Der blaue pnber. Roman von E l f r i e d e Schulz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) 20. Kapitel. „Das heißt, Direktorch-en, tvenn das nicht bald ein Ende hat, tziese ewige dümmliche Bauerei auf Bronin, werde ich noch verrückt!" Saar klopfte seine Shagpfeife aus und stopfte sie neu. „Beruhigen Sie sich, Tschammer — ich bin 's schon. Solange es hier auf dem Hofe drunter und drüber ging, na in Gottes Namen. Wo sie aber jetzt dem alten Kasten, dein Schloß, auf den Leib rücken — Lümmel noch mal! Der alte Ladenburg ist schon ein Revolutionär, aber der junge Wölftin, der Mensch hat wahrhaftig den Deubel im Leibe. Die Gnädige ist schon marode und wagt sich .kaum noch heraus zwischen den Trümmern. Nur Susi, Susi — sie steht ihm noch bei, und wenn es am tollsten hergeht, das Unterste zu oberst, dann ist ihr am wohlsten. Den Alten reitet der Böse, daß er das erst angefangen hat." Ueber das grobe Hospslaster polterte ein Wagen mit Gipssäcken. Hinterher ein Gespann vieretang mit Balken. Die Knechte brüllten ganz unsinnig auf die Gäule ein und schlugen mit den langen Peitschen durch die weiche Frühlingsluft. Auf dem schönen Platz hinter den: Schlosse und den wohlgepslegten Kieswegen herrschte ein Chaos von Baumaterialien. An beiden Enden des Schlosses wuchsen mächtige Flügelanbauten empor. Die vordere Dachseite war abgenom- men. Dort türmte sich ein neues Stockwerk hoch. In diesem halben Werden machte das Ganze einen trostlosen wüsten Eindruck. Der leitende Baugedanke war für den Laien schwer herauszuerkennen. , * Hinten int Schloßpark, in dem kleinen Fremdenpavillon, der in früheren Zeiten die Sontmergäste aufgettommen hatte, die im Schloß nicht untergebracht werden konnten, hatte Erich Wölflin das Baubureau aufgeschlagen. In den oberen Räumen hausten Maler und Bildhauer unter der Leituttg Gerhard Ladenburgs. Die beiden jungen Künstler hatten von Spanien brt wunderbaren Pläne zum Umbau des Broniner Schlosses mit gebracht. Wölslins ursprünglicher Gedanke, einen ganz nennt Bau mitten int Park aufzuführen, war an Frau Natalps Widerspruch gescheitert. Sie konnte es nicht über sich bringen, die Räume niederlegen zu lassen, in denen sie ihr junges Eheglück erlebt hatte. Dem Freiherrn war alles gleich. Er ließ in einer Nachgiebigkeit, die alle erstaunett machte, den jungen Baumeister gewähren und war für jede Anregung in einer fast leidenschaftlichen Weise zugängig. „Lassen Sie ihn ruhig machen," hatte Professor Ladenburg ihnt gesagt, „da wird kein Strich zu viel gezogen tutb kein überflüssiger Stein gesetzt. Sie bekomnten ein Palais, wie es kein Grundherr in der Provinz hat." Es war alles furchtbar schnell gegangen. Es gab kein Hemmnis, das nicht augenblicklich foWtiat wurde. „Das Ideal eines Bauherrn!" sagte einmal Gerharv ündenburg. Rothkirch halte sich mit Ungestüm auf die Sache geworfen. Das gallige Wesen, das die letzten Berliner Wochen unausstehlich gemacht hatte, war von ihm abgefallen wie ein altes herbstliches Blatt vout Baum. Int täglichen Berkehr mit den jungen Künstlern, die in einer ganz anderen Lebeus- atmosphüre atmeten, wurde er frisch und elastisch, und das war lvohl der Hauptgrund, warum Frau Nataly die vielen Unannehmlichkeiten, die der Bau mit sich blrachte, geduldig . trug. Auf Bronin herrschte wieder ein Leben, wie sie es wünschte. Es gab viel Geselligkeit, trotz der immer beschränkter werdendett Räume, tknd die alte Turmfahne zeigte immer gut Wetter an. „Ja, die Gnädige," sagte Tschammer. „Aus einem Raunt ttach dem andern haben die Baumenschen sie vertrieben. Das hält nicht einmal ein ganz Junger aus." Aus dem Park sahen sie Wölslin und den jungen Ladenburg kommett/' „Ich drücke mich, Saar. Die komnten gewiß wieder schnorren, ein paar Gespanne oder so was. Ich habe jetzt nichts übrig." Saar blieb und ging ihnen gemütlich entgegen. „Tag, meine Herren! Ein bißchen frische Luft schöpfen?" „Wir wollen stracks zu Ihnen, Direktor. - Es geht auf Ihren alten Wacholderschnaps." Herr v.Saar lud sie bereitwillig auf. seine „Bude" ein. Der alte Ladenburg hatte ihm ein stattliches Direktoren- häuschen neben der neuen Brennerei gebaut, mit Dampfheizung und elektrischem Licht. . Sie nahmen int Herrenzimmer Platz. Saar holte eine alte Flasche. * „Das Ding hier ist gut acht Jahre alt. Sozusagen ent halb erwachsener Bettgel. Ein strammer Kerl, meine Herren." Er schenkte ein. „Bon meinent ersten Brennereiresultat damals, das ich hier aus Brottin machte. Man-ist so la la beinahe mit alt gewordett. Prost, meine Herren!" „So lange stecken Sie schon in diesem Nest?" sagte Gerhard. „Das nennen Sie lange? — Herrgott, ja, wo sind die Jahre geblieben? Ich kam hierher in die Polackei, aus dein Magdeburgischen. Es ivar noch richtiger Winter. Ich sage Ihnen, was so ein echter polnischer Winter ist. So was gibt's heute tticht mehr. Schnee bis an die Knie. Die Post mußten wir vorm Dorf jeden Morgen erst heraus- schaufelit, sonst hätten mir keine Zeitung gehabt. Da habe ich mir den Wacholder attgesetzt. Der Tröster war verdammt notwendig. Es war hundeeinsam hier. Jäger ivar ich damals noch tticht. Die Kampagne in der Brennerei ging mit Hochdrtlck, al^es verschlantpt. Es lvar 546 — eine verrückte Zeit. Dann kam der Frühling. Das kennen Sie nicht, einen Frühling hierzulande. Heute ist ja manches anders. Rothkirch hat Wege gebaut, fest wie eine Chaussee. Dazumal versanken die Wagen bis an die Achsen. Bis es so allmählich abtrocknete. Dann wurde es schön. Doch halt Saar füllte die Gläser von neuem. „Trinken Sie, meine Herren!" Er sah blinzelnd vor sich hin. „Ja — schon — bis das Elend auf Bronin einzog. Wenn Sie heute den Alten sehen — Sie haben keine Ahnung, was für Jahre wir hier mit Rothkirch durchgemacht haben. Fährt damals, so acht, neun Tage vor Ostern, zur Konfirmation der Jüngsten seines Bruders, der jetzigen Exzellenz. Wir denken, er wird Ostern zurück sein. Ja, Zruck-eu! Aber von seinem Bruder, damals noch Regierüngsrat, Theimer Ober und so weiter, kommt ein Unglücksbrief. Schlaganfall oder sonst was. Die Gnädige hin und bringt ihn ein paar Wochen nach Ostern an. Ein Jammerbild. Ein schrecklich gebrochener, gealterter Mann. Die breiten Schultern des Pasewalker Kürassiers zusammenaefallen, das Auge irr ltnb fher, die Zunge fast gelähmt. Wir brachten ihn dann nach Wiesbaden in ein Sanatorium. Sein Bruder ging mit mtb blieb da. Keinen andern duldete er bei sich. 'Zur Roggenernte kam er wieder. Er war ein bißchen zu sich gekommen. Aber es dauerte ein gutes Jahr, ehe er wieder in den Sattel konnte. Wir hielten ihn lvie ein rohes Ei. Die Gnädige opferte sich fast auf. Es wurde ja besser. 9lber der Alte ist er nicht mehr geworden, wenn wir ihn auch so nennen. Es wurde von der Zeit an trist und ödc auf Brouiu. Wir sind hier rein versauert. Rothkirch blieb menschenscheu, wortkarg. Donner noch mal, es war nicht zum Aushalten mehr." ..mcx, oas ist ja nicht zu glauben," warf Erich Wölslin etn. „Er ist doch mobil wie ein Junger. In seinen Jahren ich wünschte, ich wäre dann auch noch so auf beim Damm." „Haha, das ist ja das große Geheimnis von Bronin, dajs ungelöste Rätsel. Das heißt, zu einem Zehntel ist es ;a schon gelöst. Wissen Sie, meine Herren, wer den Alten umgekrempelt hat? — Ra, Sie raten vergeblich. Ihre beiden Fraulem Schwestern, ob Sie's glauben oder nicht Es ist Tatsache, unbestreitbare." „Machen Sie keine Geschichten, Direktor! Sie wollen uns wohl ein bißchen zum Narren haben!" sagte Gerhard „ F> rc ' wie ich sage, und kein Haar breit anders. Und besonders Ihre Fräulein Schwester, Baumeister. Man ist \a nicht abergläubisch oder nur — unter unis gesagt — brs zu einem gewissen Grade. Aber hier scheint doch so etwas yewirkt zu haben lvie die „Sympathie der Seelen" oder lvie der Zauber heißt. — Prost, meine Herren ! Wir wollen uns einen Tobak anrauchen." Erich und Gerhard hatten sich angesehen. Aber auch .Saar hatte sie fixiert und sein Auge war aus Erich haften geblieben, der schließlich sagte: „Ihre Muttuaßung ist wohl nur ein sonderbarer Zufall, Herr v. Saar Doch das sind Ansichten. Ich werde meme Schwester mal gelegentlich ins Gebet nehmen Am' Eiide kommen unsere Mädel, mein lieber Gerd, noch in den Rllf Hexereien zu treiben, und werden auf den Scheiterhausen geschleppt." } Sie lachten. „Hexerei hin, Hexerei her, bester Baumeister. Pardon meine Herren, daß ich so wenig höflich war, nicht emmal nachdem Befinden Ihrer Damen gefragt zu haben. Warum laßt sich niemand hier sehen auf Bronin? Unsere Baronesse hat doch meines Wissens nachhaltig eingeladen?" - X-! l r Lotte schulmeistert doch, wissen Sie das nicht? Seit April stramm un Dienst. Und Ilse, meine Schwester, fix^r Monogramme in die Brautwäsche. Schmettau ist ein Sie plauderten vom vorigeil Somnier und von Anda- MWÄ?® ^^skuppel. die fortan das Als sie gingen, sagte Erich: ~ du zu Rothkirch und unseren Mädchen? — Das will mir nicht in den Kopf, Gerd." x a ' ^ scheint, hier auf Bronin spuken Dinge, Von denen wir am wenigsten wissen." 9 Adalbert v. Saar sah den beiden nach. Plötzlich wandte er sich um, ging in das Arbeitszimmer und kramte in den Fachern seines Schreibtisches. „Tausendmal um und um gewühlt —" Er schlug zornig auf die Tischplatte. „Aber ich muß es finden, ich muß es finden! Es kann nicht wo anders liegen. Habe ich's, dann, Alterchen, dann wollen wir uns sprechen." Und mit weicher Zärtlichkeit flüsterte er vor sich hin: „Susi — Susi —" 21. Kapitel. Sonntagmorgen aus dem Lande. Das ist der Tag des Herrn. lieber den weiten Fluren liegt ein unbeschreiblicher tiefer Frieden. Ab und zu steigt eine Lerche in die Luft unb stimmt fast zaghaft ihr Frühlied an. Ueber den See huscht ein wildes Entenpaar. Im grünen Rohr rasselt wie verschlafen eine Dommel. Daun wieder lange Stille. Durch die Weidenbüsche am Rande des Schloßparks pirscht Adalbert v. Saar, den Kops tief auf die Brust gesenkt. Er weiß, daß Susanne Rothkirch an jedem Morgen einsam durch den Park streift. Er hat in ihren Augen eine stimme Unruhe gelesen, die in den letzten Tagen selbst durch die Heiterkeit schimmerte, in der das junge Mädchen seit Wochen lebte. Es war seinen spähenden Augen nicht entgangen, was der Frühling aus dem stillen, blassen Wesen gemacht hatte. Jeder neue Tag hatte den rosigen Schimmer, der sich auf ähren Wangen zeigte, vertieft. Der träumerische Flor, der um ihre Augen lag, war einem klaren Glanz gewichen. In lag eine Spannkraft, die sich iit einem offenen Selbstbewußtsein spiegelte. Die müde Art, in der sie soiist ihre Tage hiugebracht hatte, hatte sich in eine Lebhaftigkeit: uingeivandelt, die Anteil an altem Neuen nahm, das |ie umgab. Besonders die Bauarbeiten am alten Schlößchen wurden von ihr mit dem größten Interesse verfolgt. Sie konnte stundenlang in den Ateliers des Gärtenpavillons bei den jungen Künstlern sitzen. Herrn v. Saar ivar es kein Geheimnis geblieben, daß Sufaniie namentlich ait der festen, zielbewußten Art des Baumeisters Wölflin Gefallen gefunden hatte. Man konnte die beiden oft auf dem Bauplatz proniertieren sehen oder im Bau umhersteigen. Sie verkehrten in einer natürlichen Ungezwungeiiheit, die Herrn v. Saar, der auf Form hielt, manchmal mit einer heftigen Bitterkeit erfüllte. Ihm war Susanne, seit sie erwachsen war, nie anders als konventionell entgegengetreten Wenn das junge Paar lachte — unb es sparte nicht mit Scherzen schnitt es ihm in die Seele. Diese Gedanken bewegen ihn, wie er so hinschreitet. Da hört er den Kies aus dem Parkwege zum Bootsplatz knirschen. Er steht und lauscht und tritt hinter einen Erlenbusch. Das Knirschen kommt langsam näher Er unterscheidet Tritte und ist erstaunt, daß er kein Wort vernimmt, um die Buschecke schimmert es weiß und blau Ersieht Susanne, an ihrer Seite Erich Wölslin. (Fortsetzung folgt.) Die Spionin. Novelle von Alexander Castell. (Nachdruck verboten.) ' ^ Ter Zimmerkellner ging vor ihm her, als Blessen die schmal- Hoteltreppe hinmiftiem Er hatte die beiten Geheimpolizisten unten aus der Plaee Charles Rogier gelassen, wo sie sich ins Publikum' milchten, das sich vor der Gare du Nord beioegte, wo iettt die prall gefüllten deutschen Militärzüge aus- und einful/rm w m ' arcl . f , in b[ l öwnte Etage gekommen, schritten im Gang nach vorn, als er den Kellner zurückhielt: „Es ist nur eine Tür vorhanden, die m dieses Zimmer führt?" „Nur die nach dem Korridor," bestätigte der andere. „L-re klopfen und treten zuerft ein, nachher entfernen Sie sich." Ä ÖI/ - £ ' Crr Oberleutnant," sagte der Kellner und schlug die Hacken zusammen. Sie standen jetzt still. Der Kellner öf§ ^ bfe äußere Tu re und klopfte. Es kam keine Antwort. Er UÄ V, ieb £ r . leise: „Von innen steckt der Schlüssel Po .topfte wieder. Plessen halte in allen Nerven t l' lE'naud Ml Zimmer war, der atemlos und aw- gestrengt horchte. „Klopfen Sie nock' einmal, und versuckren Sie Kelln^^ *0™™ Schlüssel zu öffnen," befahl er 1 elfe bem av ^ am f ^ ne Stimme von innen: „Wer ist da?" fent *u 0r frin^ atteTt geklungen. Die Stimme schieii ganz . „Ter Kelluer!" Meder dauerte es eine Weile. Dann katn ^^Osamer, aber ziemlich bestimmter Tritt näher. Der Sck)lüssel würde gedreht, die .Tiire geöffnet. 547 Da sagte der Kellner: „Ter Herr Oberleutnant wünscht Madame AN sprechen." Daraus zog er sich zurück. Plesscn hatte ganz den Eindrucks daß dieser Uebersall etivas perfid war, m seiner Form wenigstens peinlich, aber er trat ein. Er sah oor sich eine vielleicht sünfundzwanzigjährige Dame mit etwas brünettem Teint und dunklen Haaren, die ein einfaches blaues Schneider- kleid trug und offenbar zum Ausgehen bereit war. Das Zimmer hatte zwei Fenster, das eine davon stand offen. In diesem Moment schlug es auf Samte Cathsrine halb drei. „Entschuldigen ^rie, wenn ich Sie gestört habe," sagte Blessen höflich und salutierte. Er sah dabei wie ihr Gesicht ganz normal und ohne die geringste Bewegung blieb. Kaum, daß vielleicht seine Linien um eine Nuance kühler, reservierter geworden waren, was doch in Anbetracht der Fremdheit des Besuches nicht weiter erstaunlich schien. Sie zwang sich jetzk sogar zu einem Lächeln und fragte liebenswürdig : „Womit kann ich dem Herrn Oberleutnant dienen?" Blessen kam sich in seiner Rolle plötzlich verlegen vor. Er sagte, während er das Gesicht der jungen Dame, die am Kamin stand, nn Auge hielt: „Ich komme zu Jhnew in einer Mission, die eigentlich nicht mir obsiegt . . Er hielt inne. Er fühlte nuen merkwürdigen Truck in der Kehle. Er sah diese schlanke, graziöse Person plötzlich wie in einer Bision an einem warmen Maiabend aus fbier Bühne eines der kleinen eleganten Theater in der Avenue der Champs-Elysees. „Aber was führt Sie denn hierher?" hörte er ihre klare melodiöse Ltiinme. * ■ Köpfte erst Wem, ehe er weiter sprach, er fühlte sich vielleicht auch etivas hilflos, weil das Französisch in seinem Munde etwas hart und abrupt klang. Aber er autivortete jetzt: „Sie haben sich im Hotel und vor dem Polizeikommissariat als belgische Staatsangehörige ausgewiesen. Es sind aber starke, sogar evidente Beweise vorhaiideii, daß diese Jdentitätspapiere zwar Nicht gefälscht, jedenfalls aber nicht Ihnen zugehörig sind." Sie lächelte ganz harmlos: „Wie kommen Sie auf diese Idee?" . r ^it acht Tagen in Brüssel, wir wissen aber, baß £>ie sich vor drei Wochen in Metz aufgehaltcn haben, und ?uem deutschen Paß, auf Grund dessen Sie sich als Elsässerin legitimiert hatten. Sie warm in Metz zwei Tage wegen Spionageverdacht verhaftet und niußten wieder freigelassen werden. Inzwischen erfuhren wir, daß Sie ani 3. Dezember, aus der Schweiz kommend, in Singen die Grenze passiert haben! mit dem Reiseziel Straßburg, wo Sie angeblich in Ihre Familie zwruckkehren wollten ..." „Herr Oberleutnant," unterbrach sie ihn lächelnd . . . c l'^gte er: „Ich weiß aber persönlich, daß alle beide Pässe falsch waren, daß Sie aus Bourges gebürtig sind. Ihres Berufes Schauspielerin und bis zuletzt in Paris engagiert am ThöLtre F.." Seme Stimme hatte ruhig, klar und doch etwas mlide geklungen. ob ein geheimer Schmerz in den Worten mitschwänge. Ihre Mundwinkel zuckten jetzt leise, wie sie äußerte: „Ta muß eine ganz furchtbare Täuschung vorliegen ... ich bin . . ." . Er machte eine Handbewegung. „Das muß sich ja alles zeigen . Sie werden wegen Spionageverdacht verhaftet werden. Entdeckt man wieder nichts, dann wird einzig die Anklage wegen Führung eines falschen Namens gegeri Sie erlsoben. Sollte "?au aber, sei es in diessm Ziichner, in Ihrem Gepäck od»w Ihren Kleidern, Dokumente finden, dann . . . Es war iur Zimmer sehr still geworden. ,Mber wer^sagt Ihnen denn, daß ich und die bewußte Dame von Metz und Gingen dieselbe Person sind?" fragte sie leise. „Man hat Sie in Metz photographiert, Ihren Daumenabdruck genommen die hiesige Geheimpolizei hat gleichfalls schon eine Anzahl Aufnahmen von Ihnen gemacht, das ist ja alles so leicht festzustellen/ sagte er ohne Härte. Er mußte sie wieder ansehen, und er dachte: Sie ist schön, und sie hat eine unendliche Russe m ihrem Gesicht . . . wie schade es doch um sie ist." Sie hatte jetzt plötzlich wieder ilwe ganze .Haltung und sagte Wft vergnügt: „Die Behörden werden hier ebensowenM wie in Metz das Geringste finden, das gegen mich belastend wäre, und! der Fingerabdruck mich sogar beweisen, daß Sie im Irrtum nnd . . Ich bin Nicht Französin, noch viel weniger Schauspielerin gervesen . . Ta sagte er und starrte sie an: „Ich habe einen untrüglichen Beweis gegen Sre. Sie werden nicht leugnen wollen, daß Sie sich im Moimt April ans einer Autotour mit Ihrem Freunde dem Baron S m Labu photographieren ließen. Ter'Baron S, wetciser wie ich erfahren habe, einem Kavalleriegeneral als Auto- nwbilist zugeteilt ist, ist mein rechtmäßiger Better. Tie Familie meiner Mutter stammt ursprünglich aus NeuckKtel. Ich habe konstant S. wie fedes Jahr im Juni in Paris besucht. Er hat mrr diese Photographie gezeigt und, >veil sie mich interessierte, geschenkt. Ich habe sie zufällig in meiner B-rieftasche getragen Mid gestern abend, als man mir im Dossier die Photographien vorlegte, die von Ihnen auf der Place du Palais und dem Boulevard Waterloo vor dem Laden eines Bijoutiers gemacht worden waren, Sie sofort wieder erkannt." Er brach ab. Er hatte dies alles m einem Ton geäußert, als ob er sagen wollte: „Ich kann m schließlich nichts dafür." ,>> .^ c i? 0 * "ns Fenster getreten, starrte auf die Place Charles Rogier hinunter und sagte kein Wort. Er fühlte, daß eine furchtbare' Bewegung in ihr war. . ^uhr fort: „Ich weiß, daß Constant Sie unendlich liebt, unv iw hatte es nicht über mich gebracht, Sie einfach von einem Unterof.izler verhaften zu lassen. Ich weiß nicht, was Sie für Grunde gehabt haben, diese furchtbare Mission zu übernehmen^ >ech weiß auch nicht, ob Sie es mit Eonstants Einwilligung getan haben — es steht mir nicht zu, das zu beurteilen. Aber .^bnn ich Ihr Schicksal auch nicht ändern kann, so möchte ich ev Ihnen erleichtern, so gut es mir möglich ist . . ." Sie hatte jetzt den Kopf gedreht. Ihr Gesicht mit den dunklen, stark glänzenden Augen hatte einen starren, vergeisterten Zug bekommen. Ten Mund hatte sie halb offen. „Ich würde erschossen werden?" fragte sie leise. Er sah, wie sie langsame und mit großer Mühe atmete . . . „Wenn . . . man etwas bei mir fände . . ." setzte sie hinzu. ,^Ja," sagte er erschüttert. . ^ ^ en Fauteuil ans Fenster und lag mit geschlossenen^ Augen zurückgelehnt, als ob sie sich zu irgendeiner letzten Anstrengung sammelte, und plötzlich raffte sie sich auf und sagte keck, fast drohend: „Gut, lassen Sie die Beamten kommen, man soll das Zimmer untersuchen . . ." . Er erwiderte ohne Nachdruck : „Ich bin ebenso sicher wie Sie, daß die Dokumente gesunden werden. Verlassen Sie sich nicht auf eine solche Ausflucht!" , Wieder schwieg sie. Es war, als ob der Kampf und die Ver- wirrung sie hrn und her risse, bis sie sich plötzlich ruhig aufrichteteI ,,^ie haben recht," sagte sie leise, „es wäre törichjt hier, unvor-; sichtig zu sein ." Und fast höhnisch fuhr sie fort: „Wenn Sie eine Viertelstunde später gekommen wären, hätte man nichts mehr gefunden ..." Er zuckte mit den Achseln. rr großen Augen nach ihm hin, schien einen e.Entschluß zu fassen und sagte dann: „Ich verstehe, daß Sie ein großes Interesse haben, die Dokumente in die Hände zu bekommen, aber was kann Ihnen denn meine Person dabei nutzen . . Sic hatte das leichthin geäußert, wie jemand, der noch Kraft und Vertrauen in sich hat. Er hatte den rechten Arm auf den Kamin gestützt und antwortete: „< 2 ie vergessen' daß die Spionage an sich schon als Tat strafbar ist. Zudem sind die Dokumente Nebensache. Denn alles, was Sie gesehen und erfahren haben, steht in Ihrem! Gehirn ..." Als ob sie den Einwund gar nicht gehört hätte, fuhr sie fort: "Ich wurde Ihnen alles, was gegen mich ist, in einer Leder- brieftasche übergeben und beschwören, daß ich während der Tauer des Krieges nicht nach Frankreich zurückkehre. Sie hätten nur für eine Minute eine Etage tiefer zu gehen und nach dein Kellner zu rufen und ich versichere Ihnen, daß ich während dieser Minute unauffindbar verschwinden würde ..." , Er sagte: „Das ist unmöglich. . ." Sie fuhr mit geröteten Wangen fort: „Ich habe Chemikalien bei mir, die alles, was für mich belastend ist, in wenitz Sekunden spurlos zerstören können. Sie könnten für ein paar Augenblicke die, Augen schließen. Sie hätten vor Gott und der Welt nichts gesehen, und doch könnten Sie mich dann gefahrlos! abführen lassen." Er sagte: „Das ist nicht möglich. . Sie sprach mit vorgeneigtem Körper und hörbarem Atem: „Sie sind ein tapferer Mensch Sie würden für die Rettung ihres Landes alles gewagt und getan haben. Sie hätten dasselbe auf sich genommen, was mich jetzt verderben wird. Ich war eine glückliche Frau, eine gefeierte Künstlerin, die Geliebte eines Menschen, der Ihr Feind ist, und der doch das Blut Ihrer Familie in seinen Adern hat. Tie Freundin eines Mannes, den ich liebe und für den ich mich hundertfach geopfert hätte.. Tie höchsten Offiziere haben mir die Hand gedrückt, als ich das Wagnis unternahm. Es war der größte Moment meines Lebens als ich das Furchtbare auf mich lud, denn ich wagte und kämpfte für mein Land, ich hatte in den Tagen seiner heißesten Not der-, flucht, daß ich kein Mann, sondern nur eine schwache Frau war. Jetzt aber wurde ich frei, jetzt konnte ich mein Teil dazu tun, tme all die tausend andern. . . Sie sind Offizier, Sie müssen, in allen Nerven fühlen, wie groß niein Leben durch! dieses Opfer wurde. Bin ich unehrlich, bin ich nicht Ihres Mitleids würdig?" Er sprach mit gesercktem Blick: „Wer so kämpft, muß auch zu sterben wffsen . . ." Ihre Augen wurden starr. „Aber ich kann das ja nicht, uh bin inng. Ich l-abe eine Seele und einen Körper, der nach Leben verlangt, ich habe einen Namen, der Tausende vibrieren: macht, ich (habe die Stttcke unserer besten Dichter gespielt, ich . . . und ich liebe ihn, der Ihnen vielleicht ist wie eilt Bruder ... ich liebe ihn über alles, und Sie könnten mich ilr ihn retten, SiL könnten alles ungeschehen machen . . J" „Nein," entgegnete er. Sie war aufgestanden — tviie in eindr verzweifelten jer- chüttcrten Ekstase stand sie da: „Gibt es kein Mittel, himmlischer Pater, gibt es kein Mittel?" „Nein es gibt keines," antwortete er entgeistert und tonlos. „Tann lassen Sie mich verhaften," sagte sie trotzig gekränkt, wie ein namenlos unglückliches Kind. , ^ ... . Er schaute an ihr vorbei, und seine Stimme klang müd und doch bestimmt. „Man würde Sie innerhalb vrerundz-wanzrg Stunden an eine Wund stellen und erschießen . . Ihre Augen blitzten aus. „Ja, ist denn eine Hoffnung vorhanden, daß dies nicht geschehen wird?" „Ja," sagte er, „darum bin ul) gekommen Sre werden mir jetzt die Papiere hier aus den Kamin legen. Ich gebe Ihnen dafür ein Entgelt " Er zog einen kleinen Revolver mit emem Elfenbeingriff aus der Tasche und legte ihn vor den großen vergoldeten Spiegel, der auf dem Kamin stand. Run fahr er fort: „Dann werde ich sie für ein paar Minuten allein lassen Wenn ich nachher wieder ins Zimmer trete, werden Sie tot sein. Sie war blaß geuwrden und stammelte mit rveit aufgerissenen Augen: „Sie sind entsetzlich!" . Er sagte: „Das ist ein Dienst, den rch nur memen besten Kameraden leisten würde . . ." Es lvar, als ob plötzlich eine furchtbare und unheimliche Atmosphäre ins Zimmer gekommen wäre. Als ob ein Alp sie bedrückte, oder als ob sie sjch in einem luftleeren Raun: gcgenübcrstanden, rangen beide nach Atem. Sie war wieder in den Sessel zurückgesunken und sprach hilflos wie ein Kind: „Mer bedenken Sie ich kann doch nicht sterben ... ich kann es doch nicht . . ." Sie hatte ihre Hände vcrkrallt, ihr Gesicht war in der Erregung ganz weist geworden. Er antwortete nicht. Sie hovchten. wieder beide, als ob sich ettvas entsetzliches. Grauenvolles von Sekunde zu Sekunde näherte. „Lassen Sie mich frei," stöhnte sie wieder. „Bedenken Sie, wer ich bin . . . was kann Ihnen mein Tod nützen?" „Mit Ihrem Leben steht die Existenz von Tausenden von Soldaten auf dem Spiel. Selbst wenn ich Ihnen alles abnähme, können Details, die sich in Ihrem Gedächtnis eingegraben haben, für uns grausame Folgen haben. Tausende können darum sterben müssen, Tausende, die Frauen und Kinder ernähren, um die Frauen und Kinder bangen . . . Sie war aufgestanden. „Aber Sie können mich ja einkerkern lassen ..." Er antwortete: „Es gibt ein Gesetz der Gerechtigkeit. Sie sind eine Frau und hcrben die Rolle eines Mannes übernommen.. Sie werden wie ein Mann büsteu müssen . . . seien Sie stark, nehmen Sie es auf sich, wie ein Soldat das letzte auf sich nimmt . . ." Sie stand da. Das Kinn war ihr auf die Brust gesunken. Tränen rollten ihr über die Wangen und in den Mund. „Es ist mir, als ob mir zwei entsetzliche Hände meinen Hals umkralltes und mich langsam erwürgten," stammelte sie. „Haben Sie Erbarmen!" slehte sie darauf. „Haben Sie Erbarmen ... ich will eingekerkert sein mein Leben lang, aber ich will noch atmen können, noch das Lickst der Erde schon . . ." Er lehnte lialb eingeknickt am Kamin. Ein schmerzhaftes bebendes Würgen kain ihm in den Hals. Ein furchtbar peinigen-, des Mitleid erschütterte ihn. Er verdammte die Regung, die ihn hierher geführt hatte, und wie eine jähe Flamme zuckte die Angst in ihm auf. „Wenn ich unterliegen würde . . . tvenn ich unterliegen würde . . ." Er starrte geradeaus an die jeicheitige Wand. Ta war eine gotische Heiligenfigur in einem schmalen vergoldeten Rahmen. Ta sagte er bestimmt, fast hart : „Geben Sie die Dokumente." „Lassen Sie mir noch ein paar Augenblicke Zeit!" flehte sie. „Jede Minute, die ich Ihnen noch gebe, ist eine Marter für Sie." Als ob sie seine Worte nickst gehört hätte, kam sie zum Kamin, ihre linke Hand glitt langsam dem Kaminrand entlang, näherte sich der Waffe, die dort lag, und schob sie niit einer leisen aber so bestinnuten Bewegung zurück, als ob sie sie nie mehr berühren uwllte . . . Ihr von Todesangst erregtes Gesicht hatte den Ausdruck der wunderbarsten Leidenschaft angenommen. Tie ganze Schönheit und Vibration ihrer Rasse strahlte aus ihren Augen, ihrem Mund, als sie flüsterte: „Retten Sie mich!, ich werde Ihnen folgen, wo Sie mich hinführen, ich werde Ihnen untertan sein, als ein- Wesen, das bis zum letzten Atemzuge Ihnen gehört, ich werde . . . ich . . ." Ihre Stimme brach ab in einem jammervollen erstickten Schluchzen. Er war ganz bleich geworden. Er hörte ihre Worte wie eine lähmende, betäubende Musik. „Wollen Sie, daß ich zrfm Verräter werde?" raunte er. „Niemals, niemals!" wiederholte er, und plötzlich, er wußte kaum wie ihm geschah, schlug seine Stimine wieder um, und er sagte hart, fast höhnisch: „Sie haben so gar keinen Stolz . . ." Als er das Wort gesprochen hatte, fühlte er, daß er gerettet lvar. Sie hatte sich ^aufgerichtet, ein verächtliches Zucken spielte um ihren Mund. Sie ging zu einem Koffer, entnahm diesem eine .Handtasche uird dieser Tasche wieder ein Paket und über- r-.ickste es ihm. Er öffnete es, prüfte cs langsam und steckte es ein. Als er sie wieder ansah, war ihr Gesicht blaß, aber viel fester worden. Er sagte: „Verzeihen Sie mir alles, lvas ich Ihnen antun muß. Ich werde urein ganzes Leben an Sie denken, wie an einen tapfern Kämpfer ..." Er brach ab, er hatte sich nicht mehr in der Gewalt. „Wird er je erfahren, wie ich gestorben bin?" hörte er sie mit verschleierter Stimme fragen. Er nickte. „Ich verspreche es Ihnen, wenn ich selbst am Ende noch am Leben bin." „Ich danke," sagte sie und gab ihm die Hand. Er schüttelte» sie, salutierte und ging hinaus. Als er nach ein paar Minuten wieder hereintrat, war dev Revolver noch unberührt auf dem Kamin. Sie lag quer auf dem Bett. Ihr schöner dunkler Kopf war hintüber gesunken. Ein paar Haarsträhnen hatten sich gelöst. Ihre Augen waren ge-i brachen, und ihr Mund stand halb offen. In der linken Hand hielt sie noch eine kleine grüne Fliasck)e. Darauf stand: Cyanid potassium. _ vermischtes. * Gin Engländer, der schwäbisch ver steht. Trotzdem die Engländer iveuig sprachkundig sind, so kann man sich ihnen doch leicht verständlich machen. Bor Jahren hatte in Italien ein in Mailand ansässiger biederer Schwabe mit seiner Gattin in einend Eisenbahnknpee eben Platz genommen, als ein baumlanger Englishinan sich hineinschob, sich aus die eine Seite setzte, die Beine quer durchs Kupee ans den anderen Sitz schob, der Dame beinahe die Füße unter die Nase. Höflich bat der Schwabe den Engltfhman auf Englisch, er möchte die Füße hernnte nehmen. Ter Engländer rührte sich nicht. Ter Schwabe wiederholte seine Bitte ans Französisch ; auch das schien der Engländet nicht zu ve> stehen. Tie Wiederholung der Bitte ans Italienisch hatte ebensowenig Erfolg. Da stülpte sich der Schwabe Rock und Hemdärmel aus, stellte sich dein Engländer gegenüber tu Positur und sagte in schiväbischeln ^Deutsch: „Tb S' Ihre Füeß weg bcant ?" Das oerstand der Engländer sofort, denn im Nu ivareu die Füße herunter. Teiitsch verstehen die Engländer also, es kommt nur daraus ai», ivelchen Dialekt inan mit ihnen spricht. ' Etil armenischer T a c i t u S. Ter arineiiische Fürstbischof Bar Gregor, Herr der Stadt Ninil am Euphrat, schildert vor 725 Jahren in eiiiem Briese an den Sultan Saladiii die Sitten des deutschen Heeres solgenderinaßen: .Diese Delltschen siird im- gewöhnliche Menschen, Wesen cineu besonderen Art. Sie haben einen entschiedeneii Willen, ein festes Ziel: sie nnteriversen sich einer strengen Lagerzucht; bei ihnen bleibt kein Vergehen ungestraft: >na>l opfert sie bei der geringsteil Uebertretung ivie Schafe ans. Eiii Fürst, der neulich seinen Diener 311 hart geschlagen hatte, ivurde vom Nat der Bischöfe einhellig zum Tode verurteilt und trotz der zahlreichen Fi'wbilten Ungerichtet. Was tvunderbar ist, die Untschen untersagen sich jedes Vergnügen. Wehe dem, der eine Wollust begeheu würde! Seine Gefährten stießen ihn sogleich mit Schmach aus ihrer Miste. Ihre Geduld in Beschwerden und Gefahren übersteigt allen Glauben ." Vergleicht man diese Schilderung, die an die Charaklerister'nng der alteir Germanen durch Tacitrrs erinnert, mit dem, wc,r heute das deutsche Volk der staunenden Welt bietet, so kann man mit Befriedigung feststellen, daß es drrrch die Jahrlausende sich gleich geblieben ist. vüchertlsch. — Kunstwar 1 . Erstes September Heft. (Kriegsausgabe zum halben Preis. Vierteljährlich 2,25 Ml. Verlag von Georg D. W. Eallwey, München.) Größere Aufsätze: Heinrich Weinet, Die deutsche Reichskirche. Wolfgaug Schuinanu, Allgemeines zum Studium fremder Länder. Heloise von Beaulieu, „Die Erweckten". Theodor Heuß, Englische Wandlungen. H. Stürenbnrg, Militärische Jugenderziehung? Die stttrndschau enthält u. a.: Stapel, Ist „der Krieg" sittlich zu rechtfertigend Aveuarius,^Taschenausgabe des Hausbuchs deutscher Lyrik. Heinz, Das Kino «im Kriege. Gürtler, Zeitgemäße Musik von Philipp Wolfrum. Michel, Was hat die deutsche Kunst vom Kriege zu erwarten? Wibiral, Wie man die Volkskunst durch Kriegsinvalide fördern kann. Ullmanu, „Intellektuelle Kaffeetöpfe". Malzan, National und international. Kleiböhmer, Deutsches Bildungswesen int Ausland. Bilderbeilagen: Alfred Bachmann, Strandbild von der Nordsee. Momme Nissen, Norddeutsche Wohnstube. Notenbeilage, Wolfrum, Kaiserlied 1914. Hatfel. Werke der Kunst erschaffe ich, falls mich Meisterhand führet; Raubst du mir aber den Kopf, werd' ich vom Erdreich ein Stück. Auflösung in nächster Nummer. Auslösung des Aritbmogriphs in voriger Nummer: Oollar, ^dler, 8 oda, Kal\ Oder, 8 ago, Zain, Lrle, Iwrd, Olga, >»aale: DasgroßeLos. e)christleitung: Ang. Goctz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchcn Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen»