. 34 Zweites Blatt 1 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. * Die„Gießener Famillenblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erschemen monatlich zweimal. Die Türken kommen! Kriegsbilder aus Kairo. Die Türken kommen! Auf drei Wegen haben sie die Sinaihalbinsel durchzogen; sie stehen wenige Kilometer öst— lich vom Suezkanal und die ersten Begegnungsgefechte haben bereits stattgefunden— diese Nachricht platzte wie eine Bombe vor wenigen Tagen in das friedliche Kairo. In Europa wußte man es zwar längst, daß die Türken Pater Aegypten marschierten, in Kairo aber hatten die hörden drei volle Monate lang mit eiserner Stirn be⸗ hauptet, der Anmarsch der Türken sei eine Fabel und der lan, die Sinaihalbinsel zu durchziehen, unausführbar und unsinnig. Schließlich aber konnte die englische Regierung die Wahrheit, die unwiderstehlich auf dem Marsche war, nicht mehr aufhalten. So lange hatten ihre Zensoren mit fleißiger Feder und schwarzer Tinte in jeder europäischen Zeitung, die nach ypten kam, alles gestrichen, was vom Anmarsche der Türken handelte, nun aber mußte eines Tages amtlich mitgeteilt werden, daß die Konzentrierung der Türken in Syrien und Palästina beendet und daß das t organisierte, von deutschen Offizieren geführte Türken⸗ er von vielen Beduinen verstärkt und im Besitze zahl- reicher Artillerie, auf dem Anmarsche gegen Aegypten sei. Wie die Feb Neuigkeit in Kairo wirkte, beschreibt anschau⸗ lich G. Civinini, der Kriegsberichterstatter des„Cor⸗ riere“, in einem Briefe aus Kairo, der in den letzten Januar⸗ tagen—* ist. Zunächst gab es natürlich 9 A d bei den Europäern, den Arabern und der übrigen völkerung; dann trat Ruhe ein, und die Mohammedaner strömten auffallend eifrig in die Moscheen. Das Stadtbild Kairos änderte sich: die großen Mengen ruhmrediger australischer Soldaten, die sonst mit 3 Lärm die Straßen . hatten, verschwanden; drei Tage hintereinander Haran ilitärzüge mit unbekannter Bestimmung ab. Kurz, darauf hörte man Gerüchte von Zügen mit Verwundeten, die aus Gefechten in nächster Nähe des Kanals angekom⸗ men sein sollten, und man sah auch Ambulanzwagen, die in die Zitadelle fuhren. Es wurde bekannt, man habe sie in ein Krankenhaus mit vielen hunderten von Betten um- gewandelt, das gleiche sei mit den großen Hotels in Kairo und bei den ramiden geschehen, und schließlich ver⸗ sschwanden auch die australischen, in 1 nonnen⸗ hafter Tracht steckenden Damen des Roten Kreuzes. Eine nervöse Stimmung erfaßte ganz Kairo. Etliche Leute pack⸗ ten ihre Koffer und fuhren nach Alexandria, und an einem Sonntagnachmittag glaubte die 920 Stadt, sie habe— wie Paris— ihre„Taube“ gehabt. Es flog nämlich— das 1 alle Leute in Kairo— ein türkisches Flugzeug über die Stadt. Nüchterne Leute sagten freilich, es sei ein Kinder⸗ luftballon, der sich losgerissen habe, und so war es auch. Nun hielt man es für an der Zeit, nachzuforschen, wo die Türken eigentlich ständen. Mangels irgend welcher amt⸗ licher maße hielt man sich an Landkarten, die man kaufen und auf denen man alle möglichen auf Gerüchten beruhende Gefechte verfolgen konnte. Alles in allem nahm man an, die Türken ständen recht dicht hinter dem Kanale. Es geschah allerlei, was diese Annahme bestätigte, und ob— wohl den Kriegsberichterstattern nicht erlaubt wurde, bis 24 Kanal selbst vorzudringen, konnte man sich schließlich ch ein ganz gutes Bild von den Vorgängen machen. Der Reiseverkehr zwischen Port Said, Ismailia und Suez wurde zwar eingesten t, aber das hinderte nicht, daß Nach⸗ richten in e mit der merkwürdigen, sast tele⸗ graphischen Schnelligkeit, wie sie dem Orient eigen ist, sich verbreiteten. Man erfuhr so die Tatsache, daß die Türken drei Wege durch die Sinaihalbinsel eingeschlagen hätten: von El Arisch her sollte eine große Macht vorgedrungen sein, von der 20000 bis nach Bir⸗El⸗Dneidar, 11 Kilometer vom Kanal, vorgedrungen sein sollten. 1 8 stellten ein zweites Heer von 40 Mann fest, das sich 15 bis 20 Kilo⸗ meter südöstlich von Ismailia aufhielt, ein anderes von 20000 Mann sollte unmittelbar hinter dem Ka⸗ nale die Pilgerstraße besetzt halten. Kurz: die Türken waren wirklich und wahrhaftig am Suezkanal. Vom 17. bis a . N 165. Jahrgang ießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen R mittwoch, 10. Februar 105 5 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen a Universitäts- Buch- und Steindruckerei. 1 R. Lange, Gießen. 85 Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul ⸗ straße 7. Geschäitsstelle u. Verlag: S ol, Schrist⸗ leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen. zum 20. Januar fanden dann allerhand Begegnungs- 15155 statt: große Aufklärungstruppen der Engländer, 000 und einmal sogar 6000 Mann ließen sich in Schar⸗ mützel mit Beduinen ein, folgten ihnen und sahen sich dann plötzlich von einer großen Uebermacht regulärer Truppen eingeschlossen. Angeblich sollen sie sich wieder haben befreien können, doch verlor die 6000 Mann starke Truppe dabei 300 Tote und hatte 1000 Verwundete. Die Regierung hielt es für eit weiter bei der Verschweige⸗ und Vertuschungstaktik u bleiben, und in einem Falle leistete sie sich etwas reden nglaubliches: es kam nämlich in Alexandria ein Dampfer mit Verwundeten an. Jedes Kind konnte erraten, was für Verwundete es seien,* 5 die Zeitungen mußten veröffent- lichen, es seien Verwundete aus Flandern, die sich in der Frühlingssonne Aegyptens erholen sollten! Konstantinopel, 9. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilte gestern mit: Die Avantgarde un⸗ serer gegen Aegypten operierenden Armee machte einen er⸗ folgreichen Erkundungsmarsch durch die Wüste, trieb die vorgeschobenen Posten der Engländer gegen den Kanal hin zurück und überschritt sogar mitelnigen Kom⸗ bagnien den Suezkanal zwischen Tussum und Sera⸗ peum. Trotz des Feuers englischer Kreuzer und Panzerzüge beschäftigten unsere Truppen den Feind wührend des gan⸗ zen Tages und klärten seine Verteidigungsmittel in vollem Umfange auf. Ein englischer Kreuzer uurde durch unser Geschützfeuer schwer beschädigt. Unsere Avant⸗ garde wird die Fühlung mit dem Feinde aufrechterhalten und den Aufklärungsdienst auf dem östlichen Kanalufer ver⸗ sehen, bis unsere Hauptmacht zum Angriff schreiten kann.— Ein Teil unserer Flotte beschoß Jalta wirk⸗ 8 01 5 versenkte an einem anderen Punkte ein russisches Schiff. 7 Konstantinopel, 9. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die türkischen Blätter besprechen die ersten Opera- tionen am Suezkanal und legen großen Optimismus hin⸗ sichtlich der Sicherheit des Erfolges an den Tag, indem sie die Schwierigkeiten hervorheben, die sich den Engländern bei der Verteidigung Aegyptens einerseits gegen die türkische Armee und andererseits gegen die Streitkräfte der Senussi und gegen die eingeborene Bevölkerung entgegenstellen, die sich bei den ersten entscheidenden Erfolgen der türkischen Ar- meen gegen die englische Herrschaft erheben würde. Die Blätter verweisen auf gewisse, für die Engländer beunruhi⸗ gende Anzeichen, wie die Zerstörung der Druckerei und der Redaktion der in Kairo erscheinenden englandfreund⸗ lichen Zeitung„Almokattam“ und die körperliche Züchtigung, die die Geistlichen erleiden mußten, welche in den Freitagsgebeten statt des Namens des Kalifen den des falschen diven nennen sollten. Weiterhin hebt der„Ta⸗ nin“ die Bedeutung der türkischen Erfolge in Mesopota⸗ mien, namentlich der Besetzung der 70 Kilometer nördlich von Mohamara gelegenen persischen Stadt Haviz hervor. Das Blatt erfährt, daß die Engländer, die einsehen, daß fat in der Provinz Frak nichts erreichen können, und die Ge⸗ ahr erfassen, die Bassora droht, anfangen, die Musel⸗ manen zu mißhandeln.„Ikdam“ hebt bei der. sprechung der Lage der Zentralmächte insbesondere die wirk— same Betätigung Deutschlands zur See, die Erfolge der österreichisch-zungarischen Armee, die glänzende finanzielle Lage Deutschlands und Oesterreich-Ungarns sowie die dem Dreiverbande erwachsenen Schwierigkeiten hervor. Das Blatt gibt seiner festen Zuversicht auf einen günstigen End⸗ erfolg der Zentralmächte Ausdruck. Ein Vertreter des Groß⸗ scheichs der Senussi, Seid Ali Halil, der hier eingetroffen ist, hat in einem Interview erklärt, daß gleich, nachdem der Fetwa über den Dschihad in Afrika bekannt geworden war, sämtliche Muselmanen sich unter großer Begeisterung mit den Senussi und den algerischen Kriegern vereinigt haben. Die Nachricht vom Dschihad sei bereits in ganz Afrila verbreitet. Seid Ali Halil bestätigte die Meldungen von den ersten Erfolgen der Senussi. Die deutschen Uriegsflieger im russischen Lichte. Russische Offiziere erkennen die wundervolle Genauig- keit, mit der der Riesenmechanismus des deutschen Heeres Gießener Stadttheater. Flachsmann als Erzieher. Komödie von Otto Er nst. f Die Quelle froher ee die am letzten 9 9 84 9 Stadttheater nur mühsam gezwungen geplät tte, kam . abend wieder zu jenem erfrischenden Sprudeln, das un⸗ serem Theater in dieser Zeit mit Recht den Ruf eines beacht⸗ lichen Heilfaktors für Gemütsverstimmungen leichterer Art und eines Gegengewichts gegen den Druck schwarzer Gedanken und Vorstellungen gebracht hat. Mit dem trotz aller Schärfe der Satire liebenswürdigsten aller Tendenzstücke, Otto Ernsts köstlicher Tragi⸗ Komödie des Schultyrannentums, erspielten sich unsere Künstler einen auf gültigen Regeln und nicht auf dem Wohlwollen ein⸗ zelner beruhend a, aus frohgestimmter Seele kommenden Erfolg, den wir hier um so lieber attestieren, als er wieder beweist, das unser Eusemble schwimmen kann— wenn man es nur ins Wasser wirft. Wogegen auch der Delphin bald nach Luft schuappen wird, wenn er von den„Barbaren“ auf Sandbänke gelockt wird Ob Otto Ernsts Komödie ihre Wurzeln im Gegenständlichen hat, ob sie sich auch nur im Bereich des Möglichen bewegt, das zu entscheiden ist eine mißliche Sache; man müßte auf der einen Seite immerhin mit einem Protest rechnen, wenn man die Berech⸗ tigung der Satire zugeben wollte; und anderseits ist die schmun⸗ nde Bereitwilligteit, auf Stockvädagogik und Bureaukratentum Steckenpferd zu reiten, eine viel zu verbreitete Neigung, als daß man einheitlicher Zustimmung sicher sein könnte, wenn man alle Flachs männer in das Reich der Fabel verweist. Deshalb sei nur sestgestellt, daß Otto Ernst den außerordentlich spröden Stoff in eine solch reizvolle und graziös⸗bewegliche Form gegossen hat, die den Anstoß an den beiden erwähnten Ecken mit einer fast akrobatenhaften Geschicklichkeit vermeidet. Wenn Otto Ernst sich die Schme rzen seines durch reichlich fließende Tantiemen entbehrlich gewordenen Volksschullehrertums von der Seele geredet hat, dann hat er es jedenfalls in einer Art getan, die weder die üble Laune derer, die seinen leichtbeschwingten Pfeilen als Zielscheibe dienen müssen, mit allzu harten Fingern traktiert, noch die Zustimmung, deren er sich um jeden Preis versichern will, an den Haaren herbeizieht. Man— 5 gleichwohl nicht über⸗ sehen, daß sich der Konflikt, über dem Flachsmanns Pseudo⸗ Existenz ins Stolpern kommt, in 5 Aeußerlichkeit gar zu sehr Es Kriminell⸗Amerikanische streift, als daß man durch die ge⸗ f Drapierung des ganzen das Gefühl los werden könnte: aul kann es im Staate Dänemark denn doch wohl nicht mn Stücke kommt hier aber der Umstand zugute, daß dieser halb der schwarz⸗weiß⸗roten Grenzpfähle ein Taxtüffe mit den Zeugnissen seines Bruders dreißig Jahre lang den Schulmonarchen spielen kann, so ist man andererseits bereit, sich der Meisterschaft, mit der Otto Ernst die Träger seiner und seines gedachten Wider⸗ spiels Ansichten malt oder auch karikiert, mit rückhaltloser Aner⸗ kennung hinzugeben. Diese Streber und Intriganten, Pedanten und Heißsporne, Idealisten und Vollmenschen handeln und denken mit einer so plastischen Natürlichkeit in einem so greifbar lebens⸗ echten Milieu, daß man die staub⸗ und paragraphengeschwängerte Luft des krassen Schuldespotismus förmlich zu atmen vermeint und fast erleichtert aufatmet, wenn der Ideallehrer Flemming, in dem man des Dichters künstlerisch-erzieherische Ansichten personifiziert zu erblicken hat, mit einem Donnerwetter dazwischen fährt. Die Frage: Ja, gibt es denn so etwas eigentlich? tritt über dem Reichtum, der aus allen Ritzen des mit sicherem Geschmack, noch sichererem Bühnenblick und vor allem mit erstaunlichem Fleiß zusammengetragenen Baues dem Hörer entgegenquillt, voll⸗ kommen in den Hintergrund. Aus diesem Grunde vornehmlich ist der Flachsmann ein zeitloses Wesen, denn die Berechtigung der Satire, deren Objekt er ist, kommt erst in zweiter Linie für seine Beurteilung in Betracht und gottlob erst dann, nachdem ihr ein goldener, helläugiger Humor so ziemlich alle Spitzen genommen hat. Unter Otto Conradis Leitung kam, wie schon erwähnt, eine ausgezeichnete Leistung unserer Bühne zustande, deren Hauptvorzug in einer durch viel Sorgfalt erreichten Einheitlichkeit lag. Wenn man bei dem heiteren Werke von einem Stil reden darf, dann trafen ihn alle Mitwirkenden mit einer rühmens⸗ werten Sicherheit, die in Verbindung mit der von fleißiger Vor⸗ arbeit sprechenden äußeren Aufmachung und dem lebeusvollen szenischen Drum und Dran die Aufführung zu einer der besten der Spielzeit machte. Walter Dworkows ki legte in die Art, wie er den Flachsmann anfaßte, in die Figur dieses engherzigen, kriechenden Strebers und Knechters alles Selbständigen unter ihm ein Höchstmaß von Wahrschein ichkeit. Dem aufrechten Flem⸗ ming, dessen Belohnung am Schluß allerdings ein wenig nach dem guten Fridolin und dem bösen Dietrich riecht, lieh Ferd. Steinhofer eine ergötzliche Ueberlegenheit. Paul Schubert ist die Rolle des mit fester Faust zupactenden, das Menschenherz verstehenden Schulrats wie auf den Leib geschnitten. Auch alle übrigen Mitwirkenden, deren Menge weiterer Spezialisierung ent⸗ egensteht, dürfen von dem lebhaften Beifall, den das gutbesuchte Haus spendete, jeder sein reichliches Teil in Anspruch nehmen; arbeitet, ganz offen an, insbesondere hat sich jüngst ein russischer Offizier gegenüber einem Berichterstatter des „Corriere“ über die Leistungen der deutschen Kriegsflieger 0 geäußert. Ihnen zollt er das folgende Lob:„Um das Feuer ihrer Artillerie wirksamer zu machen, haben die Deutschen 1 ihren an sich schon erstaunlichen Lufterkundungsdienst ver⸗ vollkommnet. Täglich werden Flugzeuge zur Feststellung des Standortes der russischen Batterien verwendet. i äußerster Genauigkeit geben sie von einem Male zum andern die verschiedenen Standorte an. Von den deutschen Schützengräben aus erheben sie sich zu einem Höhenfluge, der sie auf 2000 oder 2500 Meter führt. Ueber dem feind⸗ lichen Lager schweben sie dann und bleiben außerhalb des 4 wirksamen Schußbereiches der Geschütze und der Gewehre. In der Höhe beginnen sie dann große Kreisflüge auszu- führen, beobachten mit Ferngläsern und steigen in lang⸗ 9 samen Spiralen abwärts, bis das Barometer eine Höhe von 1500 Metern anzeigt. Wenn sie dann das Versteck der russi⸗ schen Artillerie entdeckt haben, trotzen sie dem utzütenden Feuer, fliegen senkrecht über der Artillerie und schweben einen Augenblick unbeweglich; dann lassen sie sich in blitz⸗ schnellem Gleitfluge auf 1000 Meter herunterfallen und bleiben in dieser Höhe. Schnell werfen sie eine Bombe ab, die mitten in der Luft platzt und sich zu einer großen Rauchwolke erweitert. Das ist das verabredete Zeichen. Durch den Sturm des feindlichen Maschinengewehrfeuers flieht das feindliche Flugzeug dann eiligst, aber die deutschen Offiziere, die von een Posten aus die Flugbewegungen beobachten, kennen dann bereits den graden Abstand zwi⸗ schen den russischen Laufgräben und den ihren und be⸗ rechnen, indem sie die Höhenangabe des Fliegers von 1000 Metern, aus welcher Höhe die Flieger regelmäßig die Bom⸗ ben abwerfen, zur Grundlage nehmen, den Winkel und den äußersten Abstand der feindlichen Batterien. Ihre Rech⸗ nungsergebnisse sind fast immer genau. Diese kluge und unbekannte Kombination veranlaßte im Anfang bei den Russen schwere Verluste. Sobald wir heute eine Rauchwolklfe am Himmel sehen— dies ist dte Frucht der Erfahrung— verlegen wir schleunigst den Standort unserer Artillerie, so gut er auch sein mag.“ 3 Aus Hessen.* Eine Mainzer Versammlung der Sozialdemokratie. 1 N Mainz, 9. Febr.(Priv.⸗Tel.) Nach einem Vortrage des Reichstagsabgeordneten Dr. David nahm die hiesige sozialdemokratische Partei folgende Entschlie⸗ ßung an: 0 „Die Mitgliederversammlung der sozialdemokratischen Partei billigt die Haltung der sozialdemokratischen Reichstagsfraltion vom 4. August und 2. Dezember 1914. Sie erkennt die Verteidi⸗ gung des Vaterlandes als eine Pflicht der sozialdemokratischen Arbeiter, die an der Erhaltung des wirtschaftlichen Lebens, der Kultur und des staatl Bestandes Deutschlands interessiert sind, an. Die Versammelten sprechen den im Felde stehenden Kämpfern und allen, die im Inlande für die Verteidigung des Vaterlandes ihre Kräfte widmen, ihren Dank aus. Sie erwarten, daß dieser Krieg zu einem ehrenvollen Abschluß führen werde, der dem deutschen Volke die Segnungen des Friedens und der ruhigen Arbeit für die Zukunft sichern wird.“ 1 Aus dem Reiche. 2 Das preußische Abgeordnetenhaus und die Zensur. 5 Wie die„Post“ mitteilt, wird das preußische Abgeord⸗ netenhaus sich sehr ernstlich mit der Frage der Zensur be⸗ schäftigen und insbesondere den Fall des Vorsitzenden des Alldeutschen Verbandes, Rechtsanwalt Claß in Mainz, ein⸗ ehend erörtern. Rechtsanwalt Claß hat eine nur als Hand- chrift gedruckte Denkschrift über die Kriegsziele des deut⸗ schen Volkes verfaßt und sie an führende Männer des poli⸗ tischen Lebens und au Gesinnungsgenossen versaudt. Darauf wurde nicht nur die Denkschrift beschlagnahmt, sondern auch die Auslieferung des gesamten, auf die Denkschrift bezüg⸗ lichen Briefwechsels verlangt und Post- und Telephonsperre über ihn verhängt. 5 N niemand fiel aus dem frischen Bilde so heraus, daß man nich b mit gutem Gewissen sagen könnte, es sei aus einem Guß ge- wesen. 2—— — Wolfflin über das Malerische bei Rem⸗ brandt. In der Januaxsitzung der Kunstwissenschaftlichen Gesell.x schaft zu München hat Professor Wölfflin einen sehr inter⸗ essanten Vortrag über das Malerische bei Rembrandt gehalten. Er hat darin eine wichtige und treffende grundsätzliche Unter⸗ scheidung gemacht zwischen dem Malerischen des Sehens, der Auf: fassung, das vom Gegenstande unabhängig ist, und dem Stofflich! Malerischen, das dem ersteren gegenüber einen relativ objektiven Charakter hat und all das umfaßt, was man als malerische Grup⸗ pierung, malerische Beleuchtung, malerische Ansicht und dergleichen bezeichnet. In diesem Sinne ist die Ruine malerischer als das neue Gebäude, die verkürzte Ansicht malerischer als die unverkürzte usw. Die malerische Auffassung kann sich mit dem Objektiv⸗Malerischen verbinden, ist aber nicht darauf angewiesen. Rembrandt hat Bettler in zerlumpter Kleidung als malerische Motive gewählt, Velasquez dagegen hat viele Hoftrachten malen müssen, und seine Malerei ist dadurch um kein Haar weniger malerisch geworden. Bei Rembrandt ist das Verhältnis dieses: je mehr er fortschreitet in der malerischen Auffassung, um so mehr verzichtet er auf die„pittoresken“ Motive. In der Radierung des Barmherzigen Samariters z. B. findet man alle Requisiten einer malerischen Regiekunst, aber das Blatt ist wenig maleris 2 gesehen. Das Gemälde von 1648 mit dem gleichen Gegenstand ist im selben Maße szenisch vereinfacht, als es malerischer in der Dar⸗ stellung geworden ist. Die Entwicklung, die Rembrandt durchmacht, ist eine typische, nicht nur für einzelne Individuen, sondern auch für Entwickelungen, die ganze Generationen umfassen. Als nahe⸗ liegendes Beispiel für diese Erscheinung wies Wölfflin auf die Geschichte der Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts hin, die den Apparat an sogenannten malerischen Motiven immer mehr vereinfacht und verkleinert hat, um dafür zu einer rein malerischen Auffassung der Natur zu gelangen. 1 Rom, 9. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Tribuna“ meldet aus Bangost: In Kyrene wurde eine marmorne Riesen⸗ statue Alexanders des Großen entdeckt, an der ein Teil des rechten Vorderarmes fehlt. Es handelt sich um eine prachtvolle Kopie der berühmten Bronzestatue des Lysippne, die bald nach der Zeit, aus welcher das Original stammt, angefer⸗ Arm ur tigt ist. Alexander ist aufrecht stehend dargestellt, den rechten ausgestreckt, in der linken Hand eine Lanze schwingend, mit jugendlichem Kopf, den Blick zum Himmel. N * e 1 N Die Marktpreise für sieh und Frucht und die Gießener Fleisch⸗ und Brotprelse am 8. Februar 1915. Schlachtviehpreise Drankiurt a. M. betstunde. Jleischpreise in Gie ben Och sen 50 Ka. 1% Kg. 90-88 Uf Man notierte 80— 0 Mek. Kalber„Ag. Schlachtgw. 78—91 M. 5 76—80 Schweine l 98100 9 80 10 burg und Hanau. Cetreidepreise in Ma u n he im Weizen IT g. 28.05 0.0 Mt. Roggen 100 Kg. 24.05— 00.00 Mk. Brotpreise n Gieden: ö 92 Schweine. Weißerot 2 Ag.— bf. Schwarzbrot 2 Kg. 72 Ufg. Kirchliche Nachrichten. Evangelischer Gottesd enst. Lollar: Mittwoch, den 10. Jebruar, abends 8 Uhr: 16. Frankfurt a. M., 9. veu, 0) Mk., Wirr stroh 0,00—0,00 Mark. Alles schäft flott Die Zufuhren waren aus den Kreisen Friedberg, Die- Herborn, 8. Febr. jährigen Markte waren aufgetrieben 133 Stück Rindvieh und Es wurden bezahlt für Fettvieh und zwar Ochsen 1. Qualitat 00-00 Mit., Rinder 1. Qualuät 82—86 Mk., 2. 50 Kilo Schlachtgewicht.— Auf dem Schweinemarkt kosteten Ferkel! 20—35 Mk., Läufer 40— 60 Mk. und Einlegschweine 75—100 Mk. das Paar. Der nächste Markt findet am 25. Februar 1915 statt. Kriegs- Märtte. Heu- und Strohmarkt. % Mt., Stroh(Rornlangstroh) 0.00 bis je 50 Kilo. Ge⸗ Auf dem beute abgehaltenen 1. dies 2. Qualuät 00-0 Mark, Qualität 75—80 Kühe und Mark für Auafuhrverhok für rat und Alehl Auf Grund des§ 36 ge der Bundesratsverordnung vom 25. Ja⸗ nuar 1915 in der Fassung vom 6. Februar 1915 über die Regelung des Bertehrs mit Brotgetreide und Mehl wird für den Bezirt der Stadt Gießen hiermit angeordnet, daß Händlern, Handelsmühlen, Bäckern und Konditoren die Abgabe von Brot und Mehl außer⸗ halb des Bezirts ihrer gewerblichen Niederlassung verboten ist. Diese Anordnung tritt sofort in Kraft. Ausnahmen töunen vom Oberbürgermeister gestattet werden. Wer dieser Anordnung zuwiderhandelt, wird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrase bis zu 1500 Mart bestraft, außerdem kann sein Geschäftsbetrieb geschlossen werden. Gießen, 10. Februar 1915. Der Oberbürgermeister Keller. 1340 Frtundl.. Jin.⸗Wohn.[Verschiedene Glaubrechtstr. 9 zu vermiet! Näh Buchnerstr. 2 1. 18 Wohnungen Steinformer Die Arbett ist leicht zu erlernen 12⁰³ Scheidbauer 4 Gießing, Mainzlar(Kreis Gießen). Erdarbeiter wolden Anka Uf on ange⸗ Alteisen, Lumpen, Knochen. nommen. Hoch-& Tiefbau⸗ gesellschast, Babhnhosstx. O Vavier, Kupfer. Messing. Biut, Zinn, Blei bei Louis Rothenberger 2 tücht. vollst. militärfr. Neuenweg 22. 22 Hausburschen Ankauf gesu ht. 11320 von Wen e Bäckerei Reuß, Seltersweg 46. 1336 Techbnde- Labng gesucht von 12 H. Steinhäuser Auf das Konsor einer biesig. Wurstfabrik Schreiner. Knochen, Metallen u. Ait⸗ Ein junger Bursche Fe eisen zu den höchsten Preisen. Rad Jak. Schneller, Steinstr. 43. fahren kaun, sofort gesucht. Verschiedenes Zur Hauskur bei N Fraateltes n Miaerateaseraandie u Aten. Fur unsere Formeret suchen wir noch Leute als Blasen- Nieren- eiden Gicht denn eich tigen 1 Flasche„Wernarzer Wasser“ n dem Kgl. Mineralbrunnen Brückenau. Si naturliche Eullung: 2. Gießen wird biermit ange⸗ opdnet, daß über die Abgabe und über das Verbacken des den Mehlbändlern, Bäckern u. Konditoren vom 1. ds. Mis. ab Nachweis geführt wird. Den Mehl⸗ bandlern gleichzuachten sind Konsumgeschäfte und Bedugs⸗ vereine. die sich— wenn auch nur zu Unterstützungszwecken und an igre Mitglieder— mit der Abgabe von Mehl be⸗ sassen. Jur Nachweisung verpflchtet sind auch die mit Hotels, Gast⸗ und Schankwirtschaften und sonstigen Ge⸗ werbegetrieben verbundenen Backe reien. Bäcker, die ie n Mehl vertgufen, trennte Verzeichnisse zu fübren. Die Verzeichnisse ind stets genau auf dem laufenden zu halten und der Behörde auf Verlangen zur Einsicht vorzulegen. Nüblen, Bäcker, Konditoren, Händler usw., die von den Befugnissen des 54 Gebrauch machen, haben die ein⸗ getretenen Veränderungen ibrer Bestände seweils am 1 10. und 20. jeden Monats, erstmalig am 10. ds. Mts. gierber anzuzeigen. Vordrucke für diese Anzeigen sind im Siadihaus, Garlenstraße 2— Zimmer 9— erhaltlich. Wer diese Anzeigen nicht erstaltet, macht sich strafbar. Gießen, den 9. Februar 1915. Der Oberbürgermeister Keller. aben ge⸗ 11 L mmer! 281] Landgraseunraße 8 Ecke Ost⸗Anlage sind zwei TeZimm.⸗Wobnungen mit Bad, Parterre u. 1. Etage, v. 1. April zu vermieten. Näheres Löberüraße 8. U 8 Zimmer Ludwigstraße 19 elegante 6⸗Zimmer⸗Wobnung „sof. od. spät. z. verm. Frau A. Petri Ww., Nenen Baue 29 J. 224 5 gegenüber W- Anlage 14 genes gebäude, 1. Stock, bestehend aus 6 Zimmern mit allem Zubehör, per 1. April zu verm. Näh. Parterre. 39 Ost⸗Anlage 39 ll. Stock (schönste, sonnige Lage) Zimmer mit Zubeh. sof. oder später zu vermieten. Näb. Seltersweg 52 I. 02 2. Stoc, Gutenbergftr. Il Hochberrschaftlich und mit SEtagenbeisg. eingerichtet, vestehend aus 6 Zimmern, Wintergarten, 3 Fremden- zimme en 2c. zum 1. April zu vermieten. Näheres l Stepbanstraße 31 J. 6. Zimmer⸗Mohnung Ludwigstraße 27 Parterre oder 1. Stock zu vermieten. Naheres Parterre. 10⁰ Westanlage 32 Zimmer- Wobnung l. Stock per Mai zu vermie zen. 0742 0 5 Zimmer Friedrichstr. 13 p. 1 Zim. Wohnung m all. Zub. ver April z. vermieten. Näheres Frankfurter Str. 29. 50 250] Roonstraße 26, Part. Zimmer-Wohnung mit Zu⸗ behör v. 1. April zu vermieten. Näh. Frantfurter Straße 29. 2Liebigstraße 67. I. u. 2. Stock, je eine 4⸗ Zimmer- wohnung mit Gartenanteil zum 1. April zu vermieten. Näh. b. Krüger, Kl.⸗Linden. Frankfurter Straße 25 schöne 4. Zimmer⸗Wohn., Loggia u. Balkon nebst Badez. per 1. April 1915, evtl. guch früher, zu vermieten. Nah. im Hause bei Frau Böhm und Walltorstraße 16 bei L. Altboff. 34 3 Zimmer Ammer Wohnung d Mans.⸗Kammer z. vermieten 7691 Löberstraße 6. Nodbeimer Str. 48, Olnterb. leine 3⸗Zinmerwohnung ver sosort le vermieten. Näh. Fraukfurter Straße 29.( Ger. 3: Zim. Wohn. I. Stock elektr. Licht, a. ruh. Miet. bill. E v. Schiffenb. Weg 45 p. 02 Wettergasse 3 n dernen g. ruh. Leute zu vermieten. Näheres bei Franz Mäus⸗ burg 10. 12⁴⁸ 3 Zim.⸗Wohng. im 3. Stock ver 1. April zu Bette. verm e Wilhelmstr. 49, 0007 Bahnhofstr. 391 3. Zimmerwohnung m. Zu⸗ behör per 1. Juli, en. auch J. April zu verm. Naheres im Hinterhause daselbst.(436 „ Ffrledrichssr. 15 II. 5. Zim. Wohn., Balkon und Zubehör ver Avrtl zu verm. Näh. Frauksurter Str. 29. Ed. J-Zimm.⸗Wohnung erster Stöck, mit allem Zu⸗ behör zum 1. April oder früher zu vermiten. 393 Näheres Bismarckstr. 10. 5 E Schöne ö⸗Zimmer⸗Wohn. im J. Stock(Sonnenseite ver 1. April an ruhige Mieter 11 verm. Kaiser⸗Allee 1. 43 1004] 5 Zimmerwohnung, Bleichvlaz und Gartenan⸗ teil zum 1. April zu ver · mieten. Berastraße 22. 5⸗Jinnet⸗Wohnung mit allem Zubeh. im mittl. 1. Ma Stock zu vermieten. 11191 Bleichstraße 35. Schöne 5 JZimnerwohnung mit Bad, elektrisch. Licht, Gas u. allem Zubehör, p. 1. April u vermieten.% Näheres Welsbindermelster Schäfer. Bleichstraße 6, Hinlerbaus. Schöne 5 Zimmerwohng. mit Bal kon, 2 Mans- Zimmer, Bodenkammer mit allem Zu⸗ behör pr. 1. April evtl. früber zu vermieten. 62 Naheres Stepbanstraße 31. Fr dl. 3. 3.⸗Wobu. mu Zubeh. im 2. St. p. I. Juli 3. p. EcteStein- u. Dammstr. 41. 4 Zimmer Schönt J⸗Zinmer⸗Wohn. it fämtlich. Zubeh. z. verm. 01 Bahnbhosstraße 29 II. 4 Zim. Wohn. Naos 8 Ir eres en im Laden. 14¹ ner Zlaarrensabrik wein junger Mann mit einjähriger Be⸗ rechtigung als Lehrling ver 1. April unter steigender Vergütung gesuch. Schriftl. Angebote unter 1328 an den Gießener Anzeiger erbeten. Lehflin mit einjährig-freiw. Berech⸗ ligung von einem größeren erk gegen Bergütung ge⸗ sucht. Selbstgeschrlebene An⸗ gebote unter 1355 an den Gießener Anzeiger erbeien. 8* Pflegerinnen sofort gesucht. 11284 Klinik für pfuchische und nervöse Krankheiten. Eine Lausstan biegt 07381 Keplerstraße 9 p. Cao Suche mebrere Meter. Verkauf d. Ill Nab.ebeiarlHerx, Stelnstr. 19 1835 Gut empfoblene tüchtsge Waschfrau oder jüngere Frau z. regel⸗ mäßigen Waschen gesucht. Näbperes in der Geschäfts⸗ stelle des Gießener Anzeig. Fessengeslee Suche für meine 16⸗jäbrige von 2. 3, 4, 5, 6 u. 7 Zimmern auf sogleich und J. April zu verm Heinrich Wallach, Immob.⸗Geschäft, Bismarck. straße 14 11 6619 Bergstrasse 15 27 schöne 6—7 Zimmerwobn. mit Pferdestall, Burschen⸗ simmer etc. per 1. April zu vermieten. Näheres Frankfurter Straße 59. 131] 2. Stock, 5—6 Zimmer, per 1. Aurtl zu verm. Näh. Löberstraße 10 p. Gabelsbergerssraße 1 und Hammstraße 18 schöne 4. u.„ v. 1. April zu verm. Näheres Rinn, Ost⸗Anlage 12. 622 t- Anlage 12 I. 5 smmer⸗ ohnung, Badezimmer mit reichl. Zubeh. u. sos. od. später. Plockstraße 5 III. große 6-Zimmer⸗Wohng. mit Bad, sowie eine 4⸗Zimmer⸗Wohng. und 3. Zimmer⸗Wohnungen ver 1. April 19135 1 verm. 2 Näher. Rinn, Ost⸗Anlage 12 3. 2, u. 4-Zimmerwobn. u vermieten. eben, rednerstraße 50 An Ober⸗Widdersbelm sst eine 3—4-Zimmer⸗Wobn. mit Balkon und allem Zube⸗ hör per 1. April ent. früher zu vermiet. Adolf Weis(un 3—4 Zimmer Wohnung, 4 Stock, an rubige Familie pex 1. April zu vermieten. 85 Sebrt, Hofmannstraße 7. Zi unmöbl. Zimmer in gesund freier Lage zu verm. Licher Straße 72 Zimmer leer oder mübl. Zu verm. Iz Zerd-Anlage 18 II. 26 2⸗Zim.⸗W., Part. an ruh. Leute od alleinst. Dame z. verm. Näh. Bahnhofstr. 64 l. 71e. W. an ruß. Leute Tu. Näh. Wensteiustr. 40 v. Tochter Stellung in sehr guter Familie zwecks Erlernung des Haushaltes Md h. Zimmer 484] 2 schön möbl. Zimmer zu verm. Asterweg 35 p. Pension Brandl (Bellevue, Neuen Bäue 22. Behaglich möblierte Zimmer. Zentralbelzung, Bad. Telephon 1085. anschluß obne ian 8 Reiche Tätigkeit exwünsch. Frau Max Jahn 1810 Battenberg, Eder. 10⁰⁰³ LTLaden u. dg] 1125], Große belle Räume mit Gas und elektr. Licht, 98 jed. Gewerbebetrieb oder obnung zu vermieten. Walltorstraße 73, Fabrik. Mietgesuche Ruh. möblie tes Zimmer (evtl Wohn- und Schlafzim⸗ mer) m. eigenem Eingang v. rs zu mieten gesucht. Schriftl. Angebote mit Be⸗ schreibung u. Preis unt. 0721 an den Gießener Anzeiger. Stellenangebote Ein in der doppelten Buch⸗ führung durchaus erfahrener, zuverlässiger, junger Mann mit schöner Handschrift für baldigen Eintritt auf das Buxeau eines hiefigen britgeschafts gesucht. Schrist⸗ liche Angebole nebst Zeug ⸗ nis abschristen und salts⸗ ansorüchen erbeten unter 1201 an den Gießener Anzeiger. Kolenialwaren- Hrehhandlung such! für lofort lüngeren Reisenden“ für G Touren. Schriftl. Angebote unt. 0706 an den Gießener Anzeiger. 7 85 Mädchen 21 Jahr alt, sucht z. 1. April Stell. in bess. Haushalte nach auswärts. Suchende kann kochen u. alle sonstig. Arbeit. .. Haushalte verricht. Angeb. unt.„ 38“ g. d.„Lauterbacher Anzeiger“, Lauterbach, Hessen Verkäufe Ein leichtes Pferd sowie ein Wagen erkaufen Nit! Schneller, Wallior ur Ein leichter Einspänner (Kastenwagen) 10681 1 leicht. dekonomiewagen zu verkauf. Neuenweg 34. Alte Türen u. Fensser & verk. Fraukfurter Str. 29. 07491 2 Morgen Land am neuen Friedhof abzugeben. Löwengasse 18. Kaufgesuche Ladentheke ca. 3 Meter groß zu kaufen esucht. Schriftl. Angeb. unt. an d. Gießener Anzeiger. Etricklunpen, Schafwolle und Neutuchab fälle ause zu enorm hoben Preisen an, Albert Rosenthal, 1276 Nassau a. d. Lahn. Vertreter für lukrativen Artikel 4 ri Näbefes in der Ge⸗ chäftsstelle des Gieß. Anz. Buchbinder esucht. 11314 brust Valet, Mäusburg. Selbständiger 18 Bäckergehilse sof. ges. Kaiser⸗Allee 11 Tücht. Eisendreher, Shlosser Schmiede für dauernde eschäftigung bei gutem Verdienst geiucht. Henschel& Sohn, Cassel Lokomotivfabrik. he Flüchtigen Schmiedegesellen sucht K. Walther, 6874 West⸗Anlage 56. Perfekt. Einleger enen gute bn gesucht. K 2. l eddesel Dule Nad. uverläfsiger Fuhrknecht ver sosoxs gesucht 07⁴¹ am Juterthal Söhne, Weular. 15 Erdarbeiter k. find. dauernd. Beschäftigung bet Eirkensteck& Aahneifar. 18685 und Umgang mit Familien⸗ B Nandelskurse 2 beginnen am Anfang 5 eines jeden Monats Einzel fächer in Tages- u. Abendkurse jederzgit. Hermeslebr- Institut, West-Anlage 51. unge fantfonsfabige Frau sucht Tweigstelle (Kolonialwaren) zu über⸗ Die Lieferun sämtlichen saatlichen Ansta Die Lieferung umfaßt Anthrazit 4 Anthrazit⸗Eiformbriketts Bekanntmachung. der Brennmaterialten für die lten und Behörden im Großherzogtum Hessen auf die Zeit vom 1. April 1915 bis 31. März 1916 soll nach Maßgabe des Erlasses Großh. Ministeriums vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betr., vergeben werden. etwa: Steinkohlen(versch. Sorten) 17686 t. 5 1133 t· 280 t nehmen. Schriftl. Angeb. echenkoks(versch Sorten) 6923 t neee.(versch. Sorten) 1838 t f Steinkohlenbriketts. 37 t 0 5 10 Une Braunkohlenbrikettss. 399 t 282900 5 werden n. Pfund zu 40 f in Zablung genommen. 1005 Baum& Co. Manufakturwaren Schanzenstr. 22. Eck. West⸗Anl. — 1. Riegelpsad g Garten ist anderweitlg z. verpachten. A Emil Fischbach. Größerer Garten gufdem Hamm, mit viel. Obsibäum., auf mehrere ad zu ver; pachten. Schriftl. Angebote unter 0007 an den Gieß. Anz. Schellfische 22. Februar 1915, vor Angebote stattfindet. Die für die Lieferung werden. Bersiegelte, mit der Aufschrift„Kohleneinkauf“ versehene Angebote sind portofrei bis spätestens mittags 10 Uhr, an unterzeichnete Bergwerksdirektion einzureichen, zu welchem Zeitpunkte Eröffnung der eingelaufenen geltenden Bestimmungen samt Verteilungsplan usw. liegen auf unserem Amtszimmer, Gutenbergstraße 1, zur Einsicht offen, sie können auch, so lange Vorrat reicht, gegen porto⸗ freie Einsendung von 3,50 Mk. in bar bezogen Friedberg(Hessen), den 9. Februar 1915. Großh. Bergwerksdirektion. 120 1½-—4 Bsd., pro Pd. 45 Pf „ E Bratfische„ 23„ nig e de eee trupbach verkauft: eta Butter„ 0 1. Montag, den 18. Februar 1915, nachmittags oe Schmal„ 80„4 uhr, in der Nupdischen Wirischaft zu Erda aus dem Kouserven chunbezirk Talberg: Eichen: 14 Stämme 5. Kl.— 398 2 im., 8 Rm. Nutzscheit in Rollen, 4 Rm. Nutzknüppel 70 0752 2·Pfd.⸗Dose Rm. Brennscheit und Knüppel, 175 Rm. Reiser 3. 11 Schnittbohnen 28 Pfa. Buchen: 43 Rm Schelt u. Knüppel, 145 Rm. Reiser 3. Kl. 558 8„ 2. 11 den 17. Februar 1915, vormittags Koblrab 40„ J2½ Übr, in der Wirtschast Schlierbach zu Bieber aus dem Wirsing 20»[Schutbezirk Daina, Distrikt Rotestrauch, Töppelhec. K Spinat 32»[Bleidenderg und Totalität: Eichen: 1 Slamm 5. Kl. Hein, 3 Se 2 e Ae „ rennscheit un ppel 42 Rm. Reiser 3. orn: Mirabellen 80„[1 Stamm 5 Kl. 031 Fitm. Buchen: 346 Rin. Brenn⸗ Och. Kalbseisch, Liebigstr. 71 Telepb. 288 Nutz sche Har und Knüppel, 904 Rm. Resser 2/3. Kl. Linde: 1 Rm. ace und Nansen base 15 Nen. Särge. J B. le un vpe. Ig.) 5 Rm. Brennscheit u. Knüppel, 5 Rm. Reiser 2. Kl. n 7 Holzversteigerung. im Fürstlich Stolberg⸗Wernigerödischen Forstrevier Gedern, Bezirk Jungerwald bei Volkarlsghaln. Montag. den 15. Februar: Buchen Nm.: 1045 Scheit e 1 1 7 1.— Fenn e 0 Stöcke, 381 Reiser, ferner. eue de 28. Bose an Slam gen kant 10 Ube in der Wilriscoaft des Rechners Schmidt, Over⸗Seemen. 7.80 Mk. Scheibenbonia d. 10. Psd.⸗Dose 10.85 Mik. fr. Jek. Tletten, Hehrenkamp Gedern, den 8. Klingelböffer, Forstmeister. 1 1915⁵. 9 1320 bel Frleseythe I. 0. a Nußkohlen I. IT nd III Anthrazitkohlen 121300 Donnerstag, den 18. olzversteigerung öniglicher Oberförsterei Krofdorf. 1 Jebruarx, 3 10 Ubr kommen bei Gastwirt Freund in Krosdors zum Verkauf: Schutzbezirk Waldhaus, Distrikt 30 Beuerstedt, Buchen: Eiforn⸗Briletts Se Scheit 10 War. Sailerel 00 fin Nei erk 1 1 4 Klettenberger Hardt, Eichen 28 St. 5. Kl. 5-10 Mtr. Union⸗Briletts lang, 10—2 Jim. Durchm.= 685 Festm.; 11 Rm. Schicht⸗ 3 nutzbolz 22 Mtr. lang, 5 Rm. Scheit, 6 Rm. Knüppel, Gaß⸗ U. Hittenkols, Holz n Fe. Mei Barben. Jen dn. Schell 4 fen. Andere empflehlt 40 670 Rm. Reislg. Exlen: 2 R m. Knüppel, 12 Rm. Reisig. Dan. Wirth's Nachf. 1 anz⸗ 2 Nußkohlen kosten nur 14 und 14 bis 57 Nutzholz⸗Verkauf. Freitag, den 12. Februar ds. Js., von vormittags 10 Uhr au, soll im Sichertshäuser Interessenten⸗Wald versteigert werden: Eiche⸗Abschnitte von 2 bis 12 Meter Länge Zentimeter Durchmesser mit 54,40 Festmeter, 320 Stück Fichte⸗Stangen 1.—4. Klasse. Der Waldvorstand: Ruppert. 1319 Mark 1.20 ver Zentner frei Haus. Probelieserungen durch Lebende Lahn fische Schellsische. Kabliau usw. frisch vom Fang eingetroffen ö. belt Haft. bei Hartin Simon, Wall- on 125. 0751 torstraße 43. Küctenlampen Ia. Hängegassparbrenner a Mk. 5. 103¹⁵ Carl Schunck. Bahnhetstr. 54. eee 7