f 1 7 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Sleßener Famillenblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Mrels Sleßen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. 5 Jahrgang 1 1 5 2 Kriegsbriefe aus dem Westen. Von unserm Kriegsberichterstatter. (unberechtigter Nachdruck, auch aus zugsweise, verboten.) Eine Siegesfeier in Antwerpen. 1 9 5 4. 12 155 11 Wenn früher von der großen schen Schule in Ant⸗ Walanpsdeulsch unn E e ee an welch einem besonderen und unvergeßlichen Tage ich beide ken⸗ nen lernen würde. ö 1 n den Antwerpener deutschen Kreisen hatte man mir viel 3 bevorstehenden Wohltätigkeitsfest, dem ersten deutsch⸗flä⸗ mischen Konzerte, erzählt; und da ich ihm nicht beiwohnen konnte. sondern an diesem Tage wieder im Großen Hauptquartier sein mußte, so nahm ich gern die freundliche Einladung an, wenigstens der Hauptprobe zuzuhören. Gerade im Augenblick da ich dorthin aufbrach, lief die Meldung von der Vollendung des Sieges bei 8 stow ein. Hunderttaufend Russen gefangen! Die Freude war ja kaum zu fassen! n, dieser Stimmung kam ich nach der„Allgemeinen deutschen Schule“ in der Quellinstraße, in deren mit einer Theaterbühne ab⸗ geschlossenen Festsaal großen Aula eben die Probe begonnen hatte. Nur wenige te waren zu ihr geladen, und die langen Sitzreihen waren leer. Aber, als ob sie vor einem Parkett von Königen spielten, so glänzend bewältigten die Musiker unter der Leitun des Dirigenten Marschner ihr ziemlich schwer und anspruchsvoll zusammengestelltes Programm. Als man mir nachher erzählte, daß diese Kapelle aus allen in Antwerpen liegenden Truppenteilen erß während des Krieges zusammengestellt worden sei, wollte ich das kaum glauben. Uebrigens arbeitete der Kapellmeister nicht wenig, um die letzten Feinheiten aus jedem Instrumente herauszuholen. und es war eine eude, zu beobachten, wie unter seiner Hand die Fülle wuchs, die lätte Politur gewann. 5 Da ereignete sich während einer Pause, in welcher der viel⸗ 5 1„von seinen Gästen und den Konzertvorbereitun Wort:„Russensieg!“ idle gebe desetzt. Den Knaben nach hätte man in jeder höheren l Hane sein können. Die Mädchen aber.— 2 8 e 7 ein ich ist. Sie 0 t. ee arenen ae be nee 8 e zur Enleitun einen Feier, diese Bee in bie Musekprobe einschsb. der Henner, der Fei ßten e. Der Name Hindenburg wird als der eines lee, Matte Rabslebn. hr in 80 e, Napoleon, der große Friedrich. Jungen, nehmt euch ein Beispiel an unseren Kämpfern, daß ihr wie sie! Mädchen, denket daran, daß ihr ihnen Schutz und Rettung verdanket. So denke jeder an seinen Teil, daß er werde wie unsere Soldaten, die solches geleistet haben, ein Deutscher, der sich vor einer Welt 1 nicht fürchtet. — Die Knaben blickten mutig drein, aber die Mädchen nicht in den Schoß! Ein Jubelruf aus Kinderstimmen erscholl das Kaiser⸗ 570 8 1 vom Männ r und allen Anwesenden„Heil r im Siegerkranz“ gesungen. Einen ganz eigenarti ssenden Ausklang aber fand dies un vorbereitete Schulfest—. 9 Vox⸗ Geschmacklosigleiten. Von Bertha Freifrau von Nauendorf. Der Krieg hat so viel ungeahnt Schönes zutage gefördert, viel lauteres Gold, so reiche schlummernde Kräfte, daß 8 nicht 5 f wiegt, wenn man feststellen muß, daß er auch einige Ge⸗ sigkeiten gezeitigt hat. Es ist die alte Sache, daß ein helles Licht 7— Schatten wirft. Tragisch brauchen die Heschmnleslg⸗ keiten, von zu werden, aber es ist bedauerlich, daß sie überhaupt Fuß fassen konnten, wenn man bedenkt, wie viel über Kunst und Aesthetik geschrieben wurde, welch einen Aufschwung die Kunst in Deutsch⸗ land nahm, mit welch geringschätzigem Mitleid wir an die entsetz⸗ lichen Sessel aus rotem, gepreßtem Plüsch aus den 60er Jahren zurückdenken. „Man sieht jetzt bereits eine ganze Reihe 8 patrio⸗ tischer Gegenstände auftauchen, die an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten sein dürften. Da bekommt man„reizend originelle Geld⸗ beutel“ zu laufen. Es ist eine feldgraue Militärmütze! Wie un⸗ praktisch— ganz abgesehen von seiner Häßlichkeit— ein solches 175 ist, läßt sich leicht denken. Diesen Geldbeutel kann man auch elbst herstellen, ihn häkeln— dann ist er, wenn möglich, noch häßlicher Ein schwacher Trost gegenüber dieser Geschmacklofigkeit ist, daß in Paris Generalshüte— schwarzer Zweispitz mit weißer Straußenfedergarnitur— mit Bonbons gefüllt, als zeitgemäßes Geschenk verkauft werden unter dem Namen„Bonbon Joffre“. Bei einer solchen Bonbonniere soll man also aus einer— deckung essen! Ein anderes„originelles Geschenk“ ist eine kleine Franzosenhose aus„echtem Franzosentuch“ Hocdehaße die als —„Tabaksbeutel benutzt werden soll. Auf dem Hosenboden steht in schöner Schrift„Immer feste druff!“, und diefe Schrift soll von zarter Hand 2 werden, ehe dieses„sinnige“ Geschenk 1 wird. Als weitere patriotische men Kissen einen großen Raum ein. Leider haben sich nur ganz Wenige 3 die der Zeit Rechnung tragend, einen geschmack⸗ vollen Entwurf ersonnen hätten. Gerade Sackreien, ie lange Zeit bekämpft wurden von echter Kunst, bis sie wert waren, als t aufgenommen zu werden, zeigen dadurch einen Rückschritt. enn man vor dem Kriege ein Stickereigeschäft betrat, konnte man fast ganz sicher sein, nur künstlerisch vollwertige Muster vorgelegt zu bekommen. Heute findet man als Muster für ein Kissen einen verzeichneten Adler, von einem vaterländischen Spruch gekrönt, auf schwarz⸗weiß⸗rotem Stoff, das Eiserne Kreuz in einer Ecke, in Wolle auszuführen, in Seide, in Litze! Es ist trost⸗ los. Das Gleiche gilt übrigens auch von Postkarten, deren Ent⸗ würfe 1 geworden waren und die jetzt wieder auf eine tiefe je sanken, mit ihrem Sammelsurxium von Granaten, 4 3 1 4 2 Adlern, Eichenlaub und Eisernen Kreuzen. das Eiserne Kreuz! Zu was 1 t es sich nicht her⸗ ö nicht! Als— Nn 5— 1 8 3 8 0 n. denen hier die Rede sein soll, gewiß nicht genommen be Kopfbe⸗ W; Handarbeiten neh⸗ dem 8. Fräulein Alice Classen, eine frühere Mijn Moedersprak“ von Peter Benoit, en. Möchte dieses innige Heimatlied bekannt werden, wie es verdient! trag eines flämischen Lie Schülerin der Anstalt, san dem Antwerpener Komp bald auch in Deutschlant 0 Nun war die Feier u Ende, und ich hatte das Bewußtsein, kräftiger kann auch in Deutschland nirgends die Siegesfreude zum Durchbruch kommen, als hier bei diesen deutsch⸗belgischen Schülern und Schülerinnen, von denen jeder von klein auf in dem Gedanken erwächst, sein Deutschtum nicht als etwas selbstverständlich Ge⸗ schütztes zu besitzen, sond nals einen gefährdeten Schatz, den er aus eigener Kraft vert en muß. Heute hatten diese jungen Antwerpener Deutschen noch eine besondere Freude. Nach der Probe mußt Bahnhofsplatze ziehen, u so sollten auch die Antwer Da machte es sich N Kapelle vor dem Schulter e Seidenbändern im offenen bauten, andere nahmen hatte sich ein langer Zug hinter die kleinen und g und selbst die ganz großen noch viele Deutsche, auch derten, froh und frisch ang Tritt mit Musik die Que Dort bildeten die rasch um sich dann ebenfalls a schon ganz so, wie irge kommt, so laufen alle mi Am Bahnhofsplatze „Deutschland, Deutschlan begleitung aller anwesend chenkehlen hat man deutli Es ist nicht immer. Antwerpen so offen zu gemeine deutsche Schule“ (am 11. Januar 1915 stat jahr eröffnete, hatten Din schreiben an die Eltern auf der Straße wie in die Empfindlichkeit anden betracht der Verhältnisse“ unterricht soviel wie möglich nicht im Dunkeln nach Haust wiederholt vorgekommen, deutsches Abzeichen trugen verfolgt und beschimpft find Wenn solche Erle höchstens das sein, daß noch mehr gefestigt fühler Die deutsche n 2 deutschen Ausla ort mehrere Siegeslieder zu spielen; von unserem großen Siege erfahren. A n auf, und mit einem Male gestellt. 1 die Militärmusik, da⸗ n. Mädchen, die kleinen und großen ngen, und daran haben sich unterwegs dgraue, die durch die Straßen schlen⸗ Messen So ging es in Schritt und istraße hinauf, nach der Keyser⸗Avenue. heigeströmten Belgier förmlich Spalier, uschließen. Denn das ist in Antwerpen o in Deutschland. Wenn die Musik en einige Siegeslieder gespielt, zuletzt er alles“, unter kräftiger Stimmen⸗ Deutschen. Besonders die hellen Mäd⸗ herausgehört. 1 5 n für deutsche Kinder gewesen, sich in chtum zu bekennen. Als die„All⸗ lach langen, e Kriegsferien. u 21. September 1914) ihr 75. Schul⸗ r und Schulvorstand in einem Rund⸗ uf hinweisen müssen, daß die Kinder hule alles unterlassen sollten, was eizen könnte. Ferner war„in An⸗ das erste Vierteljahr der Nachmittags⸗ beschränkt worden, damit die Kinder 84 gehen brauchten. War es doch Schüler und Schülerinnen, die ein r auch nur unter sich deutsch sprachen, Das sind Zeiten, die nun vorbei etwas erreicht haben, so kann es Kinder sich in ihrem Zusammenhalt n ben, welche wie die drei anderen Schulen in Brüssel, Bukarest und Kon⸗ antinopel seit dem Oktober 1913 mit den höheren Schulen in Deutschland gleichgestellt wurde, ist seit Jahrzehnten eine geistige Hoch in Antwerpen, mit der sich ihre früheren Zöglinge zeitlebens verbunden fühlen und der als Schüler anzugehören jeder junge Deutsch⸗Antwerpener stolz ist. Und wir alle können auf diese Pflanzstätte deutscher Wissenschaft stolz sein. Nicht we⸗ niger als vier Oberlehrer stehen nebst steben ern als Soldaten im Felde, und fe zwei Lehrer und zwei Schüler tragen bereits das Eiserne Kreuz. Von früheren Schitlern aber baßen an die dreißig den feldgrauen Rock angezogen, sieben haben sich das Eiserne Kreuz errungen und zwei sind als Helden gefallen. „Es haben sich schon wieder vier von uns als Freiwillige t,“ flüsterte mir ein nettes schlankes Kerlchen zu, mit dem ich mich während einer Pause der Konzertprobe unterhielt.„Wir wollen nur noch das Einjährige bauen, dann geht es zur Truppe!“ —. Wollen Sie denn nicht studieren?“—„O ja, ich will gern studieren. Nach dem Feldzuge komme ich auf die Schule zurück. Aber erst siegen!“ g 5 Ich habe eine junge Dame gesprochen, die nach ihrer Mundart Rheinländerin sein konnte und ihre Familie auch als rheinisch bezeichnete. Dabei war bereits ihr Großvater in Antwerpen ein⸗ gewandert und ihr Vater hier geboren. g Man hat uns Deutschen nachgesagt, daß wir schon in der zweiten Generation im Auslande unsere Stammesart verlören und im fremden Wesen untergingen. Darin haben wir uns doch roßer Briefbeschwerer, noch schlimmer und sinnloser als Bema⸗ 8 von Tee⸗ und 8 Ebenso unschön sind die neuen patriotischen Federhalter, Lineale, Bleistifte, schwarz⸗weiß⸗rot ge⸗ halten, glänzend lackiert. Man kann sie übrigens auch in der Farbe unserer Verbündeten haben: schwarz⸗gelb. Die Industrie geht noch weiter, sie sann noch mehr aus. Da kann man„entzückende“ patriotische Täschchen zu einer Mark und fünfzig Pfennigen kau⸗ fen, schwarz⸗weiß⸗rot gestreifte Seide mit„goldenem“ Bügel, da man Stopfen von einem Feldgrauen gekrönt, der entweder eine Fahne hochaufschwingt, oder das Gewehr in Anschlag hält. Denselben Soldaten— in beiden Stellungen— findet man als Schellengriff wieder, noch sinniger macht er sich als Krönung einer Wollwiclel. Weiterhin wird dieser Krieger zur Verschönerung eines Thermometers, eines Fingerhutbehälters, eines Nadelkissens und eines Papiermessers verwendet! Man kann also sowohl Herren wie auch Damen mit diesem Geschenk„erfreuen“. Die Ausführung dieses rauen ist natürlich ebenso primitiv und häßlich wie die ganze Das fingerlange Figürchen sieht aus wie ein Zucker⸗ oder Marzipanpüppchen, ist farbig gehalten und besteht aus Celluloid, wenn nicht gar aus Kartoffelmehl, was noch be⸗ dauer licher wäre. 8 England im Spirgel des„lachenden philosophen“. Die geistreiche Sammlung von Aufsätzen und Merkwürdig⸗ leiten, die nach dem Tode ihres Verfassers Karl Julius leber unter dem Titel„Demokritos oder hinterlassene Papiere eines 1 Philosophen“ vor 80 Jahren erschienen ist, ver⸗ dient auch heute noch nicht vergessen zu werden und ist ja in 1 5 reichen Neuausgaben viel verbreitet. Der weit gewanderte und an den mannigfachsten Erfahrungen reiche Verfasser widmet darin auch dem Charakter der Engländer ein inhalts reiches Kapitel, in er seine Landsleute von jeder verblendeten Vorliebe für das Inselvolk zu bekehren sucht und ein so wahres Bild von den Briten entwirft, daß wir einige wichtige Stellen um ihrer höchst 9— 2 2 Bedeutung willen hier mitteilen wollen:„Di g= änder fragt nie, was Recht oder Unrecht, sondern was englisch sei. Reine Nation verachtet so alle neben sich, wie der Pudding und Porter. Was dem Athener die böotische Sau und dem Römer der umbrische Eber war, das ist John Bull der noch immer gedrückte Ire— ein Kartoffelmaul und ein Paddy(vom St Patrik, dem Schutzpatron): und doch ist dieser Ire weit mun⸗ terer, höflicher und liebenswürdiger als John Bull, gastfreier und 5 1 5 John Bull nennt seine Schotten Haferbrotfresser, aber diese Haferbrotfresser sind der kräftigste Menschenschlag in ihrer alten Römertracht und weit braver und unverdorbener als die Briten. Der Franzose ist dem John Bull ein Fröschekoch und Wassersuppenfresser, und bei dem Deutschen denkt er zunächst an Bratwurst und Sauerkraut. Er nennt den Franzosen einen fran⸗ zösischen Babler, und der Pöbel, der den Fremdling dog(Hund) Anzeiger General-Anze ger für Oberhessen Montag, 8. März 1915 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schristleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ straße 7. Geschastsstelle u. Verlag: Sol, Schrist leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichtem Anzeiger Gießen. wohl gebessert, und nach dem Kriege werden wir es noch mehr tun. In unscheinbarer, nimmermüder Friedensarbeit aber hat eine solche Auslandsschule, wie die Antwerpener, ihr großes Teil zu solcher Besserung gelcistet. W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. —— „Die größte Schlacht der Weltkriegsgeschichte“ hat man die Hauptentscheidung des russisch⸗japanischen Krieges bei Mukden genannt, die vor 10 Jahren vom 25. Februar bis zum 9. März ausgefochten wurde. Aber das letzte halbe Jahr hat alle strategischen Maßstäbe verrückt, und im Vergleich zu den ungeheuren Kämpfen, in denen heute die Welt steht, erscheint uns diese Riesenschlacht bei Mukden als ein k e⸗ risches Unternehmen, das auf Einzigartigkeit durchaus kei⸗ nen Anspruch mehr machen darf, sondern sowohl an Länge der Schlachtfront wie an 2 der fechtenden Truppen weit hinter den heutigen Schlachten zurücksteht. Fast unbedeutend erscheint neben der Ausdehnung von vielen hundert Kilo⸗ metern, die heute die Feuerlinien gewonnen haben, die da⸗ malige befestigte Stellung der Russen, die die Japaner an⸗ griffen, und auch die Zahl der Streiter— vor 10 Jahren noch die größte, die je miteinander gekämpft— schmilzt mit ihren 605000 Mann auf beiden Seiten arg zusammen, wenn wir an die heute gegeneinander geführten Millionen denken. Die Russen hatten im Februar 1905 nicht verhindern können, daß der japanische Oberbefehlshaber Oyama das durch den Fall von Port Arthur freigewordene Belage⸗ rungsheer Nogis an sich W Mit 300 000 Mann glaubten die Japaner nun gegen die 305 000 Russen des Sieges sicher zu sein; auch diesmal, wie fast stets bei ihren Angriffen, war es die deutsche Methode der Ueberflügelung, die sie gegen den Feind anwandten. Sie umgingen die bei⸗ den Flügel der Russen und warfen sich Saber mit voller Kraft gegen das Zentrum. Der russische Oberbefehlshaber Kuropatkin ließ sich durch diesen auf der ganzen Linie erfolgenden Angriff täuschen; er erkannte nicht, daß die Angriffsbewegung des japanischen linken*— Nogi die Entscheidung herbeiführen mußte, sondern NN und Verhauen stark befestigt hatten, plan⸗ los hin und her und ließ so den Befehlshaber des russischen rechten Flügels, den Baron Kaulbars, im entscheidenden Moment im Stich. So wurde der Gegenstoß gegen Nogi nur matt ausgeführt; die Umgehung durch die Japaner gelang; sie bedrohten die russische Rückzugsstraße, und so bl Kuropatkin nur die Räumung Mukdens und ein Zurück⸗ ie Russen ihre alte Zähigkeit bewiesen, waren aber auch die Japaner so ermtattet, daß sie keine scharfe Verfolgung Niederlage sehr rasch, s te 5 6 einige Meilen hinter Mukden bei Sipingai fest und fand eine Sicherheit und Kraft in drei Linien bis nach Charbin ausdehnte. Die Siegesbeute, die die Japaner bei Mulden eroberten, dünkt uns heute, Mache Siegen zu halten pflegt, sehr gering. Die Japaner machten ordentliche Leistung erschien. Der Rückzu antraten, vollzog sich in ziemlicher O große Materialverluste. Die Verluste an Toten und Ver⸗ wundeten aber waren bei den Japanern, die mit todes den die Russen den Russen; sie beliefen sich auf 70000 Mann, während die Russen etwa 60 000 Tote und Verwundete zu beklagen hatten. Heute stehen die beiden Völker, die sich damals so blutige nden schlugen, in einem unnatürlichen Bündnis⸗ nennt, würde ihn nur halb zu beschimpfen glauben, wenn er ihn nicht French dog(französischer Hund) schimpfte. Der Italiener ist Ochs und der Deutsche ein deutsches Schwein, dem jedoch England sein Common law, die Grundlage seiner Freiheit, verdankt, und so werden sie auch ständig abgebildet in englischen Karikaturen Seit 300 Jahren betet Europa einen Götzen an, und wenn Europa dessen Tempel ist, so ist England sein Allerheiligstes; dieser Götze ist das Gold. Die Engländer bekehren die wilden„Hunde“ um des Handels willen nicht gerade zum Christentum, sondern zu Kleidern aus ihren Manufakturen, und so schützen sie auch Spanien und Portugal; sie kaufen mit dem Schweiße und den Schätzen der armen Indier, wie Schlächter auf der Lämmerweide, Men⸗ schen Sie kaufen Menschen in Afrika, um sie in Amerika für sich arbeiten zu lassen, und in Europa für die Schlachtbank, und leider finden sie Verkäuser selbst unter großen Nationen, deren Kaufschilling sie euphemistisch Subsidien nennen, oder gar An⸗ lehen, deren Interessen man mit Köpfen, Armen und Fü —.— Lange noch werden die nach Amerika verkauften Hessen, Braunschweiger, Hanauer, Anspacher, Anhalter und Waldecker den deutschen Namen brandmarken. England ist die Gans, die auch im französischen Kriege großen und kleinen Mächten goldene Eier legte. Wer mag England lieben, in dem nichts poliert ist als der Stahl, nichts schön ist als etwa ihre grünen Rasen und die Menge schöner niedlicher Mädchen, so daß der, der sich von dieser Seite nicht viel zutraut, besser aus England wegbleibt. Wer vermag die Kaufmannsseele zu lieben, wenn er an die schaudererregende Behandlung der sanften Indier denkt? Drei Millionen starben 1796 binnen sechs Wochen den Hungertod, weil es einer Krämer⸗ ilde, die zur Schande Großbritanniens hier Souverain ist, ge⸗ fallen hatte, bei Reismißwachs Kornwucher zu treiben. Fox schloß einmal eine seiner Parlamentsreden:„Wir haben keine eng⸗ lische Regierung in Indien, wohl aber eine indianische in Eng⸗ land!“ Einen gar kräftigen Hunger versuch machten sie später an dem revolutionären Nachbar, und die vollendete Kaufmanns⸗ nation hätte vielleicht selbst die Pest aus Aegypten herbeigeholt und nach Frankreich verpflanzt, wenn der Pas de Calais nicht kurz genug wäre, um der Spekulation die Selbsterhaltung entgegen⸗ zusetzen. Wer vermag die, welche so stolz auf ihre Freiheit sind, u lieben, wenn er an ihren Sklavenhandel denkt, oder an den Zu⸗ dund der Hochländer und Hebriden, Orkaden und Schottlands Inselbewohner Araber, Tataren und Perser eroberten gleichfalls ien, aber sie amalgamierten sich mit der Nation und hinter⸗ ließen wohltätige Spuren; Briten aber, wenn sie heute fortgejagt werden, hinterlassen nichts als das Aussaugungssystem wilder, unheilnehmender Jünglinge, die das Mutterland abs um sich reich zu blutigeln und wieder heimzukehren, wie Clive und Hastings.“ rei vor zehn Jahren: die schlacht bei mutden. unter chob seine Reserven auf der ganzen Schlachtfront, in der sich die Russen durch viele Monate in Schützengräben, Wolfsgruben, g n auf Tienlin übrig Durch die 14tägige Schlacht, in der 7 einleiten konnten. Das Heer des Zaren erholte sich von seinen etwa im Vergleich mit der Ernte, die Hindenburg nach 0⁰0⁰0 190 was damals als eine außer⸗ ung und ohne verachtender Tapferkeit vorgegangen waren, größer als bei ein italienischer Monkey(Affe), der Holländer ein holländischer einer sehr stark verschanzten Stellung wieder, die sich n N R 13 r derbältnis. Des uud der Weltgeschichte dreht sich schnell, und wie nach 10 Jahren von dem Ruhm der„größten Schlacht der Kriegsgeschichte“ nicht mehr viel übrig geblie⸗ ben so werden gewiß in weiteren 10 Jahren die Russen ist, nicht mehr mit japanischen Kanonen und japanischer Mu⸗ nition schießen. —————: 2 Provinzial⸗Ausschuß der Provinz Oberhessen. Kz. Gießen, 6. März 1915. Enteignung von Gelände in der Gemarkung Alsfeld zur Erweiterung des Bahnhofs Alsfeld: bier: Entscheidung über die zu leistende Entschä⸗ *. Nach eingehender Verhandlung über die von den in e 9 5 7 gestellten zahlreichen Beweisanträge, hat der Propinzialausschuß beschlossen, daß die von den Beteiligten in ihren Schriftsätzen und in der heutigen mündlichen Verhandlung angebotenen Beweise in vollem Umfange erhoben werden sollen. Die Beweiserhebung soll, insoweit nicht am Schlusse eine Aus⸗ nahme gemacht ist, vor einem gemäß Artikel 56 des Verwaltungs⸗ rechtspflegegesetzes beauftragten Mütglied des Provinzialaus⸗ schusses stattfinden, dem die Anberaumung der Termine zu der 15 der angebotenen Beweismittel, der Ort der Ver⸗ ng, sowie die Ladung der Beteiligten zu der Vernehmung überlassen bleiben soll. Bezüglich der Frage der Vernehmung eines im Felde sich befindenden Zeugen soll die weitere Ent⸗ schließung dem beauftragten Mitglied, je nach dem Ergebnis der ung der vorgenannten Beweismittel, überlassen bleiben. So⸗ weit angängig, sollen zu den kommissarischen Vernehmungen der Ofleiden als unbegründet kostenfällig abzuweisen. Der Wert des Streitgegenstandes wurde auf 71,55 Mark festgesetzt. Klage des Ortsarmenverbands Friedberg gegen den Ortsarmen verband Groß⸗Karben wegen Unterstützung des Jean Stelz von Groß⸗ Karben. Hier gab der Niovingialansschuß der Klage des Orts⸗ armenverbandes Friedberg gegen den Ortsarmenverband Groß⸗ Karben statt und verurteilte den letzteren zum Ersatze der für Unterstützung des Jean Stelz bis zum 31. Oktober 1914 vom Ortsarmenverband Friedberg aufgewendeten Kosten. Der Wert des Streitgegenstandes wurde auf 98,27 Mark festgesetzt. Letzte Nachrichten. Jagd auf deutsche Flieger. Genf, 8. März. Eine Jagd auf deutsche Flieger fand gestern zwischen Nancy und Toul statt. Von der Ankunft eines deutschen Fliegers benachrichtigt, schwangen sich französische Flieger sofort in die Luft, um die Umzinge⸗ lung des Luftfahrzeuges vorzunehmen. Die Artillerie feuerte auf die Taube, die sofort die Richtung nach dem Elsaß einschlug. Da das Flugzeug in sehr großer Höhe fuhr, konnte es die deutschen Linien erreichen, ohne daß es den französischen Fliegern gelang, es wirksam anzugreifen. „ Amerika als Beschützer Chinas. Kopenhagen, 8. März. Der„Rjetsch“ wird aus Irkutsk 5 Da Amerika immer die Sicherheit und die Freiheit einer jeden Nation hoch geschätzt hat, so ist es auch verpflichtet, die Sicherheit Chinas zu schützen. Diese Erklärung hat in Peking und in Tokw einen starken Eindruck berrorgerufen, Die chinesische Presse er⸗ örtert lebhaft, den neuen Vorschlag Japans, betref⸗ send Abtretung der Philippinen durch Amerika an Japan. Nach allgemeiner Ansicht sind Verwickelungen wahr⸗ scheinlich. In der Nähe von Schantung haben chinesische Soldaten japanssche Händler mißhandelt.— Der„Nowoje Wremig“ wird aus Tolio gedrahtet, die Mitteilung des chinesischen offiziellen Blattes, daß Japan auf einige Forderungen Chinas gegenüber verzichtet habe, werde nicht bestätigt. Die Chinesen in Schantung haben infolge der japanischen Forderungen beschlossen, japanische Waren zu boykottieren. 2 Haag, 8. März. Dem„Rotterdamschen Courant“ zufolge lehnte China alle javanischen Forderungen be⸗ treffend Kiautschau ab. Aus Peking wird die Ankunft 8000 japanischer Soldaten in der Provinz Schantung gemeldet. Wenn Ihr Brot verzehrt, denkt an das ater⸗ land, und spart für kommende Zeit. — Amtlicher Teil. Bekanntmachung. 5 Großherzogliches Amisgericht xsitzende der Lokallommission bezw. die Geländeerwerbskom⸗ ird a 1. Den 2. auen in Hl mission zugezogen werden. gedrahtet: Präsident Puanschikai ruft trotz des Widerstandes ein⸗ i 8. r r Klage des Ortsarmen verbandes Hungen gegen zelner Personen und Parteien zum Zwecke der raschen Durch⸗ Sperrbezirk der Genparfimg Dun N 5 den Oftsarmen verband Ober⸗Ofleiden wegen führung von Reformen eine Konferenz von finanziellen Vertretern Gießen, den 7. März 1918 n des Heinrich Henkel von Mengs⸗ ein.— Der amerikanische Gesandte in Peking hat den chinesischen 5 Großherzogliches Kreisamt Gießen hausen. Sobbasielaussdniß beschloß, die Klage des Orts⸗Journalisten erklärt, daß Amerika an der Integrität Chinas J 2: Hemmerde 5 armenverbandes Hungen gegen den Ortsarmenverband Ober- interessiert ist und es würde die Ehre Chinas zu wahren wissen.** Grund stücksverpachtung. 7B Am Dienstag. den 9. März ds. Js. soll die Ber⸗ städtischer Grundstücke erfolgen und zwar: achmittags 2 Ubr: 7 Grundstücke an der Mar⸗ burger Straße. Zusammenkunft an der Abzweigung der alten Marburger Straße. D Nachmittaes 2½ Ubr: 10 Grundstücke hinter der neuen Kasefxne. Zusammenkunft in der Straße neben dem Schüt⸗ 1 Nachmittass 3½ Ubr: 1 rundstücke in der Steybans · mark und am Riegelpfad. Zusammenkunft am Bahnüber⸗ 151 im Schiffenberger Weg. „ Nachmittass 4 Ubr: 10 Grun dflüdde an der Ecke der 80 btb, 1. Ui J Oeigndseltda a b. K fdrant „ Ubr: rundstücke- a. äraulage. n, den 8 Februar 1915. Der Oberbürgermeister: . Grünewald. Kirchenrat Engels⸗Stiftung. Die Zinsen dieser Stiftung sollen am 24. März an E= würdige Familleu verleilt werden. Die Familien, die um dlese Stiftung bewerben wollen, mögen sich bis zum 1 ds. Mis. bei dem Pfarrer, zu dessen Gemeinde sie anmelden. Gie den 8 2— Der e tki orstan d. b Seller Bekanntmachung. in unser Handels register Abt. A wu 10 Firma Ludwig Kümmich zu Gießen] W ich + ... 8 3 ie Firma ist erloschen den 5. März 1915. 2006 B Bekanntmachung. 15 unser Genossenschaftsregister wurde heute des Spar⸗ und Vorschußvereins Beuern II, 2751 en Genossenschaft mit unbeschränkter ihr in Beuern eingetragen: An Stelle des 9 einberufenen Rechners Georg Wilhelm struth von Beuern ist Ludwig Ranft II. da⸗ selbst 4 Stellvertreter des Erstgenannten bestellt ießen, den 5. März 1915. 2⁰³ B Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Ober⸗Hörgern für das Rechnungsjahr 1915 liegt vom 11. März I. Is. ab eine Woche lang auf unterzeichneter Stelle zur Einsicht der Beteiligten offen Einwendungen können schriftlich oder zu Protokoll während der Offenlegungsfrist vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der die Ausmärker beizutragen haben. Ober⸗Hörgern, 7. März 1915. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Hörgern. Holler. 2201 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Langd für 1915 Ri. liegt vom 9. ds. Mts an eine Woche Iang für die Beteiligten auf dem Geschästszimmer der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht⸗ nahme offen. Einwendungen gegen seinen Inhalt können schriftlich oder mündlich während der Offen⸗ legungsfrist vorgebracht werden. Es ist vom Ge⸗ meinderat die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Langd, den 6 März 1915. * Großh. Bürgermeisterei. Meyer. 22⁰0⁴ Berichtigung. i d„ 0 1 on nde g. Oberforsterei Dienstag, den 9. März und nicht am d. Februar wie am Samstag beriffent · wurde. 2 Nutzholz⸗Versteigerung. ittwoch, den 10. März ds. Js., von vormitt ansangend, kommt hiesigen enen een Sd den 40 gc 7 gun, da n: Stämme von 1s 71 5 usammen 18 Fitm., zu Schreinerbelz—8 2 Buchen ⸗Stamme mit 2 fFstm. b 1 en ge zu Wagner balz geetanet 1 1* ichten Stangen 1. bis 4 Klasse und esernen Schniitstamm. ae nf bei dem Kiefern Stamm im Distrikt ldgirmes, den 4. März 1015. 99 Zentral⸗Depot für Liebesgaben, Berlin W. 50. Sondersammlung zur Bekämpfung der Uugezieferplage im Osten. Mitbürger! Helft die Läuseplage bekämpfen! Unsere Truppen, namentlich im Osten. leiden unsaabar unter der Ungezieservla de. Durch die Mutellung des Berliner Polizetorasidenten und den Aussatz des Berliner a für Haut⸗ und Haarkrankheiten, Dr. mod. Dreuw. in Nr. 78 des Berliner Tageblaits, sind weite Kreise der Bevölkerung auf die großen Gesabren hinge⸗ miesen worden, welche die Läuseplage für die Nerseuchung 2 Hetmatgebietes und des Heeres durch Flecktyphus edeutet. as Zentral⸗Depot für Bean Berlin W. 50, bat bereits große Mengen Bekämpfungsmittel binaus⸗ esandt; trotzdem mehren sich täglich die Bitten unserer Soldaten, sie von der Läuseplage zu befreien. Lieber wollen unsere Soldaten Hunger, Durst und Schmerzen, als das unerträgliche Jucken erleiden. ine systematische Uebersendung geeigneter Mittel das Zentral⸗Depot soll nun schleunigit nach Anwei⸗ sung des Kriegsministertums in der Weise in die Wege geleitet werden, daß alle im Osten stehenden Truppenteile genügend damit versorgt werden. 1 ie ac die ser. verursacht dur ex großen Anzahl unserer im Osten siehenden Sol ⸗ daten erhebliche Unkosten. und dg der freiwilligen Kran⸗ kenpflege keine 8888 Geldmittel zur Verfügung steben, werden alle deutschen Bürger gebeten, mitzuhelfen. enn 1 der in diesen schweren Kriegszeiten am heimatlichen d bleiben konnte, nur einen Betrag von wenigstens M. 1.— spendet, können wir unseren tayferen Kriegern Exlösung von der Ungezieferplage bringen. Helft alle! Gebt schnell! Eile tut not! Unsere Geschäftsstelle ist 2 bereit. Beträge für das Zentral⸗Depot für Liebesgaben, Berlin W. 50. entgegen ⸗ zunehmen und öffentlich darüber zu gutttieren. Bekanntmachung. Der Boranschlag der Gemeinde Albach für 1915 Ri. liegt vom 11. d. Mts. an eine Woche lang für die Beteiligten auf dem Geschäftszimmer der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht⸗ nahme offen. Einwendungen gegen seinen Inhalt können schriftlich oder mündlich während der Offen⸗ legungszeit vorgebracht werden. Es ist vom Gemeinderat die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Albach, den 7. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Albach. Balser. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Steinbach für Ri. 1915 liegt vom 10. ds. Mts. an eine Woche lang für die Beteiligten auf dem Bureau der unter⸗ zeichneten Bürgermeisterei zur Einsichtnahme offen. Einwendungen gegen seinen Inhalt können schriftlich oder mündlich während der Offenlegungsfrist vor⸗ gebracht werden. Es ist die Erhebung einer Um⸗ 10 e beschlossen, zu der auch Ausmärker beizutragen aben. Steinbach, den 7. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. Krämer. 2192 Für das Wefangenen- Lager In Wetzlar werden ge⸗ braucht 1000 Spaten, 400 Schubkarren von Eisen eder Holz, 400 Hacken auch in alten noch brauchbaren Stücken. Angebote mit Preisangabe frei Bahnhof Wetzlar schleunigst erbeten Wetzlar, den 7. März 1015. 2¹ Verwaltung des Kriegsgefangenen Lagers. 2189 Aktiva 4 assiva Kassenvorrat 1094.80 Mitgliederguth. 1145.— Waren laut Reservesonds 2030.— Inventur 5082.76 Betriebsrücklage 3250.57 Ausstände 2729.27 Reingewinn 2528.96 Mobilien 47.70 887.5 954.53 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1913 115 oaangen in i Bleiben 113 , Daher Stand Ende 1914. 15 Staufenberg, am 3. März 1915. 2198 Land wirtschaftlicher Konsumberein e. G. m. 1. H. Der Direktor: Der Rechner: Der Lagerhalter: Hürgermeisteret. 121⁰ Stephan. Meyer. Heibertshausen. Abschluß vom 31. Dezenber l. Fortgesetzte Ersparnisse im Haushalt! 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März, vorm. 9 Uhr, 22 Zuschlagsfrist 8 Tage, vom Tage der Eröffnung er Angebote ab gerechnet. 2 Falls keins der Angebote für annehmbar befunden wird, bleibt die Ablehnung sämtlicher Angebote vorbehalten. Wetzlar, den 6. März 1915. 21900 ommandantur des Kriessoefausenenlagers. Die olzversteigerung Mittwoch, den 10. d. Mig. im Fürstl. Braunsels'schen Revier. bei Hungen. Anfang 10 Uhr vor⸗ mittags am Pfannenkuchenweg bei Holznummer 1. Es werden versteigert: 5 3 100 Nm. Buchen ⸗Scheiter, 150 Rm. Buchen⸗Prügel, 11 Rm Eichen⸗Brügel, Rm. Buchen⸗Stöcke, 170 Rm. Buchen⸗Reisig, 300 Stück Bohnen und Reisstangen. 2187 D Jürstliche Reutkammer Braunfels. en in Stammholz⸗Versteigerung. Am Donnerstag, den 11. März dg. Js., kommt von vormittags 10 Uhr ab in der Wirtschaft von Wilhelm Amend zu Großrechtenbach aus den Waldungen der nach⸗ bezeichneten Gemeinden folgendes Eichenstammbolz zur Versteigerung: 1. Großrechtenbach. 2 Stämme 1. Kl.— 2.72 Fstm. 9 2. Kl.— 12,70 Istm., 1 3. Kl.— 097 Istm., 4 4. Kl. 2 2,7 Fstm. und 2 5. Kl.= 061 Istm. 2. Hochelbeim. 2 Stämme 1. Kl.- 389 Istm. und 1 Stamm 2 Kl.— 0,790 Fstm. 3. Hörusbeim. 1 Stamm 2 Kl.= 085 Fstm., 4 3. Kl. 2,64 Istm, 3 4. Kl.= 1,83 Fstm. und 1 5. Kl.= 08 Fstm. 4. Münchbolgzhausen. 1 Stamm 2. Kl.— 1.27 Fstm., 18 3. Kl.— 18.53 Fstm. und 3 4. Kl.— 1.53 Fystm. 5. Volpertsbausen. 1 Stamm 1. Kl.— 1 r. 6 2. KL. A 10.85 Fstm., 17 3. Kl.= 17.8 Istm., 4. Kl. 1,07 Fstm. und 30 5. Kl.— 11,66 e und 6. Weidenhansen. 1 Stamm 1 Kl. stm. 2 2 7 1 Istm., 5 3. Kl.— 263 Istm 5. Kl. — m. 7. Hospital Wetzlar. 3 Stämme 1. Kl.= 4.05 Istm., 5 2. Kl.- 851 Istm., 6 K Kl.= 5,20 Fstm und 7 J. Kl. 5.77 Fstm.* 10 „Die Herren Förster Both. Vollnkirchen und Weck⸗ müller, Wetzlar werden auf Wunsch Auskunft erteilen. Großrechtenbach(Kr. Wetzlar), den 28. Februar 1915. Der Bürgermeister. 19038 Sensakions-Offerte! Echte Terrel-ader-Westen Wert bis 358 Mk. Stück 8.75 Für Jäger und Soldaten. Kaufhaus Katz, Giessen 14 Bahnhofstrasse 14. 18s Ilg. Dentsch. 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