5 er rn Der * 8 N zweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Gießener Famillendlätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. die Mämpfe im Argonnerwalde. Aus dem Großen Hauptquartier wird uns— zend über die Kämpfe im Argonnerwalde das folgende geschri 8 VI Als das 2. französische Armeekorps, erschüttert durch die bis⸗ herigen Kämpfe, aus dem Walde herausgezogen werden mußte, wurde es durch das 32. Armeekorps ersetzt. Gegen diese„frische“ Truppe richtete sich am 29. Januar ein größerer deutscher An⸗ griff, der von württembergischen Regimentern durchgeführt wurde. Ruhig lag der Wald am Morgen des für den Angriff aus⸗ ersehenen Tages. Nur einzelne Schüsse hallten da und dort durch die Nacht und entsachten ein örtliches, sogleich wieder einschlafen⸗ des Feuergefecht. Lautlos traf die deutsche Insanterie ihre letzten . Um 7 Uhr 30 Minuten morgens, zu einer Stunde, da es im Walde anfing, hell zu werden, sprangen die ersten Minen und die Nahkampfgeschütze traten in Tätigkeit. Noch hatte sich der durch die Sprengungen erzeugte Rauch nicht verzogen, als sich auf einer Linie von 3 Kilometern gleichzeitig die An⸗ greifer aus ihren Deckungen erhoben und gegen die vorderste Reihe der französischen Schützengräben losstürzten, die in dreifacher Linie im Walde angelegt waren. 4 Der rechte Flügel des Angriffs hatte sumpsiges Gelände vor sich, man war daher auf Schwierigkeiten gefaßt. Aber ohne einen Schuß zu tun, kamen hier die Angreifer in die feindlichen Stellungen, in deren zweiter Linie ein französischer Bataillons⸗ kommandeur überrascht und gefangen genommen wurde, als er ge⸗ rade aus seinem Unterstande heraustreten wollte. In der Mitte stürmte die Infanterie im Handumdrehen die drei feindlichen Linien. Eine halbe Stunde lang trafen Teile der deutschen Sturmkolonnen keinen einzigen Franzosen mehr; sie waren weg⸗ gelaufen und setzten sich erst wieder in einer weit zurückgelegenen wohlausgebauten Aufnahmestellung. An einer anderen Stelle, wo der Feind sich weniger erschüttert zeigte, ballten sich die An⸗ greiser um einen Stützpunkt zusammen, der erst nach mehrstün⸗ digem Kampfe genommen wurde. Am linken Flügel endlich war⸗ fen die württembergischen Grenadiere den Feind aus seinen Grä— ben, dem sie mit Handgranaten ordentlich zusetzten. Die amtlichen drei Linien waren bereits genommen, als die Franzosen mit ihren inzwischen herangekommenen Reserven zu hef⸗ tigen Gegenstößen ansetzten, um das verlorene Gelände wieder zu gewinnen. In Front und Flanle aufs heftigste beschossen, brachen diese Angriffe, die zudem aus einem benachbarten deutschen Ab⸗ schnitte unter e genommen wurden, völlig zu⸗ sammen. Nirgends war der Angriff näher als auf 50 Meter an die deutschen Linien herangekommen. Massen toter Franzosen bedeckten das Waldtal, über das hinweg die Gegenangriffe erfolgt waren. Die Franzosen waren nicht einmal imstande, einen deutschen Leutnant, der mit 80 Mann weit über die eroberten Stellungen hinausgestürmt und bis zur erwähnten Aufnahmestellung vorge⸗ drungen war, abzuschneiden. Von zwei Seiten angegriffen, brach sich Leutnant Prommel durch energischen Bajonettangriff Bahn und schlug sich unter Verlust von nur 10 Leuten zu seiner Truppe durch Das Ergebnis des Tages war, daß die feindliche Stellung mit allen drei Linien erstürmt und 1000 Meter Gelände gewon⸗ nen war. Zwölf Offiziere und 740 Mann wurden gefangen ge⸗ nommen, über 1000 tote Franzosen bedeckten das sachtfeld. Die Kriegsbeute setzt sich aus 11 Maschinengewehren, 10 Minenwerfern, 1 Bronzemörser, 1 Revolverkanone und aus 2 Pionierparks zu⸗ sammen, die neben dem verschiedensten Gerät, allein mehrere tau⸗ send Handgranaten, enthielten. Außerdem fiel eine große Menge von Infanterie⸗Munition in die Hand des Siegers. Die fran⸗ zösischen Truppen gehörten der 40. Division an. Von dem Re⸗ 5 155 und einem Bataillon des Regiments 161, die in vor⸗ r Linie gestanden hatten, dürften nur schwache Reste übrig geblieben sein. Beteiligt waren ferner die Regimenter 94, 150 und 360. Die deutschen Verluste betrugen 500 Mann. Unsere schwäbischen Truppen waren wunderbar„drauf“ ge⸗ gangen, trotz des vorangegangenen langen Liegens und Harrens in den Schützengräben. Welcher Geist diese Truppe beseelte, das wird am besten durch das Verhalten des Oberleutnants Fischinger vom Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 120 bewiesen. Dieser Ofsizier war bereits zweimal verwundet worden. Nach einem Lungenschuß im Dezember zur Truppe zurückgekehrt, traf ihn ein Granatsplitter in den Rücken. Diese leichtere Verletzung wollte er im Schützen⸗ graben„auskurieren“. Als sich Rippenfellentzündung einstellte, 83 * 105. Jahrgang ießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Gberhessen kam er ins Lazarett. Dort erfuhr er am Abend des 28., daß am nächsten Tage gestürmt werden sollte. Nun hielt es ihn nicht länger in der Krankenstube. Er setzte sich auf das Pferd einer im Lazarettorte befindlichen Fuhrparkkolonne, ritt nächtlicherweile los, traf 4 Uhr morgens, nachdem er 20 Kilometer zu Pferde zurückgelegt hatte, im Schützengraben ein und übernahm hier seine Kompagnie. Nachdem er diese mit hervorragendem Schneid und Erfolg 1 N und zum Gelingen des Sturmes nicht wenig beigetragen hatte, kehrte er wieder ins Lazarett zurück, wo er jetzt (4. Februar) noch krank liegt. Aus dem Reiche. Die Beschlagnahme der Hafervorräte. Berlin, 13. Febr.(WTB. Amtlich) Nachdem durch den Bundesratsbeschluß vom 21. Januar d. 3. schon die, nötigen— falls zwangsweise Sicherstellung des Haferbedarfes für die Heeresverwaltung bis zur nächsten Ernte angeordnet worden ist, hat der Bundesrat durch Beschluß vom 13. Fe⸗ bruar die Beschlagnahme der gesamten Hafer⸗ vorräte vom 16. d. M. ab verfügt. Es erschien ebenso wie beim Brotgetreide die Festlegung, sparsame Verwaltung und planmäßige Verteilung der vorhandenen Bestände ge— boten, damit sie bis zur nächsten Ernte ausreichen. Nur ganz geringe Bestände von weniger als einem Doppelzentner bleiben von der Beschlagnahme frei. Ferner wird trotz der Beschlagnahme den Landwirten und Pferdehaltern die Ver⸗ wendung des erforderlichen Saatgutes und eines zur Er⸗ haltung ihrer eigenen Pferde unbedingt nötigen Mindest⸗ quantums, das vorläufig auf drei Doppelzentner für jedes Pferd für den Zeitraum bis zur nächsten Ernte bemessen ist, gestattet bleiben. Um die Pferde allmählich an die Ver⸗ ringerung des Haferfutters zu gewöhnen, soll für die Ueber⸗ gangszeit, vorerst bis zum 1. März, noch ein Zuschlag von einem Kilogramm für Tag und Tier gewährt werden. Der Ausgleich zwischen den Kommunalverwaltungen, in denen Ueberschüsse an Hafer vorhanden sind, und denjenigen, in denen auch der Mindestbedarf nicht vorhanden ist, soll durch die Zentralstelle zur Beschaffung der Heeresverpflegung in Berlin, der Ausgleich zwischen den einzelnen Hafer⸗ und Pferdebesitzern innerhalb der Kommunalverbände durch diese erfolgen. Da die Landwirte genötigt sein werden, statt des Hafers, der ihnen zugunsten der Heeresverpflegung entzogen wird, kostspielige Ersatzfuttermittel zu kaufen, um ihre Tierbestände durchhalten zu können, so ist gleichzeitig eine entsprechende Erhöhung der Höchstpreise für Hafer, und zwar um 50 Mk. für die Tonne, beschlossen worden. Diese Erhöhung erschien tunlich, nachdem durch die Beschlagnahme von Roggen die Notwendigkeit wegfiel, den Haferpreis in einer bestimmten Relation zum Preise von Roggen, und zwar unter diesem, zu halten. Weil aber schon im Januar in einigen Landesteilen umfangreiche Hafer⸗ beschaffungen für die Heeres⸗ und Marineverwaltung, teils im förmlichen Zwangswege, teils unter einem gewissen moralischen Druck auf die Haferbesitzer, stattgefunden habe, so erschien es durch die Billigkeit geboten, die genannten Verwaltungen zu ermächtigen, auch hierfür nachträglich eine gleiche Preiserhöhung zu bewilligen. Krieg und Lebensmittelversorgung. h. Frankfurt a. M., 14. Febr. In sehr bemerkens⸗ werten Ausführungen äußerte sich heute mittag in einer von 5000 Personen besuchten Versammlung der Führer der deutschen Sozialdemokratie, Reichstagsabgeordneter Scheidemann über den„Krieg und die Lebens- mittelversorgung“. Der Redner führte aus, daß das ganze Volk, unbeschadet der Parteizugehörigkeit, einig wie nie zuvor zur Verteidigung der nationalen Selbständigkeit dastehe. Ein Volk, dessen Söhne* vollbringen wie die Fahrten der„Emden“ oder der Unterseeboote oder das WWWWGCGGGCW Montag, 15. Februar 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Untwerstäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschaitsslelle u. Druckerei: Schul ⸗ stratze 7. Geschästsstelle u. Verlag: Sol, Schrift · lettung S112. Adresse für Draytnachrichtem Anzeiger Gießen. einen Hindenburg besitze, wird auch nach dem Kriege die 1 Kraft haben, Einrichtungen für das Volk. im besten Sinne des Wortes zu treffen. Trotz der furchtbaren Koali⸗ tion gegen uns werden wir siegen. Weil man das bei den Feinden aber weiß, will man uns aushungern. Von der Sozialdemokratie wurde die. frage frühzeitig besprochen; leider aber zögerte Regierung, von vornherein Höchstpreise und als es geschah, war es schon etwas zu a Aber trotzdem ist die Not nicht so groß, daß wir nicht durchhalten können bis zur nächsten Ernte. Dazu gehö aber die dringende Forderung: Beschlagnahme der Kurtoffelvorräte. Jetzt sondern es gilt zu handeln, daß wir keinen Hunger⸗ frieden schließen. Das wäre das schlimmste! Wir wollen einen Frieden, der es ermöglicht, daß wir uns in Zukunft satt essen können. Wir kriechen vor England nie Kreuze.(Begeisterte Zustimmung.) Wir halten durch, bis man uns um Frieden bittet. Deutschland will niemand vergewaltigen, es will aber auch nicht vergewaltigt werden. Unser Endziel ist die nationale Selbständigkeit.(Minuten⸗ langer stürmischer Beifall.)— Die Riesenversammlung nahm darauf 1 eine Entschließung an, in der den Kämpfern im Felde Gruß und Dank entboten, in der die Verteilung und Preisregelung der Nahrungsmittel durch Staat und Gemeinde wird und die eine Erhöhung Kartoffelhöchstpreise für das untauglichste Mittel zur Be⸗ reitstellung großerer Kartoffelvorräte halt. Berlin, 13. Febr.(Wr B. Nichtamtlich.) Der Vorstand des Deutschen Städtetages ist vollzählig zu einer Sitzung im Berliner Rathause zusammengetreten, um über die neuen großen Kriegsaufgaben der Gemeinden zu be⸗ raten. Am Vormittag wurde folgendes beschlossen: Die den Kommunalverbänden durch die Bundesratsverordnung vom 25. Januar über die Regelung des Verkehrs mit Brote getreide und Mehl gestellte Aufgabe kann nur nach dem System einer genauen Kontrolle(Karten, Marten oder son⸗ stige Ausweise) gelöst werden. Die Abstufung der Brot⸗ menge besonders nach dem Einkommen oder der Arbeitsart ist zu widerraten. Die Einführung eines Einheits⸗ brotes ist erforderlich. Das ganze System ist nur möglich, wenn die Angehörigen der bewaffneten Macht von der Heeresverwaltung selbst verpflegt werden. Von sonstigen Beschlüssen ist bemerkenswert, daß die sofortige Feststellung des in Deutschland vorhandenen Bestandes an Schweinen und Kartoffeln beantragt und einige auf die Gestaltung der Gemeindefinanzen bezügliche dringende Wünsche des Reichs⸗ und Staatsbehörden vorgelegt wurden, daß ferner eine Ausdehnung der Wochenbeihilfe auf alle bedürftigen Wöchnerinnen erbeten werden soll. 1 München, 13. Februar.(WB. Nichtamtlich.) Der König ist, vom westlichen Kriegsschauplatz zurückkehrend, mit dem Kriegsminister und den Herren des Gefolges heuts abend mit Sonderzug hier eingetroffen. Am Hauptbahnhof. auf dem Bahnsteig am Königssalon, hatte die Wehrkraft⸗ jugend in großer Zahl mit ihren Fahnen Aufstellung ge⸗ nommen. Nach einer Begrüßung der zum Empfang erschie⸗ nenen Herren und der Wehrkraftjugend drückte der König im- Gespräch mit ersteren seine große Befriedigung über den Verlauf der Reise und die schönen Eindrücke bei den Truppen und anderwärts aus.— Der König Herrn Krupp von Bohlen und Halbach den Militärver⸗ dienstorden zweiter Klasse mit dem Stern verliehen. 5 Karlsruhe(Baden), 13. Febr.(WTB. Nichtamtlich) Die politischen Parteien Badens haben für die Dauer des gegenwärtigen Krieges ein Abkommen troffen, wona „ Gießener Stadttheater. Tischlein deck dich, Esel streck dich und Knüppel aus dem Sack. Dramatisches Märchen von Marie Waldeck. Geehrter Gießener Anzeiger. Schulstraße. Nehmen Sie es mir nicht übel, daß ich Ihnen einen Brief schreibe. Sie denken wohl, ich wollte Sie mit einem Gedicht oder so belästigen. Aber lesen Sie nur weiter. Dann sehn Sie, daß es nicht an dem ist. Denn ich will Ihnen im Gegenteil eine Arbeit abnehmen, indem ich weiß, daß Sie Montags viel Arbeit haben, und kann ich mir denken, daß Sie gestern vielleicht überhaupt gar nicht im Theater waren, inden Sie lieber spazieren gingen, als sich unter all die kleinen Mädchen zu setzen. Aber zur Sache. Geehrter Gießener Anzeiger! Ich habe Ihnen die Kritik über die wunder⸗wunderschöne Kindervorstellung von gestern nachmittag ge⸗ macht. Wenn Sie die paar Fehler, wo ich nicht Bescheid wußte, wie man es schreibt, verbessern, können Sie es sicher abdrucken, indem es auch die Kinder besser verstehn, als wie wenn es zu gelehrt ausgedrückt wäre. Also Lotte und ich durften gestern nach⸗ mittag ins Theater. Lotte ist nämlich meine Schwester, und sie hatte beim letzten französischen theme nur einen Fehler und ich mur ein Komma zu wenig. Deshalb sagte Papa schon am Freita abend: Mädels, wenn ihr was wüßtet. Geehrter Anzeiger, it wußte es ja, aber man soll den Eltern den Spaß nicht berderben. Gestern, beim Mittagessen, hatten ich und Lotte jeder ein Theater⸗ billett unterm Suppenteller, und die Aufmerksamkeit von. Papa war sehr liebenswürdig. Tante Grete hatte auch eins, wo sie uns mit begleiten sollte. Aber sie wollte erst nicht, indem sie doch kein Kind mehr wäre, und ist doch erst siebzehn. Aber zur Sache. Das Stück hieß: Tischlein deck dich, Esel streck dich und Knüppel aus dem Sack. Es geht so, wie das Märchert, das Sie sicher noch kennen, und doch eigentlich auch wieder ganz anders. Nämlich man merkt an allen Ecken, daß es augenblicklich Weltkrieg ist. Wenn die Gais solange gelogen hat, daß der Vater den Peter und Klaus fortjagt, dann kommt der dumme Michel in die Schule, wo sie nur deutsche Lieder und Sprüche singen und aufsagen Tante Grete sagte, der Michel wäre Deutschland. Wenn sie so klug schnackt⸗ ist sie unausstehlich. Was hat der dumme Gaisbub mit Deutsch⸗ land auch zu tun, nicht wahr? Der Vater war Hans Grosser⸗ Braun, wobei er sich so furchtbar über seine Buben ärgerte, daß Lotte Leibweh vor Lachen hatte. Dazu bin ich schon zu ernst. indem ich nur ins Taschentuch puste. Dann kam der englische Wirt, der französische Kellner und der russische Hausknecht auf die Bühne. Das waren Rudolf Goll, Bruno Schmidt und Hermann Sti⸗ chel. Das war ein gemeines Kleeblatt, natürlich nur auf der Bühne. Sie hatten ein Wirtshaus„Zum Dreiverband“ und plün⸗ en alle Leute aus, und Tante Grete sagte, das wäre politisch, es halb ch Krieg gegeben. Indem das jedes kleine Lotte. diesmal hätte Tante aber recht, wofür sie uns Bonbons gab. Jetzt kam der Peter mit seinem Tisch und dann der Klaus mit seinem Esel, und als sie wieder weggehn. merken sie gar nicht, daß der Wirt diese wertvollen Tiere ver⸗ tauscht hat. Ueberhaupt der Wirt und die zwei anderen waren eine nette Gesellschaft. Sie sangen, sie wollten stehlen, was sie könnten und tanzten noch dabei. Der Wirt war aber so komisch, daß Tante Grete sagte: Rudolf Goll ist heute wieder köstlich Im nächsten Akt blamieren sich dann Peter und Klaus mit dem Tisch und dem Esel, weil es doch die falschen sind, und das alte Leid fängt von vorne an. Die Mutter muß weinen, der Vater schimpft über die Gais und sich selber, und Winny Fischer kommt als Nach⸗ barskind immer so allerliebst singen, daß ich klatschen mußte. Jetzt aber kommt die Strafe. Der dumme Michel kommt mit seinem Knüppel und läßt ihn die drei Diebe solange prügeln, bis sie nicht mehr können. In dem Sack saß ein kleiner Bub in feldgrauer Uniform, weshalb er die Ver⸗ brecher natürlich alle drei kleinkriegte. Es war sehr patriotisch, und besonders der englische Wirt kriegte am meisten. Ein Herr hinter mir sagte:„So gehört es sich.“ Ich drehte mich herum und sagte:„Gott strafe England!“ und er sagte:„Bravo, du bist ein deutsches Mädchen.“ Im letzten Akt kommen die drei Buben dann nachhaus, weil der Michel mit seinem Knüppelsol⸗ daten so gut geholfen hat, und alles singt: Deutschland über alles. Liesl Hainbuch, Philine Wengerdt und Hansi Martini spielten die drei Brüder. Else Jüngling die Mutter und Franz Bochum den Lehrer, und ich war mit allen sehr zu⸗ frieden, besonders mit dem Michel. Wer den Esel spielte, stand nicht auf dem Zettel. Es war ein schrecklich schöner Nachmittag, wenn auch Tante Grete nachher sagte, sie hätte sich gemopst. Dieses ist nicht wahr, denn sie hat am lautesten gelacht in der ganzen Reihe, womit ich hoffe, daß Sie Vorstehendes gebrauchen können. Hochachtungsvoll a 2 Lise aus der siebten Klasse. * Lise, Lotte, Grete und wie sie alle heißen, die gestern das fast ausverkaufte Haus nrit andüchtigem Staunen und lauter Hei⸗ terkeit füllten, sind, wie wir aus eigener Anschauung(Lise irrt in ihrem Schreiben in den Voraussetzungen) bestätigen können, auf die Kosten gekommen. Und das ist ja schließlich die Hauptsache. Vor dem Vergnügen der Kleinen sollte die Kritik der Großen schweigen. deshalb nur noch ein paar grundsätzliche Worte. Wir lasen zufallig n in einem Aufsatz über den toten hessischen Dichter Karl Engelhard die Worte, die er seinem Gedichtbuch„Kinderland“ voranschickt. Da heißt es: 5 „Ihr saßet oft mir auf den Knieen Und stiegt mir auf die Schultern gar: Wir möchten gern ein Märchen hören, Wir fangen's an: Es war— es war—— Nun aber mußt du forterzählen, Was Schön und Hülbsches nun geschah——— Und als ich euch in's Auge sah, Da braucht ich mich nicht lang zu quälen: Da sstand ja schon das liebste Märchen, Gemalt mit Tränen und mit Licht: Ich brauchte ja nur abzulesen— Mehr, wirklich, Kinder, tat ich nicht!“. Das ist das Märchen. ständnis) eingerichtetes Spiel ist keines, weil sich dem zarten, nebel⸗ haftduftigen Irgendeinmal ein politisch Mäntelchen umhängt, das in seiner bunten Gegenwärtigkeit eine der Haupteigenschaften des Märchens, eben das„Es war einmal“ ausschaltet. Konsequenter⸗ weise müßte das vom Esel gespendete Geld ja zur Reichsbank wan⸗ dern. Aber die geschickte Hand und das echte Fühlen für die Re⸗ gungen des Kinderherzens, die aus dem Werkchen sprechen, ent⸗ und deshalb mag der Knüppel im Sack bleiben, waffnen, d. h. wir wollen keine Auseinandersetzungen beginnen. Sicher ist, daß die jugendlichen Zuhörer diesem„Tischlein deck' dich“, zumal wenn es so gespielt wird, wie gestern hier, überall einen warmen Empfang bereiten werden. Zum Lobe der Aufführung sei noch gesagt, daß die Versasserin zwischen ihr und anderwärts voran⸗ gegangenen, wie man uns berichtet, Vergleiche zog, die für die Gießener Bühne recht schmeichelhaft waren.- Gießener Nonzertverein. Klingler-Quargett. Gießen, 15. Februar. Ergreifender wohl noch als sonst wirkten diese herrlichem Werke unserer großen deutschen Meister: Beethovens F⸗Moll Schuberts un⸗ Op. 95, Haydns C-Dur Op. 76 Nr. 3 und sterbliches posth. Werk in D⸗Moll. 1 Beethovens„Quatuor serioso“ wird in dem bekannten vor⸗ trefflichen Buche Th. Helms als eine seiner genjalsten Schöpfungen und als Schlußstein in des Meisters zweiter Quartettperiode be⸗ zeichnet. Wundersam vertieft spricht es eine durch die mächtigsten Seelenkämpfe geläuterte Lebensanschauung aus. Dabei in der Form die denkbar einfachste, aber treffendste Thematik; schlagfertige Kürze herrscht vor. Hochaufgeregt der erste Allegrosatz, sehr ernst gehalten, im innersten Grunde seelenvoll das folgende Andante— ein milder, zuversichtlicher, ernstseierlicher Gesang mit einem seltsam gestal⸗ teten Fugato als düster unruhigem Gegenpart— ein trotzig her⸗ ausfordernder streithafter dritter Satz an Stelle des Sche 5 dann eine innig überquellende, sehnsüchtige Einleitung zu leidenschaftlichen, dramatisch-bewegten Schlußsatz, dem als An⸗ hang gewissermaßen noch ein fünfter Satz folgt, ein erfrischendes, seelig beglücktes Thema, in dem sich der Meister mutvoll zur Freude bekennt. 8 Die Wiedergabe dieses schweren, ernsten Werkes durch das Klingler⸗Quartett war meisterhaft; in klarer, durchweg 5 2 festzusetzen, 1 spat. ist keine Zeit zur Kritik, für Ersatzwahlen zum Reichstag und ben. Marie Waldecks von Direktor Steingoetter(mit liebevollster Sorgfalt und feinem Ver⸗ TCC 1 f 1 * 1 F durch Belehrung und Anregung im Dienste 0 1 tat, setzte er als Kreisfeuerwehrinspektor fort. Herr 110 5 aus Anlaß seiner 25jahrigen eee bei 1 1 mit dem Feuerwehr⸗Ehrenzeichen und 1905 bei elegenheit des 50 jährigen Jubiläums der beiden Gießener Feuerwehren mit dem Verdienstkreuß Philipps des Groß⸗ müttigen ausgezeichnet.— Die Mitglieder der Feuerwe 0 in selnem Wfrhungskreise, sowie der Gießener Feuerwehren sind wohl alle einig in dem Wunsche, daß es Herrn Wos noch lange vergönnt sein möge, seine Dienste dem Feuer⸗ löschwesen zu widmen. *. Treue in der Arbeit. Der Magazinarbeiter Christoph Hahn kann am 16. Februar auf eine ununter⸗ * die in der Kriegszeit, einerlei aus welchen Grün⸗ den, nötig werden, der eden der Parteien gewahrt bleibt und dem Kandidaten derjenigen Partei, die das Mandat besaß, kein Gegenkandidat gegenübergestellt wird. Die Partei, welche das Mandat zu besetzen hat, ist in der Auswahl des Kandidaten völlig frei.— Unterzeichnet iist das Abkommen: Für die Fortschrittliche Volkspartei von Dr. Friedrich Weill, für die Konservative Partei von Frhrn. v. Laroche⸗Starkenfels, für die Nationalliberale Partei von Geh. Hofrat Rebmann, für die Sozialdemokratische Partei von Geiß⸗Mannheim und für das Zentrum von Th. Wacker. Aus Stadt und Cans. Gießen, 15. Februar 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Krieastreno. Le ramisteserendar Adols Sauer, Res.⸗Inf.⸗ Rat. 8, aus Niedermitilau. Landwehrmann Wilh. Kuhl U aus Wolf.— Hornist Leinr. Paul, Res.-Int.⸗Rgt. 7, aus Hirsch⸗ bausen.— Kar onier Heinr. Frank, Res.⸗Neld-Art ⸗Agt., aus Mainz.— Ref. Heinr. Wilh. Pfeiffer, Res.-Ins digt. 88. aus Windecken.— Fahnenjunker stud. bist. et phil. Rudolf Koch, Ind. Rat. 0, aus Wiesbaden.— Ersatz⸗Res. Johs. Heldmann, Ini. Rat. 83, aus Mellnau.— Ger. Adoli Roth, Inf.⸗Rat. 106, aus Maschimistenmagt Adam Mitteldorf von Sr. MN. S.„Leibzig“ aus Darmstadt.— Oberlt. d. Res. und Ober⸗ — 8 Darmstadt. — Scglachtlinie im Westen Elefanten am Werk ind, um unsere Sol Moderne Kriegselefanten. Es klingt wie ein Märchen, wenn wir hören, daß hinter der lehrer Tr. Kurt Prenzel, Kaiser-Alexander⸗Garde-Grenadier⸗ Rat. l. aus Wetzlar.— Oberarzt Dr. Otto Markus, Res.-Ins.- Rat. 31, aus Darmstadt.— Kriegsfreiw. August Lambert, Rel. brochene 35 jährige Tätigkeit bei der Firma Tribus& Sund⸗ heim zurückblicken. Kreis Schotten. daten beim Bau der Schützengräben zu unterstützen. Sie schleppen schwere Holzstämme zu den wieder in Betrieb gesezten Sägemühlen, wo diese zu Balken und Bohlen für die Unterstände der Truppen verarbeitet werden. Nichts scheint ja im heutigen Krieg mehr unmöglich: man greift auf manches alte Kriegsmittel zurück, und Inf.- gt 88, aus Hanau.— Landwehrm. Friedrich Reiblich, 11. Juf.⸗Brigade, aus Offenbach Bürgel. Lehramtsassessor Lt. d. Mes. Aug. Rühl, Re.⸗Inl.-Rgat. 88, ius Mühlheim a. M. Kriegsfreiw. Anton Schmidt, Res.-Jäger-Bat. 24, aus (n) Schotten, 12. Febr. Da die de 75 hohen Schweinepreise mit den amtlich fest lebten 8 8 st⸗Ver⸗ kaufspreisen für Wurst⸗ und Fleischwaren nach erinnern uns diese modernen Kriegselefanten an die Zeiten] Michelbach. 8 Ansicht der Metzger nicht im Einklang stehen, so haben ver⸗ Hannibals, wo dieser im Sonaner des Jahres 218 v. Chr. von Ritter des Eisernen Kreuzes: Ussz. Wilh. chiedene Metzger beschlossen, den Verkauf a und Spanien aus mit 37 Kriegselefanten über die Pyrenäen und Alpen Hild aus Freiendiez, Inf. Regt 116. Regierungsassessor urstwaren ganz einzustellen. Demnach dürfte die min Italien einfiel und die Herrschaft der Römer bedrohte. Da .. n rühmlichst bekannte„Schotter Wurst“ jetzt rar werden. das Verbreitungsgebiet des Elefanten früher viel größer als r. Dryander aus Diez, Ordonnanzoffizier beim Stabe 2 5 des Roten Meeres bis über das Kap Guardafui beute war, finden wir ihn im Altertum außer in ganz Nordafrika ch in Westasien und Südeuropa, besonders in Sizilien und Spanien. Die Aegypter, Karthager und Numidier bezogen ihr Baumaterial aus den nordafrikanischen Wäldern und vom Ober⸗ lauf des Nils, so entstand schon im dritten Jahrhundert v. Chr. n wohlorganisierter Elefantenhandel in Aegypten, der zur An⸗ legung einer ganzen Reihe von Elefantenetappen führte, nilauf⸗ wärts bis zur Mündung des blauen Nils und an e hinaus. Die Ptolomäer stellten ein gewaltiges, im Niltal rekrutiertes Elefantenkorps in ihr Heer ein, wodurch auch Kar⸗ tha veranlaßt wurde, seine Rüstungen nach dieser Ricktung zu vervollkommnen. Von den Karthagern lernten dann die Römer den Kriegselesanten kennen, und bald finden wir in allen Schlachtberichten Schilderungen, wie sie in die Reihen der Gegner vordringen, alles zerstampfen und in Unordnung bringen. Als Cäsar im Triumph in Rom einzog, befanden sich 40 afrikanische Kriegselefanten in dem Zug. Im modernen Krieg haben die Ele⸗ fanten bisher nur als Zug- und Lasttiere eine Rolle gespielt. Die 1 verfügen in Indien über Elefantenbatterien, bei denen e schweren Geschütze von Elefanten gezogen werden, während die leichten auf dem Rücken des Tieres ruhen. Trotz seiner plumpen alt und der Last vermag der Elefant mit großer Gewandtheit steile Abhänge zu erklimmen. Auch zeigt er im Wasser Ausdauer; er schwimmt zwar nicht schnell, denn ex legt in der Stunde kaum zwei 5 ometer zurück, doch vermag er über sechs Stunden fortzuschwim⸗ men, ohne 51 ruhen. Die Verwendung des gfrikanischen wie des indischen Elefanten als Reittier ist ja zur Genüge bekannt. In Hinterindien findet er aber von altersher auch Verwendung als Arbeitstier, besonders bei der Beförderung des Tiekholzes, das einen der Hauptausfuhrartikel Siams bildet und beim Bau 3 der 67. Inf.⸗Brig. Reservist Balthasar Hübinger aus Nuppach, Kr. Westerburg, 3. Garde-Regt. z. F. Ersatz⸗Res. Mathias Kuhn aus Elbingen, Kr. Westerburg, Res⸗Inf.⸗ Regt. 25. Lehrer Karl Rühl aus Wetzlar, Res⸗Inf.⸗Regt. 81. Ufsz. Willy Christ aus Flacht, Masch.⸗Hew⸗Komp. des Inf.⸗Regts. 160(1. Kl.). Leutn. d. R und Kompagnieführer im Inf.⸗Regt. 168 Fritz Grünewald aus Offenbach Land⸗ sturm⸗Uffz. im Res.⸗Inf.⸗Regt. 80 Karl Mangelmann aus Bürgel. Leutn. d. R. Lehrer Eduard Ritter aus Wetz⸗ lar, Inf. Regt. 65. Gefreiter J Bertram aus Limburg, Nef. Inf. Regt 87. Uffz. Wilhelm Müller aus Fussingen, Landw. ⸗Inf.⸗Regt. 83. Reservist Josef Böcher aus Fussin⸗ gen, Res.⸗Inf.⸗Regt. 87. Wehrmann Johann Schmitt aus Hausen, Kr. Limburg. Dipl.⸗Ing. Strack S. v. L. St. aus Orleshausen. Leutn. d. R. Voffins, Res.⸗Inf,⸗Regt. 222, Führer der Maschinengewehrabt. Feldunterarzt Vossius, zeibg.⸗Inf.⸗Regt. 115. leber den zweiten hessischen Lazarett⸗ zug, über den wir schon in Nr. 31 des„Gieß. Anz.“ be⸗ richtet hatten, wird uns noch geschrieben: Der von der evangelischen Landeskirche gestiftete. „Großherzogin von Hessen“ hat nun bereits seine segensreichen Fahrten, und zwar nach dem westlichen Kriegs⸗ schauplatz angetreten. Es war eine schlichte, erhebende Feier, als ex am vorigen Sonntag in Gegenwart der 8 von dem Präsidenten des Oberkonsistoriums, Herrn D. Nebel, dem Roten Kreuz übergeben und in dessen Namen von Herrn General Loewen Exz. mit bewegten Danlesworten über⸗ Starkenburg und Rheinhessen. (n) Offenbach, 12, Febr. Da in der hiesigen In⸗ dustrie sehr viele jugendliche Arbeiter mit dringenden Militärlieferungen beschäftigt sind, so wurde der Un⸗ terricht in der Fortbildungsschule auf einen Wochen⸗ tag von 5 bis 8 Uhr zusammengelegt. Beurlaubungen sollten ausgeschlossen sein. Doch auch diese Maßnahme hat sich im Hinblick auf den Arbeitermangel und im Interesse dringen⸗ der Lieferungen für das Heer nicht durchführen lassen, und so ist die hiesige Kreisschulkommission nach Lage der Sache genötigt, immer mehr Fortbildungsschüler von dem Unter⸗ richt zu beurlauben. ch. Aus Rheinhessen, 13. Febr. Die Witterung war auch in der letzten Woche für die Aussüh ung der Arbeiken in den Weinbergen nicht besonders günstig. dei dem ständigen Wechsel des Wetters kamen sür die nötigen Arbeiten nur wenige Tagesstunden in Frage. 5 gefördert werden konnten, würde die augenblickliche Untä takeit nicht viel zu bedeuten haben, wenn nicht für das Frühiahr slärtkerer Manger an geschulten Arbeitskräften befürchtet würde. Die neuen Weine werden jetzt häusig geprobt. Wenn auch vereinzelt ihre Güte hinter der des Vorgängers zurückzubleiben scheint, so werden sie doch im großen und ganzen günstig beurtent. Der Verkauf be⸗ wegt sich zwar noch lange nicht in normalen Grenzen, doch kann gegen die ersten Kriegsmonate eine we sentliche Besserung festgestelll werden. Zuletzt kostete das Stück 1914er in Alzey 475 Me, in Dirtelsheim und Spiesheim 500 Mk., in Heßloch und Monzern⸗ heim 520 Mk., in Mettenheim 565 Mk., in Guntersblum 600 Mk., in Nechtheim 620 Mt. und in Nackenheim 720 Mk. Von den — Schiffen, Eisenbahnwagen und vielbegangenen Trep⸗ nommen wurde. Wenn man von dem wehmütigen Zwecke, älteren Gewächsen wurden nur kleinere Posten umgeseit. Die pen Verwendung findet. Zuerst befördert der Elefant die dem der Zug dienen sollte, absah, konnte man ihn auch nur Preise waren, obwohl die Vorräte vielsach noch recht bedeutend risch gefällten Stämme an das Wafser; dann leitet er deren Flößerei, indem er an den engen Schluchten und Stromschnellen —1 elben Dienste leistet, die unsere Holzarbeiter beim Triften mit ihren langen Stangen verrichten. Er stößt mit seinen Zähnen und mit dem beweglichen Rüssel das liegen gebliebene oder an das Ufer geschwemmte Holz immer wieder in das Wasser zurück, so daß keine Stockung entsteht. Am Abend trägt er dann die müden Holsfäller auf seinem Rücken nach Hause. Diese Verwendbar⸗ des Elefanten will man sich auch in Amerika zunutze machen mit stolzer Freude betrachten. Es war bewundernswert, was da in wenigen Wochen geschaffen war. Der Zug besteht aus 35 Wagen, in denen außer dem Personal 263 Verwundete Raum finden. Und nichts fehlt, alles ist bedacht. Da ist der ärztliche Wagen mit einem Operationsraum und einer Apotheke; da ist der Küchenwagen mit seinen drei großen Dampflesseln, vorzüglicher Spüleinrichtung und allem, was das Herz einer e entzückt; da sind zwei zu Vorrats⸗ sind, sest. Bezahlt wurden für das Stück 1918er in Wörrstadt 580 Mk., in Alsheim 500 Mk., in Guntersblum 670650 Mk. und für das Stück 191ler Rotwein in Bodenheim 750 Mk. Kreis Wetzlar. Wetzlar, 14. Febr. Das Neservelazarett in der Königl. Unteroffizierschule i ein der abgelaufenen Woche endgültig aufgelöst worden. Einige Schwerverwundete hat man im biesigen„Gertrudishaus“ untergebracht, alle anderen Manuschaften Da die Arbeiten aber bisher recht gut 12 2— N 1 Wee*. 1 5 räumen eingerichtete Wagen, die Leinenzeug, Geschirre, wurden nach den Lazareiten der Stadt Mainz üdersührt. 75 klefanten aufzuziehen, wie man auch im Kongogebiet bis hinun⸗ äte in! 8 1—— N* er nach Deutsch⸗Südwestafrika Arbeitselefanten züchtet. Ob frei⸗ Fler gte n alen aufn en ende 7 Hessen-⸗Nassau. 5 2 d u Variationen Über„Gott erhalte Franz den Kaiser“, die so Zum Schlusse Schuberts ewigschönes, bereiches, von frischer u d natürlicher Erfindung überquellendes Werk mit den e 2 auf en worden wäre. Daß auch andere Vögel 755 2 ben 8 ögel durch diese wieder kreuzten und sich vergnügten, bis plötzlich ziemlich hoch und Unruhe su . stets 18 1 . a f 5 Jeuerlöschwesen im Kreise Gießen c gaben auch dem] der Hauptmann dem Sergeauten zu.„Lassen Sie ihn 8 Jubilar Anlaß zur Mitarbeit durch Wort und Schrift, viel Blut verlieren. Man Jol ihn schnell verbinden. Es i. 4 kus betätigten sich aber als Feuerwehr; der Wärter trieb sie zum N N dahinströmenden Schlußsatz! Das Werk kam ganz vortreff⸗ lich zur getönt, stimmungsvoll groß und innig. stets aufs innigste. außerordentlich scharf in 8 h der Elefant auch als Feuerwehrmann Verwendung finden wie amerikanische. erzählen, ist mehr als zweifel⸗ war bei gantown ein Eisenbahnunglück ge⸗ hen und unter den Trümmern der brennenden Wagen lag der aschinist hilflos begraben. Zufällig kam ein Zirkustransport mehreren Elefanten vorbei. Auf Anweisung seines Wärters gann der eine von ihnen sofort die brennenden Trümmer fort⸗ zuräumen, bis er den Maschinisten mit dem Rüssel am Rock fassen und in Sicherheit bringen konnte. Die übrigen Clefanten des Zir⸗ ua blauf, wo sie ihre Rüssel mit Wasser füllten, unt dies dann über die brennenden Trümmer zu spritzen, bis das Feuer gelöscht war. Echt amerikanische Elefanten! für die Aerzte, in dem sogar ein behaglich eingerichtetes Gesellschaftszimmer nicht fehlt, die Wagen für western und Personal. Für die Verwundeten sind Wagen 4. Klasse sehr praltisch eingerichtet. Auf jeder Seite sind vier Betten, je zwei übereinander. Es sind Tragbahren, die auf leicht verschiebbaren Gestellen aufgelegt werden. Alle Betten waren blütenweiß überzogen, auch die Koltern, die Kissen schön von Federn E Auf jedem Fußende lag noch eine Kamelhaardecke. Diese ganze Ausstattung der Betten und des sonstigen Weißzeugs ist das Werk der evangelischen Gemeindefrauenvereine des Landes, die in der unglaublich lurzen Zeit von kaum drei Wo mit großer Begeisterun und emsigem Fleiß so viel gearbeitet haben, daß davon no X Hanau, 12. Jebr. Vom hiesigen Geschichts verein 1 ist beschlossen worden, zum bleibenden Gedächtnis der von unseren S Truppen bewiesenen Tapferkeit und des Heldentodes so vieler Mit⸗ kämpier im Museum des Hanauer Geschichtsvereins eine Ehren ⸗ tafel autzustellen, auf der die Photographien unserer im Kampfe gefallenen Mitbürger aus Stadt- und Landkreis Hanau, sowie der mit dem Eisernen Kreuze ausgezeichneten Kriegsteilnehmer angebracht werden sollen. 170 te. Wiesbaden, 14. Febr. Ein in einem hiesigen Teil- Lazarett befindlicher Leutnant, der bei den Kämpfen auf dem west⸗ lichen Kriegsschauplatz den rechten Arm völlig verloren, hat durch eiserne Energie es zuwege gebracht, mit dem linken Arm das auszuführen, was er bisger mit dem rechten vermochte und sich vor allem im Gebrauch der Waffen geübt. Gestern nahm der * eee IT Dein gutes Teil für die Reservelazaratte auf den Etappen Offizier an einer in den Waldungen ber Langenschwalbach ab⸗ 1 ichtlicher Ausführung brachte sie das schwer zugängliche Werk übrig bleibt. Ganz besonders Hervorragendes haben u, agebaltenen Treibiagd teil. Mit dem ersten 8 den er abgab, auch dem mindergeschulten und weniger erfahrenen Hörer näher. wie in Darmstadt gerlihmt wurde, unsere Gießener Ge⸗ 95 ai er auf 70 Gänge einen Keiler durch einen wohlgezielten Leicht eingänglich folgte Haydns sog.„Kaiser⸗Quartett“ mit schlicht und einfach gehalten sind Gerade diese Variationen ge⸗ Langen auf das Beste, fein und wirkungsvoll, besonders in der Ver⸗ innerlichung zum Schluß. den, weitausgesponnenen Variationen über das Thema seines er⸗ chütternden Liedes„Der Tod und das Mädchen“ und dem herr⸗ tung, vieles berückend schön, die Variationen fein ab⸗ Vollauf verdient war der reichgespendete Beifall der recht zahlreichen Hörerschaft. Das Klingler⸗Quartett bewährte den ihm boraufgegangenen Ruf; Joachims Meistergeige ist in guten Ha Besonderes Lob verdient das wirklich vorzügliche, stets kabellos reine Zusammenspiel der vier Herren; recht und echt, wie es bei einem Quartett sein muß, verschmolzen alle vier Stimmen — Die Tiere und die Krie 3 mittel. lich gi eine Mitteilung über 9 n einen Papagei durch die Zeitungen, der 7 nber Beobachtung herannahender Flugzeuge war und in England vielleicht mit doppeltem und dreisachem Gold Brüder beunruhigt werden, wurde mir klar, als ich im Herbst eine große Anzah Schwalben beobachtete, die wie gewöhn⸗ lich mit der ihnen eigenen Grazie die Luft durchschnitten, hin und ber ihnen ein 7 ieger erschien. Im, zeigten sie Verwirrung U id das augenscheinliche Bestreben, Sicherung zu chen. Eine mir bekannte Dame sagte mir, daß die Schwalben unruhig würden, obgleich die Flieger an dieser Stelle durch⸗ s leine Seltenheit waren. Nun kommt auch aus der Grafschaft ncolnshire die Nachricht, daß die Fasanen in der Gegend von Saby an jenem Sonntag Morgen, an dem das Seegefecht in Nordsee stattfand, äußerste Unruhe und Bestürzung zeigten. handelt 100 hier um die halbwilden Vögel, die in Tausenden die englischen Jagden aufgezogen werden. Sie waren, nach der Aussage eines Beobachters, auf meilenweite Strecken in großer Aufregung, ohne daß hierfür ein äußerer Grund zu erkennen war. Doch ist es sicher, daß die in Scharen weidenden Vögel, wie z. B. tze, Waldtauben, Stare usw. ein außerordentlich scharfes Ge⸗ haben, was dem Beobachter oft daraus klar wird, daß er sie unruhig werden sieht bei einem allmählich stärker werdenden — dessen Anfang er überhaupt nicht vernehmen konnte. Sayby legt auf der Seeseite der Grafschaft Lincoln, etwa 26 eng⸗ lische Meilen von Spurn Head. Ohne Zweifel hörten die Vögel Schüsse, die keines Menschen Ohr dort vernahm, und fürchteten, daß die herbstliche Treibjagd wieder aufgelebt sei. 11 meindefrauenvereine geleistet. Wie denn überhaupt die Pro⸗ vinz Oberhessen auch hier wieder ihren alten Ruhm großer Opferbereitschaft bewährt hat. Auch der Gießener Kreis- verein des Roten Kreuzes hat neben dem, was unsere Land⸗ emeinden von sich aus geleistet haben, eine Beisteuer zur inneren Ausstattung gespendet. Die wohl kaum unter 70 bis 80000 Mark betragenden Kosten des Zuges sind durch die aus allen Gemeinden eingegangenen Kollekten mehr wie gedeckt. In Gießen betrug sie Mk. Die Kosten für die innere Ausstattung sind darin nicht enthalten, sondern durch anderweite Zuwendungen gedeckt worden. Möge der Zug nun sein Samariterwerk an unseren armen Verwundeten tun, so lange es nötig ist. Möge er aber, das ist unser aller heißester Wunsch, in nicht allzu ferner Zeit seine Fahrten einstellen können! S. eie ganze Gemeinde am Pranger. Der Landrat in Kl. Jsenhagen(Reg.⸗Bez Lüneburg) gibt folgen⸗ des bekannt:„Bei einer durch den Gendarmeriewachtmeister in der Gemeinde Plastau vorgenommenen Revision der Rog⸗ eee ist festgestellt worden, daß statt 39 Zentner ge⸗ oschenen und 89 Zentner ungedroschenen Roggens, wie es bei der Bestandsaufnahme von Mitte Januar angezeigt war, 356 Zentner 8 und etwa 1100 Zentner un⸗ gedroschenen Roggens tatsächlich vorhanden waren. Ich bringe diese Tatsache hiermit zur öffentlichen Kenntnis und überlasse die Beurteilung eines solchen Verhal⸗ tens in der augenblicklichen Zeit den Kreiseingesessenen. Gleichzeitig möge es allen übrigen Kreiseingesessenen zur Warnung dienen.“ 50 Jahre Feuerwehrmann. Morgen Diens⸗ tag, 16. Febr., sind 50 Jahre vergangen, seit der Kreis⸗ feuerwehrinspektor Martin Loos hier als Feuerwehr⸗ mann tätig ist. Geboren am 6. November 1845 als Sohn des fast allen älteren Einwohnern Gießens bekannten Schrift⸗ setzers und Dichters Theodor Loos, trat Herr Loos im — 5 1835 als Spritzenmann der Freiw. Gailschen Feuer⸗ wehr bei. Später wurde er als Signalist dem Steigerzu zugewiesen und nach einigen Jahren in den Vorstand ge⸗ wählt, zunächst als Beisitzer, dann als Rechner und Schrift⸗ führer(Adjutant). Im Jahre 1881 wurde der Jubilar zum Hauptmann-Stellvertreter und 1888 zum Hauptmann ge⸗ wählt, welches Amt er bis 1900 bekleidete. Am 1. April 1005 wurde Loos zum Feuerwehr⸗Inspektor für den Kreis Gießen bestellt; er blickt sonach auf eine zwanzigjährige Tätigkeit im Dienste des Kreises zurück. Die Wandlungen, die das . und was er zunächst im Kreise der Gailschen Feuerwehr Haltung an. Weilburg, 13. Febr. Das Eiserne Kreuz 3 der Flieger⸗Hauptmann Heymann von hier. Dermischtes. a 8 Das„Debut“ im Schügengraben, Eine kleine Tragikomödie des Kriegslebens in Flandern enthüllt der Brief eines englischen Offiziers, der einem Mitarbeiter der„Stampa“ vorgelegen hat. Er schildert das„Debut“ eines jugendlichen Unter⸗ leutnants, der ganz frisch in den vordersten Schützengraben kam und hier sehr schnell die Bekanntschaft mit den Deutschen, die in etwa 100 Meter Entfernung gegenüber lagen, machen sollte.„Der Unterleutnant einer Kompagnie ist kurz vorher auf der Bahre fortgetragen worden, der Neuling wurde gerufen, um an seine Stelle zu treten. Er kommt an, so adrett wie kap mit stolzem finsterm Blick, das Auge mit dem Monocle bewaffnet. Die Tommies, alles Veteranen des Schützengrabens, zwinkern mit den Augen. Jetzts gibts ein Vergnügen! Schau nur, 4 55 nur, wie grün er ist! Ich wette, er wird die Mama rufen! Die deutschen Kugeln pfeifen unterdeß über die Brustwehr wie ge⸗ wöhnlich. Sie liefern die Musik zu dem Auftreten des N der hier seine Feuertaufe erleben soll. Er begreift sofort. hat nur die eine Ke Angst, er könnte— Angst haben. Alle sehen verstohlen auf ihn und amüsieren sich köstlich. Ach so? Der Neuling reckt sich ohne weiteres über die Brustwehr und wirft einen napolconischen Blick auf den Feind, mit dem Adlerauge seines Monocles.„Sir, setzen Sie sich nicht so aus,“ sagt ihm ein alter Sergeant väterlich. Hier mu 0 er springt wirklich auf die Brustwehr, richtet sich dort auf, als ob es nichts wäre, und schaut sich die Lage an. Peng! getroffen! Die Haud fährt ihm unwillkürlich zu den str. Teilen des Körpers, die— dem Ende des Rückgrates folgen. Schrecklich, wirklich dahin! Er zieht sie sofort zurück, aber die Tommies haben 11 55 alles gesehen.„Sir, jetzt kommen Sie schnell in den Schützengraben zurück,“ bittet ihn von neuem etwas Ordentliches geschehen! Und Er n väterlich der Sergeant und hilft ihm herabklettern. Da erscheint der Hauptmann auf dem Schauplatz. Der kleine Leutnant, an dessen Beinkleidern sich ein Streifen rot färbt, nimmt stramme an.„Was ist das für ein Wahnsinn, sich so auszusetzen? Wenn Sie sich selbstmorden wollen, so tun Sie das gefllig wo anders. Hier habe ich keine sich gut ein!“„Jawohl, Herr heit gemacht. Ich war ein Was, auch verwundet?“„Jawohl, Herr Hauptmann!“ Tommies feuern nicht mehr. lleber die Gewehre gebückt drü sie sich eine Haud auf den Mund.„Gehen Sie dort hinüber warten Sie, daß man Sie verbindet! Schnell!“ Und als der Verwundete sich entfernt und das Feuer wieder beginnt, zwi Dummkopf, aber ganz gute Rasse!“ . 2 * Leute wegzuwerfen, das prägen Sie Hauptmann. Ich habe eine 3 m⸗ Schafskopf. Verzeihen Sie mir!“ Volefkasten der . Nedaktion. Abetnekef Aer deur, sowie deren 4 50 Je 5 kneunme eusragen bietben unberudfgttat. Asthma⸗- Cigarillos Hapler,. 1.80 Aach B. Jür die Aufnahme eines„Eingesandt“ ist es ersorder⸗ D. R. G. M. No. 26 122 und 26617 Peres lich daß der Schreiber die Einsendung der Schrutleitung gegen- Aerztlich empfohlen.— Deutsches Erzeugnis. unterworfen. über mit seinem Namen deckt Anonymes wandert in den Erhältlich in den Apotheken. Papierkorb. Auch kann es der Schristleitung nicht entsernt in Apotheker Neumeier, Frankfurt am Main. die ausgehobenen den Sinn kommen, die Aufnahme einer solchen Zustrit davon 8— 2 abbängig zu machen. ob der betressende Einsender mit der Ab- A tli 11 der Kontrollstelse besiellung des Blattes droht. Jeder Abounent sollte anständig m U er ei 0 —— a sich 35 2 15 8 den 1 510 rist in bei dem? erster Linie ihr Zweck und ihre Berecktigung in Frage kommen. Bekanntmachung Leben Sie uns Ihren Namen an; dann wollen wir weiter sehen. der für die ausgehobenen Landsturmpflichtigen geltenden 3 gebracht werden. Vestimmungen. 5. Ueber etwa Meteorologische Beobachtungen der Stalson Gießen. 2 2 N 2 2 wehr] bestehenden Bestimmungen. 8 Febr. 58 1 53 3223 2 2 2 S3 Die ausgehobenen Landsturmpflichtigen treten in die Kon⸗ 3 22 33 S 33 3 2 25 Wetter trolle der Bezirksfeldwebel des Hauptmeldeamts Gießen, des Melde⸗ 1615[8 85 1 288 3 83 SS amts Alsfeld oder der Bezirkskompagnie Schotten. Sie sind ver⸗ — 83 8 S8 8 8— 8 4 pflichtet, jede Aufenthaltsveränderung innerhalb 48 Stunden ihrer 5 Kontrollstelle anzuzeigen und sich b. deren Kontrollbezirk be der dortigen Kontrollstelle innerhalb 144% 20,6 83,0 4.5 55 8SW 2 9 48 Stunden anzumelden. Die Meldungen können mündlich oder 14. 4 5,4 4.8 71 S8. 8 Ba lere 2 zur 2 1 0. selbst 88 15.. 3ʃ, 7 83 ei schriftlichen ungen urtsdatum und ort, sowie der 1 0 frühere Wohnort und der Wohnort, für den die Anmeldung er⸗ N 1 Zuwiderhandlungen werden nach ben Mili⸗ N rgesetzen bestraft. ee 51 13. 5 K. 9 55 15 15 3. Die nächsten militärischen Vorgesetzten der ausgehobenen — 3 1 Niederschlag: 0,5 mu. 1. Ziehung 2. Kl. 8. Preuss. Süddeutsche (231. Königlich Preuss.) Klassen- Lotterie DNehung vom 12. Februar 1915 vormittags. Ast jede gesogene Namwer ind wel glelch 1 winae gefallen, and war je einer saf 410 cteteher Nummer in den beiden Abtellanzen I and 11 Nur die Oewstune über 98 Mark slud den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Obne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 218 27 84 333 68 988 1012 60 108 871 618 2185 286 33 4 L200] 66 3033 38 L200 00 72 106 385 8 867 714 881 411 440 78 808 40 834 600 20 208 Zo 284 64% 7 618 22 S0 Lao 304 18 286 7253 r 71 34 11080 2861 319(200 421 86 1 1200 65 87 98 13188 68 482 836 4 012 80 88 757 850 999 18142 988 870 21714 818 280 8³⁰ 11 Ted 24180 257 1200 448 1200] 588 25102 40 211 770 810 63s 27088 140 10 561 627 307 19 34 44% 52 703 12 25 880. 44a 786 1200] 871 31563 32081 283 419 98 886 889 1 16 340%(200 88 284 381 108 324 461 69 37012 144 28838 006 56 39049 236 700 80 A114 0 46 12001 89 8386 588 43004 233 816 54 281 700 200 784 89 48102 246 806[200] 47 61 851 947 47126 28d 72 22 844 48001 408 680 748 70 405 12 35 164 888 888 51618 26 761 52077 5180 23 83228 487 18 83 587 808 52 55081 99 2380 855 1155 18. b fe n 888 8 er 4 8 — 01 283 * R 8 Le 9⁴⁸ 13001 84 521 8 61862 461 628 914 88504 840 25 22 8* 22 8. erg 2 28822888 86225 * berge 287 82 25275 225 92 8 2 * * 288 28 8 — 8 — 54 E887 8 5 1 4 5 8 8 94 338 98189 342 970 45 40 79 802 3/86 101022 162 2 28 192011 115— 4⁰⁰ 235 838 74 917 104007 1400 9 85 485 z 8 8 2 8 489 490 828 626 77 943 105189 482 87 887 772 198128 207 435 107184 87(200 666 70 93 849 168232 700 55 886 916 10908 42 584 750 12001 82 97 808 1100 440 528 74[8000 111013 251 37/7 402 7 112512 809 8 67 628 113049 15 205 641 77 114 015 634 59 115310 829 1300] 71 116203 399 899 117102 227 860 68 118220 461 818 887 11900 245 388 441 88 91 887 88 685 757 970 82 120201 588 766 121188 200] g 824 ef 785 986 122089 192 307 87 652 123008 228 86 5, 827 989 124001 19 89 141 301 839 689 17580 951 125026 35 119 607 780 126178 80 5 80 400 753 127889 43 94 679 829 90 844 128018 187 1800] 520 458 582 87 649 778 129239 611 82. 1300 198 383 84 89 472 131264278 450 812 8s es3 44 789 838 988 18234 58 885(200! 641,73 89 138274 378 488 727 184052 a6 380 71 644 198 959 135178 898 434 46 88 79 1200] 808 648.72.911 87 136024 32 188 315, 423 68 83 690[2000 137250 372 400 34 800 887 138099 128 812(400) 463 876 981 79 80 139686 148155 308 892 60 822 141188 20% 494 891 705 29 862 142004 274 448 61 547 1500] 789 880 47 14304 68 104 22 200 33 414 789 145072 224 818 471 861 702 968 148338 88 461 506 147898 751 862 14819(40 54 148003 47 787 884 963 70 150200 1 344 557 801 15103 158 218,477 985 182041 124 42 200 70 50 905 52 153187 507 134005 fes(8000 f 817 46 988 158220 388 598 712 880 158341 411 368 900 24 157282 404 12 88, 603 854 855 138031 90 552 850 67 708 1200] 800 78 1591/0 251 820 721 001 5 15 160241 63 870 751 87 886 973 181287(2000 98 ess 83 83 789 884 018 16280 88s 183%(400 882 743 69 184002 292 682 79 201 22 987 185110 87 80 887(200 759 855 927 80 166328 610. 4913 15 167002 90 188 209 824 629 8 83 624 18808 227 1 407 633 44 644 S000 742 860 938 189164 292 729 170082 81 1/8(3000 202 803 820 889 47 908 171062 164 243 400 525 78 L200 808 70% 84 802. 70 172208 178 581 873 881 796 77 981 174028 80 100 97 339 847 673 650 97 17511 88 817 82 402 624 38 828 48[geo 584 17982[500] 90 140 70. 67 257 747 858 1770862 66 178136 264 824 46 978 1738108 75 478 87 200] 912 20 180133 290 488 808 22 83 98 878 131008 246 687 182043 288 89 411 188105 278 838 L200% 44 428 655 81 708 820 64 88 18 788 87763 L300 135074 185 287 311 2¼ 34 41 88 186150 889 73 818 21 76 187518 262 7186 158411 86 467 584 88 80(3001 1882835 581 750 812 48 80 88. 190439 48 868 1511 4e 116 88 282 L500 819 827 85 88 600 7% 192177 420 84 1200) 517 817 183047 758 87g 88 L800] 80 980 194002 118 41 467 1 927 53 18301 238(200 487 818 755 865 94 98225 68 67 807 818 31 876 0 187022 884 80 441 S 881 81 1551855 380 06 541 887 87e 98 907 1982 498 547 642 885 20007 1286 1200 2901118 879 97 290240 85 97 848 47 720 868 06 203080 00 20420 418 90 707 4 2089 488 538 94 87/1 206073 222 88 874 883 207111 206 2% 200 484 842 L200 789 850 64 911 Taoze(00 804 407 8 83 7% 44 288 963 81 6 f200J 209157 42 608 908 210317 802 321 928 62 211012 7 86 81 e000] 40 445 09 212231 34/0 468 112 2180%% 21 857 434 5880 707 218557 6 505 99 8e 840 7 218000 589 — 2 172⁰5 48 888 71 788 688 218046 189 258 1. Für die ausgehobenen Landsturmpflichtigen gelten hom Tage der Aushebung an 972 für die Mannschaften der Landwehr(Ser⸗ Landsturmpflichtigen sind die Feldwebel des Hauptmeldeamts, des Meldeamts oder der Bezirkskompagnie und der Bezirkskomman⸗ sonderer Befehl. reisen, zugeben, beim Verziehen in einen an⸗ sturms nicht statt. lichen Befehlen ihrer Vorgesetzten,. 5 Gestellungebejehlen unbedingt Folge zu leisten. Im dienstlichen Verkehr mit den Vorgesetzten sind sie der militärischen Disziplin vorzutragen; richtet sich die Beschwerde zirksadjutanten anzubringen. am folgenden Tage oder nach 1 Strafe erhoben und muß innerhalb einer Frist 6. Aus gehobene aben jedoch der Kontrollstelle den Antritt der Reise und die Rückkehr zu melden, sobald die Neise länger als 48 Stunden dauert. Bei jeder Abmeldung zur Reise hat der Betreffende an⸗ durch welche dritte Person während seiner Abwesenheit etwaige Befehle an ihn befördert werden können. jedoch der Militärbehörde gegenüber allein dafür verantwortlich, daß ihm jeder Befehl richtig zugeht. 7. Ein Uebertritt vom ersten zum Ausscheiden aus dem Landsturm findet bis zur Auflösung des Die Mannschaften haben dienst⸗ Stellvertreter. Die öffentlichen Aufforderungen und 4. Bei Anbringung dienstlicher Gesuche und Beschwerden sind e Landsturmpflichtigen verpflichtet, den vorgeschrie⸗ benen Tiensuveg einzuhalten. Gesuche sind an den Bezirksfeldwebel zu richten, Beschwerden dem Bezirkskommandeur gegen diesen, so ist sie Die Beschwerde darf erst Verbüßung einer etwa verhängten von 5 Tagen an⸗ stattfindende Kontrollversammlungen ergeht be⸗ Lanbsturmpflichtige können ungehindert ver⸗ Er bleibt eiten Aufgebot sowle eln 5 Land⸗ 8. Die vorstehenden Bestimmungen gelten für die ausgehobenen Landsturmpflichtigen bis zur Auflösung des Landsturms. Großherzogliches Bezirkskommando Gießen. Naumann, Oberstleutnant und Bezirkskommandeur. 1. Ziehung 2. Kl. 5. Preuss.- Süddeutsche (231. Köaigllieh Preuss) Klassen-Lotterie Ziehung vom 12. Februar 1915 nachmittags. Ant sede gezogene Nummer ind ewel gleleh hohe. winne gelalten, and zwar je einer aut die 1 gleicher Nammer in den beiden Abteilaugen I und I1 Fur die Gewiune über 96 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. 5 Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 5 584 795 973 1182 279 612 776 88 832 99 800 2801 480 84 64% 72[200] 3018 65 148 232 884 755 1200 855 965 4092 174 40g 62 8015 100(200 214 94 858 60 728 98 847 58 8081 182 364 408 566 77 11 e 75 57 474 81(20 l 808 672 0 200 87 8 5 es 184 482 588 777 907 23 4 re 10305 61 400 70 634 84 984 11381 642 844 12152 378 86 821 6% 982 13473 788 14427 84 18122 225 404 549 682 18080 7 278 388 619 713 68 S821 78 427 527 1808 100 781 7s 806 19800 20370 883 eos ose 21182 74 08 887 6/9 870 220832 184 887 719 818 23317 638/ 881 24523 912 85 25182 878 1200] 201 418 82 849 627 052 28085 346 873 L800] 27446 96 716 26846 9001 20326 787 300 1200] 0866 200 448 642 778 31304 91 480 889 616 780 sbb L200] 32028 340 424 90 801 99 L500] 33277 303 424 917 34160 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Ziehung 2. Kl. 5. Preuss.-Süddeutsche (231. Königlich Preuss.) Klassen- Lotterie Zlebung vom 18. Februar 1915 vormittags. ene Nummer sind zwei gleieh hohe Ge- lten, and war je elrer anf dle Lene in den delden Abteil 1 and 11 Aut jede wlnne ge. glelcher N Nur dle Gewinne über ds Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern deigefugt. (Ohne Gewähr.) Nacbdruek verboten.) 889[4001 884 1056 os 807 028 48 818 2123 208 98 357 688 182 4174 200 676 4289 871 644 L400] 248 3404 877 86 828 77(200 600 107 418 840 888 988 700 612 840 800 35 8044 178 487 942 96861 10196 828 72 418 48 52 708 83 881 11049 187 1200 97 284 420 720 824 88 998 12230 38 680 1300 60[200] 783 1307s 328 732 dd 14276(2000 88 788 15140 20s 350 418 540 83 802 51 12001. 23 16088 178 88 221 84 380 700 20 380 980 17088 121 347 431 224 78 761 18036 110(800 882 80 624 717 887 18153 287 304 89 426 886 610 784 90 20003 171 290 640 772 80 21050 188 67 829 720 22087 150 1200 247 389 820 077 98 819 987 —+- 411 24 748 88 835 986 24206 34 90 428 68 541 078 122 308 479 26111 48 268 842 950 27048 135 288 408 507 620 888 864 84 282/73 lz00] 508 911 293809 87 688 30020 54 207 409 740 822 9 81008 805 12001 42 708 74 7 32508 631 778 852 3328 888 531 708 833 806 54 34171 78%s 35205 881 38061 203 408 675 715 37184 80 582 607 84 707 88 9086 38077 80 —— 5 406 68 88 684 14 92 784 820 394% 602 24 40104 8 82 442 89 77/1 41 828 8. 70 42020 6 20% 317 684 606 43312 406 657 728 4400 681 724 es 45086 980 72 953 48024 42 2 300 455 52 852 79 747 47180 20% ss 822 094 4802 141 408 798 888 49049 191 250 356 678 86 114 22 50076 221 062 822 78 61010 271 814 6% 881 80 288 86 8524 52003 147 68 278 403 4 53133 88 64 888 792 888 54259 428 644 848 883 88035 87 184 524 45 56366 984 37085 109 88 20 98 661 89 767 838 9— 18001 161 880 607 687 904 5920 844 Sdose 117 81 627 67 Laco] 70g 884 61081 184 839 620 723 62127 887 81 028 61 50 388 464 815 64111 81 501 48 88 641 5a 69 888 77 85 63057 1200] 68 7 144 270 478 80 828 2001 76 880⁰⁰ο⁰ a2 27 703 48 78 911 78 87021 1400] 80 81 32 687 778 827 Guei 288 80 421 684 703 616 69168 211 e. 9 222 78 420 86 Ea 928 976 72104 42 78 5186 73148 210 71 414 83 836 836 74270 62 41 77 71 75007 28 881 82 76048 879 473 805 30 641 L400 76 77005 226 78 888 449 707 78029 430 625 6s ses 79042 212 401 30150 357 0 489 31001 808 84 948 8214 2988 36 938 83410 507 41 728 1300] 52 84222 340 486 500 887 85184 228 334 42 40 87 807 807 889 88088 182 601 720 70 343 8711 804 4 400 2001 5 27 106 668 89257 394 426 75 1200] 522 400 71¹ 885 480 842 91073 141 217 808 817 92320 00 J 79 93092 3835 645 200 60 45 60 946 88 94214 208 002 821 84 06 1400 98120 20 80 481 18 811 804 40000 22 70 88 88052 187 447 490 688 774 * * 1001 40 812 740 80 80 88 101104 878 89 ebos 512 20 19214 694 888 78 L200) 103282 481 527 868 881 16408 172 286 90 19501 183 208 200 47 824 84 788[200 10809 207 855 L200] 430 107599 898 787 810 98 10812(soo 328 882 801 Laod! 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Zlehung 2. Kl. 5. Preuss.-Sũddeutsche (231. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehung vom 19. Februar 1918 nachmittags. Ant jede gezogene Nummer sind wel gleich hoke Ge- winde gefallen, and zwar je elner anf die Lone glelcher Nammer in den beiden Abtellangen I and 11 Nur dle Gewinne über 98 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (ohne Gewähr.) achdruck verboten.) 77 880 672 881 904 1514 647 722 820 880 2916 S031 679 4060 585 712 5064 203 508 624 Gosse 101 44 870 486 702 887[00] 901 7217 381 540 8458 518 678 38 90 814 018 8022 46 183 88 568 748 78 908 10020 203 848 721 816 11203 806 23 608 750 99 820 569 87 12279 370 93 767 13039 10 89 48 302 842 14062 80 885 47/7 12001 882 822 8d 918 15081 178 467 87 665 787 667 1642 838 ef 941 8e 790 831 999 17052 800 432 65 782(2000 882 18019 417 808 46 68 70 780 60 814 27 889 19328 04 709 888 811 20004 137 6 988 21042[200 273 84e 481 525 780 812 11000] 22018 182 04(3001 284 428 82 684 88 7862 23081 12061 127 348 78 416 804 740[200 74 881 24014 12001 17/1 27e d 430 2 28186 907 985 26468 641 610 44 724 978 948 2704 2121 1400 514 888 28088 87 628 758 955 88 L200] 20084 144 217 37 2001 oa 74 30055 25 76 370 83 442 ges 7 3110½ 258 428 47 628[2001 és 32008 111 47 445 74 0 678 83 33451 86 780 618 922 34037 194 803 29 35838 477 851 074 82 808 60 36115 629 755 11000] 37005 308 — 650 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Mehl. Auf Grund des§ 30 der Bundesratsverordnung vom 28. Januar 1913 über die Regelung des Verkehrs mit Brotgetreide und Mehl wird für die Stadt Gießen fol! gendes bestimmt: 31 8 Es dürfen nur Einheitsbrote gebacken und verkauft werden und zwar: 3 1. Kriegsbrot(Roggenbrot) mit einem Verkaufsgewlcht non 2 und 4 Pfund. Zur Bereitung müssen auf 8) Teile Mehl mindestens 15 Teile Kartoffelflocken, Kartoffel- walsmehl oder Kartoffelstärkemehl verwendet werden. An Stelle dieser Kartoffelvrävarate können gequetschte oder geriebene Kartoffeln im Verhältnis von 1 Teil Kartoffelflocken usw. gleich 3 Teilen Kartoffeln ver⸗ wendet werden. Im übrigen muß das Brot den Be⸗ timmungen der Verordnung des Bundesrats vom 5. Januar 1915 entsprechen. 5 as Brot darf erst am zweiten Tage nach seiner Her⸗ stellung verkauft werden, also am Montag gebackenes Brot erst am Mittwoch. Weizenbrot mit einem Vexkaufsgewicht von 100 Gramm eder 40 Gramm und mit höchstens 70% Weizenmehl und 30% Roggenmehl. Im übrigen gelten die Bestimmungen der Verordnung des Bundesrats vom 5. Januar 1015. Mit der Herstellung darf nicht vor 2 Uhr mittags begonnen werden. Der Verkauf ist erst am Tage nach der Herstellung zulässig. 5 82. Das Verkaufsgewicht muß bei sämtlichen Broten?! Stun⸗ nach Fertigstellung vorhanden sein. 10 den § 3. Alles andere Gebäck, also insbesondere sog. mürbes Gebäck und sogen. Kreppel dürfen nicht mehr, auch nicht im Haushalt, hergestellt werden. § 4. Erlaubt ist die Herstellung von Zwieback und solchem Backwerk und Konditorwaren, die nicht mehr als 20 7 Weizenmehl oder Roggenmehl auf das Gesamtgewicht enthalten. 8 7 9. Die Abgabe und Entnabme von Mehl wird in der Weise beschränkt, daß Bäcker und Händler im Kleinverkauf nicht mehr als 1 Pfund* dürfen. 8 0. Ausnahmen von vorstehenden Bestimmungen können in besonderen Fällen vom Oberbürgermeister gestattet werden. 35 8 4. Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung werden mit Wefangnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrase bis zu 1500 Mark bestraft Außerdem können Geschäste, deren Inhaber oder Betriebsleiter sich in Befolgung der nach dieser Verordnung auferlegten P zeigen, geschlossen werden. 0 ihnen flichten unzuverlüssig 8 8. Diese Verordnung tritt am 18. Februar 1915 in Kraft. Gießen, den 18. Februar 1915. Der Oberbürgermeister Keller. 1469 Höhere Bürgerschule Nidda (mit Vorschulklasse). Die Aufnahme neu eintretender Schüler findet Montag, 12. April 1915, von 9—12 uhr auf dem Amtszimmer des Unterfertigten statt. Vor⸗ zulegen sind dabei Geburtsschein, Impfschein und letztes Schulzeugnis. In die Vorschulklasse werden Knaben und Mädchen nach 2 jährigem, in die Sexta nach 3 jährigem, in die Quinta nach 4 jährigem Besuch einer Bolksschule aufge⸗ nommen. Wir empfehlen aber den Eltern dringend, die Kinder im Interesse ihres Fortkommens in den höheren Klassen möglichst frühzeitig unserer Anstalt zuzuführen. Die höhere Bürgerschule be⸗ folgt den amtlichen Lehrplan für die Realschulen. Der Unterricht beginnt auch während des Som⸗ mers erst um 8 ½ Uhr(Schluß 1 Uhr), um auch den auswärtigen Schülern den Besuch der Anstalt zu ermöglichen. Anmeldungen werden von jetzt an mündlich und schriftlich entgegengenommen. Weitere Aus— kunft wird gerne erteilt. 11413 D Nidda, den 12. Februar 1915. Der Großherzogliche Rektor: J. E.: F. Lauckhard, Lehramtsassessor. leagenleur- Akademie Aufruf! Kriegsnot der Ostpreußen! Schwer lastet der Druck des Krieges auf Ostpreußen, schwerer als zur Zeit der ersten Ueberschwemmung durch die Russen. In den Grenzkreisen, welche auf behördliche Anordnung sämtlich geräumt sind, donnern die Kanonen noch immer fort. Eine blühende landwirtschaftliche Kultur ist hier vollständig vernichtet; die sauberen Wohnstätten einer arbeitsamen, um ihre Existenz ringenden Bevölkerung liegen in Trümmern; von manchen Ortschaften ist nur noch der Name vorhanden. Ueber das deutsche Vaterland sind mehr als 300 000 ostpreußische Flüchtlinge verstreut, die, sern der Heimat, meistens nichts mehr ihr Eigen nennen als die notdürftigne Bekleidung und ein sorgenbeschwertes, nach dem verlorenen, jetzt verwüsteten Heim sich sehnendes Herz. Noch ist ein Ende der Verbannung nicht abzusehen! Mitbürger! die Ihr durch die opferreichen Kämpfe in Ostpreußen vor der verheerenden russischen Flutwelle bewahrt seid, gedenket der notleidenden Volksgenossen! zeigt Euch erkenntlich für die Opfer, welche das grausame Kriegsgeschickunseren ostpreußischen Brüdern abgeforderthat. Nach wie vor ist die„Gesellschaft der Freunde ostpreußischer Flüchtlinge“ um die Linderung dieser Not bemüht. Mit Dank werden Geld⸗ speuden angenommen in der Geschäftsstelle Berlin NW.. Universitätsstr. 6, Fernsprecher Amt Zentrum Nr. 3231 sowie von dem unterzeichneten Vorstande und den Ver— trauensmännern. Gaben an Kleider, Wäsche, Wollsachen, Decken, Betten, werden nur für die Kleidergeschäftsstelle Berlin, Beuthstraße 14, am Spittelmarkt, erbeten. 2 5 0 5 E17 Diegeselschaft her Freunde ospreußischer Flüchtlinge. Der Vorstand: I. Vorsitzender: Lehrer Hans Summa, Berlin⸗Hermsdorf II. Vorsitzender: Schulrat und Kgl. Kreisschulinspektor Dr. Korpiuhn, W. 50 Bamberger Str. 2. Kaufmann Domnauer, NW. Holsteiner Ufer 13. Kaufmann Eduard Keukel, Westend, Eichenallee 37. Rektor Ritter. Wilmersdorf, Pfalzburger Straße 23. Rechnungsrat Schenk, Baumschulenweg, Cöpenicker Landstraße 148. Rechtsanwalt Thiel, Alte Schönhauser Str. 1. Holzsubmission. Nachverzeichnetes Holz aus den Waldungen der Stadt Staufenberg soll auf dem Submissions- wege vergeben werden: 10 Eichenstämme 1. Kl., 60 bis 76 Ztm. messer= 19,23 Fstm. Eichenstämme 2. Kl., 50 bis 59 Ztm. Durch⸗ messer= 33,80 Fstm. Eichenstämme 3. Kl., 40 bis 49 Ztm. messer= 12,10 Fstm. Eichenstämme 4. Kl., 30 bis 39 Ztm. messer= 5,61 Fstm. Kiefernstamm 4. Kl., 0,53 Fstm. . 1444 Durch⸗ 23 17 Durch⸗ Durch⸗ 26 Ztm. Durchmesser 128 Kiefernstümme 5. Kl., unter 25 Ztm. Durch⸗ messer= 21,70 Fstm. 5 Fichtenstämme 3. Kl., 30 bis 39 Ztm. Durch⸗ messer= 5,43 Fstm. 6 Fichtenstämme 4. Kl., 25 bis 29 Ztm. Durch⸗ messer= 7,26 Fstm. 29 Fichtenstämme Ha Kl., 20 bis 24 Ztm. Durch⸗ messer= 19,17 Fstm. 146 Fichtenstämme 5b Kl., 12 bis 19 Ztm. Durch⸗ messer= 36,87 Fstm. Die Offerten sind bis l. J., nachmittags 3 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann die Er⸗ öffnung stattfindet; auch können daselbst die Be⸗ dingungen eingesehen werden. Auskunft erteilt Forstwart Zecher dahier. Staufenberg, den 11. Februar 1915. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. zum 24. Februar 1451 is mar. Cats Se. r 1 8 2 end Aa esa.—.(Tirenbezonbau uhd Kut* 2 eue Labozutorien.— Holzsubmission. Aus dem Markwald der Mark Trais⸗Münzen⸗ berg soll im Wege schriftlichen Angebots folgendes Holz verkauft werden: Eichen⸗Stämme: Klasse 3 2,69 Festmeter 4 20,47 28,19 „ 6= 4252 10 Hainbuchen⸗Stämme: Klasse 4 0,86 Festmeter „ 457„ Angebote sind nach Klassen getrennt mit ent- sprechender Aufschrift bis zum 17. Februar lf. Is., nachmittags 2 Uhr, beim Markmeister Häuser ein⸗ zureichen, wo alsdann die Eröffnung stattfindet. Trais⸗Münzenberg, den 10. Februar 1915. Der Markmeister: Häuser. 7. 7. 7 7 7 11388 * Holzversteigerung Mittwoch, den 17. Februar l. J. kommt ien Staufenberger Gemeindewald, Distrikt Schaben⸗ berg, nachverzeichnetes Holz zur Versteigerung: 19 Rm. Eichen⸗Nutzscheit 8 Rm. Hainbuchen ⸗Scheit 56 Rm. Eichen⸗Scheit 205 Rm. Buchen⸗ und Eichen⸗Knüppel 64 Rm. Buchen⸗ und Eichen⸗Stöcke 4220 Buchen⸗ und Eichen⸗Wellen. Die Zusammenkunft ist vormittags 10 Uhr im Distrikt Schabenberg. Staufenberg, den 10. Februar 1915. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. 7 1383 0 Holzversteigerung der Freiherrl. Oberförsterei Rabenau, Londorf. „Freitag, den 19. Februar, nach Zusammenkunft um Ubr vorm, auf der Kreisstraße Kesselbach⸗Appenborn, aus den Distrikten Hörinasteich u. Steinberg: Stämme! 6 Fichten 4. u. 5. Kl. dürr)= 3,33 Fstm. 157 Eichen 5. u. 6. Kl.— 108 Füim.(26 Mtr. lang!; Derbstangen: 31 Eichen 1.65 Istm, 19 Fichten= 088 Fstm.; Reisstangen: 375, Fichten— 2,5 Fsim; Scheiter, Rm. 51 Buche, 3 Birke, 4 Fichte: Knüppel, Nm.: 131 Buche, 16 Eiche, 41 Fichte, 41 Kiefer,“ Lärche; Reiser, Rm. 474 Buche,(hier⸗ non 106 Stammreiser), 94 Eiche, 74 Nadelknüppelxelser; Stöcke. Am.: 20 Buche, 17 Kiefer, 91 Fichte.— Weitere Auskunft durch Jorstwart Wißner, Londorf. 1463 55 Holzversteigerung. Mittwoch, den 17. und Donnerstag, den 18. Februar, vormittags um 10 Uhr, beide Tage im Distrikt Hässels anfangend, kommt in den Ober⸗ Bessinger Gemeindewaldungen folgendes Holz zur Versteigerung. Mittwoch, den 17. Februar: 247. Rm. Buchen-, 6 Eichen-, 11 Kiefern⸗Scheiter, 203„„„„ 2 Rm. Fichten⸗Knüppel, 322„ 5 1 50 Kiefern⸗Astreisig 20„ Eichen-, 15 Kiefern-, 115 Weichholz⸗Durch forstung 95„ Buchen-, 9 Eichen-, 9 Kiefern⸗Stöcke 87„ Mutzreisig in Schichthaufen. Donnerstag, den 18. Februar: Eichen⸗Stämme 4. Klasse 15 Stück mit 8,27 Fstm. 15 Brennholzversteigerungen in der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms. Dienstag, den 16. Jebruax. Distrikle Grundwald und. Aunewald. Buche: 130 Rm. Scheit und Prügel, 50,50 Sdt. Welen, 5 Rm. Stöcke. Eiche: 10 Rm. Prügel, 20,00 Hdt. Wellen. N 10 Ubr vorm. im Grundwald oben am Bleidenberg bei Holz Nr. 1. Das Holz im Grund⸗ wald wird zuerst verkauft. Fortsetzung im Annewald etwa 12 Uhr am Reutersgrund bei Holz Nr. 1. Freitag, den 19. Februar, Distrikt Riaffenmark. Bucke: 110 Am. Scheit und Prügel, 68,70 Hdt. Wellen. Eiche: 17,00 Hdt. Stammwellen. Zusammenkunft 10 Uhr vorm. am Hirschkopf Ab⸗ teilung J bei Holz Nr. 1. 1424 2 Bilanz am 31. Dezember 1914. An Aktiva.%[per Passiva. Warenvorrat 3077.83 Geschäftsguthaben Kassenvorrat 1457.43] der Mitglieder 910.— Ausstehende Reservefonds 2577.70 Forderungen 1880.43] Betriebsrücklage 1029.75 Geschäftsmobil. Reingewinn 1965.02 74.18 10% Ab⸗ schreib. 7.40 . 66.78 6482.47 6482.47 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1913 96 Während 1914 gingen zuuu 1 Während 1914 gingen abo. Daher Stand der Mitglieder Ende 1914. Der Direktor: Annerod, den 15. Februar 1915. a Landwirtschaftlicer Consumoerein e. G. m. u. H. 1460 Der Rendant: Wil! Feuster. Winsiefungen 0 8 Zimmer Westaulage 32 6⸗Zimmer⸗ Wohnung J. Stock per Mai zu vermie“en. 00742 UD Auf das Kontor einer hiesig. Zigarrenfabrik wein junger Mann mit einjähriger Be⸗ rechtigung als Lehrling per 1. April unter steigender Vergütung gesucht. Schriftl. Angebote unter 1826 an den Gießener Anzeiger erbeten. Sone 5 Zimmerwohng. mit Balkon,? Mans.⸗Zimmer, Bodenkammer mit allem Zu⸗ behör pr. 1. April evtl. früher zu vermieten. 62⁰ Naheres Stephanstraße 31. Limmer! 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