ur. 35 drittes Blatt Sachen! ie ert Aas eahmne des Sentags. Die„Sietzener Fautisienblãtter werden dem Anzeiger! viermal wöchentlich beigelegt, das „Kretablatt für den Kreis Sießen“ zweimal wöchentlich. Die„Tandwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. Gieße 105. Jahrgang ner Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Samstag, 0. März 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brü hl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ straße 7. Geschäftsstelle u. Verlag: 8 51, Schrift⸗ leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Landwirtschaftliche Ausblicke. In einer Versammlung, die aufklärend wirken sollte hinsichtlich der Maßnahmen der Bevölkerung während des Krieges hat ein Berliner Professor erklärt, daß die erste Maßnahme, die zwingend notwendig sei, um unsere Volks⸗ ernährung zu sichern, die Beseitigung der Schweine sei. Der Herr schlug vor, um diese Beseitigung möglichst radikal vorzunehmen, man möge behördlich verordnen, daß an einem bestimmten Termin alle bis dahin nicht geschlach⸗ teten Schweine erschlagen und die Kadaver verscharrt wer⸗ den müßten. Dieser Vorschlag, über den sachlich kein weiteres Wort zu verlieren ist, verdient festgehalten zu werden, weil er zeigt, wohin es führt, wenn Leute, die von der Stoff- erzeugung und Stoffveredlung wie sie die landwirtschaftliche Tierhaltung darstellt, auch nicht eine Spur von Verständnis haben, sich als Berater der deutschen Landwirtschaft und Bolksernährung berufen glauben.— Jeder Landwirt weiß und jeder Städter sollte wissen, daß die landw. Tierhaltung als solche keinen Selbstzweck hat, sondern daß es lediglich ihre Aufgabe ist, landw. Erzeugnisse, die direkt nur in be⸗ schränktem Umfange der menschlichen Ernährung dienen, in werwollere für die menschliche Ernährung unentbehrlich besonders eiweißreiche Stoffe umzuwandeln.— In dieser Hinsicht aber leistet das Schwein ganz Vorzügliches. Unter Aufwendung von ca. 1,5 Kilogramm Eiweiß und einer physiologischen Wirkung, die etwa der von 11 Kilogramm reiner Stärke pro Tag und 10 Zentner Lebendgewicht ent⸗ spricht, liefern die Schweine in 11—12 Monaten einen Jeischzuwachs, der etwa dem acht⸗ bis neunfachen ihres N ewichts entspricht.— Diese Stofferzeugung ist etwa 1½.—2mal so rasch als die des Rindes und etwa 3 Amal so schnell als die des Menschen. g Das Schwein ist gerade wegen der außerordentlichen Schnelligkeit der Stoffproduktion das Tier, das uns er⸗ möglicht, unsere landw. Erzeugnisse in ihrer Menge den Bedürfnissen des Marktes in sehr vollkommener Weise an⸗ zupassen, und darum sollte man eigentlich erwarten, daß gerade die Kreise der Verzehrer in unserem deutschen Volke dringend verlangen müßten, daß der Schweinebestand in Deutschland nicht vermindert wird, sondern im Gegenteil auf einer gewissen Höhe gehalten wird, um den Bedürf⸗ nissen der Verzehrer und des Marktes unter allen Um⸗ ständen gerecht zu werden.— Als Begründung seiner oben angegebenen Forderung führte der Berliner Herr aus, daß das in vorwie⸗ Kartoffeln und Milch sowie Kleie verzehre und daß der Mensch jetzt diese Stoffe selber ver⸗ zehren müsse. ö Der Herr ist ja Professor in Berlin, der Zentrale der Intelligenz, muß es also sicherlich wissen, womit die Schweine gemästet werden, oder er dürfte es so im Konver⸗ sationslexikon gefunden haben. Hören wir dagegen, was der Verein der inezüchter im Deutschen Reiche zu sagen hat, so wird uns von Herrn Prof. Dr. Albert, dem früheren Direktor des Landw. Instituts Gießen, der die betreffenden Erhebungen geleitet hat, folgende Antwort: „Die Fütterung der Schweine wird in verschiedenen Gegen⸗ den des Reichs sehr verschieden gehandhabt, sie paßt sich absolut und vollständig in den Rahmen der jeweiligen ört⸗ lichen Verhältnisse ein. Die intensivste Schweinemast in Deutschland finden wir meist in der Nähe großer Städte, deren Gespül und Abfälle durch die Schweine in vorzüg⸗ licher Weise verwertet wird. Fernerhin werden große Be⸗ stände an Mastschweinen dort gehalten, wo die Rückstände der Industrien billig und in großem Umfang zur Ver⸗ fügung stehen, so in Norddeutschland, wo das Fischfutter⸗ mehl, in Mittel⸗ und Westdeutschland, wo Schlachthaus⸗, Abdeckerei⸗ und Müllerei⸗Abfälle, und in Nord- und Sst⸗ deutschland, wo Zuckerfabrikations⸗, Brennerei- und Mol⸗ kerei⸗Abfälle billig zu haben sind.— Die Zusammensetzung des Futters nach Nährstoffgehalt und-Wirkung schwankt hierbei in sehr weiten Grenzen. Der Eiweißgehalt des Futters ist in manchen Fällen doppelt so hoch als die Norm, in anderen nur ½ so hoch. Das Schwein zeigt also eine ganz außerordentlich große Anpassungsfähigkeit an das Futter, das es ausnutzen soll.— Auch das Beifutter zu den verwerteten Abfällen ist verschieden. In der Nähe großer Städte wird neben den Abfällen fast nichts gefüttert. In West⸗ und Südwestdeutschland kommen neben den dort meist teuren Kartoffeln Müllerei-Abfälle und Möhren in Fade und in Nord⸗ und Ostdeutschland neben den Rück⸗ ständen der Spiritusfabrikation Kartoffeln und(meist im⸗ portiertes)) Futtergetreide.— Die Getreide- und auch Kar⸗ toffelfütterung sind im Laufe der letzten Jahre mit Rück⸗ sicht auf die Preisverhältnisse start zurückgegangen, da⸗ gegen hat die Verfütterung der zuckerhaltigen Abfälle, ohne Nachteil für die Mast, gute Fortschritte gemacht.— Die durchschnittliche Mastdauer war 8—11 Monate(im Westen etwas geringer als im Osten), das durchschnittlich erzielte Mastresultat ca. das sieben⸗ bis zehnfache des Anfangs⸗ gewichtes bei der Mast.“ Das besagt uns die Erhebung des Vereins deutscher Schweinezüchter, die etwa g aller Mastbetriebe im deutschen 5 3 umfaßte.— Wir können aus ihr entnehmen, daß das Schwein ein äußerst anpassungsfähiges Haustier ist, das gerade deshalb als Verwerter aller irgendwie anfallender Abfälle vorzüglich 18 das ferner auf Grund seiner Raschwüchsigkeit und Mastfähigkeit vorzüglich geeignet ist, den Markt nach Bedarf mit Fleisch zu versorgen und das als Konkurrent des Menschen hinsichtlich der Nahrungsstoffe in keiner Weise in Betracht kommt, das im Gegenteil gerade die Abfälle der menschlichen Ernährung noch gut zu verwer⸗ ten gestattet.— Eine ganz besondere Bedeutung gewinnt das Schwein in der heutigen Zeit, in der es sich um di⸗ Sicherung der Ernährung unserer Bevölkerung handelt, wo⸗ bei die Zufuhr vieler bisher vom Auslande bezogenen Fut⸗ ter- und Nahrungsstoffe in Wegfall kommt.— Gerade in dieser Zeit wird und muß das Schwein mit Rücksicht auf seine vorzügliche Anpassungsfähigkeit an die verschiedensten Futterstoffe recht gute Dienste leisten unde ine Verringe— rung unseres Schweinebestandes, ganz be⸗ sondersunseres Bestandes an Zuchtschweinen, n geradezu als eine Gefährdung der Siche⸗ Vo ksernährung angesehen wer⸗ gun se den.— Man wird mir entgegenhalten, daß die Erhaltung des Schweinebestandes jetzt— mit Rücksicht auf die hohen Kartoffelpreise und mit Rücksicht auf das Verbot der Ver fütterung von Getreide— fast unmöglich geworden ist und doch kann ich dem durchaus wicht beipflichten. Wenden wir uns zunächst zur Frage der Fütterung der Zuchtschweine, so muß festgestellt werden, daß die nicht befruchtete Sau ganz ruhig mit 6—8 Pfd. Runkeln, 1—2 Pfd. Trockenschnitzel und 3—4 Pfd. Haferspreu pro Tag ernährt werden kann, wobet ihr eine Schaufel Steinkohle oder feiner Sand zum Abschlei— fen der Zähne und zum Wühlen mit beigegeben wird. Die Runkeln können roh und ganz gegeben werden und als Tränke wird klares Wasser von Lufttemperatur gegeben. Ist die Sau belegt, so erhält sie etwa vom Ende des 2. Monats ab eine Futterzulage von // Pfd. Kleie, Malzkeime oder Biertreber, eine Zulage, die nach dem Ferkeln auf 11 Pfund vermehrt wird, wobei zugleich 1—2 Pfd. gekochte Kar⸗ toffeln und etwas Molke oder Magermilch(ca. 3—4 Liter) pro Tag gegeben werden. Die Runkeln oder Möhren werden in der Zeit, in der die Sau säugt, gekocht verfüttert.— Den Ferkeln wird ca. von der 2. Woche ab etwas Magermilch mit Kalkzusatz(1 Teelöffel Schlemmkreide pro Kopf und Tag) gegeben. Dieses Beifutter verstärkt sich nach und nach bis auf ca. 2 Liter pro Tag und Kopf in der 4.—5. Woche, wo⸗ bei zugleich noch etwas Kleie oder Malzkeime(ca. /½—%¼ Pfund pro Tag) mit verabreicht wird. Mit dem Absetzen der Ferkel setzt auch die Beifütterung von(ca. 1—2 Pfund pro Tag) gekochten Kartoffeln ein, bis dieses Futter etwa in der 7.—8. Woche allmählich in das Mastfutter übergeleitet wird. Als gute Mastrationen unter Schonung der Kartof⸗ felvorräte haben sich folgende ergeben: 1. Alter: 2—3 Monate, Gewicht: 20 Kgr., 2 Liter Ma⸗ germilch oder Molken, 2 Pfd. Haushaltungsabfälle oder Kar⸗ toffeln, 1 Pfd. Biertreber oder Malzkeime, 2 Pfd. Zucker⸗ futter, 100 Gramm Fischmehl. Fehlen Magermilch und Mol- ken sowie Haushaltungsabfälle oder Kartoffeln, so kann die Ration lauten: 8 Pfd. Rüben(gekocht), 2 Pfd. Roggenkleie oder Futtermehl, 100— 150 Gramm Kadavermehl oder Fleischmehl, 3—4 Pfd. Trockenschnitzel(angebrüht), 1 Pfd. Zuckerfutter. 2. Alter: 5—6 Monate, Gewicht: 50 Kgr., 3 Liter Ma⸗ germilch, Buttermilch oder Molken, 8 Pfd. Haushaltungs⸗ abfälle oder Kartoffeln(gekocht), 1½¼ Pfd. Biertreber, Malzkeime usw. 3 Pfd. Zuckerfutter, 150 Gramm Fischmehl oder 10 Pfd. Rüben, 3 Pfd. Roggenkleie oder Futtermehl, 200 Gramm Kadavermehl oder Fleischmehl, 4 Pfd. Trocken⸗ schnitzel, 1½ Pfund Zuckerfutter pro Tag und Kopf. 3. Alter: 6—9 Monate, Gewicht: 90 Kgr., zu der ersten Ration werden noch 1¼—2 Pfd. Zuckerfutter und 50 Gr. Fischfuttermehl, zu der Ration 2 noch 1—1½½ Pfd. Trocken⸗ schnitzel und ½ Pfd. Zuckerfutter sowie 30 Gramm Kada⸗ vermehl zugelegt. Ist der Frühling bezw. Vorsommer im Lande, dann tritt das Grünfutter in seine Rechte. Die Sanen und jünge⸗ ren Mastschweine können dann mit 8—10 Pfund Grün⸗ futter und etwas Beifutter, bestehend aus Kleien, Trocken⸗ schnitzeln und ähnlichen Futterstoffen, gefüttert werden. Die älteren Mastschweine erhalten eine Zulage an Zuckerfutter (ca. 1—1¼ Pfund pro Tag) und an Fischmehl oder Fleisch⸗ mehl(nicht über 80 Gramm pro Tag).— Als sehr gutes Grünfutter für Schweine kommt in Betracht 1. weißer Senf, von dem hier früher schon eingehend gesprochen wurde, 2. Wickhafer, den wir hier ebenfalls schon erwähnten, 3. Rot⸗ klee, der ja allen Landwirten hinlänglich bekannt ist und schließlich Komfrei, der seltener gebaut, hier nur nebenbei erwähnt werden soll.— Wichtig ist bei der hier angegebenen Fütterung, daß wir die Tiere stets langsam und all⸗ mählich an jedes Futter gewöhnen, daß wir von einem zum anderen Futter allmählich übergehen und daß wir den Tieren stets etwas zu kauen geben, seien es Steinkohlen oder sei es feiner Sand, das Schwein braucht diese Stoffe zur Erhaltung guter Magen- und Darmtätigkeit.— Man wird mir vielleicht entgegenhalten, daß einzelne dieser Stoffe bisher in der Schweinehaltung wenig üblich gewesen seien und daß es leichter sei, diese Stoffe zur Verfütterung zu emp⸗ fehlen als sie zu verfüttern. Ich kann dem nur entgegenhalten, daß alle die hier an⸗ gegebenen Futtermischungen nicht etwa Ratschläge vom grünen Tische aus sind, sondern von uns bei Versuchen teils auf dem Hofgut Winnerod, teils auf der Domäne Bayersröder Hof bei Hanau praktisch brauchbar ge⸗ funden worden sind und Verfasser kann auf Grund dieser Versuche nur die Ansicht aussprechen, daß wir sehr wohl auch ohne Getreide bei möglichster Schonung un⸗ serer Kartoffelvorräte unseren Schweinebestand durchhalten können und daß nur jedem Landwirte angeraten werden muß, seinen Schweinebestand, besonders sei⸗ nen Zuchtschweinebestand, nach Möglichkeit u erhalten und mit dem Eintritt des Grün⸗ e auch die Mast soweit wie irgend mög⸗ lich wieder aufzunehmen, diese Maßnahme dürfte sich später hoch belohnen.— Weitere neuerdings von Berlin aus zu uns gekommene Vorschläge, nach denen man ge⸗ mahlenes, gedämpftes Stroh als Schweinefutter verwenden sollte, haben bei der versuchstechnischen Prüfung durch uns recht große technische Schwierigkeiten ergeben, so daß auch dieser Maßnahme gegenüber zunächst noch Zurückhaltung am Platze scheint; wir werden später, sobald die Frage so geklärt ist, daß sie praktisch brauchbare Resultate ergibt, hierüber berichten.— Ein gewisses Mißtrauen gegen alle landwirtschaftlichen von Berlin herkommenden Ratschläge und Anschauungen sowohl der optimistischen wie auch der pessimistischen muß unseren Landwirten nur dringend an⸗ geraten werden. Kleberger. Aus Stadt und Cand. Gießen, 6. März 1915. Zeichnet Uriegsanleihe. 1. Denke Keiner, daß sein bescheidener Beitrag bei einem Milliardenbedarf ohne Einfluß sei. Denn: Viele Wenig machen ein Viel! 2. Tröste sich Keiner, daß es das letzte Mal glänzend auch ohne ihn ging. Keiner verlasse sich auf den Andern. 3. Bedenket, daß wir auf uns allein angewiesen sind und vom Auslande keine Hilfe zu erwarten haben. 4. Die eherne Sprache eines wuchtigen Erfolges der Kriegsanleihe läßt sich nicht umdeuten und verdunkeln: Be— denketdie Wirkungaufdas aufhorchende Aus- land! Gönnt dem Feinde nicht die Genugtuung, daß es mit Deutschlands Können zu Ende gehe. Sagt ihm und dem neu— tralen Ausland, daß wir mit dem Gelde in der Hand brüder— lich hinter unseren Kämpfern stehen. 5. Ehret dankbar das von den Heeren Erreichte! Macht die Meldung an Deutschlands Helden möglich:„Viele Mil- liarden an gutem deutschem Gelde sind für Euch bereit gestellt.“ Wer zurückbleibt, der belebt des Feindes ersterbende Hoffnung. 6 Beachtet, daß der Ertrag für eine Anlage ersten Ranges außergewöhnlich hoch ist! 7. Würdet Ihr zögern, die Feuerwehr auszurüsten, wenn in Euer Haus die Brandfackel zu fallen drohte? 8. Wollt Ihr Siege verlangen, ohne Opfer zu bringen? 9. Wandelt Bank- und Kasseguthaben in Reichsanleihe um, so viel sich flüssig machen läßt. Ueberlegt, ob Ihr nicht die Darlehnskassen bei den Reichsbankstellen angehen könnt. Das könnt Ihr namentlich dann, wenn Ihr für später nach den ohnehin weit erstreckten Zahlfristen Bareingänge zu er⸗ warten und solange Wertpapiere für die Pfandhingabe ver⸗ fügbar habt. 10. Nur Vertrauen und Einsicht wird verlangt, kein Zwang geübt. Erhaltet den stolzen Bau des deutschen Geld⸗ wesens, den deutsche Gewissenhaftigkeit geschaffen hat, auf daß wir auch in diesem Sinn den Feinden überlegen bleiben, die Bewunderung des Auslandes uns sichern. 11. Beweist, daß Deutschland auch wirtschaftlich nicht zu beugen ist. 12. Die deutsche Wacht steht zu Eurem Schutze über den Grenzen. Erhaltet Euch die eiserne Wehr! 5 * 2— Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) * Hornist(Briefträger) Jak. Franz, 2. Marine-Inf.-Rgt., aus 4 Schwarz.— Ref. Joh. Friedrich Eisert, Inf.⸗Rgt. 135, aus Schwarz.— Musk. Heinrich Gerbig, Inf.⸗Rgt. 224, aus Schwarz. —. Ers.-Res. Phil. Schmidt, Inf.⸗Rgt. 88, aus Seeheim.— Unter⸗ offizier Wilh aub, Landw.⸗-Inf.-Rgt. 116, aus Groß-Bieberau. Oberstl. und Regiments⸗Kommandeur Rich. Coll man n, Feld⸗Art. 31(früher 28. Jeld⸗Art.⸗Rgt), aus Darmstadt.— Musk. Karl Finkernagel, Res.⸗Inf.-Rgt. 221, aus Darnstadt. Landsturmmann Edmund Rix, Res.-Ins.⸗Rgt. 80, aus Worms. — Anteroff. der Landw. Gustav Kretzer aus Dillenburg. Kriegssreiw. Lehrer Rud. Bernhardt, Res.-Inf.-Ngt. 223, aus Haiger-Seelbach.— Bat.⸗Adi. Paul Eymer aus Wiesbaden.— Kriegsfreiw. stud. theol. Jakob Kriep, Res.⸗Inf.-⸗Rgt. 221, aus Mühlheim a. M.— Ers.⸗Res. Hartwig Kleinmann, Res.-Inf.⸗ Rgt. 222, aus Hanau a. M Schulamtsaspirant Heinrich Jeudner aus Stein-⸗Bockenheim.— Vizeseldwebel Georg Er b, Res.-Inf.⸗Rgt. 224(vormals 116) aus Harbach.— Landwehrmann Georg Koch, Landw.⸗Jnf.-Rgt. 118, aus Worms.— Kriegsfreiw. stud. med. Paul Weil, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 222, aus Krofdorf.— Kriegsfreiw. Schauspieler Bruno Schulz, Res.-Inf.⸗Rgt. 221, aus Darmstadt.— Kriegsfreiw. Jak. Rein aus Niedereisenhausen. * Personal nachrichten der Ober⸗Postdirek⸗ tion Darmstadt. Verliehen wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse dem Postsekretär Schäfer aus Gießen, dem Telegra⸗ phensekretär Neumann aus Darmstadt und den Postassistenten Beck aus Mainz, Best aus Rüsselsheim und Volz aus Seli⸗ ue , em Nleikum CEEP A DDD Salem Gold . Zigaretten für unsere Krieger durch die Feldposi Preis: Ne 32488810 37 4 5 6 8 1OHd Sd 20 Stck Salem Cigereften Porfofrei? 50 Std. Salem Cigaretten OPf. ,,.,. ,x, é, Orient. sabaku Cigatettenfabrik . 58 Jenidze Dresden Inh Hugo Zietz. ghaoflieferant 5. Mad Königsç Sstnsen . 7 7 * — 0 1 1 105 1 1 . 7 11 4 8 7 23 g 4 e . 5 0 a . N i e e Tapferkeitsmedaille dem WPofti Fri ats Friedberg, dem Postsekretür K. Bomnartus aus„ dem Ober-Postassistenten Hans Müller aus Bingen und den Postassistenten Beck aus Mainz und Greb aus Mattz⸗Kastel.— Zu Offizieren des Be⸗ urlaubtenstandes wurden befördert: Postmeister Bauer qs Rüsselsheim, Postsekretär Schäfer aus Gießen, Ober⸗Postassistent Hans Müller aus Bingen und Postassi⸗ stent Senßfelder aus Bad⸗Nauheim.— Angenommen: zum Postagenten wurde Gemeinde⸗Einnehmer Schmitt in Herrnsheim.— Versetzt wurden Postsekretär Adolf Vogel von Offenbach nach Mainz unter Ernennung zum Ober⸗Postsekre⸗ tär, Postsekretär Keiser von Bingerbrück nach Offenbach, Ober⸗ Postassistent Friedrich Schneider von Worms nach Darmstadt und Postassistent Stühler von Osthofen nach Mainz.— In den Ruhestand tritt Ober⸗Postsekretär, Rechnungsrat Quetsch in Mainz.— Gestorben sind: Ober⸗Postassistent a. D. Hartmann in Gießen, Ober⸗Postassistent Ludwig Mül⸗ lex in Offenbach und Postkanzlist a. D. Lang in Darmstadt.— Gestorben infolge Verwundung sind: die Postassistenten lein aus Butzbach und Spalt aus Heppenheim.— Vor dem Feinde sind gefallen: die Postassistenten Burk aus Bad⸗ Nauheim und Kessel aus Schotten, Postagent Berg aus Mör⸗ lenbach.— Ausgeschieden ist Postagent Schwinn in 3 Kreis Schotten. Schotten, 5. März. Der Lehrer Heinrich Schaaf, Offizierstellvertreter im Infanterie-Regiment Nr. 116, 4. Komp., erhielt das Eiserne Kreuz. Schaaf war früher an der hie⸗ sigen Volksschule, an den Schulen in Sichenhausen und Herchen⸗ lain tätig. Vor fünf Jahren übernahm er eine Stelle an der Deutschen Schule in Paris und war bei Ausbruch des Krieges mit seiner Familie in der Heimat in Ferien. Kreis Friedberg. Friedberg, 3. März. Am letzten Sonntag(28. Febr.) fand in der Gegend von Wölfersheim zum erstenmal eine größere Geländeübung verschiedener Jungwehren der nordöst⸗ lichen Wetterau unter Teilnahme der Jungwehren von Friedberg und Bad⸗Nauheim statt. Die von Regierungsassessor Walter veranstaltete und vorbereitete Uebung stand unter der militärischen Oberleitung der Herren Major Stamm und Haupt⸗ mann Schnell aus Bad⸗Nauheim, die das Schiedsrichteramt übernommen hatten Die Annahme war folgende: Blaue Trup⸗ pen ständen zum Schutze des Bahnhofs Friedberg an den Wetter⸗ — 1 bei Oppershofen Jungwehren Rockenberg, Oppers⸗ hbofen, Steinfurth), Steinfurth(Jungwehr Bad⸗Nauheim), Wissels⸗ im(Jungwehr Friedberg, 2. Kompagnie und Rödgen Jung⸗ wehren Wisselsheim, Schwalheim und Dorheim). Rote Trup⸗ ven(Jungwehr Friedberg, 1. Kompagnie, Reichelsheim, Dorn⸗ ussenheim, Beienheim, Weckesheim, Melbach, Södel, Wölfersheim und Wohnbach) waren aus der Richtung Hungen bis Wölfersheim vorgerückt und hatten den Lemberg(Höhe 218 besetzt. 2. Uhr erhielt„Blau“ Befehl, die feindliche Stellung bei Wölfersheim anzugreifen und„Rot“ womöglich hinter die Bahnlinie Hungen— Friedberg zurückzuwerfen. Das hügelige, teilweise von malerischen 1 bedeckte Gelände gestaltete den langen Anmarsch von „Blau“ und die Entwicklung zum Gefecht äußerst reizvoll. Die Jungmannschaften zeigten trotz der kurzen Ausbildung anerkenneus⸗ werte Leistungen in Marschsicherungen, Patrouillen- und Melde⸗ dienst sowie in der Geländeausnützung beim Vorgehen der Schützen⸗ linien. Bald nach 5 Uhr wurde das Gefecht abgebrochen und die 17 Kompagnien rückten von allen Seiten in Wölfersheim ein, strammen Schrittes, unter Trommel⸗ und Pfeifenklang. Herr Major Stamm und Herr Hauptmann Schnell lobten in der nun folgenden Kritik besonders die erfreuliche Ausdauer und Frische der Jung⸗ wehrleute. Ein dreifaches Hurra auf unser herrliches deutsches Nachfrage sehr gro Volksheer beschloß die Uebung, und singend traten die Kompagnien bei anbrechender Dunkelheit den Heimmarsch an. Trotz der teil⸗ weise ganz betrüchtlichen Anstrengungen sah man in den Kolonnen nur fröhliche Gesichter Die zahlreichen Zuschauer aus nah und fern hatten ihre helle Freude an den prächtigen, kernigen Jungen. Starkenburg und Rheinheffen. w. Offenbach, 5. März. Während eine Verfügung des Ministeriums an die höheren Schulen bestimmt, daß bei der dies⸗ jährigen Osterversetzung mit möglichster Milde verfahren werden soll, hat die hiesige Hreisschulkommission angeordnet, daß in den Volks schulen an Ostern überhaupt keine Schü⸗ lex sitzen bleiben sollen. Nur in den Elementarklassen können Schüler ausnahmsweise zurückgelassen werden. O Aus dem südlichen Odenwald, 4. März. An vielen Orten hat wieder der Ankauf von Eicheln eingesetzt. Die Ernte ist jetzt reichlicher und einträglicher als im Herbst. Der starke Schneefall im Februar hat eine 1 Eicheln von den Bäumen zur Erde gebracht; es werden für de ist, 4 Mk. bezahlt gegen 2 Mk. im Herbst. Die reichen Einnahmen, die dadurch viele Familien erzielen, lindern manche Not in der gegenwärtigen schweren Zeit. fc. Mainz a. Rh., 4. März. Für die Besor gung der dringen⸗ den Feldarbeiten wurde mit der Beurlaubung gar⸗ nisondienstfähiger Soldaten im Goupernement Mainz bereits begonnen. Berücksichtigt wurden diejenigen Leute in erster Linie, die—— Angehörige im Felde stehen haben, da deren Hilfskräfte schon von vornherein schwer vermißt wurden. Einige erhielten Urlaub bis 1. Mai.— Im Monat Februar von 4800 1 bei der hiesigen städtischen Sparkasse über eine Million eingezahlt. Abgehoben dagegen von 2200 Per⸗ sonen eine halbe Million. ö O Lampertheim, 4. März. Vier junge Burschen, von denen der jüngste erst 15, der älteste noch nicht 18 Jahre alt ist, wurden hier verhastet. Nicht weniger als 35 Diebstähle werden ihnen len Last gelegt. Die Mutter des einen Burschen hatte alle gestohlenen Gegenstände in Verwahrung genommen. Sie * wurde gleichfalls in Hast genommen. * 62. . 8 n Zentner, da die] Fe Hessen⸗Nassau. N h. Frankfurt a. M., 5. März. Der vor längerer Zeit aus dem Hochheimer Gefängnis entsprungene 24jährige Metzger Johann Baptist Hutmacher aus Sindlingen trieb sich in Frankfurt her⸗ um. Hier besuchte ihn seine Frau regelmäßig und versorgte ihn mit Geld und Lebensmitteln. Auf eine Anzeige wollte ihn heute nacht ein Hochheimer Gefängniswärter im Wartesaal des Haupt⸗ bahnhofses verhaften. Hutmacher schlug jedoch den Wärter zu Boden und floh, wurde jedoch auf dem Bahnsteig ergriffen und verhaftet.— Die großen Anforderungen, die der Krieg gegen⸗ wärtig an den Stadtsäckel stellt, werden für das kommende Rech⸗ nungsjahr 1915 eine Erhöhung der Steuern im Gefolge haben. Es sollen statt der bisherigen 136 Prozent insgesamt 150 Prozent der Staatssteuern erhoben werden. Die Steigerung daxf als mäßig angesehen werden. Von der Erhöhung des Wasser⸗ geldes nahm der Magistrat Abstand.— Die Einsammlung der Küchenabfälle zu Viehfutter auf dem Lande hat sich hier rasch und leicht eingebürgert. Es gelangen gegenwärtig täglich schon 250 Zentner Abfälle zur Ablieferung, wodurch der Lebensmittel versorgung unmittelbar und mittelbar ein großer Dienst geleistet wird. Spielplan des Gießener Stadttheaters. Direktion: Hermann Steingoetter. Sonntag, den 7. März, nachmittags 3¼ Uhr, bei Volkspreisen: „Flachsmann als Erzieher.“ Ende nach 6 Uhr. Abends 7% Uhr, bei kleinen Preisen:„Die heitere Residenz.“ Ende 10 Uhr. Diens⸗ tag, den 9. März, abends 8 Uhr(14. Dienstag-Abonnements- Vorstellung), bei gewöhnlichen Preisen(ermäßigt):„Wohltätige Frauen.“ Ende 104 Uhr. Freitag, den 12. März, abends 8 Uhr (14. Freitag⸗Abonnements-Vorstellung), bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt):„Die deutschen Kleinstädter.“ Ende 10 Uhr. Sams- iat den 13. März, abends 8 Uhr, bei gewöynlichen Preisen l(er⸗ mäßigt): Vortragsabend von Dr. Ludwig Wüllner. Ende gegen Standes amts nachrichten. Gießen. Aufgebote: März 2. Walter Friedrich Niedergerke, Apo⸗ theker in Gießen, mit Elisabeth Katharine Wilhelmine Emilie Marie Straub in Marburg. Eheschließungen: Februar 28. Balthasar Theodor Fer⸗ dinand Friedrich Artur Weirich, Geschäftsreisender in Köln, mit Marie Elisabeth Arnold in Gießen. Geborene: Februar 24. Dem Wagenaufseher Christian Lanio eine Tochter, Erna Josephine.— Dem Hilfsfeuermann August Schmidt ein Sohn, Friedrich.— 25. Dem Heilkünstler Franz Bruno Dikomeit eine Tochter, Erika Lilli.— 26. Dem städt. Arbeiter Wilhelm Rinn eine Tochter, Annemarie.— Dem Eisenbahnschaffner Heinrich Schneider ein Sohn, Hugo.— 27. Den Kaufmann Max Rosenthal eine Tochter, Hedwig Lotte.— März 2. Dem Schlosser Karl Konrad Leinweber ein Sohn, (Passionsandacht.) die Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Lukas⸗ gemeinde statt. Abends 6 Uhr: Vorstellung und Prüfung der de kene aus des Matthäusgemeinde, wozu besonders auch die Eltern und Angehörigen der Konfirmanden eingeladen werden. Die Konfirmation findet am nächstkünstigen Sonntag, den 14. März, im Hauptgottesdienst statt, in Verbindung damit des heil. Adendmahls. Beichte dazu Samstag, den 13. März, nachmittags 2 Uhr. Mittwoch, den 10. März, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirche. Vormittags 9 Uhr: Pfarrer VBechtolsheimer. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Hoffmann. Nächstkünstigen Sonntag, den 14. März, findet um 2 Uhr Wartburg, evangelischer Jünglings- und Männer⸗vereis. ö f (Diezstraße 15.) 1 Sonntag, den 7. März, abends: Vortrag. Dienstag, den 9. März, abends 8¼ Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, den 1J. März, abends 8/ Uhr: Leseabend. Samstag, den 13. März, abends 8¼ Uhr: Aeltere Abteilung. Blbeltränzeh 2 füt ane kee inzchen für er—.— hranstalten. 5 Für die jüngere Abteilung jeden Mittwoch von 6—7 Uhr, für nnessaal. die ältere Abteilung jeden Samstag von 6—7 Uhr im Joha⸗ Bibelkränzchen für Mädchen aus der Johannesgemeinde. Jeden Dienstag von 6-7 Uhr im f Sonntags⸗berein für Mädchen. Jeden Sonntagnachmittag von 2 Uhr ab Diezstr. 15 p.(An⸗ sprache, Gesang, Spiele, Bibliothek). Evangelischer Gottesdient. 10 Uhr. Sonntag, den 14. März, nachmittags 3 Uhr, bei Volks- a 5 preisen: Kinder⸗Vorstellung:* letzten Male:„Tischlein deck N— 1 1 585 vormittags 1 Ubr. dich, Esel streck dich und Knüppel aus dem Sack.“ Ende 5¼ Uhr. 2 eie 3 Mitten 9.— 10 Mat n 2 0 4 Abends 7½ Uhr, bei kleinen Preisen:„Das Fest der Handwerker.“ Danbringen: b lt. e rd, 8 6 hr: Komisches 8 aus dem 15. 450 Gesang in 8 Akt en uß mann. von Louis Angely. Hierauf:„Das Versprechen hinterm Herd.“ f Ende gegen 10 Uhr. Katholische Gemeinde. —— Gottesdienst. f Samstag, den 6. März: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenban zur heil. Beichte. Sonntag, den 7. März, 3. Fasten Sonntag: Beichte. Vorn eittags von 8/ Uhr an: Gelegenheit um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. 5 um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. * um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachmittags um 4½ Uhr: Auen bee Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre; darauf Passionsandacht. Dienstag abend um 8 Uhr ist Fastenandacht. 5 Freitag abend um 8 Uhr ist Fastenpredigt. Diaspora-Gottesdient. 2 Laubach um 10 Uhr. n Lich um 9% Uhr. Heinrich Karl. Sterbefälle: Februar 25. Minna Elise Krumbiegel, 8 Monate alt, Katharinengasse 12.— 26. Armand Emil Line⸗ mann, 1 Jahr alt, Seltersweg 12.— Luise Landsiedel, geb. Schreiner, 34 Jahre alt, Hillebrandstraße 14.— 27. Reinhilde Margapeta Banse, 1 Jahr alt, Frankfurter Straße 76.— Jose⸗ phine Heichelheim, geb. Neustadt, 67 Jahre alt, Süd⸗Anlage 13. — Gertrud Schepers, 4 Jahre alt, Rodheimer Straße 38. 28. Alma Nebe, geb. Hö 50 Jahre alt, Rodheimer Straße 6. — Christoph Seth, Lokomotivführer i. R., 68 Jahre alt, Damm⸗ straße 31.— Hermann Seibert, Milchfuhrmann, 54 Jahre alt, Wolkengasse 12.— März 1. Margarete Gringel, geb. Jung, 58 Jahre alt, Steinstraße 71.— Johannes Ludwig Georg Ernst Martin, Taglöhner, 52 Jahre alt, Kaiser⸗Allee 31.— 2. Clisa⸗ beth Sauer, 16 Jahre alt, Wilhelmstraße 2.— Anng Paula Ziegler, 3 Jahre alt, Am Riegelpfad 28.— Rofa Abt, geb. Strauß, 41 Jahre alt, Ebelstraße 5.— 3. Anna Margarete ie 5 de 8 411710 15. 9. m Felde gefallen: Dezeuber 15. Johannes ilbinger, Student, Unteroffizier, 19 Jahre alt, Seltersweg 79 a, zu Haubourdin im Fe des 7. Armeekorps gestorben.— Februar 12. Dr. Albert Klein, Oberlehrer, Leutnant d. R., 37 Jahre alt, Schiffenberger Weg, 43, bei Souain gefallen. Friedberg. Eheschließungen: März 3. Christoph Adam Cordes, i tursekretär in Frankfurt a. M., mit Emma Bianzano in Offenburg. Geborene: Februar 24. Dem Postschaffner Wilhelm Zeitz Dem Gastwirt Fritz Türk eine Tochter, Hedwig Emma.— 26 ein Sohn, Haus Emil. ö Sterbefälle: Februar 27. Minna Luise Mai, 1 Jahr alt. Hungen. Geborene: Februar 24. Dem öhner Heinrich Diehl ein Sohn, Ernst Ludwig.— März 3. Bildhauer.— Theodor Karl Riese in Magdeburg eine Tochter, Margarete. UWeirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 7. März. Oculi Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9/ Uhr: Professor D. Schian. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. ———— ů ů—ů—ů ů ů 14 8 5 1 8 IV 7 SANATOGEN Von 21000 Arzten anerkammes 3 und Nerven. Sanatogen schasit einen 2. * jeder Mehrverbrauch. und werden kann. So bietet es anch fur unere stehenden Krieger eine ru E. haltung der Gesundheit und In allen 17 theken und Drogerien. Die Sanatogenwerke Berlin 48 8 231, versenden kostenlos aufklarende Sci Sanatogen als RKräftigungemittel 1. bei Nervenleiden 2. bei Rekonvalesren und Siche- rustanden aller Art 3. bei Magen- und Darmleiden 4. bei lung. 5. bei Bleichsucht und Bintarmm 6. bei Kinder 7. bei Frauenleiden 8. bei Ernã derner 9. Merkblatt für werdende nter un wer Sanatogen noch nicht kennt,—— von der obengenannten Amtlicher Teil. Verordnung Petr.: Weber von Briefschaften der Kriegsgefangenen durch nen. 1„ Auf Grund der 88 1 und 9 des Gesetzes über den Belagerungs⸗ zustand vom 4. Juni 1851 ordne ich an: Privatpersonen ist es verboten, Briefschaften von Kriegs⸗ oder an Kriegsgefangene in Enrpfang zu nehmen oder zu besorgen. a Unter Kriegsgefangenen sind alle Militär- und Zivilge⸗ fangenen zu verstehen, gleichgültig ob sie sich in den Kriegs⸗ gefangenenlagern selbst, in Lazaretten oder an einer Arbeits⸗ 1 9 5 Zuwiderhandlungen werden s genannten G mit Gefängnis bis zu einem Jahre gesteun a 1. 5 Kommandierende General: Freiherr von Gall, General der Infanterie. Betr. 1 e f. aer en 22 etr.: Vorrats g u Höchstvreis für i 3 Nachstehende Bekanntmachung wird hiermit veröffentlicht. 4 Gießen, den 5. März 19165, We Kreisamt Gießen. r. Usinger. Bekanntmachung betreffend Vorratserhebung und Höchstpreis für Chile⸗Sal peter vom 5. März 1915. Vorratserhebung. Auf Grund der Bundesratsverordnung betreffend Vorrats⸗ erhebungen vom 2. Februar 1915(Reichsgesetzblatt Seite 54) wird folgende ung erlassenn 01 1 der Verfügung betroffen sind: alle Vorräte an Chile⸗ 1. alle, die Chile⸗Salpeter aus Anlaß ihres Handelsbetriebes oder sonst des Erwerbes wegen im Gewahrsam haben, kaufen oder verkaufen; 2. londwirtschaftliche und gewerbliche Unternehmer, in deren Betrieben Chile⸗Salpeter verarbeitet wird; 3. Kommunen, öffentlich rechtliche Körperschaften und Verbände. 8 3. Zu melden sind: 0 ö 1. Die Vorräte, die den zur Auskunft nach 8 2 Verpflichteten gehören; dabei ist anzugeben, wer diese Vorräte aufbewahrt genaue Adresse), mit Angabe der Mengen, die von den einzelnen Personen oder Firmen aufbewahrt werden; 2. die einzelnen Vorräte, die sich— mit Ausnahme der unter 1. angegebenen Mengen— außerdem in seinem Ge⸗ wahrsam nden, sowie die Eigentümer(unter Angabe der genauen Adresse), der einzelnen Mengen; 3. die Mengen, die sich auf dem Transport zu dem zur Aus⸗ kunft Verpflichteten oder unter Zollaussicht(auf dem Wege zu 1 5 befinden. 8 e Mengen sind einheitlich in Kilogramm anzu⸗ 8.4. Zeitpunkt für die Angaben der Meldung. Zu melden sind alle in 8 J aufgeführten Vorräte und Mengen 8 dem am 5. März vormittags 10 Uhr tatsächlich bestehenden 1 f ö 8 5. Ausgenommen von der Verfügung sind Vorräte, die am Tage der Vorratserhebung weniger als 500 Kgr. en. 555 Die Meldung ist zu richten an die Salpeter⸗Meldestelle des Königl. Preuß. Kriegsministeruums, Kriegs⸗Rohstoff⸗Abteilung, Berlin W 66, Leipziger Straße 5. 9.7. Die Meldung hat zu erfolgen bis zum 15. März an die im 96 8 Adresse. 98. 2 dige Behörde oder die von ihr beauftragten Beamten sind 25 zur Ermittelung richtiger Angaben Vorrats⸗ räume, in denen Vorräte an Chile ter zu vermuten sind, zu Pein und die Bücher der zur Auskunft Verpflichteten zu en 89. Wer vorsätzlich die in den obengenannten Paragraphen Zur Auskunft verpflichtet sind: 0 wird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit u 10000 Mark bestraft; auch können Vorräte, ind, im Urteil als dem Staat verfallen erklürt Höchstpreis Auf Grund des Gesetzes betreffend vom 4. Ange 1914(Reichsgesetzblatt Seite 330) in der der Bekannt machungen über Höchstpreise vom 17. r 1914 blatt Seite 516) und vom 21. Januar 1915(Keichsgesetzblatt J wird folgende Bekanntmachung erlassen: 1. Der Preis für eine Tonne Chile⸗Salpeter darf 240 Mark ach Fe dere g pres gilt kor Che- Salpeter r lg in be 8 2. Der H tr gt.—„ im Verkehr des Reichsgebietes befindet. Die unterzeichnete Kommando⸗ behörde kann Ausnahmen gestatten. 5 83. Der Höchstpreis schließt die Versendungskosten ab 5 Lagerstelle nicht ein und gilt für Zahlung Zug um Zug. Zahlung gestundet, so dürfen bis 2 v. H. für Jahreszinsen über Reichsbankdiskont hinzugeschlagen werden. 5 84. Die Eigentümer dex im freien Verkehr des Rei befindlichen Mengen von Chile⸗Salpeter werden hier gefordert, ihre Vorräte, soweit sie nicht nachweislich d liegende Aufträge auf Lieferung von Sprengstoffen und für die deutsche Kriegsmacht belegt sind, bis zum 20. A Kriegschemikalien Aktiengesellschaft, Berlin W.66, Maurerstr. 5 zum Höchstpreise zu überlassen. bis zu 10000 Mark wird bestraft: 1. wer den nach 8 1 fan dee ft 5 n 2. wer einen anderen zum Abschluf öchstpreis chreitet: eines 2 auffordert, einem solchen Vertrage erbietet; 5 3 wer Chile⸗Salpeter beiseite schafft, beschädigt oder J. wer Vorräte von Chile-Salpeter dem zuständigen gegenüber verheimlicht. § 6, Diese Verordnung tritt am 5, März 1915 unterzeichnete Kommandobehörde bestimmt den Außerkrafttretens. geforderte Auskunft zu der im 86 angesetzten Frist nicht erteilt, oder wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht, Stell vertretendes Geuerallommando Frankfurt a. M., den 5. März 1915. 85. Mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstraft durch den der Höchstpreis überschritten wird, oder sich zu ö