Iheites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Sleßener Famillenblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Ureis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. ießen e 165. Jahrgang Warum Griechenland nicht in den Urieg zog. Die schwerste Aufgabe, die der neuen Regierung Grie— chenlands bevorsteht, ist: Ordnung in die finanziellen Ver⸗ hältnisse zu bringen, die beim Rücktritt von Venizelos nicht geregelt waren“, so meldet ein deutscher Korrespondent aus Athen zur Kabinettsbildung des Abgeordneten Gu— naris, eines befähigten jüngeren Parlamentariers, von dem man besondere Leistungen auf finanziellem Gebiete erwartet. Die jetzige finanzielle Lage des vom Dreiverband umworbenen Staates war es in erster Linie— dies stellt sich immer deutlicher heraus— die den König veranlaßte, es auf eine Minister- und Parlamentskrisis ankommen zu lassen. Griechenland hatte in seinem letzten Kriege nicht nur 10 000 Tote, sondern auch 636 Millionen Drachmen Kosten zu buchen(411 Millionen direkte Kriegsausgaben und 225 Millionen Ausgaben für Pensionen, provisorische Anleihen usw.). Diese Wunden sind noch nicht geheilt, ob⸗ wohl sich der Umfang des Königreichs fast verdoppelt hat, obwohl es den Löwenanteil von der Beute des Balkan⸗ krieges erhielt. Griechenland, das seinerzeit seine Staats- gläubiger in schmählicher Weise durch einen Staats- bankerott schädigte, muß sich das internationale Vertrauen erst wieder erringen. Dazu trägt zweifellos die internatio— nale n viel bei, und es wäre ein ebenso großer Fehler, um chauvinistischer Eitelkeiten willen diese sicherste Grundlage des heutigen griechischen Staats- kredits anzutasten, als finanziell ungerüstet in den Krieg einzutreten. Von diesen Tatsachen ausgehend, nicht aus militärischen, nicht aus dynastischen Rücksichten hat sich König Konstantin der Kriegspartei entgegengestellt. Es ist keine„deutsche Cligue“, die, nach Behauptung der betrübten Lohgerber in Paris und London, den König in seinen Beschlüssen bestimmte, sondern das wohlerwogene wahre Interesse des Landes und der⸗ klare Blick auf die nächste Zukunft Griechenlands und seine wirtschaftlichen Aufgaben. In den neuen Gebieten des Landes befinden sich Industriestädte wie Janina, Saros, Cavalla und Salo⸗ niki. Der Zoll von Saloniki allein dürfte eine Mehrein— nahme von 15 Millionen Drachmen ausmachen, und die Sachverständigen versichern, daß durch diese Einnahme die vergrößerte Schuld und ihr Zinsendienst gesichert sei. Durch Aufgeben der politischen Neutralität, durch einen Krieg mit der Türkei und wahrscheinlich Bulgarien und vielleicht ee wäre gerade diese Goldgrube in Frage gestellt. Es wäre noch viel mehr in Frage gestellt: Ungefähr ein Jahr erst. her, daß der„heimgegangene“ Minister⸗ präsident izelbs in Paris den Vertrag unterzeichnete, N 2 die ich verpflichtete, zwischen der Eisenbahn Larissa und den Orientbahnen eine Verbi zustellen, durch die Griechenland in direkte Vervi mit ganz Europa gebracht wird. Die Strecke soll spätestens im August 1915 fertiggestellt sein. Die Fahrtdauer wischen Berlin und Athen würde dann nicht mehr als 45 Stunden betragen. Nicht nur der Touristenverkehr nach Griechen⸗ land wird eine gewaltige Verstärkung erfahren, sondern der Weltverkehr erhält eine neue Beziehung und vielleicht manche erhebliche Veränderung. In Athen kalkuliert man bereits, daß die indische Post, die bisher von den Dampfern nach Brindisi gebracht wurde, ihren langen Weg abkürzen und schon im Piräus auf die Achse geladen werden wird. Auch für den Verkehr Europas mit Aegypten werden kürzere Verbindungen hergestellt. Man wird nicht mehr durch die Adria per Schiff reisen, und das schöne Eiland Korfu wird seiner neuerdings schon stark gestörten idylli⸗ — Die Romantik der dardanellen. Die Dardanellen, vielleicht der meistumkämpfte Punkt auf dem Schauplatz der geschichtlichen Welt, sind auch um⸗ woben von einem unvergänglichen Zauber der Romantik. Von allem Goldglanz der Poesie umstrahlt, lebt die all⸗ bekannte Sage von Hero und Leander durch die Jahr⸗ hunderte. Das griechische Altertum nahm sie als geschicht⸗ liche Wahrheit, und der Reisende Pausanias, berichtet, er habe noch in einem Turme das Lämpchen gesehen, das dem unglücklichen Leander den Piräus(Athen) strecte her⸗ erkennbar, das angebliche Grab des Hannibal. Der karthagische Patriot wollte durch Mithridates den Großen die Welt des Ostens den Westen mobil machen; es war ein weltgeschichtliches Ereignis von noch heute nach⸗ wirkender Kraft, daß das Römerreich damals stark genug war, die griechische und b die europäische Kultur vor dem Ansturm der Barbare zu retten. Könnte man dem Meeresgrund der Dardanellen seine Geheimnisse entreißen, so fände man die Trümmer der altigen, über 400 Schiffe zählenden Flotte des Arabers Mas lama, die hier 698 von den Byzantinern mit Hilfe des berühmten„griechischen Feuers“ vernichtet ward. Mit Maslam verlor damals die . 80 n Welt des Islam einen 755 bewährtesten Feldherren, 92 edle Charaktereigenschaften von christlichen wie ara⸗ 125 81 * „Socisté de Construction de Batignolles“] O schen Ruhe zurückgegeben werden, wenn der Fremden— strom nicht mehr zu Schiff nach Aegypten geleitet wird. Griechenland erwartet von dieser Vereinfachung des Ver⸗ kehrs für sich einen außerordentlichen Vorteil. Es wird in diesen Hoffnungen nicht getäuscht sein. Wenn die Wunden des Krieges vollständig geheilt sind, wenn die Fremden wieder durch das neue Hellas pilgern, wird man mit Staunen feststellen, daß sich das Aussehen der griechischen Städte in den letzten Jahren höchst vorteilhaft verändert hat. Die griechische Auswanderung, die als bedenkliches Zeichen angesehen wurde, hat sich durch die starke Rück⸗ wanderung wohlhabend gewordener Landsleute als Gold— quelle erwiesen. Und nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die früher so kränkliche Industrie erlebt einen un⸗ leugbaren Aufschwung. Griechenland geht einer wirtschaft⸗ lichen Aufwärtsbewegung entgegen, die auf dem großen Weltmarkte bald zu spüren sein wird. Es fehlt nur noch der Kontakt des Eisenbahnverkehrs zwischen Nord- und Süd— griechenland. Ist einmal die Verbindung mit den Orient⸗ bahnen fertig, so wird man an die Kultivierung der un⸗ fruchtbaren Ländereien, an die Regulierung des unteren Wadarlaufes und des Galicoflusses, an die Trockenlegung des Jenidesees usw. gehen, alles Aufgaben, die durch die Projekte deutscher Ingenieure vorbereitet sind und sehr wahrscheinlich mit deutschem Gelde durchgeführt werden, noch ein Grund mehr, die Entscheidung des Welt⸗ krieges in stiller Neutralität abzuwarten und sich nicht in die Höhle des englischen Löwen zu begeben, aus der das kleine Griechenland so wenig mehr herauskäme, wie gewisse andere Opfer Albions. Die Kämpfe bei Münster. Aus dem Großen Hauptquartier wird uns ge⸗ schrieben: 5 Wie auf der ganzen Westfront, so sind auch im Süd⸗Elsaß und in den Vogesen die Operationen vorübergehend in einen Stel⸗ lungslampf übergegangen, dessen Einförmigkeit einzelne offensive Unternehmungen unterbrechen. Ihren Schauplatz bildeten in letzter Zeit die Oberen Vogesen, in denen der Gegner Schritt für Schritt gegen den Kamm zurückgedrückt wird Die Einnahme des Hart⸗ mannsweilerkopfes südwestlich Sulz ist noch in Erinnerung, und 17 50 Tage meldete die Oberste Heeresleitung siegreiche Kämpfe bei Münster. teibigungssähigteit der Straßen Wege zwingt aber den An⸗ ch der Beh 3 777001 Aer oder des Ferrr ber scmwerer Arflfefie gefält baben. Deen die Hänge und jeder Stein, der ins Rollen kommt, droht den Hintermann zu erschlagen. Unzen am Hang sinft der Fuß in wrichen Schnee, weiter hinauf ist felbst mit Eisstollen nur ein mu 2s hsam Vorwärtskommen über gefrorene Hänge. Rein sportlich betrach⸗ gute Leistung. Der bischen Geschichtsschreibern gleich gerühmt wurden. Hinter Fort Tschanak Kale, auf einem weit über Meer und Sand hinausschauenden Hügel, liegt das Grab des tunesischen Korsaren Chaireddin Ilderim(„Der Blitz“). Dieser Seeräuber war der Bruder jenes großen, durch den tunesi⸗ schen Feldz des deutschen Kaisers Karl V. bekannten Seeräuberfürsten Chaireddin Barbarossa, dessen letzte Ruhe⸗ stätte sich in Konstantinopel befindet. Ilderim war der Gründer des sog.„Barbareskenstaates“ Tunis; seine Daten haben, was wenig bekannt ist, nach Elzes Forschungen Lord Byron das Vorbild für viele Züge seines„Don Juan“ geboten; auch Byrons Dichtung„Der Korsar“ er⸗ innert an ihn. Die heutigen kleinen Dardanellendörfer waren einst ein Krantz blühender Städte, die 1403 durch den mongolischen„Weltenstürmer“ Timur in Schutt und Asche gelegt wurden. Zwischen den„Schädelpyra⸗ miden“, die seine grausigen Siegeszeichen bildeten, stand der Vernichter so vieler blühender Kulturen und Völker und sah in der Ferne die Küsten Europas, denen sein nächster Zug gelten sollte. Im Rate des Schicksals war es anders beschlossen: Aufstände in Hochasien riefen den Ge⸗ waltigen nach dem Osten, und hier in Samarkand ereilte den nimmer kriegsmüden Greis der Tod, als er eine Heer⸗ fahrt gegen China vorbereitete. In der neueren Zeit ver⸗ sank auch der Rest der alten blühenden Dardanellenkultur unter der Paschawirtschaft des alten türkischen Reiches zu völligem Verfall. Ueberall war es wie in den Ruinen der Hadriansvilla, wo nach dem Wort des persischen Dichters „die Eule schreit in des Palastes Hallen und die Spinne Türsteherdienste tut in des Kaisers Saal“. Jetzt werden vielleicht die Granaten der verbündeten Flotten die letzten — 5 einer romantischen großen Vergangenheit in Schutt egen. „ Wie Anton v. Werner seine Panbramen malte erzählt Paul Meyerbeim in seinen Erinnerungen an den verstorbenen Freund, die er im Märzheft von NN E Klasings Monatsheften veröffentlicht: Für das Stu⸗ dium wurde am Wannsee in seiner 1 itzung ein wahres Feld⸗ lager N 115 vielen Soldaten 2 9. und anzosen, richtig ppiert in nne als Modelle dienten fie dle Künstler und Saler welche Studien für das Panorama Hachen duke. Far das Landschaftssche wurde Meister Eu acht gewonnen, mit dem Werner Reisen nach Sedan ma te. um den richtigen Standpunkt zu wählen. Zu diesem Zweck wurde ein turmartiges Holzgerüst erbaut, von en 1 Messungen und Studien 5 3 1 er Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Donnerstag, II. März 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: Sa, Schrift leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen. unten; nur wenige von ihnen kommen lebend von ihrem Hoch⸗ sitz herunter, dent mit Recht findet diese hinterlistige Kampfart keine Gnade vor den Augen unserer Soldaten. Ist der Höhenkamm genommen, dann macht der Felsboden nicht selten den Ausbau ermer Stellung unmöglich, und eine Mauer aus zusammengetra⸗ genen Felsblöcken und Steinen muß notdürftigen Schutz gegen das Feuer des Gegners geben, der sich von neuem auf der nächsten Höhe über dem Tal festgesetzt hat. 3 Solcher Arten waren die Bedingungen, unter denen die Kämpfe nördlich und südlich Münster vom 19. bis 23. Februar geführt wurden, an denen fast alle deutschen Stämme zum Schutz des El⸗ saß teilnehmen. N f Das Städtchen Münster liegt in dem malerischen Tal der Fecht, durch das Bahn und Straße von Colmar nach Gerardmer auf der französischen Seite der Vogesen über den bekannten Schlucht⸗ paß, eine der wichtigsten Querverbindungen der Oberen Vogesen, führen. Münster war in deutschem Besitz, aber die Franzosen hielten die Höhen unmittelbar nordwestlich und südwestlich des Ortes, von wo ihre„Baumschützen“ eine unerwünschte Wirkung gegen unsere Schützengräben hatten. Besonders bemerkbar machte sich einer dieser unsichtbaren Freischützen, den unsere Leute „August“ tauften. An seinem Platze wurden später 30 Konserpen⸗ büchsen gefunden, ein Beweis, wie lange sich„Baumschützen in ihrem Versteck halten können. Die südlich und nördlich an Münster angrenzenden deutschen Stellungen waren von den französischen überhöht, die die talaufwärts gelegenen Ortschaften und die für den Gegner als rückwärtige Verbindung wichtige Schluchtstraße deckten. So erwies sich die Verschiebung der eigenen Stellung als not⸗ wendig, um taktisch günstigere Stellungen zu gewinnen. Der Füh⸗ rung war die Schwierigkeit der Aufgabe bewußt, aber sie wußte, daß die Truppen sie lösen würden. Gefangene Franzosen sagten später aus, daß man auf ihrer Seite nicht an die Möglichkeit eines Angriffes geglaubt hätte. Die Geschichte hat um die Kämpfe am Gaisberg 25 an den Spicherer Höhen im August 1870 einem 9 Schleier gewoben: der Sturm auf den Barren⸗, den schwierigere Leistung dar. Bayerische und Württembergische In⸗ 1 452 und Pioniere haben ihn am 19. und 20. Februar aus⸗ eführt. g 8 Bis zum 19. Februar zog sich die deutsche Stellung im Norden von Münster über Haslach—Genesungsheim— Frauenacker⸗Kopf, dann im weiten Bogen nach Osten zum Linge Kopf, während sie südlich des Ortes über den Ober⸗Solberg zum Klein⸗Belchen verlief. Das Tal zwischen Münster und dem einen Kilometer nordwestlich gelegenen Stoßweier trennte den Angriffsraum in zwei natürliche Abschnitte Es war anzunehmen, daß der lang hingestreckte, das Tal abschließende Ort Stoßweier von den Franzosen hartnäckig verteidigt werden würde, eine Voraussetzun die Gefangene nach⸗ träglich bestätigten. Es wurde daher beschlossen, den Angriff über die Ber beiden Seiten umfaßt, geräumt werden mußte. 5 Den Kämpfen bei Münster waren deutsche Angriffe im Geb⸗ weier Tale vorausgegangen, durch die der mehrere Kilo⸗ meter zurückgedrängt worden war. Von dort her erfolgte der An⸗ marsch gegen das obere 1—ç der sich infolge der verschneiten mr die sich über 1100 Meter er Kopfes ic Abschnitt, aus dem Barren⸗Kopf und Klein⸗Kopf wie natürliche Festun hervorragen. Ein bayerisches Regiment und württem⸗ — Landwehr haben hier Außerordentliches gelestet; die Bayern waren junge Truppen, die hier ihre Feuertaufe erhielten, die aber eine Ausdauer und Unerschrockenheit bewiesen, wie die ältesten kampferprobten Bataillone. Den Spaten in einer Hand „[das Gewehr in der anderen, Eisstollen an den Füßen krochen sie die sast senkrechten glatten Hänge hinan, von der Höhe und von Baumschützen überall umlauert und beschossen. Fünfmal erklommen die Tapferen die steilen Höhen, und fünfmal wurden sie von dem übermächtigen er des Gegners zur Umkehr gezwungen. Aber immer wieder sammelten sie sich auf der Straße, die im halben Hang eingeschnitten, einige Deckung bot und wo sie in ihre Mäntel gehüllt, eine bange Nacht verbrachten. Am zweiten Tage, dem 20. keit besteht darin, das runde Panorama überall gut zu beleben. Dabei mußte viel eng zusammengerückt und manches frei erfunden werden Die Entfernung von der senkrechten Leinwand bis zum vordersten Beschauer beträgt immer vierzehn Meter. Die senkrecht gespannte Leinwand, die durch Blendung manche Wirkung— würde, muß so schräg aufgestellt sein, daß sie im unteren Tei gegen den Himmel etwas zurückliegt. Dabei bildet sich auf dent ganzen unteren Rande ein Schatten, den man durch geschickte Ma⸗ lerei des Vordergrundes so behandeln muß, daß man die Gren von der senkrechten Leimwand und dem von Oberlicht hell beleu teten realistischen Vordergrund nicht bemerkt, der dann mit aller⸗ lei wirklichen plastischen Gegenständen belebt wird. Die Be⸗ schauer, die alles genau, auch in der Ferne sehen möchten, nehmen ihre Operngläser ur Hand, und deshalb müssen auch die sernsten Gegenstände bis ins kleinste ausgeführt werden. Die verbrritete 3 bei 8— 4—— 4 5 mit 8 8 ati hingepinselt zu werden braucht, ist ganz irrig. Die An⸗ sicht der Festung Sedan mußte einige Male verändert werden, bis sie schließlich immer höher und hoher den richtigen Platz am Horizont fand. Ein großer Baum mußte gelogen werden, um die große, senkrechte Naht quer durch den Himmel unsichtbar zu machen. Ale Lichtblitze auf Bafonetten, Blasinstrumenten, Helmen usw. konnten durch einfache Malerei nicht wirksam gemacht werden. An den betreffenden Stellen wurden aus Stanniol diese Glanzlichter modelliert und richtig gefärbt. Die Wirkung war täuschend! Herr⸗ lich waren die drei Büldder: 1. Bismarcks Begegnung auf der Chaussee mit Napoleon, der im Hintergrunde aus seinem Wagen iegen ist, 2. die Uebergabe des Degens von Napoleon an Kaiser Wilhelm durch General Reille und 3. die Uebergabeverhandlung in einem historisch treuen Zimmer bei der Lampe. Man wußte nicht, welchem von diesen dreien man den Preis zuerteilen sollte! Leider ist dieses wundervolle Denkmal der Geschichte jetzt nicht mehr sicht⸗ bar und ruht aufgerollt irgendwo im Verborgenen. — Schleiermacher als Prophet. Ein interessanter Ausspruch Ealete nacher. der unsern„deutschen Krieg“ als einen Weltkrieg um die deutschen Ideale vor t, wird in einer dem⸗ nächst bei Engen Diederichs in Jena erscheinenden Sammlung von Worten unserer Klassifer„Der deutsche Mensch“ angeführt. Der große Religions-Philosoph sagt da:„Es steht bevor, früher oder später, ein allgemeiner Kampf, dessen Gegenstand unsere Gesinnung, unsere Religion. unsere Geistesbildung nicht weniger sein werden als unsere äußere Freiheit und äußeren Güter; ein Kampf, der gekämpft werden muß, den die Könige mit ihren ge⸗ dungenen Heeren nicht kämpfen können, sondern die Völker mit ihren Königen gemeinsam kämpfen werden, der Volk und Fürsten auf eine schönere Weise, als es seit Jahrhunderten der Fall ge⸗ wesen ist, verrinigen wird, und an den sich jeder, jeder, wie es die gemeinsame Sache erfordert, anschließen mutz. Mir stebt schon die Krisis von ganz Deutschland, und Deutschland ist doch der Kern von Europa, vor Augen Klein⸗ und Reichsacker⸗Kopf stellt sich als eine unvergleichlich e seitlich der Straße so vorzutragen, daß Stoßweier, von „ 0 · U Ä n * — 3 1 5 5 1 e 1 . ö der 6. Ansturm den blutig erkauften Kamm in ihre Hände. ie Reihen der Führer und der Mannschaften waren lichter ge⸗ worden; ein Bataillons⸗Kommandeur, der seinen Leuten voraus⸗ stürmte, fiel, als er eine Handgranate in die französische Stellung warf. In ihr und hinter ihr am jenseitigen Hang war die weiße Erde mit den dunklen Gestalten gefallener Alpenjäger besät; nur wenige entgingen dem Tode durch die Flucht. Sie sind in den fran⸗ fiche lpen zu Hause und der Gebirgskrieg ist ihr eigentliches Element: jeder einzelne ist ein Scharsschütze. Bei diesen aus⸗ gezeichneten Eigenschaften des gefährlichen Gegners sind die Lei⸗ stungen unserer jungen Angriffstruppen, die nicht aus den Bergen men, ganz besonders bemerkenswert. Fünf Tage und fünf Nächte lagen sie unter freiem Himmel in den verschneiten Gefechts⸗ stellungen und lebten von dem Brot und den Konserven, die sie mitgenommen hatten. Erst am 23. Februar war die Lage voll⸗ kommen geklärt und die ganze Stellung, gegen die der Angriff angeestzt war, in deutschen Händen. 5 g Eigentümlich hatte sich die Lage bei dem Dorse Stoßweier entwickelt. Als der Gegner am 21., dem 3. Gefechtstage, den Ort noch nicht geräumt hatte, wurde beschlossen, ihn im Sturm zu nehmen. Bayerische Kavallerie, württembergische Landwehr und 2 Landsturm gingen im Tal gegen die schmale Ostfront des es vor, das sie im erbitterten Nahkampf von Haus zu Haus nahmen. Die Lage des siegreichen Detachements gestaltete sich in⸗ dessen recht schwierig, da der hartnäckige Gegner das unmittelbar ich angrenzende Dorf Kilbel und die südlich und nördlich an⸗ i Hänge behauptete und von dort die Verbindung nach uster unter Feuer hielt. Da kam die Artillerie dem bedrängten Detachement zu Hilfe, indem sie den Alpenjägern das Verbleiben in i unmöglich machte und den Nachbartruppen das Vorgehen über die Stoßweier von beiden Seiten beherrschenden Höhen er⸗ leichterte. Kilbel wurde am frühen Morgen des 23. besetzt und damit war der Zusammenhang der neu gewonnenen Linie vom -und Klein⸗Kopf über Eichwald bis zum Reichsacker⸗Kopf und Sattel hergestellt. Das Ziel fünftägiger schwerer Kämpfe war errricht, und wieder begann unter Leitung und Beistand der Pio⸗ niere die Arbeit mit Beilpicke und Spaten, die in dem unübersicht⸗ lichen, Ueberraschungen begünstigenden Waldbergen ebenso wichtig wie um Felsboden schwierig ist. Was den Gräben an Tiefe fehlt, muß in Höhe durch mühsam aufgetürmte, erdbedeckte Stein⸗ mauern gewonnen werden, und an manchen Stellen kann den feh⸗ lenden Laufgraben nur die geschickte Führung des Schützengrabens ersetzen. Mancher sorgsam ausgebaute Unterstand der Alpenjäger leistet gute Dienste, na er an der neuen Front verstärkt und angesetzt war, in deutschen Händen. Das Ergebnis der heißen Gefechtstage waren außer rund 800 gefallenen Franzosen 600 Gefangene und mehrere Maschinen⸗ Die Beute an sonstigem Material konnte in dem unüber⸗ ichtlichen Gelände noch nicht abschließend festgestellt werden. 2 „In den esen nahmen wir die feindliche Hauptstellung auf den Höhen östlich Sulzern in einer Breite von zwei Kilometern, sowie den Reichsackerkopf westlich Münster im Sturm... In der Gegend südöstlich Sul zern nahmen wir Hohrodberg.. wurden die Orte Horod und Stoßweier nach Kampf, der Sattel nördlich Mühlbach im Sturm genommen — Obersten Heeresleitung über die Kämpfe bei Münster. Von „die sie lasen, ahnten wohl nur wenige etwas von dem stillen Heldentum unserer Jungen und Alten, die Grenzwacht in den Vo⸗ gesen halten. W. T. B. ..“ So lauteten die Mitteilun⸗ Deutscher Reichstag. Berlin, 10. März. Das Haus und die Tribüne sind außerordentlich stark besucht. Am Bundesratstisch sind alle Staatssekretäre mit zahlreichen an⸗ deren Regierungsvertretern anwesend. Die Tribünen sind über⸗ füllt, die Abgeordneten——.— anwesend, viele unter ihnen im schlichten au und geschmückt mit dem Eisernen Kreuz. Präsident Kaempf eröffnet die Sitzung mit folgender Au b Nach einer Vertagung von lä als drei Monaten heiße ich Sie alle zu neuer Arbeit im Hause Wallonen. Sie sowohl, die Sie, zu den Fahnen einberufen, aus dem Felde herbeigeeilt sind, und Sie, die in der Heimat der Kriegs hilfe ihre Tätigkeit widmen, alle von dem einen Gedanken beseelt, dem einen Gedanken an eine sieg⸗ reiche Durchführung des gewaltigen uns aufgezwungenen „ Auf allen Kriegsschauplätzen stehen wir mitten in der wichtiger Ereignisse. Im Westen hält unsere tapfere deutscher 55 eit trotz aller Mühen und Strapazen inie von tern von den Vogesen bis zum unerschütterlich fest.(Lebhafter Beifall.) Im Osten leitet ein genereller strategischer Gedanke auf einer noch längeren Linie der Ostsee bis zur Bukowina die Kriegsoperationen. Unter fast unmenschlichen Anstrengungen hat unsere Armee und die österrei⸗ chisch⸗ u sche auf diesen Feldern Erfolge erzielt, wie sie die Welt seit den von Sedan nicht gesehen hat.(Lebhafter Beifall.) in n Im Süden hä t die tapfere ottomanische Armee Wacht an den Dar⸗ danellen, in die einzudringen der übermächtigen englischen und fronzöfischen Flotte nicht geglückt ist(Lebhafte Zustimmung), und schiebt ihre Vorposten vor bis an den Suezkanal, wo sie Aegypten ihr der britischen Weltherrschaft.(Lebhaftes richtig! Mit der Ruhe und Entschlossenheit, auf die wir Deutsche stolz sind, führt die deutsche Admiralität den wirtschaftlichen Krieg 5 land mit unseren Unterseebooten, deren Mann⸗ schaft und Soldaten schon so viele Beweise ihres heldenhaften Todes⸗ mutes gegeben haben.(Lebhafter Beifall.) Deutschland aber läßt sich n t durch Hunger besiegen. 3 4 Zustimmung.) Wenn e Feinde glauben, uns auf diese Weise durch Androhung von Repressalien, die allem Völlerrechtsgesetz Hohn sprechen, mürbe zu machen, so haben sie sich verrechnet.(Lebhafter Beifall.) Sie haben ihre— nicht eingestellt auf die wirtschaftliche Kraft des deutschen Volkes, sie haben in ihrer Rechnung nicht eingestellt den Umstand, daß wir, wenn auch kleine Einschränkungen in den Lebens⸗ gewohnheiten des deutschen Volkes etwa notwendig werden, ge⸗ nügend Lebensmittel haben, um das Volk zu ernähren. Und was die finanzielle Kraft des Deutschen Reiches anlangt, so brauche ich nur daran zu erinnern, daß die zweite große Kriegsanleihe von Milliarden begeisterte Aufnahme in ganz Deutschland findet.(Beifall.) Unsere Feinde haben in ihre Rech⸗ nung nicht eingestellt das O anisationstalent des deutschen Volles, das selbst in unentwirrbar erscheinenden Verhältnissen Ordnung zu schaffen imstande ist. Sie haben nicht eingestellt in ihre Nech⸗ nung die Stärke der Landwirtschaft, die Fähigkeit und Tatkraft unseres Handels und unserer Industrie, die in der Lage gewesen lind, neue Hilfsauellen, neue Wege zu finden. Vor allem haben sie nicht in ihre Rechnung eingestellt die Einmütigkeit der Nation und den festen Willen zum Siege(Lebhafter Beifall), die in jedem einzelnen, vom ersten bis zum letzten unaus⸗ rottbar vorhanden ist. Alle Härten und Schwierigkeiten, die der Krieg notwendigerweise mit sich bringt, verschwinden und sind überwindbar, weil jeder sich stützt auf das feste Vertrauen in die Zukunft des Deutschen Reiches.(Lebhafter Beifall.) Ungeheuer gruß sind die Verluste an Menschenleben, die in tiefer und stiller Trauer, aber mit Entschlossenheit getragen werden. Nicht oft genug kann betont werden, daß ein Volk, das diese Opfer dem Baterlande darhringt, das dieser Hingebung an das Vaterland jähig ist, nicht besiegt und nicht vernichtet werden kann.(Lebhafte Zustimmung.) Der allmächtige Herr der Heerscharen hat daher den Sieg an unsere Fahnen geheftet, und so wird, des sind wir gewiß, auch der endgültige Sieg unser sein auf den gewaltigen Schlachtfeldern in Ost und West, damit uns ein dauernder Friede erwächst, der uns führt zu neuer Blüte, zu neuer Macht und neuer —. 8 geliebten Vaterlandes.(Lefthafter wiederholter fall. Der Präsident macht eine geschäftliche Mitteilung und verliest unter Beifall des Hauses den Telegrammwechsel mit den öster⸗ reichischen, ungarischen und osmanischen Parlamenten, gedenkt des verstorbenen Abgeordneten Semmler(natl.) und teilt das Schreiben des Staatssekretärs mit, durch welches das Mandat des Abgeordneten Weil! nach Verlust seiner Reichsangehörigkeit erloschen ist. Mit der Prüfung des Mandats des Abgeord⸗ schäftigen. Die verstärkte Budgetkommission soll aus 36 Mitglie⸗ dern bestehen. Auf der Tagesordnung steht die erste Lesung des Etats. Staatssekretär Helffrich: Ich glaube, eine Pflicht zu er⸗ füllen, wenn ich die erste Gelegenheit benutze, um zum Ausdruck zu bringen, welchen Dank das Reich und seine Finanzen meinem 5 orgänger schuldet, der mit treuer Hingabe und Sachkenntnis sein Amt verwaltet und sich durch die Finanzierung der letzten Oeeresvorlage ein bleibendes Denkmal gesetzt hat. Er hat geglaubt, den Aufgaben, die dieser Krieg für den Leiter der Reichs finanzen bringt, nicht mehr gewachsen zu sein. Das Vertrauen des Hauses hat mich zu seinem Nachfolger gemacht. Der Entschluß, das Amt zu übernehmen, ist mir nicht leicht geworden, denn riesenaxoß wird die Aufgabe sein, die der Friedensschluß mit sich bringen wird, aber das Soldatenherz, das in jeder deutschen Brust lebt, har mir ein kate⸗ gorisches„du mußt!“ zugerufen und so werde ich meine ganze Kraft einsetzen zur Erfüllung der unerhört schweren aber auch unerhört stolzen und großen Aufgaben, die die unser harren. Ich rechne dabei auf das Vertrauen und die Mitarbeit aller Berufenen, und um dieses Vertrauen bitte ich auch die Vertreter des deutschen Volkes. Ich werde nicht das Glück haben, mit Ihnen immer einer Meinung zu sein, aber ich hoffe, daß der Geist, der jetzt alle deutschen Herzen erfüllt, auch un⸗ sere gemeinsame Arbeit begleiten wird. Die Gegensätzlichkeit der Weltanschauung und der materiellen Interessen werden nicht aus diesem Hause und aus dem Volke verschwinden. Wir müssen uns nur hüten, daß die aus dem Leben kommende Wärme nicht zur Feuersbrunst werde. Das Bewußtsein unserer deutschen Lebens⸗ und Kulturgemeinschaft und die Liebe zum großen deutschen Vater⸗ lande muß alles überragen(Beifall). Ein Finanzprogram m für die Zukunft kann ich nicht geben, ein solches braucht die seste Unterlage von Tatsachen, und die sind durch den Ausgang des Krieges und die Friedensbestrebungen bedingt. Aber ich werde jedenfalls an meine Aufgaben herantreten ohne Vergangenheit. Wir alle werden mehr oder weniger umlernen müssen, denn die Zeit, die wir durchmachen, ist das größte Erlebnis, das je einer Generation beschieden ist. Ich will aber von der Gegenwart sprechen. Der Etat sieht anders aus als sein Vorgänger. Eine zu⸗ treffende Veranschlagung der Etatsätze ist nicht möglich, aber wir brauchen die verfassungsmäßigen Unterlagen für die Reichswirt⸗ schaft. Die Ausgaben für Heer und Marine sind von Anfang an auf den außerordentlichen Etat übernommen, und eine Spezialisie⸗ rung ist nicht möglich. Wir wissen, daß draußen in unseren olo⸗ nien Männer tätig find, die das Herz auf dem rechten Fleck haben.(Zustimmung.) Sie verteidigen das in harter Arbeit frucht⸗ bar gemachte Land, sie kämpfen für den Namen und die Ehre und die Zukunft des weißen Mannes in Afrika.(Beifall.) Aber trotz allem sind wir über Eeinzelheiten nicht unterrichtet und deshalb geben wir nur den Rahmen für einen Kolonialetat. Es soll nur die Möglichkeit zur weiteren finanziellen Unterstützung gegeben werden. Der Etatansatz für Heer und Marine mag vielleicht überraschen, denn er ist so berechnet, daß der Krieg bis zum Spät⸗ herbst dauert. Aber erst beim Friedensschluß können wir über⸗ sehen, was für Heer und Flotte ausgegeben werden mußte. Das wird dann in einem Nachtragsetat geschehen. Wir haben uns nicht veranlaßt gesehen, die planmäßige Tilgung der Reichs⸗ schuld einzustellen. Die nach so vielen Mühen eingeführte Schul⸗ dentilgung mußte nach unserer Ansicht mit einem Ueberschuß weiter fortgesetzt werden. Solange wir es können, werden wir die Zinsen für die Kriegsschuld auf den ordentlichen Etat übernehmen, damit wir nicht auf eine schiefe Ebene kommen. Wir denken auch nicht daran, darauf zu verzichten, daß unsere Feinde für den materiellen Schaden, den sie durch den Krieg angerichtet haben, aufkommen müssen.(Lebhafte Zustimmung.). Ich kann Ihnen mitteilen, daß wir nicht mit einem Fehl⸗ betrag, sondern voraussichtlich mit einem Ueberschuß des letzten Finanziahres abschließen werden. Diese Entwick⸗ lung des abgelaufenen Finanzjahres gibt uns die Möglichkeit einer einigermaßen sicheren Prognose für das laufende Etatsjahr. Die Ausfälle werden gedeckt werden können durch die Ersparnisse bei den Ausgaben. Daß wir so günstig abschließen können, be⸗ weist, daß unser Unterbau der Finanzkraft gut ist. Die täglichen Ausgaben der sämtlichen kriegführenden Großmächte betragen etwa 1½ Milliarden Mark. Ich kann Ihnen sagen, die verbündeten Re⸗ gierungen sind genötigt, Sie zu erf n, einen weiteren Kriegskredit zu bewilligen, damit wir die finanzielle Be⸗ wegungsfreiheit bekommen. Wir sind durchdrungen von der Größe des Opfers, das wir bringen sollen. Aber Sie werden mit mir der Meinung sein, daß keine Last zu groß ist, wenn es sich um den Bestand des Vaterlandes handelt.(Lebhafte Zustimmung.) Die schwersten Opfer sind die finanziellen nicht, das ist das gute deutsche Blut, das draußen mit zwingender Selbstverständlichkeit bei treuer Pflichterfüllung vergossen wird.(Lebhafte Zustimmung.) Wir, die wir nicht draußen kämpfen können, können nur alles tun, um den Soldaten draußen ihr Los zu erleichtern und die Früchte ihres Heldentums zu sichern. Dazu ist allerdings die Bewilligung der neuen Mittel notwendig. Aber beteiligen Sie sich auch an der Aufbringung, indem Sie aufklärend draußen wirken. Es handelt sich um eine patriotische Pflicht. Es handelt sich darum, die Mittel aufzubringen, und dieser sollte sich niemand entziehen. Die erste Kriegsanleihe war ein Erfolg von ungeahnten Dimen⸗ sionen, sie betrug 4½ Milliarden Mark. Wir hatten diesen Erfolg zu verdanken dem raschen Fortschritt und dem vermehrten Wohl⸗ stand unseres Volkes und dem Opfermut und der ausgezeichneten Leitung des Anleihegeschäftes. Die Reichsbank hat sich um unsere finanzielle Kriegsrüstung ein au l erworben.(Lebhafte Zustimmung.) Der Reichsbank⸗Präsident hat das mit zäher Arbeit in mühseligen Jahren erreicht. Unsere deut⸗ schen Kreditorganisationen haben sich besser bewährt als die irgend eines anderen Landes.(Zustimmung.) Dieses ruhige Funktio⸗ nieren hat nicht zum wenigsten dazu en, ganzen Volke das Vertrauen zu geben, das es der Anleihe gezeigt hat. Aber auch der zweite Appell an die Sparer und Kapi⸗ talisten muß befolgt werden. Wir haben das Werben ausgebaut auf Grund der ersten Erfahrungen. Wir haben für Aufklärung gesorgt. Es gilt, dem ganzen ke klar zu machen, daß dieser Krieg nicht bloß mit Blut und Eisen, sondern auch mit Brot und Geld geführt wird. Es gibt nicht bloß eine all⸗ gemeine Wehrpflicht, sondern auch eine allgemeine Sparpflicht und eine allgemeine Zahlpflicht. Ein Verschwender notwendiger Lebensmittel und ein Mammonsknecht, der sich nicht von seinen Ersparnissen trennt, ist um keinen Preis besser als ein Deser⸗ teur.(Zustimmung.) Unsere deutsche Landwirtschaft ist heute in der ganzen Welt nicht nur unübertroffen, sondern auch unerreicht. Der Ausbau unserer strie hat den weitaus größten Teil des Kapitalzuwachses au mmen. Es blieb für das Ausland nur ein relativ bescheidener Prozentsatz an Erspar⸗ nissen übrig. An Auslandsanlagen gemessen, sind wir ein armes Volk, aber danach unsern Wohlstand zu beurteilen, wäre geradezu, wie den Reichtum eines Mannes zu beurteilen nach seinem äußeren Aufwand. Oesterreichs Kriegsbedarf ist geringer, und die Türkei hat wieder gezeigt, mit welchem Mindestmaß an Geld ein Krieg werden kann. Soweit es ohne Geld nicht ging, hat Deutschland ausgeholfen.(Bravo.) Die Kriegskosten unserer Gegner sind bedeutend höher als unsere und die unserer Verbündeten und in letzter Zeit sind die Kriegskosten Englands gewaltig gestiegen. Sie betragen täglich 40 Millionen, und die amtkosten unserer Gegner be⸗ tragen über 120 Millionen. Aufgebracht sind diese Mittel durch Anleihen, durch Notenpresse und durch Steuern. Was England an Kriegssteuern ei„reicht aber nicht entfernt aus, um die Ausfälle zu decken. Wir glaubenzurzeit von Kriegs⸗ steuern absehen zukönnen, auch um, weil wir an der Hoffnung festhalten, die Rechnung für den Krieg unseren Gegnern präsentieren 11 können. N Das gste ist, daß der Plan einer gemeinschaft⸗ lichen Anleihe zwischen Rußland, und Frankreich an einem Widerstande Englands gescheitert ist. ir 95 5 rn gegen uß land Englands sinanzielle Rüstung beginnt einen schwachen Punkt zu zeigen, das ist der relativ niedri neten Wetterlé wird sich die Geschäftsordnungskommission be⸗ von England, der halb so hoch ist, wie unserer Reichsbank. (Hört, hört!) Der Goldbestand unserer Reichsbank ßerordentlich großes Verdienst] der Goldbestand der Bank hat sich in einem ungeahnten, nirgends erreichten Maße gehoben. 8 Seit Kriegsausbruch hat unser Goldbestand von rund 250 Millionen auf 2300 Millionen Mark zugenommen.(Beifall.) Wenn wir ein Heer, ein Volk, ein Blut sind, dann kann uns mit Gottes Hilse der Lohn nicht fehlen, dann werden wir durchhal⸗ ten und durchkämpfen bis zum vollen Siege, bis zum ehrenvollen Frieden und zum Siegespreise, der uns nach allen unsäglichen Opfern Ausgleich und Versöhnung bieten soll, dann wird das deutsche Volk vor dem Weltgericht bestehen und die Zukunft wird uns gehören.(Lebhafter Beifall.) Die Besprechung. g Abg. Haase(Soz.): W ist, alles zu tun, um das eigene Land zu verteidigen. Dies Bestreben wird nicht durchkreuzt, sondern befestigt durch offene Kritik. Unsere Brüder im Felde, die stündlich dem Tode ins Auge schauen, erfüllen mit fast über⸗ menschlicher Kraft ihre harte Pflicht in gleicher Weise wie alle anderen.(Sehr richtig.) Da darf die Regierung sich nicht der Auf⸗ gabe enthalten, dafür zu sorgen, daß der gleichen Pflicht auch die gleichen staatsbürgerlichen Rechte gegenüberstehen, vol le Gleich⸗ berechtigung auf allen Gebieten als Erfüllung eines unabweisbaren Anspruches. Für ein Klassenwahlrecht darf inner⸗ halb des Deutschen Reiches kein Platz sein. Die Zensur wird oft rigoros gehandhabt. Auch das Verbot von Zeitungen en kleinerer Verstöße ist verwerflich, der dadurch angerichtete S ist ungeheuer. Der Verteuerung der Lebensmittel muß Ein⸗ halt geboten werden, wer sie wucherisch verteuert, muß rücksichts⸗ los angefaßt werden und muß der allgemeinen Verachtung anheim⸗ fallen. Wir werden dazu beitragen, daß alle diese Aufgaben einer glücklichen Lösung entgegengeführt werden.(Beifall bei den So⸗ zialdemokraten.) Abg. Dr. Spahn(Zentr.): Namens der bürgerlichen Par⸗ teien, mit Ausnahme der Polen, habe ich zu erklären, daß wir einig sind darin, daß wir den Krieg nicht um des Krieges willen, sondern um des Friedens willen führen, und zwar eines Friedens, der mehr als bisher die deutsche Arbeit im Wett⸗ bewerb der Völker sichert und sie machtvoll sich entwickeln läßt und sie schützt gegen frevelhafte Angriffe.(Bravo!) Die Exreichu dieses Zieles mit allen Kräften anzustreben, ist das deutsche Volt entschlossen(Bravo!) „Abg. Dr. Seyda(Pole): Wir fordern, daß alle Ausnahme⸗ gesetze schon während des Krieges aufgehoben werden im Interesse der Gerechtigkeit und des Reiches selbst. 5 Staatssekretär Dr. Delbrück: Mir ist kein Reichsgesetz be⸗ kannt, das speziell die Rechte der deutsch⸗polnischen Nationalittt schmälert.(Zuruf: Sprachenparagraph.) Zweifellos werden die großen Ereignisse, die der Krieg gebracht hat, uns vor die Not⸗ wendigkeit stellen, zu prüfen, in wieweit unsere innere Politik einer Neuorientierung bedarf.(Hört, hört!) Während des Krieges ist das aber nicht angängig. Solange unsere Heere an den Grenzen kämp⸗ fen, sollte man über Differenzen nicht diskutieren Wir be⸗ nutzen den Kriegszustand nicht dazu, die verfassungsmäßigen Frei⸗ beiten des Volkes zu beseitigen, sie sind nur eingeschränkt, solange dieser vorübergehende Kriegszustand dauert. Was die Mili behörden unter dem Belagerungszustand Machtvollkommenheit des Reichskanzlers. Er kann mehrfach geschehen ist, und was auch der Abgeordnete Haase aner⸗ kannt hat, vermittelnd eingreifen. Nichts ist also unrichtiger, als wenn durch solche Worte, wie sie der dnete Haase gebraucht hat, im Ausland die Ansicht erweckt wird, bei uns herrsche ein von dem Abgeord⸗ neten Haase kann ich sagen, daß nach dem— dee Frage der der ganze Etat dem verstä e 3 ich. Rechnungssachen, vorlage. ß der Sitzung 5.35 Uhr. Am Bundes ratstis 5. ä 10. März. che: Delbrück, Dr. Helfferich Präsident Dr. Kämpff eröffnet die 3 Einige Rechnungssachen werden an den Rechmungsausschuß verwiesen, ebenso geht die Anleihedenkschrift 1914 und der Ent⸗ wurf des Reichs⸗Kontrollgesetzes an einen Ausschuß. Es folgt die erste Beratung des Gesetzentwurfes betreffend Ausgabe von Reichskassenscheinen und Reichs⸗ banknoten zu 10 Mark. Die Vorlage geht an den Budget⸗ schuß. Die erste Lesung des Ermüchti etzes zur Einführung eines Stickstoffhandelsmonopols passierte ebenfalls ohne Erörterung. Auf Antrag des Abg. Dr. Spahn wird die Vorlage einem Ausschuß von 21 Mitgliedern überwiesen.— Da⸗ mit ist die Tagesordnung erledigt. Nächste Sitzung Donnerstag, 18. März, 2 Uhr: Etat. Schluß 6 Uhr 7 Min. B TTT die Riesenkanone der Dardanellen. Der Angriff der vereinigten englischen und französischen Flotte auf die Dardanellen gibt C. Ferraro den Anlaß, in„Nuova Anthologia“ an die interessante Geschichte der berühmten„Kanone Dardanellen“ zu erinnern, die bei einem früheren Kampf um den Besitz dieses vielumstrittenen Gebietes eines ruf Rolle ge⸗ spielt hat. Als sich Mohammed II. im Jahre 1452 anschickte, Kon⸗ stantinopel zu erobern, ließ er sich durch den Ruf täuschen, den die tigkeit der Stadtmauern in aller Welt in Wirklichkeit agen sie halb in Trümmern und drohten einzustürzen Er richtete also sein Augenmerk darauf, sich Kanonen 1 verschaffen, die mit wenigen Schüssen die Bastionen der Hauptst 8 könnten. Ein ungarischer Gießer namens Orban, der im Solde der Ne⸗ gierung von Konstantinopel gestanden hatte, verließ die Sache der Griechen und bot dem Sultan seine Dienste an. Mohammed fragte den Fremden, ob es möglich wäre, eine Kanone zu gießen, mit der man die Mauern der Stadt zertrümmern könnte. Der Ungar antwortete:„Ich weiß, daß ich imstande bin, Kanonen jeden be⸗ liebigen Kalibers zu gießen und die Mauern von Konstantinopel und Babylon in Staub zu verwandeln; vermag* nicht des Dr. S Antrag Abg. We indessen enau vorherzusagen, wie weit der Schuß reicht.“ Der ö ahl ihm darauf den Guß der Kanone, indem er meinte, daß man die Schußweite später studieren könnte. Die von Orban ge⸗ gossene Kanone wurde in das neue Kastell geschafft, das Ma am Bosporus hatte bauen lassen, um die Durchfahrt der Schiffe zu verhindern und so der griechischen Hauptstadt die Zufuhr von Nahrungsmitteln abzuschneiden. Der Versuch, durch den die Reich⸗ weite des neuen Kriegswerkzeuges bestimmt werden sollte, wurde en das erste Schiff ausgeführt, das ohne anzuhalten vorüber⸗ ful„ein venezianisches Schiff, das von dem Kapitän Ricci befehligt wurde. Von dem N Geschoß getroffen, ging es in einem Augenblick vollständig aus den Fugen und ank. Aber der Er⸗ oberer war noch nicht zu sondern er wollte nun, daß eine Kanone von doppelter Größe wie die erste gegossen würde, die die sewaltigste bis dahin bekannt gewordene war. Das Riesengeschütz, s Steingeschosse schleuderte, hieß allgemein die„Riesenkanone der Dardanellen“. Es wurde vor das Tor der Mauer von Adria⸗ 3 und Mohammed ließ, wie die orientalischen Ge⸗ f e ben n der ee e 5e A een allen in der Nhe befunden Lene die 1 1285 „Auch als Liebesgabe im Felde begehrt!“ D r v 8 1 * Stun und erzielte unter den Sträflingen Spro Blitz, und die Stadt war in eine dichte Rauch⸗ die furchtbare Explosion wurde in ungeheurer ung gehört. Das Geschoß sauste etwa zwei Kilometer weit grub sich im Fall metertief in den Boden ein. Außer sich Gießer mit und dur Freude überhäufte der Sultan den ungarischen Reichtümern. Nachdem den Griechen der Krieg erklärt worden war, wurde diese Kanone unter großen Schwierigkeiten von Adrianopel gegen die Hauptstadt des Reiches geführt, aber sie gewährte doch nicht die Vorteile, die Mohammed erhofft hatte, weil etwa drei Stunden für ein einmaliges Abfeuern nötig waren, obwohl zur Bedienung des Geschützes 700 Mann erforderlich waren; so konnten in 24 Stunden nicht mehr als acht Schüsse abgegeben werden. Bei einem Schuß platzte das furchtbare Geschütz und tötete Orban, der das Feuer leitete. Neben dieser„Riesenkanone“ donnerten noch zwei andere, die zwar kleiner waren, aber doch Geschosse von 48 Kilogramm Gewicht schleuderten. Eine andere sehr große Ka⸗ none wurde gegen Justinian abgefeuert in einer Nacht, in der er unvermutet die am Goldenen Horn ankernden türkischen Schiffe angriff, und die Wirkung der Kugel war so groß, daß das ge⸗ troffene Schiff sofort mit 150 italienischen Seeleuten an Bord unterging. —— Dermischtes. 3 3 g. der Straftinge. Neben anderen Ge— fänanissen besitzt Madrid eines, das sich mit einem gewissen Recht des Rufes eines„Mustergefängnisses⸗ etireut. In diesem hatte sich vor einigen Jahren, wie im„Bollettino della Federazione della Stampa“ erzählt wird, eine Gruppe von Journalisten gebildet, die beimlich für die Insassen des Gefängnisses eine eigene Zeitung schrieben, druckten und verbreiteten. Die merkwürdige Zeitung nannte sich„Fuerza“; sie war in schönen Buchstaben geschrieben, auf Stein in zwei Farben gedruckt und hatte einen geschmackvollen Kovf, von einem Künstler gezeichnet, der sich unter dem Pfeudonym „Cäsar“ verbarg. Der Leiter des Blattes war ein berühmter inter⸗ nationaler Fälscher, der viele Sprachen kannte und Artikel in Spanisch, Französisch, Deutsch, Englisch und Italienisch abfassen konnte. Der Zeichner und die anderen Schrütleiter waren sämt⸗ lich Diebe, die die Zellen der zweiten Galerie bewohnten; man sprach daher von der„Galerte der Intellektuellen“. Die Zeitung besaß auch eine Geschä'tsstelle und„Aktionäre“, ja sie hatte sogar eine Abteilung für die Anzeigen aul der vierten Seite. Die An- zeigenseite war besonders interessant, denn durch sie ersuhr man, daß man im Gefängnis für wenige Pfennige eine Tasse Tee er“ halten konnte, daß es darin eine Reihe Industr een gab, die für die Lebeusbedüremisse der Insassen sorgten, daß es selbst an verschiedenen „Pfandleihhäusern“ nicht fehlte. Die Zeitung war sehr gut geleitet einen starken Erfolg Die zweite mmer von„Fuerza“ berichtet darüber in einem Jubelartitel unter dem Titel„Unser Erscheinen“. Die ehrenwerten Diebe be⸗ gnügten sich nicht mit Moralpredigten, sie erzeugten auch Literatur und trieben Philologie. Sie eröffneten Abstimmungen unter den Kollegen über die richtige Schreibweise eines Wortes, sie beschäf⸗ tigten sich mit„Gesundheitsmaßregeln“ in der Verwaltung des Gesängnisses, wobei sie die verschiedenen Belästigungen anfübrten, die sie in den Nächten erfuhren; sie machten Verse, denen immer die letzte Spalte der vorlezten Seite vorbehalten blieb. Sehr ver- schiedenen Inhalts waren die Wurtschaftsanzeigen. Die Gefangenen boten einander zu mäßigen Preisen Vantoffeln, Kaffee, alte Wäsche, Unterrichtsstunden, Firnisse, Streichhölzer ufw. an. Welche Um⸗ stände einem so verdienstlichen und gutgehenden Blatte schließlich doch die Fortdauer unmöglich gemacht haben, wird in der ita⸗ lienischen Fachzeitschrist leider verschwiegen. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Sottesdienft in der Synagoge(Süd⸗Anlage). Samstag. den 13. März 1915: Torab en) 6.00 Uhr. Die Zeitun Morgens 9.00 Uhr. Nachmittags: 3.30 Ute. Sabbatausgang: 7.10 Uhr. Israelitische Religionsgesellschast. 5. Gottesolenst. Sabbalfeiee am 13. März 1915: itag abend 5.55 Uhr. samstag vormittag 8.30 Uhr. Predigt. Samstag nachmittag 3.30 Uhr. Sabbabglusgan 7. 10 Uhr. Wochengott ust: Morgens 6.45, nachmittags 5.30 Uhr. wöchentl. Uebersicht der Todesfälle i. d. Stadt Gießen. 9. Woche. Vom 21. bis 27. Februar 1915. Einwohnerzahl: angenommen zu 32 9 0(intl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitszisser: 23,70%, Nach Abzug von 3 Ortsfremden 19,00. 5 Er- Kinder Es uf. g Es starben an a Zuf wachsene in 1 ens 2. 94k“ Masern 2— 1 1 Keuchhusten 2—— 1 Lungentuberkulose 3 1— 2 Lungenentzündung 40 1 10 2 Syphilis 100 10— 2 Herzlähmung 1 1—— Leberkrankheit 1 1—— Bösartiger Neubildung 10 10) 8 anderen Todesursachen TVT Summa: 15(3) 6 02 2(J)) 7 Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Meteorologische Beobachtungen der Stalson Gleßen. — 2 8 E 8 23 33 2 5 8 SS SS„„„en „„„„„ 85 3 88 8 8 80 22 0 10% 61,8 + 0,2 20 64 W 2 10 10 2 50,3— 0,9 3,8 0 8.W] 2 10 11. 2 48,3— 1,1 17 93 S88E 210 ö 93 0 8 ö ö 1 ö Höchste Temperatur am 9. bis 10. März 1915 ++ 0,3 0. Miedrigste„ ie.„ d 8. Niederschlag: 0, mn. 2—————— Nhelnischeg Zschlnenbad, EHfsfKfrste chat, . 1 5. echnikum Bingen e Cheuffeurkurse. — — Amtlicher Teil. Bekanntmachung für die noch nicht eingestellten Angehörigen des Beurlaubten⸗ standes(Reserve, Landwehr I. und II., Seewehr I. und II.), der Ersatzreserve, des unausgebildeten Landsturms der Jahr⸗ gänge 1885 bis 1895, somwie des ausgebildeten Landsturms. Es haben sich bei ihren Kontrollstellen(Kreis Gießen beim Hauptmeldeamt Gießen, Landgrafenstraße 6, Kreis Alsfeld und Lauterbach beim Meldeamt Alsfeld, Kreis Schotten bei der Be⸗ irkskompagnie Schotten) zu melden n 3 r Montag. ben 15. Marz 1915 sämtliche Angehörige des Beurlaubtenstandes; 5 7. Dienstag, den 10. März 19415, sämtliche Ersatzreservisten: Mittwoch, den 17. März 1915 sämtliche ausgebildete Landsturmpflichtige: a 5 Donnerstag, den 18. März 1915 die unausgebildeten Landsturmpflichtigen der Jahrgänge 1895 bis ein⸗ schließlich 1890; 5 a Freitag, den 19. März 1915 die unausgebildeten Land⸗ sturmpflichtigen der Jahrgänge 1889 bis einschließ⸗ lich 1885.. 1 Die Meldungen können mündlich oder schriftlich erfolgen, im letzteren Falle sind die Militärpapiere einzuschicken und zu ver⸗ merken, daß die Meldung auf Grund dieser Bekanntmachung erfolgt. Wer sich an den besohlenen Tagen nicht bei seiner Kontroll⸗ stelle meldet, wird nach den Kriegsgesetzen bestraft. K. Die vom Waffendienst zurückgestellten und für unabkömmlich anerkannten Mannschaften sind von der Meldung befreit. Gießen, den 6. März 1915. Großherzogliches Bezirks⸗Kommando: Naumann, Oberstleutnant und Bezirkskommandeur. Bekanntmachung. 12 Betr.: Zurückstellungsgesuche; öffentliche und freiwillige Hilfs⸗ tätigkeit. 55 Den eben Truppenkommandos im Felde gehen täglich eine Unzahl von Gesuchen zu, die mit der Begründung einer wirtschaft⸗ vom Kriegsdienst anstreben. Aus militärischen Gründen kann sol⸗ chen Gesuchen nur in sehr vereinzelten Fällen entsprochen werden. Abgesehen davon, daß die an das mobile Kommando direkt gerichteten Gesuche meist ihren Zweck verfehlen, sind sie e der vielfach übertriebenen Schilderung vorhandener wirtschaftli Notstände geeignet, falsche Vorstellungen über die durchaus geord⸗ neten Verhältnisse in der Heimat hervorzurufen und hiermit Un⸗ ruhe in die Feldarmee zu tragen.. Derartige Gesuche sind nicht an die mobilen Kommandos, son⸗ dern nur an das stellvertretende Generalkommando zu richten. Dieser einzuschlagende Weg hat für den Gesuchsteller den wesent⸗ lichen Vorteil, daß von hier aus durch Befragung der lokalen In⸗ stanzen jedes Gesuch auf seine Dringlichkeit sorgfältig geprüft und in wirklichen Notfällen eine Beurlaubung oder Versetzung zu einem Ersatztruppenteil bei dem mobilen Korps befürwortet werden kann. Ein wahrhaft dringliches Gesuch hat also nach dem Vorgesagten Korps gerichtetes 5! Notwendig ist auch, daß in Feldpostbriefen alle übertriebe⸗ nen Schilderungen angeblicher wirtschaftlicher Notstände in der Heimat permieden werden. Abgesehen von einzelnen Ausnahme⸗ fällen, die in jedem Kriege unvermeidlich sind, ist dank der glän⸗ zenden finanziellen Kriegsbereitschaft, der außergewöhnlichen Or⸗ ganisationsgabe des deutschen Volkes und nicht in letzter Linie bewundernswerten Anpassungsfähigkeit der Industrie unsere wirtschaftliche Lage im Vergleich mit der Wirtschaftslage der anderen kriegführenden Nationen eine ungewöhnlich günstige. Grund zu irgendwelcher Besorgnis ist daher nicht gegeben. Derart übertrie⸗ bene Schilderungen einzelner Notfälle, die meist auch verallgemei⸗ nert werden, sind aber geeignet, die draußen im Felde stehenden Leute zu beunruhigen und ihnen die zuversichtliche Ruhe und Sicher⸗ heit zu nehmen, die unbedingt zu einem standhaften Durchhalten notwendig ist. Gießen, den 4. März 1915.. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Usinger. An den Oberbürgermeister der Stadt Gießen und an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Auf obige Bekanntmachung weisen wir besonders hin und empfehlen Ihnen, sie in geeigneter Weise in den Gemeinden be⸗ kannt zu geben. i Scho 2 Böger 6 rin! ue 2⸗Zimmerwohng. Veh in fr. Lage, el. Licht u. Garten⸗ * anteil, per 1. April zu verm. Sud-Anlage 11 2252 Eruststraße 21. tungs artikels eines zeitgemäßen, gesetzl. geschützten, grotze Absatzmöglichteiten und bietet hoben Der Allein vertrieb besseren Kriegs- gesucht. 2274 Junger Hausbursche Neustadt 6. 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Gegen den unten beschrie⸗ 2¹³0 benen Wehrmann Josef Palm, geboren am 7. Jan. 1881 zu Köln⸗Meerbeim Kreis Köln, zuletzt wohnhaft in Brüninghausen bel Dort⸗ mund, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungsbaft we⸗ gen Fahnenflucht verhängt. Es wird ersucht, ihn zu verhaften und an den unter⸗ zeichneten Truppenteil oder an die nächste Militärbe⸗ börde zum Weitertransport bierher abzuliefern. J A. d. B. K. Engermann Hauptm. u. Bataillonsführer Beschreibung: Alter 34 Jahre. Statur schlank. Augen braun. Mund gewöhnlich. Gesicht bager. Gröte 1,75 m. Haare blond. Nase gewöhnlich. Bartz blond. Schnurrbart. Gesichtsfarbe blaß. Besond. Kennzeichen: nichts. Kleidung: Beim Ente weichen feldgraue Anisorm. 5 1 (4.5 Mtr. lang, 25 Am. ——— Licht- Spiel- Haus Vom 10. bis inkl. 12. März 1915: 1 lises Verlobung Das reizendste Filmlustspiel der Gegenwart. Der Pferdedieb Schauspiel von spannender Handlung. Der kleine Ehedoktor Amerikanische Komödie. In Schlangenge walt Grosses Schauspiel in 3 Akten. Sein Fehltritt erkannt Drama aus dem Leben. Der Liebhaber im Löwenkäfig Humoreske. Ein sehr begehrter Preis Eine Perle deutscher Filmburleske. 294a Lilitar ohne Charge zahlt werktags die Hälfte. — Union- Theater Seltersweg 81 Heute abend von 8 bis 11 Uhr: Grofes patriotisches Künstler-Konzert „ Asgefährt von einem Tel des diebener rcbeslers Aus dem reichhaltigen, zeitgemäßen Programm sei besonders erwähnt: Seine Hutter— Die Tigerlilie— Um fremdes Gluck— Naturaufnahmen und Humoresken vervollständigen den Spielplan. Trotz den enormen Unkosten kleine Preise. III. Plats 24 Pig. II. Platz 45 Pig. I. Platz 60 Pig. NB. Durch Anschaffung eines neuen Appa- rates(deutsches System) sind die Bilder voll- standig flimmerfrei, runigstehend. hell u. klar, DDD Holzversteigerungen der Gräfl. Oberförsterei Laubach. I. Dienstag, den 16. März, nach Zusammenkunft 10 Uhr auf der Schreinersmühle, aus Wintersberg 1,3: Buchen, Rm. 6,6 Scheit 2. Kl. 37,2 Prügel(abständig), 20 Stöcke 1. Kl. 6,5 Reiserprügel. Mushau 2: Buchen, Rm. 5 Scheit 2. Kl., 12.9 Prügel(abstandig), 3.7 Stöcke 1. Kl., 239 Reiserprügel; 4 Rm. Eschenscheit, 1 Rm. Eschen⸗ prügel. Baumkircherwald 1 5: Buchen, Rm.: 1 Stöcke 1. Kl. 28 Reiserprügel Eschen, Rm. 11 Scheit, 7,3 Prügel, 109 Reiserprügel. Schornberg 2, 3: Fichten: 7.6 Rm. Prügel. Peterswald 2 b, 5 b, 5e, 6: Buchen, Rm. 4 Prügel(abständig, 3 Stöcke 1. Kl. 13,2 Reiserprügel, 45 Rm. Eichenprügel(1,5 Mtr. lang), 3 Rm. Fichtenprügel Kiefern- u. Fichtenprügel, 9 Rm. Ses(Bohnenstangen. Mushau 1b und berseenerboffeld an der Kreisstraße oberhalb des 1 es: Eschen, Rm.: 120 Scheit 1. und 2. Kl., 52 Prügel, * 15 Reiserprügel 3 Eschenwerkscheit(1,6 Mtr. 1 5 Kren seenerbers 1 a, 3 b, 5 b:; Fichten, Rm. 5,6 Scheit 2. Kl., 10,4 Prügel 2. Kl., 49,3 Stöcke. Herru⸗ 19 85 Tränkbach 1. Altenbau 1 a, 1 b: Buchen, Rm. 166 Scheit 1. Kl., 31 Scheit 2. Kl., 16.7 Prügel 1. Kl., 0,5 Prügel 2. Kl., 25 Stöcke 1. Kl., 1,2 Astreiserprügel, 111 Zopfreiserprügel⸗ Birken, Rm.: 1.6 Scheit 1. Kl., 11 Scheit 2. Kl. Eichen, Rm. 4,5 Prügel. Fichten, Rm.: 5.5 Scheit 2. Kl., 39 Prügel 1. Kl., 2 Prügel 2. Kl. Eichelgarten 1 a, 3 a; Buchen, Nm. 0.6 Scheit 1 Kl. J Prügel 1. Kl. 1,3 Prügel 2. Kl. Bixten, Rm. 16 Prügel. —— Nm.: 10,6 Prügel 2. Kl., 88 Zopfreiser.(Latten). Kiefern, Rm: 1, Prügel 2 Kl. Erlen, Rm. 2 Prügel 2. Kl. 3 enberg. 2 Weidenau 1 b, 1 72 Wetterauer⸗ berg 5 uchen, Rm. 1,4 Scheit 1. Kl. 1 Prügel 1. Kl., 2 Prügel 2. Kt, 58 Stöcke 1. Kl., 99 Astreiserprügel. Eichen, Rm.: 2.2, Prügel. Kiefern, Rm. 1,2 Prügel. Lärchen, Nm. 3. Prügel. Fichten, Rm 7 Stammreiser (Latten, Bohnenstangen), 1 Zopfreiser(Latten). Eschen, Rm. 14,1 Rundscheit, 6,5 Scheit, 24.3 Prügel, 4.2 Astreiser⸗ vrügel. Wetterauerstrauch: Buchen, Rm. 5 Scheit 2. Kl., 3 Prügel 2. Kl, 3,2 Slöcke 1. Kl. 43,6 Astreiserprügel. „Fichten, Rm. 14 Prügel 2. Kl. Rm. 8,7 Prügel 2. Kl. Heinzeberg 5 u, Struth 2. Buchen, Rm. 2 Scheit 2. Kl., 14 Prügel 2. Kl., 11,5 Stöcke 1. Kl., 9,6 Ast⸗ reiservrügel. Fichten, Rm.: 3,1 Prügel 2. Kl. Blau unter⸗ strichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot. Kobl⸗ reiser und Leseholz flächenweise. II. Mittwoch, den 17. März, nach n 10 Ubr auf dem? ägerhaus) aus Seisenberg 2 u. Aue: Buchen, Rm.: 28, Scheit 2. Kl., 103,4 Stöcke 1. und 2 Kl., 5 Buchen und Elchen⸗Prügel. 7,9 Rm. Eichen⸗ u. Erlen⸗ Stöcke. 36 Rm. Eichen⸗Nutzprügel(2 Mtr. lang). Lang⸗ hecke 1, 3. Lingelbach 1: Buchen, Rm. 2.2 Scheit 2. Kl., 40.6 Prügel 8 33,1 Stöcke 1. Kl. Fichten, Rm. 61 Prügel, 4 Stb 0,6 Rm. Elsbeer⸗Rundschett. Schiffenberg 1, Roth 2: Eichen, Rm. 60 Prügel. 575 omasbügel 1, 3 a, 5: Buchen, Rm. 3,3 Scheit 2. Kl., Prügel(abständig), 33.6 Stöcke 1. Kl. Eschen, Nm. 95 Schelter, 20 Prügel, 5 Reiserprügel. An der Horloff beim Jägerbaus: Eschen, Rm. 7 Scheiter, 5,8 Prügel, 0,9 Resserprügel. Kirchberg 1, 2, 3, 1 a: Buchen, Rin. ' Scheit 2. Kl., 179, Prügel(abffändiah 93 Stammreiser (abständig, Schichtbaufen). Kirschbaum, Rm.: 5,2 Rund⸗ scheit(25 Mtr. lang. e 1a, 1 b: Buchen, Rm. 11 Stöcke 1. Kl. Eschen,? 10 Scheiter, 6 Prügel, 3. Reiserprügel. Betten: Buchen, Rm.: 4,3 Prügel, 5.5 Stöcke. Eichen, Rm. 19,7 Prügel. Wallenberg: Eschen, Rm.: 3 Rundscheit, 5 Prügel. Buchen, Rm.: B Prügel 2.* Eichen, Rm.: 2 Prügel. 1,6 Rm. Kirsch⸗ baum⸗ Scheit. 2 Rm. Lärchen⸗Nutzprügel 5 Mtr. lang!. Jorstwiese mit Scheppmalsdickung: 60 Rm. Buchen⸗ Stammreiserprügel, 15 Rm. Bohnenstangen. Dörnberg: 3 Rm. Buchen⸗Prügel 2. Kl., 22 Rm. adelprügel, 25 Rin. Eichen⸗Prügel. Birken: 31 Stlict Deichseln(Eiche 1.20 Istm. Kohlreiser und Leseholz flächenweise.(281 Eschen⸗ u. Pappelholzverkauf. 56 Eschenstämme mit 14 bis 58 Ztm. Durch⸗ messer(ohne Rinde gemessen) und 1,70 bis 8,40 Mtr. Länge mit zusammen 17,02 Fstm., sowie 1 Pappel⸗ stamm mit 52 Ztm. Durchmesser und 10 Mtr. Länge 2,12 Fstm. liegen an der Kreisstraße Rupperten⸗ rod—Ulrichstein bei Ober⸗Seibertenrod zum Verkauf. Schriftliche Angebote sind bis zum 19. d. Mts., vormittags 10 Uhr, bei dem Unterzeichneten ein⸗ zureichen. Holzverzeichnisse können auf Wunsch durch den Kreisstraßenmeister Schäfer in Ulrichstein abgegeben werden. Schotten, den 8. März 1915. Der Großh. Kreisbauinspektor. Banł für Handel und Industrie 62. ordentliche Generalversammlung. Wir beehren uns hiermit, unsere Aktionäre nach 58 24 bis 27 der Sat- ungen zu der 8 Mittwoch, den 7. April a. c., vormittags 11% Uhr, in unserem Geschättslokale zu Darmstadt stattflüdeuden zweiundsechzigsten ordentlichen General versammlung ein- zuladen. In derselben werden die in 5 30 der Satzungen unter Numuer I bis 4 genannten Gegenstände der Tavesorduung der regelmässigen beueralversammlungen verhandelt werden Die Hinterle ung der Aktien bezw. des ordnungs- mässigen Hinterlegungsscheines eines deutschen Notars, der Reichsbank oder der Bank des Berliner Kassenvereins in Gemässheit es 5 24 der atzungen hat-pätestens am 3. April a. c., wäurend der üblichen Geschäftsstunden 2u ersol-en, und zwar entweder bei den Niederlassungen unseres Instituts in Berlin, Darmstadt, Bamberg, Beuthen 0.-S., Biebrich a. Rh., Breslau, Cottbus, Düsseldorf. Forst i. L., Frankfurt a. M., Frankfurt a. O., Freiburg i. B., Fürth(Bayern), Giessen, Glatz. Gleiwitz, Görlitz. Greifswald, Guben, Habel- schwerdt, Halle a. S., Hamburg, Hannover, Hinden- burg, Jauer, Katfowitz, Krappitz, Kreuzburg. Landau(Pfalz), Lauban, Leipzig, Leobschütz, Ludwigshafen a. Rh., Mainz, Maunheim, München, Myslowitz, Neustadt(Haardt), Neustadt(0.-S.), Nürnberg, Offenbach a. M., Oppeln, Pforzheim, Prenzlan, Qusdliuburg, Ratibor, Rybuik, Senften- berg, Sorau(J.-L.), Spremberg, Stargard i. P., Stettin, Strassburg i. E., Wiesbaden, oder in Bremen bei der Deutschen Nationalbank, Kommandit-Gesellschaft a. Aktien, „„ Coblenz bei Herru Leopold Seligmann, „„Dortmund bei der Deutschen Nationalbank, Kommaudit-Gesellschaft a. Aktien, „„Dresden bei d Herren Albert Kuntze& Co., „„Essen a. Ruhr bei Herrn Simon Hirschland, „„Glogau bei Herrn H. M. Fllesbach's M., „„Grünberg i. Schl. bei Herrn H. M. Fllesbach's Ww., „„Heilbronn bei den Herren Rümelin& Co., bei der Ostbank für Handel und „ Königsberg i. P. Gewerbe, „„ München bei d. Herren Merck, Finck& Co., 5 55 bei Herrn H. Aufhäuser, „ en bei der Ostbank für Handel und Gewerbe, „„ Stuttgart bei der Württembergischen Ver- einsbank, bei d. Württembergischen Bank- anstalt vormals Pflaum& Co. Berlin und Darmstadt, den 8. März 1915. Bank für Handel und Industrie. v. Klitzing. v. Simson. Vergebung von Küchenbedürfnissen. Die Lieferung des Bedarfs der im Betriebe der unterzeichneten Verwaltung jür die Dauer des Krieges erforderlichen Lebensmittel soll in nachstehenden Losen vergeben werden: Los I Fleisch⸗ und Wurstwaren Los II Kolonialwaren Los III Gemüse Los IVM Kartoffeln 2 0 5 Los V Butter, Handkase, Limburgerkäse, Milch. Angebote sind verschlossen bis zum 19. März der Küchenverwaltung einzureichen. Die Eröffnung derselben findet am 20. März 1915, 10 Uhr vorm, im Untffz.⸗Ver⸗ sammlungszimmer der Kaserne J im Beisein der eiwa erschienenen Bieter statt. 28 Küchenverwaltung des Ersatz⸗Batls. Inf.⸗Regts. 116. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Wieseck für 1915 liegt vom 12. d. Mts. ab eine Woche lang während der Dienst⸗ stunden auf dem Bürgermeisterei⸗Bureau zu jedermanns Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftkich oder mündlich vorgebracht werden. Es wird darauf bingewiesen, daß die Erhebung einer Umlage beschlossen worden ist, wozu auch die Ausmärker beizu⸗ tragen haben. Wieseck, den 10. Märs 1915. roßb.. Wieseck. Schäfer. Prima seinste holländische Schellfische u. K abliau in tadellos frischester Ware soeben eingetroffen u. billigst bei August Wallenfels n Delikatessen und Weinhandlung 113 Telephon 202 Gießen Marktplatz 17. 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März 1915, nachm. 6 Uhr, an das Arbeitsam Darmstadt, Waldstraße 19, zu richten. Später eingehende J. V.: Frey. 22³8D Offerten werden nicht berücksichtigt. Muster werden nicht zurückgegeben. 2302 5 13. U. 15. Harz 0 Eisenacher Aulekterig des m Eisenach. 3333 Gewinne Zus. Hark 45000 .— Preisvorde linen- ur Bar ahne Abzug zahlbar lug mH. S Lofferiebank 1 Eisenach. Ferner in den durch Plakate Kenntischen Vefkaufssrellen. finden Ste in reieb- haltigster Auswahl, in mod. Formen noch ohne Preis- Aufschlag von Nenfrengen le binig bars Stuhler, Atlabkichur. 18. 2734 Hauspäne Mk. 3,00, trockenes, kleingemachtes Eichenbolz Mk. 3.50 per Karren frei Haus. Jul. Wellböser, Teleph. 743. 1.75 d 18 v. Alle Weiten vorrätig. J. Huomon& bie. Gesichts- ausschlag, — Miiefser, Flechten ver⸗ chwinden 1 sehr schnell. wenn man den Schaum von Zuckers Patent-Medi- zinal-Seife iin drei Stär⸗ e abds. eintrockn. aum erst morgens abwaschen u. mit Zuchooh- Creme 60 und 75 Pf.) nachstreichen. Groß⸗ artige Wirkung, v. 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