Nr. 40 Der Sledener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Giehener Famil lenblätter; zweimal wöchentl. Kreis- blatt für den Kreis Siehen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech-Anschlusse: für die Schristleitung 112 Verlag, Geschäftsstelledl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Sießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt Gießener Anzeiger Ein zweiter englischer Tru S 165. Jahrgang General⸗Anzeiger für Gberhessen Rotationsdruc und verlag der Brühl schen Univ. Buch- und Steindruderei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Mittwoch, 24. Februar 1915 „e zugsore monatl. 75 Pf., viertel jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Bermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. ppentransport versenkt. 300 Geschütze in der Schlacht in Masuren erbeutet. (TB.) Berlin, 23. Febr. Nichtamtlich.) Gestern, nachmittags 4¼ Uhr, wurde der englische Truppen⸗ transportdampfer 192 bei Beachy Head durch ein deutsches Unterseeboot zum Sinken gebracht. 2** 7 Großes Hauptquartier, 23. Februar. (Amtlich Westlicher Kriegsschauplatz. Die Festung Calais wurde in der Nacht vom 21. zum 22. d. Mts. ausgiebig mit Luftbomben belegt. 8 Die Franzosen haben gestern in der Champagne bei und nördlich Perthes erneut, wenn auch mit verminderter Stärke angegriffen. Sämtliche Vorstöße brachen in unserem Feuer zusammen. Bei Ailly⸗Apremont wurden die Franzosen nach 1 kleineren Erfolgen in ihre Stellung zurück⸗ geworfen. In den Vogesen wurde der Sattelkopf nördlich Mühl⸗ bach im Sturm genommen. Sonst nichts Wesentliches. Oestlicher Kriegsschauplatz. Ein von den Russen mit schnell zusammengefaßten neu gebildeten Kräften von Grod no in nordwestlicher Richtung versuchter Vorstoß scheiterte unter vernichtenden Verlusten. Die Zahl der Beutegeschütze aus der Verfolgung nach der Winterschlacht in Masuren hat sich auf über 300, darunter 18 schwere, erhöht. 2 Nordwestlich Ossowiez, nördlich Lomza und bei Prasznuysz dauern die Kämpfe an. 1 8 n der Weichsel östlich Plock drangen wir weiter in Richtung auf Wyszogrod vor. In Polen füdlich der Weichsel wurde der Vorstoß einer russischen Dipision gegen unsere Stellungen an der Rawka abgewiefen. Oberste Heeresleitung. ** Noch wissen wir keine Einzelheiten über den neuen erfreulichen Erfolg eines deutschen Unterseebootes, aber soviel ist gewiß, die deutsche Marine ist bei der Arbeit, um ihr Wort einzulösen. England, in ohnmächtiger Wut, soll nun entschlossen sein, alle Lebensmittel als Kontrebande zu erklären; damit 1 70 wir längst gerechnet, und wenn man in London sonst kein Mittel der Abwehr zur Hand hat, wenn die geheimnisvollen Andeutungen Asquith' nur diesen Inhalt hatten, so wird kein Feind gegen die deut⸗ schen Maßregeln ernstlich aufkommen. Auch die Neutralen scheinen uns keine Schwierigkeiten mehr zu machen. Wir haben Hollands Protestnote gegen England schon besprochen; in einem Amsterdamer Blatt wird sogar darauf hingewiesen, der Artikel 409 des holländischen Strafgesetzbuches bedrohe denjenigen Schiffsführer mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe, der unter holländischer Flagge fährt, wenn er nicht dazu berechtigt ist. Die drei Nord staaten haben durch ihre Vertreter lediglich Vorbereitungen getroffen, um den Gefahren und Schädigungen ihrer Han⸗ delsschiffe vorzubeugen. Präsident Wilson aber hat, wie wir heute erfahren, die Antwortnote Deutschlands mit ein paar Vorschlägen beantwortet, die nach Berliner. 1 ziemlich harmloser Natur sein sollen und sich in höflichem Verhandlungstone bewegen. Amerika hat augen⸗ blicklich andere Nöte im Auge: das anmaßende Vordrängen Japans, das jetzt mobilisiert haben soll, wird von Ber Washingtoner Staatskunst über kurz oder lang notwen igere Entschlüsse verlangen, als in den Veziehsgen zu dem t⸗ schen Reiche. Unsere e eee steigen. Man unterhält sich inner⸗ halb Deutschlands etwas lebhafter über die Umrisse eines künftigen Friedens, über die Art, in der er vorbereitet werden müsse, und inwieweit dabei auch Vorschläge aus dem Volke beachtet werden sollten. Der Alldeutsche Verband hat vor einigen Tagen einen geharnischten Protest gegen Hamburger einflußrei Kreise losgelassen, die langsam vorbereiten wollten auf die Anbahnung besserer Beziehun⸗ gen zu England, natürlich nach einem für uns siegreichen Frieden. Nun lesen wir im„Tag“ einen Aufsatz des Herrn Eugen Zimmermann, Vorfitzenden des Vorstandes der G. m. b. H. August Scherl, der uns durch die Blume gleich⸗ falls schon ein 2 wohl etwas verfrühtes Wort darüber sagt, wie wir nach dem Kriege mit England wohl oder übel uns wieder vertragen müßten. „Mit Gefühlen können wir keine nützliche Politik machen. Was wollen wir denn? Einen langen, gesicherten Frieden. Er ist nur durch eine Verständigung möglich. Sie wird am ehesten er⸗ reicht werden, wenn man den Engländern den Nachweis lie⸗ fert, daß ihre Bundesgenossen nicht allzuviel wert sind. Ein Teil dieses Nachweises ist bereits erbracht, denn es ist nicht gelungen und wird nicht gelingen, Deutschland zu erdrücken. Statt daß wir den Absichten der Feinde entsprechend zusammengedrückt wur⸗ den, haben wir uns erweitert. Wir haben Belgien, das sich löflich zum Bollwerk Englands und Frankreichs hergab, in der Hand und die Champagne besetzt. Wenn wir im Osten und Westen zu entscheidenden Schlägen kommen, so würden die Engländer sehen, daß es zweckmäßiger wäre, mit der stärksten Kontinental— macht zu gehen, deren Waffen den größten Aktionsradius ha— ben, als mit den beiden jetzigen Bundesgenossen. Die Engländer ind Realpolitiker. Wenn sic selbst dann noch am eigenen Leibe ihren Krieg zu spüren bekämen, so wäre das die schnellste Brücke zu ihnen.“ 1 Soll hier England schon wieder so etwas wie eine An— biederung merken? Wir halten es nicht für klug, jetzt solche Andeutungen zu machen. England ist unser grimmigster Feind und wird mit den schärfsten Mitteln bekämpft. Siegen wir, dann kann England uns mit Anträgen kommen. Es trifft sich sonderbar, daß in derselben Nummer des„Tag“ Carl Peters in ein ganz anderes Horn bläst. Er bespricht den neuen Seekrieg gegen das Inselland und schreibt: Jetzt wollen wir sie bei ihrem eigenen Wort festhalten, daß es nämlich nur Frieden geben wird, wenn der eine oder der andere Teil völlig am Boden liegt, wenn der letzte Mann und der letzte Schilling eingesetzt ist. Die Neu⸗ tralen aber, welche unseren Feinden Nahrungsmittel oder Muni⸗ tion zu liefern sich unterstehen, mögen zu ihrem eigenen Schaden erkennen, daß das Deutsche Reich immer noch nicht bei seiner letzten Million angelangt ist und für perfide Unparteiische das richtige Wort zu sprechen wissen wird. Ich weiß sehr wohl, daß es noch immer Völker gibt, welche es gut mit Deutschland meinen, und ich glaube auch, daß die Neutralitätsliga, an deren Gründung in den Vereinig⸗ ten Staaten ich mitbeteiligt bin, darauf passen wird, daß die Yankees ihren englandfreundlichen Gelüsten nicht bis über die Grenzen des Erlaubten Folge leisten werden. Aber die Stim⸗ mung in den Vereinigten Staaten kenne ich sehr genau, und ich würde nur raten, etwaige Höflichkeiten mit diesem Lande, z. B. das System der Austauschprofessoren, ohne weiteres abzustellen. Das nützt uns gar nichts und mindert nur unser Ansehen. Hinter der Neutralitätsliga stehen die vereinigten Deutschen und Iren. Das ist ein Faktor, mit welchem sich rechnen läßt. Denn bei der nächsten Präsidentenwahl werden sie den Ausschlag geben, und jeder praktische Staatsmann muß sie in seine Pläne einstellen. Alle Verbindlichkeiten aber und Höflichkeiten sind in der Politik „für die Katze“; sie schwächen nur das Ansehen eines Volkes. Wir haben das ja in London und in St. Petersburg erlebt. Es liegt in diesem Zusammenhange nahe, auch an die Folgen zu denken, die ein chinesisch⸗japanischer Krieg haben müßte. Uns Deutschen wird er nicht viel Schaden bringen, dagegen würde durch ihn die englische Not aufs höchste gesteigert werden. Das Wort des Kaisers: Völker Europas, wahrt eure heiligsten Güter! könnte noch einmal eine ganz besondere Bedeutung erhalten. Vielleicht würde der eurv⸗ päische Friede schneller zustande kommen, wenn in Ost⸗ asien der Brand emporlodert. Wir dürfen keine politischen Erörterungen der Notwendigkeiten anstellen, die sich nach dem Kriege ergeben, aber wir dürfen uns doch der Möglichkeit freuen, daß Deutschland sodann in Tokio den„freundlichen Rat“ erteilen würde, unser Schutzgebiet ganz schnell wieder an uns auszuliefern. Japanische Buddhisten haben dieser Tage in einem Um⸗ schreiben versichert, das japanische Volk hege keinen Haß, sondern nur Freundschaft für Deutschland. Ob Japan daran zu denken beginnt, es könne Deutschlands Wohlwollen in der Zukunft doch noch einmal nötig gebrauchen? Jedenfalls ist uns das japanische Lächeln heute noch so widerwärtig wie vor 6 Monaten. Haben wir allen unseren Feinden be⸗ wiesen, wie sehr sie sich in Deutschland getäuscht haben, dann wollen wir vielleicht auch wieder Lächeln und Hände⸗ N drücke wechseln. Einstweilen geht uns das Torpedieren noch über das Schwadronieren! *** Ein Zeppelin über Calais. Berlin, 24. Febr. Ueber das Luftbombardement von Calais liegen in den Morgenblättern genaue Meldungen aus Paris vor. Um 4 Uhr früh erschien ein Zeppelin von Nordnordwest in einer Höhe von 300 Meter und steuerte gerade auf den Fontinettebahnhof zu. Erst als das Luftschiff sich über dem Eisenbahnterrain befand, ließ es die erste Bombe fallen, die das Gleis nach Dünkirchen zerstörte. Gleich darauf stieg das Luftschiff wieder empor und ließ dann fünf Bomben auf einmal fallen, die teils auf dem Eisenbahnterrain, teils in der Nähe explodierten. Eine fiel in einen Hof, wo ein ziemlicher Schaden angerichtet wurde, eine andere in einen Garten; diese zerstörte ein kleines Haus, deren Bewohner, eine Familie mit 5 Köpfen, unter den Trümmern begraben wurde. Auf dem Dache eines Hauses wurde in eine deutsche Flagge gehüllt ein Brief gefunden, der vom Zeppelin abgeworfen war. Der Besuch des Luftschiffes dauerte 10 Minuten. Der Zeppelin wurde andauernd beschossen, jedoch ohne Ergebnis. Der Hauptzweck des Besuches war anscheinend die Zerstörung der Bahnlinie nach Dünkirchen. Das Kriegsgebiet in der Nordsee. Berlin, 23. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Im Hinblick auf die aufgetauchten Zweifel über die Ausdehnung der in der amtlichen Ankündigung vom 4. d. M als Kriegsgebiet bezeichneten Gewässer um Großbritannien nach Norden hin wird von zuständiger Seite mitgeteilt, daß die Orkney— Inseln l(also auch der Hafen Kirkwalh und die Shet— landsinseln innerhalb des Kriegsgebietes liegen, daß dagegen die Durchfahrten auf beiden Seiten der Faröer-Inseln ungefährdet sind. Rotterdam, 23. Febr. Der„Courant“ meldet aus London, daß in England an 9000 Matrosen der Handels- schiffahrt seiern, weil sie sich weigern, anläßlich der deut⸗ 2— Unterseebootsgefahren England auf Schiffen zu ver⸗ assen. Berlin, 23. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Der auf dem Wege nach Bremerhaven bei Borkum auf eine Mine geratene und gesunkene amerikanische Baumwoll⸗ dampfer„Evelyn“ fuhr trotz der von deutscher Seite erlassenen Warnungen ohne deutschen Lotsen der ost⸗ friesischen Küste entlang. Wie wir an zuständiger Stelle er⸗ fahren, sagte der Kapitän der„Evelyn“ bei seiner Verneh⸗ mung aus, daß er beabsichtigte, einen weiter nördlich führenden Kurs zu steuern, er sei aber unterwegs von einem englischen Kriegsschiff angehalten und von dem Offizier angewiesen worden, den südlichen. 5 8 und sich möglichst nahe an der ostfriesischen Küste zu halten. Bern, 23. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einem Zirku⸗ lar der Messagerie Anglosuisse ist die Seeversicherungs⸗ gebühr für Transporte nach England neuerdings er⸗ höht worden und beträgt nunmehr 2½ Prozent von dem versicher⸗ ten Betrage, wenn die Sendungen auf englischen oder französischen Schiffen spediert werden. Dazu kommen noch 1½ Prozent Zu⸗ schlag für die Beförderung auf der Landstrecke, sowie die erhöh⸗ ten Post- bezw. Eisenbahngebühren. Hiermit erreichen die Ver⸗ sicherungsgebühren nach Großbritannien die gleiche Höhe wie nach Nordamerika. Amsterdam, 23. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die An⸗ gestellten der holländischen Dampfschiffahrtsgesell⸗ schaften, die gestern eine beträchtliche ohnerhöhung ver⸗ langten, haben das Angebot der Gesellschaft angenommen. Der Dampfer„Zaanstroom“ fährt noch heute nach London, der„Ryn⸗ stroom“ nach Hull ab. Ko pe e en 23. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) einer Meldung„National⸗Tidende“ aus London ist die englische Regierung wegen der letzten Verluste zur See jetzt entschlossen, alle Nahrungsmittel als abfo⸗ lute Konterbande zu behandeln. Ameritanische Vorschläge an Deutschland. Berlin, 23. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Wie wir hören, hat die amerikanische Regierung auf die bekannte deutsche Note mit verschiedenen Vorschlägen 0 antwortet, die noch der Prüfung der zuständigen Stellen unterliegen. Amerika baut Unterseeboote. Washington, 2. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des Reuterschen Bureaus. Der Senat hat einen Antrag zum Flottengesetz angenommen, 75 Untersee⸗ boote zu bauen.— Im Repräsentantenhaus klagte Gardner über den mangelhaften Zustand der Küstenbefesti⸗ gungen. Ein englischer Torpedojäger gesunken. Stockholm, 23. Febr. Der schwedische Dampfer„Re⸗ serv“ ist jetzt, von England kommend, in Oxelösund, das südlich von Stockholm gelegen ist, eingetroffen. Während der gefahrvollen Reise durch die Nordsee, die unter schweren Stürmen vor sich ging, will die Besatzung des„Reserv“ gesehen haben, wie ein englischer Torpedojäger in der Nordsee gesunken ist. Die Postverbindung zwischen England und dem Festlande. g Amsterdam, 23. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Das „Handelsblad“ schreibt u. a.: Eine Folge hat die deutsche Drohung mit den Untersee⸗ booten jedenfalls gehabt, nämlich, daß die Postverbindung zwischen England und dem Festland zwar nicht ganz unterbrochen, aber —5 sehr schlecht geworden ist. Wir erhalten deshalb nicht nur keine Zeitungen aus England, auch jede Verbindung mit Frank⸗ reich und Südafrika und Amerika hat aufgehört. Die Dampfer, die bisher diesen Dienst unterhalten haben, sind außerstande, regelmäßig zu fahren, da sie sich vor den Minen und Unterseeboo⸗ ten fürchten. Auch der Post⸗ und Personenverkehr zwischen Frank⸗ reich und England ist seit einigen Tagen gestört. * ** Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 23. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 23. Februar 1915. l* Russisch⸗Polen hat sich nichts Wesentliches er⸗ eignet. Unsichtiges Wetter behinderte in Westgalizien die Artillerie- und sonstige Gefechtstätigkeit. An der Karpathenfront zerschellten russische An⸗ griffe in der gewohnten Weise unter bedeutenden Verlusten 77 Gegners. 7 Offiziere und 550 Mann wurden ge⸗ angen. Die Kämpfe füdlich des Dujestr dauern an. Am Schlachtfeld gelang es den bewährten kroatischen Truppen, in erfolgreichem Angriff die Russen aus mehreren Ortschaften zu werfen, vom Feinde stark besetzte Höhenstellungen zu neh⸗ men und Raum nach vorwärts zu gewinnen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die Kämpfe in Russisch⸗Polen. Wien, 23. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kriegs⸗ berichterstatter des„Fremdenblattes“ schildert in einem Telegramm seine Eindrücke von dem Nordflügel der öster⸗ reichisch-ungarischen Stellung in Russisch-Polen und hebt dabei das glänzende Zufsammenarbeiten mit den „ 8 CCC N N Deutschen hervor. Das wechselseitige Inetnandergrei der—.— und österreichi 2* 5 stellen trete sinnfällig in die r Täglich spielen ssich größere und kleinere Kämpfe ab, die in ihrer Gesamtheit die allgemeine Lage günstig beeinflussen. Insbesondere in 5 den Artillerieduellen war die verheerende Wirkung der ganz modernen Flachbahngeschütze, deren Tragweite* ordentlich groß ist, deutlich festzustellen. Aber auch die In⸗ fanterie gewann wiederholt Terrain und täglich Ge⸗ 5 fangene. Der Berichterstatter betont, daß die Bestände durch 3 1 und die Rückkehr zahlreicher Genesener vo Mut, die Tapferkeit und Todesverachtung der auf dem Nordflügel kämpfenden, zum größten Teil rumänischer Re⸗ gimenter und das ideale Zusammenwirken der österreichisch⸗ 5 ee Truppen trotz ihrer Nationalitätenverschieden⸗ hei Der russische Bericht. 5 Petersburg, 23. Febr.(W. B. Nichtamtlich.) Der Große Geeneralstab gab 4 abend bekannt: Auf dem rechten Ufer von Bobr und Narew finden immer noch Einzelkämpfe statt. Ein Zusammenstoß von minderer Wichtigkeit ereignete sich auf der Straße von Grodno nach Lipsk, wo wir die Deut⸗ schen angriffen. In den Gefechten in der Gegend von Osso⸗ wiez hat die Artillerie der 2 tätigen und wirksamen Anteil am Kampfe genommen. Auf der Straße von Lomza nahmen wir Jedwabno nach erbittertem Kampfe. In der Gegend von Praszuysz machte der Feind einen Angriff mit starken Kräf⸗ ten. Auf den Straßen zwischen Racionz und Plozk nahmen wir nach Gefechten mehrere Dörfer und machten 500 Deutsche zu Gefangenen. Längs der Weichsel wiesen wir Angriffe des Feindes zurück und zwar auf dem nördlichen Pilica⸗ÜUfer und in der Gegend von Lopuschow. b In Westgalizien setzte der Feind das Geschützfeuer un⸗ unterbrochen fort. Es ist festgestellt worden, daß den Qester⸗ reichern am 17. Februar sehr erhebliche Kräfte inder Gegend nördlich Zakliezin zur Hilfe kamen. 2 5 den Karpathen nahmen unsere Truppen eine Höhe bei . lnik. Oestlich Lupkow warfen wir wiederholte Angriffe der DOiäesterreicher zurück, welche unseren Stellungen bis auf 50 Schritt nahe kamen, aber jedesmal unter unserem Feuer mit ungeheuren Verlusten zurückgehen mußten. In der Nacht zum 20. Februar arissen die Deutschen die Höhe von Kosiuwka viermal hinter⸗ Qnnander erfolglos an. In der Gegend von Wischkow nahmen wir eine Höhe weg, die einen wesentlichen Teil der feindlichen Stellung dildete. In Brgalt ien griffen wir die Oesterreicher südösilich Stanislau in der Geben von Krasno, Nebio und Pereschinsko an, warsen nach verschiedenen Bajonettkämpfen zwei Brigaden zurück und wiesen auch einen mit sehr starken Kräften unternom⸗ menen Gegen iff des Feindes ab. Wir nahmen zwei Offiziere, 1500 Mann gen und erbeuteten mehrere Maschinengewehre. Ein Telegramm des Kaisers. Berlin, 23. Febr.(Ws Nichtamtlich.) Auf Beschluß des Abgeordnetenhauses richtete der Präsident Dr. Graf v. Schwerin⸗Löwitz gestern an den Kaiser folgendes Telegramm: . Die unter den Augen und unter der allerhöchsten persön⸗ lichen Führung Eurer Majestät ins Werk gesetzten kriegerischen See n in den———— 1* i tli Bericht zu einem a ie F a in r⸗ . te 1— 1— 3— nahm diese richt 1 mich, 5 8 ößten Begeisterung entgegen und beauftragte re en e 5 . Darauf ist heute folgende Antwort eingegangen und dem Hause mitgeteilt worden: 1„Meinen wärmsten Dank für die freundlichen Glückwünsche des Haufes der Abgeordneten zu dem glänzenden Erfolge, den der Winterschlacht in Masuren die bewunderungswür⸗ dige Tapferkeit und Ausdauer unserer Heldensöhne im Verein mit der genialen Feldherrunkunst ihrer Führer dem 8 errungen haben. Das in ein einiges Volk in Waffen ——.— 3 7 und 4 1 9 5 1 entschlossenen ens zum Siege über alle Fei 2 PF. und unserer gerechten Sache sein. gez. Wilhelm R.“ 3 5 Die Verherungen der Russen in Ostpreußen. Königsberg i. Pr., 23. Febr(WTB Nichtamtlich.) Von maßgebender Stelle erfahren wir: Bei dem zweiten Einfall 53 Russen in Ostpreußen sind weitere gewaltige Zer⸗ 1 U oder sandten es teils unmittelbar nach Rußland. Hausrat und Wirtschaftsgeräte, die sie nicht fortschaffen konnten, zertrũ m⸗ . e am St⸗ädte Goldap, Sta wird, ein Obdach findet. Die russischen Finanzuöte. 5 Magdeburg, 33. Febr.(T Nichtamtlich.) Die „Magdeb. Ztg.“ meldet aus 9 Die neueste von der Bank von G01 and aufgelegte russische Schatzanleihe von 250 Millionen Franken wurde trotz der hohen Verzinsung(mit Berücksichtigung des Emissionskurses über 10 Prazent) nur zur Hälfte von dem Publikum gezeichnet. Den Rest nruß wieder die Bank von England ü ehmen. [kommen aufgefüllt sind. Er rühmt insbesondere den Vert 8 betr. die fiskalis de Wirtschaftliche Maßnahmen in Oesterreich⸗ungarn. Wien, 23. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Eine heute er⸗ lassene Kaiserliche Verordnung verfügt die Sperre über alle am 24. Februar vorhandenen Vorräte an Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais sowie an Mahlpro⸗ dukten mit Ausnahme von Kleie. 300 Gramm Ge⸗ treide oder 240 Granim Mahlprodukte pro Kopf dürfen täglich verbraucht werden. Ausnahmebestimmungen 1 sich auf die Vorräte für Angehörige des Hauhsalts, für Bäcker und Zucker⸗ bäcker, und Saatgetreide, sowie auf die Haferverfütterung für Pferdehalter. Weiter wird eine durch die Gemeinden vorzunehmende Aufnahme der Vorräte unter Mitwirkung von Behörden bestellter rauensmänner angeordnet, wobei nicht rechtzeitige, oder un⸗ richtige Beantwortung der Fragen mit Arrest oder Geldbuße belegt wird. Die Enteignungsvorschriften enthalten eine wesentliche Er⸗ weiterung. Für en dete Produkte wird künftig nicht mehr der Höchstpreis, sondern ein um 10 Prozent geringerer Satz gezahlt. Zur Durchführung der Aufnahme der vorhandenen Vorräte wird eine unter staatlicher Aufsicht und Einflußnahme stehende Ge⸗ treide-Verkehrsanstalt ins Leben gerufen. Die poli⸗ tischen Bezirksbehörden oder Gemeinden werden ermächtigt, die Abgabe von Brot und Mahlprodukten zu bestimmen, die Back⸗ stunden zu regeln und die Herstellung von Einheitsbrot anzu⸗ ordnen. Ferner sind Bestimmungen über die Herstellung und den Verkauf von Brot und Backware erlassen worden. Ebenso sind Anordnungen über den Ausdrusch und Mahlzwang vorge⸗ sehen. Die vorsätzliche Verheimlichung von Vorräten an Getreide oder Mahl produkten, die Beschädigung oder Zerstörung gesperrter Vorräte für Angehörige des Haushalts, für Bäcker und Zucker⸗ wird mit strengem Arrest bezw. Geldbußen bestraft. Budapest, 23. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Auf Grund Regierungsanordnung hat der hauptstädtische Magistrat angeordnet, daß der Mehl vorrat bei den Privaten festgestellt werde. Derjenige— sehr bedeutende— Vorrat, der für 6 Monate 6 Kilogramm pro Kopf und Monat übersteigt, wird gegen Ent⸗ schädigung enteignet und unter diejenigen verteilt, die nicht aus⸗ reichenden Mehlvorrat haben. Die Hauptstadt, die über sehr be⸗ deutende Mehlvorräte verfügt, organisiert die Organisierung mit Mehl derart, daß den Bäckern von ihr ein bestimmtes Quantum zur Verfügung gestellt wird. Wien, 23. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Wiener Zeitung“ veröffentlicht eine Verordnung des Ackerbaumini⸗ steriums im Einvernehmen mit den beteiligten Ministerien betreffend die Einschränkung des Rübenanbaues im Jahre 1915. Türkischer Besuch in Deutschland. Konstantinopel, 2. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) In der deutschen Botschaft fand ein Diner zu Ehren des Erfinanzministers Dschawid Bei statt, der über Wien nach Deutschland veist. An dem Diner nahm der Minister des Innern, Talaat Bei und der 1 8 Hussein Dschahid Bei teil, der Dschawid Bei nach Berlin begleitet. Aus Italien. Rom, 23. Febr.(WWB. Nichtamtlich.) Infolge der täglichen Demonstrationen für und wider den Krieg sind von den Behörden außergewöhnliche Maßnahmen getroffen worden. Die gesamte Garnison wird in Bereitschaft gehalten. Die Sparkassen in Frankreich. Paris, 23. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Nach dem „Temps“ betrugen die Einlagen bei den französischen Sparkassen vom 11. Februar bis 20. Februar 834 342 Franken, die Auszahlungen 10 357815 Franken. Der Ueberschuß der Auszahlungen über die Einzah⸗ lungen beträgt 9 523 473, der Ueberschuß der Auszahlungen in dem Zeitraum vom 1. Januar bis 20. Februar beträgt 20 047 628 Franken. l Japan und China. Stockholm, 23. Febr. Die„Times“ melden aus Washing⸗ ton: Die Beunruhigung I über das Vorgehen Aas die rt eh 8 China. Die b besprechen ent⸗ rüstet die Art und Weise, mit der Japan die Lage für sich aus⸗ zunützen suche. Es besteht große Gefahr für den Ausbruch eines — großen Unwillens gegen die Japaner im amerikanischen 0 Kopenhagen, 28 Febr. Die Londoner„News“ berichten, daß der britische Botschafter in 3 Japans erste Forderung nach Uebertragung aller deutschen nden in Schantung diplo⸗ matisch unterstützt habe, die neuen japanischen Forderungen nach einem Protektorat über ganz China aber nicht gutheißen könne. Die britische Regierung sei sich des Ernstes der Lage bewußt, die sich aus einem kriegerischen Konflikt mit China ergeben könne, und habe Vorstellungen in Tokio erhoben. Genf, 23. Febr. Der„New Vork Herald“ meldet: Präsi⸗ dent Wilson empfing den chinesischen Botschafter, der ihm die Bitte seiner Regierung um freundschaftliche Intervention im Konflikt mit Japan unterbreitete. Die Entscheidung des Staatsdepartements soll erst in der kommenden Woche entfallen, nachdem Präsident Wilson auch den japanischen Botschafter empfangen hat. Mailand, 23. Febr.(Ctr. Blu.) Wie die römische„d'Italia“ meldet, hat Japan bis Samstag insgesamt acht Jahr⸗ gänge seines Heeres einberufen.(T. R.) Aus dem Reiche. Die zweite Kriegsanleihe. Berlin, 24. Febr. Ueber die Bedingungen für die Begebung der zweiten Kriegsanleihe werden nach den„Politischen Nachrichten“ in den Morgenblättern nähere Mitteilungen gemacht. Danach werden aufgelegt proz. Schatzanweisungen und eine Sproz. Reichsanleihe. Die neuen Reichsschatzanweisungen erhalten wieder eine durchschnittliche fünfjährige Laufzeit. Sie werden in der Tilgungszeit halbjährlich ausgelost und in bar zum Nenn⸗ wert dener e Die 3 ist wie die auf Grund — des ersten Kriegs kredits beg e erste in ihrem Höchstbetrage nicht begrenzt und auf 10 Jahre unkündbar. Zuziehung von amen der Bearbeitung fiskalischer re Berlin, 23. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Im ver⸗ stärkten Budgetausschuß des Abgeordnetenhauses gab die Re⸗ en Moore bekannt, daß mnächst 14 Komplexe in Hannover und Schles⸗ wig mit 20 000 bis 25000 Hektar unter Heranziehung von Kriegsgefangenen zur Bearbeitung in Angriffgenommen werden. Die Gebäude und Baracken seien fertiggestellt. 15000 bis 20000 Gefangene würden be⸗ schäftigt werden. In den fiskalischen Bädern in Wandorf und Langenschwalbach seien Verwundete in größerer Anzahl aufgenommen.— Der Vertrag mit dem Zweckverband wegen des Grunewalds sei im wesentlichen zustande gekommen. Die Uebergabe stehe zum 1. April in Aussicht. Der Preis sei für 10 Hektar auf 50 Pfennig pro Quadratmeter festgesetzt, mit Rücksicht darauf, daß der Wald zu erhalten sei.— Im übrigen wurde festgestellt, daß der Befehl des russischen Gene⸗ rals Rennenkampf, die Förster in Ostpreußen zu erschießen, größtenteils nicht befolgt worden sei. Ein Ober⸗ förster sei erschossen worden und 8 Oberförstergehöfte und 26 Förstergehöfte seien zerstört worden. * 12 Stuttgart, 23. Febr.(Wh. Nichtamtlich.) Um bei dem derzei Mangel an landwirtschaftlichen Arbeits⸗ 5 o —„ 8 lräften die Frühjahrsbestellung der Sa fördern, haben, wie der„Staatsanzeiger“ hört, der evange⸗ lische und der katholische Oberschulrat mit Genehmigung des Kultusministeriums angeordnet, daß den lern und Schülerinnen der vier oberen Jahrgänge der Volksschulen weitgehende. Befreiung vom Schulbesuch gewährt und er⸗ sorberlichenzalfs im März und April außerordentliche Ferien für sie angesetzt werden. f — l Aus Stadt und Cans. Gießen, 21. Februar 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Musk. Heim. Ebling, Inf.-Ngt 88, aus Mainz.— Unteroff. Aug. Belk, Res.-Ins.⸗Rat. 88, aus Hanau.— Kriegsfreiw. Heinr. Umbach, Res.⸗-Junf.⸗Agt. 88, aus Hanau.— Unteroff. Heinrich Fliedner, Res.⸗Inf.-Regt. 88, aus Bruchköbel.— Krankenträger Reinhold Bar che, 17. Sanitätskompagnie, aus Offenbach a. M. T Freiw-Gesr. Lehramtsaspirant Dr. Hemr. Hoffmann, Res. Ink.-Rgt. 221, aus Mühlheim a. Rh.— Res. Heinr. Albrand, Jäger-Bat. 11, aus Wolf.— Landwehrm. Wilhelm Kuhl, Inf. Agt. 116, aus Wolf. Unteroff. Karl Scharmann, Res.⸗ Füf.-Rgt., aus Ulrichstein. * Schließung der ländlichen Fortbil⸗ dungsschulen. In einer gestern abend unter dem Vor⸗ sitze von Provinzialdirektor Fey abgehaltenen Versamm⸗ lung der Bürgermeister und Gemeindevertreter des Kreises Darmstadt wurde bekanntgegeben, daß die Regierung dieser Tage eine Verordnung erlassen werde, nach der von Ende Februar an sämtliche ländlichen Fort⸗ bildungsschulen für die Dauer des Krieges geschlossen werden würden. ** Aufhebung von ee e ee gen. Für die zum Regierungsbezirke Trier gehörigen Kreise t. Wendel, Ottweiler, Saarbrücken(Stadt), Saarbrücken(Land), Saarlouis, Merzig und Saarburg und für das Fürstentum Birken⸗ feld werden am 1. März die für den innern deutschen Postverkehr angeordneten Beschränkungen aufgehoben. Infolge⸗ dessen können von diesem Zeitpunkte ab im innern Postverkehr von und nach diesen ieten verschlossene Postsendungen wieder angenommen werden. 1. März ab können ferner im Ver⸗ kehr mit Elsaß⸗Lothringen(ausgenommen die Kreise Alt⸗ kirch, Colmar, Gebweiler, Mülhausen und Thann) und mit den zum Befehlsbereiche der Festungen Straßburg und Neubreisach gehörigen badischen Postorten(aufgeführt in der bei den Post⸗ anstalten aushängenden Bekanntmachung Nr. 1) Pakete, Wert⸗ briefe und Postaufträge unter folgenden Bedi zur Post⸗ beförderung angenommen werden: a) Die Pakete dürfen außer offen beigefügten Rechnungen und Schriftstücken, die sich nur auf den Paketinhalt beziehen, keine schriftlichen Mitteilungen ent⸗ halten. d) Die Wertbriefe und Postaufträge dürfen nur bei den Postämtern(nicht auch bei Postagenturen, Posthilfsstellen oder durch die Landbriefträger) aufgeliefert werden. Sie sind bei den Postämtern offen vorzulegen und dort nach Prüfung des Inhalts 8 den Beamten in dessen Gegenwart von dem Auflieferer zu verschließen. a am in stattgehabte verletzte, bei der alle Fühlungnahme mit den Reservelazaretten, insbesondere mit den Herren dirigierenden Aerzten, ferner mit den Landesversicherungs⸗ anstalten in Darmstadt und Kassel in Verbindung. Die Benutzung ist vollkommen kostenlos und steht den Kriegsbeschädigten un Kriegsinvaliden aller Berufe, also in erster Linie den als dienst⸗ untauglich aus den Lazaretten zu Entlassenden oder bereits Ent⸗ lassenen zur Verfügung. Der Wirkungskreis erstreckt sich auf das Großherzogtum Hessen, die Provinz Hessen⸗Nassau und das Für⸗ stentum Walde. Daneben ist die Errichtung lokaler Hilfs⸗ ausschüsse vorgesehen, wie sie in Wiesbaden und Darmstadt bereits bestehen. In Frankfurt a. M.⸗ Niederrad wird in An⸗ gliederung an den Krüppelfürsorge⸗Verein und das zurzeit als chirurgisch⸗orthopädische Lazarett in Anspruch genommene Fried⸗ richsheim eine Beratungsstelle eingerichtet. Der Gesamtaus⸗ schuß für Kriegsbeschädigten⸗Fürsorge, in dem die Militärbe⸗ hörden, Staatsbehörden, Selbstverwaltungskörper, Landesver⸗ sicherungsanstalten, Rotes Kreuz, Krüppelfürsorge⸗Vereine, Kran⸗ kenkassen, ärztliche Organisationen, Vertreter der Arbeitgeber und Arbeiterschaft aller 8 und die Arbeitsämter vertreten 11 2 5 11* 1—— 15— Aead.—2 öffnung des saales irurgisch⸗orthopädischen Uni. klinik* Friedrichsheim in Frankfurt a. M. Niederrad kon⸗ stituieren. Der Evang. Kirchengesangverein hat Geh. Kirchenrat D. Schlosser in Anbetracht seiner großen Ver⸗ dienste um diesen Verein zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Vortragsabend. Am Samstag, den 27. Februar, ver ⸗ anstaltet Herr cand. theol. R. Wallau im großen Hörsaale der Unwwersität einen Vortragsabend zum Besten der Spende sihn Sanitätshunde. Herr Wallau ist in Gießen bereits wohlbekannt durch Veranstaltungen des akademischen Dürerbundes in früheren Jahren und seine Mitwirkung bei der biesigen Freilichtbühne. Er wird Kriegsdichtungen vortragen und außerdem zwei Melodramen zu Schau bringen, die in Gießen noch nicht auf führt worden sind. Sammlung von Gold. Die Schüler der 119 Oberrealschule haben in den letzten Tagen über 10 Mark an Gold gesammelt und dafür gestern(Dienstag) schulfrei bekommen. Diese Leistung wurde durch die Schitler des Realgymnasiums noch übertroffen, die zirka 17000 Mk. zusammenbrachten und deshalb heute(Mittwoch) ihren schulfreien Tag erhielten. Auch die er des Gymnasiums beteiligen sich an der Sammlung. Woran unsere Schuljugend merkt, daß jetzt Krieg ist. Man teilt uns den Wortlaut verschiedener Aufsätze mit, die kürzlich in einer Volksschule auf dem Land vollständig frei, d. h. ohne jede Anleitung angefertigt wur⸗ den. Der 4 stellte die Aufgabe: Woran merken wir, daß jetzt Krieg ist? Ein Schüler schreibt:„Wir merken, daß Krieg ist, weil schon viel weniger Leute in unserem kleinen Dorfe sind. Weil Not ist, gehen viel mehr Frauen und Männer in die Kirche, um sich zu ihrem Gott zu kehren. Das Volk ist nicht mehr so lustig wie früher. Weiter merke ich es, weil in unserer Familie täglich Karten oder Briefe und Palete abgeschickt werden für unsere zwei Soldaten. Die ganze Fütterung für das Vieh ist teurer. Auch das früher reichlich vorhandene Steinbl ist seltsam. Ein Mensch, der diese Zeit J nicht verstehen lernt, bleibt hartherzig.“ Ein anderer schreibt g u. a.:„Die Wirtshäuser sind leer; wo früher das Geld für a unnötige Sachen ausgegeben worden ist, wird es heute für die Soldaten verwendet. Es sind auch keine Tanzmusiken mehr. Es gibt keine künstlichen Dünger mehr. Die Russen 8 v. Hindenburg be kunft blickend:..„Es sind schon viele Krieger gefallen. Aber wir Deutsche werden doch nicht verlieren. Wir haben ja keinen Krieg gewollt. Unsere Feinde haben uns dazu ge⸗ zwungen. Wenn der Krieg beendet ist, dann werden sie wohl nicht mehr so bald mit uns Krieg anfangen.“ Ein erst 9 jäh⸗ riges Mädchen hat folgende Beobachtungen gemacht(die Orthographie ist richtig gestellt):„Wir merken, daß Krieg ist, weil unsere Väter für uns kämpfen. Wir hoffen, daß unser Vater wieder nach Hause kommt. Mein Vater hat schon viele Kämpfe mitgemacht. Die Russen und Engländer und die Franzosen wollen haben, daß Deutschland nichts mehr zu essen haben soll. Deutschland hat schon viele Schlachten ge⸗ wonnen. Wir hoffen, daß unsere Soldaten die Ostern da⸗ heim find, daß wir ein fröhliches Fest feiern können. Wir haben schon viel für die Soldaten gesammelt und sortgeschickt. Wir dürfen keine Kuchen mehr backen. Wir müssen für die Soldaten beten. Und für den deutschen Kaiser müssen wir beten. Der Krieg kann noch sehr lange dauern.“ Mehr per⸗ sönliche Eindrücke beschreibt eine 12jährige Schülerin wie folgt:„Wir merken, daß Krieg ist, weil meine zwei Brüder seit August fort sind. Der eine ist am 28. August gefallen. Mein Vater ist seit diesem schrecklichen Krieg wegen des Kum⸗ 10 jähriger Junge:„An der Kirche sieht man es, daß Krieg ist. Und die Leute sind traurig. Daß mein Vater fort ist im im Krieg. Wir müssen auch viel für unseren Vater beten, daß er 298 heimkommt. Viele Kinder haben keinen Vater mehr.“ Wenn auch die Schilderungen kein einheitliches Bild geben, so enthalten sie doch die verschiedensten kleinen und 5 Merkmale unseres veränderten Landlebens. Die zum eil recht schönen Schilderungen der Kleinen ersetzen durch Buntheit, was dem Bilde an Einheitlichkeit fehlt. 4 Ein Schulaufsatzüber den Kaiser.„Was ich vom Deutschen Kaiser weiß“, lautete die Ueberschrift eines freien Schulaufsatzes, den ein Lehrer eines Gymnasiums in der Pfalz dieser Tage schreiben ließ. Und da berichtete ein 13jähriger, dessen Vater als Feldwebelleutnant im Felde steht, folgendes: Als der Kaiser vor kurzem auf dem west⸗ lichen Kriegsschaupl in den Schützengräben verweilte, entfiel ihm das Taschentuch. Ein Infanterist hob es auf. Darauf gab ihm der Kaiser einige Zigaretten und der Sol⸗ dat sagte:„Danke, Majestät!“ Der Kaiser antwortete:„Sie brauchen hier nicht Majestät sagen, sondern Sie können mich ruhig als Kamerad ansprechen.“ Das hörte ein an⸗ derer 9 und sagte zum Kaiser:„Kamerad Wil⸗ helm, geb mer ach eini!“ Unter herzlichem Lachen will- fahrte der Kaiser dieser Bitte. » Ersatz des Petroleums durch andere Be⸗ leuchtungsmittel. Es ist bereits mehrfach darauf hingewiesen worden, daß überall da, wo ein Ersatz des Petroleums durch an⸗ dere Beleuchtungsmittel möglich ist, der Verbrauch von Petroleum 2 eingestellt werden sollte. Als Ersatzmittel für Petroleum —.— neben Kerzenbeleuchtung und Spiritus, dessen stärkere ung schon wiederholt empfohlen wurde, insbesondere in Be⸗ tracht: a) elektrische Beleuchtung, b) Steinkohlengasbeleuchtung, c) Luftgas beleuchtung, d) Azetylenbeleuchtung. Dem Anschluß an detrische entralen dürften auch unter den gegenwärtigen Ver⸗ ältnissen Schwierigkeiten aus ngel an Installationsmaterial aum mehr entgegenstehen, nachdem der Verband deutscher Elektro⸗ techniker im Benehmen mit den rikanten für Installations⸗ material seine Normalien auf die lichkeit der Verwendung von Eisenleitungen mit imprägnierten Papierhüllen und wasserdichter Metallumhüllung aus nt 2 ieses neue Installationsmate⸗ rial bietet, soweit es sich um festverlegte Leitungen handelt, einen ausr Ersatz für Kupferleitungen. Das im Anschluß an diese festperlegten Leitungen erforderliche biegsame Material ist in aus⸗ reichenden Mengen vorhanden. Aal wenig begegnet die Erweite⸗ rung der 2 wecks Anschluß von Ortschaften und ein⸗ zelnen sten an bestehende Freileitungsnetze Schwierigkeiten, da auch für solche Freileitungen Eisen⸗Normalien bereits ausgearbeitet sind. Der Ausdehnung der elektrischen Beleuchtung in den Kreisen der Minderbemittelten wird es insbesondere förderlich sein, wenn die Entrichtung der Installationskosten durch Zulassung kleinerer Teilzahlungen oder sonst in geeigneter Weise, z. B. durch Einrech⸗ nung in die Tarife, erleichtert wird. Auch wird es sich unter Um⸗ stänßen empfehlen, bei Kleininstallgtionen unter bestimmten Vor⸗ r 7 77 Strompreise für eine gewisse Bezugszeit 4 In ähnlicher Weise wird der 8 von der Pe⸗ troleum⸗ zur Steinkohlengasbeleuchtung erleichtert werden können. In. Städten ist vielfach durch Aufstellung von Gasauto⸗ maten Einbürgerung von Steinkohlengasbeleuchtung erzielt worden.— Neue Anlagen zur Einführung der Luftgasbeleuchtung werden zurzeit kaum in Frage kommen, weil Benzin nicht für Be⸗ leuchtungszwecke verfügbar ist. Dagegen werden die bereits vor⸗ handenen 3 öfter dadurch wieder betriebsfähig ge⸗ macht werden können, daß Azetylenerzeugungsanlagen mit den vor⸗ ndenen Gasometern o Leitungen der Luftgasanlagen ver⸗ unden werden. Auch durch Einrichtung neuer Azetylenanlagen ur. wird sich häufig dem Mangel an Petroleum ab⸗ alen lassen. Es sind neuerdings Kleinbeleuchtungsapparate für bid, Karbidid in in Gebrauch, die bei geringen Anlagekosten innerhalb von Wohnstätten angebracht werden können. Die Her⸗ stellung genügender Mengen von Karbid ist im Inland möglich. 25 Landkreis Gießen. a. Hungen, 23. Febr. Herr Bahnassistent E. Cloos, früher in 9 zurzeit Feldwebel bei einer Eisenbahnbetriebskompagnie, erhielt das Eiserne Kreuz.— Die Goldsammlung in Hungen hatte ein Ergebnis von 515) Mark. Bellersheim, 24. Febr. Am 25. Februar werden es 25 Jahre, daß der hiesige Bahnhosausseher Herr Fr. Diehl an der hn beschästigt ist. Allgemein zollt man dem Jubilar die größte Achtung und wünscht, daß der gewissenhaste Beamte noch recht lange seinen Beruf an der Haltestestelle Obbornhosen-Bellers⸗ heim erfüllen möge. Hessen⸗Nassau. r. Winnen, 24. Febr. Unteroffizier Karl Fischer von 9 3 83, erhielt das Eiserne Kreuz . asse. Nordeck, 24. Febr. Unser kleiner Ort hat seit Beginn des Welikrieges schon sechs Tote und zwei Vermißte zu verzeichnen. J. Frankenberg, 23. Febr. Die Begleiter eines Holz⸗ wagens wurden von einem vorbeirennenden Automobil über- fahren. Der Fuhrmann wurde sosort getötet und zwei andere Leute erlitten so schwere Verletzungen, daß sie in sehr bedenklichem Zustande ins Krankenhaus überführt werden mußten. Der Krast- wagen, der zu entkommen suchte, wurde an seiner Nummer erkannt und der Polizei gemeldet. (h) Frankfurt a. M., 23. Febr. Die Handelskam⸗ mer wählte heute an Stelle des verstorbenen Vorsitzenden Geh. Kommerzienrats Andreae den Geh. Kommerzienrat Ri- chard von Passavant zum Präsidenten. Kommerzienrat Ernst Ladenburg wurde Hauck von Metzler zum zweiten Vizepräsidenten ge⸗ wählt.— In einer gemeinsamen Sitzung des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung wurde heute an Stelle des gefallenen Stadtverordneten von Lasaulx der Stadtver⸗ ordnete Rudolf Lion als Vertreter der Stadt zum Kommu⸗ nal⸗Landtag in Wiesbaden gegen die Stimmen der sozial⸗ Nenmkratischen Fraktion gewählt, die den Stadtverordneten Dopf als Kandidaten aufgestellt hatte. Ein Gespräch mit der Kron s rinzissin Cäcilie. a 55 einem Gespröch mit dem bekannten amerikanischen terstatter der Associated Preß Karl H. v. Wiegand hat 1 D emnged edrungen, der tapfere General iegte sie.“ Ein anderer schreibt in die Zu⸗ F zum ersten und Bankier Otto scha „ CC N 2 lich die Kronprinzessin Cäciste über die Rolle der deutschen rauen in dem großen Krieg ausgesprochen. Es war das erste Mal, daß die künftige deutsche Kaiserin einem Zeitungs- manne eine Unterredung zur Veröffentlichung gewährte, und die Begegnung fand unter ungewöhnlichen Verhältnissen statt. Die Kronprinzessin empfing Herrn v. Wiegand nicht in einer formellen Audienz, sondern bei einem ihrer Besuche im Cäcilienhaus, und so hatte er Gelegenheit, sie mitten in ihrer Arbeit und ihrem Wirken zu sehen. Obwohl ein heftiger Schneesturm durch die Straßen fegte, erschien die Kronprin⸗ zessin pünktlich um 12 Uhr. a „Sie ist sehr groß, sehr anmutig in ihren Bewegungen und gehört zu jener Art von Frauen, die stets„schick“ und„gut an⸗ gezugen“ aussehen, was sie auch tragen mögen. Ihre roßen braunen Augen sprühen vor Lebhaftigkeit und Beseeltheit. Wie den Kronprinzen, so umgibt auch sie eine Stimmung von — 9 da ist nichts von Pose, Steifheit oder gemachter Leutseligkeit. Ich kann sie nicht als besonders königlich oder gebieterisch beschreiben, aber sie ist mehr, ist von einer entzücken⸗ den Weiblichkeit, eine Persönlichkeit, die sich Freunde machkui! den ersten Blick. Jetzt verstehe ich, warum sie beim deutschen Volke so beliebt ist.“ Herr v. Wiegand durfte die Kronprinzessin bei ihrem Rundgang unter Schwerverwundeten begleiten. Sie setzte sich zu vielen, besonders zu den Neuankömmlingen, Bett und sprach mit ihnen eine Zeitlang. Es war eine rührende einer Verwundung zu ertragen 7 Der Soldat, dessen rechte Schulter durch ein Schrapnell zerschmettert worden war, blickte mit Stolz zu dem Eisernen Kreuz auf, das neben der Fieberkarte über seinem Kopf hing. Die Kronprinzessin fragte ihn nach seiner Frau und seinen Kindern, erkundigte sich-nach seinen Wünschen und überreichte ihm einen Rosenstrauß' und eine Postkarte mit ihrem Bild und dem ihrer vier Söhne. Die Männer, mit denen sie sprach, schienen ihre Schmerzen zu vecgessen; ihre Gesichter leuchteten, und wie die Kinder freuten sie sich über die Geschenke, die ihnen diese gütige und so unendlich liebepß würdige Frau reichte. b „Sie möchten etwas über die Rolle der deutschen Frauen in diesem Kriege wissen?“ sagte die Kronprinzessin.„Unsere Frauen — eine große und wichtige Aufgabe. Sie haben für das land freiwillig„mobil Fir Wa ganz so edel, selbstlos und heldenhaft wie die Männer. Ihr Wirken in dem Kriege darf nicht unterschätzt werden. Die Männer kämpfen; die Frauen dienen und wirken für das Rote Kreuz, trösten und helfen den Witwen, sorgen für die Waisen, arbeiten auf den Feldern, in den Gärten oder sonstwo. Sogar die Frau in der Küche hat eine sehr wichtige Aufgabe und wird sich als ein großer Faktor in diesem Kriege erweisen. Bei dem Gerede von dem Ver uns aus⸗ zuhungern, wird da nicht die Hausfrau in Küche durch neue, strenge und systematische Sparsamkeit viel zu Deutschlands Sieg beitragen? Vor allem aber sind nicht die Frauen und Kinder die eigentlichen Leidenden im Kriege? Ihrer ist die Ungewißheit, die Furcht vor der Verlustliste, die wechselnde Hoffnung und Ver⸗ zweiflung, wenn Vater, Gatte oder Bruder unter den Vermißten sind; ihrer das Herzleid und manchmal auch Armut und Not. Sig haben viel Leid und wenig Ruhm. Die deutschen Frauen geben heldenhaft ihr Alles— Vater, Gatten und Bruder— ihre eigene Kraft und Arbeit, alles für das Vaterland. Aber in der Stille ihrer Kammer weinen sie manchmal.“ Die Kronprinzessin pries die amerikanischen Frauen glücklich, weil sie diese Schmerzen nicht n.„Aber,“ fuhr sie fort,„ihnen sind auch die Freuden der erung, der selbstlose und liebende Dienst für die Verwun⸗ deten, das Spenden von Trost. Freundlichkeit und Hilfe an die⸗ jenigen versagt, die Vater, Gatten oder Bruder verloren haben, alle die Taten für das Vaterland, die unsere Frauen so edelmütig vollbringen dürfen.“ Auf die Frage, ob die deutschen Frauen für den Krieg waren oder sind, antwortete die Kronprinzessin:„Ich laube nicht, daß eine wahre deutsche Mutter oder Frau für den Krieg sein kann. Es mag 1 da Krieg unvermeidlich ist, da ein unwillkommener Krieg einer Nation aufgezwungen wird, aber die deutschen Frauen sind Mütter von Söhnen, die Soldaten sind oder waren Sie wußten und begriffen, vielleicht besser als die Frauen irgend eines anderen Landes mit der möglichen Aus⸗ nahme von Frankreich, was Krieg wirklich für sie bedeutete, bevor er kam. Daß sie freiwillig ihre Söhne fürs Vaterland hingeben, wenn es in Gefahr ist, das hat sich ge und zeigt sich täglich. Aber man frage irgendeine deutsche tter oder deutsche Frau, ob sie je Krieg ünscht.“ Ueber die K Haß zwischen den kriegführenden kern zu säen, sagte die Kronprinzessin:„Ist nicht Vaterlandsliebe ein Beweggrund, groß genug, um für dies Vaterland zu kämpfen, zu sterben, wenn's not tut, zu wirken und zu schaffen? Warum noch Haß hinzufügen? Vaterlandsliebe bedarf nicht des Hasses, um den Patriotismus zu steigern oder einen Geist der Selbstopferung zu schaffen.“ „Die Kronprinzessin ist eifrig tätig in aller Frauenarbeit für den Krieg. Sie hat„Nähzirkel“ in ihrem Palast eingerichtet, wo die Hofdamen zusammenkommen und für die Männer im Felde ar⸗ beiten, und sie 3 ihren Einfluß für wohltätige Organi⸗ sationen aller Art. Hilfsgesuche werden zu Hunderten bei ihr 1 und vielen reicht sie ihre e Hand; eine be⸗ sondere Aufmerksamkeit soll sie allen Wünschen von Frauen und ——— a deren Männer oder Väter im Feld stehen oder allen sind.“ Schneefälle. Berlin, 23. Febr. Der„Berliner Lokal-Anzeiger“ meldet aus Innsbruck: In den Seitentälern von italienisch Tirol nahmen die Schäden durch riesige Schneefälle großen Umfang an. Unzählige Häuser und Dächer sind eingestürzt. Soweit seststeht, kamen fünf Personen im Schneegrab um. Märkte. * Die Schlachtviehpreise in Gießen werden, was Rindvieh anlangt, in der nächsten Zeit kaum eine Veränderung aufweisen. In den Sorten, die bei den veränderten Konsum- verhältnissen hauptsächlich gebraucht werden, ist kein Mangel, son⸗ dern im Gegenteil ein starkes Angebot vorhanden, mit Ausnahme von setten Ochsen, nach denen aber auch die Nachfrage nicht aroß ist, weil sich unsere Metzger mit setten Rindern und jungen, fetten Bullen helsen. Bezahlt werden der Zentner Schlachtgewicht: Rinder Mk. 81—82, Stiere 1. Qual. Mk. 80—82, 2. Qual. Mk. 77 bis 80, Kühe 1. Qual. Mk. 78—80, 2. Quak. Mk. 70—74, Kälber Mk 72—74, Schweine, welche vor 5—6 Wochen noch Mk. 65 galten, werden jetzt mit Mk. 9093 bezahlt. Im Viehhandel sind zurzeit Fahrochsen ein stark begehrter Artikel, weil die Früh⸗ jahrsbestellung vor der Tür steht. Die Preise, welche für erst⸗ klassige Ware bezahlt werden, bewegen sich zwischen Mk. 1100 bis 1300 pro Paar. g Amtlicher Wetterbericht. n in Hessen am Donnerstag, den 25. Jebr. 1915: Ziemlich heiter, trocken, schwache Winde. Begleiterscheinungen der Blockade. i. Köln, 24. Febr. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der hollän⸗ dischen Grenze: Der Postdampfer„Duitschland“ der Gesell⸗ „Seeland“, der gestern nach Tilburny abfahren sollte, konnte nicht abgehen, weil die Mannschaft sich weigerte u fahren mit der Begründung, daß das Schiff nur zwei wasser⸗ bichte Schotten habe. An seiner Stelle fuhr dann die„Princeß Juliane“. i. Köln, 24. Febr. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der hollan⸗ dischen Grenze: Die Berichterstatter der leitenden englischen Blätter in den Vereinigten Staaten erwarten, so meldet der „Nieuwe Rotterdamsche Courant“ aus London, keine wei⸗ teren Schwierigkeiten zwischen der Union und England in der Angelegenheit des Dampfers„Evelyn“ Einer der Bericht⸗ erstatter gibt 15— Vermutung Raum, daß der ae nach Deutschland in noch weiterem Umfang beschränkt werden würde als dies bisher schon der Fall ist. Naschenn mers über meinen Bruder gestorben.“ Sehr schön schreibt ein— 5 zei sie ron solch einem perletten Krieger die Geschichte 89*. t. ö n, 24. Febr. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Kopenhagen: Berlingske Tidende“ erfahren aus Petersburg, daß der Handelsminister der Duma einen Gesetzentwurf eingebracht habe über ein Verbot jedes mittelbaren und un⸗ mittelbaren Handels verkehrs zwischen Rußland und dem feindlichen Ausland. Mit Rücksicht auf Deutsch⸗ lands Verhalten England gegenüber soll eine beschleunigte Er⸗ ledigung des Entwurfes gefordert werden. i. Köln, 24. Febr. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Kopenhagen: Gestern abend sind zwei Dampfer der Vereinigten Kopen⸗ hagener Dampfschiffahrtsgesellschaft nach England abge⸗ angen, nachdem für die Mannschaften, die sich weigerten, den ienst zu versehen, neue Leute eingestellt worden waren. Berlin, 24. Febr. Die in Irland eingetragenen englischen Dampfgesellschaften lassen, wie der„Voss. Ztg.“ aus Stockholm 2 gemeldet wird, ihre Boote zwischen Liverpool, Norwich und den irischen ren Schutze gegen die deutschen Unterserboote unter der grün knarischen Flagge fahren. Die betreffenden eng⸗ eeder glauben näwilich, die Deutschen würden einen solchen Gebrauch der ir Nationalflagge respektieren, um nicht Er⸗ bitterung Auer Irländern in Amerika hervorzurufen. Die Zensurfrage. 1 Berlin, 28. Febr. Zur Erörterung der Zensurfrage 1 im Abgeordnetenhause schreibt die„Tägliche J Rundschau“: Wenn heute im Abgeordnetenhause r v. ir noch⸗ mals mit allem Nachdruck betont, der einstimmige Wunsch des Ab⸗ geordnetenhauses sei, daß das deutsche Volk in seiner wichtigsten Lebensfrage nicht mundtot gemacht werde und daß das Volk nicht erst bei dem Eintritt in die Friedensverhandlungen— vor denen die entscheidenden Vopperhandlungen liegen—, sondern so recht⸗ zeitig zum Worte verstattet werde, daß seine Meinung bei den Friedensverhandlungen noch voll zur Geltung komme, so wollen wir hoffen, daß die Regierung diesen Wunsch wirklich und ehrlich erfüllt, wie sie es versprochen hat. Der Bericht des englischen Oberkommandierenden 5 in Frankreich. Amsterdam, 24. Febr. Der zweite Bericht des Marschalls French von der Front lautet nach Reuter: Der Feind fährt fort, in der Gegend von Ypern große Aktivität zu zeigen. Es fanden eine Anzahl Angriffe und Gegenangriffe statt. Am 21. Fe⸗ bruar um 6 Uhr morgens ließ der Feind eine Anzahl gut gelegter Minen explodieren, infolgedessen einer unserer Laufgräben ver⸗ nichtet wurde. Eine neue Linie wurde in kurzem Abstand dahinter angelegt und sofort besetzt. Ein weiterer Versuch des Feindes, vorzurücken, mißlang. Bei Givanchi nahm unsere Infanterie nach heftiger Beschießung durch Artillerie einen feindlichen Laufgraben, der zerstört wurde. Ein Angriff des Feindes über den Kanal von La Bassée wurde durch unser Artilleriefeuer abgeschlagen. Süd⸗ lich der Lys nahm das Gewehrfeuer an Kraft zu. Unsere Truppen zeigten eine wesentliche Ueberlegenheit. An der übrigen Front nur Artilleriegefechte. Nebel verhinderte den Aufstieg unserer Flieger. Nationalrat Eugster über die deutschen Gefangenenlager. Berlin, 24. Febr. Das„Berl. Tagebl.“ bringt eine Unter⸗ redung eines seiner Mitarbeiter mit dem schweizerischen Nationalrat Eugster, der zu einem zweiten Besuche der deutschen Gefangenenlager in Berlin eingetroffen ist. Nationalrat 45 äußerte sich über die deutschen Gefangenenlager wie folgt: Soll ich alle die empfangenen Eindrücke zusammenfassen, so muß ich in aufrichtiger bekennen, daß mein Gesamt⸗ eindruck ein sehr guter ist. Auf die Frage, welche Eindrücke er in den Lazaretten bekommen habe, erwiderte Eugster: Da kann 0 ich am besten antworten, indem ich eine Stelle meines Briefes zitiere. Ich sagte dort wörtlich: Alle Lazarette(ich meine natür⸗ lich die Gefangenenlazarette) sind wie ein modernes Spital mit allen Einrichtungen versehen, die die moderne Medizin erfordert. Ich habe nicht einen einzigen französischen Verwundeten oder Kranken angetrofsen, der nicht seiner vollen Zufriedenheit Aus⸗ druck gegeben hätte. ö Zensur und Wirtschaftsmaßregeln in Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 24. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Das Präsi⸗ dium des Abgeordnetenhauses hatte eine mehrstündige Be⸗ sprechung mit dem Ministerpräsidenten Grafen Stürgkh, wel⸗ cher hinsichtlich der Preßzensur erklärte, daß die Regierung, soweit ihre Einflußnahme möglich sei, das notwendige, durch den Kriegszustand gebotene Maß nicht überschreite. Graf Stürghk sagte die Förderung einer größeren Einheitlichkeit der Zensur is zu. Hinsichtlich der Verpflegungsfragen wies Graf Stürgkh auf die heutige kaiserliche Verordnung hin und sprach die Hoffnung auf die baldige genügende Be— schaffung der mangelnden Surrogatmehle aus. Zu der An⸗ regung betreffend die Kriegstagung des Reichsrats erklärte Graf Stürgkh: Die für die Schließung der Vertretungs- körper bei Trteosansbruch maßgebenden Gründe bestehen un⸗ verändert und ungemindert auch heute fort. Er sprach die Ueberzeugung aus, daß das Präsidium des Hauses ihm bei⸗ pflichten werde, daß es für heute und die nächste Zukunft die oberste und wichtigste Aufgabe sei, alle Kräfte des Staats⸗ wesens einmütig und unbeirrt durch politische Parteikämpfe und Sonderstandpunkte dem großen Werke der Vaterlands⸗ verteidigung zuzuführen und hierin bis zum ehrenvollen Ab⸗ schlusse durchzuhalten. Ein Land- und Seeangriff auf die Dardanellen? 1 Mailand, 24. Febr. Oberst Repington bespricht in der„Times“ die Möglichkeit einer gleichzeitigen Aktion von Kriegsschiffen und Landtruppen gegen die Dardanellen und sagt u. a.: Sollten wir Truppen landen lassen, um unseren Schiffen die Dardanellen zu öffnen, so wäre ein kolossaler militärischer Kraftaufwand nötig. Sollte es den Schifsen gelingen, ohne Hilfe großer Landstreitkräfte das Ziel zu erreichen, so wäre das zu un⸗ serem Besten. Aber es erfüllt uns mit Bangigkeit hinsichtlich der Gefahren, denen diese Schiffe den furchtbaren Stellungen der Dar⸗ danellen gegenüber ausgesetzt sind. Sollte es auch unseren Schif⸗ fen gelingen, die äußeren feindlichen Batterien an der Meer⸗ enge zu vernichten, so wäre dies nur eine vorbereitende Ope⸗ ration. Die wirklichen Schwierigkeiten fangen erst an, wenn die Schiffe in den engen Kanal einlaufen, der den Winden ausgesetzt ist und wo sie nicht dieselbe Bewegungsfreiheit haben, wie im offenen Meer. Dort werden sie von den Batterien angegriffen, die nur aus der Nähe zum Schweigen zu bringen sind, sowie von verborgenen Kanonen und schwerer Feldartillerie. Gärung unter den indischen Regimentern? Mailand, 24. Febr.„Sera“ meldet aus Kairo: Die hier eingetroffenen indischen Regimenter wurden infolge Gärung, die durch das Bekanntwerden des Heiligen Krieges unter ihnen entstand, nach dem Sudan weiterbe⸗ fördert. Der englische Kommandant befahl die Entfer⸗ nung aller Zivileinwohner, die nicht länger als ein Jahr ansässig sind, aus Kairo. „Auch als Liebesgabe im Felde begehrt!“[s 1 8 N Lum Pesten der Spade fr Saulasbunde Samstag. den 27. Februar, abends 8¼ Uhr, im Grossen Hörsaal(44) der Universität Vortrags-Abend von Herrn René Wallau Todes⸗Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht daß unser innigstgeliebter, unvergeß⸗ licher Sohn, Bruder und Schwager Den Heldentod fürs Vaterland starb am 9. Februar 1915 unser lieber Bruder Dr. phil. Heinrich Hoffmann u ene Krlegstrelwilliger- Gefreiter im Heserve-Inf.-Regt. 221. 1707 Ehre seinem Andenken! Heinrich Thorn im Alter von 19 Jahren nach kurzem schweren Leiden heute nacht sanft in dem Herrn ent⸗ schlasen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Thorn. Familie Fuchs. Daubringen, den 22. Februar 1915. Am Klavier: Frau C. Nebelung-Knapp Das Programm enthält: Kriegsdichtungen aus der Bibel von Rückert, Liliencron, Kerr, Huch, Gunkel, Herzog, und zwei Melodramen: Die Wallfahrt nach Keolaar(Heine) und Die Mette von Marienburg Dahn) rei der e, 20 Pfg.— Verkauf in der Musikalienbandlung von Challier, Neuenweg, und in der Ferber'schen Buch- hand ung Seltersweg, sowie an der Abendkasse. 80 n Lichtspielhaus Vom 24. bis inkl. 26. Februar 1915: Die Schuld des Erbschleichers oder: Die Hacht des Gewissens. Ein Detektivdrama von höchster Spannung in 2 Abteilungen. Von Visp nach Zermatt. Prachtv. Reiseskizze. Nur keine Geldheirat. Grosse Komödie in herrlicher Farbenkoloration. Vertrauensbruch. Dramatische Handlung. Prelsgekrönte Kinder. Wunderb. Filmsplel. Das Brautboot. Hervorragend. kinematogr. Schauspiel in 2 Teilen. Eine kräftige Prise. Lustspiel. Hllitär ohne Charge zahlt werktags dle Halte. Voranzeigel! Ab Samstag! Ein Wiederseh'n in Feindesland Zeitgemäss-patriotisches Filmschauspiel von selten Der Giessener Wingolf. I. N. u. A.: K. Da a b l, Kriegs„ theol. Die Beerdigung findet Donnerstag, am B. Je⸗ bruar, nachmittags 4 Uhr, statt. 01017 Verlag von Emil 28 Roth in Gießen. Gedenk-Blatt für unsere gefallenen Krieger Gezeichnet von Kunstmaler Jobannes Gebrts in Düsseldorf. I. Ausgabe in Duplex⸗Lichtdruck auf Elfenbeinkarton. Format 40:55 em. Preis Mk. 3.—. II. Pracht⸗Ausgabe in Handpressenkupserdruck(Helio⸗ grapsüre auf Kupferdruckkarton und China. Format 60:80 em. Preis Mk. 8.—. Für unsere gefallenen Krieger. Ein Kunst⸗ werk ersten Ranges ist das soeben bei Emil Roth⸗ 3— in mustergültiger Ausfübrung erschienene „Gedenkblatt für unsere gefallenen Krieger“ des Düsseldorser Malers Jobannes Gehrts. Auf dem Blatte, das, fret von Ueberladung, sich durch vor⸗ nehme Einfachheit auszeichnet, befindet sich oben schöner Handlung in 3 Akten. 70 — rechts eine Kampsszene(Sturmangriff, während die Prima feinste holländische ganze linke Hälfte eine herrliche Germania einnimmt. Voll erhabener Würde, milden Ernst in den 11 en, 1 1 stebt sie da, zu Häupten den Reichsadler, zu Füßen J Waffen und Fahnen, die rechte Hand am gesenkten 1 Schwerte, die linke einen Lorbeerkranz über die Gefallenen baltend, für deren Namen und Bildnisse in tadellos frischester Ware soeben eingetroffen u. billigst bei Platz gelassen ist unter der Ueberschrist:„Den ehren⸗ August Wallenfels vollen Tod fürs Vaterland fand im großen Kriege 1914/15...“ Das prächtig wirkende Kunstblatt er⸗ Lolonialwaxen, Delikatessen und Weinhandlung 11³ Telephon 262 ießen Marktplatz 17. schien in zwei Ausgaben, von denen die kleinere Bestellungen erbitte nur frühzeitig. 4055 Zentimeter 3 Mk.) sich besonders als Wand⸗ Kantinenwirte oder Unternehmer schmuck im Familienzimmer, die größere(6048 Zentl⸗ meter 8 Mk.) aber auch zum Aufhängen in Gottes⸗ für Unterbringung und Beköstigung von Kriegsgefangenen bei landwirtschaftlichen Arbeiten sosort gesucht. 5 Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass heute nacht ½3 Uhr mein lieber Sohn, unser guter Bruder Herr Curt Ruhl im nahezu vollendeten 19. Lebensjahre sanft in dem Herrn ent- schlafen ist. In tiefer Trauer: Frau Universitätsdiener Ruhl WWòWe. und Kinder. Giessen Landmannstrasse 3), den 2. Februar 1915. Die Beerdigung findet Donnerstag, den BB. Februar, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 1760 Wiedersehen war die Hoffnung. 5 Nun aber nicht diesseits, sondern jenseits. Am 3. Februar starb fürs Vaterland mein innigst geliebter Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, mein unvergesslicher Sohn, unser lieber Bruder, Enkel, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Heinrich Muller, Zimmermann Wehrmann im Res.-Inf.-Regt. Nr. 80, 10. Komp. im 31. Lebensjahre. häusern, Schulen, Vereinslokalen usw. eignet. In beiden Fällen aber bildet das Blatt für unsere beldenbaften Vaterlandsverteidiger ein Denkmal, wie es sinniger nicht gedacht und leichter nicht be⸗ schafft werden kann. In tiefem Schmerz:* 25 Hofrat Professor Boerckel in Mainz. Elisabeth Müller, geb. Rodenhausen SS ee nebst Kindern Katharine Müller Ww. und Familie Familie Philipp Rodenhausen Familie Philipp Benner Familie Otto Müller 0100 Familie Heinrich Rodenhausen. dingungen und näbere Auskunft erteilt etzlar, den 3. Februar 1915. Königl. Spezialkommission I, Philosophenweg. 1742 SSS SDS Wärmeöichen 5 rte Schunck, Bannholstr. 53 Dees Saslülter Gaskronen Gaslamven usw. um rasch zu räumen ae of- Carl Schunck a 03¹0 Schleiferei Besten Schutz gegen Erkältungsgefahr bei schroffem Witterungswechsel bietet das Tragen zweckmässiger Trikot Unterkleidung Zu billigen Preisen in bewährten, guten Qualitäten liefere ich: Alten-Buseck, Wieseck, Reiskirchen, den 22. Februar 1915. Montag, den 22. 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