1 zweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Gießener Familienblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Ureis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. Die neuen russischen Pläne. Je dünner und lleinlauter die russischen Generalstabs— berichte werden(weil eben gegen die schlichten und sachlichen Mitteilungen der deutschen und österreichisch-ungarischen Heeresleitung nicht mehr aufzukommen ist), desto großmäuli⸗ ger und vielversprechender wird die russische Presse. Da wird die Menge der schweren Artillerie beschrieben, die Ruß— land von Japan erhalten habe, die Waggons voll Waffen und Munition, die über Wladiwostol und Amerika gerom— men seien. Auch England habe, ehe der Hafen von Ar— changelsk vereiste, über eine Million moderner Armee— gewehre geliefert. Rußland, unerschöpflich an Menschen⸗ material, leide also keineswegs Mangel an Kriegsmitteln, und wenn man von der russischen Offensive so wenig mehr sehe und höre, so sei dies nur die Stille vor dem Sturm. Die Welt werde staunen, wenn die neuen Kriegspläne in Wirksamkeit treten. Und endlich, jetzt dürfe man es ja sagen, weil es doch schon alle Leute wissen: Frankreich hat einen seiner besten Heerführer, den General Pau natürlich nicht deshalb nach Petersburg entsandt, damit er dem Groß⸗ fürsten Nikolai Nikolajewitsch die französische Militärver— dienstmedaille auf die stolze Heldenbrust hefte, sondern damit er an die Spitze einer russischen Armee gestellt werde, mehr noch, damit er die neuen russischen Kriegspläne im Sinn und Geiste des französischen Elans zur Ausführung bringe. Für Elan können wir ruhig: Offensive setzen. Das ist mo⸗ derner und militärischer. General Pau ist der Mann der Offensive. Er hatte den Vorsitz und die geistige Leitung des Ausschusses, aus dessen Arbeiten die französische„An- leitung für den Dienst der Armeen im Felde“ vom Oktober 1913 hervorging. Diese neue Kriegslehre für die Truppen der Republik enthält tatsächlich eine Reihe grundlegender Wandlungen der früheren französischen Anschauungen über Truppen⸗ und Gefechtsführung und bricht vollständig mit der früher geltenden Verordnung vom 28. Mai 1895 über den Dienst der Armeen im Felde. Pau hat damals einen längeren Bericht an den Kriegsminister ausgearbeitet, worin sich allerlei interessante Ausführungen finden, umso inter- essanter, wenn man damit vergleicht, was Frankreich auf Grund der neuen Kriegslehre im ersten Halbjahr des großen Krieges erreicht hat. An die Spitze aller Gedanken und Vor⸗ schriften ist die Parole gesetzt: Offensive und wieder Offen- sive! Von allen Nationen, so meint Pau, biete gerade die Kriegsgeschichte Frankreichs die deutlichsten Beispiele für die großem Erfolge, zu denen der Angriffskrieg führe, wie auch für die Niederlagen, welche eine abwartende Kriegs⸗ führung nach sich ziehe.„Solange uns fast bis zur höchsten Vollkommenheit die Lehre der Offensive führte, waren uns die ruhmreichsten Erfolge beschieden, und, ein grausamer Gegenbeweis, an dem Tage, an dem wir sie mißachtet haben, hat gerade sie unseren Gegnern die Waffen geliefert, mit deren Hilfe sie uns besiegt haben.“ Welche Selbstironie! Die Offensive, die den Franzosen über die Vogesen her miß⸗ glückte, ist gleich bei Beginn des Krieges auf die Deutschen übergegangen. Aber kehren wir zu den Versprechungen Paus 0 urück. Er bestimmt: Die französische Armee, zu ihren Trabi itionen zurückgelehrt, erkennt für die Führung der Ope⸗ vationen kein anderes Gesetz mehr an als die Offensive. Nach dem südafrikanischen Kriege hat man gewisse Theorien wie— der erscheinen sehen, die man für immer verlassen glauben konnte, Theorien von der Unverletzlichkeit der Fronten und von der Möglichkeit, die Entscheidung durch das„Manöver“ herbeizuführen, ohne Kampf. Kurze Zeit darauf hat der russisch⸗japanische Krieg ein wahrhaft entschiedenes Dementi für diese gefährlichen Theorien gebracht; aber man muß stets fürchten, daß eine lange Friedens periode sie eines Tages wieder auftauchen läßt. Um eine derartige Wirkung 165. Jahrgang ießener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Montag, 8. Februar 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul; straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: S951, Schrift ⸗· leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. zu verhindern, bestrebt sich unsere Anleitung, dieses Haupt⸗ gesetz ins rechte Licht zu setzen, daß die Schlacht, als aus— schließlicher Operationszweck, das einzige Mittel ist, den Willen des Gegners zu brechen, und daß die erste Pflicht des Führers ist, die Schlacht zu wollen! Man sieht, es sind da allerlei Brocken gut preußischer Felderfahrungen zusammengetragen, und dem Ganzen eine sehr einseitige Hauptidee gegeben, die in Wahrheit gar nicht zur französischen Tradition, gar nicht zum Geist der fran⸗ zösischen Kriegführung paßt. Ein bekannter deutscher Mili⸗ tärschriftsteller, Generalleutnant z. D. v. Ardenne, hat kürz⸗ lich mit vollem Recht darauf hingewiesen, daß der dauernd der französischen Truppe zugesprochene Elan, der Ruf„à la bayonette“ in Wahrheit nur Phrase ist, daß die Franzosen anno 70 nur einmal(bei Beaune la Rolande) einen infante⸗ ristischen Angriff dicht an den Feind herangetragen haben, daß also die neue Ofsensivtheorie(und ihre praktische Aus⸗ probung bei Soissons) nur dem Nationalhaß und der poli— tischen Verblendung entspringe, nicht aber dem französischen Militärcharakter. Entspricht General Paus Kriegslehre nun etwa dem russischen Militärcharalter? Die bisherigen Ereignisse auf dem östlichen Kriegsschauplatz, jede Schlacht und jedes Gefecht dort haben bis jetzt das Gegenteil be— wiesen. General Pau wird im Osten mit der neuen Strategie noch weniger Erfolg haben, als sein Kollege Joffre im Westen. Hodeidah. Der Name des arabischen Küstenortes Hodeida wird un für immer verknüpft sein mit der Erinnerung an eine der schönsten und kühnsten seemännischen Leistungen, die die Geschichte kennt. Dort haben die prächtigen Jungen, die den Rest der berühmten Emden-Mannschaft bildeten, nach einer Fahrt, die an die romantischsten Geschichten aus der Flibustierzeit erinnert, den sicheren Port befreundeten Bodens betreten. Hodeidah zählt zu den wichtigsten Häfen Arabiens und verdankt seine Bedeutung vor allem dem Umstande, daß es der hauptsächlichste Stapelplatz des be— rühmten arabischen Kaffees, des Mokkas, ist. Nach einer Schilderung der französischen Forschungsreisenden Charnay und Deflers sieht die Stadt, wenn man sich ihr von der Seeseite aus nähert, sehr bedeutend aus, und es fallen eine Anzahl großer Bauten mit mehreren Stockwerken ins Auge, die einen palastartigen Eindruck machen. Was er aber aus der Ferne verspricht, das hält Hodeidah nicht, wenn man ihm nahe kommt⸗ Der Hafen, der in der Regel von zahl⸗ reichen Barken belebt ist, ist primitiv zu nennen. Es gibt keinen Kai, keine Landungsbrücke; die Verbindung zwischen Schiff und Land stellen die Araber her, die ins Wasser gehen und, bis an den Hals in der Flut stehend, die Ent⸗ ladung der Barken und die Ueberführung ihrer Waren ans Land besorgen. Steht nun gar eine schwere See in dem 0 2 25 = — Ker. 2* — Ade 2 4 . E IA. U 5. 2 22 — 2 1 15. f 0— 5 f 1 f 1.——— 8. 2* ASC hEE— 3 9 — n 2 E—. J Suden—— J 85. 828— FFF 8 ö A ESS iv 5 e 1 J„ ER—.— 2 2—— 57 5F55— N— 2 ö J brit. 9— 88 Kongo- 8—— 5 20 ö 1 stete He d— 78s 2 8 f 4— s Y 1 2 8— . 55D guat.— 2— 5 2 2 Kolonie ä ü 2 8 Gießzener Stadttheater. Die Barbaren. Lustspiel von Heinrich Stobitzer. Folgenden Versuch, dramatisch zu beweisen, daß die Deutschen keine Barbaren sind, neunt Heinrich Stobitzer ein Lustspiel: Der Marquis von Thérigny nebst Gemahlin und zwei heirats⸗ fähigen Töchtern leben ebenso wie der Gutsnachbar von Chavenay dem von keinerlei Kenntnis der Tatsachen getrübten Glauben, daß die Deutschen ihre Siege über die grande nation dem Zufall danken und im übrigen Uhren und Silberzeug stehlen und ihr Fleisch unter dem Sattel mürbe reiten. Diesem Irrtum muß unter allen Um⸗ ständen abgeholfen werden. Der Marquis belommt ein paar schnei⸗ dige Ulanenoffiziere als Einquartierung, die sich mit absoluter Sou⸗ veränität als die Herren jeder Situation zeigen, die vertrottelte französische Konkurrenz wie auf dem Schlachtfeld so auch im Salon meilenweit hinter sich lassen und die gräfliche Familie derart von ihren Vorzügen und ihrer Lebensart überzeugen, daß im Hause des Marquis eine Doppelhochzeit zwischen Freund und Feind den Völkerfrieden besiegeln kann. Zu diesem erfreulichen Ergebnis kommt es jedoch erst, nachdem die deutschen Offiziere ihre männ⸗ liche Ueberlegenheit mit allerlei spitzfindigen Redensarten und mit je einer Generalprobe erhärtet haben: der Rittmeister läßt seiner zu erobernden Braut, die seine wohlgemeinten Befehle nicht achtet. den Gaul unterm Leibe wegschi„zieht ihm jedoch binnen einer halben Minute die wieder aus dem Fleische, und der Leut⸗ nant klappert dem Laffen Chavenay, der in einfältiger Weise sein Mütchen an ihm kühlen möchte, mit zwei alten Dekorationsstücken von Reitersäbeln vor der Nase herum. Chavenay aber will sich leinen körperlichen Mißhelligkeiten aussetzen, und der Leutnant findet Gelegenheit, große Worte über deutschen Mannesmut und das französische Gegenteil vernehmen zu lassen. Nebenbei zeigen die Deutschen mit einer Weihnachtsfeier, gegenseitigen Geschenken von gestrickten Socken, Lebkuchen und Likör ihre unterschiedlichen menschlichen Regungen und den Mangel an angeborener Wildheit. Das älteste Grafentöchterlein rettet den Rittmeister, während der Leutnant in Seelenruhe mit dem jüngeren über die Möglichkeit einer Verlobung konferiert, aus den Händen der Franktireurs, und was man im ersten Akt mit. kommen sah, kommt leider erst im vierten und deshalb unter Mißvergnügen angehinkt: der Marquis sieht zwei Töchter unter deutsche Hauben kommen. Hand⸗ lüsse, Hackenzusammenschlagen, Schluß. l Wir wissen nicht, was unsere Theaterleitung bewogen hat, diese im Jahre 1870 spielende Neuheit, aus derem Stoff aber auch nicht die geringste unbekannte Nuance mehr herausgepreßt werden laun, zu erwerben. Wenn auch der Verfasser ersichtlich kaltblütig mit der Stimmung des Publikums von 1915 gerechnet hat, so möchten wir einem patriotischen Lustspiel für seine Aufführungs- berachti denn doch noch eine ganze Menge anderer Motive gönfen. Wie Soldaten einen Weihnachtsbaum dekorieren, wissen nachgerade, und es ist keine andere Ursache dafür erkenntlich, 5 einen ganzen Akt damit zu füllen, als die, die vorschriftsmäßige Spieldauer zu erreichen. Die gähnende Lücke füllt der Verfasser noch gerade rechtzeitig mit Gong⸗Geläute und dem verbrauchten Zauber der„Stillen Nacht“ aus, um das sich sachte verflüchtigende Wohlwollen im Zuschauerraum noch einmal zu erflehen. Hiermit und mit dem Liede„Deutschland über alles“ ans deutsche Gemüt und die Beifallsfreudigteit zu appellieren ist wohl nicht aus⸗ reichend, darzutun, daß unsere Väter ebensowenig wie wir Kanni⸗ balen waren; und die fast ausnahmslos abgenützten Scherze, Mei⸗ nungen und Taten der handelnden Personen können selbst dem Wohlwollendsten nicht einreden, daß es sich hier um ein Lustspiel sandle. Gottlob zeigt das Repertoir unserer Bühne auch in der riegsspielzeit die Möglichkeit, recht gut zu unterhalten, auch wenn es nun nicht gerade mit sogenannten Aktualitäten ist. Jedenfalls ist der Gedanke nicht behaglich, daß es ziemlich aus⸗ schließlich ein gewisses Solidaritätsgefühl unserer feldgrauen The⸗ aterbesucher für ihre Kameraden auf der Bühne war, das dem, Beifall einigermaßen den Rücken steifen mußte.—4— * — Ein futuristisches Theatermanifest. Der Fu⸗ turismus lebt noch— wenigstens in dem neutralen Italien, in dem man noch Zeit und Lust für die Betrachtung seiner seltsamen Sprünge zu haben scheint. Sein letztes Manifest bezieht sich auf das Theater. Der Prophet des Futurismus Marinetti ma soeben aller Welt sein Programm bekannt, das zugleich syn⸗ thetisch, untechnisch, dynamisch, autonom, unlogisch und irreal sein soll.„Unsere Akte,“ so sagt das Manifest, werden sich auch auf Serundendauer beschränken können; unser Theater pfeift auf Shakespeare, aber kümmert sich um ein Geschwätz von Komikern, schläft ein bei einem Satze von Ibsen, aber begeistert sich für die roten oder grünen Reflexe der Sessel.“ So kommt der Futurist zu folgenden Hauptleitsätzen: die Technik, unter der das„passatistische Theater stirbt, soll vollständig abgeschafft werden; alle die idealen Abenteuer, die seltsamen und untheatralischen Genieblitze sollen, so unwahrscheinlich sie auch sein mögen, sich im Theater durchsetzen: die veralteten Rampen sollen beseitigt werden, die Bühnenhand⸗ lung im Parterre und bei den Zuschauern eidringen, freier Dialog, Gleichzeitigkeit, die szenische Sinfonie, die bühnenmäßig gestaltete Empfindung, die dialogisierte Fröhlichkeit, der nega⸗ tive Akt, die außerlogische Diskussion, die synthetische Defor⸗ mation geschaffen werden... Und für diese futuristische Theater⸗ kunst kündigt das Manifest auch die futuristische Architektur an, die bald in Mailand das große metallische Gebäude schaf⸗ fen wird, das von allen elektromechanischen Komplikationen be⸗ lebt wird und das allein ermöglichen kann, die freiesten Erfin⸗ dungen bühnenmäßig zu gestalten. Von Ancona wird inzwischen der erste futuristische Theaterversuch angekündigt: zehn Werke von drei verschiedenen Verfassern an einem einzigen Abend— all⸗ gemeine Fröhlichkeit und Bombardement mit faulen Aepfeln und ähnlichen Wurfgeschossen von seiten des Publikums. cht nichts weiß, das nimmt wohl niemanden wunder. — Die toten Kronzeugen. Im„Temps“ erschien vor kurzer Zeit ein angebliches Interview, das aus der Westschwei stammen und u. a. auch den Beweis erbringen sollte, daß au die deutsche Schweiz mit ihren Sympathien sich mehr und mehr der Seite der Verbündeten zuneige. In diesem„Interview“ ließ der„Temps“, wie ein Bericht des Buchhändler⸗Börsenblattes mit⸗ teilt, seinen„wohlunterrichteten schweizer Gewährsmann“ u. a. folgendes sagen:„Sehen Sie z. B. Spitteler, den großen Schweizer Dichter, sehen Sie Gottfried Keller, Conrad Ferdinand Meyer, wie sie, nachdem sie die„germanische Kultur“ lange bewundert hat⸗ ten, sich jetzt über die deutschen Greuel entrüsten!“ Dem Herrn Spitteler geschieht es nur recht, wenn jetzt Ignoranten und Lügner vom Schlage des Verfassers dieses angeblichen Interviews auf ihn als ihren Spießgesellen und Kronzeugen Beschlag legen. Was aber die großen Toten der deutschen Schweiz, Gottfried Keller und Con⸗ rad Ferdinand Meyer, angeht, so wünschten wir nur, der angeb⸗ liche Westschweizer des Interviews hätte recht, und sie wären noch am Leben. Wir meinen, sie würden ihm, sowie dem bis zum Volksverrate„neutralen“ Herrn Spitteler recht hübsch auf die Finger klopfen, und Meister Conrad Ferdinand würde Spitteler vielleicht an seinen prächtigen Hauptmann Dexelhofen erinnern, der sich rühmte, vom Schwabenstamme und zugleich ein Eidgenosse gut zu sein. Daß aber der„Temps“, der als das solideste fran⸗ zösische Blatt gilt, vom Leben und Sterben Kellers und Meyers Gediegenheit und Zuverlässigkeit des Wissens ist Barbarensache und bleibt daher den Deutschen überlassen. — Woher stammt das Wort„Blockade“? Das in diesen Tagen so viel gebrachte Wort Blockade hat einen sprach⸗ geschichtlich recht interessanten Stammbaum. Es geht zurück auf das deutsche Wort„bloch“, wovon auch die französischen Worte bloquer und blocus abgeleitet sind.„Das Bloch“ bedeutete nun ur⸗ sprünglich einen Holzkloz. Weil das Haus aus Baumstämmen errichtet und mit Baumstämmen befestigt ward, so wurde es das „Blochhaus“ 5 15 Zum„Blockhause“ wurde es erst später, als das echte rt„das Bloch“ in die jüngere Form der„Block“ entstellt wurde. Die Bedeutung dieses Wortes nahm jedoch noch eine weitere Entwicklung. Im älteren germanischen Leben diente das„Bloch“ als Verschluß, Absperrung, Haft. So wurde der Zugang des Hauses mit einem Holzklotz gesperrt, und der ge⸗ fangene Verbrecher wurde an einen Klotz geschlossen. Ein be⸗ kanntes Beispiel dieses Strafvollzuges bietet Shakespeares„König Lear“, wo Kent, der treue Diener des greisen Königs, von der widernatürlichen Tochter„in den Block“ gesperrt wird. Auf diese Weise ging nun auf das Wort Bloch oder Block allmählich die Bedeutung von Absperrung, Abschluß überhaupt über. Eine Blockade ist also nichts anderes, als eine Absperrung, und erst allmählich hat mit der Geschichte des Völker- und Seer die Bedeutung des Wortes sich dahin zugespitzt, daß es die Ab⸗ fens von der Seeseite her sperrung einer Küste oder eines Ha bedeutet. 5 * 1 l 5 f i ö 22 ⁰yd( * 3 sprünglichkeit entwickelt. Die Frauen gehen hier nur in lassener Würde die Kamele, die fast ganz unter der Last des werk dient zum Bau und Das„Kolonialblatt“ boörigen der Baptistenmission in Kamerun, die aufs neue be⸗ folgende interessante Stellen: reich unserer, leider zu wenigen und für die Folgezeit auch un⸗ steigt bei kenturm dicht. steigt beim Funkentu ichter Rauch schwarze Soldaten und rückten mit 2⸗ bis 3000 Mann und vielen 5 Hafen, so ist die Unordnung recht groß, und der Lärm, den die Menschen machen, vereinigt sich mit dem Donner der andringenden en. Nur von der Seeseite her ist Hodeidah offen, von allen anderen Seiten ist es von einer befestigten Mauer umringt. Die Straßen der Stadt sind regellos angelegt, und jedes Regenwetter verwandelt sie in Schmutzkanäle. Die Straßen⸗ reinigung bleibt den Geiern und den kleinen grauen Adlern überlassen, die über ber Stadt zu kreisen pflegen. Hodeidah hat zahlreiche Moscheen, aber sie sind arm und dürftig und ihre Minarette entbehren des Reizes, den diese Bauwerke in vornehmeren arabischen und türkischen Städten besitzen. Den Mittelpunkt der inneren Stadt bildet natürlich auch hier der Basar oder Suk, ein arabischer Markt, wie man ihn in allen arabischen Städten findet, ein Gewirr von zumeist engen, schmutzigen Straßen, die von Leinenfetzen oder alten Matten überspannt und mit winzig kleinen Buden eingefaßt sind, auf deren Auslagen die Waren zur Schau gestellt werden. Das gesellschaftliche Leben der Stadt spielt sich jedoch nicht auf dem Suk, sondern auf dem großen Platz ab, den man erreicht, wenn man zu dem nach Osten gelegenen, durch zwei gewaltige, aber verfallene Türme flankierten Haupttore hinausgeht. Man sieht sich dann auf einer Art Krammarkt, wo die Bevölkerung der Stadt sich zusammen— findet, um frische Luft zu schöpfen und sich bei Karten- und Brettspielen zu unterhalten. Jeden Nachmittag um 4 pflegt die türkische Militärmusik hier ihre mehr rauschenden, als künstlerisch veredelten Weisen anzustimmen; Anfang und Schluß des Programms bildet regelmäßig die Sultans⸗ hymne. Das Leben auf diesem Platze ist interessant. Man sieht hier bunt durcheinander Beduinen, Neger, Araber, Abessynier, Hindus, Italiener, Griechen und Türken. Kaffee⸗ häuser umgeben ihn, denen es an Gästen nicht mangelt. Mitten auf dem Platze haben kleine Burschen eine Art fliegenden Handel mit Kuchen, Zuckergebäck und Zigaretten aufgeschlagen. Es fehlt ihnen an schmutzigen Bettlern, an Blinden und Lahmen, an Verstümmelten aller Art und an Irrsinnigen nicht, selbst auch an schreckenerregenden Fa⸗ kiren nicht, von denen die französischen Reisenden einen beobachteten, der mit Ketten belastet war und in den wider- lichsten Zuckungen sich wälzte, während ein anderer, indem c durch die Menge schritt, allerlei schreckliche Grimassen Im Süden und Osten ist Hodeidah von Vororten um- geben, wo das arabische Leben sich in seiner ganzen Ur⸗ dunklen Gewändern, das ganze Gesicht vom schwarzen Schleier verhüllt, der nur zwei 2 ugenlöcher frei läßt. Durch die hin und her rennenden Menschen schreiten mit ge⸗ ihnen aufgepackten Buschwerkes verschwinden. Dies Busch⸗ zur Ausbesserung der Hütten, sowie auch zum Bereiten der Nahrung. Das Klima von Hodeidah ist ungesund, besonders herrscht zu jeder Jahres⸗ zeit dort das Sumpffieber, und die am Orte ansässige fremde Bevölkerung begibt sich, um der Malaria zu ent⸗ gehen oder sich von ihr zu erholen, in der Regel ins Ge⸗ birge nach Menacha. wo ein Aufenthalt von wenigen Mo⸗ naten in der frischen Bergluft die vollkommene Herstellung bewirkt. Das ist der Ort und das ist die Welt, in die ihre kühne Fahrt jetzt die Männer von der„Emden“ geführt hat. Uameruner misstonare in englischer Gefangenschaft. veröffentlicht Berichte von Ange⸗ stätigen, mit welch unerhörter Rücksichtslosigkeit die Englän⸗ der nicht nur alles, was deutsch ist, zu zerstören suchen, son⸗ dern auch das Ansehen der weißen Rasse durch die Afrikaner mit Füßen treten lassen. Wir entnehmen diesen Berichten Anfang September ließ sich das erste feindliche Kriegsschi in der Mündung des Kamerunflusses 3 5 1 englische Kanonenboot„Dwarf“. Etwa am 10. September machte es einen Versuch, Duala zu beschießen, wobei es aber in den Be⸗ zureichenden Geschütze kam, aber„Dwarf“ erhielt zwei Treffer und zog sich schnell wieder zurück, ohne uns Schaden zugefügt zu haben. Etwa am 24. September erschien ein größeres— mit drei Schloten im Kamerunbecken. Es war der Kreuzer„Chal⸗ — der am Freitag, 25. September, Duala zu beschießen ann. Sonntag, den 27. September, kurz vor 6 Uhr, ertönte erneut Kanonendonner. Dichter Nebel ließ nichts vom Feinde erkennen. Der kurzen Kanonade folgte eine unheimliche Stille. Gegen 9 Uhr auf, donnernd stürzt der zusammen. Auf Anordnung der deutschen Behörde ist er gesprengt worden. Vor der Uebermacht des verbündeten Feindes Engländer und Franzosen, denen von verräterischen Eingeborenen M ein Weg gezeigt worden war, auf dem sie Duala auch von der Landseite angreifen konnten, mußte unsere nur geringe Truppen⸗ macht sich zurückziehen. In großen Abteilun rückten jetzt die feindlichen Truppen von der Land⸗ und Wasserseite in Dual a ein. Die Stadt wurde damit überflutet. Ein wüstes Durcheinan⸗ der, Zerstören und Plündern begann von Soldaten und Einge⸗ Porenen. Die einmal früher verbreitete Nachricht, daß die Eng⸗ länder Privatbesitz 9 erwies sich hier als unwahr, nichts wurde ges Wohl sind sie, als alles drüber und drunter ging, dem Plündern der Eingeborenen mit Waffen entgegenge⸗ treten, wobei mancher erschossen worden ist; an anderen Orten da„wie z. B. Jabassi, haben sie die Leute zum lündern und Rauben geradezu veranlaßt. Ge⸗ schäftsräume, Privatwohnungen, ja sogar Kapellen und Schulen sind geplündert und beschädigt worden. Gleich am Montag began⸗ nen die Feinde mit der Gefangennahme aller Weißen, ob sie Waf⸗ fen getragen hatten oder nicht. Männer, Frauen und Kinder, alles wurde in rücksichtslosester Weise gefangen genommen. Selbst Angehörige neutraler Sataten befanden sich unter den Gefange⸗ nen. Die im Vertrauen auf die baldige Rückkehr weggeführten Missionare zurückgebliebenen Missionsschwestern er⸗ hielten eine schwarze Wache, ohne deren Begleitung sie keinen Schritt gehen durften. Am 29. November erhielten wir die Mit⸗ teilung, daß wir am 1. Dezember nach England transportiert werden sollten. Inzwischen hatten die Engländer eingesehen, daß sie außer Duala nur noch einige Küstenstädte mit Hilfe ihrer 4 bombardieren und besetzen konnten, daß sie aber, um der Kolonie Herr zu werden, einer starken Truppenmacht bedurf⸗ ten. Deshalb holten sie aus ihren Nachbarkolonien etwa 10 000 Maschinengewehren auch nach Buea vor, da ft annahmen, daß Buea, der Sitz des Gouverneurs, stark befestigt sei. Weil die aber nur eine Hand voll Soldaten für Buea hatten, so war eine Verteidigung gar nicht beabsichtigt, die wenigen Sol⸗ daten sollten nur den Anmarsch des Feindes erschweren und sich dann zurückziehen, um andere Truppenteile zu verstärken. Dieser Vlan gelang auch insoweit, als unsere wenigen Leute— es sollen 150 bis 200 gewesen sein— den Feind durch ein zweistündiges Gefecht aufhielten. Am 15. November rückte der Feind in Bue a ein. Da die Missionare unter allen Umständen gern im Lande geblieben wären, machte Herr Lutz, der Leiter der Basler Mis⸗ sion, eine Eingabe an den englischen General in Duala, in der er sagte, er könne doch nicht glauben, daß das christliche England den Missionen eine schlimmere Behandlung zuteil werden lasse, tend. Aber von Duala kam die Antwort, kein Deutscher dürfe in Buea bleiben, nicht einmal Missionar Bender. Als wir am Bahnhof Soppe anlangten, kam ein trauriger Zug an: die Ver⸗ triebenen aus Buea, unter der Bewachung von süwarzen Sol⸗ daten mit aufgepflanztem Bajonett! 3 Wenn wir alle unsere Erfahrungen zusammenfassen, so müssen wir sagen: die Engländer wollen die Kolonie auf jede Art und Weise wirtschaftlich ruinieren. Ja, das reiche England schämt sich nicht, allen das Geld bis auf im günstigsten Falle 100 Mark pro Person abzunehmen. Jede Arbeit ruht, die Entwickelung für die Zukunft ist untergraben. Der Respekt vor dem Weißen ist dahin, die Neger haben sie bekriegen und ihnen befehlen dürfen, man hat uns als Gefangene gesehen. Unsere Gemeinden sind ohne Missionare in den Händen von schwarzen Gehilfen und werden es schwer haben, durchzukommen, denn nicht einmal die Mis⸗ sionsarbeit hat das christliche England geschont. Einer der ersten Orte, auf welchen die Engländer ihr Augen⸗ merk richteten, war Jabassi. Es entspann sich dort ein heftiges Gefecht, bei dem es jedoch der nur etwa 300 Mann starken deut⸗ schen Schutztruppe unter Führung von Hauptmann Oaedicke gelang, die Engländer zurückzuschlagen. Annähernd 150 Farbige und Engländer sollen dabei auf feindlicher Seite gefallen sein, während von der deutschen Truppe nur 5 farbige Soldaten— 2 davon beim Kentern eines Bootes— den Tod fanden. Am Tage darauf wurde die Kanonade auf Jabassi aufs neue eröffnet, diesmal mit solcher Heftigkeit, daß die deutsche Truppe, welche keine Kanonen, sondern nur Maschinengewehre besaß, vor den feindlichen Granaten nicht stand halten konnte und sich von Ja⸗ bassi zurückziehen mußte. Hierdurch wurde den Engländern auch der Weg nach Nyamtang frei. Es war am 6. November, als während des Mittagessens einer unserer Zöglinge uns meldete, daß englische Soldaten sich auf dem Hofe herumschlichen. Wir begaben uns sofort alle auf die vordere Veranda. Kaum hatten die Soldaten uns bemerkt, als etliche auch schon ihre Gewehre auf uns anlegten. Andere zerrten und stießen uns in Gegenwart von Eingeborenen die Treppe hinunter und wangen uns, ohne Bedeckung in den glühenden Strahlen der ittagssonne zu stehen und zuzusehen, wie verschiedene Soldaten durch die Zimmer gingen und alles Greifbare an Geld, Uhren und anderen Wertsachen in ihre Rucksäcke wandern ließen. Als Hald darauf ein Oberst mit anderen Offizieren erschien und ich mein Befremden darüber äußerte, daß Engländer eine Missionsstation in solcher Weise überfallen, sowie mich über die schmachvolle Be⸗ handlung von seiten englischer Soldaten beschwerte, erhielt ich zur Antwort:„Krieg ist Krieg.“ Auf unsern Hinweis, daß wir amerikanische Bürger seien, erwiderte uns der Oberst, daß er strenge Weisung habe, alle Weißen, ohne Ausnahme, gefangen zu nehmen und somit auch wir bis zum nächsten Morgen zur Abfahrt bereit sein mußten. Unser Vieh sowie unser Proviantbestand, zu⸗ sammen im Werte von etwa 1100 Mark, wurde requixiert. Als ich eine Quittung darüber forderte, sagte man mir, daß ich sie am nächsten Morgen bekommen würde; ich habe sie jedoch trotz aller meiner Bemühungen bis heute nicht erhalten. In Duala gab mir ein Offizier, als ich ihn auf unsern Verlust aufmerksam machte, zur Antwort, ich solle froh sein, überhaupt etwas gerettet zu haben. Bemerken möchte ich noch, daß die Engländer schon bald nach ihrer Ankunft in Nyamtang verschiedentlich andeuteten, während der Reise dahin am Wege verschiedene Leichen von Ein⸗ geborenen gesehen zu haben; sie hoben hervor, daß man es nicht verstehe, wie deutsche Soldaten harmlose Eingeborene nieder⸗ schießen könnten. Auf der Reise nach Jabassi kam der uns be⸗ gleitende 8 wieder auf die„Grausamkeiten“ der deutschen Truppen zu sprechen. Ich machte ihn darauf aufmerksam, daß es noch keineswegs erwiesen sei, wer die Ein⸗ eborenen erschossen habe, falls es aber von deutscher Seite ge⸗ 9— sein sollte, so könne es sich nur um Schwarze gehandelt haben, tweder sich weigerten, Lasten zu tragen, oder die beim Truppentransport versucht hätten, zu fl Unter gleichen Verhältnissen würden die Engländer ebenso ge lt haben; das sei doch noch keine Grausamkeit. Der Gegenstand wurde dann auf der Reise nicht weiter berührt. Erst nachdem wir in Duala ange⸗ kommen waren, wurde ich vor das Oberkommando geladen und aufgefordert, etwas über die„Grausamkeiten“ der Deutschen nieder⸗ zuschreiben. Ich weigerte mich und wurde entlassen. Bald erfolgte eine zweite Vorladung. Wieder kam dieselbe Zumutung. Nachdem ich mich bereit erklärt hatte, zu schreiben was ich gesehen habe, konnte ich wieder gehen. Der Inhalt meiner Niederschrift, die ich dann einreichte, handelte von der schamlosen Behandlung, welche uns und anderen Missionaren zuteil geworden war. Hierauf wurde ich wieder vorgeladen und scharf verwarnt, denn meine Aufzeich⸗ nungen seien eine Anklage der englischen und französischen Sol⸗ daten und eine Verdächtigung des gesamten Kommandos. Man batte aber den traurigen Mut, noch einen Schritt r e und mir in Aussicht zu stellen, am nächsten Tage aus der r entlassen zu werden, wenn ich ihren Wunsch erfüllte und einen Bericht über„Grausamkeiten, verübt von deutschen Truppen“, ihnen zusenden würde! Selbst⸗ verständlich konnte ich das nicht tun. Unter der Beschuldigung, ich hätte als amerikanischer Bürger die Neutralität verletzt und die deutsche Regierung in ihren Zielen unterstützt, sind dann meine au und ich als Kriegsgefangene nach England gebracht worden. löst noch dort begründete man mein Festhalten durch Neutrali⸗ tätsverletzung. Zum Glück wurde ich aber als ordinierter Missio⸗ nar endlich freigegeben und nach Deutschland entlassen. Das traurige Ereignis für uns während der Zeit unserer Kriegsgefangenschaft war das Abscheiden der Frau Missionar ärtens. Wir mußten s aer gc erfahren, daß die Engländer sogar kranke Frauen als Kriegsgefangene behandeln. An Bord des englischen Dampfers„Bathurst“ wurden die Missionare um Mitternacht geweckt und nach Geld untersucht. Dem Missionar Märtens wurden 200 Mark weggenommen. Nur 25 Pfennig hatte man ihm gelassen! Die ersten zwei Tage be⸗ kamen wir gar nichts zu essen. Am dritten Tage wurde etwas Proviant verteilt, doch so, daß man nicht satt wurde. Ein Herr bekam ein Glas gemahlenen Pfeffer, einzelne ein Stück Seife und viele andere ungenießbare Ware. Am vierten Tage erhielt jeder zwei Stück Schiffszwieback— zusammen etwa/ Pfund— und einen Salzhering, und damit mußte man einen auskommen. Eine Emailleschüssel diente 22 Personen als Eß⸗, Wasch⸗ und Auf⸗ waschschüssel. Bald waren unter diesen Verhältnissen 18 Per⸗ sonen erkrankt.— In Lagos hatten die Engländer aus Furcht vor den Deutschen die Häuser 2 mit Sandsäcken verbarrikadiert; Kanonen, von schwarzen und weißen Soldaten bedient, waren zum Schutz aufgestell. Auch an der Goldküste wurden die Damen und Kinder auf großen schmutzigen Lastautos unter Bewerfen mit Steinen, Bespeien usw. seitens der Eingeborenen fortgebracht. Aus Stadt und Cand. Gießen, 8. Februar 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Einj.-Gefr. Hermann Küchler, Res.-Ins.⸗Rgt. 221, aus Ossenbach a. M.— Gardist Hermann Reifschneider, Inf. Ngt. 115, aus Offenbach a. M.— Musk. Johs. Lohmann, Inf.⸗Rgt. 117, aus Mörstadt.— Kriegsfreiw. r Heinr. Altvater, Pionierbat. 21, aus Darmstadt.— Musketier Ludw. Midinet, Inf-Agt. 168, aus Darmstadt.— Ersatz⸗Res. Dietrich Eisenach, Res.-Inf.⸗Rgt. 116, aus Eisa. * die en Ritter des Eisernen Kreuzes: Leutn. d. R. und Ko ieführer Fr. Schmalz aus Gießen, Res.⸗ Inf.⸗Regt 222. Stabsveterinär Dr. Zürn aus Wetzlar, Fu 3 3. Feldw. Ott aus Wetzlar, Landst.⸗Ersatz⸗ Bat. Wetzlar, früher Inf.⸗Regt. 87. Vizefeldw.(Lehrer) Franz Mockewitz aus Wetzlar, Res.⸗Inf.⸗Regt. 71. hrm. Heinrich Hofmann aus Burgsolms, Res.⸗Inf.⸗Regt. 81. Uffz. d. R. Karl Eichenauer aus Naunheim, Inf. ⸗Regt. 83. Unterarzt Edi Spengler, 26. Res.⸗Armeekorps. Feldw. Lenz aus Butzbach, Inf.-Regt. 168. Gefr. Fritz Bauer aus Darmstadt, Leibgarde⸗Inf.⸗Regt. 115. Leutn. Forstasß Kern aus Bad⸗Nauheim, Res.⸗Inf.⸗Regt. 222. eutn. d. R. Berck aus Bad⸗Nauheim, Inf.⸗ 168. Res. Konrad Mull aus Hopfgarten, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116. Feld⸗ webelleutn. d. R. im Res.⸗Inf.⸗Regt. 10 Ludwig Müller aus Offenbach. Wehrmann Bernhard Oberle aus Offen⸗ bach, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116. Uffz. Josef Weyer aus Nieder⸗ zeuzheim. Res. Anton Bau sch aus Oberzeuzheim. Gefr. Langschied aus Birlenbach, Inf.⸗Regt. 87. Lehrer Karl Schmidt aus Hahnstätten, Uffz. im Ersatz⸗Bat. 50. Feldw. Alex Loos aus Diez. Pfundbriefe nach dem Feldheer. Feld post⸗ briefe nach dem Feldheer im Gewicht über 250 g bis 500 g werden bis auf weiteres für unbeschränkte Zeit zugelassen. Die Gebühr beträgt 20 Pfg. Von der hiesigen Organisation des Roten Kreuzes wurden im Januar folgende Wollsachen an Soldaten frisch ins Feld rückender bezw. hier durchkommen⸗ der Truppenteile abgegeben: 335 Paar wollene Strümpfe, 93 Kniewärmer, 60 Pulswärmer, 39 Leibbinden, 74 wollene Halsbinden und Tücher. 138 Paar Handschuhe, 12 Brust⸗ schützer, 22 Ohrenschützer, 4 Kopfschützer, 75 Unterhosen, 1 Unterjacke, 75 wollene Hemden, 3 pelzgefütterte Woll⸗ westen, 33 wasserdichte Aermelwesten, 14 Wämse, 358 Woll⸗ decken. Auch die ausgerückte Land sturmkompagnie wurde vollständig mit Wolldecken versorgt. „ Als ältester Beamter der Großh. Hess.(25.) Division ist der Oberzahlmeister Becker, 3. Batl. Inf⸗Rgts. Kaiser Wilhelm Nr. 118, ausgerückt. Er dient 31 Jahre ununter⸗ brochen in der Hess. Division. Er ist Ritter des Eisernen Kreuzes und des Hessischen Philippsordens. Seit 1902 gehört er dem 3. Batl. Inf.⸗Rgts. 116 an. Postuachricht. Als Einzahlungskurse gelten: nach den Niederlanden 100 Gulden= 187 Mk., nach Dänemark, Norwegen und Schweden 100 Kronen= 116 Mark. * Vom Reichskursbuch erscheint eine neue Aus gabe Anfang März zum Preise von 2 Mt. 50 Pfg. Bestellungen nehmen sämtliche Postanstalten und Buchhandlungen entgegen. Der Postbezug für 4 aufeinander folgende Ausgaben ist zurzeit aufgehoben. Kreis Friedberg. Butz bach, 6. Febr. In der Gemeinderatssitzun vom 5. Februar kam die Rechnung der Stadt Bus bach für 1913 zur Verlosung. Sie schließt ab mit einer Einnahme von 252 500,47 Mk. und einer Ausgabe von 206 902,90 Mk., so daß ein Kassevorrat von 45 597,57 Mk. vorhanden ist. Von diesem Kassevorrat sind noch 26 466,25 Mk. als Kapitaltilgung zu ver⸗ wenden, die aber 1 zur Bestreitung von Kosten für Kriegs⸗ zwecke zurückbehalten un verzinslich ausgeliehen worden sind. Da gegen die verlesene Rechnung keine Einwendungen erhoben wurde, so wurde dem Stadtrechner Bayersdorf Entlastung erteilt. — Die festgesetzten Zahltage, Dienstags und Freitags, sollen bei⸗ behalten werden.— Die Jagd wäre in diesem Jahre neu zu verpachten. Die bisherige Jagdgesellschaft hat sich bereit erklärt, die Jagdpacht noch auf 2 Jahre zu verlängern zum jährlich. Pacht⸗ preise von 1000 Mark. Der Finanzausschuß schlägt dem Ge⸗ meinderat vor, das Anerbieten der Jagdgesellschaft zu berück⸗ sichtigen, da 23 des Krieges eine Neuverpachtung nicht 5—.— erscheine. Der inderat stimmte dem Antrage des nz⸗ ausschusses zu.— Das ehemalige Pulverhäuschen, zuletzt Unter⸗ kunftshäuschen auf der Steinkaute, war vor einigen Jahren durch Brand zerstört worden. Infolge der Feldbereinigung mußte der Wiederaufbau zurückgestellt werden. Der nun vorliegende Bau⸗ plan soll der Brandversicherungskammer zur Begutachtung und Genehmigung übersandt werden.— Als erständige für die Prüfung und Enteignung von Frucht⸗ und Mehlvorräten wurden sewählt: Beigeordneter Heil, Jean Sauerbier IV., Christoph ießler und Christoph Wendel. 8 Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 7 Jebr. Die Großherzogliche Regierung hat das ehemalige Bahnhofsgelände nördlich und südlich Allee zur unentgeltlichen Benützung zur Verfü⸗ ung gestellt. Das ziemlich große Gelände wird nach einer Mittelung der Bürgermeisterei zur landwirtschaftlichen Benutzu in Teilstücken(Losen) von verschiedenem Flächeninhalt auf Grund besonderer Bedingungen überwiesen. Es kann unentgeltlich (pachtfrei) bis zur Dauer von drei Jahren überwiesen werden. n. Ofsenbach, 6. Febr. Die hiesige Volksschullehrer⸗ schaft hat bis jetzt den Gesamtbetrag von über Mark 12000 ugunsten der Kriegsfürsorge aufgebracht, wobei die von . außerhalb der Organisation gestisteten Beträge nicht eingerechnet sind. Von dem Offenbacher Bezirksverein des hessi⸗ schen Landeslehrervereins sind jetzt dem Verein für Sanitäts- hunde wiederum 200 Mk. überwiesen worden. 5 Kreis Wetzlar. J. Krofdorf, 8. Febr. In diesem Winter sind es 50 Jahre, daß der Landwirt Philip p agner von hier der Beschästi⸗ gung als Holzhauer nachgeht. Seit vielen Jahren versieht er den Posten als Holzhauermeister. Schon oft setzte er seine Vor⸗ gesetzten durch seine ungewöhnliche Rechenkunst in Erstaunen. 5 Hiessen⸗Kassau 45 ch. Geisenheim, 7. Febr. Nach langem schweren Leiden verschied hier im Alter von erst 36 Jahren der Weinbauinspektor Joseph Fischer, Weinbaulehrer an der Kgl. Lehranstalt für Wein⸗, N e e geen e ge. Hanau, 7. r. In der heu wirtschaftlichen Kreisvereins Hanau i bechlsfen worden, in einer an die Landwirtschaftskammer und an die b zu richtenden Eingabe um Festsetzung von Höchstpreisen alle Futtermittel, +— auch für Mehl, sowie um agnahme der vorhandenen Gerstenvorräte zu bitten. Nach einer Bekanntmachung des X Hanau, 5. Febr. Magistrats ist in der Stadt Hanau in der Zeit vom 12. bis ein⸗ as Kuchenbacken schließlich 17. Februar, also zur Fastnachtszeit, verboten. Dieses Verbot erstreckt sich nicht nur auf die Bäckereien und Konditoreien, sondern auch auf die Haushaltungen. Gerichi aal. Der Künstlername des Schauspielers. Ein äußerst interessanter Rechtsstreit um die Frage, ob ein Künstler(Schauspieler oder dergleichen) als. (Künstlernamen) einen beliebigen anderen 5 namen benutzen darf, bezw ob ein Träger dieses Fami⸗ liennamens berechtigt ist, dem Künstler den Gebrauch dieses Decknamens N zu lassen, hat kürzlich das richt beschäftigt. Es um fol: Reichs ge gendes: Ber Scheufpfeker Fritz Diamant in Charlotten⸗ usübun, ells 0 hat t dem amen Delius drucken lassen. Seine Bühnenverträge unterzeichnet er mit beiden Namen, während er den Behörden 1 nur seinen 4 25 Familiennamen Diamant gebraucht, da ihm eine 2.— zur Führung des Namens Delius nicht er⸗ teilt ist. noper fühlt sich dadurch, daß Diamant den Namen Delius als Decknamen gebraucht, in seinen Interessen verletzt; er behauptet, es könne ihm nicht gleichgültig Dritter sich seinen Familiennamen beilege. Er hat deshalb Diamant auf Grund des§ 12 Bürgerlichen Gesetzbuchs K amens auf als sie von den Heiden zu gewärtigen hätte. Missionar Bender machte außerdem seine Ausprüche als amerikanischer Bürger gel⸗ 1 e 1 Lucius aus Usenborn. Wilh. Appel aus Nieder⸗Mockstadt. Landwirtschaftslehrer Dr. erhoben mit dem Antrage, die hrung des N in jeder Form, sowohl innerhalb irnstl im bürgerlichen Leben, mindestens r außer in Lung aus Alsfeld, Off.⸗Stellv. im Inf.⸗Regt. 116. San- der breiten seime Regierungsrat Fritz Delius in Han⸗ ein, wenn irgend ein beliebiger 7 P * 9 5 und auf Theaterzetteln, zu unterlassen. Der Beklagte wendet chez die Klage ein, es sei ein Gewohnheitsrecht der Künstler, ich einen Decknamen beizulegen er habe gar nicht daran gedacht, die Mitglieder der Familie Delius irgendwie zu beeinträchtigen; er habe seinen Künstlernamen Delius von der Insel Delos, dem Geburtsort und der Hauptkultusstätte Apollos, abgeleitet. Das Landgericht II zu Berlin und ebenso das Kammer⸗ gericht haben die Klage abgewiesen. Zur Begründung führt das Kammergericht aus, daß die zweifelhafte und viel be— strittene age, ob auch gegenüber einem Künstlerdecknamen ein Namensschutzrecht gegeben sei und ob deshalb der Beklagte den] Be Namen Delius befugt oder unbefugt benutze, unentschieden bleiben könne; denn jedenfalls fehle es an dem nach§ 12 BGB. er⸗ forderlichen Interesse des Klägers, daß dem Beklagten der Gebrauch des Namens untersagt werde. Ein ideales oder auch ein bloßes Affektionsinteresse habe der Kläger nicht dargetan. Eine Absicht des Beklagten, den Anschein zu erwecken, als ob er zur Familie des Klägers gehöre, oder auch nur, daß tatsächlich ein solcher unbeabsichtigter Anschein erweckt wird, sei nicht anzu⸗ nehmen. Die bloße Möglichkeit für den Kläger, im Leben darauf⸗ hin angesprochen zu werden, ob der Beklagte zu seiner Familie gehöre, bedeute noch keine Verletzung seines Familieninteresses. Unbestritten werde dem Beklagten von maßgebender Seite be⸗ stätigt, daß er ein Künstler von Ruf ist und daß sein Künstlername guten Klang hat. Hiernach sei nicht anzunehmen, daß es dem Be⸗ Hagten peinlich sein könne, gefragt zu werden, ob der Beklagte zu seiner Familie gehöre. Das würde eine Ueberempfindlichkeit des Klägers sein. Nach alledem könne nicht angenommen werden, daß ein im Sinne des 8 12 BGB. schutzbedürftiges und schutzberechtigtes Interesse des Klägers vorliegt, dem Beklagten den Gebrauch des Namens Delius zu untersagen. Ohne Erfolg versuchte es hiergegen der Kläger mit dem Rechtsmittel der Revision: das Reichsgericht hat sie zurückgewiesen und damit das Urteil des Kammer- gerichts bestätigt. Ein französischer Kriegsgefangener zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt. Berlin, 7. Febr.(W. B. Nichtamtlich.) Wie die Blätter aus Hannover melden, wurde der französische Kriegs; gefangene Lescuyer wegen Majestätsbeleidigung zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er in den letzten Tagen im Verdener Lazarett einem dort hängenden Kaiserbild die Augen ausgestochen hatte. Der Vertreter der Anklage hatte die Notwendigkeit betont, sich zum Unterschied von dem maßlosen Vor- gehen französischer Gerichte der größten Ruhe und Objektivität bei der Beurteilung des Falles zu befleißigen. der aber als ein Pro- dukt erbärmlichen Hasses eine angemessene strenge Sühne verdiene. Erschwerend fiel ins Gewicht, daß Lescuyer sälsch lich seinen Kameraden Adonies der Tat beschuldigt hatte. Aus Mexiko. London, 6. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuter'schen Bureaus:„El Paso“ zusolge hat General Villa sich zum Prästidenten von Mexito erklärt und für die Zivil⸗ regierung drei Minister ernannt. Dermischtes. Woher kommt der Spottname„Löffel⸗ garde“ Löffelgarde ist eine höhnende Bezeichnung, mit der die älteren Mannschaften die neu eingestellten Rekruten, die wegen ihrer noch mangelnden militärischen Ausbildung einen recht wenig militärischen Eindruck machen, zu belegen pflegen. Dann auch nennt man im allgemeinen Truppen, deren äußere Haltung wenig militärisch ist, so, auch Kinder, die Krieg spielen, und mit allerlei Tand, wie Papierhüten, ausgerüstet sind, werden wohl zuweilen so bezeichnet. In keinem dieser Fälle verrät die An⸗ wendung der Bezeichnung ihre Herkunft. Sie soll berlinischen Ur⸗ sprungs und im Jahre 1806 entstanden sein. So wenigstens er⸗ zählt Karl von Suckow, ein württembergischer Oberst, in seinen Erinnerungen„Aus meinem Soldatenleben“, wo er berichtet, wie er im genannten Jahre als Kadett in die preußische Armee ein⸗ trat und, nach Berlin kommend, folgende Eindrücke schildert:„Statt der schönen Gardes du corps, der Ziethenschen Leibhusaren usw., füllten die oft nichts weniger als einen freundlichen Anblick gewäh⸗ renden Mitglieder der Marschall Soultschen„Löffelgarde“ die Straßen der Residenz. Diesen stolzen Namen einer Garde ver⸗ dankten die 5 weder ihrem schönen Kostüm, noch ihrer körperlichen Schönheit, sondern der Gewohnheit, ihren blechernen Eßlöffel auf ihrem Uniformhut zu beherbergen, was den witzigen rlinern Veranlassung gab, ihnen den vorerwähnten Spott⸗ namen zu erteilen.“ Börsen⸗Wochenbericht. N. Frankfurt a. M., 5. Februar. Der im freien Verkehr der Börse gegen Ende des vorigen Monats eingetretenen Ermattung ist in dieser Woche wieder eine Befestigung und Geschäftsbelebung gefolgt. Im Vordergrunde des Intere ses standen wiederum jene Werte, deren Unternehmungen Erzeugnisse des Heeresbedarfs herstellen. Es ist natürlich, daß diese Werke bis zur größten Leistungsfähigkeit beschäftigt sind und daß dieser hohe Beschäftigungsgrad, der schon seit ee anhält, auch in den Betriebsergebnissen zum Ausdruck kommen wird. Von diesem Gesichtspunkte aus findet die Beachtung der Werte seitens des Publikums ihre natürliche Erklärung. Zur Gruppe dieser Werte gehören die Aktien von Schuh⸗ und Lederfabri⸗ ken, von Waffen⸗ und Munitionsfabriken, Ma⸗ schinenfabriken und Autowerte. Es war dabei ver⸗ schiedentlich zu neuen Kursrekords gekommen, so bei Rheinmetall, Daimler und besonders bei Adler und Oppenheimer Lederfabriken. Das Interesse für letztere hatte erst etwas nachgelassen, als die Verwaltung mit der Erklärung hervorgetreten war, daß die Kon⸗ junktur für die Lederindustrie zwar günstig sei, es aber gewagt wäre, trotzdem mehr als ein normal gutes Erträgnis bei der Gesellschaft, die auch beträchtliche Guthaben im feindlichen Aus⸗ land habe, zu erwarten. Sicher ist, daß die Unternehmungen, die Kriegslieferungen haben, auch mit Sorgen und Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Die Materialpreise und Löhne steigen, es fehlt an Arbeitern und anderes 7 5 Rheinmetall hat bald soviel Kreditoren wie Aktienkapital, Die Auslassung von Adler und Oppenheimer wirkte denn schlie lich auch etwas dämpfend auf die Unternehmungslust und die Kurse der begünstigten Speziali⸗ täten gaben gegen Wochenschluß auf der ganzen Linie etwas nach. Etwas besser hielten sich Montan papiere, wenn auch die Umsätze darin keinen großen Umfang erreichten. Hervorgerufen wurde die freundlichere Stimmung durch die fortschreitende Besse⸗ rung der Geschäftslage unserer Kohlenindustrie, die bereits in den Ausweisen für das letzte Quartal in Erscheinung trat. Die Nachfrage nach Kohlen ist bekanntlich sehr groß geworden, insbesondere von den Werken, die Bedarfsgegenstände für Heer und Flotte erzeugen. Allerdings macht sich heute schon ein empfindlicher Mangel an geschulten Arbeitskräften bemerkbar, so daß den Zechen leider die Möglichkeit genommen ist, ihre leistungsfähigen 1 auszunutzen. Von weiterem gün⸗ stigen Einfluß auf die Kursgestaltung waren die besser geworde⸗ nen Aussichten auf Erneuerung des Kohlensyndikats, sowie ferner die im Eisengewerbe schwehenden Verbandsverhandlungen. Gegen⸗ über dem lebhafteren Interesse für Montanpapiere lagen an⸗ dere Industriewerte sowie Bankaktien, Bahnen und Schiffahrtswerte vernachlässigt. Sie erzielten zwar eben⸗ falls Kursbesserungen, doch halten sich diese in engen Grenzen. Erfreulich ist die Tatsache, daß das Interesse für festverzins⸗ liche Werte bis jetzt noch nicht nachgelassen hat. Deutsche Anleihen schwächten sich zwar in den letzten Tagen etwas ab, da durch die Meldungen von der neuen Kriegsanleihe, die eben⸗ falls wieder fünfprozentig sein soll, ein Druck ausgeübt wurde. In erster Linie waren daraufhin 5 Proz. Kriegsanleihe und Schatzscheine etwas angeboten und niedriger. Von fremden Renten begegneten österreichisch⸗ungarische Werte, Russen und Japaner einigem Interesse. Anziehende Tendenz verfolgten auch amerika⸗ nische Werte im Zusammenhang mit der erneuten Steigerung N 7 Statt Karten Pension Brandl (Bellevue, Neuen Bäue 22. Zimmer. Zentralheizung, Bad. Te ephon 1085. Bebaglich möblierte 106093 Für unsere 7 amerikanischer und holländischer Zahlungsmittel. Von Devi⸗ sen erzielten außerdem Schweiz und Italien leichte Besserungen. Geld ist noch immer ungemein leicht. Tägliches Geld war mit 3 Prozent und darunter angeboten. Der Privat⸗Diskont notiert zwischen 3¾ und 3¾ Prozent, alles natürlich nur ungefähre Notierungen. — Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller Unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zur Sicherung unserer Volksernährung ist in einer Reihe von größeren Städten die Urbarmachung von brachliegenden, zu Bauplätzen bestimmten Grundstücken und ihre Bepflanzung mit Kartoffeln oder mit sonstwelchen rasch wachsenden Nutzpflanzen in die Wege geleitet worden. Es wäre dringend zu wünschen, daß auch in unserer Stadt Gießen recht entschieden nach dieser Richtung 3 würde. Na⸗ mentlich das im Besitz der Stadt(3. B. bei der ehemaligen Aktienbrauerei), der Kirchengemeinde(3. B. an der Stephan⸗ straße) und der Universität(bei den neuen Kliniken) befind⸗ liche Gelände, aber auch der private Grundbesitz, der nur irgendwie für landwirtschaftliche Benutzung sich eignet, müßte durch erfahrene Landwirte, an denen es ja in unserer Stadtver⸗ tretung nicht fehlt, festgestellt, und die Privatbesitzer(Bau⸗ unternehmer!) zur ungesäumten Urbarmachung seitens der Stadtverwaltung energisch angehalten werden. Am zweckmäßigsten ist die Bestellung im großen unter Zuhilfe⸗ nahme von Kriegsgefangenen, die ohnehin nach Beschäf⸗ tigung schmachten. Die auf diese Weise sicher in bescheidenen Grenzen sich haltenden Kosten der landwirtschaftlichen Bestellung würde dann auf die einzelnen Grundbesitzer zu verteilen sein. Auch die Bewirtschaftung und Erntung auf städtische Kosten dürfte man in diesem Notfalle nicht grundsätzlich ausschließen; es läßt sich aber vielleicht auch hier, wie anderwärts, die Gründung einer Kartoffelpflanzungsgenossenschaft erreichen. End⸗ lich empfiehlt es sich wohl auch, angesichts des großen Waldbesitzes der Stadt, einen Versuch mit dem von Forstmännern warm emp⸗ fohlenen, bereits praktisch erprobten Waldfeldbau zu machen, über den jüngst in der Frankfurter Zeitung ein Fachmann be⸗ richtete. Auch hier würde sicherlich die in verschiedenen Ober⸗ förstereien der Main⸗Rhein⸗Ebene betriebene gleichzeitige Anzucht von Waldpflanzen und Kartoffeln durchzuführen sein, und auch hier könnten die an unserer Volksnahrung schmarotzenden Kriegs⸗ gefangenen ausgiebige und nützliche Beschäftigung finden. Alle diese Maßregeln exfordern freilich die eiligste Vorbe⸗ ratung. Daß auch scheinbar Unmögliches rasch durchführbar ist, zeigt die glänzende Lösung, die die Frage der Abfuhr der Küchenabfälle seitens unserer Stadtverwaltung gefunden hat. Hof⸗ fentlich stellen sich auch freiwillige Helfer und Berater für alle diese Maßnahmen der vermutlich recht stark mit Arbeitsaufgaben aller Art belasteten Stadtverwaltung zur Verfügung. ————— Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 2— 3 1 2 8 2 a 2 22S 2222 2 332 Febr. S8 8 8 2 2 28 82825 1g ESS„„ e 1025 5 58 2 2 S 5 2— 282 5 4 S 8 22 1 7 2 746,3 45 59 94 8s 2 10 Bed. Himmel 7. C 747,88 43 5,9 94 8 2 10 5 8 8. 7% 745,2 3,4 5, 85 ssw]. 2 10 Regen ö 0 1 ö Höchste Temperatur am 6. bis 7. Februar 1915 + 4,80. Niedrigste„ 3„ Niederschlag: 3,2 mm. 127⁵⁹ Holzversteigerung Die glückliche Geburt eines prächtigen Töchterchens zeigen hocherfreut an Bergingenieur Heinz Wahring 2. Zt. im Felde, Gretel Wahring, geb. Nowack 2. t. Giessen. Giessen, den 6. Februar 1915. der Freih. Oberförsterei Rabenau, Londorf. reitag, den 12. Februax, nach Zusammenkunft um 20 Fichten— 1.290 Istm.; 10 Uhr an der Frühwlese, 1 Noll: Derbstaugen: eiter, Nm.: 0 Buchen, 4 Fichten; Knüppel. Nm., 227 Buchen, 8 Eichen, 3 Aspen, 1 Birke, 27 Kiefern, 4 Fichten, 2 Lärchen; Reiser, Rm.; 664 Buchen(hiervon 88 Stammreisex, 14 Eichen, 22 Aspen, S Exlen, 14 Kiefern⸗Knüppelreiser; Stöcke, Rm. 88 Buchen, 5 Eichen, 12 Kiesern, 4 Fichten, 1 Lärche. Nähere Aus- kunft erteilt Forstwart Leyerer, Odenbausen. 5 1200 D Feldpost-Schachteln für 50, 250, 500 Gramm; Pakete, nur bewährte Größen, sowse sämtl. Feldpostschreibwaren werden in meinem Be⸗ triebe in großen Massen fertiggestellt. Probe⸗ paket(72 Kartons) M. 5.—, Preisliste kostl. u. 3 bis 5 Kilo⸗ Scke Wilhelm⸗ u. Frankf. Straße ist schöne, sreistehende 4—5⸗ Zimmerwohnung mit Garten und eine Mausarde sofort zu vermieten. Näberes Bismarckstraße 20 p. 0649 LEdenu dgl. 154] Zum 1. April ist mein Ladenlokal Lindenplag mit Wohnung zu verm. G gehend. 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Preise ermäßigt) lachsmann als Erzieher Komödie in 3 Aufzligen von Otto Ernst.. Ende 10 Ubr. 0 Soldaten vom Feldwebel ab⸗ wärts zablen bei allen J stellungen guf 2. u. P 10 1 nur halbe Preise. 1880 Nach fünfmonatlichem Dienste fürs Vaterland krank aus dem Felde zurückgekehrt, starb am 6. d. Mts., abends, nach schwerem Leiden im hiesigen Krankenhause unser innigst geliebter Bruder, Schwager und Onkel Herr Veterinär Dr. Hermann Buttron im 28. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Gottlob Carle Auguste Carle, geb. Buttron Albert Carle, 2. Zt. im Felde Emma Rex, geb. Buttron Willy Rex, 2. Zt. im Felde Familie Carl Jockel, Hungen in Hessen Familie Philipp Jockel, Hungen in Hessen. Frankfurt a. M.(Sachsenlager 3), S. Februar 1915. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 10. d. Mts,, nach- mittags 3½ Uhr, in Hungen(Hessen) statt. 1264 Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass meine innigstgeliebte, treue Mutter Frau Marie Steiner geb. Marx von ihrem Leiden durch einen sanften Tod erlöst wurde. 1 5 In tiefer Frauer: Emma Steiner. Giessen(Bleichstrasse 10), den 6. Februar 19 15. Beileidsbesuche dankend abgelehnt. Die Beerdigung findet Dienstag, den 9. Februar, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 1258 n Großh. Realgynnafum zu Gießen. Tip Ibn Puder] 1 5 17. eee nur Ortsgruppe Gießen. ie Großh. Direktion der errealschule zu — 855 Anmeldungen für die Sexta werden Mitt Auskunftstelle ö für Frauenberufe. rauen u. Mädchen er · balten unentgeltlich Rat und Auskunft für alle Berufe im alten Rathaus, Marktplatz 14. Dienstag nachmittags von 6½ 7½ Uhr. Kechtsschutzftelle. woch, den 10. Februar, vormittags von 10—12 und nachmittags von 4—6 Uhr, solche für die übrigen Klassen Donnerstag, den 11. Februar, vormittags von 11—1 und nachmittags von 4—6 Uhr in dem Amts zimmer des Unterzeichneten entgegengenommen. Hierbei sind Geburtsschein, Impfschein und— sobald möglich— Abgangszeugnis der zuletzt be⸗ suchten Anstalt vorzulegen. Gießen, den 4. Februar 1915. Großh. Direktion des Realgymnasiums. Dr. Baur. 1171 Ebabenpensona Goelhesehule, Osepbaeh. M Prlvat-· Real · u. Bandelsschule, verb. mit Vorschule, erteilt Sinsahrigenzeugnls. Sorgf. Ueberwach. d. Schularbeit. Gr. Garten. Neubau m. Zentralh., el. Licht. Mäß. Pensions preis. Gute Verpfleg u. Aufsicht. Prospekte durch d. Direktion 7088 Feldpost- Schachteln 3 Art und Grùsse. Uligste Bezugsquelle für Wiederverkäufer.— Man verlange Probesendung! bis D* erhalten unentgeltlich [Rat und Auskunft in Rechtsangelegenheiten im alten Rathaus Markt-; E 14 Mittwoch nach ⸗ mittags von 6/8 ÜUhr. Allexbeste Taschenlampen; Batterien für unsere Krieger.— Bei Uebernahme der regelmäßig. Zusendung ins Feld 10 Pig. für Porto. 0106 Carl Schunck Kriegslieferant. vom 9. Februar d. Js. Frauen u. Mädchen 164 Bochen, 9 bis 10 Uhr stebt auf dem 505 Fichten⸗ Nach 5 Monate langer Ungewißbeit allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber Mann, der gute Vater seines Kindes, mein einziger Bruder, unser un⸗ vergeßlicher Schwiegersohn, Schwager u. Onkel Wilhelm Sparr Wehrmann im Res.⸗Inf.⸗Regt. Nr. 71, 12. Komp. Hesseler Aonzer Herrin Sonntag, den 14. Februar 1915, abends 5/ Uhr, in der neuen Aula zum Besten der Hinterbliebenen gefallener Gießener an seiner am 7. September erlittenen schweren Verwundung am 9. September in franzosischer Gefangenschaft im 31. Lebensjahre gestorben ist. Konzert des Klingler-Ouartetts aus Berlin Professor Karl Klingler, Alphons Brun, Fridolin Klingler, Kgl. preuß. Kammer- virtuos Hugo Dechert. Die trauernden Hinterbliebenen. J. d. N.: Auguste Sparr, geb. Wehn Robert Sparr. Gießen, den 8. Februar 1915. 1209 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigstgeliebte Schwester und Tante Elisabethe Leidner nach langem, schwerem, mit Geduld erxtragenem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Beethoven: Streich-Quartett F-moll, op. 95. Haydn: Streich- Quartett C-dur, Op. 70 Nr. 3(Kaiserquartett). Schubert: Streich- Quartett P-moll Mer Tod und das Madchen). intri: 1. Platz M. 3.—, 2. Platz Eintrittskarten: N. 2.—, 3. Plaz Hl.. 4. Platz M. 0. 50, sämtlich numeriert, Studenten- karten M. 1.—(für den zweiten Platz, soweit verfügbar, gültig), für Schüler und Militär vom Feldwebel abwärts 30 Pfg. sind in der Musi- kalienhandlung von Ernst Challier, Tel. 671, und abends an der Kasse zu haben. Offnung des Saales 4½ Uhr. In tieser Trauer: Geschwister Leidner Willi Müller, z Zt. i. Felde Familie Stephan. Gießen(Liebigstr. 69 II.), den 6. Februar 1915. Die Beerdigung findet Dienstag, den 9. Febr., nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 120 1258 D 5 Mittwoch, den 10. Februar 1915, abends 8 ½ uhr, im Hotel Großherzog von Hessen Vortrag Dr. Bruno Wille, Friedrichshagen über: „ fistünpen der Faldsopdie in schnemr ll“ Karten zu Mk. 1.00 und zu Mk. 0.50 sind im Vor⸗ verkauf in der Frees'schen Buchhandlung zu haben. Der Reinertrag ist für die Kriegsfürsorge bestimmt. Licht- Spiel- Haus Spielplan vom 6. bis 9. Februar 1915: ie an das Lerne Heu erarb oder Lehmanns Feldpostbrief Militärlustspiel in 2 Akten. Die neuesten Aufnahmen vom Kriegsschauplatz Ein Fehltritt. Drama. Onkel Centnerchens Liebes abenteuer. Posse Kunstschwimmen und Tauchen Interessantes Sportbild. 1224 Militär ohne Charge zahlt werktags die Halfte. Holzversteigerung. 13 * 4 Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Siegmund Rosenbaum, Gießen eingetragen: Dem Kaufmann Jean Herr zu Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, den 5. Februar 1915. Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat beratene Voranschlag der Gemeinde Kesselbach für das Rj. 1915 liegt an eine Woche lang in dem Amtszimmer der Bürgermeisterei zur Ein⸗ sicht der Beteiligten auf. Einwendungen gegen den Voranschlag können während dieser Zeit münd⸗ lich oder schriftlich vorgebracht werden. Es wird Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker bei⸗ zutragen haben. Kesselbach, den 7. Februar 1915. Großh. Bürgermeisterei Kesselbach. Schwalb. Holzversteigerung in der fürstlichen Oberförsterei Lich. u, Montaa, den 15. Februar, vormittags 9½ ubr, im Distriktt Hard. Schester, Rm. 278 Buchen, 3 Eichen rund, 1 gespalten, Nuszschei). Knüppel, Rm. 216 9 34, Eichen, 1 Kirschbaum, 13 Nadelbolz. Stöcke, Rm. N 46 Eichen(2 Scheilbrocken, 7 Nadelholz. Reisholz⸗Wellen: 1150 Buchen, 600 Eichen, 100 Nadelholz. 24 Eichen ⸗Pfosten 1,0 Fstm.(2 Meter lang). 5 Kiefern⸗Schnittbolz ⸗ 431 Fitm.(2838 tm. Mitten⸗ durchmesser, Nr. 8—8. 2 Lärchen 2.28 Fstm.(27 und zum. Miuendurchmesser. Ca. 120 Rm. Fichten Schichtbaufen. Die Zusammenkunft ist auf dem Fußweg von Birklar nach Lich über die Hard beim Eingang in den Wald. Von bis r st Wege von Muschenbeim nach Lich über die Hard beim Eingang in den Wald ein Mann, welcher den Weg zeigt. Dienstag, den 16. Februar, vormittags 9½ Ubr 1201 D 1265 B 1257 im Distritt Mönchwald. Knüppel, Rm. 113 Buchen, Mittwoch, den 10. d. Mis. wird in hiesigem 13 Ei„ 2 i Stöcke, 5 tief ö 18⸗.„... mae 1 0 0 ee geen Gemeindewald lane. wenige Jichten. 1 en-Pfosten- 1,10 Fstin. 8 d* m. 2,2 Mtr. lan J. 2 Fichten⸗Derbstangen= 0,11 Fitm. 3 Stämme„ Fst 6 Stämme 4. Kl.= 1,93 Fstm. isst 5 .— 5 n. 2 24 Rm. Nutzscheiter 2,5 Meter lang 8(1 le Zusammenkunft ist auf dem Vizinalweg von Albach nach Hatten rod, wo er vom Schlagweg gekreuzt wird. Ernst Balser, Giessen DSSS Sers Telephon 615* Mäusburg 11 Woärmeöfchen? ns Schunck, Bahnhofstr. 513 Jür ZJigarrenbändler! Für Zigarrenhändler! kommen in der Schneider sschen Gastwirtschaft zu Noß⸗ 8 Rm. Nutzknüppel 2,5 Meter lang 86 Rm. Scheiter 85 Rm. Knüppel 121 Rm. Stöcke 1 Reabes. Cassel 5 0 Königl. Oberförsterei Roßberg. von morgens 9 Uhr ab Dienstag, den 16. Februar, Di ste unübertreffüͤch berg zum Verkauf: 2560 Wellen. 5 5 f 0 5 de neueste 1 ertreffli 7 80 s D naa 6 Ses e n 12⁵6 Die Zusammenkunft ist mittags 1 Uhr im Feldpost⸗ Zigarren ⸗Versaud⸗ Schachtel e ffilder feclaltun 8 Ui Slang 8 Disrikt Hain auf der Wintelscneis⸗ in der jede einzelne Zigarre garantiert unbeschädigt im. kenh 58„„ 2„ Großen⸗Linden, am 3. Februar 1915. Felde ankommt, für 10 und 20 Stück Inbalt und 16⸗Pfg. rankenhausen. 1„ 55 8 G 80 Bür ermeisterei Großen⸗Linden BVersand, D. R. G. M. 620022, ist nur zu haben bei lag.-u. Werkm.-Abt. Gr. Masch.-Lab. 19„„ 4„ roßh. 9 4 unspr. 500 Chriet& Herr, Giegen, Walltorstr. 77. Buchen: 5„ 2.„ Deichseln J. V.: Mehl. 1156 aphische Kunstanstalt, Stein: und Buchdruckerei. 1016. 85 Brennbolz: 7 F Eichen: 11 Rm. Scheit, 3 Rm. Knüppel 3 b Sale e:: ee e e Bild am 31. Dezember 3 Nichten: 1„ e Attiva. Passiva. k. i 1 3 For! osetzte E Spar 5 0„ 1 1 I. 2 W 10. 4 13 5 2. 84.55 Warenkonto er 95 7 7 Ul Im 1 Kassenkonto e eservefonds 4. 9 parniss ausna Eschenholzverkauf. Geschäftsutensil. 112.39 Betriebsrücklage 1571.21 Meine Nass- und Pfund-Wäsche ist zirka 50% billiger als jede im Haus gereinigte Wäsche Ohne 2477 scharfer end weiss 1 2 * Mittel zu jeder dahreszeit blen jeferzeit zirka 2 Tage GROSSW/ASCHEREI EDELWEHSS Schüötzenstrasse 2 GE 8 8 EN t efnsprecher 487 ———[ — neten eingereicht werden. auf Wunsch durch Kreisstraßenmeister Hofmann zu Nieder-Ohmen abgegeben. 40 Eschenstämme mit 19 bis 49 Ztm. Durch- Debitorenkonto 2170.53] Reingewinn 1902.37 messer(ohne Rinde gemessen) und 2 bis 6 Meter Summa 7712.78 Summa 7712.78 Länge, mit zusammen 10,04 Fstm., sowie 1,70 Rm. Mitglieder⸗Bewegung: gisterrones mit einn 15 bis 25 Zim. Durch: Stund der Witglieber Gude 1918 107 messer und 2 Meter Länge liegen an der Kreis⸗ Während 1914 gingen ao.. 4 EE zum 1⁰ 9 f; Während 1914 gingen zun 1 Wie. 1 Daher Stand der Mitglieder Ende 1914 104 dem Unterzeich⸗ Holzverzeichnisse werden Leihgestern, den 8. Februar 1915. Landwirtschaftlicher Konsumverein J E. G. m. u. H. 1275 Der Direktor: Der Rechner: Der Lagerhalter: Balthasar Schäfer. Johs. 12⁵¹⁰ Alsfeld, den 3. Februar 1915. Der Großh. Kreisbauinspektor. 7 A 0'—• Textor IV. Johs Arnold pl. 8 r F RÄ ²˙- ³_tr nn