8 8 nr. 52 zweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Sleßener Famillenblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Rreisblatt für den Areis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zelt⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. N 105. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Der Notenwechsel zwischen den vereinigten Staaten und Deutschland. (WTB) Berlin, 2. März.(Amtlich.) Der amerikanische Botschafter hat im Auftrag der Regierung der Vereinigten Staaten der deutschen Regierung 15— 1 vom 22. Februar da⸗ tierte Note überreicht: 1 Die amerikanische Regierung gestattet sich im Hinblick auf den Schriftwechsel, der zwischen 8 und den Regierungen Deutsch⸗ lands und Großbritanniens über den Gebrauch neutraler Flaggen — englische Handelsschiffe und die Kriegsgebieterklärung der deutschen Admiralität stattgefunden hat, der Hoffnung Ausdruck zu geben, daß die beiden kriegführenden Regierungen im Wege gegenseitiger Zugeständnisse eine Grundlage für eine Verständigung finden möchten, deren Ergebnis darauf abzielt, neutrale, dem fried⸗ lichen Handel 9 Schiffe von den ernsten Gefahren zu befreien, denen sie bei der Durchfahrt durch die die Küsten der kriegführenden Länder berührenden Meere unterworfen sind. zie Amerikanische Regierung bringt ergebenst in Anregung, daß eine Verständigung etwa auf Grund ähnlicher Bedingungen wie der nachstehenden erreicht werden möge. 5 Diese Anregung soll in keiner Weise als ein Vorschlag der Amerikanischen Regierung elten, denn diese ist sich naturgemäß wohl bewußt, daß es ihr nicht zukommt, Bedingungen für einge Vereinbarung zwischen Deutschland und Großbritannien vorzu⸗ schlagen, obwohl die vorliegende Frage sie selbst und das Volk der Vereinigten Staaten unmittelbar und in weitgehendem Maße interessiert. Sie wagt lediglich sich die Freiheit zu nehmen, die nach ihrer Ueberzeugung einem aufrichtigen Freund eingeräumt werden darf, der von dem Wunsche geleitet wird, keiner der beiden 8 Nationen 8 zu bereiten und möglicher⸗ weise gemeinsamen Interessen der Menschlichkeit zu dienen. In der Hoffnung, daß die Ansichten und Anregungen der Deut⸗ schen und Britischen Regierung über eine Frage, die für die ganze Welt von hervorragendem Interesse ist, zutage gefördert werden, wird das im nachstehenden vorgezeichnete Verfahren angeboten. Deutschland und Großbritannien kommen dahin überein, 1. daß treibende Minen von keiner Seite einzeln in den Küsten⸗ gewässern oder auf hoher See ausgelegt werden, daß ver⸗ anferte Minen von keiner Seite auf hoher See, es sei denn ausschließlich für Verteidigungszwecke innerhalb Kanonen⸗ schußweite von einem Hafen, gelegt werden, und daß alle Minen den Stempel der Regierung tragen, die sie ausgelegt, und so konstruiert sind, daß sie unschädlich werden, nachdem sie sich von ihter Verankerung losgerissen haben; 2. daß Unterseeboote von keiner der beiden Regierungen zum Angriff auf Handelsschiffe irgend einer Nationalität Ver⸗ wendung finden außer zur Durchführung des Rechtes der Anhaltung und Untersuchung: f 3. daß die Regierungen beider Länder es zur Bedingung stellen, daß ihre beiderseitigen Handelsschiffe neutrale Flaggen als 2 oder zum Zweck der Unkenntlichmachung nicht enutzen. Großbritannien erklärt sich damit ein verstanden, daß Lebens⸗ und Nahrungsmittel nicht auf die Liste der absoluten Konterbande gesetzt werden und daß die britischen Behörden Schiffsladungen solcher Waren weder stören noch anhalten, wenn sie au Agenturen in* 1* 1 von—— Vereinigten Staaten nanthaft gemacht„um solche Warenladungen in Empfang zu nehmen und an konzessionierte deutsche Wiederverkäufer zur aus⸗ schließlichen Weiterverteilung an die Zivilbevölkerung zu verteilen. Deutschland erklärt sich damit einverstanden, daß Lebens- oder Nahrungsmittel, die nach Deutschland aus den Vereinigten Staaten — oder je na von irgend einem anderen neutralen Lande— eingeführt werden, an Agenturen adressiert werden, die von der Amerikanischen Regierung namhaft gemacht pverden; daß diesen amerikanischen Agenturen die volle Verantwortung und Aufsicht bezüglich des Empfangs und der Verteilung dieser Einfuhr ohne Einmischung der Deutschen Regierung obliegen soll; sie sollen sie ausschließlich an Wiederverkäufer verteilen, denen von der Deut⸗ schen Regierung eine Konzession erteilt ist, die ihnen die Berech⸗ tigung gibt, solche Lebens⸗ und Nahrungsmittel in Empfang zu nehmen und sie ausschließlich an die Zivilbevölkerung zu liefern; sollten die Wiederverkäufer die Bedingungen ihrer Konzession irgendwie überschreiten, so sollen sie des Rechtes verlustig gehen, Lebens⸗ und Nahrungsmittel für die angegebenen Zwecke zu er⸗ halten, und daß die deutsche Regierung solche Lebens⸗ und Nah⸗ rungsmittel nicht für. irgendwelcher Axt requirieren oder veranlassen wird, daß sie für die bewaffnete Macht Deutschlands Verwendung finden. ses sich von selbst verstehen, daß sie auch 2 Indem die Amerikanische Regierung die im vorstehenden slizzierte Grundlage für eine Verständigung unterbreitet, möchte sie nicht so verstanden werden, als ob sie irgendein Recht der Krieg— führenden oder Neutralen, das durch die Grundsätze des Völker⸗ rechts festgelegt ist, anerkennt oder verleugnet, sie würde vielmehr die Vereinbarung, falls sie den interessierten Mächten annehmbar erscheint, als einen modus vivendi betrachten, der sich mehr auf Zweckmäßigkeit als gesetzmäßiges Recht gründet, und der auch die Vereinigten Staaten in seiner gegenwärtigen oder in einer abgeänderten Fassung nicht bindet, ehe er von der Amerikanischen Regierung angenommen ist. Eine gleichlautende Note ist an die Britische Re⸗ gierung gerichtet worden. Berlin, 2. März.(WTB. Amtlich.) Die Note der Ameri⸗ kanischen Regierung ist unter dem Datum des 28. Februar von 8 Regierung folgendermaßen beantwortet worden: Die Kaiserlich Deutsche Regierung hat von der Anregung der Amerikanischen Regierung für die Seekriegführung Deutschlands und Englands gewisse Grundsätze zum Schutze der neutralen Schiffahrt zu vereinbaren, mit lebhaftem Interesse Kenntnis ge⸗ nommen. Sie erblickt darin einen neuen Beweis für die von deutscher Seite voll erwiderten freundschaftlichen Gefühle der Ame⸗ rikanischen gegenüber der Deutschen Regierung. Auch den deutschen Wünschen entspricht es, daß der Seekrieg nach Regeln geführt wird, die, ohne die eine oder die andere krieg⸗ führende Macht in ihren Kriegsmitteln einseitig zu beschränken, ebensowohl den Interessen der Neutralen wie den Geboten der Menschlichkeit Rechnung tragen. Demgemäß ist schon in der deut⸗ schen Note vom 16. d. M. darauf hingedeutet worden, daß die Beachtung der Londoner Seekriegsrechts⸗Erklärung durch Deutsch⸗ lands Gegner eine neue Lage schaffen würde, aus der die Folge⸗ rungen zu ziehen die Deutsche Regierung gern bereit wäre. Von dieser Auffassung ausgehend, hat die Deutsche Regierung die Anregung der Amerikanischen Regierung einer aufmerksamen Prüfung unterzogen und glaubt darin in der Tat eine geeignete Grundlage für die praktische Lösung der entstandenen Fragen zu erkennen. Zu den einzelnen Punkten der amerikanischen Note darf sie nachstehendes bemerken. 5 8 1. Was die Legung von Minen betrifft, so würde die Deutsche Regierung bereit sein, die angeregte Erklärung über die Nicht⸗ anwendung von Treibminen und die Konstruktion der verankerten Minen abzugeben. Ferner ist sie mit der Anbringung von Regie⸗ rungsstempeln auf den auszulegenden Minen einverstanden. Da⸗ gegen erscheint es ihr für die kriegführenden Mächte nicht an⸗ gängig, auf eine offensive Verwendung verankerter Minen völlig zu verzichten. g* 2. Die Deutsche Regierung würde sich verpflichten, daß ihre Unterseeboote gegen Handelsschiffe irgendwelcher Flagge nur in⸗ soweit Gewalt anwenden werden, als dies zur Durchführung des Rechtes der Anhaltung und Untersuchung erforderlich ist. Ergibt sich die feindliche Nationalität des Schiffes oder das Vorhandensein von Konterbande, so würden die Unterseeboote nach den allgemein 1 Regeln verfahren. 1 5 3. Wie die amerikanische Note vorsieht, setzt die angegebene Beschrankung in der Verwendung der Unterseeboote voraus, daß sich die feindlichen Handelsschiffe des Gebrauchs der neutralen 75 und anderer neutraler Abzeichen enthalten. Dabei dürfte 0 f 5 sie von einer Bewaffnung sowie von der Leistung jeden kätlichen Widerstands absehen, da ein solches völkerrechtswidriges Verhalten ein dem Völkerrecht entsprechendes Vorgehen der Unterseeboote unmöglich macht. 4. Die von der Amerikanischen Regierung angeregte Regelung der legitimen Lebensmittelzufuhr nach Deutschland erscheint im allgemeinen annehmbar; die Regelung würde sich selbstverständ⸗ lich auf die Seezufuhr beschränken, andererseits aber auch die indirekte Zufuhr über neutrale Häfen umfassen. Die Deutsche Reqgierung würde daher berrit sein, Erklärungen der in der ameri⸗ kanischen Note vorgesehenen Art abzugeben, so daß die ausschließ⸗ liche Verwendung der eingeführten Lebensmittel für die friedliche Zivilbevölkerung gewährleistet sein würde. Daneben muß aber die Deutsche Regierung Wert darauf legen, daß ihr auch die Zu⸗ fuhr anderer der friedlichen Volkswirtschaft dienenden Rohstoffe einschließlich der Futtermittel ermöglicht wird. Zu diesem Zwecke hätten die feindlichen Regierungen die in der Freiliste der Lon⸗ doner Serkriegsrechts⸗Erklärung erwähnten Rohstoffe frei nach Deutschland gelangen zu lassen und die auf der Liste der rela⸗ tiven Konterbande stehenden Stoffe nach den gleichen Grundsätzen wie die Lebensmittel zu behandeln. Gießener Stadttheater. Die heitere Residenz. Lustspiel von Georg Engel. An Hofsatiren und Komödien, die aus denr dankbaren Boden einer Duodezresidenz emporsprießen, haben wir leinen Mangel. Warum? Weil man sich gar zu gerne beweisen läßt, daß auch bei den Großen dieser Welt mit Wasser gekocht wird. Wie weit ein Autor sich mit einem solchen Beweise vorwagt, ist Sache seines Taktes; jedenfalls hat sich Engel in dieser Beziehung keine groben Verstöße vorzuwerfen, und was er zu sagen hat, plaudert er mit einem so sorglosen, bodenständigen Humor dahin, daß man schnell die Waffen streckt, wenn Engel behauptet, seine Indiskretionen seien ja gar nicht so schlimm gemeint. Dem Zuschauer kanns recht sein, denn endlich siegt im vollen Sinne des Wortes in der heiteren Residenz die Tugend.. 5 Heute sind es fünfundzwanzig Jahre, seit Herr Polizeipräsi⸗ dent Wiese usw. usw. Seine Königliche Hoheit Herzog Christoph Claus IV. nebst höchstdero An verwandten sowie der Erbprinz und seine Gemahlin erscheinen im Hause des Jubilars, und ihm höchstihre Glückwünsche, einen Orden und die Nobilitierung zu überbringen. Aber die erste Aufgabe des Frischgeadelten kommt zu gleicher Zeit. Ein Skandal hat sich ereignet. Da ist irgend so ein Romanschreiber hingegangen und hat unter dem vielsagenden Pseudonym Thersites in einem höchst pikanten Buche die intimsten Familiengeheimnisse der ganzen regierenden Familie ausgeplau⸗ dert. Ausgerechnet an dem 2 platzt das ominöse Buch wie eine Bombe in die Gemütlichkeit. Was Wunder, wenn man aller⸗ seits nach der Polizei ruft! Denn der insame Thersites hat nicht nur die kleinen menschlichen Schwächen des Großherzoglichen Hauses mit einer e Bosheit der Mitwelt verkündet, sondern er hat seine unzweifelhaft authentische Kenntnis der Dinge auch vor allerlei betrüblichen Fakta nicht Halt machen lassen. Da erfährt man denn staunend, daß der Erbprinz ein recht lustiger Prinzen⸗ junge ist, der vom heiligen Ehestand äußerst laxe rstellungen hat. Jeden Dienstag abend fährt er mit seinem Adjutanten und einer gelben Mappe voll diplomatischer Aktenstücke nach Berlin, um von dort so ermüdet wieder zurückzukehren, daß er für seine zun 7 obschon sie eine allerliebste Prinzeß slawischer Her⸗ kunft ist, 5 keine Zeit mehr findet. Man denke, sogar seine Hochzeitsnacht in dem obligaten Jagdschlößchen, wo alle fürstlichen Paare die Flitterwochen zubringen, hat er bei einer Flasche Wein zor dem Kaminfeuer zugebracht, und, wie man erfährt, hat er einer Frau nichts anderes zu sagen gewußt als:„Es lebe dein ernes Vaterland!“ Herr Polizeipräsident, wer ist nun dieser Halgenvogel Thersites, der solch unglaubliche Interna zu einem Roman verarbeitet? Wer konnte seine Nase so gründlich in alle Schloßgemächer stecken? Der Erbprinz findet des Rätsels Lösung. 3* „ Mittwoch, 3. März 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul ⸗ straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: e ol, Schrift · leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen. Die Deutsche Regierung gibt sich der Hoffnung hin, daß die von der Amerikanischen Regierung angebahnte Verständigung unter Berücksichtigung der vorstehenden Bemerkungen zustande kommt, und daß auf diese Weise die friedliche neutrale Schiffahrt und der friedliche neutrale Handel unter den Rückwirkungen des Seekrieges nicht mehr als unbedingt nötig zu leiden haben werden. Solche Rückwirkungen würden sich übrigens noch wesenttich verringern lassen, wenn— worauf bereits in der deutschen Note vom 16. d. Mts. hingewiesen worden ist— Mittel und Wege gefunden werden könnten, um die Zufuhr von Kriegs material aus neutralen nach kriegführenden Staaten auf Schiffen irgend welcher Flagge auszuschließen. Ihre definitive Stellungnahme muß sich die Deutsche Regie⸗ rung selbstverständlich bis zu demjenigen Zeitpunkt vorbehalten, in welchem sie auf Grund weiterer Mitteilungen der Amerikanischen Regierung in der Lage ist, zu übersehen, welche Verpflichtungen die Britische Regierung ihrerseits zu übernehmen bereit ist. die deutschen Truppen in den Karpathen. II Aus dem Großen Hauptquartier wird uns geschrieben: Im Januar wurde im nördlichen Ungarn eine neue Armee ge⸗ bildet. Deutsche und österreichisch⸗ungarische Truppenteile wurden unter dem Oberbefehl des Generals der Infanterie von Linsingen vereinigt zum Vorgehen über die allgemeine Linie Kalocsa—Laz Okörmezö— Volocz— Vezerszallas und nordwestlich gegen die rus⸗ sischen Stellungen auf den ungarisch-galizischen und nördlich ge⸗ legenen Paßhöhen. Die operativen Bewegungen dieser Armee waren in Einklang zu bringen mit dem Vorschreiten der öster⸗ reichisch⸗ungarischen Nachbar⸗Truppen. Gegen Ende Januar trat die neue Armee, in ihren einzelnen Gruppen teilweise vermischt mit österreichisch-ungarischen Ver⸗ bänden, den Vormarsch an in den Tälern des Talabor, Nagy⸗Ag, der Latorza, der Vecsa und westlich, während schwächere Kräfte des Bundesgenossen in allgemeiner Linie Kalocsa—Laz⸗Gegend von Volocz sicherten. Hier spielten sich zunächst nur Kämpfe von ge⸗ ringerer Bedeutung ab, bis die Gesamtoperationen der Armee auf Straße Okörmezö— Toronya und bei Volocz— Vezerszallas auf stärkeren Feind stieß. Einer deutschen, hinter dem rechten Flügel der linken Nachbararmee an den Uzsok⸗Paß vorgeschobenen Division fiel die Aufgabe zu, aus Gegend Hnhla zunächst in Rich⸗ tung Libuchora in den Rücken des vor der Front der neuen Armee stehenden Gegners vorzustoßen. Bereits in der letzten Januarwoche(25. 1.) hatte die Armee in erfolgreichem Vorgehen das Höhengelände bei und östlich Le⸗ veles gewonnen, feindliche Gegenangriffe von Toronya abgewiesen, das Massiv des Menscil(1346) besetzt und die Gebirgszüge des Kliwa(893) und westlich davon nach schweren Kämpfen gestürmt. In der Front wurden wiederholt heftige russische Angriffe auf die Kiczirka-Höhen(734) mit großen Verlusten für den Gegner ab⸗ gewiesen, die Vortruppen der Armee nach Einnahme von Vezers⸗ zallas in die Gegend Abranka und westlich vorgeschoben. Wenige Tage—— schlug der rechte Flügel den Feind eruent nahm die Orte Toronya— Felsösebes—Majdanka— Tarfalu und verfolgte den schnell zurückgehenden Feind auf Wyszkow. Die Operationen wurden in dem schwierigen Gebir lande durch die Witterung sehr beeinträchtigt. Fast übermenschliche An⸗ strengungen hatten die Truppen im Marsch und besonders im An⸗ griff zu überstehen, ungewohnte Hindernisse des Gebirskrieges überwinden. Mühsam und beschwerlich gestaltete sich der Marsch auf den verschneiten, steil ansteigenden oder in zahlreichen Ser⸗ pentinen auf die Paßhöhen sind windenden Straßen. Eis und Schnee, Glätte, tief aus gefahrene Gleise erschwerten den Vormarsch außerordentlich. Ins Ungeheure aber wuchsen die Hindernisse und Anstrengungen, sie zu überwinden, sobald die Truppe die Straße verlassen und sich zum Angriff entwickeln mußte. Steile, glatte Schneehänge waren zu überschreiten, vereiste Sturzbäche zu über⸗ winden. Häufig sanken die Schützenlinien bis zur Schulter in den Schnee ein. So gestaltete sich der Angriff zu einem unerhört schwe⸗ ren, mühsamen Vorarbeiten in ee und Eis; der einzelne Schütze mußte sich seinen Weg gegen die feindliche Stellung im Feuer des Verteidigers durch den tiefen Schnee ausschaufeln. In diesen Schneegassen mußte der Angriff vorgetragen werden, während der Gegner Hinbernisse vor seinen Stellungen in Gestalt von aus⸗ gedehnten Schneewällen auftürmte, die den Angreifer dicht vor den Drahthindernissen in weichen Schneemassen versinken ließen. Die hereinbrechende Dunkelheit fand die kämpfende Truppe im leuchtenden Schnee dicht vor den Stellungen. Wochenlang erwar⸗ tete die Armee bei ihren vielen Angriffen auf den Paßhöhen und Seine so jählings abgebrochene diplomatische Mission hat das eine Gute gehabt, daß er der Sache mit einer beträchtlichen Dosis von Scharfsinn auf den Grund zu sehen vermag: Nur seine sträflich vernachlässigte Gemahlin kann aus Rache den Giftpfeil gegen ihn k abgeschossen haben! Und siehe da: Olga Michalowna bekennt sich im melodisch gebrochenem Deutsch zu der schriftstellerischen Satis⸗ faktion für ihren gekränkten Frauenstolz. Am Horizont droht die Scheidung. Aber plötzlich— wieso, warum und wozu, wird nicht —— 8————— N— 2 einer Frau, kri zu Kreuze, wohlwolle ufälle führen das son⸗ derbare Pärchen wieder an das bewußte Kaminfeuer und in das vor einem Jahr so vernachlässigte Zimmerchen, und als der alte Groß⸗ herzog sich vor dessen Tür der Wichtigkeit der Stunde schmunzelnd bewußt wird, fällt der Vorhang.— Der Diskretion, mit der der Autor seinen Einfall erzählt, böse zu sein, muß zimperlichen See⸗ len vorbehalten sein. Und wie schon anfangs betont: Es entwaff⸗ net, wenn man sieht, wie er die galanten Seitenwege des Prinzen nicht nach Art französischer Vorbilder um ihrer selbst willen, son⸗ dern nur als Folie zu dem Triumph einer kleinen Frau benutzt.! Die Art, wie man gestern die verbindliche Moralpredigt lebendig zu machen suchte, kam nun über einen gewissen Durch⸗ schnitt nicht hinaus. Ausgenommen von dieser Einschränkung muß u Sonntag⸗Blume werden, die die Erbprinzessin mit charmanter, überlegener Delikatesse spielte. Wo gestern abend Engels feiner Lustspielton getroffen wurde, sprach sie in erster Linie. Milieu entsprechend hätte im übrigen ein reichlicheres Maß don zwangloser Parkettgewandtheit— hier stand noch Carl Rottecks Adjutant sporenklirrend seinen Mann— manche Mög⸗ lichkeit heben helfen, und dieser Zwanglosigkeit wäre es wiederum] ugute gekommen, wenn ab und zu die Unabhängigkeit vom Souf⸗ eur und vom Stichwort die Konversation beschwingt hätten. Im N weiter der bärbeißige Kasernen-Herzog bei Paul Schu⸗ ert in guten Händen, und Ferdinand Steinhofer ließ als Erbprinz bisweilen vergnüglich erkennen, wie einem ertabpten lockeren Zeisig das Pfeifen vergehen kann. Walter Dworkowski hatte drei hübsche, sinngemäße und sorgfältige Bühnenbilder ge⸗ stellt. Das Haus war mehr als schwach besucht. Eine hübsche n würde zustande kommen, wenn bei der nächsten Aufführung ein zahlreicherer Besuch die ziemlich anspruchsvolle Arbeit des Theaters anerkennen, und wenn dieses selbst sich be⸗ mühen würde, zum Dank dafür dem unterhaltsamen Stücke seine Wiedergabe noch flotter, schnittiger, anzupassen. a- * Darmstädter Nonzertbrlef. Aus Darmstadt wird uns geschrieben: 0 Wie wenig die gegenwärtige Kri⸗ it es bisher vermocht bat, einen schlbigenden Einfluß auf die denohmen Verbalisse der dankbar war das Publikum für die* Richard ß sch ier un gester, die auf dem vorjährigen niederrheinischen Musikfest in Düsseldorf großen Erfolg erzielte. Den Klavierpart spielte, wie auch in der großen uungarischen Fantasie von Liszt die bekannte Wiener Klavierkünst⸗ lerin Frau Vera Schapira, deren bewunderungswürdige Tech⸗ nik und spielendleichte Ueberwindung auch der gewaltigsten Schwie⸗ rigkeiten allgemein entzückte. Zum Schluß kam noch Goldmarks Ouverture„Im Frühling“ zur Aufführung; auch hiermit leistete 2 unter Hofkapellmeister Ottenheimer Vorzüg⸗ Der Richard Wagner⸗Verein, der seit einer Reihe von Jahren dem Darmstädter Musikleben ein ganz besonderes und dankbar anerkanntes Gepräge verleiht, mußte infolge einiger Programmstörungen zwei Kammermusikabende hintereinander fol gen lassen. Am ersten Abend spielte das berühmte Wiener Rosé⸗Quartett, das schon von zwei früheren Konzerten hier in bestem Andenken steht. Die Künstler— neben Prof. Arnold Rosé Rudolf Fitzner, Anton Ruzitska und Prof Friedrich Bux⸗ baum— spielten Franz Schuberts Quartett Nr.J in A-Moll, op. 29, Beethovens Quartett Nr. 7 in F-Dur, op. 59, Nr. 1 und Joseph Haydn's Quartett Nr. 38 in Es-Dur, op. 33. Sie boten also eigentlich echt Wienerische Kunst und bereiteten damit der zahlreichen Zuhörerschaft einen großen, seltenen stgenuß.— zweiten Kammermusikabend bot das Quartett der Leipziger Gewandhaus-Kapelle, der 4 4 einzelnen Gebirgsrücken in Höhen von über 1000 Mtr., häufig in eiskaltem Winde bei 20 Grad unter Null, den heranbrechenden Tag und den zu erneuernden Angriff. Hier haben die Truppen in den ungewohnten Verhältnissen 5 der Kriegführung im winterlichen Hochgebirge Höchstleistungen voll⸗ 8 bracht, wie wohl kaum eine andere Truppe in ähnlicher Lage. . Schwere Opfer mußten allerdings gebracht, Verluste ertragen wer⸗ 8 n. Unter solchen Verhältnissen konnten die operativen Bewe⸗ gungen und die Angriffe nur schrittweise und langsam vorschreiten. 5 Der frontale Angriff unter solchen Schwierigkeiten kostete be⸗ deutende Verluste, die Umfassungsbewegungen beanspruchten lange Zeit in den wegearmen, vollständig verschneiten Nebentälern, endlose Zeit, wenn sie quer über die Gebirgszüge angesetzt werden mußten. Wenn gleichwohl die Armee vordrang und auch heute mit Erfolg vorwärts geht, so ist dies einer wirklich unver⸗ gleichlichen Truppe zu verdanken und einer Führung, die sich den neuen Verhältnissen und allen Schwierigkeiten anzupassen ver⸗ stand. Anfangs Februar stießen die angesetzten Umfassungskolonnen auf starke Fronten, die der Gegner durch herangezogene Verstär⸗ kungen besetzt und befestigt hatte. Teile des rechten Armeeflügels, umfassend gegen den Bergsattel von Wyszkow vorgehend, warfen nach heftigem Kampf den Feind auf Seneczow zurück. In der Front wurde der Verbias⸗Sattel(an Straße Vezerszallas— Tucholka) gestürmt. Auch die auf dem linken Flügel umfassend gegen den feindlichen Rücken angesetzte Division stieß in Gegend von Smorze auf eine starke Stellung. Durch neuauftretenden Feind aus nörd⸗ licher Richtung in linker Flanke und im Rücken bedroht, be⸗ 5 freite sich diese Division durch einen erfolgreichen Angriff auf 1 die Stellung bei Smorze selbständig aus ihrer gefahrvollen Lage und griff noch am Abend des 2. Februar einen neuen Gegner bei Annaberg an. Ein Sieg der Division bei Annaberg mußte dem * die Lysa⸗Höhen haltenden Gegner den Rückzug abschneiden. Auch 5 auf der übrigen Front wurden in diesen Tagen weitere Teilerfolge erzielt. Der Lysa⸗Paß wurde gestürmt; viele Gefangene blieben in unserer Hand. Die Höhen nördlich und südlich des Passes räumte der Gegner einige Tage später und zog sich über Tucholka nach 15 dem Zwinin J zurück. Die nach siegreichem Angriff bei Anna⸗ 0 berg freigewordene Division wurde über Gegend Smorze— Magura in den Kampf gegen die Flanke der starkbefestigten Stellung vor 13 dem rechten Flügel der linken Nachbartruppe und später auf den * Zwinin II eingesetzt. 7 Die Kämpfe, die seit mehreren Wochen im Quellengebiet des Talabor(Gebirgszüge des Menczul 1454), in Linie Wyszkow— Sattel— Rozanka, in Gegend westlich Tuchla und auf dem Zwinin⸗ 928 rücken geführt werden, sind verlustreich und schwer. Aber mit un⸗ 1 erschütterlicher Energie arbeitet sich die Südarmee von Stellung 2 zu Stellung vor. Die Gebirgshindernisse und Schwierigleiten 5 des Angriffs werden überwunden und mit ihnen der Feind, der bis jetzt etwa 9000 Gefangene, Geschütze und 13 Maschinengewehre in unserer Hand ließ. . Die Berichte der russischen Presse sprechen von der„bedeuten⸗ den Offensivkraft des in den Karpathen operierenden Gegners“; 1 sie entschuldigen ihr Zurückweichen„in vorher zugerichtete Positio⸗ nen“ mit der rücksichtslosen Kraft der Offensive des Feindes; sie . heben ihr Aushalten an einigen Punkten trotz des„noch immer sehr großen Druckes des Gegners“ hervor; sie rühmen das Fest⸗ halten einer Stellung und ihren„heroischen Widerstand gegen zehn aaufeinanderfolgende Bajonettangriffe“. 3 2 Die unter gemeinsamer Führung kämpfenden deutschen und össerreichisch⸗ungarischen Truppen dürfen stolz sein auf diese An⸗ erkennung ihrer Leistungen durch den Gegner. 5 III. Bei den bisherigen Kämpfen und Gefechten der zusammen⸗ Aaeesetzten deutsch⸗österreichisch⸗ungarischen Armee haben sich die Ski⸗ Tompagnien außerordentlich bewährt. Die Nahaufklärung ist 8 von den Leistungen der Schneeschuh⸗Patrouillen abhängig; der 1— würde zu den Wegen im tiefen Schnee, im müh⸗ . Steigen von Höhe zu Höhe Stunden gebrauchen, während die* ⸗Patrouille diese Strecken in kürzester Frist zurück⸗ legt. ede fast unsichtbar in den weißen Schneemänteln, buschen diese Patrouillen über die Hänge, durch die bewaldeten Bergrücken, erscheinen bald in der Flanke, bald im Rücken der —— Stellungen. Auch zur übertaschenden Feuerwirkung von den Paßhöhen oder seitlich gelegenen Bergrücken sind diese Ab⸗ i ilungen von großem Wert, da sie auch Maschinengewehre auf niedrigen Schlitten mitnehmen können. 5 Eine vorzügliche Leistung bewies eine etwa 30 Mann starke Ski⸗Abteilung vor kurzer Zeit im Gelände der Höhe und westlich DOlkörmezö(im Tale des Nagy⸗Ag gelegen). Diese von einem Offi⸗ zier geführte Abteilung erhielt den Auftrag, in der Gegend von Csuszka gegen den Rücken der dortigen feindlichen Kräfte ein⸗ greifen. Auf Umwegen über die verschneiten Höhenzüge gewann Ne Abteilung zunächst die Flanke, dann den Rücken des Feindes. Hier entwickelte sie unmittelbar auf einer im Rücken des Gegners gelegenen Höhe eine Schützenlinie. Auf ein Zeichen des Führers glitt die Abteilung ab, bremste etwa 60 Schritt hinter der feind⸗ lichen Linie und eröffnete ein rasendes Schnellfeuer auf den völlig . überraschten Gegner, der in großer Verwirrung die Klug E89 —.— 1 1 swwenn Ihr Brot verzehrt, denkt an das dater⸗ land, und spart für kommende Zeit. * * N klare Ver tändnis für die Absichten der Komponisten ganz erheblich und ließ den Gedankenreichtum und Stimmungsgehalt weniger als die effektvolle Technik und die kraftvollen, großangelegten Natur⸗ schilderungen zur Geltung kamen, bei denen sich der Komponist besonders merkbar an Richard Wagners„Feuerzauber“ anlehnt. 5 Im scharfen Gegensatz dazu stand das Septett in B⸗dur von 8 ohannes Brahms, das hier ebenfalls zur ersten Aufführung . m. Es wurde von den Leipziger Künstlern so prächtig und so * erhebend zu Gehör gebracht, daß es tief ergriff und eine mäch⸗ f tige Wirkung auslöste. Das Leipziger Gewaändhaus⸗Quartett hat mit seinem Konzert jedenfalls einen vollen künstlerischen Erfolg erzielt, der sich auch in zahlreichen Beifallsspenden ausdrückte. 5— Die Zunahme der weiblichen Aerzte in Eng⸗ land. Dem Mangel an Aerzten in England sucht man dadurch ab⸗ zuhelfen, daß man den Frauen den Zugang zu diesem Beruf er⸗ leichtert. Tas ärztliche Frauenstudium hat in Großbritannien durch den Krieg einen lebhaften Antrieb erhalten, wie aus den Verhand⸗ lungen des Vorstandes der Londoner„Aerzteschule für Frauen“ dieser Tage deutlich hervorging. Das Institut erfreut sich jetzt eines größeren Zuspruchs als je; es sind gerade neue Baulich⸗ keiten eröffnet worden, deren Wert eine halbe Million Mark be⸗ trägt, und es wird den Frauen jetzt vor allem ein besseres kli⸗ nisches Stubium ermöglicht, indem sie auch zu Hospitälern zu⸗ gelassen werden, von denen sie früher ausgeschlossen waren. Sie weiblichen Aerzte Englands werden„aus der gegenwärtigen Krisis jeden nur möglichen Vorteil ziehen“ und wollen sich die Gleich⸗ berechtigung mit den männlichen Aerzten erwerben, Dazu ist jetzt die rechte Gelegenheit, da man auf sie angewiesen isl. N P... ̃ ˙—L Aus Stadt und Cand. Gießen, 3. März 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Unteroff, der Res. Ernst Kratz aus Niederohmen.— Land- wehrmann Heinrich Schäfer aus Offenbach.— Kriegssreiw. Jean Dietrich, Jns-Rgt. 115, aus Offenbach a. M.— Musk. Ed. Knoth, Landw.⸗Juf⸗Agt. 81, aus Hanau.— Landsturm⸗ mann Hermann Klapper, Landsturmbat. Limburg, aus Weil- burg.— Unteroff. d. L. Gg. Bohl aus Mainz.— Landwehrmann Wilh. Kühn, Minenwerser⸗Abt., 41. Res.-Armeekorps, aus Nau⸗ born.— Reservist Otto Blum aus Eichelsachsen.— Erfsatz⸗Res. Christoph Pieler, Res.-Inf.⸗Agt. 81, aus Darmstadt.— Musk. Friedrich Lämmle, Res.-In.-ARgt. 221, aus Worms.— Gesr. Christoph Emrich, Res.⸗Ins.⸗Agt. 221, aus Heppenheim a. d. B. — Dragoner-Res. Karl Erkel aus Wiesbaden.— Krankenträger Gustav May, 25. San.⸗Division, aus Wiesbaden.— Vizeseld⸗ webel Lehrer Karl Koch, Res.⸗Ins.-Rgt. 222, aus Dillenburg. * * Ritter des Eisernen Kreuzes: Waffen⸗ meister Aug. Stauß, Res.-Inf.⸗Regt. 26, aus Gießen. Gefreiter Bruno Wittig aus Butzbach, Inf.⸗Regt. 222. Wehrmann Karl Klaas aus Langenaubach, Res.⸗Inf.⸗ Regt. 81. Eisenbahn-Ass. Ernst Clos aus Arnsheim, Feldwebel der Betriebs-Komp. 9. Uffz. Ludwig Rühl aus Burg⸗Gemünden, Bayr. Landw. ⸗Inf.⸗Regt. 39. Uffz. Karl Karl aus Burg-Gemünden, Res.-Inf.⸗Regt. 206. Lehrer Ludwig Dönges aus Eifa. Hans⸗Wernher v. Rotberg, Unterprimaner der Oberrealschule, aus Heppenheim. Kriegs wirtschaftlicher Ausbildungskursus. Der Rhein⸗Mainische Verband für Volksbildung und das Soziale Museum in Franksurt a. M. veranstalten am Sonntag, den 7, und Montag, den 8. März 1915 in Frantsurt einen Kriegswirtschast⸗ lichen Ausbildungstursus. Der Lehrgang bezweckt, solche Persön- lichkeiten, welche geeignet und willens sind, die Belehrung und Organisation der ländlichen Bevölkerung und die Ausbildung weiterer Mitarbeiter auf dem Lande in den Fragen der Krie g s- ernährung und der Bestellung der Felder während der Kriegszeit zu übernehmen, in den Gedankengang und die Methodik dieser Arbeit einzuführen. Der Kursus beginnt Sonntag, den 7. März, nachmittags 5 Ur, und erreicht am darauffolgenden Tage so zeitig sein Ende, daß die Teilnehmer, die vom Lande kommen, am selben Tage in ihre Heimat zurückkehren können. Die Veranstalter des Lehrganges bitten Geistliche, Bürgermeister, Ge⸗ meindebeamten, Lehrer, Aerzte, praktische Landwirte und sonstige geislige Führer des Landvolkes, ins vesondere auch Frauen, recht zahlreich an dem Lehrgang teilzunehmen. Ausführliche Programme sind durch die Geschastsstelle des Rhein-Maimischen-Verbandes sür Volksbildung zu Frankfurt a. M., Paulsplatz 10, kostenlos zu er- halten.— Das Jieserat über die wirtschastliche Kriegslage unseres Volkes hält Proj. Dr. Skalweit⸗Gießen. Als Ergebnis der Reichs⸗Wollwoche sind vorläufig 956 2 Meter und 1,50 Meter breite Decken an das Generalkommando in Frankfurt a. M. abgeliefert worden. Diese Decken wurden in sieben Arbeitsstuben von freiwilligen Hilfskräften hergestellt. Auf Lager befinden sich nun noch gute Anzüge, über deren Verwendung man sich noch schlüssig machen wird, und Abfälle, die als Lumpen zu verwerten sind. * Kartoffelverkauf durch die Stadt. Auf den letzten Wochenmärkten waren Kartoffeln entweder gar nicht oder für den Bedarf nur in ganz unzulänglichen 1 zum Verkauf gestellt. Die Stadt wird deshalb am Samstag von ihren Vorräten im Kleinverkauf abgeben. Die Bestellungen auf Frühkartoffeln zur Saat gehen im Stadthaus recht flott ein, so daß der zur Ver⸗ fügung stehende Vorrat bald geräumt sein wird.— Ueber den Handel der Stadt mit Setztartoffeln scheinen vielfach salsche Vorstellungen zu herrschen. Wollte doch gestern ein Bürger 30 Zentner Caakkartofseln haben. Als man den Besteller erstaunt darauf aufmerksam machte, daß er doch wohl unmöglich so viel Frühkartoffeln für den eigenen Bedarf brauche, erklärte der Mann offen, bei 8 Pfg. fürs Pfund könne er doch damit ein Geschäft machen. Dieser Fall der Bestellung über den eigenen Bedarf steht leider nicht vereinzelt da. Die Bürgermeisterei beabsichtigt aber an die Besteller nur soviel tkartoffeln abzugeben, wie dieselben für den eigenen Bedarf nötig haben, soweit eben hierzu der Vorrat reicht. Stadltbeater. Für die Freitag Abonnements ⸗Vor⸗ stellung ist das im neuen Hause noch nicht gegebene Lustspiel -Wohltätige Frauen“ von Adolf L'Arronge angesetzt worden, das gegenwärtig von zahlreichen Bühnen wieder in den Spielplan auf- genommen wird. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 2. März. Ein frecher Schwind⸗ ler, der etwa 33 Jahre alte Schneider Philipp Wenner aus Pfungstadt, wurde gestern durch die Polizei wegen eines kaum glaublich dreisten Betruges in Haft genommen. Er benutzte die Abwesenheit eines Wirtes in dem Nach⸗ barorte Hahn, um von hier aus an die Frau des Wirtes mit verstellter Stimme zu telephonieren, daß er(der Ehe⸗ mann) sofort 200 Mark nötig habe, da ec ein Geschäft. machen könne, an dem er mindestens 800 Mark verdiene. Die Frau beeilte sich, den Betrag telegraphisch anzuweisen, da sie nicht den geringsten Verdacht schöpfte. In Darmstadt versuchte nun der Betrüger das Geld auf der Post mittelst eines e Militärpasses in Empfang zu nehmen, was ihm aber nicht gelang. Dagegen brachte er es fertig, eine hiesige Wirtsfrau, die ihn von Gesicht aus kannte, 8¹¹ überreden, seine Person anzuerkennen, so daß der Postbote nach der Bestätigung der Frau die 200 Mk. aus⸗ 9 Bald darauf wurde aber der Schwindel ent⸗ t und konnte auf Grund der genauen Personalbeschrei⸗ bung der Täter festgenommen werden. Man fand bei ihm noch etwa 150 Mart. m. Offenbach, 1. März. Dem hiesigen VBersorgungs⸗ haus wurden von der Stadt 20 Hektar Pachtgelände über⸗ wiesen, das von den im Felde stehenden Pächtern in diesem Jahre nicht bearbeitet werden kann. Die Verwaltung des Versorgungs⸗ hauses ist ermächtigt, einzelne Grundstücksteile zum Preise von 1 Pfennig für den Quadratmeter an Personen a zugeben, welche deren Bewirtschastung übernehmen wollen. Auch mit Saatgut und Dünger wird ausgeholfen. Ferner wird den. Sport- vereinen dringend empfohlen, geeignetes Gelände ihrer Sport- plätze an Vereinsmitglieder oder deren Angehörige zur Bepflanzung namentlich mit Frühkartoffeln abzugeben. 6* Kreis 4 Wetzlar, 2. März. Zu Koblenz starb Regierungs⸗ und Schulrat Fr. A nderson, welcher von 1883 bis 1907 auch den Schulen des Kreises Wetzlar vorstand. Geboren am 10. Juni 1834 zu Lossen, widmete er sich dem Studium der Theologie und machte den Feldzug 1870,71 bei der Division Kummer als Jeld-⸗Divisions⸗ vrediger mit. Für seinen Oosermut wurde er auf dem Schlacht- — 2 W e Der 7 war ei der ihm unterstellten Lehrerschaft wegen seiner ge Denkungsart sehr beliebt. N. 1 Hessen⸗Nassan. h Bad Homburg v. d. O., 1. März. Ein überraschend hohes Ergebnis brachte eine von den Schülerinnen der Töchter⸗ schule in der Stadt veranslaltete Goldsammlung. Die Mädchen brachten in wenigen Tagen 47 300 Mt. zusammen. Als 9 3 1 7 N e 8 N geheimst hatten, Broschen mit dem Bildnis der Kaiserin— er Stiftung von Frau Leopold Lindheimer in Frankfurt. Weiterhin gab man drei Klassen, die besonders hohe Beträge gesammelt hatten, einen Tag Ferien. a ——— Der mischtes.. Notfeldbacköfen. Im 18. Jahrhundert hatten die Sol⸗ daten Brot für drei Tage im Ranzen, für weitere sechs Tage wurde es auf den Brotwagen der Regimenter mitgeführt. Da aber die Bäckereien nicht schnell genug liefern konnten, mußte man Ruhe⸗ tage einschieben, und das legte den Heerführern natürlich uner⸗ trägliche Fesseln an. Selöst Friedrich der Große hat vergeblich ver⸗ sucht, sich hiervon frei zu machen, und seine Feldzüge von 1742 und 1744 scheiterten an der zu langsamen. Nur in Ausnahmefällen, wie z B. bei dem Eilmarsche von Roßbach nach Leuthen im Jahre 1757 ließ Friedrich der Große sein Heer aus dem Lande leben, eine— Saxt, die Napoleon dann zur Regel machte. Die heutigen assenheere sind wieder auf eigene Bäckerei angewiesen, die Backapparate sind aber so vervoll⸗ kommnet, daß sie die Marschfähigkeit in der Regel nicht hem⸗ men. Fahrbare Feldbackösen sind im deutschen Heere 1897 eingeführt. Das einzelne Fahrzeug wiegt nur 1630 Kilogramm, ist sehr manborierfähig und kann der Truppe auch in schwierigem Gelände folgen. Die Brote werden in solchen Backöfen in zwei Stunden gar, im Notsalle kann sogar während der Fahrt 8 backen werden. Solche fahrbaren Backöfen sind seit 1901 auch den Divisions⸗ und Korpsbäckereien im Gebrauch. Eine Reserve⸗ Bäckerei besteht aus 48 eisernen Backöfen, welche in 24 Stunden bei normalem Betrieb 48000 gewöhnliches oder 30 000 Portio⸗ neu Dauerbrot liefern. Notfeldbackösen sind solche, die man im Versammlungsgebiet oder bei Stillstand der Operationen in Fein⸗ desland aus Lehm und Steinen erbaut, um die eisernen Oefen zu schonen und für den Fortgang der Operationen ig⸗ bar zu halten. Solche Notfeldbacköfen liesern je nach ihrer täglich 400, 800, 1200 und mehr Portionen Brot zu je 750 rammt. n unterscheidet Notfeldbacköfen mit kreis⸗ — 2 ovaler Ofensohle, die 5— r 8 2 tellten legelsörmigen Ftangengerippe hergestellt werden. Die Kreis orm erzeugt täglich etwa 400, die ovale 800 Portionen Brot. Eine Art Notfeldbackösen sind auch die zerlegbaren Gebirgsback⸗ öfen, deren einzelne Teile Tragtieren aufgepackt werden. Zwer solcher Backöfen bilden eine Garnitur, fünf Garnituren eine Ge⸗ birgsbäckerei. Solche Gebirgsbäckereien sind ebenfalls recht lei⸗ stungsfähig; sie erzeugen nämlich in 24 Stunden 70008500 Portionen Brot.— zu jedem Armeekorps gehören zwei Feld⸗ bäckereitolonnen. Zur Leitung des Betriebes wird bei jedem Ar⸗ meetorps ein Korpsbäclereiamt als Feldverwaltungsbehörde mo⸗ bil gemacht. Die Eröffnung des Betriebes bestimmt das General⸗ kommando, den Backplatz wählen die Beamten aus. Die Not⸗ feldbäckereien gehen beim Vorrücken der Truppen analog den Kriegslazaretten an die Etappenbehörden über. 7——— Woͤchentl. Uebersicht der Codesfälle i. d. Stadt Gießen. 7. Woche. Vom 7. bis 13. Februar 1915. Einwohnerzahl: angenommen zu 32 90(inkl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitszisser: 26,6%, Nach Abzug von 12 Ortsfremden 7,90. 2 Kinder Es starben an uf. Er 1. Seben 5 Zu wachsene im. Altersschwäͤche 1 1—— Angehorener Lebensschwäche 1(1)— 16)— Unterleibstyphus 1(1) 10—— Tuberkulose 3(3) 3(3)—— Kraukheiten des Herzens 209 1(0)— 10) Krankheiten d. Nervensystems 2 1— Entzündung des Wurm ⸗ fortsatzes 2(2) 2(2)—— Krebs 4068) 408)— 8 andere Erkrankungen 1— 1 85 Summa: 17(19 13(10) 3(1) 1(05) Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie vier der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gieten gebrachte Kranke kommen. der Station Gießen. Metcorologische Beobachtungen — 1!— 4 2 SN mans 8 f 5 8 22 25 5 32 1615 355 32 8 85 2 33 E 82 88 2* 8 12 22% 743,4] 3,8 4,6 80 W 2 7 Sonnenschein 2. 6% 745,2 2,3 4.5 84 WN W 2 9 Sew. Himmel 3. 449,1 1.8] 4% 77 W410 1955 0 Höchste Temperatur am 1. bis 2. März 1915 4 3,90. Niedrigste„ N 1915 2 + 0,2, Niederschlag: 3.4 mw. 2 2—— für unsere Krieger durch bie Felöpost Fee, 20 Otck Galem Zigaretten Portofrei! SO Sick Galem Zigaretten 10 Pf Porto Orient baku? Cigaretten Fabr Dresden Ji Huge Zet, Belohnung erhielten 3 206 Schlilerinnen, die mehr als 30 Mk. ein- Venidze Hollieferant 5 M. d. Königs V Sechsen Das nach verzeichnete, im laufenden Winter S d Niue un f. schung lorer Geb sen, tegen b icher B 0 e Käufer mit Einreichung ibrer Gebote unterwerfen, liegen bei Großberzoglicher Bür Gropberzogliche Oberförsterei Lich. Das Holz ist mit der Minde gemesßen. W 8 bereits gefällte Nutzbolz soll auf dem W vormittags 10 Ubr, bei unterzeichneter Stelle e Oeffn un der Gebote erfolgt am 8. März, i l germeisterei Lich zur Einsscht offen. Nähere Auskun g Wegen Vorzeigung des Holzes wolle man sich an den Forstwarten Findt in Lich wenden. Nutzholz⸗Verkauf. ege der Submission verkauft werden. Gebote sind verschlossen mit der Aufschrift„Holssubmission“ bis spätestens vormittags 10 Uhr, im Ratbause zu Lich. Die Verkaufsbedingungen, denen uskunft erteilen auf Wunsch die unterzeichnete Stelle, som r——————— 0 Eichen Buchen Hainbuchen Elsbeeren[Birken Linden Fichten Kiefern ald⸗ 2 3——— 2 1 3— 8— pp Eigentümer: Festmeter[ Fiestmeter Jestmeter Jestmeter Jestmeter Festmeter Festmeter Festmeter Gemeinde 281. l. 3 l. 5. el.] o Kl. g. Kl. 4. sel. 8. Kl. 4 K. 5. l. 6 l al 8. l d. HA l. 4a 5. Kl. i. l. 2. Kl. 3. Kl 4. Kl. 5a. Kl. Sb... Kl. 2 Kl. 3. Sl. 4. Kl. Jö. Kl. Lich„on zend von„von von von von von von von unter] von von unters von unters von von unters über von von von von unters über von von von unter 50—59 40 4930—39 25295059 404930—39 40—49.30—39 2290 25 30—392—20 25 30—39 30 4049039 30 50 40—4930—3925—2920—24 2 50 40—49030—3925—29 25 m Durchmesser O dDurchmesser en Durchmesser em Durchmesser[em Durchm. em Durchmesser em Durchmesser em Durchmesser Forstwartei I. 137 18 50 351060 194 421] 1 430 16600 9 f— ee ebe bee eee eee 4, 1 750 Verstwartel I.] 2 f 4 e ee 50 77 0% J 1% 050%—-—-[[ 3% K———— Lich, am 25. Februar 1915. 1910 Großb. Bürgermeisterei Lich. Dör mer. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Friedrich Amend in Großen— Linden eingetragen: Die Gesellschafter Wilhelm Amend zu Großen⸗Linden und Katharine Döll ge⸗ borene Amend zu Freiensteinau sind aus der offenen Handelsgesellschaft ausgeschieden und diese erloschen. Das Geschäft ist vom 1. Januar 1915 ab auf— Friedrich Amend sen. in Großen⸗Linden als Einzel— kaufmann mit Aktiven und Passiven übergegangen, der es unter der alten Firma weiterführt. Gießen, den 1. März 1915. Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Harbach für 1915 Rj. liegt vom 4. d. Mts. an eine Woche lang für die Beteiligten auf dem Geschäftszimmter der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht— nahme offen. Einwendungen gegen seinen Inhalt können schriftlich oder mündlich während der Offen⸗ legungsfrist vorgebracht werden. Es ist vom Ge⸗ meinderat die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Harbach, den 3. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Harbach. Münch. 2038 Nutzholz⸗Versteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms. Freitag, den 12. März, von 12 uhr mittags an, 20308 sollen im Saale des Gastwirts Führer in Hohensolms bel] E We lar aus nachbezeichneten Distrikten folgende Hölzer N werden: r steigert Distr Scheueruwald. Eiche: Ausgesuchte, glatte Ab⸗ 2 mit 2 Splint, 8 Stück 3/0 Zim. m. D., Mtx. I.= 4&stm., 13 St. 2% Ztm., 410 Mtr. 2— stm., 9 St. 2/7 Zim, 7010 Mtr.— 4,0 1— Stämme 16 Zim, 8 Mtr.— 0,8 Istm. lsperg. Fichte: 3 Stämme 15 Jim. 11/16 Mtr. 110 Derbstangen 2 St. 1 Kl., 161 St. 2. Kl., 704 St. 3. Kl. Reisstangen 2100 St. 6. Kl.(Bohnenstangen und leichte Spalterlatten. Distr. Grundwald.(Küchen⸗ wäldchen) Eiche: 5 St. 2/2 Itm., 5,8/11 Mtr.— 267 Fstm., St. 18/7 Zim. 5/12 Mtr.= 8.72 Fstm., 12 Rm. Rollen.] Buche 2 Mtr. J. Distr. Pfaffenmark. Eiche: 1 Abschn. 40 Zim. 6, Mtr.= 0,75 Istm.(Schreinertolz, 3 St. 28,0 tm, Mtr.— 2.25 Fstm. Buche: 2 Abschnitte 52/3 Itm., und 7 Mtr. S 20 Istm.(gutes titholz. Fichte: 24 Stämme 13,5 Ztm. 8/16 Mtr.= 6,2 Fstim, 28 Stangen 1.8. Kl. Distr. l Fichte: 6 Stämme 13/6 Zim., 9/11 Mix. 1,02 Fstm. 30 Stangen 1/. Kl. Distr. Junkeru⸗ i Eiche: 1 Abschnitt 51 Zim. 6.2 Mtr.— 1.27 Fstm, Abschuitte 29/41 Zim, 4 Mtr. 3,20 Fsim., 10 Stamme 27 Zim, 412 Mir. 278 Fsim, 1 Run. Rollen. Buche: 1 Abschnitt 4 Zim. 5,6 Mtr.- 0,03 Fsim.(gutes Schnitt⸗ holz), Lärche: 3 Stamme 19, 28, 30 Itm., 10, 15, 10 Mtr. 22 Fstm. Distr. Tulersgrund bei Frantenbach. Fichte: 240 St. sehr langschäftige Derbstangen 39 St. 1., 80 St. 2., 412 St. 4 Kl. Distr. Jhelschelb. ichte: 85 St. Derb⸗ stangen 1.3. Kl. 5 12340 Brennholzversteigerungen. Montag, den 8. März d. J., von 9⅛ Uhr vor⸗ mittags ab, werden aus den Domanialwalddistrikten Lange⸗ lob 3 und 6, Ulfaer Reiverts 3. Steinswiesenkopf 2. Alte⸗ berg 11 sowie das Dürr⸗ u Windfallholz aus verschledenen Distrikten der Forstwartei Ula versteigert: Scheiter Rm.: 435 Buche 1. und 2. Kl., 1 Eiche 2 Kl. Knüppel Rm.: 333 Buche 1. Kl., 87 Buche 2. Kl. Sürr⸗ * 98 Eiche, 4 Birke, 34 Erle, 10 Aspe 2. Kl., 6 Kiefer, Lärche, 34 Fichte 2 Kl. Gewöbnliches A1 Rm.: 1320 Buche, 282 Eiche. Stöcke Rm.: 3 Buche, 11 Eiche, 22 Fri Vorsteigerung findet im Saale des Gastwirts Döll zu Ula statt. Mit grüner Oelfarbe unterstrichene Num⸗ mern kommen nicht zum Ausgehot. Kaufliebhaber werden ersucht, das Holz vor der Versteigerung anzuseben. Nähere Auskunst erteilt der Großh. Förster Zimmer zu Ulfa. Dienstag, den 9. März d. Js., von 11¼ Uhr por⸗ mittags ab, werden aus den omaniälwalddistritten Gier⸗ köpse 4, 5 u. 7 der Forstwartei Rainrod versteigert: er Rm. uche 1. Kl, Buche 2 Kl. Kuiibpel Rm.: 431 Buche 1. Kl. 52 Buche 2. Kl., 13 Eiche, *. 2. Kl., 6 Aspe. Gewöhnliches Reisig Rm.: 1261 Buche, 14 Eiche, 1 Fichte. Stöcke Rm.: 151 Buche 1. Kl. 19 Buche 2. Kl., 4 Eiche. f Die Versteigerung findet im Saale des Gastwirts Alt zu Rainrod statt. Mit grüner Oelfarbe unterstrichene ö mern kommen nicht zum Ausgebot. Kaufliebhaber, welche mit dem 10 Uhr⸗Zug ankommen, können das Holz vor der Versteigerung noch besichtigen. Näbere Auskunft erteilt der Großh. Jorstwart Meyer zu Rainrod. Eichelsdarf, den 1. März 1015. Großh. Oberförsteret Eichelsdorf. 12033 * Nutzhöolz⸗Versteigerung. Im Gemeindewalde Reiskirchen kommt Samstag, den 6. März d. Is. folgendes Holz zur Versteigerung. rn vornnttags 10 Uhr auf der Straße Reis⸗ rchen— Hauntamüble am Waldausgang. Vei ungünstiger Witterung findet die Versteigerung von 11 Uhr ab in der Wirischaft Trinthammer in Reiskirchen statt. „Eichen: 1 Stamm 2. Kl.= 1, estm, 9 3. Kl. 7960 Festm, 17 4. Kl.= 7½5 Festm., und 30 5. Kl.— 874 tm. Nadelholz: 9 Stämme 3. Kl.— 5.50 Festim., 105 Kl.= 21,44 Fstm., 150 Stangen 1. und 220 2. Klasse. Das Eichenholz ist zu erst 3 1859 Großrechtenbach, den B. Februar 15 Bürgermeister. Freiwillige Versteigerung. Donnerstag, den 4. März lj. Js., nachm. 2 Ubr, versteigere ich in Neustadt 55 dahier gegen 10 lung folgende noch gut erhaltene Gegenstände: 2 Betten, ein* 2 Konsolschrän 1 Schreib⸗ 18 1 großen Trumeau⸗ Spiegel und 2 klesnere, 1 Weißzeugschrank, 1 Regulator, 1 Nachtschränkchen, 1 Waschtisch, Vorhänge, 1 Linoleumteppich u. Läufer, 1. Fliegenschrank, Tische, Stühle, 1 Küchenschrank mit Glasaussatz, 3 Waschbütten, Lampen und andere eräte. 1900 e ene Beech dsaifseher füt dlezen Schuhwarengschäft Maus Lager fertiger Herren- Damen- Alleinverkauf der so beliebten Ki Marke»Petto- CARL BERG-· G ESSEN Anfertigung nach Maß stiefel · Einlagen für Senk- und Plattfüße Reparaturen werden prompt ausgeführt burg Nr. 4 u. Kinder- nderstiefel . Aan 7 SSS SDS Holzversteigerung. 7 Königl. Oberförsterei Krofvorf. Wärmeöfchen 7 90 Sate 3. n kommen ge Schunck, Bahnholfftr. 54 ei Gastwirt Freund in Krofdorf zum Verkauf: a re Schugbezirk Krofdorf: Distr. 2b Forst 3b Homberg 3 8—— Rm. Achten ⸗Rollscheit, Distr. 10 Diebskaut, Buchen:. *. 3 5 1 S5 15 1091 H Kreuzschläge, 6 Rm. Fichten⸗Rollscheit, Distr. 23 Buchwald, cen: 5 Stamme von 18.38 Atm. Durchm. 2 Vesim, 8 8 S a Fal ace 1 8 14 9 Rm. Reisig. Buchen: 86 Rm. Scheit, 96 Rm. Knllppel, e e. 2. 4 Läbe hen Handlam pen 11 Jm aon. dn Nele cee Nm. Sch Taschen! m. Knüppel, m. Reisig. en: 6 Rm. Schicht⸗ nutzho Ae Durchm. a8 en asmnpen — tm. 2 Rm. vpe len: 2 Stämme von 1 25 Zim. Durchm.— 0,68 Festm., 13 Rm. Schichinugbolz, enen 7 Knüppel, 35 Rm. Relsig. Buchen: D Nm. Scheit, 8 410 Rm. Reisig. Fichten: 2 Rm. Scheit, m. Knüppel. Schugbezirk Waldhaus: Distrikt 32 Eichwäldchen, uchen: 5 Stämme p. 34—37 Zim. Durchm.— 2,2 Festm., 10 Rm. Nollen, 28 Am. Scheit, 123 Rm. Knüppel, 385 Rm. 82 1 2*— 17 1 55. 15 38 11. r str. ettenberger Hardt, Buchen: m. eit, 260 Rm. Knüppel, 545 Rm. 42 Das Holz aus dem Schutzbezirk Krofdorf wird zue rst verkauft, das aus dem Schubbezirk Waldhaus etwa von 11½ Uhr ab. 20⁰⁰ Holzversteigerung im Beuerner Gemeindewald. Donnerstag, den 4. und Freitag, den 5. d. Mts., jedesmal von vormittags 9 Uhr an, kommt in verschiedenen Distrikten folgendes Holz zur Versteigerung: 1. Bau⸗ und Nutzholz. 7 Eichen⸗Stämme 3. Klasse= 4,67 Fstm. 3. 7. 5. 3 34 7 53 77 7 6. 6d 13,10 7 1 Buchen⸗Stamm 2.„= 0,85„ 9„ Stämme 4.„= 5,25„ 1 Fichten⸗Stamm 2.„= 1,16„ 500„»Derbstangen von 8—11 Ztm. 2 38,14 Fsim. 2. Brennholz. 160 Rm. Buchen⸗Scheiter] 190 Rm. Buchen⸗Reiser 4„ Eichen⸗„ 94„ Tich en„ 5 7 Aspen⸗ 7 1 Fichten⸗ 7 104„ Buchen⸗Knüppel] 48„ Buchen⸗Stock 75„ Eichen⸗„ 5„ Eichen⸗„ 25„ Fichten⸗„„ 16 Fichten⸗„ Die Zusammenkunft ist am ersten Tage auf der Kreisstraße Beuern—Geilshausen, am zweiten Tage auf der Kreisstraße euern— Allertshausen; auch kommt das Bau- und Nutzholz am ersten Tage zur Versteigerung. Beuern, den 1. März 1915. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Walther. 11998 Als Liebesgabe für unsere tapferen Truppen im Felde. n Feldpostpackungen Seleren Deutscher Cognac ffum Arac Zwetschenwasser Niederlagen durch Plakate kenntlich. 1175 D „Für Hand, Tisch⸗ u. sonstige Carl Schunck Bahnhofstr. 54. Rübenschneider Häckselmaschinen Schrotmühlen Hafer quetschen Knochenmühlen Jauchepumpen us in allen Grössen und Preislagen. 16⁴³ M. Rosenthal Liebigstr. 18 Pernspr. 77 Schleiferei Babnbofstraße 48 „Täalich in Betrieb. Billige u. reelle Bedienung. Damenscheren 10 504. Rasiermesser.. 30 Pfg. Messer billigste Preise. R. Mase Telephon 952. Glanz⸗ Nußkohlen kosten nur 1⁴⁵ Mark 1.20 ver Zentuer frei Haus. Probelieserungen durch J. Happel, Mühlstraße. Televbon 125. Räucher- Apparate zur Herstellung von Dauerware und deren Aufbewahrung. in allen Gröben empfiehlt(4632 M. Rosenthal Ss Kieler Bücklinge frisch eingetrossen u. bill. bei August Wallenfels 22 kae aus Tirol(Oesterreich) Bilanz vom Jahre 1914. Aktiva 22 Passiva Kassenbestand 202.33 Anleihe⸗Konto 1324.43 Warenbestand Geschäfts⸗Anteil nach Einkauf 4906.40] d. Mitgl. 1370.— Mobilar u. 10% Eintrittsgeld 1.— Abschreiben 339.91 Reservefonds 825.88 Debitoren 4215.79] Warenvorschuß⸗ fonds 385.06 Kreditoren 4926.08 Reingewinn 831.98. 9664.43 9664.4 Zahl der Mitgl. u. Geschäftsanteil Ende 1918 51 renne 2 ,— Stand Ende 19114„ Höhe der Geschäftsguthaben Ende 1913 1310.71 Zugang.. Abgang n„ Stand Ende IpIIil“ Gesamtsumme Ende 19188. 4 1530.— Zugang in 14 Abgang in 191114144 630.— Stand Ende 19111. Watzenborn, den 27. Februar 1915. lie Consum⸗Verein II., E. G. m. b. H. Happel IV. Jung IV. Jetzt ist die Zeit zur Sture nBII ist das Beste für alle Topf-Pflanzen. Nur in Gläsern zu haben: 1542 OCentral- Drogerie, Schulstr. von der Donnerstag eintreffend: Bratschellfische uw. 24 ie Kabliau, wunel Bid. 20 B Große Schellsische e ün od. gelb mit ale, beson · Erbsen bers 2 sebtenf. 52 Pig. 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