3 Alriegswert im Eten krönen 3 nr. 37 Der Siehener erscheint täglich, außer 0— Beilagen: vtermal wöchentlich Cietenet Familienblätter; zwennal wöchentl. Kreis⸗ tt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche öeitfragen Fernsprech-Anschlüsse: für die 5 12 Verlag, Geschäfts stellebl Adresse für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt P 1 8 1 1 165. Jahrgang Gießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Gberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindrudkerei R. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7. Samstag, 15. Februar 1915 Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel ⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Eine siegreiche Schlacht in Ostpreußen! (T.) Großes Hauptquartier, 12. Febr. vor⸗ mittags.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. ö Vor der Küste erschienen nach längerer Pause gestern wieder feindliche Schiffe. Ueber Ostende wurden von 2— gern des Gegners Bomben abgeworfen, die militärischen Schaden nicht anrichteten. 15 Bes der übrigen Front finden Artilleriekämpfe statt. ö Besonders viel Munition setzte der Feind gegen unsere Stellungen in der Champagne ein. Einen nennenswerten Erfolg hat er hierdurch nicht erzielt. 8 N Bei Souain wurde auch ein Infanterie⸗Angriff ver⸗ sucht, der aber abgewiesen wurde und bei dem 120 Gefangene in unseren Händen blieben. 5 Die gestern gemeldete Zahl der Gefangenen in den Ar- vonnen erhöht sich um 1 Offizier und 119 Mann. Nordwestlich Verdun wurden mehrere feindliche Schützengräben von uns genommen. Der dagegen fran— zösischerseits unter Vorantragen der Genfer Flagge unter⸗ nommene Gegenstoß wurde unter erheblichen Verlusten für den Feind abgewiesen.. 5 Die Festung Verdun wurde von deutschen Fliegern mit etwa 100 Bomben belegt. Am Sudelkopf in den Vogesen gelang es den Fran⸗ — 55 einen kleinen Vorgraben von unserer Stellung zu be⸗ setzen. Oestlicher Kriegsschauplatz. g S. M. der Kaiser ist auf dem Kamypffelde an der ost⸗ preußischen Grenze eingetroffen. Die dortigen Operationen haben die Russen zur schleunigen Aufgabe ihrer Stellungen östlich der masurischen Seen gezwungen. An einzelnen Stel⸗ len dauern die Kämpfe noch fort. Bisher sind etwa 26 000 Gefangene gemacht, mehr als 20 Ge⸗ schütze und 30 Maschinengewehre erobert wor⸗ den. Die Menge des erbeuteten Kriegsmate⸗ . sichaber noch nichtannäherndüber⸗ ehen. . In Polen, rechts der Weichsel. haben die deutschen Trup⸗ en die gestern gemeldete Offensive fortgesetzt, die Stadt Sierpc genommen und wiederum einige hundert Gefan⸗ gene gemacht. Auf dem volnischen Kriegsschauplatz links der Weichsel keine Veründerung. Oberste Heeresleitung. *** Das schwergeprüfte Ostpreußen ist das Land unserer Sorge, aber auch der herrlichste Schauplatz deutscher Siege. 3 geographisch ungünstigen Grenzen hat es den Feind im Osten immer wieder zu Angriffen und äußersten An⸗ strengungen herausgefordert. Zu Beginn des Krieges war alle Welt darauf gefaßt, daß dieses Stück Preußen wohl vorübergehend in Feindes Hand fallen würde, bis dann die überraschende Tatsache sich zeigte, daß Deutschland stark genug war, einen Krieg auch nach zwei Fronten hin zu⸗ gleich offensiv und siegreich zu fügten Es ist ein stolzes und herrliches Zeichen deutschen Machtbewußtseins, daß kein Feind deutschen Boden besetzt halten darf; wie ein überlegener Ringer bewahrt das Reich beim Niederzwingen des Gegners auch eine große und schöne äußere Haltung. Mehr und mehr befestigt sich die Ueberzeugung, daß die deutsche Kriegskunst auf dem Schauplatz im Osten geradezu musterhaft und untadelig ist. Wie viel Male ind nun große Russenheere, die sich an ihr lockendstes Ziel herangemacht hatten, mit gewaltigen und eisernen Griffen über die Grenze geworfen worden! Von der Schlacht bei Tannenberg schwiegen in der Duma alle russischen Flöten; die spä⸗ teren furchtbaren Niederlagen bei Lyck und weiter im Nord⸗ ostwinkel hat noch kein moskowitischer Sänger besungen. Die Welt der Feinde, die uns umgibt, hat den ostpreußischen Klängen ihr Ohr einfach verstopft, und doch wäre sie ge⸗ zwungen gewesen, gerade nach dieser Richtung hin be⸗ sonders aufzulauschen, denn dort sollte ja der Vormarsch nach Berlin ins Werk gesetzt werden, der Triumph aller Triumphe! Und nun hat es dort oben wieder Scherben gegeben, in einem Riesenumfange, wie es nur die russische Sudelküche erleben kann. Bisher sind 26000 Gefangene gemacht worden, und die Menge des erbeuteten Kriegsmate— rials läßt sich noch nicht annähernd übersehen! Schade, daß die Duma schon vertagt worden ist. Hindenburg hat ihr ein e e. bereitet, das über die weiten Flächen des„heiligen“ Landes wohl vernehmlicher gehört werden müßte, als das panslawistische Traumgeflüster der Herren Goremykin und Sasonow. Die große, siegreiche Schlacht in Ostpreußen wird alle deutschen Gemüter in lebhafter Freude aufrichten. Wochen⸗ lange Geduld ist herrlich belohnt worden. Die Russen selbst melden bereits ihren Rückzug aus Ostpreußen und verkünden zugleich, daß in der Karpathenfront die vereinigten Deut⸗ schen und Oesterreicher die stärksten Kräfte eingesetzt hätten. Der russische Generalstab berichtet vom 11. d. M. bereits, daß eine Umgruppierung der russischen Heere stattfinden solle, da neue deutsche Armeekorps in Ostpreußen eingetroffen seien und sich die 1 vollkommen geändert habe. Das Bild erscheint uns no hgünstiger angesichts der neuen Mel— dung unserer Heeresleitu daß auch in Polen, rechts der Weichsel, die deutsche Offensive fortschreitet, wobei die Stadt Sierpe(zwischen Mlawa und Plock) in unsere Hände geraten ist. Hindenburg hat dem Feinde wieder einmal das Gesetz des Handelns vorgeschrieben und die Kartenhäuser der Russen mit siegreichem Schlage auseinandergewirbelt. Mit unerschütterlichem Vertrauen und größter Spannung sehen wir den kommenden Tagen entgegen, die das deutsche werden. Pressestimmen. Berlin, 13. Febr. Zu dem neuen Siege an den masuri⸗ schen Seen schreibt die„Vossische Zeitung“: So hat denn das deutsche Volk in Waffen einen neuen folgen⸗ schweren Erfolg errungen, der wie eine prompte Antwort auf die prahlerische Dumarede Sasonows wirkt und die Hoffnung un⸗ serer Feinde auf die russische Dampfwalze zuschanden macht. Mit Freude wird der Kaiser den Waffentaten seiner tapferen Truppen beigewohnt haben, mit Freuden hat die gesamte Bevölkerung die gestrige Meldung der Obersten Heeresleitung begrüßt. Sie dankt den Brüdern im Felde, die den Ruhm des Deutschen Reiches mehren und für den Bestand und die Zukunft des Vaterlandes heldenmütig ihr Leben einsetzen. f Im„Berl. Tagebl.“ führt Major Moraht aus: „Die Schwierigkeit der Lage„Feinde ringsum“, hat dem deut⸗ schen Volke in allen dem Kriege dienstbar gemachten Schichten eine gigantische Kraft gegeben, die uns Erfolg über Erfolg bringt. Tief⸗ gründig urteilte vor 5 Jahren unser Geweralguaxtiermeister, als er schrieb, solcher förtreißender Erfolge bedürfen wir, denn unter den heutigen Kulturverhältnissen ist ein langer erieg schwer zu er⸗ tragen, in gesteigertem Maße. Sie werden aber nur einer starken Wehrmacht zufallen, die imstande ist, zu jeder Zeit die gesamte organisierte Volkskraft aufzubieten. Seit diesen Worten sind wir über eine Einschränkung wohl noch hinausgewachsen. Auch einen langen Krieg vermögen wir zu ertragen. In der„Deutschen Tageszeitung“ liest man: Die Zange Hindenburgs, diese Riesenzange, deren Kiefer von der Memel bis zur Bukowing reichen, während ihr Griff irgend⸗ wo in Preußen in sicheren Händen liegt, hat wieder einmal an einer geeigneten Stelle zugegriffen und die russischen Massen in schwere Erschütterung gebracht. Dieser Sieg, der den Russen die Ausrede, daß sie doch auch auf feindlichem Boden ständen, völlig zerstört, wird auch bei manchen anderen Leuten in der Welt ge⸗ —. dieser Zeit einen besonders wünschenswerten Eindruck machen. In der„Germania“ wird hervorgehoben, daß die Armeen unserer Bundesgenossen mit uns wetteifern.— Die „Kreuzzeitung“ meint: Noch sind die Kämpfe östlich frohe Kunde brachte, nicht Abscch 92 Ereignis zeigt leuchte dor alle Das russische Eingeständnis. Berlin, 13. Febr. Uebereinstimmende Berichte der Berliner Morgenblätter über Kopenhagen und Genf bringen das russische Eingeständnis des Rückzuges. Der Bericht des russischen Generalstabes spricht von einer vollkommen veränderten Lage und der Notwendigkeit einer mehr konzentrierten Aufstellung der russischen Truppen, was am leichtesten in einem Terrain erreicht werden könne, das von den russischen Festungen gedeckt werde. Man könne annehmen, daß man vor langen, ausgedehnten Kämpfen stehe, die über die Lage in Ostpreußen entscheiden würden.— Der„Berliner Lokalanzeiger“ sagt: Wie eine siegreiche Botschaft klingt dies nicht gerade. Die Verbündeten in London und Paris werden ein Meisterstück ihrer oft bewährten Auslegungskünste fertig bringen müssen, um daraus so etwas wie eine deutsche Niederlage herauszudestillieren. Berlin, 13. Febr. Der russische Botschafter in Paris, Js⸗ wolski, ersuchte, wie dem„Berliner Lokalanzeiger“ aus Genf berichtet wird, die Pariser Hauptredakteure, die russische Rück⸗ wärtskonzentrierung als planmäßig zu bezeichnen. Tatsächlich seien auch solche Artikel erschienen, die aber ihre Wirkung verfehlten, besonders auch auf die gegenwärtig mit dem Finanzminister Ribot wegen einer russischen An- leihe verhandelnden Londoner Finanziers, deren Sicherheitsforderungen seit Barks Abreise noch eine Steigerung er— fuhren. Aus der russischen Duma. Petersburg, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die Session der Duma ist durch kaiserlichen Ukas bis spätestens Mitte Dezember vertagt worden. Vor Schluß der Sitzung nahm die Duma folgende Entschließungen an: 1. Die Regierung möge ehestens Maßregeln treffen, um den Pro— vinzen, die durch die Kriegführung gelitten haben, Hilfe zu bringen. 2. Die Regierung möge einen ergänzenden Gesetzentwurf über Ruhegehälter und Unterstützungen für Kinder und Witwen, die in diesen leben, und über eine Erhöhung der Ruhegehälter für vater- und mutterlose Wai⸗ sen der in dem jetzigen Kriege gefallenen Kämpfer ausarbei— ten. 3. Militärreservisten, die Polizeidienst machen, mögen unter die Fahne berufen und durch solche Soldaten, die den Heeresdienst verlassen haben, aber zum Polizeidienste tauglich sind, ersetzt werden. 4. Möge eine Kommission beim Ministerium des Aeußern eingesetzt werden, die Ver— letzungen des Völkerrechts und die Regeln der Kriegs⸗ gebräuche durch Deutsche, Oesterreicher, Ungarn und Türken und über Schäden, die der Staat, öffentliche Einrichtungen, Gesellschaften und Privatpersonen dadurch erleiden, unter- suchen soll. Die Haltung Rumäniens. Kopenhagen, 12. Febr. Dem Petersburger„Cou— Crier“ zufolge teilte der russische Gesandte in Bukarest, Poklewski-Koziell, in seinem letzten Bericht an Sasonow mit, daß der Anschluß Rumäniens an den Dreiver⸗ band, der in Rußland als vollkommene Tatsache galt, als aussichtslos zu betrachten sei. * ä Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 12. Febr.(WTB Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 12. Februar 1915 mittags. Die Situation in Rußland, Polen und Westgalizien ist unverändert. der masurischen Seen, von deren Verlauf der Generalstab 15 wen Die Kämpfe an der Karpathenfront dauern überall an. Im Angriff der Verbündeten wird trotz andauernden feinplichen Widerstandes und Einsetzens von russischen Verstärkungen die aus allen Richtungen zusammengezogen werden, Schritt um Schritt Raum gewonnen. Die Operationen in der Bukowina schreiten günftig fort. Unter täglichen Gefechten erkämpfen sich unsere durch die Gebirgstäler vordringenden Kolonnen den heimatlichen Boden. Die Sereth⸗Linie ist erreicht. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Den Blättern zufolge haben die österreichisch-ungarischen Tru p⸗ pen Suczawa, Radautz und Sereth in der Bukowina besetzt.— Ungarische Blätter berichten, daß die österreichisch⸗ ungarische Artillerie nunmehr auch am Dukla⸗-Paß das Uebergewicht über die russische gewonnen habe. Die Russen sollen außerordentlich große Verluste haben. Aus Griechenland. Athen, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Chef de d Athenes. Infolge der Veröffentlichung eines vom sef des Generalstabs an einen Offizier gerichteten Briefes, der einige Sätze enthält, die als Tadel der Regierung aus⸗ gelegt werden können, ist der Chef des General- stabes zeitweilig in das Verhältnis der Nichtaktivi⸗ tät versetzt worden. * 11* Der amtliche französische Bericht. Paris, 12. Febr. WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom 11. Februar, 3 Uhr nachmittags. Auf der ganzen Front bis auf die Champagne Artilleriekämpfe. Auf dem nördlichen Kriegs⸗ schauplatz wurden auf beiden Seiten mehrere Flüge mit Flug⸗ zeugen unternommen. Die von den feindlichen Aeroplanen auf unsere Linien geworfenen Wurfgeschosse hatten keine Wirkung. In der Champa ane wurde ein deutscher Angriff auf die Gehölze, 2 e emesnil⸗Les Hurlus 2 5 hatten, zurückgeworfen. J 0 Ar. war a Kampf um das Schanzwerk Marie Therese sehr heftig. Die deutschen Kräften umfaßten ungefähr eine Dligade Wir be⸗ haupteten alle unsere Stellungen. Die Verluste des Feindes waren beträchtlich, auch die unseren sind jedoch schwer. In den Vogesen dichter Nebel und starker Schneefall. Der gestern gemeldete In⸗ fanterieangriff bei Fontenelle und Ban⸗de⸗Sapt wurde in sehr dunkler Nacht eingeleitet. Die Deutschen fetzten mindestens zwei Bataillone an. Nachdem unsere Truppen zuerst gewichen waren, eroberten sie durch eine Reihe von Gegenangriffen während des 10. Februar fast das ganze Gelände wieder. Paris, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich) Amtlicher Bericht vom 11. Februar, 11 Uhr abends. Der Feind beschoß heftig Nieu⸗ port und das Yserufer, verursachte aber nur einigen Sachschaden. Unsere Artillerie erwiderte wirksam. In den Argonnen im Ge biet von Bagatelle wurde nach einem heftigen Kampf mit Minen⸗ werfern, welcher den ganzen Vormittag andauerte, ein deutscher Angriff um 1 Uhr mittags gegen das Schanzwerk Marie Therese gerichtet. Der Angriff wurde von Linienkolonnen zu je vier Mann auf einer Front von 500 Metern ausgeführt, aber durch das Feuer unserer Artillerie und Infanterie gebrochen. Der Feind ließ sehr viele Tote auf dem Gelände. In den Vogesen, südlich des Schlosses Lusse, südlich des Passes Sainte Marie, nahmen wir durch einen Handstreich einen feindlichen Schützengraben fort. An mehreren Frontteilen sehr lebhafter Artilleriekampf. Die Kämpfe in den Argonnen. Berlin, 12. Febr.(Priv.⸗Tel.) Der„Lotalanzeiger“ meldet aus Genf: Zu dem gestrigen Gefecht in dem Gru- riegehölz des Argonnenwaldes wird gemeldet, daß die französischen Verluste an Toten und Schwerver⸗ wundeten über tausend betragen. Die französischen Laufgräben bei Fontaine-La⸗Mitte sind unbrauchbar ge⸗ worden. Zwei Tauben über Belfort. Belfort, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der„Agence Havas“. Gestern vormittag versuchten zwei „Tauben“ Belfort zu überfliegen. Sie wurden von heftigem Geschützfeuer empfangen. Die eine„Taube“ kehrte sofort um, die andere warf zwei Bomben ab, deren eine auf ein unbewohntes Haus fiel. Der Schaden ist unbedeutend. Von einem französ. Flugzeug verfolgt, floh die„Taube“. * 0* Die Folgen des Mißbrauchs der neutralen Flaggen. London, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ sche Bureau meldet: Man erwartet, daß die Noten der Ver- einigten Staaten an England und Deutschland morgen ver— öffentlicht werden. Es heißt, daß die Note an England sich nicht auf das Vorgehen mit der„Lusitania“ stütze, sondern auf die Erklärung des englischen Auswärtigen Amtes, die den Gebrauch neutraler Flaggen durch englische Schiffe rechtfertige. Die Note an Deutschland ist im freundschaftlichen Tone gehalten. Das Staatsdepartement glaubt, daß der Fall dex„Wilhelmina“ vor ein Prisen⸗ gericht gebracht werden müsse, da der Beschluß der deut— schen Regierung über die Beschlagnahme von Kornvor⸗ räten die Anhaltung des Schiffes nicht rechtfertige. Die Eigentümer der Ladung werden bei der Verhandlung durch einen Anwalt vertreten sein. Der Botschafter der Ver- einigten Staaten soll den Protest verfolgen.“ Amsterdam, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Einer Blättermeldung zufolge tragen die Postdampfer der Dampfschiffahrtsgesellschaft„Zeeland“ ihren Namen in großen Buchstaben auf der Seitenwand. Die Schornsteine sind oben in den Landesfarben rot-weiß⸗blau gestrichen. N . TTCTFETCTCTVTCTT n 8 3 Tommen. London durchschnittlich 23½ Prozent höher als im Juli. Exportes, der argentinischen Mißernte und der Schließung der Dardanellen. Die Knappheit werde aber nicht lange afrika wirz am lich berichtet: Maor Rik ter griff Asquith gegen den deutschen Handel. London, 12. Febr.(WTB. Nichtamtl.) Im Unter⸗ hause teilte Ashquith mit, die Regierung erwäge den Plan, angesichts der flagranten Verletzung der Kriegs⸗ gebräuche durch den Feind strengere er gegen den deutschen Handel zu ergreifen. Er hoffe, bald mitteilen zu können, worin jene Maßregel bestehen würde. Das ameritanische Schiffsankaufsgesetz. London, 12. Febr.(WTB. Nichtamtl.) Das Reuter⸗ sche Bureau meldet aus Washington: Es ist beschlossen worden, die Schiffsankaufs⸗ Bill zurückzu⸗ ziehen und dafür eine private Bill einzubringen, die die Eigentümerschaft der Regierung auf zwei Jahre nach Wiederherstellung des Friedens beschränkt und den Ankauf internierter Schiffe verbietet. Aus dem englischen Unterhaus. London, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Im Unter⸗ haus erklärte Marineminister Churchill in Beantwor⸗ tung mehrerer Anfragen, daß sich 37 beschlagnahmte und 73 zurückgehaltene feindliche Schiffe in den Häfen des ver- einigten Königreichs befänden. Davon würden alle see⸗ tüchtigen Dampfer für die Regierung oder den privaten Handel verwendet werden. Bei Kriegsausbruch hatte Deutschland 28 fertige Tauchboote und 16 teils im Bau, teils bewilligt. Eins sei für Nor⸗ —— und eins für Oesterreich-Ungarn im Bau gewesen. Ueber den jetzigen Bestand lägen keine Informationen vor. Neil Primrose sagte, er glaube, daß von den englischen Patienten in Na——.— diejenigen, welche auf Grund der bestehenden Vereinbarung dazu berechtigt seien, Deutsch⸗ land verlassen dürften. Pensionierte Offiziere der Flotte und des Heeres würden als Kriegsgefangene betrachtet wer⸗ den. Er könne unmöglich sagen, wieviel Nauheimer Patien⸗ ten sich in Ruhleben befinden, da keine vollständigen Listen zu haben wären. Viele, die nach Hause zurückgekehrt seien, hätten sich nicht beim Auswärtigen Amt gemeldet. Erst ürzlich seien einige hundert britische Untertanen aus Ruh⸗ leben entlassen worden. Namen seien jedoch nicht bekannt. Die Regierung setze ihre Bemühungen, die invaliden und pensionierten Offiziere freizubekommen, fort. Der Bot⸗ schafter der Vereinigten Staaten sei ersucht worden, der englischen Regierung eine Liste der Engländer, die sich auf freiem Fuß befinden, zuzusenden. Kopenhagen, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.)„Ber⸗ lingske Tidende“ meldet aus London: Ashquith erklärte im Parlament: Preissteigerungen haben sich bei allen Sorten Detailwaren ergeben. Die Preise sind jetzt in Besonders gestiegen sind Zucker, Fleisch und Kohlen. Die Ursache der Steigerung der Getreidepreise liege in der australischen Mißernte, der Einschränkung des indischen währen. Im Juli werde genügend Weizen auf den Markt Auch die Transportschwierigkeiten hätten in bedeutendem Maße ihren Einfluß geltend gemacht, uber wahrscheinlich seien diese Schwierigkeiten übertrieben. Die Frachten seien keineswegs ein bestimmender Faktor Jondern die Preissteigerungen in Chikago und New Pork. Das Ministerium kenne kein Mittel, die Spekulation zu Toutrollieren, die sich regelmäßig selbst kontrolliere. Aus Südwestafrika. Berlin, 12. Febr.(WWB. Amtlich.) Aus Sũdwest⸗ anfangs Februar die am Nordufer des Oranje⸗Flusses bei Kakamas in der Kapkolonie verschanzten Engländer an, warf sie über den Oranje⸗Fluß zurück und zerstörte sämtliche Fahrzeuge zum Uebersetzen über den Fluß. a Danach sind die von Reuter über dieses Gefecht in den letzten 1 verbreiteten Nachrichten über den„ab⸗ geschlagenen Angriff“ der Deutschen und ihren„Rückzug unter schweren Verlusten“ un wahr. London, 12. r.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet aus Lüderitzbucht: Eine berittene Patrouille rückte bis Pomona und Bogenfels, 50 bezw. 70 englische Meilen südlich Lüderitzbucht, vor, verbrannte beide Plätze und erbeutete die dortigen Vorräte. Man nahm an, daß die Deutschen dort große Vorräte aufgespeichert hätten. Dieses ist das erstemal, daß bri⸗ tische Truppen in dieser Richtung so weit vorgedrungen sind. Die Hauptabteilung blieb in Pomona, eine kleinere Abteilung rückte nach Bogenfels. Dieses brannte, als wir gleichzeitig mit dem eiligen Rückzug des Feindes dort ankamen. Unsere Truppen 1 eee, Gewehr⸗ euer. Sie setzten das vom e begonnene Vernichtun fort, nachdem sie möglichst viel von den Vorräten in Si it gebracht hatten. Dasselbe geschah in Pomona. *** Eine Kundgebung des Sultans an die Aegypter. Konstantinopel, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Milli: Der Sultan richtete an die Aegypter folgende Kundgebung: „An meine ägyptischen Söhne! Ihr wißt, wie England in Aegypten hineingekommen ist, mit welcher Treulosigkeit es die Verwaltung des Landes in Beschlag nahm. Es war mein ständiger Schmerz, Euch unter der englischen Tyrannei leiden zu sehen, und ich wartete auf einen günstigen Augenblick, um ihr ein Ende zu machen. Ich danke dem Allmächtigen, daß er mir eine glückliche 1 gab, eine meiner kaiserlichen Armeen 5 entsenden, um Euer schönes Land, das muselmanisches Erbgut ist, zu befreien. Ich bin gewiß, daß es mit göttlicher Hilfe meiner kaiserlichen Armee gelingen wird, Euch von fremdem Einfluß zu befreien, und der fremden Einmischung ledig zu machen, Euch Eure Selbstherrschaft und Eure Freiheiten zurückzugeben. Ich bin überzeugt, daß meine ägyptischen Söhne durch ihre Vater⸗ landsliebe dazu veranlaßt werden, mit allem Eifer, dessen sie fähig sind, an diesem Befreiungskriege teilzunehmen.“ Japanische Forderungen an China. London, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Einem Pekinger Telegramm der„Times“ zufolge fordert Ja pan von China, daß kein Teil der chinesischen Küste und keine chinesische Insel an eine fremde Macht abgetreten oder ver werde. Es ver⸗ langt ferner die ausschließlichen Bergwerksrechte in der Ost⸗Mongolei, in der keine Eisenbahnen ohne die Zustim⸗ mung Japans gebaut werden sollen, ferner die Verlä der Pachtfrist für Port Arthur und die Eisenbahnbau⸗Konzef⸗ sionen der Bahnen Schantung— Mukden und Kirin Tschantschung auf 99 Jahre. Die Japaner sollen das Recht haben, in der östlichen Mongolei und der südlichen Mand⸗ schurei Land zu erwerben und Landwirtschaft betreiben. Japan verlangt die Uebertragung der deutschen Privilegten in Schantung auf Japan und die Bahnbaukonzefsion von Tschifu oder Lunglau nach Wertsien. China soll anderen Mächten ohne Zustimmung Japans in Fukian nicht die Genehmigung zum Berg⸗ werksbetrieb, Bahnbau oder Hafenbau gewähren. Japan fordert gemeinsame Kontrolle mit China über die Eisenwerke von Hai⸗ ang, das Eisenbergwerk von Taven und die Kohlenzechen von TVVVVVVVVVVTVVVÄUEVUVVVT neungen beeinträchtigen könnten. Die„Times“ erfährt, daß diese Forderungen im letzten Monat an England, Frankreich, Rußland und die Vereinigten Staaten mitgeteilt worden seien. Aus dem Reiche. Die Kriegs⸗Getreidegesellschaft. Berlin, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Im verstärkten Budgetausschuß des Abgeordnete hauses gab der Unte staats⸗ sekretär im Finanzministerrum, Vorfitzender des Aussicht rates der Kriegsgetreidegesellschaft, eine eingehende Darlegung ihrer Tätigkeit zur allgemeinen Beschlagnahme der Getreidevor⸗ räte. Sie sei das größte Getreidehandels⸗ und Mehlgeschäft der Welt. Sie müsse 3—4 Millionen Tonnen, also für 700800 Millionen Mark Getreide in kurzer Frist ankaufen, mit 5 Mil⸗ lionen Landwirten verhandeln, eine Qualitätsabnahme vornehmen, das Getreidelager lombardieren, bezahlen, verwalten und an die Bedarfsstellen bringen. Das sei ohne erste technische Kräfte und Spediteuren usw. nicht möglich. Sie habe 2 bis 3000 Kom⸗ missionäre und 500 Angestellte. Die Reichsdarlehenskasse, die das Lombardgeschäft besorge, hat 1100 Pfandhäuser verpflichtet. Die derzeitigen Schwierigkeiten hätten zwei Gründe: In den dicht be⸗ völkerten Gegenden des Westens sei ein lebhafter Mangel an Rog⸗ genmehl, und zwar, weil die Bundesratsbestimmungen das Ver⸗ mahlen von Roggenmehl im Weizenmehl fordern, und weil weite Kreise der Auffassung seien, daß man kein Gebäck aus Wetzen⸗ mehl essen dürfe. Andererseits stocke die Zufuhr des Roggens von dem Osten nach dem Westen in letzter Zeit immer mehr, denn einzelne östliche Kommmmalverbände beriefen sich auf 8 26 der Bundesratsverordnung und hielten die ganzen Bestände zurück; so bestehe die Gefahr einer vorübergehenden, aber schweren Unstimmig⸗ keit zwischen Zufuhr und Bedarf, und die Ueberschußländer und Provinzen müßten durch obrigkeitliche Anordnungen angehalten werden, das nötige Mehl und Getreide abzuliefern, auch wenn dabei bie berechtigten Interessen der kleinen Mühlen und der Kleieinteressenten nicht immer berücksichtigt werden können. Kleie könnte durch die Bezugsvereinigung deutscher Landwirte vorzugs⸗ weise den Roggenverkäufern wieder zufließen. Die Verteilung der Vorräte sei zunächst Sache des Reichskanzlers, bezw. der Landes⸗ zentralbehörde und später der Reichsverteilungsstelle beim Bundes⸗ rat. Die Kriegsgetreidegesellschaft werde bei der Verteilung mit⸗ 11 1115 Nur so seien die fast unüberwindlichen Schwierigkeiten zu lösen. Ein Mitglied des Ausschusses sah in den Darlegungen des Unterstaatssekretärs eine Anerkennung der Notwendigkeit des Han⸗ dels und seiner weit verzweigten Organisation und wünschte eine engere Verbindung der Kriegsorganisation mit der Volksver⸗ tretung. Wichtige und notwendige Maßnahmen seien vielfach zu spät gekommen. Besonders die der Höchstpreise für Getreide und der Getreidebeschlagnahme. Eine Revision der Bestimmungen über die Höchstpreise sei angezeigt. Wirtschaftliche Meinungsverschiedenheiten müßten zurücktreten. Die Landwirtschaft sei als nationales Gut im Interesse des Gemeimpohls nach Kräften zu fördern. Eine größere Sparsamkeit an Lebensmitteln, besonders auch in Laza⸗ retten und Kasernen, sei geboten. Die Futterfrage verdiene die ernsteste Aufmerksamkeit. Die Haferration für die Pferde bei der Landwirtschaft, in industriellen Betrieben und städtischen Unter⸗ nehmungen müsse verstärkt werden. Im Abschlachten von Vieh sei Maß zu halten. Sorgsamste Vorbereitung erfordere die Früh⸗ jahrsbestellung. Die Gefangenen müßten zu landwirtschaftlichen Arbeiten auch im Interesse der kleineren und mittleren Betriebe herangezogen werden. Hinsichtlich der Erstarkung des wirtschaft⸗ lichen Lebens seien die Verdienfte und die bereit⸗ willige Mitwirkung der Industrie und Arbeiterschaft anzuerkennen, „ebenso die Leistungen der Reichsbank und der Eisenbahnverwaltung. Auf 5 erwiderte der Unterstaatssekretär des Finanzministe⸗ riums, daß Preußen, einige Bundesstaaten und Städte sich si⸗ nanziell an der Kriegsgetreidegesellschaft beteiligen, und Preu und das Reich gewisse ien übernommen hätten, um die sellschaft vor Verlusteti zu ft An Dividende werden 5 Prozent ausgeschüttet, die darüber ei nden 1 gemein⸗ nützigen Zwecken zugeführt.— folgende er erklärte, die Abänderung der Höchstpreise, besonders für Hafer, und eine Ein⸗ schränkung des Gersteverbrauches in den Brauereien sei zu erwägen. — Der Handelsminister erwiderte, daß Verhandlungen über letz⸗ tere Punkte im Gange seien. Ein Redner hob hervor, daß ein Rückgang der Fleischnahrung unbedenklich wäre, da der Fleisch⸗ konsum in den letzten Jahren in Deutschland erheblich gestiegen sei. * Der König von Bagern bei Krunp. Essen(Ruhr), 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich) Der Kö⸗ nig von Bayern fuhr heute K N von 9 Uhr ab in der Besichtigung der Gußstahlfabrik fort. Er besuchte zunächst einige Artilleriekanonenwerkstätten. Hierauf wurden ihm auf dem Schie platze einige neuere Geschütze vorgeführt. Nachmittags machte der König von der Villa Hügel aus eine Rundfahrt durch die Krupp⸗ schen Kolonien und einige städtische Anlagen und besuchte zum Schluß serner Besichtigung der Gußstahlfabrik die chemisch⸗phy⸗ sikalische Versuchsanstalt, wo er einen Vortrag anhörte und die ein⸗ zelnen Abteilungen in Augenschein nahm Am Samstag morgen erfolgt die Abreise des Königs von der Villa Hügel. Berlin, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Von dem Verein der Brauereien Berlins und Umgegend wird mitgeteilt, daß vom 17. Februar an eine Preis⸗ erhöhung von 2 Pfennig für das Liter Bier in Fä und Flaschen eintritt. Begründet wird dieser Preisaufschlag mit der dauernden Steigerung der Gestehungskosten für das Bier infolge der Verteuerung aller Rohmaterialien und Bedarfsartikel und des Anwachsens der Vertriebsspesen. Berlin, 12. Febr. In der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ wird die Oedlandkultivierung als eine drin⸗ gende Kriegsmaßnahme bezeichnet und darauf hingewiesen, daß die in Frage kommende Fläche noch größer sei, als die gesamte Anbaufläche von Weizen in Deutschland und etwa drei Viertel unserer gesamten Kartoffelanbaufläche betrage. Es dürfte wohl an⸗ genommen werden, daß in der jetzigen Kriegstagung des Land⸗ tages über diese wichtige Angelegenheit noch besonders verhandelt werde und daß Mittel und Wege beraten würden, um die er⸗ forderlichen Maßnahmen noch mehr zu beschleunigen. Berlin, 12. Febr.(W. B. Nichtamtlich.) Auf Anordnung des Oberkommandos in den Marken werden im Landespolizei⸗ bezirk Berlin alle Polizeistunden⸗Vergünstigungen auf ein Uhr nachts herabgesetzt. München, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Eine Bekannt⸗ machung des Kultusministeriums an die Regierungspräsidenten und das gesamte Lehrerpersonal an den Volksschulen besagt: Die Bestellung der landwirtschaftlichen Grundstücke ist im Hinblick auf die Volksernährung während des Krieges im laufenden Frühjahr von ganz besonderer Bedeutung. Es ist wich⸗ tig, daß die Ausnutzung der verfügbaren Flächen in weitestem Umfange möglichst gründlich erfolgt. Zur Erreichung dieses Zie⸗ les müssen als Ersatz für die durch den Kriegsdienst abgezogenen landwirtschaftlichen Arbeitskräfte alle sonstigen Kräfte aufgeboten werden. Es soll deshalb die Heranziehung der volks- und fortbil⸗ dungsschulpflichtigen für solche Dienste ermöglicht werden, erstens durch tunlichste Beschleunigung der für die Entlassung aus den Volks⸗ und Fortbildungsschulen vorgeschriebenen üfungen und Abkürzung des üblichen Prü rens, zweitens durch r Lokal⸗ und Bezirksschulinspektoren, Schulypflich⸗ tige, deren Dienste bei der l benztigt werden, Petetengen e Scergeht er e b pe Need de gen Schüler einer E e so wei„ ein orbnungsmäßiger Schulbetrieb nicht mehr lohnt, so kann die Aussetzung des Unterrichtes ganzer Schulen oder Klassen verfügt werden. Die n können, eine Ver. dazu Kingsian im Janatsetal! China soll den Angehörigen anderer Nationen leine Bergwerks rechte gewähren, die diese Unterneh⸗ N E vorliegt, auch gewerbliche Forth und —— angewendet— 2 ein großes Personal von Kaufleuten, Buchhaltern, Kassierern,]! Stuttgart, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) 0 „Seas hört, hat 855 Kultusministerium mi i 6 bevorstehende hun⸗ Ermächtigung des Königs angeordnet, daß der dertja Geburtstag bes Fürsten Bismarck in den Schulen am 31. März sestlich begangen wird. ö Aus Stadt und Fand. Gießen, 13. Februar 1915. VBolksernährung und Kleingartenbau. Uns wird geschrieben: Die Ernährung der Volksmassen unter allen Umständen sicherzustellen, ist eine der wichtigsten Aufgaben des deut⸗ schen Volkes im jetzigen Kriege. Und wenn auch— wie wir wissen— unsere Vorräte an Nahrungsmitteln bis zur näch⸗ sten Ernte vollauf ausreichen, so ist es doch nur weise Vor⸗ sicht, schon jetzt alle Maßnahmen zu ergreifen, um in Zu⸗ 9 die e von Nahrungsmitteln nach Möglichkeit Au steigern. Hierzu ist es nötig, nicht nur die bisher bebauten Flächen in diesem Jahre wieder und womöglich noch aus⸗ giebiger zu bepflanzen, sondern auch alle sonst vorhan⸗ denen und anbaufähigen Flächen in landwirtschaftliche Be⸗ arbeitung zu nehmen. Eine der zweckmäßigsten Formen, um dies zu erreichen, ist der Kleingarten bau. Derselbe hat in Deutschland namentlich in den letzten Jahren bereits weite Verbreitung gefunden in Gartenbau- und Schrebervereinen; in vielen Gemeinden findet man Gartenkolonien, an denen sich alle Kreise der Bevölkerung beteiligen. Immer hört man, daß diejenigen Familien, die einmal einen solchen Garten bearbeitet haben, ihn nicht mehr missen wollen. Es ist ohne weiteres klar, daß, wenn alle überhaupt geeigneten Flächen in Benutzung genommen und dem Kleingartenbau zugeführt werden, gerade die Intensität des letzteren eine große Ver⸗ mehrung der Nahrungsmittel ermöglicht. Demgemäß ist es an 1 eit, für eine weitere Ausdehnung dieser Tätigkeit zu wirken. Zu diesem Zwecke hat sich— einer Anregung des Deutschen reins für Wohnungsreform folgend— für das Großherzogtum Hessen unter dem Vorsitze des Geheimen Regierungsrats Dr. Dr. Dietz in Darmstadt ein Ausschuß zur Förderung des Kleingarten⸗ baus gebildet. Derselbe will alsbald mit einer umfassenden Propaganda beginnen. Er wendet sich deshalb zunächst an alle Kreise der Bevölkerung mit einem Ausschreiben, welches in kurzer aber erschöpfender Zusammenfassung alle Gesichts⸗ punkte erörtert, die zur Verwirklichung seiner Bestrebungen führen können. Die Mitteilung von Einzelheiten kann an dieser Stelle unterbleiben, da der Ausschuß(Adresse: Aus⸗ 245 zur Förderung des Kleingartenbaus in Darmstadt, ilhelminenstraße 34) das Ausschreiben allen Interessenten gern kostenlos überläßt. Erwähnt sei noch, daß die Landes⸗ versicherungsanstalt Großh. Hessen in Darmstadt sich bereit erklärt hat, das ganze Unternehmen, soweit es in ihren Kräf⸗ ten steht, zu unterstützen. Der Ausschuß hebt mit Recht hervor, daß durch Betei⸗ ligung an diesen Bestrebungen jedermann dazu beitragen kann, den schändlichen Aushungerungsplan unserer Gegner zu vereiteln. Ob Mann oder Frau, ob alt oder jung, jeder kann sich hier nützlich betätigen, auch die Schulen sollten in diesem Sinne auf die Jugend einwirken. Kein Stück⸗ chen des überhaupt ertragsfähigen Landes darf in nächster Zeit unbenutzt liegen bleiben. Es darf auch nicht mehr lange überlegt und gezögert, sondern es muß gehandelt werden. Die Arbeit des Ausschusses ist durchaus geeignet, mit dazu beizutragen, um die Erfolge sicherzustellen, die Heer und Marine durch beispiellose Tapfer⸗ keit, Zähigkeit und Aufopferung erringen. 1 5 e Ust; an de an Karl ühl aus ar, im Inf.⸗ 8 8 Stellv. Karl Köhler aus Storndorf, Inf. Regt 116. Ober⸗ Gendarmeriewachtmeister Gustav Schlosser aus Merlam, stationiert in Harsum(erhielt am 13. Januar von dem Groß⸗ herzog Ernst Ludwig von Hessen die Kriegsverdienstmedaille, von dem Großherzog von Oldenburg das Friedrich⸗August⸗ Kriegsverdienstkreuz und von dem He von Braunscheveig das Ernst⸗August⸗Kriegsverdienstkreuz). Kanonier Richard Alt aus Wohnbach, Fußart.⸗Regt. 18. Gefr. A. Hepp, Res.⸗Inf.⸗Regt. 222, Studierender des Friedberger Techni⸗ kums. Gefr. Martin Kremer aus Zülpich, zurzeit im Osthofener Lazarett. Christ. Andres von Sprendlingen, Uffz. beim 3. Schles. Drag.⸗Regt. Wehrmann 73 Til⸗ er 1 Lehrer J. Gerhardt aus Birkenau. Lene ich. Gölz aus Weiher b. Mörlenbach. Off.⸗ tellv. Adam Ludw. Hartmann aus Direktor Lautenschläger, Leiter der Gleonorenschule in Worms, Hauptm. d. Landw. Lehramtsass. Dr. Lenz, bis zum Aus⸗ bruche des Krieges an der Grünberger Realschule. * In England kostet heute Weizen über 100 Mark pro Tonne mehr als voriges Jahr um diese Zeit. Dankbarkeit kann das deutsche Volk auf die heimische Landwirtschaft blicken, die es ihm ermöglicht, in Kriegszeiten von der ausländischen Zufu 1 zu — und sich auch—— auf seine eigene 2 zu ver—— r alle Maßnahmen der Vorsorge nur dann wirkungsvoll sein, wenn hinter ihnen der Volkswille steht, in Bereits„die praktische Sparsamkeit zu fördern. Jeder muß die mnten Maßnahmen unter⸗ ützen, indem er nach Mög„K“ Brot ißt, und sich nicht bamit be„sondern„K“ Brot verlangt, und so⸗ — den Bacher rängt, bis er es erhält, indem er auf i brot und Kuchen ga„bei Zeiten Dauer⸗ fleisch lauft, woran wir leberffuß gaben können, indem er, wo er kann, auf Sparsamkeit hält und seine Freunde dazu veranlaßt, zu Hause und in Wirtshäusern ein gleiches zu tun. Ein jeder, der mit Brotkorn und Brot zu tun hat, Landwirt und Müller, Händler und Bäcker, Hotelbesitzer und Restaurateur, Familienvater und jeder einzelne Ver⸗ braucher fühle sich für ein vaterländisches Gut, das ihm anvertraut ist, verantwortlich und jeder handele an —— Stelle so, wie es unser Kriegsinteresse erfordert. Diese rantwortung kann die i bt ah so vo ich sie zu sein bestrebt ist, dem einzelnen nicht abnehmen. Jeder einzelne muß, und wenn es im kleinsten Maßstabe geschieht, selbst⸗ tätig seinen Teil zu dem großen Problem der deutschen Er⸗ nährung im Kriege beitragen. Dann kann er, um die Worte eines großen deutschen Dichters, der jetzt als Ke williger im Felde steht, zu gebrauchen:„Im kleinsten Kreis Unendliches erreichen.“ 9 „Sanitätshunde. Der Zweigverein Gießen des 8 Polizei⸗ und Schutzhundevereins armstadt unter dem Vorsitz des Rechtsanwalts Homber⸗ S durch die Schutzleute Seitz und Klös eine Anzahl anitätshunde für das Feld ausgebildet. Kürzlich fand durch den Vertrauensmann des Deutschen Vereins für Sanitäts⸗ hunde die Prüfung von drei in Gießen ausgebildeten Füh⸗ rern mit Hunden statt, welche zur vollen Zufriedenheit aus⸗ fiel. eri der Führer sind mit den Tieren durch das Kriegs⸗ ministerium bereits nach dem Kriegsschauplatz im Westen ent⸗ * abreichen. n dem ichen Aufruf zur Unter⸗ ützung des allgemeinen Deutschen Vereins zur Ausbildung von Sanitätshunden wird in den nächsten Tagen mit Geneh⸗ migung des Ministeriums eine Haussammlung in un⸗ serer Stadt veranstaltet werden, um Mittel zu erlangen, die den Gießener Verein in die Lage setzen, das angefangene Werk intensiver und großzügiger betreiben zu können. *Der Obst⸗ und Gartenbau⸗Verein Gie⸗ den wird im allgemeinen Interesse Anfang März d. J. abends eine öffentliche Versammlung abhalten, in der Dr. Hofman e einen Vortrag über den Anbau von Frühkartoffeln und Frühgemüse halten wird, wobei gleichzeitig diejenigen Sorten genannt werden sollen, die sich für diesen Zweck für unsern Boden und unser Klima empfehlen lassen. * Keine Kreppeln mehr. Mit einem gestern ge⸗ faßten Beschluß, während der Kriegszeit das Backen von Kreppeln einzustellen, haben die Gießener Kon— dit oren einen Stein des Anstoßes ausgeräumt, der in der letzten Zeit gar manchen Anlaß zur Unzufriedenheit gegeben hatte. Das vaterländische Verständnis, was in diesem Beschlusse liegt— die Kreppeln beanspruchten von den noch freigegebenen Backwaren weitaus das meiste Weizenmehl— wird auch vom Publikum gern gewürdigt werden. * Der Brotverbrauch in den Wirtschaften. Der Verein der Gastwirte von Gießen und Umgegend erläßt an seine Mitglieder ein Rundschreiben, in dem er dringend empfiehlt, für die Kriegsdauer in den Gasthäusern Back- ware nur mehr gegen entsprechende Bezahlung zu ver— 6 Nur dadurch könne einer Vergeudung von Brot in den Gastwirtschaften entgegengetreten werden.— Zu dem Vorgehen des Vereins ist festzustellen, daß der Verein damit auf Anregung des Oberbürgermeisters dem Beispiel der meisten deutschen Städte folgt. Erhöhung der Fleischpreise. Die Fleischer⸗Innung teilt uns mit, daß vom 15. Februar ab eine allgemeine Preiserhöhung für Fleisch⸗ waren im Verhältnis der gegenwärtigen Einkaufspreise eintreten wird. Das Landsturm⸗Infanterie⸗ Bataillon! Gießen teilt uns mit, daß außer den vier von uns in dem letzten Landsturm⸗Brief aus Feindesland Erwähnten auch Feldwebelleutnant Neumann am 27. Januar 1915 das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhalten hat. * Ueberlandzentrale für Oberhessen. Wegen einer Reparatur im Kraftwerk müssen die 20 000⸗ Volt⸗Leitungen am Sonntag, den 14. d. M., von vormittags 8½ Uhr bis voraussichtlich nachmittags 4 Uhr abgeschal⸗ tet werden. * Gaskoks. In einer Bekanntmachung in vorliegen- der Nummer weist das Städtische Gas⸗ und Wasser⸗ werk auf die Wichtigkeit des ausgedehnten Verbrauchs von Gaskoks für die deutsche Volkswirtschaft hin und fordert Industrielle, Hausfrauen und Hausbesitzer auf, das vorteil⸗ hafte und billige Brennmaterial mehr als bisher zu be⸗ vorzugen. *Die Berufswahl der Mädchen. Man schreibt uns: Das Osterfest ist nicht mehr fern und mit ihm verlassen viele Schüler und Schülerinnen die Schule, um sich einem Berufe zu widmen. Für die Knaben haben die Eltern f lange gewählt und dafür gesorgt, daß sie einem passen Beruf zugeführt werden. Aber auch die Mädchen müssen in unserer ernsten Zeit auf eigene Füße gestellt werden. Da ist es nun in diesem Jahre, wo so viele Väter im Felde stehen, Aufgabe der Mutter, das richtige Plätzchen für die Tochter zu finden, eine Stelle, wo sie gut angeleitet wird und für das Leben etwas Tüchtiges lernt. Hier in Gießen ist es ja nicht schwer, seinen Kindern eine gute Ausbildung zu geben. Neben unseren Schulen gibt es städtische und pri⸗ vate Anstalten, die gediegene Kenntnisse den Mädchen ver⸗ mitteln. Wir haben tüchtige Meisterinnen, die im Nähen, Schneidern, Putzmachen, Bügeln, Frisieren usw. vorzüg⸗ lichen Unterricht erteilen. Die Mädchen können sich kauf⸗ männisch ausbilden in offenen Geschäften und auf Kontoren, können in den Post⸗ und Bahndienst eintreten, können Krankenpflegerin, Kindergärtnerin und ⸗pflegerin werden, können für den eignen Haushalt das Kochen und für das elterliche Geschäft die Buchführung lernen, haben Gelegen- heit, sich in fremden Sprachen auszubilden und an den höheren Anstalten Studien zu machen.— Wir verweisen auf die im Anzeigenteil enthaltene Bekanntmachung des Deutschen Frauenvereins, Ort pe Gießen, der seine Berufsberatungsstelle der ittlung all der genannten Ausbildungsfragen dienstbar macht. Hessen⸗Nassau. h. Frankfurt a. M., 12. Febr. Die Frankfurter Bäckerinnung hat heute abermals eine Erhöhung des Brotpreises eintreten lassen. Das Zweipfundbrot kostet statt 25 3 40 Pfennig und das Vierpfundbrot statt 70 fortan 80 Pfennig, Dabei wiegen die Brote gar nicht einmal 1 und 2 Kilo, sondern nur 850 und 1700 Gramm. Im Gegensatz zu diesen Preisen verkauft der Konsumverein die gleichen Veule für 35 und 70 Pfennig, gegen 33 und 66 Pfennig früher.— Die Polizei verbot während der diesjährigen Fastnachts⸗ zeit karnevalistische Umzüge in jeder Form und das Tragen von Masken und Kostümen auf den Straßen. N h. Bad⸗ Homburg v. d. H., 12. Febr. Eine von zahl⸗ reichen Personen besuchte Versammlung beschäftigte sich mit der Frage der Brotversorgung während der nächsten Mo⸗ nate. Sie sprach sich einstimmig dahin aus, daß der Obertaunus⸗ kreis der Einheitlichkeit wegen sich bei der Lösung dieser wichtigen Frage mit den Nachbarkreisen und den benachbarten Großstädten in Verbindung setzen müsse. Eine endgültige Beschlußfassung fin⸗ det in einer zweiten Konferenz statt. w. Wies baden, 12. br. In der heute abgehaltene 20. Vollversammlung der Land wirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden wurde beschlossen, bei der Heeres verwaltung zu beantragen, daß für landwirtschast⸗ liche Arbeiten im Bezirk, die als gemeinnützige Arbeiten zu betrachten seien, Kriegsgefangene zur Verfügung gestellt werden, ohne daß die Zahlung des ortsüblichen Tagelohnes neben Unterbringung, Bewachung und Verpflegung gefordert werde, so— wie im Verein mit der Staatsregierung und der Landesdirektion dahin vorstellig zu werden, daß die ausgedehnten Weideflächen des Westerwaldes mit Hilse von Kriegsgefangenen melio⸗ riert werden. 1. Bebra, 12. Febr. Heute vormittag wurde auf dem Bahn⸗ hose Weiterode der Eisenbahnstrecke Bebra—Eisenach ein 19⸗ jähriger Rottenarbeiter infolge 2 55 Unvorsichtigkeit durch den Schnellzug Berlin— Frankfurt überfahren und getötet. —— Gerichts saal. Schöffengericht. 1 th. Gießen, 13. Febr. Dede und Leere herrschten gestern auf dem Vorplaß zum Strafkammersaal. Wegen Mangels an spruchreisem war die Sitzung ausgefallen. Dagegen ging es mehr als le haft eine Treppe tieser im Juntgebäude vor dem Saal zu, wo die Schössen ihres Amtes walten. Der Uneingeweihte, der den Menschenknäul sah, konnte glauben, die Schöffen hätten einen 5 1 9 3 1 Material LAN Bearbettung, doch war es nur ein Bündel kleiner lle, denen auch der Humor zu seinem Recht kam. Man ver⸗ handelte zuerst unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gegen zwei halb- wüchsige Burschen aus Gießen, die ein paar alte eee kmirscht hörten die jungen Leute später das Urteil an, das jeden zu 25 Mk. Geldstrase verurteilte. Eindringlich ermahnte sie noch ganz privatim der Vorsitzende, solche dummen Bubenstreiche nicht wieder zu machen, denn soust käme es das nächste Mal strenger und besser. wei Viehhändler aus Lang-Göns, die bei dem Ankauf einer Kuh sich Konkurrenz gemacht hatten, sollten sich dabei gegenseitig beschimpft, geschlagen und mit den Stieselabsätzen bearbeitet haben. Wegen wechselseitiger schwerer Körperverletzung und Be⸗ leidigung standen sie vor Gericht. Damit die Sache dem Gegner nicht zu billig wurde, hatten die Parteien jeder einen Rechtsanwalt mitgebracht. Die Vieboändler beschuldigten sich gegenseitig. Dabei versicherte jeder, er sei an der Sache so unschuldig wie ein Lamm. Der Landwirt, um dessen Kuh sich der Konkurrenzstreit der beiden Handler abgespielt hat, erklärte als Zeuge, er könne weder sagen, daß die Leute gegeneinander tätlich gewesen seien, noch wer von ihnen eine beleidigende Neußerung getan habe! Laut waren beide, und mit den Händen hätten sie wohl auch gearbeitet; er habe sich daun aber in seinm Haus begeben, um Mittagbrot zu essen. Beide Angeklagten wurden, wegen mangelnder Beweise freigesprochen; die unwaltskosten müssen die Parteien gemeinsam bezahlen. Schneefälle. (WTB. Nichtamtlich.) Infolge von kata⸗ in Kärnten, Tirol und Ober; telegraphischen Verbindungen mit Italien unterbrochen. Berlin, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Alle te le- graphischen Verbindungen mit Italien sind unter- brochen. Telegramme werden von Frankfurt a. M., München und Basel aus mit der Post befördert. Aus Mexiko. London, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet aus Washington vom 11. Februar: Das Staats- departement hat folgenden amtlichen Bericht erhalten: Car⸗ ranza hat dem spanischen Gesandten in Mexiko befohlen, 5 Land in längstens 24 Stunden nach Mitternacht des 10. Fe⸗ ruar abgerei Wien, 12 Febr. strophalen Schneefällen talien sind alle — 1. verlassen. Der Gesandte ist sofort nach Veracruz Dermischtes. ONeustadt(Pfalz), 11. Febr. Eine furchtbare Bluttat spielte sich gestern im städtischen Krankenhaus ab. Der Bader Anton Scharfenberger aus Hambach über⸗ fiel plötzlich den Vorstand des Krankenhauses Hofrat Dr. Kölsch und stach ihn mit einer Schere in die Schläfe. Hofrat Kölsch starb an der schweren Verletzung. Der Mörder war früher in einer Irrenanstalt. Standesamt nachrichten. N Gießen. Aufgebote: Februar 10. 1— Emil Neukirchner, Kauf⸗ mann in Frankfurt a. M., mit Wilhelmine Regine Margarete Emilie Jahannette Nelly Schädel in Gießen. Eheschließungen: Februar 6. Friedrich Paul Adolf Zimmermann, Kellner, mit Emmy Friederike Emilie Kramer, beide in Gießen.— Ernst Ludwig Walldorf, Chauffeur, mit Karo⸗ line Elisabethe Klumb, beide in Gießen.— 8. Emil Johann Hasler, Friseur, mit Mimi Beverstein, beide in Gießen. Geborene: Februar 4. Dem Feldwebel Georg Karn ein Sohn, Hermann Georg.— Dem Musiker Robert Heinrich Andre⸗ jewski ein Sohn, Heinrich Richard.— 5. Dem Heizer Friedrich Wilhelm Schupp eine Tochter, Emmi.— 6. Dem Kaufmann Wolf Berger ein„Heinrich.— Dem Lokomotivführer Ludwig Heinrich Wilhelm Klein eine Tochter, Luise Wilhelmine Paula. . 7. Dem Handelsmann Johann Haas eine Tochter, Lucia.— Dem Tapezier und Dekorateur Michael Karl Konrad Busch ein Sohn, Karl Martin. Sterbefälle: Februar 6. Elisabethe Leidner, 49 Jahre alt, Liebigstraße 69.— Marie Steiner, gb. Marx, 64 Jahre alt, fass 8 10.— 9. Claus Schoenewald, 12 Jahre alt, Goethe- ra 8 5 Im Felde gefallen: Dezember 8. Heinrich Valentin Nagel, Kaufmann, Unteroffizier, 30 Jahre alt, Ederstraße 5, bei Cmiszew gefallen.— 16. Ludwig Jung, Feldwebel, 31 Jahre alt, 1 255 Straße 65, bei Cmiszew gefallen.— 18. Jakob Franz Adolf Pitz, Postbote, Reservist, 31 Jahre alt, Schillerstraße 9, bei Cmiszew gefallen. Bad ⸗Nauheim. Aufgebote: Januar 29. Johann Wilhelm Schaller, Hotel⸗ besitzer, mit Elisabethe Wagner, beide in Bad⸗Nauheim. Eheschließungen: Januar 6. Johann Löhrlein, Metz⸗ ger, mit Anna Martha Schütrumpf, beide in Bad⸗Nauheim.— 6. Otto Emil Ernst Liefeld, Zimmermann, Pionier der 1. Komp. des Pionier⸗Bataillons Nr. 15, Bad⸗Nauheim, mit Anna Jainskt in Henningsdorf. Geborene: Januar 11. Dem Kaufmann Georg Pankraz Griebel eine Tochter,*— 12. Dem Direktor Gustav Fried⸗ rich ann Armin Hanke eine* Herta Johanna Ruth. — 18. Dem Badewärter Heinrich Wörner ein Sohn, Heinrich Georg Friedrich.— 22. Dem Hochbauaufseher Emil Walther ein Sohn, Georg Heinrich Erich.— 24. Dem Gastwirt August Reinhardt ein Sohn, Walter.— 26. Dem Schuhmachermeister Gottfried König eine Tochter, Maria Katharina.— 27. Dem Handarbeiter Wendelin Hofer eine Tochter, Karoline Sofie Ba⸗ bette.— 31. Dem Handarbeiter Johann Adam Huppert ein Sohn, Richard Karl.. 7 Sterbefälle: Jauuar 11. Friedrich Wilhelm Stamm J., Weißbindermeister, 53 Jahre alt.— 22. Ludwig Reuter, Kut⸗ . 48 Jahre alt.— 30. Peter Aletter III., Rentner, Jahre alt. Butzbach. Geborene: Januar 21. Dem Fuhrmann Anton Wilhelm Bergens ein Sohn, Heinrich Wilhelm.— Dem Reisenden Paul Leibling eine Tochtet.— 30. Dem Taglöhner Johannes Keller eine Tochter, Marie Luise.— Februar 4. Dem Kutscher Paul Theodor Schön ein Sohn, Wilhelm Paul.— 6. Dem Ge⸗ fangenaufseher Gustav Heinrich Louis Schmidt eine Tochter, Ottilie. Friedberg. Aufgebote: Februar 8. Heinrich Neisel, Bahnarbeiter, mit Marie Magdalene Naumann, beide in Friedberg. Geborene: Januar 31. Dem Fahrburschen Johannes Stock eine Tochter, Elisabetha.— Februar 2. Dem Kaufmann Selmar Leb Gauß ein Sohn, Heinrich.— 4. Dem Bergmann Johann Heinr. Zimmermann ein Sohn, Heinrich Ludwig. e Sterbefälle: Oktober 23. Johann Adam Engelter, Offi⸗ zierstellvertreter, Kaufmann, 25 Jahre alt, gefallen.— Konr. Ge⸗ 5 Niedernhöfer, Kriegsfreiwilliger, Kaufmann, 19 Jahre alt, allen.— r 18. Friedrich Wilhelm Weitert, Reservist, inanzamtsgehilfe, 20 Jahre alt, gefallen.— Februar 3. Katha⸗ rina Elisabetha Hünerwolf, Dauber, 67 Jahre alt.— 5. Sophie Marie Wilhelmine Susanne Luise Henkel, ledig, 72 Jahre alt.— 5. Auguste Herold, geb Engel, 74 Jahre alt.— 6. Heinrich Pflüger, Landwirt, Bingenheim, 61 Jahre alt.— 7. Ottilie Kathar. Charlotte Lang, des Lackierers Karl Lang, 11 Monate alt. Grünberg. 5 Eheschließungen: Jan. 31. Georg Gieß, Monteur, mit ina Weber, beide in Grunber Geborene: Jan. 15. Lem Landwirt Johannes Hermann Rühl ein 8 Karl.— 17. Dem Schmied Georg Emil Ludwig Frank ein Sohn, Karl Wilhelm.— 28. Dem Arbeiter Karl Frank V. eine Tochter, Louise. * C* belerdiat halten und groben Unsug verüdt haben sollten. Zer- Schaps eine Tochter, Charlotte.— 3. Dem Schneider Jakob 95 T 53. Sterbefälle: Otto Kämmer, Schreiner, 22 Jahre 4 alt, am 22. August 1 60 esallen.— Johannes Friedrich Wilhelm Seng, Bankbeamter, 22 Jahre alt, am 20. August bei Longlier gefallen. — 5 Amtlicher Wetterbericht. l Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 14. Jebr. 1915: Beded, Regenfälle, mild, sudwestliche Winde. 2—— Letzte Nachrichten. Englische Anerkennung deutscher Kriegstüchtigkeit. Amsterdam, 13. Febr. Die Londoner„Daily News“ spenden auf Grundenglischer Soldatenbriefe der Tapfer⸗ keit und hervorragenden Kriegstüchtigkeit der Deutschen ihren Tribut. Ein Soldat schreibt: Wir in der Front sind erstaunt, welch ein unglaublicher Blödsinn Londoner Zeitungen schreiben: Die Deutschen seien halbverhungert und in Lumpen. In Wahr⸗ heit sind sie außerordentlich gut ausgerüstet und vortrefflich ge⸗ nährt. Wir haben noch keinen einzigen Gefangenen gema der hungrig oder zerlumpt gewesen wäre. Ihre Siegessicher⸗ heit, Kraft und Tüchtigkeit sind unvermindert. Die nackte Wahr⸗ heit ist, daß, wenn England nicht Soldaten in genügender Menge aufbringt, um die deutschen Armeen total zu erdrücken, die Deut⸗ schen unermüdlich, zähe und tapfer unendlich lange kümpfen werden. Englische Verstärkungen in Flandern. 1 Haag, 13. Febr. Der„Rotterdamsche Courant“ meldet aus Dünkirchen, daß in den letzten Tagen bedeutende eng⸗ lische Verstärkungen, die bis auf 25000 Mann geschätzt werden, nach dem flandrischen Küstenstrich, namentlich Lom⸗ bartzyde, geschickt worden sind. Die Engländer rechneten allen Ernstes mit einem Durchbruch auf Ostende hin, welche Absicht auch durch die Tätigkeit der englischen Flotte vor der gesamten belgischen Küste ersichtlich sei. Die Fort⸗ setzung der Beschießung zeige deutlich, daß man die deut ⸗ schen Küstentruppen beschäftigen und schwächen wolle. Vor. Ostende und Dünkirchen sei ein englisches Kreuzergeschwader, bei dem sich auch französische Torpedoboote befinden, in ständiger Bewegung. 9 Eine dunkle Geschichte. Berlin, 13. Febr. Der gegenwärtig wieder in Berlin wei⸗ lende irische Parteiführer Sir Roger Casement hat gestern einer Reihe von Personen Kenntnis gegeben von einem Briefe, den er Sir Edward Grey geschrieben hat. In diesem Briefe macht er Mitteilung von einem Anschlage, den der britische Ge⸗ sandte in Kristian ia gegen ihn geplant hat und für den er seinen Diener, den Norweger Kristensen, zu gewinnen ver⸗ 3 sucht hat. Sir Roger erklärt, im Besitze von Dokumenten zu sein, aus denen hervorgeht, daß der britische Gesandte mit allen Mit teln den Diener zu verleiten suchte, seinen Herrn zu 9 Da er tat, als ob er auf den Verrat eingehen wollte, erhielt en 8 von Findley ein eigenhändiges Schreiben, das fol⸗ Namens der britischen Re⸗ —— . 2 3 3 8 N 8 J ᷑T—T—T—T 88 1 Gefährten gefangen wird, der erwähnte Adler die Summe von 5000 fahrt nach den Vereinigten Staaten erhalten. M. de C. Findlen. K. Großbritannischer Gesandter. Bemerkt sei hierzu, daß der Gesandte angeblich sogar im vollständigen Einvernehmen mit Sir Edward Grey. ee en soll. Auch darüber will Sir Roger Beweisstücke besitzen.(B. Tagbl.) 9 Der Ausfall der Steuern in Frankreich. Paris, 13. Jebr(WTB. Nichtamtlich.) Wie der„Temps meldet, weist das Erträgnis der Steuern vom Januar gegenüber dem Januar 1914 einen Ausfall von 97 141500 Franken auf. Einen Mehrertrag weist einzig die Zuckersteuer auf. Seit dem Ausbruch des Krieges nimmt der Steuerausfall einzelner Monate gegenüber denselben Monaten des Vorjahres ständig ab. Von August bis Ende November 1914 betrug der Ausfall gegen⸗ über demselben Zeitraum des Vorjahres 44 Prozent, im De⸗ zember 39,4 und im Januar 27,2 Prozent. Dem„Temps“ zu⸗ folge sind vom 1.—10. Februar in den Sparkassen Frank⸗ reichs 619 450 Franken einbezahlt und 5 880 175 Franken aus⸗ bezahlt worden. Der Ueberschuß der Auszahlungen beträgt demnach 5 260 725 Franken. Der Ueberschuß der Aus⸗ 1 zahlungen vom 1. Januar bis zum 10. Februar beträgt 10 524 155 Franken. 5 3 . Verschärfte Zensur in Frankreich. 1 Lyon, 13. Febr.(WTB. Nichtamtlich.)„Nouvelliste“ meldet aus Paris: Auf Anordnung des Kriegsministers werden künftig die Ansichtspostkarten einer ver⸗ schärften Zensur unterzogen. Die Maßnahme ist notwendig, weil auf einer Postkarte A en über Truppenstellungen und Propaganda für den Frieden gemacht wurden. Ferner soll es vermieden werden, daß obscöne allzuscharfe Kari⸗ katuren in den Handel kommen. 7 Die flaue Stimmung an der Pariser Börse. a Genf, 13. Febr. Das„Journal“ schreibt über die flaue Stimmung, die Donnerstag an der Pariser Börse herrschte: Die Unentschlossenheit nimmt auf der ganzen Linie zu und zeigt die Neigung, auf einzelnen Punkten in Schwäche aus⸗ zuarten. Unsere Renten waren gedrückt, Banken und Eisen⸗ bahnen fielen um durchschnittlich 10 Fres.— Das„Berl. Tagebl? bemerkt hierzu: Die Hoffnung, die Pariser Finanzkonferenz würd die Börse günstig beeinflussen, hat sich nicht erfüllt. Die Börse fahr —* die 3 Frankreich herrschende gedrückte Stimmung treu widen zuspiegeln. 83 Amerikanische Transporte für Frankreich. Haag, 13. Febr. Hier eingetroffenen Privatbriefen zu⸗ folge sind Ende Januar in Bordeaux für die französische Armeeverwaltung 80 Panzerautomobile, 20 Millionen Pa- tronen, 50 000 Paar Schuhe, 200 000 Kilometer Stacheldraht und 6 Millionen Büchsenkonserven aus Amerika eingetroffen. (Tägl. Rundschau.) Von einer Lawine begraben. 1 Cuneo, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) In der ver⸗ gangenen Nacht wurde in der Gemeinde Tenda eine Ba⸗ packe, in welcher sich eine Anzahl Arbeiter befanden, von einer Lawine begraben. Bisher wurden 15 Leichen her⸗ ausgezogen. Die ungeheuren Schneemassen erschweren die — 2— zu denen auch Truppen hinzugezogen n. 1 — é „Llebesnabe“ pastillen] Emser Gegen Husten, Heiserkeit, verschleimung, influenza eto. bruder den Heldentod fürs Vaterland. Freund und werden sein Ehren halten. Verein Giessen, den 13. Februar 19 15. im fast vollendeten 40. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bittet Fürs Vaterland starb am 8. Februar unser lieber i. a. B. Georg Krebs, Lehramtsreferendar Vizefeldwebel im Inf.-Rgt. Die Landsmannschaft Darmstadtia —, I. A. d. C.: Heinrich Wenzel ,.* Auf dem Felde der Ehre starb in Russland unser liebes Vorstandsmitglied und treuer Vereins- Harry Bauer Wir betrauern in ihm einen allseitig geliebten Andenken stets in Jüdischer Wissenschaftlich-Geselliger I. A.: Leopold Stern. Gestern morgen entschlief sanft mein innigstgeliebter Gatte, der treusorgende Vater seines Kindes, unser guter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Fritz Schnecko im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Dorothea Schnecko, geb. Kaiser, und Kind. Giessen(Ludwigstr. 22), den 13. Februar 1915. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag ½ 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 118. 1431 bekommen. Spezial- Photo-Haus. werden die Kinder, wenn sie jetzt regelmaßig Lebertran- Emulsion Liese empfiehlt in verschiedenen Preislagen MHedizinal- Drogerie zum Kreuzplatz— Otto Winterhoff e Verschiedenes oe Wohne jetzt derstrabe 3 August Weber Landschafts-Gärtner Neu-Anlage und Unterhal- tung von Gärten— Aus- führung des Baumschnitts. Garten mit Obstbäumen 2. der Rothol zu verpacht. Wilbelm Plank,* 0816 Zwei Morgen Land am neuen Friedhof zu ver⸗ pachten. Löwengasse 18. Entlaufen Dobermann⸗Hündin, auf den Namen„Flora“ hören). Abzugeben gegen Belohn. Bahnhofstraße 5. 08¹9 Wer leiht auf ein Wohnhaus auf dem Land im Wert von 6500— 7000 Mark . 3400 M 5„ Garten 1 verpachten. zu 5% Zinsen gegen erste Heinrich Noll, Buse Zu erfrag. i 455 1416 Hausburg 7. Geschäftsstelle d. Gieß. A 11433 Vene e Montag, den 15. ds. Mts., nachm. 2½ Ubr, soll. dahier Walltorstraße 6(Darm⸗ städter Haus): 0799 1 Kleiderschrank, 1 Divan, 1 Kasseeröster, eine Laden⸗ einrichtg, 2 Stämme Werk⸗ bolz, 1 Kommode, 1 Sekretär, 7 Kinder⸗Anzüge, 19 Paar Herren⸗Hosen, 2 Mille Zi⸗ garren, sowie eine größere Partie Schuhwaren u. v. a. zwangsweise gegen bar ver⸗ steigert werden. Gießen, den 12. Februar 1915. Decken bach, stellvertr. Gerichts vollzieher. eee 4e Gießen(Ludwigstr. Nachruf. Allzufrüh starb am 11. ds. Mts. nach kurzem schwerem Leiden unser treubesorgter Mitgründer und Kassierer Herr Heinrich Keßler Weichensteller J. Klasse. Sein frübes Hinscheiden erfüllt uns mit tiefem Schmerz, den alle versteben, die ihn ge⸗ kannt haben. Wir werden seiner nie vergessen. Spar⸗Verein Weihnachtskase. 1426 Großen-Buseck, den 13. Februar 1915. Auf dem 5 der Ehre fielen fürs Vaterland unsere treuen Mitglieder Wilhelm Wolf Landwehrmann im Inf.-Regt. Nr. 116 Wilhelm Müller Ersatz⸗Reservist im Inf.⸗Regt. Nr. 168. Wir werden das Andenken an die Gefallenen in Ehren halten. Kriegerverein„Germania“ Turnverein„Gut Heil“ Kegelk lg„Alle Neune“ Burschenklub„Teutonia“. 14⁰ Treis a. d. Lda., 12. Februar 1915. Nachruf. Am 7. Dezember starb in Rußland den Hel ⸗ dentod fürs Vaterland unser treues Mitglied Ludwig Schomber Musketier im Infanterie⸗Regiment 168 /. Wir werden ihm allezeit ein ehrendes An⸗ denken bewahren. Gesangverein„Liederkranz“, Beuern. 1412] Tobes- anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unser heiß— geliebtes Söhnchen Karlchen im Alter von 7 Monaten in die Ewigkeit abzurufen. Die tiefgebeugten Eltern: Peter Zimmer und Frau. 56), den 12. Febr. 1905 oss Durch die Einberufung eines Teiles der Aerzte zum Kriegssanitäts- dicnast im Felde sind die zurückgebliebenen Aerzte, zumal in der jetzigen Winterszeit sehr stark in Anspruch genommen. Ihre Mühen werden durch nicht rechtzeitige Bestellungen der Besuche wesentlich ver- mehrt. 1400 D Die Aerzte bitten daher. Bestellungen für Besuche, deren Erledigung noch im Laufe des Tages' erwartet wird, vor 9 Uhr vormittags ihnen zukommen zu lassen. Der ärztl. Kreisverein Gießen. und Dosen erhältlich unentbehrlich zur 8 geworden —.— chemische Werle. schaft. Tblellu g La- nolin ö. lde arlottenburg. Salzufer 10. 1 überall g Visits Glanz M. 1.80 matt„ 4.00 Andere Formate Familien Uruppenbilder entapreshend billig. Phot. Ateli Zu jeder Aufnahme eine Vergrösserung 30, 38 mit Karton als Geschenk Wolle, Halbwolle,— erhalfen prschfvosse ecnie forbungen Es kosten zu färben: HKingerkseid 10 Pfg. I Bluse 10 Pfg. 1Frsuenttleid 50-75 Pig. Alle farben in achchenaiou2s5 pfg Ausdruchlich. Heitmenns farden mit Schubzmarhe. Fuchskopf im Stern fordern. fabrixanten: Gebr. Heimann, Koln u. 2 III fable adgevertschale asg Beginn des Sommersemestes am 8. April. Schluß desselben Mitte August. Die Schule umfaßt 5 Klassen für Hochbau und 2 Klassen für Tiefbau.(Im Sommer Tiefbau I.) Die Abgangszeugnisse der Großh. Landes-Bau— gewerkschule sind denjenigen der Königl. Preußischen, Baugewerkschulen gleichgestellt. Programme und Anmeldeformulare sind durch 5 die Direktion der Landes-Baugewerkschule Darmstadt, Neckarstraße 3, zu erhalten. Das Schulgeld beträgt 100 Mk. für das Halbjahr. Schluß der Anmeldefrist am 31. März ds. Is. 3 Die Direktion. 22 N Jede— 5 braucht eine Patentplättmaschine von der 2 rorster Wäscherel-Haschinenfabrik Rumsch& Hammer 3 im Beirlepe. 2— 8 Ofterto bostenles 6 3 im Felde empfiehlt zu billigsten Preisen: Taseben-Lampen und la. Ersatz- Dallerien, besonders Marke Hindenburg lanle-Feuerzeuge Laschenmesser-Ncker u. Slllelts Nerosver und Hunlon Taschenwärmer, Eis-Sporen Versand- Flaschen für Kognak. 5 5 Union-Theater Seltersweg 8t. Das heutige neue 0 Programm enthält den grossen De- Tum, Arrak sv. b eee Jemand Büchsen für Buter.] Der unsichtbare Tell, Marmelade usv. os Zeuge in 3 Akten, ferner: Die neuesten Auf 6 nahmen vom ñ Völkerkrieg 1915 Tühar Dorrmaun Eisenwaren 5 2 Haus- und Küchen-derüte B. Wir haben uns i entschlossen, wäh- Giessen. 11988 rend der Kriegszeit die e 1545 5 zu erniedrigen Metallbetten Trotzdem werden Noir bemüht sein. keine Kosten zu scheuen und vom Besten nur das Beste zu bieten. Darum auf in das u. T., Seltersweg 8. III. Platz.. 24 Pfg. II. Platz. 45 Pfg. L Platz. 60 Pfg. 2 Holz ahmenmatr., Kinderbett. bill an Private. Kat frei. he Elsenmöbellabrik, Suhl 1. Th. Feldpost- Schachteln 20 Größen. 1439 Billigste Bezugsquelle lur Wiederverkäufer. LINION Elges. Fladllhealer dieler Olr.: Hermann Steingoetter. Sonntag, 14. Febr. 1915 nachmittags 3½ Uhr Volks-Freisel Volks-Preise! Kinder vorstellung e Neubeit! Neuheit! Laschlein deck dich, Eselsbeel lich und Hnüppel aus dem dack Ernst Balser GIESSEN, Mäusburg. Dramatisches Mürchen in Solon: J 6 Aufzügen von Marie 0 Waldeck. Ende 5½ Uhr. Abends 7½ Uhr: Eleine Preisel Kleine Preise“ 2: eee enlacl abeala. Neuheit! Neuheit! Grüne Ostern challnlatften— eaaufviel in Aufzügen von Heinrich Lee. Ende gegen 10½ Uhr. Soldaten voms Feldwebel ab ⸗ wärts zablen bei allen Vor⸗ stellungen auf 2. u. 3. Parkeit nur balbe Preise. 14080 honnement! Gröbt. Vorteil Sprechmaschinen- besitzer! Unbegrenzte Abwechslg. Fortwühr. Umtausch. Prosp. gratis. Karl Berbs, Berlin 54 Heue Hinigetr, 38. ler Gebr. Strauss Bahnhofstrasse 64 Glanz M. 4. 80 matt„ 8.00 Kabinetts Sonntags den ganzen Tag geöffnet.