Jueites Blait Erscheiut täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Gleßener Famillenblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Areis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. ieße 105. Jahrgang Kriegsbriefe aus dem Osten. Von unserem zum Ostheere entsandten Kriegsberichterstatter (Unberechtigter Nachdruck, auch aus zugsweise, verboten.) Lazarettwesen und Hygiene in Nordpolen. Armeeoberkommando 10, 8. Febr. Es war Frühstückstafel beim Stab der Mlawa-Armee. General Suren hatte an sein Glas geklopft und um Aufmerksamkeit für die neuesten Meldungen der obersten Heeresleitung ersucht; die Vorlesung war vorbei, das Gespräch bewegte sich wieder in leb⸗ haften Bahnen, und ich klagte dem liebenswürdigen und jovialen Armeeintendanten, daß mir die zweite Choleraimpfung ziemlich schlecht bekommen wäre. Vielleicht läge es an meinem Herzen, das eine bedenkliche Neigung zur Insubordination habe.„Das hat damit aber gar nichts zu tun,“ sagte auffallend bestimmt ein Stabsarzt, der mir gegenüber saß. Ich versuchte zu widersprechen und gab ein paar Beispiele von bekannten Offtzieren, die sich nach der Impfung auch nicht gut gefühlt hätten. „Sie sollten das wirklich nicht sagen,“ meinte mein Gegen⸗ über,„der Nutzen der Cholera-Impfung steht unbedingt fest. Selbst wenn der eine oder der andere infolge besonderer Disposition für kurze Zeit eine kleine körperliche Unbequemlichkeit hätte, die bei sehr sorgfältiger Ausführung der Impfung kaum eintreten kann, so hat das mit dem unbestreitbaren Wert der Maßregel nichts zu tun. Im übrigen sind mir bei zwanzigtausend Fällen keinerlei bedenkliche Nacherscheinungen zu Ohren gekommen. Die Armeen, die die Impfung eingeführt haben, z. B. die griechische im letzten Balkankriege, haben die denkbar günstigsten Erfahrungen mit ihr gemacht. Man muß natürlich von der A irkung der Imp⸗ fung nichts Unmögliches verlangen, ein unbedingter Schutz, so daß jeder nun auf seine Gesundheit lossündigen könnte, ist sie nicht, aber sie mindert die Möglichleit der Ansteckung außerordentlich herab und läßt, wenn die Ansteckung trotzdem erfolgt sein sollte, den Krankheitsverlauf so verhältnismäßig leicht erscheinen, daß fast stets auf glücklichen Ausgang zu rechnen ist.“ Ich merkte schon an der Art des Vortrags, daß dieser Herr Stabsarzt mir da gegenüber diesen Fragen persönlich außer⸗ ordentlich nahe stände, gleichzeitig fuhr mein Gegenüber fort: „Aber vielleicht besuchen Sie mich heute nachmittag einmal in meinem Laboratorium; der liebenswürdigen Fürsorge unseres Generalarztes verdanke ich es, daß ich hier in Mlawa in un⸗ mittelbarer Nähe der Front ein wissenschaftliches Laboratorium einrichten konnte. Ich hoffe, daß meine Arbeiten für die ge⸗ samten polnischen Verhältnisse von Nutzen sein können.“ Jetzt erfuhr ich auch von meinem Nachbar, daß mein Gegen⸗ — Professor Michaelis vom Kaiser⸗Wilhelm⸗Institut in Dah⸗ wäre. Am nachmittag sah ich zunächst das ett in Mlawa. Ich habe ja in diesen 5— Monaten, da ich auf dem Kriegsschauplatz weile, oft genug Gelegenheit gehabt, Lazaretteinrichtungen zu sehen. Dieser Besuch hier war mir deshalb interessant, weil ich wußte, daß die Armeeteile, die hier standen, ursprünglich nicht besonders mit sanitären Vorrichtungen ausgestattet waren. Das deutsche Organisationstalent, das sich auf so vielen Kriegsgebieten bewährt hat, zeigt auch hier seine schaffende Kraft. Das Lazarett, das die Russen in dem üblichen verdreckten Zustande zurückge⸗ lassen hatten, war geradezu vorbildlich. Immer wieder nur kann man denen in der Heimat versichern, daß für ihre verwundeten Männer, Söhne und Brü⸗ der im Felde in jeder Weise gesorgt wird, wie es ärztliche Kunst und Menschenkraft überhaupt vermag. ie deten— meist vom letzten Gefecht bei Bierzun und Wkra⸗Abschnitt— lagen in den hellen und luf⸗ tigen Sälen, die mit Tannengrün geschmückt waren. Selbst schwie⸗ rige Operationen wie Nervenzusammennähungen werden hier doch fast unmittelbar hinter der. mit Erfolg durchgeführt. Der leitende Chirurg, der mit außerordentlicher Ruhe die Operationen leitete— ich war gerade in dem Augenblick einer Blinddarm⸗ operation dort— ist allerdings nicht das erstemal im Kriege, da er den Balkankrieg auf türkischer Seite als Chirurg mitge⸗ macht hatte. Ich te es nicht für meine Aufgabe, auf die ein⸗ zelnen Fälle, die die hohe Entwicklung der Kriegschirurgie zeigten, näher einzugehen. Jedenfalls waren mit schweren Bauchschüssen als hoffnungslos Eingelieferte schon wieder transportfähig nach einem der großen Lazarette in der Heimat. Mit welchen Schwierigkeiten bei dem Abtransport der Ver⸗ wundeten bei den grundlosen polnischen Wegen zu rechnen ist, deutete mir der Generalarzt an, indem er mir die Mühe schilderte, bis er einen brauchbaren„Lazarettleiterwagen⸗Fuhrpark“ zusam⸗ mengestellt hatte. Neben dem Hauptlazarett mit seinen schönen, warmen, russischen Oefen und seinen hellen breiten Fenstern hat man noch mehrere Nebenlazarette eingerichtet, auch eine Anzahl von Isolier⸗Baracken für ansteckende Krankheiten geschaffen. In großen Räumen werden die Arzneimittel, die einem Ober⸗ Apotheke unterstehen, aufbewahrt. Man hat es gelernt, alle mög⸗ lichen Medikamente in praktischer und leicht aufzubewahrender Pillenform herzustellen. Die Zeiten, da Rizinusöl das Kardinal⸗ mittel der„militärisch gebändigten“ Medizin war, ist endgültig dahin. Es ist außerordentlicher Reichtum und Mannigfaltigkeit an Medikamenten vorhanden, selbstverständlich wäre es unbillig und unpraktisch, die allerkompliziertesten und in der Wirkung 1585 völlig ausgeprobten Heilmittel in einer Kriegsapotheke zu verlangen. 8. Neben den Räumen für die Apotheke befindet sich das Labora⸗ torium von Professor Michaelis, das imstande ist, die notwendigen Blutuntersuchungen, die sonst nach zeitraubenden Wegen in der Heimat gemacht werden mußten, hier im Felde auszuführen Zwei Assistentinnen unterstützen den Professor in seiner Arbeit. Dörfer, in denen Cholera oder Typhus festgestellt sind, werden nach Mög⸗ lichkeit nicht belegt, wenn es sich irgendwie mit den strategischen Operationen vereinigen läßt. Die Russen verfehlen nicht, die Aufgabe solcher verseuchter Orte jedesmal als russischen Erfolg hinzustellen, während das einzige Ergebnis eine Zunahme der Seuche in der russischen Armee zu sein pflegt. Es gibt Leute, die bei der Erörterung solcher Dinge, die doch nun einmal mit dem Kriege verknüpft sind, unruhig werden, aber ich kann nicht helfen, es gibt Cholera und Typhus in Polen, doch ebensogut gibt es Schutzmaßregeln dagegen, die wir in aus⸗ giebigster und umsichtigster Weise anwenden, so daß unser Heer in Polen entgegen allen Schwarzsehern in erstaunlich geringer Weise unter Krankheiten zu leiden hatte. Nicht nur unsere Technik, sondern auch unsere Wissenschaft arbeitet in und für den Krieg.. Es war zunächst ein sonderbarer Anblick, die vielen Phiolen und Gläser, die Glasplatten mit Nährböden für Bakterien, die Lymphen und fertigen Präparate, die Mikroskope und Instrumente u sehen, während die Fenster ünter dem Donner der fernen Ge⸗ schuße leise zitterten; aber bald schien mir diese gründliche Go⸗ lehrtenarbeit genau so den 0 Sich in diesem Kriege zu gewährleisten und ebenso zum zu gehören, wie das erzene Heldentum des Schützengrabens. Auf dem Bahnhof und auf dem Marktplatz sah ich dann überall die Beispiele hygienischer Fürsorge: mächtige, tausend Liter fas⸗ sende Tankwagen mit keimfreiem Wasser standen bereit, die Bade⸗ einrichtungen des städtischen Bades standen unter ärztlicher Kon⸗ trolle, die Einwohner wurden gezwungen, Latrinen anzulegen und zu reinigen. Mein letzter Eindruck, als ich von Mlawa wieder zum Ober- kommando fuhr, war der, daß man es fertig bringen wird und es zum Teil schon fertig gebracht hat, soviel Ordnung und Sauber⸗ keit zu schaffen, soviel Desinfektions- und Reinigungsmittel be⸗ reit zu stellen, als für die Gesundheit unserer Truppen notwendig sind. Wir können auch in dieser Hinsicht dem polnischen Feldzug mit jeder Ruhe und jedem Vertrauen entgegensehen. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Aus Hessen. Wochenhilfe für Frauen von Kriegsteilnehmern. Der Abg. Adelung hat in den Zweiten Kͤammer folgende dringliche Anfrage eingebracht: „Der Bundesrat hat auf Grund des§ 3 des Gesetzes betr. Er⸗ mächtigung des Bundesrates zu wirtschaftlichen Maßnahmen, vom 4. August 1914 eine Verordnung erlassen, die die Gewährung einer Wochenhilfe an solche Frauen vorsieht, deren Ehe⸗ männer 1. in diesem Kriege dem Reiche Kriegs⸗, Sanitäts⸗, oder ähn⸗ liche Dienste leisten oder an deren Weiterleistung oder an der Wie⸗ deraufnahme einer Erwerbstätigkeit durch Tod, Verwundung, Er⸗ krankung oder Gefangennahme verhindert sind und 2. vor Eintritt in diese Dienste auf Grund der Reichsversiche⸗ rung oder bei einer knappschaftlichen Krankenkasse in den voraus⸗ gegangenen 12 Monaten mindestens 26 Wochen oder unmittelbar vorher mindestens 6 Wochen gegen Krankheit versichert waren. Wöchnerinnen, die selbst in Kassen versichert sind, erhalten auf Grund des§ 8 der Verordnung vom 3. Dezember 1914 eben⸗ falls die Wochenhilfe, unbekümmert darum, ob ihre Ehemänner am Kriege teilnehmen oder nicht und auch unbekümmert darum, ob die Kassen satzungsgemäß Wochenhilfe, bestehend in Still- und Hebammengeld, zu gewährleisten verpflichtet sind. Diese sämtlichen Mehrleistungen an Wöchnerinnen werden von den Krankenkassen vorlagsweise betätigt und aus Reichs⸗ mitteln ersetzt. Durch eine weitere Verordnung vom 28. Januar 1915 wurde die Wochenhilfe auch auf die Ehefrauen der Besatzung deutscher See⸗ fahrzeuge ausgedehnt, die nicht krankenversicherungspflichtig sind, wenn der Jahresgehalt 2500 Mk. nicht übersteigt. Trotzdem die Wochenhilfe aus allgemeinen Reichsmitteln gewährt wird, bleiben davon im wesentlichen alle Kriegsteilnehmer⸗ frauen von nicht krankenversicherten Gewer betreibenden, deren Einkommen oftmals sehr gering ist, ausgeschlossen. Ferner bleiben davon ausgeschlossen die Frauen kleiner Landwirte. Auch auf zahlreiche unständige Arbeiter und Taglöhner in Stadt und Land, die Kriegsteilnehmer sind, findet die Wochen⸗ hilfe keine Anwendung, weil sie es oftmals aus Unkenntnis der gesetzlichen Bestimmungen unterließen, von der Versicherungsmög⸗ lichkeit Gebrauch zu machen. Das sind Ungerechtigkeiten und Härten, die der Bundesrat sicher nicht mit Absicht in der Verordnung belassen hat. Die Wochenhilfe müßte ausnahmslos an alle Ehefrauen der Kriegs⸗ teilnehmer gewährt werden, deren Einkommen eine bestimmte Grenze nicht übersteigt. Eine Beschränkung lediglich auf die Frauen der Versicherten erscheint schon deshalb ungerechtfertigt, als die Kosten der 3 doch vom Reich getragen werden. Ich frage aus diesem Grunde an: 1. Sind der Großh. Regierung diese Mängel der Bundesrats⸗ verordnung vom 3. Dezember 1914 betreffend Gewährung von Wochenhilfe an Kriegsteilnehmerfrauen bekannt? 2. Ist die Großh. Regierung gewillt, im Bundesrat dahin zu wirken, daß die Wochenhilfe an die Frauen sämt licher Kriegsteilnehmer gewährt wird, wenn das Einkommen eine be⸗ stimmte Grenze nicht übersteigt? Aus Stadt und Kand. Gießen, 13. Februar 1915. Vorfrühling. Goldne Sonnenlichte huschen Ue er braune Knospen hin; Leise suchend, ob schon Leben In der harten Hülle drin Können nicht die Zeit erwarten, Wo der Lenz das Leben schenkt, Und in beller Frühlingswonne Bluütenschnee hernieder senkt. Und mit lieben weichen Händen Kosen sie die Knospen all.— Gleiten weiter, bis hinunter In das traumumjfang'ne Tal. Möchten hier so gern verkünden Ihres Frühlinas Zaubermacht, Und den gold'nen Sonnenlichtern Weicht die längste Winternacht. Und mit lieben Händen kosen Sie die wunden Seelen nun— Und erzählen von den Wundern, Die der Frühling einst wird tun. * A. R. * Keine Einschränkung des Universitäts⸗ Lehrbetriebs. Der Rektor der Landesuniversität Geh. Rat Prof. Dr. Sommer hat folgendes Rundschreiben an die Studentenschaft erlassen: Wie mir mitgeteilt wird, geht in der Studentenschaft das Ge⸗ rücht, daß im kommenden Sommersemester der Unterricht an unserer Universität eine weitere Einschränkung erfahren werde. Ich stelle fest, daß dieses Gerücht jeder Grundlage entbehrt. Der Unterricht wird mindestens in demselben Um⸗ fang fortgeführt werden wie im laufenden Halbjahr. Es sind auch Schritte eingeleitet, um ihn in l erhöhtem Maße wieder auf⸗ zunehmen. 0. Gießen, den 8. Februar 1915. Der Rektor der Landes⸗Uniwersität: Sommer. * Die Beurkundung der Sterbefälle der Kriegsteilnehmer soll nach Mitteilung der amtlichen Statistik in Kriegszeiten für sämtliche deutsche Kri teilnehmer alsbald erfolgen, einerlei, ob innerhalb oder außerhalb des Reichsgebietes der Tod erfolgt ist. Die Sterbe⸗ fälle der deutschen Kriegsgefangenen werden voraus sichtlich erst, wie 1870/1, nach Beendigung des Krieges erfolgen können. Die Sterbefälle der feindlichen Kriegs⸗ gefangenen werden in denjenigen Gemeinden beurkundet, in denen sie sich zutragen. Die auf deutschem Boden in der Schlacht gefallenen Soldaten der feindlichen Nationen blei⸗ ben für die Beurkundung unberücksichtigt. Die Sterbefälle der deutschen Kriegsteilnehmer aber werden am letzten Wohnort resp. Wohnsitz des Gefallenen oder Gestorbenen beurkundet. Die Anzeigepflicht besteht nach den neuesten militärischen Bestimmungen für die Regimentskomman⸗ er Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen R* 8 2 1 8 Samstag, 15. Februar 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. 14 R. Lange, Gießen. 5 Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: S851, Schrift. 4 leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichten⸗ 5 Anzeiger Gießen.. reichen haben. Dieses übermittelt dann die Auszüge den zuständigen Ministerien der Bundesstaaten. Hier werden weitere Auszüge hergestellt und durch die Amtsgerichte den Standesbeamten zugesandt. Nach Jahresschluß, wenn alle Sterbefallzählkarten vorliegen, wird dann eine selbständige f Bearbeitung vorgenommen werden. 4 8 4 1 f deure, welche die Listen an das Kriegsministerium einzu⸗ l 1 0 * Gefangene in Japan. Von jetzt an können Postpakete an deutsche Kriegsgefangene in Japar auch zur Beförderung über Schweden und Ruß- land angenommen werden. * Sieben Brüder im Felde. Sieben Söhne des früher in Niederkleen(Kreis Wetzlar) tätig gewesenen, in⸗ zwischen verstorbenen Kreisrentmeisters Wahlmann stehen teils bei der Marine, teils beim Landheer im Kampfe fürs 5 Vaterland. Obwohl alle gleich zu Kriegsbeginn ins Feld 9 zogen, ist noch keiner verwundet oder gefallen. Einer soll f allerdings in englische Gefangenschaft geraten sein. 5 * Stadttheater. Für das Kindermärchen„Tisch⸗ 5 lein deck dich. Esel streck dich und Knüppel aus 5 dem Sack“ am morgigen Sonntag nachmittag gibt sich, f wie uns geschrieben wird, lebhafte Teilnahme kund, die durch die sorgfältig vorbereitete Aufführung auch sicher* befriedigt werden wird, zumal die Spielleitung auf ver⸗ 4 schiedene Ueberraschungen bedacht war.— Die Aufführung l des Sonntagabend bringt das Schauspiel„Grüne f Ostern“, das durch fesselnde Charaktere, spannende Hand⸗ 5 lung und überaus wirksame Bühnenbilder— es sei an den. Abt im Breslauer Ratskeller erinnert— bereits bei zwei 1 Aufführungen außerordentlichen Beifall errungen hat. Die glückliche Mischung von volkstümlichem Humor und Ernst empfehlen das Stück, das übrigens über die meisten größeren deutschen Bühnen gegangen ist, weitesten Kreisen. Landkreis Gießen. F. Geilshausen, 12. Febr. Eine Sammlung von Goldgeld hatte ein Ergebnis von mehr als 1500 Mk., die so— gleich durch die Post an die Reichsbank abgeführt werden konnten. Auch die Reichswollwoche lieserte einen schönen Ertrag, denn 58 schöne warme Decken, von hiesigen Frauen und Jungfrauen hergestellt, konuten mit einem Poslen guter Kleidungsstücke ab— geliefert werden. Kreis Lauterbach. O Wernges, 12. Febr.»ei einigen gut begüterten hiesigen Landwirten, die nach ihren Verhältnissen einen auffallend ge- ringen Vorrat von Körnerfrüchten bei der Zählung angaben, wurde durch die Lauterbacher Gendarmerie eine Nach- revision abgehalten. Das Resultat war, wie man im voraus vermutete, ganz überraschend; es wurde eine große Menge Frucht der verschiedensten Geireidearten entdeckt, die zum Teil in Räumen versteckt waren, wo man sie vor den Augen der Gendarmerie absolut sicher glaubte. fe. Aus Oberhessen, 11. Jebr. Sicherem Vernehmen nach ist der Zeitpunkt der Eröffnung der Ersenbahnstrecke Niederaula-Grebenau, Teilstrecke von Niederaula— Als⸗ feld, wiederum verschoben wor en. Es ist der 15. April eventuell der 1. Ma in Aussicht genommen. Starkenburg und Rheinhessen. Offenbach, 11. Heor. Unter dem Vorsitz des Fabrikanten Feldmeier sand beute abend im Hotel Degenhardt die Haupt⸗ versammlung des hiesigen Vereins der Fortschrittlichen Volkspartei statt, die verhältnismäßig recht ant besucht war, trotzdem sehr viele Mitglieder zu den Fahnen einberusen sind. Nach dem durch den Stadlverordneten Rechtsanwalt Dr. Eulau gebotenen Jahres- und Kassenbericht hat sich der finanzielle Stand des Vereins in günstiger Weise entwickelt. Bei der Vorstands wahl wurde der bisherige Vorstand durch Zuruf einstimmig wieder- gewählt. Nach Erledigung des geschästlichen Teiles sprach Haupt- lehrer Bechtolsheimer über die innere Wandlun Deutschlands, welcher Auigabe er sich mit größtem Geschid und unter lebhastem Beifall der Versammlung entledigte. Hessen⸗Nassau. a II Marburg, II. Febr. Als Ergebnis der Reichs woll⸗ woche wurden von hier aus 500 Wolldecken, 140 Westen und 46 Unterbosen, sowie eine Waggonladung Teppiche zum Heer ab— geschickt, außerdem eine Menge Kleidungsstücke nach Ostpreußen und Elsaß⸗Lothringen.— Gestern gab hier ein Schwindler eine Gastrolle, indem er einen Schuhmacher um fünf Paar Schuhe prellte. Er hatte sich die Visitenkarte eines Offiziers verschafft. (m) Kirchhain, 12. Febr. Gestern gingen weitere 320 Stück Decken, die aus der Sammlung der Reichs⸗ wollwoche im Kreise Kirchhain hergestellt waren, an das 11. Armeekorps ab. Es sind damit bisher 695 Stück abgelie⸗ fert worden. Eine weitere Sendung wird im Laufe der Woche folgen.— Im Sitzungssaal des Kreishauses fand gestern eine Versammlung der Bürgermeister des Kreises statt. Es handelte sich um Erläuterungen über die Brot⸗ und Mehlversorgung, die nach Beschluß des Kreisausschusses den einzelnen Gemeinden übertragen ist. b. Btedenkopf, 18. Febr. Die erste Getreide⸗Kon⸗ fiskation erfolgte in Rombach, wo ein Landwirt nur die Hälfte seines Bestandes angegeben hatte. Eine Bezahlung hierfür wird gemaß§ 16 der Bundesratsverordnung nicht geleistet. h. Weilmünster, 12. Febr. Der bekannte Gasthof „Zum Einhaus“ an der Möttauer Straßenkreuzung ist in der vergangenen Nacht durch ein Großfeuer zer⸗ stört worden. Das Vieh konnte gerettet werden, doch wur⸗ den die Vorräte und alle landwirtschaftlichen Maschinen ein Raub der Flammen. 8 3 N Hassee NnzerEleroin Sonntag, den 14. Februar 1915, abends 5/ Uhr, in der neuen Aula zum Besten der Hinterbliebenen gefallener Gießener Konzert des Kiingter-Ouartetts aus Berlin Professor Karl Klingler, Alphons Brun, Fridolin Klingler, Kgl. preuß. Kammer- virtuos Hugo Dechert. Beethoven: Streich-Quartett F- moll, op. 05. Haydn: Streich-Quartett C- dur, op. 76 Nr. 3(Kaiserquartett). Schubert: Streich-Quartett D-moll er Tod und das Mädchen). intri: 1. Platz M. 3.—, 2. Platz Eintrittskarten: M. 2.—, 3. Platz M. 1.—, 4. Platz M. C. 50, sämtlich numeriert, Studenten- karten M. 1.—(für den zweiten Platz, soweit verfügbar, gültig), für Schüler und Militär vom Feldwebel abwärts 30 Pfg. sind in der Musi- kalienhandlung von Ernst Challier, Tel. 671, und abends an der Kasse zu haben. Offnung des Saales 4½ Uhr. K 1 Zum Besten der Volksküche u. d. Spende tür Sanitätshunde. Samstag, den 20. Februar, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula Ernste und heitere Dichtungen deutscher Meister vorgetragen von: Willy Werner Göttig (cand. phil. rec.) 1258 D Eintrittskarten: 1. PI. 4 1.50, 2. Pl. 4 1.—, 3. Pl. 0 50 bei Ernst Challier, Neuenweg: Studentenkarten(I. Pl.) , 1.— nur an der Abendkasse. (Saalösfnung 8 Uhr.) 1410 Cafe Ernst Ludwig Sonntag 1417 Künstler- Konzert Bienenzüchtervereinghießen u. Umgegend Sonntag, den 14. Februar, nachmittags 3 Ubr, findet in Gießen, Frankfurter Str. 81, bei Mitglied Kraft eine Versammlung statt. Tagesordnung: Vortrag über Königinnenzucht; Bestellung gon Reebsteinischen Futtertafeln.— Ich rechne auf guten Besuch. Buß. UDeht Spiel Haus Programm vom 13. bis 16. Februar 1915 Der rote Karneval Drama in 3 Akten. Dupin, ein Opfer seines Heldenmutes, Komödie. Mariazell, Naturbild. Das Tosapantöffelchen Lustspiel in 3 Akten. Die Frimadonna, ein malerischer Teil Frank- reichs, aktuelle Naturaufnahme. Die neuesten Kriegs-Berichte. Mllitär ohne Charge zahlt werktags die Halfte.(1420 Nabels Stepp Decken Fabrikation Saubere Stevpparbeit bei billig. Berechnung Muster in reichbal. Auswahl für Watte, Wolle u. Daunen⸗ Sievpdecken, sow. Aufarb. alt. Decken. Walltorstr. 24 J. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Hausen für 1915 liegt vom Dienstag, den 16. Februar d. J. an eine Woche lang auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zu jedermanns Einsicht offen. Ein⸗ wendungen können während dieser Zeit schristlich oder mündlich daselbst vorgebracht werden. Es wird noch darauf hingewiesen, daß die Erhebung einer Umlage beschlossen worden ist, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. Hausen, den 12. Februar 1915. Großh. Bürgermeisterei Hausen. Aufruf Eine wichtige Aufgabe harrt der Lösung. Es gilt die Leiden derjenigen Verwundeten zu lindern, die Nacht und Nebel auf dem Schlachtfelde überraschten. Die Zahl der Vermißten muß sich vermindern! Um dies zu erreichen, brauchen wir Euere Hilse! Wir brauchen Sanitätshunde, die mit wunder⸗ barem Instinkt und hoher Intelligenz ihre Pflicht erfüllen und vielen tapferen Kriegern bereits das Leben gerettet haben. Der Deutsche Verein für Sanitätstunde in Oldenburg i. Gr. unter dem Protektorat Seiner Könkglichen Hoheit des Großherzogs Friedrich August von Oldenburg tritt an Euch heran. Wir brauchen Hunde, die geeignet ind, und vor allem Geld, um die hohe Mission zu erfüllen, tausende Verwundete zu retten, die nach jeder Schlacht noch leben und in Gräben, Hecken und Gebüschen verbluten müßten, weil dle Sanitätsmann⸗ schaften trotz aller Umsicht und allen Eifers sie nicht finden konuten. Saget nicht. Ihr hättet schon geholfen! Die draußen sagen auch nicht, wir haben schon getämpft! Sie kämpfen welter und gehen immer wieder für Euch in die Schlacht! Viele hunderte Sanitätshunde arbeiten bereits für Euch und alle, die Euch teuer sind im Felde. Wir brauchen sofort Mittel, die nicht reichlich geung fließen können. Gießen, 29. Jannar 1915. Pfarrer Ausfeld, Direktor des Realgymnasiums Dr. Baur, Dekan Bayer, Piarrer Bechtolsheimer, Geh. Kirchenrat Prof. Dr. Eck, Beigeordneter Kommerzienrat Em⸗ meltus, Geh. Kommerzienrat Or. Gail, Frau Geh. Justizrat Gebhardt, Vorsitzende des Alice-Frauen-Vere ins, Chefredakteur Goetz, Beigeordneter Justizrat Grünewald, Landtagsabgeordneter, Landgerichtspräsident br. Güungerich, Geh. Kommerzienrat Heichelheim, Vorsitzender der Handelskammer, Geh. Schulrat Or. Heusell, Direktor des Landgraf-Ludwig-Gymnasiums, Rabbiner br. Hirschfeld, Obernagtsanwalt Hof⸗ mann, Rent anw. Homber zer, Vors.de Zweigvereins Gießen d. Hess. Polizei- u. Schutz⸗ bundevereins, Oberbürgermeister Keller, Vertrauensmann d. Teutsch. Vereins f. Sanitäts- dunde, Generalleutnant Klingelhöffer, Kommandeur des Abschnitts III der Festung Mainz, Forstmeister Köhler, Geh. Juntizrat Prof. Dr. Leist, Mitglied der Ersten Kammer der Stände, Reichsbankdirektor Müll r, Finanzrat br. O eubächer, Generalmajor von Petersdorff, Rabbiner Dr. Sander, Postdtrektor chäfer, Geh. Kirchenrat D. Schlosser, Direktor der Oberrealschule Dr. Schnell, Pfarrer Schwabe, Weinhändler A. Schwan, Vorsitzender des Vereins Hundesport für Gießen und Umgegend, Ober- sabsarzt Dr. Siegert, Reservelazarettdirektor, Geh. Medizinalrat Prof br. Sommer, Rektor der Landesuniwersität, Finanzrat Stei Hhäuser, Major Stephau, Geh. Schul⸗ rat Or. Stoeriko, Direktor der höheren Mädchenschule, Forstmeister Trautwein, Prof. Urstadt, Landtagsabgeordneter und Stadtverordneter, Provimzialdirekror Geheimerat Dr. Uünger, Redalteur Vetters, Medizinalrat br. Walger, Großh. Kreisarzt, Tele- graphendirettor Wiebusch, Landgerichtsrat Wiener, Vorsitzender des Zweigvereins vom Roten Kreuz, Eisenbahndirektor Zimmermann. Spenden werden eutgegengenommen: im Stadthaus, Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 15, bei der Mitteldeutschen Creditbank, Johannesstraße 17, bei der Bank für e und Indnustrie, Johannesstraße 1, in den Geschäftsstellen des Gießener Anzeigers, Schulstraße 7, und der Oberhessischen Volkszeitung, Bahn⸗ hofstraße 23. 9868 Bekanntmachung! Die mit dem 1. Februar 1915 in Kraft getretene neue Verordnung, die für die Gast⸗ und Speisewirtschaften ebenfalls den Verbrauch an Back⸗ waren auf ¼ des früheren Tagesverbrauchs festsetzt, hat die hiesigen Gast⸗ und Schankwirte, im Einverständnis mit dem Herrn Oberbürgermeister der Stadt Gießen, gezwungen, um dieser Bestimmung gerecht werden zu können, von Sonntag, den 14. Februar d. J. ab für alle den Gästen zu den Speisen verabfolgte Backware Bezahlung zu fordern. Wir bitten die verehrten Gäste, in Würdigung des Ernstes der Zeit, diesem notwendigen Beschlusse wohlwollendes Verständnis entgegen zu bringen. 1322 verein der Gastwirte von Gießen und Umgegend, e. b., und die ihm angeschlossenen Gast⸗ und Speisewirte. Auf Vorposten Verdingung. leisten 8 1 Für die Provinzial⸗Siechenanstalt Ober⸗ Kaisers Kalsers hessen zu Gießen sollen für die Zeit vom 1. April Cara. 1915 bis 31. März 1916 im Submissionswege ver⸗ meilon geben werden: 3 Tannen Die Lieferung von: 2 beidbfenste J. Fleisch⸗ und Wurstwaren in 2 Losen, Spezerei⸗ Von Millionen im Gebrauch bei waren, Kaffee, Tee und Kakao, Süßrahmbutter, Husten. Heiserkeit, Katarrh, Verschieimung 3 Eier, Milch, Bier und Backwaren. 6100 5. en Ace- an 2. Ca. 8000 Ztr. Hüttenbrechkoks! in der Korngröße Privaten Zu e„ 3000„ Gaskoks 40/0 min Wo Plakate sichtbar. 1 2 Lor ie Fasten zu e Pin Been„ 600„ Steinkohlen(Nußkohlen I und 50 Pfg., Kriegspackufg 15 Pfg. Versand portosrel. Lassen Sie„ sieh nichts anderes aufreden Zu baben bel. Apoth. z. gold. Eg. Wallenfels, August Wallen- Alois 20 Rm. Tannenscheitholz. Versiegelte mit entsprechender Aufschrift ver⸗ sehene Angebote sind bis zum Eröffnungstermin Samstag, den 27. Februar 1915 vormittags 9 Uhr auf dem Geschäftszimmer der Verwaltung einzu⸗ reichen, woselbst auch die für die Lieferung gelten⸗ den Bestimmungen in der Zeit vom 17. bis 20. Febr. 1915 von 3 bis 5 Uhr nachmittags eingesehen werden können. 58 Gießen, den 11. Februar 1915. Direktion der Provinzial-Siechenanstalt Oberhessen. Holzsubmission. Aus dem Markwald der Mark Trais⸗Münzen⸗ berg soll im Wege schriftlichen Angebots folgendes Holz verkauft werden: t pl. 21 fels, 5 85 17, Staudt, Neuen BAue 17, Jacob Maternus und Chr. Hieker- Neustadt io Giessen J. Bepp- ler in Lang- Gons, Aug. Sei- bert unn Heu. Kummel in Wieseck; Fr. Volk II. u. Ph. Becker VII. in Heuchelheim; WIIn. Runt in r-Buseck; Th. Reichmann, Stadt-Apoth. 1 Kirtort. 3 Schleiferei Babnhofstraße 18 „Täalich in Betrieb. Billige u. reelle Bedienung. amenscheren. 10 Pfg. „. 30 Pfa. i 5 11 Fand Tic u sonstige Eichen⸗Stämme: Messer billigste Preise. Klasse 3— 2,69 Festmeter N H. Mas„ aus Tirol(Oesterreich) 32010* Telephon 932. we 6= H42,52 1 Hainbu en⸗Stämme: Klasse 4= 0,86 Festmeter 5 18 7. Glanz⸗. Nuß ko 0 l e N Angebote ind sgh Klassen getrennt mit ent ⸗ kosten unr 45 sprechender Ausschrist bis zum 17. Februar If. Js. Mark 1.20 nachmittags 2 Uhr, beim Markmeister Häuser ein ver Zentner srei Haus. zureichen, wo alsdann die Eröffnung stattfindet. robelieserungen durch Trais-Münzenberg, den 10. Februar 1915. Müller. 1406 11 i Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Klem⸗Linden für 1915 Rj. liegt vom 16. Februar l. J. ab eine Woche lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht offen. Einwendungen können dort schrift⸗ lich oder zu Protokoll des Bürgermeisters vorgebracht werden. Zu den vorgesehenen Umlagen haben auch die Ausmärker beizutragen. Klein-Linden, den 12. Februar 1915. Großh. Bürgermeisterei Klein-Linden. Jung. Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voran⸗ schlag der Gemeinde Oppenrod für 1915 Ri. liegt vom 15. ds. Mts. ab eine Woche lang auf dem Bürgermeister⸗Bureau dahier zur Einficht der Be⸗ teiligten offen. Einwendungen können innerhalb dieser Zeit mündlich oder schriftlich vorgebracht werden. Es wird bemerkt, daß die Erhebung einer Um⸗ lage beschlossen ist, zu der auch die Ausmärker heran⸗ gezogen werden. Oppenrod, am 12. Februar 1915. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod. lser. a 1 Holzversteigerung. Im Licher Stadtwald, Distrikt Ettingsbäuserkopf, Kleinbäuserberg, Lindenseif, Rofberbusch und Plattenwald werden Donnerstag, den 18. Jebruar 1915 versteigert: Schefter, Ri.: Buchen 340, Kullvpel, Rm. Buchen 305 Eichen 9, Reisigwellen: Buchen(III. Durchforstung! 9000, 1418 1428 Fichten(I. Durchforstung) 1300, Stöcke, Rm. Buchen 150, Eichen 20, Derhstangen. Istm.: Fichten 15, Nutzreisig, Rm.: Fichten 150, Nutzknüdpel, Rm.: Eichen 4(22 Mtr. lang, zu Gartenpfosten geeignet. 0 2 Zusammenkunft und Anfang im Distrikt Kleinhäuser⸗ auf der Erlesbergschneise vormittags 10 Übr. Lich, den 11. Februar 1915. 5 Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Dörmer. Holzversteigerung der Gräflichen Oberförsterei Laubach Montag, den 22 Februar, im Hirschrot, nach Zusammen⸗ kunft 10 Ubr auf der Brücke zum Wendergrund, aus 1 ü Buchen Rm.: 200 Scheit, 214 Knüppel, 42 Stücke, Ast⸗Zopfreiser; Eichen Rm. 6 Kuppel. 2 Hirschrot 1: Buchen Rm. 2 Stammknüppel, 238 tammretser. 90 Zopfreiser. 3 Hubberg 35: Buchen 15 cheit, 97 Knüppel, 8 Stöcke, 147 Reiser; Eichen Rm. 24 Knüppel; 4 Stämme 5/6 Mtr. Ig., 12/14 Zim. Dm. 0. Istm., Deichseln; 5 Eschen 9/16 Mtr. la., 1217 Zim. Ichm. 1,01 Istm. 4. Hubbera u. Lenzesberg: Buchen: Nm.: 13 Scheit, 7 Knüngel 1. Kl., 03 Knünvel 2 Kl., 396 abst. Stammreiser. Eichen Rm.: 3 Scheit zu Nus⸗ scheit 4% Nile 2 Rm. Brennscheit, 2 Knüppel, 38 Stamm- reiser, 1 Birkenknüppel. Das Holz aus 2—4 wird unvor⸗ gezeigt ausgeboten, Leseholz flächenweise. 14D Brennholzversteigerungen in der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms. Dienstag, den 16. Februar, Distrikte Grundwald und. Annewald. Buche; 130 Pim. Scheit und Prügel, 59,50 Hdt. Wellen, 5 Rm. Stöcke. Eiche: 10 Rm. Prügel, 20,00 Hdt. Wellen. 8 usammenkunft 19 Ubr vorm. im Grundwald oben am Bleidenberg bei Hols Nr. 1. Das Holz im Grund⸗ wald wird zuerst verkauft. Fortsetzung im Annewald etwa 12 Uhr am Reutersgrund bet Holz Nr. 1. g Freitag, den 19. Februar. Distrikt Pfaffenmark. Buche: 115 Rm. Scheit und Prügel, 6,70 Odt. Wellen. Eiche: 17,00 Odt. Stammwellen. f Zusammenkunft 10 Uhr vorm. am Hirschkopf Ab⸗ teilung 1 bei Holz Nr. 1. 142⁴ Bilanz am 4. Januar 1915. ber 44028 Aktiva. 10 Passiva.% Kassenvorrat 707.50 Geschäftsguthaben Warenvorrat 3885.11] der Mitglieder 335.— Geschäftsmobil. Kreditoren 2312.15 43.56 Reservefonds 1385.— 10% Ab⸗ Betriebsrücklage 685.83 schreib. 4.35 39.21] Reingewinn 1241.86 Debitoren nach Angabe des ö Lagerhalters 1285.82 Emballage 42.20 5959.84 5959.84 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1913 66 Während 1914 gingen zu 5 Waren 1914 gingen añbbb 1 Daher Stand der Mitglieder Ende 1914 67 Oppenrod, am 18. Januar 1915. Landwirtschaftl. Consum⸗ Verein eingetragene Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. Der Direktor: Der Lagerhalter: Ludwig Balser II. Ludwig Weis. 1422 Aug. Schwab, Plockstr. 4 empfiehlt für den Feldbedarf: Taschen- und Armband-Uhren in 9512 Qualitat, mit und ohne Leuchtblatt, von 6.50 Mk. an. Ferner: Taschen- lampen mit Dauerbatterien in nur bester Quali- tät, sowie Benzin- und Lunten- Feuerzeuge. 810 Aretysen, Lampen] r ae essay Fur Feldpost. e e ben ud Küchenge rale andleng in Glas u. Blech . eldpost⸗Versaudkartous verschledenen Grö 11 „MO u. 88 ram d. d. N 5⸗— e Delren so⸗ erdichtes Feldkocher usw. Porzellanhaus wie wa eltuch zu över 4 Hechslein .— Pressen. Wieder⸗ neustadt 2/1. Tel. 484. verkäufer erhalten Rabat. FPapterhdl. Wiederverkäufer er- „Selterswenss. 7 N halten Rabatt!(or * ö Der Martmeister: 5. Pede 25 2 1388 2 5 en(III. Durchsorstung) 3600, Linden(III. 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Wir empfehlen aber den Eltern dringend, die Kinder im Interesse ihres Fortkommens in den höheren Klassen möglichst frühzeitig unserer Anstalt zuzuführen. Die höhere Bürgerschule be— folgt den amtlichen Lehrplan für die Realschulen. Der Unterricht beginnt auch während des Som⸗ mers erst um 8 ½ Uhr(Schluß 1 Uhr), um auch den auswärtigen Schülern den Besuch der Anstalt zu ermöglichen. Anmeldungen werden von jetzt an mündlich und schriftlich entgegengenommen. Weitere Aus— kunft wird gerne erteilt. 11414 Nidda, den 12. Februar 1915. Der Großherzogliche Rektor: J. E.: F. Lauckhard, Lehramtsassessor. Die gesetzliche Geselen⸗Prüfung der Schmiede⸗Junung für den Kreis Gießen findet im April d. J. statt Die Anmeldung hat spätestens bis 1. März d. Js. bei dem Unterzeichneten zu erfolgen. Es sind 5 Mk. Prüfungsgebühr zu entrichten. Gießen, den 11. Februar 1915. Der Vorsitzende des Gesellenprüfungs⸗Ausschusses. Joh. Heß. 1209 D Giessener Fröbel-Seminar& Ausbildung zur Kinderpflegerin, Kinder- gürtnerin und bei genügender Beteiligung zur Jugendleiterin. Staatliche Abschlussprüfungen. Aufnahme April und Oktober, für den Semih ar- Kindergarten jederzeit. Auskunft und Prospekt dure. Moeser. Gartenstrasse 30. bp I ö lle fur Schuler v. 11-20 0ahren. far zunge Leute von Austuhrl. Jahresberichte versend. Direktor. Harr. Höhere Handelsschule andauern 1913/14 30 Elalabrige. lad är kante ure. im sehüserhelm gute Verpflegung u. Beaufsichtigung. Industrielle, Haus frauen und Pausbesitzer Heizt Gaskoks industriellen Betrieben ist für Deutschland von der grõssten Deutschland beclarf das bei der Kokerei entfallende, zum Ersatz für das ausländische Chilisalpeter dienende Ammoniak als bestes Düngemittel und das dem Benzin ebenbürtige Benzol für die Krafterzeugung dringend. Die Erzeugung von Ammoniak und Benzol darf durch Schwierigkeiten in der Anterbringung der bei ihrer gesteigerten Herstellung sich mengen keine Sinschränkung und kein Pindernis erleiden. Uer sich die Hebung des Gaskoksverbrauches angelegen sein lässt, trägt dazu bei, die Sicher- stellung unserer nächstjährigen Ernte und die wirt schaftliche Kraft unseres Volkes zum Vorteile Verwendung von Gaskoks im Pausbrand und in der ch zu seiner Volksernährung auf seine eigenen Feinde siegreich standzuhalten und den Aushungerungsplan ergebenden grösseren Gaskoks- zin vorzügliches Brennmaterial und seine Ver⸗ Auch in ½ Mischung geführt. . zwischen Kohlen und Gaskoks wird fich vom 1. von Gaskoks verschieben, der Vorteil bei mit Steinkohlen hat bei zahl⸗ April ab zugunsten 1863 D ürstliches Konservatorlum in Sondershausen. Dirigenten, Gesang“, Klavier-, Kompositions-, Orchesterbochschule. Orgel, Harfe, Kammermusik usw. Großes Schülerorchester und Opern⸗ auffübrungen, dirigiert durch Schüler. 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