R 174 Nr. 55 Der Sießener* erscheint täglich, er Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Slehener Familiendlätter; 770 wöchentl. Kreis- latt für den Kreis Glehen (Dienstag und A Lack. zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech— Anschlüsße: für die 1 Verlag, Geschäftsstelled l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. ihme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt 008. Jahtgang Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel ⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- * schristleiter: Aug. Goetz. General-Anzeiger für Gberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Vonnerstag, 4. März 1015 Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Neue Kämpfe in Ost und West. Die gute Lage bei Praszuysz wieder hergestellt. die Lage an den Dardanellen. (TB.) Großes Hauptquartier, 3. März, vorm. (Amtlich.) „Westlicher Kriegsschauplatz. Bei St. Eloi, südlich von Hpern, wurde ein Angriff zweier englischer Kompagnien nach blntigem Handgemenge zurückgeworfen. Bei Per ronne landete infolge Motordefekts ein franzö⸗ sisches Flugzeug. Die Insassen wurden gefangen genommen. Die französischen Angriffe in der Champagne hatten nicht den geringsten Erfolg. Wieder wurden die Frauzosen mit schwe ren Verlusten in ihre Stellungen zurückgeworfen. . Nordwestlich von Ville sur Tourbe entrissen wir dem Fe inde Schützengräben in Breite von 350 Metern. g Französische Vorstöße im Walde von Consenvoye und in der Gegend Ailly⸗Apremont wurden leicht abgewiesen AUnser„Augriff nordöstlich Badonviller brachte uns w ieder beträchtlichen Geländegewinn. Wir schoben unsere Front h ier in den letzten Tagen um 8 Kilometer vor. Nordöstlich von Celles machen die Franzosen vergebliche Versuche, den Verlust der letzten Tage wieder auszugleichen. „Oestlicher Kriegsschauplatz. Bei Grodns ist die Lage unverändert. Südöstlich von Au gustowo versuchten die Russen den Bobr zu überschreiten. Unter schweren Verlusten wurden fie . und ließen 1500 Gefangene in unserer Hand. 7 Andere Angriffe in der Gegend nordöstlich von Lom za brachen dicht vor unserer Front gänzlich zusammen. Südwestlich von Kolno machten wir Fortschritte. 5 Südlich Mysziniez nahmen wir unsere Vortruppen vor üb erlegenem Feinde etwas zurück. 104 3 von Praszuysz fühlen die Russen lang⸗ Mehrere russische Nachtangrisse östlich von Plock wurden a bgewicsen. Oberste Heeresleitung. ** * Eine neue Kundgebung der deutschen Einigkeit und Be⸗ reitschaft, durchzuhalten bis zum Siege, war die gestrige Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses, das den Kultus- voranschlag behandelte und annahm. Die Vertreter aller Parteien betonten, daß dieser Krieg das Ansehen und den Hochstand deutscher Bildung und Gesittung, trotz lügnerischer Vorhaltungen unserer Feinde, nicht im mindesten erschüttert habe. Auch der sozialdemokratische Abgeordnete Hänisch er— klärte, daß der unerschütterliche Wille zum Durchhalten und zum Siege auch seine Partei beseele.„Wir halten“, dieses Wort ist aus dem Munde eines Sozialdemokraten ein be⸗ sonders zu beachtendes Zeugnis,„die deutsche Kultur für die unversiegliche Quelle aller kulturellen Entwicklung“. Hänisch schloß:„Wir fühlen uns als deutsche Sozialdemokraten, aber auch als sozialdemokratische Deutsche“. Kultusminister v. Trott zu Solz hatte ganz recht, als er in seiner Schlußrede sagte:„Die Errungenschaften und Erfahrungen des Krieges werden eine dauernde Bedeutung haben. Sie werden ein Licht sein, das in alle Ecken der Schule hineinleuchtet und das nicht mehr ausgelöscht wird“. Wir werden noch besser als bisher wissen, was wir am Deutschen Reiche haben, und der Hang, das Fremde kritiklos zu bewundern, wird immer mehr bei uns schwinden. Unsere neuesten amtlichen Berichte lauten günstig. Be⸗ merkenswert ist die Offenheit, mit der ein Bericht aus dem Großen Hauptquartier die vor einigen Tagen gefährdete Lage eines deutschen Korps bei Prasznysz näher darlegte. Drei russische Armeekorps griffen von Osten, Südosten und Süden her an, und die deutschen Truppen zogen sich kämpfend zurück, wobei Teile des Korps„scharf angefaßt“ wurden. Aber das Rückzugsgefecht wurde so tapfer und ge⸗ schickt geführt, daß auch der Feind stark litt und die Fühlung mit dem Gegner verlor. Inzwischen ist, so stellt die deutsche Meldung zu unserer vollsten Beruhigung fest, die Lage nach dem Eintreffen deutscher Verstärkungen wiederhergestellt. Diese Vorgänge erinnern lebhaft an den siegreichen Durch⸗ bruch deutscher Truppen durch eine russische Umschließung in der Nähe von Lodz, und es trifft sich, daß wir gerade heute einen Brief des Generals Litzmann, des Führers dieser heldenmütigen deutschen Kämpfer, wiedergeben können, in * glänzende Waffentat sehr anschaulich geschildert wird. Mancherlei Berichte, darunter derjenige eines Vertre⸗ ters von Wolffs Bureau, der selbst auf den Dardanellen⸗ forts sich hat einbürgern dürfen, bestätigen, daß die Lage der Türkei dort keineswegs stark gefährdet ist. Es handelt sich zunächst, trotz der vielen Schüsse und Angriffe, in erster Linie um eine Kundgebung, die bei den Balkan⸗ staaten Eindruck machen und deren Haltung beeinflussen soll. Der türkische Kriegsminister Enver Pascha, der einem Ver⸗ treter der„Frankf. Ztg.“ eine Unterredung gewährt hat, hat diesen Gedanken stark betont und die bestimmte Ver⸗ sicherung abgegeben, daß die türkischen Verteidigungsmaß⸗ regeln in bester Ordnung sich befänden und der Kampfes⸗ mut der Verteidiger unübertrefflich sei. Wir brauchen also auch im äußersten Osten keine Schwarzseherei zu hegen,! e 2*— die sich die Engländer in politische Erfolge umrechnen 1 95 Mögen sie sich in den Dardanellen blutige Köpfe olen! 1 8x* * Der Seekrieg. Berlin, 4. März. Ueber die Tätigkeit der deutschen Unterseeboote heißt es in einem Telegramm der„Voss. Ztg.“ aus Kristiania:„Morgenbladet“ meldet aus Arendal, dort sei ein Londoner Telegramm eingetroffen, wonach der frühere norwegische und am 26. Januar an eine Firma in Manchester verkaufte Dampfer„Thordis“ vor Weymouth von einem deutschen Unterseeboot torpediert worden sei. Der Dampfer hatte 501 Registertonnen. 5 Berlin, 4. März. Ueber die Erfolge der deutschen Unterseeboote wird weiter verschiedenen Morgenblättern aus dem Haag berichtet: Alle Nachrichten, daß die deutsche Kriegs- gebietserklärung keine Unterbrechung des englischen Schiffahrts— dienstes zur Folge gehabt habe, seien frei erfunden. Die englischen und französischen Blätter kämen in Holland mit einer Verspätung von drei bis vier Tagen an. An manchen Tagen bestehe zwischen Boulogne, Calais und England überhaupt kein Passagierperkehr— und nur Torpedoboote besorgen den Postverkehr in beschränktem Umfange.* Kopenhagen, 3. März.(WTB. Nichtamtlich)„Na⸗ tional Tidende“ berichtet aus dem Unter hause in Lon⸗ don: Auf die Frage, wie die englische Regierung die See— offiziere und Mannschaften eines deutschen Un⸗ terseebootes behandeln würde, die nach Versenkung eines Handelsschiffes in Gefangenschaft fallen würden, ant⸗ wortete Asquith, daß die Regierung diese Frage in ernste Erwägung ziehen werde, Amsterdam, 3. März.(WTB. Nichtamtlich.)„Telegraaf“ meldet aus Hoek van Holland: Der gestern abend hier eingetrof⸗ fene englische Dampfer„Wrexham“ meldet, er sei bis dies seits des Maasfeuerschiffes von einem Unterseebootver⸗ folgt worden; unterwegs habe er ferner verschiedene Minen an⸗ getroffen.. London, 3. März. WTB. Nichtamtlich.)„Daily Chro- nicle“ berichtet, daß ein Passagier des hollandischen Dam⸗ pfers„Prinzeß Juliana“, der in England angekommen ist, mitteilte, während der Fahrt sei ein großes deutsches Unter⸗ seeboot gesichtet worden, das aber das Schiff nicht halten ließ. Schwierigkeiten der englischen Truppentransporte. Berlin, 3. März.(Priv.⸗Tel.) Die„Vossische Zeitung“ meldet aus Hamburg: Bei dem Seetransport von Kitcheners neuer Armee nach Frankreich sind ganz unerwartete Schwierigkeiten entstanden. Es haben sich neuerdings, wie dem„Hamburger Fremdenblatt“ aus Rotterdam gemeldet wird, einige Truppenteile wegen der Minen⸗- und Unterseebootsgefahr geweigert, mit dem Trans— port in See zu gehen. Die Soldaten erklärten, sie wollten sich nicht wehrlos im dunklen Meeresgrund ertränken lassen. Die Ausstandsbewegung in England. London, 3. März.(WTB. Nichtamtlich.) Dem Reuter⸗ schen Bureau zufolge teilte das Streikkomitee von Clyde mit, daß die organisierten Arbeiter mit überwältigender Mehrheit beschlossen hätten, die Arbeit am Donners— tag wieder aufzunehmen. Die Enttäuschungen des Welttrieges. Kopenhagen, 3. März.(WTB. Nichtamtlich.)„Na— tionaltidende“ schreibt in einem Leitartikel: Die Engländer und der englische Premierminister kommen erst jetzt zu klarerer Einsicht darüber, daß der Weltkrieg viel härter und opfervoller für England ist, als sie bei Beginn des Krieges ahnten. Wenn man einen Rückblick auf die vergangenen acht Monate des Weltkrieges wirft, zeigt sich, daß sich alle leitenden Feldherren und Staatsmänner verrechnet haben: Der deutsche Generalstab in der Annahme, daß es ihm gelingen würde, Frank⸗ reich niederzuwerfen, ehe die russische Mobilmachung beendigt sei, die französische und russische Leitung darin, daß sie nicht voraussahen, daß Deutschland so gewaltige Heere zur Deckung seiner beiden Fronten werde aufstellen können, und das russische Kriegsministerium in der Annahme, daß es gelingen würde, das deutsche Heer zu vernichten. Die größte Enttäuschung erlitt jedoch, trotz Churchills fortgesetzten Erklärungen, daß er zufrieden sei, England angesichts der Entwicklung, die der See⸗ krieg genommen hat, und der deutschen Blockadeerklärung. Selbst wenn sie England nicht ernstlich bedrohen könnte, erhöhte sie doch die Mißstimmung, die der Gang des Weltkrieges in dem meerbeherrschenden England hervorgerufen hat, bedeutend, da Eng⸗ land die Erfahrung machen mußte, daß es nicht einmal seine eigenen Küsten hinreichend schützen kann. Der englische Premier⸗ minister hatte deshalb keine leichte Aufgabe im Unterhause. Die englische Geschäftstaktik. Berlin, 4. März. Auf der Tagesordnung der demnächstigen Sitzung des englischen Flottenvereins soll, wie verschiedene Morgen⸗ blätter nach„Daily News“ berichten, die Beschlußfassung über die Aussetzung eines Preises von 100 000 Mark für den ersten englischen Flieger stehen, der einen Zeppelin in der Luft vernichtet. 1 8 * Die Lage um Praszuysz. Berlin, 3. März. Aus dem Großen Hauptquartier erfahren wir: Nach der bewundernswerten Eroberung des zu einem starken Stützvunkt aufgebauten Ortes Praszuysz durch eines unserer Korps, das aus östlicher Richtung vorging, wurde die Lage hier infolgedessen einen Tag kritisch, als drei russische Ar— meekorps den deutschen Flügel von Osten, Südosten und Süden her angriffen und das siegreiche Korps veranlaßten, in einer Rück— wärtsschwenkung Front gegen diese Uebermacht zu machen. Hierbei wurden Teile des Korps scharf angefaßt; auch konnte eine größere Zahl von Verwundeten, die in benachbarten Dörfern untergebracht waren, nicht rechtzeitig zurückgeschafft werden. Die Russen waren nicht imstande, den geordneten Verlauf der Rückwärtsschwenkung zu stören und verloren die Fühlung mit dem deutschen Korps. Daraus geht hervor, daß sie bei ihren Angriffen stark gelitten haben. In- zwischen ist die Lage nach dem Eintreffen deut⸗ scher Verstärkungen wieder hergestellt. Der ganz bedeutungslose russische Erfolg hält mit dem im voraufgegangenen Sturm auf Praszuysz, wo wir über 10000 Gefangene und reiche Kriegsbeute machten, keinen Vergleich aus. Wenn die Russen sich gleichwohl bemühen, ihn durch ebenso⸗ lange wie unglaubwürdige Berichte zu einer beachtenswerten Waf⸗ fentat aufzubauschen, so spricht daraus nur das vergebliche Streben, die allgemeine Aufmerksamkeit von der vernichtenden Niederlage ihrer 10. Armee in der Winterschlacht in Masuren abzulenken. Der deutsche Durchbruch bei Lodz. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet: General v. Lietz⸗ mann, der den Durchbruch der deutschen Truppen aus dem russischen Ring bei Lodz leitete und gegen eine er⸗ drückende Uebermacht die Schlacht gewann, schrieb bald nach dieser glänzenden Waffentat an seine in Braunschweig lebende Kusine: Wenn preußische Soldaten nur die Wahl haben zwischen Kapt⸗ tulation und Durchbruch des feindlichen Ringes, darf es kein Schwanken geben. Es gab auch keines, nicht eine Se⸗ kunde lang. Es war jedem so selbstverständlich, zu tun, was Ehre und Pflicht gebot. Am 23. November batten wir feindliche Uebermacht auf den Fersen und feindliche Ueber⸗ macht vor uns, außerdem noch Flankenbedrohung. Wir haben uns durchgeschlagen, gesiegt, dem Feinde 12000 Gefangene— mehr als die eigene Stärke— und 15 Geschütze abgenommen und dann haben wir diesen Waffenerfolg ausgenützt und sind im Nachtmarsche querfeldein über gefrorene Sturzäcker und unter Scharmützeln noch 17 Kilometer nach Brezing marschiert, wo wir im Rücken desjenigen feindlichen Armeekorps standen, das un⸗ ser eigenes Nachbarkorps bedrohlich im Schach hielt. Das war „strategische Verwertung taktischen Erfolges“, um mich kriegs⸗ wissenschaftlich auszudrücken“ Sie fand am 24. ihren Lohn in der Rettung des Nachbarkorps und im neuen gemeinsamen Siege. Wir sind anfangs durch schnelle Erfolge verwöhnt gewesen. Damals hatte unser Gegner seine Riesenmassen noch nicht ins Feld füh⸗ ren können, und wir waren stark. Jetzt heißt es, sich der Ueber⸗ zahl erwehren, aber wir können das und werden siegen, wenn der Wille zum Sieg fest bleibt und wenn hinter dem Heer ein Volk steht, das sich mit uns eins weiß und fühlt in diesem Willen und dann— Gottvertrauen und sittlicher Ernst! Es ist noch keine Zeit zu fröhlichen Festen. ** * Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 3. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauthart, 3. März 1915 mittags: In den Karpathen sind westlich des Uzsoker Passes Kämpfe im Gange, die sich in größerem Umfange um den Besitz wichtiger Höhen und Rückenlinien entwickelten. Mehrere russische Gegenangriffe wurden blutig abgewiesen, im Laufe des Tages auf der Ge⸗ fechtsfront neue lokale Erfolge erzielt. Bei der Erstürmung einer Höhe nördlich Cisna blieben 400 Gefangene in unseren Händen. In Südostgalizien wurde an der ganzen Schlacht⸗ front heftig gekämpft. g N Am Dunajec und in Russisch⸗Polen hat sich nichts Wesentliches ereignet. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 3. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kriegsbericht⸗ erstatter des„Fremdenblattes“ meldet über die Karpathen⸗ schlacht: Gestern wurde auf der ganzen Front von nordwestlich Czernowitz bis westlich des Duklapasses andauernd ge⸗ kämpft. Südlich des Dujestei hat sich unsere kühn angreifende Infanterie bereits festgebissen und läßt nicht locker. Am Lu p⸗ kower Paß kämpfen in dem meterhohen Schnee deutsche und österreichisch-ungarische Truppen mit einer Energie, die Wetter⸗ und Terrainschwierigkeiten trotzt. Namentlich in überraschen⸗ den Nachtangriffen leisten die deutschen Truppen, die jetzt immer mehr den Anforderungen des ihnen bisher nicht ver⸗ trauten Gebirgskrieges gerecht werden, Wunderbares. Ueber die Höhen des Uzsoker Passes dringen unsere Truppen in Galizien ein und bieten den verzweifelten Bemühungen des Feindes die Stirne. In der Duklasenke setzte gestern nach zweiwöchigem, ohne besondere Beunruhigung von den Russen geführten Positions⸗ krieg gleichfalls ein harter Kampf ein, der indes den Feind un keinen Meter vorwärts brachte. Die Stanislauer Schlacht, die noch immer nicht end⸗ gültig entschieden ist, brachte uns gestern wieder einige Vorteile. Die Wirkungen unserer schweren Haubitzen auf die übrigens aus⸗ gezeichneten Stellungen der russischen Axtillerie machten sich ver⸗ heerend fühlbar. Trotz großer Opfer an Manschenmaterial machten * 5 1 1 f 5 1 die Russen bisher keinen einzigen Fortschritt. Bei Stanislau wurde ein Pope in dem Augenblick ver haf tet, als er durch Anzünden eines Heuschobers die Stellung unserer schweren Batterie verraten wollte. Die ierigkeit der Nachschübe verlangsamt natürlich die Operationen Zu der guten Stimmung der Truppen trägt wesent⸗ lich der Umstand bei, daß für ihre körperliche Wohlfahrt gesorgt ist. Neben Dampfbädern und Duschen wird dank einem völlig neuen Verfahren jetzt auch die Reinigung und Desinfektion der Kleider in der Front durchgeführt. ** * Bericht aus dem türkischen Hauptquartier. WTB. Konstantinopel, 3. März. VNichtamtlich.) 5 Das Hauptquartier teilt mit: Die feindliche Flotte beschoß ge⸗ drei Stunden lang die Dardanellen, aber er⸗ folg los. Durch das wirksame Feuer unserer Batterien wurde sie gezwungen, sich zurüdzuziehen. Gleichzeitig beschoß eine feindliche Flotte, bestehend aus 4 französischen Kreuzern und einigen Tor⸗ vedobooten, ohne jedes Ergebnis unsere Stellungen am Golf von Saros. Unsere Flieger bombardierten erfolgreich feindliche Schiffe. In Irak, in der Umgegend von Ahoz, wurde nach einem Gefecht zwischen zwei Schwadronen englischer Kavallerie, die Ma— schinengewehre mit sich führten, und unseren Aufklärungskolonnen der Feind zur Flucht gezwungen. Er ließ 50 Tote und eine Menge Waffen und Munition auf dem Kampfplatz zurück. Der Angriff auf die Dardanellen. ( Konstantinopel, 3. März. WTB. Nichtamtlich) Der Sonderberichter tter von Wolffs Telegra phischem Bureau tele⸗ graphiert aus den Dardanellen vom 2. März, daß das eng⸗ isch⸗französische Geschwader seit 1. März eine regelmäßige, nur durch die Witterungsverhältnisse unterbrochene Beschießung der Forts zum Zwecke einer systematischen Vorbereitung der Forcie⸗ rung der ellenstraße unterhielt. Die Regierung beschloß im Ein verständnis mit den verantwortlichen Kommandostellen, mehrere zuverlässige Journalisten in die Dar⸗ ö e zuzulassen, weil dies das beste Mittel sei. einer grundlosen Angst der Bevölkerung vorzubeugen. Nach⸗ dem diese Korrespondenten am Sonntag unter schwierigen Ver⸗ bältnissen bei hohem Seegange gelandet waren, gingen sie zunächst auf die Wohnungssuche in den überschwemmten Straßen von Tschanak Kale. Am Montag setzte bei klarstem Wetter die feindliche Beschießung in mäßigem Umfange wieder ein. Zufolge dem freund⸗ lichen Entgegenkommen der maßgebenden militärischen Stellen batten die Korrespondenten Gelegenheit, einen Teil dieser Ope⸗ rationen, auf welche die Augen von Europa gerichtet sind, von dem Haupfturme des Forts Tschanak Kale zu beobachten. Der Ver⸗ treter des Wolffbureaus konnte nach der Besichtigung mehrerer f 8 0 und der Erklärung der gesamten Organi⸗ sation der Verteidigung durch einen Fachmann das Einvernehmen aller Teilnehmer dieser journalistischen Expedition dahin fest⸗ stellen, daß die Dardanellen niemals stärker ge⸗ früstet undentschlossener verteidigt gewesen sind, wie heute. Man war allgemein der Ueberzeugung, daß die Jorcierung der Dardanellenstraße, wenn überhaupt, so doch nur unter ungeheueren Opfern auf englischer Seite möglich sei, welche die gesamten maritimen Stärkeverhältnisse im Mittelmeer be⸗ einflussen und die Vorherrschaft der Westmächte dort beeinträch⸗ tigen würden, ein Fall, dessen Eintreten der Ausfmerksamkeit der italienischen und griechischen Staatsmänner nicht ent⸗ gehen dürfte. Die eßung am Montag durch einen Teil des Geschwaders zeigte wiederum die möglichste Fernbaltung der franz. Schiffe und charakterisierte sich als englisches Privat⸗ durch die aus schließliche Beteiligung cher Schiffe, welche die asiatische Seite des äußeren lleneinganges beschossen, ohne die gewünschte Erwide⸗ Tauung zu erzielen, wodurch die Stellung der türkischen Batterien verraten worden wäre. Dagegen erwiderten die Batterien von der Qrrnzischen Seite das Feuer mit dem Erfolge, daß auf dem i eines englischen Torpedobootszerstörers ein Brand aus⸗ brach. Nach der Beschießung erschien ein englischer Doppel⸗ decker um in großer Höhe zu erkunden. Gleichzeitig stieg ein stürkischer Bleriot⸗Eindecker auf. Nachts 11½ Uhr vauab es Mehrere Minensucher näherten sich dem Mi⸗ deenfesd isie zoge sich aber zurück, da sie sofort beschossen wur⸗ den, während ein Linienschiff vor dem Eingang der Meer⸗ — 4 türkische Feuer auf eine große Entfernung erfolglos er⸗ wiberte. Die Bevölkerung der Dardanellendörfer ist angesichts der Sicherbeitsmaßregeln der Mifitarverwalkung pollfändig ruhig. 22 Konstantinopel, 3. März.(WTB. Nichtamtlich.) 9 der gestrigen Beschießung der Dar⸗ danellen gemeldet wird, verschoß die feindliche Flotte mehr als 600 Granaten, ohne ein Ergebnis Zu erzielen. Die Granaten der türkischen Batterien warfen den hinteren Mast eines Schiffes um, das die Kontreadmi⸗ englis ralsflagge führte, und trafen mehrmals feindliche Schiffe. Borgestern nachts versuchte ein feindliches Torpedo⸗ bot in die Meerenge einzudringen, wurde aber von den Batterien gezwungen, sich zurückzuziehen.— Nach einem Fer er der Agence Milli ist ein Torpedo⸗ vot gesunken. Die Kämpfe im Kaukasus. Petersburg, 3. März.(WTB. Nichtamtlich.) Amt⸗ licher Bericht der Kaukasusarmee vom 1. März: In der Gegend jenseits des Tschorok wurden Versuche der Türken, Gegenangriffe auf unsere Truppen zu unter⸗ nehmen, unter schweren Verlusten für den Feind abge⸗ wiesen. Die Kämpfe in der Gegend von Ol ty verliefen 1 für uns erfolgreich. den übrigen Gegenden eine Veränderung. Japan und China. Mailand, 3. März.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des„Corriere della Sera“ aus i Truppen nördlich von Port Arthur die auf chinesischem Staatsgebiet gelegenen Ort⸗ schafte n Matschang und Futschang, angeblich zum Schutze der japanischen Handels niederlassungen, beseßt. — Kriegsbriefe aus dem Westen. 1 Von umserm Friegsberi (unberechtiater Nachruf. auch aus zugseeise, verboten) . 3 „Bijoux patriotiques“. g Großes Hauptquartier, 27. Febr. Der würdige Mann in Brüssel und Antwerpen,—— seines Wertes stol; bewußt, die französische Ordens⸗ rosette im Kno loche des Ueberrockes„der hat es heute schwer Vordem durfte er sich mit Recht sehen lassen. Denn die französische hatte Anlaß, die Verdienste der„Fransquillons“, der Verwal Flanderns, dankbar anzuerkennen. Denn in 30 Jahren 2 die alte Hauptstabdt Brabants, hat Brüssel eine so französische che bekommen, wie eine flandrische Bauernmagd, die si ge⸗ schminkt und gepudert auf dem Pariser Boulevard de Clichy herum⸗ treibt. Und 1 in— 2 15 in di idi gungsstellung gedrängt worden fte sich der würdi uit dem roten Bänpchen der Ehrenlegton ober einer per anbau, eee der ordens reichen französischen Republik wohl sehen 200 sen. 1 Aber heute fällt er nicht mehr auf. Die Belgier haben den Vasallenkrieg für England so ruhmreich durchgeführt, daß sich fast jeder Pflastertreter einer Auszeichnung aus eigenen Gnaden durch⸗ aus wert fühlt. Man sieht in Brüssel, besonders aber auch in den anderen größeren Städten, kaum mehr einen Menschen, der nicht ein Schleischen oder eine Rosette im Knopfloch trüge. Die gute alte Heroldskunst streicht gegenüber diesem munteren Spiel der gefärbten Seidenbänder ohnmächtig die Segel. Man bemerkt alle Farben des Regenbogens, die Flaggen sämtlicher belgischer Pro⸗ vinzen, die Wappen aller alten Städte. Sehr häufig trifft man das grün-rote Stadtbanner von Brüssel und am meisten natürlich die schwarz⸗gold⸗rote Trikolore von Belgien. 5 Also, man demonstriert in Farben, wenn auch nicht immer in Schönheit. Dabei sind die Vertreter des starken Geschlechtes viel ungünstiger gestellt als die Damen. Denn jene kommen über die Knopflochrosette, höchstens noch durch eine Schaumünze be⸗ schwert, nicht hinaus. Um eine Krawatte, tellergroß und mit schwarz⸗gold-roten Streifen oder Würfeln verziert, über die Boule⸗ vards spazieren zu tragen, dazu gehört schon ein gewisser Opfer⸗ mut, wenn man sonst als feiner Mann und Lackschuhdandy gilt. Die Träger dieser patriotischen Krawattenplakate sehen freilich meist nicht so aus, als ob sie ein Opfer des Geschmackes brüchten. Die Damen sind zweifellos besser daran. Schon den leinen Mädchen kann man schwarz⸗gold⸗rote Schleifen in die offenen Haare binden, die umso breiter werden, je mehr die Unzufrieden⸗ heit über Englands Ohnmacht gegen die deutschen Unterseebootan⸗ griffe wächst. Gänzlich gefahrlos kann man ferner dem starken Sieger mit Blumensträußen trotzen. Auf der Grande Place in Brüssel kauft man Gebinde von gelben und roten Tulpen, die mit einer breiten, schwarzen Atlasschleife zusammengehalten wer⸗ den. Das finstere Band kennzeichnet die nationale Trauer und das Sträußlein der Frühlingsboten ist ein totschicker Protest gegen den deutschen Eroberer, der seiner Trägerin umso besser zu Gesichte steht, je hübscher sie ist. Aber man hat noch ganz an⸗ dere Möglichkeiten, gegen das deutsche Regiment zu demonstrieren. „Ie ne coüte que 25 Ctmes.“ steht an den Schuhläden. Da lauft man ich für 25 Centimes einen nationalen Knopf mit den Wappen sämtlicher gegen Deutschland kriegführenden Mächte. Den befestigt sich die schöne Brüsselerin trutziglich am oberen Rande der Schnürstiefel. Auf Schritt und Tritt lugt er unter dem Rock⸗ saume hervor und zeigt den deutschen Eindringlingen, daß man mit ihrer Gegenwart nicht zufrieden ist. Als taktvolle Menschen müßten sie daraus ihre Schlüsse ziehen. Aber sie tun das nicht, diese„Boches“, diese„Barbares!“. Man muß ihnen also mit stärkeren Mitteln beikommen; das ist ja klar, Tulpensträußchen und Schuhrosetten für 20 Pfennig zeigen zwar den guten Willen, als ein wirklich wirksamer Versuch, den Rädern der Weltgeschichte in den Gang zu fahren, sind sie aber nicht anzusehen. Da hilft denn erfreulicherweise der Juwelen⸗ händler. In allen Brüsseler Goldarbeiterläden, die namentlich in der Nähe des Grasmarktes in so großer Zahl und mit sonst so geschmadvollen Auslagen zu sehen sind, verkauft man jetzt, um dem nationalen Leid und der großen Hoffnung auf die Zufunft auf die Beine zu helfen, sogenannte„Bijoux patriotiques“. Wenn ich das ganz besonders neidenswerte Glück hätte, der Gatte einer eleganten Brüsselerin zu sein, so würde ich wahrschein⸗ lich sagen, hier hört der Spaß auf, zumal die Brüsseler Gold⸗ warenhändler auch im Kriege auf Preise halten. Da ich aber zu den„Boches“, zu den blutrünstigen„Barbares“ gehöre, so bitte ich die schönen Brüsselerinnen um Verzeihung, wenn ich meinen Humor behalte und ihnen sage:„Ihr seid ja gar nicht so!. Ich rede gar nicht von den freundlichen Metropolitaninnen, über die man möglichst wenig reden soll, besonders wenn sie so zahlreich sind, wie in Brüssel, trotzdem sie die größten Tulpensträuße und die breitesten Dreifarbenrosetten tragen. Ich streite überhaupt nicht, denn mit Frauen streiten bringt nie Gewinn. Sondern ich setze mich ganz still vergnügt hinter die Spiegelscheibe einer der alten spießbürgerlichen Bierstuben an den Boulevards, trinke mein Glas Lambic oder Stout, wie es am selben Platze die altbrabanter Maler getrunken haben mögen, die mit ihrem Pinsel der Lebens⸗ fülle eures Landes den ewigen Adel gegeben haben, und nehme die Parade der„Bijoux patriotiques“ ab. g Zierliche Nichtigkeiten sind es, glitzernde Sächelchen, mit denen euch eure Goldschmiede lehren, patriotisch gegen die Deutschen zu demonstrieren. Ihr denkt vielleicht, daß ich darüber lache? Im Gegenteil, ich bin ganz nachdenklich. „Da ist zuerst die immerwährende Begegnung mit dem heiligen Michael, die mir auffällt. Dem heiligen Michael ist gemeinsam mit der heiligen Gudula die Hochkirche von Brüssel geweiht. Sein vergoldetes Bild, wie er den Drachen bezwingt, ragt von der Spitze des schlank zu den Wolken aufsteigenden Stadthausturmes. So ma denn manche Brüsselerin auf den Gedanken gekommen sein, daß ihre Vaterstadt auf den ritterlichen Drachentöter einen ganz be⸗ sonderen Anspruch habe. Könnten alle die kleinen St. Michaele aus Goldemaille ihre Schwerter gegen die Deutschen erheben, so erstünde über Nacht dem König Albert und dem Lord Kitchener hinter der Yser eine Armee, wie sie sie sich erträumen. Aber St. Michael wird diesmal verkannt. Er ist kein Nationalbelgier. Er ist der alte Patron tapferer Kriegsmänner. Und ehedem baten ihn die Landsknechte um Schlachthilse. Das war, als die Löwen⸗ paniere vor Flandern und Brabant und der Hahn des Henne⸗ gaues noch hinter dem deutschen Kaiseraar in den Krieg zogen. Damals aber, meine schönen Brüsselerinnen, haben auch vlämische Landsknechte ihren Zweihänder mit dem Spruch gesegnet:„St. Michael, du deutscher Geist, hilf du den Wurm bezwingen!“ In⸗ dessen, ich gebe auch den Landsknechten nicht recht. Man soll die Himmlischen nicht in die irdischen Händel mengen. Deshalb gefällt es mir aber auch nicht, daß in der Brüsseler Kathedrale die bel⸗ ische Trikoloxe in auffallender Weise hinter dem Altar der Notre⸗ me⸗de⸗Deélivrance aufgehängt ist. Vom heiligen Michael zur Unglückszahl 13, das ist der nächste itt der„Bijoux patriotigues“, Die 13, die alte schicksalsschwere 84 e des nordischen Glaubens, die erst in christlicher Zeit zur unbedingten Unglückszahl umgedeutet wurde, hat in Bel⸗ gien und Ostfrankreich ihre ursprüngliche Bedeutung als Glücks⸗ versprechen behalten, wie bei uns in der Volksüberlieferung und im Märchenbuch. Vielfach trugen die Mädchen schon früher als„porte⸗ doch nur Deutsche, die gelernt haben, auf die weither klingenden Stimmen ihrer Urvorzeit lauschen, den Zusammenhang ver⸗ stehen und die Glücks zahl für 1915 in vollem Umfange und mit heißem Herzen deuten. Denn aus unseren Vergangenheitsträumen ist uns ein erfüllungsgewisser Zukunftswille erwachsen. Und in en ringen wir darum, daß er Tat werde. — 2— 8 84855 0 act— ni. i n ifen, ich mich aufrichtig über ihre„Bijoux patriotigues“ freue; daß es mir eine Genugtuung ist, wenn sie aus verschüttetem germani⸗ schen Stammesbewußtsein heraus das Herrgottskäferchen, das Marienkälbchen des Mittelalters und Friggakühchen der Edda⸗ zeit, gegen uns Deutsche auf ihren„Bijoux patriotiques“ mobil machen. Wo doch auf der Welt nur der Kinderglaube des 8 4* 5 9 zu den Himmels⸗ türen fliegt und anders s sonst eine sechsbeinige Coleoptere aus der Käfersammlung der Museen. 10 Es ist, als ob sie uns, über den augenblicklichen Hader himveg, der durch einen geschichtlichen Zufall Deutsche gegen Vlamen in hlutigem Kampfe geführt hat, zeigen wollten, wie viel heimliches Stammesbewußtsein sie bewahrt haben, selbst da, wo sie die deutsche Sprache zu verlieren begannen. Eins der verbreitetsten„Bijoux vatriotiques“ sind Hafselnüsse mit sieben strahlenden in⸗ chen belegt und mit der schwarz⸗gold⸗ roten wissen es e Nuß im sind, schon ganz wie unser schwarz⸗wei die so lange vom alten n Ka aach cen aus dem den Blamen be⸗ Südafrika Seither hat sich die runde Welt wieder um ein Stück g Und heute sang der Sänger— er nahm wohl ni Deutscher ihn hörte— das lahme Spottverslein: 5 „De duitsche Keizer 0 is nit wijser Zijne groote kanone a 1 Schiete net pwer de Yser.“ 5 Keine Hand e sich zum Beifalle. Die rer mo an die Verlustlisten ne dige schreckli 5 D vla⸗ mischer Namen, die täglich von der Yser 15 an den Arbeitsstellen des Roten Kreuzes angeschlagen worden sind. 1 Ich aber dachte an das herrliche Lied, welches die Vlamen 1870 sangen, als sie müßig bei Seite stehen mußten, wa 1 übrigen deutschen Bruderstä gegen das„fransche rvovers⸗ nest“ zogen: 1 Wir volgen ten kamp, Germanen, 5 onz 5 t hart ontweld, wij bidden voor it heil uwer vanen opt bloedig vorlogsveld!! a En keert gij, o, broederen weder, met lauwren om't wapprend doek, 200 knielen wij nevens u neder en schrijwen't met guldene veder, vok in ons geschiednisboek!. N Ich kann mir denken, daß eines Ta auch ic unvergleichliche deutsche Taten mit ar 8 Nach afl den e dee dese Werberene cs ist nach a ·„ en 2 daß Germanen. der Unkultur gegen Deutsche die Waf⸗ tung helle Vlamenaugen ünden und strahlender leuchten wer⸗ den, als alle modischen„Seng patriotiques“ der Brüsseler Gold⸗ arbeiter rings um den Grasmarkt. W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. 2——.—..—.—..— Aus Stadt und Cand. N Gießen, 4. März 1915. Geheime Sitzung der Stadtverordneten. Gestern abend fand eine nichtöffentliche Sitzung der Stadtv.⸗ Versammlung statt, die 2 Stunden dauerte. Die Versamm⸗ lung sprach sich grundsätzlich für die Einführung von Brotmarken aus. Die Aus i Hur welcher Weise die Brotverteilung gehandhabt werden soll, werden demnächst bekanntgegeben; ebenso wird der Zeit⸗ punkt, wann die Einrichtung in Kraft tritt, noch näher mitgeteilt werden. Für das ee und das r ericht wurden von der Versammlung Bürger⸗ deiserkt- Serretzr 2 5 5—— der Bürgermeisterei⸗Gehi uhl gewählt.— Zur Vor⸗ beratung des Voranschlags 1915 wird der Finanz⸗Ausschuß durch die Vorschlagskommission ver⸗ stärkt werden. Die Mitgliederzahl des ee 7 ist nämlich um zwei herabgemindert durch das Ableben des Stadtverordneten Loos und durch den Rücktritt des in e e Vahnhese— 5 1 4 zum Anschlu⸗ n enden e an di dt. leberland⸗ Zentrale werden bewil Es sind die Stationen: Schiffenberg, Garbenteich, Reis⸗ kirchen, Saasen, Göbelnrod, Lumda, Allen⸗ dorf a. d. Lum da, Geilshausen, Odenhausen, Kesselbach, Londorf, Treis, Mainzlar, Dau⸗ bringen, Großen⸗Buseck und Rödgen.—„Die Versammlung war damit einverstanden, daß der städtische Steuerzuschlag Reichs ⸗Wertzuwachssteuer, den die Stadt auf Grund der Ortssatzung vom 9. 1. 12 bisher erhoben hat, vom 1. April d. J nicht mehr erhoben werden soll. Die Steuer brachte im Rechnungsj 1913/14 in Einnahme 21336 Mk.— einer n 1677 Mk.— also netto 19 659 Mk. ein. 1 Bei der Getreideaufnahme auf dem Lande * bonheur“ eine goldene, edelstei e 13 an einem Kettchen ie Nomi mens eit, Jie na Kit die ich in den Dient des de. Haus in welchen, in der Stube mur ber aushef usbesther dung fein nt deer an Lend ff, dag zung una ifte a Anfabrisee 8 weilten. Wi der Vater mit „Belgien Fndeutet. Man fle p Aich voch die Jahres 0 1913 dem einen Kommissionsmitglied auf den Spei ging, blies bei, in der sicherlich nicht trügerischen Annahme, daß sich in diesem Karlchen bei dem ar unten in der Wo e. Karl⸗ Jahre Belgiens Geschick entgültig entscheiden wird. Ober man läßt chen wurde und sagte: 4 weiß, wu mir noach eine weiße silberne Maus auf dem Reifen klettern, der die beiden Frücht huh.“—„Ei, wu dann?“ fragte der Mann., Ziffern zusammenhalt. Und vermutlich ahn keine von den demon- do himerm Owe, inner d Tücher. Richtig, da standen 1 5 3 5 bonheur“ Mr 7 die 5 hochgefüllte Maltersäcke und waren Als der Fernzahl u e nse en germanis a ver⸗ i i zurückk. i j 8 einigt haben, um gegen die Deutschen zu manifestieren; und daß ter mit dem Begleits mann gu N. ien der 4 unten gebliebene Mann:„Hoste d' aach dein Frücht eee A 3 dieser.„Can däi zwaa S hinnerm Owe?“ Der Gefragte war sprachlos.— In einem anderen Dorfe klagten die Leute dem Pfarrer ihre Not nit der Fütterung der Hühner.„Ei,“ sagte ihnen der Pfarrer, Forte hin sie!“ Als am anderen die Pfarr⸗ i a f Eier einzukaufen, bekam fi E m'r härre die Hühner geschlo acht“. haben weit f hörige 9 Hauptmann Spoerbase(68.), Off.-Stellv. Schaaf(J), Off. Köhler seldw. Unteroff. Sch wender 110), Geir. Klaas(2), Geir. d. L Eh. mann(III), Gesr. d. R. Peter(J.), Res. Hofmann(4% CW „Hindenburg“ fand gestern nachmittag eine außerordent⸗ t 116. Nach der 1 des men 1 9 n r Zweiter Klasse: Oberstleutnant hardt, Off.⸗Stellvertr. seldw. Feick(ö.), Vizes N(8.), dwebel 2.), Unteroff. L aur(5.), Untere. 8 ild a mann(11), Musk. Schlögel(ic), Zahlmeister Witling(II), Dr. Der Betierpreis. Im Saale des Restaurants und Umgegend statt, die zu der von den in. 7, Das Eiserne Kreuz im Jufanterie- Regi- das Ciserne Kreuz erhalten: Erste 5 aa ck. 0 (,). Off.⸗Stellv. Lung(12.), Vizeseldw. Wittels berger(L.), d. L II Hauffe 17.), Unteroff. Ge o (6.), Unteroff. Rehor Debler 63.) Musk. Berke(9, Musk. Kramer 2 ol d⸗ Feldgeistlicher Günther(50. Ins.⸗Brig.). lich stark besuchte Versammlung der G. irte von Gießen 0 1— Erböhung des Bierpreises Stellung nahm. Der rsitzende des Gießener Gastwirte⸗Vereins, Herr Jas⸗ komsky, erstattete das einleitende Referat. Er stellle fest, daß die Brauereien die Erhöhung des Bierpreises vorgenom“ men, ohne sich mit den Wirten vorher in Verbindung zu 1, ging dann auf frühere Bierpreiserhöhungen und die damit für die Wirte verbundenen Schwierigkeiten ein, be⸗ handelte ferner die Frage, ob für die Brauereien gerade jetzt eine zwingende Notwendigkeit zur Bierpreiserhöhung vor⸗ gelegen habe und berichtete schließlich über die mit den Braue⸗ reibesitzern stattgehabten Verhandlungen, wegen Aufhebung des Bieraufschlags, die trotz aller eindringlichen Vorstellun⸗ gen der Wirte ein negatives Resultat gezeitigt hätten. Die Ver⸗ sammlung müsse Mittel und Wege finden, wie man sich am besten mit der von den Brauereien angeordneten Erhöhung des Bierpreises abfinden könne.— In der Erörterung er⸗ klärten sämtliche Redner, daß sich die Wirte gegen die Er⸗ höhung des Bierpreises mit aller Entschiedenheit wehren müßten, weil die von den Brauereien angeführten Gründe nicht stichhaltig seien. Dazu komme, daß das Wirtsgewerbe unter den Wirkungen des Krieges wie kein anderes zu leiden babe, den Aufschlag also selbst nicht tragen, diesen aber auch nicht auf die Schultern des ohnehin schwer belasteten Publi- kums abwälzen könne Die Versammlung nahm hierauf ein⸗ st im mig folgende Entschließung an: Die heute am 3. März im Restaurant„Hindenburg“ in Gießen stattgefundene, außerordentlich stark besuchte Wirte⸗Ver⸗ sammlung lann sich nach dem Referat des Vorsitzenden des Wirtevereins nicht davon überzeugen, daß der von den Brauereien eingeführte Bieraufschlag berechtigt ist. Die Versammlung steht auf dem Standpunkt, daß der Aufschlag von den Wirten, die unter den Wirkungen des Krieges außerordentlich zu leiden haben, nicht getragen werden kann, daß es aber auch in einer Zeit all⸗ gemeiner Teuerung unmöglich ist, die Erhöhung auf das konsu mie e Publikum abzuwälzen. Eine Bierpreiserhöhung würde eichbedeutend mit der Vernichtung zahlreicher Existenzen im gewerbe sein. Die Wirte lehnen deshalb die Bier hreiserhöhung ab und verpflichten sich, fernerhin Bier nur zu den alten Preisen von den Brauereien zunehmen. Die Versammlung erwartet, daß die Wirte in diesem Kampf um ihre Existenz von dem Publitum in weitgehendstem Maße unterstützt werden. c Kreis Friedberg. Friedberg, 4. März. Durch eine Verbrecher— jagd wurde heute in den Morgenstunden die Stadt in Aufregung versetzt. Der 1880 in Dresden geborene Schweizer Müller, ein schwer vorbestrafter Mensch, der sein halbes Leben im Zuchthause zugebracht hat, hatte vor drei Wochen seine Frau und einen derselben zu Hilfe kommenden Ar- beiter mit Totschlag bedroht und war wegen dieses Verbrechens am Dienstag zu einem Jahr und zehn Mo⸗ naten Gefängnis verurteilt worden. Er sollte heute vor⸗ mittag nach Düsseldorf gebracht werden, wo er sich wegen anderer Straftaten zu verantworten hatte. Als man ihn heute früh abholen wollte, war er entwichen und hatte sich in die Wohnung seiner Frau begeben, die sogleich vor ihm die Flucht ergriff. Als die Gendarmerie kam und den Flüchtling festnehmen wollte, floh derselbe auf das Dach des Hauses und von da von Dach zu Dach weiter, bis in der Üsagasse seine Flucht ein Ende fand, weil dort die Häuserreihen aufhören. Als die Verfolger nicht locker ließen, riß der Verbrecher Steine von den Kaminen und eröffnete damit ein Bombardement auf die Gendarmen und die Passanten. Die Beamten schossen auf den Flüchtling, ohne ihn jedoch zu treffen. Inzwischen hatte man die Feuerwehr alarmiert, und die Töne des Feuerwehrhorns in Verbin⸗ dung mit dem Schießen verursachten keine geringe Aufre⸗ gung. Als der Verbrecher sah, daß es keinen Ausweg mehr gab, rief er mit weitschallender Stimme: lebend bekommt Ihr mich nicht, und stürzte sich vom Dache des dreistöcki⸗ gen Hauses in die Tiefe, wo er zerschmettert lie ab⸗ en blieb. Die Leiche wurde in die Leichenhalle spitals gebracht. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 3. März. Das bekannte große Waren- haus der Firma M. Schneider am Marktplatz, Ecke Lud⸗ wigs⸗ und Kirchstraße, wird am 1. Mai d. J. geschlossen werden. Das erst vor wenig Jahren neuerrichtete fünfstöckige Gebäude ist an die Firma S. Wronker& Co. Nachf., Frankfurt a. M. übertragen worden. n. Offenbach, 2. März. Vor einer zahlreichen Zuhérer⸗ schaft hielt heute abend Prof. Dr. Eck von Gießen in der Goetheturnhalle einen hochmieressanten Vortrag über: Der Schotte Carlyle, Deutschland und England. Der Reinertrag des Abends ist für bedürstige Konfirmanden von Kriegsteilnehmern bestimmt. Gerichtssaal. Berlin, 3. März.(Priv.⸗Tel.) Wegen Beleidigung der preußischen Armee wurde der Pfarrer Paul Czep⸗ lewski aus Schöneich(Kreis Kulm, Westpreußen) von der fünften Strafkammer des Landgerichts zu sechs Monaten Gefän g⸗ nis verurteilt. Ter Angeklagte hatte am 22. Oktober in der Garderobe eines Berliner Weinrestaurants geäußert, die Kosaten seien die humansten Menschen, die preußischen Soldaten seien Mord⸗ brenner und Plünderer. Der Staatsanwalt hatte ein Jahr Ge⸗ fängnis beantragt. des Vermischtes. Hindenburg als Jäger. Wenig bekannt ist, daß Generalfeldmarschall Hindenburg, der geniale Bezwinger der Rus⸗ sen, auch ein großer Jäger ist. Die Jagdzeitschrift„St. Huber⸗ tus“ teilt mit, daß er vor dem Kriege fast alljährlich längere Zeit in den salzburgischen Gebirgen als Jagdgast des Grafen Hachstedt, dessen Jagdschlösser sich im Tännergebirge befinden, zur Gamsbirsch weilte und sich als guter Schütze auszeichnete. Ein Jäger, der sich gegenwärtig im Prager Spitale befindet, hat den Generalfeldmarschall oft auf seinen Pirschgängen begleitet und er zählt davon Folgendes:„Ich habe bereits viele Bilder des Gene⸗ ralfeldmarschalls gesehen, aber sie unterscheiden sich vielfach von dem wirklichen Aussehen dieses großen Mannes. Es mag sein, daß die Uniform sein Aeußeres verändert hat, aber in der Jäger tracht konnte ich immer nur den Eindruck eines echten Waid⸗ mannes gewinnen. Nichts Finsteres im Blick, eher etwas Her⸗ teres und Gemütliches, wie überhaupt das ganze Wesen dieses Mannes auf jeden, der Gelegenheit hatte, ihn näher kennen zu lernen, einen, ich möchte sagen, beruhigenden Eindruck machte. Nie habe ich während meines langjährigen Dienstes Gelegenheit gehabt, einen ausdauernden Jäger zu begleiten, als General Hin- denburg. Kein Steig war ihm zu schwierig, kein Weg zu weit. Bevor nicht der gute Stand erreicht war, gabs auch kein Nach⸗ geben, und der Erfolg war stets sicher.“ Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. sichten in Hessen am Freitag, den 5. März 1915: Wolkig, doch meist trocken, wechselnde Winde. Letzte Nachrichten. Ein deutsches„U“⸗-Boot vor Calais. i. Köln, 4. März. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der französischen Grenze: Das„Echo de Paris“ meldet aus Calais: Am vergangenen Samstag wurde hier in der Entfernung von fünf Meilen von der Küste ein deut⸗ sches Unterseeboot bemerkt. Sofort wurden die Küstenwachen alarmiert und die Batterien eröffneten das Feuer. Bevor sie sich aber eingeschossen hatten, ver⸗ schwand das Unterseeboot hinter einem auf der Reede liegenden Lazarettschiff. Die deutsch⸗narwrgischen Handelsbeziehungen. i. Köln, 4. März.„Sjoefarts Tidende“ schreiben: Von irgend einem Durchgangs verkehr von Norwegen nach Deutschland faun seit dem Kri 5 kaum noch die Rede sein, teils infolge der exlassenen Ausfuhr verbute, teils durch die englischen Maßnahmen. Was Norwegen an Deutschland aus⸗ führen kann, kann den Krieg kaum um einen Tag verlängern. Die neuen englischen Absichten treffen Norwegen also kaum. Die Kämpfe in den Karpathen. Wien, 14 März. In den Karpathen wird gegenwärtig trotz der großen Kälte und der hohen Schneelage erbittert ge⸗ kämpft. Es finden dort derzeitig interessante Versuche mit einer neuen Art der Proviantzufuhr statt. Der Südvol⸗ forscher Dr. König, der seinerzeit die Expedition Filchner mit⸗ gemacht hat, und der bekanntlich mit dessen Schiff„Deutschland“ eine neue Südpolreise plante, die jedoch infolge des Krieges nicht zustande kam, hat der Militärverwaltung 90 grönländische Hunde zur Verfügung gestellt, die an kleinen Schlitten zum Ziehen des Proviants verwendet werden. Diese Versuche sind ge⸗ lungen, die Einrichtung hat sich bestens bewährt. Die Lage auf dem österreichischen Süd⸗Kriegsschauplatz. Wien, 4. März. Oesterreichische Flieger kreisen, wie aus Ofenpest berichtet wird, fast täglich über dem nörd⸗ lichen Teile von Serbien und liefern dem Heere wert⸗ volles Nachrichtenmaterial. Vor einigen Tagen beschossen österreichische Flieger Belgrad und warfen Papierzettel ab, die von dem glänzenden Siege Hindenburgs berichteten. Sonst herrscht an der Save Ruhe. Die Beschießung der Dardanellen— eine verfehlte Kundgebung. Sofia, 4. März. Von dem großen Eindruck, den der Dreiverband von der Beschießung der Dardanellen auf die bisher neutralen Baltanstaaten erhoffte, ist bis jetzt wenig zu bemerken. Die höheren bulgarischen militärischen Kreise sind jedoch davon überzeugt, daß die Bezwingung der Dardanellen ohne die gleichzeitige Lan⸗ dung einer starken Landarmee unmöglich ist. Eine solche Landung wird aber mit Rücksicht auf die bereitgehaltenen bedeutenden türkischen Kräfte schwerlich agt werden. Es liegt vielmehr die Annahme nahe, daß die Beschießung der äußersten Dardanellenforts nur eine auf äußere Wir⸗ kung abzielende Demonstration ist, die ihren Zweck verfehlt haben dürfte. Der Streik in England. i. Köln, 4. März. Dem„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ wird aus London gemeldet: Obschon die„Times“ gestern aus Glasgow meldete, daß die Ausständigen heute oder morgen an die Arbeit zurückkehren würden, ist die Lage dennoch wenig befriedigend. Die Arbeiter nehmen die Arbeit nur unter der Bedingung wieder auf, daß keine Ueberstunden von ihnen verlangt werden. Wenn man ihnen nicht den geforderten Aufschlag bewilligt, werden sie zwar nicht erneut in den Ausstand gehen, aber sich so einrichten, daß möglichst wenig geleistet wird. Die royalistische Bewegung in Portugal. Genf, 4. März. Ueber Madrid melden französische Blätter, daß die royalistische Bewegung in Portu⸗ gal täglich zunehme. Zwischen der Bevölkerung und den Truppen komme es häufig zu Zusammenstößen. In einem Theater in Lissabon wurden republikanische Lieder ausgepfiffen. Man mache sich auf ernste Ereig- nisse gefaßt. Die Partei Alfonso Castos bestehe darauf, daß das Parlament am 4. März zusammentreten werde, was die Regierung gegebenenfalls mit Gewalt zu verhin⸗ dern entschlossen ist. Die Ziehung der 5. Geldlotterie zum Besten des Thüringer Museums in Eisenach, die des Krieges wegen verlegt werden mußte, ist nunmehr auf den 1 3. und 1 5. März d. J. sestgesetzt worden. Dieser Termin wird unwiderruflich eingehalten wer⸗ den und da nur noch eine beschränkte Anzahl von Losen dieser beliebten Lotterie vorhanden sind, die bald vergriffen sein werden, dürfte es empfehlenswert erscheinen, sich seine Lose à 1 Mk. bal⸗ digst in den bekannten Verkaufsstellen, oder bei der Lotterie⸗ bank G. m. b. H. in Eise nach zn sichern. /½b] Vermistungen Süd-Anlage 11 schöne 8⸗Zinmer⸗Vohn. Bad, Gas und— mit reichlich. Zubebör p. 1. April u vermiet. Näh. I. Stock. 292 6 Zimmer * 1 Sto ermieten. Wel Anlage. Frankf. Str. 89 3 Zimmer- Wohng. g. 15. Mürz verm. ne Verschiedene 3 Willa Wilbelmstraße 7, durch Ver⸗ setzung des Herrn Professor Dr. Hohlweg für alsbald od. später zu vermieten, auch zu verkaufen. 114832 Näheres Wilhelmstraße 5. Die von Herrn Haupt⸗ manngoulmann innegehabte 7. Zimm.⸗Wobu. 1. Etg. ist zu verm. Nah. Bergstr. 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Februar unser lieber Bundesbruder Oberlehrer Dr. Peter Nold (zugleich Berliner Armine). Leutu. d. Res. im Kaiser-Franz-Garde-Grenadier-Regt. 2. Ritter des Eisernen Kreuzes. In tiefer Trauer: Die G. B. Germania. 2 I. A. Adolf Kraft 1 In Begeisterung für sein Vaterland von Jugend auf- Haucht' er für dessen Ehre sein blühend Leben aus. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 7. Februar während treuer Pflichterfüllung als Sanitäter unser heiss. geliebter, braver, hoffnungsvoller Sohn, unser treuer Bruder und Enkel Paul Weil, stud. med. Kriegsfreiwilliger im Res.-Infant. Regt I. Kompagnie im Alter von 20 Jahren. guter, 222 288, In tiefem Schmerz: Konrad Weil Karoline Weil, geb. Schubecker Karl Weil Anna Weil Witwe Schubecker. Krofdorf, den 4. März 1915. 2076 Wiedersehn war seine Hoffnung. Bürgerverein Gie Sonnteg, den 7. März d. J., nachm. Lichtbilder- Vortra des Herrn Professor Walz aus Friedberg über „Siegeszug der Deutschen durch Belgien“. Eintritt für Nichtmitglieder des Vereins 50 Pfg., für Mitglieder bei vor⸗ heriger Abholung der Eintrittskarten bei Gastwirt Jastowsty,„Metropol“, Plockstr., 25 Pfg.— Der Reinertrag soll der Kriegsfürsorge überwiesen werden Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein 2078 D Der Vorftand. 8 — Zlehnng 13. K. 15. Harz Eisenacher Flocxstrasse? Telephon 393 Meinrias Areuers Feine Herren- und Damen- Schneiderei Feldgræue Aostume In isor men jeder Art Thüringer Iluseums 1582 m EISenach. 3333 Gewinne Zus. Marl * 5 Prima feinste holländische 4500 20000 20 5000 in tadellos frischester Ware soeben eingetroffen u. billigst bei Wallenfels Weinhandlung 118 Polenblut Großes dramatisches Prachtwerk in 3 Akten. Glänzend und hervorragend in Spiel u. Darstellung. Liebliche kleine Dingerchen Interessante Tierstudie. Herz und PFantofrel, drollige Burleske. Die Statue, Schausplel in 3 Akten. Nunek in tausend Aengsten Humoristische Szene. Luny schiesst einen Bock Lachschlager I. 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März 1915. 01179] Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statl. Für die vielen Beweise herz⸗ licher Anteilnahme sagen auf— richtigen Dank die trauernden Hinterbliebenen: Chr. Nebe und Kinder. Gießen, 3. März 1915. 2073 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil— nahme sowie für die zahlreichen Blumenspenden bei dem Hinscheiden unserer lieben guten Mutter Elisabethe Müller Ww. sagen wir hiermit allen herzlichen Dank. J. Faber Chr. Arnold Ww. J. Müller K. Klöß. Leibgestern, Vilbel, Gießen, den 4. März 1915. 2080 Dr. Carl Klein : Spezialarzt für Hautkrankheiten:: re. Röntgen- Institut 34⁰ hält wieder Sprechstunden von 9—12 Uhr vormittags: und 3—5 Uhr nachmittags Mittwochs und Sonntags nur vormittags Tel. 346 Haager Nighter 98 von Otto Schaaf, Giessen. Der beste Likur im Felde: ist nicht nur ein Außerst wohlschmecken- der Talelllkör, sondern auch bel allen Kagenbeschwerden empfehlenswertes Ge- 5 trünk für Jedermann. 1 Fl. 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Drog. 1418“) Klinkel. 1999 1987[3 Rm. Knüppel. .. Distrikt Platte 2: stheumatismus-, Ischias- und Gichssesdende Abletten z 275 oh, ohne jegliche Nebenerscheinungen und sicher Hafervorräte. Diejenigen Pferdebesitzer, die z. Zt. weniger als 6 Zent- ner Hafer für jedes ihrer Pferde besitzen, wollen dies bis spätestens 6. ds. Mis. unter Angabe des Pferdebestandes und des Haservorratles im Stadthaus, Gartenstraße 25 Zimmer 13 anzeigen. 3 2083 Gießen, den 2. März 1915. 5 Der Oeser miner e N er 2 Nutzholz⸗Versteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms. Freitag. den 12. März, von 12 uhr mittags an, sollen im Saale des Gastwirts Flibrer in Hohensolms bei Wetzlar aus nachbezeichneten Distrikten folgende Hölzer versteigert werden: 8 Distr. Scheuernwald. Eiche: Ausgesuchte, glatte Ab⸗ schnitte mit wenig Splint, 8 Stück 36/46 Jim. m. D., 3,2 8. Pit l. 4,6 Fim, 13 St. 0/39 Itm. 4,10 Mtr. S. 88 Istm., 9 St. 227 Zim, 7/10 Mir.— 405 Istm. Fichte: 2 Stämme 15 Zim, 8 Mtr.= 0,28 Istm. Distr. Eichelsberg. Tichte: JZ Stämme 15/3 Atm., 11/16 Mtr. 1,10 Isem.; Derbstangen 32 St. 1 Kl. 161 St. 2. Kl. 704 St. 3. Kl. Reisstangen 2100 St. 6. Kl.(Bohnenstangen und leichte Spalierlatlen. Distr. Grundwald.(Küchen⸗ waldchen) Eiche: 5 St. 2/32 Itm. 5,811 Mtr.— 267 Fstm., 36 St. 18/27 Zim. 5/12 Mtr.= 872 Fstm., 12 Rm. Rollen, 2 Mir. l. Distr. Mfaffenmark. Eiche: 1 Abschn. 40 tm. 6, Mtr.— 0,75 Fstm.(Schreinerbolzy 3 St. 28,39 Itm., 8,9 Mir.— 2.25 Fstm. Buche: 2 Abschnitte 52/3 ZItm., .und? Mtr.= 2,9 Istm.(gutes Schnittholz. Fichte: 24 Stämme 1320 Zim. 8/16 Mir.— 6,32 Istm., 28 Stangen 1.3. Kl. Distr. Buchenberg. Fichte: 6 Stämme 13/16 Zim. e 0 Fm. 0 Stangen 1 Kl. Distr. Junkern⸗ wald. Eiche: 1 Abschnitt 51 Zim. 62 Mtr.— 127 Istm. 7 Abschnitte 29/41 Zim. 47 Mtr.= 3,20 Istm., 10 Stämme 23.27 Itm., 4/12 Mir. 2.78 Istm., 1 Rm. Rollen. Buche: 1 Abschnitt 46 Ztm. 5,6 Mtr.— 0,03 Fstm.(gutes Schnitt⸗ bob, Lärche. Stamme 10, 2. 0 im. 10, 15 J9, Mir. 52,21 FIstm. Distr. Eulersgrund bei Frankenbach. Fichte: 240 St. sebr langschaftige Derbstangen 30 St. 1. 89 St. 5, 112 St. 3. sl. Distr. Isselscheid. Fichte: 85 St. Derb⸗ stangen 1/3. Kl. 12034 Nutz- und Brennholz⸗Versteigerung im Försterbezirt Ranstadt. Dienstag, den 9. März 1915 aus den Distrikten Kirchwald und Nütolswald: Mtr. lang, 41 und 2 Stück Rotbuchenstämme, 26 und 4 47 Ztm. Durchm. 0,98 Istm. 2 Stück Kirschbaumstämme, 11 und 8 Mtr. lang, 21 und 5 25 Zim. Durchm.— 0.82 f * stm. Stüc Eichenderbstangen(Deichseln) 4 Mtr. lang, 11 bis 13 Zim. Durchm. 49 Stüc Buchenderbstangen(Lenkwieden, 4 Mtr. lang, 10 und 11 Zim. Durchm. 25 61 Stück Fichtenderbstangen(Leiterbäume) 15 Stück Lärchenderbstangen(Latten⸗ u. Baumstangen). Buchen Scheit Rm. 213 1. Kl. 44 2. Kl., Hainbuchen⸗ Scheit Rm. 1(rund), Buchen⸗Knüppel Nm. 112, Buchen Reiserknüppel Rm. 4, Buchen⸗Astreiser Rm. 575.„ 5 5 Zusammenkunft 10 Uhr vormittags in der Wirtschaft Peter Jung, Ranstadt. Nähere Auskunft erteilt der Jörster Semper, Ranstadt. Gedern, den 2. März 1015. 5 2.650 Klingelböffer, Forstmeister. Fönigl.Merföritrri Roßberg, Post reihausen Holzverkauf. Donnerstag, 11. Märs, von morgens 9 Ubr ab. kommen in der Schneider'schen Gastwirtschaft zu Roß berg zum Verkauf: Sichen: 2 Km. Stammknsppel Suchen: 344 Rm. Scheit, 305 Rm. Knünpel Exlen: 8 Stämme 5. Kl. mit 261 Fstm, 8 Rm. Nutz · scheit 2. Kl. in Rollen, 14 Rm. Nutzknüppel. 2066 D Das Holz steht in den Distrikten 12. B, 34, 38, 43, 4. Holzversteigerung. 25* E egi) 8 enstag, den 9. Arz. vormittags von 1 Uhr ab, dei Gastwirt Moos in Krofdorf zum Verkauf: lürikt Feschenwald 14 a, Eichen: 1 Stamm 3 Kl.= 097 Fim, Stämme 4, Kl 1,8 Istm. 7 Stämme 5. Kl. 1.5, Istm. teils Wagnerbolzs, 9 Rm. Scheit und Knüppel, 18. Rm. Reiser. Buchen: 9 Rm. Scheit, 85 Rm. Knüppel, 4 Rm. Stockholz und 606 Rm. Reifer. Totalität, Distrikte 7, 9b, 10e, 112, 13a. 15a, 33e, Eichen 1 Am Knüppel, Birken Rm. Knüppel Anbruch, Fichten: 4 Stämme 2 Kl. 438 Fstm, 7 Stämme 3. Kl. 5,18 Fstm, 29 Stämme 4. Kl. 7,52 Istm. und Eichendurchforstungsreiser zirka 500 Nm., falls dieselben bis zur Versteigerung noch fertig⸗ gestellt werden. Krofdorf, den 3. März 1915. Der Bürgermeister. Holzsubmission. Nachverzeichnetes Holz, aus verschiedenen Distr., in den Waldungen der Gemeinde Alten⸗Buseck, soll im Submissionswege vergeben werden. 1 Fichten⸗Stamm 2. Klasse mit 1 70 Fstm. 2,6 von 2068 2„ ⸗Stämme 3. 7 77. 7 4 7 7 4./„ 3,62 7 17 N„ 5a. 7 7. 8,51 7 255* 7 5b.„. 77 49, 76 7 6 Kiefern⸗Stämme 3. 7. 7 3,55 5 10 7 77 4. 7 77 5, 15 5 51„„„„ e 1 Weißtannen⸗Stamm 3.„„ 1,13„ 2 7 Stämme ha. 7 7 0,72 7 7„ bb,„ 212 5 ⸗Derbstg. v. 8-11 Ztm. Durchm. mit 19,44 Fstm. Angebote sind bis zum 6. März, nachmittags 3 uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei, nach Sortiment und Klassen getrennt, einzureichen, wo alsdann die Eröffnung stattfindet; auch können da⸗ selbst die Bedingungen eingesehen werden. Das Holz wird auf Verlangen vom Forstwart Müller vorgezeigt. Alten⸗Buseck, den 1. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Alten⸗Buseck. Körber. 75 ae adler fee Assen 2 Dir.: Hermann Steingoetter. 78 Freitag, 5. März 1915 Morgen abend 9 uhr abends 8 Uhr im Kaiserhof.(1. Stoch 13. Freitag⸗Abonn.⸗Vorstellg. Monats„Vetsanmlung Gewöbnl. Preise sermäßtat) denne. Wolltitige Fre Damen willkommen! Adolph L' Arronge. . ll. 7. dbl. LA Ende 10 J. Ur. Ein Aen. U. i Soldaten pomgzeldwebel ab⸗ gesclosen. bene 11206 stellungen auf 2. u. 3. Parkett nur halbe Preise. 2071 wärts zahlen bei allen Vor ⸗ f