8 n Zweites Blatt r. 35 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Gießener Familienblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Ureis Gießen“ zwermal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zwermal. ießene General-⸗Anz 65. Jahrgang 45 die Neutralität Amerikas. Wir erhalten aus unserem Leserkreise folgende Zuschrift, der wir rückhaltlos zustimmen: Die deutsche Regierung hat in einer begründenden Denk— schrift, welche durch ihre ungescheute Offenheit und ruhige Entschlossenheit gewiß jeden Vaterlandsfreund wohltuend an— esprochen hat, die Gewässer rings um Großbritannien und Aalen mit Einschluß des gesamten englischen Kanals als iegsschauplatz vom 18. Februar 1915 ab erklärt. Damit folgt sie nur dem Vorbilde Englands, welches am 2 No— vember 1915 einen Teil der Nordsee als Kriegsschauplatz erklärte, alle völkerrechtlichen Bestimmungen rücksichtslos durchkreuzend, weiche einseitig zu halten Deutschland sich nun⸗ mehr nicht weiter zumuten läßt. In besagter Denkschrift hat die deutsche Regierung den neutralen Staaten klar und be— stimmt deren seitherige Unterlassungs- und Begehungssünden vorgehalten. Da sie selbstverständlich auf Einzelheiten bei diesem Anlaß nicht ausführlich eingehen konnte, so soll hier Ran solche erinnert werden hinsichtlich des größten neutralen Staates, nämlich Amerikas. Vorübergehend sei darauß hingewiesen, daß Eng and auf tlehre iche Po este kein Rück; sicht zu nehmen pflegt, wie auf die meisten der am 1 Februar 1915 auf 19 angewachsenen gemeinsamen Einsprachen der skandingvischen Staaten gegen die englischen Maßnahmen— Doch sei hier betont, daß Amerika unbedingt auf der Wieder auslieferung der von England von amerikanischen Schiffen, also von amerikanischem Gebiete, fortgeführten Deutschen hätte bestehen müssen, schon zur Wahrung seiner eigenen Würde. Aber es blieb untätig. Zu Anfang des Krieges schien sich Amerika streng neutral halten zu wollen. Von seiten besonders der Deutsch— amerikaner erfolgten sogar Aeußerungen und Handlungen freundlicher Gesinnung für Deutschland, soweit die Neu⸗ tralität solche zuließ. Aber wie sich später herausstellte, hat die Gier nach dem Dollar auch in maßgebenden Kreisen jedes Gefühl für Handhabung einer anständigen Neutralität überwuchert, wie nachsolgende Zahlenangaben ar tun. neu- lich sind auf Verlangen des Handelsdepartements dem au ie— rikanischen Senate die Ziffern über die Ausfuhr von Waf en und Munition aus den Vereinigten Staaten vorgelegt wor— den, welche nur Lieferungen für den Dreiverband darstellen. Diese betrugen in 1914 für die drei letzten Wochen des August 136 895 Dollar, für den September 341 203 Dollar, für den Oktober 2 1644940 Dollar. Sie wachsen stark ansteigend, je mehr der verheerende Krieg durch sie in die 8 echten wird. Die aus Amerika von England in 1914 5 n Oktober allein 1 Anzahl von Patronen trägt zehnmal so viel als die früher in einem Jahre be⸗ Rular ie an Franlreich gelieferte sechzigmal so viel. Für ußland war die Waffen⸗ und Munitionsausfuhr aus Ame⸗ rika eich Null. Daß die A d tr. 37 255 92 50 1914 S en e buch da geben das vorhergehende auf das Tausendfache gewachsen war, läßt auf den frühen inn der Mobilmachung schließen. Bei diesem jedem Rechtsgefühl und jeder anfänglich J Neutralität Hohn sprechenden Vorgehen Ame⸗ rikas wird es zu einer anwidernden scheinheiligen Heuchelei, wenn in Amerika Sonntags in den Kirchen um Frieden ge— betet wird. Warum hat Präsident Wilson auf das zu Kriegs⸗ 1 75 an ihn gerichtete Telegramm unseres Kaisers nicht offen und ehrlich geantwortet: Amerika verhält sich streng neutral, außer, wenn es durch Neutralitätsbruch ein gutes Geschäft machen kann, was hüben allem vorgeht. Wir haben ein solches zum Schaden Deutschlands mit dem Dreiverband bereits eingeleitet und erhoffen ein baldiges rasches Empor⸗ schnellen. Wenn andere sich bekämpfen, werden wir ohne Rücksicht auf Billigkeit und Gerechtigkeit stets den Dollar abzuschätzen wissen mit erprobter Amerikanerschlauheit. Frau Angela Böcklin 7. Aus dem Leben von Böcklins Witwe. Nun ist Böckeins Witwe ihrem großen Gatten gefolgt. Auf der sonnigen Höhe von Fiesole hat sie die Augen zum letzten Schlaf geschlossen, in der Nachbarschaft der Villa, wo sie an Böck⸗ lins Seite die letzten 15 Jahre seines Lebens mit ihm geteilt hat. Angela Pascucci war eine echte Römerin. Im Jahre 1835 ge⸗ boren, verwaiste sie frühzeitig. Die Mutter fiel der Cholera zum Opfer, als Angela noch ein kleines Kind war, der Vater war Maresciallo bei der päpstlichen Garde, hatte aber keine Zeit, sich um die Kleine zu kümmern, und so fand sie Zuflucht und Heim bei einer Tante, Carlotta Balzer, der Gattin eines Schweizers, die ich Angelas annahm. Ihre Jugend verlief, wie die der römischen ädchen aus kleinbürgerlichen Kreisen eben zu verlaufen pflegen: eintönig, inhattsarm und fast klösterlich abgeschlossen. Der Unter⸗ richt, den sie bei den Nonnen der Trinita dei Monti genoß, war priminv genug; vom Umgange, besonders von dem mit Männern, wurde das Mädchen nach alter römischer Bürgersitte streng ab⸗ geschlossen und als sie das Alter von 15 Jahren erreicht hatte, war sie erst überhaupt zweimal aus der Stadt aufs Land hinaus⸗ gekommen. Damals war es, daß sie, wie sie vor dem Schulgange gerade das Fensterbrett abstäubte, einen jungen fremden Mann mit einer Mappe unter dem Arm auf der Straße vorübergehen sah. Er war sehr schank, mit sonnenverbranntem Gesicht, langen Locken und auffa lend hellen Augen. Der junge Fremde erschien öfters auf der Straße Capo le Case, wo Angela bei Tante Car⸗ lotta wohnte, verschwand auf längere Zeit, tauchte dann aber wie⸗ der auf, und als er die Freiheit des römischen Karnevals be⸗ nutzte, um dem jungen schönen Römerkinde ein großes Veilchen⸗ bukett zuzuwerfen, da wußte sie, daß sie es war, dem seine Prome⸗ naden, dem seine Huldigungen galten. Böcklin gab nun keine Ruhe, bis er Angelas Wohnung ausgekundschaftet hatte; er ver⸗ suchte, sich ihr mehrfach zu nähern, jedoch ohne Erfolg; bis er sie, als er sie von einem Vetter begleitet auf der Straße traf, gerade heraus fragte, ob sie 5— Frau werden wolle. Der Hei⸗ ratsplan fand eine erbitterte Feindin in Tante Carlotta, die von dem Ketzer nichts wissen wollte und sich zeit ihres Lebens mit dem Ehepaare Böcklin nicht versöhnt hat. Aber es gelang, die Erlaubnis zur Eheschließung zu erreichen, und am 21. Juni 1853 wurden Angela Pascucci und Arnold Böcklin ein Paar. Bei der Hochzeit waren nur ein paar Verwandte der Braut anwe⸗ send, für Böcklin waltete Jakob Burckhardt als Trauzeuge, und nach einem einfachen Frühstücke trat das junge Paar die Hoch- zeitsreise nach Palestrina an, wo es seine Flitterwochen verlebte. Das Ehepaar Böck in hat dann viele schwere Jahre durch⸗ machen müssen, und in all dieser Zeit hat sich Frau Angela. als eine tapfere Frau, als geschickte Hausmutter und als treue 8 n f 8 4 Stütze ihres Gatten erwiesen. Schon wenige Jahre nach der Ehe tet haben. Der Siebzehnjährige verließ das Gymnasium als Stu⸗ Nach der gestrigen die„New Yorker S wenn Nordamerika b fuhrverbot erlassen 33 des„Gießener Anzeigers“ har tszeitung“ kürzlich betont,„daß, ginn des Krieges ein Waffenaus⸗ e, der Krieg längst beendet wäre“. Es mag dies übertrieben sein. Denn es wird wohl längere Zeit dauern, bis die Meere unabhängig von der Gewalt herrschaft Englands jedem Vo ke freistehen. Ohne Erreichung dieses erstrebten Zieles wird Deutschland keinen es für die Zukunft sichernden Frieden haben Aber verlängert hat Ame rika jedenfalls den Krieg durch seine Waffenlieferungen an die Feinde Deutschlan Amerika hätte weit richtiger ge handelt, wenn es stakt dessen der allmählichen Festsetzung der Japaner im großen Ozean entgegengetreten wäre in der Erkenntnis, daß es zwischen ihm und Japan dieserhalb einmal zu ernsten Auseinandersetzungen kommen muß, wenn Amerika nicht von vornherein klein beigibt Aber das Geld verdienen zum Nachteil Deutschlands war zu verlockend Daß dem nun Abbruch geschieht durch die Erklarung de Umgebung Englands für Kriegsgebiet, erregt Blätter Ame— ritas bis zur Raserei und macht seine Regierung bedenklich Man darf nicht daran zweifeln, daß Deutschland in dem r Anzeiger iger für Oberhessen beberr England vorbereiteten Feldzug sich in keiner Weise eirren läßt, auch nicht von Amerika, dem Forderer r Donnerstag, 1 Februar 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwersttäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. —— Schristleitung, Geschäitsstelle u. Druckeret: Schul straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: S ol, Schrist⸗ leuung: S112. Adresse für Drahtnachrichten Anzeiger Gteben. London, 10. Febr.(WTB. Nichtamtlich.)„Daily Tele graph“ meldet aus Washington: Die von dem Senator Follett verfaßte Resolution, die die neutralen Nationen einläd, sich für die Beendigung des Krieges einzusetzen, wird wahrscheinlich morgen der Senatskommission für auswärtige Angelegenheiten vor- gelegt werden. Die Resolution fordert die Vereinigten Staaten auf, so bald als möglich eine Konferenz der neutralen Na⸗ tionen einzuberufen, die über die Politik zur Erhaltung des Frie⸗ dens der Neutralen beraten und ihre Dienste zur Vermittlung zwi⸗ chen den Kriegführenden anbieten soll. Die Resolution wird hier als außerordentlich wichtiger Schachzug betrachtet und hat Aus⸗ icht, angenommen zu werden. Die Resolution schlägt vor, zukünf⸗ tige Konflikte durch eine allgemeine Einschränkung der Rüstungen zu verhindern, die LVerschiffung von Waffen aus einem Lande in ein anderes einzustellen und gewisse Handels⸗ routen zu neutralisieren. l London, 10. Febr.(WTB. Nichtamtlich.)„Morningpost“ meldet aus Washington: Das Staatsdepartement begann die Be⸗ ratung über die deutsche Papierblokade und die Verwen⸗ wendung der amerikanischen Flagge durch die„Lusi⸗ tania“. Die letztere Frage dürfte viel Erregung verursachen. Die Verwaltung erwartet, daß sie antienglische Reden im Kon⸗ gresse und Angriffe auf England in der deutschfreundlichen Presse zur Folge haben wird. Der amtliche Bericht über den Fall der „Lusitania“ steht noch aus, es würde deshalb keine Entscheidung über einen eventuellen Protest gefällt werden. 2—— 7* e een aa Unsere Feinde in Aegypten. Te e ee, l 9 c s Berichte— 55 8 1 In den englischen Wschten wd r eee Hife andi. He die Zahl der Streitkräfte in Aegypten um N „ 3 7 9 4 N 8 stark übertrieben. Sie übersteiat ITT A2 nicht 70000 Mann. Der weitaus 8 i größere Teil beliebt aus Reiterei. e N Alexan 1 In Kairo befanden sich Mitte Zeric, Soum 1 8 2 2 e,%%. 2 Januar gar keine requlären Truppen, 11 2. 2 2 sondern nur„Territorta es“. junge* e 0 0 Emu 23 Dos 8 Bu schen schon von 16 Jahre ab„ 5 4 eee ee. seiro 5- Hofbiods Gebe mit einigen zum Tila leren Unter⸗ Habu 05 1 Se, ee 5 3 olfiz eren, in keiner Wiise genügend 5„ ausgebildet.— Die aunralischen 15 8 n 2 und neuseeländischen utingente*% 8 A 2 2 stehen in Heliopolis. Zettun, Meadi 7— N 2 und bei den Pyramiden; das 4 d große Lager bei diesen enthält 18 000 Mann. In den Provinzhauptstädten stehen nur schwache Abteilungen.— Am Kanal befinden sich hauptsäch⸗ lich Gurkhas und Sikhs. Ihr Aussehen ist weniger gut, während der Zustand der erwähnten Kolonialtruppen ein ausgezeichneter ist Es e schöne, große Männer; sie wer— mit 6 sh täglich— und haben häufig große eigene Mittel.— Das Wort„Freiwillige“ muß bei ihnen übrigens nicht falsch verstanden werden. Die Männer, die in Australien nicht„freiwillig“ ausziehen— von jeder Familie mindestens einer— verlieren einen Teil ihrer Gü⸗ ter. Leider sind diese Leute fast ausschließlich starke Trin⸗ ker. Auch stehen sie viel im Verkehr mit französischen Frauenzimmern. Von Zeit zu Zeit werden einige vermißt. — In sanitärer Hinsicht sind die Truppen sehr gut aus— gestattet. Ihr reichliches Sanitätsmaterial ist von England leicht aufzufrischen. Gerichts saal. b. Friedberg, 10. Febr. Bei der Vergebung der Ofen; lieferung fur die neuerbaute Kaserne fiel der arößte Teil der Be— nellung an eine Gießener Firma, während die hiesigen Ge— schäste mit dem Rest sich begnügen mußten. Als verschiedene Beschwerden der benachteiligten Lepte don der Baubehörde war die Not so 2 5 geworden, daß Böcklin im Ernst daran dachte, ins Heer des Königs von Neapel als Offizier einzutreten. Aber da stieß er auf Frau Angelas fenen Wiber and; sie habe einen Maler geheiratet, erwiderte sie ihm, und leinen Offizier. Und dabei hatte man kein Geld, die Miete zu zahlen, und zu leben hatte man gerade noch einen Sack Bohnen und etwas Tee. Der Ver⸗ kauf eines Bildes riß das Paar aus dieser großen Not. Es war nicht die letzte, die Frau Angela zu erleben und zu überwinden hatte. Schwere Tage standen ihr bevor, als Böcklin 1857 in die schweizer Heimat zurückkehrte. Da stieß seine Frau auf die offene Abneigung seiner Fami ie, die von der armen Fremden nichts wi sen mochte. Vater Böcklin schalt damals seinen Sohn oft:„Wie kascht du eine hirote, der nit ischt und nit hät. Nun werd''r mit⸗ samt syne Bilder auffresse.“ Zum Glück fand die junge Frau, die sich schon wegen ihrer Unkenntnis der deutschen Sprache ganz verloren fühlte, bei Böcklins Freunden verständnisvollere und wärmere Aufnahme. Aber die schwersten Tage waren ihr in der Münchener Zeit beschieden. Dort erkrankte Böck tin an schwerem Typhus, das Töchterchen Klara steckte sich am Vater an und der kleine Robert fiel der Krankheit zum Opfer, indes Böcklin in schweren Fieberphantasien raste und das Gespenst der Not wieder im Hause spukte. Das Weihnachtsfest des Jahres 1859 war das trübste, das Angela Böcklin je erlebt hat. Freunde, die dem Paare über das Schwerste hinweghalfen, und der Verkauf des„Pan im Schilf“ wandten die völlige Katastrophe ab, und Böcklin genas zu neuem Leben. Seit jener Zeit war sein Stern im Auf⸗ steigen, und wie die trüben Tage, so hat seine Frau auch die Zeiten des Ruhmes mit dem Gatten geteilt. Sie hat es nicht immer leicht mit ihm gehabt und besonders in den letzten Jahren seines Lebens war er recht eigensinnig; seine Frau durfte ihn nie merken lassen, daß sie wohl wußte, wie schwach und hilfs⸗ bebürftig er bereits geworden war. Als es mit ihr schlimmer und schlimmer wurde, wollte er Frau Angelg überhaupt nicht mehr von seiner Seite lassen. Er aß keinen Bissen und trank keinen Schluck, wenn sie nicht bei ihm war, und sie mußte, wenn er nicht aufstehen wollte oder konnte, gleichfalls im Bett bleiben. So ist sie ihm bis zur letzten Erlösung eine treue Gefährtin gewesen. Fünfzehn Jahre hat sie ihn überlebt. Im Jahre 1910 hat sie auch Erinnerungen an ihren Gatten veröffentlicht, dessen Andenken sie liebevoll pflegte. Justus Brinckmann 7. Mit Justus Brinckmann, dem Schöpfer des in vieler Be⸗ ziehung vorbildlichen hamburgischen Museum für Kunst und Ge⸗ werbe, ist eine führende Persönlichkeit auf dem Gebiet des Kunst⸗ sammelns und der Museumswissenschaft dahingegangen, dessen An⸗ regungen das deutsche Kunstleben in unvergänglicher Weise befruch⸗ unbeachtet lieben, schrieb ein Kaufmann der Bauleitung einen Brief, in dem den betreffenden Beamten gründlich die Meinung gesagt wurde. Auf Grund dieses Brieses strengteu die Beamten gegen den Briesschreiber eine Klage wegen Bedrohung und Be⸗ leidia eng an. Das g stern abgehaltene Schöffengericht sprach den Angeklagten jedoch kostenlos frei, da er in Wahrung be⸗ rechtigter Interessen gehandelt habe. Dermischtes. * Ostende und die Isabellenfarbe. Wenn unsere blauen und grauen Jungens jetzt bei Ostende Wache stehen, wird wohl der eine oder der andere lange Zeit keine Gelegenheit finden, seine Wäsche so schön besorgen zu lassen, wie daheim, und seinn Hemd wird die Blütenweiße verlieren, in der es sonst dem Schrank der Frau oder der Mutter entnommen wurde. Das erinnert daran, daß der Name Ostende in der Kriegsgeschichte schon einmal mit dem Vergilben eines Hemdes verknüpft ist. Ostende war früher estung und seine Werke sind, nebenbei bemerkt, erst 1865 ge⸗ chleift worden. Die Festung Ostende wurde im Jahre 1601 von dem Schwiegersohn Philipps II., Erzherzog Albrecht von Oester⸗ reich, belagert. Dessen Gattin, die spanische Prinzessin Isabella, tat den leichtsinnigen Schwur, sie würde ihr Hemd erst wechseln, wenn Ostende 2 sei. Nun hielt sich diese tapfere Feste drei 2 5 lang, aber die tapfere Isabella hielt auch ihren Schwur, so daß ihr Hemd gelber und immer gelber wurde, bis es schließ⸗; 7 1 dent der Naturwissenschaften und wandte sich hier der damals auf⸗ blühenden prähistorischen Wissenschaft zu, wobei er sich an Grabun⸗ gen im Sachsenwald beteiligte und so schon unbewußt seinem künf⸗ tigen Beruf vorarbeitete. Er hatte das Glück, auf einer Reise nach Aegypten ein gut Stück Welt zu sehen und sich seinen Gesichtskreis 1 zu erweitern. Zurückgekehrt studierte er dann in Wien weiter Natur⸗ wissenschaften; aber besonders interessierte ihn die kunstgewerbliche Strömung, die damals in der österreichischen Hauptstadt durch Eitel⸗ berger und Falke ins Leben gerufen worden war und in der Grün⸗ dung des nach dem Vorbild des Londoner South Kensington⸗Mu⸗ seums eingerichteten österreichischen Museums für Kunst und Indu⸗ strie gipfelte. Eines Tages saß Brinckmann plötzlich nach einem schweren Gewissenskampf unter Eitelbergers Hörern und wußte in derselben Stunde, daß sein Geschick entschieden sei. Nun studierte er Kunstgeschichte, und bereits der Dreiundzwanzigjährige trat 1866 mit einem Aufsatz hervor, in dem er die Gründung eines ähnlichen Hamburger Museums, wie es das Wiener war, befürwortete. Aber als er nun in der Alsterstadt für seine Ideen wirkte, sah er bald, daß seine Zeit noch nicht gekommen war. Ueberall fand er taube Ohren, und mit seinem praktischen Blick erkannte er, daß ihm das kunstgeschichtliche Studium keine Grundlagen fürs Leben ewähre. Er sattelte also kurz entschlossen zum drittenmal um wurde Jurist, promovierte 1867 zum Dr. jur. und ließ sich in Hamburg als Rechtsanwalt nieder. 3 Aber auch auf diesem Umwege behielt er sein Lebensziel fest im Auge. Nun erst wirkte er in Hamburg für ein tieferes Verständ⸗ nis der kunstgewerblichen Bestrebungen, tat sich als Sekretär der neugegründeten Hamburger Gewerbekammer und als Ausstellungs⸗ kommissar der Wiener Weltausstellung hervor. Nach 6 Jahren hatte er die reale Basis zur Verwirklichung seines Jugendplanes ge⸗ schaffen, und 1874 wurde das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg eingerichtet, das ihm allein seine Entstehung verdankte. 5 Zuerst mußte man sich in gemieteten Räumen behelfen; dann wurde den immer mehr wachsenden Sammlungen in einem neuen Schul⸗ f gebäude der notwendigste Platz eingeräumt. In jahrzehntelanger aufopfernder Arbeit, für die er mit der werbenden Kraft seiner 3 Persönlichkeit weite Kreise der Bürgerschaft zu interessieren wußte, hat Brinckmann dann aus dem Museum eine Musteranstalt gemacht, die auf allen Gebieten einen reichen Ueberblick gewährt, und als er ihr 1894 den vorbildlichen Führer schrieb, wurde er zu einer ganzen Geschichte des Kunst rbes, die zugleich des Direktors gewaltiges Wissen erkennen ließ. Als Erster gewährte Brincksmann in seinem Museum der japanischen Kunst eine wichtige Stelle, wurde durch seine Sammeltätigkeit zu einer Autorität auf diesem Gebiet und erschloß mit seinem Werk über Kunst und Handwerk in Japan dem deutschen Geiste eine ganz neue Kunsttätigkeit. Seine Wirksam⸗ keit erstreckte sich weit über Hamburgs Grenzen hinaus und be⸗ fruchtete das ganze deutsche Kunstgewerbe. Dr. P. L. ö — 5 r dec die Farbe nnen hatte, welche wir noch hente als Iiapell] Samtetag nachmitta; 4.20 Ute. Kälber 220, Schale 35, Schweine 477.— Das Geschän war= eichnen. 3 it ähnlicher Farbe werden geradezu„Isa⸗ Sabbat-Ausqang 6.25 Uhr. e folge des Ausbruches der Maul- und Klauenseuche auf dem Schlacht⸗ — annt. Sie haben gelbes Haar nur am Rumpf, dabei Wochengottesdienst? Morgens 7.00, nachmittags 5.00 Uhr. und Viehhof mäßig rege. Der Auftrieb mußte abgeschlachtet werden aber* 4 weißen Schwanz 1 1. Ihre 5 3 4 2 sich in der Höhe der Notierung wie am letzten Hufe sind hell, ihre Haut fleischfarben und oft haben sie sogenannte 3 Markt am ebruar. Glasaugen, Früher waren Isabellen sehr beliebt und es gab meteorologische Beobachtungen der Station Gehen. 2— 5— Sͤchsen⸗Welmer f. Hier 3. 5 in 22— 85 752 r 7 55 7 7 7 8 5 Sachsen-Weimar ist ier wird Isabellen-Zucht au eute noch in 32 2 838 1285 1 ab, 1 0 22 26. geringem Umfang betrieben, während alle anderen derartigen 388 E 2 85 2 5 5 echnikum Bingen Aer den Pron ser eggs Justitute eingegangen sind, da es sich herausstellte, daß das Pferde⸗ 3 SS ZS S8 2 ss uffeurkurse. material unter der reinen Farbenzucht schließlich entartete. Daher 583 S 2 4 8 8 sieht man Isabellen unter den Pferden nur noch selten, unter den* 6D 1 2 Hemden in den Schützengräben aber dürften sie, wie gesagt, bei Amtlicher Teil. Freund und Feind augenblicklich desto häufiger sein. 4,10 4.9 79 N 10 Bed. Himmel 5 g* 1,9 4,7 90 NNW 10 Kirchliche Nachrichten. 3.0 4,9 86 Sw 2 10 2 Betr.: Sicherstellung des Haferbedarfs für die Heeres⸗ Israeutische Religionsgemeinde. verwaltung. ö 0 Gottesdienst in der Synagoge(Süd- Anlage). Samstag, den 13. Februar 15 Lorab en)? 5.30 Uhr. DNorgens 8.30) Uhr. * Nachmittags: 3.30 r. Sabbataus ganz 6 25 Abr. Israelitische Reliaionsgesellschast. Sottesoleult. Sabbatsefee an 13. Februar 1915 Freitag abend 5.10 UIbr. Samstag vormittag 8.30 tor. Predigt. Eides vorbereitung der Rekruten. 9.00 Uhr: Hauptgottesdienst. Predigt. 0 Höchste Temperatur am 9. bis 10. Februar 1915— + 4.8 C. 195 Kühe und recht lebhalt. Auftrieb: Rinder nofuhtverbot für Brot und eh!. Auf Grund des§ 36 se der Bundesratsverordnung vom 25. Ja- nuar 1915 in der Fassung vom 6. Februar 1915 über die Negelun, des Vertehrs mit Brotgetreide und Mehl wird für den Bezirt der Stadt Gießen hiermit angeordnet, daß Händlern, Handelsmühlen, Bäckern und Konditoren die Abgabe von Brot und Mehl außer halb des Bezirte ihrer gewerblichen Niederlassung verboten ist. Diese Anordnung tritt sosort in Kraft. vom Oberbürgermeister gestattet werden. Wer dieser Anordnung zuwiderhandelt, wird mit Gesängnie bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrase bis zu außerdem kann sein Geschäftsbetrieb geschlossen werden. Gießen, 10. Februar 1915. Der Oberbürgermeister. Keller. Ausnahmen können 1500 Mart bestraft, 9 18508 40 Kälber zugetrieben. 54100 und für Kälber 80—95 t. pro 50 kg Schlachtvieh. Fett- vieh war spärlich vertreten. Der Handel war im allgemeinen FC. Wiesbaden. Niedrigsie 1„10. i ö Märtte. m Kirchhain, 10. Febr. Nei gestrigen Viehmarkt waren Bezahlt Viehhof-Marktberi 81 Ochsen 24, Vermietungen Sud- 3 11 5 scöne ö⸗Zinmer⸗Wohn. Bad, Gas und Elektrisch, mit eichlich. Zubehör v. 1. April zu vermiel Nah. I. Stock. 22 S Zimmer 1 Crednerstraße 14 hübsche 5. Zim.⸗ Wohnung nebst Zu⸗ bebör, Gartenanteil ꝛc. ver, soortez vermiesen. 95 Näheres Hofmanustr. 14. J 5⸗Zin Kaiser⸗Allcr 22 Leb 1 Avril 1915 zu verm. Näh. Faß, Kaiser⸗Allee 20. 453 Ori Sch. 5. Zimmerwobn. Noonstr. 20 J. zum 1. April zu vermiet. zum Preise von 750 Mk. Näheres daselbst 5„Zim. ⸗Wohng. mit Bad Keplerstraße 91 II. Etage p. sosort zu verm. 1360 Näh. Löberstr. 8. L Zimmer Spar⸗ und Vorschußverein Lollar E. G. m. u. H. in Liauidation. 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Haben An Saldo-⸗ Vortrag 186738.28 Per in der Buanz pr „Verlust von Immo- 1913 vorge ebene bilien Konto 10739.91 Nackstellungen, weil „Verlust der Hypotbel nicht gebucht. 19074562 forderung an L. Troß 10000.—]„ Ausstebende Zinfen „Verlust der Hypothek · auf Aus stande vom forderung an Bill 2000.— 31. 12. 1913 bis „BVerlust von rückstän⸗ a 10758 48 digen Zinsen 14381830„ Bereinnahmte Zin⸗ „Verlust von Vorlagen 8404.97 8 1862.14 „zu bezahlende Ziusen 4 Sonstigeinnahmen 22 auf Einlagen v. 5 1.12.„ Saldo: 2 1914 9 Direkter Verlust.. 3756.96 „ gezablte Zinsen 3,305. Unsichere Aus stände 1278 18.92 1 2704.15 sich sta 27818.92 17157588 „Verwaltungs kosten 635.40 „diverse Rückstellungen 127818.99 IA II 3 Die Die Pechnung liegt von heute ab acht Tage in dem Geschä fislotale offen. Die Liquidatoren: Geißler. Gerlach. Tages-Ordnung: Verlust Rechnung; 2 Für den Aussichtsrat: Schmidt, Moos. General⸗Versammlung Samstag, den 20. Februar 1915, abends 8 uhr, im Nathaussaale. 1. 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Wie haben aber denn die Schlachten ausgesehen, die sie bestanden haben! Hinden⸗ burg, der die großspurigen Reden in der Duma ja wohl auch zu Gesichte bekommen haben wird, mag darüber gelächelt haben. Es ist eine ganz theatermäßige Steigerung in dieser Redemache gewesen. Zuerst der Präsident Rodzianko. Er vergleicht das kämpfende Rußland einem„Felsen im brül⸗ lenden Meere“. Dies tönende Wort wird nicht einmal den Franzosen sonderlich gefallen, denn die russischen Heere soll⸗ ten ja eine schwere Dampfwalze sein, die sich fortbewegt, nicht ein solcher Fels, der sich nicht bewegt ünd nichts be— wirkt. Wir wollen nur die hervorstechenden sachlichen Feststellungen der Dumaredner betrachten und von den bei⸗ gegebenen Phrasen ganz absehen, so sehr auch die Bemerkung des Präsidenten vom„Triumph des Geistes über rohe Kraft“ zum Spott herausfordern mag! Der zweite Redner, Mi— nisterpräsident Goremykin, prägte das Wort von dem„he⸗ roischen Stolz Rußlands“, dessen Macht immer mehr zunehme. Was die Kriegstaten anlangt, so rühmte er die russischen Siege an der kaukasischen Front! Was dort von Rußland bisher erreicht sein soll, ist uns wirklich schleier⸗ haft. Aber der„Felsen im brüllenden Meere“ mußte in einer bengalischen Beleuchtung erstrahlen. Darum wurde den fabel⸗ haften Ereignissen am Kaukasus gleich noch das Wahnbild von der„glänzenden Zukunft am Schwarzen Meere vor den Mauern Konstantinopels“ mit⸗ gegeben! Das ist doch gewiß eine Steigerung heroischer Gefühle— schade nur, daß das brüllende Meer am Felsen doch auch von einiger Dauer ist. Felsen können abbröckeln, aber das Meer ist ewig und kann nicht gebändigt werden.. Wir greifen vorweg, daß diese vom Ministerpräsidenten so blendend hervorgekehrten Eroberung sp läne Rußlanßs auch in der folgenden Aussprache, besonders von dem Ka— dettenführer Miljukow, unterstrichen worden sind. Das sind gewichtige Mahnungen an Balkanstaaten, wie Bulgarien und Rumänien, die auf solchen ungestümen Ehrgeiz des Zaren— reiches mit sehr gemischten Gefühlen blicken werden. Das stärkste leistete sich der Minister des Auswärtigen Sasonow. Nach ihm marschieren die russischen Heere be⸗ reits auf ihr Ziel los! Die russische Duma ist so„gebildet“, daß sie gar nicht nach der nüchternen Wirklichkeit fragt, sondern nur nach dem„glücklichen Augenblick des schließ⸗ lichen Triumphs“. Aber wo marschieren die russischen Truppen? Antwort: in Galizien und in der Bukowina. Rückwärts, Don Rodrigo, so heißt aber ihre Parole! Wenn man genauer zusieht, so lieferte also Sasonow, nachdem er die höchste Steigung genommen hatte, wieder einen sehr ver⸗ nehmlichen Abklang. Und gerade auf dem diplomatischen Hackbrett hatte er aus dem durchweg bereits bekannten Material einen schönen Hundebrei zurechtgemacht! Es lohnt vor deutschen Lesern nicht, diese Ergüsse im einzelnen zu widerlegen. Solche Dinge können nur der russischen Duma vorgemacht werden, anderswo in der Welt wird man sie still⸗ 1 übergehen. Von den panslavistischen Hetzereien er Vergangenheit schweigt man, nachdem mit de glänzenden Aussichten, die Rußland angeblich am Bos porus winken sollen, die Gemüter der Duma genugsam er⸗ schüttert worden sind. Die matte Entschließung, die von der Duma einstimmig angenommen worden ist, wird nur eine Eintagsbedeutung haben. Lügen haben zwar in Rußland etwas längere Beine als anderswo, aber durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden ja die großen Fragen der Zeit — dieser erdenkliche Opfer liefern, ** Derr rtr damit er das große nationale Werk vollenden könne. Seine Partei werde, obwohl sie zur Petersburg, duma und der Reichsrat habe Wünsche des Petersburg, 11. Reichsrat beendete di nahm folgende Anträge an: Maßnahmen als dringlich an: duktiven Hilfsquellen des dem a nationalen Landwirtschaft tung der Grundlage unser 3. die Revision des ganzen ter verteilten Besteuerung; kung desGrundeigentums scher Einwanderer in Rußland ö . Anwendung der Arbeit von Kriegs- nen bei Unternehmun die ausgedehnte gefa wobei so viel wie möglich sondere Gruppen kommen Opposition gehöre, für das 11. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Drucke der auswärtigen Industrie Budget stimmen. Die Reichs⸗ n das Budget angenommen. russischen Reichsrats. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Der e Beratung des Budgets und Der Reichsrat erkennt folgende 1. die Entwicklung der pro⸗ Landes und ihre Befreiung von 2. den Schutz der in Verbindung mit der Ausarbei⸗ er internationalen Handelspolitik: Steuersystems zwecks einer gerech⸗ 4. die unverzügliche Unterdrük⸗ deutscher und österreichisch-ungari⸗ außer solcher slawischer Ab⸗ ingen von öffentlichem Nutzen, die slawischen Gefangenen in be⸗ sollen, von denen ein Teil Land⸗ arbeiten bei privaten Grundbesitzern ausführen könnte; 6. die strenge Untersuchung und brechen und Gewaltakten die Normen des internatio Festsetzung aller Fälle von Ver⸗ aller Arten und Verstößen gegen nalen Rechts, die von den Truppen und Agenten feindlicher Mächte verübt wurden, und die Ab⸗ schätzung des dadurch ver terung der Lage der russi * rsachten Schadens; 7. die Erleich⸗ chen Kriegsgefangenen. * * Ein englischer Dampfer von einem deutschen Unterseeboot angegriffen. Ymuiden, 11. Febr. pitän des englischen heute früh von schen Java ankam, dem Maß⸗Feuerschiff und der Schouwerbank von (WTB. Nichtamtlich.) Der Ka Dampfers„Laertes“, der erzählte, daß er gestern zwi⸗ einem deutschen Tauchboot beschossen worden sei. Die Projektile drangen durch den in das Schiff ein. Das Tauchboot versuchte, torpedieren, aber der„Laertes“ entkam die Schiffsboote das Schiff zu durch schnelles Schnelligkeit. Amsterdam, Manöver 1 anhalten. nicht. Der Dampfer Signal des Unterseebootes wie er erklärte, zum Schutze der befindlichen Neutralen, nämlich Neger und Berlin, 12. Febr. Flagge schreibt die„Mo sich aufs neue, daß Ausweg mehr weiß, als ihr stecken und die der neutralen „Lusitania“, die bei Erst der Fall der englische Küste die Flagg um den deutschen Unters Der Kapitän führte keine Flagge. * Schornstein, den Kompaß und und Entwicklung der größten Febr.(B. Nichtamtlich) Der Kapitän des„Laertes“ berichtet weiter, daß das Untersee⸗ boot, ehe es den Angriff eröffnete, ihm signalisierte, er solle befolgte das Signal Beim ersten hißte er die holländische Flagge, zahlreichen auf dem Schiffe Cinesen. Zum Mißbrauch der holländischen rgenpost“: Somit bestätigt die englische Regierung keinen anderen e Handelsflagge zuver⸗ Staaten zu mißbrauchen. Annäherung an die e der Vereinigten Staaten setzte, ooten zu entgehen, und nun das bnnen.] 5 Er gewährleisten geschickt, bis ein amklicker Pericht über den Fall der„Lusi⸗ kania“ und der amtliche Wortlaut der deutschen Erklärung vorliegen. Berlin, 12. Febr. Nach den Londoner„Central News“ dementiert Präsident Wilson die Nachricht über einen gemeinschaftlichen Protest der neutralen Staaten gegen die deutsche Blockadeproklamation. Der Präsident faßt die Proklamation als eine Warnung an die neutralen Staa⸗ ten auf, daß gewisse Gegenden als gefährlich betrachtet werden müssen. g Die Konferenz der Nordlandstaaten. Kopenhagen, 11. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Es ist nun endgültig bestimmt, daß die Konferenz von Ver⸗ tretern der Kriese arinen der drei nordischen Staaten über die Gefahren der treibenden Minen dem⸗ nächst in Kristiania abgehalten wird. Stockholm, 11. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Nach dem„Svenska Dagbladet“ wird die Konferenz der Re⸗ gierungen der drei nor dischen Staaten über die neue Lage zur See in nächster Zeit in Stockholm stattfinden. Das ameritkanische Schiffkaufsgesetz. London, 11. Febr.(WTB Nichtamtlich.) Reuter meldet aus Washington: Am 9 Februar hielt der Senat wegen der Schi fsbill wieder eine die ganze Nacht währende Tauersitung ab. Viele Senatoren, die ins Theater und zu ters gegangen waren, kehrten um Mittern in die Sitzung; In den frühen Morgenstunden wurde befohlen, me hrere ab⸗ wesende Senatoren zu verhaften und nach dem Senat zu bringen London, II. Febr Nichtamtlich.) Die„Central berichten aus Washington vom 9. Februc lson erklärte fei seine Absicht, die Schiffskau nicht fallen zu lassen, auch wenn er eine besondere Sitzung einberufen müßte. (WTB. 9 Pi Die„Dacia“. London, 11. Febr.(W. B. Nichtamtlich. Reuter meldet aus Norsolk unter dem 9. Februar: Die„Dacia“ konnte nicht abfahren, da elf Mann ihrer Besatzung streikte n. Die Brotversorgung in Berlin. Berlin, 11. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Beratungen zur Neuregelung der Brotversorgung in Groß ⸗ Berlin sind beendet. Nach den von der dtverwaltung getroffenen Bestim⸗ mungen ist die Ausgabe von Brotkarten am 22. Februar zu erwarten. Jede Person erhält eine nicht übertragbare, auf eine Woche gültige Karte zu einem Gesamtbezug von zwei Kilogramm die Woche mit Abschnitten für den Bez von kleineren Mengen, 5, 50, 100 und 250 Gramm. Zur gelung sind 170 Kom⸗ missionen gebildet worden Eine Einheitlichkeit des Vorgehens auch der Nachbargemeinden ist gesichert. Brotausgabe in den Re⸗ staurants ist verboten. Der Gast kann das Brot mitbringen. Ho tels und Pensionen erhalten Tageskarten nach der Zahl der poli⸗ zeilich gemeldeten Personen. Der Vorstand des Deutschen ädte⸗ tages, der morgen in Berlin zusammentritt, wird voraus sichtlich allen Städten mit über 25 000 Einwohnern dieselbe Regelung empfehlen. 191102 Tonnen britische Handelsschiffe versenkt. London, 11. Febr Nichtamtlich Im„Daily Telegraph“ schreibt der Korrespondent für Seeversicherung: Der Markt für Kriegsversicherung war gestern sehr belebt. Die Prämien erhalten sich auf der alten öhe. Seit Beginn des Krieges sind 191 102 Tonnen britischer Schiffe ver senkt, 31017 Tonnen durch Minen zum niken gebracht und 3385 Tonnen torpediert worden. Das ist nach Lloyds Register etwas ũber ein Prozent der gesamten Handelsflotte. 4 W. B gebracht 5 er dauerd cht daran, sich des Toff * Kriegs⸗ wurde, gens lüssigteit über 5 Prozent Zune D 11 8 f————— 5 5 10 ne 5 0„ 0 55 Se 00% 7 Die Nacht mächks kr. 1 450 7 50 91¹ 1 91023 amine Schar spekulativ r be Vun un 200 neben Per* t f Verfolgung 30 1230 vagfogtaliener verloren an Ou 8 Ae ist es, wg bed, Eil gutes Geschäft machen zu können, 5 3 11. Febr. d. Nichtamtlich Die„Neue 3 Tote und einen 2 67 0„en. Die erytreischen und libyschen] wenn sie jetzt Verkäufe in der Kriegsanleihe des Jahres 1914 ürcher Zeitung“ meldet aus Petersburg: Der lzpreis Truppen hatten 29 Tote and 50 Verwundete. Die Haltung der vornehmen, um dafür die neue Anleihe, die im März emitiert in Petersburg ist um 70 Prozent gest Auch die anderen Sg 9 schaf 8 8 f R 8 ggg re 9. 5 Offiziere 1 Mannschaften war glänzend. erd n Lebensmittel sind bedeute eurer gewor— Der Kom⸗Ifsiziere und Mannschaften war glänze werden soll, hereinzunehmen. Die Rechnung der Spekulation ist mandant von Kronstadt setzte Höch st p se fest; den dar Die Haltung Italiens. sehr einfach, sie glaubt, daß der Emissionskurs der neuen Anleihe widerhandelnden wird eine Strafe von 3000 Rubeln oder Paris, 11. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Französische sicher unter dem sogenannten Börsenpreis der älteren Anleihe drei Monaten Arrest angedroht. Blätter erfahren aus om, Italien werde gegen liegen werde. Aber die scheinbar einfachsten Deduktionen sind zu⸗ 89 die deutsche Blockadeerklärung nicht pro⸗ e. 5 3 2 8 testieren. gar nicht daran, ihrer Erwägung über die Höhe is⸗ Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Austausch von Kriegsgefangenen. sionspreises der neuen Anleihe die willkürliche Kursbewegung Wien, 11. Febr.(WB. Nichtamtlich.) Amtlich wird Berlin, 11. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Vom 12. Fe- des freien Marktes der Börsenbewegung zugrunde zu legen. Für verlautbart: 11. Febr. mittags: In Russisch⸗Polen bruar 1915 ab werden die kriegsgefangenen Franzosen, die die Reichsregierung ist bei der Bestimmung des Ausgabepreises und Westgalizien, abgesehen von Artilleriekämpfen, für den Sch werverwundeten⸗Austausch in Frage der neuen Anleihe die außerordentlich günstige Placierung der leine Ereignisse. An der Ka rpathenfront wurden im kommen, für den späteren Abschub in Lonstanz vereinigt s älteren Anleihe maßgebend, und wenn jemand glaubt, daß in Abschnitt westlich des Uzsoler Passes russische Angriffe und werden. Der Termin dieses Austausches steht leider noch jedem Falle der Emisstonspreis sich unter dem sogenannten Börsen⸗ einzelne partielle Vorstöße unter starken Verlusten des nicht fest, da die französische Regierung immer noch keine turse halten müsse, so kann er hierbei eine Enttckuschumg erleben Feindes z urückgeschlagen. zusagende Antwort erteilt hat. Die für den Austausch in furse 9 r 4. Nene 5 0 0 5 3 9 a 87 ee gag.„ 3 5 9 Febr.] Eine solche würde besonders für kleine Kapitalisten, die vielleicht Im Waldgebirge und in der Bukowina sind Frage kommenden Engländer werden bis zum 14. Febr. l 8 4 b Güeuert Fortschritte zu verzeichnen. Mehrere hundert in Lingen(an der holländischen Grenze) bezw. in von Winkelbankiers in der erwähnten Richtung beraten worden Gefangene sowie Maschinengewehre wurden eingebracht. Lüttich vereinigt werden. Als Termin für den Austausch sind, außerordentlich bedauerlich sein. Keine angesehene deutsche Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: durch Vermittelung der Niederlande ist der englischen Re-] Bank und kein angesehener deutscher Bankier wird seiner Kundschaft v. Höfer, Feldmarschalleutnant. gierung der 15. und 16. Februar vorgeschlagen worden. empfehlen, eine Spekulation in der Kriegsanleihe des Deutschen Kationaltonferenz französischer Sozialisten. bierchos rordunehmen; denn eine solche Anregung würde ein um- Par 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die Huma⸗ patriotisches die öffentlichen— schädigendes Beginnen sein. 77870 5 1855 ieee, eee 50 8 Wenn auch durch spekulative Verkäufe wirklich eine Wertminderung nité“ veröffentlicht den tzungsbericht der National- W 6 Abe 8. 4 5 a1 konferenz der französischen So zialistenpar⸗ bezüglich der Kriegsanleihe eintreten sollte, so hätte ein jeder, der tei am 7. Februar, in welcher die Vertreter der französischen] daran mitgewirkt hat, sich die schwersten Vorwürfe zu machen. Sozialisten die Haltung der sozialdemokratischen Partei seit Bundes ratsverordnung über den Verkehr mit Zucker. dem Kriegsausbruch billigten. Der Minister Jules Guesde führte in seiner Rede aus, Frankreich bekämpfe nicht das deutsche Volk, sondern nur den Militarismus. Es sei bereit, dem deutschen Volke die Hand zu bieten, sobald 9 es sich vom Militarismus loss Gustave Herve bs jahr sagte, der Friede sei nicht eher mö ich, bis der preußische er Besti Militarismus vernichtet sei und erklärte: Jetzt, wo 500 000 der unseren starben, wollen wir, daß diese Opfer zu ewigem Nutzen und zur Befreiung der Völker beitragen. Sembat bemerkte, die französischen Sozialisten hätten ihre Pflicht als] bleibenden Verteilung 3— sbpatriotische Untertanen gehalten und wollen jetzt einen Frie⸗ zuckerfabriken und di Sag Iden, der die allgemeine Abrüstung, die internationale Kon⸗ Verträge über Liefer e 8 Oase 5 trolle über die Waffenfabrikation und die obligatorische Ein⸗s weiter erfüllt werde bleiben diese 7 a führung von Schiedsgerichten in allen Konflikten festsetze. 14 fest Die Nationalkonferenz beschloß endlich, vier Vertreter zum Londoner Sozialistenkongreß zu entsenden. * 2* Das Weihnachtsfest der Helden von Tsingtau. Berlin, 12. Febr. Ueber das Weihnachtsfest der Hel⸗ mmt. Es den von Tsingtau erfährt der Berliner„Lokalanzeiger“, daß verständige laut einer Meldung Petersburger„Rjetsch“ überall in 80 5 s und Gewerbes Japan, wo sich deuksche Kriegsgefangene befinden, die Be⸗ nach 5 des — n hörden für diese großartige Feiern veran r Die Kämpfe am Duklapaß. staltet hätten. Der für den Kommandanten Meyer⸗ N dukte an die Be⸗ 0 Fehr 50 A Waldeck bestimmte Tannenbaum sei mit 2500 Kerzen ge⸗ ssen diejenigen Personen Budapest, 11. Feb: Nichtamtl.) Der Krie chmückt gewesen n 1 0. berichterstatter des„Az Est“, Fran z Molnar, beri ae 1 f Bstriebe ihres Gewerbes her⸗ vom Schauplatz der Kämpfe am Dukla paß r Haupt⸗ Rußland und China. eee zweck der dortigen russisch sensive ist eine 8, unsere Zürich, 11. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Neue ilogrammprozent Zucker in Roh⸗ Erfolge in den tfarpathen zu paralysieren, andererseits Zürcher Ztg.“ meldet aus Peters bu rg: Die Antwort zucker und den Nachprodukten 22,2 Pfg., in Melasse 16 Pfg ab die Eisenbahn Jaslo Lemberg, die für sie eine Lebensfrage! Rußlands auf den Protest Chinas wegen des russisch- 1 Verladestelle der Fabrik oder ab Lager frei Wagen ohne Verpackung 8.. 8 un en. In vergälltem Zucker erhöht sich der Preis für das ammprozent Zucker um einen Pfennig in Melasse⸗Misch⸗ sutter, um 12 Pfennig dei Mischung mit Strohhacksel und un! 5 Pfennig bei Mischung mit Torfmull Beim Verkauf der Futter⸗ mittel an die Verbraucher ist nur ein Preisaufschlag bis zu 7 vom Hundert zulässig. Abgesehen von einer Vermittelungsvergütung von 2 vom Tausend wird der von der Bezugsvereinigung erzielt Reingewinn im Interesse der Futterverbraucher verwendet. Zu hohe Schweinepreise! Berlin, 11. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die Bundes- ratsverordnung vom 25. Januar, durch die den Städten von über 5000 Einwohnern auferlegt wurde, sich einen der Be— völkerung entsprechenden Vorrat an Fleischdauerware anzulegen, hat durch das gleichzeitige Einkaufen so vieler Steller. auf den Schweinemärkten zu einer durch die Marktlage nicht ge⸗ rechtfertigten Steigerung der Schweinepreise ge⸗ führt. Deshalb machte die Zentral⸗Einkaufsgesellschaft im Einver⸗ ständnis mit dem deutschen Städtetag den Versuch, eine Zentrale für den Einkauf der von den Städten für die Anfertigung von Dauerware benötigten Schweine ins Leben zu rufen. Ein aus Vertretern der Landwirtschaft, der Städte und der Zentral-Ein⸗ kaufsgesellschaft zusammengesetzter Preis ausschuß soll die Preise festsetzen, zu welchen die Zentrale den Bedarf der Städte einkaufen wird. Der König von Bayern zu Besuch bei Krupp. Essen(Ruhr), 11. Febr. WTB Nichtamtlich.) Der König von Bayern ist heute vormittag 9 Uhr, von Villa Hügel kom⸗ mend, im Hauptverwaltungsgebäude der Gußstahlfabrik eingetrof⸗ sen, wo in der Ehrenhalle die Vorstellung der Mitglieder des Direktoriums und der stellvertretenden Direktoren erfolgte. Im Lichthofe des Hauptverwaltungsgebäudes begrüßte Herr Ker u vp v. Bohlen und Halbach den König mit einer Ansprache, worauf dieser erwiderte. Nachdem einige Ordensaus zeichnungen bekannt gegeben worden waren, hielt Direktor Ehrensberger einen längeren Vortrag über die Entwickelung der Kruppschen Werke, ins⸗ besondere der Gußstahlfabrik. Daran schloß sich die Besichti⸗ gung des Hauptperwaltungsgebäudes und der Besuch des Stamm- e an. Nachdem noch einige Betriebe besichtigt waren, er⸗ lgte um 12 Uhr mittags die Rickfahrt zur Villa Hügel. Nach⸗ mittags setzte der König seine Rundfahrt durch eine Reihe wei⸗ terer Betriebe der Gußstahlfabrik fort, um gegen 5.30 Uhr nach⸗ mittags wieder zur Villa Hügel urückzukehren. Berlin, 12. Febr. Aus einer Uebersicht über den Stand der Vorentschädigungen an die Provinz Ostpreußen ist zu entnehmen, daß bis Ende Januar vom Finanzminister 47 Millionen Mark angewiesen waren.. Berlin, 11. Febr.(Priv.⸗Tel.) Das„Berl. Tageblatt“ meldet aus Köln: Nach einer Meldung der„Köln. Volkszeitung“ ist der preußische Landtagsabgeordnete Imbusch verwundet in LuTische Gefangenschaft geraten. Aus Stadt und Cand. Gießen, 12. Februar 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Landwehrm. Wilh. Waltermann, Res.-Juf.-Rat. 116, aus Alsfeld.— Ersatz-Res. Hermann Leonhardt, Res.-Inf.⸗Rgt. 116, aus Darmstadt. * * Ritter des Eisernen Kreuzes: Gendarme⸗ rie⸗Wachtmeister beim 18. Armeekorps Hofmann in Gießen(erhielt auch die Hess. Tapferkeitsmedaille). Gefr. und Meldereiter im Res.⸗Feldart.-Regt. 47 Konr. Müller aus Wehrshausen. Hornist⸗Gefreiter Neef aus Rodenbach (Dillkreis, Landw.-Uffz. Karl Lupus aus Elkerhausen, Fußart.⸗Regt. 3. Gefr. Wilhelm Herold aus Neukirchen, Kr. Wetzlar, Pion.⸗Regt. 19. Schütze Ferd. Stähler aus Hadamar, 10. Res.⸗Div. Reservist Georg Heep und Res. 3 Horn, beide aus Steinbach. Lehramtsassessor Dr. Racke, Off.-Stellv. im Inf.-Regt. 118, aus Butzbach. Musketier Heinrich Jakob aus r Inf. Regt. 116. Reservist Ferdinand Hein aus Wenings, Feldart.⸗ Regt. 61. Gefr. Knauf aus Zella, beim Stabe des 18. Res.⸗ Armeekorps. Heinrich Eckhardt aus Röllshausen. Pro viantmeister Aug. Gripp aus Friedberg, im 14. Armee⸗ korps. San.⸗Feldw. im Inf.⸗Regt. 168 Karl Marx aus Offenbach. Leutn. d. Ldw. im Landw.⸗Inf.⸗Regt. 116 Ing. Otto Christiani aus Offenbach. * Militärische Vorbereitung der Jugend. Die Uebung des letzten Sonntags diente der Bildung von Schützen— linien und Unterweisung der Gruppenführer. Am Mittwoch abend unterrichtete Herr Mittermaier über die„Kriegs- artikel“ und. Herr Horst über„Verhalten im Gefecht“. Herr Braubach schilderte sodann in interessanter Weise den Dienst an Bord, sobald das Schiff den Hafen verlassen hat, und gedachte zum Schluß der Heldentat der Besatzung von „Emden II“, der ein begeistertes Hoch dargebracht wurde. * Regelung des Verkehrs mit Brot. Die im Anzeigenteil veröffentlichte Bekanntmachung des Ober— bürgermeisters, wonach über die Abgabe und das Ver- backen des Mehls von Mehlhändlern, Mühlen, Bäckern, Konditoren usw. Nachweise zu führen und hierüber am 1., 10. und 20. jeden Monats Anzeigen zu erstatten sind, wird zur Beachtung empfohlen. * Auszeichnung eines hessischen Flieger⸗ offiziers. Ein geborener Gießener, der Oberleutnant Hans Busch im Fußartillerie-Regiment Nr. 3(Mainz) hat im Felde als Flugzeugführer auf dem westlichen Kriegsschau— platz das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhalten, nachdem, ihm bereits im September das Eiserne Kreuz 2. Klasse ver⸗ liehen worden war. Oberleutnant Busch ist in Gießen als 5 2 85 Eltern, des Fabrikanten und Hauptmanns d. L. Adolf Busch und seiner Ehefrau Luise, geb. Kraus⸗ grill, geboren, 1 das Gießener Gymnasium und das zu Offenbach a. M. und trat 1905 in Mainz in die Armee ein. Anfang Jauuar stürzte der Flieger bei einem Erkun⸗ dungsfluge in Nordfrankreich infolge Maschinendefekts ab und sieht der Heilung seiner schmerzhaften Verletzung in einem Feldlazarett des westlichen Kriegsschauplatzes ent gegen. 5 Heger Das Musikkorps des Bischweiler Regi⸗ ments hat sich nach der Versetzung in eine andere Armee bis auf weiteres aufgelöst. Der wackere Leiter des Korps, Musiklehrer Albert Kasten ist zum Offizier Stellver- treter befördert und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden. .* Kriegüund Religion. In der Reihe der vom Ober- hessischen Verein für innere Mission veranstalteten Vorträge wird am Sonntag, 14. Februar, Herr Pfarrer Julius Werner von der Paulskirche in Frankfurt a. M., der als Schriftsteller und edner in weiten Kreisen bekannt ist, das Thema behandeln: „Der Krieg als Zerstörer und Erneuerer“. Der Vortrag findet wieder bei freiem Eintritt, abends 8 Uhr, pünkt⸗ lich, in der Stadtlirche statt. 5 * Baut Frühgemüse!l Frühgemüse wird rar werden. Es wird die Einfuhr aus dem Auslande fehlen. Darum wird es sich für die Gemüsegärtner lohnen, 5 4 5 viele Frühgemüsesetzlinge heranzuziehen, für die sich willige Abnehmer finden werden. In geschützten Haus- gärten wird sich auch manches früher als sonst heran— giehen lassen. Die darauf verwendete Sorgfalt wird sich im kommenden Frühjahr lohnen. Dasselbe trifft für Fel d⸗ gemüsegärtner zu, die auf sicheren und lohnenden . ö 5 15 können. Man wird Gemüsearten bevorzugen, den bestehenden Vorschriften mit einer Photographie des In die frühzeitigen Ertrag geben und von der städtischen Be⸗ völkeru serne gekauft werden Lohnen wird der ver⸗ mehrte Anbau von Spinat, Melde, Oberkohlraben, Wir⸗ sing, Frühkraut, Karotten und frühen(niederen) grünen Erbsen. Soweit noch Raum in Gärten ist und warmes mildes Ackerland zur Verfügung steht, wird auch der An⸗ bau von Frühkartoffeln sich weiter als sonst ausbreiten. Im Kleinbetrieb werden große Mengen von Frühgemüsen herangezogen werden, wenn der Nutzen eingesehen wird. Gerade der Kleinbetrieb wird auch am ehesten die dazu erforderlichen natürlichen Dungstoffe aufbringen können. Reisen nach Metz. Der Gouverneur der Festung Metz hat auf Grund des Gesetzes über den Belagerungs⸗ zustand bestimmt, daß zum Einpassieren in den engeren Festungsbereich von außerhalb der Kreise Metz und Bolchen liegenden Ortschaften her für alle Perfonen, die sich nicht im Besitze eines Gestellungsbefehls zum Heeresdienste in Metz befinden, die Erlaubnis des Militärpolizei⸗ meisters zu Metz erforderlich sei. Die Erlaubnis ist mög⸗ lichst 10 Tage vorher zu beantragen. Dem Antrage ist eine Photographie sowie eine Bescheinigung über die Notwendig— keit und die Unbedenklichkeit der Zureise beizufügen. Soweit diese Bescheinigung nicht von einer Militär-, Reichs- oder Landesbehörde in Metz, bei geschäftlichen Reisen auch von der Metzer Handelskammer erteilt wird, ist sie vom stellver— tretenden Generalkommando des Wohnortes auszustellen. Anträge, auf die eine Antwort nicht erfolgt, gelten als abgelehnt. Für Arbeiter-Transporte der Gruben und Hüt— tenwerke kann ein dem Transportführer auszuhändigen⸗ der Gesamtausweis ausgestellt werden. Die Erlaubnisscheine des Militärpolizeimeisters sind innerhalb der auf ihnen ver- merkten Frist zurückzuliefern. Uebertretungen dieser An— ordnung, insbesondere Mißbrauch von Erlaubnisscheinen und sonstigen Ausweisen werden, sofern nach den allgemei⸗ nen Strafgesetzen keine strengere Bestrafung einzutreten hat, mit Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft(§9b des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juli 1851). 85 Steinkohlenbezugs⸗Gesellschaft. Samstag abend hält die Steinkohlenbezugs⸗Gesellschaft Gießen ihre ordentliche Hauptversammlung für das Jahr 1913/14 im„Pfälzer Hof“ ab, deren Besuch den Mitgliedern enn wird. 18 Anzeigen. onzertverein. Das am Sonntag, nachmittags 57¼ Uhr stattfindende Konzert macht uns* ersten Male mit dem in der musikalischen Welt sehr gut angeschriebenen Kling⸗ ler⸗Quartett bekannt. Die Vereinigung, der die Herren Professor Karl Klingler(Primgeige, Alphons Brun zweite Geige), Fridolin Klingler(Bratsche) und kgl. preuß. ammervirtuos Hugo Dechert(Cello) angehören, hat es in der verhältnismäßig kurzen Zeit ihres Bestehens vermocht, sich eine führende Stellung und die Geltung als eine der ersten ihrer Art zu erringen. Der Primgeiger, Prof. Klingler, der den ersten Unterricht bei seinem Vater genoß, wurde 1897 Schüler JIbachims an der Berliner Hochschule, die er nach drei Jahren mit dem Mendelssohnpreise verließ. Von 1901 ab Konzertmeister des Berliner Philharmonischen Orchesters, trat er 1904 als Lehrer in die Hochschule ein und wurde 1910 zum Professor ernannt. In Vertretung des erkrankten Prof. Wirth trat er später in das Joachimquartett ein und gründete 1906 sein eigenes Quartett, das seitdem in ganz Deutschland, den Niederlanden, England, Norwegen, Spanien und Paris mit größtem Erfolge gespielt und durch die seelische Vertiefung seines Spiels und den idealen Zu⸗ sammenklang überall starken und nachhaltigen Eindruck hinterließ. Joachimsche Art und Auffassung wirkt in diesem Quartette weiter, dessen Primgeiger wirklich der geistige Führer ist. Das Pro⸗ 8 der bevorstehenden Konzerte bilden drei Meisterwerke der . 3 10 895 15 F.-moll, Haydns aiserquartett un wu volle ubertsche„Der und das Mädchen. 5 6 5 Auszahlung der Familienunter⸗ stützungen für die Zeit vom 16. bis Ende Februar an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen findet Dienstag, den 16. Februar, Mittwoch, den 17. Fe⸗ bruar, Donnerstag, den 18. Februar, Freitag, den 19. Fe⸗ bruar 1915, vormittags von 8 bis 1 Uhr im Stadthaus, Zimmer 16, statt. * Postlagernde Sendungen. Auf Anordnung der zuständigen Militärbehörden erfolgt von jetzt ab die Aus⸗ händigung postlagernder Sendungen nur noch an solche Personen, die sich durch Vorlage eines polizei⸗ lichen Ausweises oder einer Postausweiskarte, die nach habers versehen sein muß, ausweisen können. * Das Hotel⸗Restaurant Elges am Selters weg, dessen Neuherrichtung und bauliche Erweiterung nun beendet ist, wird morgen(Samstag) eröffnet.(S. Anzeige in heutiger Nr.) Kreis Friedberg. h. Friedberg, 12. Febr. Die neuerbaute Infanterie- kaserne ist bekanntlich zum Aufenthaltsort für etwa 600 ge— saugene russische und sranzösische Offiziere bestimmt worden. Bisher fanden hier 250 russische und 50 französische Offiziere aller Waffengattungen und Diensigrade Unterkunst. Den Gefangenen ist es gestattet, sich Ordonnanzen zu halten, die sich natürlich aus gefangenen rufsischen und sranzösischen Mannschaften rekrutierten. Von besonderem Interesse ist t hierbei jedoch die Tat— sache, daß die französischen Offiziere es durchsetzten, daß von ihren Landsleuten niemand Verwendung als Ordonnanz bei den russi— schen„Kameraden“ sand. Die Offiziere können sich, soweit es die ürengen Bewachungsvorschristen gestatten, in beliebiger Weise be— schäftigen. Mit besonderem Eiser lesen sie natürlich die ihnen zur Verfügung gestellten deutschen Zeitungen und illustrierten Wochen- schrissen, die die Herren selbstverständlich aus der eigenen Tasche bezahlen müssen Das Halten russischer oder französischer Zeitungen ist ihnen verbolen. Die meisten der gesangenen Offiziere sind der deutschen Sprache mächtig. 5 Starkenburg und Rheinhessen. OWald⸗ Michelbach, 12. Febr. In den zu Lazaretten eingerichteten Schwesternhäusern der evangelischen und katholischen Gemeinde sind die ersten Verwundeten eingetroffen. Es sind Leicht⸗ verwundete, die sich in der gesunden Odenwaldluft nach ihrer Heilung in anderen Lazaretten noch etwas erholen sollen, bevor sie wieder ins Feld rücken. Die ärztliche Leitung der Lazarette hat der hiesige prakt. Arzt Dr. Winkler übernommen. E Rimbach, 12. Febr. Den Tod fürs Vaterland starb der Kriegsfreiwillige Fritz Nuß, ein Sohn des hiesigen Kreis veterinärarztes Nuß. 4 Hessen⸗Nassau. b. Biedenkopf, 11. Febr. Ter Stadtverordneten⸗ Versammlung lag die Rechnung der Stadtgemeinde für das abgelaufene Jahr vor. Sie schließt ab mit einer Einnahme von 257 813,14 Mk. und einer Ausgabe von 245 325,79 Mk., mithin mit einer Mehreinnahme von 12 487,63 Mk. X Hanau, II. Febr. Der Landrat des Landkreises Hanau hat sämtliche Vorräte an Gerste im Landkreise Hanau, soweit sie nicht zur Fortführung der eigenen Wirtschast erforderlich sind, für beschlagnahmt erklärt. Der 49 Jahre alte Gold- schmied Pfeil stürzte aus dem Fenster seiner Wohnung in den Hofraum. Er war sosort tot. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Eine Bitte an die Stadtverwaltung. Der Magistrat von Frankfurt hat mit Wirkung vom 12. Februar angeordnet, daß mit der Herstellung von Weizenbrot und — Brötchen micht vor 12 Uhr mittags begonnen werden darf, und daß die Brötchen nicht vor 5 Uhr nachmittags des Tages, an dem sie gebacken werden, zum Verkauf gebracht werden dürsen. Alles andere Gebäck, also insbesondere sogenanntes mürbes Gebäck und sogenannte Kreppeln, darf nicht mehr, auch nicht im Haushalt, her⸗ gestellt werden. „ Unsere Bitte an die verehrliche Stadtverwaltung geht dahin, möglichst sosort dieselben Maßregeln zu treffen und sie unnachsichtig durchzuführen. Sicherlich gibt es in Gießen Vernünftige genug in allen Klassen der Bevölkerung, die auch ohne solche Maßregeln keige Kreppeln essen und schon längst auf ihre Brötchen verzichtet haben. Es gibt aber leider auch Unvernünftige genug, und wiederum in allen Klassen, die die lieb gewordene Gewohnheit nicht aufgeben können, richtiger wollen, trotzdem ihnen immer wieder gepredigt wird, wie notwendig unserem ganzen Volke das bischen Enthaltsamkeit— Opfer kann man es wirklich nicht nennen — ist. das jetzt von uns verlangt wird. In einem angesehenen Blatte stand kürzlich zu lesen, daß, so glänzend sich unser Volk bei der militärischen Mobilmachung bewährt habe, es bei der wirtschastlichen so gut wie versage. Die Beobachtungen, die man in unserer Stadt auf Schritt und Tritt machen kann, be⸗ stätigen dieses Urteil leider Gottes in mehr als einer Beziehung. Wer angesichts der gewaltigen Kundgebung unserer Regierung vom 4. Februar, die uns die frivole Absicht Englands, unser Volk aus- zuhungern, mit so tiesem Ernst zum Bewußtsein gebracht hat, nicht imstande ist, auf Genüsse zu verzichten, von denen er weiß, daß ihre Befriedigung eine Schädigung der Volkswirtschast bedeutet, der hat jedenfalls kein Recht, mitzusprechen, wenn von Vater landsliebe die Rede ist. Kr. — 5——— Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 13. Febr. 1915 — 0 bewoltt, meißt trocken, keine Temperaturänderung, schwache inde. —— Letzte Nachrichten. Ein Friedensantrag im englischen Unterhaus. London, 12. Febr. WTB. Nichtamtlich.) Im Unter⸗ hause fragte Jowett(Arbeiterpartei) an, ob nicht die britische Regierung in der Absicht, den schrecklichen Verlusten an Men⸗ schenleben ein Ende zu machen, bereit wäre, bekannt zu geben, auf welcher Grundlage England und die Verbündeten willens seien, Friedens bedingungen zu erörtern. Grey erwiderte, die jüngsten öffentlichen Aeuße rungen Deutschlands gäben keinen Grund, anzunehmen, daß der Zweck, den Jovett im Sinne habe, durch die Annahme des Vorschlages gefördert werden würde. Asquit h stellte fest, daß etwa 60 Prozent der britischen Verwundeten gesund⸗ und für den Kriegsdienst wiederhergestellt würden. Im Verlaufe der Aussprache über Warenvpreise erklärte Asquith, die Regierung lehne es ab, Höchstpreise festzusetzen oder Weizenvorräte zu kaufen. Die Weizenvorräte würden sich demnächst vermehren und der Preis sinken, ebenso wie der des Zuckers. 5 Kriegsmüdigteit in Frankreich? Basel, 12. Febr. Gustave Hervé äußert in einem Leit⸗ artikel in der„Guerre Sociala“ die Hoffnung, daß die Sonntag stattfindende sozialistische Konferenz in London den Krieg bis zum Aeußersten fordern werde. Hervé beklagt, daß in Frank⸗ reich Kriegsmüdigkeit zu spüren sei, sogar un⸗ ter den Truppen. Die„Humanité“ veröffentlicht den steno⸗ 2 Bericht über die Nationaltonferenz der französischen ozialisten vom 7. Januar. Minister Sembat sagte in seiner Rede, Symptome von Müdigkeit seien nicht zu leugnen, aber er⸗ klärlich. Voreilige Chauvinisten hatten die Zerstückelung Deutsch⸗ lands gefordert. Diese Drohung habe zur Folge gehabt, daß sich das ganze deutsche Volk wie 1813 erhob. Die Londoner Sozia⸗ listenkonferenz beschloß, laut zu erklären, daß die Sozialisten gegen jede Eroberung sind. Die Kämpfe am Duktla⸗Paß. K. u. K. Kriegspressequartier, 12. Febr. In der Dullasenkung wird seit einigen Tagen auf das heftigste ge⸗ lämpft. Die Russen wollen dort um jeden Preis durchstoßen und erneuerten dort trotz schwerster Verluste immer wieder ihre todesmutigen Angriffe. Seit drei Tagen ist es gelungen, die 29155 zum Stehen zu bringen. Noch aber befinden sie sich auf ungarischem Boden und die Paßhöhen sind in ihren Händen. Die russische Infanterie, die in der Duklasenkung Massenangriffe nach napoleonischem Vor- bilde zu unternehmen hatte, erlitt entsetzliche Ver- luste. Es wurden mir Zahlen genannt, von denen ein Bruchteil hinreicht, um diese Angriffe eine Schlacht zu nennen. Es wurde weiter versichert, daß das in der Dukla⸗ senkung sich fühlbar machende Tauwetter einen ungeheuren Leichengeruch ausgelöst habe, so daß besondere sanitäre Vorkehrungen getroffen werden mußten, um das Aus- brechen von Krankheiten hintanzuhalten. Die Befreiung der Bukowina. Wien, 12. Febr. Aus der Bukowina wird gemeldet: Unter dem Jubel der Bevölkerung rückten gestern unsere Truppen von Gura⸗Humora über Selka vor. Die Russen ziehen sich im Laufschritt zurück und haben die Stadt Solka und den Suczawa-Bezirk geräumt. Der Bahn⸗ verkehr wurde jetzt bis Gura-Humora aufgenommen. Ueber Dornawatra treffen täglich noch zahlreiche Gefan⸗ genentransporte ein. Sie gehören zumeist den Infanterie— Regimentern 136 und 284 an. Die russischen Sol- daten sind hocherfreut über die Gefangennahme und er— zählen übereinstimmend, daß die Endfrist verstrichen sei, mit der sie ihre Offiziere auf das Ende des Krie⸗ ges vertrösteten. Da die Versprechungen der Offiziere nicht eingetreten seien, wollen sie nicht weiterkämpfen. (B. Tagbl.) Die Versenkung der„Washington“ durch die Russen. Konstantinopel, 12. Febr. Der amerikanische Dampfer „Washington“, der von russischen Kriegsschiffen im Hafen von Trapezunt in den Grund geschossen wurde, hatte Aerzte und Heilmittel für das Spital des Roten Halbmondes in Trapezunt gebracht. Wie es heißt, wird der amerikanische Botschafter in Petersburg bei der russischen Regierung wegen der Beschießung der„Washington“ protestieren und Aufklärung über diese Ver- letzung der amerikanischen Flagge verlangen. 5 Getreidemangel in Italien. Basel, 12. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Basler Nachr.“ melden: Nach Mitteilung des Vorstandes des italie— nischen Bundes der Getreideproduzenten, Müller und Bäcker an den Ackerbauminister Cavasola fehlen zurzeit Italien zur Bestreitung der Bedürfnisse an Brot und Mehl drei Millionen Zentner Getreide. Infolge dieser Feststellung und weil der Brotpreis in den Städten 45 und in den Land⸗ gemeinden 40 Centesimi per Kilo übersteigt, beauftragte der Minister die Landwirtschaftslehrer privatim, eine Ini⸗ tiative, welche den Anbau von Kartoffeln und Ge— müse fördern will, möglichst zu unterstützen. „Meine Rheumatischen und Nerven⸗ schmerzen sind wie weggeblasen“ ist der Freudenruf aller derer, die Togal versuchten. 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