienstag, den 16. März, abends 8¼ Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, den 18. März, abends 8 ¼ Uhr: Leseabend. Samstag, den 20. März, abends 8¼ Uhr: Aeltere Abteilung. Gäste stets willkommen. Sibelkränzchen für schüler höherer Lehranstalten. Für die jüngere Abteilung jeden Mittwoch von 6—7 Uhr, für die ältere Abteilung jeden Samstag von 6—7 Uhr im Johannessaal. videlkränzchen für mädchen aus der Johannesgemeinde. Jeden Dienstag von 6—7 Uhr im Johannessaal. Evangelischer Gottesdienst. Kirchberg: Sonntag, den 14. März, vormittags 10 Uhr. Lollar: Sonntaq, den 14. März, nachmittags 1¼ Uhr. Mainzlar: Mittwoch, den 17. März, abends 8 Uhr: Kriegs · stunde. Dekan Guß mann. Katholische Gemeinde. Sottesdienst. Samstag, den 13. März: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur beil. Beichte. Sonntag, den 14. März, 4. Fasten⸗Sonntag: Vormittags von 6½ Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. um 8 Uhr: Austellung der hl. Kommunion. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 5 um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachmittags um s Uhr: Christenlehre; darauf Passionsandacht. Dienstag abend um 8 Uhr ist Fastenandacht. Freitag abend um 8 Uhr ist Fastenpredigt. Diaspora⸗Gottesdienst. 8 Grünberg um 935 Uhr. n Hungen um 9¼ Uhr. 33 TunnanuvnmUEEUIEEAEUAE BBU Befreiet Lichtspielhaus Spielplan vom 13. bis 16. März Vaters Stellvertreter vas Herd Entzückendes Lustspiel in 3 Akten. Die Statistinp. Sevilla Drama. Herrl. Landschaftsbild Das Leben der Pflanzen Wissenschaftlich. Def Jupelhaugf Af Eat Einzig existierende Originalaufnahme, soeben von der Zensur freigegeben. 2091 Die neuesten Kriegsberichte Militär ohne Charge zahlt werktags die Hälfte Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 14. März 1915 Wolkig, meist trocken, mild, westliche Winde. Letzte Nachrichten. Ein englischer Hilfskreuzer vernichtet. W. T. B. London, 13. März. Nichtamtlich. Die Admiralität teilt mit: Der Hilfskreuzer„Bayano“ ist auf einer Erkundungsfahrt untergegangen. Schiffstrümmer, die am II. Mär; aufgefunden wurden, lassen darauf schließen, daß der„Bayano“ torpediert worden ist. Acht Offiziere und achtzehn Mannschaften wurden gerettet, die übrige Mannschaft ist wahrscheinlich um ge lo m men. Der Dampfer„Castle Reagh“ aus Belfast berichtet, daß er am Donnerstagvormittag 4 Uhr Schiffs ⸗ trümmer sichtete, aber von einem feindlichen Unterseeboot, das ihn 20 Minuten lang verfolgte, verhindert wurde, eine Untersuchung anzustellen. Ein französischer Bericht. Genf, 13. März. Offenbar infolge des ausführlichen deutschen Berichtes über die Kriegsoperationen in der Champagne sieht sich der französische Generalstab veranlaßt, einen noch eingehenderen icht zu veröffentlichen, der die größte Zufrieden⸗ heit über die dort erzielten Erfolge lokaler und allgemeiner Natur ausdrückt. Die Operationen hätten die Franzosen in den Besitz von Höhenlinien gesetzt, wobei eine günstige Basis für neue Angriffe geboten sei. Im ganzen, heißt es in diesem Bericht(der sich übrigens die von der deutschen Obersten Heeresleitung veröffentlichten Zu⸗ geständnissen zu Nutze macht, um diese gebührlich breit zu treten läßt sich die Situation folgendermaßen zusammenfassen: 1. Sie war eine ununterbrochene Folge von lokalen Erfolgen und kostete relatiw schwache Verluste sowie wenige Gefangene. 2 Wir brachten dem Feinde enorme Verluste bei, die höher sind, als die von den Deutschen letzthin in Rußland erlittenen. 3. Wir zwangen den Feind, auf diesem Punkte fünf Armeekorps zu konzentrieren und eine große Menge Munition aufzuwenden. 4 Diese Aktion trug zu den brillanten Erfolgen bei, welche wir in Rußland und England davongetragen haben. 5. Sie veranlassen den deutschen General⸗ stab, Erklärungen abzugeben, die ein Eingeständnis bedeuten.(Das wirkliche Ergebnis der Kämpfe in der Champagne ist aus dem Be⸗ richt der deutschen Obersten Heeresleitung zu ersehen. Die Red.) Gegen die Epidemien in Frankreich. Kopenhagen, 13. März. In der französischen Kammer ist ein Gesetzentwurf eingebracht worden, wonach, um den Ausbruch von Epidemien zu verhüten, alle toten Feinde verbrannt werden sollen. Von toten Franzosen und Angehörigen der verbün⸗ deten Heere sollen nur diejenigen verbrannt werden, die nicht identi⸗ fiziert oder an epidemischen Krankheiten verstorben sind. Alle an⸗ deren Leichen sollen begraben werden. Aus der italienischen Kammer. Rom, 13. März. Der„Messagero“ berichtet aus Kam⸗ merkreisen: Als Ministerpräsident Salandra auf eine Anfrage des Abgeordneten Cappe betr. die angeblichen Verhand⸗ lungen mit den Zentralmächten erwiderte, daß Er⸗ örterungen hierüber noch nicht opportun seien, zeigte sich die äußerste Linke derart beunruhigt(außer dem„Messagero“ hat allerdings niemand etwas davon gemerkt), daß der Kolonialminister Martini die Gemüter beruhigen zu müssen n Er tat dies etwa mit folgenden Worten: Ihr seid ein Volk von Neurasthenikern: zuerst bildet ihr euch etwas ein, und dann möchtet ihr von uns wissen, ob es wahr ist. Aus den Besuchen Salandras bei Golitti und jenen Bülows bei Salandra zieht ihr schon den Schluß, daß von nun an deutsche Musik gespielt werden wird. Ich sage euch, die in Umlauf befindlichen Gerüchte sind unwahr und es ist alles vom ersten bis zum letzten Wort eine müßige Erfindung Cappe und Bretesi dankten dem Minister für seine Freundlichbeit und erklären sich außerordentlich befriedigt. Ausf Segen Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Influenza eto. 8 unsere stirbnmerternn Junterbeit Deckbett, Pfühl u. Kissen komplettes Bett N MK. 46.50. Soldaten gegen Ungez. aller Art anerkannt.. Allein⸗Fabrikanten: Voss& Co., Frankfurt à. M. 3. Einzeln. Möbel sehr 9220 2 Ire bee e Unge⸗ billig. ziefervplage dur eunigste ee eee J. Iitmann flasche„Sehunorin““ GIESSEN Marke deldheil. Von Mili⸗ Bahnhofstraße 29. tär u. Jachleut. als sicher⸗ 4 stes u. beanemstes Mittel Prachtkataloge G gratis.(286 Wieder eingetroffen! Fleisch-Ersatz- Masse 1 Pfund 75 Pfg. Reformhaus Kreuzplatz 5.— — am lblelein empfiehlt Wilbelm Bierau, Wieseck. 01390 — angefertigt vom sind bis Mittwoch, den Irucksachen aber l. fausfring-Lanolin-Seife Oer Haut æutragiuchste. Voeitste lolletto self. Stock 20 Frennig. s Stocn 5 Prennig. get Preuringsesfe C. Naumana, Offenbach a. M. —. Bullen⸗Submission. Der Gemeinde- Bullen steht zum Verkauf. Angebote auf Lebendgewicht ohne jede Währschaft lang jabeigen fabcheanten 17. März, nachmittags 1 uhr, auf Großh. Bürgermeisterei einzureichen. Nieder⸗Bessingen, den 12. März 1915. Roth, Beigeordneter. 0 23⁴9 llefert in jecer gewünschten Ausstattung stilrein u. preiswert ele BrAbl'sehe Univ.- Druskarel 7„77CͥC ↄ Nachruf Derselbe war 15 Jahre im Dienste Gemeinde wird dem Verstorbenen Andenken bewahren. Wieseck, 12. März 1915. gessliche Mutter geb. Gombel Leiden am Tage nach Vollendung ihres erlöst. Lich, den 13. März 1915. Solide Schul-Anzüge Aparte Schlupfblusen-Anzüge Schicke Jacken-Anzüge Original Militär-Anzüge Moderne Sport-Anzüge von den einfachsten bis zu den elegantesten Ausführungen 1 Marktstrasse 8 Männer-Bade verein 8 den 15. März, abends pünktlich 9 Ubr: Ordentliche Generalversammlung im Lokale des Mitglieds Herrn Rahnefeld, „Zum Pfälzer Hof“, Schanzenstraße 2. Tagesordnung: Geschäfts⸗ und Kassenbericht. Vorstandswahl. Verschiedenes. Sierzu ladet ergebenst ein 2380] Der Vorstand. Am 9. März 1915 verstarb der Flurschütz Herr Friedrich Vogel Wieseck in treuester Pflichterfüllung tatig. Die Namens der Gemeinde Wieseck: Schäfer, Beigeordneter. Statt besonderer Anzeige. Am 12. März d. Js. ward unsere liebe, gute, unver- Frau Minna Meyer Wow., von langem, schwerem, mit unendlicher Geduld getragenem Amtsrichter Hans Becker und Frau Illa, geb. Meyer. Die Beerdigung findet in Darmstadt am Montag, 15. März, auf dem Waldfriedhof statt. steizende Neuheiten in meinen reichhaltig 1 Sortierten Lägern: der Gemeinde ein dauerndes 2809 59. Lebensjahres 289 J. Schmücker lacht. Todes⸗Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unser geliebtes Töchterchen Minna gestern nachmittag 5 Uhr im Altex von 2 Jahren nach langem schweren Leiden zu sich zu nehmen. Dies zeigen schmerzerfüllt an Otto Feuerstein und Frau Erna, geh. Etibett. Gießen(Riegelpfad 34), . Beerdigung findet Sonntag nachmittag 4½ Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 01378 den 12. März 1915. Nachruf. Am 12. Februar starb den Heldentod fürs Vaterland unser treues Mitglied Musketier Karl Feußer Res.⸗Infanterte-Regiment 223, 8. Kompagnie. Wir werden demselben allezeit ein ehren⸗ des Andenken bewahren. Bürgerverein Beuern. 2372 Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir innigsten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Joh. Wagner und Kinder. Gießen, den 12. März 1915. 01351 Danksagung. Für die uns erwiesene Teilnahme beim Hinscheiden unseres teueren Entschlafenen, die liebevolle Pflege der hiesigen Kranken⸗ pflegerin und die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung seitens des Krieger⸗, Turn⸗ und Gesangvereins„Eintracht“ sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. In deren Namen: Frau Katharine Vogel geb. Rau. Wieseck, den 13. März 1915. 2383 Für die vielen Beweise herzlicher Teil— nahme bei dem Verluste unseres lieben Bruders, Schwagers und Onkels Ludwig Hofmann sagen wir allen unseren innigsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Schulte und dem Turnverein zu Großen-Linden. Die trauernden Hinterbliebenen. Großen-Linden, den 12. März 1915. ess Statt Karten. Die glückliche Geburt eines gesunden Mädchens zeigen hocherfreut an Wilhelm Plank 2. Zt. in franz. Kriegsgesangenschaft und Frau Anna geb. Streuber Gießen, den 12. März 1915. 01392 Seiehnungen 7% Deutsche feicsaltihe 15 1984 bis 1924 5% eutsche Reich shazaupeisungen (Zweite Kriegsanleihe) nehme bis zum 19. März ds. Is. zum Kurse von 98.50% für freie Stücke resp. 98.30% für Begründung von Schuldbucheintragungen provisionsfrei entgegen. Joseph Herz Bankgeschäft. fad Abschlag Laut Beschluß unserer letzten Versammlung werden die Backwaren ab 15. März zu folgenden Preisen verkauft: Schwarzbrot, 4 Pfund 78 Pfg. do. 2 Pfund 39 Pfg. Brötchen, 50 rann 5 Pfg. Brot wird weiter ausgetragen, Brötchen nicht. Wir richten an unsere verehrl. 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