1 l Iweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Siegener Famislenblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwilrtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. r nee R 165. Jahrgang ießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen die Siegesbeute von Augustow. Berlin, 7. März(WTB) Aus dem Großen Haupt⸗ duartier wird uns über den Untergang der russischen zehnten Armee noch folgendes geschrieben: Am 21. Februar hatten die Reste der zehnten Armee im Augustower Forste die Waffen gestreckt, nachdem alle Versuche des russischen Armeeführers Generals Sievers, mit den ihm verbliebenen über den Bobr und nach Grodno enttommenen Armeeteilen die eingetesselten vier Divisionen herauszuhauen, unter schwersten Verlusten gescheitert waren. Der Wald von Augustow barg nun eine ungeheure Beute. Sie zu bergen war keine Kleinigkeit, da die deutsche Truppe auch in den auf die Kapitulation folgenden Tagen eine Anzahl russischer Angriffe abzuwehren hatte, die von frischen feindlichen Truppen aus der Festung Grodno heraus und über den Bobr hinweg geführt wurden. Trotzdem trafen schon vom 23. Februar ab die er erbeuteten Geschütze in Su⸗ walki und 1 ein, deren Zahl sich von Tag zu Tag ver⸗ mehrte, so daß hier große Parks von je achtzig bis hundert Ge⸗ schützen jeden Kalibers entstanden. Längere Zeit beanspruchte die Bergung der übrigen Beute. Da 11 70 ungeheure Mengen in dem Waldgebiete östlich von stow, bis hinauf nach Makakze. Auf der großen Straße nach Grodno zwischen Augustow und Lipszk waren allein et wa eben ah vollgefüllte russische Mu⸗ nitionswagen stehen geblieben. Auch der Weg über Czarny⸗ brod—Rudafka— Supotzkin zeigte auf Schritt und Tritt die Spuren des russischen Rückzuges. Nahe diesen beiden Straßen begegnet man im Forste überall flüchtig aufgeworfenen russischen Schützen⸗ gräben und Schützenlöchern sowie notdürftig errichteten Erdhütten oder Erdlöchern. Schier unermeßlich wurde die Beute in dem Grodno zugelegenen südöstlichen Teil des Augustower Forstes, wo die eingekesselten vier Divisionen die letzten Tage zugebracht und wo sie schließlich auch kapituliert haben. Bei dem Vorwerke Lju⸗ binowo zählte man allein hundert Kriegs fahrzeuge aller Art. Losgerissene Artillerie⸗ und Bagagepferde umf Dutzenden das Vorwerk, viele davon trugen noch i anzen Ge⸗ schirre, andere hatten sich dieser schon entledigt. Aehnliche Bilder waren bei den Dörfern Markowitz und Bogatyri zu beobachten. Bei Wolkusch betrug die Zahl der liegengebliebenen Munitionswagen und Fahrzeuge der Gefechtsbagage mehrere hundert. Ganze Stapel russischer Gewehre waren hier aufgeschichtet, daneben lagen sprechgerät und Geschirre in großer Zahl. Am größten aber war das Bild der Zerstörung in dem Waldgelände zwischen Gut Wolkusch und Vorwerk Mlyneck. Hier lagen ganze russische Bagage⸗ kolonnen, die vom deutschen Artilleriefeuer niedergemacht worden waren. Bei Vorwerk Mlyneck erlitt eine anscheinend im Ueber⸗ gang über den Wolkuschbach begriffene Munitionskolonne ein glei⸗ ches Schicksal. Die gefüllten 1 lagen hier teilweise unmgestürzt rechts und links des Weges beiderseits des Baches. 2 Fahrzeuge wurden von den durchgehenden Pferden bis ans Wasser gezogen und kippten hier um. In dem tiefen Mühlenschachte hingen zwei Pferde, die in ihrer 5 sineingesprungen und hinuntergestürzt waren. sie anscheinend die Brücke selbst versperrt vorgefun hatten. Bei Vartinicki und Staroshintzy findet man die Spuren des letzten russischen Widerstandes in Ge⸗ stalt von Schützengräben und Erdlöchern. Von hier aus machten die Russen die letzten Versuche, den eisernen deutschen Ring zu durch⸗ brechen. Auf der Wegstrecke zwischen Mlyneck und Bartinicki lagen hunderte schwerer russischer Granaten, die hier von den Kano⸗ nieren entweder fortgeworfen oder bei der lation liegen⸗ geblieben waren. Nussische Tages befehle. Von nicht unerheblichem Interesse ist eine Reihe russischer Be⸗ fehle, die in den Befehls- und Telegraphenbüchern der Bagagen der höheren Stäbe gefunden wurden. Wir geben den Wort⸗ laut von einigen dieser ehle hier wieder: Das Oberkommando der russischen— 5 Armee erläßt am 5. Dezember den solgen⸗ den Befehl:„ Oberbefehlshaber hat pünktliche Befolgung des Befehls der Sbersten Heeresleitung angeordnet, wonach beim An⸗ griff alle männlichen Landeseinwohner im arbeitsfähigen Mter vom zehnten Lebensjahre ab vor sich herzutreiben sind.“ . Befehl vom 5. Dezember: „Der Oberbefehlshaber der Nordwestfront teilt telegraphisch niit, daß bei i täglich Klagen der Landeseinwohner über Plün⸗ derung einlaufen. Es sollen dagegen die schärfsten Maßnahmen ergriffen werden. Es sind Fälle vorgekommen, daß feindliche Trup⸗ pen unsere Dörfer durchzogen und diese völlig unberührt ließen, während unsere eigenen Truppen diese Dörfer hinterher ausgeplün⸗ dert haben. Es ist sehr bedauerlich, daß solche Fälle in unserer Armee mmen.“ . Befehl vom 7. Februar: 5 „Der Höchstkommandierende hat befohlen, auf die sich häufen⸗ den Fälle des Fehlens jeder Verbindung längs der Front und bei ärmten zu 1 1 Dienstag, 9. März 1915 f Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts Buch- und Steindruckerei. 7 R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ straße 7. Geschͤftsstelle u. Verlag: Sol, Schrist leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichtem Anzeiger Gießen. den hintereinanderliegenden Truppenteilen hinzuweisen. In dieser Hinsicht ist die. soweit gegangen, daß letzthin zwei zum Angriff angesetzte Truppenteile statt gegen den Fein 2 einander selbst vorgegangen sind und sich im ergefecht Verluste zufügten, wobei sie erst auf Entfernung eines Bajonettangriffs halt machten.“ Befehl vom 9. Februar(Rückzugsbefehh: „Geschütze, die nicht mitgenommen werden können, sind zu ver⸗ graben, Verschlüsse und Aussätze sind herauszunehmen und wenn möglich in den nächsten See zu versenken. Die Geschosse find mit⸗ .— und wenn dies unausführbar, zu versenken.“(Nach Ge⸗ angenenaussage wurden in Ostpreußen schwere Geschütze vergraben und die betreffende Stelle mit einem Holzkreuz versehen, um ein Russengrab vorzutäuschen.) Der Chef der Gendarmerie des Kreises Suwalki ordnete an: „In letzter Zeit beginnen Briese unserer Kriegsgefan⸗ genen einzutreffen. Es ist aufgefallen, daß Briefschreiber, um ihre Briefe schneiler zum Ziele gelangen zu lassen, zu der List greifen, das Leben in der Gefangenschaft in günstigem Lichte er⸗ scheinen zu lassen. Die unintelligenten Empfänger dieser Briefe kön⸗ nen sich hierdurch eine verkehrte Vorstellung der wie bekannt sehr schweren Lebensbedingungen unserer in feindlicher Gefangenschaft befindlichen Soldaten machen und auf diese Weise eine verfüh⸗ verische Wirkung auf unsere Truppen ausüben. Die Verbreitung solcher der Wahrheit nicht entsprechenden Mitteilun⸗ gen bei den Truppen und Dienstpflichtigen erscheint unerwünscht.“ „Dieselbe Stelle erließ am 29. Januar 9 als ganz ge⸗ AT bezeichnete Weisung über die Behandlung deutscher riegsgefangener Offiziere:„Nach Mitteilungen, die dem Stab des Dünaburger Militärbezirks zugegangen sind, sind in letzter Zeit wieder Falle beobachtet worden, in denen Kriegs⸗ gefangenen, besonders Ofsizieren, zu weitgehende Aufmerksamkeiten und Vergünstigungen zuteil wurden. Der Oberkommandierende des Bezirks besiehlt daher die strengste 1 solgender Vorschriften: Kriegsgefangene Offiziere sind in Wagen dritter Klasse, aber getrennt von den Mannschaften, zu befördern. Sie dürfen ihre Bur⸗ — nicht bei sich behalten; diese sind velmehr mit den übrigen annschaften zu befördern. 2. Als Offiziersquartiere sind die gleichen Räume wie für Mannschaften auszusuchen, aber getrennt von diesen 3. Die Offiziere erhalten dasselbe Essen wie die Mann⸗ schaften. Besondere Vergünstigungen sind durchaus unstatthaft. Aus Oessen. Aus der Zweiten Kammer. rm. Darmstadt, 8. März. Die Großh. Regi hat der weiten Kammer einen Gesetzentwurf vorgelegt, wel⸗ er die Wertzuwachssteuer betrifft. Danach soll es den Ge⸗ meinden gestattet sein, an Stelle der jetzt aufgehobenen Wert⸗ zuwachssteuer bis auf weiteres die Sätze der Reichs wert⸗ zuwachssteuer zu erheben. 0 Den Erlaß eines Kriegsnotgesetzes, betr. die Verhinderung des Zusammenbruches des mit Hypotheken belasteten Hausbesitzes be⸗ treffend, hat der Abg. Eißnert der Zweiten Kammer vorgelegt. Danach soll die Regierung ersucht werden, den Bundesratsbevoll⸗ mächtigten zu W dahin zu wirken, daß der Bundesrat ein Gesetz schafft, in dem festgelegt wird, daß Banken und andere Hyvothekengläubiger den belasteten Hausbesitzern mindestens die Hälfte des durch den Krieg gehabten Mietausfalles an den Kapital⸗ zinsen nachlassen bis zum Höchstbetrag von 25 Proz. des Gesamt⸗ 3 In der ündung wird u. a. ausgeführt, daß durch chassung des vorgeschlagenen Gesetzes den betressenden Haus⸗ besitzern ein Teil des Ausfalles wieder ersetzt wird, so daß sie weiter leistungsfähig bleiben. Massenhafte Zusammenbrüche würden verhindert und dem Reich, den Einzelstaaten und den Gemeinden würde die Steuerkraft erhalten bleiben. Der Abg. Korell⸗Ingelheim hat einen Antrag an die Kammer eingereicht, in welchem die Regierung ersucht werden soll, beim Bundesrat alsbald eine angemessene Erhöhung des Ver⸗ pflegungssatzes für a e und zwar mit Wirkung vom 1. Februar ab. In der Begründung wird besonders auf die Notwendigkeit der Erhöhung dieses Sages für die Orte der Umgebung der größeren Städte hingewiesen. Die Er⸗ höhung soll rückwirkend erfolgen. Heute früh fand in den Räumen des Bureaus der Zweiten Kammer eine Feier statt. Kammerpräsident Köhler hatte die sämtlichen Beamten und Bediensteten zu sich gerufen, um den Abschied des seit über 35 Jahren in den Diensten der Kammer ehenden Dieners Christian Rebsohn, der mit Rücksicht auf ein Alter zurücktritt, feierlich zu begehen. In einer Ansprache wies Präsident auf die nahezu ein Menschenalter zurückliegende, mit Treue und Eifer vollzogene Dienstzeit hin und sagte dem Scheiden⸗ den unter Ueberreichung des ihm von der Großherzogin verliehenen Aus Briefen Scharnhorsts. Die erste Sammlung der Briefe Scharnhorsts erscheint zur rechten Zeit: mehr als je ist gerade jetzt das deutsche Volk gestimmt, sich die geniale Persönlichkeit des Mannes zu ver⸗ gegenwärtigen, der in rastloser Arbeit die Grundlage zum deut⸗ schen Volksheere und dessen Größe gelegt hat. Von den Briesen Scharnhorsts waren bisher nur verhältnismäßig wenige verössent⸗ licht, und so kann Karl Linnebach in seiner Ausgabe des Briefwechsels Scharnhorsts, deren ersten, die Priwatbriese umfas⸗ senden Band der Verlag von Georg Müller in München dem⸗ nächst erscheinen lassen wird, eine reiche Fülle noch unbe⸗ kannter Brie fe des großen Strategen zur Mitteilung bringen. Mit packender Anschaulichkeit tritt die markige, durch und durch originelle Heldengestalt Scharnhorsts in seinem Briefwechsel her⸗ vor. Es sind keine„literarischen“ Briefe. Scharnhorst war kein Meister der Sprache, wie etwa Gneisenau oder Clausewitz; seinen Briefen fehlt, wie der 1 bemerkt, alles Glänzende, Witzige und Unterhaltsame, die leichte Beweglichkeit, das Spiel der Bbantafte Sie eutschädigen uns aber dafür durch innere Ge⸗ diegenheit und edle Schlichtheit. Nur der einzig bekannte Brief aus seiner Bräutigamszeit hat etwas Literarisches an sich Er stammt aus dem Jahre 1784 und ist an seine damalige Braut Klara Schmalz gerichtet.„Ueber den Teister ist es rot und so wölkigt helle, als wollte es eine beständige gute Witterung werden— und so ungefähr ist mir diesen Abend meine Gesundheit, von der ich jetzt überhaupt zufrieden bin. Mein Leben ist jetzt ein ruhiger Traum eines schwachen, aber ruhigen und zufriedenen Genesenden, den seine Phantasie zwar nicht in muntere, frohe Oerter bringt, den sie aber in dunkelen Gegenden weidet und erauickt Man verg Gedanken führt Scharnhorst in dem Briefe des weiteren aus, um schließlich den Menschen von der Selbsiqual an die allgütig wir⸗ kende Natur zu weisen. Der 3 lyrische oder 1 1 Er⸗ güsse gehören in Scharnborsts riefen zu den größten Selten⸗ heiten; sie sind ein Zoll, den auch dieser starke Geist dem Zeit⸗ geschmacke entrichtet hat. Als Kind seiner Zeit wird er auch in dem Geiste humaner Aufklärung erkennbar, der z. B. in seinem Briese an den Obersten von Tempelhof in Berlin vom 27. Januar 1793 u spüren ist:„In 20 Jahren, hosse ich, werden die höheren Stände chon ildeter und billiger denrfen. Dagegen te ich es Pflicht, wo man kann, den höhern Ständen in schlechte Denkun J art, ihre Ungerechtigkeit vorzuhalten, und zu zeigen, da dies nicht mehr so in der Folge bestehen 2 eicht oft das menschliche Leben mit einer Pflanze, und der M Mensch hat auch in der Tat vieles mit der Pflanze ähnlich.“ Diesen] der M esellschaften] Uns ———— kann. Ich habe dieses freimütig getan; denn diese zum Teil argen Menschen verführen überdies noch die 1— und stehen der mensch⸗ lichen Glückseligteit dadurch auf manche Art im Weg.“ Die Zeit war nicht danach angetan, Scharnhorsts ideale Wünsche und te zur Wirtlichkeit werden zu lassen. Den tatfrohen Mann ergriff beim Anblicke des Zeitjammers mehr und mehr tiefer Mißmut. Als sein in Halle studierender Sohn Wilhelm im Jahre 1805 ihm gegenüber geäußert hatte, wenn alles„über und über ginge“, könne er sich nicht enthalten mitzufechten, da mußte ihm der Vater schreiben:„Dies macht Deinem Mute und Deinem Pa⸗ triotismus Ehre. Lerne aber, mein Sohn, diese Tugenden früh besiegen. Sie haben mir von jeher, und vorzüglich auch in diesem Augenblicke, mehr Kummer als irgend ein Laster gemacht. Uebri⸗ ens wünsche ich nicht, daß Du jemals als Soldat auftrittst; schwer⸗ ich würdest Du hier Befriedigung finden. Den Franzosen würdest Du nicht dienen, und die übrigen Armeen befinden sich größten⸗ teils in 14 Verhältnissen, daß auch bei ihnen in der Zukunft wenig Ehre zu ernten ist. Alter, Schwäche, Untätigkeit, Unwissen⸗ heit und Unmut auf der einen Seite, Tätigkeit und Entschlossen⸗ heit auf der anderen.“ Schon das nächste Jahr sollte Scharn⸗ horsts trübste Ahnungen bestätigen. Er erlebte den Zusammen⸗ bruch des preußischen Staates bei Jena⸗Auerstädt mit und er empfand als ein Glück, daß er die Ehre der 1 9 Waffen durch eine Teilnahme an Blüchers kühnem Rückzuge retten konnte. amals lernte er diesen Mann gründlich kennen und würdigen. vor dem er dann in der entscheidenden Stunde des Jahres 1813 bescheiden zurückgetreten ist. Nach den er seiner Tochter über Blücher:„Nie 0 5 nigere Freundschaft und Zutrauen stattge unden, als zwischen diesem braven mutvollen Mann und mir. Wir allein waren immer gutes uts, wenn die Not am höchsten war; nie war eine Differenz 8 einung zwischen uns, nie verschiedene Gefühle; wir waren eine Seele, ein Gedanke, ein Entschluß. Die Tage, die ich bei ihm gewesen, waren mühsam und satiguant für mich aber mir merk⸗ würdig, 10 lange ich leben werde.“ 1 a Es folgte die Zeit seines großen Reorganisationswerkes, die der schmachvs Neider e seines Herzens schüttete er einmal im März 1812 in einer Aufzeichnung„an Freunde“(vielleicht Gneisenau und Boyen) aus:„Mit wehmütigem Herzen nähere ich mich Ihnen, um mit Ihnen zu trauern über das Schicksal der deutschen Völker. Nichts hält jet den großen Gang der Weltbegebenheilen auf. nsere Regensen kennen keine Ruhmbegierde; sie wurden von Schulmeistern und Stocktorporalen gebildet; unsere Großen kennen keine Rittersitte, wollen bloß die Welt genießen. Die Gefühle eine größere und in⸗ Tagen von Lübeck schrieb] 3 lastenden Fremdherrschaft. Die ganze mich Silbernen Kreuzes des Verdienstordens Philipps des Großmütigen 0 herzlichen Dank mit dem Wunsche, daß der Fünfundsiebzigjährige es noch recht lange tragen möge. ——8—8—— Aus Stadt und Land. Gießen, 8. März 1915. * Kriegssammlung im Museum. Im hiesigen Museum am Brandplatz soll zur Erinnerung an die Kriegszeit und zum Gedächtnis für spätere Generationen eine Sammlung aller den Krieg betreffenden Gegen⸗ stände veranstaltek werden. Vor allem werden Photo⸗ graphien von ausziehenden Truppen und Gefangenen, ferner N Aufnahmen aus dem Felde usw. gesucht. wird von der Museumsleitung gebeten, diese Bemühungen zu unterstützen und Kopien derartiger Auf⸗ nahmen, event. gegen Entgelt, dem Assistenten Mu- seums Cand. phil. Meyer, West⸗Anlage 6, zu über⸗ mitteln. 13 Warnung.„Taschensilter“ oder„Feldfilter“ werden häufig als geeignete Gegenstände zum Nachsenden an Heeres angehörige im Felde angepriesen. Mit ihrer Hilie kann sich angeblich jeder Soldat sein Trinkwasser frei von Krankheitserregern und sonstigen schädlichen Stoffen machen. Vor dem Ankauf solcher 1 Hilter muß jedo gewarnt werden, denn sie leisten nicht das, wan an ihnen gerühmt wird. Die Kle nfilter vermögen zwar trüben Wasser zu klären, sie sind aber nicht imstande, krankmachende Bakterien oder Stoffe, wie sie häufig im verschmutzten Wassen sich vorfinden, mit Sicherheit abzufangen. Ein Taschenfilter kann 1 die Gesahrlichkeit unreinen Trinkwassers höchstens etwas vers mindern, sie aber nicht beseitigen. Ja, ein nicht peinlich sauber gehaltenes Taschenfüter ist sogar imstande, das Tri kwasser 5 zu verschlechtern, weil in ihm Krankheitserreger weiterwuchern, sich vermehren und das durchfließende Wasser infizieren können. Taschen⸗ fülter wiegen somit ihre Vesitzer in eine salsche Sicherheit und ver⸗ siioren sie zur Leichtserttikeit beim Wassertrinken. Abgekochte 5 Wasser(Kaffee, Tee) ist solchem, das durch Tascheufilter gegangen ist, unbedingt vorzuziehen. 1 Landkreis Gießen. 2 m. Ruttershau en, 7. März. Gestern wurde unsere Gemeindejagd zum zweiten Male verpachtet, nachdem die erste Verpachtun, bei der Krämer und Genossen hier mit 320 Mk. Vochsibtetende waren, vom Gemeinderat nicht genehmigt worden war. Meinbietender wurde diesmal Rechtsanwalt Jung⸗ Gießen mit 230 Mt Der seitherige Pachtpreis veirug 480 Mk. 5 Beuern, 9. Mä z. Am Samstag Abend unternahm die hiesige Jungmannschaft eine Nachtübung, wobei in der Nähe von Londorf„Abkochen“ stattsand. Sie rückte dann nach zirka 18 Kilometer Marsch gegen Sonntag früh frohen Muts wieder ein. 2 Albach, 9. März. Der Turnverein veranstal⸗ tete kürzlich im Lauerschen Saale einen Vaterländi⸗ schenabend. Der Vorsitzende Lehrer Groh begrüßte die Anwesenden und hieß sie herzlich willkommen. Dann er⸗ öffnete er die Feier mit einem Vortrag über den 5 1 machung, zu dem Tage, wo die ersten Siegesglocken durchs Land ertönten und zu den herrlichen Siegesnachrichten aus Masuren. Auch erinnerte er an die Tapferen, welche fern den Heimat in Afrika und China für des Vaterlandes Ruhm und Ehre gekämpft und geblutet haben Turnerische Auffüh⸗ rungen, vaterländische Gedichte und Lieder verschönten die Feier und hielten die Anwesenden lange beieinander. Auch das Theaterstück„Des Kriegers Heimkehr“ fand großen Bei! fall. Zuletzt dankte 2 Lehrer Groh den jungen Vereins⸗ mitgliedern für ihre Opferwilligkeit und ermahnte sie, in 0 diesem Geiste weiter zu arbeiten, damit sie einst, wenn das Vaterland auch sie rufe, treulich ihre Pflicht erfüllen könnten. Auch vergaß man nicht bei der Feier der Vereinsmitglieder zu gedenken, die draußen in N treulich die Wacht halten für die Lieben in der Heimat, besonders der vier G e⸗ zum Vaterland schon mit dem Tode Kreis Schotten. 5 . Herchenhain, 7. Nirz. Am 20. Februar fiel in den Kämpfen vor Verdun Reservist Otto Appel. Schon am 15. Sep tember v. J. fiel ein Bruder von ihm bet einem Sturmangrisse in Nordfrankreich, und am 26. Oktober wurde sein Schwager in Kamose gegen die Engländer in Wesiflandern tödlich getroffen. und der Geist der höheren Stände bezeichnen eher den Sklaven, 8 7. 7— 8 3 aber, aller Unmut waren vergessen, als lich, nicht zum ingen Teile dank seiner unausgesetzten Wirksamkeit, die. 7 3 erlösenden Tat schlug. Unter ungezählten Widrigkeiten schuf er Preußens neues Heer. Am 19. März 1813 schildert er selbst in einem Briefe an seine Tochter mit kurzen, markigen Worten eine Wirksamkeit:„Ich habe mit unbeschreiblicher Anstrengung r König und Vaterland gearbeitet, ich habe mein vornehmstes Augenmerk auf die Belebung des Geistes gewandt, und durch die Herbeiziehung und Enthusiasmierung der jungen Männer meinen Zweck erhalten und so das Interesse aller Familien an den Krieg 5 gekettet. Alles ist im Fortschreiten, nun gehe ich gegen den 2* ich 1 die Gelegenheit, auf die Operationen einen ent⸗ scheidenden Einfluß zu haben, die unzähligen Schwierigkeiten des Fortganges dersel zum Teil 1 heben, wenigstens viel Gutes u stiften. Die Hemmungen, auf die er bei der Erfüllung dieser ufgabe stieß, waren freilich schier unermeßlich.„Ich ärgere mich unaufhörlich— so schrieb er der Tochter am 2. April— über die Unwissenheit und Schlechtigkeit, werde aber dagegen durch den guten Geist, der im all nen herrscht, wieder erguickt.“ Trafen ihn schon die vielen Fehler, die von seiten der Verbün⸗ deten gemacht wurden, als schere Schläge, so verzehrte sich dieser Feuergeist dann vollends, als er verwundet, ohnmächtig auf dem Krankenbette lag und den Dingen untätig zuschauen mußte, die er, wie er fühlte hätte meistern können. Damals schrieb er aus naim am 21. Mai 1813 an seine Tochter jenen Brief, der wohl den tiefsten Einblick in die Tragik dieses Helden lebens eröffnet.„Ich will nichts von der ganzen Welt; was mir wert ist, gibt sie mir ohnehin nicht. Mir ist eine Stelle, wenn ich bergestellt bin, bestimmt. Eine sonderbare. Mir ist das aber gleich⸗ giltig. Könnte ich das Ganze kommandieren, so wäre mir daran viel gelegen, ich halte nrich in aller Vergleichung ganz dazu fähig. Da ich das aber nicht kann, so ist mir alles gleich. An Di⸗ stinktionen ist mir nichts gelegen; da ich die nicht erhalte, welche ich verdiene, so ist mir jede andere eine Beleidigung und ich würde verachten, wenn ich anderes dächte. Alle 7 Orden und mein Leben * fallenen, die die Liebe besiegelt haben. 1 4 4 2 1 8 gäbe ich für das Kommando eines Tages. Daß N was ich hier schreibe, ganz meinem Wesen zuwider, daß ich nichts verlange, nie mich unzufrieden dußerte und jetzt so n ee Dir schreibe, wird Dich befremden. Es ist aber dies kein ef, sondern eine eigentliche Nachricht für Dich, wie Dein Vater dachte, wenn ich einst nicht mehr da sei 75 Wenige Wochen pater war Scharnbortt— 11 N 5 Bei den gleichen Kämpsen wurde ein anderer Bruder dort ver- wundet. vpel ist das sechsle Opfer des Krieges aus unserer etwa 350 Seelen zählenden Gemeinde. Kreis Friedberg. 3 Friedberg, 9. März. Donnerstag, den 4. März, veranstaltete der Bolksbildungsverein seinen letzten Fre in diesem Winter. Herr Hofschauspieler Schilling aus Karlsruhe erfreute durch den Vortrag einer Reihe vaterländischer Dichtungen, die alle auf den gegenwärtigen Krieg abgestimmt waren. Die meisten vor⸗ Serg M.“(In drei Stärken 4 50 Pf, Y * 5 4 7 otbeke, bei Aug. 5 5 5 7 25 babe Imüeinger sfluseums 45000 2b 5000 elesenen Gedichte verdanken auch diesem Krieg ihre Ent- —.— Die getroffene Auswahl war sehr gut und bot ein abwechselungsreiches und vielseitiges Bild von all den Stimmungen und Gefühlen, die uns in dieser Zeit bewegen. Butzbach, 9. März. Sonntag, den 7. März, sand eine Besichtigung der Jungmannschaften aus Butzbach und Umgebung durch Herrn Generalmajor Frhrn. v. Heyl⸗Darmstadt statt. Die Abteilungen traten um ½3 Uhr in drei Kompagniefronten im Lustgarten unter Kommando des Herrn Buchdruckereibesitzers Schneider an. Punkt 3 Uhr traf General Frhr. v. Heyl, begleitet von Regierungsrat Herberg⸗Friedberg und Med.-Rat Vogt⸗ Butzbach am Platze ein. Nach Begrüßung der Führer und Abschreitung der 2. gingen die einzelnen Kompagnien zur Vorführung des Besichtigungsprogramms über. Hierauf marschierte die Abteilung zu einer Gefechtsübung nach dem Seewasen. Dieselbe fand gegen markierten Gegner statt. — Der Besichtigenor lu sich über die en sehr anerkennend aus, auch die rer ernteten Dank für ihre Mühe. Kleine Cageschronit. Der„Berl. Lokal- Anz.“ meldet aus bern: Der Kassierer des Bankiers Gunab 4— in Paris, Gaillet, ist verhaftet worden, weil er zum Nachteil seines Arbeitgebers 100 000 Frances unterschlagen hat. Der„Berl.. meldet aus Me we(Westpreußen)t In der Nahe des Weichselusers stürzte eine Bergwand ab und verschüttet' ein an der Bergwand stehendes Wohnhaus. Eine Frau und oter Kinder sind tot. Märkte. Gießen, 9. März. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Wund 1,10— 1,20 Mk.: Hüyner⸗ eier 1 Stück 10—11 Pfa., 2 Stick 00 Pig. Enteneier 1 St. 0 Pi; 2 St. 00 Pig.: Gänseeler 1 St. 0-0 Pfa., 2 St. 00 Pfg.: Käse das Stück 7—8 Pfg., Käsemalte 2 Stück 6—0 Pig. Tauben das Paar 1,—1,40 Mt., Hühner das Stück 1.00„50 Mt., Hahnen das Stück 100 2,50 Me., Enten das Stück 2,50— 3,0% Mk., Gänse das Pid. 7080 Pin: Weljche 4—5 Mk.; Ochsenfleisch da bid. v0— 98 B.., Rindfleisch das Pfund 90— 94 Pn, Kuhfleisch 68—90 Pig., Schweine; fleisch das biund 10% 116 Jig, Kalbfleisch das Bid. 76 80 Pfg., Hammelsfleisch das Pfund 80—96 ig.: Kartoffeln 100 Kilo 9—10 Pt., Weißkraut das Stück 15—25 Pig. Zwiebeln der Zte 12,0— 15,00 Pt.: Pitlch das Liter 22 Pig. Aepfel der Zentner 15—20 Mk.; Birnen das bind 12—15 big., Müsse 100 Stuck 40— 0 Pig.— Marktzeit von 8 bis 2 Uhr. e „Königin“ Marke gesetzl. Schutz Meine Theophil Zieglers Königin ist die ertragreichste Frühkartoffel der Welt. Ich zählte in vergangenen Jah- 80, sogar Stück an einem Stock. IS. vollständig, krank- heitsfrei v. kräusel- krankhostsfreien Feldern geerntet, ein Edelstein für jeden Landwirt und Gartenbes tzer. Jauat solange Vor- rat reicht. Versand b. frost freiem Wet⸗ ter. Bestellt früh. in diesem Jahr ypraus- sichtlich bald aus- verkauft. 1 Zentner Mk. 17.50, ½ Zentner Mk. 9.28, 20 Pd. Mk. 5, 10 Pfd. Mk. 8. Tele ramm- Adresse; Zuchtgut Erfurt. „Ich war am Leibe mit einer Flechte behaftet. welche mich durch das ewige Zucken Tag und Nach! veinigte. In 14 Tagen bat Zuchker'e Patent-Medl- zinal-Seite bas Uebel be 1 4 13000 Diese Seife ist nicht 81 Fichtenstämme 5. Kl. a. mit 45,07 e ndern ie) N. were Los I. 5. Kl. b. aus Abt. I, 2, 3, 5, 8, 13, 18, 27: „ M. 1.— u. M. 1.30. Dazu Zuchkooh- Creme 0 und 75 Pf.. In der Uui⸗ ersitäts-Apotbeke, ei oll. ibel, W. Kilbinger, Schaaf, C. Karn, Exu oll u. W. Schrader, Otto een F Drog. Los II. 5. Kl. b. aus Abt. 8: mit 40,86 Fstm. 110 Ziehung 13. u. 15. Lars Eisenacher Zusammenrech nung stattfindet. * stattsindet. 5 233 Hewinne Z fla kanntgegeben. Annerod, den 5. März 1915. Horn. E 2 Holzsubmission. Nachverzeichnetes Holz aus verschjedenen Di⸗⸗ strikten in den Waldungen der Gemeinde Annerod soll im Submissionswege verkauft werden. 11 Fichtenstämme 2. und 3. Kl. mit 15,62 Fstm., 21 Fichtenstämme 4. Kl. mit 17,91 Fstm, 126 Fichten stämme mit 31,06 Fstm. 155 Fichtenstämme Los III. 5. Kl. b. aus Abt. 7, 9, 11, 13, 14, 16, 22: 139 Fichtenstämme mit 30,47 Fstm., ichtenderbstangen. 7—11 Zim. Durch⸗ messer, mit 9,68 Fstm. Die Gebote sind pro Festmeter anzugeben und nach Klassen und Losen getrennt zu halten, da keine Die Offerten sind verschlossen mit passender Aufschrift bis zum 10. März d. M. mistags 2½ Uhr bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo in Gegenwart der erschienenen Bieter die Eröffnung Auskunft erteilt Forstwart Schäfer. Kaufsbedingungen werden vor der Eröffnung be⸗ Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. in den Distrilten Gellacker und Buchberg, verzeichnetes Holz versteigert werden: 4 Eschen⸗Derbstangen mit 0,16 Fstm. 257 Fichten⸗Derbstangen mit 14,29 Fstm. 145 Fichten Reisstangen mit 3,28 Fsim. 226 Rm. Buchen-Scheiter 4 Rm. Eichen⸗Scheiter 172 Rm. Buchen-Knüppel 64 Rm. Eichen Knüppel 12 Rm. Kiefern⸗Knüppel 82 Rin Buchen Stock 10 Rm. Eichen⸗Stock 14 Rm. Fichten ⸗Stock 586 Wellen Buchen⸗Reiser 550 Wellen Eichen Reiser 1000 Wellen Fichten-Reiser. Fstm. Traiser Weg. Großen⸗Buseck, am 6. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Die Schwalb. Holzversteigerung. Donnerstag, den 11. 1. Mtse., vormittags von 9 Uhr an, soll im hiesigen Gemeindewald, nach⸗ Der Anfang ist im Distrikt Gellacker am 2213 3320000 Nachverzeichnetes Holz, Ferney in den durch plakate kanmrlichen Vefcauf ss rollen. messer mit 6,67 Fstm. N 18 Stück Fichtenstämme ba. Kl., 20—24 Ztm. Dur Azetylen- Lampen messer mit 9,65 Fstm. 8* — We 61 Stück Fichtenstämme 5b. Kl., 12—19 gtm. Durch⸗ . messer mit 15,12 Fstm. 0 N 24 Stück Fichten⸗Derbstangen 1. Kl. mit 2,93 Fstm. ee Angebote sind bis zum 13. März, nach⸗ Eisenwaren Haus⸗ und Küchengeräte Handlung. Kon fir manden- Holzsubmission. aus Distrikten in den Waldungen der Gemeinde Mainz⸗ lar, soll im Submissionswege vergeben werden: 28 Stück Eichenstämme 3. Kl., 40—49 Zim. Durch⸗ Ber ohne Abzug zahlbar] messer mit 19,64 Fstm. betvalzte 14 Stück Eichenstämme 4. Kl., 30—39 Ztm. Durch⸗ IDs u IHK a 1 2 2 5,46 555. 4 5 dureh rü ichenstämme 5. Kl., 25—29 Ztm. Durch⸗ Lofteriebanlc G. m. b. Hl. messer mit 2,84 Fsim. 3¹ 0 Eisenach. s ei Eichen Derbstangen 1. Kl. 0,24 Ffm 6 Stück Fichtenstämme 4. Kl., 25—29 Zim. Durch⸗ mittags 3 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei, nach Sortiment und Klassen getrennt, einzureichen, wo alsdann die Eröffnung stattfindet. daselbst die Bedingungen eingesehen werden. Das Dr. Carl Klein 21711* Spexialarzt für Hautkrankheiten:: 18 höntgen Institut 14 3⁴⁰ halt wieder Sprechstunden 34 1 von 9-12 Uhr vormittags verschiedenen und 3—5 Uhr nachmittags: Mittwochs und Sonntags nur vormittag: 10 Neu eingetroffen: als/ und 1 Sehr billige Vreise. fund-Pakete. Amtliche Bekanntmachungen Stadt Gießen. öffentlichen Kenninis. Gießen, den E März 1918. Der Oberbürgermeister. 12 Auch können eit Feldpost⸗Flaschen aus Glas in bruchsicheren Holzhülsen Wiederverkäufer Rabatt; Porzellanhaus Löwer& Bechstein Neustadt 24 22 Telephon 484 der Nachstehende Bekanntmachung bringe ich hlermit zur 2280 Schirme Holz wird auf Verlangen von Forstwart Zecher⸗ Beschla nahme. Staufenberg vorgezeigt. Betr.: Beschlagngbme der Wolle. grosse 2 Mainzlar, den 6. März 1915. 0 8 den 5— 1 5 ede Neber 3 1 nninis gebracht mit dem Bemerken, daß sede Ueber e N Großh. Bürgermeisterei Mainzlar. tretung, Io wie jedes Anreizen zur Uebertretung der er⸗ Neubeslehen Vogel. 2122 lassenen Vorschrist bestrast wird. 5 oh f 1 4. A 87. 4 alleur e. 1 viel o asselbe bel den Schashaltern, an sonstigen asSeTAGLC te H ft Stellen, oder noch auf den Schasen befindet, sowie bas olzver teigern lig. Wollgesälle bel den deutschen Gerberesen wird von heute Weste 6 Donnerstag, den 11. März l. Je., vor⸗ ab für die Zwecke der Heeresverwallung in pollem Um ⸗ für unsere Krieger. J kid 8 Lanes. 0 l Junge Leghübner, alle Gerate, Geflügel- rassen, Bruteier. Ställe. Fuller. Kata- 4 8 log frei. Geflügel. park in Auerbachz 18 Hess.) (Gh) Austen u. Heiserkeit verschwinden bald nach 52 brauch von Dr. uf leb's Hustentrenfen, 450 L.. Centra-Drogerie Lin Kuarn. 4 challnlaten⸗- Abonnement! ortet Sprechmaschlnen- besitzer! Uabegreuzte Abwechalg. Fortwähr Umtausch lla. Each: 5 . 2 2 Berlin 54 den mittags von 10% Uhr an, soll im Wald der Gemeinde Mainzlar, Distrikt Kohl, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 22 Rm. Eichen-Nußzscheiter 68 Rm. Buchen Scheiter 75 Rm. Eichen ⸗Scheiter 88 Rm. Buchen-, Eichen-, Kiefern- und Fichten⸗ Knüppel 3155 Wellen Buchen-, Eichen⸗ und Fichten⸗Reiser 33,8 Rm. Buchen⸗ und Eichen ⸗Stöcke. Die Zusammenkunft und der Anfang ist am Waldeingang an der Kreisstraße Mainzlar— Treis an der Lumda. Mainzlar, den 6. März 1915. Großherzogliche Bürgermeisterei. Vogel. 2121 Uraustlekak- Marmorneigstüchkak zu Bau-, Dünger- und chem. 7 wecken stets frisch ab Werk Bleber zu haben. Dungsackkalk stets vorrätig nuf Lager Frankfurter Strube 50. Lakal-adastrie broben-Linden— beben Inh.: C. Haas r. 19/2 Abt. Werk Bieber. P r— ange beschlagnahmt und der Weiterverkauf verboten. Desgleichen i verboten jedes andere Rechtsgeschaft, welches eine Veräußerung des Wollgefälles zur Folge bal. Verboten ist außerdem das Scheren der Schase zu einer früheren als der in anderen Jahren üblichen Zeit. Die Wolle hat an dem Orte zu verbleiben, wo slie sich im Augenblick dieser Beschlagnahme-Venfllaung befindet. Soweit sich die Wolle am Tage der Bekanntmachung bereits in den Betrieben und eigenen oder 1 Lagerräumen von Fabrikanten, die Heereslleserungen auszuführen haben, besindes, ist die Wetterverarbeitung gestattet, sosern die Wolle nachweislich zu Heereslieser⸗ ungen verarbeitet wird. Vorschristen über die Verwendung der beschlag⸗ nabmten Wollbestände erfolgen in kurzer Zeit durch das Königllch Preußische Kriegsminksterium und werden öffentlich bekannt gemacht. Frankfurt a. M., den W. Februar 1915. Stellvertretendes Generalkommando 18. Armeekorps. e d (Jorstwartel Gießen J. Jorstwart Brück ⸗Rödgen.) tontag, den 15. rs, 1915, vorm. 57 Uhr beginnend, sperden in den Waldungen der Stadt Gießen iu den Distrikten Heingesboden, Neubege, Venusber Kalter, Abeane Wi 18 in 1, Kl 25 30. 30 f. versteigerk: 100 Jichten⸗Derbstangen mit Istm. 1003 ate deen mit An 1700 Fichten⸗Bohnenstangen mit 1.57 Füem. m. Birken⸗Knüppelhol m, Kiefern-Knfüupelb gellen Buchen⸗Reisig ellen Kiefern ⸗Reisig ellen Fichten Reisig in. Klesern⸗Stockholz als. 9 60 10,0 Ri. Jlchten⸗ 400 auf der Grünberger eg ie Zusammenkunst am Bahnwärterhaus. Für die Beschaffung von Sanitätsbunden sind bei dem Sberbürgermeister weiter eingegangen von: Bürgermeistereisetrefar Kolb 5 Mt, Dr. Faper 5 Mk., Kreisgeometer Knapp 3 Mk., Julius Nattmann sen 5 Mk., rau Marse Suchan, gerofdorf 3 Mk., Fräulein Martha Kreuder, Gießen 1,40 Mk., Frau Emilie Müller, Scholten 10 Mk., Frau Pfarrer Sauer 10 Mk., Hermann Heß 20 Mk., N. N. 30 Mk., Wilhelm Maurer 5 Mk., Rentner Th. Daubach 20 Mk. Professox Dr. Rosenberg 10 Mk. Direktor Stolle 5 Mk., Prosessor Dr. Krüger 5 Mk., K. V. 20 Mk., Hebrüder Zullmann 10 Wik, Frau Winn 20 Mk. Frau Anna Wallbott, Garbenteich 2 Mt., Jeldwebelleutnant im Gefangenenlager Herget h Mk., Untertertig des Real⸗ 8 23 Mk., Willy Grünstein 3 Wik., W.. 10 Mk., Oberstleutnant Naumann 20 Mk., Heinrich Emmelius 30 ik. August Schwan 20 Mk., Pfarrex i. P. Scriba 20 Mk., Dr. Scriba 20 Pik., H. G. 5 Wik., B. Hahn 5 Uk. Dr. H. 20 Mk., Frau Kommerzienrat Klingspor 20 Mk., rl. Lina Möser 30 Mk. Stadiverordneter Löber 20 Mk., 4 Grünewald 30 Mt., 8 Pitz 3 Mk., abritant Karl Georgi 20 Mk., Geh. Schulrat Stamm 5. Pk., Frau Major von Asten 5 Mk., Frl. Johanna Röderer 5 Mk. Georg Lot 5 Mk., Emil Loß Ww. 5 Mk., Ungengnnt 3 Mk. Obervostassistent Schlie 2 Mk. Frau Lulse Ottens 3 Mk. Georg Lich 3 Mt., Frau Goldenberg 5 Mk., Karl Jüngst 10 Mk., Frl. Höchst 2 Mk., Roh aas Ww. 5 Mk., Kaufmann Helinrsch Boller 4 Mk., iam. Hammerschlag 10 Wk. Amtsgerichtsrat Gros 10 Mk., 8 S. 3 Mk. Fräulein Heßler 3 Mk., Lokomotivführer raf 4 Mk. Frau Spieß 5 Mk., Frl. L. Carl 4 Mk. N. Nohl 3 Mk., Adolf und Karl 2„E. Arbeit 10 Mk. M. 3 Mk., Geh. Justizrat Wehner 6 Mt., Homberger 10 Mk., Techniker Spleß 1 Mk., S. H. Sond 10 Mk., Frau Gustav Walther 3 Mk, A. L. 5 Mk., Strick⸗ Nauf in der Crednerstraße 5 Mk., Geh. Schulrat Ir. Rausch 7 Mk., Prosessor Dr. Horn 10 Mk. Heinrich Freundlleb 5 Mk., S. A. 10 Mk., Frau H. Elle 5 Mk., Frau Schmidt 5 Mk., Hauptlehrer Knauß 3 Mk., Damen⸗ kegelverein 6 Mk., Ad. H. 3 Mk., Jeldbereinigungs⸗ geometer Ludwig 3 Mk. Frau Julle Adam 10 Mk., Kaiserl. Bankdirektor Müller 10 Mk., Bäckermeister Klingelböffer 10 Mk., Lisette Malkomestus 2 Mk. werksdirektor Marx 10 Mk., Frl. Lina Reitz 2 Mk., der. bahnassistent Inderthal 20 Mk. Pfarrer Bechtolshelmer 10 Mk., Pfarrer Hepding, Hausen 5 Mk., Kirchenkollekte in Hausen 15 Mk., Babnmeister Schmidt zu i in Westsalen 10 Mk. Frau Ling Menges 3 Mk., Frau Lina Nagel 2 Mk. R. A. A. 10 Mk., Frau Prosessor Dr. Krausmilller 5 Mk., Frau Regiexungsrat Langermagnun 10 Mk., Karl Nagel Ww. 3 Mk., Ein Ungenannter 5 Mk., 7 Seminaxistinnen des Fröbelseminars 8 Mk., Leicht 1 Mk., Karl Belz 3 Mk. Frau Oberlehrer Gundel 10 Mk., Lotte und Fritz Schön 4 Mk. Helene Exb 1.50 Mk., 1 Cullmann, Pei 10 Mk., O. R. 10 Mk., Dr. ud. Siegert 20 Mk., A. M. 3 Mk., 0 W. 5 Mk., Karl Schulze, Seltersweg 1 10 Mk., Dr. Schnell, Direktor der Oberre alschule 10 Mk, Eduard Silbereisen 20 Mk., Levi Stern 40 Yfk., Hessenkränzchen 5 Mt., Professor Schaumann 5 Mk. Baurat Becker 10 Mk. Lokomolsp⸗ führerverein 20 Mk., St. 5 Mk. Frau Dr. Hanau 3 Mk., von dem Personal der Hauptküche der Medizinischen. Frauen- und Hautklinik 77 Mk., Obe rakiuar Mann 5 Mk., F. Sch. 5 Mk., Frau Rechnungsrat Kalbfleisch 1 Mk., Klasse VIIa 2 der höheren Mädchenschule 8 Mk., Frau Emil Ott, Ortenberg 5 Mk., Quinig des Realgymnastums Frau 5 Mk., Wilhelm Frobnhäuser 5 Mk., Reallebrer Jann 1 A e Habenicht 10 Mk. zusammen Mit herzlichem Dank für diese Gaben Zuwendungen gebeten. f Eisverkauf. Das in der Zeit vom 1. Avril bis Ende Oktober 1015 im städtischen Schlachthof erzeugte Kristalleis soll— so⸗ weit es nicht von den hiesigen Metzgern abgenommer wird— an einen Unternehmer vergeben werden. Angebote hierauf sind bis spätestens 10. März 5 an den Oberbürgermeister einzureichen. 1901 B In den Wagen der städtischen Strassenbahn wurden in der Zeit vom 1. Oktober 1914 bis 2. Februar 1917 nachfolgende Gegenstände gefunden: rrenschirme, 6 Damenschirme, 2 Umbängetücher, 5 Paar Handschuhe, 4 Spazlerstöcke, 2 Geldbörsen mit Inbalt, 1 Ledertasche, 1 Markttasche, 1 Ob Faller 1. Schlüssel, 1 Zwicker mit Lederfsutteral, Paleie mit verschiedenem Jubalt, 1 Ohrring eine Zigarrentasche und 1 Perlenbandtäschchen. 219 B ie obigen Sachen können auf dem Bureau der städtischen Elekt rigitälswerte und Straßenbahn, Labhn⸗ Zimmer 4 in Empfang genommen werden. Städt. Wohnungsnachweis Gießen, Asterweg 9. Es sind zu vermieten: 22358 I Wohnung von? Zimmern mit Zentral⸗ heizung 2 Wohnungen von 6 Zimmern, 1 Wohnung von + 1 und Mansardenzimmer, 2 Wohnungen von 5 Zimmern, 5 Wobnungen von 4 bis 5 Zimmern, drei wird um weitere 2¹¹5 straße . von 3 Zimmern, 8 Wohnungen von zwei Zimmern. 2 Ladenräume mit je 1 Zimmer, 1 Lager⸗ Port Fabrikraum, 3 Lagerräume und 1 Arbeitszimmer, möblierte Zimmex, davon 2 nebeneinanderllegende. Zu mieten gesucht: 20 Wohnungen von 1—5 Zimmern. ddl. MHrbellsnacsubeis Siessen. Asterweg 9. 2205 Es können esugestellt werden: a. bei liesigen Arbeltgebern: 1 Schmied, 1. Schlosser. 2 Spengler und Installateure, 1 Polsterer, 2 Schreiner, 1 Austrescher, 1 Buchbinder, 3 Schneider, 1 jung. Arbeiter, 1 Heizer und 3 Friseure. 1 Wehrle: b gennerlehr Schub ebrlinge: ellnerlehrlinge, 1 Schuhmacherl ling, 1 Küferlebrling, 1 Lacklererlehrling. N b. bet auswärtigen Arbellgebern⸗* 4 Knechte bei Landwirten, 1 Wiebihterer, Fabri 1 Dachdecker, 10 Stablputzer, 30 Gußpntzer, abrik · arbeiter, 6 D 2 Kranfübrer, 2 Schn . 1 Holelbausbursche und 2 Paus⸗ chen det 1 Schneiderlehrling, 1 Schristsetzerlehrling. 6 eblung grole, 2 lanbmttilcahliche dpagelen ungsgehllse, andwirtschaftliche Fuhrleute. elter, Schoser 1 Former, 1 Buchbinder, 1 Sattler, 1 Tavezierer, 3 Schreiner, 1 Bäcker, 2 Schuhmache 3 Schneider, 2 Welßbinder, Austreicher, 1 Photograp rbelt Knechte, aglöbhnex, 13 ob Pub Wasch“ und Lau—— 1 chen del äuserinnen, 1 Kup ed 828 n 5 Dlenstmädchen, drei nderfräulein be tützen, 1 derschm feel Wide e 18 Dee Kartoffel r ²˙. ⅛˙ ⁰⁵tIeüüü! ä 1 55 a