1 7 Drittes Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Gießener Familienblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. 1 ** 165. Jahtgang Gießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Samstag, 27. Februar 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: 51, Schrift⸗ leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Napoleon und Hindenburg. Der militärische Berichterstatter der„Times“ hat auf die merkwürdige Aehnlichkeit hingewiesen, die zwischen den strategischen Operationen Napoleons im Juni 1812 und denen Hindenburgs im Februar 1915 vorhanden ist. Die Stellungen der verschiedenen Heeresgruppen auf demselben Gelände waren fast völlig die gleichen. Diese Parallele führt nun ein Mitarbeiter des„Journal des Debats“ des Näheren durch. So standen am 12. Juni die Kavpal⸗ leriekorps, die die Bewegungen der Großen Armee verschleiern sollten, in Ostpreußen auf einer Linie von Tilsit bis zu den Ma⸗ surischen Seen und von Gumbinnen bis Johannisburg. Die Hauptkräfte der hier von Napoleon zusammengezogenen Heere hatten hinter den Seen Aufstellung genommen und waren von der Ostsee bis vorwärts gegen Soldau gruppiert. Das ist ungefähr die gleiche Verteilung der Kräfte, wie sie die Deutschen zu Anfang Februar durchgeführt hatten. Im Süden besteht freilich ein Unter⸗ schied; denn die Franzosen hielten 1812 Warschau mit 2 Armee⸗ forps besetzt und hatten 2 Kavallerielorps mehr nach Osten ge⸗ worfen, während die Deutschen sich etwa 50 Kilometer östlich von Warschau zusammenzogen. Aber dieser Unterschied ist für die Durchführung des Kriegsplans ohne Bedeutung. Weiter nach Suden hatte Napoleon ein Korps, das 7., gegen Radom geschickt, so wie die Deutschen und Oesterreicher heute Kräfte gegen Opotsch⸗ now und an der Nida operieren lassen. Der Fürst Schwarzenberg endlich ging in Gemeinschaft mit der Großen Armee mit einem Isterreichischen Hilfsheer in Galizien vor und stand bei Lemberg, ahnlich wie heute die Oesterreicher am Dunajec stehen. Wie die Klufstellung so weisen auch die strategischen Operationen eine große Aehnlichkeit auf. Napoleon hatte heimlich seine Hauptkräfte auf feinem linken Flügel zusammengezogen, im Norden der Seen⸗ gegend, so wie irschall Hindenburg im Januar seine Korps in diesem Gebiet massierte. Der französische wie der deutsche Stratege manövrierten also von ihrem linken Flügel aus. Der Plan Napoleons ging dahin, über den Niemen nach Kowno vor⸗ zudringen und dann im Norden den äußersten rechten Flügel der Russen zu überflügeln, von dem er annahm, daß er mehr südlich bei Grodno stände; er wollte dann weiter nach Wilna vorrücken, die Russen aus Furcht vor einer Umgehung zu einer Wendung zwingen und sie dann in einer Entscheidungsschlacht vernichten. Man darf annehmen, daß der Plan des Feldmarschalls Hinden⸗ burg in großen Zügen ähnliche Ziele verfolgte. Der Weg, den die Hauptmacht der französischen Truppen einschlug, ist der von Gumbinnen nach Kowno. Am 20. Juni findet man die Truppen in diesem Vormarsch begriffen: das erste Kavalleriekorps steht als Vorhut vor Kowno, hinter ihm das erste Armeekorps unter dem Befehl von Davouts in der Gegend von Wilkowitzky. Dieses aus 6 Divisionen bestehende Korps war eine ganze Armee von 100 000 Mann; hinter dem ersten Korps steht die Garde bei Stallupönen, hinter der Garde das zweite Korps bei Gumbinnen, wo auch Napoleon sich mit dem Hauptquartier befindet. Gumbinnen, Stallupönen, Wilkowitzky und Kowno sind ebenso Hauptetappen in dem Vormarsch, den die deutschen Heere bei der Offensive im Februar antraten. Im Norden dieser Haupt⸗ nacht steht 1812 das 10. französische Korps vor Tilsit, im Süden das 6. französische Korps vor Lyck. Die Flügel der deutschen Heereskörper waren genau in denselben Gegenden angesetzt. Na⸗ poleons Hauptziel gestand nun darin, den stärksten Teil des russi⸗ schen Heeres bei Warschau festzuhalten, während er seine Um⸗ gehungsbewegung gegen den Nordflügel 1 Um dieses Ziel zu erreichen, hatte er zu einer List ffen. hatte den Glau⸗ ben erweckt, daß er seinen Hauptstoß von Warschau aus ausführen würde, hatte schon im April Davouts den Befehl gegeben, den Anschein zu erwecken, als ob das Hauptquartier in Warschau auf⸗ geschlagen werden würde zugleich aber von Thorn nach Nordosten zu marschieren. Am 26. Mai befiehlt er dem Prinzen Eugen, der das Zentrum kommandierte, von Plock nach Soldau zu mar⸗ schieren, fügt aber hinzu:„Verbreite das Gerücht, daß du nach Warschau marschierst.“ Zu gleicher Zeit mußte der König Jéröme, der Befehlshaber auf dem rechten Flügel, eine Scheinbewegung zur Bedrohung Lublins ausführen, wie wenn er sich mit dem öster⸗ reichischen Korps in Galizien vereinigen wollte Die Russen aber ließen sich nicht täuschen, sondern wichen dem Vorstoß Napoleons aus, indem sie sich zurückzogen. Der französische Beurteiler gesteht zu, daß Hindenburg den Plan Napoleons verbessert habe, da es ihm gelang, die Russen vor Warschau festzuhalten, während 11—— Norden seine entscheidenden Operationen siegreich durch⸗ ührte. Die Walstatt am Dnjester. Auf dem Südufer des Dnjester tobt eine gewaltige Entschei⸗ dungsschlacht. Ist der Dnjester bis zum Zufluß der Bystreyza ein ausgesprochener Gebirgsfluß, so ändert er hinter Mariampol seinen Charakter vollständig. Er wird zum Plateaufluß, der sich sein Bett 100 bis 150 Meter tief in die Hochebene von Podolien gegraben und in einem bald kanonförmigen, bald etwas erweitertem Tal eine grünlichen Fluten ostwärts zum Schwarzen Meere wälzt. Rot, grün und wieder rot, das sind die Farben des Dnjestertales. Alles, was nicht zur Flora, zu dem dichten Gestrüpp und den bochragenden Nadelhölzern gehört, ist rot und abermals rot: so die Tal wände, die Einschnitte, ja sogar der Staub auf den Straßen, woher sich auch die vielen podolischen Orts⸗ und Völkernamen mit dem Beinamen rot erklären. Lassen wir unseren Blick auf dem rechten Ufer in die Ferne schweifen, so wird am Horizont der dunkelblaue Wall der Karpathen sichtbar, der wie eine zum Him⸗ mel aufsteigende Wolke die Landschaft abschließt. Vor ihm dehnt sich Pokutien, jenes fruchtbare Gebiet Ostgaliziens, das im Westen die Stadt Stanislau, im Süden Kolomea und unweit des Dnjestertales die Stadt Horodenka als größte Orte aufweist. Es ist eine baum⸗ arme, wellige„in der der türkische Weizen vorherrscht. Meilenweit erstr sich die Kulturen des„Kukuruz“, der die Hauptnahrung i 0 der niedrigen Volksklassen ausmacht. Diese Mais⸗ jelder bringen im Sommer eine angenehme Abwechslung in die Landschaft, denn der hohe Kukuruz, in dem sich ein erwachsener Mann bequem verstecken kann, vertritt auf der baumlosen Fläche gleichsam die Wälder. Von den Hausdächern hängen die zrößten Maiskolben, die zur nächsten Saat bestimmt sind, herab; ie werden mit Waldkräutern in der Sonne getrocknet. Und an Lehmmauern, die das Besitztum des Bauern einfrieden, liegen große Haufen von Kuchen aus dem 5 als Brennsto Gegend, zu neuem etem Kuhdünger, der bei Schlachtgräber, für einerne und metallene Werk- Aus dem Reiche. Verbot von Mitteilungen über Preise von Wertpapieren. Berlin, 26. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Wie schon kurz gemeldet, hat der Bundesrat auf Grund des 8 3 des Gesetzes über die Ermächtigung des Bundesrates zu wirtschaftlichen Maß⸗ nahmen ein Verbot betr. Mitteilungen über Preise von Wert⸗ papieren usw. erlassen, dessen Uebertretung mit Geldstrafen bis zu 1000 Mark oder mit Haft oder mit Gefängnis bis zu 6 Mo⸗ naten geahndet wird. Die wichtigste Bestimmung dieses Verbotes hat folgenden Wortlaut: So lange für ein Wertpapier, das an einer deutschen Börse zum Börsenhandel zugelassen ist. infolge des gegenwärtigen Krieges eine amtliche Feststellung des Börsenpreises nicht stattfindet, dürfen in öffentlichen Bekanntmachungen oder in Mitteilungen, die für einen ßeren is von Personen bestimmt sind, zahlenmäßige Angaben darüber, welcher Preis für den Umsatz des Wertpapiers in Betracht komme, insbesondere zahlenmäßige An⸗ gaben, die als Anhalt dafür dienen, zu welchem Preise das Wert⸗ papier in letzter Zeit gehandelt worden ist, nicht gemacht werden. Dies gilt auch für zahlenmäßige Angaben über Veränderungen der Preise. Ferner ist es verboten, sich in öffentlichen Bekannt⸗ machungen oder in Mitteilungen, die für einen größeren Kreis von Personen bestimmt sind, zu Angaben der in Abs. 1 bezeichneten Art au erbieten. Der Reichskanzler kann Ausahmen zulassen. Der Grund zu dem Erlaß des Verbotes ist nicht darin zu suchen, daß wir uns der Kurse, die im freien Verkeßhr genannt werden, zu schämen brauchten. Diese Kurse sind vielmehr für un⸗ sere heimischen Staatsanleihen, Stadtanleihen usw. insbesondere auch im Vergleich mit den Preisen der ausländischen Werte durchaus befriedigend. Für manche Industrieaktien sind aber sogar Preise bezahlt worden, die auf eine stark spekulative Bewe⸗ gung einer Anzahl Werte schließen lassen. Gerade dieser speku⸗ lativen Bewegung gilt es, in der jetzigen Zeit entgegenzutreten. Sie ist bisher dadurch, daß verschiedene Bankfirmen im Gegensatz zu der Mehrzahl der Zeitungen Preise veröffentlicht und dem Publikum zur Kenntnis gebracht haben, in unerwünsch⸗ ter Weise gefördert worden. Infolgedessen ist es für zweckmäßig erachtet worden, ein generelles Verbot über Preispubli⸗ kationen Verboten sind nicht nur kehr des Bankiers aus besonderer— 2 Kunden gemacht werden, t ni zeitig mit der Verhängung des Verbotes hat folgende Ausnahme zugelassen: Belan 9 M teilungen über Kurse ausländischer Börse Wertpapiere, Geld⸗ sorten, Noten, 8 gen find bis auf weiteres 53 und Auszahlungen dan iz Danach können Zeitungen usw. 6 ausländischen Börsen bis auf weiteres fortsetzen. Bon der Spirituszentrale. Berlin, 26. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die Spiritus⸗ ufuhren bleiben andauernd unzulänglich und soweit hinter dem Bedarf zurück, daß die Spirituszentrale, die in erster Reihe den Bedarf der Heeres verwaltung sicher stellt, sich genötigt sieht, die Zuteilung von Branntwein für die mit unvergälltem Branntwein bedienten Verbrauchszwecke, insbesondere auch für den Trinkverbrauch, erheblich einzuschränken. Für März ist die Zu⸗ teilung von etwa 40 Prozent des durchschnittlichen Monatsbedarfs der Großbetriebe, und ein etwas höherer Satz für Kleinbetriebe vorgesehen. Auch der Brennspiritusbedarf wird nicht mehr in dem bisherigen Umfang befriedigt werden können; besonders werden allmählich die Lieferungen für solche Zwecke wegfallen, für welche ein Ersatzstoff vorhanden ist. Die weitere Versorgung des Brannt⸗ weinverbrauchs wird im wesentlichen von dem Erfolge der auf die Belebung der Branntweinerzeugung gerichteten Bemühungen ab⸗ hängen Hierbei sollen aber die in den Brennereien noch vorhan⸗ denen Kartoffel vorräte nach Möglichkeit für Speisezwecke zugunsten reichen Nebentälern eine besondere Anziehungskraft; denn Schwarz⸗ wild, Rehe, 14 gibt es in Hülle und Fülle. Das größte seiner Seitentäler ist das des Strypa, an dessen Ufern kleine Dörfer aus netten, reinli Häusern stehen, mit Blumengärtchen, in denen weder die Malve, die Pfingstrose noch die Gartenraute fehlen darf; weite Scheunen und Getreideständer und gut aussehendes Vieh zeigen aber, daß die„schwarze Erde“ im Frieden ihren Mann wohl zu nä vermag. Und wer vom Norden, etwa aus der Lemberger kommt, dem fällt es besonders auf, daß das in wenig gutem Rufe stehende rauhe Klima Galiziens wärmeren Lüften weicht. Zum ersten Male sieht er im Dnjestertal kleine Weinkulturen, und in den Obstgärten der Stadtbewohner prangen Pfirsiche und Marillen. Unweit Uscie Biskupie macht sich jedoch schon ein neues landschaftliches Element geltend; ein nach Russisch⸗ Beßarabien hinüberstreichender cast wird sichtbar und deutet an, daß mit der veränderten Landschaft der Fluß auch ein anderes politisches Gebiet betritt. —. Der Tod der Miß Braddon. Dieser Tage ist in England Miß Maxwell gestorben, die unter ihrem Verfassernamen Miß E. Braddon, man kann wohl sagen, einen Weltruf erlangt hatte. Sie war die populärste Romanschriftstellerin Englands, und es verkörperte sich in ihr geradezu ein englischer literarischer Typus. Man kann sie die Königin des englischen Gouvernantenromanes nennen; ungezählte Romane von dem stets wiederkehrenden Nor⸗ malumfange von drei Bänden sind ihrer Feder entflossen, und diese Romane find in Uebersetzungen in den Feuilletons der Zei⸗ tungen fast aller Kulturnationen erschienen. Miß Braddon, die ein hohes Alter erreicht hat, hatte sich bis zuletzt ihre Gesund⸗ heit und ihre geistigen Fähigkeiten frisch erhalten und war noch bis in ihre letzten Lebensjahre hinein schriftstellerisch tätig. Die Gebrechen des Alters fühlte sie vornehmlich darin, daß sie nicht mehr imstande war, zu reiten, und daß sie nicht mehr ebenso tätig wie früher für die Vergrößerung ihrer geliebten und reichhaltigen Sammlung von Porzellanen sorgen konnte. Ihren letzten Roman bat sie kun 75. Jebensjahre peröffentlich; er eng ben Titel „Miranda“ und zeigte, daß Miß Braddon ihrem Stile bis zuletzt treu geblieben ist. Eine englische Wi die Verstorbene als Romandichterin geradezu eine britische Einrichtung genannt. Es hat eine 9— gegeben, sie liegt nun freilich doch schon etwas zu⸗ rück, wo jährliche Roman der Braddon von weiten Kreisen in England als ein literarisches Ereignis erwartet wurde. Tas waren die Kreise, die keine Lust haben, sich mit„Problemen“ in der Dichtung abzuquälen, und die nach dem Muster des edlen Mr. Podsnap bei Dickens von allem was irgendwie als nicht ganz gerespectable“ angesehen oder beurteilt werden könnte, sich mit pein⸗ licher Angst fernhalten. Für diese Kreise war Miß Braddon ge⸗ rade das Richtige. Mit Problemen, mit Erörterungen schwieriger Fragen, mit irgend welchen Tendenzen oder Theorien hat sie sich in ihren anen nie geben; für sie war die Hauptsache. eine spaunende Geschichte zu schreihen, wobei sie in ihren Mitteln der Volksernährung aufbewahrt werden. Die Brennereien werden deshalb in verstärktem Maße auf die Verarbeitung von Rohzucker hingelenkt. Um die hiermit verbundenen erheblichen Aufwendungen zu decken, sind die Verkaufspreise durchgängig um 10 Mark für das Hektoliter bzw. 10 Pfg. für das Liter Brennspiritus erhöht. * Berlin, 26. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Der verstärkte Budgetausschuß des Abgeordnetenhauses beendete heute nachmittag die Beratung des Etats der geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten. Bei dem Kapitel„höhere Lehr⸗ anstalten“ teilte der Minister mit, daß von 11 600 Direktoren, Professoren und Oberlehrern 4000 in der Armee stünden; von 4300 in der Vorbereitung befindlichen Kandidaten stehen ein Drittel in der Armee. Bei Ausbruch des Krieges seien 22 600 Primaner und 15 600 Obersekundaner vorhanden gewesen, die über 17 Jahre alt waren. Von diesen stünden 20 000 als Kriegsfrei⸗ willige in der Armee, so daß angenommen werden könne, daß sast alle diensttauglichen Schüler im Felde ständen.— Ueber den Zustand der Kunstschätze in Belgien erklärte der Minister, daß er auf den Wunsch des Generalgouverneurs von Belgien Beamte dorthin geschickt habe, um den Zustand der Kunstgegenstände unter⸗ suchen zu lassen. Auch andere Heere hätten sich daran beteiligt. Die Angelegenheit sei unermeßlich übertrieben worden. Die Zerstö⸗ rung sei gering und könne repariert werden. Die Bevölkerung könne die Museen heute ebenso besuchen, wie ehedem. In Nord⸗ frankreich werde die gleiche Untersuchung über den Zustand der Kunstgegenstände vorgenommen werden. Berlin, 26. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die „Kreuzzeitung“ meldet, ist ihr früherer Chefredakteur, Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat Ministerialdirektor a. D. Dr. Justus Hermes, heute früh in fast vollendetemm 62. Lebensjahr plötzlich an Herzschlag gestorben. Hamburg, 28. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Ham⸗ burger Nachrichten“ melden: Major v. Tiedemann, der zurzeit in Lübeck wohnt und schwer krank darnieder⸗ liegt, hat an Lord Kitchener, dessen Militärattachs er während des Sudanfeldzuges war und von welchem er in seinem Werke„Mit Lord Kitchener 1 den Mahdi“ ein Charakterbild gegeben hat, über Amerika folgenden Brief geschrieben:„An Lord Kitchener! Sie auf einer Seite mit Mongolen und Königsmördern! Wo findet die bren⸗ nende Scham einen Platz, sich zu verbergen. Hiermit schicke ich den Orden zurück, den ich an einem Tagr erhielt, der einer der stolzesten meines Lebens war. v. Tiedemann, ehe⸗ maliger Major im preußischen Großen Generalstab und Ihr Militärattachs während des Sudanfeldzuges.“—— v. Tiedemann hat den Orden, da sich ihm keine Gelegenheit zur Rückgabe dot, dem Roten Kreuz übermittelt. Bandel. rg i. Be., 20. Jebr.(W. B. Nichtamtlich.) Der ober dad ischen Brauereien hat beschlossen, den Bier⸗ preis vom 1. März ab per Luer um 4 Pig. zu erhöhen. mache keine Experimente mit anderen Mitteln, andere Leute haben dies zuvor getan, und alle nehmen Sie jetzt Togal. Es gibt nichts bessexes. Der billige Preis ermöglicht es jedem, sich von der vor⸗ züglichen Wirkung zu überzeugen. Es wird garantiert, daß es hilft und daß es unschädlich ist. Togal⸗Tabletten sind in jeder Apotheke erhältlich. den cid. acet ae Chinin Mg Li. 1298 nicht allzu wählerisch war. Auch um den Stil hat sie sich nicht eben viel gekümmert; es genügte ihr, klar zu schreiben und ihrem Stile einen gewissen malerischen Schwung zu verleihen. Um so 5 Gewicht legte sie darauf, alle Personen ihrer Romane so sompathisch wie— 5 zu gestalten. Ihre Helden waren geradezu englische Normalhelden; ganz und gar„respectable“; aus guter Familie, von gutem Charakter und von guter Gesundheit. Und ihre Heldinnen waren so, daß jedermann Lust bekommen mußte, diese Musterbilder englischer Schönheit und Tugend zu heiraten. So lieferte sie jahraus, jahrein, Jahrzehnt nach Jahrzehnt brei⸗ ten Schichten des englischen Publikums das Lesefutter, das ihnen die„Abende am Kamine“ verschönte, und bis zuletzt ist ihr Publi⸗ kum ihr treu geblieben. Der Gouvernantenroman wuchert ja nach wie vor in England auf das üppigste, aber der Verlust ihrer„dear Miß Braddon“ wird von ihrem breiten Verehrer⸗ und Leserkreise im englischen Publikum wie eine Art Nationalunglück empfunden. — Wie die deutschen Barbaren in Lille hausen. Wie weitschauend die deutsche Militärverwaltung für die Stadt Lille und deren 5 sorgt, geht aus dem vom Buchhändler⸗ Börsenblatt veröffentlichten Brief eines Landwehr⸗Unteroffiziers Greßmann hervor. Die Schulen, die mehrere Monate infolge des Mangels an Lehrkräften geschlossen waren, haben jetzt den Unterricht wieder aufnehmen müssen und die Zeiten sind vorüber wo jeder Knirps auf der Straße auf die Frage nach seinem Lehrer mit tiefer Befriedigung antworten konnte:„Parti à la guerre, pour faire pouf.“ Sodann haben die Gespanne der deutschen Artillerie und des Trains während des trockenen Wetters die vernachlässigten Felder der französischen Bauern bestellt und die Aussaat vorbe⸗ reitet, damit die Bevölkerung nicht Hunger leiden muß, wenn andere ernten. Eines besonderen Schutzes erfreuen sich aber die Bücher und Kunstschätze der in der Umgebung liegenden Schlösser altfranzösischer Welsfamilien, die ein beliebtes Ziel der englischen Geschütze bilden. Ihre Bibliotheken und kostbaren Kunstwerke sind von den Deutschen größtenteils in Sicherheit gebracht worden. Das deutsche Gou⸗ vernement hat angeordnet, daß der Direktor des Liller Museums in Begleitung eines Offizters die in Frage kommenden Schlösser durchgeht und alle diejenigen Sachen bezeichnet, die vorläufig in Sicherheit gebracht und dem Besitzer nach Beendigung des Krieges wieder zugestellt werden sollen.„Ich selbst,“ so schreibt der in Friedenszeiten als Buchhändler tätige Landwehr⸗Unterofft⸗ zier,„habe den Auftrag gehabt, die Bibliothek eines Schlosses auf wertvolle Bände durchzusehen und weiß, daß dort allein viele hun⸗ dert Werke, worunter sich eine ganze Reihe Erstausgaben fran⸗ zösischer Klassiker befinden, vor der Zerstörung durch den Krieg be⸗ wahrt worden sind.“ Das ist nur ein kleines Beispiel dafür, daß wir Deutschen den Krieg gegen feindliche Heere, nicht aber gegen Kunstwerke führen. Haben sich die Russen, als sie die Schätze des Lemberger Museums fortschleppten, vielleicht durch dieselben selbst⸗ losen Beweggründe leiten lassen? S— . d ee r * . N Bau- 6. Weidenhansen. Brennholz Versteigerung. 5 und 28 folgendes Holz versteigert werden: Stammholz⸗Versteigerung. Am Donnerstag, den 11. März ds. J8., kommt von vormittags 10 Uhr ab in der Wirtschaft von Wilbelm Amend zu Großrechtenbach aus den Waldungen der nach⸗ bezeichneten Gemeinden folgendes Eichenstammbolz zur Versteigerung: 1. Großrechten bach. 2 Stämme 1. Kl.— 272 Fitm. 9 2 Kl.— 12.70 Fstm., 1 3. Kl.= 0,97 Fitm., 4 4. Kl. 2 217 Fitm. und 2 5. Kl.= 061 Istm. 2. Hochelbeim. 2 Stamme 1. Kl.— 389 Fstm. und 1 Stamm 2. Kl.— 0,79 Fstm. 3. Hörusbeim. 1 Stamm 2 Kl.= 0,85 Fstm., 4 3. Kl. 2261 Fstm, 3 4. Kl.— 1,33 Fstm. und 1 5. Kl.— 0,33 Fstin. 4. Münchbols ausen. 1 Stamm 2 Kl.— 127 Fstm., „15 3. Kl. 1353 Fstm. und 3 4. Kl. 1.53 Fstm. 5. Volpertsbansen. 1 Stamm 1. Kl.— 1 r. 6 2 I. 10,85 Fitm., 17 3. Kl.= 17.88 Sstm., 4. Kl. 19,07 Titm. und 30 3. Kl.- 1166 Fstm. 5 „ 1 Stamm 1 Kl.= 117 Istm. 2 2 3 1, Istm., 5 4 Kl.— 268 Istm und 1 5. KI. 040 Fstm. 7. Hospital Wetzlar. 3 Stämme 1. Kl.= 4,05 Istm., 5 2. Kl.— 6.54 Fstm., 6 3. Kl.= 5,20 Fstm. und 7 4. Kl. 5,7 Nütm. Die Herren Förster 7 Vollnkirchen und Weck⸗ müller, Wetzlar werden auf Wunsch Auskunft erteilen. Groß rechtenbach(Kr. Wetzlar, den. Jeb Bürgermeister. ruat 1915. 11908 Mittwoch, den 3. März d. Is. wird in der Gastwirtschaft Schröder in Eichelsachsen von vormittags 11 Uhr ab sämtliches bei der dies jährigen Holsern e angefallene noch nicht verwertete Brennholz in der Forstwartei Eichel sachsen(Distrikt Bleistadt 3a; Hor⸗ schen nein za; Lebnkopf 2, da, 10a u. 10b pu.) versteigert: Scheiter, Rm: Buche 1. KI. 301, desal. 2 KI. 119; 1 Buche 1. Kl. 77, Hainbuche 6, Eiche 88. Kirschbaum 5 Kieser 10, Lärche 3 Fichte 26, gew. Neisia, Am. Buche 1143(darunter 963 Rm. Stammretser), Hain⸗ 1 Lärche 12, gew. Stöcke, Rm. Buche 175, Räbere Auskunft erteilt der Großb. Forstwart Trietsch zu Eiche lsfachsen, welcher das Holz auf vorherige recht⸗ 8 Anmeldung vorzeigt. 1 as zur Bersteigerung kommende Holz ist mit dem — Z. V. geschlagen 1 1905 ten den B. Jebruar 1915. . eide Nutzholz⸗Versteigerung. Im Semeindewalde Reiskirchen kommt Samstas. den. März d. Js. folgendes Holz zur Versteige rung. kunft var nuttags 10 Uhr auf der Straße Reis- chen— Hontgmühle am Waldausgang. Bei ungünstiger Witterung findet die Bersteigerung von 11 Uhr ab in der Wirrschaft Trinthammer in Reiskirchen statt. Eichen: 1 Stamm 2. Kl.— 1,48 Festim., 9 3. Kl. 896 Festm, 17 4. Kl.= 7 Jestm. und 30 3. KI= 874 2 Nadelholz: 9 Stamme 3. Kl.= 359 Jestm. 105 = 21,4 Im. 150 Stangen 1. und 220 2. Klasse. Das Eichenhols ist zu Großrechtenbach, den B. Februar Der Bürgermeister. Holzversteigerung. — Gemeindewalde Niederkicen kommt Freitag, den 5. Mars d. J8. von vormitiags 9 Uhr, folgendes Golz zur Versteigerxung: Eichen: 2 Rm. Scheitbolz und Nadelbolz: 1 Stämme 3. Kl.— 242— 5 Feum.,, 6 Stangen 1. Kl., 15 2. Kl., 90 3. Kl., 330 4. Kl., 5. Kl., 560 6. Kl., 21 Rm. Nugho—(3 Mtr. lang), VBagnerbolz geeignet. 1915. 18 10 Rm. Knüp Jestm, 6 4 1 Eichen: 2 R n Seit und Keiser. 1 2e. Nen. Reiber, Nuri 2 Wolfsgraben Ciche 10 Nm. etwa 20 Rm. Knüppel, 15 Rm. Stöcke und 5 Reifer. Das Eichenstammholz wird zie rst u Krofdorf, den 28. Jebruar 1915. 187. r Bürgermeister.— Holzversteigerung. Donnerstag, den 4. März 1915, von vor⸗ ittags 9 Uhr an, soll im Anneröder Ge⸗ mein bewald in den Abteilungen 8, 18, 22 b, 27 19 Rm. Buchenknüppel, 10 Rm. Eichenknüppel, 18 Rm. Kiefernknüppel, 49 Rm. Fichtenknüppel, 4000 Buchenwellen(Durchforstung), 650 Eichen⸗ wellen(Durchforstung), 700 Kiefernwellen, 1670 Fichtenwellen, 30 Rm. Kiefernstöcke und 58 Nm. Fichtenstöcke. Bemerkt wird, daß die Buchen⸗ und Eichen⸗ Durchforstungswellen von 11 Uhr ab zur Ver⸗ steigerung kommen. Die Zusammenkunft ist am Oppenröder Weg beim neuen Pflanzgarten. Annerod, den 25. Februar 1915. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Horn. 1 und Nutzholz⸗Verkauf auf Submission in dem Garbenteicher Gemeindewald. 4 Stück Kiefern 3. Kl., 30—39 Ztm. Durchm. 4.06 Festmeter. 30 Stu giefern 4. Kl, 25—29 gtm. Durchm. 1 2 2 82 ück Kiesern 5. Kl., unter 25 Ztm. Durchm. 33,35 2. Die Gebote sind getrennt pro Festmeter nach Klassen mit der Aufschrift„Holzsubmission“ bis spätesteus Dienstag den 2. März, nachmittags 4 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei ein⸗ zureichen, wo alsdann die Eröffnung der Offerten erfolgt n 1901 Garbenteich, den 26. Februar 1915. Großh. Bürgermeisterei Garbenteich. T Bekanntmachung. 1. Die Swischenscheine zu den 5% Schuldverschreibungen des Deutschen Reichs von 1014(Kriegsanleihe)— un⸗ kündbar bis J. Oftober 1024— können vom I. März d. J. ab mittlung des Umtausches. und innerhalb dieser nach der N. Firmen und Kassen baben die von ihnen e rechts neben der Stücknummer mit ihrem Firmen bankanstalten mit Kasseneinrichtung bis zum 22. Juni d. J. die kostenfreie Ver⸗ Die Zwischenscheine sind mit Verzeichnissen, in die sie nach den Beträgen ieser ummernfolge geoxdnet ein; der Vormittagsdienststunden bei den genannten Stellen einzureichen; Formulare zu den Verzeichnissen können dort in Empfang genommen werden. 2 reichten Zwischenscheine oben Der Umtaujch der Zwifchenscheine zu den 5% Neichsschatzauweisungen von 1914(Kricasanleihe) sindet gemäß unjerer Ende Januar veröffentlichten Dekauntmachung bereits seit dem 1. Febrnar d. Js. bei der„Umtauschstelle ase e ee e ichen Reichsba en i tung 1. bis zum 28. Mar fan. 3 15 1902 Berlin, im Jebruar 19185. Reichsbank⸗ Direktorium Ha venstein. u. Grimm. Reichs einzutragen sind, während wel zu ve von Gießen und Umgebung unter dem Druck gezwungen find, auf kleine Flaschen eintreten zu lassen. Dieser kleine Preisaufschlag deckt nur sie alle anzuführen. noch nicht übersehen lassen. des Flaschenpfandes statt. Erleichterung eintreten: Maßnahme nicht verkannt“ wird. Bekanntmachung. Hierdurch beehren wir uns anzuzeigen, daß die Brauereien vom 1. März dieses Jahres bis auf weiteres eine Preiserhöhung von 3 Pfg. für das Liter Sier in Fässern, 2 Pfg. auf große und 1 Pig Steigerung der Erstehungskosten des Bieres, die zu bekannt sind, um Vorbehalten bleibt eine weitere Steigerung, welche durch die Kontingentierung der Brauereien auf 60% ihrer Erzeugnisse erforderlich werden kann und deren Folgen sich heute Außerdem findet vom gleichen Tage an die Einführung Um unseren Abnehmern entgegenzukommen, lassen wir folgende Die noch im Verkehr befindlichen leeren, unversehrten Flaschen werden im Umtausch gegen gefüllte Flaschen mit 10 Pfg. in Zahlung genommen und bei gefüllten Flaschen die Flasche mit 10 Pfg. angerechnet. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß die Berechtigung dieser im Interesse der Aufrechterhaltung der Brauereibetriebe unerläßlichen der Verhältnisse leider teilweise die dauernde 1862 D Die Brauereien von Gießen und Umgebung. Zentral- Depot für Liebesgaben, Berlin W. 50. Sondersammlung zur Belämpfung der Uugtzieferplage im Often. Mitbürger! a Helft die Läuseplage bekämpfen! Das Zentral⸗Depot für Liebesgaben, Berlin W. 50, bat bereits große Mengen Bekämpfungsmittel hinaus⸗ — 1 ich täglich die Bitten unserer von der .—— e— 3 Lieber wollen unsere Soldaten Hunger, Dur Schmerzen, als das unerträgliche eee Eine saßtematische Uebersendung geeigneter Mittel durch das Zentral- Depot soll nun lege. nach Anwei⸗ sung des Kriegsministeriums in der Weise in die Wege gelcttel werden, daß alle im Osten stehenden Truppenteile genügend damit versorgt werden. Die a diefer Bekämpfungsmittel verursacht stehenden. bei der aroßen ahl unserer im Sol. daten erbebliche Unkosten, und da der frei Kran⸗ 3—— 4— 12 zur Verfügung en, werden a utschen Bürger gebeten, Wenn jeder, der in diesen schweren am heimatlichen Herd bleiben konnte, nur einen Betrag von wenigstens M. 1,— spendet, können wir unseren tapferen Kriegern Erlösung von der Ungezieserplage bringen. Helft alle! Gebt schnell! Eile tut not! — 2 1 ist— 4 bereit. Beträge für das Zentral⸗Depot für Liebesg„ Berlin W. 50 entgegen; zunehmen und öffentlich darüber zu quittieren. Vergebung. Am 15. März l. Je., vormittags 10% Ute, soll i 4 der Sete eden Verwaltung für das echnungs jahr 1915 die Anfuhr von Steinkohlen und Koks nom Babhnbof bier in die Zeughaus, städtische Kaferne, Garnisonlasarett und in das Gefangenenlager bierselbst verdungen werden. Angevote sind bis zum vorgenannten Termin post⸗ mäßig ve en einzureichen, die Bedi en liegen in 2 aus unb können 1— der Schreibkosten bezogen werden. Gießen, den 26. Jeb 1915. Garnisonverwaltung. 488 Die bisher verpachtete Ziegelei der Stadt Laubach steht ab 1. April zum Verkauf. Sie eignet sich unter tüchtiger fachmänn. Leitung zum Weiterbetrieb. Auch ist das Anwesen durch seine günstige Lage zum landwirtschaftlichen Betrieb gut geeignet. Auskunft erteilt die Großh. Bürgermeisterei. Laubach, Februar 1915. RMitter Kissel. 4 1 18 Bürgermeister. Fietedens Auf Vorposten Räucher- Apparate Herstellung von deren zur Dauerware und Aufbewah in allen Größen empß 1682 M. Rosentha ie bigatr. 18 Fernspr. 77 gegen Er- kaltungen Kalsers Arust- Kaisers Brust- K nete lenste Von Millionen im Gebrauch bei Heiserkeit, Katarrh, not. te Zeug ninse von Kerzten und Privaten. Zu haben in aufreden Zu haben bet Apoth. 8. geld. 3 Gg. Wallenfels, Marktpl. 21 August Walles- Tels, Marktplatz 11, Ateis Staudt, Neuen Baue 1, Jacob Matersas uud Chr. Hieker- Neustadt ia Giessen; J.— Feldpost Schachteln 20 Größen. 1140 Billigste Bezugscuelle tür Wlederverkünler Ernst Balser GESSEN, Mausburg. „ 1 Bekanntmachung. Ju unser A Nr. 35 wurde heute bei der Firma„H. Zimmer, Untermühle“ eingetragen:. Lich, 2— 995 1 5 SOSroßh. Amtsgericht.— Vergebung Die Sroßherzogliche Klinik für psychische und nervöse Ane in Gießen schreibt für das Rechnungsjahr 1915 ane: ö 1. die Lieferung von Backwaren Bür Fleischwaren T den Spezereiwaren Porzellan u. Glaswaren Verbrauchs eibmaterialien Milch, Bier, Eis, Kleidern u. Schuhen für Selters wasser Kranke und Personal Butter und Eiern Emaillewaren 2. das Reinigen des Kü 7 2 Leerfahren der ie Abgabe von Knochen, Lumpen, leeren Flaschen und des Gespüls 5. den Transport der Wäsche nach und von der 3 1 7 Die Bedingungen liegen an Wochentagen von 3 bis 5 i in der Verwaltung und mit ent Aufschrift versehen bis zur Eröffnung am Mötz 1915, vornittags 11 1 Bureau der 2— 105 ——„ Großherzogliche Direktion der Klinit für pspchesche und nervöse Krankheiten. Sommer. 15³⁸ B Vergebung. uin ag al fit Hefe e 3 in in f auf dem Wege des öffentlichen Angebots das Rechnungsfahr 1915 vergeben werden a) 1 Lieferung 1.. 4.— n und Verbrauchsgeg jenständen, 5. Kaffee, 6. Butter und Eiern, 7. Milch, 8. Bier, 9. ialien, 10. Maschinenöl, 11. Bürstenwaren, 12. 13. Seife und Soda, 14. Eis, 15. Porzellan- und Glas⸗ waren. 16. ca. 40 Rm. Tannen⸗Scheitholz; b) das Rein AM vormittags 11 Uhr, Proben der unter a) 2, 4, 5, 8, 9, 10, 11, 12, 13 bezeichneten Gegenstände sind den An⸗ en beizufügen.— Zuschlag erfolgt bis zum . März 1915. Gießen, den 23. Februar 1915. Großh. Verwaltungsdirektion der medizinischen Klinik, i N für Hautkranke o it. 179⁵ Holzversteigerung. Donnerstag, den 4. März(. J6., vor mittags von 9 Uhr an, soll im hiesigen Gemeinde · werden: iel dae Bega n e Fre 5 en · Scheiter 67 Nm. Buchen Aulppel Eichen- Knüppel Holzversteigerung. der Gräflichen Oberförsterei Arnsburg im Feldheimer⸗Wald bei Hungen. Mittwoch, den 3. März nach du Uhr am rten aus den e Tannen⸗ —— 1885 Knüppel Rm. 38.5 Eichen, olz; Stöcke Rm.: 577 1³ el; ser Rm.: 275 Buchen, 470 Die Amtliche Mitteilungen [der Handelskammer Gießen. breite. i eee wald, Distrikt Dörfelsberg, nachverzeichnetes Holz 7 12— Lenheasse. nypotnekenbanl. in Hamburg. Bülanz ultimo Dezember 1914. FTuantva. i 0 2 4 1 1„ e Casas und Guthaben bei Banken 1 0 Aktienkapital-C onto 36.009.000— 5 165,956.99 Ordentlicher Reservefonds 15,100,000— — een 8 und 8 9 II(erhöut* durch die amburg 5 diesjährige Zuwendung aus dem Rein- ö Guthaben in laufender Rechnung bei N auf& 5,033,596 000— 005011 der Deutschen Bank und anderen ö 92 Etfekten-Abschrelbungu--Reserre 1.290,** ersten Bankbkusern. 14675.3458 15,407,312 07[ Hypethekenpfandbriefe, Eflekten-Conto(nom. 11. 210.000.— ö 4% ige Wu brie fe 422.247.000— ö 3% ige Reichs- und bundesstaatliche 3¼½% ige Pfaudbriiefe 107.415.000—] 529,662,000— Anleiben, eingesetzt um Börsenkurs 1 Füllige Rypothekenpfandbriefe 5,448— — uli 1914, u. 141 1 r 3,268,649. Kriegsanleibe) pins laufender 1 nge Einsscheine)) 8 7,002,774 42 D 9,262,406 25 piridenden- Conto(Restanten) 6,380— — ins 1 1 Free(8 26* f Eingetragen 0 eichshypothekeubankgesetzes ö 1,539,975 18 Darlehen auf Hypetbeken 275,000— Vortruge auf Provisions-Contoo 3,916,925 86 Hypotheken(davon ius Dechungsregister Rücklage für Hypothekar-Ausfälle eingetragen 4 559,83. 570.76) 575,509,023 slerbönt sich dureh Zuwendung 55 dem (rbcbstandg 4 360.273 800 85 6.225.585 b0 2 8 2785 N r 2 e au 5,779.53 Baukgebäude-Conto burg 700,000— 1 Vortrag auf Unkosten-Conto 90/000— Bankgebäude-Conto Berlin 500,00— Talonskeuer- Conte 650.307 91 Debitoren In laufender Rechnung 450,708 79 Wehrsteuer-Con too 205⁵.004— 5 2 tra unssbanu. e 9 04 N 5.00— Oreditoren in laufender Rechnung 479,362 41 Gewinn- und Verlust-C onto ö 5,759.60 1 26 608,333,983 72 1 608,833,988 72 ö 5— 22 Verlust-Conto ultimo Deen 1914. Credit. 7 1 N An Ptandbrtek- Zusa ö Feed Fer Rhanz- Cet S867 8 „ Unkosten-Conto: 14 155„ Zypetheken-Z lasen 25,122,806 39 Sade d O 867,7 2 ee, 810690878 Vortrag auf neue Rechnung 90.400—- f. 58„ Provislons-Oontss 481,169 46 8 3 1— Pfandbrief- Aglo-Conto 301,459 39 erschuss 60126 . 4 2 2787101550 Hamburg, den 31. Dezember 1914. a Hypothekenbank in Hamburg. Die Direktion: Dr. Gelpcke. Dr. Bendisen. De. Henneberg. Die Lebereinstimmung mit den Büchern der Hypothekenbank in Hamburg bescheinigen wir hiermit. Hamburg, den 27. KRudolt Beitzer. Jangar 1915. Gustav RNfüller. Der— kann kostenfrei direkt von der Bank oder durch die Pfandbriefverkaufsstel en be ogen werden. + 85 Werner derer: Die glückliche Oeburt eines gesunden Mädchens zeigen in großer Freude an Dr. med. Fritz Wolff 2. Zt. im Felde 2 Frau Frieda Wolff, geb. Muner 2. Zt. Gladenbach. Gladenbach, den 25. Februar 1915. Großh. Realschule zu Schotten. Die Anmeldungen für die Realschule und die Vorschuuklasse können von jetzt an schriftlich oder [Mittwoch, den 24. März, von 11—1 Uhr, auf dem Amtszimmer persönlich erfolgen. In jedem Falle sind Geburtsurkunde, Impfschein und letztes Schulzengnis vorzulegen. Weitere Ausknuft wird Schotten, den 24. Februar 1915. Die Großh. Direktion. 8 B.: Dr. 2 GAarlct 26) len 3 Bekanntmachung. Die noch 11 erbobenen 98 für die 9 S— 12 Ubr 5 3 Kr 2 2 Sec dre——— Nei er. 1001 B Bekanntmachung. Betrifft: Die Verwertung von Küchen abfüllen. Die! der L soll durch die damit beauftragten Landwirte zweimal n e und zwar jeweils am Dien und erf d Cen e 2. März 9 A 1915. der 3 an diesen e rbürgermeister Keller. 122 Abgabe von Früh e e e Fler d aht Nerdenur n 125 r ab e 7 den Aken Marktanlagen an— 2 1 2 statt. Der Auftrieb von Pferden aus Sperrbezirken ist Bezüglich der in der Nähe des Markt vorban⸗ denen Stallungen erteilt Herr Lobnkutf Hubn irkt ist eine Frümiiern besten B AA. A wofür über 2200 n —1 Ber— 2 darunter einige Preise ans Mitteln Kamme raus schusses der Provinz Der derrn N Swan in Biete ist von N Weinhändler N e e nach Beendigung der 5 1918. Beben; den 2. 14 rüne wald, Bei 1 rktdeputation. Beigeordneter. Die am 1. Jauuar l. Js. fällig gewesenen Zinsen für Darlehen aus unserer Kasse können nur noch bis zum 15. März ohne Kosten bezahlt werden. 5 Eine weitere Zahlungsaufforderung er⸗ folgt nicht mehr Zahltag ist Donnerbtag, nachmittags von r Uhr. .. den 25. Februar 1915. ie eee 8 Aan vormittags 138 M- L Lahe. l, Tandem bet.( 1863 121 fur Schuler v. 11-20 Jahren. 3 1915/14 80 Einsahrigs. zur kaufm. Ausbild. un gute verpflegung u. Saufstchtigung. 3 Direktor A. Harr. Neuaulnahme 18. eri 10 5. Giessener Fröbel- Sema Ausbildung zur Kinderpflegerin, Kinder- Frauli und bei genügender Beteiligung aur ugendleiterin. Staatliche Abschlussprüfungen. Aufnahme April und Oktober, für den Seminar- Kindergarten jederzeit. Auskunft und Prospekt durch L.—— 30. a. Geselkn⸗Priftrg der echnicde⸗ Junung für den Kreis Gießen findet im April d. J. statt. Die Anmeldung hat spätestens bis 1. März d. Je. bei dem Unterzeichneten zu erfolgen. Es sind 5 Mk. Prüfungsgebühr zu entrichten. Gießen, den 11. Februar 1915. BI Der Vorsitzende des E ee Job. Heß. 1000 U Gesetzliche Gesellen⸗Prüfung des Bezirks Lich. N Die diesjährige Gesellen⸗Prüfung findet im Monat April d. Is. statt. An derfelben können alle jungen Handwerker 1 beteiligen, deren Lehr⸗ zeit spätestens am 1. Juli d. Js. beendet ist. Die des] Prüfungsgebühr beträgt 5 Mark und ist bei der Anmeldung bei dem unterzeichneten Vorsitzenden des Prüfungs⸗Ausschusses, woselbst auch die For⸗ mularien zur Anmeldung in Empfang genommen werden können, zu entrichten. — den 14. Februar 1915. des Prüfungs⸗Ausschusses. Scherff. 1 D Glessener Paedagoglum Individueller Unterricht in leinen Klassen. Einiadrige auf alle Schul- Prüfungen in jahrigen-,Abiturientenexamen Aufnahme von Kuaben und Mädchen vom 9. hre ab. Der Besuch der Unter- stuse en Von der staatlichen Schul- *(Versüg. d. Gr. Ministerium v. Mai 1914. unt. strenger Aufs. Nah. durch Direkter Rrackemann, eichstrahe 6 b I. IV. im Schul- u. Wohnhause wigstr. 7 Eeke Liebigstraße) u 1 Infolge best. Erfolge sehr gute Empfehlungen 15 Ziehung 13. u. 18. März f Eisenacher Auges segeon inarenns 45000 N68 Bar ohne Abzug zahlbar Le 2 f HK. Ste cure Lofferieban 6. m. u. H. Eisenach. Ferntp in den durch Plakate ennfHh⁰,α,˖sù0 é VSHCauf sstessen. 5 Zum Feuer⸗ Anmachen! Abfallbolz sackweise billig abzugeben. 1880 2 Schillerstraße 18. ———— a————4ä—4—ß.— Nermes Lehr-institut West-Anl. 51 Bahnhofstr.— Beginn neuer Hand-. 2 kurse Steneyraphte, Kaschinon- schreiben, Bachfuhrung. ZSehönschreiben usw. Anmeldungen täglich. Lebhungskontor 2. Erlang AU nbtig. Sicher- heit u. Selbgaändigk. in d. praktis ch. Rontorarbeit. Glanz⸗ Nußkohlen Marf 1.20 ver Zentner srei Haus. an I durch J. 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Whit- by und Hartiepool an der Ostküste Englands. Mutar ohne Charge zahlt werktags dle Halfte. Holzversteigerung am Donnerstag, den 4. März 1915, im Ge⸗ meindewald, Distrikt Aspenstrauch. Stück Fichtenstämme, 20— 24 Ztm. Durch⸗ mesfer= 1,32 Fstm. Stück Fichtenstämme, unter 20 Ztm. Durch⸗ messer= 3,13 Fstm. Stück Fichten⸗Derbstangen= 8,58 Fstm. Rm. Buchen⸗Scheiter Rm. Eichen⸗Scheiter Rm. Buchen⸗Knüppel 24 Rm. Eichen⸗Knüppel 9 Rm. Fichten⸗Knüppel 570 Ni. Buchen⸗Reisig 73 Rm. Buchen⸗Stock 4 Rm. Eichen⸗Stock. en. ord der Midilli. häuschen. Treis an der Lumda, 26. Februar 1915. Großh. Bürgermeisterei Treis an der Lumda. Benner. Arbeitsvergebung. Für die Feldbereinigung Langgöns soll das Roden abgeholzter Waldflächen— 47 500 qm — in mehreren Losen zur alsbaldigen Aus führung vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei zur Einsicht offen, wo die Angebote verschlossen, mit entsprechender Auf⸗ schrift versehen, postfrei in Prozenten des Voran⸗ schlags einzureichen sind. Eröffnungstermin Mitt⸗ woch, den 3. März, vorm. 10% Uhr, auf dem Rathaus zu Langgöns. Freie Auswahl bleibt vor⸗ behalten. Gießen, den 26. Februar 1915. Großh. Kulturinspektion Gießen. H. Steinbach, Gr. Baurat. 1885 Bilanz am 31. Dezember 1914. Daher Mitgliederstand am 31. Dezbr. 1914 187 Reiskirchen, am 26. Februar 1915. Lundwirtschaftlicher Censamperein I., E. G. N. U. H. zu Reiskirchen. 1867 Karl Debus, Lagerhalter. Bullen⸗Verkauf. Der städtische Bulle, etwa 3¼ Jahre alt, bei dem Halter Friedrich Jochem in Laubach steht zum Verkauf. Angebote auf das lebend Gewicht, ohne jede Währschaft, 2 bis zum Eröffnungstermin Don⸗ nerstag, den 4. März, morgens 10% Uhr, bei der Großh. Bͤͤrgermeisterei einzureichen. Laubach, 25. Febr. 1915. 189 Knochenmünlen „Heureka“ Maschinenfette enden Sustem Farben und Lacke (nsa] Adler-Drog., Seher Edgar Vortnen, Gießen Nitter, Bürgermeister. Mineralschmieröle Telephon 165 Næustadt 11 Zusammenkunft vormittags 11 Uhr am Jäger⸗ 1868 Aktiva Passiva Kassenbestand 111.—Kapitalschuld 400.— Warenbestand 8153.21 Mitgliederguth. 700.— Aus stände 10056.78 Noch zu bezahl. Waren und Gehälter 7588.60 Reserve fonds 2800.— Betriebsrücklage 4042.64 Reingewinn 2789.75 18320.99 18320.989 Mitgliederstand am 31. c 1913. 136 Abgang in 1914 2 133 Zugang in 1914 4 D CH 1 FN Herkschastliche J⸗Ziuner-] Wap 28h eg ge. Suche per sofort oder später eicht. en Vermietungen agen Wohnung(Wilhelmstr.) 8 Croß, Simmer u gr. m Leitern verk. O. gecher, ' 5 3 Küche an kl. ruhige Familie. 5 mit allem Zubehör sogleich 22— 211 Wißmar, Schulstr. 50. Zur Vermeidung oder später zu vermieten.] u verm.. 8 Ein noch neuer Räucher⸗ 55 chsel Aaberes sei E; Aten und 10 Or. 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